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Afropäerinnen: Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia
Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke
Von Masochisten und Mamma-Guerillas: Neue tschechische Dramatik
eBook-Reihen7 Titel

Drama Panorama

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Über diese Serie

Spanien rückt 2022 als internationales Gastland der Frankfurter Buchmesse und des Heidelberger Stückemarkts in den Fokus: Dazu geben die in Schattenschwimmer versammelten acht aktuellen Theaterstücke einen lebendigen Einblick in das spanische Gegenwartstheater. Sie verhandeln die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit – Wirtschaftskrise, steigende Mieten, Armut, Isolation, Rassismus, Diskriminierung, Verdrängung, Erinnerung und Utopie – oft verdichtet im Persönlichen.
Die Autor*innen suchen in skurrilen Dialogen und poetisch-lyrischen Monologen nach einer Sprache für die gestörte Beziehung der Figuren zu ihrer Umwelt. Über deren Sprache und Körper reflektieren sie letztlich auch das eigene Schreiben, das Theater und die Inszenierung unserer Wirklichkeit.
Im Mittelpunkt stehen Menschen vor dem Hintergrund lebensfeindlicher Systeme: Städte, in denen alles verkauft ist, wie in José Manuel Moras poetisch-tiefgründigem Text Schattenschwimmer; in denen sich kaum jemand die Miete leisten kann, wie im satirisch zugespitzten Stück Mieter von Paco Gámez; Gesellschaften, die rassistische Ausschlüsse produzieren, wie in Daniel J. Meyers Monodrama A.K.A. (Also Known As) und Eva Hibernias Monolog Carolina oder wie man einen Leoparden zähmt. Juan Mayorgas Stück Himmelweg widmet sich einem der lebensfeindlichsten Räume überhaupt, den deutschen Konzentrationslagern der Nazi-Zeit, und verknüpft die zynisch konzipierte Illusionsmaschine Theresienstadt mit der Illusionsmaschine Theater.
Und doch erweist sich der Körper als widerständig: Die Suche nach ehrlichen Begegnungen, nach einem Raum für Neues eröffnet mögliche Auswege. So versuchen Almudena Ramírez-Pantanellas Figuren in Auskotzen sich selbst zu entfliehen; María Velasco zeichnet in Die Einsamkeit der Hundesitter in poetischen Sprachbildern eine fremde Stadt als Flucht- und Möglichkeitsraum; Denise Despeyroux' Die Stunde bevor wir ein Traumpaar wurden beschreibt mit viel Sinn für Komik die Notwendigkeit von Räumen, in denen echte Gefühle entstehen können.
Mit diesem Band liegt erstmals die deutsche Übersetzung von Himmelweg vor, dem Welterfolg des vielfach preisgekrönten spanischen Dramatikers Juan Mayorga, ebenso wie ein Stück der 2022 mit dem Internationalen Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichneten Autorin María Velasco und ein Stück von Almudena Ramírez-Pantanella, eine der Autor*innen der erfolgreichen spanischen Netflix-Serie Haus des Geldes.
Mit den Theaterstücken
José Manuel Mora: Schattenschwimmer
(Übersetzung: Franziska Muche und Pilar Sánchez Molina)
Juan Mayorga: Himmelweg
(Übersetzung: Stefanie Gerhold)
Eva Hibernia: Carolina oder wie man einen Leoparden zähmt
(Übersetzung: Franziska Muche und Cornelia Enger)
Daniel J. Meyer: A.K.A. (Also Known As)
(Übersetzung: Carola Heinrich und Hedda Kage)
Paco Gámez: Mieter
(Übersetzung: Franziska Muche und Lea Saland)
Denise Despeyroux: Die Stunde bevor wir ein Traumpaar wurden
(Übersetzung: Franziska Muche)
Almudena Ramírez-Pantanella: Auskotzen
(Übersetzung: Miriam Denger)
María Velasco: Die Einsamkeit der Hundesitter
(Übersetzung: Franziska Muche und Carola Heinrich)
SpracheDeutsch
HerausgeberNeofelis Verlag
Erscheinungsdatum22. Mai 2018
Afropäerinnen: Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia
Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke
Von Masochisten und Mamma-Guerillas: Neue tschechische Dramatik

Titel in dieser Serie (7)

  • Von Masochisten und Mamma-Guerillas: Neue tschechische Dramatik
    Von Masochisten und Mamma-Guerillas: Neue tschechische Dramatik
    Von Masochisten und Mamma-Guerillas: Neue tschechische Dramatik

    Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V. stellt seit 2014 beim Festival tschechischer Gegenwartsdramatik Ein Stück: Tschechien in Berlin neue Theaterstücke in szenischen Lesungen und Gastspielen vor. Als Herausgeberin der Anthologie Von Masochisten und Mamma-Guerillas wählte Kuratorin Barbora Schnelle beim Festival bereits präsentierte Stücke und ergänzte sie um weitere Theatertexte. Die hier versammelten Theaterstücke verkörpern Themen, die ganz aktuell auf den tschechischen Bühnen verhandelt werden. Sie zeugen von der Suche nach neuen, sozial gerechten und gleichberechtigten Gesellschaftsmodellen, hinterfragen die tschechische und europäische Geschichte, betrachten kritisch die nationalen Befindlichkeiten und entlarven die leeren Worthülsen der aktuellen politischen Rhetorik. Die Themen reichen von der grotesken Darstellung von Ausbeutung in der globalisierten Arbeitswelt in Roman Sikoras Bekenntnis eines Masochisten über feministische Stücke der Dramatikerinnen Anna Saavedra und Kateřina Rudčenková und die Problematik mehrsprachiger Beziehungen (Eva Prchalová) bis hin zu dokumentarischen Themen des Zweiten Weltkriegs wie in Tomáš Vůjteks Die Anhörung. Weiter wird der korrupte tschechische Politiker-Typus mit seiner Leidenschaft für Bier und Gänsebraten parodiert (S.d.Ch.) und die allgemeine Vertuschung der Doping-Skandale der sozialistischen Sportler*innen bei einem Radiogespräch demontiert (David Drábek), es werden die Beziehungen zum aktuellen Heimatbegriff untersucht (David Zábranský) oder ironisch-utopische Strategien zur Erhaltung der tschechischen Kultur in Zeiten der globalen Migrationen entwickelt (Petra Hůlová). Ein Update im deutschsprachigen Raum und zugleich der erste Band der neu gegründeten Reihe von übersetzten Theatertexten der Gegenwart: Drama Panorama.

  • Afropäerinnen: Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia
    Afropäerinnen: Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia
    Afropäerinnen: Theatertexte aus Frankreich und Belgien von Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia

    In den letzten Jahren hat sich in Frankreich und Belgien eine neue Generation von Dramatikerinnen herausgebildet: Laetitia Ajanohun, Rébecca Chaillon, Penda Diouf und Éva Doumbia stehen exemplarisch für vielseitige Künstlerinnen, die oft auch als Prosaautorinnen, Schauspielerinnen und Regisseurinnen arbeiten und sich dem Aktivismus verschrieben haben. Diese zeitgenössischen Theaterautorinnen verbindet die Suche nach einer neuen Schwarzen Identität und Geschichtsschreibung in Europa, die den Blick auf die Auswirkungen eines jahrhundertealten kolonialen Erbes lenkt und das Selbstbewusstsein afrikanischer Künstler*innen in der Diaspora stärkt. Der zweite Band der Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte ist diesen vier Künstlerinnen gewidmet, die in ihren Theatertexten und Performances ein starkes Bild der strukturellen Unterdrückung Schwarzer Menschen in Frankreich und Belgien zeichnen. In ihren Erzählungen von rassistischer Diskriminierung, kolonialen Kontinuitäten in den mehrheitlich weißen Gesellschaften Europas, Polizeigewalt und sexualisierten Zuschreibungen schlagen sie den Bogen von persönlicher Erfahrung und Intimität zu frappierend universellen Motiven. Mit großer Lust an der Dekonstruktion widmen sie sich Schwarzen Identitäten und afrofeministischen Positionen. Als Ausgangspunkt für den Sammelband dienten den Herausgeberinnen Charlotte Bomy und Lisa Wegener vier Texte, die 2020 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Afropéennes – Afropäerinnen in szenischen Lesungen und Performances in Berlin präsentiert wurden: LOVE IS IN THE HAIR von Laetitia Ajanohun (Übersetzung: Yvonne Griesel), Trink mich – solange ich heiß bin von Rébecca Chaillon (Übersetzung: Lisa Wegener), Die große Bärin von Penda Diouf (Übersetzung: Yasmine Salimi) und Drissa von Éva Doumbia (Übersetzung: Akilah Silke Güç).

  • Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke
    Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke
    Frühstück mit Leviathan: Theaterstücke

    Der dritte Band der Reihe Drama Panorama beinhaltet sieben aktuelle Theaterstücke von Roman Sikora, einem der wichtigsten politischen Dramatiker*innen Tschechiens. Sikora verbindet Kapitalismuskritik mit einer theatralen Analyse der Machtstrukturen einer von der Marktwirtschaft dominierten Gesellschaft, in der sich Ausbeutung und egoistisches Profitdenken bis in die intimsten Sphären der zwischenmenschlichen Beziehungen gefressen haben. Seine Figuren sprechen eine Kunstsprache aus Redundanzen und Satzfetzen, die alltägliche Redewendungen und Idiome zerlegt. Sikoras Theaterstücke sind bittere und sarkastische Komödien mit viel Gespür für die grotesken Absurditäten der heutigen Gesellschaft. Im Stück Schloss an der Loire, dem Gewinnerstück des Dramenwettbewerbs Talking About Borders 2018, entwirft Sikora ein groteskes Bild einer sinnentleerten Arbeitswelt und setzt sich mit Arroganz, Unkultiviertheit und oligarchischen Strukturen der heutigen Politik auseinander. Der Held seiner Komödie Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B. macht als durchtriebener Banker Karriere. Nach einem Unfall landet er auf der Straße und erfährt, als er nach Strich und Faden ausgenommen wird, die Kehrseite des Kapitalismus. In Tod eines talentierten Schweins wird der Missbrauch von künstlerischem Talent in totalitären Strukturen metaphorisch anhand der Biografie eines Schweins in einem Massentierhaltungsbetrieb dargestellt. Das Stück Auf dem Weg zum Sieg führt in die Reihen der k. u. k. Armee im Ersten Weltkrieg und untersucht auf bitter-satirische Weise die Mentalität der Kriegsmaschinerie. Sikoras Antigone in seinem Apokryph Antigone weggefegt richtet ihren Zorn und Protest gegen alles und alle. Gäste, die zum Frühstück mit Leviathan kommen, einem der reichsten Unternehmer*innen der Welt, kennen keine Skrupel, wenn es darum geht, Profit zu machen. Im Prager Jesulein verlegt Sikora die Weihnachtsgeschichte in die raue und zynische Gegenwart. Mit folgenden Stücken von Roman Sikora: Antigone weggefegt (Übersetzung: Barbora Schnelle) Tod eines talentierten Schweins (Übersetzung: Kathrin Janka und Barbora Schnelle) Frühstück mit Leviathan (Übersetzung: Barbora Schnelle) Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B. (Übersetzung: Barbora Schnelle) Das Prager Jesulein (Übersetzung: Barbora Schnelle) Auf dem Weg zum Sieg (Übersetzung: Barbora Schnelle) Schloss an der Loire (Übersetzung: Barbora Schnelle) Ergänzt um einen einleitenden Essay von Barbora Schnelle sowie einem Gespräch mit Roman Sikora.

  • Surf durch undefiniertes Gelände: Internationale queere Dramatik
    Surf durch undefiniertes Gelände: Internationale queere Dramatik
    Surf durch undefiniertes Gelände: Internationale queere Dramatik

    Die Anthologie versammelt Theatertexte, die neue Narrative von Geschlecht und Identität wagen. Die Stückauswahl bildet den Versuch eines Querschnitts durch das bestehende Korpus zeitgenössischer Bühnentexte, die Alternativen jenseits der heterosexuellen Norm finden und nicht-binäre Realitäten greifbar machen. Marine Bachelot Nguyen beschreibt in Schatten und Lippen die Verwirklichung privater und politischer Wünsche vietnamesischer LGBTI*s vor dem Hintergrund postkolonialer Dynamiken. Dany Boudreaults hybrider, im Grenzbereich von Drama und Poesie angesiedelter Text Wir sind schön, für hässliche Leute widmet sich Fragen nach der Geschlechtsidentität, dem Außenblick und der Selbstakzeptanz. Am Tag nach dem Tag, an dem niemand starb von Ebru Nihan Celkan ist der performative Monolog einer trans* Frau aus der Istanbuler Sexarbeiter*innen-Community. Olga Dimitrijević präsentiert mit Mein Du ein Dialogstück über lesbische Liebe und Trauer im Alter, untermalt von dem Sound jugoslawischer Schlager. Marie Henrys experimentelle Arbeit, das titelgebende Stück Surf durch undefiniertes Gelände, skizziert die Reaktionen einer Familie auf das genderfluide Kind, und Raphael Amahl Khouri erzählt in She He Me Lebensgeschichten von trans* Menschen und Homosexuellen in der arabischen Welt. Milja Sarkolas Bühne des Begehrens verhandelt weibliches Begehren im Umfeld des heterosexistisch geprägten Theaterbetriebs. In Jen Silvermans gnadenloser Persiflage Collective Rage. Ein Stück in fünf Bettys treten fünf weiße und nicht-weiße, privilegierte und weniger privilegierte Bettys mit ihrer "Quelle der Kraft" in Verbindung. In Magne van den Bergs Stück für junges Publikum Gender liefern sich zwei Jugendliche einen Schlagabtausch über nervige Geschlechterrollenklischees. Neun Texte aus neun Ländern, neun Positionen mit unterschiedlichen Anliegen und Zugriffen: Ob als Dokufiktion, Jugendstück, Liebeslied oder Trashkamelle, diese neun Autor*innen erzählen ihre Geschichten über Verlust und Scham, Solidarität und Kampf, Zukunftsvision und Lebenslust so eindringlich, tragisch und optimistisch, dass sie auf deutschsprachigen Bühnen nicht fehlen dürfen. Mit den Theatertexten Marine Bachelot Nguyen: Schatten und Lippen (Frankreich, Übersetzung: André Hansen) Dany Boudreault: Wir sind schön, für hässliche Leute (Kanada, Übersetzung: Wolfram Höll) Ebru Nihan Celkan: Der Tag nach dem Tag, an dem niemand starb (Türkei, Übersetzung: Oliver Kontny) Olga Dimitrijević: Mein Du (Serbien, Übersetzung: Blažena Radas) Marie Henry: Surf durch undefiniertes Gelände (Belgien, Übersetzung: Lisa Wegener) Raphael Amahl Khouri: She He Me (Jordanien, Übersetzung: Paul Spittler) Milja Sarkola: Bühne des Begehrens (Finnland, Übersetzung: Katja von der Ropp) Jen Silverman: Collective Rage. Ein Stück in fünf Bettys (USA, Übersetzung: Barbara Christ) Magne van den Berg: Gender (Niederlande, Übersetzung: Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach)

  • Mauern fliegen in die Luft: Theatertexte aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien und Uruguay
    Mauern fliegen in die Luft: Theatertexte aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien und Uruguay
    Mauern fliegen in die Luft: Theatertexte aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien und Uruguay

    Drei Kontinente, sieben Länder, neun aktuelle Stücke: Zum spanischsprachigen Kulturraum gehören lebendige Theaterlandschaften, die herausragende Dramatiker*innen und brillante Theatertexte hervorgebracht haben. Die in diesem Band versammelten zeitgenössischen Autor*innen eint ihr scharfer, sezierender Blick auf die Gegenwart und ihre Lust an bildstarker und poetischer Sprache. Mit subtiler Ironie und bitterbösem Humor fassen sie verstörende Wirklichkeiten in Worte. Die Palette behandelter Themen reicht von Terror (Fabio Rubiano Orjuela), eskalierender Gewalt von Drogenkartellen (Itzel Lara) bis hin zu internationalen Friedenseinsätzen (Santiago Sanguinetti). Anhand dieser konkreten Kontexte wird die zerstörerische Logik zwischenmenschlicher Gewalt hinterfragt, werden universelle Fragen von Macht und persönlichen Handlungsspielräumen untersucht. Was ist Zivilisation, wo beginnt Barbarei (Sergio Blanco)? Wie schafft man es, sich im Meer aus Katastrophen nicht zu verlieren (Lola Blasco)? Welche Rolle spielt die Kunst dabei (Guillermo Calderón)? In Geschichte und Gegenwart wird nach Utopietrümmern gesucht, aus denen sich noch Zukunft bauen lässt (Rogelio Orizondo); neue Formen von Gemeinschaft werden skizziert, die menschliche Hierarchien überwinden können (Manuela Infante). Doch der Blick kann sich auch radikal nach innen richten, auf die eigene Psyche und Körperlichkeit (Marie Alvarez) – Ausgangspunkte möglicher Heilungsprozesse, die sich auf die gesamte Gesellschaft ausweiten können. Einige der ausgewählten Stücke waren bereits als spanischsprachige Gastspiele bei internationalen Festivals wie ¡Adelante! in Heidelberg, den Wiener Festwochen oder dem Berliner Theatertreffen zu sehen. Der vorliegende Band möchte sie in Übersetzungen von Miriam Denger, Carola Heinrich, Hedda Kage und Franziska Muche für deutschsprachige Leser*innen zugänglich machen. Mit den Theaterstücken Marie Alvarez: Entfesselt (Argentinien, Übersetzung: Miriam Denger) Sergio Blanco: Barbarei (Uruguay, Übersetzung: Franziska Muche und Hedda Kage) Lola Blasco: Meine Zeit, mein Tier (Spanien, Übersetzung: Franziska Muche) Guillermo Calderón: Dragón (Chile, Übersetzung: Franziska Muche) Manuela Infante: Gegen den Baum (Chile, Übersetzung: Franziska Muche und Carola Heinrich) Itzel Lara: Bis zur Unkenntlichkeit (Mexiko, Übersetzung: Franziska Muche) Rogelio Orizondo: Antigonón. Eine epische Heldenbrigade (Kuba, Übersetzung: Miriam Denger) Fabio Rubiano Orjuela: Mauern fliegen in die Luft (Kolumbien, Übersetzung: Miriam Denger) Santiago Sanguinetti: Die ewige Wiederkehr der Revolution in der Karibik (Uruguay, Übersetzung: Franziska Muche)

  • Die im Dunkeln gehen: Theaterstücke
    Die im Dunkeln gehen: Theaterstücke
    Die im Dunkeln gehen: Theaterstücke

    Hanoch Levin war der wichtigste israelische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, dessen Werk das israelische Theater bis heute maßgeblich beeinflusst. Aufgrund der stark gestischen, zugleich poetischen und verfremdenden Sprache seiner Texte gilt er als Klassiker des israelischen Gegenwartstheaters, dennoch begann seine Rezeption im Ausland erst spät. Die Anthologie Die im Dunkeln gehen stellt nun erstmals einen Querschnitt durch das vielfältige Werk Levins auf Deutsch vor. Levin gilt seit seinen ersten Satiren als treffsicherer politischer Autor; seine zahlreichen Komödien setzen sich mit entfremdeten gesellschaftlichen Verhältnissen, sozialen Ansprüchen und hierarchischen Beziehungsverhältnissen auseinander. Schitz bietet eine scharfe Analyse des Materialismus der alltäglichen Figuren, der all ihre Beziehungen zersetzt, im Krieg noch stärker als im Frieden. Freundlicher ist Levins Blick in der Komödie Die Kofferpacker, die in einem Gewimmel kurzer Szenen das Leben mehrerer Familien zwischen Abreise, Wiederkehr und unerfüllten Träumen sowie zwischen Hochzeiten und Beerdigungen zeichnet. Ab den 1980er Jahren wandte sich Levin mythologischen Stoffen zu, denen er eine ganz eigene Form gibt, indem er die Gewalt in den Beziehungen konsequent auf Basis einer Dramaturgie der Drohung auseinanderlegt. Das eindrücklichste dieser Stücke ist Hiobs Leiden, das die biblische Hiob-Geschichte in einem Imperium ohne Gott erzählt. Levins bekanntestes Stück wiederum, Das Kind träumt, greift historische Verfolgungserfahrungen auf und erzählt die Geschichte der Flucht einer Mutter und ihres Kindes vor Soldaten bis in das Land der toten Kinder, wo der Messias kommen soll. In Die im Dunkeln gehen wird das aus den Komödien vertraute Viertel einer Großstadt selbst zum mythisch-absurd verfremdeten Ort nächtlicher Wanderer und ihrer Gedanken. In Mord wiederum gelingt es Levin, den Kreislauf der Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt nicht nur zu thematisieren, sondern in die Form des Stücks selbst zu überführen. Aus dem Hebräischen übersetzt und mit einem einleitenden Essay von Matthias Naumann.

  • Schattenschwimmer: Neue Theatertexte aus Spanien
    Schattenschwimmer: Neue Theatertexte aus Spanien
    Schattenschwimmer: Neue Theatertexte aus Spanien

    Spanien rückt 2022 als internationales Gastland der Frankfurter Buchmesse und des Heidelberger Stückemarkts in den Fokus: Dazu geben die in Schattenschwimmer versammelten acht aktuellen Theaterstücke einen lebendigen Einblick in das spanische Gegenwartstheater. Sie verhandeln die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit – Wirtschaftskrise, steigende Mieten, Armut, Isolation, Rassismus, Diskriminierung, Verdrängung, Erinnerung und Utopie – oft verdichtet im Persönlichen. Die Autor*innen suchen in skurrilen Dialogen und poetisch-lyrischen Monologen nach einer Sprache für die gestörte Beziehung der Figuren zu ihrer Umwelt. Über deren Sprache und Körper reflektieren sie letztlich auch das eigene Schreiben, das Theater und die Inszenierung unserer Wirklichkeit. Im Mittelpunkt stehen Menschen vor dem Hintergrund lebensfeindlicher Systeme: Städte, in denen alles verkauft ist, wie in José Manuel Moras poetisch-tiefgründigem Text Schattenschwimmer; in denen sich kaum jemand die Miete leisten kann, wie im satirisch zugespitzten Stück Mieter von Paco Gámez; Gesellschaften, die rassistische Ausschlüsse produzieren, wie in Daniel J. Meyers Monodrama A.K.A. (Also Known As) und Eva Hibernias Monolog Carolina oder wie man einen Leoparden zähmt. Juan Mayorgas Stück Himmelweg widmet sich einem der lebensfeindlichsten Räume überhaupt, den deutschen Konzentrationslagern der Nazi-Zeit, und verknüpft die zynisch konzipierte Illusionsmaschine Theresienstadt mit der Illusionsmaschine Theater. Und doch erweist sich der Körper als widerständig: Die Suche nach ehrlichen Begegnungen, nach einem Raum für Neues eröffnet mögliche Auswege. So versuchen Almudena Ramírez-Pantanellas Figuren in Auskotzen sich selbst zu entfliehen; María Velasco zeichnet in Die Einsamkeit der Hundesitter in poetischen Sprachbildern eine fremde Stadt als Flucht- und Möglichkeitsraum; Denise Despeyroux' Die Stunde bevor wir ein Traumpaar wurden beschreibt mit viel Sinn für Komik die Notwendigkeit von Räumen, in denen echte Gefühle entstehen können. Mit diesem Band liegt erstmals die deutsche Übersetzung von Himmelweg vor, dem Welterfolg des vielfach preisgekrönten spanischen Dramatikers Juan Mayorga, ebenso wie ein Stück der 2022 mit dem Internationalen Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichneten Autorin María Velasco und ein Stück von Almudena Ramírez-Pantanella, eine der Autor*innen der erfolgreichen spanischen Netflix-Serie Haus des Geldes. Mit den Theaterstücken José Manuel Mora: Schattenschwimmer (Übersetzung: Franziska Muche und Pilar Sánchez Molina) Juan Mayorga: Himmelweg (Übersetzung: Stefanie Gerhold) Eva Hibernia: Carolina oder wie man einen Leoparden zähmt (Übersetzung: Franziska Muche und Cornelia Enger) Daniel J. Meyer: A.K.A. (Also Known As) (Übersetzung: Carola Heinrich und Hedda Kage) Paco Gámez: Mieter (Übersetzung: Franziska Muche und Lea Saland) Denise Despeyroux: Die Stunde bevor wir ein Traumpaar wurden (Übersetzung: Franziska Muche) Almudena Ramírez-Pantanella: Auskotzen (Übersetzung: Miriam Denger) María Velasco: Die Einsamkeit der Hundesitter (Übersetzung: Franziska Muche und Carola Heinrich)

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