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Working Girls: Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit
ZettelWirtschaft: Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek
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Über diese Serie

Mit Beiträgen von Sabine Biebl, Stefan Hirschauer, Rembert Hüser, Annette Keck, Helmut Lethen, Maren Möhring, Inka Mülder-Bach, Verena Mund, Ralph J. Poole, MaryAnn Snyder-Körber, Ilke Vehling und Heide Volkening.

Junge, erwerbstätige Frauen sind nicht erst in den 1920er Jahren zum Gegenstand produktiver Phantasien geworden, die sich in Filmen, Literatur, Kunst, Schlager und Werbung wie in wissenschaftlichen Diskursen niedergeschlagen haben. Ihr Auftauchen im öffentlichen Raum ist bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einer Sorge um die Lockerung der Moral verbunden, die sich in der Mehrdeutigkeit des Begriffs ›Working Girl‹ äußert. Sowohl erwerbstätige Frauen generell als auch Prostituierte bezeichnend, eignet sich der Begriff, um eine zentrale Ambivalenz zu markieren, nämlich die Ökonomisierung von Liebe und Sexualität auf der einen und die Romantisierung von Arbeitsverhältnissen auf der anderen Seite.
Die Beiträge verfolgen mögliche Narrative, Bildmuster und Geschlechtermodellierungen, die sich aus dieser Konstellation in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten ergeben.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum15. Aug. 2022
Working Girls: Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit
ZettelWirtschaft: Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek

Titel in dieser Serie (2)

  • ZettelWirtschaft: Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek
    ZettelWirtschaft: Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek
    ZettelWirtschaft: Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek

    »Karteien können alles«, verheißt der Fortschritt 1928 im Namen der gleichlautenden Fabriken GmbH ... Das Versprechen ist kein geringes: »Karteien können in den Lagerverwaltungen der großen Industriewerke Zehntausende kleiner und großer Einzelteile in Ordnung halten, können in den Personalbüros jede beliebige Anzahl Adressen übersichtlich gliedern, können in den Meldeämtern der großen Städte die Bewegung von Hunderttausenden von Menschen überwachen, können in den Buchhaltungsabteilungen der kaufmännischen Büros sich nützlich machen, z.B. als Kontokorrent-Karteien, usw., usw.« Diese Studie versucht, eine für die Entwicklung der Kartei konstitutive Idee von ihrer Urszene bis zum angezeigten Fortschritt zu verfolgen. Da diese Begriffe fordern, sich in eine Medienarchäologie einzuschreiben, die die Universalität von Papiermaschinen untersucht, folgt das dieser Studie zugrunde gelegte Frage-Raster einer Formation der (unelektronischen) Datenverarbeitung. Warum handelt es sich bei dieser Apparatur, die vieles verspricht und vermeintlich alles kann, um eine universelle Maschine? Aus welchen Errungenschaften gründet sich dieser Anspruch? Vor welcher Schablone vermag sich die Papiermaschine abzuheben? Aus welchen Wurzeln entwickelt sich dieses System der Verzeichnung? Was für eine solche Maschine lediglich vonnöten ist, weist Alan Turing schließlich erst knapp zehn Jahre später nach: ein langes, gleichwohl unterteiltes Papierband, ein Schreib-/Lese-Kopf und ein genau festgelegtes Verfahren, wie der Schreib-/Lese-Kopf auf den Papierabschnitten zu bewegen sei. Diesen drei logischen Grundbestandteilen eines jeden Computers gilt es nun nachzuspüren, ihre Kontexte in dieser Form der Datenverarbeitung zu verorten und das Zusammenspiel zu analysieren, das schließlich zu dem gerechtfertigten Satz führen darf: »Karteien können alles!«

  • Working Girls: Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit
    Working Girls: Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit
    Working Girls: Zur Ökonomie von Liebe und Arbeit

    Mit Beiträgen von Sabine Biebl, Stefan Hirschauer, Rembert Hüser, Annette Keck, Helmut Lethen, Maren Möhring, Inka Mülder-Bach, Verena Mund, Ralph J. Poole, MaryAnn Snyder-Körber, Ilke Vehling und Heide Volkening. Junge, erwerbstätige Frauen sind nicht erst in den 1920er Jahren zum Gegenstand produktiver Phantasien geworden, die sich in Filmen, Literatur, Kunst, Schlager und Werbung wie in wissenschaftlichen Diskursen niedergeschlagen haben. Ihr Auftauchen im öffentlichen Raum ist bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einer Sorge um die Lockerung der Moral verbunden, die sich in der Mehrdeutigkeit des Begriffs ›Working Girl‹ äußert. Sowohl erwerbstätige Frauen generell als auch Prostituierte bezeichnend, eignet sich der Begriff, um eine zentrale Ambivalenz zu markieren, nämlich die Ökonomisierung von Liebe und Sexualität auf der einen und die Romantisierung von Arbeitsverhältnissen auf der anderen Seite. Die Beiträge verfolgen mögliche Narrative, Bildmuster und Geschlechtermodellierungen, die sich aus dieser Konstellation in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten ergeben.

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