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Aufgabe: Mittendrin draußen: Psychisch krank (Caritasaktion 2002)

Das Gedicht erzählt von einem psychisch kranken Menschen der mitten im
Leben steht und doch auch irgendwie außen vor. Obwohl er Familie und Freunde
hat scheint es so als würde er alleine sein. Alleine unter Vielen. Seine
psychische Krankheit stellt ihn als Außenseiter hin. Er selbst jedoch möchte
nicht bemitleidet werden er sucht, wie jeder Mensch, nach Anerkennung und
dem Respekt der anderen Menschen. Er wird aufgrund seiner psychischen
Krankheit ausgegrenzt weil die anderen Menschen um ihn herum nicht damit
umgehen können. Sie verstehen nicht was er hat und bemitleiden ihn eher als
ihm zu helfen. Dabei hat er einfach eine Krankheit die man behandeln muss wie
eine physische Krankheit auch. Ein gebrochenes Bein kann man sehen, doch
eine kaputte Psyche ist nicht sichtbar und deswegen für viele Leute keine
Krankheit.

Das Bild besteht aus vielen farbigen Teilen in die ein Gesicht gezeichnet ist. Das
Gesicht guckt traurig. Obwohl es inmitten der vielen Farben ist, ist das Gesicht
mit dickem schwarzem Rand gemalt. Das Gesicht strahlt Angst und Einsamkeit
aus. Angst vor der Welt um es herum. Einsamkeit das es inmitten des Bildes das
einzige Gesicht ist.

Ich denke das Bild passt sehr gut zu dem Gedicht, da sie beide auf ihre Art und
Weise ihrer jeweiligen Stilmittel doch das gleiche ausdrücken. Das Gedicht
erzählt in kurzen prägnanten Sätzen von einer Person die an einer psychischen
Krankheit leidet und sich deswegen alleine und unverstanden fühlt. Das Bild
zeigt auf seine Weise genau das gleiche. Bloß auf eine andere Art. Es benutzt
keine Worte sondern lässt Mimik und den Hintergrund sprechen. Die vielen
kleinen bunten Stücke des Bildes könnten für das Umfeld der Person des
Gedichtes sprechen. Jeder kleine Teil steht etwa für die Familie, Freunde, Beruf
und das gesamte Umfeld der Person. Und obwohl das Gesicht inmitten dieser
vielfältigen Bausteine gezeichnet ist drückt es wie in dem Gedicht genannt
Suche nach Verstehen, Anerkennung, Respekt und Dabeisein aus.

Das Bild und das Gedicht ergänzen sich gegenseitig und geben eine klare
Botschaft an den Betrachter beziehungsweise den Leser. Es soll aufmerksam
machen auf psychische Erkrankungen unsere Mitmenschen. Und es zeigt auf
das eine psychische Krankheit trotzdem eine richtige Krankheit ist. Eine
Krankheit die auch einen Arzt erfordert und im jeden treffen kann, sowie es zum
Beispiel eine Grippe tut. Die Caritas möchte mit dieser Aktion zeigen das
Menschen die an einer psychischen Krankheit leiden genauso wie alle anderen
unser Mitgefühl und unsere Hilfestellung verdient haben. Leider ist dieses
Denken noch nicht wirklich verbreitet und Menschen die an einer psychischen
Erkrankung leiden werden allzu oft ausgegrenzt und komisch beäugt weil
Außenstehende oftmals mit einer psychischen Erkrankung keine Erfahrung
haben. Da kommen Ängste, Vorurteile, Unkenntnis und allzu oft auch Arroganz
bei den „Gesunden“ zum Vorschein die absolut unberechtigt und ungerecht
sind. Aktionen wie die der Caritas sind ein Mittel mit der man gegen diese
Unwissenheit vorgehen kann. Es geht dabei darum die Leute „wachzurütteln“
und sie aufmerksam darauf zu machen das psychische Erkrankungen etwas sind
das uns allen widerfahren kann.
Ein Bild aus der Perspektive eines Ausgegrenzten