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Neues aus Brasilien von Familie Schütze

Familienmotto: Latinos für Christus und für die W eltm ission

Ihr Lieben! Dezember 2007

Herzlich Willkommen zu unseren letzten Grüßen aus Brasilien in diesem Jahr! Heute
soll es vor allem ums „Seid dankbar in allen Dingen“ gehen. Dazu haben wir so viel
Grund, wenn wir an das zurückliegende Jahr denken:

Der Heimataufenthalt,
der im Februar endete, war wieder ein Höhepunkt für uns als Familie. Wir sind diesmal
nicht so viel rumgereist, es waren ja auch nur 2 Monate, aber die Zeit mit Freunden und
Verwandten war echt schön. Manuel und Michael haben nach 4 Jahren Abwesenheit
auch gut wieder ins Deutsche Leben hineingefunden.

Auf zu den Teams,


hieß es dann gleich für Rosi und mich, noch Ende Februar. Mexiko und El Salvador
waren die ersten Stationen, viele andere sollten folgen. Da trafen wir die
verschiedensten Situationen an, aber immer gab es Gründe zum Danken:

In Mexiko
wächst das Team jedes Jahr etwas. Die über 30 Mitarbeiter kommen inzwischen aus 8
verschiedenen Ländern. Dankbar waren wir über die Offenheit, um über kulturelle
Vorlieben zu sprechen und darüber, wie wir „trotzdem“ zusammen arbeiten können.
Das ist nicht immer leicht, aber wenn jeder bereit ist, vom anderen zu lernen und sich
selber etwas mehr zurückzunehmen, kann eine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen.

In El Salvador
fiel uns Angelika gleich am ersten Tag auf. Sie und ihr Mann haben 3 Kinder und sind
Bürger jenes kleinsten Landes Lateinamerikas. Unermüdlich setzt sich Angelika ein, um
unseren beiden Mitarbeiterinnen eine Hilfe zu sein. Ihr Beitrag für die Weltmission ist
es, fürs leibliche Wohl zu sorgen, Einkäufe zu erledigen, bei Missionskonferenzen
mitzuhelfen und WEC-Schriften ins Spanische zu übersetzen. Ihr Mann Ottmar ist
Mitbesitzer eines Ingenieurbüros, das Bewässerungsprojekte im In- und Ausland baut.
Auch er ist mit von der Partie, denn an Gottes Sache mitzubauen, ist für ihn das größte
Vorrecht. Danke, Herr, für solche Geschwister!

Unser Amazonasteam
hat spitze Leute, vor denen wir immer nur den Hut ziehen können. Sie leben in
einfachen Hütten, ertragen Tag für Tag alle möglichen Entbehrungen, können jeden
Abend ein paar mehr Mückenstiche zählen, leben bei dünner Kost und leisten doch
Erstaunliches: Inzwischen sind die ersten Lesefibeln in einigen Stämmen fertig. Die
Dorfbewohner können nun lernen, ihre eigene Sprache zu lesen und zu schreiben. Jetzt
können auch die ersten Verse und Bibelteile übersetzt werden. Danke, Herr!
Vor der Jahreskonferenz in den USA
hatten Rosi und ich wohl am meisten Bammel. Für 5 Andachten waren wir
verantwortlich, etwa 130 Missionare hatten sich angemeldet. Das Missionshaus besteht
schon seit der Mitte des letzten Jahrhunderts, und viele erfahrene Leute sind in den
verschiedenen Dienstbereichen tätig. „Herr, was sollen wir diesen Leuten erzählen?“ ,
war unsere Frage immer wieder. „Ganz einfach, was ihr mit mir und meinem Wort im
Alltag erlebt!“, meinten wir seine Antwort zu hören.
Und wir hatten eine echt gesegnete Zeit, im Austausch mit den amerikanischen
Geschwistern, den Missionsleitern Louis und Susan, den 13 Missionsanwärtern und
auch beim Weitergeben des Wortes Gottes. Manch einer bedankte sich später für unser
ehrliches Berichten, aber wir gingen wohl selber als die am reichsten Beschenkten nach
Hause.

„Seid dankbar in allen Dingen“


heißt aber auch, schwierige Leute und Umstände richtig einzuordnen. Wenn wir
wirklich überzeugt sind, daß alles erst an Gott vorbei muß und uns letztlich zum Guten
dient, können wir auch dafür dankbar sein, wovor wir eigentlich lieber davonlaufen
würden. Dieser schwierige Mitarbeiter, mit dem man einfach nicht auf einen Nenner
kommt. Diese Situation, die so verworren scheint, dass eine Lösung unmöglich scheint.
Die eigene Unzulänglichkeit, Unversöhnlichkeit, Selbstbezogenheit. Der Wunsch,
besser dazustehen als der andere, Gott nicht die Ehre zu geben, die Ihm gebührt.
Diese ernüchternden Momente bieten aber auch die Möglichkeit, wieder in die
Abhängigkeit von Gott zurückzukehren und in Seiner Kraft weiterzumachen.
Danke, Herr!

Gestern kam noch eine Supernachricht rein:


Drei große Missionsgesellschaften planen, bis zum Jahr 2020 alle diejenigen 95
Indianerstämme mit der Frohen Botschaft zu erreichen, die immer noch völlig
unerreicht sind. Und Ronaldo, unser Leiter des Amazonasteams, soll als
Missionswissenschaftler an der Planung und Durchführung mithelfen. Zum ersten Mal
wird also ein gemeinsamer Versuch unternommen, den Missionsbefehl an alle
Volksgruppen hier in Brasilien zuende zu führen. Das spornt an. Danke, Herr!

Ein herzliches Dankeschön auch an euch, die ihr unseren Dienst hier so treu durch
Gebete, Gaben und persönliches Begleiten unterstützt!!
Habt eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein frohes Neues Jahr!

Eure

Hans und Rosi, mit Manuel und Michael

Zum Nachdenken:

„Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß unsere Vorstellung von der Größe Gottes direkte
Auswirkungen auf unser Leben hat....... Wenn Menschen Gott schrumpfen lassen,
bringen sie Gebete ohne Glauben dar, Arbeit ohne Leidenschaft, Dienst ohne Freude,
Leiden ohne Hoffnung.“
John Ortberg