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. Dr Rew feidelers | efecvele | | Off. LE Nosh trgfe i i ~ He ae ; Th fa sal a ain lS RI, ts Dev Drivatjekvetarv 627 Muyfferdviefe und ° srimotung elms Brandan te bt Dexdeang Snmeung eines Brentfoatens et see Pole GEelucy um susferng eles Washers ee erate aie ud um unbeldetnate Sarionjelion ideas ‘aut Setaing ba ekeade gcse: ‘rahe Ge einen Waid ‘ : Snlzag auf Gvtetung den Selibitcns’aitoboieced Gairane eu} einem Spoutstape es fade un Guntigung eines ung Geli um Genetmigung ehimatiges Sduntanenstet Suttag au} Satngelettettung. Sabsneriabiteag an ble etgtagn mcaei be mbenonmens ot" eps Bit Ganffei = eum cinen_Coufiein at Gofu nim ein Seugnls wegen Auiswindetwig | | | 362 Gingaben an die Steuecbehrden. Galoeag agen whe Cnhonnenever-Derenogung_ 2 Gauge Senet ae a Der Berater in redtliden Angelegenbeiten. Schuififiidte jue Setbfewahenehmung dee Rese Der fale und das Rest ann it die Redtsuerfolging tberjniapi ssedeiigig? 289 cba bet hnatoeheran megen midit redjtzcitiger Cte- ane suport pn bio snes arin © Euboping tee Dexfelgeeung von mig ebgshtiet Dertelperingscndcofung ‘bel ‘etwitgeier' Haven! ‘annatme Sdavenerjasfordering even Widabuedne better Supefiginatning ines’ Ciekes “wegen “eines iangels Rilceforderung einer’ Siheikiing wegen Grobe th banks, Sapte sae Wakeung der Rede aus dem Baxgetigon ‘Gejehb Gxtmiindigangsanteog Antrag auf Wiederauftebing einer Gnimindigung ej am Geoubnis gue Shuang eines gente amiltennamtens Machiviglie Armetdimg von Dornamen Die “Geleistatighet und. Beletisuntaitgieit Aufforderuna jum Genehhnigen eines Deeizages ni ee, midtigung eines Mlinberjateigen’ sim’ Geldite: Sera! oe vs eigen’ sim’ Gets nfechtung eines Berkanfes ivogen nadjicdatidien Be: ent Sn! cnt ideal beeen Sanfediung ines: Koufretepes, wage erie ug, Saenger angen’ teviofung ‘ek ‘rer lbgabe Bauthindtss Deefingeangebat Beuinnbeteamnabnie Enivag eu affentee Suftetiung Ueberteagung einer Doltmadt Ea a ee A tundungs|éeloer: sux’ Hemming’ ter Detidicun tage auf Shang oe Sat ae iufforderung jum Erjag einer beldidigten ‘Sa me Seen ete Audeag cut Hlintie Ges oienbocingsioe ‘vege Gyeng ou Secon es Davite Kbiretung einer Sorterung_ (Sef Kenfoeritag mit €igentunisooroshalt Die Sidjerungsiteretgning 25 26 aT 7 20s Sethe ainiig ince, ites lesterang sie Besigefiung sox pfintbaren ices ote ea ohuiee Sduldljein - Beste nk Duinler siting 2 2 aonteraig juny Sanbenerieh fae engedrcia, du ‘lkem @afooy aohentengetonmene “Gegenfinte Dertung ener len Gefemfaaqt Gelefaftsvecteag einer offeren’ Sandestin Bietgat (ng fete dufonecinas) caigalt (nig felons Bilan tt {jet itidulbnerifdye) Aieberbirgtcait yfindungscerteas Ecos De tabi ceed) wegen unterfaffener Glatteis- eu aang "an ie Rata af ‘bes aan Se Ferderung wegen Bef—adigung “eines Stare Scoring ei sae Baipcace Séadsnerfag-Jorderung wegen ciner Beldidigung durch ungeniigend benufidtigte Winder... Sdadenerfag-Jorderung wegen Derbreiiens “einer iimpaheen Behauptung Sdigdongrfap-Sorderang wagen Ger Ditching Dit Siero oxbérung wegen” Ginfis3 nes’ Bou wertes Abfehnung lane, Stobenesf-Fordecuvg weaen Ha fing bs ‘Wsters Seite Ablehmuns ber Hafiptticht wegen Quewabl des Dieuft verpflidielen mt genigenter Scrgtalt er Beamer-Gehattsabtretung : 5 Mitteng einer. Gebettsnotzetung 2 38 Mittetng von eince Grensanderunags-Abioehe 316 Suffordering zum Belgnelten won Baumgoeieen ~ | Sie Suorderang jue @eitdeang Wier Gufwenbungen bes Sufforberung nic Hekmisqnbe sinée Sade, bie Gi Ui tes itberscenotion aft sae i Die Apotten, Enkrag uf ibesfpracs-eintzagun Eiteeg ou Urigrelbuag chee Atta ult nt Cabntotng te hac uc al nang en Sbecapte einen nufenbenKesbit is ene eon Hoditbetrage : a Plonbrecie am Keneotie Soden und am Besen, Desteag bee bie Ginekumung eines Dfandeetes Swonasootizedungs-Mlowfee ss) /emoestes mit ujforbcung jue Cinullligung in le Hetavegabe guhbiguas tes Bekins eyes auf nhdnbignns bes Deckaufes‘lites Saujpjvtes Derpfindung einer Cebensnerfiderung ee Das Samitenteat heverivag mit Grklieung tes Dermigens der Fea iit Dorbehaltsqut . % - eee ‘nue un Bef elung ‘oom Esfocberts deg 8"Jane here Alters el einer Gnade en Minbeshat Das Exbrest, Ausilagung einer Exofqapt Ainéeaq auf Befiellung eines Tiadlagpitegexs Anteag bes Erben auf Anorhmimg’ det Tadhlag: erwething i on on eee Sloignacs deine ST nin te ER cnn AU Ae ene SE Fa semape oted pase in aaa eectene ee Reese eniniet cara a Sam eee re aera ie Anjroge an bei fiiheren Seheperen bot Ser’ auf? hatin eines Sefrtings . Sdadenesfabfordering wegen Einjtefung etnes ent? faujenen tebrlings. é J Ablemung der Sthadsnerfagforderung’ wegen’ gin! HHollung des Cobelings Setbjimeldung eines: Krafifabrers’ née ether itnjati Eufforerang sur’ Bertgtiguag “elter "Seitangs- ‘mefbung Diedertolte, nexfeisfte Aufforderind ain bie Seiting Die Watenstmung der Rete im Sttelteerfaeen Des Miiigie bee die Suftinlghelt ber Geridte Dev Derlauy bes Redisteetes = Gerigis, Anas: tnd Uolatialsjebigien Seite ae 9 580 380 331 34 9 1 Bs inher fie dle widegten secffise, aie Im Gite, Stet, tae und’ Rontescerfaen ns bel bee Sangevok fedung im Sage homer Doltmadt fiir einen Gngeftellten sur Prosebfiifrung Elage'eoen eine "Joerg Degg Srslowt tang agen sana Ghenteay qu ucganatjmaging iden) nes o sien hii ts Ss cifelinaenige oe Eufforbesng gut Seeiante ‘an gente Gnen ‘lage. cuf ‘ieigabe son tet einem ‘Deitengep ia been Ggengn rteaetintiag) efi oculge @infetang Be? Seengsa lah axbestatigs Gasteung ser ves Eigentnn Gieemingttlage eines antwires Kofenfejepunasoelud : xofenbexeemuma, Sineag auf Sidecing Gee" Biwitée © | nieng cif Gelg ster eitwolge Goriiguyg |< age. oor bem Aroeitsgerieht auf Gehalisjenting Petonetage wrgenSeeeigung 35 3S Br 508 50 400 a2 205 408 406 406 407 409 409 310 an 413 Die Wiederaufnahme der Verfahren Anteag auf Urteitsousfertigung Der Sadlungsbefent Deriprugy gege einen Settunasneedt | | Anérag auf Exteifuna des Dollireduungshefetes ind Boaufteagung bes Gerieitsvollsiogers Bedingter, Huptrag fir den Geridtsvoigicier Gebaltspfanong si i : Anfechiung vines Beriainfes, dvd) den de Glaibiger bbenadieitigt werbon foltien Anfroge nag) Cintragungen in. das Sdutberiversctnis Antrog auf Aonaime des Offentarungseibes Antrag auf @nordnung ber Haft sur Crswingunig bes Ojfenbarungseibes, E urfrage fein Mielbeanit : uitrag auf Konsurserof fang Gnteag auf Creffmung eines tiadajtonturjes Wonfursforderungs-Aitmeloung mit Dorjugsedt Anmeltung einer Dermieter-gorderung sur alge! fonterten Befriedigung im Honhursoeejabren Aufforbermg an ben Konkursuorwalter sur Beenie! de ines Gegenfiandes, belfen Gusforvderuna ge- order! merden ann Zs Gefudy um Derfogung einer “Seugenderinedming Séhueben in Deriteranss-Sngtegenfeiten Aingeige eines Haftpfligtfattes an dle Gejetifzpa Ergege eines inhrugabiettes © See Bitte um Aufidub fiir das Bejablen ber Beltriige lige’ Buszchling ber Derkbrngsjune Einadhe om Susfesigung ence Sesberate Anbang. Titel und Ameeden a5 Sultungsangeigen it eriiedéne’ cingetegeititen | Sar Der 3citgemibe Privatbrief. Der Brief als perjénliche Empfeblung. Es bedarf wohl heute Raum noch der befonderen Betonung, dab unfere Briefe in jedem alle ein wert- volles Werbemittel fiir unfere Derfanlidkeit fein ROnnen. —Darauf Rant aud} niemand mebe vexzieten wollen, der itgendwie im tiglidhen Coben ftebt und ‘auf Anfelen Wert feat Det Anlag, cus bem wir fepreiben, mag junit weniger widhtig exfcheinen oder wenigltens, ober- Hladhlich Gettachtet, Roum Gelegenteit ju wirkjamen, vorteilhattem Buftreten bieten, Crogdem kann ein d dure) veranlafter Brief von viel nadhhattigerer Be- beutung werden. Man bdenke nur an Glickwunfch- Idhretben, die vielfad aud den Bekannten des Empfan- gers vorgeleat werden. Daraus hénnen dant it- menfen Riicfehliffe auf den Brieffdreiber siefen, deren aiinjtige Becinfluffung dued einen guten Gindrude un- vermuttet widhtig werden Ramm. So miifen wir denn Gedenen, dab fedex Brief, wenn ex forgfam abgefapt und aufgemacht wurde, eine nad- Raltige perfinlide Empfetlung su werden vermas, wih- rend cine fileine Taclaffigteit gax night vermuteten mittelbnren Sdaden ringen. kann, 25 Das allt nattstie axe) von unferer Ginfieteng sum Brlefidwetten iberhoupt. Wan Seobndhtet vieja, dap Mitmenfében jefe ungern Briefe fehretben, bie “fon beim per[énlidien Gufteeten als gute Gejettigatter uy Out. recht gut mizken, Tun Rann man fa nicht bel jeder Golegentelt felbit vorfpeeen. Seyeintet man dann aud od ben Sdixifiveriefe, det night unmittelbar faatd, derantagt if, Jondern mebe der Nafttatett denen fol. bor Gebiife ein, fo kann remit gut ter Scraden. weit grdher fein, als cin méiger Setaufonnd fie. dlefo Saireiben anband jwedkmiipiger Bilfemittel. Selbftoeritindlid) miifen Saqreiten, die ibeen Ab- fender wilrdig verteeten follen, nit ‘mu forgiam ai. Gefapt, fondern auc) wistfam ‘und gefflig. ansgemadhs fein. Konnte dem Friifer, als nod ein entiprediender sigenactiger Gefgmact gnit, burd eine gewiffe Ueber. fabung Recmung geteagen werben, fo ftellt unfere Selt wefeniticy Qohere nforderungen.’ Fleute mus einfad) und topdem gefdimadwoll geldjeieben werden, tnd Seinbeket waren sueifelfos. felder aufs Papier qu werfen, als jest durch fadhtide Sorgiamfeit ein guive Eindeuck su ersieven tt Det private Brief muh heute in antich nitdternor und trofbem gebiegener Deife aufgemadht fetn wie det sefehittti, Wilk man unter allen Unftinden etnen guien Ein- uu ersten, fo vermeitet man am belten alle Betelfa, Iiltel, dle veefehieben Courtoilt merben Rémnten, tle Briefolatter ‘von tuntem Papier, Beiefumfctage. mit verfdiebenfardig qemuftertem Futter, farbige Cocke fiegel, Derfétupmarten up, Bei jeder Gotegenheit wird das einface weige Beief- Blatt, bas alferdings auch von feke gutem Papier fein Rann, am vornehmiten witken, Die Grape follte om Belton einteitlid, bie fie Gefqaftsbriefe allgemein iit. Tide bas fogenannte Guartbiatt fein. Man kann 24 daxauf heute auc) jede Eingabe an Befirden uw. bal. {cqeelben; bas Folto-Blatt ijt vollkommen iberfliffia geworten. Chenjo kommt man ganz gut obne die friijer fiir Privatbriefe vorgesogenen Briefboaen von hejonderen, meijt kleineren Abmeffungen aus, So erhalt man einen Bogen von alnlider Gripe, wenn man das Jett flix Gefchiijtsiriefe faon weit verbreitete ‘Din-Blatt, bas nur etwas jdmaler als das Quartblatt ift, einfad ‘einmal 3ujammenfaltet. Ohne Riidificht darauf, ob mit der Hand oder mit der Majdine gefdirieben wird, mug folgendes boadjtet werden Die Sdyrift muh juniicift einmat jweckmajig auf ben vorhandenen Roum verteilt werben, Hat man 3. B. nur menige Seilen gu fcjreiben, fo fieht es nidt gut aus, wenn Tagesangabe, Anfdrift und eigentlige ‘Mitteiluna ena aufeinander gehiingt ganz oben auf bem Blatt fteyen, witfrend weltere %s oder “Is davon gang fecr find. Man muj aljo in foldien Fillen swifdjen den Briefteifen und jwifgen den Sellen migligit viet Abitand halten und darauf fefer, dah auc unter dem wageredten Brud) des Blattes nod) einige Worte, viel- Leidit dex Schluffas und die Unterfehrift, ftehen. Boi Wafdhinentift it es Gefmacfade, ob man einseilig, ae eng, ober zmeijeilig, 0. 5. mit Abjtand, arelber wil, Gbenjo kone man die Bnfeeift. nad Belieben vorn finks und dann eng ober, wie urfpriing- Teh stig, ects feretien. Die erftere Gnordnug wurde von den Amerikanern iibernommen; fie fest voraus, dah aud) die cigentlidie BMlitteifung eng ge- Idrieben wird. Sdyreibt man mit ber Hand, fo halte man die Sdprift von allen Sdnitkeln und fiberfliiffigen Sujagen, wie {qwungvotten Haken an den Budftaber ufw., frei. Der Seilenabjtand mug sur Sdriftoréje paffen. Man barf affo nigit eine reeit groge andfqrift ju eng inein- ander oder eine felt keine mit iikermapig weitem Selleabfionte feeeen. Wenn fagend meat te man auch fandfceifitiche Briefe mur auf einfacken eigen Blattern obne Sinien, Geviette uf, anfertigen und jut Tebteren feine Suflueht mit dann nefmen, monn man aud) mit dem Cinienblatt Reine einwandfeel ge- raben 3eilen erzielen kann, Der Linke Rand foll midit weniger ats 4 und nicht mele als 6 cm breil jein, Die recite Blatthante fol Don der Sdhrift nidit gans exteiet merden; unbedingt fu vermelben find dort ungliiditige Wortéxennumgen, bie feb exfdunerend auf die esbartelt mitken, mie Uadhrich-tendienft, Unfierb-Lihkeltsteaum ufo, _Seletvertiindticy mug die Sdhrift_an fic) wie der Brief im allgemeinen peintich fauber, frei von Fliitig- feeiten ufo, fein, Mehen diefen weniger bedentenden, aber trogdem it toe untebeuenten cinpetblen i er sit fie en Gefamteindruds des Séhreibens von fib Marien ah 01 rragender ‘Man mup im Beief auf alles versidten, was man Bel miinbticier Unterhattung als ibeeftiffig besetehnen wilirbe, aljo alles jijlige, verwundert tuente aber fonft wertlofe Gerede. Handel es fich gar um cinen exnften ntap, 3. B. einen Beifetdsbrief, fo Rénnten folde Rebensarten geeadesu Befjamend witken, fo ctwa ,€sfcymiungen* derartiger Briefe mit Dichter. worten wt, Og sg. tlbtineritibtigy mug man richtig Deut fépreiten ‘énnen, wenn man mit feinen Briefen einen guten €in- euch ersiefen wil, Das gehdrt nicht mus, bah man Feber in ber Wortfiigung und Wortabwandtuna’ (Der- wedftung von mie und mid) ufo.) und Seftor tm der Sthreibwetfe (Grtfographie) vermeibet, fondern aud die Wabl einer quien Ausdrudksweife im allgemeinen 26 Mon mug 5. B. cine gange Rngaht von Busbricten ‘iiberhaupt vermeiden, die fpradlid) nidt eimwandfrei find. Einige der wirhtigiten werden etwas meiter unten nod) genannt. Diele Mitmenfden fiirdjten fich geradesu davor, einen Brief mit Je)" odet, tenn fie im. Tamen. mobeecee idjreiben, mit Wir" ju beainnen. Da werden die un- glaublidften Derdrehungen aufs Papier gebradt, um nur ja night-mit bigfon- ganz natetigin. perenttaen Fiirwartern beginnen ju brauchen. Das ijt gans faljch und hat mit der fonft angemeffenen Suriicihaltung nichts ju tun, die uns vocfeprtbt, ums night vor einem anderen ju nennen. So follte man 3war fetreiben: ,Jhre und meine Anfidit weiden nue nod) unwefentlic) von einanber ab*, ober gee Grfeht weleht von det. mel- nigen nur nod unwefentlid) ab“ und nicht ,Meine Anficht weit von ber Ihrigen nur nod) unwejentlich fab", Man jételGe aber sinter einen Lmftden Sas. vetrenkungen wie etwa: ,tur nod) unwefentlic weidt ‘Thre Anficht von meiner ab.“ Wenn nicht ein anderer Anfang aus fonftigen Griin- den jweckmiifiger ijt, fo Rann man rugig den Brief mit wJdy* oder ,,Wir" beginnen, ‘Mon fepeeibe Raxze, flake Shige umd vormetbe {trong den verbreiteten Uedelftand, endlofe Sagungeheuer aufs Papier su bringer Hierbei ijt meift das Beftreben, nur ja recht hoflid) und woht aud) gelftreic ju erfdjetnen, die Urfate der Fehler. Man glaubt, cin Sdriftiteller von Rang zu fein, wenn man feine Briefe durd Kettenfiige und anbere Derférotenfelten sleet”, Tun Rann aber nlc jeder als Sdyriftitelter jur Welt gekommen fein. Auger- dem war die bilderreide Spracie und ihre Faffuna in Kunitfige, ,Pertoden*, einmat die Freude unferer Dor- fahren und gehért mit diefen der Dergangenbeit an. Gud) bamats war es fcjon eine Seltenheit, wenn fid) a7 cine rife, matiitice und angiefente Darftettunes- welfe in foldie Sagungefeuicr prefen tieh. Gs hitte witklldh einen Sinn, wenn feute jemand veefuden ollte, etwa die in ther Art Roftlide Bricfeinteltune bes damats swaifidigrigen Reuter aus ber ,Relfe nad) Brounjehmetg" nadjuabmen »Suferberft muh id Ste, geehetetter Herr amts- Hauptmann! aufs gehorfamfte exfudien, bag Sie im Gedanken mit mix auf bon Wagen fteigen, und bas Merkwwiirdige, was te) auf meiner Reife jah, felbit an. Kchauen, auch meiner Seiildecung das: Fohfende sufeen und bas Usherfliffie abfamoiden, denn fonit modiven Sie fiber meine Befcitetiung bes Domes su Maghesurg lund des Graven Hofes in Braunfehmelg ebenjo lachen, tie ich Iebthin Indjte, ats ich in Funkes Uinthotogle ben Kleinen, frrummen Herkules, tex den Himmel mit fetnen Gattern teigt, fab, Heute versichten ia auc) unfere quien Sdieififetter auf cine derartige Seiretbweife vollhommen. Man fobe alfo aud feine Briofe aus einfadien, ungesmungen Ktingenden, méalidhft Rurgen Stigen jufammen, Ueber eingetne, fefonbders ju Seaditende Ausbriicte und ihre Snmenbung im fepeiftlicien Detkehe fei fot gendes bemerke: Angenehme Crwartung. Rictiger: In Er Barking einer angenehmen Tadyeigt", nod beffer: Wir exwarten eine angenehme Tadridht, Dicfo Ausbelicte ftellen aber umitébliche Umax dat; man féhrelte einfad: ,Wir bitten um aiinftigen Befjeib“, Wie freuen uns [éon auf The Komment uf, baldmbaliditt, Hitttgitmaglig u. & verdan- ken ifte Anwendung dem Beltreben, burch Sufammen- Siofen gu kiivjen, Man foll biefe falfijen Ausdritdie Dermeiden und dafir fejrelben: fo bald als migtic}" 28 amogliciit bald” (oder auch einfady: fajnell), ,magticyt bins” uf. Deifolgend, beiliegend, Dicfe Ausbriitke be- sielen ich immer auf den Saggegenjiand, 3. B. in »Beiliogend jenden wit Thnen Redung" auf ywir" Man vermeide auch nad) Widglidikeit ,Jn der Anfage (Beliage, Cintage ufw.)” als Einleitung von Beiejen, weil dicfe offenjicittiden Umgetungen ves Anfanges mit id" odet wir" unfdjin wizken, derfelbe, diefelbe, dasfelbe kann und foll immer dure ,er, jie, es" exfegt werden. ,Lnjer Rel- fender ijt untormegs; ex (niet: derjelbe) wird nod im Laufe diefer Woche vei Ihnen vorfpredien.” Endesunterzeidgneter, Unterseidneter, Belbe Gusbriidte vermeide man vollktommen. ,Endes- untergeidqmeter” ift widerjinnig; man unterjeiduet bog) niemels am Briefanfang oder in ter WMitie, Die Derwondung von ,Unterseigmoter* febt die Beibe- faltung det Rede in britter Dexfon bis sum Scblug und one Unterbredung dud) Anwendung von Wid} voraus. Es foll aber aud) nue ein Exfag fiir” das durcqaus gexedjifertigte ,id)" am Anfang fein und ijt Jahon destalb absutetnen. Eujerdem befteft feinerlei Deranlafjung, von fic) fel6ft in der deitten Perfon jut tober. Das Anjpreden eines Aetteren in dritter Peron mag aeftattet bleiben, folange dlejer die ba- it beabjichtigte Ehzung als Hoher|tehender duldet; on fig) felbft redet man Belfer nidit fo. id erfaube, gejtatte mix, beohre mig, Diele Susdelide Wonnen etnigermagen fadider Dri fung nigt flandfatten, Ste flelen fteeng. genommen Smapungen dae, Wenn man jid) etwas exlautt, fo sminamt nian ich etwas feraus* und follte fiber ab- Sarton, of bas ber Rngerebete ,goliatten* will, uns 20 do} Diefem gukommt. Ebenfo Rann der Brief empfiinger durc} einen Aujtrag, Befud} ujw. beegten, wilhtend fich bod) der Brieffaireiber nigit gut felbft Beohren Rann, frei, Freiheit. 3d bin fo frei" und Jd nehme mir die Freiheit” (1) wirken geradesu alern, wenn dicfe Ausdriide in Briejen angemendet werden. Der exfte Ausdruck mag in gofellfchaftliger Untergattung als Entgegnung auf cin Anerbieten nod geltattet fein; im Sefeiftoerkene haben Geibe nidits verioren, GefalLig umd dntice, péflich fein foltente, aber in- Haltlole und fpradid) falfeie Beifiiguagen yu »Sdheeiten®, ,Auftrdigen" ufw, tojfe man fott Bodwolloeboren*. Dic veratteten und lacher- Uiden Hoflickeits- und Demutsbejeuqungen, wie w€w. Hodwoblgeboren", ,Hodwoklgeborener Herr", fodyuverctrenber ert” "und det allergehorjamft ergebenjt Unterfertigte™ oder id) verharve mit Iduibigitee Eracbengeit* fowie Antige Mendungen find ete gang su vermetden, Wenn vot einigen Jahrsehnten nog Bismacd feine an den Kaifer ge- vidieten Briefe mit er Formel: ,Guee Wlajeftit in Demut erfterbenber Diener B.* fof, jo mag es ba- mals angegangen aber; jest Tadhetn wir ier die formate” Demut, Hodadtungsvoll u. a am Sdiluffe des Briefes. In heinem Schreiben diirfen Hofiichaelts- ausbriice angemenbdet werden, die fpraclid mangel- hat, aber ,nun einmal iiblich* find. Dee fefer Rann ja ein ausgefprodien feines Sprachaofiihl befigen. Der- axtige Fehler miijjen darn jeine Meinung vom Ab- fender ferabjegen ober den Empfiinger gar. Seleidigen. ellebtidy geworden und anmendsar, obwobl {prad- Uich mangelfaft, ijt Ledialid) ,podacjtungsaoll”. Bel 30 fefen blefes Wortes witd nfemand dariiber nad- tenken, ob wofl der Abfender wirktich voll Bod}- aditung" ijt. Das Dort wird in jebem Salle iiber- Tojen und at mur nod die Bedeutung eines Brudh- ftrieges, der Briefinfalt und Unterfchrift trent. Jede Abwandlung des Wortes ,hochadhtungsvoll* wird aber fehon das Tacibenken bes Empfangers wad}- fen, So mu ,hodiadtend vermieden werden; be- Ranntligy wurde “es felifer im fdarfen Magnungen ebenfo wie ,mit Hodadtung" als ,Derkleinerungs- form" und gewiffermagen heuchierifd, benugt. —Boide Worte follten. eigentlich ,inifadstend bedeuten und énnen demnach auch heute nod) bei einzelnen Sefern unbeabficitigtes Mijteauon erxegen. Will man aber ben Empfinger fiiblen Lajjen, ba man megen eines Derhaltens einen Wert mee auf die Devbindung mit ifm fegt, fo verwende man iiGertaupt einen Adgtunasausdeuck, Der Gefeimad des Einjeinen moge dariiber ent- [dgeiden, ob ex ,mit vorsiialider Bodhadituna™ unter- Seiden will. ",Dorsigtider” ijt neeattet und fott eigentfich ,befonterer” Bofagen. Es fenat fic, ob die nmendung auf ben Lefer einen guien Gindcuck made. Dee gut exjogene Menjd) adhtet und befandelt jeden Mitmenféien mit Aufmerkjambeit, Feeundlidkeit und Suvorkommenteit, Per it Fremdwort aus dem Lateinijdjen, (pt fid) in jedem Falle durd bas deutfihe , durch (,burd) Boten™ {att per Boten”) erfofen, und hat tedigtigy bet der Budhfiigrung (Pex und Gn) nod einige Bereditigung. Aus Briefen muf es vollkommen ferausbleiben, Derlangerung von Redewendungen. Man foll bie Ausbriicte ebenfowenig wie ganze Briefe un- ii verfingern ober ,[tredken". Foflerhaft find tem- acy: gum Derjand Bringen* ftatt ,verfenden*, sur 31 liefeeung bringen* ftatt ,abtiefern*, _,gewartig bleiben” ober gar id bin ermartend” flatt ,er- marten", yid) mache ‘Tmid) exbétig (oder: aneifepig)* Itait ,erbiete mid" u. bof, wollen, Sie wollen dar} nig als Gufforbering ober Bitte’ gebraucht werden, Das ift beliebt, aber Ipradhligh fatfay und finnios; wir wiljen gat’ nict, ob det Empfangee fo will. Es foll aber aud vielfad) pollen Sie bitte...2* gemeint fein, Witd ein Feage- fog gebeaudgt, fo. barf Jotbjtveritindtich das Feage- geldjen nicht ausgefajen werden. law tieft tropdem in Gefdiijtsbriefen bon und mann; ,tWolfen Sie bitte lat antworten”, Die fatfaje Derwendang von ,wollen bernht auferdem cud oft baxauj, dah man: Ste follen antworten" fcretben, alfo bie Befehsfocm "an- wenden médie. Datei will man aber dure) ,wollen® flake _,jollen abfepwiidien, und oas fiijet ban ju tem feblerfatten ,Sie motion”. * Mufterbriefe fiir Samilien-Angelegen- beiten und -Seiern. Mlitteifung von der Derfobung an die Eltern, Meine tieben Ettern! Ich Fabe Cuch eine freudige Mitteituxg 3u madien, und The fotlt dic exften fein, die fie diberhaupt erhalten. fin meinem Geburtstage werde id) mid) mit Marta Kiefer, die Ihe ja auch fcgon kennen golernt fabt, verfoten. Id) bin gliilic) und auch felt davon fiber seugt, da The meine Wall qutheigen kénnt. The merbet — das glaube ich Hoftimmt — meiner texreen Maria geen diefetbe Liebe seigen, die The mit immer juigewendet habs. Uéichiten Sonntag werden wir beide su uc) kommen. Bis dabin bin id) Euer atticetidqer Sofn Rudolf. Mlitteilung eines Daters iiber die Derlobung feiner Tochter an einen Freund. Sieber Rudolf! Da Du an allem, was unjere Familie beteifft, fo regen inteif nimmfl, médhte iG Dir mitteilen, dag meine Coder Annemarie jie mit dem Poltinipektor Der Patuajenatt, 5 33 Hiihnlein verlobt Yat. Meine Frau und ich find febe gliicitich fiber dtefe Derbindung, ba wir unferen neuen Scwiegerfobn fel fayijen. Ex ift als tliditiger Beamter Gekannt und beliedt und Hat aud) fonft alle Dor3iige, dic unjer Kind gliicklidy maden kénnen. Du vermagit Dit fier ju denken, weld) vine frofe Stimmung jept bel uns ferxidit. Wir Alten werden ricitig wieder mit jung. Die, unjerm lieben Freunde, wollten wiz nicht nut eine gebrudite Derfobungsanjeige fijicten; die fagt fo wenig. Du follteft_ausfilfrticher von uns poten. Wie hoffen auch, da Du Did) bald von der Walbeit meiner ftohen Worte iiberseugit und ans befuct Mit horslichem Gruj Dein Eugen. Derlobungsanjeige an einen Freund, Sieber Emit! Wieder st dic Welt um einen Beteheten reidher geworten! Du Kanntet mich als begelfierten Anfiinger bes Tunggefellontums. Joffe Habe ich mich verlobt! Du left tiberzajeit fein, vielleicgt foaar féjelten, aber id) verfichere Dit: nut die wivklid) ungembgnticge’ Schéngeit tind die Rervorragenden Gigenfdjajten meiner Braut haben mid) ju behebren vermodt. Es ijt wixklid) ein gang reigendes Mlibel! Du wirft behaupten: ,Das fagen fie allel” und ie) gojtete, mit Recht. Aber” wie es nun auch damit beftelt fein mag — die Hauptfade iit ja, daf wir gliidklid werden! Und das merde ich mit meiner fleben Hedwig beftimmt,. Jd Rann Dit gar might Jagen, wie feicht und froh es mix ums Bers iit Jd} mBehte' die gange Welt umaemen, einidilieftic) der unverbefferticien Junagejellen, wie Du einer bift, und Bleibe in Feeundfajafe Dein Karl Derlobungsangeigen. Statt Karten, Margot Ortlieb Walter Stator Derlobte Minden Frankfurt a, M ben 17, Januar 1950, Statt befonderer Anjecige, Meine Devlobung mit Die Derfobung iheee ein- Friiulein Johanna Birger, sigen Coditer mit Herm Gochice ves Herrn Friedrid) Oberférfter Ceubach jelgen an Biieger und feiner Frau i Gemaglin Maria ged, Jatost, Ftiedeid Biixger und Fean aebe ih exgebenft bekannt. Maria ge, Jokobi Being Leuba Oberferfter Bambad i, Odenwald Gxjut Rarjer Strage 17, Ojtern 1950, Statt Karten Meine Derfobung mit Feiiwletn Wlavia Bender, TCochter bes verftorbenen Redmungstates Bender und einer Gematlin Frau Anna Bender, geb. Willer, zeige gg exgebenft am. ‘Fig Bop Berlin H.-©, 214, Wonfeimer Steage 312, Ofteen 1950. 35 a Die Deelobung meiner Bevin Bojer Goihter Betta mit Herm Chrition Boftion seige te Gerifitan Bojtion exgebenft or. Wwe. Heemine Beser Ritbesieim/Rfein BacharadRgeln Im Mrs 1950. Derlobte Gliiduvunfdh sur Derfobung der Sehmefter. Meine Ulebe Schwefter! Heute erhielt icp die Angoige Detner Derfobung mit Herr Karl Sdymidt, Das war eine Ueberrafcunal Aber, das kannft Du mic glauber, eine rect angenefme, Jd kenne ja Horrn Sdmidt und fave ihm als einen vornepmen und gexaden Mlenfden [chitgen und adjten gelernt. Deslialb olaube id) auch beftimmt, bah Du an foiner Seite bas Gliict finden wirft, bas Du verdient alt, und das ic) Dix aus ganzem Berjen miinfcfe, Griije auch Doinen Suscrwagtten von mie und fei vor allem Du, liebe Sduveter, rect ferslie) geariigt von Deinem Bruder ‘Frans, Gliidieounjehfeyeciben zur Dexlobung an eine Sehmefter, die im Austand febt. Mein tiebes Siwejterfein! So mchte id) Did) gerade in biefem Briefe nod einmat anzeden, Wie unvor|tellbar ijt es dod, oa Du. nun eine Beaut Gift, die in einigen, fo fdinell vergehen- ben Mionaien eine tiigtige Hausfrax werden will. Dann wird allerdings dieje unferem jarten Madelden gel- ftende Gnvede nicht mebe paffen. Wir wugten je wohl fejon aus Deinen Briefen, dap Dein ,Dberlehrer Heinze” Diz jdon tange mehe als 36 cin Mitaebeiter geworden war. Das iihereafeht Dich vicllict, aber Du wicit, wenn Du {pater diefe Briefe noghmats fohen folltelt, fcjer etmeiiumen, ba man baci soijden den Sellen Lefer. kann, Auf fedon Fall freut es mig Herslic, dak Du da raugen in Brojifion ein beutfehes Herz gefunden fait, das fix Dich fehliat, Gernde fern von det Heimat werdet The Cue) ficher nod) miber ftetlen als Dacre, die nate bei Dermandien und Bokannten mofnen Id [cliche mid voll und gan Deiner Hoffnung an, taf Dein Georg immer das bleiben mége, mas Du in ‘qm gefunden 3u hater glaubje, Auerder midhte ich rut nod) hexslidit Glide und Seoen fiie Eure gemein- fame Sukunft wiinfajen, Wiehe kann id) feute faum fagen. Ic) fejxeibe aber mit gewohnter Regetmapigkett voeiter umd finde fo ja Gelogenfoit, fiber dic Goftaltung Deiner Sukunjt mit Dir ju plaudern, Sei atfo fiz foute innight gegeiigt von Doinem trewen Bruder Hermann. Gliidiwunfey sur Derlobung eines Freundes. Sicher Frans! Du wollteft dor Welt cine Ueberrafchung beretten, Bei mit ift es Dir vollkommen gelungen. Je) war fee exjtaunt und nod) erfteut, als ich die Angetge exbiett Tun fae Dix juer|t einmat von Herzen alles Gute, eine aflictidie Deriobtengeit und einen noc viel gliidt- Uigheren Eheltand wiinfepen. Ip boffe, Cucd bald etn mat befuchen 3u kénnen und dann ‘per[Ontiey Senge ures fungen Glidges ju werden. Griige einftweiten Deine Bratt untofannterweife ecit hergligh von mit und vergif in Deiner Freude night gang Deinen Bruno Séfligting, 37 Kurger Gliidwunjeh sur Derlobung eines Feeundes ober 3 eines Dermandten mit Ueberfendung eines Blumen- fteauges. Sieber Paul! Mage das junge Grice, das Dic und Deiner teben Braut am jeutigen Tage exotipt, fl fo entfaiten, wie fich bie Blumen tn bicfom Strang entfatict haben! Das wiinjjt von Hersen Dein Cudwig, ; Hurjee Gliidwunfd) jue Detfobung eines Behannten li mit Usberfendunig eines Gefdentes, Goohrter Here Buchhots! Mit Froude habe id) die Macheicht von Ihrer Der- fobung gehért, und ic) benuge gern die Gelegenheit, ‘Thnen meine fejten Gliidewiinfde daxzubtingen. Sefer Sie bitte diofes. kleine Gefejenk als ein Seichen dafiie fn, Oa meine Wiinjehe aufrichtig gemeint find. ‘hye ergebener Karl Caufer. Gliiduwunfey jue Derfobung an einen Sxeund, der eine Witwe heivaten will, Soh geetter Hert Stumm! __ Bei meiner Rildeketr von einer Hangeren Relfe finde ich focben Ihren freundlidien Brief vor und exfehe daraus mit freudiger Ueberrajdbung, ba} Sie Herz und Band einer Dame veriprodjen haben, die Then fide eine gltickiidje Ehe bicten kann. Das faliege id aus. dem allen, was id in Sheom Briefe tele. Auferdem 38 fhenne id) auch bas Unternehmen Ihrer subiinfttaen Frau Gemablin der Bedeutung nad oars gut. Man fagt wohl fonft, daf der sweite Gemahl das Hers einer Ditwe mit dem Dorftorbenen telfen miife JG glaube aber, da Sie auf foldje Candliufigheiten nights ju geben brauchen. Thre bewiifrte Arbeitsteaft reidht fidjer vollommen defiie in, ben fédinen, aroen Geldhaftsbetrieh eince nod Hoteren Blite ontgegen ju. fiifren, uf der anderen Seite wird die Hersensaiite Shree jukiinftigen Gattin Ihrem Cebon Sonne bringen, und fo darf id) mid denn daxauf befdyedntien, ju dom nod aufriditig Gliidé und alles Gute ju wiinfden. Dn- mit verbleibe id) in after Froundfihaft und Creve he Hermann Griinadier. Gliidwunfehfdceiben im Mlamen dex Angefteliten sur Derlobung des Gelihftsinhabers. Soe geofter Herr Roberts! ‘Thre Angeltellten find auf das Frendigite tavon tiber- rofdit, dag Ste fic) in Bad Sthwaldad) verlobt haben, und médhton dagu die fersltditen Gliduwviinjée aus- fpredien. Meine Mitarbetter haben mich tamit benuf- fragt, dies gum Susdrudk su Gringen Es war Gisher unfer Beltreten, suverlilfine Belfer on Shrem Werke ju fotn, delfen Gufbligen uns alle fordert. Dir wollen Thnen aud darin trew bleiben. Grogdem freut es uns auftidhtig, bab Ste eine Dame gefunden faben, tie Tire Sebenskameradin werden fol, und der wohl auch unfer Fach vertraut fein dicfte, weil jn darin aud ibe Here Dater tiitig ift. Demnach dicfen twit wohl offen, fptiter unfere Dienfte nesen Ihnen einer Gelchiftshercin entbicten su diirjen, die Arbeit und Erfolg su beutetfen vermag. 30 So wollen mit tenn nad) mie vor unfere Kedifie beftens einfefen und Heute nocmats Jgnen und Ther dereljeten Fedulein Beaut aufeisitig Glick wiinfeien ‘UMlit ergebenen Griifen She Hans fehmann, Gliichwunjey des Gefehijtsinbabers juz Dexlobung eines. Angefteliten, Sehr geehrter Herr Sorget Ie} iiberfonde Ihnen die bejten Gliiduoiinyqe ju Beet Verfobung mit Fraulein Neumann. Un beginnt fiir Ste dle Sett, wo Sie mit allem Eenft an ein qutes ‘Fortkommen denrken miifen, damit die Familie, dle Ste griinden wollen, ein forgen{retes Ceben flifren kann, Deshall hoffe id, dof Ihre Abeitskrajt, die id feor [cigje, meinem Gefehaft um fo ficherer und auf Tange Seit exhatten bleibt, Ihr exgeboner Paul Diedcids. Gebendite Dantijagungen adh der Derlobung, File die 3u unferee Derfobung dargebradjten Gilde. twiinfdje danken wir ferslidyt Maria Giinther, Rolf Séidt. Stolp i. P., im Februar 1930, Ruth Kteimann ‘Stephan Sehmagl fagen vielen Dank fiir alle ifmen jut Derfobung erwiefenen Gufmeckjambeiten, Bamberg, Ojtern 1950, Wiiryburg, 40 Anbiinbigung der Bevorftehenden Fodyelt. (Bin die Scwefter,) Liebe Sduwefter! Du follit heute cine Hefonders jroke Madrid von mix exfatten. 3d werde su Pfingiten feixaten. Da wit Dur bei der Hodgeit Dod) befiimmt jugegen fein, nit wae? Tun 3 meiner Beaut, Daf ic fo tied fate, meipt Du fa, aber wie id) mid) danad) gofetnt habe, fie endlich in ein eigenes Heim fitixen 3u bien, das ann mein Tivbes: Sthuefterdjen doc) wohl Roum ermefjen. 34 vill Diz geftehen: id) war oft der Dergweiffung note; es Kann einen niebezdriidien, wenn man 3 Jabxe Tang verlobt it und immer nod) Reine ULdaLichacit fit, au feitaten. Jef gebt es heifer und mix ift feet und fof ju Mute, Mein Gejayaft ging in ber Tepten Seit recht ‘gut; id Ronnte Erfparnifie made und fete mit Dertrauen in die Sukunjt. Der Pfingitmontag foll bee Gag fein, dee wieder swei Menfen gLiceicy mast, hoffentlich auf immer. “Du, liebes Schusterdien, witht von uns Getden ju diefem Felttage mit Setnfucht ex- atte Es griift Didy Herslicit Dein Bruder Otto. Ginladung an cinen Bekannten (als Brautfiihzer). Geelyrter Hert Berger! Unfere Coster Eife gedenkt fic am 3, Dezember mit dem Kaufmann Witke 3u verméffen. Wir ent- Jprechen ihrem Gofonderen Wunféje, wenn wit Sie bitten, bei der Hodgeit bas Amt des Brauffiifzers ju iibernefmen. Sle als fangjiiqrigen, tieven Fround miéddhte unjere Cocter nur ungern mifjen; fdeuen Sie alfo bitte die weite Reije nidt. a1 Die Crauung ift auf 5 Ube in der Ciedfrauen- Riese feltgefest. In Ermartung Ther Antwort aritjen Sie herslicift ‘Theodor Fucjs und Frau, Einadung jue Hochseit an einen Haherftehenden, See geehtter Herr Direktor! Bei_ber Entfaltung meiner Gzbeitskenft fie unjer Werk durfte ic) mic Bisher einer befonders wohl wollenden Férderuna von Ther Seite exfreuen, Dieje aft mid) aud) auf eine freundlidie Anteitnayme an meinem perjénlidien Coben offen. Am Dienstag, dem 24. 8, um 15 Ube, foll in ber Antoniuskirehe meine Tramung mit der Cocjter des Horrn Baumeijters Otto Scrdder, Urfula, [tattfinben. Es wilrde fiix mid eine gang bejonbere Ere fein, wenn es Then und Theor vereheten Frau Gemahlin Gefallen wiirbe, bei der Hodjeitsfeiex suaecen ju fein. Meine Braut und ich exhoffen suverfiehttich cine Freundticye, jujagende Antwort. Insmifchen verbleibe id) ‘The und Ihrer Frau Gomaglin cegebener R. UL Tauber, Gedtucite Einladungen jue Horkyeit. Adolf Paulfen und Frau ditten Herm Feang Mahe um die Ehee, ju der am Ulittwod, dem 5. Mai bs. Irs, ftattfindenden Hodseitsfeicr ieee Codjter Margarete mit dem Kaufmann Hans Bill ihe Galt fein ju wollen, Ceauung am 4 Ute nag. Bodtgeltsmagl um 6 Uhr im Fitftonof. Herrn Werner Abeler und Fran bitten wir, uns su der am Sonnabend, bem 6 Sep- tember 0. J. tattfindenden Trawung unferer Todhter Charlotte mit dem Watermeijter Kurt Weil, fowie 3u dem darauf folgenden Hodgeitsmable im Kaifertof die Ehre Tyrer Amwofenheit geben ju wollen, Mannheim, Konrad Knapp den 1. September 1930. und Frau Derfamumfung in ber Bonifatins-Kirde um 1 Uhr 45 Min, Trawung dafelbft um 2 Ube. Ferdinand Waurer und Frew Polterabens: Donnerstag, den 6, Juni 8 Uhr * Crauung: Sonnabend, den 8. Juni su ber am Sonnabend, dem Sub 8. Juni ftattfindenden’ Der- in dee Dreifaltigheitstiee mijlungsfeier ifrer Todjter a Gerteud mit bem Dipfom- Sandwitt Fri Bosker er- Fodigeits apt agebenjt cinfaden ju birfen, — anféiliofend im Kaiferhot. bitten, Herr Kaufmann 8. Holtmann uund Frau Gemagtin Sefipsia, im Junt 1930. Dresbener Strafe 817 Sufage auf cine Einladung sur Fodhseit Geehrter Here Sdrmegter! Thxe fiebenswixdige Ginlading sux Godhseitsfoier nnefime id mit Dank an, Geen merde ich an all den Freuben des foinen Feftes teitnelmen und felbft jue Echofung dos Feltesfreude beizuteagen fucjen. Wit der Bitte, mic) Thee Brout ju empfehlen, blelbe ich he Kaxl Sommer. ‘Abjage auf cine Einladung jue Hodgeit. Sieber Karl! Gs tut mix aufrieitig told, Deine infadung su Deiner Hodyeit nidt Folge’ leiften ju kinnen. Eine heftige Exhiiltung madjt mix die Reife ju Die unmég- Wid. Es bleibt mix nichts anberes fibtia, als mich darauf ju befdiriinken, Dic meine innighten Glide wiinfije aus ber Ferne jujuzufen, Ich bitte, mid Deiner vorehrion Braut beltens 3u empfehten, und bin mit Horsliden Gripen Dein Freund Walter. Abfage auf eine Gintadung jue Hodzeit mit Anbiindigung eines Gefdenkes, Sele geehrter Horr Deiters! Ich habe mit aujrichtiger Froude gelefen, dah Sie jept heen tanggehegten Wunj) exfiillen und Ihe ver- ehetes Srélein Beaut feimfiibren diirfen, Bel ber. Crouung und dex anféhtiogenden, Feier wiitde icp redit gerne The Gajt fein; leider mus id) aber gerade einige Tage vorher, am 4. Wai, su einer Kur im Heim ber Reidisverfidjerung fiir Amgeftelite nad Bad P. abvetfen. Dicfer Seitpunkt jt don feit einigen Monaten ent aa feftuefebt, fo dof ich aud) keine Benderung fer- beifiiheen Rann. So mu id) mich denn darauf be- fgranken, Then und Ihrer jubsinftigen Gattin von Hersen alles Gute ju wiinfehen. Mage der fine Cag in Tqrer Exinnerung unaustdfehlid bleiben! Damit Sie {ie Gietbet auch meiner rest oft exinnern mégen, merbe ig) SHyuen einen kleinen peattiféjen Gegenftand iiber- fenton [afjen. Mebmen Sie diefen bitte als bofdpeidonos Seishen meiner. jreundjajaftiqjen Suneigung entgegen and geltatten Sie bitte modgmals, ferslide Gliidewiin|aje und freundlide Griige auszufpreden, Shem @. Pautfen Dermaftungs-Angeigen. Statt Karten! Withelm Wolff Gany Wolff, geb. Steinmann Dermagite Plauen 4, D. im Mai 1950. ee Deemffung Becbeen fey ansugetgen Gujtav Rothfinder Cheftine RothHander geb, Cerdmann Hamm i. Ww. Ojtern 1950. Statt Karten! Tire am 15. Wak 1930 ftattgefundene Dermahiung geben bekannt Trudel Scho, ged. Urban Hermann Set Seingig im Tai 1950, a5 Gliidtwun|dhtelegramme zur Hocjelt, Hodjeit Miller Bormann Weliftrage 412 Ofthetm Dem jungen Ehepaare und aud) den Eltern hers lite Grik= und Segenswiinie an Familie Keuje Hodyeit Dietridys Rugeiteage Aensherg in Lebehor} dem jungen Paare Buguyt Hodgeit Keiger Winterterg Weftfaten Den Veuvermipiten Griick und Segen Familie Kavjer Deabgliidumunja) einer Firma ju einer Hodiseit. Hodgeitshaus Béttcher Waldjteage Hamburg Dem jungen Ehepance Herslicite Gliie- und Seqens- wiinjdje : Berger und Rubens Hodiseits-Brieftelegeamme (50 Werter) in poctifejer Form. Hodyeit Miller Teifon Cangoiteage Grogenfoim Hod) Haltet Liebe Glauben Suverfieit dann felts am wabeen Gliide nidt. Daj Cue) daran niemals mangeln mag ift mein Rerjensmunfa) jum fefoniten Cag, Onkel Deter 40 Bodijeitshaus Kampfdutte Roggenfauferhof ftgdnnen Alter Helmaterde Segen ftofen Mut in neuer Jett gefinde Aeme gu feafem Sichregen und beftindiges Gide ofine Herseleid wiinfajen dem verefrten jungen Dacre Theodor wnd Germann Gliidwunfehieeeiben jue Aeixat eines Bekannten, Sieber ere Falk! Mit der Vadisst von heer hevorftehenden Der- mifung Gaten Sie mit cine geoge Freude Deroitet Da igh fdjon das Dexgniigen hatte, Thee Frau Gemadtin Kennen 3 Iernen, fo nefme i befonders. erslidien Anteil an Ihrer Froude. Id) wiinfefe Ignen eine froge Feier, Gefundheit und Wohlergehen und Gemitligieit und Gliidt in Theem neuen Heim. Wollen Sie bitte Theer Frau Gemablin meine ex- gebenfien Empfehlungen tibermitteln? Id begriige Sie als Joe freuer Freund Hans Citbedk. GliiGwunfdifehreiben jue bevorféchenden Hodgeit eines Kunden, Sef geeheter Here Schulte! Sie werden vielleidit ein wentig ungefatten fein, wenn Ste oxfaizen, bab man von Ihrem Dorhaben trob aller Thxer Dorficht gebdrt fat und da Sie nunmebr doch det Gefake ausgefest find, morgen eine Sturmffut von Gliiduniinjepen sider fich etgeten Tefen 3u mifen. Da- mit werden Sie fig) aber fidiet bald veriShnen, ba ja alle aT biofe wiinfdhe aufricttig gemeint Join und Jgnen die allgemeine Wertichdgung jeigen werden, deren Sie fid) ‘mit Recht exfouer, ud) ich mite morgen in der Bette der Glict- iinfatenden nit jeblen. Sie wijfen ja, da ich in Thnen mebr als nue den Kunden fchige. Te bin viel- mehe liietid) dariiber, aud) auf jafretange freund- [aaftLighe Besiebungen’ suviierblideen su diiefen und hoffe, dab diefe noch edit Lange bejiehen und gedeion ‘mddhien Augerdem gebe id der Hoffnung Ausdruck, dap Thnen die febx ju vetehtend Gattin, bie Sie morgen Geimfiiheen wotlen, eft treuer, liebenswlixdiger Cebens- Ramerad fein mége, fo bas Ihnen Ihx fdiines Gefdhift und The trautes Heim alles Dieten, was Sie wiinfchen. Ich fate mich Tyrem ferneten Wohlwollen bejtens empjotfen und begriife Ste mit vorsiigtigjer Hochacitung ‘Tohann Sepittings. Gidwounfehigetben jue Hodgeit eines Kunden nach Behanntwerden, See vererte Frau Deters! See geohtter Here Deters! ‘Fre Mittetlung im Kreisanjeigor fegt auch uns davon in Kenntnis, das Sie vorgelteen Thre Hodigeit gefeiert haben. Wie médqten nicht verfeblen, Thnen, menn aud nur hadhteéglich, unfete Herslidiften Gti und Segens- wiinfdje ju tbermittetn. 48 ‘Sinem Unternefmen wiinfden wir ebenfatls etne gedeiflidie Wolterontwicetung, und wiz figern Ihnen gerne 3u, dah wir uns nad bejten Keijten bemiihen motlen, daraus auch fit uns Eugen 3u slehen, Das fagerr mix offen, weil wir beftrett fein werden, unjore Gofiftsverbindung mit Tynen duxd die Suverlajfig- keit und Dreismiixdighelt unjerer Cleferungen immer fefter aussubauen, Mit bem Ausdruct ber Hoffnung, taf Ihren dle Su- funft alfes das Gringen mége, was Sie exfefmnen, empfehlen wir uns hodadttungsvoll und exgebenft Heine & Sdang, Nodhtedalidies Gridwunjafeqeeiben jue osijeit eines ‘Tugendfeeundes. Sieber lag! Du warelt in Lester Soit ein resht fihwelgiamer obor vietmefe im Sdhreiten etwas Lajiger Freund geworden. ope erhielt id) endlidy die allerdings um fo fdwerce viegende Begeiindung in Gellalt Deiner Dermihlungs- angeige. Man erwartet ja fier draugen in Ojtajien jeden Doftbampjer aus der Heimat féon an fich mit begreifiigiee Spanning, aber diesmat war id) mivhtiq Und tedGt angenehm fiGerxafet, Is Hatte kaum mek flix méatid gehatten, dap Du in Deinem ,bediditigen” Alter von 39 Jafeen noe) foldien mutigen Entfaitup faffen wiirdelt. Um fo mete Fewundere id) die Frau, die es vermosht fat, Did daju gu veranlajjen. Wenn man um folder Beqriindung ines gliilidien Heimes fatber anbere Leneiden mu, dann empfindet man ble Entferming vis ur alten Heimat doppett tang. Gmpfiehl mid) bitte Deiner jungen Frau Gemablin vorerft unbeliannier Delfe und vergig bitte nic, einiges Dec Drintfeteetie. 4 49 Gute tiber mich u berichten, damit Dein alter Tugend- fteund, den Exc) deiliegendes Cidhtbild in feiner augen- Diidtigen Sufmaciung eigen mége, in cinftiger Be- Teudgtung steht. Du fiehft wohl, bab id mir nod etwas deutfgen Humor hewaget habe. So will id) Eueh denn auc} in deutfher Crowe sureufen aUtégen am gomeinfamen Sebenswege mux immer Rofen und Erfotge, aber niemals Dornen waden!* Bis au ein frabes und gefundes Wiederfehen Dein Albert. Gliidwunfehihveiben sue Wiederverheivatung an eine Witwe, Sele geettte Frau Harkert! ‘Ie exfube durd die Mitteilung im Stadtblatt, dab Sie einen neuen Sebensbund gefdflojfen faben. Das médhte ig von Hersen Gliid und alles Gute wilinjgen, Ie) abe mid) auftichtig dariibor gefreut, bag Ste The) dasu entitloljen und da Sie gerade Keren GHarkert den feit einigen Jahren verwaiften Plas an Foret Selte iiberlajfen jaten. Swar kenne id) Teen Heren Gemabl nod nid perfonlich, doc ift mit natur- gemip die allgemeine Adtung und Ehrung rect gut bekannt, die man thn in unferen Fadhéretfen entgegen- ingt. "So dar} ic) denn meinen perfénlicien Glik- infajen nod) [olde in meiner Eigenfchaft als Mitglied der Handwerkstammer hinguftigen. Jd bitte um die Uebermittiung froundtider Griige an Then Heren Gemabl und empfeble mig) Ihnen mit vorgtigtider Hodachtung als The ergebener Paul Steauter. Hurzes Danbjdyeciven fide ein Rodseitsgefcjenk. Sele geefrter Herr Taumannt ober die ju unferee Hodyeit ermiefene Aufmerh- Jamboit haben wir uns aufricitig gefreut. Tefimen Sie unfeven erslidien Dank fiir bas féjine Gefdjente ent- gegen. Wir werden uns ftets Theor Giite erinnem und beatiifen Sie Hodacptungsvott Walter Lippert und Frau, Sangeres Dankjdreiben fiir ein Rorhseitsgefdjenk. Sivber Onkel Guftav! Wir find geftern von unjerer Hoddyeitsreife surtiee- gekommen und geen jegt daran, unfer neues Heim mit den Gaben ausjuféymitdien, die uns sum unver- Gehlich [diinen Cage itterveidit’ wurden, Dieder ein- mal it es der gute Onkel Guftav gewefen, der Rig und feinfiihlend das witte, was wir fest mit ant Addiften fehiben. Wir find aud) iiGer all die niigliden Gegenftande, ben Staubfauger, den Ceppid) und das viele andere unjer Heim behaglich Geftaltente fee ex- freut, bas uns gefdienkt wurde. Daneten wire aber Gngefichts unjerer vorerft Gefefeidenen Ginnagmen mandes nod) auf lange Seit hinaus unerfahwinglidier Lugus geblieben, und darunter fider aud) wieder cin guies Bild fiir unjer Spetjesimmer. Wir Hatten wie wohl gar an ein fo Riinftlerifajes Gemifde denken diirfen! tun haben wir aud) fdjon ein edfes Kunjt- werk dateim, bas wir mit Stor; zeigen diirfor — und das wit night zeigen werden, one den aiitigen Spender denkbar su nennen. Wir wiffen ja, dn Du hiergegen aus Deiner bekannten Schtidtheit heraus Einwendungen 51 maden wirft, aber diesmat Iafjen wir uns nidgt ein- aes fh ns nicht ein. Wir legen Dix aud) su allem Guten, was Du ums feht [don angetan falt, noch vine Doxpflicytung auf Sei bitte fo bald wie mégtich einmat unfer Gaft. Wenn das nit, wie unfere Godgeit, an einen befttmmten Gag geknipft ijt, fo wirit Du es ja fider mégliey maden honnen, Ueberjeuge Did) alfo bitte vet bald vom jungen Glie Deiner dankitaren Bertha und ay, Gliichwound) eines haufminnijehen Angefteltten jur Hochgeit feines Gejdhiftsheren, Sele geehrter Here Witbers! Su Threr Dermatlung fprede ic Tien meine her3- legen” Gibeotniae ous, Hoge Shen be Suban nut froke Cage befijeren! Ih Hoffe suverfichtLich, mic) auch feenerbin Thres Wohtwollens exfeeuen ju biirjfen, und bleibe mit vorsigtider Hodaditung ‘he exgebenee Paut Sommer. Beglelt- und Gliidiwunfsrief flit ein Hodyeitsgefajenk der Angeftelten an den Gelchaftsheren Hodjuerehrte Seau Wenner! Bodjvereftter Hert Wenner! Wenn feute von allen Seiten, aus unferer Stadt wie von welt fer, saiftelde Gliidustinfate eintrefjen, fo 532 moditen wir Angeftetten und Aebotter Ontet aud unfere ‘erslien Wiinfde fix das Gliiée und das Doslergeben unjeces Gefchiftsherrn und feiner Frau Gemablin nicht felon tajjen. Wir benugen blefe Gelegenbeit gerne, um su be- jtatigen, bab Sie, Hodgcehster Herr Wenner, uns mebe ais ein Gefhaftsterr oder Dorgefester find, und bop it in Shnen einen felojtlofen Fiifrer und Bernter feten. Ebenfo offen wir, dap Sie, fodverefete Frau Wenner, uns, jowelt Sie am Gefdifésbetriebe Bnteit ju nebmen’ wiinfajen, eine gitige Drinsipatin werden rmigen. Unferer Suneigung und Derefeumg mddhten wie auc) urd die Ucbermitilung des heifolgonden Gemitdes Ausbeudk geben. Dit hoffen, dj Thnen_unfere be- {djetdene Gabe einige Feeude madjen und Sie ber wn wandelbaren Creue vexfiiern Rann, die wit Thuen tts entgegentringen. werben, Wit wiederlolen nodimals unfere ersten Glice- itnfje! Thee fehe exgevienen (nterfaeitten,) Glidwounfehfceetben dev Gefcijtstettung jur bevor- ftehenben Hocigelt an eine Angefteltte. Soft geegetes Feiiulein Habermann! Sie verlafjon feute unjer Gofchaft, weit Sie in cinigen Cagen Thre Hosigeit feiern motlen. ‘The Gealt fiir don abgetaujenen Wonat, ein Seug- nis und die Derfidierunaskarten ufw. wird Then heute nadnittag unfer Prokurift, Here Siebert, iibereeiden. Lit ben vorliegenden Seifen méditen wie Ihnen fiix Thee he und Thee ganze Sutunjt aujricitig Gli und alles Gute wiinfijen, Es freut uns fel, dah Sie etmen 33 Gatten gefunden Haber, an defen Seite und in dejen Unternehmen Sie ‘weiterhin mit dem Raufminnifgen Bexufe in Filptung bleifen honnen, ore Ceftungen In Unfetem Beteiete seigten uns, dah Sie diefen ‘Beruf {ditigen gelernt haben. Wenn’ Sie mum aud) tod) am eigenen Gerbe featten und watten dixfer und die Ge- mablin eines anfetmitgen Keujmannes find, fo werden Sie fier recht glieich fein Wir fennen die befondexen Wiinfahe nit, die Sie Roch wegen der Gusftattung Tres neuen Holmes eger. Da wir aber anc) dasu gezne cin wenig beitvagen und Safir Jorgen méepten, daj Sie uns aud} in Threr Hitus- Uchkeit in guter Ecinnerang tehatten, fo Sie darum bitten, die toltiegenden finfgia, Reidismart ad} elgenem Belicten ue Anfchaffung eines Gegen- Htandes ju verwenden, den Sie fic) nod) wiinfajen. Sie Doiffen ja, taf wir Kauffeute fix bes Swedkmaige find und wit Graudjen deshald woh nicht su. befireiten, da Sie uns fiir profaifeh Gatien werden. Wenn wit noch einmat ixgend etwas fiie Ste tun honnen, fo foll uns das jeberseit vedt angenehm fein Fit foute médhten wir nodmats unfere herslichen Glidduotinfeje wiederhoren. Damnit verdielben wit, Sie ‘und Jijren subinftigen Feern Gemalilfreundtic)grilgend, Thee Medianiffe Weberei Vordéad G. m. b. §. Safsmann Kappe, GCliichwunjehfeheeiben einer Firma suv Hodeit ihees Derireters. Sele geehier Gere Seimibtiein! Wit haben die Cintadung ju Feiee Ihrer bevor- fHehenden Dermaqiung mit Fraulein Janjen erhalten und fagen dafiie unjeren verbindlidiften Dank. 54 amb Seifert idee werden unfete Herren Séymars coger Won etenbutier Bele bel Sustanbsianten Geib wit tn ber tage fein ls Galt 3 ereinen, Das Gedauern wit cubetordentig, Sie wifen Jo aber felt tole wenig wit gang im ligemeinen Haeten unex Belt find. Immerfin,netmen wie, font diel. Solge infest quten Belgaftgung gerne in ten, Kas, und mur in Salfen wie bent vorliegenden mazen wir tie frei, folnehmen, fo nnen wir auch midGt an der Seier jutdnige rau Genin unfree in und dee te, j san Sic in Them bebalichen rote Binet ts hata Ausfémiung einen unfezer handgekniipften Coppic mit bet Bitte, ifm als Reine Aujmerkjamtieit enigecen nefmen su: woller. i‘ Ferner wiinjdgen wie ju Theem jungen Grice auch unjererfeits Nerslic)aifes Gute Mit froundtidjen Grigor e Tyee Uaptilmerte Sequary & Co. Sémary ——_Selfert Gliidwun{chfeyeeiben im Namen eines Deveius an ein feileres Mitglied. Sieber Geijtermann! de geftern obend ber ebrenvolle Aufteas evel Dye im Momo anfres eufrigen Seeno- [pradienktubs herstide Glidwinfge gu Deinee pevor- Tejenden Dermahiung gu dbermittetn, Disjer Aufgabe untersiete if mig gerne, wenn aud) mit ettas Dehmut auf bec etnen und etwas Teid auf der anderen Seite. Miedorum féjeidet ein Junagefelle aus unferem Krelje; es muf ibm aber bod) wohl ein Glide geboten fein,’ bas fold kleines Opfer wert ft tole eines Jiinglings Ungesundenfeit. So freue Dich denn Deines Gliicees, und jet auch meiner aufeidhtigiten Wiinfeje bafiix verficiert! In aller Treue Dein Walter Cimm, Glichwunfehfdheeiben sux Godkgeit einer friiferen Haus- angefteliten, Siebes Sréulein Helene! Ih madite Sie Heute noc einmal fo anveten, wie uns das in den Jahren Thtes Witkens in unfetem Haushalt gewopnt und vertzaut geworden war, Wenn Sie mun jest an ver Seite eines titigen Mannes in den Ehejiand treten wollen, fo beglelten Sie Sabet meiner Angehorigen und meine herglicjten Glick. und Segenswiinfije. foffentlid) bringt Thnen bie Su. funft alles, mas Sie von ihe erwarten, Id) mode auch derfucien, einen Ihrer Wiinfahe ju exjiilen, den id) 3u Kenner glaube. Sie fatjen ftets mit bejondeter Socafalt darmuf, da Rein Stick meines Cafelgededis befqadigt wurde, | Ich Habe Thnen fest ein fipntiches Geforgt, das diefer Bote mitbringt Tun wiinjefe id hme nogmals alles Gute und geiife Sto herslic hee Frau B, Spannagel Gedeudite Danhjagungen nach dor Dermiibiung, Slit bie uns jue Dermélflung eemiefenen Aufmer’- fambeiten danken wit forslicf Eberfetd, Pfingiten 1950, Rheinjtr, 275. Eenft Kaufmann and Sea Emma geb. Senetder Sie die uns sur Horkgeit erwiejone Aufmerkjambeit agen wit unfern ferstiditen Dank Frankfurt a. WL, im Wai 1950. att Joaghim Enders und Frau Maria geb, Séeamm, Being Fifgyee und Feau Glfeiede geb. Dittman fogen Yergligien Dank fiie ote thnen ju ihrer Hodseit exwiefenen Aufmerijambetten, Waldenburg i. Sel, tm Juli 1950. Einladang gue filbernen Bodiseit der Eltern an einen Behannten. Sieber Hore Martens! Meine Eltern felern am 25, Tuli diofes Iafres das Felt ter jilbernen Hodpeit, Wir Gefdrwijter bead tigen, eine ber Bebeutung dices Tages wiixdige Feiex vorguberetten, um unjeren fieben ltern cinen feleinen Beweis unjeter Dankbarkeit gu. geben. Don unferen Pldinen amen die Eltern nod gar nits. Gine befonbere Froude wiitden Sie uns allen loreiten, Hieber Here Martens, wenn Sie gan plastic) gut Feiex bei uns erféjeinen wiivden. Sie haben {chon mit Dater jufammen die Schule befucht. Ste find thm cud) welterhin ein Tieber Sreund gewefen. Jd welf 57 beftimmt, dag es ein felmlicer Wunfé) von Dater ift, ‘Sie nad) fo langen Jafren einmat wieder su fefen. Dag Dietet der Tag ber filbernen Hoxseit die ‘ete Gelegen- eit. Denn Ihr Gefaijt es Thnen eben erlaubt, fo hommen Sie dod) bitte, ‘Im Devtrauen auf Thre Sujage aviijt Sie freumdlient ‘he exgebenee ‘JojeF Mayer. Gliiciwunjehfeqeeiben jur Silberbodseit des Guhiels und der Tante, Liebe Tanto! Lieber Onkel! GExna teilt mix in ihrem febten Briefe mit, bab The am 16. Ulai filberne Hodigeit fetert, Wayrend fie und bie Gltern dabei Eure Gajte fein kinnen, ift mix bas leider wegen der weiten Entfernung nicht mBatich Iq) mug mid allo darauf befdringen, Eud auf diefem Wege meine Hexslidjten Glicewiinjdfe 3u tier: imittetn Tlehmt diefe bitte entgegen und foid verfihert, taf fd ftets Bteiben werde Ener treuer Ueffe Kurt, Gliiduwunfeh jue fibernen Hodgeit eines behannten Ehepaares, Leber Here Feifcjer! 3u heer filbernen Hodseit fprede id Ihnen meinen hersligiiten Gliiewunfeh aus. Weld eine Froude mu es fide Ste fetn, auf die lange Reige von Jalen jurildfegauen gu diizfen, die Sie in EintradGt und Liebe mit Ihrer Gemablin verbringen durften. Tyce Kinder find 3u priigitigen Mlenjchen Getangedisten und werden 58 ‘Ihnen jest Dank wiljen fix all die Withe und Absit, die Ste theetwegen auf fish genommen faben, und file die forgfiittige Grsiehung, de Ste ihnen suteil merben Hofen. So werden dieje auc gewif dafiir Sorge trogen, Thnen den Tag dex filbernen Hodyeit unvergesticy ju eftatten Leider ijt es mix nidht mégtich, Tre feoundlide infadung ansunebmen, da id) gerade am Freitag im Buftrage meines Aaujes sur Ceipsiger Ulelfe. fageen mu. Jd werde aber im Geifte am Tejttage bet Tonen weilen. Jndem ic} Then cin recht frofes Felt wiinfcpe, bleibe ich mit den beften Grier The Ulrich Kepler, Gliiduounfdy ju filbernen Hodseit cines Gefchifts- freundes. Geoeter Here Pauly! Su dem Cage, an dem Sie mit Iheer merten Gattin bas Soft der filbernen Hodeit feletn, entbiete ich meine ferafidien Gliicwiinfte lagen Thee Cage aug) weiterhin in Grice und 3u- {eiedenfett dahinffiofen und urd einen Schatten ge- tniibt werten! lit déefem Wunjete verbunden entoietet Ihnen und don Theen die Gerslidiften Griife Tye ‘Frany Kufn, Clidiwounjey jux goldenen Hodyeit. Hodkverefrtes Iuvelpaar! Wohl wenigen ijt es vergénnt, bas feltene Feft der goldenen Hodgeit in geijtiger und héxperlidier Frifaye 59 ju begehen. Ihnen wurde diefes grofe Gliict juteil, Ste blirfen heute auf 50 Jahre einer glidliden Che juriickiblichen. Gewif, war aud) Thr Leben nicht frei von Sorge und eid; doc) wenn Ste viel erftrebt haten, fo haben Sie auch viel exreicht. Genditet und acehrt von jedermann, umgeben von gliidtlidjen Kindern und Enkeln, beglicewiinfe}t von sahlreiden Bekannten und ‘Freunden, find Sie uns allen ein Ieudjtendes Dorbild. Dod, wenn Sie aud an Jahren alt wurden, und wenn ihe Haat exaxoute: The fers iit jung geblieten Das ijt es ganj bejonders, was Sie allen Ihren Be- Kannten fo tieb und weet madyt So Iajjen Sie mid) Bitte meine ferslicyiten Grice winfage ausfprecen, Mlége hen ein Tanger, fonniaer Lebensabend befdieden fein! Das ift der aufridjtige Dani ‘Thees Sie hod) verefrenden Auguft Steinbrink, Clticiwounfey sux goldenen Hodkseit an die Grofeltern. Liebe Grofeltern! Ein hoker und feltener Seittag nab. Morgen werbet Ihr, umgeien von faft allen Angetorigen und vielen Freunden, bas faidne Felt dex golbdenen Bocyeit feiern. | Welch freubige Gefigfe werden an diefem Tage uct Hers exfillen, ta Ihe auf dic 50 Iapre einer gliiktien Ehe juriicebliceen Rinnt! Id wiixe gerne 3% Eudh gosilt, um an Eurem Sette fellgunefmen. The wift aber, dab dies gan3_unmiglid) iff.” Die Griinde brauche ich uch nicht gu fagen; Ihe Thennt fle felbft. Tebmt deshals mit einem jabriftlicien Glliciwunjeh vortied und feld cewif, ba ex von Herzen Kommt, Im Geifte bin ich bet Eud) und nehme Nerglic) teil an Eurem Gli, 60 Mége Eudy auch weiterhin ein wahrhaft gotdener Sebensabend exbliihen, und alles Ungemad, das Euer Glick triiben kinnte, Euc fern bleiben! Dies ift dor ferglidtte Wunfay Gres Enhets Kant, GlidwunfrfeyeeiGen der Gefcpiftsteitung sur goldenen Hodigelt eines Werhmeifters, Sieber Bréifecte! Wir freuen uns jedesmat aufridtig, wenn wit einem im Dienjte grau geworbenen Mitarbeiter Gtiié- wiinjaje sur fangialveigen Dienftgeit ausfpredien kénnen. Gine nosh engenehmere Pflicht iit es aber heute fie uns, Ihnen unfere herslicen Glii- und Segenswiinfgje jum fo feltenen Felte der goldenen Fodhgett su iiber- inlttetn, Als wir oin Kleines Seiden unferer Dankbartett fiir Tore Ceeue fefajfen wollten, fagten mix wns, dab tas Alter Gebiitig waht und ba man igm am better felbft bio Want defjen iibertaien foute, was thm Froude aden Kénnte. So fafjen wit Jhnen denn iierbet Ihundert Reidsmark jugeben, die Sie bitke nad) Ther Belieben verwenden wollen. Wit hoffen, bag, Thnen und Threx Gettin nog ein Tanger, fonnigee CebensaLend befjieben fein mBge, und wiederbolen nocmals unfere aufrictigen Wiinjge, Flix die Seitung dor Mafchinenfatrik Broflweeke 4-6. Bujdjenbagen, 61 Gedrucite Dankjagung nad der goldenen Hochseit. Stix die ans jue goldenen Hodgsit tibermittetten Glidwiinfpe, Gefhenke und Blumen{penden fpresjen wit bietmit allen Belannéen und. don verfaiedenen Dezeinen unferen fetsicien Dank aus, Kobtens a. pein Thann Steodt und eau Matgitde ged. Spee Gebuets-Angeigen, Die Geburt iros Sobnes Erig-Edmund selgen in dankbarer Freude an Karl Teumann und Frau Ge aek, Shere, Kénigsterg i. Pr., 18. Wai 1950. Gottes Gite fajenkte uns feute ein Cichterchen Oberleher Kart Mai und Frau Mia, geb. Pring Breslau, 4. Wai 1950, Die Geburt eines Sonntags-Jungen selgen fodjerfreut an Dipl.-Ingeniewr Erid) Schmat und Frau Feangt, geb. Theil Hamburg, 6 April 1930, Die glicetige Geburt eines munteren Jungen eigen an Otto Hild und Sea Elfriede, eb. Kaifer, Stettin, ben 11. Juli 1950, Pofener Str. 112. Benadheishtigung der Sdywiegereltern von der Geburt eines Jungen. Liebe Schmiegermutter und Tieber Dater! Seit einigen Stunden bin id) einer ber oticecjten Mlenjejen unter der Sonne, wleine tebe Urfula wurde um 1 Ube von einem gefunden, Reéftigen Tungen ent- tbunden. Die Geburt ging siemlid gut vonfiatien und mein Feauden befindet fic) verkittnismapig wohl. Teh hoffe, baf fie bald vollkommen gensfen wird Tun aber, Ciebe Sdrwtegermutter, i]t der Seitpunkt gekommen, wo Du Dein Derfpredjen einlafen mupt, fofort sux’ Pflege ter jungen Mutter und des Eindes hierher gu. kommen. In ter Hoffnung, .Gropmutter” Gatd in unferer Mitte su feten, grit Eu Euer hochbegticeter Sohn mar. Geburtsanjeige an einen Bekannten, Goehtter Herr Boyer! Iq} Habe Then eine feoe Kunde mitzutetlen, die ich Thmen angefichts unferer fersliden Begiehungen urd) einige cigens gofdjrlebene Seifen fibermittetn mote. Meine tebe Frau fajenkte mix jeute morgen cin munteres Géditerlein. Mutter und Kind befinden fic) 03 im allgemeinen tecit wohl. Ich bin fetbjtuerftindticy feb alitdrich, Mit frenndticyem Grup! The Maz Wolf. Geburtsangeige an eine nage Derwandte, Liebe Schwefter! JG Rann Dit ein froudiges Ereignis mitteile Heute Friih um fiinf Une ift meine liebe EXfriede ati {i von einem hersigen Wladdjen entbunden worden. Du Wwirfe mie giauben, wie glicklid) id) bin, Unfer kleiner Rolf sft gans ftols auf fein Schweftercen, Die Caufe des neuen Erdenbiiegers it auf den Sonnabend nictfter Dodie fejtaefebt. Wir offer ganz Leftimmt, fiir biofon Cag mit Deiner anwefenheit redhnen jut dffefen. Gs griift Did) ergtich Dein atiicetiger Bruder Guftav. Gliidwounjeh jue Gedurt eines Jungen an einen Behannten. Sieber Freund! Heute morgen exhielt id Uadhriht von Deinee Wiirde als Dater eines Jungen. Ich ibermittele Dir und Deinet Gatlin bie Fersliciten Gticeminfaje, lige der Spropting ein ganjer Wann werden und Deinem Tamen alle ire machen! Dex jungen Ulutter fende id) meine befonders erslichen Griige umd begriige auch Did bolton Dein Ridjasd, Gliidwunfa) jue Geburt eines mldddjens. Sole gooheter Herr Jacoby! Fhe Taghridht von der Geburt eines kréftigen CacGterdens tat mid) aufridtig erfreut. Id hoffe, dab es ber jungen Mlutter und bem keinen Wladeldien woHl exgeht. Dorausfiditlid) werde ich Sie im Couje der niigften Woche auffucken, wid ich médhte dann gerne masine Gliiduwiin{dye nodynals miindlid ausfpreden. ‘Wit herslicien Griifen verbleibe ich The gang exgebener, Karl Hoffmann. Giicwanfey jue Geburt von Switlingen, Sieber Detter! Meinen Gliidwunfd! Deln efegeamm: _,fucra Swillinge” hat mit unbandige Freude gemacit. Wie eft es denn Deiner lieben Glje? Hat fie die Geburt gut berftanten? Tlatiixfic) werbe ich mit Freubon Bei der Taufe jugegen fein; cin foldjes Ereignis muj dod) gefeiert werden! Mlgen die teiden Gleinen gefund bleiben und ftark werden! Did und Deine Liebe Elfe guiift Herstiqt Dein Julius. Gliidwunjay jue Geburt an eine Feenudin. Metne tebe Jofannat Doller Froude begliickmiin}eye iG Did) gu Deiner aliidliden Entbindung. In dex Iebten Seit maditelt Du mix wirklid) Sorge, denn Deine Mutter exsablte mix, Du fiblteft Dich reait faqwad. Tun aft Du je, Gott fei Dank, alles gut dberitanden. Der Brtoatineatae, 5 65 ‘Wéget Ihe, Du und Dein Tieber Gatto, eect viel ‘Feeude an dem Hindden erleben; mége es priidtig ae- bdeifien und genau fo Tied werden wie fein Briiderden! Sel herslidh geaeiift von Deinor $roundin Maria, Dankifehreiben fiix den Glichwunieh jue Gebuet an cine Feeundin, ‘eine liebe Maria! Usher Dein Gliicwunfehfepeetien ju unferem Fami- ienguwadhs habe id} mich fehe gefreut und ich fage Diz meinen erslichften Dank Tie diefen neuen Beweis Deinee Freundfdjaft. Unferem Rleinen Cidhterdien geht es gut, and fein Dater nd ie) offen, daf alle Deine Wiinjdye in Ex- fiillung gefen. Ant Dienstag der nédhjten Wode foll bereits die Taufe unferes Kinbes fein, umd ich modhte Dich auch tm Mamen meines Wlannes bitten, an diejom Tage unjer Gajt su fein. Gs avilht Die) beltens Deine Feeundin Johanna, Ginladung sux Taufe an einen Derwandien, Sieber Otto! Foute kann idh Dix eine frotye Tedyigt tihermittefn. Meine fiebe Frau hat mic) mit einem gefunden Jungen Goldenkt. Auf dom Standesamt habe id) die Tamen Otto, Reins, Erich file ion eintvagen faffen. Ie) ofite, dag es Dir’ befondere Freuide maden miirbe, 3 fohen, dab wir an Dic) gedadit haben und ign nad Dir be- nannten, Guferdem migen whe — meine Frou und ig) — ben Tamen Otto fefe geen teiten, 66 Aim erften Ojtertage findet die Tauje des Kleinen ‘Weltbiirgers jtatt. Wir bitten doc) ficyer nidjt ver gebens, wenn wit Did) dasu eciniaden, das Patenamt 3u fibernstme. Deine Seit diirfte dod) aud) erlauben, fchon einige Tage vortee unfet Galt su fein. Wit haben uns refeere Jahre fang nicht gehen und ition ams fidoe viel ut ergifen Toile bitte rect bald mit, wann wir Did) vor Bahnhof abholen diixfen, und fei bis dahin vielmats egtilgt von Deinem Sugult. Bitte um A@xnahme einer Datenfielle, Liebe Hilde! So fro abe ich felten sur Feder gegriffen wie eute, Das orfie Kind ijt angefiommen, ein gefundes Wdijen. Tobe benadhrictige id) als olidtider Dater tio Derwandten und bitte fle, sue Taufe rect sayCreich ju exfefeinen, An Dich aber, Tiebe Hilde, habe ic) cin befonderes Aniegen. Will Du fo gut fein und bei unjerem Coehterdyon die Stelle einer atin tber- nebmen? Unter uns fat ja flets ein herslidjes Der- Diltnis geherriéit, und meine Frau und id) wiizden es foe tegeiifen, menn es Ouzd Deine Gigenfét als Datin noc) daucender umd feliee wlirde, Unfer Rleines Madchen foll Hitdegaed, Erika elfen; Hildegard nach Dix, Cri nad metner verftorbenen Utter. ‘Alfo, liebe Hilde, fei am Sonntag, 0. 25., bem Cauj- tage, unfer Gajt und exfille uns bitte unfere eben aus- gelptochene Bitte, Die Caufe ijt mittags um 1 Uye én der Saimbertikizde. Jm_Dertrauen auf Deine Sufage vogetigt Dich bersliift Dein Datter. 67 Bitte an den Reidispriifidenten um Uebernahme det Patent Ew. Exsellens! Hodueretrter Here Reidhspriiident! Wir midten Ew, Epsellens folgende Bitte vortragen Das beigofiigte amtlide Seugnis beftitiat, dag in unferer fiinjsebnjatyrigen €he nadjeinander ficben Sogne eboren wurden, die alle am Leben und Rerngefund find, Wie miidften nun Eo. exsellons oarum bitten, bet unjerem jiingiten Knaben die Patenitelle 3u fibernetinen, _ Unfer eifrigites Beftreben ift es, unfere Sohne 3u filchtigen Bilxgern ju exsietien, und’ wir betraditen es als wnfere fetlige Pflict, Creve und Lieve sum Dater- Tande in thre Rersen 3 pffansen. ‘In exgebenfier Hodhactung Ew, Exzellenz_ gehorfamjte Alfred. beter, Emilie Gbeter, geb. Stots Sufagende Antwort auf eine Gintadung als Date. Sieber Hanst Deine Freude iiber die Geburt vines gefunden Tungen telle id von Herjen; habe id) boc) fetber bret Tungens, Ie} bin gern Lereit, die Patenftello ju iiGernehmen und verfpredje Dit, bei der Tauffeierlidikeit pinktlid su- gegen ju fein umd aud in Sukunjt ole Pfticiten metnes neuen mies gewiljenhajt ju exfillen. Dem Kleinen Weltbiieger wiinjebe i) aus canjer Seele Blifen, o8 Wadhfen und Gedeifen. Ih Oletbe mit freundtichem Grup Dein cubwig, Abfehnung einer Paten{chaft Sieber Here Cichtenberat Gine Reife, die niGt mee aufyufdieben iff, ver- indert mid Leider, die Paten{tetfe bet Threm Sabnden angunefmen. Id) bitte Sic deshatb, mid) 3u entfdqul- igen. Then und Threr Hieben Gattin Iprede td meine herslichiten Segenswiinide fir bas Gebethen Thees Sdhndens und fiir The cigenes Woblergetjen aus, Diofen Wiinjdion mécite ich auch durch das beifolgende Heine Geldjent nodmats Ausdrud geben, das den Tiufting immer an diofen Tag evinnern mége. Id Foffe, mid) bald einmat perfintich nad) dem Gedeifen des Jungen erkumdigen 3u kénnen. Mit vielen Griifen The Kurt Starke. Gliduounfet-Sdheeiben gure Wiederkete des Tauftages mit cinom Patengefdjenk. Mein tober Heins! Heute find zen Jafre verffofjen, feitdem Du die felfige Toufe empfingit. Ich erinneze mich nod gut und mit Frouden diefes Tages, an dem id Did) auf meinen @rmen hilt, Setter kann ich Did) und Deine Tieben Gltern diefes Jahr nidt befucen, um mit End gufammen diefen Tag gu fefern, Id) werbe mich aber Feeuen, wenn ich von Seit gu Seit Here, wie es Dit geht. 69 Um Dir aber aud) cin fictbares Seiden meiner Liebe ju geben, fente ic) Dir cin bleines Gefdenk. Foffentfid) wird es Dic gefatlen, Es fotl Dich erinneen an Deinen Paten Helmet Hofmann, Ginladung sur Feier dex Exfthommunion, Werte Frau Wolteringt diofes Wonats wird meine Coster Editi jue gen Kommunion gehen, Tad ter Rixdilidien Seier iit — um 1 Ube — ein Gen in unferem Harjo, ju dem alle unfore Derwandten und Bekannten her}- Tidhit eingetaden find. Sie haben fid) unforer einen EDith ftets fo fiebevott angenommen, dab mit Tyre Anwefenheit eine tofondere Sreude magen wide. Die kixclice eter beginnt wm S's Uhe in ber Marienkirete In Erwartung Tyrer tievenswiirdigen Sujage ver- bleibe ic) ‘Thre , Sindemann, Glidwunfeh-Sthreiben mit Gefdjenk jue erften ‘Koumunion, Meine Tiebe Wathilbe! Wie Du mix in Deinem leben Brief gefdprieben bat, ijt am niiGjten Sonntag der Tag Deiner exften feilige Kommunion. Dag Du Dic) auj diefen Tag fee jeeult, Rann id} Dit nadfiten. Gewif weift Du aud in Deiner Froude die Bodeutung und Widitighelt diefes Tages wohl su [chagjen. 70 Als Seiden meiner Liebe Gabe id cin kicines Ge- {denk file Did) sum Qndenken an diefen jééntten Cag, im Seber belgetegt. Midge es Did) immer an mid ex innern und Dix niet Feeude macgen, Mit den belten Wiinfien verbleibe icp Dein Onket Kart, Ginladung sines Derwandten jue Konjirmation. Mein tieber ito! ‘Am 2. pelt fot unfer Hein; konfivmiert werden. Da méciien wir nicht verfiumen, Eud) ale auf bas ferslidfie einguladen. Wir bitten datum, Euch fegon am Gage vorfer erwarien su diizfen, ba Eure Reife siemlich meit ijt und die hirdlide Seiee — bel ber mir Euch doch auch sugegen feben mBchten — Jeon um 10 Une beainnt.” Heins flout bem Tage der Konfir- mation {con Lange mit ftiler Fteude entgegen. Uns, feinen Eftern, iegt ja vor allem dacan, ifm dicfen Tag und auch eine damnit verbundene wiixdige Hausfeiee unvergeflidh ju geftalten, Datum maciten wi etnen recht grofen Familientceis verjammetn und fatien alle exreigitaten Dermandten eingelaben. Don Gud) ex- warten wit bald jufagende éintwort und feeuen uns {don auf cin frohes: Wieberfeten. Es guiift herslidy uct Fri und Familie Gliidwwun{ehbrict mit Gefctenh beim Derhindertfein, Goohrte Frau Sewwars! 3u meinem oufeidhtigen Bedauern it es mix_nigt magtid, Thre giitige Einfadung jue Einfegnung Thxee Todhter anjunehmen, dn id im Auftrage metnes Chefs 1 [don morgen eine grifete Relfe anguteoten fate. Deh Iq) aber an allen, was Ihre liebe Elifabeth veteifft, ben grdften Atel nebme, it Jhnen ewig nidit unbekeannt, Jd} wiinjefe von ganzem Herzen, dab Thre Toditer ein fo licbes und gutes Kind bleiten mége. Beitiegendes Armiand bitte i@ als Reine Aufmerk- fambeit von mie ihe feeundlidft ju berreicien, Mit exgebenem Grup She Wetter Simmermann. Ginladung eines Derwandten jue Geburts- ober Tamenstaasjeter. Sieber Eig! Es war bisher unter uns iiblid, uns nue feiftlich sum Geburtstage (Mamenstage) Glide u wiinfen. Dabet if es jatretang gebtieben. J¢) Gabe mun ben Wun, Did) cinmat wiedeesujetien; auch febe id) nicht ein, warum eine fonft ju befiird}tende Entfrembung, unter ans eintveten follte, oder woburd) fie gexedt- fertigt wire, So weit ijt Bildesteim dod) nid von Fannover entjernt. Cue mir alfa den Gefalfen und befurhe mid} jum Geburtstage, Sum Abend habe id einige Freunde cingeladen, ater wihrend ber tibrigen Sell, — 3. B. am Tadhmittag — find wte vollkommen unter uns, Jd habe in der lefton Seit viele geléhifttidhe Auf- requngen gefast, und da auch Du ernjihaft 3u axhetten aft, werden ein paat Heitore Stunden uns betdon out tun, Jn Lbrigen fein es jebt mit bem Gefcitft berg: uf gu gehen. Dag Rat der Umbau gewif; allertot be getragen. Das Haus fiebt von aufen Freundlich .aus, bie Gustage ift mit Sorgfatt gemadt, und im Saber iff alles jauber und neu. Wanderlei Sorgen habe iG fa 72 gehabt, vor allem bei der Bejablung, wo der Enfchlags- preis bod) in vietem iherféiritten wurde. Jd) glaube aber, af; tie et und Welfe, wie ic mein Haus ein- goridtet habe, Deine Billigung finden and Div gefatlen pitt, Demnad erwatte ich Dein Utteif mit Spanning. Komme alfo ficher und fei iberseugt, dah mic der Tinatte Befud) dex Gebjte ff. Es guiift Did) feoundtiayt Dein Rolf Geburtstags- (Hamenstags-) Ghidiwunfd an den Dater (bie ututter). Sieber Dater! (Mleine Tiebe Ulutter!) In_wenigen Tagen ft Dein Geburtsing (Mamens- ag). Kénnte ich fandeln, wie ich wollte, dann wire id cn biefem Tage 3u Haufe und wiirde Dir meine Gliict- wiinjaje foibft Gerbringen. Wie Du weifit, iit dies Ix older unméglich. Und fo mugt Du fépon damit vorties rebmen, dag if) nu im Geifte bei Di fein kann, Ich wel, dof Du Did) aitdh tiber meinen Giticrwunfa aus det Ferme freuen wir Is winnie, dof Du diefen fehinen Toa nod} oft fife} umd qefund erlesen mache. Mit dem Gelchenk, tas id Delacfiiat babe, wollte i Diz eine heine Freude Fereiten, Sieh es bitte als vinen fehwaden Beweis meiner kindlichen Siete fiie Die) an. Sei Herglid) gegriigt von Deinem Sohn Being, GKiwunfefeeeiben jum Geburtstoge (Mamenstage) der Brot. Meine fiebe Maria! Tum falten mid) wieder einmat Beruf und Pfti@t an einem Gage von Dix fern, an dem ic) mit jedem 13 Gedanten bei Dit bin wnd an dem id} fo gerne auch felbfe bet Dix fotn matte. Du weift ja, wie fone ich mig darany freue, bof nun doch in abfehbarer Seit unfer Hersensmunfé) in Grfilluung gehen foll, ein eigenes Heim befigen 3u biizfen. So freue i mich aud eines jeden Fortfdjrittes, eines feben Ertrages meiner Titigkeit um fo mehe, Ich arbelte ja fo gerne davan, unfer Sukunjesaliic ffl und dauerkaft su griinben, So afaube id) aud, da Du mix juftimmen und ebenfo gern wie fonjt miindlid) meine innigen Glide. iinjdje 34 dtefem Tage aud aus diefen Seilen enigegen nefimen wizft. Id mBdte wohl dieje Griidwiinfehe nod cusfdomiidien, indem id) Dit dic Landjehajttidie Sdin- felt irgendwie jugiinglich mace, die mid) hier in der reizvollen Mahegegend umoibt. Da aber jedes Bild davon blag bleiben mug, Habe fe einen Rleinen Semuce gemabtt, den bier fleipige Hande gefdiajfen haben. Hoffentlich aefallt ex Dic gut und halt Du oft Getegen- helt, ifm in frofen Stunden su tragen, Und dente Bitte immer recht innig und tied an mid! Gs grilpt und iipt Did) auch heute herslichit Dein Dich innig Ciebender Rudolf. Gllidwunfa) jum Yamenstag (Geburtstage) eines Freundes. Sieber Freund! Oft babe id Deinen Tomenstag (Geburtstag) mit Dir jujammen im Kreife munteroe Briiber feiern Ronen, Jodag mix dieje Stunden unvergeplid) geworden find. Tun Halt mid teider mein Beruf von Dir getrennt Aber, glaute mix, im Geijte bin id dennod) Goi Dir und feiere Dein faines Felt mit. 14 Id wiinfape Die alles, was ein Freundesters Dir rue wniinféjen Rann, UTége die Sonne des Glihes au} alle Deine Wege fdieinen, tamit Du des 3iel Deiner eigenen Wiinfehe bald erxeicit! Sag mid) aber auch an digfem Cage Dit jerglic) danken fiix alle Ceitnahme und Anbiinalidiieit, durd die Du mit bis febt mein Sebo verfeGint halt! Cag mic) Dir danken file jeden Feeundesdienft, bon Dur mix exwiefen Holt! Gliiéiauf denn ju Deinem Uamenstage (Geburts- tage)! Hoffentli filet bas Gefdhict unfere Wege bald migder sujammen! Dann molten wit uns fdabfos Ialten fiir diofe Set des Getzenntjeins. Mit einem warmen Hindedrude Dein treuee Freund Seo Mertens, Danbifdireiben fiir ein Geburtstagsgefchenk. Lieber Bruder! Je} Habe mid) feb dariiber gefreut, da Du an mei- nen Geburtstag gedadit Holt. Bejonders iiberraldjt Yajt Du midh aber mit Deinem faénen Gefdenk. Schon Innge hatte id mie einen Photo-Apparat gewiinfd}t, und es it gerade, als ob Du dies erraten Hittolt. Jd) Tiitte Jonft nie erwartet, daf id ibn fo fénell exlangen ithe ‘Flix die grofe Freude, die Du mix mit dem Gefdgenk gemadit faft, entbiete id) Dix meinen herslidien Dank. Wenn i in der niidften Wode nad Haufe komme, um meinen Urlaub in der Heimat su verleben, dann will id) mich nod einmat perfinlidh bei Dir Gedanken, Guiige ble Etteen und fot gegcigt von Doinem Bruder Dankfdrreiben fix Geburtstegsariije an eine Génnevin, Soe gvehete gniidige Frau! br feeumdliger Geburtstoasaruh at mit srofe Froude gebradt. Hierdurre fage ich Ihnen dafiix meinen ersligen Dank. Id hoffe, dah ich Ihnen bald nod etnmat perfBrntteh fiir Thee Ceitnabme tanken dazf und verbletbe mit hodiacitungsuotlen Griifen ‘Thre exgebene €inna Sidhtenbers, Brief an die Elteen jum Weihadhtsfett Siebe Eltern! In biefem Tahre dacf id) bas {chine Weilnachtsfelt gum erjten Male nicht mit Euch gemeinjam verleben. Jd will Eud aber wenigitens meine hexslichiten Wiinfde fiir ein recht frohes Fejt fibermittetn, Heute abend werde id) bejondors innig an alle die Beiligen Abende juriickdenken, an denen wir unter dem Tidter- gefdimiideten ‘Chriftboum fogen und das Feit in unge- feiibter Freude verlebten, Jc) welp, dah unfore Ge- danken fieh begeanen, und dah wit auc) fo bas Welh- nadjtsfeft gemeinjam feiern. Gejtern fandte id) Eu) ein kleines Paket. Sein Inhalt foll Euch fagen, das ie immer in Dankbarkeit und Liebe Euer gedenke. Und mun winfife id) Euch vow Hergen cin recht [dines und frohes Weihnachtsfejt. Derlebt die Feier- tage in Glick und Gejundgeit, und denkt aud) einmal an Guten fornen Guftav. 710 Weihnadhtsbrief eines Guhels an feinen Teffen, Siebor Emil! Das fine Weifmaditsfelt fleht nun vor der Tix, und Du kannjt, we id) von Deinen Eliern porte, diejes Jafe nigt nod Hane kommen, um dic Feiertage im Daterfaufe su verleben, Jd) Rann Dix naddfiihlen, daj Du gerade an ben Tefttagen voll Sofnjudht an alle denen wixft, die Du juviielajjen muBteft, als Du in bie frembe Stadt sogelt. Du darfit aber keinen triiben Gedanken nachgangen. Du weift ja, bo wie alle, und vor allem Deine lieben Eltern, in Gedantten bet Dit find, Weifadten ijt das Feft der Sreude, Dergif das niet Iq habe heute cin Paket an Did) abgefihidit. Die paar Kfeinigkeiten, die Du darin finden wixft, mégen Dir eigen, aj aud Dein alter Onkel Dic nicit veri Und nun taf Dit ein frofes Felt wiinfehen von Deinem Onkel alfred. Weileadisbrief mit Gefdjenk an einen Freunt Sieber Ewald! Allenthatben Alingt febt ber traulije Gruh ,Sedt- fide Weilmaditen!" Diirfte icy da vergeifen, dtefen Grub Diz, meinem beften Freunde, suyurujen? Ih glaube, Deine Weilmadsfrende wiirde nicht voitkommen fein, wenn ein Brief von mix ausbliebe. Wethnaditen sft ja das Hocifelt ter Ciebe, Was fich Tiebt und gegenfettig gugetan ift, foll am diefem Gnge feine Liebe wnd Freund- idajt wieder verjingen und erneuern, So wollen aud) wir es tun, Jc iiberfende Dit ein Wleines Seft- 7 angebinbe in Form: einer Kijte Sigarren, Dies Gefdyenk ‘ft nun freilig) nije atoh und wertvoll, aber i gebe es Dit mit freudigem Hersen im Gebanken unferer innigen Freundjehaft, Am Tiebjten mire es mir ja, wenn i Weibnachten perfontich ju Dix kommen konnte, Da das mun nicht fein Rann, wollen wir wenigttens im Geijte uns ein gegenfeitiges Gedenten veripreden. Selere ein [dines und feohes Felt und fei herslidy seguiift von Deinen trewen Freunde Paul Weber. Dank eines Sobues fiir ein Weihnadytsgejdenh. Liebe Eltern! Die {dinen Gefdenke, die The mir jum Weihnadyts- {eft gefandt haGt, und der Brief, det bei den Gasen fas, Haben mit aufeiétige Froude bereitet. Beim Betradten all dicfer fhonen Sadjen kam mix fo rect jum Bemus fein, wie dankiar ic) dafi fein mug, fo aiitige Eltern su ‘Haber, AU die Tage und Tare felt meiner Feiifeften Kindheit gegen an mix voriiber und iG empfand erneut die teidie Liebe, die The mi gegeben abt und nod) gebt. Ic) weif nicht, wie ich Eu) metne Dankibarkeit eigen foll. Jedenfalls will ich immer befexebt fein, duee) Gifor und Fleif, Eure Sufiebenbett ai exlangen. Habt nodmats meinen ersten Dank fite ales Sihéne und Gute, mit dem Thr mid) Bebacht habt. Id) hoffe, au Tenjate mac) Hauje Rommen ju kénnen, Seid bis dabin herstich geaeiigt von Gurem dankbaren Sofn win, Teujahrs-Gliicwunfey an die Eltern, Stebe Eltern! Todt einige Stunden, und das alte Tahe ift su Ende Gn ber Scywelle eines neuen Jahres, in dtefen Stunden des Rideblices, belgaftigen fid unfere Gedanken wos am innigjten mit den Mlenféyen, dfe uns anf der Welt fam Tiebjten find. Und an wen follte ich oa fonft denfien als an Euch, meine lieben Gltern! Ich weif: Tiemats habt The geséoeet, mir Cure Liebe su geben umd jebes Opfer 3 bringen. Empfangt dafiit auch Heute an der Jabreswende meinen tiefften Dank. Ich fiible, tag meine Worte nur ein fGwacher Exfas fiir bos find, was teh End febuldtq bin. Mdgen Eure Tage im neuen Jor ungetriibt dagin- filefen, méaet Ihe Euch auch ferner einer redit outen Gejundheit erfreuen. Ie) mBchte gern dazu teiteagen, Eudh Freude 3u_bereiten, und ich hoffe, dah id auch hiersu mit tet Seit immer mefr Gelegengeit finde Don Herjen winffe id} Cuch ein ,Gliikliges Teu- fate!" und verbletbe in dankbater Liebe Guet Soyn with, eujahes-Cliidwunfeh an die Grofeltern. Stebe Grofettern! Su Begin tes neuen Jabres elfen meine Gebanken gang befonders su uch. Danikbar etinnere id) mid an all das Gute, das Thr mit exwiefen habt und immer nod} exweift. \Tget Ihr Euch noc lange Iabre befter Gefundgeit exfreuen, und moge Gud) alles das roictich gelohnt werden, mas Thx mix getan fabt. Ja wiinjehe Cuch etn recht frvHTidies neues Iafe, Lebt wobl fix heute und feid herslicy geariipt von xeon Enel Rudolj, 79 Meujahes-Gliidwunfdh an eine Steundin, Meine liebe Erfiede! Sum bevoritehenden Jafteswedjel wirlt Du fider mit Gliidewiin{cjen fiberhéuft werden, Da will auch id nicht felon. Diel fieber mire es mit allerbings, wenn iG Dit meine Wiinfcje miindtich ausfpredien Rénnte, Leiber {ft bos unméglieh, denn wir feben ja faft eine Tagereife vonetnander entfernt, Wleine Gedanken find aber bel Dix, und iG witn|ee alles Gute fiix Dein Glide und Dein Wohlergehen. Wige das neue Jape fiir Dic) cin recht gliditiges: worden, Saf uns aud weiterhin tree Freundinnen bleiben und fet vielmats gegeiift von Deiner Sreundin Hilbe. Heujahrs-Gliidwunfey an cinen Gefdiftsfreund. Geeheter Here Cormann! Id} méchte Tqnen jum Iahreswedfel meine aufridh- tigen Gliciwiinfehe darbeingen. Uidaen fic) alle Thre Diinfche teftens exfillen. Wiprend ter Seit unjerer gefdiftidien Sujammenaroeit ijt mir Ihre Feeund- [dott wertuoll geworden, und ich habe mux den Dune, Sle aud) im nouen Tahee immer jufrieden su felon. Seien Sie beltens geatiijt von Thee Stephan Seqner. GCllickwunfey ju Meujahe an einen Génner. Sele verehrtse ere Stratmeyer! Sum Beginn des neuen Jahres fage id) Thnen meinen Terslidien Dank fiir die oiitige Unterftiigung, bie Sie mit im vergangenen Jafre wie mandes Jabe svor in relcftem. Wage juteit werden Tiegen. Mur durd Tore 80 Hilfe it es mix gefungen, mein Studium auf dent Tedhnikum ju Ende ju fiifren und Then verdanbe ih 0s, da id) jeht die fajSne Stolle Get der ,UTifag* an- nebmen kann, Id) wei nicht, wie id) Tynen meinen Dank befjer abftatien [oll als’burd) das Geldonis, daj ith es nie- mats an Fleig und gutem Millen werbe folfen fajjen, um mid Ther Wobliaten wiirdig 3u erweifen. Tehmen Ste bitte diefes Derfprecjen mit den fer5- Tidjten WiinfeGen fie The Wolergeyen im neuen Jahe enégegen von JIjrem Sie for verefrenben, exgebenen Hans Sauerbier. Gliduwunfee ju Menjabe an die Brant. Meine gettebte Lotte! In bor Silvejternacyt fof ich mit jwei Cieben Freun- den in der Weinftube von Cutter & Wegener. Als die ‘hohe Stanbufr 12 mat féifua, fprangen wit vor unferen. Stiihlen und ftiogen mit dem Sprud) ,tas wir Tioben!” unfere Glifer an, Sie waren gefillt mit Herrliem eifen Bordeaus. Exinnerft Du Dich, liebe Cotte? Wir tranken den- felben Wein Sifvefter nor einem Jahre, als es ans ver- génnt war, 3uammen zu fein. So waren meine Ge- danken bet Dir; Du fafelt auch jeSt im Geifte an meiner Seite, Glaub’ mix: Id) war ein fehlechtor Gefellfhajter; nit das eine Glas Wein um 12 Ube, nein, jedes trank ig) nux exfiilt von dem Gedanfien an Did, mit Wiinfden an Dig, in Sehnfuct nach Dit, Mddte Dir bas neue Jahe Glig und Froude beingen, einen einen Ceil mu beffen, was id) Dix wiinfde oder was Du verdieneit — ann ‘witreft Du reid) Gefdjonke Wenn ich mum fiix mich nod einen Wunje) hingu- fligen barf, fo ift es der: Machte es mir gelingen, im Der penatenrete. € eal néicften Jahre gut su verdlenen (jut, wie profaifih!, lum unfere Hocjeit ju ezmogticyen. Dloge es mix dann pater auch vergdnnt fein, Dich aang glicetid) 3u machen, So fiat die Jagd nach dem Golde dod) einen Fofen und ideaten Swe Tun Tebe wohl, meine tiebe Sotte, Je} abe ein Armband Geigeleat, vom dem ich hoffe, dag es Dir ge- fallen wird, Es griift und fiigt Dic) Dein Did von Herjen tetender Exwin, Hurjes Danhjchreiben eines Dorgefehten file einen Teujahes-liidwunja, Sel geefter Herr Biitget! Die mit fivermittelten Glidwiinfihe jum neuen Jahre haben mich febe gefzeut. Hiermit faae icy Then dnfiie meinen feften Dank und ermitere die Wiinfije ait} forslidite Hodachtungsvatt Hurt Wagner. * Gefelligkeit und Reijen. Einfadung gu einem wlittagelen. Sehr geehrtor Here Schuts! Sie wiirdon mic) und meine Frau fore exfreuer wei Sie wns morgen Miting ju Cif die Chee Ihe Befuhes suteif werden fajfen. Wir haben einen jungen Amerifiancr su Gaft, dex dic deutfdye Speacye mre foo mangelfaft Hehersiaht, Ee ift gleidoiel cin aufer- orbentlid) gebildeter ‘Menfih, ber tro feiner Jugend bereits einen feitenden Doften in einem grofen Unter- nefmen feinee Heimat inne fat. Da wie wiffen, dab 82 Sie an ber ,Heuen Welt", tefonbers deren wirtfdaft- Tien Fragen, don Lebhajtejten Antetl neymen und iiber- dies des Englijdjen ausgejeidinet miichtig find, ver- Fpreden wie uns von Threr Gegenwart einige genup- oldie Stunden, Wir rednen bejtimme auf Thee freundtide Sufage. The fey exgebener Ridard Kas und Frau, Einfadung jum Fiinfule-Cee. Siebe Seau Holmannt Am niidjton Freitag gebe id vinen Finfule-Tee. Id} wiixde mich febe freuen, wenn aud Sie dasu er- [deinen médjten. inige andere wnfeter Froundinnen haben faon jugefagt. Id hoffe, das wir ein paar an- regende Stunden verieben und griife Sie herslich ‘Thre Johanna Jakobs. Gintadung sum Abendbrot, Lieber Herr Ruppert! Meine Frau und iq widen uns fee freuen, Sie am Samstag Abend sum Abendsrot bei uns zu fefen. ‘Sie werden noch Heren Rulmann, dor ja aud mit Tonen befreundet ijt, hier finden. ‘Mit vielen Griijen von den Wetnen und mir Bie Walter Sticker. inkadung ju cinem Hausball, Sefr geehter Herr Krauskdpf! Unjer Familienrat hat befdlojfen, alter Ueber- ioferung getreu, aud in diejem Jahre wieder cinen 85 Housball ju veranftalten. Er foll unter dem Ceitwort -BHausball bei Roffies" cine Reije von Damen und Hereen in frohem, tuftigen Kreife vereinigen. Wir widen uns gang befonders freuen, wenn Sie uns 3u dicjem Ball die Ehee Thxes Befudjes exweljen und in einem Gnguge exfcheinen widen, der fo rafihe: mafig wie méglid) fein kounte. Eine Ansa tans- uftiger Rafftetoditee jteht sux Derfiigung, fo dap es an Untechattung nidit feblen wird, Falls Sie an unjerem Housball teifnehmen werden — und wit rechnen beftimmt damit — bitten wit um funrgon Befigetd am Fernfpreder Mit freundiidem Gruj ye Exnft Sdjiemer. Dank file eine €inladung. See geettter here Klaujent Mit vielem Dank teile ie Ihnen bierdurd) mit, dof id) Threr flebenswiixdigen Eintadung jum 15. 0. Mts, gern folgen werbe. Ih bitte Sie, mid) Tyrer Gattin beftens zu empfebten, und verbteibe mit Froundtichem Grup The gan5 exgebener Kurt Hagel. Abjage auf eine Cinladung jum Fausball, Sehr geeheter Hert Schirmer! ‘Thre Freundlide Gintadung abtehnen ju miifen, be- dawre id gang auferordenttid und um fo mebr, als mix durd meine Tigitteiiname ficherlich der Iujtigite Abend bdiefes gangen Winters verloren geht. 84 Teh Pechvogel abe mit geftern beim islauf eine Derftaudguing des finken Fupes jugesoaen, die mig) nue {téfmend und fhimpfend tm Simmer herumbumpetn Lge. Daf id) unter folden Umitinden die Cansbeine rwfen {ajjen mu, ift mix [dmersfidh gemuig. Hod mebe aber vevbeieft mich, bah ih iiberfoupt dem ,Gousball bei Roffhes” fernjubleiten geswungen bin, “da id ducdh meine miicrifehe Stimmung gan3 cewif nicht sur Be- bung der Feftesfeoude beittagen wilede, Jd bitte alfo baum, meine AGjage mit der Der- ficherung entgegennehmen 3u wollen, bab fie gangs und gar non dex Tot erywungen wurde, Konnie id) mu, wie Kd) mbehte, Jo wilede id bejtimmt mide feblen. ‘Mit den bejten Griigen ‘The exgebene Otto Krouskorf. Ginfadung su einem Theaterdefud, Derofrtes Friulein! Six das am Donnerstng im fiefigen Cheater ftatt- findende Gaftipict des verlihmten Schaufpielers Baljer- rman ftehen mix brei Kavten sire Derfiigung. Da Sie vor furjem in otnet Gefellihajt Geilaufig auferton, da Sie Bajjormann gern elnmat fefen miiten, exfaube igh mix, Sic und The Fedulein Sdywelter Hefti gu der Dorftefung eingulaten. Teh wilrde mid augerordenttidh freuen, wenn mie die Chee Ihrer und Theer Frduletn Scywefter Gofel- {aft an dicfer Abend suteil wide. Ihre gitige Sujage vorausfegend, médite i torum bitten, Sie am an- egebenen Cage um 7s Uhr mit tem Wagen abfofen 3 biirfe. Mit worsigticher Hocrachtung The felt exgetener ‘Feiebdvidh Ley Ginladung sum Bojud) einer Ausitellung. Seb geehrier Herr Strotmann! Am nidften Freitag wizd in Kom die rane druceer-Gusitellung eviffnet. Jd) habe Gente aul ne Rae daly pie Schau Thre lebhafte Antetinayme sapere i gum Kreis der engeren Da lift Se Eustotng om Grdfungsiane be rue SS the Suet am Gxffmasan lige enguteden Bel toweeabe ones sages wird der Bejuc) vielleidit bojonders antegend fein, Jap felbft qiaube, bei diejer Gelegenheit aus Thren weit- Felgenben Meunnife uf Sienpestieey ond tet eas soe a Ronnen. Die gemeinfame Reife af, wie tg anaes Fle blk Tuten fein kénnen. . eee iste set Id) bitte Sie HOflich, mix bald ‘Mitfeilung su maden, wenn id) suf ‘Jive Celinohme sedien een aed miipte ich allerdings die Forberung an Sie itelen, die Sorge um die awirt{chaftlicjen" Aingelegenheiten ganz ‘und gar mir 31 iibertajjen und mtr damit Gelegenheit GH geben, endlid) dic vielen Freundlidkeiten, die id $Teen gu tenen hte, 30 cheat Bets aaa bed ae 24 aribe Ste mit vorgiigtider Hodadtung The Karl Dimmer. Ginladurg ju einer Hauseinweigung. ‘Wein tebe Freund! Hun endlich ift mein Dunfe, ein eigenes Haus su Sefigen, exft, Bel ben feutigen Derhllinifen it bre Gimweifung eines Haufes ein Eteignis, dem fie das 86 Seben grofe Bedeutung suommt. Und ba Duy mein fieber Freund, ftets an aller, wos meinen Lebensweg belraf, ten [ebhaftefien Snteil gonommen fat, fo bin i gewif, bof Du auch diefe Freude mit mix tellen und der Einteifung meines cinjaden Hiusijens, die im engften Freundesteis vonftatten geyen wird, betwoknen if. Jd erwatte Did) und Deine tobe Frau am fommen- ten Donnersteg. su elnom fleinen Frit, as wie uum erffen Male im neuen Heim gemeinfam etnmehmen wollen, In Deiner und Deiner Frau Cetnalme wide igh bas fix mich exfeeulide Selden exblicien, da The ud) in Suleunft mit mix durd die Bande der Seund- [oft verkniipft fein und om atlen Freuden and elfen Seiden, bie miz im neuen Haus widerfabeen, telfnetmen verte Mit hergfiden Grtigen Dein treuer Georg. Einfadung sur Ceitnahme an einer Uclaubseeife. See gechrter Here Coxmann! In Erinnecung an die pradtvollen Uclaubseelfen, die wir in friigeren aheen sufammen in die Bayerifcyen Fodalpen unternahmen, ridte id) dle freundlide én- frage an Sie, ob Sie aud in dicfem Jar wieder einen Sommerausfiug mit mit jufammen madjen wollen, Da id Keine bofonderen Wiinjdie gabe, kinnen wit uns Ieidit iiber alle Einjelheiten dex Reije ver- {tlindigen, Id} wwikrde mid) fede fteuen, gemeinfam mit Ihnen wledex einige Wodjen der Erholung inmitten der ftillen Matur verbringen ju hénnen. Gs erwartet Thre balbdige Antwort und griigt Ste herslich ‘Ihe alter Reifegenoffe Alfted Waumann, inladung sum Schiigentet Lieber Lorens! Du bajt mix fon oft verfproden, mich etnmat ju Lefudjen. Bis jest hate is immer vergebligh gewactet, bof Du Dein Wort eintsfeft, Thm ift niciften Sonntag ‘ioe Sehiigenfolt, Dag einem folden Felt Get uns cine Gans anbere Bedeutung sugemeffen witd, als bei Eud in ber Stadt, Rann{t Du Dir denten, €s'ift ein mares Dolkisfeft, an dem unfer ganjes Stididien tettnémmt Dau Inde ich Dic) hiermit cin, Aber te) bitte Did, biefes Mat nicit wieder mit einer Entfeputdigung 3 Rommen. Kein Grund daxf nun fiir Did) wiehtig genug fein, um Dic) absuhatten. Ich weif, dak Du Dich bier wohl fiihlen wixft, denn Du bift gern in Gefellfaiaft uftiger Mten}qen, Ich hoffe, bag tt Did am Samstag Abend oder Sonntag. fell) an unjerem Bahngof abfolen kann und geiife Did) injwiteen als Dein Freund Theo. Ginladung ju einem Ausfluge, Tieber Cudmig! Am néicften Sonntag mace ic) in Gefottfast einer Lefreundeten Familie einen Cagesausfiug nad) Riides- elm. Wir witrden uns fehr freuen, wenn Du Dich uns anfelichen wolltelt. Es biirjte edt jajin werden, und mir brauden fiir diefen Gag weiter nidits als gutes Wetter. Froffinn und gute Caune hat jeder felbjt mifgubringen, Gelfe bitte mit, ob Du don Gusflug mitmaden wilt Dann werde id) Dix nod} Ort und Seit der Gofabrt bekannt aefen, Es guiift Dich herstich Dein Freund fans, Einledung ju einem Wiederjehen. Siebe Johanna! Endlie) bictet fic Getegenteit, uns cinmal wiedor- jufelen. Morgen reife id) ju meiner Cante nad) Kéln, um dort meine Ferien su verbeingon. Dabel komme id) aud) durch Deine Heimatftadt. Mein Sug iff um 12 Ube mittags dort und hat eine Halbe Shunde Gufenthalt Id wikrde mich for Feewen, wenn i Dich tm Warte- jaat 2. Klajje traje, Wenn es Dir méglidh ijt, dann Homme bitte. Dix féunten wns dann nad einem Seit- roum von bret Jajten wieder einmat fofen und seedn. ee he ethane ost ots ates: wan leg te ‘urjes Wiederjeten gritpt Did Deine Freundin Elifabeth, Einfadung jue Weinernte. Sieber Gultan! Ticfte Wore werden fier die Weinherge gedffnet, and dann Rann mit dee Weinfofe Begonnen werden. It den fehen Jafren oft Du immer tiditia mitgeforfen, die Ernte eingusringen. 3h hoffe, bof Du gern ju ums foram, und fate Dich aud fice dees Jaby sue Crauben- Tefe ein. Die id gehirt fate, beginnen in einigen Tagen Deine Herbjiferien, Wenn Du will, fo Ranntt Du dann fofort Hierher xeifen. Du bift immer herslicy willkommen, Es griift Dig Dein Onket Grid Sufage auf eine Einfadung jum Saigenfeft. Steber Choo! Diefon Dank fiit Doine Gintadung sum Sdpiigenflt Dicfes Wal verjprede id) Dix, gang beftimmt gu Bg hommen. Ie) freue mich fajon auf das Foft, denn id ‘habe nod nie ein foldies mitgemadt. Du kannft mid am Sonntag fuiif) ecwarten. Mit ferslicem Gruge verbleibe id) Dein Freund Corens. Sufage auf eine Einfadung jux Weinernte, Lieber Onfet! Dein gitiger Brief fat mie grofe Freude bereitet Sel6ftverftindli nebme ich Deine Eintadung gern an. Ich werde, wenn ich Urlaub habe, fofort mein Kaffer- Gen padken und ju Dit an den Bhein fabeen. Dann follft Du ftaunen, wie tiidtio id Get der Craubentefe bin, Im foufe'der Iabre habe ic mix darin eine gewife Gofcidtisett ermorben, Hauptféiclic) aber tm Teaubeneffen. Diele Griife und auf ein barbiges Wiedeefefen!’ Dein Uoffe, Kurt. Empfehlung file feeundlidie Aufnahne als Befudh, Steer Hore Doktor! In det kurzen Seit unferet Bekanntfepaft haben Sie und Thre verehete Frau Gemadlin mix fo vlele Bewelfe Threr Freundlichkelt gegeben, dof id) os nicht als zu Aiibnes nfinnen glaube Geteachten yu milffen, wenn ic) Ste fierdurch Hoflidft darum Oitte, meine Tidite, dle im Movember ftir einige Cage die dortige Mufiefciule bo- fudien wird, um eine riifung abjulegen, freundlic) be- freven st aolfen. Sie Rennt in @. nfemanden nd wiirde fi atfo woot nur mit manchen Schvierigheiten in der. srofien Stadt Eewenen Rénnen. Wenn aljo Sie, licker Herr Doktor, und inste- fondete Ihre verebite Frau Gemaflin fick des jungen Maddens annehmen wlirden, fo wilrden Ste mide nut 90 mix damit eine Gefitighelt erweifen, ftir bie th Thnen im voraus Yerslid) danke; fle wiirden aud) oie ein menig angfttien Cltern meiner Hichte aller Beforgnis entjeben. Jd} bitte Sie HAALidh, mix Befdheid jukommen ju {ajfen, ob ich die junge Dame Threr freundliden Be- treuung unterftellen darj. Der Cftern und meiner Boreitwitligheit, Ihnen mit Gegendienften jeder Art ftets dankbar jue Derfiiaung gu ftehen, diirfen Ste erfigert fein. ‘Fhe exgebence ‘Seong Straus. Entfequtbiguag wegen eines untertafienen Befudies. Sieber Kart! Du [eireloft mix in Detnem febien Bele}, Du Hittelt es mit felje titel genommen, oa te} Did) bel meinem Tobten Gufenthatt in Marburg nid befudt habe. Ie bitte Dig) biefmats baru, 3u verseifen, da der Befuch unterbtied, Mein Dunjay war, Dich nach Exfediguna meiner Geféhafisangeleaenetten aufgujugen, um einen Abend mile Die gu vevleben. Te) frente mid fdjon_ auf unjet Wiederfehen! Da ricf mig) ein dringendes Tele- gramm meiner Fitma fofort nad Bremen sure. Teh imupte nog am fetGen Aoend fortfatrer, um sue veden Bolt am Siefe su fein Tina mie darum mein Derfiumnis nit bet und {ei beltens eeatiift von Deinem Freund Hut, Dank fiir Gafefreundfaaft Sofe verofjter Here Scctt! Hadidem ig wieder in die Stadt suriichaekenet bin, mddite id) Ihnen fit alle Thre Gite und Ciebe, die Ske o1 mit wiilrend meines mefrmichigen Aufenthattes in ‘Theem galtfrewndtiden Haule exwiefen haben, nodmals meinen tivfempfundenen Dank aus{preden. Weld Herelidie Woden waren es doc, dic id im frohen Keelfe Ihrer Lieven, verwifmt und femuttert, yu- Gringen burfte! Seitdem ic) vor mofroven Ialprjehnten mein Elteenhaus nerlajjen habe, hatte ih fo {chine Tage nicht mehr verfebt. Das Dajein eines Alteren Junggefelten it arm, und felten findet ee Men{cjen, deren marme Herjen itm eine Cinfambeit vergeffen Iaffen. Bei Ihnen befand id) mild} unter Menjcjen, deren Hergensgiite einem olden Ginjamen eine Reimat 311 geben vermag, eft mug mid die Erinnerung an die féhinen Wochen fiber das einténige Grau des Alltags Ginwegtragen, Iq danke nodmats herslich fiir Thre Liebe und erbe ftets bleiben ‘The treu ergebence Withotm Keamer, Gin Reljebrief Goethes. Rom, den 7, Hoveriber 1786. Tun bin ig fieber Cage fer, und nag und nag tuitt in meiner Seele der allgemcine Bequff biefet Stabt fervor. “Wit gefen fleibia hin und wieder; id) made mie die Plime tes atten und neuen Roms bekannt, hetracite die Ruinen, die GebGude, befude ein und die andere Dilla; bie qeiften Merkwiirdiakeiten werben Ganj Tangfam Gehandett, ig tue nur die Eugen citf und fee und gee umd Romme wieder; benn man Kann fidh nur in Rom auf Rom vorbereiten, Gelteten whe dod, es ift ein faures und trauriges Gefshéft, das alte Rom aus dem neuen eraussublauten, aber man mug es denn bod tun und gulest eine unjijajbare Befeie- 92 Yigung hoffen. Man srifft Spuren einer. Heceticiheit und einer Serjtérung, die beide fiber unjere Beariffe Gefen, as bie Bartoren fiehen fiefen, haben ble Ban- ‘meijter des neuen Roms verwiijtet. Wenn man fo eine Criftens anfieht, die sweitonfend Tnhee und dariiber alt ft, dure den Weshfel der Seiten fo mannigfaltia und von Grund aus verindert, und tod nod) derfelbe Boden, derjelbe Berg, ja oft dicletbe Stile und Mauer und im Dotke nod) die Spuren bes alten Chavaliters, fo wird man ein Witgenofje dex arofen Ratfeliife des Sdhidifats, und fo wird es dem Beteadjter von Anfang an [ehwer, ju entwictetn, wie Rom auf Rom folgt, und mice allein das neue auf das alte, fondern die verfdiiedenen Epochen des alten und neuen felber aufetnander. Jey fuche nue exft felbft die Nalbuerdedtten Puntite ‘jeraussufiiften, dann faffen fi exit die fdhinen Dor- abeiten echt vollitindig mufjen; denn fett dem flin}- jebnten Jahrhundert bis auf unfere Tage aben fed) irefflide Kiinjtler und Gelefrte mit diefen Gegenftanden gy ganges Seten durch belchaftigt. Und diefes Unge- Jjeuee wiekt gans eubig auf ums ein, wenn wie in Rom Fine und foreilen, um su den Haden Gegenftiinden ju gelangen. Anderer @eten mu man bas Bedeurtende auffudjen, fier merden wix davon iiberdednat und tiber- fii. Wie man ceht und jel, setat fi ein fandfchaft- liges BilO aller Gxt und Doife, Palate und Ruiner, Garten und Witbnis, Fernen und Engen, Hauscen, Stille, Triumphbdaen’ and Séuwlen, off alles swjammen fo nate, dag es auf ein Blatt gebeacht werden kinnte Man mapte mit taufend Grijjein freiben; was fol hier eine Seter! Und ijt man abends miide und er- iqSpft vom Schauen und Staumnen Goer. Aluskunjt itber Dohaungsverhiitniffe und Empfeblung. ines miblierten Simmers, Lieber Derner! Du follft nun aljo die Stelle eines Budhhatters bei der Firma Hriimer A Fugs iiGornefmen und will Gustunft iiber unfere Wolmungsuechiitnifle haben, Im allgemeinen find hier in Whindhen ja woht Simmee 3u Yaten, da man auf tegen Fromdenverkete eingeftellt ijt. Bugenblidilid) ijt aber die Tiadifeage befonbers grof, denn es wurde gerade die Kunfiausftelfung im Glaspalajt exdffnet, und auferdom fat focten das. Semofter begonren, Immerhin Rann iG aber durd Dermittiung meiner Wirkin ein feones Simmer fiir Dich dokommen, Es hat flichendes Waljer, elektrifihes Cidt und Gelsung, aljo alles, was Di wiinféjen kannft, und Roftet ofne Mlorgentiaffee RUT. 40,— monatlic. Augerdom eat es fajt im Mlittelpunkt der Stadt (Kaufingerfte., in der Ube bes Warienpiages). Id) nam an, da Dir divfes Simmer jujagen wiirde, und habe os junddhfe far Did ighar alien tajjen; gib mir aber Gitte innerhalb einiger Cage Tadhricht. Gs griift Dich freundlichit Dein Hans, GExhundigung nad} einem Sémmeraufenthatt, Sebr geohtter Horr Sauer! Metne Frau und ich Goabfichtigen, im Juli fix einige Woden in die Sommerfrijdhe ju fabeen, Jd ditderte dfter die Sdinheiten bes Harslandes, ble id von meinen aefdhiftlidion Befuden bei Iynen_ in Biankenburg her kannte, Wir haben uns daraufhin cxf Trofeburg geeiniat, wiffen aber nod nicht, wo whe dort abfteigen &énnten, o4 Uns fieat befonders an vollkommen rubiger Cage bes Haujes, das aber nod) jum eigentlicen Ort aehéren follte, Im Fiigeet werden das Kurgaus ,Wilbjtein" und das Frembdenheim der Frau Prenge bejonders empfohfen. Da Sie ja wohl after gelaidjetig nag Crefobueg kommen, nehme id an, daf Sie mir dariiber Auskunft geben kdnnen, ob eines diejer Haujer unjeren Wiinfdjen entipricht, oder ob Sie ein anderes befonders empfefien ‘Rénnen. Mit verbind{idem Dank im voraus bleibe ic, Sie bejtens griifend, The Hermann Gonttens. Abjchiedsbeief an eine Freundin vor der Ferienrelfe. Siete ore! Die Ferienjeit it ba! Morgen reife ich mit den Gitern nag Merdernen, um dort den Urlaub ju ver bringen. €s wird eine 3vit ber Ruge und Ausfpannung fein, Geltern nadimittag Ipradj id Gel Dix ju Havle vot, um Did) su einem Spasiergang absuboten und mich jugleld) von Dix zu verabjdjieden. Ceider traf ich Dich nicht an. Mun mugt Du [don mit diejen Abjdiedszetfen vorlieb nefmen, Jd werbe Dit von Uorderney aus fdeiten, — aber auch Du darfit mid) nicht vergefen und muft mix immer bald antworten. s gviift Did) innig Deine Freundin Hilde. Abjiedsbrief an cine Freundin nach einer pléptidyen Abreife. Liebe Helene! Boute friih erhielt id unerwartet die Tacridit von der pligtichen fdhweren Erkcanfung meines Daters. 05 ‘Ich verlor Reine Seit und fubr fo fdimetl wie migtidy hag) Faufe, Leider konnte fd) mid) vorher nit mehr von Dit veraifchieden. Desialb médhte id Di mun Jepriftlidy Sebewokl Jagen. Wahefijeinlidy werde idh Hingexe Seit in ber Heimat bleiben, mindeltens aber fo Tange, bis id) meinen Ticben Dater wieder gefund ge- pileat tabe, Mit herglidem Gruj Deine Freundin Maria, Brief cines ins @ustand geveijten jungen Mannes an feinen Bruder, Sieber Bruder! Endtid) fomme td) baju, Dix ju feetben, Du wielt gewif feon auf einen Brief von mit gewartet aber. Es war mix jedod) nicht méatid, Dix fdiueller Macheidht aU geben. Die Reife den Rhein hinunter bis yur Grenge war pragtvoll. Wir atten fénjtes Sonnenwetter, —an- genebm war es, daf der Sug nicht iibermapia flack befebe war, fodag gar Rel Gedriige ferx{aite. Die Paj- und “Gepiicepriifung an det Grense war fdynell iiberftanden, Es ging alles glatt vonjtatten, J fatte nod ungefiige swet Stunden ju fahren und mor dann am Siele Die Stelle in dem fiefigen Handelshanfe teat id aleid nach meiner Anbunft an. Es ift ein viet axdperes. Unternehmen, ols id) qeglaubt habe. Id) kann, was ja fiir mid) die Hauptfade tft, ter nod vieles fermen. Don der Stadt folbft und ihrer Umgcbung habe id nod nicht viel gefefen, da meine Seit bisher gang von meiner Gebelt in Anfprud genommen wurde. Bis jebt habe ich nod keinen Binfcrluf bei gleidgefinnten jungen Seuten gefunden, Ich bin vorlaufig gans auf mid) 06 angewiefen, und in Gebanken bin iG viet bet End su Haue. Sone Rann id mich aber recht oR filfen, weit ig cin jajdnes, gemiflides Simmer gefunden abe, das auch night 3a tence ft Laffe mid Hitke nicht etfyn fange auf etne Antwort warten, Giles, mas Du mir aus dex Heimat mitteifen irft, wicd mit mertvolt fein. Gulige die Eltern Hersch und fet aud Du herslieh segtiift vor Detnom Bruder Karl, Abfehiedsbrief eines ins Gustond Reijenden an feinen ‘Sreund. Sieber Sib! Heute abend werde id nach Hamburg reifen und morgen fri mit tem Dampfer Ancona" die alte Fein vevfojen, um einet neuen enigegensufateen. 3c) bedaure es Joke, taf id) Did) und Deine citer nicht rmefe auffuden fonnte, am Eu perféntidy Cebewoht su agen. Gern hatte i allen not einmal sum Aided die Hand gedrickt und uc fiie oll bas Gute gedanet, das ‘The mix immer eemiejen abt. Ulit Depmut ge- tenke id) der fepénen Seiten, die id) in Curem Heeijé verleben durfte, Ihr marot immer fo gut und Liebevoll gu mix, dof ich vergag, ein Fremdor in Euer Stadt ju fein, Timm besfald nodmals meinen auftiditigen Dank entgegen und fage Detnen Eitern, bap ic) immer an Gud) tenkien werde, Wenn ich mein Stel exxeleht habe, dann werde id Diz rede bald meine neue Lmgebung ausfilelich {ehilbern, Lind man jum Schlus faie id nod eine aroje Bitte an Did: Scqretbe mic rest oft! Du weipt, rie feqe man fic) in ber Srembe fiber jede Botféajt on Freundesand freut ‘Der Deisoieneiae 7 o7 Lebe wotl, fieber Frig und Bletbe gefund. Griige Detne iter’ von mit, und fei Du recht yerslicy gegriigt von Deinem Freund ugult. * Keankheiten und Shicsjalsihlaige. Miittellung Séhillers an Goethe fiber die Erkeanfung feiner eau. Seit dem Abend, als id) Thnen sulebt fehrieb, sft metn Suftand feb teaurig gewefen. Es fat fid) nod in ber- felben Had mit metner Frau verfeslimmert, und ihee Sujaille find in ein Formliches Tervenfieber tiber- gegangen, das uns febx in Ang{t febt. Sle hat swar flit dle groge Erfehdpfuna, die fie ausgeltanden, noc viel Krifte, aber fie phantajiert [don feit oret Cagen, Jat diefe ganze Seit fier Keinen Sihfaf, und bas Fieber fit oft fone ftark, wit dweben nod immer in groper Aingit, obsleicy Starke jebt noch vielen Croft atbt. Wenn auch bas Aerglte nicht exfolgt, fo ift eine tange Sdhwiidhung unvermetdrig ‘Id Kabe in defen Tagen febe gelitten, wie Sie wohl denfien Rénmen, dod) wirkte die Heftige Unrube, Sorge und Sclaflofighett night aut meine Gofundgeit, wenn die Folgen nicht nosh nadhkommen, Meine Fea kann nie alfein bfeiben, und will niemand um fic Ieiben, als mid und meine Sdwiegeemutter. Thee Phantayien gefen mix durds ery und unterbalten eine ewige Unrufe. Das Kleine befindet fie) Gott Cob wohl. Ohne meine Schwiegermutter, die feiInehmend, rubig und be- fonnen tit, wiljte te) mix Raum su helfen. Leben Sie red wohl, id) wiiede feb getrdftet fein, ‘Sie bald ju feyen, ob icy Sie gleic) bet fo ungliidtichen Amftdnden nicht einladen dary Seiler. 08 Nadeidht von der Erkrankung des Benders. Set geebrter Hert Sward! ‘The Here Bruder, mein Ceber Freund Otto, wurde vot einigen Tagen von einer Grippe befallen. Diefe hat figh foit gelteen aGend etwas verjeilimmert, fo daf id es mtdht Linger verantworten kann, Sie ote Tadhricht 3U laffen. bgleig nag Ausfage tes Arytes unmittel- Dare Lebensaefabe nicht beftedt, Jo feke ich doch den Suftand ttos nicht gang olme Beforgnis an und haite die Gegenwart eines joiner niidfien Angehdrigen flix fer wiinfijenswert. Id) habe Otto totic) befudse und aud) einige Tidite bei iqm sugebradht. Da ich aber togsitfer meinem Beruf nadhgehen mu, Rann ic) mich i feider nicht gans fo eingefend widmen, wie i das mohl médhte, Otto wird gegenmietig von einer dilteren, exfatrenent Sdiwefter hetveut; ex fat auc} felbjt den Wunjeh gediufert, da Sie ihn dou) befudien médhten. Teh foffe- und glaube mit Suverligt, aj Ditos hriftige Mature die Krankheit ‘iberwinden wird, befon- ders dann, wenn ihm ein Derwandier nate if Goben Sie mit doc) site dxabttic) von Ihrem cin- freffen Kenntnis, damit i@ Sie am Bato} obfalen Rann, Jd mddite aud) Otto gern redht fdimell die freudige Taditicht von Ihrem Kommen_ ithermittetn. Sie wird ficierlish feine Wideritandsteatte exteblich jticen und ifm die Krankieit Befiegen fafjen. Idh begriife Sie unbekannterweije herslich als The exgebener Gujtaw Sehutse Gliidwounfeh sur Genefung eines Freundes. Sieber Hans! ‘Ich war beftiiest, als ich den Brief von Deinem Bruder orhitt, in bem cr mix mittetite, bof Du fewer erkranke feicfl, Don da an Ronnte id) os Raum mobe 99 abwarten, bis wieder eine Madyridit liber Deinen Su- jtand eintray. Tun fefreibft Du mix heute fetbft, bag Du wieder gang Hergeftollt bit. Gott fot Dank!’ Du kannft Diz nig vorftefen, mit weldher Sreude mid Dein Brief exfillt Hat. Joh wiinjdje mux, dof Deine Gefundgett febt wirhligh gefetigt tft. Dor allem adjte dacau, da Du fede Ucterarbeitang vermettelt. Jd weig, das Du immer bereit bift, Dit_mebr Brécit oufzubtixten, als Du teagen Rannt, Du will andern die Arbeit exleichtern und holt fetbit nur Schaden davon. Set alfo vorfidtig, damit Did) nicht etwa ein Ricefall von neuer auf tas Krankenlager wirit Sei in alter Sreundfehatt herstich geaetipt von Deinem Otto Dankjdixeiben fie Unterjtigung und Anteitnahme wiifeend einer Keantifeit. Lieber Onket Heins, liebe Tante Dautat Heute burfte ich jum erjton Male wieder einen ffeinen Spogietgang maden. The Hunt Gud) gae nidht voritelfen, wie einem 3u tule iff, wenn man nad} fo Tanger Krankijett wieder ins Frele Rommt, Wie feeut man fic) der die Sonne, das Griin der Blatter, fiber jebes Laden, bas einem von der Strobe enigegentini! Und wie habe id) mig fon mibrend meine Krankhett fiber Guten Befud) aefreut, iiber die Dakete, iiber Cure Eintadung nad Winder. Loft midh nod einmat danken fiie alles Gute, das The mix erwiefen gabt und eld hetsliiit gearifft von Guten Walter Unhrieht von einer fehweren Erkeankung dex Mutter. Sieber Bruder Otto! Wir miiffon uns wom! auf einen faweren Sdficefats- fehlag vorbereiten. Dor einigen Wimiten Hat mir der Aczt nahesetest, unjore Hoffnung nicht mote allyu od) ju fpannen. Du wirit fidier Geftir;t und betviibt fetn, weil Du exit jeht erfiiqeft, tof es um unfere fieie Mutter gar nicht gut [tebt. Als id) Dir vor einigen Tagen fepried, dof fie fic) etwas fermad) fille und einmal fiit eine Wode das Bett Hiten wolle, ba vedmeten ja aud) wi damit, dag fie rect bald wieder motauf fein witede. Selt vorgeltorn abend wurde die Atemnot tirker. Der Axjt_verorbnete goftern morgen nodmals anbere Mittel. Id) fragte heute fil eindrinatice, ob er fic) davon einen ficheren Erfolg verforeden Rénnte. Er ftellte mix cin offenes Urteil hel Gefegenhelt bes Tad). mittagsbejudes in Ausficht. Diefes tra} mid nod immer hart, obwohl id} es nad meinen eigenen, Beobnahtungen Raum mebr anders hytte erwarten biirfen, Mace Did mun bitte fo fell wie irgend mésliy feel. Wir redwen alle auj Dein Gintveffen mit bem Mitingsfaimettguse. lit erglichen Griijen Deine Sdhwefter lara, MlitteHfung vom Tode des Daters, ‘Mein fieber Bruder! Wenn Du dicfen Brief evfiittft, dann mice ber Allmiicitige Dir Croft im Deinem Sdmers geben. Unfer gute Dater ift fooben ploglic an etmem Hersfdilage gettorben. Ex griff jum Fornfpredier, wm elnen atten Freund anjueujon, Rigaed und id) fajen bet im im Simmer, 101 Wir Jahen ploslidh, wie der Héter mitten im Gefprieh feinet Hand entalitt und fic) des Daters Kopf auf den Tifeh neigte. Er war fehmerslos Hiniibergesangen. So daxfft auch Du berubigt fein; wir alle haben fein Tebtes Wort mit thm weefetn kénnen. Moge der Himmel Dit Kraft verfeifen, da Du, ber Du dem guten Datex nidht die tepte Ehre erweifen Kannjt, in der Ferne Deinen Wut und Deine Cathraft Bebiltft und dined weiteres Dormiirtsféhreiten, tem Wadljprud unferes Daters: ,Durc) Wolken gu den Sternen empor!* getteu, das eid tiberwindelt. Unjere Gedanken find in diofen Cagen bei Dit, und wit wiffen, dap die Deinigen mit wis um den bejten Dater fein werden, den Kinder ifr eigen nennen omnten, Sei aud) fiber Meere Ginmeg ftets verfidiert der briiderlicien Ciebe Deines Paul. Mlitteitung vom Gode einer Derwandten. Sieber Abert! In Eefiillung einer trawtigen PHlidt telle i) Dir mit, dof unfere qute ante Klara heute nade 11 Ube von ihrem Cangen Siedgtum dur einen kurgen fanften od erloft wurde, Du weift, dng ie Leben cine Kette von febweren Seiden war. Mun if fie von allen dualen exl6ft, Die Beerdigung findet am 16. Mlai, nadmittags viet Ube ftatt, Denn Du trgend kannft, fo wirlt Du toc) gemif, Rommen. Es uiipt Dich ferstich Dein Detter Bugutt. Gedeudite Todesangeigen und Uadjenfe, Cobesansetge. Gott dem Altméiditigen Hat es in feinem unerforfch- iden Ratigluffe gefatlen, geftern abend 10 Uhe meinen fieben, unvergeBliden Ulan, meines Kindes treu- forgenden Dater, unjern lieben Bruder, Schwager und One, den Kaufmann Otto Kilp ju id) in die Ewigkett su nohmen. : Gx ftarb nad kuxzet, fehweree Kranfhelt, geftickt mit ben Tréftungen unfecer leiligen Kiede, tm Alter on 52 Jabren ‘Im Tamon der Angehrigen Frau Abele Kilp, geb. Thon Stargard, den 12 Wai 1930. Das feierlicie Seelenamt findet fintt am Freitag, dem 16. Mai, morgens 8,30 llr, in der Hers-—Jefu- Hirde; anféliefend die Beordigung vom Trauerhaufe, atterfirage, cs Pracsife jemand cus Detfefon fee bsfonbere Busine ethalten, fo bitten mir, dieje als foldhe ansufefen Todesangeiae. Heute frih 6 Uhe vexfahied nad tangem Keanken- Iaget im Alter von 60 Jahren mein geliebter Tann, unjer fersensguter Dater und Gropuater, ber Sabrikant Willi Hammer Bodum, Martini-Straje 12, ben 6. April 1950. ‘Im Mamen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Hammer, geb. Keftner. Die Beerdigung findet am 9. Aprit auf dem Sid- feiebhofe fiatt. Keansipenden bankend verbeten. 103 Statt befonderer Anseige, Wioferfehittert bvingen wit die traurige Nachricht, tab mein lieber Wann, unjer belter Dater, Grofoates, Sdpwiegervater, Bruder, Siwager und Onkel Bert Franj Xaver SGubert Regierungsbaurat a. D. heute fdynell und unerwartet im 76, Lebensjale ver- fegieben Augsburg, den 12. Februar 1950. ‘Im amen der txauernden Hintecbliebenen Seokadia Sdubert, verw, Frankl, Stott feber befonderen Anseige. Der Here fiber Coben und Tod hat am Donnerstag, dem 25, Mal, meine tiebe Frau, unfere gute Mutter, Karoline Dohwinkel burg) einen fanften Tob gu fid) genommen, ‘Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Bernhard Dohwinkel, Trauerfeler im Haufe: Sonnabend, ben 25. Wai, nadmittags vier Ubr, daran anfdjliefend bie Beer digung auf dem Tordfeiedhor. Hache. Ciefbewest geben wir hierdurd Uadhridit von dem Dinfchetben tes Mitgliedes unferes Auffcitseates, bes Herzn Kaufmann Auguft Witte Wir boalagen aufs {dimerslicjte ben Heimanng des Dabingefehiedenen, der fic) burd) feine rege Anteil- 104 nahme an allen unferen Beratungen und die reff fidjerfelt foines Uteils one Derdienjte um die Gefell- Idhaft und burd) feine ftets vornehie, Ietensfrofe Axt und augerorbentlidie Siebenswitrdigkelt unjer aller cufrictigite Steundjéaft erworben fot. Wir werden foiner ftets in Creve und Dankbarkeit gedenken. Hamburg, den 2. April 1920. Auffcitseat and Dorftond ter Torddeutfijen Transport-Gefelcrat Nageus, In aujrichtiger Trance Gekfagen wit bas am Mitt wod, bem 12, Februar 1930 erfolgte Ableden unferes Betriebstetters Heren Rigard Frice. Wir verlieven in dem Entfehfafenon einen teeuen Mitardeiter, der feit 1914 unjorem Werke angepérte. Ex war wegen jeiner Erfagrungen und feines vorbild- lichen Pliteifers fowte feiner vorsiglidjen Tyarakter- cigenfdhafien cin fodefayaster und genciteter Beamter In Dankbarkeit wezden wit dem Deritorbenen ftets ein ehrendes Gebenken Hewalren Bettlider Mletathwerke 8-6. Die Direhition. Uagyenf dee Angefteliten beim Code des Geldhiftsheren. Magruf! In der Nacht vom 11, auf den 12, Oktoter entidiltey nad fangem, fchmerem Selden unfer hodereteter Ge- Idiftsqere, ber Kaufmann Maz Holttendort, Wir vertieren in thm elnen gitigen Bebettgeber, der uns burg unermidliche Arbeitsfeeudigheit und treue Diligiterfitung tets ein Dorbild mar, Sein Anbdenken werden. wit hod} in’ Ehren batten. Die Gngeftelten ber Firma lar Holitendor}. Nadeuf des Gefchiftsteeen beim Code eines Angefteltten Tagruf! Geftern verfihied nach 2sjiriger ununterdeodjener Titigheit in meinem Hanfe mein treuer Mitarbeiter und Helfer, der Abtellunasteiter Here Adolf Gutianr. Ich GeRfage in dem Derftortenen einen sufer|t tich- tigen Menfejen von offener Gelinmung und edfer Wefens- art, Seinem klugen, grofsiigigen Blick verbanke id) viele wertvolle Antegungen. Jd) werde ihm ein treues Angedeniien ewatren. Albert Fériterling. Gedrudite Dankfagungen bei Sterbefatlen, (Gls Brief ober Drusifode ued bie Poft) Dankfagun File die vielen Beweije ferslider Tei{nahme und die [ehonen Keansipenden anliglid) bes Heimgangs unferee Heben, guten Frau und Mutter fpreden wie fiermit unjern innigtten Dank aus. ‘Fronj Weifter und Kinder, Fiix die uns bel dem fefmerslidien Derlufte unferee Hieben Mutter bewiefene Teilnakme fpreden wir unjern herslidjten Dank cus. Warburg i, D,, den 2 Januar 1930. Familie Exnjt Hoppe, 106 Fiix die innige Tetinahme, die uns beim Tobe unferes: lieben Enifeilajenen in fo reidjem Mage sutei! geworden ft, fagen wir unfern horgligjten Dank, etn, den 12, Februar 1950. Familie Kart Klapper. Fiix die jablretdjen wobltuenden Boweife der Teit- nagme an unfecer Trauer fogen wit hiermit herstichen Dank. Familie Frang Cimpe, Hamburg. Familie Ernft Bog, Born, (Bls Anseigen in ber Seltung.) Dankfagung. Aitlen, die uns beim Feimaang meines tieben, quten Daters, unferes Gropuaters, Brubers, Sdhwagers und ‘Onkels Herrn Andreas Berahoff im fo ferslicher Weife ire Cettnahme bekunbeten, fet ‘auf diefem Wege innigiter Dark gefegt, Im befondexen fei aud fiir die hertlicien Kean5- und Blumenfpenben gebantt. Afdaffenburg, 14. Februar 1950. Im Tamen ber Hinterbliebenen De, Friedeicy Borghoff. Dankfagung, Tief bewegt von den uns sugegangenen gabllofen Beweifen ferjlicer Anteitnatme und den pradqtoolien 107 Kranj- und Blimenfpenden anlaflich bes Beimganges unjever teuzen, unveraefligen Gattin und Mutter Frau Elifabeth Werner geb, Sdhitte flijfen wir uns auferftande, jedem eingetnen befonters Su tanken und bitten deshalb, allen auf dicfem Wege lunfeen tiefiigefibtten Dank ausfpredien 3u dizfen Minden, 13. Februar 1950. Stubiendirektor Albert Werner mit Tochter und Sob. ‘itteitung liber eine Codesuface. Werter Here milter! Buf Iheen feeundlidjen Brief hin telle id mit, oof ter nerftortone Here Sdimooberger felt Lingerer 3cit nerodfen Stécungen gelitien hatte, Die offenbar auf die Griditterungen beim Tobe fetnes etngigen Kinbes juriidgufiibeen waren. Ee war feieplid) nidit mebe in der Cage, foinen Beruf ausguiiben und mute fic in ein Sanatorium begeben. Die Trenmung von felner Frau lund alfen Bekanmnten fatte ihn wafr/geintid fo famer- miitig gemadt, dap er in einer bukien Stunde feinem Seben ein Ende feble. Der efedem Reaftnolle and Tebensfreudige Tian ftieste fic) bet einem Spoziexgang in einen Weifer, det unweit der Hetlanitatt fiat. Der ganje Bekanntentreis tes Deritorbenen ijt von dem fchredilcjen Ende exfehiitert, as ein Mann mit Jeltenen Geiftesgaben, cinet unermidlis) exfdeinenden Alebeltskeaft und einem feiteren, febenstejafenden Sine genommen fat. Uebermitteln Sie bitte den dortigen Mitarbeiteen meine befien Griige und feien Sie herslidy geariigt von Fheem Gibert Schmidt, Beileidsfaqeeiben an einen Freund, deffen Dater eitorben if Mein tieber Hermannt Mit guijtee Bejing und Antettnahme tefe ich fovben die Tadhxicht vom Tobe Deines Daters, Jeh Rannte Deinen lieben Dater fo gut; ich verdanke ifm elbtt fo manches tiefe Dori, fo manden Rat; auch mis veeipet Dein Decluft auf bas farmersticite. Dod} laf Dich, Ueber Freund, an einen Sprud) ex- fnnern, mit bem Dein Datet mii felott beim Cote meines Brubers gelzdfiet at: Ueber allem Perfénlichen jtebt tie Pillage gue Sevett an dec Gejanthelt. Das tiefite Seid 34 iiberwinben, das ABuhfte Glick mit Gemeljenfett 3u feagen, madit uns erft 3u wafjeen Wlenjcjen!* 3a} wolf, fieber Hermann, was Du an Deinem Datee verforen fnft. bee id) weif aud, da Du feiner Su fajjung und Denfwetfe entfpridf, wenn Du einen liebten Coten gwar nie veraigt, aber in der Crinnerung an ibn in treuer Alebeit aushareit af dem Ping, den Du im Seben ausgufillen hat Jn ber Hoffnung, Dich bald wieder getrsjtet und felten tutes ju fehen, Bletbe id) Dein Freund Walter. Beilelds{éeelben an einen Behannten beim Code feinee ‘Mutter, Sieber Here Goldfdmitt! Die Vadhricgt vom Tobe Tyrer Tieton Frau Mutter fat mid febe bemect. Id) verftele Ihren Scrner3 um fo mote, als ic} folbit {dion in frlifelter Jugend den Derlutt meiner Mutter 3u Geefagen hatte, Wenn Sie aber, Cieber Freund, an all bas Sdwere benken, das wie hier unten gu tragen Raben, fo werden Sie fid) fagen mijjen, bab 109 ber Tob eines unferer Cieben eine Berufung in ein neues, befjeres Leben ijt. Diefe Gewifiieit wird es Ihnen weniger {chwer madjen, Jhren Schmers 31 tiGerwinden. ‘nen waren Trojt wiinféyend, verfidjere ich Ste nodmats meiner ferslidfien Antetfnahme und bin jtets She Walter Bing. Belleldsidiveiben eines Gefdhiftsheren an einen fauj- miinnifehen Angeftellten beim Code von deffen Frau, Geeheter Here Teutfeh! Sovben exhatte id) die Angeige vom Code Ihrer Gattin. An diefem fedweren Derluft nehme ic) ferslicy Ainteil und fpreche Then mein anjeigitiges Betleid aus. Id Hebaurre, bag gerade Sie vom Sehidifal fo heimaefucht werden; wit Menjdjen miifen uns aber in Gottes Willen finden. Cajfen Sie fid) von Ihrem eid nig ju febr niederbriiceen. Wenn ic) Ihnen elfen Rann, Yo will i) Gerne tun, was in meinen Kriften ett. The Deter Criebet Beileidsfeoeeiben eines Angejéetiten an den Gelcifts beren, defen Frau goftorben if. Sehr geehrter Herr Huber! Die Madrieyt von dem unetwarteten, feiihen Reim- gange Three fehe verelirten Frau Gemahlin hat aud mid) auf das tieffte erjdiittert, Id welg wohl, dap Worte Sie nicht trdften ROnnen, und will bas barum nit exit verfuden. eine vorliegenden Setfen follen mut cin Beweis meiner aufrichtigen Anteifnagme fein und dann nod) ausbriidien, dag die Gite und die miitterlige ‘Hixforge Ihrer teuren Entfehlafenen fic uns alle, die wir fie Kennen und fihiigen fermen burften, ihe ein 110 bloibendes, fod) veveleendes Andenfien aud) in metnem Hergen bowafren werden. Seien Sie bitte verfcert, bag ic) veejuchen merde, Thnen burch treue Forderung der Aedeit an Threm Unternehmen ben Harien perfanigen Deciult mifdern ju diirfen. ats Mit norstigticter Hochadtung The exgedenee Gugen Kilgnemann. Beileidsidjveiten an eine Witwe, Soft goetyete Frau Kleemann! Socben evhalte idh dfe fo etriibende Kunde von dent plUblidien Code Thees Gotten. Don diejex Nachricht aufs fiefite erfqjittert, fpredge icy Ihnen meine Yorstihfte Tellnadme an dem {dyweren Derlult, der Sie beixoffen fat, aus, Ich weif mut su gut, in weld tiejer Betribnis Sie am Sarge bes geliesten Manes fteyen, und wie febmerglich Sie den Dabingejdiedenen entbehren werden. Es failt mic {dwer, Worte des Crojtes 3u fagen. Seien Sie aber fiberjeugt, dag ig) aufriditig mit Thnen filhle und mit Ihnen’ um den tewcen Dahin- Gekdiedenen trawre. The exgebener Gri Mitte, Beileids{djeeiben an einen jungen Mann beim Code feiner Beant, Steber Herr Concadi! Mit inniger Teitnabme habe id) die Tadhricht vom Tobe Ihrer Lieven Braut gelofen, und ich fpeedhe Ihnen fietmit mein ferslicites Beileid aus. Gin [dfweres Opfer ift von Ihnen gefordert worden, und The Hers tit dure) den Derluft aufs tiefite verwundet, Gott jtehe ‘hen in Iver Triibjal bei und file die tiefe Wunde. Das ift mein Wunfd fiir Sie Mit Herslicen Griigen bin und bleibe ich in diejen flit Sie fo [dweren Stunden moe denn je ‘The aujiditiger Walter Sdyneider. Ucberfendung eines Andenkens. ‘Sof geeljrter Herr Doktor! Den Wunjeh meines feligen Daters exfiittend, tiber- fende id) Thnen mit dicjem Brief dic Wanufeeipte des beriihmien Augenarstes Michael Strafenius. Mein feliger Dator fat Thnen biefe Papiere als Iebten Dank fic fatetange Freundfdjaft in foinem Geftamente ju Godacht, und ich Komme feinem Wunfé um fo Lieber ad, als id) niemanden wilfte, deffen Hinde diefes wifjenfetaftlidie Gut befjer ju Cowaheen wiipten, als die Shrigen. ‘Ich empjeble mid) Jhnen als ‘Iye"dankbarer und febx ergebenee Albert Weber. Schreiben wegen Darlehn, Gefilligkeiten uf. Kurs gehaltene Bitte um ein Dalen an einen Derwandten, Siebee Ontel! ___ Dune} meine Keanifeit, die mich fi faft ein Diertel- jahe arbeitsunfatig macite, Gin ic) in grofe Tot ge- raion. Uleine kleinen Exjparnijje wurden aufgedeauc. 3q habe fooat gars gegen meine Gemofnhelt Sdjulden agen mifen. Tun Jest man mix Lefonders von einer Selle lark sul und brobt inte mit gexiitticer tage, wenn ie) dle Gngelegendeit nid binnen vierjebn Tagen gexegelt fe 112 IG méchte Dich, Heber Onket, dneum bitten, mix RUT, 200.— ju Ieifen. Dann hann ich die dringenditen Forderungen. befriedigen, Das Geld will id Dit_in monatligen Raten von RUT. 4o— guriicagablen. Ich wwiite Dit fehx dankbar, wenn Du mix belfen Rénntelt Gs gtiigt Dich herslidy Doin Teffe Frit, Bitte um ein Darlefn. Sehe geeheter Heer Scpreiber! Sie fatten vor einiger Sett die Gitte, mit Thre freund- liche Mithilfe fe ben Fail in Ausfcit ju fteten, bag tah Golegenteit jure Erridgtung eines felbjtandigen Unter- niofmens finten wiirde. Je wende mich nun mit folgen- bem antigen an Sie, Die Devtretung fii UWagen ijt duvc) Sufall {eet geworten. Hert Deters, der fie bisher innebatte, foll das Gefehaft feines plastid) nerjtorkenen Daters In Freifenauyjen ibernehmen. Ex kennt mid fit einiger Seit und ift witlens, mix die gefamten Unterfagen fikx die Kundenmerbung, fiber die bisher abgafclofenen Ge- [chdfte ufw. hoftentos su fiberlofjen. Die Lebernabime eines Warenfagers kommt nicht in Fenge, doch mup ich einen TWagen neuefter Beuart als Dorfiifrungswagen auf cigene Redmung anfihafjen, Det Sabrikpreis betriat RU. 4700—; id) erhalte 15% Deviceter-Drovifion und miigte demnady RUT, 3995 — begaffen. Wein Sparkafjen- guthaben betrigt RUT. 4100— und wiirde aljo jue Enfchaffuna des Wagers gerade austeiden. Auferdem miigte i aber nod eta RET, 1200.— Sis 1500— als Betriebsmittel baben. 3g wittde Thnen nun aufeicitia dankbar fein, wernt Sie mit einen Bottag in diefer Hake fir ein Toe als Datlelm siberlajfon konnten, Iq wiiede denjetben nach er prleafehette. & 113