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ANTHRACHINONFARBSTOFFE eine Gruppe von synthetischen Farbstoffen mit sehr guten Echtheitseigenschaften, insbesondere hoher

ANTHRACHINONFARBSTOFFE

ANTHRACHINONFARBSTOFFE eine Gruppe von synthetischen Farbstoffen mit sehr guten Echtheitseigenschaften, insbesondere hoher

eine Gruppe von synthetischen Farbstoffen mit sehr guten Echtheitseigenschaften, insbesondere hoher Lichtechtheit. Die Farbstoffe lassen sich strukturmäßig von Anthrachinon ableiten. Es ist eine der wichtigsten Farbstoffgruppen, deren Vertreter in vielen Branchen eingesetzt werden können. Wichtige Anthrachinonfarbstoffe sind z.B. Alizarin, Cochenille oder Henna.

Henna – Ein weiterer Anthrachinonfarbstoff, der in arabischen Ländern als Tatoofarbe genutzt wird .

der in arabischen Ländern als Tatoofarbe genutzt wird . Krapp rubia tinctorum Färberkrapp oder nur Krapp

Krapp

rubia tinctorum

Färberkrapp oder nur Krapp ist eine bis zu 1 m hohe Schlingpflanze deren Wurzeln 1-2 % des Anthrachinonfarbstoffes Alizarin enthalten.

1-2 % des Anthrachinonfarbstoffes Alizarin enthalten. Krapp ist eine der ältesten Farbstoffpflanzen. Schon die

Krapp ist eine der ältesten Farbstoffpflanzen. Schon die alten Ägypter färbten damit Textilien, wie den Gürtel Tutenchamuns, der mit dem roten Farbstoff Alizarin eingefärbt ist. Im Jahr 1868 ist es den deutschen Chemikern C. Graebe und C. Liebermann erstmals gelungen Alizarin künstlich herzustellen, was wesentlich günstiger war als die Farbe natürlich zu gewinnen.

Der Farbstoff befindet sich in den hellroten Wurzeln des Färberkrapps. Die rote Farbe entwickelt sich erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke.

entwickelt sich erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke. Krapp wird zur Färbung von Textilien oder als
entwickelt sich erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke. Krapp wird zur Färbung von Textilien oder als

Krapp wird zur Färbung von Textilien oder als Künstlerfarbe in Form von Krapplack verwendet. Zum Färben von Textilien wie Wolle werden die Wurzeln etwa eine Tag in Wasser eingeweicht. Beim Färbevorgang kommt das Textilmaterial zusammen mit den eingeweichten Krappwurzel in das Färbebad. Das Bad wird etwa eine Stunde bei 70-80°C konstant gehalten.

Bad wird etwa eine Stunde bei 70-80°C konstant gehalten. Cochenille/Karmin: Cochenille wurde schon bei den Ägyptern,

Cochenille/Karmin:

Cochenille wurde schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern zum Färben von Wolle und Textilien verwendet. → Kardinalskutten Der aus Läusen gewonnene Farbstoff war bis ins 19. Jahrhundert neben der Krappwurzel der wichtigste Pflanzenfarbstoff für Rotfärbungen. Cochenillenrot/Karmin wird heute

- als Lebensmittelfarbstoff (E120) z.B.: in Konfitüren, Marmelade, Obstweine, Süßigkeiten, Spirituosen, Wurst und Käse

- zum Färben von Ostereiern

- als Farbe in der Kunstmalerei eingesetzt. Um den Farbstoff aus den Läusen zu gewinnen, werden die Läuse von den Pflanzen geerntet, getrocknet,gemahlen,über Nacht in Wasser eingeweicht,gekocht und das Wasser anschließend gefiltert. Ein Kilogramm der Cochenillenläuse ergeben ca. 50 Gramm Cochenillenrot/Karmin. Cochenille ist zudem sehr beständig gegen Licht, Hitze und Säuren. Seit der Entwicklung synthetischer Farbstoffe ist die Bedeutung von Cochenille stark gesunken.

der Entwicklung synthetischer Farbstoffe ist die Bedeutung von Cochenille stark gesunken. Jonas Heim, Gabriel Möbus Q11

Jonas Heim, Gabriel Möbus Q11