Sie sind auf Seite 1von 1
Luxemburger Wort | 4 Kurznachrichten SMS-Virus Der Virus namens RedBrowser.a kann nicht nur Smartphones infi-
Luxemburger Wort | 4 Kurznachrichten SMS-Virus Der Virus namens RedBrowser.a kann nicht nur Smartphones infi-

Luxemburger Wort | 4

Kurznachrichten

Kurznachrichten

SMS-VirusLuxemburger Wort | 4 Kurznachrichten Der Virus namens RedBrowser.a kann nicht nur Smartphones infi- zieren, sondern

Der Virus namens RedBrowser.a kann nicht nur Smartphones infi- zieren, sondern ist für alle Handys mit Java-Unterstützung gefähr- lich. Der Trojaner bewirkt, dass selbstständig SMS an kosten- pflichtige Mehrwertnummern (5-6 US-Dollar pro SMS) verschickt werden und treibt so die Telefon- rechnung in die Höhe. Der Virus täuscht dem User vor, ein Pro- gramm für den kostenlosen Zu- gang zu WAP-Seiten zu sein. Dies soll dann angeblich durch das Empfangen und Versenden von kostenlosen SMS möglich sein. Der Virus verbreitet sich über In- ternet, Bluetooth und PC. Derzeit besteht laut Kaspersky keine Ge- fahr für „heimische“ Handys, weil RedBrowser.a speziell für das rus- sische Netz geschrieben wurde, künftige Anpassungen an europäi- sche Netze sind aber nicht auszu- schließen. Einmal eingefangen, wird man den ungebetenen Gast durch simples Desinstallieren wie- der los.

ungebetenen Gast durch simples Desinstallieren wie- der los. Hollywood gegen Samsung Fünf große Hollywood-Filmstu- dios

Hollywood gegen Samsung

Fünf große Hollywood-Filmstu- dios haben Samsung zu einer Rückruf-Aktion seiner DVD-Player HD 841 wegen des zu leicht zu umgehenden Kopierschutzes auf- gefordert. Tatsächlich soll es bei diesen Geräten möglich sein, den Kopierschutz mit einer Tasten- kombination auf der Fernbedie- nung auszuhebeln. Bei Samsung wundert man sich besonders über den Zeitpunkt der Forderung, zu- mal die Produktion vor über 15 Monaten eben aufgrund dieser Tatsache eingestellt wurde.

15 Monaten eben aufgrund dieser Tatsache eingestellt wurde. Wireless-USB für Herbst 2006 Wireless USB (WUSB) soll

Wireless-USB für Herbst 2006

Wireless USB (WUSB) soll derzeit mit max. 480 Mbit/s gleich hohe Übertragungsgeschwindigkeiten wie herkömmliches USB 2.0 bie-

ten, wenngleich die Geschwindig- keit sich ab einer Entfernung von etwa drei Metern auf 110 Mbit/s beschränkt. In Zukunft sollen Übertragungsgeschwindigkeiten von über einem Gigabit erreicht werden. WUSB basiert auf dem

Drahtloskommunikations-Stan-

dard UWB (Ultrawideband) und soll sich mit seinem deutlich gerin- gerem Energieverbrauch als Al- ternative zu WLAN etablieren. Den Auftakt an Produkten sollen externe Festplatten, Kameras und Drucker bilden. Branchenexper- ten zufolge soll für die Nutzung von drahtlosem USB zunächst eine Zusatzkarte oder ein Plug-In- Gerät auf dem PC erforderlich sein. Nach erfolgreicher Marktein- führung sollen WUSB-Anschlüsse nach und nach von PC-Herstellern in neue Geräte integriert werden.

nach von PC-Herstellern in neue Geräte integriert werden. PC-Jacking Ein französischer Open-Source- Entwickler hat

PC-Jacking

Ein französischer Open-Source- Entwickler hat sich eine neue Marketing-Methode einfallen las- sen: das PC-Jacking. Dabei han- delt es sich um eine „Entführung“ eines in einem Fachgeschäft aus- gestellten PC in Linux- Gefilde. Der „Entführer“ schiebt dabei heim- lich eine so genannte Live-CD mit dem Alternativ-Betriebssystem in das CD-Laufwerk und hofft auf Interesse bei Kunden und Ge- schäftsinhabern zu stoßen. Das Produkt wird nicht installiert und auch der PC soll nicht zu Schaden kommen. Wird die CD entfernt und der PC neu gestartet, soll wie- der Windows vom Bildschirm grü- ßen. Der Franzose will mit diesen Aktionen die dominante Position Microsofts in Frankreich brechen. Festnahmen oder Klagen soll es noch nicht gegeben haben.

Festnahmen oder Klagen soll es noch nicht gegeben haben. M U L T I M E

MULTIMEDIA

Generation Google

[40]

Freitag, den 10.

Die Datenautobahn wird erneuert

Als die New Economy vor einigen Jah- ren am Boden lag, waren viele der Mei- nung, rund um das Internet sei schon alles erfunden worden. Doch seit einiger Zeit verändert sich das Netz: „Mitma- chen“ lautet die Devise beim Web 2.0. Verleger Tim O'Reilly prägte den Begriff und sprach vom „Web als Plattform“.

D abei steht die Kommunikation der Internetnutzer untereinan-

der im Vordergrund. Zugleich ist Web 2.0 bereits zu einem Mode- Begriff geworden, und Pionier O'Reilly beklagte sich, dass viele Unternehmen es als Schlagwort bei ihren Angeboten vorschieben, ohne so recht zu verstehen, wo- rum es überhaupt geht.

Das Web soll kreativer werden Beim Web 2.0 wird das Internet zunehmend von den Nutzern selbst gestaltet und beseelt. Das am weitesten gewachsene Phäno- men des neuen Netzes sind die Weblogs, kurz Blogs genannt. Fast 29 Millionen dieser Online-Jour- nale kennt inzwischen die Spezial- Suchmaschine Technorati und je- den Tag kommen tausende neue hinzu. Man muss nicht mehr nur Konsument vorgefertigter Inhalte sein, sondern kann unentwegt neue schaffen – ob durch Weblogs, Fotos in Online-Alben, gemeinsam geschriebenen Artikeln in Enzy- klopädien wie Wikipedia oder ein- fach durch den gegenseitigen Aus- tausch interessanter Links in Diensten wie del.icio.us oder Furl. Zudem laufen Programme im In- ternetbrowser dank neuer Soft- ware-Werkzeuge und schnellerer Leitungen fast so reibungslos wie von der Festplatte. Damit erobert eine neue Qualität von Angeboten das Internet. Webseiten sehen aus wie herkömmliche PC-Software, Bewährtes wird mit Neuem ver- knüpft und Inhalte werden von allen verbessert. „Das Neue beim Web 2.0 ist, dass man Vorhandenes neu kom-

Wie dank Web 2.0 ein neues Internet entstehen soll

neu kom- Wie dank Web 2.0 ein neues Internet entstehen soll Die Verfügbarkeit schneller Breitbandverbindungen ist

Die Verfügbarkeit schneller Breitbandverbindungen ist eine der Hauptvoraussetzungen für neue Anwendungen im Web.

biniert“, sagt der Redakteur der Computerfachzeitschrift „c't“, Axel Kossel. Bekannte Internet- Techniken würden neu verbun- den. Ganz ohne neue Software installieren zu müssen, entstün- den neue Möglichkeiten für die Anwender. Und auch Suchmaschinen-Un- ternehmen wie Google setzen auf die neuen Entwicklungen und trei- ben sie sogar voran: Angebote wie Google Earth laden zur virtuellen Weltreise am Computer ein und E-Mail-Angebote im Internet ma- chen klassischen E-Mail-Program- men wie Outlook Konkurrenz. „Webseiten verlieren mit Web 2.0

ihren Webseiten-Charakter“, meint „c't“-Redakteur Kossel. „Das Blättern, das für das Web 1.0 typisch war, entfällt.“ Stattdessen werden automatisch Teile der Webseite ausgetauscht und nach- geladen. Hinter vielen dieser Anwendun- gen steckt eine Technologie na- mens Ajax (Asynchronous Java- Script and XML). Die Anzeige einer Website kann also verändert werden, ohne dass die ganze Seite neu geladen werden muss. So kön- nen Zusatzinformationen einge- blendet werden oder aber die ge- rade neu eingetroffene Mail wird angezeigt, ohne dass der Anwen-

der die Seite neu geladen hat. Hinzu kommt, dass mit dem Einzug von Web 2.0-Anwendun- gen auch immer mehr Schnittstel- len zur Verfügung stehen, um selbst aktiv zu werden: Dienste miteinander zu verknüpfen und weiterzuentwickeln ist mit so ge- nannten APIs (Application Pro- gramming Interface) möglich. Vorreiter hierfür war wiederum Google. Viele Anwendungen nut- zen die von Google zur Verfügung gestellte Schnittstelle für Karten- anwendungen, um ihre eigenen Programme mit lokalisierten Da- ten zu versorgen: Ein Immobilien- makler kann beispielsweise die

l

Master Computer Club Luxembourg

Ronny Kwiatkowski auf dem Computer-Floumaart

Der Autor des Buches „Computer crash“ ist am 12. März in Steinfort

Forschungszentrum Jülich

Europas schnell

Jülich Blue Gene /L mit

Am kommenden Sonntag, dem 12. März findet der monatliche Computer-Flohmarkt des „Master Computer Club Luxembourg“ im Kulturzentrum „Al Schmelz“ in Steinfort statt. Bei dieser Gelegen- heit wird DNR-Moderator und Buchautor Ronny Kwiatkowski sein Buch „Computer Crash“ vor- stellen und signieren. Kwiatkowski war jahrelang als Programmierer und Berater tätig und hat in 40 Sendungen auf Ra- dio DNR die einzelnen Schritte der Computer-Bedienung für Anfänger erklärt. Die Sendung wurde zudem als Artikelserie in der Rubrik „Multimedia“ im Luxemburger Wort veröffentlicht. Wegen des großen Erfolgs der Sendung und Artikelserie hatten wurde diese noch einmal völlig überarbeitet und erweitert und als Buch herausgebracht. Zu dem Taschenbuch, das bewusst in einem einfachen und verständli- chen Stil gehalten ist, gehört auch eine DVD, die den Großteil der Lektionen multimedial darstellt. Die Vorstellung des Kurses findet

multimedial darstellt. Die Vorstellung des Kurses findet Das Buch von Ronny Kwiatkowski. im Rahmen des „Compu-

Das Buch von Ronny Kwiatkowski.

im Rahmen des „Compu- ter-Floumaart“ um 9.45 Uhr im Kulturzentrum

„Al Schmelz“ in Steinfort

statt. Der Computer-

Flohmarkt ist geöffnet von 9.00 bis 12.00 Uhr. Privatpersonen, die Com-

puter, Komponenten oder Zubehör verkaufen wollen, sind herzlich will- kommen. Nähere Einzel- heiten zum Flohmarkt und zu den weiteren Akti- vitäten des MCCL findet man auf der Website des

Europas schnellster Supercompu- ter ist am Montag im Forschungs- zentrum Jülich in Betrieb gegan- gen. Der Computer kann 45,8 Bil- lionen Rechenoperationen pro Se- kunde ausführen. Das entspricht in etwa der Leistung von 12 000 durchschnittlichen Personalcom- putern, teilte das Forschungs- zentrum mit. Wissenschaftler se- hen in dem von IBM gebauten Rechner mit dem Namen Jülich Blue Gene/L (JUBL) den Schlüssel zu grundlegenden Erkenntnissen in den Bereichen Umwelt, Ener- gie, Gesundheit und Information.

MCCL.

Der MCCL bietet

in Steinfort und Junglins-

Klimaforschung als

ter auch Computerkurse für Anfänger in Word,

Hauptaufgabe Forscher sind bei sehr komplexen

Excel, Internet- Führer- schein, HTML und ande-

Fragestellungen oft auf Computer- simulationen angewiesen. Das ist

i

ren Themen an. Auch ein Besuch auf der Hobbytro- nic, eine Computerschau in Deutschland gehört zu den Aktivitäten des

auch in der Klimaforschung der Fall. Mit Hilfe des Supercomputers können Wissenschaftler beispiels- weise berechnen, wie natürliche und nicht natürliche Gase in 15

j

Clubs.

(jim)

Kilometern Höhe, in der Strato-

www.mccl.lu

sphäre, miteinander reagieren. Diese Ergebnisse gehen als Bau-