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Eine anleitung für all die, die ihr Glück suchen:

"Ein interview mit Qasimir Selbscht"


(vorläufiger Titel des Buches)

Q: Hallo erstmal! Du warst doch vorher in der Gothic Scene und teilweise depressiv
eingestellt,
wie und warum hat sich das geändert?

Hallo Quasimir :)
Ich habe zu den richtigen Büchern gefunden.
Durch Hilfe von einigen besonderen Büchern bin ich durch meine
vorhandenen Interessen auf den Weg der Esoterik geleitet worden.
Alle Nachfolgebücher haben mir meine eigene Wahrheit
immer mehr bestätigt und mein Leben lebenswert gemacht. Jede übung, jedes
aufgezählte Naturgesetz hat sich im laufe von wenigen Wochen bestätigt -
dadurch wurde ich von Tag zu Tag glücklicher. Der hang zum Gothic
verschwand allmählig - da man sich mit positiven Dingen beschäftigt, wenn
man auch solche Resonanztechnisch in sein Leben ziehen will.

Q: Du bist jetzt also weder Gothic noch depressiv, hörst nurnoch Volksmusik
und schaust Heimatfilme?

Hehe, nein.. Gothic enstammt aus dem Begriff "Gote", dieser kommt von den
Goten, den Gouden, den Guten - sowie auch "Gott" nichts anderes als "das
Gute" bedeutet. Also ist Gothic von Grund her nicht schlecht, daher hab
ich kein Grund mich davon fernzuhalten. Die Texte der Musik sind teilweise schon
korrekt, vorhandene einstellungen zum Tod und entsprechende Angstlosigkeit
davor sind auch wünschenswert um wachsen zu können. Man kann sich dort
also schon die guten Sachen rauspicken. Heimatfilme und Volksmusik sind
nur z.T. ungünstig - wenn es zum Beispiel um westliche Liebes-propaganda geht die
nichts anderes als eine abhängigkeit von anderen Menschen suggeriert.
Trotzdem zählen diese Filme und auch Musik zum Bereich der
"Unter-Haltung" - da bilde ich mich dann doch lieber weiter und lese ein neues Buch oder
schaue/höre mir entsprechendes Material was dazu beiträgt an. Damit meine
ich nicht das, was man in der Schule lernt, sondern Sachen, die nicht
jeder wissen soll.

Q: Klingt sehr interessant. Aber warum ist denn Liebe = westliche


Propaganda?

Hehe.. das hat sich so eingebürgert mit der Propadings.. klingt lustich
und stimmt zudem. Klassisch propagierte Liebesbeziehungen bewirken nur
eines, eine Abhängigkeit zum Partner. Was sagen wir denn gerne wenn wir
verliebt sind, und was bedeutet es? "Ich brauche dich, ohne dich kann ich
nicht leben, du bist alles für mich, du fehlst mir, ich vermisse dich, ich
habe sehnsucht,..bla.."
Das sagt doch schon alles. Die Person zeigt sich süchtig, gibt
Verantwortung für sich selbst ab und macht sein Leben vom Partner
abhängig. Ich habe Verantwortung für mein eigenes Leben, nicht für das
anderer. Ein Mensch, der sowas sagt braucht Hilfe, und keine Bestätigung
seiner Sucht. Natürlich hat man ein schönes Gefühl dabei - das ist beim
ersten mal mit Heroin genauso. Aber es macht sofort abhängig. Was sagte er
noch? "Du fehlst mir"? Was machen wir denn, wenn uns was fehlt? Wir gehen
zum Arzt.
Man kann gern an diese Liebe glauben und damit glücklich werden - das will
ich niemand nehmen - jeder lernt aus seinen Erfahrungen und das ist der
Sinn des Ganzen - ich spreche hier ja nur über mein Leben. Jeder, der einen
Verliebten helfen und nicht verletzen möchte, sollte ihm zeigen, wie
einfach und schön es ist, mit sich alleine glücklich zu sein, und dieses
mit jemanden teilen zu können. Es ist nicht sinnvoll, sich selbst zu
verletzen, um ein Teil seines eigenen Lebens dem Partner zu überlassen.

Q: Klingt irgendwie logisch... doch verstehe ich nicht: alleine glücklich


sein? Man braucht doch Wärme, Liebe, Zuneigung, Leidenschaft… Sex?!

Diese Dinge haben nicht alle mit Glück zu tun! - Das wird propagiert -
genauso wie man in der Werbung sagt "Kauf mich, ich mach dich glücklich!".
Bedeutet indirekt (also suggestiv), dass man ohne all das nicht glücklich
werden kann und es braucht. Natürlich ist Sex und Zuneigung schön…
Liebe auch. - Liebe ist aber nicht das, was sich viele darunter vorstellen.
Echte Liebe ist "bedingungslos". So, wie sie teilweise die Kirche propagiert.
Leider stellt diese an anderen stellen bedingungen - treue zum Beispiel.
Treue bedeutet ja, das man nur einer Person gehört -sag ich mal so-
will heissen: ich darf nur eine Person lieben und alle anderen dürfen nur gemocht
werden - wenn überhaupt.
Man soll seine "eheliche Pflichten" erfüllen, alles miteinander teilen,
keine Geheimnisse haben, usw…
Alles Randbedingungen. - Wie soll man so wachsen? So eine Beziehung ist
schon vor Beginn zum Scheitern verurteilt.
Man wächst aus jeder Beziehung wieder raus - das merkt man, sobald man
eine Bedingung nicht erfüllt.
Sex… naja. Es kommt drauf an, wie/warum man es macht. Viele machen es
ernst, aus der Pflicht oder aus einer Erwartung heraus, oder versuchen
Bedingungen zu erfüllen (z.B. man muss einen Orgasmus kriegen, dann erst bin ich
zufrieden).
Viele suchen im Sex nur eine Bestätigung - dass sie attraktiv, erotisch,
potent oder "gut" sind - oder einfach dadurch merken, geliebt zu werden.

Ein erwachsener Mensch ist nur für sich selbst, für seine eigenen Gefühle
verantwortlich. Wenn wir die obige Motivation für Sex besitzen, sollten
wir also an uns arbeiten und weiter wachsen. Ein Paar, was gut miteinander
kommuniziert und offen ist, hat es da am leichtesten - besonders Frauen,
die sich schwer fallenlassen können oder meinen, um den Partner nicht zu
verletzen, einen Orgasmus vorspielen zu müssen - hätten viel davon, wenn man
versucht gemeinsam und dauerhaft zu wachsen.
Da ergibt sich dann schnell die Gleichung:
Bedingungslose Liebe+Bedingungslose Liebe=doppeltes Glück
Und - da geteiltes Glück unter diesen Bedingungen ebenfalls doppeltes Glück ist,
könnte man dies sogar vervierfacht sehen.. :)
Also unter dem Gesichtspunkt sehe ich kein Grund mehr, eine klassische
Beziehung zu führen.

Zuneigung ist da so eine Sache... eigentlich braucht man sie im Sinne des
Wortes ja nur, wenn einem etwas fehlt - d.h. man fühlt sich ohne Partner
allein und ungeliebt.
Bedeutet wiederum, man liebt sich nicht selbst. Das wiederum
kommt leider viel zu häufig vor - nach 25 Jahren Depression
habe ich es auch gelernt - durch 4 Wochen Bücherlesen. :)

Viele fühlen sich Hässlich, denken, sie haben einen zu kleinen Busen oder
eine zu große Nase (Gottschalk und Krüger hatten kein Problem damit?!).
Sie akzeptieren sich selbst nicht komplett - lieben sich selbst also nicht
bedingungslos. Somit ist alles weitere unmöglich.

Andere wiederum erleben dasselbe, denken aber, sich selbst zu


akzeptieren - vielleicht sind sie sogar zudem sehr schön und lieben sich
abgöttisch. Das ist ok - aber sie vergessen, dass sie ihren Nächsten lieben
sollten wie sich selbst, um sich auch im kleinsten Teil selbst zu lieben.

Das ist ein langer Übungsweg, der aber auch viel Spass machen kann.
Jeder Mensch und dessen Charakter spiegeln nur ein Teil dessen wieder,
was ich selbst bin. Akzeptiere ich diesen nicht, akzeptiere ich mich
selbst nicht - ob mein Körper nun schön ist oder nicht, spielt da nur eine
ungewichtigere Rolle. Je mehr ich an anderen Menschen lieben lerne, desto
mehr liebe ich mich also selbst.

Alle Gefühle die wir kennen, empfinden wir selbst. Niemand tut etwas dazu.
Das einzigste was ein Anderer "dazu tun" könnte, wäre: Bedingungen
einzuhalten und Erwartungen zu erfüllen. Das ist einfach für den Partner
und fühlt sich toll an.
Das nennt man dann "verliebt sein". Nun - man kann das auch immer haben,
wenn man keine Bedingungen/Erwartungen an andere Personen stellt.

Unabhängig von der Aussenwelt können wir jedes Gefühl


fühlen, wann wir wollen. Das erfordert nur mehr oder weniger viel Übung -
abhängig von vorhandenen Überzeugungen - es erfordert keine weitere
Person.

Falsche Überzeugungen kommen zwar immer von uns selbst und liegen in
unserer eigenen Verantwortung, aber werden im Zusammenspiel mit unserer
Umwelt generiert - daher sind sie schwer umzukehren - aber es geht.

Ich selbst habe mich leider noch nicht davon überzeugen können, dass eine
heisse Herdplatte nicht heiss ist, wenn ich sie anfasse, aber je mehr ich
es übe, desto länger braucht das Hitzegefühl bis es sich zeigt.
Dies ist ein schönes Überzeugungsbeispiel, da es zeigt, das die Angst vor der
Hitze die Wirkung erzeugt und der Schmerz als Bestätigung die Überzeugung
generiert, damit wir uns später davor hüten eine heisse Herdplatte
anzufassen.
Man erwartet den Schmerz und hat Angst vor ihn.

Kennen wir auch vom Zahnarzt: Haben wir Angst vor Schmerzen,
werden wir auch viel spüren. Haben wir einen guten Zahnarzt, der
uns vertrauenserweckend und sanft behandelt, dann haben wir kaum/keine
Schmerzen und damit auch keine Angst.
Selbst wenn wir Schmerzen verspüren, sagen wir uns selbst:
"Zufall - ist gleich wieder vorbei".
Mit der gleichen Technik schaffen es einige Leute ganz unbefangen über
glühende Kohlen zu laufen - kennt auch jeder…

Q: … da leuchtet mir einiges ein. Da heissts üben, üben…

...fortsetzung folgt…

Hallo relativ_mensch,

Du hättest, um diesen Artikel zu schreiben, ohne weiteres auf die Erwähnung der Esoterik
verzichten können. Ich weiss zwar nicht, welche besonderen Bücher Dich da gefunden haben,
aber die Kernaussage Deines Artikels findet sich nicht nur in "esoterischen" Büchern, sondern
auch in anderen. Für mich sieht es so aus, dass Du einfach in heller Begeisterung schreibst (ist
nach ein paar wenigen Wochen auch nicht verwunderlich), manch anderer aber, der sich
vielleicht dringend mal mit Deiner Kernaussage auseinandersetzen sollte, wird sofort durch
Deine Einleitung abgeschreckt bis geärgert sein, und alles, was Du danach schreibst, nicht
mehr ernst nehmen wollen. Du willst wahrscheinlich anderen helfen, es liest sich der Anfang
aber mehr wie missionieren ("ich habe den rechten Weg gefunden!"), und das mag niemand.
Du solltest auch wissen, dass man die eigenen, subjektiven Wahrheiten nicht 1:1 anderen
überstülpen kann.

Depressiv sein ist keine Einstellungssache, und ich persönlich - ist wirklich nur meine
Meinung - denke, dass man nach 25 Jahren Depression tot sein dürfte. Ich weiss, Leute hören
"depressive" Musik, ziehen sich "depressiv" an, und möchten sich am liebsten aus der
Umwelt, wie sie in unserer Gesellschaft nun mal ist, verabschieden. Ich denke aber, das ist
eine Reaktion auf einen unerwünschten Zustand, und für manchen vielleicht eher sogar ein
Schutz vor der wirklichen Depression. In einer solchen bist Du wie gelähmt. Du gehst auch
auf kein Gothic event mehr. Die Motivation hast Du gar nicht. Du hast teilweise nicht mehr
die Kraft, aufzustehen, um Dir was zu Essen zu machen, Du kannst kein Telefon bedienen, Du
kannst nichts mehr. Ich finde es nicht gut, wie "Depression" als Modewort gebraucht wird, um
einen Zustand der Ablehnung zu beschreiben, denn es ist etwas anderes.

Das, was Du über die bedingungslose Liebe schreibst, wird von den allermeisten Menschen in
ihrem Ist-Zustand nicht zu erfüllen sein. Es ist nicht etwas, wozu man sich einfach so
entscheiden könnte, und es dann mal eben schnell auch leben, da die eigenen Prägungen dem
entgegenstehen. Du schreibt, wir können jedes Gefühl fühlen, wann wir wollen, und es sei
möglich, falsche Überzeugungen umzukehren. Ich bezweifle bei beidem (denn es sind
unterschiedliche Dinge), dass sie so einfach willentlich zu ändern sind.

Das fängt bei kleinen Dingen an: Wer von seiner Prägung her gar nicht offen für neues ist,
wird sich schon früh auf bestimmte Sichtweisen festgelegt haben. Für den ist diese Sichtweise
dann die einzig wahre, und alles Unglück, was daher kommt, wird nicht hinterfragt werden,
sondern es wird die Schuld ausserhalb der festgefügten Sichtweise gesucht. Es ist unheimlich
schwer, über die eigenen Vorstellungen hinauszudenken. Fühlen geht da schon gar nicht: Für
einen solchen Menschen ist allein der Schritt, mal anders zu denken, mit Angst besetzt, und
womöglich dem Gefühl der Haltlosigkeit, und diese Gefühle wird man alleine nur sehr schwer
loswerden können. Du verlangst quasi, dass Leute nicht nur sagen: Ich werfe jetzt meine
Überzeugungen über den Haufen (und wieso sollten sie, denn in deren Weltbild sind ja diese
Überzeugungen in Ordnung, nur das "andere" macht Ärger), sondern auch noch, dass sie sich
dabei dann quasi willentlich gut fühlen sollen...Viel Spass beim Missionieren, kann ich da nur
sagen.

Ich habe auch den Eindruck, die "bedingungslose Liebe" bedeutet für Dich, in einer
Partnerschaft keinerlei Verpflichtungen mehr eingehen zu wollen. "Alles Randbedingungen"
schreibst Du, "Wie soll man so wachsen?". Tja, so wächst man eben nicht! Mir scheint, anstatt
den wesentlich mühsameren Weg gehen zu wollen, jemanden zu suchen, mit dem Du auch
wachsen kannst, und mit dem eben auch eine "nicht klassische" Beziehung möglich ist, stutzt
Du Deine "bedingungslose Liebe" so zurecht, dass es eben notfalls (man weiss ja nicht, was
kommt, denkt aber schonmal voraus, gelle) auf jeden Menschen passt - womit Du dann diesen
Menschen eben aussen vor lässt, ist er doch selber Schuld, wenn er nicht mitkann. Ist es das
was Du willst - alles möglichst einfach und sich im Zweifel durch Verantwortungslosigkeit
von den Problemen fernhalten? Das machen viele Leute in "klassischen" Beziehungen auch,
und sie finden auch alle gute Gründe dafür. "Meine Frau versteht das nicht, also sage ich es
ihr nicht". - O.K. vielleicht interpretiere ich hier auch nur wild herum. ;-)

Es kann auch ganz sinnvoll sein, sich mal eine Weile bewusst von Beziehungen fernzuhalten,
um mal nur mit sich selber zu sein. Ganz besonders, wenn man gerade entdeckt hat, dass
Partnerbeziehungen auch anders als durch die rosarote Brille gesehen werden können.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück, und versuche, zu Dir selber so ehrlich wie möglich zu
sein - auch wenn das, was Du findest, Dir nicht gefallen sollte. Die grosse Gefahr beim
Auffinden neuer Wahrheiten ist die, dass man sich selber passend machen möchte. So will
man sein, so war man vielleicht womöglich schon immer, soviel besser, als das kleine,
verkrüppelte Selbst, als das man sich "vorher" so durchs Leben hangelte...Es ist aber wichtig,
sich über die tatsächlich in einem wohnenden Gefühle klar zu werden, diese ans Tageslicht zu
zerren, und mit ihnen Frieden zu schliessen.

Ach ja, 10P, weil Dein Artikel so ein grosses Nachdenk-Potential hat.
Hi M² (Insider).

Wir haben uns ja inzwischen ziemlich oft über dieses Thema unterhalten. Und ich bin ja (zum
Großteil) Deiner Meinung.
Ich muß aber auch sagen, daß auch in den Aussagen von "Jassa" zum Teil auch was steckt.
Verstehst Du, wie ich das meine?
Es ist immer gut, möglichst viele Facetten zu sehen und möglichst viele "verschiedene"
Meinungen zuzulassen, um sich ein Gesammtbild machen zu können.

"Jassa" hat mit der Aussage des "missionierens gar nicht mal so unrecht. - Das ist mir
allerdings auch jetzt erst aufgefallen.

Die Einleitung könnte tatsächlich so manchen abschrecken, dazu überhaupt etwas dazu
beizutragen.
Dennoch - wenn die Leute (damit seid Ihr "Single.de"-ler gemeint) sich etwas ernsthafter mit
diesem "Interview" beschäftigen, wird jeder etwas entdecken, was ihn anspricht oder im auch
schon aufgefallen ist.

Also Leute - gebt Euren Senf dazu. Auch Kritik ist immer gut, solange sie nicht in Polemik
abdrifftet. Was im Grunde schon wieder auf den Artikel verweist.

Ich warte jetzt mal ab, was noch so an Reaktion(en) kommt und werde mich bestimmt auch
nochmal zu dem(den) Thema(Themen) äußern.

Bis dahin, alles Gute für Alle. Ihr seid Eures eigenen Glückes Schmied.

Anti-Hopper.