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Kokosöl für das Gehirn

03.06.13 22:57

Kokosöl bringt dem Gehirn mehr Energie

Veröffentlichung am 16.09.2011 / Aktualisierung am 20.12.2012

am 16.09.2011 / Aktualisierung am 20.12.2012 (Zentrum der Gesundheit) – Steve Newport ist wohl das

(Zentrum der Gesundheit) – Steve Newport ist wohl das bekannteste Bei- spiel dafür, dass Kokosöl in der Lage ist die menschliche Gehirnfunktion zu verbessern und sogar die Symptome von Alzheimer zu lindern. Doch was passiert da genau in unserem Gehirn? Auch die Wissenschaft hat sich aus- giebig damit beschäftigt, was diese positiven Effekte des Kokosöls ausma- chen könnte.

diese positiven Effekte des Kokosöls ausma- chen könnte. Kokosöl liefert dem Gehirn die nötige Energiequelle, die

Kokosöl liefert dem Gehirn die nötige Energiequelle, die es benötigt um die Zellen gesund zu erhalten

Kokosöl bei Alzheimer

Steve Newport hat es geschafft mit Hilfe von Kokosöl gegen Alzheimer an- zukämpfen und die Symptome stark zu lindern. Scheinbar verleiht Kokosöl unserem Gehirn neue Energie und hilft ihm wieder besser zu arbeiten. Aber wie funktioniert diese Energieversorgung überhaupt?

Kokosöl für das Gehirn

Energie für das Gehirn

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Das menschliche Gehirn benötigt eine permanente Versorgung mit Energie, um richtig arbeiten zu können. Wenn diese Versorgung unterbrochen wird, fangen die Gehirnzellen langsam an, abzusterben. Kurzfristig kann das zu Symptomen wie Kopfschmerzen, kognitiven Dysfunktionen und Müdigkeit führen.

Ist das Gehirn jedoch langfristig nicht mit genügend Energie versorgt, kann das zu neurodegenerativen Erkrankungen führen. Doch woher kommt diese Energie-Unterversorgung?

Energiequelle Glukose

Unser Gehirn ist normalerweise auf die Versorgung mit Glukose als Energie- quelle angewiesen. Glukose wird über das Blut ins Gehirn transportiert und mit Hilfe von Insulin in die Gehirnzellen aufgenommen. In den Zellen kann Glukose dann zur Energiegewinnung verwendet werden.

Bei vielen neurodegenerativen Leiden wie zum Beispiel Alzheimer sind die Neuronen in bestimmten Regionen des Gehirns jedoch resistent gegen Insu- lin geworden. In diesem Fall kann man gewissermassen von „Diabetes im Gehirn“ sprechen. Wenn Hirnzellen insulinresistent werden, sind sie nicht mehr dazu in der Lage, Glukose aufzunehmen und sterben in Folge einer En- ergie-Mangelversorgung ab.

Hoher Blutzucker tötet Nerven

Wird die Glukose aus dem Blut jedoch nicht von den Zellen aufgenommen, bleibt der Blutzuckerspiegel auf einem hohen Wert. Ein hoher Blutzucker- Wert wirkt allerdings toxisch auf die Nerven, da der Blutzucker sich mit be- stimmten Proteinmolekülen verbinden und so genannte Advanced Glycation End-Products (AGEs) bilden kann. Diese AGEs erhöhen auf dramatische Wei- se den oxidativen Stress im Körper, was zur Bildung freier Radikale führt,

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die das Nervengewerbe beschädigen.

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Die Kombination von hohem Blutzucker und geringer Energie innerhalb der Hirnzellen begünstigt das Absterben von Nervenzellen natürlich enorm. [Quelle 1 ; Quelle 2]

Genau an dieser Stelle kann Kokosöl helfen: Forschungen zeigten, dass Ko- kosöl unser Gehirn mit Energie versorgt und so die oben genannten Sympto- me verhindert und effektiv bei der Prävention und der Behandlung von neu- rodegenerativen Zuständen ist.

Kokosöl als Energiequelle

Kokosöl wird allgemein als eine der besten Energiequellen für eine gesunde Hirnfunktion angesehen. Diese Eigenschaft lässt sich auf die besonderen Fettsäure-Verbindungen im Kokosöl zurückführen.

Besondere Fette im Kokosöl

Neben der Muttermilch ist Kokosöl nämlich die beste in der Natur zu fin- dende Quelle für bestimmte Fette - so genannte mittelkettige Triglyzeride (MCTs). Kokosöl wird daher von unserem Körper nicht auf dieselbe Weise verarbeitet wie die meisten Fette, die hauptsächlich langkettige Triglyzeride (LCTs) enthalten. Der normale Stoffwechsel von diesen LCTs ist von Gallen- salzen abhängig, die von der Gallenblase ausgeschüttet werden. Nur mit Hil- fe dieser Gallensalze, können solche langkettigen Fettsäure-Verbindungen abgebaut und verdaut werden.

Kokosöl liefert Ketone als Energiequelle

Die MCTs aus Kokosöl umgehen hingegen den Gallenstoffwechsel und ge- langen direkt in die Leber, wo sie zu Ketonen umgewandelt und anschlies- send über das Blut ins Gehirn transportiert werden. Ketone entstehen nor- malerweise nur beim Fettabbau im Körper und sind eine Art alternative En-

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ergiequelle, wenn zu wenig Glukose vorhanden ist. Doch durch den Verzehr von MCTs aus Kokosöl entstehen ebenfalls Ketone, die als Energie genutzt werden können

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass diese Ketone aus Kokosöl bei nied- rigem Blutzuckerspiegel und sogar während einer Diät eine stabile Energie- quelle für das Gehirn darstellen, ohne die gefährlichen Risiken zu haben, die ein hoher Blutzuckerspiegel mit sich bringt. [Quelle 1 ; Quelle 2]

Aus diesem Grund sind Ketone die vorzuziehende Energiequelle für das Ge- hirn bei Patienten, die an Diabetes leiden oder andere neurodegenerative Er- krankungen wie Alzheimer, Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose oder Multiple Sklerose haben.

Kokosöl gegen Herzerkrankungen und Krebs?

Eine der führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der MCT-For- schung ist Dr. Mary Newport. Sie hat aufgezeigt, dass Ketone dem Gehirn sogar dabei helfen können, sich vom Zelltod auf Grund einer Sauerstoff-Un- terversorgung zu erholen. Zusätzlich können Ketone Herzpatienten bei der Genesung von einem Herzinfarkt unterstützen und sie sind ebenfalls sehr effektiv darin, Krebstumore zu schrumpfen.

Kokosöl und die Omega-3 Verfügbarkeit

Neben vielen Faktoren spielen auch Omega-3-Fettsäuren bei Alzheimer und anderen neurodegenerativen Krankheiten eine wichtige Rolle. Daher wurde ein Zusammenhang von MCTs, die in Kokosöl vorkommen, und Omega-3- Fettsäuren näher erforscht:

Studien haben gezeigt, dass der regelmässige Konsum von MCTs scheinbar die Verfügbarkeit von Omega-3-Fettsäuren im Gehirn erhöhen kann. In die- sen Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich bei Hunden mit einer „al- tersbedingten mentalen Degeneration“ nach regelmässigem Verzehr von

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MCTs unter anderem die Menge an Omega-3-Fetten (EPA und DHA) in ei- nem bestimmten Bereich des Gehirns deutlich erhöhte. [Quelle]

Omega-3-Fette kommen jedoch nicht in Kokosöl vor. Deshalb gehen die For- scher davon aus, dass die MCTs es den Omega-3-Fetten ermöglichen aus den Fettspeichern gelöst und dann im Gehirn verwendet zu werden - dort, wo sie am meisten benötigt werden.

Kokosöl gegen Plaque?

Die Plaque-Theorie bei Alzheimer ist wissenschaftlich umstritten. Früher wurde behauptet, dass Plaque-Ablagerungen im Gehirn für Alzheimer ver- antwortlich sind, später wurde diese Theorie wieder widerlegt und behaup- tet, dass die Plaques eine Art Schutzschild für die Nerven darstellen.

Dass Plaque nicht die grundlegende Ursache für Alzheimer ist, ist eigentlich logisch, denn auch eine erhöhte Plaque-Produktion geschieht mit Sicherheit nicht ohne Grund. Studien belegten, dass auch bei „gesunden Menschen“ er- höhte Plaque-Mengen im Gehirn gefunden wurden, doch wer weiss, ob die- se Menschen nicht früher oder später auch an Alzheimer erkrankt wären? (Mehr dazu in diesem Artikel: Alzheimer: Plaque-Theorie ist falsch)

Sollte eine übermässige Plaquebildung im Gehirn jedoch in irgendeiner Art mit Alzheimer in Verbindung stehen, könnte Kokosöl auch in dieser Hin- sicht interessant sein. Denn wissenschaftliche Studien an Hunden, konnten zeigen, dass der Verzehr von MCTs ein Protein aktivieren kann, welches Plaque abbaut. [Quelle]

Vielleicht stellt sich Ihnen nun die Frage, ob dieser Abbau dem Körper nicht schadet, wenn Plaque als Schutz dienen soll? Prinzipiell ist es bei natürlichen Lebensmitteln im Vergleich zu synthetisch hergestellten so, dass der Körper diese ideal einsetzen kann, um die Gesundheit zu unterstützen. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass der Körper natürliche MCTs aus Kokosöl dafür einsetzen wird, Plaque abzubauen, wenn das der Gesundheit schadet. Eine

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Vorraussetzung ist natürlich, dass dem Körper alle lebenswichtigen Stoffe zur Verfügung stehen und er nicht dazu gezwungen ist, das Fehlen eines Stoffes durch eine Notlösung oder Schutzreaktion auszugleichen. Bei einem gesunden Menschen, der sich gesund ernährt, sollte dies jedoch kein Pro- blem sein.

Wie viel Kokosöl ist gut für mich?

Wenn man all diese Informationen über Kokosöl hört, fragt man sich sicher- lich:

Wie viel Kokosöl soll ich denn täglich zu mir nehmen?

Die durchschnittliche Menge, die ein Erwachsener an Kokosöl gut verträgt, liegt bei etwa 3-4 Esslöffeln täglich. Menschen mit Diabetes oder neulogi- schen Erkrankungen können sogar 8-10 Esslöffel Koksöl am Tag einnehmen.

Kokosöl kann oral eingenommen, zum Essen beigemischt oder auf die Haut aufgetragen werden. Man kann es in Form des reinen Kokosöls verzehren, oder als Kokosmilch, Kokosfruchtfleisch oder Kokosflocken essen.

Weitere Anwendungsempfehlungen zu Kokosöl finden Sie hier:

Quellen:

Whitmer RA. „Type 2 diabetes and risk of cognitive impairment and de- mentia.“ Curr Neurol Neurosci Rep. 2007 Sep;7(5):373-80. [ Quelle als Link ] [ Quelle als mentia.“ Curr Neurol Neurosci Rep. 2007 Sep;7(5):373-80. [Quelle als Link] [Quelle als PDF]

Coker LH, Wagenknecht LE. „Advanced glycation end products, diabe- tes, and the brain.“ Neurology. 2011 Sep 7 [Quelle als Link ] [ Quelle als PDF ] Quelle als Link] [Quelle als PDF]

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Taha AY, Henderson ST, Burnham WM „Dietary enrichment with medi- um chain triglycerides (AC-1203) elevates polyunsaturated fatty acids in the parietal cortex of aged dogs: implications for treating age-related co- gnitive decline.“ Neurochem Res. 2009 Sep;34(9):1619-25 [Quelle als Link ] [ Quelle als PDF ] Quelle als Link] [Quelle als PDF]

Christa M. Studzinski et al. , „Induction of ketosis may improve mito- chondrial function and decrease steady-state amyloid- et al., „Induction of ketosis may improve mito- chondrial function and decrease steady-state amyloid-! precursor prote- in (APP) levels in the aged dog“ Brain Research Volume 1226, 21 August 2008, Pages 209-217 [Quelle als Link] [Quelle als PDF]

Kathleen A. Page et al ., „Medium Chain Fatty Acids Improve Cognitive Function in Intensively Treated Type 1 et al., „Medium Chain Fatty Acids Improve Cognitive Function in Intensively Treated Type 1 Diabetic Patients and Support in vitro Synaptic Transmission During Acute Hypoglycemia“ Diabetes Fe- bruary 17, 2009 [Quelle als Link] [Quelle als PDF]

Marie-Pierre St-Onge et al. , „The benefit of medium-chain triglyceride therapy on the cardiac function of SHRs et al., „The benefit of medium-chain triglyceride therapy on the cardiac function of SHRs is associated with a reversal of metabolic and signaling alterations“J Am. Coll. Nutr. October 2008 vol. 27 no. 5 547-552 [Quelle als Link] [Quelle als PDF]

Anmerkung:

Dieser Artikel behauptet keinesfalls, dass Kokosöl Alzheimer oder andere Krankheiten heilen könnte. Es handelt sich um nichts weiter als um einen Be- richt über die Erfahrung eines Alzheimer-Patienten mit Kokosöl und um die Wiedergabe verschiedener wissenschaftlicher Studien.

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