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Fado-Musik

Allgemein:

Die Fado-Musik ist ein portugiesischer Musikstil, der vor allem in den Städten Lissabon und Coimbra anzutreffen ist. Themen im Fado sind die unglückliche Liebe, soziale Missstände, vergangene Zeiten oder die Sehnsucht nach besseren Zeiten. Der Fado beinhaltet zudem teils arabische Elemente, viele verschiedene Tonhöhen und ist meistens in Molltonarten anzutreffen. Er drückt die Gefühle aus, die die Portugiesen miteinander verbinden sollen.

Geschichte:

Entstanden ist der Fado in den armen Vierteln von Lissabon. Er tauchte dort zunächst in Kneipen und Lokalen auf. Woraus er sich genau entwickelte ist heute nicht mehr zu sagen, da sowohl Gesänge der portugiesischen Seeleute, sowie auch brasilianische Musikrichtungen das Vorbild des Fado´s gewesen sein könnten. Er wurde zu Beginn zumeist von Prostituierten für Seefahrer, Zuhälter und Bohemiens gespielt. Außerdem galt der Begriff Fadista (Fadosänger) anfangs als Beleidigung. Dies änderte sich jedoch und im Verlauf des 19. Jahrhunderts breitete sich die Fado-Musik immer weiter aus und erste bekannte Künstler kristallisierten sich heraus. Eine bekannte Künstlerin die heutzutage Elemente des Fado´s in ihre Musik aufnimmt ist Nelly Furtado.

Besetzung:

Neben einem Sänger trifft man in der Regel eine klassische und

eine portugiesische Gitarre zur Begleitung an. Dazu kommt häufg noch eine Bassgitarre. Außerdem kann sich das Publikum oft am Fado beteiligen - d azu trägt der Sänger eine Strophe mit selbst ausgedachtem Text vor.

Fado in Lissabon:

In Lissabon ist ein Museum mit dem Namen: „Museu do Fado“, welches am 25. September 1998 eröffnet wurde. Es befndet sich in Alfama – ein Viertel, dass mit diesem Musikstil verbunden ist. Es befnden sich dort eine Dauerausstellung und zusätzlich Wechselausstellungen. Sammlungen von Noten, Instrumenten und auch von Schallplatten und Bildern sind dort vorzufnden. Es fndet dort außerdem Unterricht für portugiesische Gitarre statt.

Der „Clube de Fado“, der einer der bekanntesten Orte für Fado in Lissabon ist, befndet sich im Altstadtviertel von Alfama. Der Fado erlebt dort ein neues Hoch, da seine Popularität derzeit nach einer langen Durststrecke wieder steigt. Seit 2011 gehört die Fado- Musik sogar zum Welterbe der Unesco. Dass der Fado zuvor ein Tief erfuhr, liegt daran, dass die Welt sich in der 1980er und 1990er Jahren der aufkommenden Bewegung der Pop-Musik zuwandte. Der Fado schien bereits gestorben zu sein, als er nun wieder erweckt wurde.

Außer an diesen beiden Standorten ist der Fado zunehmend in neuen Fado-Lokalen anzutreffen. Auch Straßenmusiker in den Gassen von Lissabon beginnen wieder Fado zu spielen.

Lennard Paßmann