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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 1.5.1940

1403 Der durch den Widersacher gebundene Wille ....

Das gekettete Wesen hat stets den Willen, sich zu befreien, solange es seine
Fesseln spürt als Zwang, denn dann ist es noch sich bewußt, daß es sich in einer
Lage befindet, die nicht seiner eigentlichen Bestimmung entspricht. Es verlangt
nach etwas anderem als dem gegenwärtigen Zustand, es erkennt sich also noch als
ein gebundenes Wesen und strebt der Freiheit entgegen. Es wird nun nur noch den
Trieb haben, seine Lage zu verbessern, und also auch seinen Willen gebrauchen,
sich frei zu machen.

Während ein Wesen, das völlig in der Gewalt des Bösen ist, nicht das Verlangen
hat, sich daraus zu befreien. Es sieht seinen Zustand als selbstverständlich an,
es ist sich seiner eigentlichen Bestimmung nicht bewußt, sein Wille ist unfrei und
führt nur immer aus, was ihm die finstere Macht zu tun befiehlt. Es ist dieser
Zustand darum so trostlos, daß er den Willen gefesselt hält und ein Erkennen der
Lage erschwert, wenn nicht gar ausschließt. Der Mensch ist in diesem Zustand ganz
zufrieden, er lebt seinen irdischen Zielen, er spürt weder Zwang noch Unfreiheit,
er ist nicht von dem Gefühl beseelt, sich auflehnen zu müssen gegen die ihn
zwingende Macht, denn diese läßt ihm im Erdenleben vollste Freiheit, erfüllt seine
irdischen Begierden und versetzt ihn also in einen zufriedenen Zustand, der gar
keine Änderung dessen strebenswert erscheinen läßt. Es ist also der Wille
gebunden, es hat der Widersacher sich ganz dessen bemächtigt .... Und daher ist
der Kampf um solche Seelen außerordentlich schwer.

Denn der Wille des Menschen muß sich Gott zuwenden, erst dann kann ihm Hilfe
entgegengesandt werden von Gott. Und es begehrt der Mensch stets das, was ihm
augenscheinlich und begehrenswert ist .... was er irdisch ergreifen kann .... Das
Gottverleugnen aber ist etwas rein Geistiges und kann erst dann empfunden werden,
wenn irdischer Besitz nicht mehr angestrebt wird. Es kann letzteres aber nur so
erreicht werden, daß die Macht des Widersachers den Menschen sichtbar erschüttert
wird .... also die Materie, der Besitz, dem Menschen als zerstörbar bewiesen
wird .... daß er erkennt, daß das, wonach sein Herz Verlangen trägt, der
Vernichtung anheimfallen kann, so es einer höheren Macht beliebt.

Es muß ihm also eine höhere Macht bewiesen werden, eine Macht, Die seinem
Verlangen entgegengesetzt ist .... eine Macht, Die das zerstören kann, was er sich
aufgebaut hat. Und dieser höheren Macht muß er sich unterordnen wollen aus der
Erkenntnis heraus, daß Sie das wahre Ziel ist, das dem Menschen gesetzt worden ist
von Anbeginn. Erst dann beginnt der Wille des Menschen sich der Macht des
Widersachers zu entwinden, und nun wird ihm Hilfe zugehen von oben ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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