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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 12.12.1940

1736 Bitte um Kraft in Versuchungen .... Geistiger Fortschritt ....

So geringfügig oft äußere Einwirkungen erscheinen mögen, sie sind doch bestimmend
für das Seelenleben des Menschen, und zwar bringen sie oft seelische Erregungen
zustande, die den Menschen veranlassen, in sich zu gehen und engere Fühlungnahme
mit Gott zu suchen. Es hat dies stets einen geistigen Fortschritt zur Folge, denn
eine jede Verbindung mit Gott ist ein Schritt zur Höhe. Jeder Gedanke, der zu Gott
gerichtet ist, ist eine Bereitwilligkeit zum Empfangen der Kraft aus Gott und
diese immer den Reifezustand der Seele fördernd. Also müssen alle Nöte des Lebens,
ob sie körperlich oder geistig spürbar sind, immer einen Fortschritt für die Seele
bedeuten, sofern sie dazu Anlaß sind, daß der Mensch zu Gott seine Zuflucht nimmt.

Jede Gefahr kann daher segenbringend, jedes Leid für die Seele von Nutzen sein.
Haltlos aber ist der Mensch, der Gott nur mit den Lippen nennt und niemals Dessen
Hilfe erbittet. Ihn wird alles niederdrücken, was ihm zur Prüfung auferlegt wird,
oder er wird es überwinden .... wie er meint, aus eigener Kraft, doch mit
Unterstützung böser Macht .... Denn diese ist sofort bereit, so der Mensch die
ewige Gottheit außer acht läßt. Diesen Zustand benötigt der Gegner Gottes, um nun
seinerseits zu wirken, und dies mit Erfolg. Der Mensch wird irdischen Vorteil
verbuchen können und ihn seiner Kraft und seinem Können zuschreiben, für seine
Seele aber bedeutet dies ein Manko. Desgleichen kann auch geistiges Streben unter
dem Einfluß des Widersachers stehen, wenn der Mensch zur Probe seiner
Widerstandskraft Versuchungen ausgesetzt ist und nun rein verstandesmäßig sich
Klarheit verschaffen möchte.

Dann wird der Widersacher alles so beleuchten, daß der Mensch irre wird an seinem
Gedankengang .... Während ein inniger Gedanke zu Gott das Treiben des Widersachers
klar erkennen läßt und die Erkenntniskraft schärft, so daß jeder Zweifel schwindet
und die Versuchungen wirkungslos bleiben. Niemals soll der Mensch glauben, daß
seine Kraft genüge, was auch an ihn für Anforderungen gestellt werden .... Immer
soll er Gott bitten um Zuwendung der Kraft, denn es ist die List des Gegners von
Gott zu ausdauernd; er wird die geringste Schwächeanwandlung benützen, seine Macht
zu entfalten; er wird in den verschiedensten Gestalten kommen, scheinbar den
Menschen in seiner Ansicht bestärkend, immer aber ihn zu beeinflussen suchen, Gott
auszuschalten, um die Seele sich zuzulenken.

Und daher soll stets und ständig Gottes Beistand erbeten werden, noch ehe die
Seele in die Gefahr kommt, beeinflußt zu werden von der Gegenmacht. Denn das
Ringen wird desto schwerer, je später der Mensch zu Gott seine Zuflucht nimmt, Der
ihm doch die Kraft unbeschränkt zur Verfügung stellt ....

Amen

— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —


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