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Abitur 2010 ● Englisch P4 ● Schwerpunkt 3: Ireland, Changes and Challenges

Ireland and England: A historical perspective

1. Juli 1690 Battle of the Boyne


• Schlacht am Fluss Boyne, bei der König Wilhelm III. von England über den
ehemaligen König James II. siegte
• Hintergrund: Kampf zwischen dem protestantischen Wilhelm, der den
katholischen Jakob zur Abdankung gezwungen hatte; Jakob versuchte nun
mit irische und französischer Unterstützung den Thron zurückzuerobern
• Militärische Übermacht von Wilhelms Truppen  Sieg
• Geordneter Rückzug von Jakobs Truppen, noch ein Jahr Krieg gegen
Wilhelms Truppen
• Symbol der protestantischen Vorherrschaft

1695–1709 Penal Laws


• Antikatholische Gesetze, heute bekannt als Strafgesetze
• Gesetze richteten sich vor allem gegen die katholische Oberschicht und die
Kirche, kaum gegen katholische Bevölkerung
• Beginn 1691: Ausschluss aller Katholiken aus Staats- und Militärämtern
• Ab 1695 Penal Laws des irischen Parlaments: Verbot Waffen zu tragen und
kriegstaugliche Pferde zu besitzen, Schließung der katholischen Schulen und
Verbot Kinder auf dem Kontinent ausbilden zu lassen
• 1697: Ausschluss von Katholiken aus den Rechtsberufen, Ausweisung des
Klerus und Verbot der Einreise
• 1704: Verbot der Einreise von Weltgeistlichen; kein Erwerb protestantischen
Landes durch Katholiken möglich (auch nicht, durch Erbe oder Heirat)
• 1728: Entzug des passiven Wahlrechts
• Aufhebung der meisten Penal Laws gegen Ende des Jahrhunderts
• Durchwachsener Erfolg durch fehlende stringente Umsetzung der Gesetze

1800 Act of Union


• Vereinigung des Königreiches Großbritannien mit Irland zum Vereinigten
Königreich von Großbritannien und Irland am 1. Januar 1801

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1845–1849 Potato Famine/ Emigration


• Große Hungersnot in Irland, die zum Tod von 500 000 bis 1 Million Iren und
zur Auswanderung einer weiteren Million führte
• Vorgeschichte: Englische Großgrundbesitzer sind im Besitz der großer Teile
der irischen landwirtschaftlichen Nutzfläche; Grundnahrungsmittel der Iren
sind Kartoffeln; 70% der irischen Bevölkerung leben von der Landwirtschaft;
Bevölkerungsexplosion trotz Landmangel (durch Kartoffeln war es möglich
eine Familie von einem kleinen Stück Land zu ernähren)
• 1845: Kartoffelfäule zerstört beinahe die gesamte irische Kartoffelernte
• 1846: neben der Kartoffelernste ist nun auch die Hafer- und Weizenernte
befallen
• Englische Regierung ergreift nur halbherzige Maßnahmen (subventionierter
Maisverkauf, Abschaffung von Einfuhrzöllen, ABER: Beibehaltung der
Pachtabgaben)
• Keine direkte finanzielle oder materielle Unterstützung durch englische
Regierung
• Staat richtete Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an (Vermittlung von 740 000
Arbeitsplätzen, Kosten für den Staat: 7 000 000£)
• Strenger Winter 1847 verschlimmert Lage, Vertriebene sterben häufig an
grassierenden Seuchen, geschwächte Bevölkerung ist nicht mehr in der Lage
bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu arbeiten  Einführung von
Suppenküchen, im August 1847 Ernährung von 3 000 000 Menschen durch
Suppenküchen
• Kartoffelernte 1847 klein, aber erfolgreich, daher Einstellung der
Unterstützungsmaßnahmen
• Hungersnot geht aber weiter, da 1848 und 1849 die Ernten erneut ausfallen
• Ende der Hungersnot erst 1849
• Folgen: Bevölkerungsrückgang um 2,5 Mio.; Beginn einer
Auswanderungswelle (1845–1855 verlassen rund 2 Mio. Iren ihr Land
Richtung Nordamerika, Australien, oder Großbritannien);
Auswanderungswelle hält bis 1900 an (jedes Jahr verlassen mehr als 10 000
Iren ihr Land)
• 1901 Tiefpunkt der irischen Bevölkerung mit nur noch 3,5 Mio. Einwohnern
• Beinahe vollständiger Untergang der gälischen Sprache

1916 Easter Rising


• Aufstand militanter irischer Republikaner um die Unabhängigkeit Irlands von
Großbritannien gewaltsam zu erzwingen
• Aufstand fand vom 24.–30. April 1916 statt

© by Arne Lordt, 2009 2


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• Irische Republikaner besetzten verschiedene Gebäude in Dublin und


proklamierte die unabhängige Irische Republik
• Obwohl der Aufstand militärisch fehlgeschlagen ist, gilt er als Wendepunkt in
der irischen Geschichte, da er der Beginn der Unabhängigkeit Irland war
• Erfolg erst durch Einsatz des britischen Militärs, das die Anführer des
Aufstands exekutierte und diesen so die Sympathien der irischen
Bevölkerung brachte

1919–1921 Anglo-Irish War


• Irischer Unabhängigkeitskrieg, der von der IRA als Guerilla-Krieg gegen die
britische Regierung in Irland geführt wurde
• Überfall der IRA auf Polizei in Dublin als Ursprung
• IRA-Mitglieder beginnen Grundstücke von Regierungsmitgliedern zu
überfallen
• Treibende Kraft: Michael Collins, Finanzminister der Regierung, er stellte
Waffen und Geld zur Verfügung um die Bewegung zu unterstützen
• IRA gewinnt immer mehr Mitglieder, immer mehr Überfälle, Steuereinnahmen
brechen zusammen
• Briten senden ehemalige Soldaten als Antwort auf IRA es kommt immer
wieder zu blutigen Kämpfen, bis zum Waffenstillstand 1921
• 1921: Schließung eines Waffenstillstands durch ausweglose Situation, IRA
könnte weiterhin ohne großen Erfolg Guerilla-Angriffe verüben, britische
Regierung gerät für ihr Vorgehen zunehmend in die Kritik  Schließung des
anglo-irischen Vertrages (Entstehung des irischen Freistaates)

1922–1923 Civil War


• Konflikt zwischen Unterstützen und Befürwortern des anglo-irischen
Vertrages
• Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit sahen diese im anglo-irischen
Vertrag nicht bestätigt
• Militärische Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern des
Vertrages
• Noch heute Auswirkungen auf irische Politik
• IRA existiert noch immer

1937 Republic of Ireland


• Freistaat Irland wird zur Republic of Ireland
• Irland wird unabhängig, bleibt aber Mitglied des Commonwealth (1948
Austritt)

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1968–heute „Troubles“
• IRA verübt immer wieder Anschläge in Irland
• 1972: Bloody Friday in Belfast; IRA zündet in Belfast und Umgebung 22
Bomben, 9 Menschen sterben, 130 werden verletzt
• Ziel der IRA: Unabhängigkeit Nordirlands von Großbritannien,
Wiedervereinigung der Republik Irlands mit Nordirland, Schutz der Katholiken
in Irland

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