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Übersicht: Anträge an den AS

Kategorie Antrag Nr. Forderung Vorstellung


I – vermutlich gut TV – Tischvorlage im F-Katalog Argumentation in der
durchsetzbar ! – bedarf ausführlicher AS-Sitzung
II – ungewiss Begründung
III – unwahrscheinlich, aber ? – Aufnahme (an dieser
wichtig Stelle)?
TV am Schluss Verfahren
1 1.9.!
0 2 3.5.
3 4.5. Unterstützung
II 4 4.5. Ausbau
5 1.10.
6 1.11.
I
7 3.4.
8 4.3.
II? 9 4.2.
10 3.6.! (Abst. evtl. in
Einzelpunkten)
I
11 5.1.

12 2.8.
13 2.13.
14 2.10. Zugang
II
15 2.10.7. Standards
TV 1 nach 15 2.10.4.
16 1.7.
TV 2 nach 16 1.4.
TV? 2.3. (AS 117/2009)/
Kommission
II
TV? 2.9.
TV? nach 14 2.12.?
TV? 4.9.
3.1. (Konzil vor 2
TV
Jahren?)
1.3.
2.1.
2.4.
III
2.5.
TV?
2.6
3.2.
3.3. (SenBWF)
4.8.
2.9. zu späterem
2.11. Zeitpunkt
offen
4.6.
4.7.
AS-Antrag 1 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Maluspunkteregelungen

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Sämtliche noch bestehenden Maluspunkteregelungen sind sofort auszusetzen und keine neuen
Studien- und Prüfungsordnungen sind zuzulassen, die solche erlauben.
Bisherige Maluspunkte sind unverzüglich zu löschen.
Mit der technischen Umsetzung wird die Studienabteilung beauftragt.

Begründung:
Die Vergabe von Maluspunkten wurde bereits an der Humboldt-Universität abgeschafft.
Dennoch gab es einerseits Versuche, solcherlei Regelungen in neue Studienordnungen
aufzunehmen (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät). Andererseits werden einigen
Studierenden noch immer ihre Maluspunkte in AGNES angezeigt (z.B. Sozialwissenschaften).
Eine konsequente und ‚spurlose’ Abschaffung dieser Regelungen steht folglich noch aus.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 2 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Anrechenbarkeit von Mitarbeit in Gremien der studentischen und


akademischen Selbstverwaltung

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Möglichkeit, Mitarbeit in Gremien der studentischen und akademischen Selbstverwaltung
als Workload (äquivalent zu Studienleistungen) anzurechnen, ist durchgehend umzusetzen.
Die Studienabteilung wird damit beauftragt, bei den Instituten und Fakultäten anzufragen, ob
Gremienarbeit als Teil des BZQ-Moduls in den jeweiligen Studienordnungen enthalten ist, und
ggf. eine Aufnahme in die Studienordnung zu veranlassen.

Begründung:
Der hohe und oft nur schwer zu bewältigende Arbeitsaufwand von Bachelor-Studiengängen
stellt eine Gefahr für studentische Beteiligung dar. Interessierte und engagierte Studierende –
deren Arbeit für das universitäre Leben unverzichtbar ist – sollten durch eine entsprechende
Zahl von Credit Points eine gewisse Entlastung erfahren.
Eine solche Regelung wurde bereits beschlossen, muss aber für alle Studierenden Gültigkeit
besitzen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
Keine
AS-Antrag 3 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: mehr Unterstützung für studierende Eltern durch Umsetzung des Audits
„familiengerechte Hochschule“

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Studierende mit Kind(ern) sind in höherem Maße zu unterstützen. Hierzu ist das Audit
„familiengerechte Hochschule“ zügig umzusetzen.
Besondere Beachtung haben soll hierbei folgenden Punkten gelten:
a) Verlängerung der Regelstudienzeit (1.4. der Zielvereinbarung)
b) Wegfall der Präsenzanforderungen (3.2. der Zielvereinbarung)
Darüber hinaus sind folgende nicht in der Zielvereinbarung enthaltene Maßnahmen
umzusetzen:
a) Anpassung der Ausleihmodalitäten in den Bibliotheken
b) mehr Flexibilität hinsichtlich Prüfungszeiten
c) Anpassung der Regelungen bei Krankmeldungen und Fehlzeiten
Über Fortschritt und Erfolg dieser Maßnahmen ist vierteljährlich zu berichten.

Begründung:
Die Humboldt-Universität hat selbst die Notwendigkeit familiengerechter Arbeits- und
Studienbedingungen erkannt.
So sind auch und gerade studierende Eltern, die naturgemäß eine höhere Belastung zu
bewältigen haben, durch infrastrukturelle Maßnahmen sowie Anpassungen in Studien- und
Prüfungsordnungen zu entlasten.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 4 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: mehr Unterstützung für studierende Eltern durch Erhalt und Ausbau des
Kinderbetreuungsangebotes

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die in der Zielvereinbarung enthaltenen Punkte „Sicherstellung der Kinderbetreuungsangebote
des Kinderladens ‚Humbolde’“ (8.2.) sowie „Prüfung der Erweiterung der
Kinderbetreuungsangebote des Kinderladens ‚Humbolde’“ (8.3.) sind zu folgendem
verbindlichen Vorhaben zu vereinigen:
Das Kinderbetreuungsangebot des Kinderladens „Humbolde“ ist zu erhalten und zu erweitern.
Die Erhebungen zum Betreuungsbedarf sind zu veröffentlichen. Über den Ausbau des
Betreuungsangebotes sowie die Prüfung von Finanzierungsmöglichkeit ist vierteljährlich zu
berichten.

Begründung:
wird mündlich vorgetragen

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
ja
AS-Antrag 5 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Rechenschaftsberichte der Institute bei hohen Abbrecher_innenquoten

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Institute mit verhältnismäßig hohen Anteilen an Studienabbrecher_innen je Jahrgang (10%
über dem HU-weiten Durchschnitt, der derzeit bei 21% liegt) werden aufgefordert,
Rechenschaftsberichte zu verfassen. Diese sollten auch gezielte Lösungsstrategien beinhalten.

Begründung:
In manchen Studiengängen und ganzen Instituten ist die relative Zahl der
Studienabbrecher_innen je Jahrgang auffallend hoch. Da es nicht nur im Interesse der
Studierenden, sondern besonders auch im Interesse der Universitätsleitung liegt, diese Zahlen
zu verringern, sollten an den betroffenen Instituten nicht nur Rechenschaftsberichte verfasst,
sondern auch Lösungsstrategien erarbeitet werden, wie diese Institute nachhaltig ihre Arbeit
verbessern können. Solcherlei Lösungsstrategie könnten auf Ausweitung der Beratung von
Studienbewerber_innen, Ausweitung der studienbegleitenden Beratung, besondere
Prüfungsvorbereitungen o.ä. abzielen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 6 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Unkomplizierte Zulassung zu hochschulübergreifenden Studiengängen

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Humboldt-Universität setzt sich für eine unkomplizierte Zulassung zu
hochschulübergreifenden Studiengängen innerhalb Berlins und zwischen Berlin und
Brandenburg ein. Fächer, die an der eigenen Universität nicht angeboten werden, müssen
unkompliziert mit dem bestehenden Fächerangebot zu kombinieren sein. An anderen
Universitäten erbrachte Studienleistungen sind anzurechnen.
Über den Stand diesbezüglicher Verhandlungen mit anderen Berliner und brandenburgischen
Universitäten ist vierteljährlich zu berichten.

Begründung:
Obwohl die Bologna-Reform zu einer besseren hochschulübergreifenden Studierbarkeit von
Studiengängen v.a. international beitragen sollte, gibt es heute sogar innerhalb des Landes
Berlin und im Land Brandenburg nur sehr wenige Möglichkeiten, an mehreren Universitäten
gleichzeitig zu studieren. Um die Vielfalt des Fächerangebotes zu erhöhen ist es notwendig,
das Studieren an mehreren Universitäten unkompliziert zu ermöglichen. Auch im Sinne einer
universellen Bildung kann es jedoch sehr sinnvoll sein, an verschiedenen Universitäten
Lehrveranstaltungen zu besuchen. Damit diese Besuche jedoch nicht wie bisher nur zum
zeitlichen und somit studienpunktetechnischen Nachteil gereichen, muss es möglich sein, für
diese Lehrveranstaltungen Studienleistungen bescheinigt zu bekommen. Wenn das
„Experiment“ Bologna-Reform tatsächlich im Großen gelingen soll, muss doch wenigstens dafür
gesorgt sein, dass im Kleinen die Hauptversprechen eingehalten werden. Dazu gehört eben
jener Gesichtspunkt, in dem es im Wesentlichen um die zügige Umsetzung des
Beschlusses AS 096/2009 vom 02.02.2009 geht.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 7 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: (Wieder-) Einführung einer veranstaltungsfreien Zeit von wöchentlich


mindestens vier Stunden zur Teilnahme und Mitarbeit in universitären
Gremien

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Mindestens 4 SWS sind ausschließlich den Gremien der universitären Selbstverwaltung
vorbehalten. Die 4 SWS setzen sich zusammen aus
a) der (Wieder-) Einführung der universitätsweit verbindlichen Zeitschiene Mi., 12 – 14
Uhr (Mitte) bzw. 13 – 15 Uhr (Adlershof);
b) 2 von der jeweiligen Fakultät bzw. dem jeweiligen Institut festzusetzenden SWS.
Um eine Abstimmung mit dem Standort Mitte zu erleichtern, wird den Instituten in
Adlershof empfohlen, diese 2 SWS auf 11 – 13 Uhr festzusetzen.

Begründung:
Die veranstaltungsfreien Zeitschienen sollen insbesondere die unkomplizierte Teilnahme und
Mitarbeit innerhalb der studentischen und akademischen Selbstverwaltung sowie in
studentischen initiativen ermöglichen. Eine universitätsweit festgelegte Zeit käme einer
notwendigen Vernetzung der bestehenden Initiativen entgegen.
An dieser Stelle sei darüber hinaus angemerkt, dass der Akademische Senat offiziell zwar
(teilweise) öffentlich tagt, de facto aber von vielen Studierenden aufgrund zu besuchender
Lehrveranstaltungen nicht besucht werden kann.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
Keine
AS-Antrag 8 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen


Arbeitsbereichen der Universität und auf allen Ebenen;
Erhöhung des Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Universität hat Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils von Studierenden mit
Migrationshintergrund zu erarbeiten und durchzuführen. Dazu zählen u.a.:
a) Zusammenarbeit mit Schulen, die einen hohen Anteil an Kindern mit
Migrationshintergrund besitzen
b) Mentor_innen und Tutor_innen für Studierende mit Migrationshintergrund
c) Bevorzugung von Bewerber_innen mit Migrationshintergrund bei der Vergabe von
Studien- und Arbeitsplätzen (darunter auch Stellen als studentische Hilfskräfte) sowie
von Forschungs- und Lehraufträgen

Begründung:
Menschen mit Migrationshintergrund sind an unserer Fakultät klar unterrepräsentiert. Die
Universität selbst muss Maßnahmen ergreifen, dem faktischen Ausschluss vieler Migrant_innen
von der Universität entgegen zu wirken und strukturellen Rassismus zu verhindern.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 9 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Barrierefreies Lehren und Lernen

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Humboldt-Universität ergreift infrastrukturelle Maßnahmen, um ein durchgehend
barrierefreies Lehren und Lernen zu ermöglichen. Hierzu zählen
a) unverzügliches Beheben der baulichen Mängel am Grimm-Zentrum;
b) Barrierefreiheit in Räumen und Liften, Einrichtung von Blindenleitsystemen;
c) Verfügbarkeit von Dolmetscher_innen zur Übersetzung in Gebärdensprache.

Begründung:
Um dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zu entsprechen – weil es aber darüber hinaus
völlig inakzeptabel ist, Menschen mit Behinderungen von der Universität auszuschließen –, ist
es notwendig, Barrierefreiheit in der ganzen Universität zu gewährleisten.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
ja
AS-Antrag 10 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Transparenz der universitären Organisation

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Zur Steigerung der Transparenz der universitären Organisation beschließt der Akademische
Senat folgende Maßnahmen:
a) mehr Transparenz in allen Verhandlungen, die die Universität betreffen, durch
– Veröffentlichung der Ergebnisse an zentraler Stelle, auch an den einzelnen
Instituten,sowie in Newslettern und auf schnell zu erreichenden Seiten der
Homepage www.hu-berlin.de
– Darstellung der Zusammensetzung der verantwortlichen Gremien und
Arbeitsgruppen sowie ggf. Bekanntgabe der beteiligten Personen
– Offenlegung der Arbeit informeller Gruppen (z.B. von Task Forces)
– offizielle, aber nicht demokratisch legitimierte Arbeitsgruppen sind zu vermeiden,
stattdessen sind sie als Kommissionen bestehender Gremien zu bilden
b) Veröffentlichung aller universitätsinternen Evaluationen an ebenfalls zentralen und
leicht zugänglichen Stellen
– Bei Evaluationen, die auf Personen rückführbar sind, sind die
datenschutztechnischen Regelungen zu beachten.
c) Einrichten einer Informationstafel im Foyer des Hauptgebäudes
– Diese soll über die Arbeit der Gremien der universitären Selbstverwaltung sowie über
den Stand wesentlicher Verhandlungen und Prozesse berichten, wie z.B. über Abläufe
im Rahmen der Exzellenzinitiative oder der Hochschulvertragsverhandlungen sowie
über Fortschritte bei der Überarbeitung der BA-Studiengänge.
d) Solche Informationstafeln sollen auch an den einzelnen Instituten über die
entsprechende Arbeit informieren.
e) die Umstrukturierung der Homepage derart, dass
– eine über über die Startseite erreichbare „News-Seite“ nicht nur Neuigkeiten für die
Öffentlichkeit, sondern auch Interna bekannt gibt
– Informationen zur akademischen Selbstverwaltung leicht zugänglich sind und an
zentraler Stelle in die Gremienstruktur der HU sowie in Aufgaben und
Zusammensetzung der jeweiligen Gremien und Kommissionen eingeführt wird

Begründung:
Die Humboldt-Universität zeigt sich bemüht, nach außen attraktiv und umfassend präsentiert zu
sein, wovon bspw. die Anlage der Homepage sowie die personelle Ausstattung des Öffentlichkeits-
Referates zeugen. Die interne Kommunikation hingegen bedarf des dringenden Ausbau,
Studierenden ist der unkomplizierte Zugriff auf allgemeine wie aktuelle Informationen über Gremien
und universitäre Entscheidungsprozesse zu ermöglichen.
Die Struktur der akademischen Selbstverwaltung zu erläutern kann nicht ausschließlich Aufgabe
studentischer Initiativen – die zudem nicht mit der Hauptseite verlinkt sind – sein. Vielmehr sollte
auch die Universitätsleistung ein Interesse an studentischer Beteiligung – und somit Bereicherung –
haben.

Haushaltsmäßige Auswirkungen: Keine


AS-Antrag 11 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Billigung des studentischen Protestes

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Der Akademische Senat nimmt die Proteste der Studierenden für ein besseres und sozial
gerechtes Bildungssystem billigend zur Kenntnis und hält viele der dargelegten Ziele für
notwendig.
Er verpflichtet die Leitung der Humboldt-Universität, von Repressionen gegen
Protestteilnehmer_innen entschieden Abstand zu nehmen, insbesondere keine Strafanzeigen
zu stellen und Protestteilnehmer_innen im Studienalltag nicht zu benachteiligen.

Begründung:
Die Bildungsprotestbewegung richtet sich mit ihren Forderungen und ihrer Zielsetzung auf
einen aktiven Veränderungsprozess des Bildungssystems. Der Protest bedient sich
unterschiedlicher Aktions- und Äußerungsformen, die in ihrer Kreativität und Heterogenität
sowohl die momentane Lage kritisieren als auch aktiv Handlungs- und Veränderungs-
möglichkeiten aufzuzeigen versuchen. Ein wesentlicher Bestandteil innerhalb des Protestes ist
die jetzige Besetzung des Audimax. Allen unterschiedlichen Protestformen liegt die Maxime der
Gewaltfreiheit zu Grunde.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 12 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Arbeitsbedingungen von Lehrbeauftragten, insbesondere am SPZ

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Arbeitsbedingungen von Lehrbeauftragten, insbesondere am Sprachenzentrum der HU,
sind fundamental zu verbessern.
Es ist zu prüfen, an welcher Stelle und auf welche Weise Lehrbeauftragte, die seit mindestens
zwei Semestern einen Lehrauftrag im Umfang von mindestens 4 SWS wahrnehmen, die
Möglichkeit einer festen Anstellung erhalten können, ohne dass dies zur Streichung von
Mitarbeiter_innenstellen und Lehraufträgen führt. Über das Ergebnis dieser Prüfung ist bis zum
31.04.2010 öffentlich Bericht zu erstatten.
Zudem setzt die Humboldt-Universität dafür ein, dass Lehrbeauftragte, die seit mindestens
zwei Semestern einen Lehrauftrag im Umfang von mindestens 4 SWS wahrnehmen, zu
Mitgliedern der Hochschule werden.

Begründung:
Die derzeitige Situation von Lehrbeauftragten, die neben Lehraufträgen über keine feste
Beschäftigung verfügen, ist als äußerst ‚prekär’ zu bezeichnen.
Dies wird besonders deutlich bei Lehrbeauftragten, die am Sprachenzentrum der HU
Sprachkurse durchführen. Sie erledigen dieselbe Arbeit wie ihre fest angestellten Kolleg_innen,
erhalten aber jeweils nur Verträge für ein Semester, die jederzeit zu annullieren sind. Sie
erhalten eine deutlich geringere Entlohnung, müssen Vor- und Nachbereitung unbezahlt
verrichten und werden in interne Kommunikation- und Entscheidungsprozesse nicht oder nur
geringfügig eingebunden. Diese Situation ist in den Augen der Studierendenschaft nicht zu
rechtfertigen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
ja
AS-Antrag 13 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Ausfinanzierung des musikalischen Angebots

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Die Humboldt-Universität verpflichtet sich, Kürzungen bei Chor und Orchester zu unterlassen,
stattdessen vielmehr die Ausfinanzierung des musikalischen Angebots sicherzustellen.
Alle musikalischen Institutionen sind in einer Zentraleinrichtung für Musik zusammenzuführen.

Begründung:
Für eine akademische Einrichtung – zumal für eine derart bedeutsame wie die Humboldt-
Universität – ist ein kulturelles Angebot, bei dem Chor und Orchester unverzichtbare
Bestandteile sind, unverzichtbar. Die Teilnahme an Chor und Orchester ist zudem ein Beitrag
zur individuellen Bildung sowie zum gesellschaftlichen kulturellen Leben. Eine Verringerung
dieses Beitrages von seiten der Humboldt-Universität wäre vollkommen unverständlich.
Um die Rolle der Musik an der HU sicher zu stellen und heraus zu heben, ist eine
Zentraleinrichtung für Musik, der der Universitätsmusikdirektor vorsteht, zu gründen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine oder geringfügige Erhöhung der bisherigen Ausgaben für das musikalische Angebot
AS-Antrag 14 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Verbesserung des Zugangs zu Räumen für Studierende

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
Studierenden ist der Zugang zu Räumlichkeiten der Universität zu erleichtern. Dies soll durch
folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
a) Einige Seminarräume sind für Studierende grundsätzlich offen zu halten.
b) Die Darstellung der universitätsweiten Raumplanung – insbesondere der nicht
verschlossenen Räume – ist fortan für Studierende zugänglich zu machen.
Mit der technischen Umsetzung, die durch eine Anpassung in AGNES erfolgen kann,
wird die Studienabteilung beauftragt.
c) Für das Audimax sind zugunsten studentischer Vollversammlungen, insbesondere in
der Zeit von 14 bis 18 Uhr, Ausweichräume frei zu halten.

Begründung:
Um den Anforderungen des Studienalltags zu genügen, ist es unabdingbar, dass Studierenden
genügend Räumlichkeiten für das individuelle Arbeiten sowie für das Arbeiten in der Gruppe
zur Verfügung stehen. Hierfür müssen Studierende einerseits Einblick in den Raum- und
Belegungsplan der HU haben, andererseits auch kurzfristig entsprechende Räume belegen
können.
In Zeiten, in denen das Audimax sich nicht in studentischer Hand befindet, ist es ferner
keinesfalls problemlos, Räumlichkeiten für eine Vollversammlung zu organisieren.
Vollversammlungen, die das höchste beschlussfassende Organ der studentischen
Selbstverwaltung darstellen, müssen aber über unkomplizierten Zugang zu notwendigen
Räumlichkeiten verfügen.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine
AS-Antrag 15 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Ermittlung und ständige Prüfung der Standards zum Raumbedarf

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Der Akademische Senat möge beschließen:
I. Bei den Evaluationen des Raumbedarfs, wie sie im Rahmen der Einführung des ‚Mieter-
Vermieter-Modells’ durchzuführen sind, ist auch und gerade der studentische Bedarf zu
berücksichtigen. Hierfür sind folgende Kriterien zu beachten:
a) der Erhalt von Fachschaftsräumen
b) der Bedarf an (Gruppen-) Arbeitsräumen
c) der Bedarf an Ruheräumen
d) Räume für studentische Initiativen, z.B. für studentisch verwaltete Cafés
Die Festsetzung des relativen sowie des absoluten Bedarfs hat unter Beteiligung von
Studierenden zu erfolgen.
II. Die Haushaltsabteilung hat derartige Evaluationen regelmäßig durchzuführen und über
deren Ergebnisse und Berücksichtigung Rechenschaft abzulegen.

Begründung:
Die Studierenden kritisieren das neue ‚Mieter-Vermieter-Modell’ (MVM) im Ganzen und
wünschen sich dessen Nichteinführung. Da das MVM jedoch in den abgeschlossenen
Hochschulverträgen verankert ist, ist die Umsetzung dieses Wunsches derzeit nicht möglich.
So bestehen die Studierenden wenigsten darauf, bei den Berechnungen des Raumbedarfs der
jeweiligen Fakultäten bzw. Institute hinreichend Berücksichtigung zu finden.
Eine regelmäßig durchzuführende Evaluation über die Raumsituation, die bisher ausgeblieben
ist, ist hierfür unabdingbar.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
für die Durchführung der Evaluation
AS-Antrag 16 AG Akademischer Senat

Humboldt-Universität zu Berlin Berlin, den 20.01.2010


Vollversammlung der Studierenden und
Plenum der Protestteilnehmer_innen
Liste unabhängiger Studierender, Offene Linke Liste
Silvia Gruß, Tobias Roßmann

Vorlage
zur Beschlussfassung
für den Akademischen Senat

Gegenstand: Abschaffung von Zwangsexmatrikulationen

Berichterstatter_in:

Beschlussentwurf:
Die Humboldt-Universität versichert, keine Zwangsexmatrikulationen durchzuführen aufgrund
von
a) nicht erfüllten Auflagen bei Zwangsberatungen;
b) ausgelaufenem „Vertrauensschutz“ für Magister- und Diplomstudiengänge.

Sie setzt sich darüber hinaus für die Abschaffung von Zwangsexmatrikulationen aufgrund
dreimaliger nicht bestandener Prüfung ein. Die Gleichsetzung von „endgültig nicht
bestanden[er]“ (§15 (3) BerlHG) und dreimalig nicht bestandener Prüfung in
Prüfungsordnungen ist zu unterlassen.

Begründung:
Zwangsexmatrikulationen in diesen Fällen scheinen Mittel der Kostenreduzierung für die
Universität zu sein, welche vollständig zu Lasten der Studierenden gehen und daher nicht
verantwortbar sind. Da Zwangsberatungen eine Bevormundung der Studierenden durch die
Universität und somit einen Eingriff in die Freiheit und Verantwortung derselben darstellen, zu
welcher sich die HU in der Präambel ihrer Verfassung bekennt, sind auch
Zwangsexmatrikulationen abzulehnen, die durch solche bestimmt wurden.
Das Auslaufen des so genannten „Vertrauensschutzes“ für Studierende der Magister- und
Diplomstudiengänge darf kein Kriterium für den Ausschluss aus der Universität sein, da
Studierende sonst ohne jegliche Qualifikation aus der Universität austreten würden. Vielmehr
sollte diesen ermöglicht werden, ohne viel Zeitverlust in vergleichbare Studienordnungen der
neuen Bachelor- und Masterstudiengänge überzuwechseln.
Da Zwangsexmatrikulationen in den Fällen a) und b) von der Universität nach Aussage des
Vizepräsidenten für Studium und Internationales nicht praktiziert werden, dürfte eine derartige,
verbindliche Erklärung problemlos sein.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:
keine