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Januar 2015

Einstellung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen

Derzeit kann bundesweit in bestimmten Fächern bzw. Fachkombinationen der Einstellungsbedarf für Lehrkräfte nicht vollständig mit Lehrerinnen und Lehrern, die über eine entsprechende Ausbildung für das jeweilige Lehramt verfügen, abgedeckt werden. Deshalb besteht in Rheinland-Pfalz die Möglich- keit, Bewerberinnen und Bewerber mit einer Hochschulprüfung an einer Universität oder an einer vergleichbaren Hochschule (z.B. Diplom, Magister im Hauptfach, Master, 4-semestriger Master an einer Fachhochschule) in den Vorbereitungsdienst für die jeweiligen Lehrämter einzustellen, sofern die vorhandenen Ausbildungsplätze nicht vollständig mit Bewerberinnen und Bewerbern be- setzt werden können, die eine Erste Staatsprüfung für das entsprechende Lehramt abgelegt haben.

Einstellungen in den Vorbereitungsdienst erfolgen im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Der Vorberei- tungsdienst dauert zwei Jahre. Bei vorausgegangener Lehrtätigkeit und positivem Lernfortschritt wäh- rend des Vorbereitungsdienstes kann der Vorbereitungsdienst um bis zu sechs Monate verkürzt wer- den. Die Ausbildung erfolgt an den beiden Lernorten Studienseminar und Ausbildungsschule. Ziel der Ausbildung ist, die künftigen Lehrkräfte auf der Grundlage ihres Studiums mit Theorie und Praxis der Erziehung und des Unterrichts allgemein und ihrer jeweiligen Unterrichtsfächer vertraut zu machen. Die Ausbildung erfolgt für zwei Ausbildungsfächer.

Die Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger legen die Zweite Staatsprüfung für Lehramt an Berufsbil- denden Schulen ab. Sie erwerben eine vollwertige Lehrbefähigung und können sich nach erfolgrei- chem Abschluss um Einstellung in den Schuldienst bewerben. Da im Wege des Quereinstiegs aus- schließlich Bewerberinnen und Bewerber mit Bedarfsfächern berücksichtigt werden, bestehen sehr gute Einstellungsaussichten. Dies gilt insbesondere, wenn keine regionalen Beschränkungen bezüg- lich der Schulstandorte bestehen.

Für potentielle Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger besteht auch bereits vor einer Bewerbung die Möglichkeit, an einer Schule zu hospitieren, um einen Einblick in den Schulalltag zu nehmen und einen Eindruck über die Anforderungen an eine Lehrkraft zu bekommen. Wir empfehlen hiervon möglichst Gebrauch zu machen.

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Einstellungsmöglichkeiten

Universitätsabsolventinnen und -absolventen können in Fächern, die an berufsbildenden Schule unter- richtet werden als Quereinsteigerinnen oder Quereinsteiger zum Vorbereitungsdienst zugelassen wer- den.

Besonderer Bedarf besteht in den Fachrichtungen:

- Gesundheit (nicht Tiermedizin)

- Informatik (mit dem Schwerpunkt technische Informatik)

- Mathematik

- Metalltechnik

- Pflege

- Physik

- Sozialpädagogik (nicht in Kombination mit Soziologie)

Kein Bedarf besteht in den Fachrichtungen (jeweils Erstfach):

- Agrar- / Forstwissenschaften (Diplom/Master)

- Architektur (Diplom/Master)

- Bautechnik (Diplom/Master)

- Biologie (Diplom/Master)

- Deutsch (Diplom/Master)

- Fremdsprachen (Diplom/Master)

- Geographie (Diplom/Master)

- Holztechnik (Diplom/Master)

- Pharmazie (Staatsexamen)

- Sport (Diplom/Master)

- Sozial- / Kulturwissenschaften (Diplom/Master) - außer Psychologie (Diplom/Master)

- Umweltwissenschaften (Diplom/Master)

- Volkswirtschaft (Diplom/Master)

- Wirtschaft (Diplom/Master)

Die endgültige Festlegung, in welchen Fächern und in welchem Umfang Einstellungen im Rahmen des Quereinstiegs vorgenommen werden, kann erst erfolgen, wenn die Zahl der vorrangig zu berück- sichtigenden Bewerbungen von Absolventen mit Erster Staatsprüfung für das entsprechende Lehramt feststeht. Ferner ist zu beachten, dass - auch wenn zu einem Termin an mehrere Seminaren Einstel- lungen erfolgen - Quereinsteigerinnen bzw. Quereinsteiger. entsprechend der bestehenden Ausbil- dungsmöglichkeiten für die jeweiligen Fächer ggf. nur an einem der aufnehmenden Seminare zu- gelassen werden können.

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Bewerbungsverfahren

Einstellungen in den Vorbereitungsdienst an berufsbildenden Schulen erfolgen zum 1. Mai (Bewer- bungsschluss 15. Januar) und zum 1. November eines Jahres (Bewerbungsschluss 15. Juli).

Das Bewerbungsverfahren wird von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Trier durchgeführt; diese entscheidet auch über die Einstellung. Der Entscheidung geht ein Einstellungsgespräch voraus, in dem die Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers festgestellt wird.

Weitere Einzelheiten zu Einstellungsvoraussetzungen sowie Informationen zum Bewerbungsverfahren und der Besoldung können Sie den bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion im Internet einge- stellten Informationen für die Bewerbung um Einstellung in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz entnehmen (http://www.add.rlp.de).

Informationen zu dem Staatlichen Studienseminaren für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen werden ebenfalls im Internet (http://studienseminar.rlp.de) angeboten.

Anwärterbezüge

Für die Dauer des Vorbereitungsdienstes werden vorbehaltlich möglicher Änderungen An- wärterbezüge in folgender Höhe gewährt (Stand: 01.01.2015, ohne Gewähr):

Anwärtergrundbetrag (brutto):

1.247,31 Euro

ggf. zuzgl. Familienzuschlag:

Verheiratet, sofern Ehegatte nicht im öffentlichen Dienst:

61,82 Euro,

Erhöhung für die beiden ersten Kinder um jeweils

173,47 Euro,

für das dritte und jedes weitere Kind um jeweils

343,71 Euro.

Ansprechpartner

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Für weitere Informationen im Hinblick auf das Bewerbungsverfahren wenden Sie sich an:

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier Kurfürstliches Palais Willy-Brandt-Platz 3 54290 Trier

Nicole Thon Tel.: 0651/9494447 Fax: 0651/949477447

(Buchstabe A K)

Thomas Loch Tel.: 0651/9494382 Fax: 0651/949477382

(Buchstabe L Z)

Zu Fragen der fachwissenschaftlichen Voraussetzungen wenden Sie sich bitte an das Landesprü-

fungsamt in Mainz:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Landesprüfungsamt

Nadja Nikolaus Tel.: 06131/165477