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1).

Einleitung

Euro-Krise -> recht manchmal hilflos vor gegebenheiten steht


 MS treiten nicht für die schulden anderer ein (+keine Haftung) ->
aber Griechenland-Krise, ohne einzutreten wuerde sich die
Finanzkrise verschaerfen -> auch deutsche banken würden Geld
verlieren
 juristen hilflos ausgesehen, als sie sagten -> regel: no baylout
 Parlamente können aber neue Regel festsetzen -> das
innerstaatliche Recht kann schnell reagieren -> Verfahren
ermöglicht es -> Minderheiten werden überstimmt

im VölR nur ausnahmsweise können Minderheiten überstimmt werden (nur


ausnahmsweise Mehrheitsentscheidungsverfahren vorgesehen – wenn im
Vertrag festgelegt).
(P) was wäre die Mehrheit -> GER so groß = mehr stimmen?

aber auf globaler Ebene -> immer mehr Entscheidungssituationen ->


Gefahr aufzuhängen, wenn R-ordnung keine Lösung bereitstellt, weil zu
viele Veto-Mächte -> R-Ordnung wird nicht ernstgenommen, nicht gefolgt

nicht nur in Situationen wie Finanzkrise, auch in kleineren. Kleine Lösung


-> Anpassung -> Neu-Interpretation iL neuer Verhältnisse. Kann man eine
festgeschriebene Regel neu verstehen?

dann wäre die no-baylout regel so verstanden:


man ist nicht verpflichtet, aber natürlich kann man sich gegenseitig retten

im Völkerrecht eine Möglichkeit, dass die Staaten selbst, das was sie
vereinbart haben, nochmal selbst interpretieren -> (P) Parlamente können
anderer Meinung sein. Darf man als Regierung

Spannung -> Neu-Interpretation, weil neue Verhältnisse/so haben wir nicht


gewettet

2). Typen der formellen Änderungsverfahren -> Leonie

Recht auf Änderungsvertrag (-)


Wann nötig -> notwendig, wenn sich Umstände ändern, oder Effektivität
des Vertrages verbessert werde soll

Art 39 WVRK

„Übereinkunt“ -> schriftlich auch formlos

problematisch

a) klassische
Art. .... -> Recht darauf (-), Willenserklärung, Beendigung eines alten ->
Abschluß eines neuen -> aber gegenseitige Vertragsbeziehungen die
ganze Zeit aufrechterhalten

Möglichkeit bzgl. des Quorums: Einstimmigkeit – Mehrheitsentscheidung


(Art. 108 UN-Charta, Verfassung von WHO – kann fristegerecht
widersprochen)

b) V-Revision
Begriff in der WVK nicht zu finden -> Historischer Hintergrund ->
Wersailler Vertrag. Meint eigentlich Änderung. Unterschied a) und b) ->
Umgestaltung nur einzelner Vorschriften – ganzer Vertrag. Kann
verwirrend sein da a) manchmal wie Revision sich auswirken kann (wenn
kern-vorschriften)

Revisionsklauseln – kein Anspruch -> evtl. Pflicht zur Verhandeln ->


Prozeduraller Aspekt, der auch geändert werden kann -> Art 109 UN-
Charta -> revisionskonferenz soll einberufen werden -> Römisches Statut
IntGerichtshof Art 21-23 – qualifiziertes mehrheitsverfahren, wenn jd nicht
will, kann zurücktreten

-> wichtig,da bei einer Verhandlung Hemmschwelle höher, als im polit.


Absprachen*

auch solche Klauseln -> Instr. des friedlichen Wandels -> Art 14 UN-
Charta, aber einfach Ermächtigung für Generalversammlung -> jedoch
unpräzise

manchmal technische Anhänge -> spez. Revisionsklauseln, Gremium wird


einberufen, Abstimmung, parteien belibt die Möglcihkeit zum opt-out inn.
einer Frist

Verträge bei denen innerhalb der Konferenz beschlossen wird, ob Anhang


geändert werden soll -> Konsensprinzip

Langwiriger Prozess -> oft Modikation per se vorgesehen, die vorher


stattfindet

c) V-Modifikation -> Art. 41 WVRK


Unter parteien untereinander. Zulässigkeit unter dem Vertrag -> Verstoß
gegen Vertrag wirksam, es sei denn ius cogens, völ.r. Verantwortung

Teilhaberecht der Parteien

weniger Kompromisse müssen beschlossen werden und Parteien (die nicht


mitmachen wollen) können weiterhin Parteien des Vertrages bleiben

d) Andere Typen
 nachtr entsehendes Völkergewohnheitsrecht
*ius cogens – Nichtigkeit des Vertrages oder einzelner
Vorschriften
*einfaches V.gew.R.

 Christian Fulda: Situation Vertragspartei will Änderung, aber nicht


auf dem vertraglich vorgesehenen Weg. Die Partei will aber dem
Vertragssinn nachkommen. -> Experimentierklauseln -> Möglichkeit
für ein Staat, eine bestimmte Vertragspflicht auszusetzen. Seine
Maßnahme muss der Pflicht widersprechen aber auch ausdr.
genannt + angezeigt werden. muss in dem Vertrag drinnstehen ->
jedoch nicht bei solchen Verträgen wie Finanzverträgen (bei der
Euro-Krise hilft nicht weiter)

ABM-Vertrag -> Begrenzung von Raketenabwechsystem -> Usa + UDssR


 Art. 1
 Zweck des Vertrages -> Gleichgewicht herzustellen,
Rüstungswettlauf verhindern -> Idee der Raketenabwehr
 National Missile Defence Act -> landesweit Raketenabwehr
stationiert. Infragestellung des ABM-Vertrages -> aber: Aufforderung
an Admi. mit Russland über Modifikation des ABM-V. zu verhandeln
 Russland hat nicht zugestimmt -> USA ist zurückgetreten. Aber es
bestanden Mechanismen der Änderung des Vertrages:
Zusatzbestimmungsvorschläge + qualifizierters Rücktrittsrecht bei
außergewöhnlichen Ereignisse
 Rücktrittsrecht?hier (-) Begründnung mit 11 Spt unlogisch -> Kein
Zusammenhang mit dem regelungsgegenstand, aber USA extensive
Auslegung -> auch wenn das außergwöhnliche Ereignis zukünftig
erfolgen sollte
 (P) es gab Revisionsmechanismus -> polit. Fehlschläge führten zum
Rücktritt

Nolte: ABM-Vertrag im Vordergrung, weil Sachmaterie wichtig -> wie hoch


sind die Chancen für den nächsten Atomkrieg

wenn niemand kündigen kann -> Vertrag kann erstarren, wenn veränderte
Verhältnisse

hist Hintergrund: Völkerbundsatzung -> kongres paryski -> staaten mit


den Enstcheidungen nicht einverstanden -> Selektive Anwendung des
Priznips der Grenzenziehung nach dem Prinzip der ethnischen Gruppen auf
bestimmten Gebiet -> ganze Politik danach = Politik der Revision des
Versaill-Vertrages

Revisionsbestrebungen -> per se nichts negatives, aber verständlich wenn


Staaten an der geschaffenen Rechtsordnung halten wollen. R-Ordnung ->
soll jedoch am laufenden halten
zB. peaceful change -> aber kein Verfahren dafür -> in der UN-Charta
schwache andeutung an peaceful change

nach der griechenland-krise -> Ger will was verändern, aber nicht
innerhalb der bestehenden Regeln -> Möglichkeit, ein Staat
auszuschließen; Aufsichtsmechanismen über Staaten. aber eur. Verträge
sind ganz konservativ -> totales Einstimmigkeitsprinzip! -> Wie sollen eur.
Verträge idH verändert werden?

Volkswirtschaftslehre -> exit or voice für staaten

opting-out Klauseln: Recht jederzeit widerzusprechen, wenn mit


der Änderung nicht einverstanden

bei multilateralen Vertr. mit multilateralen Gegenständen -> opting-out


interessant (wie bei Vorbehalten) -> möglichst viele Staaten sollen
beitreten -> nur das reingeschrieben werden kann, was den staaten „lieb“
ist -> je starrer, desto weniger wollen die staaten beitreten -> IStGH

grundlegende Änderung der Umstände -> destruktiv im Völkerrecht


-> relativ wenig von gut-konstruktiven Änderungsverfahren -> IStGH–
Mechanismus geht in gute Richtung -> Nach Ablauf von sieben Jahren
nach Inkrafttreten dieses Statuts kann jeder Vertragsstaat Änderungen
des Statuts vorschlagen. -> Art. 121 V IStGH -> Recht zum opting-out ->
Hinsichtlich eines Vertragsstaats, der die Änderung nicht angenommen
hat, übt der Gerichtshof seine Gerichtsbarkeit über ein von der Änderung
erfasstes Verbrechen nicht aus, wenn das Verbrechen von
Staatsangehörigen des betreffenden Vertragsstaats oder in dessen
Hoheitsgebiet begangen wurde.
Schutz der kleinen Staaten (Int. Maritime Org.); oft nur die Möglichkeit,
das System an die Wand stellen. -> im völ.r. kann nicht gesagt
werden, dass einer nicht mitmacht und alle sind trotzdem zufrieden, also
doch Schwäche.

Lissaboner-Vertrag - > bes. Form von opting-out -> Art 48 III EUV ->
Vereinfachtes Änderungsverfahren -> nat. Parlamente können inn 6
Monaten nein sagen -> int Form der Beteiligung der nationalen Organe,
unabhängig von der Exekutive -> spezifisch für EU -> im Völkerrecht
können wir es nicht

[einfaches Gewohnheitsrecht -> Möglichkeit des Art. 31 III c)]

Beispiel „Euro“ -> allen bewusst, dass die Regel nicht perfekt -> Staaten
können Ungleichgewichte schaffen -> was würde getan: Befolgung der
Regel -> einmal ist die Ausnahme, zweimal ist die Regel- es wäre sinnvoll
(so Nolte), aber EU-recht sieht es nicht vor. Kündigungsrecht wäre
politisch legitim -> Raum zur Verhandlung. Ansonsten können alle
unzufrieden sein mit dem Verhalten. Kündigungsmöglichkeit -> Pflicht,
sich zu verständigen zu Folge! Rücktrittsdrohung. Deutschland soft-
power-mäßig, aber andere Länder könnten doch kommen und was
diktieren. Aber es kann sowieso nicht sein, dass wenn ein Staat was nicht
will, dann pasiert nichts.

IHa die globalisierte Welt -> mehr und mehr Krisen der Verträge ->
umso wichtiger werden die informelle Änderungsverfahren, da
formelle Änderungsmöglichketen werden nicht weiter hilfreich

Austritt aus der Währungsunion -> reale, aber nicht wirkliche Möglichkeit.
Austrittsdrohung muss glaubwürdig sein. Austrittsrecht also nicht ne
große Lösung, aber gibt Hoffnung auf Schaffung eines Regimes wie
„peaceful change“

Einleitung zum nächsten Teil 3). Übergang zur Anwendung von Verträgen
-> Grenzverträge – bilateral, beziehen sich tatsächlich auf etwas, was
feststeht -> da ist die Grenze

3 Fälle, die für diese Konstellation interessant

1. Temple von Preah-Vihear


Anfang des 20 Jh. -> Liberia, Ethiopien, Syjam -> nickt kolonisierte
Staaten

grenze mit franz. Indiochina

Vertrag ausgehandelt -> nach abstrakten Kriterien -> Grenze folgt der
Wasserscheide in einem Gebirge -> wo genau, das bestimmen Experten
-> franz. Experten Karte ausgestellt und darauf eine Linie gezeichnet ->
da ist die Grenze -> Regierung von Siam ein paar Jahrzehnte nicht
reagiert -> aber problematisch wenn andere Staaten in der Region
unabhängig -> es hat sich erwiesen, dass der Tempel ... *

Thailändischer Prinz ging da als Gast -> Prinz Damrong besucht


verschiedene historische Sehenswürdigkeiten in der Provinz. Am Prasat
Preah Vihear wird er vom französischen Gouverneur und einigen
uniformierten französischen Beamten begrüßt. Auf dem Tempelgebiet ist
eine französische Flagge gehisst. Dieser Vorgang wird später beim
Internationalen Gerichtshof als Beweis vorgelegt. Praxis - spätere
stillschweigende Veränderung des Vertrages?

1934: Thailändische Feldmesser beginnen die Grenzen zwischen Siam und


Kambodscha zu vermessen, wobei sie den Tempelkomplex auf
thailändisches Gebiet legen.
1939: untersuchung der Karte des Gebiets und entdeckung, dass die
Grenze entlang eines Baches anstatt auf der Linie der Wasserscheide
verläuft. Die Regierung versucht mit der französischen Regierung von
Indochina ein Übereinkommen zu treffen. In einer öffentlichen
Bekanntmachung wird das Gebiet rund um den Tempel unter
thailändische Protektion gestellt. Die thailändische Regierung nimmt offen
das Gelände in Besitz und ernennt Luang Sri zum Verwalter, der daraufhin
in einer Höhle nahe dem Tempel lebt. Während des Zweiten Weltkriegs
verbündet sich Thailand im so genannten „Tokio-Vertrag“ mit Japan und
erhält dadurch alles Land zurück, das an Frankreich abgetreten werden
musste. Frankreich bringt mit Zustimmung von Kambodscha eine
Beschwerdeschrift gegen Thailand vor, in der es darauf besteht,
sämtliches thailändisches Personal aus dem Gebiet abzuziehen, da dies
rechtmäßig zu Kambodscha gehöre.

 1962: Der Internationale Gerichtshof entscheidet mit neun zu drei


Stimmen, dass Phreah Vihear auf kambodschanischem Gebiet liegt und
dass Thailand nie der Karte von 1904 widersprochen habe. 1904 treaty ->
established the general character of the frontier the exact boundary
of which was to be delimited by a Franco-Siamese Mixed
Commission. the frontier was to follow the watershed line.

The final stage of the delimitation was the preparation of maps. The
Siamese Government, which did not dispose of adequate technical means,
had requested that French officers should map the frontier region.
Amongst them was a map of the Dangrek range showing Preah Vihear
on the Cambodian side. It was on that map that Cambodia had
principally relied in support of her claim to sovereignty over the
Temple. Thailand, on the other hand, had contended that
1. the map, not being the work of the Mixed Commission, had no
binding character;
2. that the frontier indicated on it was not the true watershed line
and that the true watershed line would place the Temple in Thailand,
3. that the map had never been accepted by Thailand
4. or, alternatively, that if Thailand had accepted it she had done
so only because of a mistaken belief that the frontier
indicated corresponded with the watershed line.

IGH: maps = no binding character. BUT: It was clear from the record,
however, that the maps were communicated to the Siamese
Government as purporting to represent the outcome of the work of
delimitation; since there was no reaction on the part of the Siamese
authorities, either then or for many years, they must be held to
have acquiesced. If the Siamese authorities accepted the map
without investigation, they could not now plead any error vitiating the
reality of their consent.

The natural inference was that she had accepted the frontier at Preah
Vihear as it was drawn on the map, irrespective of its correspondence with
the watershed line. Thailand had stated that having been, at all material
times, in possession of Preah Vihear, she had had no need to raise
the matter; she had indeed instanced the acts of her administrative
authorities on the ground as evidence that she had never
accepted the line at Preah Vihear. But the Court found it difficult to
regard such local acts as negativing the consistent attitude of the central
authorities. Moreover, when in 1930 Prince Damrong, on a visit to the
Temple, was officially received there by the French Resident for the
adjoining Cambodian province, Siam failed to react.

IGH Thailand vs. Kambodscha -> grds. geht es nach Wasserscheide ->
aber Treu und Glauben. Der Vertrag muss iLd späteren Praxis ausgelegt
werden = der Vorgang im Tempel war spätere Praxis

Kritik! Eurozentrische Entscheidung, zu sagen, dass Thailand


geschwiegen hat, weil davon ausgegangen ist, dass der Vertrag richtig ist
- > vlt. wollten sie keinen Streit mit FRA

Realistisch zu sagen, dass mit Zustimmung zur Karte einverständnis mit


allem was in der Karte steht einhergeht?

Widerspruch zum Wortlaut des Vertrages kann sogar als seine Änderung
gelten. Dynamische Vertragsauslegung? Oder Stabilitätsorientierte
Vertragsauslegung -> Recht dient dazu, lange anerkannte Lage zu
stabilisieren. (+)

Umstände haben sich nicht geändert. Karte wurde erstellt -> Thailand hat
dazu zugestimmt.

5. Kasikili-Sedudu Island - Kathleen


Namibia vs. Botswana über Grenzverlauf

Kasikili – Namibia’s Name, Sedudu-Botswana’s Name -> ensteht erst


dadurch, dass einer Teil des Flusses über igeht und einer unter.

brought before IGH. Anglo-GER agreement (1890) über Grenze ihrer


jeweiligen Einflußsphären -> wording-border was lying on the main
channel=border, since they were two channels – they could not decide
which channel was meant -> start of the dispute -> a lot of attempts to
determine

IGH 1996 – precise the anglo-german treaty of 1890.

Laut dem Inhalt des Vertrags von 1890 legten das Deutsche Reich und Großbritannien die
Grenze ihrer Interessensphären auf den Hauptlauf des Cuando. Der eigentliche Streit
zwischen den Ländern betraf die Lokation dieses Hauptarms; Namibia behauptete, er
verlaufe südlich und Botsuana hielt an der Meinung fest, er verlaufe nördlich der Insel. Da
der Vertrag von 1890 den Hauptarm nicht definierte, musste der Gerichtshof selbst
entscheiden, welches der Hauptlauf des Cuando um die Insel sei. -> Streit um die
Auslegung des Wortes “main channell”. Weder Namibia, noch Botswana –
Parteien der WVRK ; WVRK nur für verträge die nach dem Inkrafttreten der
WVRK inkfraftgetreten sind -> ES SEI DENN: Kodifizierung des
Gewohnheitsrechts! also -> „main channell“ mit verschiedenen Kriterien
zu interpretieren. Sinn und Zweck – GER sollte der Zugang zum Fluß
gesichert werden sollte. hist. Willen – travoir preparatories.
Nachfolgende Praxis -> dazu gleich. Nutzung von Landkarten - mehrere,
aber uneinheitlich - Karten können generell nur Hinweise geben,
aber keinen Rechtsanspruch

Messungen: Tiefe und die Breite der beiden Arme in Betracht, außerdem das
Wasservolumen, das pro Arm abfloss, das Profil des Flussbettes sowie die Schiffbarkeit des
Flusses. ERG: Main Channell: Nord-Teil des Flußes -> also Sedudu auf dem
Gebiet von Botswana.

Distinction between Attribution (=Zuerkennung) / Delimitation


(Abgrenzung) Disputes (w tych drugich-title should play the major role, w
tych pierwszych effectivity ) später entschieden, dass diese
Unterscheidung belanglos

• if there’s treaty and it requires interpretation -> may also rely on


Effektivität iSd Art 31 III WVRK (= Subsequent Agreement +
Praxis) -> Effektivität des Vertrages – what happens on the ground
-> elements that should be established [The Court indicates that it
will not at this point examine Namibia's argument concerning
prescription. It will merely seek to ascertain whether the long-
standing, unopposed, presence of Masubia tribes people on
KasikiliISedudu Island constitutes "subsequent practice in the
application of the [I8901 treaty which establishes the agreement of
the parties regarding its interpretation"]
 occupation of the island should persuade Botswana
(Gebietshoheit) -> was tolerated bc it did not appear to be
connected with the interpretation of the Treaty 1890.
 friedlich und ohne unterbrechung (hier zu beachten, dass ein
paar monate im jahr gar nicht der fall) [-> Das Gericht befand,
dass die Masubia aus dem namibischen Caprivi-Streifen die
Insel zwar seit vielen Jahren nutzen, dies aber erstens
unregelmäßig und nach den saisonalen Besonderheiten täten,
und zweitens ausschließlich für agrikulturelle Zwecke, ohne
dass feststände, dass sie die Staatsbehörden verkörperten.]
 öffentlich
 von einer gewissen Dauerhaftigkeit

• Namibia’s Argument: durch Aktivitäten ein


Rechtstitel geschaffen worden. IGH: mehr als ein Handeln von
Privatpersonen (hier: Masubia Stamm) vorliegen muss. Aber hier
auch Gerichtsbarkeit über das Insel ausgeübt. [Namibias
Alternativargument, dass Namibia und seine Vorgänger Anspruch auf
die Insel hätten, da sie seit dem Beginn des Jahrhunderts die
unumschränkte Jurisdiktion auf der Insel ausgeübt hätten; dies in
vollem Bewusstsein und voller Akzeptanz durch die Behörden
Botsuanas und seiner Vorgänger. indeed use the Island for many
years, they did so intermittently, according to the seasons, and for
exclusively agricultural purposes, without it being established that
they occupied the Island ŕ titre de souverain, i.e., that they were
exercising functions of State authority Deshalb lehnte der Gerichtshof
dieses Argument ab.]

Doktrin der Präskription (Ersitzung) + Prinzip uti possidetis (=Ausformung


des völkergewohnheitsrechtlichen Effektivitätsgrundsatzes. Grundsatz der
stabilen Grenze : Ziel, Grenzen so wie zZ der Unabhängigkeitserklärung ->
Stabilisitätserhaltung)

Im Urteil Burkina Faso v. Mali: wenn tats. Aktivitäten dem Rechtstitel


entsprechen -> Effektivität zur Bestätigung eines Rechtsitels. wenn aber
keine Aktivitäten -> dann Vorrang des vertraglichen Titels -> Rechtsitel
gehen Effektivität vor. Relationship between Effektivität und Rechtstitel
so wie law and fact -> law prevails.

Effektivität als Verbindung zwischen Recht und Tatsachen -> Effektivität =


interpretatives Titel.

Nolte: Politischer Kontext. Schlechtes Gewissen der Europäer als


Kollonialisten. Polit. Grundhaltung -> Grenzen sind heilig. -> jeder
Rechtsvertrag beruht auf politische Entscheidung

Wie weit kann der Vertrag reichen iHa zukünftige Praxis?


Effektivitätsgedanke.

Tempel -> letzter Oddech des kolonialistischen Völ.R.


Kasikili/Sedudu -> modernes völk.R.

F: Kasikili-Entscheidung in Line with Tempel-Entscheidung? Evelyn:


subsequent practice just a mean to interpret the treaty, but the Rechtstitel
stronger. So she thinks (+) Titel = Basis, subs. Praxis als Mittel der
Auslegung benutzt. nicht auf gleichem Niveau gestellt.

Nolte: Vorrang des vertr. Titel gilt nur, wenn Vertrag klar ist.
Burkina Faso vs. Mali. wenn unklar – warum soll der Vertrag Rolle
spielen? iBa Preah-Vihear kann man nicht zum gleichen Ergebnis
kommen (da da Praxis hervorgehoben). Kasikili -> geht in diese
Richtung, nun Praxis muss tats. anerkannt werden. Schweigen
allein reicht nicht – Signifikanz des Schweigens notwendig. Also
doch unterschiedliche Tendenz

Natürlich hat der Vertragsitel Vorrang, aber was wenn der unklar ist? main
channell (soziales Faktor – wo fahren die Schiffe lang) unklarer als
Wasserscheide (technisch). Also hier der Vertrag unklar. Also Praxis
sollte schon ne Rolle spielen.

Welchen Anspruch von Klarheit wird mit main channell und welchen mit
Wasserscheide formuliert? iBa klaren Wasserscheideanspruch kommt
anderer Anspruch – wir sagen das dort die Grenze gibt. iBa main channell
Anspruch – praktischer Anspruch (Masubia-Stamm) -> also hat die Praxis
vlt Vorrang? Was wenn Masubia keine Nomaden wären und institutionelle
Basis auf dem Insel geschaffen wäre? Dann Effektivität (+) ?

Urteile nicht offensichtlich gegensätzlich, aber andere Akzentsetzung.


kasikili/Sedudu -> sozial war dieses Insel näher an Namibia, aber IGH
wollte Signal setzten, dass nur bei großer Klarheit [von der nachtr.
Praxis] von den Verträgen abgewichen wird. in der Tempel-Entsch.
-> zu viel Raum wurde der Macht gegeben (die, die nicht widersprechen,
haben keine Macht).

6. Costa Rica vs. Nicaragua (Djeffal)

Grenzvertrag aus dem 19 Jh. -> Vereinbarung, dass Kostaryka das


Schiffsrecht auf dem nicaraguanischen Teil hat – aber nur zum Zwecke
„con objetos de commercio“ -> große Auslegungsfrage , was das
bedeutet. Große Unterschiede in der Bedeutung. Damals komerzielle
Zwecke - Handelsfunktion. Jetzt auch turistische.

IGH: con objetos -> for the purposes. greift auf spätere Übereinkünfte und
Praxis zurück. Was heißt „commercio“?

[Prinzip der zeitgenössichen Auslegung – methodisch der


Ausgangspunkt. in 19 Jh nur Güterverkehr.
Jetzt stellt sich die Frage, umfasst „commercio“ auch Tourismus. Im
Welthandelsrecht klare Unterscheidung zwischen goods and services. In
dem Vertrag services nicht genauer geregelt -> kann man das evolutiv
auslegen, damit heute Costa Rica das Recht zugesprochen wir, da
Tourismus zu betreiben?
Ausnahmen? ]

Was spielte hier eine Rolle?


• generic term -> offen und evolutiver Auslegung zugänglich. –
Mehrheitsmeinung des Gerichts. Grund für die evolutive
Auslegung =
• subsequent practice – Mindermeinung

Welcher Ansatz ist freier? Welcher Ansatz macht den Vertrag


unbestimmter?
Spätere Praxis ist enger, konservativer. Mit evolutiver Praxis kann
vielmehr gemacht werden.

Unterscheidung bei der Betrachtung der evolutiver Auslegung zwischen bi-


und multilateralen Verträgen -> bei den 2. common good das Wichtigste.

4). The Iron Rhine Case (2005) -> Evolutive Auslegung


(Belgische) Eisenbahnverbindung; Stück, das in dem niederländischen
Gebiet liegt. 1839 -> Trennungsvertrag -> Eisenbahnstrecke auf Kosten
der Belgien zu bauen.
1991 – stillgelegt. Streitig, auf wessen Kosten die Wiederinstandsetzung
(1997)

Schiedsgericht
Belgien: Art XII des Trennungsvertrages -> Transitrecht, das Strecke
gebaut werden kann.
NED: diese Sstrecke wurde schon gebaut. Ausmaß der Modernisierung
käme dem Neubau einer neuer Strecke gleich, also Belgien hat sie zu
tragen

Ausgangspunkt -> Art 31f. WVRK


Sinn und Zweck maßgeblich -> Stabilisierung der Trennung Belgiens von
den Niederlanden

Art 12 selbst – nicht Modernisierung – nur Bau


Grds. also Belgien verpflichtet, die Kosten zu tragen. NED sollen den
Umstand von 1991 wiederherstellen -> da sie für Instandshaltung
verpflichtet waren (Unterschied zu Modernisierung!)

Nach int. Recht Pflicht -> Umweltschäden zu vermeiden -> Inwiefern sind
die ned. Umweltvorschriften zu berücksichtigen?

Chris’ Vorschläge:
Prinzip der zeitgenössischen Auslegung – für die Enstehung eines Rechts –
Zeitpunkt des Abschlußes, für die Anwendung die Entwicklung des Rechts
[hat nichts mit der Intention der Parteien zu tun! Erklärt nur wie die
Begriffe OBJEKTIV (!) verstanden waren.]

Abweichungen:
 Menschrechtsdimension
 South West Africa Fall
 EMRK – living instrument

 Gründnungsverträge der int. org.


 generische Begriffe

 neue Kategorie? ökologische Entwicklungen -> Gabcikovo-


Nagymaros Fall -> Intention der Vertragsparteien maßgeblich

Richtige Fragestellung: Nicht „ob“ das Problem, sondern wie und wo die
Grenzen?

Intention der Vertragsparteien [-> wieso ist es wichtig? Es steht nicht in


WVRK. Vorbereitenden Arbeiten -> subsidiärer Status; Intention der
Parteien nach WVRK heruntergestuft. Ursprüngliche Intention eher
unwichtig -> große Debatte. FIKTION! nicht feststellbar! Bei multi.
Verträgen gibt es zB Kompromisse und da Intention kaum nachvollziehbar
+ wer sind eigentlich Vertragsparteien? NED und BEL (-) und selbst wenn
dann preußische Intentionen reflektiert ]

 Wille explizit aus dem Vertrag


 MR-Verträge – effektive Schutzgewährleistung (Aus Sinn und Zweck
abzuleiten)
 widerlagbare Vermutung für evolutive Auslegung

Quelle, woraus man auf Intention schließt -> zumeist aus Vertrag, explizit
aus Vertrag, obj. Revision durch Gerichte

zurück zu Iron Rhine Fall. Tribunal -> ev. Ausl. ggü der zeitgenössichen
Auslegung bevorzugt; Ziel und Zweck-Bestimmung, rechtskursorisch (?)
bestimmt

Chris’ Erklärungsvorschläge:
u.a. Relational Theory – ob den Parteien daran gelegen ist, ob den Parteien
auch außerhalb des Vertrages freundschaftliche Beziehungen fortbestehen
sollen

[Evolutive Auslegung entfernt sich von der urspr. Bedeutung]

Iron Rhine Fall -> Haben die Parteien den Vertrag evolutiv angewendet
oder war es das Gericht, dass den Vertrag so fortentiwickeln wollte? Als
Juristen sehen wir auf den Text. Danken nicht an die Praxis. Aegen See-Fall
-> Griechenland’s Unterwerfungsklausel den IGH aber nicht für territorialle
Dinge -> Damals war das Seerecht so, dass 3 Seemeilen zum
Staatsgebiet. Danach Festlandsockel erfunden. Danach 12 Milen.

Welches Wort musste ausgelegt werden? Modernisierung? (-) „be


extended“ -> Sinn und Zweck -> Transitrecht auf Dauer zu organisieren.
aber man müsste dabei nicht auf die Intention der Vertragsparteien
eingegangen werden.

Iron Rhine -> letzten Endes eur. Entscheidung. Evolutive Auslegung spielt
größere Rolle. Markstein für ev. Ausl. ggü des Prinzips der
zeitgenössischen Ausl (nicht gleich der Intention of the parties, aber
nahelegend)

(F) Schiedsprüche gleiche Authorität wie Gerichte? Sie sind progressiver


und wollen nicht da, was vor 150 Jahren galt. IGH achtet mehr darauf, was
sie regeln iHa die ständige Rspr. Schiedsgerichte sehr stark fallorientiert.
Gericht Verantwortung allg. rechtsorientiert zu judizieren. Schiedsgericht
hat nicht das gleiche „precedential“-Effekt.

5). Grundprinzipien des Wandels des Selbstbestimmungsrecht

Namibia-Fall
Mandat – Kontrollbefugnisse des Völkerbundes nicht sehr stark – bei allen
Entscheidungen, die das Mandat betreffen hatte Süd-Afrika das Veto-
Recht. 1946 – Auflösung des Völkerbundes -> problematisch: was nun mit
dem Mandat? VN kein direkter Nachfolger vom Völkerbund. -> Süd-Afrika
(-) zum Treuhandsystem. Konnte auch nicht dazu gezwungen werden.
Aber WAS NUN mit dem Mandat?

Möglichkeiten:
 Mandat erlöschen
 Mandat, aber ohne Kontrollrechte
 Mandat der VN

GA Rechtsgutachten bei dem IGH gesucht. 1950 – unproblematisch,


einstimmig. Mandat (+), aber Kontrollbefugnisse zugesprochen. Süd-Afrika
hat nicht zugestimmt, da nur Rechtsgutachten und Zust. des IGH in Frage
gestellt.
Int. Kritik an Süd-Afrika. 1955-56 – Zwei weitere Ersuchen an IGH ->
technische Sachen, wie prozessuallen Regelungen des Treuhandssystems
auf Süd Afrika anwendbar. IGH (+) aber nicht gefolgt.

Deswegen ein Urteil ersucht.


1966 – abschließendes Urteil -> IGH: Ethiopien und Liberia doch keine
Klagebefugnis, weil an mutmaßlichen Verletzung keine eigene Rechte
machen könnten.

Das Mandat von der GA widerrufen -> Süd-Afrika hat nichts in Süd-West-
Afrika zu suchen. -> Aber wieder nicht anerkannt und weiter von Süd-
Afrika besetzt. Danach in Namibia umgenannt. Süd-Afrika wies wieder
zurück. Keine Änderung der Lage.

1971 – SR um R-Gutachten des IGH ersucht. Süd Afrika hat da nichts zu


suchen. Illegale (Besetzung?). Ende 70er und 80er Jahre. UN-Einheit nach
Namibia. 1990 – Unabhängigkeitserklärung von Namibia.

Evolution des Selbstbestimmungsrecht der Völker-> Welche Rolle


spielte im Namibia-Fall

Idee -> Unabhängigkeitserklärung von USA + Franz. Evolution. Absolute


Machtstellung eines Monarch iF gestellt. Reg steht dem Volke zu! Heute
immer noch maßgeblich (Nolte się gibie).

Ende 19 JHs -> Nationbezogenes Recht der Bürger

Polen, Italien, Norddeutsches Bund. Volksentscheide haben große Rolle


gespielt.

Lenin und Wilson -> Selbstbestimmungsrecht (SR) der Völker von denen
stark geprägt. Aber auf bisschen unterschiedliche Weise -> Maßgeblich für
die 2. Schulen danach.
 Lenin: Dekoniolarisierung. Direktes Recht zur Sezession – relativiert
mit den Interessen des Proletariats
 Wilson: zur Dekoniolarisierung eher zurückhaltend. Selbst die
Herrscher von Völker auszuwählen. Territoriale Bestimmung durch
Völker. -> Anwendbarkeit der Kolonialfragen relativiert.

Aland-Inseln – Fall -> auf diesen gebieten leben schwedischsprachige


Finnen. -> große Autonomie erlangt. obwohl finnisches Staatsgebiet (+)

Menschenrechtspakte -> Stärkere Prägung -> aber sehr allgemein.


Legaldefinition. Aber keine Ansprüche. Nichts direkt Ableitbares.

SR -> Zusammenhang mit Namibia-Fall. Der Einfluß nicht so groß auf dem
Fall? Neu entsandendenes SR soll Rolle spielen. Aber mehr war von der
Auslegung der Rolle der VN gesprochen. Aber große Veränderung in der
Weltpolitik. Aber nicht direkt als Grund für die Entscheidung.

IGH - 1971: Erörtert das SR.


[Was sagt uns dieses Urteil über das SR? Para. 52f. evolutive Umstände –
Akzeptanz für die Entwicklung durch Teilnahme an dem Vertrag des
Völkerbundes, wie in AEGEN-See-Fall. Entwicklung des Gewohnheitsrechts.
Entire Legal System iLd Zeit in der er ausgelegt wird.. alles muss iLd
modernen rechtsentwicklung interpretiert werden. In der UN-Charta noch
nicht als Recht. ABER: zu dieser Zeit 1971 -> SR Res.-> granting the
selfdetermination right to independent peoples also Unabhängigkeit + SR!
Anspruch auf Gründung eigenes Staates. Eine der dynamischsten
Auslegungen die wir kennen. Wandel -> nicht mehr so eng und
spezifisch wie bei den Grenzverträgen. R-Ordnung auf Rädern gesetzt?
Wird sie immer noch stabil? Normalerweise völ.r. aus 3. Welt eher
konservativ -> hier wurde damals stark unter denen propagiert.

(F) Ist das selbstverständlich was das Gericht da sagt? Oder sollte es
kritisch gesehen werden?

[Kosovo – Recht auf Sezession. Beinhaltet das SR das Recht auf Sezession?
Beschränkt nur auf Kolonialfälle? BRD nööö, bezieht sich auf alle Fälle.]

Recht auf Selbstbestimmung hat verschiedene Facetten. Das


Entscheidende: Recht auf eigenen Staat -> Kolonialstaaten + illegal
besetzte Völker.

In UN-Charta + MR-Pakten verankert.

Wie kann es nur sein, dass eigentlich keine Praxis. behaupteter


Rechtsanspruch. Süd-Afrika hat nie zugestimmt.

Möglichkeit -> MR-Vertrag -> spezieller Fall -> naturgegebenes Recht gilt
selbst wenn jemand nicht zustimmt. wenn solche
menschenrechtsorientierte Begriffe in Verträgen, dann an evolutive
Entwicklung gebunden.

Wie bestimmen wir was Worte bedeuten


 was sie früher bedeutet haben?
 wie sie jetzt verstanden werden?
 keine objektive Bedeutung (postmodernische Sicht von Frau Warso)

6). EMRK als „living instrument“


[jedes int. Gericht beansprucht, dass sein Vertrag „das Besondere“ sei.
spätere Übung – WVRK in ansatzweise dynamisch? nicht richtig. Art 31 III a
+ b -> sp. Praxis dient nicht zur Feststellung des neuen Konsensus,
sondern Feststellung des alten! also sp. Praxis ist deshalb nicht besonders
dynamisch. Verfassung muss dynamisch sein? Wieso den eigentlich. sie
soll stabilität gewährleisten! also nicht selbstverständlich. Beispiel:
Verfassung die gar nicht dyn. Ausgelegt wird – US-Constitution – sehr
konservativ ausgelegt (Scalia’s Argumente). also mainstream lit. bei der
emrk narrow-minded. in der präambel – fortentwicklung der MR, aber es
bedeutet nicht, dass der Vertrag evolutiv ausgelegt werden soll, da nicht
ermächtigung des Gerichts, sondern Proklamation der MS, dass sie MR
entwicklen sollen, was zB = Schaffung des Gerichts selbst. Margin of
Appreciation – Gesellschaft soll deuten, was für sie wichtig ist-> bremse
für evolutive Auslegung. Deshlab könnte es sein, dass bei der EMRK nicht
alles immer vorwärts geht (vlt. Sahin = der Fall). liberale Phase vorbei?
Kruzifix-Fall in ITA in gleiche Richtung. Evolutive Auslegung gar nicht mehr
so selbstverständlich. Der polnische Fall – Tysiąc – das Gericht sehr
ostrożny (?). so eng wie möglich Einzelfälle zu entscheiden und nicht
Grundsatzfragen. bei Abwägungsentscheidungen zwischen verschiedenen
Grundrechten immer porblematisch – Caroline von Monaco.
Uzbekistan Fall – UN-Committe nach dem Pakt über polit. und bürg. Rechte
-> Verbot völkerrechtswidrig, weil Begründung falsch. sehr ähnlich wie
Sahin Fall.

Debatte Universalismus – Kulturrelativismus – Schwachsinn 

Tyrer – Todesstrafe überall abgeschafft, aber nur nicht in the Isle of Man,
also ein klarer Fall. Aber was wenn zB Terrorgesetzgebung
Streitgegenstand darstellen würde? also: DEVOLUTIVE AUSLEGUNG]

7). EMRK 14. Zusatzprotokoll -> Reformversuche unterhalb der


Ratifikationsschwelle

 St. steigende Anzahl von Individualbeschwerden – Entlastung des


EGMR notwendig. Filtermachanismus gestärkt: 1). Einzelrichter
(statt Ausschuss) können Beschwerden für unzulässig erklären. 2).
Ausschüsse über die Begründetheit entscheiden können – bisher
Kammer dafür zust. 3). Gerichtshof auch solche Beschwerde für
unzulässig erklären, wenn kein erheblicher Nachteil – auch wenn
Beschwerde begründet.
 2004 zur Unterz. + Ratifikation. 2006 – BRD. Russland – ciao kakao
nicht ratifiziert. 2009 – Konferenz, Debatte über Möglichkeiten –
wenn nicht alle ratifizieren, dann trotzdem ein Veränderungsversuch
 2010 – überraschende Ratifikation + Inkrafttreten der EMRK

Lösungen außerhalb des 14. Zusatzprotokolls


1. Neues Protokoll -> Protokoll 14bis -> vorläufige Alternative
für einzelne Staaten. -> zulässig? ist es vereinbar mit der
EMRK?
2. Übereinkunft über die vorläufige Anwendung (=solange
Best. des 14 ZP anzuwenden, bis 14. ZP in Kraft tritt oder
neues Protokoll. Welches verfassungsrechtl. Arg könnte
dagegen sprechen? EGMR beruht auf EMRK. Wenn Teil der
Mitglieder sagt – macht so wie im 14 ZP steht. Ist es möglich,
dass eine Instanz nach verschiedenen Regeln entscheidet, je
nachdem, aus welchem Land die kLage kommt? -> das geht
doch nicht! Fakt, dass Übereinstimmung vorlag –
unbedeutend. Übereinkunft nur von den Regierungen
getroffen, EMRK von Parlamenten -> müssten die Parlamente
dies berücksichtigen, als sie zur EMRK zustimmten?)
R-GrDL -> Art 25 WVRK-> in 14. ZP nicht selbst vorgesehen,
musste in einer separaten Übereinkunft vereinbart werden.
Welche Stimmerfordernisse? Verfahren nach Art 25 (-). Hier:
ein Vertrag -> also nach Europarat ->
Einstimmigkeitserfordernis.

3. Dynamische Auslegung* -> Begriff der offensichtlichen


Unbegründetheit -> Grenze, wo über die Vereinbarung
hinausgeht. Gerechtigkeitserwägungen müssen den
Vertragstext unterlegt sein.
4. Änderung der Verfahrensordnung des EGMR – das könnte
aber nicht der Sinn und Zweck der EMRK die
Verfahrensordnung selbst zu ändern
5. Unilaterale Erklärung mit der Zustimmung zur vorläufigen
Anwendung -> mit Rechtssicherheit unvereinbar. aber was für
ein Unterschied zur Übereinkunft über die vorläufige
Anwendung.

Auswertung: Was wäre zulässig gewesen, falls Russland es nicht ratifiziert


hätte?
-> Zersplitterung der gerichtlichen Instanz könnte zur unterschiedlichen
Authorität der Urteile. Inhalt der EMRK nicht geändert worden und die
sagt, dass das Verfahrensrecht einheitlich sein muss -> also Übereinkunft
über vorläufige Anwendung ist nicht zulässig, weil das Verfahren wird nicht
gleich! -> 2. Klassen Justiz! eine für die Russen + eine für die Staaten, die
den 14. ZP ratifiziert haben.
Wenn man die EMRK neu abschließen würde -> wäre dies zulässig -> das
wäre in der EMRK verankert. Unteraspekt: Ist die EMRK verändert worden?
(-)

Vorl. Anwendung setzt voraus, dass derjenige, der anwendet, das tun darf.
Begriff der vorl. Anwendbarkeit -> ein Staat etw. macht, bevor der Vertrag
in Kraft tritt. In diesem Fall war ein anderer Vertrag in Geltung!

(F) Was bedeutet „concluded“? Einverständnis mit dem Text. Das


bedeutet, nicht, dass der Vertrag geschlossen worden ist. bloße
Zustimmung zum Text des Vertrages.

Kann eine int. Org. unter Verletzung ihres Gründungsvertrages auf Grund
eines hypothetischen anderen Vertrag tätig werden? Nöööö!

Daria: Aber Effizienz wurde doch gestärkt!

Nolte: Elementare Prinzipien können nicht aufgeopfert werden.

8). The UN-Convention on the Law of the Sea

Relate to the discussion before

Background: 1994 – Inkrafttreten -> sup. to be modern const of the ocean.


Delayed entry into force-> controversial part XI, which regulated the
exploitation of the rich-in-minerals areas beyond nat. jurisdiction ->
“common heritage of mankind” -> opposed by industrialized states

arrangements counterbalancing the interests -> legal form of the binding


agreement (1994) -> adopted by GA . so necessary compromise reached.
Several new provisions.
an implementation agreement of part XI (-> possible changes as
regards technical change)

Treaty problem: legal status and relationship with the convention

no gen. def. What kind of treaty is it?


1). Formal Amendment stricto sensu? (-) bc UNCLOS has its own provisions
as regards amendment
2). Modification inter se. That could be the case, bc parties to the impl.
agr. not identical to those of the treaty.
3). Protocol to UNCLOS amending Part XI (-)
4). Agreement supplementing the UNCLOS (-) bc not an independent
treaty
5). Subsequent Interpretative Agreement -> Art 31 III a).

Changed the UNCLOS for all UNCLOS parties. de-facto-amendment?


Celia mnie poprosiła żebym odpowiedziala jej na pytanie ktore zada. ale
napisałam mi tez odpowiedz i ona jest najgorsza na swiecie i zostane
zjedzona przez swiat przez to.

Is the agreement subject to ratification? (+)


Aspekt des Hintergrundes: Was hat subs. agreement geändert? 70er bis
80er Jahre – developing countries davon ausgegangen, dass richtung, in
der new int. order geht = FairTradeSystem zu schaffen als Ausgleich zw.
den unterntwickelten Süden und entw. Norden. Ausgleiche geschaffen
durch Institutionen. Tiefseeboden war gewissermaßen was Neues (wie
Weltraum). Tiefseeboden for the interest of mankind, should be governed
by independent authority! Westliche staaten -> defensive! Staaten der 3.
Welt + Kommunistische Staaten dachten, dass USA irgendwann zu dem
neuen Regime eintreten wird. Aber sie haben nicht gedacht, dass soz.
Staaten unetrgehen werden + Kapitalismus reneissance erleben wird +
Meinung: Hauptentwicklung geht viel besser unter Kapitalismus.

Und wie soll jetzt das Recht des Seebodens geregelt werden?

Modifikation oder int. Agreement? Wirklich Änderung oder Interpretation?


Will nicht nur agreement zwischen einigen Parteien sein, also Modifikation
(-). Ohne zu sagen, dass Amendment. Amendment, dass man nicht
amendment nennt. (P) noch nicht alle Parteien zur Konvention waren
Parteien zum Deep Seabed Agreement.

9). Internationale Organisationen: Kompetenzen zwischen den Organen


 Gutachten des IGH -> Competence of the GA for the Admission of a
State to the United Nations (1950): ob Aufnahme eines neuen
Staates durch Beschluß der GA (+), wenn keine Empfehlung des SR.
Art 4 II UN-Charta -> auf Empfehlung des SR durch Beschluß des
GA. Abstimmung in SR-> der SR kleiner als heute. Ausübung des
Veto-Rechts sollte von den Richtern geprüft werden, ob Mißbrauch
zu verweigern. Richter Alvarez: Man muss KOMPETENZEN SCHONEN
AUSÜBEN. Nat. GRDS (so legt BVerfG den Bundesstat aus) ins
Völkerrecht. Veto-Rechts kann nicht freiwillig ausgesprochen
werden, sondern im Einklang mit den Interessen der int. Gesellschaft
sein. Ziele und GRDS der UN-Charta als Grenzen der Souveränität
der Staaten. Fortschritliche Organisation: UN-Charta als Verfassung!
GV hat kein Recht darauf, um die Mißbräuchlichkeit der
Ausübung des Veto-Rechts zu prüfen. Alvarez: könnte sich für
den Gerichtshof ergeben. Aber (Nolte): es würde dem SR schaden!

 Certain Expenses!!!!! (1962) [ob die Ausgaben für peacekeeping


Operationen (Kongo + Suez-Kanal) gemäß Art 17 II UN-Charta – ja
oder nein? (P1) müsste Sovietunion+ Frankreich (=Veto bereits
Ausgeübt) dafür zahlen? (P2) da peacekeeping erst erfunden und 17
II steht für organisationskosten oder bestimmte Programme der GA.
Hinterfrage, wer darf die peace-keeping-op. durchführen?]. Falls eine
Org. eine Handlung wahrnimmt, die in der Übereinstimmung mit
deren Zielen vereinbar ist, dann Vermutung, dass nicht ultra-vires.
Jede Ausgabe mit dem Förderungszweck zu vergleichen. Kompetenz
des Organs spielt hier keine Rolle – nur Zwecke der UN
ausschlaggebend. Es gibt kein Verfahren in der UN, die die Gültigkeit
der Handlungen betrifft.

Hintergrund dieser Rspr: Haputsache, die Org. funktioniert. Gewisses


Verständnis für Org. als zerbrechliche Wesen vorausgesetzt.

weź czujna bądź. wróg nie śpi. tylko byś ciasta żarła
 Uniting for Peace-Resolution (Blockade des SR + Subsidiäre
Verantwortung der GV). -> jede angemessene Maßnahme, falls
der SR blockiert wird.

tiefe Verbindung der Befugnisse mit der UN-Charta. Rspr benutzt


teleologische Auslegung – ermöglicht weitere Durchsetzung der Ziele,
macht Kompetenzen der Organen flexibler.
[Frage, sind die kompetenzen der Organe flexibel? v.a. im Verhältnis
zwischen den Organen. weshlab sollen da aktuelle Verhältnisse
berücksichtigt werden? Kompetenzen des Organs sollen von Natur des
Organs abgeleitet werden + Natur des Organs wird von dem Organ selbst
bestimmt.]

10). Int. Organisationen: Materielle Kompetenzen -> VN -> Feststellung,


ob Bedrohung des Friedens vorliegt -> wie sich das geändert hat

SR als Organ der VN, nicht als Organ der einzelner MS. Maßnahmen im
Namen der VN. UN-Charta = Zeitlich nicht begrenzter Vertrag.

Wandel durch Änderung: 108, 109 UN-Charta. alle st. Mitglieder des SR de-
jure Veto-Recht -> erhebliche Hürde.

bis jetzt: keine substantielle Anderungen – Anpassung an die wachsende


Anzehl der Mitglieder

Art 39 UN-Charta. -> genuinste Aufgabe des SR: Wahrung des


Weltfriedens. (P) mit der Friedensbedrohung -> Schwer zu kontuieren.
 1948 (das erste Mal) -> Palästina -> klassische Interpretation ->
zurückbeschränkung: Friedensbedrohung auf niedrigere Stufe zu
weiteren Alternativen des Art. 39
 1966 -> Südrhodesien -> threat to the peace – trotz des Fehlens
der grenzüberschreitenden Komponente -> zum ersten Mal.
Frohwein: kein Präzedenzfall! internationalle Komponente, die
man da mitsehen muss -> Dekolonisierungsproblematik.
 1977 Südafrika -> Waffenembargo. TB der Friedensbedrohung als
Schlüssel des Kap. VII dient. Aber knüpft an internationale
Komponente. Wieder: will kein Präzedent setzen
 Ende des Kalten Krieges – Renessaince der UN -> Wandel in der
Sicherheitspolitik. -> non-milit. sources of instability in the
economic, social, humanitarian and ecological fields have become
threats to peace and security
 1992 Somalia – Bedrohung des Friedens -> Fluchtlingströme ->
MR-Verl. als Hauptargument
 1993 Haiti – Putsch gegen gewählte Regierung. Intern.
Komponente hinter MR-Verl.-Aspekt noch stärker zurückgetreten
 1993 Jugoslawien -> direkter Zusammenhang zwischen
Friedensbedrohung + hum. Aspekt.
 1997 Albanien: Türöffner für milit. Schutz der humanitären Hilfe

Terrorismus als Friedensbedrohung:


 1988 – Lockerbie, Flugzeugsabsturz durch Bombenangriff -> erste
Verbindung zwischen Terrorismus und Friedensbedrohung +
Verweigerung Libyens zur Zusammenarbeit [-> Acts of int
terrorismus that constitute threats to the peace and security ->
kann sehr begrenzt sein. sehr self-definitorisch. ganz bewußt so
formuliert, damit es nicht breit gefasst wird]
 1996 Mubarak -> nicht terrorismus als solches sondern iVm mit dem
Handeln/Unterlassen einer Regierung, die die Strafverfolgung der
Täter erschwert
 Zäsur 2001 -> regard such acts, like any act of int. terrorism as a
threat to international peace and security.

Hauptanküpfung nicht Grenzüberschreitung als solche. Humanitäre


Beweggründe mehr in den Vordergrund.

[Nach 2002 geht die Entwicklung noch weiter. Legislative Natur der
Resolutionen. (P) dieser Entwicklung? Welche Konstellation darf der SR als
Friedensbedrohung bezeichnen? Andere Frage: Hat er den polit. Willen es
zu tun? Darf oder Will? Wir sprechen nur über darf. zu weite Auslegung
des Friedensbegriffs? Das wichtigste Kriterium: General accepted
practice! Allgemein akzeptierte Praxis. aber es bedeutet noch lange
nicht, dass es ausreichend ist. und was bedeutet Schweigen? Nolte:
kommt auf den Kontext an. beim Grenzvertrag – abwarten, nicht-
Zustimmung. Und wenn ein Staat dagegen ist und beharrlich darauf
besteht?]