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Inhaltsverzeichnis

Karte Südafrika ..................................................................................................................... 4


Allgemeines .......................................................................................................................... 6
Geschichte Südafrikas .......................................................................................................... 8
Probleme Südafrikas ........................................................................................................... 11
Fußball für die Entwicklung ................................................................................................ 12
Biographie von Nelson Mandela ........................................................................................ 13
Armut, Kriminalität, Sicherheit ........................................................................................... 14
Stadien der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ................................................. 16
Soccer City ..................................................................................................................... 16
Coca-Cola Park ............................................................................................................... 16
Free-State-Stadion ......................................................................................................... 16
Kapstadt-Stadion ........................................................................................................... 17
Loftus-Versfeld-Stadion ................................................................................................. 17
Mbombela-Stadion ........................................................................................................ 17
Moses-Mabhida-Stadion ............................................................................................... 17
Nelson-Mandela-Bay-Stadion ........................................................................................ 18
Peter-Mokaba-Stadion................................................................................................... 18
Royal-Bafokeng-Stadion ................................................................................................ 18
Afrikaans ............................................................................................................................. 19
Begrüßungen ................................................................................................................. 19
Wichtiges ....................................................................................................................... 19
Zahlen ............................................................................................................................ 20
Johannesburg ..................................................................................................................... 21
Quiz..................................................................................................................................... 22

2
Impressum .......................................................................................................................... 23
Textquellen .................................................................................................................... 23
Bildquellen ..................................................................................................................... 25
Spielplan (Viertelfinale- Finale) .......................................................................................... 26
Viertelfinale ................................................................................................................... 26
Halbfinale ....................................................................................................................... 26
Finale ............................................................................................................................. 26

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Karte Südafrika

4
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

In unserer WM-Zeitung kann man Vieles über die


Fußball Weltmeisterschaft 2010 erfahren. Dazu
gehören z.B. die 10 Stadien, in denen das Turnier
absolviert wird oder aber auch die interessante
Geschichte Südafrikas.
Sie können zusätzlich ein WM Spielplan ausfüllen,
dass in ihre Zeitung beigelegt wurde. Außerdem erfahren sie hier sehr viel über den
Entwurf des Spielballs.
Doch diese Fußball Weltmeisterschaft bringt nicht nur Probleme mit sich; es hilft den
Südafrikanern finanziell. Auch die Menschen dort werden dank der WM erheitert. Von
überall auf der Welt kommen Menschen um in Südafrika miteinander zu feiern.
Da Nelson Mandela auch reichlich an der Geschichte dieses schönen Landes beteiligt war,
haben wir ihn in unserer Zeitung auch mit eingebracht.
Die größte Stadt der Nation ist Johannesburg, in der auch das größte Stadion der
Südafrikaner seine Heimat hat.
In dieser Ausgabe stellen wir ihnen auch ein kleines Einsteigerwörterbuch zur Verfügung,
in dem sie wichtige Begriffe der Sprache Afrikaans erlernen können. Dies könnte sehr
hilfreich sein, falls sie mal dorthin gehen würden.

Es wünschen ihnen viele Grüße die Redakteuren dieser Zeitung!

5
Allgemeines

Vom 11.06. bis zum 11.07.2010 findet die erste Weltmeisterschaft


auf dem zweitgrößten Kontinent, Afrika, statt.
Es sind 32 Mannschaften aus aller Welt nach Südafrika gekommen
um dort für ihre Nation zu kämpfen. Fünf von den zehn Stadien, in
denen die Spiele absolviert werden, sind erst im Jahr 2009 gebaut
worden. Es gibt hier auch sehenswerte Städte, wie die Hauptstadt
Pretoria, die Küstenstadt Kapstadt, und auch andere große Städte,
wie Johannesburg oder Durban.
Das größte Stadion ist “Soccer City” in Johannesburg, wo das
Eröffnungsspiel Südafrika gegen Mexiko stattfand. Dieses Stadion wird als die Heimat des
südafrikanischen Fußballs bezeichnet. Hier wird auch das Endspiel absolviert.
Die meisten der 32 Länder kommen aus Europa; diese sind 13 Nationen, unter denen
man auch berühmte Fußballländer wie England, Italien oder Spanien finden kann.
Aus dem Gastgeberkontinent kommen insgesamt sechs Länder. Zu den berühmtesten
zählt z.B. Ghana mit dem Weltfußballer Michael Essien aus dem FC Chelsea, der allerdings
wegen einer Verletzung nicht an der WM teilnehmen kann. Die Elfenbeinküste ist auch
ein Favorit in diesem Turnier, wobei deren Aufgabe eine sehr schwierige sein wird, da sie
mit Portugal, Brasilien und Nordkorea zusammengelost wurden.
Acht Mannschaften sind aus Amerika angekommen; fünf aus Südamerika, die bislang alle
eine sehr gute Weltmeisterschaft machen und drei dieser Teams kommen aus Mittel- und
Nordamerika.
Da Australien durch die WM-Qualifikation der Asiaten angetreten ist darf Neuseeland
ohne jegliche Qualifikation dabei sein. Aus Asien kommen auch Nationen, wie Japan und
Nord- und Südkorea, die man nicht wegen ihrer wenigen Erfahrung unterschätzen sollte.
Die Spiele werden in Deutschland von den Sendern ARD, ZDF und RTL live übertragen.
Unter Anderem gehören dazu auch Einsfestival und der ZDF Infokanal. Die
Übertragungszeiten sind 13:30 Uhr, 16.00 Uhr und 20:30 Uhr.
In den ersten Spielen sind nur 25 Tore gefallen. Das ist im Gegensatz zur
Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland relativ wenig. Doch in den zweiten Spielen haben
die Teams deutlich zugelegt. Hier sind nämlich insgesamt 42 Bälle versenkt worden. Die
meisten sind von den Portugiesen gefallen; sieben Tore in einem Spiel!
Der offizielle WM-Ball ist von der Sportmarke “Adidas” und heißt “Jabulani”. Der Name
kommt von der Sprache “Zulu” und heißt übersetzt “jubeln”. Der Spielball in der WM
6
2006 hieß “Teamgeist” und wurde genauso wie sein Nachfolger von Adidas entworfen.
Die meisten Spieler sagen, dass der Jabulani ziemlich viel flattert und dass das der Grund
für die vielen Torwartfehler in dieser Weltmeisterschaft sei.
Der Ball hat insgesamt 11 Farben. Diese stellen
1.) die elf Spieler eines Teams,
2.) die elf offiziellen Sprachen Südafrikas und
3.) die elf Gemeinde Südafrikas dar.
Für das Finale allerdings hat sich der Produzent die Mühe
gemacht und diesen Ball in Gold Farben entworfen. Dieser
heißt aber nicht Jabulani, sondern “Jo’bulani”, was den
Spitznamen “Jo’burg” der Stadt Johannesburg darstellen soll.
Genauso wie der Spielball ist auch das Blasinstrument, Vuvuzela, ein sehr unbeliebter
Gegenstand dieser WM. Im Stadion kann man bis jetzt fast gar keine Gesänge hören,
sondern immer nur dieses monotone Geräusch der Plastiktrompeten. Allerdings gehört
es zur südafrikanischen Kultur und ist ein charakteristisches Symbol dieses Turniers, an
das sich jeder erinnern wird. Die Spieler verabscheuen dieses Instrument auch, da sie auf
dem Feld nicht richtig kommunizieren können. Dieses Problem wurde auch der FIFA
mitgeteilt; diese entschieden jedoch, dass die Fans weitertröten dürfen. Auch Christiano
Ronaldo sagte: “Ich bitte um Entschuldigung, aber ich hasse die Vuvuzelas.”

A.U.

7
Geschichte Südafrikas

1488: Bartolomeu diaz umsegelt als erster Europäer die Südspitze Südafrikas er taufte
das Kap „Kap der Stürme“. Nach Bortolomeus Rückkehr nach Portugal benannte
der damalige König Joao II. das Kap in „Kap der guten Hoffnung“
1510: Der Portugiese Francisco d’Almeida landet in einer Bucht am Kap um
Trinkwasser zu holen. Als er mit den Ureinwohnern genannt KhoiKhoi Vieh
einhandeln wollte, kam es zu Streitigkeiten bei denen mehrere Portugiesen
verletzt wurden. Als Francisco mit einer ca. 150 Mann starken Strafkompanie
anrückte wurden im Kampf nahezu alle Portugiesen verwundet, mindestens 65,
unter ihnen auch Francisco, sterben.
1601: Der englische Admiral James Lancaster landet am
Kap und bleibt 46 Tage dort. In seinem Logbuch
beschreibt er: „Wir kauften ihnen 1000 Schafe und
42 Rinder ab, und wir hätten mehr kaufen können
wenn wir gewollt hätten.“
1652: Die VOC (Die niederländische Vereinigte Ostindische
Kompanie (kurz VOC) war im 17. Und 18.
Jahrhundert eine der größten Handelsunternehmen.)
Südafrikanische
gründete am Kap einen Versorgungsposten den sie
Buren
„Goede Hoope“ (Gute Hoffnung) nannte. Der VOC
kontrollierte somit das ganze Kap.
1653: Die ersten Asiatischen Sklaven werden nach Kapstadt deportiert.
1658: Es kommt zu ersten Auseinandersetzungen zwischen weißen Siedlern und den
KhoiKhoi.
1666: Die Arbeiten am „Castle of Good Hope“ beginnen.
1679: Das „Castle of Good Hope“ ist fertig gestellt. Simon van Stel wird der neue
Kommandant am Kap. Er ist verantwortlich für einen wirtschaftlichen
Aufschwung und einer Ausweitung der Kolonie.
1713: Eine Pockenepidemie bricht aus. Viele Weiße und Sklaven sterben.

8
1780: Ein Krieg bricht in Europa zwischen England und Frankreich aus. Die Holländer
unterstützen Frankreich.
1793: Frankreich stationiert seine Truppen aus Gefahr vor den Briten am Kap.
1795: Die Briten schicken ein Geschwader nach Kapstadt um sich die Kolonie zu
sichern. Die höheren Offiziere waren mit den Briten bereits sympathisiert
weshalb der Widerstand eher symbolisch war.
1797: Die Holländer wollen ihre Kolonie nicht aufgeben, weshalb sie ein Geschwader
mit etwa 2000 Mann ans Kap schicken. Diese landen dort müssen aber der
Übermacht der Engländer aufgeben.
1802: Im Friedensvertrag zwischen England und Frankreich geht das Kap zurück an
Holland. Die Briten verlassen das Kap.
1805: Der Frieden zwischen England und Frankreich ist erneut beendet. Briten
besetzen erneut das Kap.
1815: Der Wiener Kongress bestätigt Großbritannien seinen Kolonialbesitz. Somit
gehört das Kap nun endgültig England.
1822: Englisch gilt nun als Amtssprache. Afrikaans bleibt die Sprache der
herumziehenden Buren (Nachfahren der ersten Siedler).
1833: Die Briten schafften die Sklaverei ab. Viele Bauern verließen das Land Nordwärts,
weil sie ohne Sklaven ihr Land nicht mehr so gut bewirtschaften ließ.
1867: Bei Kimberley werden Diamanten entdeckt.
1873: Am Mpumalanga wird Gold entdeckt.
1880: Zwischen den Buren und den Briten bricht
der „Erste Eurasische Krieg aus“ aus. Der
erste Sieg geht an die Buren.
1886: Am Witwasrand bei Johannesburg werden
riesige Goldvorkommen entdeckt
1893: Mahatma Ghandi kommt nach Indien und
organisiert den Widerstand der indischen Karte von Südafrika 1885
Einwanderer gegen diskriminierende
Gesetzte.
1910: Die Südafrikanische Union wird gegründet.
9
1925: Afrikaans wird die zweite Amtssprache nach
Englisch.
1948: Die National Party (Party engl. “Partei”)
gewinnt die Wahlen und verschärft gleich
danach die Apartheid.
1956: Vertreter aller Rassen fordern ein Flagge der Südafrikanischen
demokratisches Südafrika. Als Folge dessen Union
werden 160 Personen des Hochverrats angeklagt.
1964: Der UN-Sicherheitsrat verurteilt die Apartheid.
1966: Premierminister Hendrik Verwoerd wird im „Houses of Parliament“ con einem
weißen Parlamentsabgeordneten ermordet. Daraufhin werden über 18 000
Menschen, hauptsächlich schwarze, verhaftet und monatelang ohne
Gerichtsverfahren festgehallten.
1976: In Soweto demonstrieren 15.000 Schüler und nach dem blutigen Ausgang
entstehen im ganzen Land neue Unruhen. Dieser Aufstand geht als
„Schüleraufstand von Soweto“ in die
Geschichte ein.
1986: Tausende Menschen werden verhaftet und
es finden vereinzelt Schauprozesse statt.
Erste Gespräche zwischen der Regierung
und Nelson Mandela finden statt.
1990: Frederik de Klerk verkündet das Ende der
Apartheid. Nelson Mandela wird am 11.
Die neue Flagge Südafrikas
Februar aus der Haft entlassen.
1993: Nelson Mandela und Frederik de Klerk erhalten für ihre Bemühungen einen
Friedensnobelpreis.
1994: Südafrika erhält eine neue National-Flagge. Nelson Mandela wird der erste
nichtweiße Präsident des Landes.
1996: Die neue, erste moderne demokratische, Verfassung wird verabschiedet.
2004: Die New National Party, der Nachfolger der National Party, wird aufgelöst.
2005: Es werden neue Banknoten in Südafrika eingeführt.
10 J.B
.
Probleme Südafrikas

2007 kommt der Fifa-Chef auf die Idee, den WM-Austragungsort zu wechseln, was für
Tumult sorgt. Diese Überlegung wurde jedoch schon lange aus der Welt geschafft, denn
Südafrikas Fleiß übertönte bald die Stimme des
Zweifels. Bis zur WM sollten zehn neue Stadien
fertiggestellt werden, was auch bewältigt
wurde. Allerdings trug das hohe Kosten mit
sich…
Außer dem Geld gibt es viele weitere Probleme
die es für Südafrika aus der Welt zu schaffen
oder einzudämmen gab. Ein großes sind die
Elendsviertel:
In der Umgebung des Coca-Cola-Stadions (früher: Ellis-Park-Stadion), liegt die Derby-
Street. Die Müllentsorgung lässt zu wünschen übrig und die Kriminalitätsrate ist hoch. Die
Ladenbesitzer sind unzufrieden mit der derzeitigen Situation. Diebe kommen durchs Dach
oder es findet ein bewaffneter Überfall statt, sagt einer der Besitzer.
Im nahen Umkreis gibt es weitere Viertel die nicht gerade einladend wirken.
Drogenhändler haben sich dort niedergelassen. Das Problem hierbei sind weniger die
Viertel selbst, sondern die unwissenden Touristen und Fußballfans aus aller Welt, die
leichte Opfer für Straßenräuber werden.

Das alles kann die Polizei nicht alleine bewältigen, weshalb sie während der WM durch
das Militär unterstützt wird. Noch vor dem ersten Spiel wurden über 70 Verdächtige
festgenommen.

R.S.

11
Fußball für die Entwicklung

Die Fußballweltmeisterschaft dieses Jahr ist


für Südafrika eine große Chance für die
wirtschaftliche Entwicklung. Sie soll ca. 2.5
Milliarden Euro zum Brutto-Inlandsprodukt
beitragen. Jedoch hat Südafrika für die
Weltmeisterschaft 3.3 Milliarden Euro
ausgegeben, obwohl das Land große
Probleme mit Armut und Arbeitslosigkeit
hat.

Südafrika benötigt dringend eine Entwicklung in der Wirtschaft. Dafür müssen aber auch
die unteren Gesellschaftsschichten profitieren. Taxifahrer und Hotelbedienstete hoffen
auf ein besseres Leben durch die Weltmeisterschaft. Die Straßenhändler würden auch
gute Geschäfte machen. Ein Riesenproblem für sie ist jedoch, dass sie aus den Stadien
verbannt wurden und in 800 Meter Umkreis um die Stadien nichts verkaufen dürfen.

Dies war bei der Weltmeisterschaft 2006 genauso, deshalb wird die Regelung von Fifa
nicht aufgehoben. Sie verhindert aber, dass die Fußballfans die afrikanische Kultur
kennenlernen. So steht schon jetzt der Gewinner der WM fest: Fifa.

Die hohe HIV-Rate behindert die Entwicklung des Landes schon seit Jahren. Dazu kommt
M.T.
noch, dass die Arbeitslosigkeit landesweit bei 40 Prozent liegt, Dies ist der Grund, warum
es tausende Straßenhändler gibt. Ein größeres Problem ist aber, dass viele Arbeitslose
kriminell werden. Die Kriminalität ist auf jeden Fall ein großes Hindernis für die
wirtschaftliche Entwicklung in Südafrika.

12
Biographie von Nelson Mandela

Nelson Mandela wurde am 18. Juli 1918 in einem Dorf in der Nähe von Umtata, in
Südafrika, geboren. Er ist der Sohn des Häuptlings Henry
Mandela, den er im Alter von 9 Jahren verlor. Mit 21
Jahren besuchte er das Missionscollege in Alice, das
aber später verlassen musste, weil er 1940 als Führer an
einem Studentenstreik teilnahm. Nach einigen Jahren
holte er seinen College-Abschluss nach und begann Jura
zu studieren.

1944 beschäftigte sich Mandela mehr mit der Politik. Er


trat dem Afrikanischen Nationalkongress ANC bei und
gründete dessen Jugendliga. Gemeinsam mit seinen Kollegen wollte er aus dem ANC eine
Massenbewegung machen. Mandela kämpfte immer weiter gegen die Apartheid. Von der
Regierung wurde er ganz und gar nicht gemocht. Immer wieder wurde er verhaftet und
bekam Drohungen. Doch diese ignorierte er einfach und kämpfte immer weiter.

1964 wurde er schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, sich
für Terrororganisationen vorbereitet zu haben. Als er nach 26 Jahren, am 11. Februar
1990, von de Klerk freigelassen wurde, bemühte er sich mit der südafrikanischen
Regierung über politische Reformen zu verhandeln. 1993 erhielten die beiden den
Friedensnobelpreis. Am 9. Mai 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen
Präsidenten von Südafrika gewählt.
M.T.

13
Armut, Kriminalität, Sicherheit

Ein großer Teil der südafrikanischen Bevölkerung lebt in Armut und muss mit für uns
unvorstellbaren Lebensbedingungen klarkommen. Auslöser ist vor allem die Apartheid.
Sie wurde von den europäischen Kolonialisten eingeleitet und diente der Rassentrennung
von weißen und farbigen Einwohnern. Zu dieser Zeit wurden
zahlreiche Wohnungssiedlungen errichtet, wo die Farbigen
wohnen sollten. Nach der Apartheidpolitik blieben diese
sogenannten Townships noch erhalten und werden noch
heute von hunderttausenden Südafrikanern und anderen
afrikanischen Bürgern bewohnt. Auf engsten Räumen und
ohne Infrastruktur kämpfen dort die Menschen um ihr
Leben. Sogar der südafrikanische Nationalspieler
Tschabalala, der das erste Tor in der Weltmeisterschaft 2010 geschossen hat, verbrachte
seine Jugend in Soweto, die größte Township Südafrikas. Viele Bewohner dieser
Elendsvierteln haben keine bzw. keine richtige Arbeit und überleben dank den vielen
Hilfsorganisationen. Der Staat versucht zwar durch Erschaffen von neuen Arbeitsplätzen
die Armut zu verringern, doch die Anzahl der in Armut lebenden Bevölkerung ist einfach
zu groß.

Die Armut ist auch der Grund zur hohen Kriminalitätsrate. Kein anderes Land hat eine
höhere Kriminalitätsrate als Südafrika. Die Mordanzahl in Südafrika ca. 10-mal so groß als
die in Deutschland.

pro Tag:
50 Morde
56 versuchte Morde
150 Vergewaltigungen
535 Raubüberfälle

14
Für die starke Kriminalität sind größtenteils die Bewohner der Townships verantwortlich.
Ihnen fehlt die Arbeit, weshalb sie in Armut leben müssen. Außerdem spielt die Apartheid
hier noch eine Rolle, da viele Farbige noch mit Hass gefüllt sind. Für die Südafrikaner ist
Gewalt ein Symbol der Männlichkeit. Wer nicht gewalttätig ist, ist auch kein richtiger
Mann, nach diesem Motto lebt leider der Großteil der farbigen Südafrikaner. Die Polizei
kann in den Townships nicht gut Ermittlungen durchführen, weshalb viele Taten
unaufgeklärt bleiben. Raubüberfälle laufen in Südafrika deutlich brutaler ab als in
anderen Ländern. Die Täter töten oft zuerst die Angestellten und nehmen dann das Geld,
Quälereien sind ebenfalls keine Seltenheit. Sogar der Präsident wurde bestohlen. Die
Täter waren mit Metall im Wert von nur 4000 zufrieden. Reiche Personen lassen sich
High-Tech Sicherheitsanlagen bauen, da sie die Räuber fürchten. Tausende Südafrikaner
verlassen schon das Land, da sie sich nicht mehr sicher fühlen. Schon wenige Tage vor der
Weltmeisterschaft wurden einige Journalisten überfallen, was für Unruhen sorgte.

Trotzdem sollte man jetzt nicht denken, dass Südafrika


für Touristen unbegehbar sei. Wenn man die
Townships meidet, ist man nicht unsicherer als in
anderen Ländern. Der Staat hat wegen der
Weltmeisterschaft die Sicherheitsmaßnahmen
verstärkt, da die Fans sich über die Sicherheit im Land
beschwerten. Es wurden 33.000 weitere Polizisten
eingeführt und viel Geld für ihre Ausrüstung und
Ausbildung investiert Außerdem wurden Patrouillenfahrten in den Townships eingeführt,
um die dort herrschende hohe Kriminalitätsrate zu verringern. Es wurden auch zahlreiche
Überwachungskameras in der Innenstadt eingerichtet, was die Anzahl der Raubüberfälle
verringern soll. Der südafrikanische Präsident hatte noch angekündigt, dass die Polizei
deutlich radikaler als zuvor vorgehen wird. So wird für eine sichere Weltmeisterschaft
gesorgt.
A.T.

15
Stadien der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika

Südafrika bekam sehr viel finanzielle Unterstützung für den Bau und die Renovierung der
Stadien. Sonst
wäre die Weltmeisterschaft in Südafrika gar nicht zustande gekommen.

Soccer City
Soccer City ist das größte Fußballstadion Afrikas.
Es liegt in Johannesburg und wurde von 2007 bis
2009 renoviert. Soccer City ist ein reines
Fußballstadion und wurde für das Eröffnungs-
und Finalspiel gewählt.

Eröffnung 7. Oktober 1989


Kapazität Insgesamt: 94.700 Plätze

Coca-Cola Park

Coca-Cola Park ist bekannt für das Finale der


Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995. Damals
überflog eine Boeing 747 im Tiefflug das Stadion.
Es liegt in Johannesburg und wurde 2009
renoviert.
Eröffnung 1928
Kapazität 70.000 Plätze

Free-State-Stadion

Das Free-State-Stadion liegt in Bloemfontain und


wurde 2008 renoviert.
Eröffnung 1952
Kapazität 48.000 Plätze
16
Kapstadt-Stadion

Das Kapstadt-Stadion liegt in Kapstadt. Es wurde nach


dem Abriss des alten Green-Point-Stadions neu
gebaut.
Eröffnung 14. Dezember 2009
Kapazität 68.000 Plätze

Loftus-Versfeld-Stadion

Das Loftus-Versfeld-Stadion liegt in Pretoria und


wurde für die Weltmeisterschaft nicht renoviert.
Eröffnung 1923
Kapazität 51.762 Plätze

Mbombela-Stadion

Das Mbombela-Stadion liegt in Nelspruit und wurde


wie das Loftus-Versfeld-Stadion für die
Weltmeisterschaft nicht renoviert.
Eröffnung 2009
Kapazität 46.000 Plätze

Moses-Mabhida-Stadion

Das moderne Moses-Mabhida-Stadion liegt in


Durban und wurde für die Weltmeisterschaft
gebaut.
Eröffnung 28. November 2009
Kapazität 69.957 Plätze

17
Nelson-Mandela-Bay-Stadion

Das Nelson-Mandela-Bay-Stadion liegt in


Port Elizabeth und wurde ebenfalls für die
Weltmeisterschaft gebaut.
Eröffnung 7. Juni 2009
Kapazität 46.000 Plätze

Peter-Mokaba-Stadion

Das Peter-Mokaba-Stadion liegt in Polokwane und


wurde auch für die Weltmeisterschaft gebaut.
Eröffnung 2009
Kapazität 45.000 Plätze

Royal-Bafokeng-Stadion

Das Royal-Bafokeng-Stadion liegt in Rustenberg und


wurde 2009 renoviert.

Eröffnung 1999
Kapazität 42.000 Plätze

18 A.T.
Afrikaans
Ein kleines Wörterbuch

Begrüßungen
Afrikaans Deutsch

Goeimore Guten Morgen


Goeiemiddag Guten Tag
Goeiaand Guten Abend
Goeienag Gute Nacht
Hoe gan dit? Wie geht es dir
Goed dankie Danke gut
Asseblief Bitte
Dankie Danke

Wichtiges
Wat is jou naam? Was ist dein Name?
My naam is … Mein Name ist …
Waarvandaam kom jy? Woher kommst du?
Ek kom van … Ich komme aus …
Ja Ja
Nee Nein
Hoeveel kos dit Was kostet es?
Ek wil … Ich möchte …
Ek is siek Ich bin krank
Hospitaal Krankenhaus
Polisie Polizei
Telefoon Telefon

19
Zahlen
Afrikaans Deutsch

Een [e:n] Eins


Twee [twe:] Zwei
Drie [dri] Drei
Vier [fir] Vier
Vyf [fəif] Fünf
Ses[sɛs] Sechs
Sewe [sɛve] Sieben
Ag [ag] Acht
Nege [nɛçe] Neun
Tien [tən] Zehn

Afrikaans ist eine Sprache die aus dem Niederländischen entstanden ist. Als im 17.
Jahrhundert die Siedler dort eine Kolonie gründeten und Niederländisch als Amtssprache
herrschen sollte, entstand dort ein Niederländischer Dialekt. Dieser Dialekt wird heute
von ca. 6 Millionen Menschen gesprochen.

J.B.

20
Johannesburg

Johannesburg ist die Hauptstadt der Provinz


Gauteng in Südafrika.Mit 3.888.180
Einwohnern ist Johannesburg die größte Stadt
und der gesamte Großraum mit nahezu acht
Millionen Einwohnern die größte
Metropolenregion in Südafrika. Nkhensani
Makhobela ist der Bürgermeister von
Johannesburg.
Wie viele andere Großstädte der Welt hat auch
Johannesburg ein Kriminalitätsproblem.
In Johannesburg war das Problem aber so groß, dass hier die Zahl der Morde die Anzahl
der Verkehrstoten übertraf. Inzwischen hat sich die Lage jedoch deutlich verbessert.
Durch Überwachungsmaßnahmen, Aufwertung des Stadtzentrums durch kulturelle
Angebote und die Rückkehr des Einzelhandels ist die Sicherheitslage deutlich entschärft
worden. In armen Stadtteilen wie Soweto bleibt die Situation jedoch weiterhin
angespannt. Trotz des Rückgangs der Kriminalität hat Johannesburg immer noch den Ruf,
gefährlichste Stadt der Welt zu sein.

2010 wird Südafrika das erste afrikanische Land als Gastgeber der 19. Fußball-
Weltmeisterschaft. Aus diesem Grund wurden die beiden Stadien in Johannesburg ( Ellis
Park mit 60.000 Plätzen und das FNB-Stadion mit 80.000 Plätzen ) modernisiert und
ausgebaut.

S.B.

21
Quiz

1. Wann landete der englische Admiral James Lancaster am Kap?

A) 1610 B) 1601 C) 1611

2. Wie viele Jahre verbrachte Mandela auf in Gefangenschaft?


A) 18 B) 23 C) 27

3. In wie viel Stadien wird die Fußball-WM 2010 ausgetragen?


A) 13 B) 10 C) 15

4. Wie viele Spiele hat die WM 2010?


A) 60 B) 68 C) 64

5. In welchem Stadion fand das Eröffnungsspiel der WM statt?


A) Kapstadt B) Pretoria C) Johannesburg

6. Wann endete die Apartheid?


A) 2000 B) 1999 C) 1990

7. Welches Land spielte im Eröffnungsspiel gegen Südafrika?


A) Mexico B) Uruguay C) Frankreich

8. Wer schoss das erste Tor dieser WM?


A) Parker B) Tshabalala C) Pienaar

9. Wann findet das Endspiel statt?


A) 10.07.2010 B) 08.07.2010 C) 11.07.2010

10. Wer wird die WM gewinnen? Wer wird Zweiter?


1. _______________________ 2. ______________________

R.S.
22
Impressum

Autoren: A.U. = Ahmet Uzuner


A.T. = Abdullah Turgay
J.B. = Jens Burkard
M.T. = Muhammed Turgay
R.S. = Roman Schabbach
S.B. = Serdar Bacchachi

Titelblatt : Muhammed Turgay

Design und Zusammenstellung: Jens Burkard

Textquellen

Allgemeines:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_2010
http://de.fifa.com/index.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Adidas_Jabulani
http://de.wikipedia.org/wiki/Vuvuzela

Geschichte Südafrika:
http://www.suedafrikatour.de/allgemeines/geschichte.htm
http://www.touring-afrika.de/de/suedafrika/geschichte.htm

Probleme Südafrikas:
http://www.weltbericht.de/afrika/suedafrika/afrika-suedafrika-infrastrukur.html
http://www.southafrica.info/overview/deutsch/infrastruktur.htm
http://www.sueddeutsche.de/sport/suedafrika-confed-cup-erfolg-ist-wenn-es-trotzdem-
klappt-1.442938-2

Fußball für die Entwicklung:


www.dradio.de

23
Biographie von Nelson Mandela:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nelson_Mandela
http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=1479&RID=1

Armut, Kriminalität und Sicherheit:


http://www.suedafrika.net/suedafrika/gesellschaft/kriminalitaet.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,699650,00.html
http://www.sueddeutsche.de/sport/suedafrika-vor-der-wm-gewaltige-probleme-
1.186893
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika#Kriminalit.C3.A4t

Stadien der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika:


http://de.wikipedia.org/wiki/Soccer_City
http://de.wikipedia.org/wiki/Coca-Cola_Park
http://de.wikipedia.org/wiki/Free-State-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapstadt-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Loftus-Versfeld-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Mbombela-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Moses-Mabhida-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Nelson-Mandela-Bay-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Mokaba-Stadion
http://de.wikipedia.org/wiki/Royal-Bafokeng-Stadion

Afrikaans:
http://www.omniglot.com/writing/afrikaans.htm
http://afrika.heim.at/Afrikaans.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/Afrikaans

Johannesburg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johannesburg
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/704893
http://wapedia.mobi/de/Johannesburg

24
Bildquellen

Karte (S. 3): http://south.africa-atlas.com/pictures/south-africa-map.jpg


Bild (S. 4): http://culturekids.files.wordpress.com/2009/12/1000px-
2010_fifa_world_cup_logo-svg.png
Bild (S. 5): http://img15.imageshack.us/f/415381384085fb0be153.jpg/
Bild (S. 6): http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/
5/53/TrekBoerPortrait.jpg
Bild (S. 7): http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/4a/Suedafrika_1885.jpg
Bild oben (S. 8): http://upload.wikimedia.org/wikipedia/
commons/b/b7/South_Africa_Red_Ensign.png
Bild unten (S.8): http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/af/
Flag_of_South_Africa.svg
Bild (S. 10): http://www.nelson-mandela-realschule.de/bilder/
Nelson_Mandela/Pres_Mandela.jpg

25
Spielplan (Viertelfinale- Finale)

Viertelfinale
Datum und Ort Team 1 Team 2 Ergebniss
Uhrzeit
02.07.2010 - Port Elisabeth Holland Brasilien -
C
16:00
02.07.2010 - Soccer City Uruguay Ghana -
A
20:30
B 03.07.2010 - Cape Town Argentinien Deutschlan -
16:00 d
03.07.2010 - Ellis Park Paraguay Spanien -
D
20:30

Halbfinale
Datum und Uhrzeit Ort Team 1 Team 2 Ergebniss

I 06.07.2010 - 20:30 Cape Town Sieger A Sieger C -


I
07.07.2010 - 20:30 Durban Sieger B Sieger D -
II
.

Finale
Datum und Ort Team 1 Team 2 Ergebniss
Uhrzeit
10.07.2010 - 20:30 Port Verlierer I Verlierer II -
Elisabeth
11.07.2010 - 20:30 Soccer City Gewinner I Gewinner II -

J.B.
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