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Antragsteller: Ortsverein Horn-Achterdiek 2013 A 28

Der Unterbezirksparteitag mge beschlieen:

Elektronischen Personalausweis sinnvoll nutzen


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Adressat:
SPD-Brgerschaftsfraktion
Senat

10 Der Unterbezirksparteitag Bremen-Stadt fordert:

Die Bremer Verwaltung soll die Mglichkeiten des neuen elektronischen Personalaus-
weises (nPA) nutzen und Dienstleistungen fr Brgerinnen und Brger anbieten, die
die elektronische Authentifizierung verwenden. Es sollen ausschlielich die Verwal-
15 tungsvorgnge untersttzt werden, die sowieso eine postalische Reaktion der Verwal-
tung zur Folge haben (z. B. Anforderung eines polizeilichen Fhrungszeugnis oder einer
Meldebesttigung). Vorgnge, bei denen Daten durch die Brgerinnen und Brger di-
rekt gendert werden knnen, sollen nicht ber diesen Weg der Authentifizierung an-
geboten werden. Im Zuge der Umsetzung soll die Verwaltung der elektronischen Au-
20 thentifizierung gegenber kritisch eingestellte Fachleute hinzuziehen, wie z. B. die
Landesbeauftragte fr Datenschutz und Informationsfreiheit (LfDI) oder den Chaos
Computer Club (CCC).

Begrndung:
Der elektronische Personalausweis bietet in seiner aktuellen Form neben dem hoheitli-
chen Teil (z. B. Funkabfrage, gespeicherte Fingerabdrcke) auch eine Funktionalitt,
den Nutzer Diensteanbietern im Internet gegenber zu authentifizieren. Dem Anbieter
eines Internetangebots wird durch ein kleines Zusatzgert am Computer des Nutzers
mitgeteilt, um welche Person es sich handelt. Die bisherige Alternative bentigen ent-
weder sehr viel Vertrauen, wenn der Nutzer seine Daten einfach hndisch eingibt und
damit beliebige Falschangaben machen kann oder sind sehr aufwndig (z. B. das Post-
Ident-Verfahren, bei dem man sich am Postschalter ausweist und die Post dann dem
Anbieter die Richtigkeit besttigt). Leider ist die Sicherheit der Authentifizierungsfunk-
tion noch nicht hinreichend, um sich beliebig auf den Vorgang verlassen zu knnen,
was grtenteils an den Unzulnglichkeiten des Kartenlesegerts liegt. Fr nichtkriti-
sche Vorgnge kann und sollte Bremen den Brgerinnen und Brgern aber die Mg-
lichkeit geben, die durch Bundesgesetz zwangsweise verordneten neuen Mglichkei-
ten auch vorteilhaft nutzen zu knnen.

berwiesen an die SPD-Brgerschaftsfraktion.

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