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Handy-Strahlung:

Studien gefälscht?
Untersuchungen zu möglichen Gesundheitsrisiken des Mobilfunks stehen im
Verdacht, manipuliert worden zu sein

Schadet das kleine Gerät am Ohr? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft

Zwei Studien über die Gefährlichkeit von Handy-Strahlung an der Medizinischen Universität
Wien sind nach einem Bericht des Spiegels gefälscht worden. Beide Untersuchungen, die
Brüche im Erbgut durch bereits geringe Mobilfunkstrahlung belegen, seien von einer
Labortechnikerin erfunden worden, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen
Ausgabe. Die Frau sei auf frischer Tat beim „Fabrizieren“ von Daten ertappt worden und habe
ihre jahrelange Manipulation gestanden. Nun untersuche die Hochschule, warum die leitenden
Professoren den Schwindel nicht bemerkten.

Die Universität sprach in einer Mitteilung von „vermutlich gefälschten“ Studien. Es gebe
„gravierende Verdachtsmomente“ gegen die Frau, sagte Rektor Wolfgang Schütz. Bei den
2005 und 2008 veröffentlichten Arbeiten bestehe der Verdacht, dass die Daten nicht
experimentell gemessen sondern „fabriziert“ wurden. Die Mitarbeiterin und Autorin der
Untersuchungen habe gestanden, dass ihr Vorgehen auf die Erzeugung vorgefasster Resultate
angelegt war und habe daraufhin gekündigt.

Der inzwischen in den Ruhestand gegangene Professor, der die Untersuchungen betreute,
wies den Fälschungsvorwurf zurück, so die Angaben der Universität. Es habe lediglich bei
einer der beiden Studien Probleme gegeben, da die Proben für die Wissenschaftler nicht mehr
„verblindet“, also anonymisiert waren. Das ändere nichts daran, dass die Daten richtig
zustande gekommen seien.
dpa / GesundheitPro; 26.05.2008

http://www.gesundheitpro.de/Handy-Strahlung-Studien-gefaelscht-gesundheit-
A080526MAIRP078507.html

Wie gefährlich ist die Handy-Strahlung?


Die einen reden von Hirntumoren, die durch Mikrowellen verursacht werden,
die anderen wiegeln ab. Doch wo liegt die Wahrheit?

Inhaltsverzeichnis:
1. Grillen Handys das Gehirn?
2. Krebsrisiko und Lebensalter
Immer wieder berichten die Medien über Gefahren der Mikrowellen-Strahlung, die von
Mobilfunktelefonen und -basisstationen abgegeben werden. Handys werden für Krebs,
geschwächtes Immunsystem und ein Aufbrechen der Blut-/Hirn-Schranke verantwortlich
gemacht. Die Aufstellung neuer Basisstationen wird von Bürgerinitiativen teilweise
hartnäckig bekämpft. Im Volksmund heißt es überspitzt: "Handys grillen das Gehirn".
Während das so bildlich mit Sicherheit nicht stimmt, stellt sich dennoch die Frage: Wie
gefährlich ist der Mobilfunk? Und was kann ich tun, um das persönliche Risiko zu
verringern?
Handys und Basisstationen müssen jeweils Radiowellen aussenden, um miteinander in
Verbindung zu treten. Dass diese Radiowellen auch einen Effekt beim Menschen haben, ist
unbestritten. Fraglich ist aber, wie groß dieser Effekt ist, und ob die Vorteile der
Mobilfunknutzung die Schäden, die durch die Radiowellen entstehen, rechtfertigen.

Das Handy ist gefährlicher als die Antenne

Grundsätzlich senden Basisstationen mit mehr Energie als Handys, da die Basisstationen
mehrere Handys gleichzeitig versorgen müssen. Dennoch gehen die meisten Gefahren von
den Handys aus: Diese werden bei einem Gespräch direkt am Ohr gehalten. Damit befinden
sich empfindliche Organe wie Auge und Gehirn in unmittelbarer Nähe der Antenne, also dort,
wo die Strahlung am intensivsten ist. Bei Basisstationen ist hingegen durch die Konstruktion
sichergestellt, dass Menschen der Antenne nicht zu nahe kommen. Bereits nach wenigen
Metern ist aber die Intensität der Strahlung auf weniger als ein Tausendstel dessen
abgesunken, was in der unmittelbaren Umgebung der Antenne gemessen werden kann.
Selbst wer eine Basisstation auf dem Hausdach hat, muss nicht mit hoher Belastung
rechnen: Die Abstrahlung erfolgt bewusst in horizontaler Richtung. Unter der Antenne würde
man sich folglich im Funkloch befinden, wenn nicht nahe Hauswände oder
Metallgegenstände einen Teil der Wellen reflektieren.
Basisstationen sind auch sehr schwachbrüstige Sender, insbesondere, wenn man sie mit
den bereits seit Jahrzehnten installierten Radio- und Fernsehsendern vergleicht. Während im
Rundfunkbereich 25 Kilowatt nicht unüblich sind, kommt eine Basisstation im
innerstädtischen Kleinzellennetz oft mit 0,025 Kilowatt aus. Die Folge ist, dass ein städtisches
Privatradio meist mehr Strahlung in die Luft pumpt, als alle Basisstationen dieser Stadt
zusammen. Allerdings arbeitet das Radio bei niedrigeren Frequenzen, die in der Regel
unkritischer zu beurteilen sind.
Es lässt sich also feststellen: Wenn es Gefahren gibt, dann gehen diese vor allem von
Handys aus. Hier sind wiederum zwei Klassen zu unterscheiden: thermische und
nichtthermische. Thermische Effekte beziehen sich darauf, dass ein Teil der
Mobilfunkstrahlen im Gewebe absorbiert wird und dieses damit aufheizt. Thermische Effekte
sind vor allem in schlecht durchbluteten Gewebe zu erwarten. Hierzu gehört insbesondere das
Augeninnere. Vermeiden Sie es also, das Handy so zu halten, dass die Antenne nah an das
Auge herankommt - halten Sie die Antenne besser nach hinten. Am stärksten wird das Ohr
durch thermische Effekte aufgeheizt - doch haben Sie diese auch, wenn Sie an einem
sonnigen Tag ins Freie gehen.

Krebsrisiko und Lebensalter

Nichtthermische Effekte sind deutlich schlechter untersucht. Vermutet wird, dass die Funktion
des Immunsystems beeinträchtigt wird oder dass die Blut-/Hirn-Schranke aufbricht. Auch
bestimmte, seltene Hirntumore werden mit dem Handy in Verbindung gebracht. In einer
Studie ergab sich, dass die Tumore bei den Handy-Nutzern zwar nicht häufiger auftraten als
bei den Nicht-Handy-Nutzern, aber verstärkt auf der Seite zu finden waren, auf der die Nutzer
ihr Handy hielten. Ob es hier tatsächlich einen Zusammenhang gibt, muss noch geklärt
werden. Selbst wenn ein Zusammenhang gefunden wird, muss dieser nicht unbedingt für die
Schädlichkeit des Handys sprechen: Es könnte sein, dass die Tumor-Patienten unbewusst das
Handy überwiegend an der Seite des Kopfes halten, an der sich der Tumor bereits entwickelt.
Egal, wie die WHO-Studie ausgehen wird: Trotz der Vielzahl der Handy-Nutzer sind die
altersbezogenen Krebsraten bisher nicht explodiert. Dass die absoluten Krebszahlen in
Deutschland und vielen anderen Ländern immer weiter steigen, hat andere Effekte: Je älter
man wird, desto größer wird die Gefahr eines Tumors. Indem andere Krankheiten zurück
gedrängt werden, werden die Menschen immer älter, und folglich auch immer anfälliger für
Krebs. So ist die Lebenserwartung von 1950 bis 2000 für Männer von 64,6 auf 74,0 Jahre, für
Frauen von 68,5 auf 80,3 Jahre gestiegen - auch den vielen Basisstationen zum Trotz.
Selbst wenn ein Zusammenhang mit bestimmten Krebsarten festgestellt wird, sollte nicht
vergessen werden, dass es sich hier um seltene Krebsarten handelt. Vermutlich dürfte das
Risiko beim Handy in etwa genauso hoch sein, wie bei anderen modernen Techniken auch:
Das Arbeiten am Computer oder das Fernsehen ist wegen der in den Bildröhren erzeugten
Röntenstrahlung und magnetischen Feldern ja ebenfalls nicht absolut unbedenklich.

Einfache Maßnahmen zum Verringern der Belastung

Wer sein Risiko verringern will, ist mit einer Freisprecheinrichtung gut beraten: Die Handy-
Antenne wird dadurch vom Kopf entfernt. Doch ist es in diesem Fall üblich, das Handy per
Klammer am Hosengurt zu befestigen. Damit wird der Teufel mit dem Beelzebub
ausgetrieben: Wenn Handy-Strahlen das Erbgut verändern können, ist das Tragen in der Nähe
der Geschlechtsorgane natürlich nicht zu empfehlen. Wer auf das Handy nicht verzichten
kann, seine Risiken aber vermindern will, sollte eine Freisprecheinrichtung anschaffen und
das Handy möglichst weit weg vom Körper tragen, z.B. in einem Rucksack. Im Auto sollte
man neben der Freisprecheinrichtung eine Außenantenne installieren.
Weiterhin kann man das Strahlenproblem dadurch stark vermindern, dass man auf guten
Empfang achtet. Denn je besser die Verbindung zwischen Handy und Basisstation ist, desto
geringer ist die Energie, mit der das Handy funkt. Diese Funktion dient nicht nur dem Schutz
der Nutzer, sondern auch der Verlängerung der mit einer Batterie möglichen Gesprächs- und
Standbyzeit, sowie der Verbesserung der Netzauslastung, da die Gefahr der Störung
benachbarter Zellen bei geringerer Leistung natürlich sinkt. Es empfiehlt sich daher,
Gespräche möglichst im Freien außerhalb von Gebäuden zu führen. Muss man innerhalb eines
Gebäudes bleiben, das in Stahlbetonbauweise errichtet wurde, sind die besten Empfangswerte
meist in der Nähe eines Fensters zu finden. Dasselbe gilt in Zügen. In ICE-Zügen sind
einzelne Wagen mit Handy-Verstärkern ausgestattet. Verwenden Sie diese, wenn Sie im ICE
telefonieren.

http://www.teltarif.de/i/strahlen.html

UND HIER DIE STUDIEN-ERGEBNISSE NOCHMAL:

Studie: Telefonieren mit dem Handy erhöht Krebsrisiko nicht

Langzeitfolgen und die Auswirkungen bei Kindern sind nicht erforscht 17.06.2008

Das Telefonieren mit dem Handy birgt nach einer Studie des Bundesamts für Strahlenschutz
kein Krebsrisiko für Erwachsene. Auch durch schnurlose Telefone oder eine Basisstation nach
DECT-Standard in der Nähe des Bettes steige das Risiko für Hirntumore nicht, ergab die
Untersuchung, die der Deutschen Presse- Agentur dpa vorliegt. Auch sei kein Zusammenhang
zwischen den Geräten und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bei Erwachsenen beobachtet
worden. Allerdings war die Studie auf weniger als zehn Jahre angelegt. Mögliche langfristige
Risiken, vor allem für Kinder, seien nicht abschließend geklärt. Diese Unsicherheiten legten
einen "vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken" nahe.

Langzeitfolgen nicht bekannt

Die Indizien hätten sich verdichtet, dass kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der
Wirkung elektromagnetischer Felder und Schlafstörungen oder Kopfschmerzen bestehe, heißt
es in der Studie. Die Frage, ob das Gesundheitsrisiko über längere Zeit für Kinder höher als
für Erwachsene sei, konnte nicht abschließend beantwortet werden. Deshalb seien weitere
Studien über die Langzeitwirkungen solcher Geräte notwendig, insbesondere bei Kindern, die
mit dem Handy groß geworden seien oder groß würden.
Die Experten analysierten in mehr als 50 Forschungsprojekten des Deutschen Mobilfunk-
Forschungsprogramms seit 2002 biologische Auswirkungen der Nutzung von Handys und
schnurlosen Telefonen. Im Einzelfall wurden Veränderungen der Genaktivität beobachtet, also
von Zellprozessen zur Umsetzung genetischer Programme. Das stelle die Gesamtbeurteilung
aber nicht infrage, hieß es. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Ergebnisse
der neuen Studie heute vorstellen.

http://www.teltarif.de/arch/2008/kw25/s30302.html

HANDYS IM VERGLEICH:

http://de.wiki-products.org/Strahlungswerte_von_Handys_im_Vergleich

Babyphone und Radiowecker: Strahlung in der Wohnung

1. Elektrosmog ist kein einheitliches Phänomen


2. Kein unnötiges Risiko eingehen
"Elektrosmog" ist ein Schlagwort, das vielen Verbrauchern Angst macht. Nach Angaben des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bezeichnen sich zwei bis sechs Prozent der Deutschen
als "elektrosensibel". Sie führen Beschwerden wie Kopfschmerzen und
Konzentrationsstörungen auf "Elektrosmog" zurück. Nüchtern gesehen, steht der Begriff für
elektrische und magnetische Felder und für elektromagnetische Strahlung - und die sind
keineswegs immer schädlich. In manchen Fällen ist es allerdings sinnvoll, vorsorglich gegen
die Strahlung zu handeln.
Um das Thema sachlich angehen zu können, muss man sich zunächst klar machen, dass es
"den Elektrosmog" als einheitliches Phänomen nicht gibt. Zum Beispiel lassen sich
diesbezüglich Radiowecker und Schnurlos-Telefone nicht miteinander vergleichen. So
trennen Experten zum einen in elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder.
Darüber hinaus trägt eine Unterscheidung in nieder- und hochfrequente Felder zum
besseren Verständnis bei. Ob die Felder als hoch- oder niederfrequent eingestuft werden,
hängt von der Anzahl der Schwingungen ab, die in Hertz (Hz) angegeben werden. Ein Hz
entspricht einer Schwingung pro Sekunde. Niederfrequente elektrische Felder werden im
Haushalt durch Stromleitungen und elektrische Haushaltsgeräte erzeugt - auch wenn kein
Strom fließt. Die hier auftretenden elektrischen Felder haben eine Frequenz von 50 Hz. Die
Stärke des elektrischen Feldes wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen.

Trafos erzeugen magnetische Felder

Magnetische Felder im niederfrequenten Bereich werden durch Ströme erzeugt. Wird kein
Strom verbraucht, wenn das Gerät ausgeschaltet ist, verschwinden die in Tesla gemessenen
magnetischen Felder, auch wenn der Stecker noch in der Steckdose sitzt. Bei Geräten mit
Transformatoren aber bleiben die Felder bestehen. Während elektrische Felder durch
Hauswände stark abgeschwächt werden, lassen sich magnetische Felder ohne großen
Aufwand kaum abschirmen.
Elektromagnetische Felder (EMF) heißen so, weil sich elektrisches und magnetisches Feld
ab einer bestimmten Frequenz nicht mehr voneinander trennen lassen. Daher wird in diesem
Zusammenhang manchmal auch von elektromagnetischer Strahlung gesprochen. "Die
stärksten Verursacher im Haushalt sind Handys, DECT-Telefone und WLAN", erklärt Florian
Emrich, Sprecher des BfS in Salzgitter. Diese Geräte arbeiten auch mit Frequenzen im
Gigahertzbereich. Zur Erklärung: Ein Gigahertz entspricht einer Milliarde Hertz.
Die in Häusern und Wohnungen
üblicherweise auftretenden niederfrequenten
elektrischen Felder stellen laut BfS keine
Gesundheitsgefahr dar. Problematischer sind
da schon die magnetischen Felder: Hier gibt
es Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche
Langzeiteffekte der Strahlung unterhalb der
Grenzwerte. Es gibt Studien, die zumindest
einen statistischen Zusammenhang von
magnetischen Feldern und Leukämie bei
Kindern erkennen lassen.

Kein unnötiges Risiko eingehen

Der biologische Wirkungsmechanismus, der


die Entstehung von Leukämie durch
niederfrequente Magnetfelder erklären
würde, konnte bisher nicht gefunden werden.
Dennoch sollte das mögliche Risiko
ernstgenommen werden, so das BfS. Das
heißt zum Beispiel, sich und seinen
Nachwuchs solchen Feldern nicht unnötig
auszusetzen. Das gilt vor allem für Räume, in
denen man die Nacht verbringt, also Schlaf-
und Kinderzimmer.
Jedes Gerät mit Netzteil verursacht
magnetische Wechselfelder, sagt Rolf
Buschmann von der Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Die
Organisation berät derzeit Haushalte mit
Kindern über niederfrequente Felder. "Die meisten Kinderzimmer sind mit vielen elektrischen
Geräten ausgestattet." Und es sei meist einfach, die Belastung durch Strahlung zu reduzieren.
Netzbetriebene Radiowecker etwa sollten nicht direkt neben dem Kopfteil des Bettes
aufgestellt werden, sagt Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München. Besser seien im
Hinblick auf die elektrischen und magnetischen Felder batteriebetriebene Geräte.

Vorsicht beim Babyphone

Auch Babyphones werden besser mit Bedacht eingesetzt: Eltern sollten darauf achten, dass
das Gerät in einem Abstand von mindestens eineinhalb Metern zum Kinderbett aufgestellt
wird. Arbeitet es mit Funk, verursacht es außerdem EMF. Ulrich-Raithel rät daher zu einem
Gerät ohne Reichweitenkontrolle. Modelle mit dieser Funktion sendeten dauernd ein Signal
an den Empfänger. Die anderen Babyphones senden nur, sobald ein Geräusch im
Kinderzimmer auftritt.
Mit "Elektrosmog" bekommt man es auch in der Küche zu tun. Daher sollten auf
Induktionsherden Töpfe genutzt werden, die die jeweilige Kochfläche abdecken. Mikrowellen
arbeiten mit einer Frequenz von 2,3 Gigahertz, sie funken sozusagen im
Hochfrequenzbereich. Fabrikneu sollen die Geräte so gut abgeschirmt sein, dass von der
Strahlung nichts nach außen dringen könne. Bei älteren Geräten könnten Ulrich-Raithel
zufolge kleine Lecks auftreten. "Man sollte daher Kinder nicht direkt davor stehen lassen,
solange die Mikrowelle im Betrieb ist."

Ein Sendemast macht mehr Angst als die Mikrowelle

Mit dem rasanten Aufstieg des Mobilfunks hat auch die Zahl der Menschen zugenommen, die
darin die Ursache für ihre körperlichen Beschwerden sehen. Viele Verbraucher beunruhigt laut
Rolf Buschmann ein Sendemast in der Nachbarschaft stärker als die Elektrogeräte im eigenen
Haushalt. Die Belastung durch solche Basisstationen sei aber sehr gering. "Die größte
Belastung haben Sie, wenn Sie mit Ihrem Handy telefonieren."
Der BfS-Standpunkt ist klar: Solange die Grenzwerte eingehalten werden, gibt es nach
derzeitigem Stand der Wissenschaft nichts zu befürchten. Im Sinne der Vorsorge sollten
Verbraucher ihr Handy aber so wenig wie möglich nutzen und wenn möglich zum
Festnetztelefon mit Schnur greifen.
Wie der Mobilfunk und die Babyphones funken auch schnurlose DECT-Telefone im
hochfrequenten Bereich. Hier gibt es ebenfalls keine Beweise für gesundheitliche
Schädigungen. Dennoch haben manche Hersteller reagiert und bieten schnurlose Telefone mit
so genanntem Eco-Mode an. Bei diesen Modellen lässt sich die Sendeleistung und damit auch
die Strahlung reduzieren.

dpa / Marie-Anne Winter


http://www.teltarif.de/arch/2008/kw02/s28420.html

Studie Für Erwachsene kein erhöhtes


Krebsrisiko durch Handys?
Das Telefonieren mit dem Handy birgt für Erwachsene angeblich kein Krebsrisiko und soll
auch nicht zu Kopfschmerzen oder Schlafstörungen führen. Das ist das Ergebnis eines
sechsjährigen Forschungsprogramms mit insgesamt 54 Studien. Auch schnurlose Telefone
oder DECT-Basisstationen sollen das Risiko für Hirntumore bei Erwachsenen nicht fördern,
so die Studie weiter. Die Risiken für Kinder werden in diesem Zusammenhang noch weiter
erforscht. Der BUND bewertet die Ergebnisse des Forschungsprogramms sehr kritisch und
fordert ein Handyverbot für Kinder. Auch sollte bei der Bewertung der Studien beachtet
werden, dass diese von den Netzbetreibern mit 8,5 Millionen Euro finanziell unterstützt
wurden.

Im Verlauf von 54 Studien im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms


(DMF) wurden Fragen zur Strahlenbelastung im Alltag aufgegriffen, zu möglichen nicht-
thermischen Wirkmechanismen sowie zu akuten und chronischen Wirkungen hochfrequenter
elektromagnetischer Felder des Mobilfunks. In Wiederholungsstudien wurde gezielt
Hinweisen auf mögliche Wirkungen hochfrequenter Felder auf Mensch und Tier
nachgegangen. Solche Hinweise hatten zu Beginn des Forschungsprogramms
vorgelegen,konnten aber nicht bestätigt werden.

Das Risiko einer langfristigen Nutzung aber noch immer nicht ausgeschlossen werden, auch
von daher ist die Entwarnung nur

halbwegs gültig. Auch die Frage, welches Gesundheitsrisiko von dieser Technologie für
Kinder ausgeht, konnte nicht endgültig beantwortet werden. Das Bundesamt für
Strahlenschutz rät deswegen weiterhin bis zum Eingang der abschließenden Ergebnisse zu
einem vorsichtigen Umgang mit den Mobiltelefonen. Weitere Forschungsreihen über die
Langzeitwirkungen sind notwendig, insbesondere bei Kindern, die quasi mit dem Handy groß
geworden sind.

Umweltminister Gabriel erklärte, die derzeitigen Grenzwerte für die Strahlungsbelastung von
Mobilfunkgeräten seien ausreichend. Dort wo es nötig ist, würde man weiter forschen, die
Bundesregierung will dafür jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stellen. Die Netzbetreiber
der Handynetze haben alleine für diese Studie die Hälfte aller Kosten getragen. Für die
fachliche und administrative Durchführung des DMF war ausschließlich das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) zuständig. Angeblich war deswegen nach Ansicht des BfS auch kein
Einfluss der Netzbetreiber auf die Ergebnisse der zahlreichen Studien möglich.

Der BUND sieht die Sachlage weitaus skeptischer als Herr Gabriel. Bernd Rainer Müller,
BUND-Mobilfunkexperte: "Leider sind bisher keine grundlegenden Studien zu den
Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auf elektrosensible Menschen durchgeführt
worden. Auch die großen Unterschiede zwischen den Wirkungen auf Kinder bzw. auf
Erwachsene finden bisher weder in den Messvorschriften noch in den daraus
abgeleiteten Empfehlungen zum Schutz vor Strahlung Berücksichtigung. Solange es
keine kindgerechten Schutzstandards für die Nutzung von Mobiltelefonen gibt, fordern
wir deshalb für Kinder ein Verbot der Nutzung von Handys."

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert deswegen eine
konsequente Untersuchung um die genauen Wirkungsmechanismen der Strahlung
aufzudecken. Nach Aussage des BUND würden manche Hinweise von Ärzten nicht ernst
genommen werden. Diese würden die beschriebenen Symptome der Patienten als Einbildung
abtun. Dringend erforderlich sei jetzt nach Ansicht vom BUND eine qualifizierte und offene
Auseinandersetzung auch mit Umweltverbänden und Betroffenen um die Höhe der noch
zulässigen Strahlenbelastung durch den Mobilfunk sowie das Ausloten daraus folgender
Konsequenzen. Dieser Prozess müsse am Ende zu verbindlichen Ergebnissen führen. Unklar
ob der Bundesumweltminister in Anbetracht der jetzigen Ergebnisse überhaupt die
Notwendigkeit als gegeben sieht, sich mit jeglichen Umweltverbänden in Verbindung zu
setzen.

Das Bundesamt für Stahlenschutz rät zur eigenen Sicherheit:

- möglichst nicht bei schlechtem Empfang telefonieren

- beim Kauf des Handys auf den sogenannten SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate)
achten. Als besonders strahlungsarm gelten Mobiltelefone mit einem SAR-Wert von 0,6
Watt/kg oder niedriger. Eine Vergleichstabelle findet man hier. Auf Handystrahlung.at findet
sich zudem eine Suchfunktion, um in wenigen Sekunden die Belastung jedes herkömmlichen
Handys herauszufinden.

http://www.gulli.com/news/studie-f-r-erwachsene-kein-erh-2008-06-17/

DER BUND:

Zu den heute von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel


vorgestellten Ergebnissen des Deutschen
Mobilfunkforschungsprogramms erklärt Bernd Rainer
Müller, BUND-Experte für Elektrosmog:
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bewertet die Ergebnisse
des Mobilfunkforschungsprogramms sehr zwiespältig. So sei es höchste Zeit, dass die Risiken
und Nebenwirkungen des Mobilfunks endlich konsequent untersucht und die
Wirkungsmechanismen aufgedeckt würden. Andererseits würden die Hinweise von
Betroffenen und Ärzten auf solche Nebenwirkungen nicht ernst genommen und oft als
Einbildung abgetan. Dringend erforderlich sei jetzt eine qualifizierte und offene
Auseinandersetzung auch mit Umweltverbänden und Betroffenen um die Höhe der noch
zulässigen Strahlenbelastung durch den Mobilfunk sowie das Ausloten daraus folgender
Konsequenzen. Dieser Prozess müsse am Ende zu verbindlichen Ergebnissen führen.

Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte: „Leider sind bisher keine grundlegenden


Studien zu den Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auf elektrosensible Menschen
durchgeführt worden. Auch die großen Unterschiede zwischen den Wirkungen auf Kinder
bzw. auf Erwachsene finden bisher weder in den Messvorschriften noch in den daraus
abgeleiteten Empfehlungen zum Schutz vor Strahlung Berücksichtigung. Solange es keine
kindgerechten Schutzstandards für die Nutzung von Mobiltelefonen gibt, fordern wir deshalb
für Kinder ein Verbot der Nutzung von Handys.“

Pressekontakt: Bernd Rainer Müller, BUND-Mobilfunkexperte, Tel. 0 52 32 / 92 90 45 bzw.


Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle: Tel. 03 0 / 2 75 86 - 425,

http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/pressemitteilungen/
artikel/zu-den-heute-von-bundesumweltminister-sigmar-gabriel-vorgestellten-ergebnissen-
des-deutschen-mobilfu/