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Computerlexikon 2013

Christoph Prevezanos

Computer Lexikon 2013

Markt+Technik Verlag

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Die Informationen in diesem Buch werden ohne Rücksicht auf einen eventuellen Patentschutz veröffentlicht. Warennamen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. Bei der Zusammenstellung von Texten und Abbildungen wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Trotzdem können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Verlag, Herausgeber und Autoren können für fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen. Für Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler sind Verlag und Herausgeber dankbar.

Alle Rechte vorbehalten, auch die der fotomechanischen Wiedergabe und der Speicherung in elektronischen Medien. Die gewerbliche Nutzung der in diesem Produkt gezeigten Modelle und Arbeiten ist nicht zulässig.

Fast alle Hardware- und Softwarebezeichnungen und weitere Stichworte und sonstige Angaben, die in diesem Buch verwendet werden, sind als eingetragene Marken geschützt. Da es nicht möglich ist, in allen Fällen zeitnah zu ermitteln, ob ein Markenschutz besteht, wird das Symbol ® in diesem Buch nicht verwendet.

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ISBN 978-3-8272-4798-8 (print); 978-3-86325-541-1 (PDF); 978-3-86325-134-5 (ePUB)

© 2012 by Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Deutschland GmbH, Martin-Kollar-Straße 10–12, D-81829 München/Germany Alle Rechte vorbehalten Covergestaltung: Marco Lindenbeck, webwo GmbH (mlindenbeck@webwo.de) Lektorat: Birgit Ellissen, bellissen@pearson.de Herstellung: Elisabeth Prümm, epruemm@pearson.de Satz: Reemers Publishing Services GmbH, Krefeld, www.reemers.de Druck und Verarbeitung: Drukarnia Dimograf, Bielsko-Biala Printed in Poland

Willkommen

Liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich willkommen beim Computerlexikon 2013!

Dieses große Standardwerk erläutert Ihnen alle wichtigen Begriffe aus der Welt der Compu- tertechnik, sodass Sie immer bestens informiert sind. Inzwischen haben wir den Umfang thematisch deutlich erweitert. Sie finden nun neben den klassischen Computereinträgen auch viele Begriffe aus der Unterhaltungselektronik, aus dem Bereich der digitalen Fotogra- fie, zu Spielekonsolen, alles Wichtige zu mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-PCs und viele weitere Einträge aus Themenbereichen des näheren Umfelds.

In diesem Jahr wurde das Lexikon wieder intensiv überarbeitet und erweitert. Vorhandene Einträge wurden auf den neuesten Stand gebracht, viele komplett umgeschrieben und na- türlich sind sehr viele Einträge und Begriffe ganz neu hinzugekommen. Einige Begriffe mit abnehmender Bedeutung wurden vereinfacht. Dazu kommt mit dieser Ausgabe ein neues und frisches Layout, wodurch das Lexikon auch mit den zusätzlichen Inhalten kompakter geworden ist.

Das Computerlexikon von A-Z bildet wie immer das Hauptwerk. Zusätzlich erhalten Sie in diesem Jahr einen Extra-Teil zum Thema Smartphones und Tablet-PCs. In diesem Work- shop erfahren Sie alles zu den unterschiedlichen Systemen, den aktuellen Geräten und wel- che Dienste jeweils geboten werden.

Natürlich wurden alle Einträge mit großer Sorgfalt überarbeitet und geprüft. Leider schlei- chen sich bei einem so großen Umfang manchmal trotzdem Fehler ein. Deshalb sind wir für Ihre Hinweise, Vorschläge oder sonstige Anregungen dankbar. Schreiben Sie uns per E-Mail an die Adresse info@mut.de oder auch an mailbox@prevezanos.com.

Ihr Markt+Technik-Verlag und Christoph Prevezanos

http://www.mut.de

http://www.prevezanos.com

Symbole

.bak-Datei

Dateien mit der Dateierweiterung ».bak« sind Backups (Sicherheitskopien) einer Datei. Manche Programme legen derartige Kopien sicherheitshalber an, wenn Sie an der jeweili- gen Datei etwas verändert haben.

Siehe Dateierweiterung; Backup; Sicherungsdatei

.bin

1. ».bin« ist die Dateierweiterung für eine MacBinary-codierte Datei.

2. Dateien, die binäre Daten enthalten, werden mit der Dateiendung ».bin« ge- kennzeichnet.

Siehe Dateierweiterung; Macintosh

.com

Abk.: commercial

».com« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im Internet. Ihre Verwendung ist für kommer- zielle Zwecke und Firmen gedacht, z.B.

http://www.name.com.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain

.de

».de« ist die Top-Level-Domain (TLD) im In- ternet für Deutschland. Sie wird von der DENIC verwaltet und ist nur für Personen oder Firmen mit Wohnsitz oder Repräsen- tant in Deutschland verfügbar, z.B. http://

www.name.de.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain; DENIC

.edu

».edu« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im Internet. Ihre Verwendung ist für Bildungs- einrichtungen und Universitäten gedacht,

z.B. http://www. name.edu.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain

.exe

Abk.: executable

».exe« ist die Erweiterung für ausführbare Programmdateien unter Microsoft Win- dows und DOS. Sie besitzen keine feste Startadresse und können, im Gegensatz zu ».com«-Programmdateien, an eine beliebi- ge Adresse geladen werden.

Siehe Windows; Adresse; Startadresse

.gov

».gov« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im Internet. Ihre Verwendung ist für die US-Re- gierung und verbundene Organisationen

reserviert, z.B. http://www.name.gov.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain

.mil

».mil« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im Internet. Ihre Verwendung ist dem US-Mili- tär vorbehalten, z.B. http://www.name.mil.

Siehe Internet; Domain

.net

».net« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im In- ternet. Ihre Verwendung war ursprünglich für Netzwerkverwaltungseinrichtungen ge- dacht. Heute ist sie frei und für jeden verfüg-

bar, z.B. http://www.name.net.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain

.NET

Abk.: Next Generation Windows Services

».NET« ist eine Entwicklungsplattform von Microsoft, deren Programme auf allen inter- netfähigen Geräten ausführbar sind. Dabei wird der Code so weit abstrahiert, dass die Funktionalität nicht mehr von der verwen- deten Programmiersprache abhängig ist. Die sogenannten »Web Services« stellen an- deren Programmen ihre Funktionen zur Verfügung, ohne dass eine umfangreiche Anpassung dieser Programme notwendig

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.NET myServices

ist. Sie funktionieren wie ein autonomer Baustein innerhalb der Umgebung. Zusätz- lich bilden die sogenannten Assemblies ab- geschlossene Programmeinheiten, mit allen für die Ausführung notwendigen Ressour- cen. Eine Installation sowie das Einbinden von DLLs entfallen.

Siehe Microsoft; Internet; Web Service; Sun ONE; Compiler; Assembly

.NET myServices

Dies ist eine Web-Service-Technologie von Microsoft auf Basis der .NET-Entwicklungs- umgebung. Dabei werden zentral auf Micro- soft-Servern Terminpläne, Kalender, Adress- bücher usw. verwaltet, welche mit anderen Diensten kommunizieren und automatisch Daten austauschen können. Zentrales Ele- ment ist der Anmeldedienst Passport. Auch der Microsoft-eigene Messenger ist Teil die- ses Angebots.

Siehe .NET; Passport; Web Service; Cloud Computing

.NET-Framework

Im .NET-Framework sind alle Elemente der .NET-Entwicklungsumgebung zusammen- gefasst. Dies sind die Sprachen (C#, VB.NET usw.), die Virtual Machine (Common Langu- age Runtime, CLR) mit dem standardisierten Zwischencode CIL (Common Intermediate Language) und die Klassenbibliotheken.

Siehe .NET; Services Framework; Windows Presentation Foundation; Windows Communication Foundation

.org

».org« ist eine Top-Level-Domain (TLD) im Internet. Ihre Verwendung ist für nicht kommerzielle Organisationen gedacht, z.B.

http://www.name.org.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain

.uk

».uk« ist die Top-Level-Domain (TLD) im In- ternet für Großbritannien (United King- dom). Sie wird vom britischen Registrar No- minet verwaltet und ist nur für Personen oder Firmen mit Wohnsitz oder Repräsen- tant in Großbritannien verfügbar, z.B. http:

//www.name.uk.

Siehe Internet; Domain; Top-Level-Domain; DENIC

@

Das @-Zeichen wird im Deutschen als Klam- meraffe, im Englischen als »at« bzw. »com- mercial a« bezeichnet. Das @-Zeichen findet unter anderem als Platzhalter und Steuer- zeichen Anwendung. Am bekanntesten ist sicherlich seine Funktion bei E-Mails. Es trennt den lokalen Teil der Adresse (Post- fachname) vom globalen Teil (Servername), so dass sich eine Adresse in der Form post- fachname@servername.de ergibt. Übersetzt man das englische »at« mit dem deutschen »bei«, ergibt sich die logische Syntax "Post- fachname bei Servername".

Siehe E-Mail; E-Mail-Adresse; Steuerzeichen; Domain; Wildcard

0190-Dialer

Siehe Dialer

0900-Dialer

Siehe Dialer

1080

Kürzel für eine HDTV-Bildauflösung von 1920x1080 Pixel, wobei 1080 für die Anzahl der vertikalen Bildpunkte steht. Die Auflö- sung 1080 ist eine Voraussetzung für Full HD-Konformität. Es gibt die drei Varianten 1080i, 1080p und 1080p/24. Das »i« bei 1080i steht für »interlace«, d.h., das Bild wird im sogenannten Zeilensprungverfahren aufge- baut. Das »p« bei 1080p steht für »progressi- ve« – es wird stets ein Vollbild angezeigt. Bei

10Base2

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1080p/24 werden pro Sekunde 24 Vollbilder (Kinoformat) wiedergegeben.

Siehe 720p; 1080p; Blu-ray Disc; Full HD; HD-DVD; HDTV; Interlace

1080i

Kürzel für eine HDTV-Bildauflösung von 1920x1080 Pixel, wobei 1080 für die Anzahl der vertikalen Bildpunkte steht. Die Auflö- sung 1080 ist eine Voraussetzung für Full HD-Konformität. Das »i« bei 1080i steht für »interlace«, d.h., das Bild wird im sogenann- ten Interlace-Verfahren (Zeilensprungver- fahren) aufgebaut – es ist abwechselnd je ein Halbbild zu sehen.

Siehe 720p; 1080; 1080p; Full HD; HDTV; Interlace

1080/24p

Kürzel für eine HDTV-Bildauflösung von 1920x1080 Pixel, wobei 1080 für die Anzahl der vertikalen Bildpunkte steht. Die Auflö- sung 1080 ist eine Voraussetzung für Full HD-Konformität. Bei 1080p/24 werden pro Sekunde 24 Bilder im sogenannten »pro- gressive«-Verfahren wiedergegeben, bei dem zu jedem Zeitpunkt ein Vollbild ange- zeigt wird.

Siehe 720p; 1080; 1080p; Full HD; HDTV

1080p

Kürzel für eine HDTV-Bildauflösung von 1920x1080 Pixel, wobei 1080 für die Anzahl der vertikalen Bildpunkte steht. Die Auflö- sung 1080 ist eine Voraussetzung für Full HD-Konformität. Das »p« steht für »progres- sive«, d.h., es wird stets ein Vollbild ange- zeigt.

Siehe 720p; 1080; 1080i; Full HD; HDTV

1000Base-T

1000Base-T bezeichnet einen Gigabit- Ethernet-Standard bei lokalen Basisband- netzwerken. Zur Übertragung werden

Kabel der Kategorie 5 (Cat-5) verwendet, die bis zu 100 Meter Datenweg überwin- den können. 1000Base-T-Netzwerke arbei- ten mit einer Bandbreite von 100 MHz, wozu die vier Paare eines UTP-Kabels im Vollduplex-Modus betrieben werden.

Siehe Ethernet; Twisted-Pair-Kabel; Netzwerk; Fullduplex-Betrieb

100Base-Fx

100Base-Fx ist ein Ethernet-Netzwerk mit 100 Mbit/s (Fast Ethernet) über eine stern- förmige Glasfaserverkabelung (Multi- oder Monomode-Faser). Die maximale Kabellän- ge zwischen einer Workstation und dem zentralen Verteiler beträgt 400 Meter. Für Glasfasernetzwerke gibt es noch weitere Standards, die neben einer Datenübertra- gung im Gigabit-Bereich deutlich größere Entfernungen überbrücken können.

Siehe Ethernet; Sterntopologie; Glasfaserkabel; Workstation

100Base-Tx

100Base-Tx ist ein Ethernet-Netzwerk mit 100 Mbit/s (Fast Ethernet) über eine stern- förmige Twisted-Pair-Verkabelung mit zwei Aderpaaren. Es ist das aktuell am häufigsten eingesetzte Netzwerksystem. Die maximale Kabellänge zwischen einer Workstation und dem zentralen Verteiler darf 100 Meter be- tragen.

Siehe Workstation; Twisted-Pair-Kabel; Ethernet

10Base2

10Base2 ist ein veralteter Ethernet-Standard für Netzwerke mit 10 Mbit pro Sekunde (Mbps). Diese Technik mit Koaxialkabel, BNC- Steckern und Terminatoren wurde vollstän- dig vom Ethernet (100Base-Tx) abgelöst und kommt nicht mehr zum Einsatz.

Siehe Netzwerk; Ethernet; Koaxialkabel; BNC

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10Base5

10Base5

10Base5 ist der Ethernet-Standard für Netz- werke, die 10 Mbit pro Sekunde (Mbps) transportieren. Die Netzwerkknoten sind mit einem Transceiver ausgestattet und werden über ein dickes, bis zu 500 Meter langes Koaxialkabel (Yellow Cable oder RG- 8A/U) über einen 15-poligen AUI-Stecker (Attachment Unit Interface) verbunden.

Siehe Ethernet; Netzwerk; Koaxialkabel; Attachment Unit Interface

10BaseT

10BaseT ist ein Ethernet-Netzwerk mit 10 Mbit/s über eine sternförmige Twisted- Pair-Verkabelung. Die Stationen sind je- weils über ein eigenes Kabel von maximal 100 Meter Länge an einen zentralen Vertei- ler (Hub oder Switch) angeschlossen.

Siehe Twisted-Pair-Kabel; Hub; Switch; Sterntopologie

1394a/b

Siehe FireWire

16:9-Format

Das 16:9-Format ist ein Breitbildstandard für die Unterhaltungsindustrie. Es zeigt die Bil- der von Videos und Filmen in einem breiten Format an, welches dem ursprünglichen Kinobild sehr nahe kommt. 16:9-Bilder müs- sen im TV sowie auf DVD und Blu-ray Disc speziell codiert werden. Alle modernen Flachbildfernseher entsprechen dem 16:9- Breitbildformat und lösen das fast quadrati- sche 4:3-Format zunehmend ab. Ältere 4:3- Inhalte werden auf Breitbildfernsehern mit schwarzen Balken dargestellt.

Siehe Flachbildschirm; HDTV; 1080; PAL; Anamorph

1TR6

1TR6 ist die Bezeichnung für die veraltete, nationale ISDN-Variante der Telekom. Dieser Typ wird seit dem Jahr 2000 nicht mehr un- terstützt. 1TR6 wurde seit 1982 als D-Kanal-

Protokoll von der Deutschen Telekom einge- setzt, wurde aber bei der Einführung von Euro-ISDN durch das E-DSS1-Protokoll er- setzt.

Siehe E-DSS1; D-Kanal-Protokoll; D-Kanal; ISDN; ISDN, nationales; Deutsche Telekom

3D-API

3D-API ist eine Programmierschnittstelle zur Programmierung von 3D-Applikationen bzw. 3D-Grafiken. Beispiele wären HOOPS, HEIDI, OpenGL und Direct3D.

Siehe Schnittstelle; 3D-Grafik; OpenGL; DirectX

3D-Beschleunigung

Mit 3D-Beschleunigung wird im Allgemei- nen die Beschleunigung der 3D-Grafikdar- stellung, z.B. durch einen speziellen 3D-Gra- fikprozessor, bezeichnet.

Siehe 3D-Grafikprozessor; 3D-Grafikkarte

3D-Druck

Als »3D-Druck« wird eine spezielle Herstel- lungsmethode bezeichnet, die dreidimensio- nale Objekte erstellen kann. Anders als z.B. beim Spritzguss oder der Frässtechnik kom- men dabei flüssige oder pulverförmige Kunststoffe, Harze oder Metalle zum Einsatz, die zu einem Element geformt, geschmolzen oder zusammengehärtet werden. Dieser Vor- gang geschieht in der Regel schichtweise, so dass die Objekte von unten nach oben aufge- baut werden, ähnlich einem Druckverfahren. Dabei sind keine Schablonen, Formen oder Vorlagen notwendig, so dass auch die Pro- duktion von Prototypen und Einzelstücken kostengünstig möglich ist. Der Formprozess wird durch ein 3D-Modell (CAD) gesteuert. Moderne 3D-Drucker arbeiten so präzise, dass sie hochwertige Produkte mit feinsten Strukturen erstellen können.

Siehe 3D-Scanner; Drucker; Laserdrucker

3D-Grafikkarte

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3D-Grafikkarte 11 Bild 1: Ein 3D-Drucker erstellt Schachfiguren Quelle: MakerBot Industries, LLC 3D-Funktionen

Bild 1:

Ein 3D-Drucker erstellt Schachfiguren

Quelle: MakerBot Industries, LLC

3D-Funktionen

3D-Grafikkarten und die entsprechenden 3D-Grafikprozessoren verfügen über eine Reihe spezieller Funktionen, die die Darstel- lung realistischer, dreidimensionaler Grafi- ken ermöglichen:

Alpha-Blending: Jeder Pixel kann als transparent definiert werden. Dadurch ist die Darstellung von Fenstern oder Flüs- sigkeiten möglich.

Filtering: Je nach Chipsatz werden un- terschiedliche Verfahren verwendet, um Texturen auf Objekten weichzuzeichnen (je nach Chip trilineares MIP-Mapping oder bilineare bzw. trilineare Texturfilte- rung). Dadurch wird eine grobe Pixelung bei Objekten, die sich nahe am Betrach- ter befinden, verhindert.

Fogging: Objekte einer bestimmten Farbe können ausgeblendet werden. Dadurch lässt sich Nebel sehr realistisch simulieren.

Gouraud-Shading: Flächen werden mit einem Helligkeitsverlauf versehen. Da- durch entsteht der Eindruck einer wei-

chen Oberfläche. Außerdem kann Licht- einfall simuliert werden. Schattenwurf: Muss normalerweise von der CPU vorberechnet werden, was viel Zeit kostet. Neuere Chips können diese Aufgabe aber übernehmen.

Texture-Mapping: Bitmaps (Grafiken) können als sogenannte Texturen bzw. Maps auf die Oberfläche dreidimensiona- ler Körper projiziert werden. Die Daten müssen dazu aber in den Speicher der Grafikkarte geladen werden, wodurch dieser für andere Funktionen der Grafik- karte (z.B. eine größere Farbtiefe) verloren geht. Transform & Lighting: Der Grafikchip übernimmt die Koordinatentransfor- mation und Beleuchtungsberechnung (Transform und Lighting). Z-Buffer: Um Objekte korrekt im dreidi- mensionalen Raum darstellen zu kön- nen, ist neben den Informationen über die X- und Y-Koordinate des Objekts auch die Information über dessen Posi- tion auf der Z-Achse notwendig. Diese Information wird im Grafikkartenspei- cher abgelegt.

Microsoft hat für 3D-Funktionen einen ei- genen Standard geschaffen: Direct3D.

Siehe 3D-Grafik; 3D-Grafikprozessor; 3D-Grafikkarte; Texture-Mapping; Direct3D

3D-Grafik

3D-Grafik ist die allgemeine Bezeichnung für die Darstellung dreidimensionaler Geo- metrien auf dem Computer. 3D-Grafikkar- ten, spezielle 3D-Grafikprozessoren und 3D- Standards unterstützen den Computer bei der Berechnung und Darstellung.

Siehe 3D-Grafikprozessor; 3D-Standards

3D-Grafikkarte

Eine 3D-Grafikkarte benutzt einen speziel- len 3D-Grafikprozessor, der die Darstellung der 3D-Grafik übernimmt. Aufgrund speziel-

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3D-Grafikprozessor

ler 3D-Funktionen beschleunigt der Grafik- prozessor die Darstellung von 3D-Grafiken.

Siehe 3D-Grafik; 3D-Funktionen;

3D-Standards

3D-Grafikprozessor

Dies sind speziell entwickelte Grafikprozes- soren, welche sich auf jeder modernen Gra- fikkarte finden. Neben der Beschleunigung von 2D-Grafik dienen sie vor allem der ei- genständigen Berechnung von 3D-Inhalten, wie z.B. bei Spielen, CAD, Design uvm. 3D- Grafikprozessoren bieten besondere 3D- Funktionen und arbeiten mit verschiedenen Standards zusammen, z.B. Direct3D oder OpenGL.

Siehe 3D-Grafikkarte; Geforce; ATI; NVidia

3D-Kernel

3D-Kernel sind Grafikbibliotheken, die zur Programmierung von 3D-Grafiken verwen- det werden. Neben Vereinbarungen zur Geometriedatenstruktur und Methoden zum Verändern der dargestellten Objekte beinhalten sie auch Algorithmen zur Visu- alisierung, z.B. Schattenberechnung, Ob- jektbeleuchtung usw.

Siehe 3D-Grafik; 3D-API; Library

3D-Kino

Die Bezeichnung »3D-Kino« stellt einen nicht exakt definierten Oberbegriff für ver- schiedene Aufnahme- und Projektionstech- niken dar, mit denen sich dreidimensionale Bilder im Kino erzeugen lassen. Die ersten Versuche gab es bereits 1895, es folgte ein kurzer 3D-Boom in den 1950er Jahren und schließlich eine Portierung auf 3D-Fernse- hen in den 1980er Jahren. Seit 2009 zieht 3D durch neue Digitaltechniken wieder in die Kinos ein, die bessere Bildqualität und 3D- Effekte erzielen. Dieser Erfolg überträgt sich auch auf 3D-Fernseher, 3D-TV-Kanäle, 3D- Blu-ray-Discs, 3D-Spiele und viele weitere Produkte. Alle 3D-Techniken basieren auf

»Stereoskopie«, also der Projektion von Doppelbildern. Dabei muss der Betrachter eine spezielle 3D-Brille tragen, damit aus den zwei flachen Bildern ein dreidimen- sionales Bild wird. Aktuelle 3D-Techniken im Kino tragen Markennamen wie RealD, XpanD 3D, IMAX 3D, Dolby 3D u.a.

Siehe Stereoskopie; Polarisationsverfahren; Shutter-Verfahren; Anaglyphenbild; Blu-ray Disc

Shutter-Verfahren; Anaglyphenbild; Blu-ray Disc Bild 2: Digitales 3D im Kino Quelle: Sony Deutschland

Bild 2:

Digitales 3D im Kino

Quelle: Sony Deutschland

3D-Matrix

Jedes Element einer 3D-Matrix wird durch drei unterschiedliche Indizes eindeutig ge- kennzeichnet, z.B. x, y, z.

Siehe 3D-Modell; 3D-Grafik

3D-Metadatei

Eine 3D-Metadatei ist eine geräteunabhän- gige 3D-Grafik-Datei.

Siehe 3D-Modell; 3D-Grafik

3D-Modell

Ein 3D-Modell ist das Computermodell eines Körpers mit den Attributen Länge, Breite und Tiefe. (x-, y- und z-Achse).

Siehe 3D-Grafik; 3D-Matrix

3DNow!-Professional

3DNow!-Professional bezeichnet eine Be- fehlserweiterung der Athlon-Prozessoren

64-Bit-Computer

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von AMD zur Beschleunigung von Ganz- und Fließzahlenberechnungen.

Siehe K6 3DNow!; Athlon; SSE

3DNow!-Technologie

Siehe K6 3DNow!

3D-Pipeline

Unter dem Begriff 3D-Pipeline sind alle Schritte zusammengefasst, die eine Grafik- karte zur Berechnung von zweidimensiona- len Grafiken aus dreidimensionalen Geome- triedaten ausführen muss. Die sogenannte Geometrie-Engine sorgt für die Berechnung der Koordinaten und das Zeichnen der ein- zelnen Pixel. Die Rendering-Engine berech- net die Farbwerte für Texturen, so dass der Betrachter den Eindruck von Tiefe gewinnt.

Siehe Vertex; Polygon

3D-Scanner

Eindruck von Tiefe gewinnt. Siehe Vertex; Polygon 3D-Scanner Bild 3: Ein 3D-Desktop-Scanner Quelle: Real-View 3D

Bild 3:

Ein 3D-Desktop-Scanner

Quelle: Real-View 3D

Herkömmliche Scanner tasten lediglich zwei Dimensionen der Vorlage ab. 3D-Scan- ner bieten zusätzlich die Möglichkeit, die räumliche Tiefe der Vorlage zu erfassen. Je nach System wird dazu ein Abtaststift über das Objekt geführt oder ein Laser bzw. eine Fotozelle liefert die Tiefeninformation. Mit der großen Variante der 3D-Scanner, dem

sogenannten

einzuscannen,

um sie z.B. als Synthespians (virtuelle Schau- spieler) zu verwenden.

sogar

es

Ganzkörper-Scanner,

Menschen

ist

möglich,

Siehe Scanner; Synthespian; Ganzkörper-Scanner

3D-Sound

Der 3D-Sound ist ein dreidimensionales Soundsystem. Durch den Stereoklang glaubt der Zuhörer die genaue Position einer Quelle (oben, unten, rechts, links, vorn oder hinten) in einem Raum zu lokalisieren.

Siehe Soundkarte; Soundblaster

3D-Standards

In der Regel stützen sich Applikationen für die Darstellung dreidimensionaler Geomet- rien auf vorhandene 3D-Grafikbibliotheken, sogenannte 3D-Kernels. Dies spart bei der Programmierung viel Zeit, weil keine indivi- duelle Anpassung an unterschiedliche Gra- fikhardware notwendig ist. Der 3D-Standard OpenGL wird hauptsächlich im High-End- Bereich für Grafik- (z.B. Raytracing) und Si- mulationsapplikationen oder im Bereich der virtuellen Realität eingesetzt. Microsoft bie- tet mit Direct3D einen eigenen Windows- 3D-Standard, der sich auf Desktop-PCs und Notebooks für Spiele und Anwendungen durchgesetzt hat.

Siehe 3D-Kernel; API; DirectX; OpenGL; VRML; Raytracing; Library

64-Bit-Computer

Ein Computer wird als 64-Bit-Computer be- zeichnet, wenn seine CPU intern mit Wort- breiten von 64 Bit arbeitet oder sein Daten- bus 64 Bit gleichzeitig transportieren kann. Der Vorteil einer 64-Bit-Architektur liegt in der einfachereren Berechnung großer Inte- ger-Werte sowie in der direkten Adressie- rung von Arbeitsspeicher mit mehr als

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720p

4 GByte. Hierfür ist ein 64-Bit-Betriebssys- tem sowie 64-Bit-Software notwendig. Der Umstieg von 32-Bit-Systemen auf 64-Bit- Systeme ist aufgrund der Inkompatibilität sehr schwierig.

Siehe Datenbus; Bit; Computer; Itanium; Opteron

720p

Kürzel für eine HDTV-Bildauflösung von 1280x720 Pixel, wobei 720 für die Anzahl der vertikalen Bildpunkte steht. Die Auflösung 720 ist eine Voraussetzung für HD ready- Konformität. Für Full HD muss das Gerät die Auflösung 1080 (1920 x 1080 Pixel) unter-

stützen. Das »p« steht für »progressive«, d.h., es wird stets ein Vollbild angezeigt.

Siehe 1080; Full HD; HD ready; HDTV

8+3-Konvention

Der Name einer Datei darf unter MS-DOS le- diglich aus acht Zeichen plus drei Erweite- rungszeichen bestehen, z.B. »autoexec.bat«. Alle weiteren Zeichen werden abgeschnit- ten bzw. durch eine Tilde (~) dargestellt. Die neuen 32- und 64-Bit-Betriebssysteme er- lauben dagegen bis zu 256 Zeichen lange Dateinamen.

Siehe Dateierweiterung; Windows; MS-DOS; Windows 7; Windows NT

a/b-Wandler

Digitale Informationen des ISDN-An- schlusses werden in analoge Signale eines herkömmlichen, analogen Endgeräts (z.B. Telefon) übersetzt und umgekehrt. Die beiden Adern des analogen Anschlusses werden mit »a« und »b« bezeichnet – des- wegen a/b-Wandler. Der Vorteil des a/b- Wandlers liegt darin, dass an einem ISDN- Anschluss alte Geräte weiterverwendet werden können. Der Nachteil ist, dass Sie die ISDN-Dienste (Konferenzschaltung usw.) mit diesen Geräten nicht nutzen kön- nen.

Siehe ISDN; ISDN-Leistungsmerkmale; Analog; Service Indicator

A/D-Wandler

Siehe Analog/Digital-Wandler

A:

Das erste Diskettenlaufwerk im PC wird mit dem Laufwerksbuchstaben »A:« bezeich- net.

Siehe Laufwerk; PC; Diskettenlaufwerk

A20-Gate

Diese Abkürzung steht für »Adressleitung 20« bei Prozessoren der Intel-80x86-Familie ab 80286 und höher. Sie konnten mehr als 20 Adressleitungen verwalten, nicht jedoch das Betriebssystem MS-DOS. Deshalb muss- ten Adressleitungen durch das sogenannte »A20-Gate« freigeschaltet werden. Dazu diente in der Regel ein Speichertreiber, z.B. »himem.sys«.

Siehe Speichermanager; Adresse; Hauptspeicher; Prozessor

AAA

AAA ist die Abkürzung für Authentification (Authentifizierung), Authorization (Autori- sierung) und Accounting (Protokollierung). Ein Verfahren in IP-basierten Netzwerken

A

zur Überprüfung von Benutzern und Zutei- lung von Ressourcen. Dies erfolgt oftmals über einen dedizierten Server.

Bei der Authentifizierung wird ein Be- nutzer identifiziert, meist anhand eines Benutzernamens und eines Kennworts.

Bei der Autorisierung werden dem Be- nutzer bestimmte Zugriffsrechte für das Netzwerk erteilt, für das er sich zuvor au- thentifiziert hat. Diese Rechte können mit Zugriffskontrolllisten (ACL) und Be- nutzergruppen definiert werden.

Die Protokollierung zeichnet die Be- nutzeraktivität im Netzwerk auf, unter anderem die Dauer der Aktivität, die übertragene Datenmenge und weitere Informationen. Diese werden zum Bei- spiel für die Kapazitätsplanung oder Abrechnung benötigt.

Siehe Access Control List; Netzwerk; IP

AAC

Abk.: Advanced Audio Coding

»Advanced Audio Coding« (AAC) ist ein von der Moving Picture Experts Group entwi- ckeltes, verlustbehaftetes Audiodatenkom- pressionsverfahren. AAC kodiert die Datei- en effektiver und hochwertiger als MP3 und besitzt aufgrund des deutlich verbesserten Kodierungsverfahrens nicht mehr dessen Schwächen. Bei gleicher Dateigröße weisen die Audio-Inhalte eine bessere Qualität auf bzw. eine gleichwertige Qualität lässt sich mit kleineren Dateien erzielen. Das AAC- Profil Low Complexity (AAC-LC) ist für beste Klangqualität und hohe Datenraten konzi- piert. Mit dem Profil High Efficency (AAC-HE oft auch AACplus genannt) werden mit besonders niedrigen Bitraten akzeptable Klangergebnisse erzielt, z.B. für Internet- streams, Videotelefonie usw. Trotz seiner Vorteile hat sich AAC nie wirklich gegen MP3 durchsetzen können.

Siehe MP3, WMA, ATRAC

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Abandonware

Abandonware

Ein Kunstwort aus den beiden Begriffen »abandon« (engl. für aufgeben, zurücklas- sen) und »Software«. Abandonware ist eine Bezeichnung für Software, die von ihren Rechteinhabern zur nicht kommerziellen Nutzung freigegeben wurde bzw. bei denen manche Menschen (oft zu Unrecht) glau- ben, die Software wäre mittlerweile Copy- right-frei. Es handelt sich in der Regel um alte Software, für die der Hersteller keine Unterstützung mehr bietet und an der er kein Geld mehr verdient. Verschiedene Webseiten im Internet bieten Abandonware (häufig Computerspiele-Klassiker) zum Her- unterladen an. Nicht immer sind die Ange- bote legal.

Abend

Siehe Abnormal end

Abfrage

1. Eine Abfrage ermöglicht die Extraktion bestimmter Daten bzw. Datensätze aus einer Datenbank. Spezielle Datenfilter führen Operationen wie Löschen, Be- rechnen oder Sortieren automatisch aus. Die am weitesten verbreitete Abfra- gesprache für Datenbanken ist SQL.

2. Die CPU ermittelt in regelmäßigen Ab- ständen, ob von einem Peripheriegerät oder einer Komponente eine Anfrage zur Datenübertragung vorliegt (Polling). Manche Geräte schicken selbstständig ein Unterbrechungssignal über einen Interrupt (IRQ).

Siehe Daten; Sortierung; Datenbank; Daten- satz; Filter; SQL; Sortierverfahren

Abgesicherter Modus

Siehe Safe Mode

ABIOS

Siehe Advanced Basic Input Output System

Ablaufdiagramm

Funktionen und Operationen eines Pro- gramms werden bei dieser Art von Dia- gramm durch Symbole repräsentiert, die den Programmablauf verdeutlichen. Durch die klare Strukturierung wird die Program- mierung und Optimierung des Programms erleichtert.

Siehe Funktion; Programm; Diagramme; Operation

Ablenkspule

Ablenkspulen lenken in modernen Elektro- nenstrahlröhren (Bildröhren in Fernsehern und Monitoren) den Elektronenstrahl ab. Hochfrequente Ströme erzeugen in zwei senkrecht zueinander und senkrecht zum Elektronenstrahl angeordneten Spulen elek- tromagnetische Felder, welche die Elek- tronen in zwei Richtungen ablenken. Zu- sammen mit Intensitätsänderungen des Elektronenstrahls entsteht auf diese Weise auf dem phosphoreszierenden Bildschirm- hintergrund das gewünschte Bild.

Siehe Bildröhre; Monitor; Elektronenstrahl- röhre; Bildschirm

Abmelden

Siehe Log Off

Abnormal end

Abk.: Abend

Übers.: abnormales Ende

Abend bzw. Abnormal End bezeichnet das vorzeitige Beenden eines Programms auf- grund eines Programm- oder Systemfehlers.

Siehe Programm; Programmfehler

ABR

Siehe Average Bit Rate

Abtasttiefe

17

Absatz

Sobald in einem Textverarbeitungspro- gramm die [¢]-Taste gedrückt wird, wird der Text an dieser Stelle umbrochen. Es ent- steht ein Absatz, der hinsichtlich bestimm- ter Formatierungen (Absatzformatierung) als zusammenhängende Einheit betrachtet wird. Wird die [¢]-Taste nicht gedrückt, reiht die Textverarbeitung alle getippten Zeichen sequentiell aneinander und bricht den Text automatisch am Zeilenende um (Fließtext).

Siehe Fließtext; Formatierung; Absatzformatierung; Textverarbeitung

Absatzeinzug

Der Absatzeinzug ist Bestandteil der Absatz- formatierung. Er bezeichnet den Abstand des Zeilenbeginns vom linken Satzspiegel (dem linken Seitenrand) einer Seite. Er wird oft bei Aufzählungen verwendet. Ist der Ab- satzeinzug der ersten Zeile eines Absatzes geringer als der der restlichen Zeilen, so wird von einem hängenden Einzug gespro- chen.

Siehe Absatz; Absatzformatierung

Absatzformatierung

Absatzformatierung ist die Formatierung eines Absatzes. Es gibt Blocksatz, Flatter- satz (linksbündig, rechtsbündig oder zen- triert), Absatzeinzug und Initiale. Weiterge- hende Formatierungen beziehen sich auf Zeilenabstand und Abstand zum nächsten Absatz. In Textverarbeitungsprogrammen wird die Absatzformatierung durch die Ab- satzmarke (p) repräsentiert. Die Absatz- marke wird nicht mitgedruckt. Wird die Ab- satzmarke vor einem Absatz gelöscht, so verliert der Absatz seine bisherige Forma- tierung und übernimmt die Formatierung des vorangegangenen Absatzes.

Siehe Formatierung; Blocksatz; Initiale; Absatz; Absatzeinzug; Flattersatz; Textverarbeitung

Abschneiden, binäres

Siehe Binary Chop

Absolute Adresse

Siehe Adresse, absolute

Absoluter Pfad

Siehe Pfad, absoluter

Abstract Syntax Notation One

Abk.: ASN.1

ASN.1 ist eine genormte Notation der ISO, die unabhängige Spezifikationen von Da- tentypen und Strukturen für die Syntaxkon- vertierung definiert.

Siehe Syntax; Datentyp; ISO

Abstrakter Datentyp

Siehe Datentyp, abstrakter

Abstrakter Syntaxbaum

Siehe Syntaxbaum, abstrakter

Absturz

Siehe Crash

Abtastrate

Siehe Sampling-Rate

Abtasttiefe

Die Abtasttiefe gibt die maximale Daten- menge an, die bei der Digitalisierung eines analogen Signals gespeichert werden kann. Sie misst die Intensität der Signale (Lautstär- ke, Helligkeit usw.). Die höchstmöglich er- reichbare Abtasttiefe ist durch die Kombina- tion der vorhandenen Geräte vorgegeben (Messbereich des Sensors, Geschwindigkeit des Systems, verfügbarer Speicherplatz). Die Angabe 24 Bit bei einem Scanner bedeu- tet z.B., dass die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) jeweils mit 8 Bit (256 Abstu-

A

18

Abwärtskompatibel

fungen) aufgenommen werden. In diesem Fall wird auch von Farbtiefe gesprochen.

Siehe Sensor; Scanner; Farbtiefe; Bit; Digitalisierung

Abwärtskompatibel

Eine Systemkomponente – Hardware oder Software – wird als abwärtskompatibel be- zeichnet, wenn sie mit ihren Vorgängerver- sionen bzw. Vorgängermodellen kompati- bel ist (z.B. wenn es möglich ist, Dateien der älteren Softwareversion mit der neuen Ver- sion zu lesen).

Siehe Software; Kompatibilität; Hardware; Compatible

AC-3

Abk.: Audio Coding No. 3

AC-3 (offizielle Bezeichnung ATSC A/52) ist ein Kodierungsverfahren für Audiosignale der Firma Dolby. AC-3 unterstützt Datenra- ten zwischen 32 und 640 Kbit/s, kompri- miert die Dynamik der Signale nicht und kann zwischen einem (Mono) und sieben Kanäle (Surround) verarbeiten. AC-3 wird häufig mit Surround-Sound gleichgesetzt, welcher durchaus möglich ist, aber nicht zwingend vorhanden sein muss. Im Kino, im Digital-TV, auf DVD & Blu-ray Disc kommt häufig eine 5.1-Surround-Mischung zum Einsatz (2 x Front, 1 x Center, 2 x Rück + 1 x Tiefbass). AC-3 wird werbewirksamer meist als »Dolby Digital« angeworben, was aber nichts über die Technik und die Kanalanzahl aussagt.

Siehe Surround-Sound; DVD; Blu-ray Disc; Dolby Digital

Accelerated Graphics Port

Siehe AGP

Accelerator-Chip

Der Accelerator-Chip ist ein Beschleuniger- Chipsatz auf Grafikkarten, der die Darstellung von 2D- oder 3D-Grafik beschleunigt. Der

Grafikprozessor

nimmt meist die Beschleunigerfunktion.

auf

der

Grafikkarte

über-

Siehe 3D-Grafik; 3D-Grafikprozessor; 3D-Beschleunigung; Grafikkarte

Accelerator-Karte

Eine Accelerator-Karte ist eine Grafikkarte, auf der ein Accelerator-Chip integriert ist, der die 2D- oder 3D-Grafik-Darstellung be- schleunigt.

Siehe Grafik; 3D-Grafik; Accelerator-Chip; Grafikkarte

Access

Siehe Microsoft Access; Microsoft Office

Access Control Entry

Abk.: ACE

Access Control Entry bezieht sich auf einen Eintrag in der ACL (Zugriffskontrollliste) für einen bestimmten Benutzer oder eine Grup- pe.

Siehe Access Control List; Benutzergruppe

Access Control List

Abk.: ACL

Die Access Control List (Zugriffskontrollliste) bezeichnet eine mit einer Datei verknüpfte Liste, in der festgelegt ist, welche Benutzer bzw. Benutzergruppen die Rechte besitzen, auf diese Datei zuzugreifen bzw. Änderun- gen vorzunehmen.

Siehe Benutzergruppe; Datei; Access Control Entry

Access Point

Abk.: AP

Der Access Point ist ein Erweiterungsgerät für ein drahtloses Netz (Wireless LAN), das die Reichweite erhöhen kann und das draht- lose Netz mit kabelgebundenen Netzen ver- bindet.

Siehe Wireless LAN; Netzwerk

Active Desktop

19

ACCESS.bus

Dies ist ein bidirektionaler Bus, der zum An- schluss von bis zu 125 Peripheriegeräten an den PC dient. Die Geräte können während des laufenden Betriebs angeschlossen und genutzt werden. Das System eignet sich aber nur für einfache Geräte wie Drucker, Mäuse, Tastaturen usw., weshalb es sich gegen das von Intel entwickelte USB nicht durchsetzen konnte.

Siehe Bidirektional; Bus; USB; Peripherie; DEC; Intel

Account

Siehe Benutzerkonto

ACCU

Abk.: Association of C and C++ Users

ACCU ist eine internationale Vereinigung der C- und C++-Anwender.

Siehe Programmiersprache; C++

ACE

Siehe Access Control Entry

Acer

http://www.acer.de

Die Firma Acer wurde 1976 gegründet und ist heute einer der führenden Computerher- steller. Die Produktpalette umfasst Hard- ware, Systemlösungen und Dienstleistun- gen. Acer entwickelt zudem auch eigene Technologien und besitzt viele wichtige Pa- tente aus der Computertechnik. Acer ist vor allem wegen seiner Notebook- und Tablet- Produkte bekannt. Zur Hardwareprodukt- palette gehören: Serversysteme, Worksta- tions, Monitore, Notebooks, Scanner, Ether- netkarten, Hubs uvm.

ACIS

Abk.: Andy, Charles, Ian’s System

ACIS wurde von der Firma Spatial Technolo- gy, Inc. entwickelt und stellt als De-facto-

Standard für die Herstellung von Volumen- modellen ein offenes System für die Erzeu- gung von Draht-, Oberflächen- und Volu- menmodellen mit Hilfe einer allgemeinen, einheitlichen Datenstruktur dar.

Siehe 3D-Modell; 3D-Grafik

ACK

Siehe Acknowledge

Acknowledge

Abk.: ACK

Übers.: Bestätigung

Acknowledge ist ein spezielles Steuerzei- chen, welches im Quittungsbetrieb einer Schnittstelle verwendet werden kann. Beim Online-Chatten wird ACK häufig als Akro- nym für »Einverstanden!« oder allgemeine Zustimmung verwendet.

Siehe Schnittstelle; Steuerzeichen; NAK; Quittung; Chat- und Internet-Jargon

ACL

Siehe Access Control List

ACM

Siehe Association for Computing Machinery

ACPI

Siehe Advanced Configuration and Power Interface

Active Desktop

http://www.microsoft.de

Active Desktop ist die Client-Komponente von Active Platform, einer von Microsoft entwickelten Technologie für die weborien- tierte Verarbeitung von Daten. Active Desk- top ist Bestandteil des Microsoft Internet Ex- plorers und erlaubt es Benutzern, über Formulare sowohl auf lokale als auch auf re- mote Daten zuzugreifen. Active Desktop unterstützt die Entwicklung beliebiger Skripte und bleibt dabei unabhängig von

A

20

Active Directory Services

der zugrunde liegenden Skriptsprache; es können z.B. sowohl JavaScript als auch VB- Script verwendet werden.

Siehe VBScript; JavaScript; Internet Explorer; Client

Active Directory Services

Abk.: ADS

Syn.: MAD, Microsoft Active Directory

Active Directory ist eine verteilte, hierarchi- sche und skalierbare Datenbank, mit der alle Ressourcen des Netzes (Server, Worksta- tions, Drucker, Benutzerkonten etc.) von einer Stelle aus verwaltet werden. ADS er- weitert DNS um sogenannte Service-Einträ- ge (SRV-Records), mit denen für die Funk- tion von ADS wichtige Dienste ermittelt werden, zum Beispiel der/die Domänencon- troller oder der globale Katalogserver, der zum Suchen im Active Directory benötigt wird. ADS arbeitet nach einer speziellen Struktur, die sich aus dem Forest (Gesamt- struktur), Trees (Bäume), Domains (Domä- nen) und OUs (Organisatorische Einheiten) zusammensetzt. Die Attribute des Schemas werden über die MMC (Microsoft Manage- ment Console) vom Administrator ange- passt.

Siehe Administrator; Benutzerkonto; DNS; Domain; Verzeichnisdienst; Namespace; DN; Objekt

Active Matrix Display

Siehe TFT-Display

Active Movie

Active Movie ist der Multimedia-Standard für digitale Videos unter Windows. Neben den herkömmlichen Videokomprimierungs-Co- decs sind in Active Movie ebenfalls die Apple QuickTime-Dekompression und eine MPEG- Unterstützung enthalten, die sowohl mit DCI

als auch mit dessen Nachfolger DirectDraw zusammenarbeitet.

Siehe MPEG; Apple; Digital; DirectX; Multimedia

Active Security Policy

Active Security Policy ist die Bezeichnung für ein IDS (Intrusion Detection System), das bei einem vermuteten Einbruch auto- matisch Gegenmaßnahmen ergreift: Ver- bindungen werden beendet oder Access- Control-Listen in Routern beziehungsweise Firewalls werden aktiviert.

Siehe Router; IDS; Firewall; Hacker

Active Server Pages

Siehe ASP

Active Streaming Format

Siehe ASF

ActiveScript

ActiveScript ist eine von Netscape entwi- ckelte Skriptsprache, mit der Webseiten dynamischer werden sollten. Sie gilt als Vorgänger von JavaScript.

Siehe Skriptsprache; JavaScript; Webseite, dynamische

ActiveX

ActiveX ist eine Sammlung von vorgefer- tigten Modulen für den schnellen Aufbau von Programmen. ActiveX basiert auf der COM-Architektur und ist deshalb sowohl für lokale als auch für webbasierte Anwen- dungen sehr universell einsetzbar. Interak- tionen zwischen einzelnen ActiveX-Cont- rols (z.B. das Öffnen einer Tabelle, sobald ein Button angeklickt wird) werden über eine Skriptsprache gesteuert (z.B. Java- Script oder VisualBasic Script). Microsoft stellt mit den ActiveX-Control-Pads eine

Adaptive Answering

21

Fülle bereits fertiger ActiveX-Controls zur Verfügung, welche über HTML-Tags in die eigene Webseite eingebunden werden können.

Siehe Internet; JavaScript; VBScript; WWW; HTML; COM; C++; Tag; Java; Webseite

ActiveX Data Objects

Abk.: ADO

ADO ist eine API, mit der Programmierer auf Datenbanken zugreifen können. ADO ersetzt DAO (Data Access Objects) und RDO (Remote Data Objects). Im Gegensatz zu RDO und DAO, die speziell für den Zugriff auf relationa- le Datenbanken entwickelt wurden, arbeitet ADO allgemeiner und kann mit allen mög- lichen Datentypen verwendet werden, un- abhängig davon, ob es sich um Webseiten oder Tabellen handelt. Zusammen mit OLE DB und ODBC bildet ADO den Grundstein für Microsofts UDA-Modell (Universal Data Access), das eine einheitliche Methode zum Zugriff auf Daten bieten soll.

Siehe DAO; ODBC; UDA; API; RDO

ADA

ADA ist eine auf Pascal basierende Hoch- sprache, die in den 1970er und frühen 1980er Jahren im Auftrag des amerikani- schen Verteidigungsministeriums (DOD) entwickelt wurde. ADA wurde als universell einsetzbare Programmiersprache konzi- piert und sollte die Entwicklung jeder denk- baren Anwendung des Verteidigungsminis- teriums ermöglichen. Der Name ADA leitet sich von Augusta Ada Byron (1815–1852) ab, einer Tochter von Lord Byron und der Gräfin von Lovelace.

Siehe Babbage, Charles; Programmiersprache

ADABAS

Datenbankverwaltungssystem der Firma Software AG aus Darmstadt. Wurde in den 70er Jahren für Großrechner unter den Be-

triebssystemen OS/2 und UNIX entwickelt, in den 80er Jahren dann auf speziellen Da- tenbankrechnern angeboten.

Siehe DVS; Mainframe; Unix; Betriebssystem;

OS/2

A

Adapter

Ein Adapter ermöglicht den Anschluss eines Geräts an einen Computer oder einen Rech- ner mit einem übergeordneten Kommuni- kationssystem. Grafikkarten werden auch als Bildschirmadapter, Soundkarten als Au- dioadapter, Netzwerkkarten als Netzwerk- adapter und Modems als DFÜ-Adapter be- zeichnet.

Siehe Netzwerkkarte; Soundkarte; Grafikkarte; Modem; Computer

Adapter-ROM

Siehe Adapter-Segment

Adapter-Segment

Der konventionelle Speicher (1024 KByte) setzt sich aus dem 640 KByte großen, für An- wendungsprogramme reservierten »Base Memory« und dem 384 KByte großen »Adap- ter-Segment« zusammen. Über die Adressen des Adapter-Segments werden die ROM- Bausteine des PCs (BIOS), die Grafikkarte (Vi- deo-ROM) und andere Erweiterungskarten angesprochen.

Siehe Base Memory; Adresse; Hauptspeicher; RAM; BIOS

Adaptive Answering

Unter Adaptive Answering wird die Fähig- keit eines Modems verstanden festzustel- len, ob es sich bei einem eingehenden Anruf um ein Fax oder aber um eine Datenübertra- gung handelt, und sich entsprechend da- rauf einzustellen.

Siehe Modem

22

Adaptive Delta-Pulse-Code-Modulation

Adaptive Delta-Pulse-Code- Modulation

Abk.: ADPCM

ADPCM speichert digital abgetastete Signa- le als Folge von Wertänderungen, wobei der Änderungsbereich mit jedem Sample bei Bedarf angepasst wird und sich demzufolge die effektive Bit-Auflösung der Daten erhö- hen kann. ADPCM stellt eine Klasse von Co- dierungs- und Decodierungs-Algorithmen für komprimierte Signale dar, die in der Au- diokompression und bei anderen Anwen- dungen in der Datenkompression einge- setzt werden.

Siehe Datenkompression; Algorithmus; Modulation; Kompression

Adaptive Differential Delta-Pulse- Code-Modulation

Abk.: ADDPCM

Ein ADDPCM ist ein digitaler Audio-Kom- pressionsalgorithmus, der die abgetasteten Signale als Differenz zwischen der linearen Kombination vorangehender Samples und dem aktuellen Sample speichert. Ziel ist es, Daten effizienter zu speichern.

Siehe Algorithmus; Sampling; Modulation; Kompression

Adaptive Lossless Data Compression

Abk.: ALDC

ALDC ist ein inzwischen überholtes, hard- warebasiertes Kompressionsverfahren der Firma IBM, das auf dem Lempel-Ziv-Algo- rithmus basiert. Die Technik erzielt bei einer Kompressionsrate von 2:1 eine Datenrate von bis zu 40 MByte/s. ALDC-Chips kommen hauptsächlich bei Bandlaufwerken und Dru- ckern zum Einsatz, bei denen sie für die schnelle Datenkompression und Datende- kompression zuständig sind.

Siehe IBM; Datenkompression; Streamer; Lempel-Ziv-Algorithmus

Adaptives Routing

Siehe Routing, dynamisches

ADB-Anschluss

Siehe Apple Desktop Bus

ADCCP

Siehe Advanced Data Communication Con- trol Procedure

Addierwerk

Das Addierwerk ist ein wichtiger Teil der CPU. Jede der vier Grundrechenarten kann auf die Addition zurückgeführt werden. Das Addierwerk addiert zwei oder mehrere Summanden.

Siehe CPU

Add-In

Add-Ins (Zugaben) sind Makros, die Applika- tionen wie z.B. Microsoft Word, Excel oder Access um nützliche Funktionen wie z.B. den Datenimport oder -export von Fremd- formaten erweitern. Add-Ins werden vom Hersteller selbst oder von Drittherstellern angeboten.

Siehe Add-On; Anwendungsprogramm; Makro; Datenexport; Datenimport

Addison-Wesley

http://www.addison-wesley.de

»Addison-Wesley« ist ein deutscher Fach- buchverlag mit Sitz in München. Addison- Wesley gehört zu den renommiertesten Computerbuchverlagen in Deutschland und zeichnet sich unter anderem durch seine enge Zusammenarbeit mit führenden Unter- nehmen der IT-Brache aus – z.B. Adobe, App- le, Microsoft IBM usw. Das Verlagsprogramm umfasst das gesamte IT-Spektrum und rich- tet sich an Programmierer und Entwickler, Netzwerkprofis, Freunde frei verfügbarer Software sowie an Grafiker, Designer und Fo- tografen. Addison-Wesley ist Teil der »Pear-

Adobe Acrobat

23

son Deutschland GmbH«, einer Tochter der internationalen Medien- und Verlagsgruppe »Pearson PLC«.

Siehe Pearson; Markt+Technik; E-Book

»Pearson PLC«. Siehe Pearson; Markt+Technik; E-Book Bild A.1: Deutschland Logo © Addison-Wesley / Pearson

Bild A.1:

Deutschland

Logo © Addison-Wesley / Pearson

Add-On

Ein Add-On ist im Gegensatz zu einem Add- In kein Makro, sondern vielmehr ein eigen- ständiges Programm, welches aus Stan- dardapplikationen heraus aufgerufen wer- den kann und diesen seine Funktionen zur Verfügung stellt. Ein Beispiel für ein Add-On sind sogenannte Viewer oder Betrachter- programme, die es ermöglichen, in Doku- menten enthaltene Bild- oder Videodateien darzustellen.

Siehe Add-In; Anwendungsprogramm; Makro; Dokument

ADDPCM

Siehe Adaptive Differential Delta-Pulse-Code-Modulation

Address Resolution Protocol

Abk.: ARP

ARP ist ein Protokoll, das die MAC-Adressen in einem Netzwerk den IP-Adressen zuord- net.

Siehe MAC-Adresse; IP-Adresse; Netzwerk; Protokoll

Administrator

Abk.: Admin

Der Administrator ist der Verwalter eines Computersystems. Es kann sich dabei um einen einzelnen Computer, ein Netzwerk, eine Webseite oder andere Systeme han- deln. Der Administrator hat die höchste Si-

cherheitsstufe und damit alle Rechte in die- sem System. Er verwaltet die Technik des Systems, aktualisiert und pflegt Hard- und Software und Ähnliches. Der Administrator ist auch für die Verwaltung anderer Benut- zer und deren Rechte verantwortlich. Die In- halte selbst gehören in der Regel nicht zum Verantwortungsbereich des Administrators.

Siehe Computer; Webserver; Netzwerk; Benutzerkonto; Systemoperator

ADO

Siehe ActiveX Data Objects

Adobe

http://www.adobe.de

Adobe ist ein amerikanisches Software-Un- ternehmen, das in den Bereichen Comput- ergrafik, DTP, Schriftgestaltung und Video- bearbeitung tätig ist. Zu den bekanntesten Produkten zählen die Bildbearbeitungssoft- ware Adobe Photoshop, die Schriftenver- waltung Adobe Type Manager, die DTP- und Layoutprogramme Adobe InDesign, Page- Maker und FrameMaker und das Videobear- beitungsprogramm Adobe Premiere. Von Adobe stammen außerdem der PostScript- Standard und das PDF-Format (Adobe Acro- bat).

Siehe Adobe Photoshop; Adobe Acrobat; Portable Document Format; PostScript; Bildbearbeitung; Desktop Publishing

Adobe Acrobat

http://www.adobe.de

»Adobe Acrobat« ist ein Software-Programm von der Firma Adobe. Es dient zur Erzeugung des »Portable Document Format« (PDF). Dabei stellt Adobe Acrobat in erster Linie einen Konverter dar, der Dokumente aus be- liebigen anderen Anwendungen in das PDF- Format umwandelt. PDF-Dateien speichern das komplette Layout einer Datei in einem plattform- und geräteunabhängigen Format. Es gibt auch Programme anderer Anbieter,

A

24

Adobe Integrated Runtime

die PDF-Dokumente anzeigen und erstellen können.

Siehe Adobe; Portable Document Format; Adobe Reader; Layout

Adobe Integrated Runtime

Abk.: AIR

Eine plattformunabhängige Laufzeit- und Entwicklungsumgebung von Adobe für so- genannte Rich Internet Applications (Erwei- terte Internetanwendungen). Ziel von AIR ist es, Anwendungen, die auf Internettech- nologien wie Flash, HTML, JavaScript und Ajax basieren, wie normale Desktop-An- wendungen auf dem Computer nutzen zu können, ohne den Umweg über einen Web- browser zu gehen.

Siehe Ajax; Flash; HTML; JavaScript; RIA

Adobe Photoshop

Adobe Photoshop ist ein Bildbearbeitungs- programm von Adobe Systems. Photoshop gilt als das funktionsreichste Programm zur Optimierung, Bearbeitung und Manipulation von digitalen Fotos. Seine professionellen Funktionen und die hochwertigen Ergebnis- se haben Photoshop zum Industriestandard in der Foto- und Druckbranche gemacht. Photoshop ist für Privatanwender oft zu um- fangreich und deutlich zu teuer. Um diesen Markt nicht an die Konkurrenz zu verlieren, bietet Adobe eine vereinfachte und günsti- gere Version mit dem Namen »Adobe Photo- shop Elements« an. Auch hier gilt Photoshop inzwischen als Quasi-Standard für Bildbear- beitung und Verwaltung.

Siehe Adobe; Lightroom; Bildbearbeitung

Adobe Reader

http://www.adobe.de

Der »Adobe Reader« ist ein Software-Pro- gramm von der Firma Adobe. Damit lassen sich PDF-Dokumente (Portable Document Format) anzeigen. Der Adobe Reader ist für viele verschiedene Betriebssysteme verfüg-

bar und wird auf der Webseite von Adobe kostenlos angeboten. Das Erstellen oder Be- arbeiten von PDF-Dokumenten ist jedoch dem kostenpflichtigen »Adobe Acrobat« vorbehalten.

Siehe Adobe; Portable Document Format; Adobe Acrobat; Layout

Adobe Type Manager

Abk.: ATM

Adobe Type Manager ist die Bezeichnung für ein Schriftverwaltungsprogramm der Firma Adobe.

Siehe Adobe

ADPCM

Siehe Adaptive Delta-Pulse-Code-Modula- tion

Address Range

Address Range bezeichnet den IP-Adress- bereich, den ein DHCP-Server aus seinem Adresspool zur dynamischen Zuweisung an Clients zur Verfügung stellt.

Siehe DHCP-Server; IP-Adresse; Client

Adressbus

Ein Adressbus dient dem Adressenaustausch zwischen einzelnen Hardwarekomponenten (z.B. CPU und Hauptspeicher). Die erste Pro- zessorgeneration der Intel-Familie 80x86 ver- fügte über einen Adressbus mit 20 Adresslei- tungen (20 Bit-Adressbreite) und konnte damit 1 MByte Speicher adressieren. Der 80286 verfügte über 24 Adressleitungen und konnte 16 MByte ansprechen. Alle nachfol- genden Prozessorgenerationen bis zum Pen- tium Pro verfügen über 32 Leitungen und können 4096 MByte bzw. 4 GByte adressie- ren.

Siehe Pentium Pro; CPU; A20-Gate; Adresse; Hauptspeicher

Adresse, virtuelle

25

Adresse

Physikalisch gleiche Speicherbereiche wer- den in einem PC durch Adressen eindeutig identifiziert. Die Adresse ist eine Zahl, wel- che von der CPU über einen Adressbus an den Hauptspeicher übergeben werden muss, bevor sie Daten von diesem oder in diesen laden kann. Adressen, an denen sich Programmbefehle befinden, die auf diese Weise direkt abrufbar sind, werden auch als Sprungadressen bezeichnet. Die Ansteue- rung eines Geräts oder einer anderen Hard- warekomponente erfolgt ebenso über eine Adresse, die sogenannte Geräteadresse.

Siehe CPU; Sprungadresse; Adressbus; Hauptspeicher; Betriebssystem; Geräteadresse

Adresse, absolute

Die absolute Adresse ist die zahlenmäßig korrekte Adresse einer Sprungmarke oder eines Speicherbereichs.

Siehe Sprungadresse; Adresse; Adresse, relative

Adresse, logische

Logische Adressen werden verwendet, um im Speicher eines Computers einzelne Stel- len anzusprechen. Die logische Adresse stellt dabei eine Abstraktion dar, das heißt, dass die logische Adresse nicht mit einer physikalischen Adresse bzw. tatsächlichen Adresse im Speicher übereinstimmen muss. Dies erlaubt es, Programme zu schreiben, die vom Betriebssystem an beliebigen Stel- len im Speicher platziert werden können. So ist es z.B. auch möglich, virtuellen Arbeits- speicher auf der Festplatte zu schaffen.

Siehe Adressentransformation; Hauptspeicher; Adresse, physische; RAM

Adresse, mnemonische

Bei der Programmierung ist es möglich, so- genannte mnemonische oder symbolische Adressen als Namen für Variablen oder Fel-

der zu verwenden, was die spätere Erken- nung des Programmteils oder den Zweck des Befehls erleichtert. Für ein Feld, das spä- ter eine Postleitzahl aufnehmen soll, wird z.B. der Name PLZAHL verwendet.

Siehe Adresse, symbolische; Mnemonik; Variable

Adresse, physikalische

Siehe Adresse, physische

Adresse, physische

Die

heißt physische oder physikalische Adresse.

reale

Adresse

eines

Speicherplatzes

Siehe Adresse; Adressentransformation

A

Adresse, relative

Im Gegensatz zur absoluten Adresse bezieht sich eine relative Adresse immer auf eine Ba- sis. Beim Laden von ausführbaren Program- men spielt das z.B. eine sehr große Rolle, da absolute Adressen im Speicher verteilt wer- den können. Alle Adressen im Programm werden relativ abgespeichert und beim Laden zur Startadresse des Programms, hier der Basisadresse, addiert, um die endgültige Adresse zu erhalten.

Siehe Adresse, absolute; Startadresse

Adresse, symbolische

Um die Verwendung von absoluten Adres- sen zu vereinfachen, werden in Program- miersprachen oder in Betriebssystemen Symbole anstelle der Adressen verwendet.

Siehe Programmiersprache

Adresse, virtuelle

Mit einer virtuellen Adresse wird virtueller Speicher adressiert.

Siehe Hauptspeicher; Speicher, virtueller

26

Adressentransformation

Adressentransformation

Adressentransformation bedeutet Überset- zung einer logischen Adresse in eine physi- sche Adresse zur Speicherverwaltung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Speicher in getrennt verwaltete Speicherbänke auf- zuteilen: Segmentierung, Paging und den virtuellen Speicher.

Siehe Adresse, logische; Adresse, physische; Speicher, virtueller; Segmentierung; Speicherverwaltung; Adresse, virtuelle; Speicherbank; Paging

Adressierung

Adressierung heißt das Verfahren, mit dem auf einen Bereich des Hauptspeichers oder auf ein Gerät mittels einer Adresse zugegrif- fen wird. Es gibt folgende Adressierungsar- ten:

Bei der speicherdirekten oder absolu- ten Adressierung befindet sich der Wert im Arbeitsspeicher an der angegebenen Adresse.

Bei der speicherindirekten Adressie- rung befindet sich an der angegebenen Adresse erst eine neue Adresse, an der der gewünschte Wert gefunden werden kann.

Bei der registerdirekten Adressierung findet sich unter der angegebenen Adresse die Adresse eines Registers, in welchem sich der gewünschte Wert be- findet.

Bei der registerindirekten Adressie- rung befindet sich an angegebener Adresse die Adresse eines Registers, in dem sich wiederum die Adresse des Werts befindet.

Bei der relativen Adressierung ist die

Adresse zum aktuellen Registerinhalt hin-

zuzuaddieren,

des Werts zu erhalten.

um

die

Speicheradresse

Bei der indizierten Adressierung ist die Adresse eines Indexregisters angegeben,

dessen Inhalt zur Adresse des Werts hin- zuaddiert werden muss.

Siehe Adresse; Hauptspeicher; Register

Adressraum

Der Adressraum bezeichnet die maximale Größe des Hauptspeichers bzw. die maxima- le Adressanzahl, die von der CPU adressiert werden kann. Es wird zwischen einem logi- schen, physischen und virtuellen Adress- raum unterschieden.

Siehe Adresse, logische; CPU; Adresse, physische; Adresse; Hauptspeicher; Adresse, virtuelle

Adressraum, linearer

Der lineare Adressraum ist ein Adressraum, in dem eine eindeutige Zahl für jede Spei- cherstelle angegeben ist, und die Speicher- adressen, beginnend bei 0, fortlaufend um den Wert 1 wachsen. Die Betriebssysteme von Macintosh, Windows NT und OS/2 verwenden einen linearen Adressraum. MS-DOS arbeitet mit einem segmentierten Adressraum.

Siehe Adresse; Adressraum

Adressumsetzung, dynamische

Siehe Dynamic Address Translation

ADS

Siehe Active Directory Services

AdSense

AdSense ist ein Online-Dienst des Such- maschinenbetreibers Google. AdSense ver- marktet Werbung auf Webseiten und blen- det diese inhaltsbezogen ein. Dabei wird aufgrund vielfältiger Informationen wie Links, Cookies, Skripte usw. Werbung einge- blendet, die zum Profil des Besuchers passt. Anzeigen innerhalb der Google-eigenen Seiten werden über den Schwester-Dienst AdWords vermarktet. AdSense ist der größ-

Advanced Interactive Executive

27

te Dienst für Internetwerbung und macht den Google-Konzern mit großem Abstand zum Marktführer.

Siehe Google; Suchmaschine; Internet; WWW

ADSL

Abk.: Asymmetric Digital Subscriber Line

ADSL ist eine von Motorola entwickelte Mo- demtechnik zur Datenübertragung über herkömmliche Kupferkabel. Mithilfe eines speziell entwickelten Chips (Copper Gold) ist es gelungen, die Datenübertragungsrate über Kupfertelefonleitungen deutlich zu erhöhen. Asymmetrisch bedeutet, dass die Datenübertragungsgeschwindigkeit vom Netzknoten zum Kunden (Download) schneller ist als vom Kunden zum Netzkno- ten (Upload). ADSL 2(+) umfasst die ITU- Spezifikationen G.992.3 bis G.992.5 bis zu einer maximalen Datentransferrate von 24 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload.

Siehe Internet; Datentransferrate; Modem; Motorola; ISDN

Siehe Internet; Datentransferrate; Modem; Motorola; ISDN Bild A.2: Ein ADSL-Modem ADSL 2(+) Siehe ADSL Advanced Audio

Bild A.2:

Ein ADSL-Modem

ADSL 2(+)

Siehe ADSL

Advanced Audio Coding

Siehe AAC

Advanced Basic Input Output System

Abk.: ABIOS

ABIOS ist eine Weiterentwicklung des IBM- PC-ROM-BIOS. Dieses spezielle BIOS wurde zwischen 1988 und 1989 für die IBM-PCs der Serie »Personal System/2« entwickelt. Es enthielt vor allem Erweiterungen für das Betriebssystem OS/2 von IBM.

Siehe IBM; ROM; IBM-PS/2; OS/2

Advanced Configuration and Power Interface

Abk.: ACPI

ACPI ist eine Standardfunktion zur automati- schen Verwaltung von Interrupts und Steue- rung der Stromsparfunktionen (Power Ma- nagement) bei PCs. Sie verdrängt den früher gebräuchlichen APM-Standard (Advanced Power Management). Anstatt im BIOS die In- terrupts der verschiedenen Geräte von Hand einzustellen, überlässt man dies dem Be- triebssystem und ACPI, um Gerätekonflikte zu vermeiden. Spezifiziert wurde ACPI An- fang 1997 von Microsoft, Intel und Toshiba.

Siehe Power-Management; Advanced Power Management; Suspend to Disk; Suspend to RAM

Advanced Data Communication Control Procedure

Abk.: ADCCP

ADCCP ist eine von ANSI modifizierte Form des Datenprotokolls SDLC, das im SNA von IBM zum Einsatz kommt. Es ähnelt dem von ISO entwickelten HDLC-Protokoll.

Siehe ANSI; SDLC; SNA; ISO; HDLC; Protokoll

Advanced Interactive Executive

Abk.: AIX

AIX ist ein auf Unix basierendes Betriebssys- tem, welches von IBM erstmals im Jahre 1986 mit dem ersten RISC-Rechner PC/RT vorgestellt wurde. AIX wird meist in hetero-

A

28

Advanced Micro Devices

genen Netzwerken verwendet und steht ebenfalls für Server von Apple zur Verfü- gung.

Siehe Server; Netzwerk, heterogenes; IBM; Apple; Unix; RISC-Prozessor; Betriebssystem

Advanced Micro Devices

Siehe AMD

Advanced Power Management

Abk.: APM

Der APM-Standard dient der Senkung des Stromverbrauchs von PCs und Notebooks. Nach einer definierbaren Zeitspanne werden inaktive Hardwarekomponenten (Festplatte, Prozessor, Monitor) in einen Stromsparmo- dus (Standby-Betrieb) geschaltet. Besonders Notebooks machen starken Gebrauch vom Power-Management, um ihre Akkus zu scho- nen. APM wurde inzwischen vom ACPI-Stan- dard verdrängt.

Siehe Power-Management; Notebook; Advanced Configuration and Power Interface

Advanced Program-to-Program Communication

Abk.: APPC

Das APPC-Protokoll ist Teil der von IBM entwi- ckelten Network-Architecture (SNA) und er- möglicht die direkte Kommunikation sowie den Transfer von Daten zwischen Anwen- dungsprogrammen, die auf verschiedenen Computern laufen.

Siehe IBM; Protokoll

Advanced Research Projects Agency NETwork

Siehe ARPAnet

Advanced Technology

Abk.: AT

Übers.: fortschrittliche Technologie

Die Bezeichnung AT steht für eine ganze Ge- neration von PCs, die mindestens mit einem 286er und dem ISA-Bus (der deswegen oft auch als AT-Bus bezeichnet wird) ausgestat- tet waren. Namensgebend war – wie schon beim Vorgängermodell, dem XT (Extended Technology) – eine Computerreihe von IBM, die IBM-PC/AT bzw. IBM-PC/XT. Auch die Be- zeichnung PC beruht auf diesen Computer- reihen.

Siehe PC; IBM; XT; AT-Bus

Advanced Technology Attachment

Abk.: ATA

Syn.: IDE

ATA ist der offizielle, von der ANSI-Gruppe als X3T10 vergebene Name für einen Fest- platten-Schnittstellenstandard. Er ist auch unter der Bezeichnung »Integrated Drive Electronics« (IDE) bekannt.

Siehe Schnittstelle; ANSI; AT-Bus; IDE

Advances Manageability Alliance

Die Advances Manageability Alliance ist eine Allianz zwischen IBM und Intel zur Schaffung neuer Managementmöglichkei- ten und Durchsetzung von Wired for Ma- nagement (WMI).

Siehe IBM; WMI; Intel

Adware

Als Adware (setzt sich aus den Begriffen ad- vertising, engl. »Werbung«, und software zu- sammen) bezeichnet man kostenlose Soft- ware, die dem Benutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktionalität Werbebanner oder Werbe-Popups zeigt. Diese Werbeein- blendungen lassen sich normalerweise nicht abschalten und sind meist immer sichtbar. Der Hersteller der Software finan- ziert diese durch den Verkauf von Werbeein- blendungen Dritter.

Akku

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AdWord

AdWord ist die Bezeichnung für Werbung innerhalb der Google-Seiten und Google- Dienste. Dabei bucht der Kunde bestimmte Schlüsselwörter oder Wortgruppen. Tippt nun ein Besucher diese Wörter in die Such- funktion oder anderen Dienste ein, er- scheint dazu passende Werbung. AdWord untersucht auch E-Mails, Blogs und andere Inhalte der Benutzer, um kontextbezogene Werbung einzublenden.

Siehe Google; AdSense

AFC

Siehe Application Foundation Classes

AGP

Abk.: Accelerated Graphics Port

1997 von Intel entwickelter Hochge- schwindigkeitsbus für Grafikkarten, der insbesondere die Darstellung von 3D-Gra- fik beschleunigt. Die Grafikkarte kann über einen Kommunikationskanal direkt auf den Hauptspeicher des Systems zugreifen. Für optimale Leistung muss die Grafikkarte daher mit derselben Taktfrequenz betrie- ben werden wie der Speicher. AGP verwen- det einen 32 Bit breiten Bus und unterstützt Taktfrequenzen von bis zu 533 MHz (8fach AGP). Der Datendurchsatz des Busses hängt von der Taktfrequenz ab und reicht bis zu 2,1 GByte/s. Um die Geschwindigkeit der Datenübertragung weiter zu erhöhen, unterstützt AGP das sogenannte »Side- band Adressing«, bei dem Befehle über einen separaten Kanal an die CPU gesendet werden, sowie das »Pipelining«, bei dem mehrere Befehle gleichzeitig gesendet werden. Der Nachfolger von AGP ist PCI Ex- press (PCIe).

AI

Siehe K6 3DNow!; Bus; MMX; PCI; Grafikkarte; Intel; 3D-Grafik; PCIe

Siehe Artificial Intelligence

AIR

Siehe Adobe Integrated Runtime

AIT

Abk.: Advanced Intelligent Tape

AIT ist ein Backup-System zur Sicherung großer Datenbestände. Es wurde 1996 ein- geführt und löste das DAT-System ab. AIT wurde für den industriellen Einsatz in Unter- nehmen und Rechenzentren konzipiert. Es bot sehr hohe Speicherkapazitäten (bis 4 TByte), Geschwindigkeit (bis 240 MB/s) und Langzeitsicherheit. AIT wurde 2010 ein- gestellt.

Siehe Streamer; Datensicherung; Backup; DLT; LTO

AIX

Siehe Advanced Interactive Executive

Ajax

Abk.: Asynchronous JavaScript and XML

Ajax ist eine Webtechnologie, bei der ver- schiedene bekannte Internettechnologien wie JavaScript, XML, DOM und SOAP ver- flochten werden. Anders als bei herkömm- lichen Webseiten verläuft die Datenübertra- gung zwischen Client und Server hierbei asynchron, so dass immer nur der veränderte Teil einer Webseite nachgeladen wird. Das führt zu einer flüssigen Webanwendung, ähnlich einem Desktop-Programm. Alle mo- dernen Browser sind für Ajax geeignet. Die Ajax-Plattform auf dem Server wird oft mit .NET- oder Skript-Komponenten realisiert.

Siehe Cascading Style Sheets; DOM; JavaScript; SOAP; XML

Akku

Ein Akku oder Akkumulator ist eine wieder aufladbare Batterie. Die Speicherung der elektrischen Energie erfolgt auf elektroche- mischem Weg. Je nachdem, welches Mate- rial für die beiden Elektroden des Akkus

A

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Akkumulator

verwendet wird, ergeben sich verschiede- ne Typen:

Nickel-Cadmium-Akku (NiCd) – posi- tive Elektrode aus Nickel, negative Elek- trode aus Cadmium. NiCD-Akkus zeich- nen sich durch durchschnittliche Ladedichte und relativ kurze Ladezeiten aus. Nachteilig bei diesem Typ Akku ist der sogenannte Memory-Effekt, der bei unvollständiger Entladung zu dauerhaf- tem Leistungsabfall des Akkus führt.

Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH) positive Elektrode aus Nickel, negative Elektrode aus einer wasserstoffspei- chernden Metalllegierung. NiMH-Akkus haben die doppelte Ladekapazität wie NiCd-Akkus und leiden nicht unter dem Memory-Effekt.

Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) – diese Akkus haben die höchste Ladekapazität und die längste Lebensdauer. Sie weisen keinen Memory-Effekt auf, sind umwelt- freundlich, jedoch teuer in der Herstel- lung.

Siehe Memory-Effekt

jedoch teuer in der Herstel- lung. Siehe Memory-Effekt Bild A.3: Ein Akku für Notebooks Akkumulator 1.

Bild A.3:

Ein Akku für Notebooks

Akkumulator

1. Akkumulatoren sind wieder aufladbare Batterien, die elektrische Energie elek- trochemisch speichern.

2. Ein Akkumulator ist ein Register der CPU, in dem hauptsächlich Ergebnisse logi- scher und arithmetischer Operationen zwischengespeichert werden.

Aktivboxen

Siehe Aktiv-Lautsprecher

Aktiv-Display

Siehe TFT-Display

Aktive ISDN-Karte

Siehe ISDN-Karte, aktive

Aktive Partition

Siehe Partition, aktive

Aktives Routing

Siehe Routing, dynamisches

Aktiv-Lautsprecher

Dieser Begriff steht für Lautsprecher, die einen eigenen Verstärker im Gehäuse einge- baut haben. Dadurch können sie direkt an die Musikquelle angeschlossen werden, ohne dass der Weg über einen herkömmli- chen Verstärker notwendig ist. Sie eignen sich damit besonders für Computer und Notebooks. Ihre Handhabung und Verkabe- lung ist deutlich unkomplizierter, allerdings erreichen sie nicht die Qualität hochwerti- ger Hifi-Lautsprecher.

Siehe Lautsprecher, Notebook; Computer

hochwerti- ger Hifi-Lautsprecher. Siehe Lautsprecher, Notebook; Computer Bild A.4: Aktiv-Lautsprecher Quelle: Logitech

Bild A.4:

Aktiv-Lautsprecher

Quelle: Logitech

Alias

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Akustikkoppler

Akustikkoppler sind veraltete Systeme zur Datenfernübertragung. Der Akustikkoppler bestand aus Modem, Mikrofon und Laut- sprecher und ähnelte in seiner Form einem Telefon. Der Telefonhörer wurde auf den Akustikkoppler gelegt, die Sprechmuschel auf den Lautsprecher und die Hörmuschel auf das Mikrofon. Kunststoffmanschetten schirmten die beiden Muscheln vor stören- den Geräuschen ab.

Siehe DFÜ; Modem; Lautsprecher

ALDC

Siehe Adaptive Lossless Data Compression

Alert on LAN

Alert on LAN ist eine Erweiterung von Wired for Management (WMI), um auch bei ausge- schaltetem Computer Warnungen und Sta- tusmeldungen an eine Managementkonso- le zu senden.

Siehe WMI

ALGOL

Abk.: Algorithmic Language

Übers.: algorithmische Sprache

ALGOL wurde 1958 auf Anregung der Uni- versität Zürich entwickelt und dient der Formulierung hauptsächlich wissenschaft- licher und mathematischer Zusammen- hänge (Algorithmen). 1960 endgültig als ALGOL 60 eingeführt, war ALGOL eine der ersten Sprachen, die die für strukturiertes Programmieren erforderlichen Elemente wie Prozeduren, Schleifen, Rekursionen und Bedingungen enthielt. Bevor die Wei- terentwicklung von ALGOL in den 1970er Jahren endgültig eingestellt wurde, er- schien mit ALGOL 68 noch eine deutlich er- weiterte Version. Einzelne Bestandteile von ALGOL wurden in viele Programmierspra- chen übernommen. So wurden z.B. ADA und PASCAL aus ALGOL entwickelt. Zur

Syntaxbeschreibung von ALGOL wurde die Backus-Naur-Form entwickelt.

Siehe Bedingung; Schleife; ADA; Backus-Naur-Form; Syntax; Programmiersprache

Algorithmic Language

Siehe ALGOL

A

Algorithmische Sprache

Siehe Algorithmic Language

Algorithmus

Unter einem Algorithmus wird im Allgemei- nen die schrittweise Lösung eines Problems mit Hilfe elementarer Regeln verstanden. In der EDV erfolgt nach der Problemanalyse die Entwicklung eines Algorithmus, der dabei in natürlicher Sprache, mit Hilfe eines Struktogramms in einer virtuellen Program- miersprache oder auch gleich in der ge- wünschten Programmiersprache formuliert wird. Für jede Aufgabenstellung im Pro- gramm gibt es einen Algorithmus. Komple- xe Algorithmen führen dabei oft zu einer hö- heren Verarbeitungsgeschwindigkeit als die leicht nachvollziehbaren.

Siehe Struktogramm; Programmiersprache

Alias

1. Alias ist eine Anweisung, nach der eine externe Funktion in einem Programm mit einem neuen Namen betitelt wird. Alias ist Bestandteil vieler Programmier- sprachen.

2. Bei Apple-Computern mit Mac OS als Be- triebssystem bezeichnet ein Alias eine virtuelle Datei, die auf eine andere Datei, ein Gerät, einen Programmordner oder Ähnliches verweist. Durch einen Dop- pelklick auf das Symbol des Verweises wird die jeweilige Funktion ausgeführt (z.B. ein Programm gestartet oder die Verbindung zu einem Rechner im Netz- werk aufgebaut). Bei PCs mit Windows-

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Aliasing

Betriebssystem werden diese virtuellen Dateien »Verknüpfungen« genannt.

Siehe Programm; Programmiersprache

Aliasing

1. Aliasing ist die Verfremdung bzw. Verfäl- schung von analogen Bildinformationen bei der digitalen Verarbeitung. Ist bei einem Scanner z.B. die Abtastrate für ein Bild zu niedrig gewählt, kann es zum Ali- asing – zu einer Bildverfremdung – kom- men. Generell gilt, dass die Abtastrate des Scanners mindestens doppelt so hoch sein soll wie die Rasterung der Vor- lage (z.B. 600 dpi Abtastrate bei 300 dpi Bildrasterung).

2. Mit Aliasing wird darüber hinaus der »Treppeneffekt« bezeichnet, der bei der Darstellung von diagonalen Linien und Kanten auf Bildschirmen und Druckern entsteht. Das Anti-Aliasing-Verfahren dient dazu, die gezackten Abstufungen auf den Linien zu verhindern.

Siehe dpi; Scanner; Sampling-Rate; Digital

A-Life

Siehe Artificial Life

Allgemeine Schutzverletzung

Siehe General Protection Fault

Allozierung, dynamische

Eine dynamische Allozierung ist die den aktuellen Erfordernissen entsprechende Speicherbelegung während der Programm- ausführung und bedeutet meistens auch die Möglichkeit der dynamischen Freigabe, so dass sich Datenstrukturen bei Bedarf er- zeugen und wieder zerstören lassen.

Siehe Hauptspeicher

Alpha-Blending

Alpha-Blending ist die vierte Farbinforma- tion neben den RGB-Werten zur Speiche-

rung der Transparenz eines Objekts (RGBA). Es erlaubt die Darstellung durchsichtiger Objekte wie Glas, Flüssigkeiten und Rauch. Alpha-Blending ist ein sehr aufwändiges Verfahren, da zusätzlich zu den normalen Zugriffen auf den Z-Buffer und den Textur- speicher (Texture-Cache) noch Zugriffe auf den Bildspeicher erfolgen müssen (multi- pass texture mapping).

Siehe 3D-Grafik; 3D-Funktionen; Z-Buffer; Textur; RGB; Textur-Cache

Alpha-Chip

Der Alpha-Chip ist ein von der Firma DEC 1993 entwickelter RISC-Prozessor. Der Alpha- Chip arbeitet mit 64 Bit-Registern superskalar (d.h., er kann über zwei Pipelines mehrere Be- fehle gleichzeitig ausführen) und nach dem Prinzip des Superpipelining, wobei jede Pipe- line (Befehlsausführungseinheit) aus mehre- ren Stufen besteht. So ist es möglich, dass sich mehrere Befehle in verschiedenen Aus- führungsstufen befinden.

Siehe Register; RISC-Prozessor; Pipeline; DEC

Alphadaten

Alphadaten sind Datenfelder, in denen nur alphanumerische Zeichen enthalten sein dürfen.

Siehe Datenfeld; alphanumerisch

Alphanumerisch

Neben Buchstaben sind in einem alphanu- merischen Datenfeld auch Ziffern, Satz- und Sonderzeichen erlaubt. Beim numerischen Datentyp sind nur Ziffern, Vorzeichen (+/–), der Dezimalpunkt und das Exponentialzei- chen »E« erlaubt.

Siehe Datenfeld; Daten, numerische; Sonderzeichen

Alphanumerische Tastatur

Siehe Tastatur, alphanumerische

Amazon Kindle

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Alpha-Version

Bei der Entwicklung von Software wird der jeweilige Entwicklungsstand in »Versionen« ausgedrückt. In der Alpha-Version ist ein Programm nach der Entwicklungsphase weitgehend lauffähig, aber es fehlen noch einige wichtige Programmteile. Die Soft- ware wird von den Entwicklern ausgiebig getestet und weiterentwickelt. Das nächste Stadium stellt die Beta-Version dar, welche dem Endprodukt bereits sehr nahe kommt.

Siehe Softwareentwicklung; Programm- fehler; Beta-Version, Release Candidate

Alt Gr-Taste

Die [Alt_Gr]-Taste (Alternate German) ak- tiviert einige Sonderzeichen der deutschen Tastatur, beispielsweise eckige oder ge- schweifte Klammern, das Slash-Zeichen (\) und das Sonderzeichen @.

Siehe Tastatur; Sonderzeichen

Alt-Taste

Die [Alt]-Taste aktiviert eine alternative Tastaturbelegung auf der Tastatur eines PCs. Bestimmte Funktionen diverser Appli- kationen lassen sich durch die [Alt]-Taste in Kombination mit einer zweiten oder drit- ten Taste erzielen.

Siehe Tastatur

ALU

Siehe Arithmetic Logic Unit

Amazon

Abk.: Amazon.com Inc.

http://www.amazon.de

Amazon ist ein us-amerikanischer Versand- händler im Internet. Das Unternehmen wurde 1994 von Jeff Bezos in Seattle (USA) gegründet und ist seit 1998 auch in Deutsch- land aktiv. Amazon begann zunächst als rei- ner Buchhändler, erweiterte stetig das Pro- gramm und ist heute ein vollständiges

Versandhaus, welches vom Buch, über Haus- haltsgeräte, Elektronik und Musik auch Le- bensmittel anbietet. Mit einem Umsatz von über 24 Mrd. US-Dollar ist Amazon der mit Abstand größte Online-Händler weltweit. Amazon betreibt auch viele Nebengeschäfte. Zu den wichtigsten gehören der Online-Ver- kauf von Musik als MP3, der E-Book-Reader Kindle sowie zahlreiche Server- und Clound- Dienste über »Amazon Web Services«.

Siehe Onlineshopping; Amazon Kindle; Bezos, Jeff

A

Siehe Onlineshopping; Amazon Kindle; Bezos, Jeff A Bild A.5: Logo © Amazon Deutschland Amazon Kindle

Bild A.5:

Logo © Amazon Deutschland

Amazon Kindle

http://www.amazon.de

Jeff A Bild A.5: Logo © Amazon Deutschland Amazon Kindle http://www.amazon.de Bild A.6: Der E-Book-Reader Amazon

Bild A.6:

Der E-Book-Reader Amazon Kindle 3

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Amazon Kindle Fire

Der Amazon Kindle ist ein Gerät zur Anzeige von elektronischen Büchern (E-Books) und elektronischen Zeitungen (E-Papers). Zur Anzeige verwendet der Kindle elektroni- sches Papier der Firma E-Ink mit einer Auflö- sung von 167 Punkten pro Zoll (ppi) und vier Graustufen. Für die E-Books kommt das ei- gene AZW-Format zum Einsatz, welches nur von Kindle-Geräten und -Software ange- zeigt werden kann. Das Gerät ist nicht mit dem konkurrierenden Format ePub kom- patibel. Inzwischen bietet Amazon über 650.000 Bücher und zahlreiche Zeitungen an. Diese können mit dem Kindle, am PC oder mit einer App auf Tablets und Smart- phones gekauft und gelesen werden.

Siehe E-Book; Sony E-Book Reader; Elektronisches Papier; AZW; ePub

Amazon Kindle Fire

http://www.amazon.de

Papier; AZW; ePub Amazon Kindle Fire http://www.amazon.de Bild A.7: Der Amazon Kindle Fire Der »Kindle Fire«

Bild A.7:

Der Amazon Kindle Fire

Der »Kindle Fire« ist ein Tablet-PC von Ama- zon. Er besitzt einen 7-Zoll-Touchscreen, 1024 x 600 Pixel Auflösung, 8 GByte internen

Speicher, Wireless LAN, einen Micro-USB- Anschluss und einen Kopfhörerausgang. Als Betriebssystem kommt eine angepasste An- droid-Version zum Einsatz. Der Kindle Fire stellt eine Ergänzung zu Amazons eBook- Readern »Kindle« dar und ist vor allem auf multimediale Inhalte ausgerichtet. Dazu be- steht eine direkte Verbindung zum Ama- zon-Online-Shop, in dem der Nutzer dann Musik, Videos, Spiele, Apps, eBooks usw. kaufen soll. Als Speicher dient dabei die Amazon-Cloud. Derzeit wird der Kindle Fire nur in den USA angeboten und verkauft (Stand Juni 2012).

Siehe Amazon; Tablet-PC; Nexus 7; Xoom; E-Book-Reader; Android

Amazon Web Services

Abk.: AWS

Die »Amazon Web Services« stellen eine Sammlung verschiedener Serverdienste im Internet dar. Sie werden vom Online-Ver- sandhändler »Amazon.com« betrieben und verkauft. Der Dienst wurde im Jahr 2002 ge- startet und wächst seitdem kontinuierlich. Amazon bietet neben einer umfangreichen Speicherung in der sogenannten »Cloud« viele Entwicklerwerkzeuge, Bezahldienste, Suchdienste und vieles mehr an. Mit Server- diensten lassen sich professionelle Websei- ten, Portale oder virtuelle Netzwerke erstel- len. Viele Unternehmen lagern Daten oder Rechenleistung auf die Amazon-Server aus.

Siehe Amazon; Cloud Computing; Rechenzentrum

AMD

Abk.: Advanced Micro Devices

http://www.amd.com

Das Unternehmen »Advanced Micro De- vices« (AMD) ist ein us-amerikanischer Chip- Hersteller. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sunnyvale (USA) und wurde 1969 von Jerry Sanders und Ed Turney gegründet. Lange Zeit erstellte AMD unter Lizenz Nach-

Amiga

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bauten von Intel-Prozessoren und galt im Markt als »billige Alternative«. Im Jahr 1996 übernahm AMD den Prozessorhersteller NexGen und entwickelt seitdem eigene Pro- zessoren. Zu den wichtigsten Produkten ge- hören heute Mikroprozessoren, Chip-Sätze, Grafikchips und ähnliche Produkte der Chip- Industrie. Im Jahr 2006 übernahm AMD den Grafikspezialisten ATI und eröffnete sich somit den Markt für hochwertige Compu- tergrafiken. AMD ist nach Intel der wichtigs- te Hersteller für Chips und Mikroprozesso- ren.

Siehe Mikroprozessor; Micro Code; Pentium; K6; Intel; ATI

Amdahls Gesetz

Amdahls Gesetz beschreibt eine Vorgehens- weise bei der Programmierung. Wenn ein Unterprogramm optimiert wird, das 10% der Rechenzeit verbraucht, wird das Pro- gramm um höchstens 10% schneller. Aus diesem Grund schreibt Amdahls Gesetz vor, dass zuerst diejenigen Unterprogramme optimiert werden müssen, die am meisten Rechenzeit beanspruchen, denn die Opti- mierung der übrigen Routinen ergibt even- tuell keinen Zeitgewinn mehr.

Siehe Multiprocessing; Programm

AMD Live!

AMD Live! ist ein Marketing- und Technik- konzept von AMD für die Kennzeichnung wohnzimmertauglicher PCs. Wie beim Kon- kurrenzprodukt Intel Viiv sollen mit dem AMD Live!-Logo gekennzeichnete Geräte besonders einfach zu bedienen sein. Die Technikplattform stellen dabei speziell auf- einander abgestimmte Hardware-Kompo- nenten sowie Media-Center-Software wie Windows MCE.

Siehe Intel Viiv; Media Center

America Online

Siehe AOL

American National Standards Institute

Siehe ANSI

A

American Standard Code for Information Interchange

Siehe ASCII

American Telephone and Telegraph Company

Siehe AT&T

Amiga

Die Firma Amiga ist ein Computerhersteller, der in den 1980er Jahren Heimcomputer auf der Basis eines Motorola 68000-Prozessors entwickelte. Im Jahre 1984 übernahm der Konkurrent Commodore die Amiga Corp., und so wurde der Begriff »Commodore Ami- ga« zum Synonym für Heimcomputer. Durch die für damalige Zeiten hervorragen- den Grafik- und Soundfähigkeiten galt Amiga lange als Standard in der Videobear- beitung und in Musikstudios. Mit der zuneh- menden Verbreitung der IBM-kompatiblen PCs wurde Commodore nach und nach vom Markt gedrängt. 1994 ging Commodore in die Insolvenz und der Name Amiga sowie die Marke AmigaOS wurden mehrfach wei- terverkauft.

Siehe Commodore; Atari; Joystick; Motorola

AmigaOS wurden mehrfach wei- terverkauft. Siehe Commodore; Atari; Joystick; Motorola Bild A.8: Ein Amiga 500-Computer

Bild A.8:

Ein Amiga 500-Computer

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Amplitude

Amplitude

Die Amplitude gibt die Höhe der analogen Wechselspannung in Volt an. Angegeben werden kann die Höhe der Spannung von der Nulllinie bis zum positiven oder negati- ven Höchstwert.

An:

Das Feld »An« bzw. »To« stellt den Standard- empfänger jeder E-Mail dar.

Siehe E-Mail-Empfänger; CC:; BCC

Anaglyphenbild

E-Mail dar. Siehe E-Mail-Empfänger; CC:; BCC Anaglyphenbild Bild A.9: Ein Anaglyphenbild Das Anaglyphenverfahren stellt

Bild A.9:

Ein Anaglyphenbild

Das Anaglyphenverfahren stellt eine alte und sehr einfache Methode dar, um dreidi- mensionale Bilder zu erzeugen. 3D besteht immer aus zwei Bildern, welche getrennt für das rechte und linke Auge angezeigt wer- den müssen. Beim Anaglyphenverfahren werden diese zwei Bilder übereinander dar- gestellt und durch einen Rot-Grün-Filter überlagert. Das Bild besitzt starke Farbräu- me und wirkt verwaschen. Setzt der Be- trachter eine Rot-Grün- bzw. Rot-Cyan-Brille auf, werden diese zwei Bilder gefiltert und die Augen sehen zwei unterschiedliche Bil- der. Es entsteht ein 3D-Effekt. Anaglyphen- bilder lassen sich einfach erzeugen, auf jedem Bildschirm oder auch Papier anzei- gen und es genügt eine günstige Filterbrille. Dafür ist der 3D-Effekt nicht sehr intensiv

und eine längere Betrachtung ist für viele Menschen unangenehm.

Siehe Rot-Grün-Brille; Stereoskopie; 3D-Kino; Polarisationsverfahren; Shutter-Verfahren

Analog

Als »analog« wird ein Signal bezeichnet, wenn es innerhalb vorgegebener Grenzwer- te jeden beliebigen Wert bzw. unendlich viele Werte annehmen kann. Ein Wechsel zwischen dem Minimum und dem Maxi- mum ist augenblicklich, kontinuierlich und stufenlos möglich. Als »Analogsignal« wird in der Regel ein elektrisches Signal, eine elektrische Spannung, eine Frequenz oder eine Ladung bezeichnet. Es sind aber auch mechanische, pneumatische oder hydrauli- sche Übertragungswege möglich. Analoge Signale sind störanfällig, besitzen keine Prüffunktion und gehen in der Regel mit Störungen einher, wie z.B. Rauschen.

Siehe Digital; Digital/Analog-Wandler; Analog/Digital-Wandler

Analog/Digital-Wandler

Abk.: A/D-Wandler

Syn.: Analog/Digital-Konverter

Ein Gerät oder ein Bauelement (Chip), das analoge Signale in digitale Daten umwan- delt, wird Analog/Digital-Wandler oder Ana- log/Digital-Konverter genannt. Das analoge Signal wird schrittweise abgetastet und in digitale Impulse umgesetzt. Typische Bei- spiele sind das Abspeichern von analoger Musik in digitale Dateien oder das Encodie- ren von analogem Filmmaterial in Video- dateien. Es gibt ebenfalls Digital/Analog- Wandler (DAC), welche die digitalen Daten zurück in analoge Signale umwandeln.

Siehe RAMDAC; Analog; Digital; Digital/Analog-Wandler

Analoganschluss

Analoge Signale können von einem PC über den Analoganschluss gesendet oder emp-

Android

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fangen werden. Über einen Analogan- schluss verfügen z.B. Grafikkarte, Soundkar- te und der telefonseitige Ausgang eines Modems.

Siehe Soundkarte; PC; Analog; Grafikkarte; Modem

Analoges Signal

Siehe Analog; Analoganschluss

Anamorph

Modem Analoges Signal Siehe Analog; Analoganschluss Anamorph Bild A.10: und im Original (unten) Mit einer anamorphen

Bild A.10:

und im Original (unten)

Mit einer anamorphen Projektion oder einer anmorphen Speicherung lassen sich sehr breite Bilder auf einem schmalen Trägerme- dium abbilden. Dazu wird das Breitbild op- tisch zusammengestaucht, so dass es auf den nicht breiten Datenträger passt. Zur Projektion oder zum Abspielen wird das Bild wieder auseinandergezogen und erscheint in seiner ursprünglichen Form. Dieses Spei- cherformat wird im Kino genutzt, um das breite Kinobild auf den fast quadratischen Filmstreifen zu speichern. Auch DVDs im 16:9-Format werden anamorphotisch ge- speichert, weil das Standard-TV-Signal le-

Ein Bild anamorph gestaucht (oben)

diglich das fast quadratische 4:3-Signal ver- steht. Im Kino sind diese Techniken als Cinemascope oder Panavision bekannt. Bei HDTV und Blu-ray Discs wird das Bild nicht anamorphotisch gespeichert, weil hier das 16:9-Bild bereits Standard ist.

Siehe 16:9-Format; DVD; HDTV; Blu-ray Disc

Android

http://www.android.com/

Android ist ein Betriebssystem für mobile Geräte wie z.B. Smartphones, Tablet-PCs, Netbooks usw. Es wird von der »Open Hand- set Alliance« entwickelt, bei der die Firma Google die treibende Kraft ist. Android ba- siert auf einem Linux-Kernel und ist somit freie und quelloffene Software. Android bie- tet alle Funktionen für moderne Smartpho- nes und lässt sich von den Geräteherstellern zusätzlich individuell anpassen. Über den »Google Play Store« lassen sich zusätzliche Anwendungsprogramme kaufen, soge- nannte Apps. Alle Android-Versionen sind nach Süßspeisen benannt, z.B. Cupcake, Do- nut, Honeycomb. Die Version »4.0 Ice Cream Sandwich« führt die Entwicklungsstränge 2.x (Smartphone) und 3.x (Tablet) zu einem System zusammen. Android gehört zu den derzeit am weitesten verbreiteten Syste- men und steht in direkter Konkurrenz zum iPhone und Windows Phone.

Die Android-Versionen in der Übersicht:

1.x – ohne

1.5 – Cupcake

1.6 – Donut

2.0/2.1 – Eclair

2.2 – Froyo

2.3 – Gingerbread

3.0 – Honeycomb

4.0 – Ice Cream Sandwich

4.1 – Jelly Bean

5.0 – Key Lime Pie (unbestätigt, zukünf- tige Version)

A

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Android Market

Siehe Smartphone; Google; iPhone; Apple iOS; Windows Phone; Tablet-PC

Google; iPhone; Apple iOS; Windows Phone; Tablet-PC Bild A.11: Das Android-Logo Android Market Siehe Google Play

Bild A.11:

Das Android-Logo

Android Market

Siehe Google Play Store

AND-Verknüpfung

Die AND-Verknüpfung ist eine logische Operation der booleschen Algebra. AND führt zum Wert WAHR (1), wenn alle Bedin- gungen erfüllt (d.h. ebenfalls WAHR) sind. Weitere logische Operatoren sind XOR, OR, NOT, NOR.

Siehe Boolesche Operatoren; Operation; OR-Verknüpfung; NOT-Verknüpfung

Andy, Charles, Ians System

Siehe ACIS

A-Netz

Das A-Netz war das erste Funksystem für mobiles Telefonieren in Deutschland. Es wurde im Jahre 1958 unter dem Namen »öf- fentlich beweglicher Landfunkdienst« ein- geführt. Das Netz funkte analog und musste per Hand vermittelt werden. Mit der Einfüh- rung des B-Netzes 1972 begann schrittweise die Abschaltung, bis das A-Netz 1977 ganz deaktiviert wurde.

Siehe B-Netz; Mobilfunk; GSM

Animation

Eine Animation ist eine Sequenz von Einzel- bildern (Frames), die beim Betrachter die Illusion flüssiger Bewegung erzeugt. Ani- mationen (Computeranimation) werden im

Design-, Multimedia-, Film- und Fernsehbe- reich verwendet sowie zur Gestaltung von Websites und grafischen Benutzeroberflä- chen.

Siehe Frame; Tweening; Website; GUI; Multimedia

Animierte GIFs

Siehe GIFs, animierte

Anisotrope Texturfilterung

Siehe Texturfilterung, anisotrope

Anisotropische Beleuchtung

Siehe Beleuchtung, anisotropische

Anklicken

Mit Anklicken wird die Aktivierung eines Symbols oder eines anderen Elements der grafischen Benutzeroberfläche mittels einer der Maustasten bezeichnet. Mit einem Dop- pelklick der linken Maustaste auf ein Symbol auf dem Desktop von z.B. Windows wird das entsprechende Programm aufgerufen.

Siehe Windows; GUI; Desktop

Anklopfen

Ein ISDN-Leistungsmerkmal, das zudem im analogen Telefonnetz möglich ist. Auf einen zweiten Anrufer wird durch ein Tonsignal aufmerksam gemacht. Der Benutzer kann den ersten Anrufer in der Leitung halten und zum zweiten Anrufer umschalten (Ma- keln). Auch eine Konferenzschaltung ist möglich, sollte dies zum Leistungsumfang des eigenen ISDN-Anschlusses gehören.

Siehe Makeln; Analog; ISDN; ISDN-Leistungsmerkmale

Anmelden

Siehe Login

Anti-Aliasing

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Anonymer Remailer

Siehe Remailer, anonymer

Anonymous

Anonymous ist eine weltweit agierende Gruppe von Hackern/Crackern. Anfänglich trat sie vor allem durch ihren Protest gegen Scientology in Erscheinung. Seit Anfang 2011 macht Anonymous mit vielen spekta- kulären Servereinbrüchen, Protestaktionen und auch Datendiebstählen auf sich auf- merksam. Meist geht es gegen Staatsmacht, Zensur, Missbrauch und Ähnliches. Da die Anonymous-Gruppe keiner klassischen Or- ganisation und Hierarchie folgt, wird oft von einem Kollektiv gesprochen.

Siehe Hacker; Cracker

Anonymous FTP

In manche FTP-Server kann sich anonym, das heißt, ohne die Angabe eines Benutzer- namens und/oder eines Kennworts einloggt werden. Es gehört allerdings zum guten Ton (Netiquette) seine E-Mail-Adresse zu hinter- lassen. Als Kennwort genügt meistens »guest«. Auch wenn Sie keine E-Mail-Adres- se angeben, bleiben Sie nicht ganz anonym, da Ihre IP-Adresse aufgezeichnet wird.

Siehe IP-Adresse; Netiquette; E-Mail; FTP; Benutzerkonto

Anrufweiterschaltung

Die Anrufweiterschaltung ist ein ISDN-Leis- tungsmerkmal. Anrufe können an einen an- deren stationären Telefonanschluss oder ein Mobiltelefon weitergeleitet werden. Die Telefonnummer bleibt dieselbe, der Anruf wird lediglich weitergeleitet.

Siehe ISDN; ISDN-Leistungsmerkmale

Anschlagdrucker

Siehe Impact Printer

Anschlagfreier Drucker

Siehe Non-Impact Printer

ANSI

Abk.: American National Standards Institute

Das ANSI wurde 1918 gegründet und ist eine amerikanische Institution zur Normung von Industriestandards. Das ANSI ist mit dem deutschen DIN-Institut vergleichbar und ebenfalls Mitglied im internationalen Dachverband ISO. Aufgrund der Normen für Zeichensätze wird das ANSI überwiegend mit der Computertechnik in Verbindung ge- bracht.

Siehe ASCII; DIN; Steuerzeichen

ANSI-Code

Der ANSI-Code ist ein von der ANSI genorm- ter Standardcode, der es ermöglicht, Texte, Bilder, Animationen sowie Töne aus dem PC-Lautsprecher aus Folgen von ANSI-Kon- trollsequenzen zu erzeugen. Besonders in Mailboxen (BBS) beliebte Methode zur krea- tiven Gestaltung der Benutzeroberfläche.

Siehe ANSI; ASCII; Bulletin Board System

ANSI-Virus

Diese Dateien wurden früher in Mailboxen angeboten, stellen aber keine richtigen Viren dar. Lässt man sie mit dem Befehl TYPE anzeigen, erzeugen die darin enthaltenen Steuersequenzen auf dem Monitor und über die Lautsprecher verrückte Anzeigen und Töne. Es entsteht kein dauerhafter Schaden.

Siehe Steuerzeichen; ANSI; Trojanisches Pferd

Anti-Aliasing

Auf schrägen Linien und Kanten von Grafi- ken entsteht ein sogenannter »Treppenef- fekt« (Aliasing-Effekt), eine deutlich sicht- bare Abstufung zwischen den einzelnen Pixeln. Mithilfe des Anti-Aliasing-Verfah- rens wird dieser Effekt retuschiert, indem die

A

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Antivirenprogramm

benachbarten Pixel in einer dunkleren Farbe als die betroffene Linie bzw. Kante einge- färbt werden. Aktuelle Grafik-Chips sind in der Lage, automatisch Linien und Kanten mit Anti-Aliasing zu zeichnen. Bekannte Ver- fahren sind das Supersampling und das Edge-Anti-Aliasing.

Siehe Aliasing; Pixel; Supersampling; Edge-Anti-Aliasing

Antivirenprogramm

Syn.: Virenscanner

Ein Antivirenprogramm dient der Abwehr von Computerviren. Ein sogenannter Viren- scanner durchsucht alle Dateien des Sys- tems nach dem Code bereits bekannter Vi- ren, der in einer mitgelieferten und ständig aktualisierten Datenbank gespeichert ist. Weiterhin untersucht der Scanner die Datei- en auf ihre korrekte Prüfsumme. Findet der Virenscanner eine seiner Meinung nach ver- seuchte Datei, versucht er diese zu reparie- ren. Programme mit defekter Prüfsumme werden nicht gestartet. Heutige Antiviren- programme aktualisieren ihre Virendaten- banken automatisch über das Internet.

Siehe Internet; McAfee; Virenscanner; Datenbank; Computervirus; Prüfsumme

Antwortmodus

Siehe Auto Answer

Antwortverhalten, adaptives

Siehe Adaptive Answering

Anweisung, nicht ausführbare

Eine nicht ausführbare Anweisung ist eine Programmieranweisung, die sich aus ver- schiedenen Gründen nicht ausführen oder nicht in ausführbaren Code umwandeln lässt. Eine nichtausführbare Anweisung wäre beispielsweise, programmgesteuert auf ein nichtvorhandenes Laufwerk zuzugreifen.

Siehe Code

Anwendungsdomäne

Übers.: Application Domain

Anwendungsdomänen (Application Do- main) sind ein wichtiges Konzept der Com- mon Runtime Language (CLR) von ».NET«. Der Code wird in der Domäne ausgeführt, um die Beeinträchtigung anderer Codes zu verhindern. Dazu sind die Domänen durch eine Sicherheitsschicht voneinander ge- trennt. Und der in einer Domäne ausgeführ- te Code kann nicht ohne Umwege auf den Code einer anderen Domäne zugreifen.

Siehe .NET; CLR

Anwendungsvirtualisierung

Siehe Virtualisierung

Anwendungspaket

Einige Software-Hersteller bündeln ihre wichtigsten Applikationen in Paketen, die meist günstiger sind als die Einzelprogram- me. So bietet Microsoft z.B. das Office-Paket an, in dem je nach Edition Excel, Word, Access, Outlook, PowerPoint enthalten sind.

Siehe Office-Paket; Lotus SmartSuite; OpenOffice; LibreOffice; StarDivision

Anwendungsprogramm

Syn.: Applikation

Eine Applikation ist ein Anwendungspro- gramm. Applikationen können in Anwen- dungsgebiete unterteilt werden, z.B. in Of- fice-Lösungen (Word, Excel, Access usw.), Grafikapplikationen (Adobe Photoshop, Corel Draw, 3D Studio MAX) usw.

Siehe CorelDRAW; Microsoft Access; Microsoft Word; Microsoft Office

Anwendungsprogrammierschnitt-

stelle

Siehe API

Apache

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Anwendungsschicht

Übers.: Application Layer Die oberste, siebte Schicht des OSI-Schich- tenmodells. Hier befinden sich die Applika- tionen und Dienste, die der Anwender über das Netzwerk verwenden kann.

Siehe OSI-Schichtenmodell; Netzwerk; Anwendungsprogramm

Anwendungsschnittstelle, binäre

Eine binäre Anwendungsschnittstelle be- zeichnet einen Satz von Richtlinien, die fest- legen, auf welche Art und Weise Informa- tionen gespeichert werden und wie eine ausführbare Datei mit der Hardware kom- muniziert.

Anwendungsspezifischer Integrierter Schaltkreis

Siehe Application Specific Integrated Circuit

Anycast

Anycast bezeichnet in der Kommunikations- technik eine Datenübertragung von einem Sender an mehrere ausgewählte Empfänger. Der Empfänger, der über die kürzeste Route erreichbar ist, antwortet. Diese Art der Kom- munikation dient vor allem der Erhöhung der Systemverfügbarkeit. Fällt einer der Empfän- ger in dem Verbund aus, übernimmt automa- tisch der mit der nächstkürzeren Route. Any- cast kommt zum Beispiel bei DNS Root- Nameservern im Internet zum Einsatz. Any- cast ist sehr flexibel und gut skalierbar, da Server problemlos entfernt und hinzugefügt werden können.

Siehe Broadcast; Multicast; Unicast

AOL

Abk.: America Online

http://www.aol.de

AOL, früher America Online, ist ein us-ameri- kanischer Online-Dienst. In den 1990er Jah- ren bot AOL einen Online-Zugang per Modem/ISDN an sowie ein reichhaltiges Angebot von Kommunikations- und Infor-

mationsforen, Online-Zeitschriften, den AOL Messenger und eigene Homepages. Im September 1997 übernahm AOL den Kon- kurrenten CompuServe, im Jahr 1998 die Netscape Communication Corp. und stieg mit über 30 Millionen Kunden zum weltweit größten Online-Anbieter auf. In einer spek- takulären Aktion im Jahr 2000 fusionierte AOL mit dem Medienkonzern Time Warner. Doch dann verpasste AOL den Anschluss beim Wechsel auf DSL und TV-Kabel sowie die qualitativ besseren Internetinhalte. Im Jahr 2002 gliederte Time Warner AOL wieder aus und schrieb 99 Mrd. Dollar ab. Heute hat AOL kaum noch Bedeutung und gilt als Paradebeispiel der Dotcom-Blase der 1990er und 2000er-Jahre.

Siehe Online-Dienst; Internet; CompuServe; DFÜ-Netzwerk

AOL Instant Messenger

Abk.: AIM Der AIM ist ein Kommunikationsprogramm von AOL. Damit kann sich der Anwender über das Internet mit anderen Personen in einem sogenannten Chat unterhalten. Diese privaten Chats sind mit zwei oder mehr Teilnehmern möglich. Der AIM erlaubt das Chatten per Tastatur sowie Audio- und Videochats mit Mikrofon und Webcam. Zur Nutzung ist ein AOL-Konto notwendig, ein sogenannter AOL-Screenname. Dadurch können ihn seine Freunde online sehen und ansprechen. Der AIM war früher ein Chat in- nerhalb des AOL-Netzwerks und ist heute für das gesamte Internet verfügbar.

AP

Siehe Chatten; Instant Messenger; Internet; Smiley

Siehe Access Point

Apache

http://httpd.apache.org

Apache ist ein HTTP- bzw. Web-Server. Er verwaltet die Webseiten auf einem Server und veröffentlicht diese im Internet. Apache

A

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Apache Software Foundation

ist mit vielen Modulen erweiterbar und ver- arbeitet so Skript-Spachen wie PHP, Perl oder Java, kann mit Zertifikaten und Ver- schlüsselungen umgehen uvm. Apache ist eine freie und quelloffene Software und für viele Betriebssysteme verfügbar. Das Pro- jekt wird von der Apache Software Founda- tion gepflegt. Die erste Version erschien Mitte 1998, heute ist die Version 2.4.x aktu- ell. Apache ist der mit Abstand am meisten eingesetzte Webserver im Internet.

Siehe Webserver; HTTP; Internet; WWW; Webbrowser; Content Management System

Apache Software Foundation

http://www.apache.org

Die Apache Software Foundation ist eine gemeinnützige und ehrenamtlich arbeiten- de Organisation zur Entwicklung und För- derung einer Vielzahl von Softwareprojek- ten. Die ASF ist 1999 aus der Apache Group hervorgegangen. Das Hauptprojekt war und ist der Apache HTTP-Server, doch im Laufe der Jahre sind viele bedeutende Pro- jekte hinzugekommen, z.B. Cocoon, Tom- cat und seit Juni 2011 auch OpenOffice. Die ASF finanziert sich aus Spenden, oft von großen Unternehmen, welche die Software nutzen, z.B. Google, Yahoo, Microsoft, Face- book, AMD.

Siehe Apache; HTTP; OpenOffice; Cocoon; Open Source; Tomcat; XML

API

Abk.: Application Programming Interface

Übers.: Anwendungsprogrammierschnitt- stelle

API ist eine genormte Programmierschnitt- stelle, über die der Programmierer einfa- chen Zugriff auf Funktionen des Betriebs- systems bzw. der Benutzeroberfläche hat. Dadurch wird die Programmierung von Applikationen stark vereinfacht. Ein neueres

Beispiel wäre DirectX für Windows. Die API- Gruppe DirectX ist die Schnittstelle zu allen Multimedia-Anwendungen unter Windows.

Siehe Schnittstelle; 3D-API; Betriebssystem; DirectX

APM

Siehe Advanced Power Management

App

Abk.: Application

Übers.: Anwendungsprogramm

Der Begriff »App« ist die Abkürzung des eng- lischen Begriffs »Application«. Er steht für jede Art von Anwendungsprogramm auf be- liebigen Computern, Geräten oder anderen technischen Systemen. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones hat jedoch zu einer umgangssprachlichen Neuprägung des Begriffs geführt. Eine »App« stellt eine Anwendung für ein Smartphone oder einen Tablet-Computer dar. Diese können vorin- stalliert sein oder sich über einen Online- Shop (App Store) herunterladen lassen. Apps können sinnvolle Anwendungen sein, Spiele oder sinnfreie Gimmicks – oft als Gadget be- zeichnet.

Siehe Smartphone; iPhone; Android; iPad; Tablet-PC

APPC

Siehe Advanced Program-to-Program Communication

Apple

http://www.apple.de

Apple wurde 1976 von Stephen G. Wozniak und Steven P. Jobs gegründet. Die Firma stellte Mikrocomputer her und war mit dem Apple I+II, dem Macintosh und der Tabellen- kalkulation VisiCalc sehr erfolgreich. Nach internen Streitereien verließen Steve Jobs und Stephen Wozniak die Firma. Seit 1994 verwendet Apple in seinen Computern den

Apple iOS

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PowerPC-Chip, eine Joint-Venture-Entwick- lung von Apple, IBM und Motorola. Im Au- gust 1997 übernahm Jobs wieder einen Vor- standsposten und langsam hatte Apple wieder Erfolg z.B. mit dem iMac, dem Power- PC und den PowerBooks. Es folgten der Webdienst iTunes und der Audio-Player iPod. 2005 wechselte Apple von der Power- PC-Plattform auf die Intel-Architektur. Ent- sprechend wurden das eigene Betriebssys- tem Mac OS X und die gesamte Software an die neuen Intel-Prozessoren angepasst. Ak- tuell feiert Apple mit dem iPod, dem iPhone, dem iPad und iTunes große Erfolge. Im Ok- tober 2011 erlag Steve Jobs einem langjähri- gen Krebsleiden und Apple verlor seinen wichtigsten Kopf und Visionär. Seine Nach- folge als CEO übernahm Tim Cook.

Siehe iPod; iPhone; iPad; Macintosh; Jobs, Steve; Wozniak, Stephen

iPhone; iPad; Macintosh; Jobs, Steve; Wozniak, Stephen Bild A.12: Logo © Apple Inc. Apple Desktop Bus

Bild A.12:

Logo © Apple Inc.

Apple Desktop Bus

Abk.: ADB-Anschluss

Der Apple Desktop Bus ist eine genormte Schnittstelle an einem Macintosh oder einem PowerMac, an die Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder Grafiktabletts ange- schlossen werden können.

Siehe Bus; Tastatur; PowerMac; Apple; Digitalisiertablett; Maus; Macintosh

Apple Finder

Der Apple Finder ist Bestandteil des Apple- Betriebssystems. Er ist für die Verwaltung

des Desktops, von Dateien und Program- men verantwortlich.

Siehe Apple; MacOS Server X; System 8

Apple iCloud

Siehe iCloud

Apple iOS

A

Server X; System 8 Apple iCloud Siehe iCloud Apple iOS A Bild A.13: Die Oberfläche von

Bild A.13:

Die Oberfläche von iOS 5

Apple iOS ist das Betriebssystem für Apples mobile Geräte wie das iPhone, den iPod und das iPad. Es basiert grob auf Mac OS X, wurde aber an die Bedürfnisse der mobilen Nutzung und an die Bedienung per Touch- Oberfläche angepasst. Den Ursprung hat iOS auf dem iPhone, weshalb es bis Juni 2010 auch »iPhone OS« hieß. Seit der Versi- on 5.x ist das System erstmals »PC Free« – die Geräte können also ganz ohne stationären Computer aktiviert, aktualisiert und verwal- tet werden. Seit Herbst 2012 ist die Version »iOS 6« aktuell. Ein wichtiges Element von

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Apple iPad

Apple iOS sind die sogenannten Apps. Das sind Anwendungsprogramme, die zum Teil vorinstalliert sind und sich über den App Store beliebig nachinstallieren lassen.

Siehe Apple; iPod; iPhone; iPad; Mac OS X

Apple iPad

Siehe iPad

AppleShare

AppleShare ermöglicht es dem Anwender, einen (oder mehrere) Apple-Computer im Netzwerk als File-Server einzurichten. Die Computer, für die ein entsprechendes Be- nutzerkonto (Account) eingerichtet wurde, haben Zugriff auf Daten (File Sharing) und Programme des File-Servers.

Siehe File Sharing; Benutzerkonto; Netzwerk; Fileserver; Apple

Applet

Applet ist ein kleines, in Java geschriebenes Programm, das über das Internet übertra- gen wird und in einem Java-fähigen Browser ausgeführt wird. Applets werden über spe- zielle HTML-Tags in eine Webseite integriert.

Siehe Internet; Webbrowser; HTML; Java; Webseite

AppleTalk

AppleTalk ist ein von Apple entwickeltes Netzwerkprotokoll. Damit lassen sich Netz- werkressourcen wie Dateien und Drucker gemeinsam nutzen. AppleTalk funktioniert nach dem OSI-Schichtenmodell und bein- haltet die oberen fünf Schichten dieses Mo- dells. Hervorzuheben ist die schon sehr früh realisierte Plug & Play-Fähigkeit von Apple- Talk. Mit Mac OS X wurde AppleTalk zuguns- ten IP-basierter Netzwerkdienste aufgege- ben.

Siehe OSI-Schichtenmodell; LocalTalk; Netzwerkprotokoll; Apple; Plug & Play; Token-Ring

Apple TV

Apple TV ist eine Set-Top-Box von Apple. Die Inhalte bezieht Apple TV von einem Netz- werkcomputer per LAN oder WLAN, auf dem iTunes installiert ist. Eine iTunes-Bibliothek kann mit Apple TV synchronisiert werden, die Daten von weiteren fünf iTunes-Bibliotheken lassen sich über Apple TV streamen. Anders als der Name vermuten lässt, kann das Gerät weder Fernsehsignale empfangen noch an einen herkömmlichen PAL-Fernseher ange- schlossen werden. Die Signalausgabe erfolgt über HDMI auf HD ready-Geräten oder über einen Adapter auf Monitoren mit DVI-An- schluss. Neben den HD-Formaten 1080i und 720p kann Apple TV auch Videos mit 480i (NTSC) und 576i (PAL) wiedergeben.

Siehe 720p; 1080i; Apple; DVI; iTunes; HDMI; HD ready; MPEG-4; Streaming Client

Apple Unix

Abk.: A/UX

Apple Unix ist eine kommerzielle Version des Unix-Betriebssystems vom Computer- hersteller Apple. Es wurde im Jahr 1988 ein- geführt und sollte vor allem den eigenen Apple Macintosh-Computern eine Anbin- dung an die sehr populäre Unix-Welt bieten. Wegen der geringen Verbreitung wurde die Entwicklung 1995 eingestellt. Das aktuelle Mac OS X ist wieder ein Unix-Derivat, wird aber offiziell nicht so beworben.

Siehe Apple; Unix; Mac OS X

Application Domain

Siehe Anwendungsdomäne

Application Foundation Classes

Abk.: AFC

Übers.: Basisklassen für Anwendungen

Die von Microsoft entwickelten AFCs sind Java-Klassenbibliotheken, welche die Ent- wicklung und Bearbeitung von Text- und Schriftelementen vereinfachen. Die AFCs

Applikationsserver

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sind eine Erweiterung des Abstract Window Toolkits (AWT) von Sun und wesentlicher Bestandteil des Java Development Kits (JDK). Sie werden zur Entwicklung von Java- Applets und -Anwendungen verwendet. AFCs stellen verschiedene vordefinierte und veränderbare Entwicklungskomponenten zur Verfügung.

Siehe JDK; Java

Application Generator

Der Application Generator ist eine Gruppe von Programmen, die es dem Anwender ermöglichen, sich bei dem Entwurf einer Applikation auf die Funktionsbeschrei- bung zu beschränken. Der Programmgene- rator erzeugt aus dieser Funktionsbeschrei- bung selbstständig Quellcode. Der Einsatz von Programmgeneratoren vereinfacht die Softwareerstellung in großem Maße.

Siehe Anwendungsprogramm; Source-Code; Software

Application Layer

Siehe Anwendungsschicht

Application Programming Interface

Siehe API

Application Server

Der Application Server stellt den Compu- tern im Netzwerk seine Ressourcen und die auf ihm gespeicherten Applikationen zur Verfügung. Als Beispiele sind der Microsoft SQL-Server unter Windows NT und der IBM- Database-Server im IBM-Warp-Server unter OS/2 zu nennen.

Siehe Netzwerk; Anwendungsprogramm; Resources; SQL-Server

Application Service Provider

Abk.: ASP

Service

Provider. Das ist ein Unternehmen bzw. eine

ASP

bezeichnet

den

Application

Organisation, die ihre internen und exter- nen Geschäftsprozesse hauptsächlich über das Internet abwickelt. Ein ASP bietet seinen Kunden (elektronische) Dienstleistungen über das Internet an. Der Kunde greift auf die Dienstleistungen über das Internet zu, die Leistung wird zentral beim Anbieter durchgeführt und das Ergebnis wird dem Kunden über das Internet zur Verfügung ge- stellt. ASPs profitieren von der Rationalisie- rung bestehender Geschäftsprozesse, die durch den Einsatz von Internettechnologien möglich wird.

Siehe Client; Webseite; Internet

A

Application Specific Integrated Circuit

Abk.: ASIC

ASIC ist allgemein die Bezeichnung für einen Chip, der für eine ganz bestimmte Anwendung konzipiert ist.

Siehe Chip

Application System 400

Abk.: AS400

AS400 ist eine von IBM 1988 eingeführte Mi- nicomputer-Serie. Anders als Minicomputer anderer Firmen konnte sich die AS400-Serie im Laufe der 1990er Jahre als Serverplatt- form unter Client-Server-Systemen etablie- ren.

Siehe Client-Server-Prinzip; IBM

Applikation

Siehe Anwendungsprogramm

Applikationsschicht

Siehe Anwendungsschicht

Applikationsserver

Siehe Application Server

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Applixware

Applixware

Applixware war eine Office-Umgebung für Unix-basierte Systeme mit den Office-An- wendungen Applix Word, Applix Grafics, Applix Mail, Applix Builder uvm. 2007 wurde Applix von Cognos übernommen und alle Produkte wurden umbenannt. 2008 wurde Cognos von IBM übernommen und Teile der Software wurden als »IBM Cognos TM1« ver- marktet.

Siehe Unix; IBM; Betriebssystem; Microsoft Office

AppLocker

Eine Funktion von Windows 7, mit der Admi- nistratoren über Gruppenrichtlinien den Zu- griff auf Anwendungen im Netzwerk steu- ern können. AppLocker unterstützt Positiv- wie Negativlisten und ermöglicht es, die Ausführung unerwünschter Programme zu verhindern, ohne den PC komplett sperren zu müssen.

Siehe GPO; Windows 7

Approach

Approach ist eine relationale Datenbank der Firma Lotus. Sie ist Bestandteil von Lotus SmartSuite.

Siehe Lotus; Lotus SmartSuite; Datenbank, relationale

Approximation

Approximation bedeutet Annäherung an einen Wert. Eine Approximation (Näherungs- verfahren) bietet in der Programmierung oft eine hinreichende (vor allem schnellere) Lö- sung bei der Entwicklung eines Algorithmus, wenn ein exaktes Ergebnis nicht unbedingt notwendig ist.