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Studio für Hörbuchaufnahmen

Die richtige Ansprechposition Blaupause – Studio für Hörbuchproduktionen

Status quo – Entwicklungsstadium 7 Beispiel eines Aufnahmplatzes (Fotoserie)

Entwicklungsstadium 3

Beispiel eines Aufnahmeplatzes für professionelle Lesungen.

 Das Herz, ein Sprecher-Mikrofon von AKG, Neumann, Microtech Gefell oder
Brauner.

 Vor dem Mikrofon, ein Pop-Schutz.

 Beides montiert auf einem Mikrostativ.

 Ein zweites Mikrostativ für den Textübertrag

 Der Text montiert auf einer Notenklemme.

 Ein in der Neige verstellbarer Tisch.

 Ein Aussprache-Wörterbuch.

 Ein Nummer-Pad für die Kommandos an die Schnittzentrale.

 Ein elektronisches Wörterbuch mit Aussprache-Funktion: Englisch, Spanisch,


Französisch, Deutsch und der große Brockhaus in einem.

 Vorne, hinten, links und rechts schallabsorbierende Wände.


Status quo – Entwicklungsstadium 7

Einige Diskussionen in speziellen Foren nötigten mich, mein Akustikkonzept nochmals zu


überdenken. Ein Eigenbau kam wegen Platzmangel nicht in Frage – da blieben nur noch
teure Kaufabsorber. Acht davon montierte ich in U-Form hinter dem Mikrofon; vor dem Mikro
ist nach wie vor ein herkömmlicher Pyramidenschaum (auf einer angeschrägten Glasplatte)
montiert.

Im Vergleich zu normalen
Pyramidenschaum fällt als Erstes der
große Preisunterschied auf. Der höhere
Preis der Bassabsorber kommt von der
viel größeren Dichte dieser Bauteile
(langwellige Bass-Frequenzen). Schwierig
zu schlucken!

Zur Bewertung: Eine Verbesserung der


Raumakustik gibt es, doch nur für feine
Ohren; die Vorhänge tragen schon sehr
viel Last. Ist der Sprecherplatz nur zum
Einsprechen eines Textes gedacht
(Hauptaufnahme im Studio) so braucht
man keine teuren Bassabsorber – wird auf
Studio getrimmt, wird natürlich fleißig
weiter investiert.

Dann gäbe es noch die Möglichkeit einer


Eigenkonstruktion. Eine Holz-Umrahmung
(Bettgestell, Bettkasten) wird mit
Dämmstoff (Mineralwolle) angefüllt und mit
einem Tuch bespannt. Einige dieser ca. 15
centimeter dicken Bassabsorber würden
hinter dem Mikrofon positioniert; denn nur
dort machen sie Sinn: Ein Mikro, in
Nierenposition, zeichnet nur in Richtung
Sprecher auf. Im Frontbereich muss man
sich nur um Reflexionen kümmern
(schräge Glassplatte, …). Bauanleitungen
gibt es reichlich im Netz.
Die richtige Ansprechposition

Ein hochempfindliches Mikro ist ähnlich geartet wie die eine oder andere oberflächliche
pedantische Frau. „ES“ verzeiht nicht den geringsten Fehler! Daher sollte mit allen nur
denkbaren Kniffen gearbeitet werden, um diesen Vulkan, gar nicht erst zum Ausbruch zu
bringen.

Zunächst muss eine gute Entfernung


gefunden werden. 10 bis 25 Zentimeter.
Am besten nimmt man sich die Kopfhörer
seines Vertrauens und spricht sein
Mikrofon auf Entfernung und
Einsprechrichtung in die richtige Position.
Viele Sprecher arbeiten auch bei der
Aufnahme mit Kopfhörern. Ich benutze
diese jedoch nur, um die richtige Position
zu finden: beim Einsprechen eines Textes
oder beim Warmsprechen der Stimme. So
kann ich die Aussprache einfach besser
steuern. Jeder, wie er will und kann!

Die Einsprechrichtung sollte nicht direkt


ins Mikro … in die Membran verlaufen.
Dann treten nämlich vermehrt Popplaute
auf. Wenn man am Mikro (Membran)
vorbei spricht (oben, unten, rechts und
links) wird dadurch die Lautstärke nicht
geringer – extrem empfindliche Mikros –,
nur der Mundausstoß wird besser geleitet
und die heiklen Luftzüge besser
kompensiert. Unten habe ich ein paar
„YouTube“ Videos beigefügt, um auch die
Phantasielosen zu bedienen – ab und zu
bin ja auch ich sehr denkfaul.

Einsprechrichtung (oben, unten, rechts und links)

Mikrofontechniken Beispiel: Neumann U87 Beispiel: RODE NT1, E-MU 0404


Blaupause – Studio für Hörbuchproduktionen

Normal

Aufnahme