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INTEREST RATES AFTER THE CREDIT

CRUNCH

3. Dezember 2012

1 Bianchetti
4 Säulen, die man kennen muss:

1. die Underlyings (Libro/Eonia, . . . )

2. den Markt der entsprechenden Plain Vanilla Derivate

3. die Mechanik der Transaktionen (Collaterals, Funding, . . . )

4. Counterpart-Problematik (Credit- bzw. Default-Probleme)

Was hat sich verändert?

1. Divergenz zwischen Deposit Rates und OIS Rates

2. Divergenz zwischen FRA Rates und Raten, die aus aufeinanderfolgenden


Deposits resultieren würden

3. Explosion der Basis bei Swaps verschiedenen Tenors

4. Wechseln von unbesichertem Markt zu Instrumenten auf besichertem


Markt

5. Wechsel zu CSA-Discounting, neuer ISDA Standard

Man beobachtet Aufsplittung des Credit/Liquidity-Risks ansteigend mit


zunehmendem Tenor.

1
2 Notation
Spot Libor Rates und Zero Bonds Mit der Spot-Libor-Rate LX (Ti−1 , Ti )
wo X der Tenor ist kann man Preis eines Zero-bonds definieren:
1
PX (Ti−1 , Ti ) =
1 + LX (Ti−1 , Ti )τX (Ti−1 , Ti )

Risk free Bank Account, Zero Bond und Forward Rate Wir nehmen
die Existenz von risikofreien Instrumenten an:
Z t
Bd (t) = exp rd (u)du
0
Z T
Bd (t)
Dd (t, T ) = = exp rd (u)du
Bd (T ) t
QBd
Pd (t, T ) = Et [Dd (t, T )]
 
1 Pd (t, Ti−1 )
Fd (t, Ti−1 , Ti ) = −1
τd (Ti−1 , Ti ) Pd (t, Ti )

Forward Rates Behauptung: nicht mehr nötig!

3 Pricing FRAs
Gehen von Payoff in Ti aus, wenn die Periode am Libor LX (Ti−1 , Ti ) hängt.
Dann ist der Payoff gerade

FRAStd (Ti , K) = [LX (Ti−1 , Ti ) − K] τX (Ti−1 , Ti )


Dann ist der Preis zur Zeit t < Ti−1
T
Qd i
FRAStd (t, K) = Pd (t, Ti )Et [FRAStd (Ti , K)]
T
Qd i
= τX (Ti−1 , Ti )Pd (t, Ti )Et [LX (Ti−1 , Ti )] − K

und wir können eine verallgemeinerte FRA-Rate definieren als:


T
Qd i
F̃i,t := Et [LX (Ti−1 , Ti )]

In to fällt sie mit dem gefixten Libor zusammen. Sie ist ein Martingal
unter dem Ti -forward-measure.

2
Vorsicht Falle: FRAs nach Marktkonvention (Auszahlung am Beginn der
Periode) müssen korrekterweise andereds bewertet werden, insbesondere ist
die FRA-Rate hier:
F RA 1 nh i F RA
Cx (t,Ti−1 )
o
R̃M arket (t, T ) = 1 + τ (T
x i−1 , Ti )F̃ x,i (t) e − 1
τx (Ti−1 , Ti )

4 Smirnov on CSA Discounting


Annahme:

• Threshold bei 0

• Cash, zahlt OIS

• daily settlement

• Marktbewertung für Settlement

Um den Barwert zu bestimmen, muss die erwartete Dynamik der Ent-


wicklung des Collaterals entsprechen. Das führt dazu, dass man mit der
Collateral-Margin-Rate diskontiert, also mit OIS.
Bei Collaterals in anderen Währung ergibt sich
F X0
(1 + rCcy τ ) =(1 + rOIS τ )
F Xt
Hat man also die korrekten FW-FX-Rates, kann man die Diskontrate in
der Währung aus OIS-Discount und den FX-Rates bestimmen.
Da die FW-FX-Rates aber gerade aus Arbitrage-Betrachtungen bezüg-
lich Zinskurven gewonnen werden, soltle es analog möglich sein, gleich diese
Kurven zu verwenden.

Behauptungen Smirnov behauptet:

• die Wahl von OIS sit nicht fundamental, es ist nur praktisch

• jeder faire Return auf Cash-Overnight-Deposits wäre genausogut denk-


bar

• OIS wird nicht genommen, weil es die risk free rate wäre