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2/ 2008  |  3.

Jahrgang 

Stretching:
In Form
dehnen
XXL-Ferien:

Reise mit
Hindernissen

Um 144 Kilo leichter:

Vier
Powerfrauen
geben Gas
Zehn Schokobrunnen zu gewinnen !
Editorial

Wir sind mächtig stolz –


CaloryCoach expandiert weiter
Innerhalb von nur drei Jahren hat sich CaloryCoach zum Marktführer Ihre Erfolgsgeschichten sind unsere Motivation.
unter den Abnehminstituten entwickelt. Unter den 130 Franchise- Ihre Erfolge ­bestätigen uns, dass wir auf dem rich-
nehmern sind viele, die zunächst selber Kundinnen eines Abnehm­ tigen Weg sind. Wenn ich sehe, mit wie viel Liebe
instituts waren, bevor sie eines eröffnet haben. Das ist ein großer und Arbeit an den Rezeptwettbewerben, Ver­
Vertrauensbeweis und Ansporn zugleich. losungen und Dankesschreiben gearbeitet wird,
Ich erinnere mich noch genau an eine Kundin in meinem ersten macht das sehr glücklich und ich sage hiermit
Institut, die völlig verzweifelt war und mit dem Satz zu mir gekommen allen Teilnehmerinnen und Kundinnen
ist „Hilf mir, ich komme einfach nicht von meinen Kilos runter, ich esse „DANKE“.
relativ gesund, aber es tut sich nichts!“. Wenn ich sie heute wieder
treffe, kann ich nur von einer Typverwandlung mit WOW-Effekt spre-
chen. Dreißig Kilogramm leichter, schick gekleidet, neue Frisur und ein
strahlendes Selbstbewusstsein.
Und das ist nur ein Beispiel von den rund 17.000 trainierenden
Frauen bei CaloryCoach. Christine Gerstenberger, CaloryCoach-Gründerin
© Jolande Gerritsen | Dreamstime.com

18  Rezepte 30  Rätsel


Kalorienarme Gaumenfreuden Die Gewinnerin des Wellness-
18 Wochenendes steht fest
20  Franchising
Immer ein offenes Ohr 31  Gewinnspiel
22  Bewegung
CaloryCoach verlost zehn
Die Schulterpresse –
4 Schokobrunnen
Training für den V-Ausschnitt
4  XXL-Reisen 32  CaloryCoach
23  Bewegung
Sylvia Strassers Hürdenlauf international
Stretching hält die Muskulatur
Neues aus Österreich
7  Marktplatz 10 geschmeidig
Alles für die Schönheit 34  Service
24  Aus den Instituten
CaloryCoach-Institute
8  Gesundheit Aktionen und Impressionen
in Ihrer Nähe
Sieben Abnehm- 25  Leserbriefe
Irrtümer 36  Impressum
26  Aus den
10  Die Instituten
Powerfrauen Überraschung für
Der Sommer kann Bianca Schweizer
kommen
28  Make-up
16  Ernährung Allergie einfach 28
Die Kalorientauschbörse wegschminken
© Martin Manolito Maiwald

3
Reise

Sylvia Strassers Hürdenlauf bei der Planung von XXL-Reisen


© Vectorzilla | Dreamstime.com

Fluglinien und Wellnesshotels:

Pfundige Ausreden
Der Urlaub begann für Günther Kowartz mit einem Albtraum: in südlichen Ländern. Auch die Nordlichter pflegten einen lockeren
Der stark übergewichtige Mann tummelte sich in der Nähe des Pools Umgang mit pfundigen Personen. Aber Deutschland und Österreich
und ließ sich vorsichtig in einen Plastiksessel sinken. Noch bevor er sind für Sylvia Strasser mittlerweile zu weiten Teilen zu No-Go-Areas
entspannt durchatmen konnte, krachte der Stuhl. Die Gäste rundherum geworden.
lachten schallend. Daher ist Teneriffa meistens das Urlaubsziel von Sylvia Strasser und
Diese peinliche Situation wäre bei Sylvia Strasser nicht passiert. Die ihren Gästen. In der Regel leiden ihre Gäste schon vorab unter Flug-
Nürnbergerin organisiert seit zweieinhalb Jahren sogenannte XXL-Rei- angst. Die weichen Knie haben nichts mit den Höhenmetern zu tun,
sen und testet vorher jeden Stuhl und jedes Bett auf seine Stabilität. „Ich sondern werden durch schmächtige Sitze verursacht. So misst bei-
habe selbst ein paar Pfunde zu viel, daher weiß ich, wo die Probleme spielsweise ein Platz in der 737 Boing, Economy Class, gerade einmal
stecken und in welchen Situationen man Unsicherheit verspürt.“ 42,5 Zentimeter. Eine Breite, die nicht nur Unbequemlichkeit ab Klei-
Aus jahrzehntelangen eigenen leidvollen Erfahrungen entstand die dergröße 46 hervorruft. Innerhalb Europas sind Sitzbreiten zwischen 42
Idee, in erster Linie molligen Menschen einen Urlaub zu ermöglichen, und 48 Zentimeter Standard der Economy-Class. Wer’s bequemer
der auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Spaß im Urlaub haben will, muss auf jeden Fall das Portemonnaie zücken. Die Füße
ohne jegliche Ängste oder Schamgefühle, das ist das Ziel. ausstrecken ist den Geschäftsleuten vorbehalten, es sei denn man
Doch sogenannte King-Size-Travel-Touren zu organisieren ist kein befindet sich auf einem Langstreckenflug. Da werden pro Sitzfläche
Kinderspiel. Erste Vorbehalte spürt Sylvia Strasser schon, wenn sie schon mal 10 Zentimeter dazugerechnet.
Hotelmanager an der Strippe hat. „Ich habe in Deutschland hände­ Ebenso wichtig wie die Sitzbreite ist die Beinfreiheit, also der
ringend nach Wellness-Hotels gesucht.“ Und immer wieder hörte sie: Abstand zu dem vorderen Sitz. Hier schwankt das Angebot zwischen
Man wolle sich von „den Dicken“ doch nicht die Gäste vergraulen las- knapp 74 Zentimetern in der Economy-Class und den 226,06 Zenti-
sen. Im Ausland stoße sie auf wesentlich mehr Verständnis, vor allem metern der First-Class. Über vier Stunden mit eng angewinkelten Knien

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zu sitzen wird so zur Herausforderung und ist eine schlechte Einstim-
mung auf einen unbeschwerten Urlaub.

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In dem Internetportal airlinetest.com berichtet eine Kundin über
ihren Flug mit LTU: „Der Abstand der Sitze ist so eng, dass ich während
der ganzen Flugzeit das Klapp-Tablett nicht herunterklappen konnte und
somit keine Mahlzeiten einnehmen konnte.“ Die Dame bringt im
Übrigen gut durchschnittliche Maße mit: Sie ist 170 Zentimeter groß
und wiegt 86 Kilogramm. Das entspricht einem Body Mass Index von
knapp 30. Zwar liegt dieser Wert auf der Kippe zur Adipositas, dennoch
tanzt er keineswegs aus der Reihe. Denn in den letzten Jahrzehnten hat
die Zahl von übergewichtigen und adipösen Menschen in den west-
lichen Industrienationen stetig zugenommen. Ein Ende dieser Entwick- Kofferschleppen war einmal !
lung ist nicht in Sicht. Zwei Drittel der deutschen Männer leiden unter Im Rundum-sorglos-Paket der Agentur „Dicke Reisen“ ist der
Übergewicht, bei den Frauen sind es über 50 Prozent. Daneben ist zu Gepäcktransport inklusive.
beobachten, dass immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig
beziehungsweise adipös sind. Fakten, die in der Flugindustrie scheinbar
noch nicht angekommen sind. Besichtigungen ist gemächlich. „Ist einer außer Puste, wird gewartet.“
„Früher konnte man wenigstens noch den zweiten Platz als Kinder- Auf Wunsch macht Sylvia Strasser, die jede Reisegruppe persönlich lei-
sitz zu 60 Prozent des Preises dazubuchen“, sagt Sylvia Strasser. Selbst tet, mit ihren Gästen auch Wasser-Gymnastik oder Nordic-Walking. 300
Airlines, mit denen sie öfter zusammenarbeitet, zeigen mittlerweile Euro zusätzlich kostet die Betreuung für einen zweiwöchigen Urlaub,
immer weniger Kooperationsbereitschaft. „Die Vorbehalte werden plus eventuell einem zweiten Platz im Flieger. Der Markt besitzt in den
immer größer. Keiner will Übergewichtige.“ Augen von Sylvia Strasser pfundiges Potenzial. „Zu mir kommen Leute,
Ganz (selbst)bewusst hat Sylvia Strasser ihre Agentur „Dicke Rei- die noch nie so richtig verreist sind.“
sen“ genannt und bietet ein Rundum-sorglos-Paket für Einzelpersonen Die Nürnbergerin ist nach eigenen Angaben die einzige Anbieterin
oder Gruppen zum Beispiel auf den Kanaren, in Norwegen oder Frank- in Deutschland für XXL-Urlaube. Der Deutsche Reiseverband (DRV),
reich an. Ihre Gäste werden mit dem Taxi ins Hotel kutschiert und müs- Branchenverband deutscher Reisebüros und Reiseveranstalter, hat
sen sich nicht in einen Kleintransporter zwängen. Kofferschleppen ist unter seinen 5.000 Mitgliedern keinen Konkurrenten ausfindig gemacht:
auch passé. In den ersten drei Tagen gibt es eine Intensiv-Betreuung bis „Bislang ist uns noch nichts begegnet, was speziell diese Zielgruppe
hin zum gemeinsamen Pool-Bad. Schließlich wolle anfangs keiner ihrer ansprechen würde“, erklärt Sprecherin Sybille Zeuch.
Gäste ohne Verstärkung die T-Shirt-freie-Zone betreten. Bei Ausflügen Die Mitarbeiter bei TUI zählen fleißig Angebote für Gesundheitsbe-
mit dem Bus stehen jedem Passagier zwei Sitze zu, und das Tempo bei wusste auf, nennen sogar Hotels die Vollwert-Kost servieren oder Diät-

Wohin soll die Reise gehen ?


In südlichen Ländern sind
pfundige Feriengäste
besonders willkommen.
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