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Stahl

Teil I

im Altbau und Wohnungsbau

Bauforschung

T 1250

FraunhoferIRBVerlag

T 1250

Dieser Forschungsbericht wurde mit modernsten Hoch- leistungskopierern auf Einzelanfrage hergestellt.

Die in dieser Forschungsarbeit enthaltenen Darstellungen und Empfehlungen geben die fachlichen Auffassungen der Verfasser wieder. Diese werden hier unverändert wie- dergegeben, sie geben nicht unbedingt die Meinung des Zuwendungsgebers oder des Herausgebers wieder.

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www.baufachinformation.de

VERSUCHSANSTALT FÜR STAHL, HOLZ UND STEINE

(Amtliche Materialorüfungsanstalt) UNIVERSITAT KARLSRUHE (TH)

RROF.DR.-ING.FRIEDRICHMANG

7500 Karlsruhe 1 Postfach 6380 Kaiserstraße 12 Telefon (0721) 6082212 Telex 07826 521 uni karisruhe

Abschlussbericht Teil I

zum Forschungsprogramm

„Stahl im Altbau und Wohnungsbau"

Zeichen des Ministers für Landes- und Stadtentwicklung

des Landes NRW VB 1 - 72.02 - Nr. 92/77

Inhaltsverzeichnis

Seite

Vorbemerkungen

1

1. Einleitung

2

2. Stahlherstellung

3

3. Halbzeugherstellung

8

4. Fügeverfahren

9

5. Eigenschaften von Altstahl

10

6. Beurteilung von Tragkonstruktionen aus "Altstahl"

11

Literatur

14

Bilder

15 - 19

Anhang

20

DIN 1024 - 1029

Profiltabellen aus "Hütte" von 1887

Profiltabellen aus "Hütte" von 1893

Profiltabellen des Aachener Hütten-Actien-Vereins

von 1898 und 1904

Profiltabellen der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks-

21 - 31

32 - 35

36 - 52

53 - 80

81 - 88

und Hütten-AG, Werk Differdingen

Profiltabellen über Differdinger-Greyträger von 1914

DIN 1000, Ausgabe 1930

Baunormen-Erlaß vom 25. Feb. 1925 über die zulässige Beanspruchung von Bauteilen aus Fluß-

stahl, hochwertigem Baustahl sowie Gußeisen

und geschmiedetem Stahl in Hochbauten

Auszug aus "Stahl im Hochbau", Ausgabe 1936

Stahlguß

über die Berechnung und zulässige Spannungen sowie

über die Güte des Baustahls St 48

Gewölbte Deckenplatten zwischen I-Trägern

Knickzahlen für Flußstahl und gußeiserne Säulen

89 - 102

103 - 109

110 - 112

113 - 121

122 - 127

128 - 132

Vorbemerkungen:

Im vorliegenden Abschlußbericht Teil I werden die werkstofflichen Besonderheiten von Stählen in älteren Bauwerken behandelt.

Im späteren Abschlußbericht Teil II sind statisch konstruktive Fra- gen behandelt.

Im Laufe der Bearbeitung des Forschungsvorhabens wurden die nachfolgend zusammengestellten Zwischenberichte erstellt.

Der Inhalt dieser Zwischenberichte ist nicht vollständig in die Abschluß- berichte Teil I und Teil II aufgenommen, so daß bei speziellen Frage- stellungen auf die genannten Zwischenberichte zurückgegriffen werden kann.

1. Zwischenbericht vom 21.07.1977

2. Zwischenbericht vom 10.07.1978

3. Zwischenbericht vom 03.05.1979

4. Zwischenbericht vom 05.07.1979

5. Zwischenbericht vom 28.08.1979

Aus den Erfahrungen des Institutes bei der Betreuung von Altbauten hat sich als zweckmäßig herausgestellt, häufig anzuwendende Dokumente, wie ältere Profiltafeln, Erlasse und Normen sowie Werkstoffkenndaten, verfüg- bar zu haben. Aus diesem Grunde wurden im Anhang entsprechende Kopien dieser Unterlagen beigefügt.

1. EiulQituri9

Im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet man den Begriff "Altstahl" für Werkstoffe von Stahlbauteilen, die im Zusammenhang mit Umbauten oder Sanierungsarbeiten einer weiteren, oft geänderten Nutzung zugeführt werden sollen und deren Eigenschaften durch die vorhandenen Bauunter- lagen nicht in ausreichendem Umfang belegt werden können. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde "Altstahl" im Zuge des Wiederaufbaues im Rahmen eines bauaufsichtlichen Ein- führungserlasses als "Stahl, der aus zerstörten Bau- teilen und Bauwerken geborgen wurde" definiert. Dieser Stahl durfte unter gewissen einschränkenden Bedingungen wieder verwendet werden. Diese Einschränkungen waren offensichtlich notwendig, weil nicht auszuschließen war, daß diese Stähle bei der Zerstörung der Bauwerke, der Bergung und eventuell Nachbehandlung (Richten) Schädigungen erfuhren.

Bei der Beurteilung bestehender Stahlbauwerke werden oft Fragen nach den Eigenschaften und den Be- und Verarbei- tungsmöglichkeiten der verwendeten Stähle gestellt. Der- artige Fragestellungen ergeben sich nicht nur bei In- standsetzungsarbeiten oder Umbauarbeiten, sondern auch bei der Beurteilung von Bauwerken, die aus historischer Sicht erhaltenswert erscheinen und oft partiell verstärkt oder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden müssen.

Da die mechanisch-technologischen Eigenschaften, die an Halbzeugen auftretenden Imperfektionen sowie die möglichen Versagensformen metallischer Werkstoffe auch durch ihre

technische Erzeugung bestimmt sind, kann eine zutreffende Beurteilung von älteren Stahlbauteilen nur durch Fach- leute erfolgen, die neben den notwendigen Qualifikationen bezüglich der Beurteilung des Tragmechanismus (Festig- keitsberechnungen) auch über allgemeine Kenntnisse der Werkstoff- und Halbzeugherstellung des jeweiligen Zeit- raumes besitzen. Im folgenden werden einige für die Beurteilung von "Altstahl" wesentlichen Faktoren be- schrieben.

2. Stahlherstellung

Die Verwendung von Stahl für Tragwerkkonstruktionen. im Bauwesen erfolgte ca. ab dem Jahre 1800. Insbesondere die Entwicklung des Eisenbahnwesens förderte die An- wendung von Stahl für Bauzwecke. Die großtechnische Er- zeugung der Stähle läßt sich für den hier zu behandelnden Zeitraum in die Roheisengewinnung und die sich daran anschließende Stahlherstellung durch spezielle Verfahren einteilen. Die Roheisenherstellung geschieht bis heute fast ausschließlich durch den "Hochofenprozeß", der stets zu dem Vorprodukt Roheisen führt, das in Abhängig- keit von den eingesetzten Erzen bis heute verschiedene Zusammensetzungen besitzen kann und wegen seiner Sprödig- keit nicht als Konstruktionswerkstoff geeignet ist. Für die späteren Eigenschaften der Stähle sind die. Vorgänge im Rahmen der Stahl- und Halbzeugherstellung maßgebend. Die für das Bauwesen bedeutsamen Verfahren werden i m. folgenden kurz beschrieben. Verfolgt man die Stahlher- stellungsverfahren von ca. 1800 bis in unsere Zeit, er- kennt man an den jeweils dominierenden Verfahren das Be- mühen, Stahlschmelzen in immer größeren Einheiten bei gleichzeitiger Steigerung der Treffsicherheit in der chemischen Zusammensetzung und Reinheit bezüglich nicht-

metallischer Einschlüsse herzustellen.

4

in Spalte 1 der Tabelle 1 sind die Stahlherstellungs- verfahren, die in den verschiedenen Zeiträumen ange- wendet wurden, angegeben.

2.1 Puddelverfahren (Pudelstahl, Schweißeisen)

Bis ca. 1900 erfolgte die Stahlherstellung in der Regel mittels des Puddelverfahrens (Chargengewicht ca. 0,3 Tonnen, heute nicht mehr üblich). Diese Stähle werden als Puddelstahl bzw. als Schweiß- eisen bezeichnet. Sie unterscheiden sich von den Stählen aller anderen Stahlherstellungsverfahren, die hauptsächlich nach ca. 1900 angewendet wurden, durch sehr starke Verunreinigungen mit nicht- metallischen Einschlüssen. Diese Einschlüsse sind durch die Bearbeitungsmethoden im Rahmen der Halb- zeugherstellung, wie Schmieden ;und Walzen, vor- wiegend in "Längsrichtung" der Stähle ausgerichtet und verursachen eine ausgeprägte Anisotropie bzw. "Faserverlauf". Diese Anisotropie bezieht sich auf alle mechanisch-technologischen Eigenschaften sowohl bezüglich der Festigkeit, als auch der Ver- formbarkeit. Diese Stähle besitzen für Beanspruchungen senkrecht zur Erzeugnisrichtung ungenügende Eigen- schaften. Das ist durch das Herstellungsverfahren selbst begründet, das mittels handwerklicher Methoden arbeitet. Durch Umrühren (Puddeln) des Roheisens in einem Flammofen mit oxidierender Atmosphäre ver- wandelte sich das hochkohlenstoffhaltige Roheisen langsam in niederkohlenstoffhaltigen Stahl. Durch den Rückgang des Kohlenstoffgehaltes stieg der Schmelzpunkt entsprechend dem Zweistoffsystem Eisen- Kohlenstoff an, so daß sich das zunächst dünnflüssige Metallbad langsam in einen dickflüssigen Teig ver- wandelte, der sehr stark mit Schlackenteilen durch- setzt war. Bei dieser Prozedur entstand also Stahl

5

nicht in flüssiger Form, sondern in kleinen Eisen- körpern, den Luppen. Unmittelbar nach dem Heraus- ziehen dieser einzelnen Luppen aus dem Puddelofen erfolgte unter einem Luppenhammer das Zusammen- schmieden dieser in Schlackenreste eingebetteten Stahlteilchen zu größeren Einheiten. Bei diesem Zusammenschmieden wurde der größte Teil der an den Luppen anhaftenden Schlacken herausgepreßt.

2.2 Bessemer Stahl (Blasstahl, Flußstahl)

Die Erzeugung von flüssigem Stahl in größeren Ein- heiten war zum erstenmal mittels des Bessemer- Verfahrens möglich, das in einem Patent vom März 1860 beschrieben ist. (Chargengewicht größer ca. 3 Tonnen, heute nicht mehr üblich). Bei diesem Verfahren wird spezielles phosphorarmes Roheisen in flüssiger Form direkt zu flüssigem Stahl weiterverarbeitet. Das geschieht durch die direkte Reaktion von Luft mit dem Schmelzbad. Es wird Luft mit leichtem Ober- druck durch das Stahlbad geblasen. Die mit dem Sauerstoff der Luft eintretende Reaktion (Verbrennung) der Rohstahlbegleiter (C, Si, Mn, P, S) führt zu einer Erwärmung der Schmelze über den Schmelzpunkt kohlenstoffarmer Schmelzen und der Beseitigung dieser Begleitelemente. Dieser Blasvorgang ist in ca. 18 Minuten beendet. Da bei diesem Vorgang Luft mit ca. 80 % Volumenanteil Stickstoff durch das Stahl- bad geleitet wird, kann sich die Schmelze mit Stick- stoff sättigen, so daß diese Stähle stets relativ hohe Stickstoffgehalte besitzen.

6

2.3 Siemens-Martin-Stahl (Herdstahl, Flußstahi)

Ab 1864 gelang ac_ mittels Siemens- Martin -Ofen , aus

Stahlschrott durch Umschmelzen ebenfalls Stahl in flüssiger Form herzustellen (Chargengewicht größer ca. 10 Tonnen). Da bei diesem Verfahren die Schmelz- zeiten ca. 6 bis 8 Stunden betragen, so daß der Stahl relativ lange Zeit im flüssigen Zustand ver- weilt, sind durch mehrfache Probeentnahmen und Nachlegieren sehr zielsichere Analysen möglich. Außerdem können infolge der langen Schmelzzeit die in der Stahlschmelze vorhandenen nichtmetallischen Verunreinigungen bzw. Schwebeteilchen an die Ober- fläche aufsteigen. Es entstehen im Vergleich zu den Puddelstählen bzw. Blasstählen sehr reine Stähle mit einem geringen Gehalt an nichtmetalli- schen Einschlüssen und daher geringer Anisotropie. Da das Schmelzbad durch eine Schlackenschicht ge- schützt ist, ist die Stickstoffaufnahme aus der Luft geringer als bei den mit Luft arbeitenden Blasverfahren. Die Erwärmung erfolgt mittels einer Regenerativfeuerung mit fossilen Brennstoffen. Es gelangen Verbrennungsprodukte in den Ofenraum. Die in diesen Verbrennungsprodukten enthaltenen Schwefel- oxide führen zu einem leicht, erhöhten Schwefelgehalt gegenüber den Blasstählen.

2.4 Thomas-Stahl (Blasstahl, Flußstahl)

Mit dem ab ca. 1880 angewendeten Thomas-Verfahren, das sich vom Bessemer-Verfahren durch eine spezielle (basische) Ausmauerung unterscheidet, konnten auch phosphorreiche Roheisensorten verarbeitet werden. Die mit diesem Verfahren hergestellten Stähle be- sitzen alle Vor- und Nachteile der Bessemer-Stähle (Chargengewicht größer ca. 3 Tonnen - heute nicht mehr üblich).

2.5 Elektrostahl (Herdstahl, Flußstahl)

Durch die Anwendung der Elektrizität gelang es ab ca. 1925 Stahl durch Aufschmelzen von Schrott

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bis ca. 150 Tonnen). Die EnergieForm des elek- trischen Stromes als Wärmequelle bietet bei der Stahlherstellung zwei wichtige Vorteile. Es können durch eine genau dosierbare Energiezufuhr die für die metallurgischen Prozesse gewünschten Tempera- turen exakt eingestellt werden. Es sind keine un- erwünschten Reaktionen des Schmelzbades mit Ver- brennungsprodukten möglich. Die so hergestellten Stähle besitzen infolge der ähnlich langen Schmelz- zeiten, wie beim Siemens-Martin-Verfahren, hohe Reinheitsgrade bezüglich nichtmetallischer Ein- schlüsse. Darüberhinaus ist auch ihr Reinheits- grad bezüglich unerwünschter Stahlbegleiter, in- folge der günstigen Ofenatmosphäre im Vergleich zu allen anderen Stählen sehr hoch.

2 .6 Sauerstoffblasstahl (Blasstahl, Flußstahi)

Ab ca. 1960 verdrängte das Sauerstoffaufblasver- fahren (Linz-Donauwitz, LD-Verfahren) zunehmend die anderen Herstellverfahren bei der Herstellung der Massenbaustähle. Bei diesem Verfahren wird reiner Sauerstoff auf das flüssige Roheisen auf- geblasen. Dadurch können die im Roheisen enthaltenen Begleiter ohne die Anwesenheit von Stickstoff direkt mit Sauerstoff reagieren und verbrennen in gleicher Weise wie beim Bessemer-und Thomasverfahren. Der Verbrennungsvorgang verläuft allerdings intensiver (Blaszeit ca. 12 Minuten), so daß mit Schrott ge- kühlt werden muß. Der Vorteil dieses Verfahrens

8

-8

liegt in der großen Wirtschaftlichkeit (Chargen- gewichte von ca. 15 bis 400 Tonnen, Schrottzu- sätze sind kostengünstig) und der geringen Stick-

StoffauTnallfiie yeyenüber dem änderen B i aSVer fahr en ,

3. Halbzeu2herstellung

Parallel zu der Entwicklung der Stahlherstellungsver- fahren veränderte sich auch die Technologie der Halb- zeugherstellung. Auch durch diesen Vorgang werden die endgültigen Eigenschaften der Stähle wesentlich be- einflußt.

3.1 Vergießungsarten

Als Vergießungsarten bezeichnet man die Art der ersten sich an die Stahlherstellung anschließenden Erstarrung. In Abhängigkeit von der geometrischen Form, in die dieser erste Guß erfolgt und den metallurgischen Vorgängen unterscheidet man die technischen Vergießungsarten

- Stahlformguß

(Gußstücke)

- Blockguß

(Gußblöcke)

- Strangguß

(endlose Gußstränge)

und metallurgische Vergießungsarten

- unberuhigte Stähle (ausgeprägte Seigerungszonen)

- halbberuhigte Stähle (geringfügige Seigerungszonen)

- besonders beruhigte Stähle (keine Seigerungszonen, besondere Eigenschaften bezüglich Zähigkeit)

Obwohl die erste Patentanmeldung zum Stranggießen bereits 1857 von Henry Bessemer vorlag, erfolgte erst ab ca. 1965 die Stranggußerzeugung in nennenswertem Umfang.

-9

Alle genannten metallurgischen Vergießungsarten werden im Rahmen der Flußstahlherstellung ange- wendet. Das Phänomen der Seigerungszonen tritt

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bei Stählen mit geringem CGehalt auf

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stehen bei der Erstarrung Zonen mit erhöhtem Schwefel (S) - Phosphor (P) - Gehalt, die sich in der Mitte der Gußquerschnitte befinden. Weder durch Glühen noch durch Umformen sind diese Zonen zu beseitigen. Stähle mit Seigerungszonen besitzen wegen des geringen P- und S-Gehaltes in den Quer- schnittsrandzonen dort gute Verformungseigen- schaften und eignen sich gut für spezielle Oberflächenbe- handlungsverfahren (z.B. Emaillieren).

3.2 Herstellung von Walzprofilen

Die erste Herstellung der verschiedenen Halbzeuge ist in Spalte 2 der Tabelle 1 angegeben. Diese Spalte enthält auch die jeweils gültigen Güte- normen und die verfügbaren Stahlsorten. Die im Bauwesen wichtige Halbzeugform der Doppel-T-Träger konnte ab 1857 in Deutschland hergestellt werden. Bereits um ca. 1880 waren Doppel-T-Träger bis ca. 500 mm Steghöhe und 185 mm Flanschbreite im Gebrauch. Bei diesen für die damalige Zeit großen Profilabmessungen (über ca. 250 mm Steghöhe) wurden allerdings gelegentlich in Längsrichtung verlaufende, die Schubübertragung gefährdende Trennungen im Ober- gangsbereich Steg-Flansch beobachtet.

4. Fügeverfahren

In Spalte 3 der Tabelle 1 sind die im Bauwesen üblichen Fügeverfahren für die verschiedenen Zeiträume angegeben. Den stärksten Einfluß auf die Entwicklung der Stähle des Bauwesens übte die Einführung der Schmelzschweißtechnik aus. Die ersten Anwendungen dieser Fertigungstechnologie beim Bau größerer Bauwerke (Brücken) und Schiffen führte

zu erheblichen Schäden (um ca. 1940). - 10 -

- 10 -

Durch die Anpassung der Stahleigenschaften an die

Erfordernisse des Schweißens und die Erkenntnisse

auf dem Gebiet der schweißgerechten Gestaltung sowie

der Weiterentwicklung der Schweißverfahren konnten

de ra rtige

besondere nach ca. 1955 setzte eine stürmische schweiß-

technische Entwicklung ein. Dieses Fügeverfahren domi-

niert im allgemeinen Stahlhochbau bis heut eindeutig.

Trotz der inzwischen optimierten Schweißverfahren un d.

der vorliegenden umfangreichen Erfahrungen bei der

Festlegung günstiger Schweißfolgen und Konstruktions-

formen muß für alle Stähle vor ca. 1900 eine unge-

nügende Schweißeignung, ganz besonders für Puddelstähle,

angenommen werden. Für Flußstähle von ca. 1900 bis

ca. 1955 wurde gelegentlich nach eingehenden Unter-

suchungen ausreichende Schweißeignung für bestimmte

Anwendungsfälle gefunden. In vielen Fällen scheitert

Schäden

Schädens

J

chließlich vermieden werden. ins-

1

die Feststellung ausreichender Schweißeignung an der

begrenzten Möglichkeit, genügend viele bzw. große Proben

aus den zu beurteilenden Bauwerken zu entnehmen,

Schweißarbeiten an derartigen Bauwerken bzw. Stählen

bergen stets große Risiken, die nur durch eingehende

Untersuchungen ausgeschlossen werden können. Auch

untergeordnete Schweißarbeiten, wie Heftstellen,später

wieder zu entfernende Hiifsschweißungen zur Einleitung

von Kräften im Zuge von Umbau-, Sanierungs- oder Ab-

brucharbeiten, können diese Stähle unzulässig beeinflussen

(Verspröden).

Eigenschaften von "Altstahl"

Die Auswertung eigener, als auch aus der Literatur ent-

nommener Versuchsergebnisse ergab keine eindeutige Zu-

ordnung bestimmter Merkmale zum Erschmelzungsjahr oder

der Herstellungsmethode. Eine Unterscheidung der Puddel-

stähle von den Flußstählen ist allerdings stets möglich

(Faserverlauf, Phosphorgehalt). Puddelstähle versagen im einachsigen, statischen Zugversuch mit zügiger Belastung bei Probenlagen in Walzrichtung ohne ausgeprägte Einschnürdehnung. Dieses Verhalten ist in Bild 1 wiedergegeben. Die Streubreite der chemischen Zusammen- setzung sowie der mechanisch technologischen Eigenschaften sowohl der Puddel- als auch der Flußstähle ist groß. In den Bildern 2 bis 4 sind Häufigkeitsverteilungen für die Zugfestigkeit, die Streckgrenze und die Bruchdehhung aufgetragen. Diese Daten wurden an Probe- körpern aus der Zeit von ca. 1856 bis 1936 gewonnen. Die Vergießungs- art fast aller untersuchten Stähle vor 1936 ist "unberuhigt" bzw. "halbberuhigt". In Bild 5 ist für ein Bauwerk, das 1936 errichtet wurde, das Zähigkeitsverhalten der verwendeten Stähle dargestellt. Die in diesem Bild enthaltenen Angaben sind typisch für Flußstähle vor ca. 1955.

6. BeurteilunS von Tragkonstruktionen aus "Altstahl"

Durch viele Jahre der Bewährung eines Stahlbauwerkes kann der Nachweis ausreichender Nutzungs- und Trag- sicherheiten oft als erbracht angesehen werden. Das gilt natürlich nur dann, wenn sichergestellt ist, daß keine unzulässigen Veränderungen durch Korossionseinwirkungen am Bauwerk aufgetreten sind und Ermüdungseffekte im Sinne der Dauer- bzw. Betriebsfestigkeit ausgeschlossen werden können. Bei Nutzungsänderungen oder Instand- setzungsarbeiten müssen unter Einbeziehung der Gesichts- punkte der Bewährung die Tragmechanismen der Gesamt- bauwerke, der Bauglieder und der Verbindungselemente neu überdacht werden. Dabei gilt es, die vorliegenden bzw. die zu erwartenden Eigenschaften des verwendeten "Altstahles" möglichst zutreffend anzunehmen. Als Ent- scheidungshilfen können folgende Feststellungen und Gesichtspunkte angegeben werden:

1. Stähle vor ca. 1900 sind i.d.R. als Puddelstahl anzunehmen, es sei denn, durch eine spezielle Untersuchung an den aus dem Bauwerk entnommenen Proben kann der gegenteilige Nachweis geführt werden.

- 12 -

2. Für alle Stähle vor ca. 1936 sind, sofern keine

anders lautenden bautechnischen Unterlagen oder

Versuchsergebnisse vorliegen, eine Mindestzugfestig-

keit von 300 N/mm2 und eine Minrieststreckgrenze von

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190 N/mm2 anzunehmen.

3. Werden Eigenschaften an aus Bauwerken entnommenen

Proben festgestellt, sind die Ergebnisse nur auf den

jeweiligen Bauabschnitt und die jeweils geprüfte

Profilabmessung übertragbar.

4. Puddelstähle besitzen für keines der heute üblichen

Schmelzschweißverfahren ausreichende Schweißeignung.

5. Die Eignung zum Schmelzschweißen kann auch nicht

für Flußstähle allgemein vorausgesetzt werden.

Schweißeignung kann nur durch Untersuchungen an

Proben festgestellt werden. An der meist begrenzten

Möglichkeit, genügend Probematerial zu entnehmen,

scheitert oft diese Überprüfung, die stets eine

Probeschweißung enthalten muß.

6. Jede thermische Einwirkung auf Puddel- und auf

Flußstähle, wie z.B. Hilfsschweißnähte oder

Zündstellen, aber auch örtliche Erhitzungen durch

Brände, beeinflussen die Eigenschaften (Versprödung)

stärker, als das bei den heutigen Stählen zu erwarten

ist.

7. Die temperaturabhängige Versprödung bei niedrigen

Temperaturen, insbesondere der Flußstähle vor ca.

1955, ist ausgeprägter als bei den zur Zeit üblichen

vergleichbaren Stählen.

13

-

13 -

B. Bei der Beurteilung von Stählen aus dem Zeitraum nach 193E wird auf die klassischen Sprödbruchschäden in Verbindung mit der Schweißtechnik verwiesen, wie

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aufgetreten sind.

Literatur

-

14 -

* Gemeinschaftliche Darstellung des Eisenhüttenwesens 11. und 14. Auflage Verein deutscher Eisenhüttenieute Verlag Stahleisen m.b.H.

* Geschichte des Eisens, Düsseldorf, 1921/1937 Dr. Otto Johannsen Verlag Stahleisen m.b.H./Düsseldorf

* Schweizerische Zeitschrift für Bau- und Verkehrswesen (Neuer Titel Schweizerische Bauzeitung) Bd. 16/17, 1882

* Der Riß in der Brücke Dr.-Ing. R. Kühnel "VDI-Nachrichten" 8.1.1955

* Augenblicklicher Stand des Schweißens von Stahlbauwerken in Deutschland "Die Bautechnik" (1939) H. 12/15

Kommerel1

* Die neuen Lieferbedingungen für St 52 als Folge neuer Versuche und Erfahrungen Die Bautechnik (1938) Heft 7/8 Kommerei i

* Der Aufschweißbiegeversuch und seine Eignung zur Prüfung von Baustählen "Stahl und Eisen" (1939) Heft 46 E. Houdremont

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-40

DVM — Proben, Prüfquerschnitt 10 X

11111011.11111

11111111w11:u o i —J

F,

^

li^ i^s

ro w^^^^^^ ^ .

^

^

+20

+40

+60

+80

+100

- 20

0

+120

+140

Prüftemperatur °C

35mm3

Blech

gealtert

+160

+180

Kerbschlagarbeit - Temperatur - Kurven

TAB.

Skd\hersteUunns-

\erüzh,eh in

Deutschland

F\uOstuh|

Häufig im Bauwesen verwendete Sioh(sorleo

(4<lgemeine Baustähle )

. 1800 - 1820 - W. ' erste Schienenwatzung

I

1831 —ow- erste Watzung von Winkelprofilen

184S—^.' erste geschweißte Stahlrohre 1849—=erstes I-Profit Frankreich

1857 -«=- erstes l-Profit Deutschland

1886 erstes nohthoses 3hmhlrohr MMW

^ """|

1

^ r^^}

DIN 1612

"Siliziumstahl" St 48 (52) keine chem. Zusammensetzungen nach Richtlinien des Reichs- nur Festigkeits- und

bahn-Zemtro\om^s "Stahl Hochbau" a Auftg Si105

St 00 St 34

!st97| St 42

|

St44

Verfurmungshennwerhe

Häufig im Bauwesen angewendete unlösbare

Fügeverfuhren

Thermisches

Schweißen

5chm*io-

schweiDen

^

ci

Die "klassischen" Sprödbruchschtiden der Schweißtechnik an St 52

Okt."

"

1957 0N

17/0O (4. St33,034,[St- 13-11St42,

1195O|

St50, trs-t-5721 St60, 3t70

11966 DIN 17 100

St 33, St 34, 151-3-111St42, St 46, St50 [Si 5211 St60, St 70

~ ^--- ` 7 1001 . -Sf33

mn

;IT j-Il St44

5t50

rSf-5-21 St60St70_

uus: - ° Gemeinhzsdiche Darstellung des Eisen hÜ#enweoeos^ 14 Auflage,Verlag Siohkeisen.Düsse(dorf -,Geschkhfe des Eisens" Verlag 5hoh|eisen ' Düsseldorf 1953

Mindeststreckgrenze zum ,FÜopn^<Nieten^SchweiUen)

geeigneter Werkstoffe (Maximalwerte)

^

C)

^

r/

^

^^

*

\

w ^

.^`

'

(.0 u,

,S

Jahres-

zahl

-

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) n^o]

_

I 200

Regellängen = 3 bis einschließlich 12 m

Besondere Hinweise '. Zu a r , siehe 1<opfbemerkung S. 39. fragfühigkcit von Zugstäben aus 1, 2 und 4 L , s. S. 277, fragfillligkeit von Knlckstiiben aus t - L , s. S. 400. Fragfiihigkeit von Knickstäben aus "' r" . S. 410, '! 'ragfahigkeit von Knickstiiben aus --, ir-, s. S. 422. Statische Profitwerte fur den 1I ' - bzw. '7 r--Querschnitt,s. S. 224 bzw. 5.230. Statische Profilwerte far den J:. -Querschnitt s. S. 234. Statische Profilwerte für den ''^j -Querschnitt, s. S. 257.

Statische Profilwerte fi r den L_Querschnitt,j- Querschnitt, s, S. 268.

- W1--j+

Fur 6 > 100 mnt zwei Nietreihen, dann aber mit versetzten `Nieten.

1'ilr did, Blegeactlse

x - x

Y -t- Y

r1-71

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Jx

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46.:

66,6 4,80

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78,0

90,0 5,42

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69,1

81,7

56,0

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107 93,0

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103

117

130

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98,1

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122

146

168

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3,12

3,12

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13,9 2,81 17,6 2,79 21,1 2.77 17,0 3,15 21,5 3,13 ^25;9 3,11

31,9 4,17

30,4 4,14

395 46 ,6 4,12

276
337

cm' crn

9,98 2,23

2,21

2,19

2,19

2,17

2,15

12,6

18,5

16,0

12,7

15,3

1T; 1

14,4

17,0

-2,08

2,06

2,04

cin

3,17

3,49

3,47

3,44

4,37

4,31

cln'

27,1

34,1

40,9',. 1,55

30,1

37,8,

1,51t

1,56

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110

130

118
148

176^

--7f615-

545
631

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834

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117

145 3,21

171

145

181

214

303

369 4,34

432

3,24

2,34

2,34

3,90

3,90

3,88

3,98

0,47

0,47 5,83

0.47 7,07

0,48 4;i39 15,88 75 10ti•• 7

0,70

. 1:10 • 0

3,74 75 • 180 • 10

0,48 9,09

75 • 130•1:3

0,48 5,90

0.47

3,02

0.52

4,57

75 • 00•17 75 • 90 •! 0'

711

3,10

2,33

1,09 ^, ^ 3,t8

-

-

• 90 . 11

1,59 29 3, r83,91

1,58

1,61

1,611

2,37

2,42

2,40

3,16 3,96

3,22

3,22

3,211

4,03

4,03 '

4,00

3,20 4,00

3, r8

2.31 ^ r6

8

3,9

3,96

1,57

3, T2

3 , ra

1,72 -2,58" 3,44

1,71

2,57

2,57

1,89

1,118

1.118

3, 1 4

3,93

3, r 43,93

3,42

0

3,9
388

4,30

4,28

3 i 42

3,40

3,78

3,76

4,28

4,25

4,73

4,7o

3^6 ^,ryo

4,83

4,8o

4 78

4,85

4,83

2,34

2,33

2,55

2;84

2,82

2,82

i',9:f 2;I3,86

1,.11

1,91

3,84

4,80

• 100 • 9'

75 • 1110 11

75

75

• 150 • 11

75 • 1bi1 .

75

75•170•

12'0 •0

• 1'20 •

110 •

90 • 110 • 11

110 . 1:1

90 o

75

45,4

41,8 1,61 2,42-

50,6

59.6

7,26

-i5,4ä 0,48 - 7,60 6,10-

-EST -2,11 - 184-- 4,98 5Z"I,Ö 1,60 2:46

4,88

15,0

I 8,5

1,98

1,96

578

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_f3;8- -f

17,4

20,0

22,6

,ß's -73?i

1,91

1,89

1,88

868

^992

1 110

"261

318

371

421

264

315

362

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16,2

10,1

22,0

18;8"

22,r

7

24,4

28,1

25

2,27

2,25

2,23

,66

2,64

2,62

2,56

2154

4;15

4.91

5,59

5,50

5,53^

5,50

4,12S

4,07

4,04

4,01

3,90

59,8

69,4

58,5

68,9 I

i

88,8

45,8,

56,1

66,1

75,8

79,0

62-'f

74 , 3

86,0

1,511

1,511

1,ä7 '2,36

2,36

1.55

2,39

1,50

71

1,70 1

3,54

5,24

- 0781, -- 1,

-65 5,64 70-7151-F--6

6,44

13

7,20 75 • 170 l^ü

• 110 • 12

7,00

6,80 75 • 170 • 14

6,60

0,48 9,35 0,47 11 ,,0

-0,47

6;56"

0,47 11,5

0,47 13,4

047 15,3

-0;5r2-

-0-1,-61-

0,58

0,58

0,58

1

1 070 102

2^6- 2
276

321

368

204

2

3

1_^

5,'F4 "2,40 . 00

9,03

4,83

5^1^

6,81

7,91

80

90

---90

-

34,1 3 60

40,4

46,4 3,75

26,5 8,48'

31,94

37,2 3,39

3,77

3,41

0,51 6,52 2,22 80 • 120' 10

0,51

0 51

5,90

0,56 6,96

7,79

12

1,84

9

• 1ü0- t^i

2,02

0,56

281

3'574

420

480

b,3- '^i

48,0 4,09

55;3 4.07

531

14f'

165

187

-- %isb425-- 4,da '78,

492

560

5

02,6

4,43

4,40 106

3,88

3,85

2,88

2,87

2,00 2,91

2,88

8,60 -

4,99 118

5,02 102

- 90

2,04 O

1,86

1:14.10

130 • 1t:

68 90 • 130 • 14

0,57

82

3,

3,88

3,86

3,84

3,68

3,66

3,64

3, 64

-632
626

-4,72

1^6

170

194

'F ,0

24,7

28

4

B91 ^5

694

792

` 87,-8 1,01

1,I1:1

1,11t'.

63,1 4,77

4,75

140 -8,007

8,06

167

8,03

219 8 0

2,51

2,49

2,47

0,58

716

72.8

2 2

2 960 193

570 170

163

191

218

'2''2,1

26,0

30,0

33,8

25,8`

30,6

35,2

'21

- '2

;

2,20

2,18

2,16

2-

229- 7438- 113

2 630

3 020

3 400

8,15 133

8,12 152

8,09 172

112

5,13

5,10 132

5,07 162

1,11^1 -'2 'f6-

1,83

1,8'2

1.112

2,75

2,73

2,73

0,55

3 330

59,1 ,78

650 64,2 4,76

552

744

74,1 4,73

1 220

144

1
1

2

0

650

860

060

93,2

111'

128

145

162

6,46

6,43

6,41

6,38

6,36

243

198

232

264

210

247

282

316

347

26,3

31,3

36,1

40,8

45,3

-2,86

2,84

2,82

2,68

2,67

2,65

2,63

2,61

631

740

806

1 300

1 530

1760

1 970

2 160

6,66

8,63 158

133

6,60 181

6,57 204

6,54 227

2,15

2',11,

2,14

2,11

2,13

2,12

2,11

2,11

3 23

3,23

3,21

3,21

3,20

3,17 3,18

3,17

$,I4. 4;Ö V0U'l5ü • 1t1

3,92 00 • 150 , 12 3,72 90 • 150 • 1-1

0,58 7,39

86^50 ^ 10

00

90 • 250 • 14

00

• 250 • 12

'250 • 16

0,65 5;22 2,98 - 1{10 . 156 • 10

2,80 100 • 150 • 12

0,55 13,8

0,55 11,8

4,60 ^,55 9,75 12,61

4,58

12,4

4,55

4,55

8

8

15,7

6,24

12,0

11.8

'7,26

2,62

11,5

4,30 5,3

0

4,3

4,28

5,3

5,33

^ 4, 2^ ^^

5,35

26 5,33

4,

4,24

4,22

5,3n

5,28

5,28

0,65

0,64

1011 • 150' 14

7,74 700 • 2110:1ü

7,52 100 • ,.0ü • 12

0,64 7,68

0,64 8,95 7,30 100 • 200 • 14

0,63 10,2

0,64 6,41

7,10 100• 2ü0•10

6,9Q 100.200.1U

0,63

4,22

1in

u sind die 1, nt t ur6Uter Satte tkekncke 'f'ir die Verwendung zu Iäulek8lUbon unwlrtschattllCh, da

Belastungen bet , 0eriugotuul

Ile Tiagheltsllaibtnesser der nüehs18rü0erou L mit kieluereu Schenkeldicken küheer

Aelergewicht --also kleinerem Wuerschnitt - zulasscn.

f) 1

nach DIN 1024 (ilochstegige,

Regellängen = 3 bis einschließlich 10 to Neigung irn Fuß und all jeder Seite des Steges 2%.

Be' Abmessungen

nung i n mm

^

D =h

d=t

. <2 r

.

r,

Fn = nutzbarer Querschnitt, errechnet unter Abzug zweier Futildcher vorn a d,.

= grtißtzulassige freie Stab-

knickit€nge in m.

sK _ 1-6-0

BK = 30 iy grt`ißtzutässige freie E i n -

z e i s t a b- Knicklänge in in

derten Querschnittt, falls ein besonderer

Tragfähigkeitsnachweis nicht erfolgt (vgl. IV. S. 88).

1111 geglie-

r,

2

k = Knickwert

Y

Allgemeine Werte

m

Quer-

schnitt

F

em'

Ge-

wicht

tl

k

Angaben f: die Fu6löc her Abstünde

nach DIN 936 Cirbtit

Loch-43

w 4,

mm

rnnr

Fn

ern'

fur

die Achse

x - x

e e,

cm ein

2 1i's

2 Si

8 3}x

45
50

6 60

7 70

11 80

90

100

120
140

160

180

ktlrsiv

4

30

35

25

20 15

3
3

3,5

4

5 4,5 5

5,5
6

7 3,5
4

1,5

.2 1,5

1

1
1

1 2,26

1,64

1,12

0.82

0,115

0y0I1

1.9

1,77

2,33

2,90

11,67

4,44

11,231

8,32

-- -.

-

-

6,5

6,5

I

6,5

8,5

11

14

14

17

20

23

26

^

- 0,46

0,58

-

-

--

-

0,73

1,04

1,42
133

25-

2,51

2,88

3,24

3,01

4,34 5,06

5,78

6,52

7,26

8,72

^

-

--

-

--

24

26

30

34

40

60

50

60

70

80 90

100

^

^

2--

2,5 2,5

3
3

0185

0 1,12 , 99

1,26

1,39

1,66

1;14

2,22

2,48

2,74

3,28

3,80

4,20

4,80

1
1

1,5

1,5

2,97

3,77

4,67

5,66

7

,94

40

4 y,
5

Ir
1.0

I.

Ir: II

3,13

3,96

4,89

6,76

8,85

2

8
9

10 I1

13

15

15

18

2 10,6

13,6

3

3

4 4

4,5

2,5 2

4,5
5

5,5^

13,1 10,7

16,1

23,2 31,3

35,0

48,3

^

17,1

20,9

29,6 39,9

45,8

61,7

,

^

11,6

14,4

17,9

25,2

33,9

39,0

52,4

^

^

65 7,5 7,5

9

10,20

11,80

13,20

III •)

Die

sclixe

Ma6

gesetzten Werte sit d in DIN 996 Mehl aufgeuommen. Löcher vom rn

< ti, werde, ant das-

w gesetzt.

Statische Werte

;Loll Be-

MI 11}I.

^

2::.r X

J

Wx

ctn'

- cm.

.

1 Ss

Z'^ -

a ily,
1

1^Y
G

ti

7

It

--

10 Ii

12

11

!t.

Iii

0,15 0,38

0,87

1 72

5;28 3,10

8,13

^

12,1

''3,8

41,5

7:1,7

119 179

366

660

1010^

17211

0,11

0,27 0,19

0,110

1,2:1

2,51 1,11-1

Itl

i,58

9,73

1

1'2,8

24,6 111,2

42,0

05,6^ 61,7

130

^

Fur die Biegeachse

.

1x

cm

0,58 0,43

0,73

0,87

1,18 1,04

1,4t3 1,3'2

1_,73-"

205

2,33

2,64

2,92

3,51

^

4,07

4,58

5,27

.

JY

I' --

W

y

cm' ern

0,08 0,20

0,43

0,87

1,57

2,58
401

6,06

1 ^,2. _ -_

''2,I

37,0 58,5

•.`,3

78 .19 7

0,11 0,20 0,34

0,58

0,90 1,29

1,78

2

4^

4 ;ü7

6,32

9,25

1'3,0

173

61,3' 47,2

95,2

i

330 100

857

^

.

Iy

cm

-

0,12 0,32

6,51

0,6'2

0,83 0,73

0,a'3

1 01

!,^ S

1,1-'. 1,65

205 1,85

245 2' t19

J,27

3,73

s7 ( bei A _=

.

150

200

tn

0,4) 4

9,84

I 0

1,24

1,46

3,66

1,86

2,06

4 8

2,88

in

--^

0,63 0,48

0,77

3,10 0,93

1,25 1,40

1,55

1,86. ^^,

2,16

2,48

2,78

3,08

3,68

4,32,
491

5,611

^

:

3,3o

3,70

3,ro

4,90

5,76

,54

7h

6

-.

^ ^

250

nl

0,80

1,05

x,48

4,83 1,55

2,08

2,37

2,58

3,ro

3,60

4,13

4,63

5,13

6,13

7

20

8,118

9,43

.

AR

bel

$_= 30

in

k

0,10 0,13

0,15

0,19 0,22

0,25

0,31 0,28

8,31

6,27 625

5,87

5,62

5,51

5,44

5 a- 29

^_,.-0,37- --.--

:

0,43

0,50

0,56

0,62

0,86 0,74

0,98

1,12

^

5,17

5,08 5,00

5,00

4,95

4,92

4,82 4;28

4,43.

C 0.

^

a

<

t9

c

3-

Q 3

a

ä

Be-

zeich

nting

1_

6

1/;

9-4 y,

• 3 3

7

11 4

10 • 5

12 6

1-t 7

9

20

19

9

16

• 10

_l_

W-- 100410

10

1V---

1

IUBfi

00•1,50

S^-1J

g) Y ^

nach DIN 1024 ( breittiißlge,

3 bis ein-

schließlich 10 to Neigung im Full 2%; an jeder Seite des Steges 4%.

Regellängen

a, _= Abstand zweier

radzahlig gerundet), für den die beiden Hauptträgheitsmo mente gleichgroll und gleich 2 / werdest.

( ge-

l

43

^y

^^G^--

%/ II'^///^%//.%///G,ri, U ÜL^

r

n

Abmessungen

In mm

n

!i

d

w t

r

60 30

80 70

40

90

45

50

60

70

80

100 90

5,5

35 6

8 7

8,5

10

11,5
13

14,5

Imi

100

120

140

160

180

200

100

120

% '00

90

80

150

10

10

19

sK und sK s. Kopfbemerkung S. 42.

Allgemeine Werte i

Quer-

&chltltt

Ge-

wicht

Angaben .

.

uß ocher

nach

DIN 946

GrSßt-

Loch-0

r,

r,

F

cnr'

4,64

5,94 7,01

0

Icg/ni

3,81

w

mm

d,

Frt

mm cnr'

3,71

4,63

6,39

7 , 97

9,65

13,6

113,2

37,1

1,5

3

3 1,5

3,5
4

4,5

5 3 2,5

3,5

3,5
4

7,5 8

6,5

6

74 8,5

40

50 50

60

80 70

00

11

11

14

14

N 1024

4,68

0,21

0,01

2

2

2

12,0 10,2

17,0

9,42

1:1,4

17,9

53,3

211,1

35,11

20 17

23 23,6

29,5

26 26

22,8

29,5

37,0

45,4

110 100 1 ach D

Sonstige bre tfüiNge _(

(W

v .

Wagenbau-,

S

-•

Schifft au- Sonderprofile

5

5

9,5

2,5

25

5

17,9

18,9

62,5

14,0

14,8

49,1

tie

yo

:to

t4

rp

ell

15,1

15,54

52,7

Abstände für

die

Achse

X ° x i+t""

e e,

cm

0,67

0,77

l

0,88 1,00

1,09

1,30

1,51

1,72

2„14 1 ,93

2,25

1,80

3,60

cm

2,33

3,12 2,73

3,50

3,91

4,70

5,49

6,28 7,07

7,86

6,75

6,20

11,4

Die kursiv gesetzten Werte sl td in DIN 996 nicht autgenomn en. Löcher vorn 0 < d, werden auf das- selbe Maß w gesetzt.

Statische Werte

liezelch- Put die ülegeachse

wing

x- x

y

y

sh

bet A=

sf<

b e(

1V

_L.

0

7

.

3

. 3%r

0 • 4

9

• •f %

5

10

12

11 • 7

16 • 8

III

11

0'

20 • 10

_L.

100i91

1

0

^

1:31 • elU

1v -t0

'2ü0 • 15U

y 10 -

.

Jx

cili'

2,58

4,49

7 ,81

12

,7

18,7

38,0-

1;8,J

117

185

277

111

84,4

1020

W x

t

j W y

.

cm'

8,62

15,1

28,5

46, 1

ti7,7

137

258

422

670

1000

Cni

2,87

4,31

7,13

10,2

13,5

22,8

36,9

62,8