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19/3/2019 Angst ↔ Ursachen & Behandlung von Angstzuständen

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Hilfe bei Angst & Panik


Thích 57 320.000 Leser
lassen sich
täglich von ihm
beflügeln.

Angst ist ein sinnvolles Gefühl, das uns


schützt. Wenn die Angst jedoch außer
Kontrolle gerät, dann lähmt sie und macht
unfrei.

Wie Ängste entstehen und was man gegen


Angst & Panik tun kann. Bild © princigalli -
Fotolia

Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Zwei von fünf Menschen in Deutschland leiden


unter leichten Ängsten, jeder 10. wird im Alltag

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durch seine Angst stark eingeschränkt.

Es gibt viele unterschiedliche


Angsterkrankungen, die wir in drei Kategorien
einteilen können:

die Angst vor Dingen und Örtlichkeiten wie


etwa die Angst vor Tieren, Höhen, Tunnels,
Brücken usw.

zwischenmenschliche und soziale Ängste


wie z.B. die Angst vor Ablehnung,
Bindungsangst, Angst vor Kritik, Angst vor
Misserfolg, Angst vor Autoritäten, Angst vor
dem Alleinsein

Panikstörungen wie Panikattacken mit und


ohne Agoraphobie sowie die Angst vor der
Angst.

Angstsymptome - wie
äußert sich Angst?
Wir können Angst in unterschiedlichem
Ausmaß empfinden und spüren dabei auch
unterschiedliche körperliche Symptome.
Ängste äußern sich

a) im Körper
Unsere Hände werden feucht, der Blutdruck
steigt. Wir schwitzen oder frieren. Atem und
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Herz werden beschleunigt, unsere Muskeln


spannen sich an.

Manche Menschen verspüren ein Zittern,


Stechen oder Hämmern in der Brust, einen
Kloß im Hals, fühlen sich gefesselt, haben
wackelige Knie, ein Kribbeln in den Beinen.

Andere fühlen sich schwindelig oder es wird


ihnen übel. Durchfall oder Harndrang treten
128 (!) positive
häufig auf.
Leserurteile
b) in den Gefühlen
Wir fühlen uns ängstlich und sind angespannt.

c) in den Gedanken
Wir können uns nicht mehr konzentrieren,
beschäftigen uns damit, was uns alles
Schlimmes passieren könnte.

d) im Verhalten
Wir meiden oder gehen nicht mehr in
bestimmte Situationen. Wir nehmen
Beruhigungsmittel oder trinken uns Mut an.

Warum haben wir


Angst?
Angst ist ein sinnvolles Gefühl. Angstgefühle
sollen uns vor Gefahren warnen, indem sie uns

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alarmieren und bereit zu Kampf oder Flucht


machen.

Wenn uns jemand bedroht, dann ist es sinnvoll,


Angst zu empfinden.

Empfinden wir jedoch in Situationen Angst, in


denen für uns keine Gefahr besteht, dann ist
die Angst unangemessen und schädlich.

Sie engt uns dann ein und unsere


Lebensqualität leidet erheblich unter der Angst.

Wie entsteht Angst?


Die Fähigkeit, Angst zu empfinden, ist
angeboren. Einen Großteil unserer Ängste,
unter denen wir als Erwachsene leiden, haben
wir erlernt.

In der Regel werden Angst und Panik durch


Gedanken und Bilder ausgelöst. Dies
veranschaulicht der Angst-Kreislauf.

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Wir sehen, hören oder erleben etwas


(Situation) und bewerten (Gedanken) das
Gehörte, Gesehene oder Erlebte als
(lebens)gefährlich.

Daraufhin empfinden wir Gefühle der Angst


oder Panik. Unser Körper reagiert mit
Angstsymptomen.

Als Folge der ängstlichen Gedanken und


Gefühle meiden wir die (lebens)bedrohliche
Situation bzw. flüchten aus ihr.

Warum machen wir uns


ängstliche Gedanken?
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Das Erleben eines traumatischen Ereignisses


wie etwa eines Unfalls, einer schweren
Erkrankung, einer plötzlich auftretenden
Übelkeit in der Öffentlichkeit, eines Misserfolgs,
des Todes eines Angehörigen können dazu
führen, dass wir diese Situationen als
"gefährlich" ansehen.

Wir rechnen fortan ständig mit der Möglichkeit


einer Wiederholung der schlimmen Erfahrung,
haben Angst vor der erneuten Konfrontation.

Schon bei der Vorstellung, dass es nochmals


passiert, kommen Angst und Panik in uns
hoch.

Auch von überängstlichen und überbehütenden


Eltern können wir lernen, Situationen als
gefährlich anzusehen, die es in Wirklichkeit gar
nicht sind.

Angstgefühle können auch auftreten, wenn wir


längere Zeit in starker Anspannung gelebt
haben.

Etwa weil ein Familienmitglied chronisch krank


ist, sich der Partner von uns trennte oder unser
Körper nach einer körperlichen Erkrankung
erschöpft ist.

Körperliche Ursachen wie eine


Schilddrüsenüberfunktion oder eine Störung
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des Kalziumshaushalts können in seltenen (!)


Fällen Angstzustände verursachen.

Ungeeignete Methoden,
mit Angst &
Angstzuständen
umzugehen
Da Angst ein sehr unangenehmes Gefühl sein
kann, versuchen viele Menschen, es zu
vermeiden.

Sie meiden die Situationen, in denen sie Angst


empfinden, nehmen Medikamente, führen stets
Notfalltropfen bei sich oder gehen nur in
Begleitung aus dem Haus.

Können Betroffene die Situation nicht


vermeiden, versuchen sie, sich die Angst durch
Alkohol oder Beruhigungstabletten erträglich zu
machen.

Wieder andere versuchen in der Situation, sich


abzulenken, indem sie Musik hören oder
andere Menschen beobachten.

Allen Vorgehensweisen ist gemeinsam, dass


sie nicht an den Ursachen der Angst ansetzen.

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Unsere unangemessenen Ängste verfestigen


sich und werden immer resistenter gegen
Veränderung.

Wie Angst überwinden?


So wie Sie unangemessene Angst gelernt
haben, können Sie diese auch wieder
verlernen.

Zwei Drittel aller Betroffenen können innerhalb


kurzer Zeit ihre Angstgefühle überwinden.

Die folgenden Schritte sind notwendig,


um Angstzustände zu bekämpfen und
zu überwinden.

Schritt 1: Zunächst müssen Sie sich


klarmachen: Ihre Ängste entstehen nicht durch
eine bestimmte Situation, sondern dadurch,
dass Sie diese Situation als gefährlich
ansehen.

Es sind Ihre ängstlichen Gedanken, durch die


Sie Ihre Angst- und Panikgefühle hervorrufen.

Den Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen


und Verhalten veranschaulicht dieses
Diagramm.

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Schritt 2: Dann müssen Sie herausfinden, mit


welchen Gedanken Sie sich in Angst
versetzen.

Gewöhnlich sind es Gedanken wie: "Bestimmt


wird mir das ... und das ... passieren. Das
könnte ich nicht ertragen. Ich werde bestimmt
ohnmächtig. Ich werde mich total blamieren".

Bei solchen ängstlichen Gedanken müssen Sie


Angst empfinden. Was könnten Sie sich
stattdessen sagen? Mit welchen Worten
könnten Sie sich selbst gut zureden und sich
beruhigen?

Sie könnten sich z.B. sagen: "Ich bin sicher. Ich


kann die Angst ertragen. Sie ist nur
unangenehm. Meine Angst wird geringer, wenn
ich mich ihr stelle."

Schritt 3: Nun müssen Sie die Situationen,


die Sie bisher gemieden haben, aufsuchen.
D.h. Sie müssen sich der Angst stellen und
erleben, dass Sie diese aushalten können.

Konfrontationstherapie nennt man das. Sie


können dieses Konfrontationstraining alleine

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durchführen. Leichter wird es Ihnen jedoch im


Rahmen einer Therapie fallen.

Notieren Sie alle Situationen, vor denen Sie


Angst haben, und beginnen mit der
einfachsten.

Wenn Sie in die Situation gehen, dann erinnern


Sie sich daran, dass Sie mit der Situation und
den darin aufkommenden Angstgefühlen
umgehen können.

Sie werden zunächst Angst empfinden. Sagen


Sie sich: "Ich weiß, dass meine körperlichen
Symptome auftauchen werden, weil ich mir
bisher erzählt habe, dass die Situation
gefährlich ist. Meine Angstgefühle sind das
Ergebnis meiner Gedanken. Sie werden
vorübergehen. Ich kann sie ertragen, auch
wenn sie unangenehm sind. Ich bleibe jetzt in
der Situation, bis ich ruhiger bin."

Ganz wichtig: bleiben Sie in der Situation,


bis die Angst nachlässt. Wenn Sie aus der
Situation flüchten, bevor Ihre Angst
abgeklungen ist, dann verfestigt sich die Angst.

Die Konfrontationstherapie funktioniert nur,


wenn Sie solange in der Situation bleiben, bis
sich Ihre Angst gelegt hat.

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Schritt 4: Erlernen Sie eine


Entspannungstechnik wie etwa das Autogene
Training oder die Progressive
Muskelentspannung.

Angst und Entspannung können Sie nicht


gleichzeitig empfinden. Wenn Sie Ihren Körper
entspannen, wird die Angst nachlassen.
Denken Sie daran:

Angst können Sie nur verlernen, wenn


Sie mit Ihrer Angst in die Situation
gehen, vor der Sie Angst haben und
erleben, dass die Angst nachlässt.

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