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1.
ZWÖLF STUNDEN GEFANGEN
Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, haben slowenische Rettungskräfte eine junge Frau und
deren Freund am Samstag bei einer Rettungsaktion aus einer Höhle befreit. Sie waren seit zwölf Stunden
in der fünf Kilometer langen und 45 Meter tiefen Höhle gefangen. Allein, ohne Hilfe, wären sie demnach
nicht mehr aus der Höhle herausgekommen. Sie haben die „Gefangenschaft“ mit dem Schrecken und
leichten Verletzungen überlebt.
Es sollte ein schöner Erlebnisurlaub werden, auf den sich das junge Paar vor eineinhalb Wochen
aufgemacht hatte. Die beiden hatten sich darauf gefreut, in Österreich, Kroatien und Slowenien Höhlen
zu erforschen. Während es in den ersten beiden Ländern keine Probleme gab, die Ausflüge gut gelungen
waren, endete der letzte Höhleneinstieg in Slowenien in der Rettungsaktion.
Wie immer telefonisch hatte sich die junge Frau am Freitagabend bei ihrer Mutter zu Hause gemeldet
und den Ort des nächsten Ausfluges angemeldet. Das Paar wollte die Klettertour in Slowenien am
Samstag gegen 8 Uhr beenden. Als die Tochter aber nicht wie versprochen bei ihrer Mutter anrief, war
der Mutter klar, dass etwas passieren musste, und so wählte sie den Polizeinotruf.
Die Polizei hat sofort mit der Suche angefangen. Erschwert wurde diese dadurch, dass die Mutter
allein den Namen der Höhle wusste und dass sie sich in Slowenien befand. Ansonsten gab es keine
Informationen. Die Beamten haben mit Hilfe des Internets die genaue Lage der Höhle herausgefunden.
Bei den weiteren Nachforschungen gab es dann zahlreiche Telefonate, zuerst mit dem Bayerischen
Landes- und dem Bundeskriminalamt und dann mit der Deutschen Botschaft und der slowenischen
Polizei. Die slowenische Polizei hat mit Hilfe der modernen Technik das Auto mit den Mobiltelefonen in
der Nähe der Höhle bei der slowenischen Hauptstadt entdeckt.
Sofort wurde die Suchaktion gestartet, bei der das Pärchen gefunden und gerettet wurde. Die besorgte
Mutter bekam gegen 17 Uhr von der Deutschen Botschaft die Nachricht von der gelungenen Rettung.
Die 22-Jährige hatte die „Gefangenschaft“ unverletzt überstanden. Der Freund hatte leichte Verletzungen
erlitten, als er einmal abgerutscht war. Die beiden werden am Montagabend zurück in Bayern erwartet.
2.
DER KOCHKLUB KÜHN IN WIEN
Der Kochklub Kühn ist die einzige Institution in Wien, in der die Freude am Kochen und die
Kommunikation dabei die Klubmitglieder miteinander verbindet. Wichtig für uns sind Atmosphäre und
das, dass wir miteinander und unserer Umwelt sorgfältig umgehen.
Was bedeutet für uns Teilen? Wir teilen Kochrezepte, wir teilen den Raum, wo wir kochen, wir teilen das
Essen mit anderen und wir teilen die Verantwortung für uns selber, aber auch für die Gesellschaft im
Allgemeinen. Aus diesem Grund wurde die Sozialinitiative ins Leben gerufen - einmal im Monat kochen
wir in einer Notschlafstelle für Obdachlose.
Unser Klub bietet ein abwechslungsreiches Programm, welches von den Mitgliedern entwickelt wird.
An den geschlossenen Abenden, wo nur Mitglieder teilnehmen können, werden Spezialisten eingeladen.
Außerdem bietet der Klub auch offene Themenabende für alle Interessierten. Diese Abende bieten
den Interessierten eine gute Gelegenheit, den Klub und seine Mitglieder kennen zu lernen. Für jene,
die Mitglied werden möchten, empfiehlt es sich sowieso, dass sie sich an solchen Abenden mit den
Gewohnheiten und mit der Klubkultur vertraut machen. Mitglied werden kann man, wenn man von
zwei aktiven Mitgliedern eingeladen wird und die Klubgebühr für 12 Monate im Voraus bezahlt.
Der Klub befindet sich in unmittelbarer Nähe des Marktes im 4. Bezirk. Es stehen 80 qm zum Kochen,
Essen, Trinken und Lagern zur Verfügung. Die Infrastruktur besteht aus einer Küche mit Profi-
Kochgeräten, außerdem einem Geschirrspüler, Geschirr, Gläser und Besteck. Ein Lebensmittellager
mit einer Grundausstattung nicht verderblicher Lebensmittel und ein Weinlager hat der Klub auch
eingerichtet.
Jedes Mitglied – zurzeit 90 – kann die Räume gegen einen Beitrag von 20,- Euro nutzen, um mit Freunden
im Klub zu kochen, zu genießen, zu teilen, natürlich erst, wenn die Räume frei sind. Buchungen sind über
die Homepage möglich. Auf der Homepage sind weiterhin zu lesen, welche Themen für das Programm
geplant sind, welche Abende offen oder geschlossen sind.

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3.
FERIEN IN ÄGYPTEN
Möglicherweise waren das die schlechtesten Ferien meines Lebens, als ich 2007 mit meiner Frau nach
Ägypten reiste. Sie war ein großer Fan von Ägypten, sie liebte die ägyptischen Tänze, sie liebte die
ägyptische Kleidung, sie liebte alles. Wir haben also für 14 Tage ein Zimmer in einem Hotel gebucht.
So, wir sind also in Ägypten angekommen … und wir beide haben uns fürchterlich erschreckt. Das, was
uns erwartet hat, darauf waren wir nicht vorbereitet. Ich hatte keine gesundheitlichen Probleme, sie
aber! Sie hatte schon seit ihrer ersten Ägyptenreise Magenprobleme, die bei dieser Reise vom ersten
Tag an schlimmer wurden. Auch deshalb haben wir uns die meiste Zeit in unserem Zimmer aufgehalten,
Wasser aufgekocht, und es dann abgekühlt, und sogar etwas Essen für uns gekocht. Denn wir konnten
weder dem Wasser noch den Restaurants vertrauen.
Das Ganze war aber noch schlimmer, denn es war September. September in Ungarn, September
in Deutschland – das ist doch schön. Nicht aber in Ägypten, denn dort herrscht zu dieser Jahreszeit
Hitze. Zur Mittagszeit war es unmöglich, das Hotel zu verlassen, so heiß war es draußen. Über 40 Grad.
Deswegen haben wir nur morgens und abends kurze Spaziergänge gemacht. Und zur Mittagszeit haben
wir Wasser aufgekocht und verschiedene Tiere gejagt. Mal einen Frosch im Badezimmer, mal einen
Käfer im Schrank. Mit dem letzteren habe ich ein bisschen Fußball gespielt, im Korridor.
Wir haben es aber nicht lange ausgehalten, und wir haben unseren Urlaub 2 Tage früher beendet. Wir
haben ein Taxi gerufen, mit dem wir nach Kairo fuhren. Dort gingen wir sofort ins Lufthansa-Büro
und versuchten die Leute dort zu überzeugen, dass wir schnellstens zurück nach Deutschland wollen.
Zuerst hat man uns mitgeteilt, dass es im nächsten Flugzeug keine freien Plätze mehr gibt, und wir
später nochmal vorbeischauen sollen. Als wir am Nachmittag wieder hingingen, gab es zu unserem
Glück doch zwei freie Plätze. Wenn es nicht geklappt hätte, so hätten wir noch für zwei Tage in Kairo
bleiben müssen! In dieser schmutzigen, doch interessanten Stadt mit ihren 8 Millionen Einwohnern!
Eine interessante, aber doch so fremde Stadt, wegen ihrer anderen Kultur!
4.
ZWEI GANZ BESONDERE FAMILIENFESTE
In unserer schnellen Zeit, in der die Ehe oft nur wenige Jahre hält und somit die Zahl der Scheidungen
sehr hoch ist, gehören die Rubinhochzeit und die diamantene Hochzeit zu den seltensten Ereignissen im
Leben eines Ehepaares. Im christlichen Raum werden nicht nur die jährlichen Hochzeitstage, sondern
auch Hochzeitsjubiläen gefeiert. So die silberne Hochzeit nach 25 Jahren und die goldene Hochzeit nach
bewundernswerten 50 Ehejahren, weil auch schon diese zeigen, wie lange eine Ehe mit all ihren Höhen
und Tiefen gehalten hat. Aber was ist die Rubinhochzeit und was ist die diamantene Hochzeit? Diese
Hochzeitsjubiläen sind in der Tat weniger bekannt, die nur wenige Eheleute erleben dürfen.
Die Rubinhochzeit wird von Eheleuten gefeiert, die es 40 Jahre miteinander ausgehalten haben, und die
diamantene Hochzeit nach 60 Jahren gemeinsamer Ehe.
Bei der Rubinhochzeit wird der Ehering erneuert: Ein rot funkelnder Rubinstein, ein Symbol der Liebe,
wird vom Ehemann in den Ring seiner Frau eingearbeitet und am Hochzeitstag feierlich übergeben und
auf den Finger der Frau aufgesteckt.
Die diamantene Hochzeit ist ein wertvolles und seltenes Erlebnis. Sowohl dieses Hochzeitsjubiläum, als
auch sein Namensgeber, der Diamant, symbolisieren Ausdauer und Ewigkeit. In der Regel symbolisiert
der Name des Ehejubiläums auch, welches Geschenk zu diesem Fest passend ist, wobei die Diamanten
ruhig der Ehemann besorgen sollte.
Zu diesen Anlässen fühlt man sich, als ob man die Hochzeit erneut feiere. Obwohl beide Feste meist
Familienfeste sind, sollten außer Familienmitglieder auch Freunde, ehemalige Hochzeitsgäste oder
Trauzeugen eingeladen werden. Die Gäste sollten beim Geschenk lieber nur an das Motto des Jubiläums
denken. Dabei können eine Hochzeitszeitung mit Fotos aus der vergangenen Zeit oder eine Chronik der
letzten 40-60 Jahre ein schönes und persönliches Geschenk sein.
Zu beiden Festen wird im Allgemeinen ein geeignetes Lokal gemietet und ein festliches Menü angeboten.
Natürlich dürfen zu beiden Hochzeitsjubiläen Tischreden, Spiele und Gedichte nicht fehlen. Hier

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bietet sich vor allem der jüngeren Generation die Chance, in einer persönlichen Rede das Thema des
gemeinsamen Lebens der Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern anzusprechen.
Beide Feste symbolisieren, dass es durchaus machbar ist, als Ehepaar eine so lange Zeit, in guten wie in
schlechten Tagen zueinander zu halten.
5.
SCHÜLER HELFEN SCHÜLERN
Seit Kurzem, eigentlich seit dem aktuellen Schuljahr, gibt es in unserem Gymnasium ein neues Projekt,
die sogenannte „Schüler-Helfer-Gruppe“. Schüler und Schülerinnen mit Sorgen oder Problemen
können ihre Mitschüler um Rat und um Hilfe bitten. Diese Mitschüler sind für diese spezielle Aufgabe
ausgebildet.
Es geht hier nicht darum, dass man Konfliktsituationen löst. Es geht hier darum, dass man mit Schülern
und Schülerinnen, die Probleme haben, Gespräche führt. Diese Gespräche können sowohl in einer
Gruppe als auch unter vier Augen geführt werden.
Und mit welchen Problemen die Schüler kommen können? Nun, wenn sie z. B. Probleme mit ihren
schulischen Leistungen oder mit Freunden haben. Oftmals ist es leichter, die Probleme jemandem zu
erzählen, der fast gleichaltrig ist und so vielleicht die problematischen Situationen besser versteht.
Unsere Helfer-Gruppe setzt sich aus Schülern und Schülerinnen der Stufen 11,12 und 13 zusammen.
Unser Projekt wurde eigentlich von ihnen vorgeschlagen. Bei der Vorbereitung des Projektes haben uns
die Schuldirektoren, ja sogar alle Lehrer unterstützt. Wir haben uns an drei Wochenenden mit zwei
Lehrerinnen und einem Psychologen getroffen. Sie haben uns für diese Arbeit ausgebildet. Diese
Ausbildung ermöglicht es uns, dass wir auf die Probleme und Sorgen der Mitschüler und Mitschülerinnen
richtig reagieren.
Am Anfang helfen wir immer persönlich, also das erste Gespräch findet immer unter vier Augen
mit einem Mitglied der Helfer-Gruppe statt. Dann, wenn es nötig ist, können die Schüler zu den
Gruppengesprächen kommen oder wir helfen per E-Mail weiter. Natürlich dürfen die Mitglieder der
Helfer-Gruppe diese Probleme nicht weitererzählen.
Selbstverständlich können wir Schüler trotz unserer Ausbildung nicht in jeder Situation helfen. Wenn
wir feststellen, dass wir ein Problem nicht lösen können, helfen uns der Psychologe Herr Schmidt und die
beiden Lehrerinnen, die unser Projekt von Anfang an unterstützen. Außerdem können wir mit Adressen
und Telefonnummern von verschiedenen Organisationen weiterhelfen, bei denen man kostenlos und
anonym um Hilfe bitten kann.
Wenn die Mitschüler mit uns den Kontakt aufnehmen möchten, geht das per E-Mail am einfachsten und
am schnellsten. Wir haben natürlich eine zentrale E-Mail-Adresse. Jedes Mitglied der Helfer-Gruppe
kann die E-Mails lesen. Wir haben einen Gruppenleiter, er beantwortet diese E-Mails und verteilt unter
uns die Aufgaben. Wir können uns natürlich für bestimmte Aufgaben auch melden.
6.
SCHWEIZ – BRÄUCHE IM WINTER
In der Schweiz gibt es eine große Vielfalt an Bräuchen, die während der Wintermonate gefeiert
werden. Wir haben unseren Experten über die interessantesten Bräuche befragt.
Reporterin: Herr Müetzi, Sie kommen aus Meiringen. Erzählen Sie uns über einen Brauch, der dort
bekannt ist.
Herr Müetzi: Nun, am zweiten Weihnachtstag um Mitternacht, also am 26. Dezember, kommen jüngere
Männer in Meiringen und auch in anderen Dörfern im Berner Oberland auf dem Dorfplatz zusammen.
Diese Männer nennt man „Trychler“, übersetzt Glöckner, weil sie an ihren Gürteln Glocken, und zwar
Viehglocken tragen. Bis zum Silvester machen diese „Trychler“, also die Glöckner, jeden Abend einen
Umzug.
R: Ist in Ihrem Dorf auch der Brauch Dreikönigssingen oder Sternsingen bekannt, und wenn ja,
wie?

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M: Ja, diesen Brauch kennen wir auch. Das Stern- oder Dreikönigssingen ist zwischen dem vierten
Advent (am letzten Sonntag vor Weihnachten) und dem 6. Januar (dem Dreikönigstag) Brauch. Dieses
Singen hat eine lange Geschichte, die bis zum Mittelalter zurückgeht. Die Sternsinger, häufig als Drei
Könige verkleidete Kinder oder ein Chor mit dem Stern, singen auf Plätzen oder gehen von Haus zu
Haus. Damit symbolisieren sie die Zusammengehörigkeit aller Mitglieder des Dorfes oder der Gemeinde.
Wichtig zu erzählen ist, dass z. B. in bestimmten Dörfern, Gemeinden und Kantonen am Sonntag vor
Weihnachten ein Sternsingerspiel aufgeführt wird.
R: Neu ist für mich der Brauch Silvesterkläuse. Was können Sie uns darüber erzählen?
M: Im Kanton Appenzell, ganz genau im Appenzeller Hinterland, wird zweimal Silvester gefeiert: am 31.
Dezember und am 13. Januar. Das geht auf den Kalenderstreit des 16. Jahrhunderts zurück, als der neue
Kalender eingeführt wurde. Wer den neuen Kalender nicht annehmen wollte, feierte den letzten Tag im
Jahr nach wie vor am 13. Januar. Silvesterkläuse sind Männer, die verkleidet sind: sie tragen Masken,
riesige, kunstvolle Hüte und mit Tannenzweigen dekorierte Kleidung. Am „neuen“ und am „alten“
Silvester gehen diese Silvesterkläuse von Haus zu Haus. Sie melden sich an, indem sie mit Glocken
läuten, und sie singen einen mehrstimmigen Jodel und wünschen den Hausbewohnern, die vor die Türe
treten müssen, Glück zum neuen Jahr. Zum Dank erhalten die Männer Getränke.
R: Und noch ein paar Wörter bitte über die sogenannte Schlittéda.
M: Das ist eigentlich die traditionelle Pferdeschlittenfahrt der ledigen Jugend und ihrer Gäste im Kanton
Engadin. Den Ursprung kennt man zwar nicht, doch diese Winterfreude ist wahrscheinlich auf eine alte
Familientradition zurückzuführen, als die noch unverheiratete Jugend mit Schlitten eine Fahrt durch
das Dorf gemacht hat.
7.
BAHN-CHAOS IN DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH
Wegen schwerer Schneefälle haben etwa 50 Reisende eines ICE in der Nacht zum Dienstag nach
einem Stromausfall kurz vor dem Hamburger Hauptbahnhof zwei Stunden festgesessen. Der Zug war
von Frankfurt nach Hamburg unterwegs gewesen, als es gegen 00.35 Uhr einen Kurzschluss in der
Oberleitung gab, berichtete ein Sprecher der Deutschen Bahn. Rund zwei Stunden mussten die Fahrgäste
im dunklen und nicht beheizten ICE aushalten. Wegen der Wetterprobleme konnte der liegengebliebene
Zug nicht in den Hauptbahnhof gezogen werden. Ein weiterer ICE musste parallel zum Zug gestellt
werden. Man hat eine Art Brücke gebaut, über die die Gäste in den anderen Zug umsteigen konnten.
Niemand ist bei dem Vorfall verletzt worden.
Bahn-Reisende in Österreich traf es noch schlimmer. Hunderte Passagiere eines Zugs in Österreich
haben wegen des Winterwetters und anderer unangenehmer Umstände eine mehr als 24-stündige
Horrorfahrt erlebt.
Der Nachtzug der Bundesbahn, der eigentlich am Montagmorgen den Grenzort zu Lichtenstein
erreichen sollte, traf erst am späten Montagabend im Westen Österreichs ein. Der Nachtzug mit rund
600 Fahrgästen war am Sonntagabend planmäßig aus Wien gestartet. Der Zug brauchte aber mehr als
24 Stunden, um wenigstens in die Nähe seines Zielortes zu kommen.
Zum ersten Stopp und dadurch zu der ersten Verzögerung war es gekommen, als der Lokführer im
steirischen Leoben den Zug verließ. Er hatte die maximal erlaubte Arbeitsstundenzahl erreicht, so
hat er aus Sicherheitsgründen nicht weiterfahren dürfen. Da es in Leoben keinen anderen Lokführer
gegeben hat, ist einer aus Graz angereist. Das brauchte aber Zeit, er hat die Arbeit erst am Morgen
aufgenommen.
Nach der Abfahrt aus Leoben mussten die Teilnehmer der Horrorfahrt erneut stundenlang warten, weil
die Gleise blockiert waren, wahrscheinlich wegen der schweren Schneefälle.
Einer der Passagiere, Ralph Lindt, der mit seiner Frau und seinen Kindern im Alter von acht und elf
Jahren unterwegs war, berichtete, dass die Zugtoiletten zu schmutzig gewesen sind, um sie zu benutzen.
Außerdem hatten die Fahrgäste nichts zu essen und zu trinken bekommen.
Ein anderer Reisender berichtete, dass die Temperaturen in dem Zug unter den Nullpunkt gefallen sind,
da zeitweise Heizung und Strom ausgefallen sind.

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Ein Fahrgast, eine Anwältin, hat die Kontaktdaten von etwa 300 bis 400 Passagieren aufgenommen, um
einen Prozess gegen die Bahn vorzubereiten.
8.
GEFÄHRLICHE SPIELZEUGE
Die Freude der Kinder ist riesig, wenn es zu Weihnachten die süße Puppe gibt oder die lang erträumte
Modelleisenbahn. Wer denkt da schon an Gefahren? Tatsächlich aber ist es für Eltern schwer, das
richtige Geschenk auszusuchen. Denn oft verstecken sich sogar hinter Markenspielzeugen Risiken. In
einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung der Stiftung Warentest erhielt jedes sechste Spielzeug
eine schlechte Note.
Nicht nur Teile, die die Kinder leicht verschlucken können, bedeuten Probleme. Viele Spielzeuge
enthalten immer noch Stoffe, die für die Gesundheit gefährlich sind, und der Gesundheit sogar schaden
können.
Der Abteilungsleiter für Produktsicherheit in einem Bundesinstitut kennt diese Probleme. „Ein großer
Anteil der Spielwaren stammt nämlich aus dem Import, und gerade deshalb muss man damit rechnen,
dass bestimmte Vorschriften und Grenzwerte nicht immer eingehalten sind“, sagt er. Gut 60 Prozent der
in Deutschland verkauften Spielzeuge stammen aus China, wo sie günstig produziert werden, und eben
aus billigen und schädlichen Stoffen gemacht werden.
Aber auch bei deutschen Waren haben die Tester Fehler gefunden – etwa bei einem Spieltraktor der
Firma Ost. Der Geschäftsführer hat hier aber richtig reagiert, er hat sofort die Geschäfte benachrichtigt
und außerdem auf seiner Homepage auf das Problem aufmerksam gemacht. Eigentlich hätte der Firma
ein solcher Fehler nicht passieren dürfen. Seitdem die neue EU-Spielzeugregelung gilt, beobachtet die
Firma die Prozesse bei der Herstellung noch genauer.
Die Regelung der Europäischen Union ist im Juli in Kraft getreten. Vor allem die Grenzwerte für
bestimmte Inhaltsstoffe sind darin streng vorgeschrieben. Und warum es so streng sein muss?
Ende 2010 war der Ärger in der Politik und bei Eltern groß, nachdem die Stiftung Warentest bei zwei
Dritteln der geprüften Produkte festgestellt hatte, dass sie sehr mit schädlichen Stoffen belastet sind.
Eine akute Gefahr bedeuten sie zwar nicht, jedoch können sie langfristig, also mit der Zeit zum Risiko
werden.
Die Eltern müssen deshalb die Lieblingsspielzeuge ihrer Kinder nicht gleich in die Mülltonne werfen,
ein bisschen Vorsicht aber beim Geschenkkauf ist erwünscht.
9.
WIE EIN SCHIFFSKOCH 22 MANN BEI KRÄFTEN HÄLT
In einem Containerschiff steht Schiffskoch Harry am Herd. Er muss jeden Tag dreimal 22 hungrige
Männer satt werden lassen.
Sein Reich, die Küche, ist so groß wie seine Wohnung daheim und ausgestattet wie die Küche eines
Restaurants an Land.
Nun steht Harry in seinem Reich und rührt in einem Topf. Was da kocht, riecht eher exotisch, im
Speisesaal der Mannschaft gibt es heute Fisch und Hühnchen – natürlich mit Reis. Die Mannschaft des
Schiffes besteht vor allem aus Filipinos, die draußen gerade beim Ein- und Ausladen beschäftigt sind.
„Bei uns geht nichts ohne Reis“, erzählt Harry, er stammt selbst auch von den Philippinen.
In der Pfanne daneben braten Frühlingsrollen als Vorgericht. Nein, natürlich nicht handgemacht. Harrys
Bordküche basiert auf Tiefkühlkost ergänzt mit genug Obst und frischem Gemüse. Denn fürs Essen
einkaufen kann er ja nur alle paar Wochen.
Kartoffeln serviert Harry höchstens im Speisesaal der Offiziere, die meist aus Deutschland oder
Polen stammen. Aber sonntagabends genügt auch dort traditionell kaltes Büfett: geräucherter Fisch,
Aufschnitt, Salat und dazu Brot.
Das Sonntagsbüfett kommt ihm gerade recht. Er kann einkaufen gehen, denn seine Speisekammer
steht nach einigen Wochen ohne Hafen ziemlich leer, besonders frisches Gemüse und Obst gibt es kaum
mehr. Gut also, dass das Küchenlager des Schiffs im Heimathafen Hamburg endlich mit Lebensmitteln
vollgetankt werden kann.

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Große Kästen und Paletten werden ans Schiff gebracht: Konserven, Saucen, Marmelade, Salz, Milch, Öl.
Tiefgefroren: Fleisch, Wurst oder auch ganze Torten. Frisch landen Kohl, Zwiebeln oder Karotten an
Deck. Zwieback sieht man nicht, dafür aber viel Müsli – tja die modernen Zeiten.
Die erste Palette, die Harry übernimmt, enthält Bier. Auch der Durst an Bord muss gelöscht werden. Die
Ausgabe von Alkoholika allerdings kontrolliert der Kapitän, der der direkte Chef von Harry ist. Mit ihm
bespricht er die Menüplanung und das Budget für die Einkäufe.
Als Hilfe hat er nur den Steward, der außerdem den Offizieren serviert und ihre Kabinen sauber hält.
Aber Gemüse putzen muss Harry selbst. 1990 begann er als Küchenhelfer, seit 2000 arbeitet er auf dem
Posten eines Chefkochs am Schiff. Sechs Monate verbringt er auf dem Schiff, anschließend 2-3 Monate
daheim, bevor er wieder ablegt.
10.
LEISTUNGSSPORT UND GRIPPE – EIN INTERVIEW MIT DR. DEICH
Gegenwärtig erkranken wieder viele Menschen an der saisonalen Grippe. Es trifft auffällig viele
Leistungssportler. Woran liegt das? Und wie sinnvoll ist eine Grippeschutzimpfung? Zu diesen
Fragen haben wir Dr. Deich gefragt.
Reporterin: Dr. Deich, für wie sinnvoll halten Sie eine Grippeschutzimpfung?
Dr. Deich: Für sehr sinnvoll. Besonders ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich impfen
lassen, denn bei ihnen liegt das Risiko ziemlich hoch, dass die Grippe schwer verläuft. Auch für jene,
die beruflich viel mit Menschen zu tun haben oder die ein geschwächtes Immunsystem haben, ist eine
Grippeimpfung zu empfehlen. Grundsätzlich muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich
impfen lassen soll.
R: Und wie ist es bei Leistungssportlern?
D: Untersuchungen zeigen, dass intensive Belastungen, wie sie bei Leistungssportlern vorkommen,
das Immunsystem schwächen können. Da sie im Wettkampf oder bei einem intensiven Training
vorübergehend sehr belastet werden, werden sie leichter von Krankheiten infiziert.
R: Was sind die ersten Symptome bei ihnen?
D: Anfänglich kommt es zum Husten und Schnupfen, später können Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen
und sogar Fieber dazukommen.
R: Wie verbreitet sich die saisonale Grippe?
D: Grundsätzlich wird sie durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Da aber das Immunsystem
geschwächt ist, können Bakterien eine weitere Infektion, die sogenannte „bakterielle Superinfektion“
verursachen. Allerdings kann eine Grippeimpfung keine Garantie geben, dass wir nicht an der Grippe
erkranken.
R: Welche speziellen Ratschläge haben Sie für Leistungssportler?
D: Da eine Impfung Nebenwirkungen haben kann, ist es sinnvoll, die Impfung nach der Belastung
durchzuführen. Im Profifußball etwa könnte eine Impfung am Tag nach dem Spiel durchgeführt werden.
Es wäre sinnvoll, wenn man danach einen Ruhetag einlegen würde, da der Körper so auf die Impfung
reagieren kann. Ähnliches gilt auch für jene, die schon an Grippe erkrankt sind. Hier muss man warten,
bis man wieder fit ist. Trotzdem sind Müdigkeit, Gliederschmerzen oder auch eine erhöhte Temperatur
nicht ausgeschlossen.
R: Und was raten Sie uns, die keine Leistungssportler sind?
D: Für alle gilt, dass eine Impfung in jedem Jahr erneut durchgeführt werden sollte, da sich die
Grippeviren verändern. Besonders für die Nicht-Leistungssportler soll erwähnt werden: Klinische
Untersuchungen zeigen, dass ein leichtes Training positive Ergebnisse auf das Immunsystem haben
kann. Gerade hier gilt: Bewegung ist gesund.
R: Danke für das Interview, Herr Deich.

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11.
KINDER UND HAUSTIERE
Die meisten Eltern sind nicht überrascht, wenn das Kind sich zum Geburtstag, zu Weihnachten ein
Haustier als Spielfreund wünscht. Haustiere haben positive Auswirkungen auf die Entwicklung
eines Kindes. Sie sollten aber den Wunsch nicht sofort erfüllen, denn manchmal ist der Wunsch nur
vorübergehend. Wenn Sie sich doch für eine Haustier-Anschaffung entscheiden wollen, sollten Sie
zuerst klären, ob alle Familienmitglieder sich ein Haustier wünschen, und welches Haustier zu Ihren
Lebensgewohnheiten passt.
Vor der Anschaffung sollte über viele Faktoren nachgedacht werden. Die wichtigsten drei Punkte sind
der Zeitfaktor, das Alter des Kindes und der Platz. Nachdenken muss man aber auch über verschiedene
Kosten wie für Futter, Impfungen, Hundesteuer und Tierarzt, über Versorgung des Tieres während des
Urlaubs, über die alltägliche Versorgung, wie Füttern, Reinigen und Auslauf. Und vergessen Sie nicht:
viele Haustiere haben eine hohe Lebenserwartung und gehören so viele lange Jahre zu Ihrer Familie.
Viele Studien beweisen, dass sich Haustiere auf die Entwicklung des Kindes positiv auswirken. Haustiere
tragen dazu bei, dass Kinder selbstbewusster werden, den Umgang mit Natur und Tier lernen. Besonders
gestärkt werden die soziale Kompetenz und die Kommunikation. Viele halten es für das Wichtigste, dass
das Kind lernt, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu tragen. Wenn ihr Kind oft alleine zu Hause
ist, können verspielte Tiere wie Hund und Katze dabei helfen, dass sich das Kind nicht einsam fühlt.
Vor der Anschaffung ist es ratsam, auszuprobieren, ob Sie und Ihr Kind wirklich bereit sind, so eine
Verantwortung zu übernehmen, und wie Sie die Hauptaufgaben bei der Versorgung des Tiers teilen.
Gehen Sie mit dem Kind zusammen zu Freunden, die ein Tier haben. Hier kann man besprechen, dass
Ihr Kind beim Saubermachen hilft oder mit zum Spazieren kommt. Wenn Sie keine solchen Freunde
haben, besuchen Sie mehrmals ein Tierheim. Dadurch wird deutlich, ob Sie und Ihr Kind die Aufgaben
bei der Versorgung des Tiers übernehmen wollen und können.
Und wenn das Tier schon da ist? Sie können nicht erwarten, dass Ihr Kind sofort weiß, wie es ein Tier
pflegen muss. Dies müssen Sie Ihrem Kind zuerst beibringen, indem Sie es zusammen machen. Und
ganz wichtig: damit das Interesse bestehen bleibt und das Haustier nicht langweilig wird, sollte das
neue Familienmitglied von Anfang an in Ihr Familienleben mit einbezogen werden.
12.
LANGEWEILE BEI DER URLAUBSREISE? NICHT MIT UNSERER EXPERTIN!
Wenn die Familie auf Reisen geht, sind alle in großer Aufregung! Wenn nur der Urlaubsort nicht so
weit weg wäre! Hören Sie das Interview mit unserer Spielexpertin, Frau Sandt.
Reporter: Frau Sandt, wie erleben Kinder die Reise an den Urlaubsort?
Frau Sandt: Egal, ob man mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug reist, in der Regel dauert es
Kindern immer zu lange. Deshalb ist es wichtig, auch für die Hinreise selbst einige kleine Vorbereitungen
zu treffen. Natürlich nehmen Kinder gern ihr Lieblingsspielzeug mit auf die Reise. Aber auch das kann
schon nach kurzer Zeit uninteressant sein. Wenn auf der Fahrt also die Langeweile aufkommt, gibt es
viele Ideen, die für Spaß sorgen und die den Kindern helfen, dass sie die Reise nicht so lange finden.
R: Was halten Sie von Musik?
S: Im Auto kann selbstgemachte Musik viel Spaß machen. Und da wir nicht bei einem Casting sind, geht es
nicht um das perfekte, sondern um das gemeinsame Singen. Viele werden sich jetzt bestimmt wundern,
aber wir haben sogar noch perfekte Musikinstrumente zur Hand. Als Schlagzeug kann dienen, wenn das
Kind die Hände auf die Oberschenkel schlägt. Oder einer kann mit dem Mund Beatbox machen. Oder die
Nasentrompete. Dazu muss man sich einfach die Nase zuhalten und kann so Töne wie eine Trompete
machen.
R: Und was soll gesungen werden?
S: Je nachdem, wie musikalisch ihre Familie ist, kann natürlich improvisiert werden. Aber auch die
Klassiker der Kinderlieder sollte man nicht vergessen. Familien, die weniger gern singen, ist das Spiel

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„Lieder raten“ zu empfehlen. Einer summt oder pfeift eine Melodie und die anderen müssen erraten,
welches Lied das ist.
R: Können Sie uns auch andere Spiele empfehlen, die nicht mit Singen und Musik zu tun haben?
S: Neben Musikmachen gibt es viele kleine Spiele, die eine lange Reise für Kinder erträglich machen.
Hier ist zum Beispiel das einfache, aber witzige Winke-Spiel. Das Ziel ist, dass man erreicht, dass die
Reisenden anderer Autos zurückwinken. Jeder in unserem Auto gibt einen Tipp ab, ob beim nächsten
Auto, das selbst überholt oder überholt wird, jemand zurückwinken wird. Wer mit seinem Tipp richtig
lag, bekommt einen Punkt, die anderen aber keinen.
R: Können Sie noch ein Spiel für Bahnreisen empfehlen?
S: Ja, die Volkszählung. Dabei geben alle Mitspieler einen Tipp ab, wie viele Menschen im nächsten
Waggon reisen. Und dann geht es los: man muss einmal durch den ganzen Waggon spazieren und die
Leute zählen, die sich bestimmt etwas wundern werden, aber egal. Am Ende bekommt der einen Punkt,
der näher an der tatsächlichen Zahl war. Am Schluss werden alle Punkte zusammengezählt und der mit
den meisten Treffern, also Punkten, gewinnt.
13.
SCHULBUSSE IM TEST
Wenn die Schule ein Stück weiter als normal von zu Hause weg ist, dann gibt es oft Schulbusse für die
Kinder. Aber wie bei vielen anderen Dingen, gibt es auch bei denen große Unterschiede.
Deshalb hat der deutsche Autoclub, der ADAC nun das zweite Mal auf Testfahrten deutsche Schulbusse
getestet. Man hat in 12 Bundesländern auf 36 Strecken auf eingehaltene Höchstgeschwindigkeit und
Sicherheit geachtet.
Das Ergebnis des zweiten Schulbus-Tests wird nicht nur die Eltern erschrecken, sondern hoffentlich
auch die Verantwortlichen: Ein knappes Drittel ist mit der schlechtesten Note durchgefallen. Chaos an
den Haltestellen, überfüllte Busse, zu schnelle Busfahrer waren dafür in erster Linie verantwortlich.
Ein weiteres Drittel schaffte ein schwaches Ausreichend und liegt damit gerade noch im positiven Feld.
Das letzte Drittel landete im grünen Bereich mit der Note gut. Und nur eine einzige Strecke hat die Note
sehr gut bekommen, und zwar die Linie 543 in Schleswig-Holstein. Vor allem den Schülern ist es zu
verdanken, dass ihr Bus der Testsieger wurde. Sie verhielten sich sehr brav und auch der freundliche
Fahrer fiel positiv auf. Zudem war der Bus zwar voll, aber nicht überfüllt, es gab genügend Haltegriffe
auch für kleine Schüler und unmittelbar vor der Schule eine sichere Haltestelle.
Das genaue Gegenteil am anderen Ende der Notenskala: Die Linie 826 in Sachsen-Anhalt, die
nicht einmal die Hälfte der Punkte eingesammelt hat und damit gerade nur die schlechteste Note
erhielt. Der Busfahrer erreichte sogar mit null Punkten das schlechteste Ergebnis im Test. Er hat die
Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten, außerdem hat er seine Fahrweise den kurvigen Straßen nicht
angepasst. Zudem gab es im Bus zu wenige Haltegriffe und die vorhandenen waren zu hoch montiert.
Ein Minus bekam auch die Haltestelle, unter anderem deshalb, weil sie nicht unmittelbar vor der Schule
liegt.
Die zweitschlechteste Linie war die Linie K65 in Hessen. Diese Linie hat ebenfalls weniger als die Hälfte
der Punkte erreicht. Hier allerdings wurden die Haltestellen wesentlich besser bewertet, und auch der
Fahrer holte ein paar Punkte, obwohl auch er zu schnell unterwegs war und seinen Fahrstil nicht der
Verkehrssituation angepasst hat.
14.
100 JUGENDLICHE DISKUTIEREN MIT METEOROLOGEN ÜBER KLIMAWANDEL
Am Sonnabendvormittag waren rund 100 Jugendliche aus Polen, Frankreich, Kroatien, Island und
Deutschland im Lindenberger Observatorium sowie im Wettermuseum zu Gast. Sie diskutierten mit
den dortigen Wissenschaftlern über das Thema „Umwelt und Klimawandel“.
Ein Gymnasiallehrer hat die Jugendlichen zu diesem einwöchigen „Europäischen Jugendklimatreffen“ in
Berlin zusammengeführt. Ein Gymnasiallehrer, der von einer „anderen Schule“ träumt. Einer Schule, wo
nicht nur Fachwissen dominiert, sondern die eine ist, die die Persönlichkeiten formt.

Lexika Kiadó, 2012 8


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Dieser Jugendgipfel wurde vom Umweltministerium mit 20 000 Euro unterstützt, und die Jugendlichen
wollen sich hier neue Kenntnisse erwerben, um Werbung, Werbefilme herstellen zu können, die
international gezeigt werden.
Marcin und Natalia, beide 19 Jahre alt und aus Polen, gehörten zur Gruppe, die mit einem Diplom-
Meteorologen die historische Ballonhalle besuchte.
Céline aus einem deutsch-französischen Gymnasium in Frankreich ist mit zwanzig Mitschülern aus
ihrer 10. Klasse zum Klimatreffen gekommen, wo sie an einem Projekt teilnehmen. Das Projekt hat zum
Ziel, dass die CO2-Emission in der Schule gesenkt wird.
Egal, in welcher Gruppe die Jugendlichen auch das Observatorium besucht haben, sie haben immer nur
die Hoffnung ausgedrückt, dass es nicht zu spät ist, die Erde zu retten. Und es ging immer um die Frage:
Was müssen, was können wir Jugendlichen zu Hause, in unserem alltäglichen Leben für die Umwelt
tun?
Dazu erzählt eine Teilnehmerin, Sybille, Beispiele aus ihrem Leben.
„Allgemein bekannt ist, dass es klimafreundlich ist, wenn man mit dem Fahrrad zur Schule fährt oder auf
Recyclingpapier schreibt. Aber man kann noch mehr tun. Mein Handy zum Beispiel hat früher meinem
Opa gehört. Für die Umwelt ist das gut, denn wenn ein Handy länger als nur zwei Jahre gebraucht wird,
entstehen weniger Treibhausgase bei der Produktion. Und ein weiteres Plus: das Handy hat keine Strom
fressenden Extrafunktionen wie Kamera oder MP3-Spieler.
Auch bei Klamotten und Shopping schütze ich die Umwelt: ich lege eigentlich wenig Wert darauf, immer
die neueste Mode zu haben. Oft ziehe ich die Sachen von meiner älteren Schwester an, das stört mich
nicht. Für die Umwelt ist es besser, seltener Kleidung zu kaufen, dafür aber Kleidung von hoher Qualität,
die lange hält.
Und beim Einkaufen achten wir in der Familie darauf, nicht zu viel Obst und Gemüse aus weit entfernten
Ländern zu kaufen. Und wir versuchen uns, so gut es geht, zu ernähren, dass es der Jahreszeit entspricht.
Das Internet hilft uns dabei mit Tabellen, die zeigen, in welchen Monaten welches Obst und Gemüse
wächst.“
15.
WERBUNG
Immer und überall treffen wir auf Werbung. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht von Werbungen
beeinflusst werden. Manchmal nervt Werbung uns. Manchmal achten wir auf eine Werbung gar nicht.
Manchmal macht Werbung Spaß und bringt uns auf neue Ideen.
Die meiste Werbung will uns dazu bewegen, bestimmte Produkte zu kaufen oder bestimmte Marken gut
zu finden. Solche Werbung hilft uns dabei, uns leichter unter den vielen verschiedenen Warenangeboten
entscheiden zu können. Oft bringt diese Werbung uns aber auch dazu, etwas zu kaufen oder unbedingt
haben zu wollen, das wir gar nicht brauchen oder das wir uns gar nicht leisten können. Deshalb ist es
für Jugendliche sehr wichtig, mit der Werbung, aufmerksam und kritisch umzugehen. Und besonders
wichtig ist es zu lernen, wie die Werbung funktioniert.
Sehen wir zuerst den Markennamen: Werbung soll auffallen und man will erreichen, dass wir uns die
Werbung und den Namen merken. Um das zu erreichen, benutzt man in den Werbungen bestimmte
Tricks: Im Markennamen „Frolik“ (einem Hundefutter) steckt das Wort „froh“ und das ist mit positiven
Gefühlen verbunden. „Traurig“ hingegen wäre kein guter Markenname. Der nächste Trick, also eine
weitere Strategie ist schon bekannte Begriffe zu benutzen, denn was Bekanntes kann man sich einfacher
merken. Und der letzte Trick: auch gut in Erinnerung bleiben extrem komische Namen, wie zum Beispiel
Pattex.
Und wie wirkt die Musik auf uns? Wissenschaftler haben einen Test gemacht und festgestellt, dass mit
Musik mehr verkauft wird. Wenn ein Kaufhaus italienische Musik gespielt hat, dann haben die Leute
mehr italienische Waren gekauft. Und bei französischer Musik natürlich französische Waren. In einer
Weinhandlung wurde Klassik und Pop gespielt. Dabei wurde festgestellt, dass die Käufer sehr viel mehr
von den teureren Weinen kaufen, wenn klassische Musik läuft.
Sehen wir den nächsten Effekt, den sogenannten „Das schöne Erlebnis“-Effekt: Menschen erleben gerne
etwas Schönes. Deshalb verbindet die Werbung das Produkt – etwa eine Limonade – mit einem schönen
Erlebnis: Der Fußballspieler trinkt vor dem Spiel die Limonade „Limmi“ und schießt dann zwei Tore!

Lexika Kiadó, 2012 9


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Oder ein Junge trinkt bei einer Party ein paar Schlucke und lernt dabei ein nettes Mädchen kennen. Die
Limonade wird so mit positiven Erlebnissen verbunden, und der Zuschauer verbindet sie mit Erfolg.
Und die Werbemacher hoffen, dass er beim nächsten Einkauf diese spezielle Limonade auswählt.
Vergessen wir das Licht nicht: Man weiß, je heller es ist, desto mehr kaufen die Leute und desto mehr
Produkte sehen sie überhaupt. Das heißt, die Aufmerksamkeit, die Konzentration ist viel höher bei
gutem Licht! Kaufhäuser haben daher meist riesige Fenster und in den dunkleren Ecken sorgen sie für
gutes künstliches Licht.
Und zuletzt noch der Duft: Wenn etwas gut riecht, wird man davon angelockt. Deshalb sind die
Parfümerien der Kaufhäuser immer im Erdgeschoss, damit der Duft die Menschen ins Kaufhaus lockt.
Aber auch die Bäcker sind auf eine ähnliche Idee gekommen: Sie blasen meist künstlichen Brötchenduft
auf den Gehweg, weil dann mehr Leute in ihre Bäckerei kommen.

Lexika Kiadó, 2012 10