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Рейнские мистики .

Майстер Экхарт

Durchbruch zur Gottheit / Прорыв к божеству

Meister Eckhart (auch Eckehart, Eckhart von Hochheim; * um 1260 -- 1328) war
ein einflussreicher thüringischer Theologe und Philosoph des Spätmittelalters.

Доминиканец

Часть 1. Бог и Божество. Ум

1. Gott ist nicht Sein, sondern Erkennen

Im Thomismus, einer damals einflussreichen theologischen Richtung, gilt Gottes


Sein als Voraussetzung seines Intellekts. Im Gegensatz dazu vertritt Eckhart den
Primat des Intellekts:

Es ist also offensichtlich, dass (…) Gott Intellekt oder Denken (Erkennen) ist und
dass er nur Denken (Erkennen) schlechthin ist, ohne dass ein anderes Sein
hinzukäme

2. Бог мыслит не потому, что есть, но есть потому что мыслит.

Tertio ostendo, quod non ita videtur mihi modo, ut, quia sit, ideo intelligat, sed
quia intelligit, ideo est, ita, quod deus est intellectus et intelligere et est ipsum
intelligere fundamentum ipsius esse.

Quaestio Parisiensis
Gott sei zuerst Erkennen und nur dadurch Sein.

Et ideo deus, qui est creator et non creabilis, est intellectus et intelligere
et non est ens vel esse.

„Und daher ist Gott, der Schöpfer und nicht Geschöpf ist, Intellekt
und Erkennen und nicht Seiendes oder Sein.“ (§ 13)

Et ideo intelligere est altius quam esse

3. Мыслить больше чем быть

Intelligere
esse
vivere

Quae ergo ad intellectum pertinent, inquantum huiusmodi sunt non entia

4. Бог и Божество

Апофатичность интеллекта
Хентичность интеллекта

5. Ничто твари и ничто Бога

Kreatur qua Kreatur nichts, ja sogar das Nichts schlechthin bzw. Nichtigkeit
ist. Die lateinischen Begriffe dafür sind: nulleitas91 oder nihileitas92. Das
Opus tripartitum spricht zwar nicht von Analogie, doch ist der Gedanke
klar: Gott als Sein ist Ursache für die Dinge der Welt, deren
Wesensbestimmung daher das Sein nicht formaliter einschließen kann.93
Damit sind sie aber ein Nichts.

Gott als Intellekt ist einer, und als einer ist er Intellekt.

Gottes reines Sein ist reines Erkennen.

Insofern ein Ding Intellekt hat, insofern ist es eins mit Gott.
Часть 2 Человек

6. Отделенная душа

Alles in der Seele Seiende ist kein Seiendes.

Важно

Erkenntnisbild intelligible, noeta !!! в душе не сущее (потому что сущее


определено bestimmt)

Но в нем больше бытия, чем в самом акте мышления, которoе есть не


бытие noera!

7. Божественность человека

Denn auch der Mensch ist erkennend, und darin gleicht er Gott. Das
Erkennen ist ungeschaffen, und auch der Mensch qua sciens / intelligens,
insofern er erkennender ist, ist ungeschaffen, d.h. göttlich.

So wird der Mensch in Gott überformt:

8. Боговидность и деиформация

Ipsum intelligere quaedam deiformitas vel deiformatio, quia ipse


deus est ipsum intelligere et non est esse.
„Das Erkennen selbst ist gewissermaßen Gottförmigkeit oder
Gottförmigwerden, weil Gott selbst eben Erkennen ist und nicht das
Sein.“40

Deus [...] est intelligere et intellectus et non ens vel esse („Gott
[…] ist Erkennen und Intellekt und nich Seiendes oder Sein“)

Ens in causa sua non est ens.

Et ideo deus [...] est intellectus et intelligere et non ens vel esse

Alle Kreaturen sind ein reines Nichts.

Eckhart spricht ausdrücklich von einem „Teil“ der Seele, der im


Unterschied zu den anderen Teilen „gottgleich“ ist.

9. Основание души Seelengrund

Der göttliche Kernbereich der Seele, ihr „Innerstes“, ist der zeit- und raumlose
„Seelengrund“, in dem völlige Ruhe herrscht.

Gekassenheit

Eckhart verwendet dafür auch andere Bezeichnungen. Unter anderem


spricht er vom „Fünklein“ oder „Bürglein“, vom „Höchsten“, „Lautersten“
oder „Haupt“ der Seele; auch mit dem „Intellekt als solchem“ meint er den
Seelengrund. Er betont aber auch, dass der Seelengrund eigentlich so wie
die Gottheit namenlos ist.
Von den vergänglichen und daher nichtigen Aspekten seines Daseins kann
der Mensch sich emanzipieren, indem er sich dem zuwendet, was in ihm –
das heißt in der Seele – göttlich ist. Dank Gottes Anwesenheit in der Seele
ist ihre Selbsterkenntnis Gotteserkenntnis

10.Интеллект без посредников (интеллектуальная интуиция)

Das muss geschehen ohne Mittel und Jederart Vermittlung ist Gott fremd

Как и у св. Григория Паламы – ум божественного чувства


интеллекутльаная интуиция

Als höchste Manifestation seelischer Aktivität betrachtet Eckhart wie andere


Dominikaner den Intellekt

: Darum ist die Vernunft allwegs nach innen suchend. Der Wille hingegen geht
nach außen auf das hin, was er liebt.

Как у Дитриха фон Фрайберга – воля третье, обращенное вовне

Eckhart teilt die von Albert dem Großen besonders prägnant formulierte
Sichtweise der dominikanischen Tradition, wonach der Mensch, insoweit er
Mensch ist, nur Intellekt ist; der Intellekt macht das spezifisch Menschliche am
Menschen aus.

11. Свет внутренней истины lux


‚in lumine’ intellectus agentis

in illa interiore luce veritatis, qua ipse, qui dicitur homo interior, illustratur et
fruitur

intellectus agens высвечивает вещи в их «новом бытии» в их


парадигмах/идеях

Das Licht Gottes ist der wahre innere Lehrer

У Августина

Ergo quomodo in hoc sole tria quaedam licet animadvertere:


 quod est,
 quod fulget,
 quod illuminat,
ita in illo secretissimo Deo quem vis intelligere, tria quaedam sunt:
 quod est,
 quod intelligitur, et
 quod cetera facit intelligi.

12.Нетварность интеллекта

„ “.
Ebenso: „[...] wie ich schon öfter gesagt habe, dass etwas in der Seele ist, das Gott
so verwandt ist, dass es eins ist und nicht vereint [...] Nun ist dies aller
Geschaffenheit fern und fremd“.

Hier im Höchsten der Seele ist der Mensch Gott ganz nahe, ja eins mit ihm.

13.Чистый платонизм

Die memoria wäre so die ungeschaffene Vernunft, die intelligentia die


Geschaffene

14.Ищущий разум и не ищущий разум

Eine dritte Passage unterscheidet die Vernunft, die noch sucht, von
der Vernunft, die nicht mehr sucht:

„Über die Gedanken hinaus aber geht die Vernunft, soweit sie noch sucht. Sie
geht ringsum und sucht; sie späht hier- und dorthin, und sie nimmt auf und
verliert. Über dieser Vernunft aber, die (noch) sucht, ist (noch) eine andere
Vernunft, die da nicht (mehr) sucht, die da in ihrem lautern, einfaltigen Sein
steht, das in jenem Licht umfangen ist [...] Unsere Meister sagen [...], dass
(selbst) die Engel von den Gedanken nichts wissen, dafern sie nicht ausbrechen
und emporsteigen in die Vernunft, die sucht, und die Vernunft, die sucht, in die
Vernunft springt, die nicht (mehr) sucht, die vielmehr in sich selbst ein lauteres
Licht ist. Dieses Licht umfasst in sich alle Kräfte der Seele.“203

Quint, S. 329, 13–27. Josef Quint: Meister Eckhart, Deutsche Predigten und
Traktate, hrsg. und übers. von J. Quint, Zürich 1979

Sie ist die höchste Stufe der Erkenntnis, die die Einheit mit Gott bedeutet.

15.Структура души феноменология сознания

1. Den Bereich der Sinneswahrnehmung,


2. den Bereich der inneren Sinne bzw. des durch Teilhabe Vernünftigen oder
der ratio inferior (cogitationes oder Bewusstseinsakte) und
i. innere Sinne = Gedanke
ii. Vernunft als ratio inferior discursum Hin- und Herlaufen - den
Bereich des diskursiven Verstandes,
3. der ratio der Vernunft
i. ratio superior
ii. intellectus

Dieser Bereich kann sich aber in einen höheren Raum öffnen, den Raum der
ratio superior oder des intellectus.

Cogitatio motum habet et discursum. Item cogitatio sine intellectu imaginari est
et condiciones corporis habet, scilicet figuras et huiusmodi.

Das unsere Erkennen, also die ratio, bedient sich der Begriffe und Vorstellungen
und fasst sie zu einer grosseren Einheit, wenn auch nicht zur letzten Einheit,
zusammen

Die auf äußere Dinge bezogene ratio ist ein Denkvermögen, dessen authentische
Aufgabe es ist, das Mannigfaltige der Sinnlichkeit in Ordnungen, Figuren und
gedanklichen Einheiten zusammenzuschließen.“

Über den inneren Sinnen steht das auf äußere Dinge bezogene
Erkenntnisvermögen des schlussfolgernden Verstandes (ratio) und über diesem
als höchstes Erkenntnisvermögen der auf Gott hingeordnete Intellekt, den Eckhart
auch „höheren Verstand“ (ratio superior) nennt und als Abbild Gottes bezeichnet.
(то есть Imago)
Mit „Intellekt“ bezeichnet Eckhart sowohl den intellectus agens, den „aktiven
Intellekt“, der die Erkenntnisbilder abstrahiert, als auch den intellectus possibilis,
den „möglichen“ oder „passiven“ Intellekt, der nicht handelt, sondern nur
empfängt.

16.Интенциональность

Ratio inferior

„Eine weitere Kraft ist in der Seele, mit der sie denkt. Diese Kraft stellt sich die
Dinge vor, die nicht gegenwärtig sind, so dass ich diese Dinge ebensogut erkenne,
als ob ich sie mit den Augen sähe, ja, noch besser – ich kann mir eine Rose sehr
wohl (auch) im Winter denkend vorstellen –, und mit dieser Kraft wirkt die
Seele im Nichtsein und folgt darin Gott, der im Nichtsein wirkt.“

Diese Kraft ahmt also Gottes Schöpfertätigkeit aus dem Nichts nach, indem sie an
Dinge denkt, die nicht gegenwärtig (also eigentlich ein rechtes Nichts) sind.

Мыслить без интеллекта значит воображать

„Wie (aber nun) sind wir ‚Söhne Gottes’? Dadurch, dass wir ein Sein mit ihm
haben. Dass wir indessen etwas davon erkennen, dass wir der Sohn Gottes sind,
dazu muss man äußeres und inneres Erkennen zu unterscheiden wissen. Das
innere Erkennen ist jenes, das sich als vernunftartig im Sein unserer Seele
fundiert. Indessen ist es nicht der Seele Sein, vielmehr wurzelt es darin und
ist etwas vom Leben der Seele. Wenn wir sagen, dieses Erkennen sei etwas vom
Leben der Seele, so meint das vernünftiges Leben, und in diesem Leben wird der
Mensch als Gottes Sohn und zum ewigen Leben geboren. Und dieses Erkennen
ist ohne Zeit, ohne Raum und ohne Hier und ohne Nun. In diesem Leben sind alle
Dinge eins und alle Dinge miteinander alles in allem und alles in allem
geeint.“222

Разделение между ratio superior и Intellectus


ratio superior – это и есть видение всего мира
но ntellectus еще выше – он обращен к Богу и есть чистый свет

17.Апология Марты

Внешнее ущербно по своему бытию, но не по своей интеллигибельности.


Чувственный мир плох пока он не понят, сам по себе в своем сущем
( то есть в своей ничтожности)
Он прекрасен в своем смысле.

18.Рождение Сына в нас

„Der Vater gebiert seinen Sohn im ewigen Erkennen»

dass ich von Gnaden in dem personhaften Sein (Christi) eins


(mit Christus) und auch das personhafte Sein (selbst) bin.

So wahr der Vater in seiner einfaltigen Natur seinen Sohn natürlich gebiert, so
wahr gebiert er ihn in des Geistes Innigstes, und dies ist die innere Welt. Hier ist
Gottes Grund mein Grund und mein Grund Gottes Grund. Hier lebe ich aus
meinem Eigenen, wie Gott aus seinem Eigenen lebt.

Geh völlig aus dir selbst heraus um Gottes willen, so geht Gott völlig aus sich
selbst heraus um deinetwillen. Wenn diese beiden herausgehen, so ist das, was
da bleibt, ein einfaltiges Eins. In diesem Einen gebiert der Vater seinen Sohn im
innersten Quell. Dort blüht aus der Heilige Geist, und dort entspringt in Gott ein
Wille, der gehört der Seele zu.“

19.Fünklein vünkelîn
Scintilla animae

„[…] das Fünklein der Vernunft, das ohne Vermittlung von Gott geschaffen ist,
ein überschwebendes Licht und ein Bild göttlicher Natur und von Gott
geschaffen. Dieses Licht trägt die Seele in sich.“

das Fünklein mehr in der Wahrheit drin ist als alles, was der Mensch lernen kann

Das Fünklein „steht immerfort im Sein Gottes“ ist ein Fünklein himmlischer Natur

Fünklein der Seele, das da geschaffen ist von Gott

„Eine Kraft ist in der Seele, von der ich schon öfter gesprochen habe, – wäre die
Seele ganz so, so wäre sie ungeschaffen und unerschaffbar“

20. Imago

„Die Seele hat etwas in sich, ein Fünklein der Erkenntnisfähigkeit, das nimmer
erlischt, und in dieses Fünklein als in das oberste Teil des Gemüts verlegt man das
‚Bild’ der Seele“.

Dort im Fünklein wird auch der Sohn geboren: „Wird das Fünklein der Vernunft
rein in Gott erfasst, so lebt der ‚Mann’. Dort geschieht die Geburt, dort wird der
Sohn geboren

21. Свет несозданный!


Vom unerschaffenen Licht in der Seele spricht Eckhart auch in Quint, S. 315, 19
ff.

Nicht-Ort eines unendlichen Lichtes wird, das von oben in die Seele einstrahlt

22.Unio

Intelligere est deiformatio.

das intelligere mit der Gottheit, das esse (absolute) hingegen mit Gott
identifizieren
kann

[E]xtra esse et ante esse solum est nihil

23. Прорыв к Богу Durchbruch царство небесное нудится

Ascendere igitur ad intellectum, subdi ipsi, est uniri deo

Zum Intellekt aufsteigen, sich ihm unterwerfen, heißt daher mit Gott
vereinigt werden

geistige Wiedergeburt in den Urgrund des Schöpfer

Es besteht also eine Parallele zwischen intelligere und Gottheit einerseits


und esse und Gott andererseits. Gleichbedeutend mit dem Begriff ‚Gott’
könnte auch das Sein (esse) die Außenseite Gottes genannt werden,
wohingegen das Erkennen (intelligere) sein inneres Wesen bezeichnet
24.Таулер

Трихотомия

Grund бездна
Сотворенное ничто

Три человека – осел слуга мастер