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Ärzte Zeitung - www.aerztezeitung.de - Home > Medizin > Naturheilkunde / Phytotherapie - 26.09.

2005

Pflanzen-Extrakt bremst die


Vermehrung von Grippeviren
Polyphenol-reiche Extrakte hindern Influenza-Viren
offenbar daran, in menschliche Zellen einzudringen /
Zellkultur-Versuche mit Cist-Rosen-Extrakt
NEU-ISENBURG (mut). Läßt sich mit Pflanzen-Extrakten eine Grippe-Infektion
verhindern? Zumindest in Zellkulturen können Polyphenol-reiche Extrakte die Vermehrung
von Influenza-Viren blockieren. Versuche deuten darauf, daß Substanzen aus solchen
Extrakten Influenza- und andere Viren daran hindern, in Zellen einzudringen.

Pflanzliche Polyphenole waren bisher eher als Antioxidantien bekannt. So gibt es Zellkultur-
Untersuchungen, in denen die Substanzen, zu den viele Farbstoffe, Geschmacksstoffe und
Gerbsäuren gehören, das Wachstum von Krebszellen hemmten. Und mit Polyphenolen aus grünem
Tee ließ sich auch bei Mäusen die Tumorinzidenz senken.

Polyphenole wirken offenbar auch antiviral

Doch offenbar haben Polyphenol-reiche Extrakte noch andere Fähigkeiten: Sie wirken antiviral. Es
gibt inzwischen Studien mit Extrakten der bulgarischen Heilpflanze Geranium sanguineum. Dabei
blockierten die Extrakte nicht nur die Vermehrung von verschiedenen Influenza-Stämmen in
Zellkultur, sie schützten auch Mäuse vor Influenza-Infektionen (Life Science 6/76, 2005, 2981).
Einen starken antiviralen Effekt hat jetzt auch eine deutsche Untersuchung ergeben - und zwar für
einen Extrakt aus der graubehaarten Cist-Rose (Cistus incanus), einer Pflanze mit einem besonders
hohen Gehalt an Polyphenolen. Der Extrakt ist in Deutschland als Cystus® erhältlich.
Forscher vom Institut für Molekulare Virologie der Uni Münster haben geprüft, ob der Extrakt die
Vermehrung von Vogelgrippe-Viren und von humanen Influenza-Viren stoppen kann. Dazu
behandelten sie menschliche Lungen-Epithelzellen und Hunde-Nieren-Epithelzellen mit
unterschiedlichen Konzentrationen des Extrakts und infizierten die Zellen anschließend mit dem
Vogelgrippe-Stamm H7N7 sowie mit dem Human-Influenza-Stamm H1N1.

Viren-Konzentration wurde um zwei Zehnerpotenzen gesenkt

Die Ergebnisse: In beiden Zellinien konnte die Virusvermehrung deutlich blockiert werden - und
zwar sowohl die der Vogelgrippe- als auch die der Human-Influenza-Viren. Neun bis 24 Stunden
nach der Infektion waren die Viren-Konzentrationen in Lösungen von Zellen, die mit dem Extrakt
behandelt wurden, um bis zu zwei Zehnerpotenzen geringer als in Lösungen von unbehandelten
Zellen, heißt es im Abschlußbericht der Untersuchung.
Dabei war die antivirale Wirkung dosisabhängig: Mit einer Extrakt-Konzentration von 2µg/ml war
sie nur sehr gering, mit einer Konzentration von 25 und 50 µg/ml am stärksten ausgeprägt. Eine
schädliche Wirkung des Extraktes auf die Zellen konnte bei weiteren Versuchen nicht festgestellt
werden.

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Jetzt wäre zu prüfen, ob sich der Extrakt auch in der Praxis zur Grippe-Prävention und -Therapie
bewährt, so Professor Stephan Ludwig, der die Studie geleitet hat. Um eine Extraktkonzentration
von 25 bis 50 µg/ml auf Lungenepithelien zu erreichen, eignet sich die orale Einnnahme aber kaum.
"Die geeigneten Konzentrationen ließen sich am besten erreichen, wenn man den Extrakt etwa über
ein Spray inhalieren würde", sagte Ludwig zur "Ärzte Zeitung".
Noch unklar ist, wie der Pflanzenextrakt die Viren unschädlich macht. Ludwig vermutet zwar, daß
Polyphenole im Extrakt die Ursache sind, es könnten aber auch Terpene an dem Effekt beteiligt
sein. Für Polyphenole als antivirale Agenzien spricht eine Untersuchung mit einem isolierten
Polyphenol - Resveratrol aus Rotweintrauben.
Die Substanz verhindert erfolgreich die Vermehrung von Influenza-A-Viren (J Infect Dis 191, 2005,
1719). Die Forscher der Studie vermuten, daß die antioxidative Wirkung der Substanz in den Zellen
Ursache dafür ist.
Ludwigs Experimente deuten zumindest für den Cist-Rosen-Extrakt aber in eine andere Richtung.
So hat er festgestellt, daß Viren, die vor der Infektion mit dem Extrakt behandelt werden, kaum
noch infektiös sind. Demnach scheint der Extrakt auch direkt auf die Viren zu wirken. "Wir gehen
davon aus, daß die Viren selbst gehemmt werden",so Ludwig.
Ursachen dafür könnten ebenfalls Polyphenole in dem Extrakt sein. So ist bekannt, daß Polyphenole
Proteine verklumpen können. Viren haben besonders viele Proteine in ihrer Außenhülle. Binden
Polyphenole dabei an wichtige virale Rezeptoren, können die Viren nicht mehr in Zellen eindringen.
"In Aufnahmen mit Fluoreszenz-Mikroskopen konnte man sehen, daß Viren offenbar auf den
Zelloberflächen sitzen und nicht reinkommen", so Ludwig.
Da die Proteinbindung unspezifisch ist, könnte dies auch die Wirkung des Cist-Rosen-Extraktes auf
andere Viren erklären. So klangen mit dem Extrakt, den Patienten mit Tonsillopharyngitis in einer
klinischen Studie gurgelten, die Beschwerden schneller ab als mit grünem Tee - solche Infekte sind
meist viral bedingt.
Für Ludwig ist der Extrakt daher bei einer Atemwegsinfektion einen Versuch wert: "Ich würde den
Extrakt nicht nur bei einer beginnenden Grippe nehmen, sondern nehme ihn jetzt schon bei
beginnenden Halsschmerzen oder Entzündungen in der Mundhöhle."

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Deutscher Naturheilbund eV – Reihe „Naturheilkundliche Ratgeber“ PK-03 / Seite 1

Stärkster Grippeschutz kommt aus der Natur


Pflanzliches Präparat aus der Zistrose
Horst Boss, Heilpraktiker und Medizinjournalist

Dass gerade ein rein pflanzliches Präparat, je nach Virus-


art, bis zu hundertmal stärker vor Grippeviren schützt
als der Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®),
ist vielen Menschen immer noch nicht geläufig. Alles nur Wirkstoff gegen Grippe kommt
Werbung? Weit gefehlt! Bei der rein wissenschaftlichen aus der Zistrose
Recherche geht es um die graubehaarte Zistrose, bzw. um
die einzige bekannte, wirksame Unterart dieser Pflanze -
um die Cistus incanus ssp. PANDALIS. Mittlerweile wurde
die Pflanze an mehreren namhaften Universitäten und
Fachlabors allen möglichen wissenschaftlichen Überprü-
fungen unterzogen.

Bis zu 100-fach stärkerer Grippeschutz

Im Zellversuch und Grippemodell ist der antivirale Effekt der © silencefoto- Fotolia.com
mediterranen Heilpflanze, je nach Virusart, bis zu 100-mal
(2) stärker als der der Neuraminidasehemmer Oseltamivir
(Tamiflu®) oder Relenza®, berichtet die Arbeitsgruppe um Wirkstoff verwehrt Eindringlingen den Eintritt
Prof. Oliver Planz, Universität Tübingen, in Zusammenarbeit
mit Prof. Stephan Ludwig, Westfälische Wilhelms-Universi- Im September 2011 stellte Prof. Stephan Ludwig, Moleku-
tät, Münster. So veröffentlicht im renommierten Fachblatt lar-Biologe an der Universität Münster, Cystus052 auf dem
„Influenza and other Respiratory Viruses” (Wiley 2011). 15. Internationalen Virologen-Kongress (International Uni-
on of Microbiological Societies 2011 Congress - IUMS) in
Die hochwirksame Lutschtablette aus der Zistrose, Extrakt- Sapporo vor. Infektionen mit Influenza A Viren (IAV) stellen
name „Cystus052“ ist in allen Apotheken Rezept-frei erhält- immer noch eine sehr große Bedrohung für den Menschen
lich. Für viele, die erst gar nicht krank werden wollen, für und verschiedene Tierarten dar. Dies gilt für die hochpatho-
diejenigen, die sich bereits angesteckt haben und natürlich genen aviären (von Vögeln stammenden) H5N1- Influenza-
für chronisch Kranke, für die ein zusätzlicher Infekt oft fatale Viren genauso wie für die neuen H1N1v - Viren, den Auslö-
gesundheitliche Folgen haben könnte. sern der Schweinegrippe. Das zunehmende Auftreten von
Resistenzen, gegen alle derzeit verfügbaren, chemischen
Beispiele Grippe-Medikamente, stellt ein zusätzliches Hochrisiko dar.

Wenn Sie Sport treiben, dabei schwitzen und anschließend Da kommt ein pflanzlicher Extrakt gerade richtig
frieren, dann ist die Gefahr sich zu erkälten und sich einen
Infekt zu holen besonders groß. Jedoch nicht, wenn Sie Übereinstimmend empfehlen Wissenschaftler wie Prof.
schon während des Sports den Wirkstoff der graubehaarten Stephan Ludwig (Uni Münster), Prof. Oliver Planz (Uni Tü-
Zistrose lutschen. bingen), Prof. Jens Träder (Uni Lübeck) und Prof. Dr. Dr.
Dr. Gundolf Keil (Würzburg) den Extrakt aus der Zistrose,
Sie bewegen sich in einer großen Menschenmenge. Dann „Cystus052“, bereits vorbeugend einzusetzen. Der poly-
ist die Gefahr sich anzustecken immer erhöht. Nicht aber, phenolreiche Pflanzenextrakt bietet einen hochgradigen
wenn Sie nebenbei zwei Bio Halspastillen Cystus052 lang- Virus-Schutz (anti-grippal) bei allen möglichen Influenza-
sam im Mund zergehen lassen. Viren. Selbst bei humanen Rhino-Viren (HRV), den wesent-
lichen Auslösern von Schnupfen. Darüber hinaus fordert die
Sie haben bereits Halsweh und sind erkältet. Wollen aber WHO sowieso längst auf natürliche Mittel umzusteigen (1).
so schnell als möglich wieder gesund werden. Dann greifen
Sie zur graubehaarten Zistrose. Lutschen sie den Extrakt bis Die Wirkung ist rein physikalisch
zu sechsmal und mehr täglich.
Normalerweise dringen Viren über die Mund-/Rachen-/
Gerade übervorsichtig müssen alle chronisch Kranken und Nasenschleimhaut in den Körper ein. In der Regel gibt es
Krebspatienten sein. Schließlich ist ein Superinfekt - also drei Möglichkeiten zur Abwehr. Entweder die Eindringlinge
eine zusätzliche Infektionskrankheit zu einer Grunderkran- werden bereits an der äußeren Zellwand am Eintritt in die
kung - meist sehr gefürchtet und kann für viele äußerst ge- Zellen gehindert und bekämpft, oder, sollte ihnen der Ein-
fährlich werden. Doch auch da helfen diese natürlichen und tritt gelingen, dann findet der nächste Abwehrversuch in
starken Presslinge, die als Cystus 052 Bio Halspastillen auf den Zellen statt. Hier versuchen sich die Viren zu vermeh-
dem Markt sind. ren. Aber manchmal gelingt auch die Abwehr in den Zellen
nicht. Jetzt kommt die letzte Möglichkeit der Verteidigung.
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Stärkster Grippeschutz kommt aus der Natur

Es wird versucht die Viren am Austritt aus den Zellen zu 45 Prozent im Urin gesenkt werden. Auf die Eisenspiegel
hindern und zu bekämpfen. Gelingt auch dieses Vorha- hatte der Cystus 052 Bio-Sud aber keinerlei Auswirkungen.
ben nicht, dann wird der Körper geradezu mit Viren über-
schwemmt. Fatal. „Der Cystus 052 Bio Sud erwies sich als sicheres Produkt,
ohne Nebenwirkungen“, so Siegers. „Eine regelmäßige Ein-
Es gibt momentan weltweit nur ein Mittel, das mit Viren und nahme kann bei Menschen mit einer Schwermetallbela-
vielen Arten von Bakterien kurzen Prozess macht. Und das stung, wie das auch bei Rauchern der Fall ist, nur empfoh-
ist Cystus052. Hierbei handelt es sich, wie schon erwähnt, len werden, um Organschäden durch Cadmium an Lunge,
um rein pflanzliche Lutschpastillen (keinesfalls schlucken). Leber und Nieren zu vermeiden“, so Siegers weiter.
Durch das Lutschen entsteht im Mund-/Rachenraum ein Der Cytus052 Bio-Kraut Tee hat denselben Wirkmechanis-
Schutzfilm aus großmolekularen Polyphenolen. Sie zählen mus wie der Sud. Nur, dass der Sud in seiner Wirkung viel
zu den sekundären Pflanzenstoffen. Viren und Bakterien konzentrierter und somit stärker ist als der Tee.
werden von diesen Polyphenolen radikal abgefangen, prak-
tisch eingehüllt und somit fest gebunden. Die Eindringlinge Keine Nebenwirkungen
werden dann auf dem normalen Weg durch den Körper ab-
transportiert und regelrecht mit der Toilette entsorgt. Cystus052 zeigt keinerlei schädigende Wirkung auf die Zel-
le und deren Lebensfähigkeit, hat keinen Einfluss auf den
Das ist Fakt Stoffwechsel, die Proliferation (das Zellwachstum) oder die
Zell-Aktivierung durch extrazelluläre Liganden (Stoffe, die
Am Institut für Transfusionsmedizin, an der Charité Berlin, einen Rezeptor an der Zelle aktivieren oder deaktivieren
stellte Prof. Dr. Dr. Holger Kiesewetter zu Beginn in seiner können).
multizentrischen, prospektiven, randomisierten und Place-
bo-kontrollierten Studie, zur Behandlung von Infekten des Keine Resistenzen
oberen oder des oberen und unteren Respirationstraktes
(3) an 160 Patienten (80 mit Cystus052 und 80 mit Placebo) Prof. Stephan Ludwig, Universitätsklinikum Münster, weist
klar fest: darauf hin, dass eine vorbeugende Behandlung (z. B. mit
Cystus052 ist ein hochwirksames und sicheres Medizinpro- Tamiflu®) die Bildung von resistenten Grippeviren gerade-
dukt. Die Wirkung besteht darin, dass Viren und Bakterien, zu fördern kann. Zudem könne es zu starken Nebenwir-
wegen der Größe der Polyphenole, rein physikalisch blo- kungen kommen, so Ludwig. Im Gegensatz dazu treten bei
ckiert werden. Es gibt keinerlei pharmakologische Wirkung, Cystus052 keinerlei Resistenzen auf. Auch nicht bei aufei-
da die produktspezifischen Nebenwirkungen fehlen. nander folgender oder häufiger Gabe. Dabei bezieht Lud-
Die Wirksamkeit ist bei viralen und bakteriellen Erregern wig sich auch auf seinen Kollegen, Prof. J. Kühn, ebenfalls
vergleichbar stark. Während ein viraler Infekt des oberen an der Universität Münster. Beide Wissenschaftler empfeh-
Respirationstrakts im Allgemeinen nach zehn Tagen von len Cystus 052 schon vorbeugend zu verwenden. Ludwig
selbst abklingt, geschieht dies mit Cystus052 schon ab dem weiter: „Es ist davon auszugehen, dass Cystus052 gegen alle
dritten Tag und ist i. d. R. nach fünf bis sechs Tagen ganz Arten von Viren wirksam ist“. Zu diesem Ergebnis kommen
abgeklungen. Infekt-Zeit in ca. halbiert! Auch bei bakteri- auch weitere namhafte Wissenschaftler an anderen deut-
ellen Infekten, die im Allgemeinen ohne Behandlung nach schen Universitäten.
ungefähr 14 Tagen abheilen, halbiert sich in etwa die Er-
krankungsdauer. Die Wirkung der Zistrose erfolgt Erreger- Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
unabhängig.
Cystus052 Bio-Halspastillen müssen gelutscht werden. Nur
Ausleitung von Schwermetallen so entsteht auf der Schleimhaut ein Erreger-abweisender
Schutzfilm. Einziger Nachteil: Wird zwischendurch geges-
Prof. Dr. Claus-Peter Siegers, Institut für Pharmakologie und sen oder getrunken, dann bricht der Schutzfilm zusammen.
Toxikologie, Universität zu Lübeck, betrieb seine Forschung Dann muss der Schutz wieder erneuert werden.
in Richtung Cystus052 Bio Sud und der damit möglichen
Ausleitung von Schmermetallen (4). Die Studie wurde an In der Regel hält der Cystus052-Schutz über drei Stunden
Rauchern durchgeführt, die mindestens 15 Zigaretten täg- an. Dann gilt es den Schutz zu erneuern. Während des
lich rauchten. Die untersuchten Parameter waren der Cad- Schlafs binden je eine Halspastille in jeder Backentasche
miumgehalt (stellvertretend für freie Schwermetalle) und Erreger, die von der Nase nach hinten in Richtung Rachen-
die Eisenspiegel (beispielhaft für komplexgebundene Me- raum und Kehlkopf gelangen. Einer weiterreichenden Er-
talle) im Vollblut sowie im Urin. Hauptsächlich Spinat, Salat krankung wie Halsweh, Kehlkopfentzündung, evtl. Bron-
und Tabak enthalten viel Cadmium. Besonders belastet sind chitis oder im schlimmsten Fall Lungenentzündung wird so
Lebensmittel wie Leber, Pilze, Muscheln, andere Schalen- strategisch optimal entgegengewirkt. Die Bandbreite der
tiere und Kakao. Zweimal täglich erhielten die Raucher den Dosierung reicht von wenigen Tabletten täglich, rein zur
Cystus052 Bio-Sud. Resultat nach nur vier Wochen: Die Cad- Prophylaxe, bis zu 6-mal täglich 2 Tabletten und mehr, bei
miumbelastung konnte um über 60 Prozent im Blut und um bereits bestehender Krankheit. Bei Kindern reicht die Hälfte
der Erwachsenendosis.
Deutscher Naturheilbund eV – Reihe „Naturheilkundliche Ratgeber“ PK-03 / Seite 3

Stärkster Grippeschutz kommt aus der Natur

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Seit Ende Januar 2012 sind Cystus052 Bio-Halspastillen zu- geschlossenen Vereine. Bei uns lernen Sie wirksame Therapien, erfah-
sätzlich in den Geschmacksrichtungen Honig/Vanille und rene Therapeuten und geeignete Naturheilmittel kennen.
Honig/Orange erhältlich.

Anmerkung Weitere Informationen erhalten Sie vom

Geforscht wurde bisher nur mit dem Wirkstoff Cystus052. Deutscher Naturheilbund eV
Mittlerweile sind Nachahmerprodukte auf dem Markt. Da Bundesgeschäftsstelle
es aber sehr viele Arten und Unterarten der Zistrose gibt, ist Christophallee 21
nicht bekannt, ob diese ebenfalls Wirkung zeigen oder viel- 75177 Pforzheim
leicht nicht sogar schädliche Stoffe enthalten. Forschungs- Telefon 07231 / 4629 282
arbeiten dahingehend liegen bis jetzt jedenfalls nicht vor, Telefax 07231 / 4629 284
so die Wissenschaftler. Nachahmerprodukte in Kapselform E-Mail: info@naturheilbund.de
zeigen keinerlei Wirkung. www.naturheilbund.de

Verfasser: Horst Boss, Heilpraktiker und Medizinjournalist Der Natur und dem Leben vertrauen!
Mail: kontakt@horstboss.de - www.horstboss.de

Quelle:
(1) Publikation Health Research Agenda for Influenca, WHO 2009
(2) Droebner, K., Oesterle, K., Wulle, U. & O.Planz. (2007): Cystus 052,
ein Polyphenol-reiches Pflanzenextrakt CYSTUS052, zeigt antivirale
Aktivität gegen hochpathogene Influenzaviren. In: Jahresbericht
2006 des Friedrich-Löffler-Instituts.
(3) Kalus, U., Radtke, H., Kiesewetter, H. (2008); Effect of Cystus 052®
and Green Tea on Subjective Symptoms in Patients with Infection of
the Upper Respiratory Tract. Phytotherapy Research (2009), veröffent-
licht online in Wiley InterScience (www.interscience.wiley.com), DOI:
10.1002/ptr.2876
(4) Siegers, C. P. (2008): Release of heavy metals (cadmium, mercury)
from human blood and urine by Cystus Sud; Planta Medica.

Weitere Publikationen auf Anfrage beim Verfasser.

*****
IN F LUENZ A

Der Pflanzenextrakt
FORSCHUNG

Cystus052 blockiert Grippeviren

Stephan Ludwig

➤ Die Virusgrippe – eine der letzten tenden Infektionen von Menschen durch spielsweise ist es nicht sinnvoll, derzeit
großen Seuchen unserer Zeit die hochpathogenen H5N1-Vogelgrippevi- Impfstoffe gegen H5N1 zu produzieren, da
ren mit sehr hoher Mortalität sollten als man noch nicht weiß, ob und welche Vi-
Influenza-A-Virusinfektionen von Mensch Warnzeichen verstanden werden. Die rusvariante das Potenzial haben wird, sich
und Tier stellen nach wie vor ein großes WHO ist davon überzeugt, dass wieder in der menschlichen Population auszubrei-
medizinisches Problem dar. Neben den eine weltweite Pandemie ausbrechen wird. ten. Noch deutlicher wird das Problem bei
jährlich auftretenden epidemischen Aus- Die Frage ist also nicht ob, sondern wann der weltweiten Ausbreitung eines pande-
brüchen beim Menschen, die in jeder Sai- dieses Ereignis eintreten wird. mischen Virus wie im Jahr 2009. Hier be-
son allein in Deutschland zu mehreren Tau- nötigt man immer noch mindestens 4–6
send Todesfällen und großen ökonomi- Monate, bis genügende Mengen eines
schen Verlusten führen, haben diese Viren ➤ Prophylaxe und Therapie gegen Impfstoffs zur Verfügung stehen. Daher hat
auch ein pandemisches Potenzial (1). Grip- Grippeviren – die aktuelle Situation uns die Pandemie von 2009 sehr deutlich
pepandemien haben im vergangenen Jahr- gezeigt, dass Impfungen keine Option für
hundert Millionen von Todesfällen verur- Die hohe Wandlungsfähigkeit von Grippe- die Frühphase eines pandemischen Aus-
sacht. Auch wenn die erste Grippepande- viren macht es notwendig, jährlich neue bruchs sind.
mie des 21. Jahrhunderts im Jahr 2009 re- Impfstoffe gegen die epidemisch zirkulie-
lativ mild verlaufen ist, sollte dies nicht renden Influenza-Viren zu produzieren, Ähnlich problematisch sieht die Situation
über die ständige Gefahr des Auftretens die aufgrund der Vorhersagen mehr oder bei antiviralen Medikamenten aus. Zuge-
neuer und aggressiver Grippeerreger hin- auch weniger effektiv sein können. Beim lassen für die breite Nutzung sind derzeit
wegtäuschen. Auch die sporadischen, aber Auftauchen völlig neuartiger Grippeviren nur die Neuraminidase-Hemmer Oselta-
seit 2003 nach wie vor regelmäßig auftre- ist die Situation noch komplizierter. Bei- mivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza®)
(Abb. 1A). Gegen das darüber hinaus zuge-
lassene Amantadin (Abb. 1A) haben Influ-
ZUSAMMENFASSUNG enza-Viren bereits Resistenzen entwickelt,
Infektionen mit Influenza-A-Viren (»Virusgrippe«) sind nach wie vor eine große ge- sodass beispielsweise die amerikanischen
sundheitliche Bedrohung für die Menschheit. Die letzte, relativ mild verlaufene Influ- Gesundheitsbehörden von der Verwen-
enza-Pandemie im Jahr 2009 hat deutlich gezeigt, dass Impfstoffe für die Frühphase dung dieses Medikaments abraten (2). Re-
einer Pandemie keine Option darstellen. Auch die derzeit zugelassenen antiviralen sistenzen werden jedoch zunehmend auch
Medikamente sind kritisch zu sehen, da eine ständige Zunahme von resistenten In- für das weit verbreitete Oseltamivir zum
fluenza-Virusvarianten zu beobachten ist. Dies zeigt, dass wir dringend neue antivi- Problem. Schon vor einigen Jahren wurde
rale Agenzien gegen die Influenza benötigen. Pflanzenprodukte aus der traditionel- in einer Studie bei Kindern gezeigt, dass die
len Medizin können hier eine sichere und wirksame Alternative sowohl für die Thera- Resistenzraten die Angaben des Herstellers
pie als auch für die Prophylaxe sein. Dieser Übersichtsartikel stellt den Pflanzenex- aus eigenen Studien um ein Vielfaches
trakt Cystus052 aus der graubehaarten Zistrose in den Mittelpunkt, für den nicht überstiegen (3). Auch sind bereits ver-
nur eine Wirkung gegen Grippeviren gezeigt wurde, sondern der auch über einen mehrt resistente H5N1-Varianten aufgetre-
neuartigen antiviralen Mechanismus wirkt: Die Viren werden durch eine nicht-phar- ten, die beim Menschen schon zu Todesfäl-
makologische Wechselwirkung mit den Extraktbestandteilen am Eindringen in die len geführt haben. Überdeutlich wird die
Wirtszelle gehindert. Resistenzproblematik seit 2007, als in ho-
hem Ausmaß resistente saisonale human-
Schlüsselwörter pathogene H1N1-Viren aufgetaucht sind,
Influenza, Virus, Cistus incanus L., Wirkmechanismus die in den Folgejahren zu einer flächendek-
kenden Resistenz dieses Virussubtyps in

2 Ludwig S. Der Pflanzenextrakt Cystus052 blockiert Grippevieren Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33: 000–000
IN F LUENZ A

der gesamten nördlichen Hemisphäre ge- produkten gegen Influenza mit einschließt trakte aus Geranium sanguineum L. (20)
führt haben (4). Daher kann man durchaus (7). Obwohl es eine Vielzahl von Untersu- ihre antivirale Wirkung intrazellulär zu
davon ausgehen, dass ein in Zukunft neu chungen zur antiviralen Aktivität von entfalten scheinen, wirken andere poly-

FORSCHUNG
auftretendes Grippevirus bereits resistent Pflanzenprodukten gibt, ist die Anzahl der phenolische Pflanzenprodukte durch phy-
gegen Tamiflu® oder Relenza® sein könnte. Studien, welche die Mechanismen im De- sikalische Interaktion mit dem Virus und
Dass zudem seit einiger Zeit Präparate wie tail erforschen und die eine Wirksamkeit werden nicht von Zellen aufgenommen
Tamiflu® wegen angeblich großer Neben- im Tiermodell oder Patienten zeigen, leider (21). Beispielsweise binden polyphenoli-
wirkungen und Zweifel an der Wirksam- noch sehr begrenzt. sche Catechine aus Grüntee wie Epigallo-
keit aufgrund neuer Auswertungen veröf- catechingallat oder Epicatechingallat an
fentlichter Studien bei Fachleuten stark in Ein besonderes antivirales Potenzial schei- das Oberflächenprotein Hämagglutinin
der Kritik stehen, sei hier nur am Rande er- nen jedoch Pflanzenextrakte mit einem von Influenza-Viren (22) und reduzieren
wähnt (5). hohen Gehalt an natürlichen Polyphenolen damit die Infektiosität der Erreger (23). Mit
zu haben. Diese Stoffklasse umfasst eine Cystus052 wurde ein weiterer Pflanzenex-
Fachleute sind sich daher einig: Es besteht große Gruppe von ca. 8000 verschiedenen trakt identifiziert, für den dieses antivirale
der dringende Bedarf an neuen und siche- Substanzen (8). Das aktuelle Wissen über Wirkprofil gilt (24) (Abb. 1B).
ren Grippemitteln, die schnell zur Verfü- Absorption, Bioverfügbarkeit und Metabo-
gung stehen und die keine Tendenz zur lismus von Polyphenolen ist noch gering.
Ausbildung von viralen Resistenzen auf- Generell kann jedoch die Aussage getroffen ➤ Cystus052, ein Pflanzenextrakt
weisen. werden, dass niedermolekulare Polyphe- aus der graubehaarten Zistrose
nole von Zellen aufgenommen werden und
hier zumeist eine antioxidative Wirkung Die graubehaarte Zistrose (Cistus incanus
➤ Polyphenolhaltige Pflanzen- haben, während hochmolekulare Polyphe- L., auch C. creticus L. oder C. villosus L.), ge-
produkte mit antiviraler Aktivität nole nicht metabolisiert werden (9). Eine hört zur Familie der Zistrosengewächse
Vielzahl von Untersuchungen deutet auf (Cistaceae) (Abb. 2). Die Gattung Cistus ist
Aufgrund der aktuellen Situation rücken antivirale oder antibakterielle Wirkungen mit etwa 20 Arten hauptsächlich im Mit-
Pflanzenprodukte aus der traditionellen polyphenolischer Verbindungen (10–13), telmeerraum verbreitet. Von der Art Cistus
Medizin zur Abwehr von Grippeviren mehr und mehrere dieser Publikationen weisen incanus werden seit Jahrhunderten die zur
und mehr in den Fokus wissenschaftlicher eine antivirale Wirkung gegen Influenza- Blütezeit gesammelten einjährigen oberir-
Untersuchungen (6). Besonders befördert Viren in Zellkultur und Tiermodell nach dischen Pflanzenteile zu Genusszwecken
wird diese Entwicklung auch durch die ak- (14–18). eingesetzt und arzneilich verwendet (25,
tuelle »Public Health Research Agenda for 26). Cystus052 ist ein Extrakt aus einer
Influenza« der Weltgesundheitsorganisati- Während einige polyphenolische Verbin- speziellen Varietät von Cistus incanus. Der
on (WHO), die in ihren Forschungsempfeh- dungen, wie beispielsweise das Resver- Trockenextrakt wird durch wässrige Ex-
lungen zu neuen Interventionsstrategien atrol, ein niedermolekulares Polyphenol traktion aus den Pflanzenbestandteilen ge-
ausdrücklich die Erforschung von Natur- aus dem Rotwein (19), oder Pflanzenex- wonnen und wird als polyphenolreiche

Abb. 1: Antivirale Mechanismen von Oseltamivir und Amantadin im Vergleich zu Cystus052. A) Grippeviren binden mit dem Oberflächenprotein Hämagglutinin an
die Zelloberfläche, was schließlich zur Aufnahme der Partikel in die infizierte Zelle und zur Vermehrung führt. Die antiviralen Medikamente Amantadin und Tamiflu®
bzw. Relenza® können die Aufnahme der Viren nicht verhindern, sondern wirken nach Aufnahme in die Zelle bzw. bei der Freisetzung neuer Viruspartikel. B) Die in
Cystus052 enthaltenen Extraktbestandteile, vermutlich hochpolymere Polyphenole, binden unspezifisch an die Virusoberfläche und behindern so die Bindungsfähig-
keit des viralen Oberflächenproteins Hämagglutinin an die Zellmembran.

Ludwig S. Der Pflanzenextrakt Cystus052 blockiert Grippevieren Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33: 000–000 3
IN F LUENZ A

Pflanzenzubereitung entweder als Halspa- Studien eine bis zu 100-mal stärkere anti- für ein Naturprodukt nicht trivial. Bei-
stille oder als █Sud█ vertrieben. Die mei- virale Aktivität als Tamiflu® in den für Zell- spielsweise zeigte in parallelen Untersu-
sten der wasserlöslichen sekundären In- kultur üblicherweise verwendeten Kon- chungen ein Extrakt aus Echinacea purpu-
FORSCHUNG

haltsstoffe werden der Gruppe der Fla- zentrationen (27). rea, der auch im Bereich pflanzlicher Mittel
vonoide und Polyphenole zugerechnet. gegen grippale Infekte zur Anwendung
Die in der Zellkultur gezeigte antivirale Ak- kommt, selbst in einer 5-fachen Verdün-
tivität konnte im Tiermodell bestätigt wer- nung der vom Hersteller empfohlenen
➤ Cystus052 wirkt antiviral gegen den: Die Behandlung von Mäusen mit ei- Konzentration einen deutlich negativen
Grippevirus-Infektionen nem Cystus052-Aerosol konnte bei den in- Einfluss auf das Erscheinungsbild und die
fizierten Mäusen das Auftreten von Krank- Vermehrungsfähigkeit der gleichen Zellen
Im Jahr 2007 wurde in zwei parallelen Stu- heitssymptomen vollständig blockieren (C. Ehrhardt und S. Ludwig, unveröffent-
dien erstmals eine überraschend starke an- (18). Auch die Viruslast in den Lungen der lichte Daten).
tivirale Aktivität von Cystus052 gegen hu- infizierten Tiere war deutlich reduziert (C.
mane und aviäre Influenza-Viren in Zell- Ehrhardt und S. Ludwig, unveröffentlichte Das Fehlen einer zellulären Reaktion auf
kultur gezeigt (18, 24), u.a. für hochpatho- Daten). die Behandlung mit Cystus052 bei gleich-
gene Erreger der Subtypen H5N1 und zeitiger antiviraler Wirkung veranlasste
H7N7. In der Zwischenzeit konnte die anti- In der Zwischenzeit wurden auch erste kli- weitere Untersuchungen zum Wirkmecha-
virale Wirkung auch für das pandemische nische Untersuchungen mit dem Extrakt in nismus. Insbesondere wurde der Frage
H1N1-Virus und weitere Virustypen wie einer prospektiven, randomisierten, place- nachgegangen, ob der Extrakt in der Lage
Influenza-B-Viren bestätigt werden, so- bokontrollierten Studie bei akuten Infek- ist, molekulare Vorgänge in der Zelle zu ak-
dass von einer breiten Wirksamkeit der Ex- tionen der oberen Atemwege durchge- tivieren, oder solche Vorgänge, die durch
trakte auch auf potenzielle neue Influenza- führt, die in Bezug auf das (allerdings klei- andere Faktoren in Zellen ausgelöst wer-
Erreger ausgegangen werden kann. Cy- ne) Influenza-Virus-infizierte Studienkol- den (z. B. durch Wachstumsfaktoren oder
stus052-Gabe führte in diesen Untersu- lektiv die Ergebnisse der Zell- und Zytokine), zu blockieren. Nach der gesetzli-
chungen, im Gegensatz zum vergleichend Tierexperimente bestätigen konnte (28). chen Definition wären dies Indizien für
verwendeten Virustatikum Amantadin, eine pharmakologische Wirkung des Ex-
nicht zur Bildung resistenter Virusvarian- trakts.
ten (24). In einer aktuellen Studie, in der ➤ Untersuchungen zum
die Wirkung von Cystus052 gegen ver- Wirkmechanismus von Cystus052 Ein sehr sensitives Nachweissystem, dass
schiedene in Deutschland isolierte H5N1- schnell auf zelluläre Veränderungen rea-
Viren vergleichend zu Tamiflu® untersucht Eine Reihe verschiedener Experimente be- giert und auch in körpereigenen Immunre-
wurde, konnte eine starke antivirale Akti- legte, das Cystus052 keinerlei schädigen- aktionen eine Rolle spielt, ist die Aktivie-
vität des Extrakts gegen alle untersuchten den Wirkung auf die Wirtszelle hat. So rung des Transkriptionsfaktors NF-κB. Die-
H5N1-Viren aufgezeigt werden, auch ge- zeigte der Extrakt weder einen Einfluss auf se Aktivierung lässt sich durch den Abbau
gen solche Isolate die phänotypisch resi- die Morphologie noch auf Proliferation, des Proteins IκB nachweisen. Während in
stent gegen Tamiflu® waren (27). Interes- Metabolismus oder Überlebensfähigkeit den Experimenten das Zytokin TNF (Tumor-
santerweise zeigte Cystus052 in diesen von Zellen (24). Diese Beobachtung ist auch Nekrosefaktor) schnell zu einem Abbau von
IκB, also zur Aktivierung des zellulären Si-
gnalfaktors NF-κB führte, war dies für Cy-
stus052 nicht nachweisbar (24). Interessan-
terweise war der Extrakt umgekehrt auch
nicht in der Lage, den TNF-induzierten Ab-
bau von IκB zu blockieren (24). Dieses Ex-
periment zeigte klar, dass Cystus052 weder
intrazellulär wirkt noch durch Wechselwir-
kung mit dem TNF-Rezeptor auf der Zello-
berfläche agiert. Da die Aktivierung des
Transkriptionsfaktors NF-κB durch TNF
© Dr. Georgios Pandalis, Glandorf

auch über oxidative Intermediate vermittelt


wird und mithin durch Antioxidanzien ge-
hemmt werden kann, zeigten diese Experi-
mente gleichzeitig das Fehlen einer antioxi-
dativen Wirkung von Cystus052.

In der Folge wurden eine Reihe weiterer Li-


Abb. 2: Die graubehaarte Zistrose (Cistus incanus L.); verwendet werden die oberirdischen Teile. ganden-Rezeptor-Signalsysteme von Zel-

4 Ludwig S. Der Pflanzenextrakt Cystus052 blockiert Grippevieren Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33: 000–000
IN F LUENZ A

len auf ihre Beeinflussbarkeit durch Cy- die an der Zelloberfläche zurückgehalten Bleibt die Frage nach der molekularen
stus052 untersucht. Beispielhaft sei hier wurden (24). Identität der wirksamen Extraktbestand-
die Stimulation mit dem epidermalen teile. Aufgrund von Wirkungsanalogien zu

FORSCHUNG
Wachstumsfaktor (EGF) genannt, welcher Die Übertragbarkeit der In-vitro-Versuche früheren Studien (22, 23) ist es wahr-
zur Aktivierung des EGF-Rezeptors und wurde im Tiermodel (Maus) bestätigt: Ae- scheinlich, dass hochpolymere Polypheno-
nachfolgender Aktivierung der Kinasen rosolische Behandlung mit antiviral wirk- le dafür verantwortlich sind, das virale Pa-
ERK und PI3K führt. Während Cystus052 samen Konzentrationen von Cystus052 thogen durch physikalische und reversible
wiederum keinerlei Effekte zeigte, waren über mehrere Tage zeigte keinerlei Beein- Interaktion mit Proteinen an der Virus-
vergleichend eingesetzte natürliche Gerb- flussung von Körpergewicht, Vitalität oder oberfläche davon abzuhalten, an die Ziel-
stoffe, wie Eichenrindenextrakt sehr wohl Körpertemperatur der Versuchstiere (18). zellen zu binden. Die genaue Identität der
in der Lage, PI3K-Aktivierung auszulösen, Das Ausbleiben dieser Anzeichen deutete wirksamen Bestandteile muss allerdings in
also auf intrazelluläre Signalwege zu wir- darauf hin, dass Nebenwirkungen nicht Fraktionierungsstudien noch abschließend
ken (C. Ehrhardt und S. Ludwig, unveröf- auftraten (18). Dies könnte durch die feh- geklärt werden.
fentlichte Daten). Gleiche Befunde ergaben lende Resorption der aktiven Bestandteile
sich für Rezeptor-Signalwege, die durch das und mithin des Ausbleibens einer syste- Aus der Gesamtschau der in diesem Artikel
antivirale Zytokin Interferon ausgelöst misch pharmakologischen Wirkung oder zusammengefassten Untersuchungen kann
werden. metabolischen Aktivierung erklärt wer- man den Schluss ziehen, dass eine Behand-
den. Die Tatsache, dass antivirale Wirkung lung mit Cystus052 zu keinerlei zellulärer
nur durch direkte topische Gabe als Aerosol Reaktion führt, insofern der Extrakt defini-
➤ Keine pharmakologische Wirkung in die Mauslunge und nicht p.o. zu erzielen tionsgemäß auch keine pharmakologische
war und der Befund, dass Effekte auf eine Wirkung auf Zellen oder den Organismus
Zusammenfassend kann damit das Fazit systemische Immunreaktion ausblieben hat. Dies ist wahrscheinlich auf die fehlen-
gezogen werden, dass Cystus052 weder in (18), unterstützen diese Vermutung. de zelluläre Resorption der wirksamen Ex-
der Lage ist, rezeptorvermittelte Signale in traktbestandteile zurückzuführen.
der Zelle auszulösen, noch die Aktivierung
dieser Prozesse durch natürliche Liganden ➤ Schlussfolgerungen und Ausblick Die fehlende systemische Aufnahme hat je-
von Rezeptoren zu hemmen. Damit erfüllt doch auch Nachteile: Die Extrakte können
Cystus052 definitionsgemäß nicht die Vor- Aufgrund des dringenden Bedarfs an neu- nur bei topischer Gabe wirken, beispiels-
aussetzungen für eine pharmakologische en Interventionsstrategien gegen die Influ- weise durch Inhalation eines Aerosols oder
Wirkung. Zellen scheinen also gewisser- enza empfiehlt auch die WHO, einen stär- Benetzung der Mundschleimhaut durch
maßen inert gegen eine Wirkung dieses keren Fokus auf die Untersuchung von Na- Extraktbestandteile. Wie auch tierexperi-
Extrakts zu sein. turprodukten aus der traditionellen Medi- mentell gezeigt, hat eine orale Gabe keine
zin zu legen (7). Cystus052 ist ein Wirkung.
Da Cystus052 in Analogie zu obigen Befun- vielversprechendes Beispiel für ein solches
den auch nicht in der Lage war, die Zugäng- Produkt: Eine nachweisbare antivirale Ak- Zusammenfassend kann man sagen, dass
lichkeit von Virusrezeptoren auf der Zello- tivität ist hier nach bisherigen Untersu- Cystus052 eine vielversprechende neue
berfläche zu maskieren, stellte sich an die- chungen mit dem Fehlen von Nebenwir- Option für die antivirale Behandlung von
ser Stelle die Frage über die eigentliche an- kungen und dem Ausbleiben von Resisten- saisonalen und neu auftretenden Grippevi-
tivirale Wirkweise des Extrakts. Eine zen verbunden. Der Wirkmechanismus des ren darstellt. Dies gilt nicht nur für eine
Antwort lieferten Untersuchungen mit Extrakts ist für ein Grippemittel vollkom- mögliche Therapie sondern insbesondere
Hühnererythrozyten, an die Grippeviren men neu und bislang in dieser Form noch auch – wegen des sehr geringen Neben-
binden und diese dadurch agglutinieren nicht bekannt. Nach den bisherigen Er- wirkungsrisikos – für eine gezielte Prophy-
können. Während die Behandlung der Ery- kenntnissen kann man für den Extrakt die laxe, beispielsweise im akuten Exposi-
throzyten mit Cystus052 keinerlei Hämag- Eigenschaft postulieren, durch chemisch- tionsfall.
glutination bewirkte, konnte durch Vorin- physikalische Interaktionen das Virus un-
kubation von Viren mit dem Extrakt die vi- spezifisch zu blockieren und damit die In-
Prof. Dr. Stephan Ludwig
rusvermittelte Vernetzung effektiv ge- fektion von Zellen zu verhindern (Abb. 1B).
Institut für Molekulare Virologie (IMV),
blockt werden (24). Dies zeigt an, dass Einem solchen unspezifischen Angriff kann Zentrum für Molekularbiologie der
durch eine Maskierung der Virusoberflä- sich der Erreger nicht durch Mutation sei- Entzündung (ZMBE)
che mit Extraktbestandteilen die Fähigkeit ner Oberflächenprotein-Gene entziehen, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
der Viren, an Zellrezeptoren zu binden, un- Resistenzen bleiben daher aus. Die »Mas- Von-Esmarch-Str. 56
48149 Münster
terbunden wird und somit der Virusein- kierung« der Virusoberfläche führt zu ei-
ludwigs@uni-muenster.de
tritt in Zellen gehemmt ist. In mikroskopi- ner starken antiviralen Wirkung beim
schen Immunfluoreszenzstudien des Vi- gleichzeitigen Ausbleiben von Effekten auf
ruseintritts machte sich dieser Effekt durch die Wirtszelle, die sich regelrecht inert ge- Online
eine Färbung viraler Bestandteile deutlich, genüber dem Extrakt verhält. http://dx.doi.org/10.1055/s-0031-1286041

Ludwig S. Der Pflanzenextrakt Cystus052 blockiert Grippevieren Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33: 000–000 5
IN F LUENZ A

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6 Ludwig S. Der Pflanzenextrakt Cystus052 blockiert Grippevieren Zeitschrift für Phytotherapie 2012; 33: 000–000
Cystus052, ein polyphenolreicher Pflanzenextrakt
wirkt gegen Grippeviren
durch Blockierung des Viruseintritts in die Wirtszelle

Prof. Dr. Stephan Ludwig

Institut fŸr Molekulare Virologie (IMV)

Die Virusgrippe - Influenza

JŠhrlich wiederkehrende saisonale Grippewellen

Sporadisch auftretende weltweite Epidemien


(Pandemien) durch neuartige Grippeerreger
(Spanische Gruppe, ãH1N1 SchweinegrippeÒ
SchweinegrippeÒ,
H5N1 Vogelgrippe)
Die Virusgrippe - Influenza

Es gibt zwei Mšglichkeiten, wie man sich vor eine Virusgrippe (wie zum Beispiel
ãSchweinegrippeÒ
SchweinegrippeÒ) schŸtzen kann.
! Impfung
! Antivirale Medikamente

Nachteil Impfung:
! Es dauert, bis der Impfstoff verfŸgbar ist.
! Die Viren Šndern sich, so dass jŠhrlich neu geimpft werden muss.

" d.h. am Anfang einer Grippewelle (Pandemie, Epidemie) sind wir auf
antivirale Substanzen angewiesen.

Antivirale Substanzen gegen Grippe

Die Ÿblichen, bisher auf dem Markt befindlichen antiviralen Substanzen gegen Grippe
- sind direkt gegen die Erreger gerichtet
- fŸhren schnell zu Resistenzen
- schŸtzen nicht vor dem Eintritt der Viren in die Kšrperzellen

Ideal ist daher eine antiviral wirksame Substanz,

- die breit wirksam ist (auch gegen neu auftauchende Erreger)

- den Eintritt der Viren in die Kšrperzellen verhindert

- keine Resistenzen auslšst


WHO: Traditionelle Medizin gegen Grippe

Expansion and optimization of the current


repertoire of antiviral drugs and development of
clinical research to assess efÞcacy of putative
adjuvant treatment modalities such as
immunomodulators, passive immunotherapy and
traditional medicine that are suitable for use in
under-resourced areas would be most
beneÞcial.

Research Recommendations:
.....
4.2.4 Develop novel and effective treatment
strategies including adjunctive treatments (e.g.
immunomodulators, immunoglobulin, natural
products) that are applicable in low resource
settings and easy to administer.
.....

Cystus 052

Polyphenolreicher Pflanzenextrakt

Graubehaarte Zistrose

Mediterrane Pflanze, die seit Jahrhunderten in der traditionellen


Medizin eingesetzt wird
Experimente

CYSTUS 052 gegen Grippeviren

! in Zellkultur

! im Tiermodell

! in einer klinischen Studie

Antivirale AktivitŠt von Cystus052


Wirkmechanismus?

Virus Titer

1000
unbehandelt
100

10

0,1
8h 24h 36h

50µg/ml CYSTUS052
Cystus052
25µg/ml CYSTUS052 behandelt
unbehandelt

-> Cystus052 blockiert Viruseintritt in die Wirtszelle


Antiviraler Wirkmechanismus von Cystus052
ZellviabilitŠt
100

95
Cystus 052 ist nicht toxisch und
90
beeinßusst weder Zellwachstum
% viable cells

24h
48h
85 56h noch Zellmetabolismus
72h
80

75

70
- 2 10 25 50 (!g/ml)
Cystus052 beeinßusst keine
rezeptorvermittelten
intrazellulŠren
AktivitŠt des NF-kB Signalwegs
Signalwege.
CYSTUS052 (pre) - - + + +
CYSTUS052 (post) - - + - +
Wirkt nicht antioxidativ!
TNF" - + - + +
- I!B"

- ERK 2 Cystus052 fŸhrt nicht zur Bildung


1 2 3 4 5
resistenter Virusvarianten!

Wie gut wirkt CYSTUS 052 oder Oseltamivir


gegen H5N1 Vogelgrippeviren?
A/mallard/Bavaria/1/2006 A/mute swan/Germany/R1349/07 A/common buzzard/Bavaria/11/2006
8 8 5
Control 7
virus titer (log10)ffu/ml

7
virus titer (log10)ffu/ml
virus titer (log10)ffu/ml

4
6 6

5 5

4
Oseltamivir 4
3

3 3 2
2 2

1 1 1
8 10 14 16 18 20 24 8 10 14 16 18 20 24 8 10 14 16 18 20 24

hours p.i. hours p.i. hours p.i.


CYSTUS 052
A/goldeneye duck/Bavaria/19/2006 A/goosander/Bavaria/20/2006
A/cammon buzzard/Bavaria/2/2006
7 10
8
9
virus titer (log10)ffu/ml

7
virus titer (log10)ffu/ml

virus titer (log10)ffu/ml

6 8
6 7
5
5 6
4 5
4
4
3
3 3
2 2 2
1
1 1
8 10 14 16 18 20 24
8 10 14 16 18 20 24 8 10 14 16 18 20 24
hours p.i.
hours p.i. hours p.i.

CYSTUS 052 zeigt antivirale AktivitŠt gegen alle H5N1 Viren


Wie gut wirkt CYSTUS 052 oder Oseltamivir gegen
H1N1 Schweinegrippeviren?
5.7

virus titer (log10)pfu/ml 4.7

MOCK
Oseltamivir
Cystus052 3.7

2.7

1.7
8 10 14 16 18 20 24 32 48

hours p.i.

CYSTUS 052 zeigt antivirale AktivitŠt gegen


das H1N1 Schweinegrippevirus

CYSTUS 052 schŸtzt MŠuse gegen Vogelgrippeviren

Bodyweight
110 CYSTUS 052

100
weight in %

90
Control

80
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
days p.i.

CYSTUS 052 verhinderte die Erkrankung in MŠusen


Klinische Studie gegen saisonale Virusgrippe
an der CharitŽ, Berlin

Multicenter, randomisiert, Placebo-kontrolliert

! 160 Patienten (104 Frauen/ 56 MŠnner)


! Behandlung fŸr 5 Tage

! Bakteriele Infektion: 67 Patienten


! Virale Infektion: 93 Patienten

Influenza
! CYSTUS 052 ¨ : 12 Patienten
! Placebo: 6 Patienten

Kalus et al. 2010 Antiviral Res.

Klinische Studie gegen saisonale Virusgrippe


an der CharitŽ, Berlin

30
Placebo
25
Clinical symptoms

20

15

10

5
Cystus 052¨
0
1 2 3 4 5 6 7 8
Days p.i.
>2.5 Tage

CYSTUS 052¨ war erfolgreich zur Behandlung einer


saisonalen Virusgrippe
Kalus et al. 2010 Antiviral Res.
CYSTUS 052 blockiert die Infektion

Influenza A Virus

Rezeptor

Kšrperzelle

CYSTUS 052 blockiert die Infektion

Influenza A Virus

Rezeptor

Kšrperzelle
CYSTUS 052 blockiert die Infektion

CYSTUS 052 - Behandlung

Influenza A Virus

Rezeptor

Kšrperzelle
X

Zusammenfassung

CYSTUS052 hat eine starke antivirale Wirkung gegen Grippeviren

CYSTUS052 blockiert das Eindringen von Erregern in die Kšrperzelle

CYSTUS052 fŸhrt nicht zur Bildung resistenter Virusvarianten

CYSTUS052 ist wirksam in infizierten MŠusen

Erste klinische Untersuchungen deuten auf Wirksamkeit im Patienten

CYSTUS 052 ist daher ein gute Wirkstoffkandidat gegen die Grippe, sowohl fŸr
die Therapie als auch fŸr die Prophylaxe