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Icarus

Impressum & Kontakt


Die Lizenz welche mit diesem Produkt enthalten ist, ist eine Einzelplatz-Lizenz für die
Installation auf einem Computer. Bitte kontaktieren Sie unser Support-Team, falls Sie
zusätzliche Lizenzen benötigen. Dieses Produkt ist kopiergeschützt und verwendet Audio
Watermarks.

Wir weisen Sie darauf hin, dass Tone2 Lizenzen von Benutzern deaktiviert, falls diese die
Software ohne Genehmigung mit anderen Personen teilen. Personen, welche dagegen
verstoßen werden von den Kunden-Ressourcen, -Service und Updates ausgeschlossen. Laut
DMCA sind kopieren und das die illegal Verbreitung von urheberrechtlich geschützem
Material ohne eine entsprechende Lizenz illegal. Verstöße gegen das Urheberrecht können
hohe zivilrechtliche und strafrechtliche Strafen nach sich ziehen.

Wenn Sie Probleme bei der Installation oder der Benutzung von Nemesis haben, kontaktieren
Sie uns bitte indem sie unsere Webseite besuchen und auf den Support-Button klicken.

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Support support@tone2.com

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Credits
Entwicklung: Markus Krause
Programmierung & Grafiken: Markus Krause
Handbuch: Bastiaan van Noord, Markus Krause, Max Darga (German manual)

Danksagung: Anna Krause, Familie und Freunde, allen Sounddesigners & Beta Testern und
natürlich allen Tone2 Kunden für ihren dauerhafte Unterstützung.

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Inhaltsverzeichnis
Impressum & Kontakt.............................................................................................................2
Credits....................................................................................................................................2
Inhaltsverzeichnis...................................................................................................................3
Installation & Autorisierung
Automatische Installation für Mac & PC..........................................................................4
Manuelle Installation für PC............................................................................................5
Manuelle Installation für Mac..........................................................................................5
Was ist Icarus?.......................................................................................................................6
Die Icarus Benutzeroberfläche.............................................................................................10
Oberes Menü........................................................................................................11
Patch Display.......................................................................................................12
Sound Sektion......................................................................................................13
Oszillator Sektion.................................................................................................................19
Der Wavetable Editor...........................................................................................19
Oszillator Top Menü.............................................................................................33
Wellenform Display..............................................................................................40
Play Modes Menü................................................................................................40
Morph Modes Menü.............................................................................................43
Oscillator Controls................................................................................................53
Filter Sektion........................................................................................................................55
Filter Top Menü....................................................................................................56
Filter General Controls.........................................................................................57
Filter Display.........................................................................................................58
Die Envelope Sektion...........................................................................................................61
Die LFO Sektion...................................................................................................................63
Der StepLFO........................................................................................................................65
Die Arpeggiator Sektion ......................................................................................................66
Top Menü.............................................................................................................66
Bottom Menü........................................................................................................67
Der Pattern Sequenzer........................................................................................68
Modulation Matrix.................................................................................................................71
Die Setup Sektion................................................................................................................79
Effekte..................................................................................................................................84
EQ – Limiter.........................................................................................................................90

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Installation & Autorisierung
Sie haben zusammen mit dem Download Link des Produkts via "Share-it" Plattform die Datei
'Icarus.t2k' zugeschickt bekommen, die in Ihrem Emailfach liegt und für die Autorisierung von
Icarus gebraucht wird. Diese Datei enthält Ihre persönliche Registierungsnummer und Ihren
Namen. Mit ihr schalten Sie Icarus frei.

Automatische Installation (empfohlen) für PC & Mac

1. Schließen Sie ihre DAW (Logic, Live, Cubase, etc.).

2. Installieren Sie die Vollversion des Plugins.

3. Öffnen Sie Ihre DAW.

4. Sollte Ihre DAW Icarus nicht erkennen, führen Sie einen 'Plugin Rescan' durch. Eine
detaillierte Anleitung wie dieser durchzuführen ist finden Sie im Handbuch ihrer DAW.

5. Öffnen Sie Icarus.

6. Klicken Sie auf die “I bought the full version.....” Box im Fenster unten rechts.

7. Klicken Sie nun auf “Click here to activate now...”.

8. Suchen Sie nun die 'Icarus.t2k' Registrierungsdatei und selektieren Sie sie um die
Vollversion freizuschalten.

9. Starten Sie Icarus neu. Beachten Sie, dass gewisse DAWs einen Neustart benötigen.

Klicken Sie auf den “I bought it...” Text um Ihre Icarus.t2k Registrierungsdatei zu suchen
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Manuelle Installation für PC

1. Schliessen Sie Ihre DAW (Logic, Live, Cubase, etc.).

2. Installieren Sie die Vollversion des Plugins.

3. Kopieren Sie die Datei 'Icarus.t2k' in Ihr VST Verzeichnis. Die DAWs von Steinberg
nutzen unter der Standarteinstellung das Verzeichnis C:\Program
files\Steinberg\VSTplugins. Sie können das Verzeichnis auch unter den Einstellungen
zur Speicherstruktur Ihrer DAW finden. Beachten Sie, dass die Datei 'Icarus .t2k' im
gleichen Verzeichnis liegen sollte, wie die Icarus.dll Datei.

4. Öffnen Sie ihre DAW.

5. Sollte Ihre DAW Icarus nicht erkennen, führen Sie einen 'Plugin Rescan' durch. Eine
detaillierte Anleitung wie dieser durchzuführen ist finden sie im Handbuch ihrer DAW.

6. Öffnen Sie Icarus. Nun sollte die normale Benutzeroberfläche geöffnet werden. Sollte
dies nicht der Fall sein, schliessen Sie Ihre DAW und wiederholen Sie Schritt 3. Mit
grosser Wahrscheinlichkeit liegt die Registrierungsdatei im falsches Verzeichnis.

Manuelle Installation für Mac

1. Schliessen Sie ihre DAW (Logic, Digital Performer, Live, Cubase, etc.)

2. Installieren Sie die Vollversion des Plugins.

3. Kopieren Sie 'Icarus.t2k' nach 'Library/Audio/Plug-ins'. Der korrekte Dateipfad ist:


'/Library/Audio/Plug-ins/Icarus.t2k'.

4. Öffnen Sie ihre DAW.

5. Sollte Ihre DAW Icarus nicht erkennen, führen Sie einen 'Plugin Rescan' durch. Eine
detaillierte Anleitung wie dieser durchzuführen ist finden sie im Handbuch ihrer DAW.

6. Öffnen Sie Icarus. Nun sollte die normale Benutzeroberfläche geöffnet werden. Sollte
dies nicht der Fall sein, schliessen Sie Ihre DAW und wiederholen Sie Schritt 3. Mit
grosser Wahrscheinlichkeit liegt die Registrierungsdatei im falsches Verzeichnis.

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Was ist Icarus?

Icarus ist ein mit High-End Soundengine ausgestatteter Wavetable Synthesizer. Eine Engine,
welche sowohl flexibel ist, als auch eine enorme Anzahl an Features bietet und dabei noch
einfach und intuitiv zu bedienen ist.
Wir nennen Icarus '3D Wavetable Synthesizer', weil wir das Wavetable Konzept erweitert
haben, was Ihnen nun erlaubt Wellenformen ineinander, mit einer weiteren Dimension für
Morphing, überzublenden.
Neben seinen Wavetable Fähigkeiten bietet Icarus auch Resynthese, echten Stereoaufbau,
Hypersaw Oszillatoren, einen Wavetable Editor, modulare Effekte, einen Vocoder, eine duale
Filtersektion, einen programmierbaren Arpeggiator sowie einen komfortablen Patch Browser.
All das macht Icarus zu einem der leistungsfähigsten Synthesizers am Markt.

Resynthese

Wenn Sie mit konventionellen Resynthesemethoden arbeiten, benötigen Sie tiefgehendes


Wissen über Samplebearbeitung um gute Ergebnisse zu erhalten; zeitaufwändiges Pre-
Processing mit Sample Editoren wird benötigt, sowie präzise gestimmte Samples.
Wir haben uns dieser Probleme angenommen und komplett neue Algorithmen entwickelt.
Icarus' Resynthese funktioniert mit nahezu jeder Art Tonmaterial, ist einfach zu bedienen und
bietet hochqualitative Ergebnisse
Klicken Sie einfach auf den Button - select a wav file – warten Sie einige Sekunden und
Icarus wird automatisch ein Patch erstellen, das dem originalen Sound sehr ähnlich klingt.
Wenn Sie wollen, können Sie nun auch Morphs oder den Wavetable Editor verwenden um
den Sound weiter zu formen.

Effects

Tone2 Icarus beinhaltet eine flexible Effekt Sektion. Drei Modulare Slots, jeweils mit 53
unterschiedlichen Effekttypen. Sie können eigenen FX erstellen und diese separat speichern
und laden. Flexibles Routing erlaubt Ihnen jeden einzelnen Oszillator auf verschiedene
Effekte zu routen.
Der innovative Ducking Modus kann den Dry/Wet Mix von Delays und Reverbs dynamisch
beeinflussen, was einen transparenteren Mix ergibt. Die zusätzliche Feedback Sektion erlaubt
Ihnen den Output zurück in den Input zu routen. Auf diese Weise können Sie komplett neue
Effekte erstellen, wie etwa ein einen Delay-Phaser oder ein Feedback Vibrato. Ein
zusätzlicher EQ und Limiter stehen bereit um Ihren Sound richtig in den Mix einzupassen. Wir
haben innovative Microtuning Algorithmen entwickelt, welche Akkorde fetter, harmonischer
und wärmer klingen lassen.

Oscillatoren

Icarus ist ein '3D Wavetable Synthesizer', wir haben das Wavetable Konzept erweitert, was
Ihnen nun erlaubt Wellenformen ineinander, mit einer weiteren Dimension für Morphing,
überzublenden.
Sie können jeden der verschiedenen 54 'Morphmodes' benutzen um Ihren Sound weiter zu
formen:
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Waveshaping, Time-Stretching, Pitch-Shifting, Granulizing, Stacking, PWM, Formant Shifting,
BPM Syncing, Phase Distortion, Reversing, Ringmodulation, Sync, Rearranging, FM, Spektral
Bearbeitung, Looping, Denoising, Mixing,... - wirklich alles ist möglich.
Icarus bietet drei Oszillatorblöcke mit Stereoarchitektur. Jeder einzelne Oszillatorblock kann
bis zu 10 verstimmte Hypersaw Oszillatoren enthalten. Wir haben das bekannte Hypersaw
Konzept um Stereoarchitektur, präzise Phasen Kontrolle, Punch und der Fähigkeit einzelne
Oszillatoren Akkorde spielen zu lassen.
37 verschiedene Modi sind verfügbar und beinhalten Hypersaw, Supersaw, Stereo Hypersaw,
Unison, Stacking, Chords und Flanging.
Die Hypersaw Modi können mit jeder Art von Wavetable und jedem Morph Modus kombiniert
werden.

Filter

Tone2 Icarus besitzt eine leistungsstarke modulare Filtersektion. Zwei Filter, jeweils mit
Stereoarchitektur und Multi-Mode Filter bestückt.
Es sind über 60 verschieden klingende Filtertypen verfügbar: Vocal, Fractal, Analog, Digital,
Resonator, EQ, Ring Modulation, Amplitude Modulation, FM, Phaser, Comb, Physical
Modeling, Multi-Mode, Resampling, … Alle Filter bieten die bestmögliche Klangqualität und
viele von ihnen finden sich exklusiv in Icarus.
Die animierten Displays bieten unmittelbaren Überblick über die frequenzbezogene Reaktion
der Filter, was es einfach macht, die Filter zu verstehen und zu tweaken.
Flexibles Routing ermöglicht Ihnen jeden Oszillator individuell auf Filter 1, Filter 2 oder als
bypass zu routen.
Zusätzlich können Sie mit zwei Verzerrungssektionen mit je 9 verschiedenen Modi den Sound
weiter formen.

Vocoder

Icarus enthält ein High-End Vocodermodul mit 1024 Bändern. Es ist sehr leicht zu bedienen.:
Klicken Sie einfach auf 'Vocoder' und wählen Sie eine wav Datei aus, die Sprache enthält.
Icarus wird diese Datei analysieren und automatisch ein Patch erstellen.
Optional können Sie einen der Morph-Modi anwenden um Ihren Sound weiter zu formen. Des
weiteren können Sie den Sound vorwärts und rückwärts abspielen, Formanten verschieben,
Time-Stretching anwenden, sowie das Patch als Loop abspielen.
Der Vocoder Sound wird automatisch in Ihrem Patch gespeichert, sodass Sie sich keine
Sorgen über zusätzliche Dateien auf Ihrer Festplatte machen müssen.

Arpeggiator

In sich schon fast ein Synthesizer, beinhaltet die Arpeggiator-Sektion den Schlüssel zu all
Ihren Arpeggiator-Bedürfnissen. Sie hält alle Tools bereit, die Sie benötigen, um eigene
Arpeggiators einzustellen und zu verwenden; und das auch noch sowohl leistungsfähig als
auch einfach.
Mit dem Arpeggiator zu arbeiten ist sehr simpel, tragen Sie einfach die Noten in den
Sequenzer ein und wählen Sie die Abspielrichtung.

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Der Arpeggiator unterstützt auch fortgeschrittene Features, wie Akkorde, Glides, Swing &
Shuffle Optionen, Split, Matrix Integration, sowie die präzise Kontrolle über Noten-Sortierung,
Abspielrichtung und Anschlagsempfindlichkeit.
Ihnen ist nicht danach Ihre eigenen Muster zu programmieren? Benutzen Sie einfach eines
der integrierten Muster oder laden Sie eines der vielen externen Muster Presets, um einen
Ausgangspunkt zu haben.
Mit einem Arpeggiator zu arbeiten sollte Spaß machen und inspirieren; der Arpeggiator in
Icarus macht genau so viel Spaß und ist inspirierend, wie er flexibel und einfach zu
verwenden ist.

Sounds

Mit einer kraftvollen und akustisch vielseitigen Herangehensweise an Audioproduktion


versorgt Sie Icarus mit wahrhaft herausragenden neuen Sounds. Icarus kommt zu Ihnen mit
einer beeindruckenden Sound Kollektion mit über 1000 produktionsfertigen Sounds, welche
alle von professionellen Sound Designern erstellt wurden. Ein bequem bedienbarer Patch
Browser steht bereit um Ihnen einen schnellen Überblick über die verfügbaren Kategorien
und Sounds zusammen mit einem On-Screen Keyboard anzuzeigen, mit dem Sie Sounds
innerhalb des Patch Browsers Presets vorhören können. Den Sound, den Sie wollen
auszuwählen ist so einfach wie es nur geht. Icarus ist bereit für jede Art Musik!

Interface

Das benutzerfreundliche Interface ermöglicht jedermann sämtliche Einstellungen, ungeachtet


der Fähigkeiten oder Erfahrung. Alle Einstellungen bieten visuelles Feedback, was es einfach
macht den Synthesizer zu verstehen und einzustellen. Die animierten Displays und Tool Tips
visualisieren sofort, was Filter, LFOs, Envelopes und die Oszillatoren gerade machen.
Es sind über 40 verschieden Farbschemata für da Interface verfügbar. Wenn Sie mehrere
Instanzen von Icarus zeitgleich geladen haben, können Sie so die einzelnen Instanzen
voneinander unterscheiden. So können Sie einen Überblick behalten, wenn Sie an einem
komplexen Projekt mit vielen Instanzen von Icarus arbeiten.

Wavetable Editor

Sie können den eingebauten Wavetable-Editor nutzen um eigene Wavetables zu erstellen


oder einen der vielen Stock Wavetables zu bearbeiten, die mit Icarus geliefert werden.
Mit einem einfachen Mausklick wird Ihnen ein intelligenter Wavetable Generator ermöglichen
eine unbegrenzte Zahl komplett neuer und musikalisch nützlicher Wavetable zu generieren.
Oder verwenden Sie einfach Ihre Maus um eigene Wellenformen zu zeichnen.
Der Spektral-Editor macht Icarus zu einem additiven Synthesizer, indem er Ihnen detaillierte
Kontrolle über die Obertöne und die Phase gibt.
Es ist sogar möglich Wellenformen oder Wavetables per Drag & Drop in den Editor oder
einen Oszillator zu laden.
Die Wavetables werden in Ihren Patches und Songs gespeichert, sodass Sie sich nicht um
mehrere Dateien auf Ihrer Festplatte sorgen müssen.
Viele herkömmliche Wavetable- und Wellenformformate werden unterstützt und es ist möglich
Wavetables von und nach anderen Synthesizern zu importieren und zu exportieren.

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Eine große und professionelle Auswahl an Tools ist verfügbar, um Ihnen eine bequeme und
effiziente Möglichkeit zu bieten Wellenformen und Wavetables zu bearbeiten. Das beinhaltet
normale Features, wie Schneiden, Mischen und Filtern, aber auch fortgeschrittene Tools, wie
Denoising, Enhancing, Resynthese, Vocoder, Spektral Modifikation und Phasen Manipulation.
Icarus' flexibles, kompaktes und offenes Dateiformat erlaubt Sounddesignern und Künstlern
einfach eigene Soundsets, Wellenformen und Wavetables zu erstellen.

Modulation

In der Modulation zeigt sich die wahre Stärke eines Synthesizers. Mit der Modulationsmatrix
erlaubt Icarus, dutzende von Modulationsquellen auf alle wichtigen Sound Parameter zu
legen.
Sie wollen einen LFO benutzen um ein Filter wobblen zu lassen? Stellen Sie einfach in der
Mod-Matrix die richtige Verbindung ein und los geht’s.
Modulieren Sie so gut wie jeden Parameter bis in den hörbaren Frequenzbereich, von
internen Modulationsquellen wie den LFOs bis hin zu einer großen Bandbreite von MIDI
Messages. Wir haben auch MIDI-Learn integriert, damit CC zuweisen einfach per Rechtsklick
und Knopfdrehen funktioniert.
Die Modulationen können so einfach oder komplex sein wie Sie wollen. Icarus'
Modulationssystem ist da um Ihnen jegliche Modulation zu ermöglichen, die Sie benötigen um
Ihren Sound perfekt gestalten zu können.

CPU

CPU Belastung ist ein sehr wichtiger Faktor, den es im Lichte der komplexen Multi-Track
Projekte heutzutage zu beachten gilt. Wir haben sichergestellt, dass Icarus so sanft wie
möglich mit Ihrem CPU umgeht. Icarus bietet einen reichen, tiefen Sound in der
bestmöglichen Klangqualität, UND verbraucht wenig CPU Leistung. Worin liegt der Vorteil von
guter Klangqualität, wenn Ihr System mit einer einzigen Instanz des Synths schon lahmgelegt
wird?
Die niedrigen CPU Anforderungen stellen sicher, dass Sie ohne weiteres mehrere Instanzen
verwenden können ohne Tracks mitten in einer Creative Session rendern zu müssen.

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Die Icarus Benutzeroberfläche

Das Benutzerinterface von Icarus wurde designed um das Erstellen und Bearbeiten von
Patches intuitiv und angenehm zu machen. Alle Parameter, welche den Klang beeinflussen
sind in einem einzigen Fenster sichtbar. So kann der Signalfluss nachvollzogen werden ohne
sich in einer Vielzahl von Seiten und Tabs zu verlieren.

Das UI (Benutzerinterface) ist größer als bei den meisten anderen Software Synthesizern,
aber ist ein Patch erstmal fertiggestellt lässt sich die EDITOR-Ansicht (klicken sie auf den
EDITOR-Button über der Patch Browser Sektion) um sich nur die 'Rack Ansicht' anzeigen zu
lassen, was Ihnen beachtlich Bildschirmfläche spart.

Veränderungen von Parametern werden immer im unteren Abschnitt des PATCH BROWSER
Displays angezeigt. Die Werte werden dort angezeigt sobald Sie den Mauszeiger über eines
von Icarus' Bedienelementen bewegen.
Die 'Rack Ansicht' zeigt nur den geladenen Patch, das Patch und Datei Management und die
grundlegenden Bearbeitungsfunktionen von Icarus. Sollten Sie nur ein Patch laden wollen
oder schlicht Inspiration suchen, ist diese Ansicht alles was Sie brauchen.

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Top Menü

• File Button – Dieses Menü ermöglicht Ihnen ein Patch zu laden oder zu speichern,
sowie das Laden eines Initial Patches und Optimierungsoptionen für das aktuelle
Patch. Die Menüoptionen sind:

◦ Load patch – Lädt ein Patch von der Festplatte.

◦ Save patch as – Öffnet ein Fenster um das aktuelle Patch als Preset zu speichern.

◦ Quick save patch – Die Presetdatei innerhalb der aktuellen Kategorie (in
icarus_sound) wird überschrieben.

◦ Download sounds – Leitet sie zu Tone2's Website weiter, wo Sie weitere


Soundbanks für Icarus kaufen können.

◦ Init patch – Diese Option intialisiert sämtliche Einstellungen von Icarus zu den
Standartwerten.

◦ Random patch – Diese Option stellt sämtliche Einstellungen von Icarus zufällig
ein.

◦ Optimize patch – Es werden alle unbenutzten Wellenformen und Slots der


Modulationsmatrix entfernt um die Performance zu verbessern und Speicherplatz
zu sparen.

◦ Reset Midi-learn – Wählen sie diese Option um alle vorher gelernten MIDI CC
Zuweisungen zu entfernen/zurückzusetzen.
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• Editor Button – Dieser Button wechselt Icarus' Oberfläche entweder zum Rack oder
zum Editor-Modus.

Patch Display

Es gibt vier pfeilförmige Buttons innerhalb des PATCH BROWSER Displays. Mit diesen
können Sie zwischen den verschiedenen Patches oder Patch Kategorien
navigieren/wechseln.

• Pfeil nach oben (Neben Patch name) – lädt das vorherige Patch in der aktuellen
Patch Kategorie

• Pfeil nach unten (Neben Patch name) – lädt das nächste Patch in der aktuellen
Patch Kategorie

• Pfeil nach oben (Neben Category name) – lädt die vorherige Kategorie

• Pfeil nach unten (Neben Category name) – lädt die nächste Kategorie

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Sound Sektion

• Browser Button
Icarus bietet eine komfortablen Patch Browser, der Ihnen ermöglicht alle Patches und Patch
Kategorien in einem Fenster zu sehen. Dadurch haben sie einen sehr guten Blick auf alle
verfügbaren Patches kombiniert mit einer On-Screen Klaviatur, auf der Sie per Mauszeiger
Ihre Sounds spielen können.

Der Patch Browser ist in 3 Sektionen aufgeteilt:

◦ Type: Zeigt die aktuelle Patch Kategorie/den Typ des Patches.

◦ Patch: Zeigt die Liste der verfügbaren Patches in der ausgewählten Kategorie.

◦ Info: Das Fesnter zeigt alle Informationen über das ausgewählte Patch, wie den
Playmode, Synthesetyp etc..

Um den Patch Browser zu verlassen, klicken Sie auf den Exit Button (Im Fenster unten links)

Patch Organization

Icarus Banks und Presets können über Ihrem Standard Datei Browser geordnet
werden. Im 'Tone2/Icarus_sounds' Ordner finden Sie die verschiedenen Banks wie in
Icarus selbst. Sowohl die Ordner als auch die .fxp Patches sind hier gespeichert und
können geordnet/umbenannt werden; die Änderungen werden beim nächsten Start
von Icarus angezeigt.
• Resynthesis Button
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Icarus stellt eine leistungsstarke Resynthese Funktion bereit. Resynthese bedeutet, dass ein
Sound Ihrer Wahl analysiert und im Synthesizer wieder zusammengefügt wird. Anders als bei
konventionellem Sampling, wobei das Sample lediglich eine einfach Kopie des Original
Sounds ist, ist des resynthetisierte Sound ein völlig neuer und zugleich ähnlich klingender
Patch, der von Grund auf neu erstellt wird.

Mit der Resynthese werden viele Dinge möglich, welche mit konventionellen Samples nicht
oder nur unzureichend möglich sind:

- Variables Pitch Shifting


- Variables Time Stretching
- BPM Syncing
- Time Freezing
- Vor- und rückwärtige Abspielrichtung mit variabler Geschwindigkeit
- Formant Verschiebung (verhindert den 'Mickey Mouse' Effekt bei Sprachaufnahmen)
- Morphing

Es gibt da draussen viele Synthesizer, die als „resynthesefähig“ beworben werden. Jedoch
sind die Ergebnisse, die diese Produkte liefern, meistens unzureichend; Sie erzeugen starkes
Rumpeln und Artefakte wenn das Sample nicht richtig gestimmt ist, sie versagen bei
Akkorden, sie versagen bei Stimmen, sie versagen bei vielen natürlichen Sounds, sie
funktionieren nicht bei Pitch-Slides und sind schwer zu handhaben. Wir haben uns dieser
Probleme angenommen.

Wie nutze ich die Resynthese mit einem Sample?

Klicken Sie RESYNTHESIS und wählen Sie 'Easy create patch: Resynthesis'. Suchen Sie ein
kurzes wav Sample Ihrer Wahl.

Tipps für die besten Ergebnisse:


- Nehmen sie einzelne Sounds, vermeiden sie Melodien.
- Versuchen sie Samples mit anderen Instrumenten oder Perkussion im Hintergrund zu
vermeiden.
- Aufnahmen von monophonen Sounds bringen bessere Ergebnisse als Akkorde.
- Die Tonqualität der verarbeiteten wav Datei sollte hoch sein.
- Benutzen sie 16 Bit Mono Dateien mit weniger als 2 Sekunden Länge.
- Wenn sie sehr große Dateien verwenden, wird das Verarbeiten ebenfalls lange dauern.

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… warten sie ein paar Sekunden. Jetzt hat der Synth ein neues Patch erstellt. OSC1 ist nun
ein Wavetable, welcher aus Ihrer wav Datei resynthetisierte Wellenformen enthält. LFO1 lenkt
nun die WAVE Position des Wavetables.

Wenn Sie den SPEED Knopf für LFO1 ändern, können Sie die Wiedergabegeschwindigkeit
des Sounds beeinflussen. Durch das verstellen der Oktave per OCT Knopf können Sie den
Pitch des Sounds verändern. Wir weisen darauf hin, dass das Ändern des LFO1 SPEED nicht
den Pitch beeinflusst, wie bei konventionellen Samples. Sie können die resynthetisierten
Samples Pitchshiften und Timestrechen ohne Qualität einzubüßen. Es ist sogar möglich
Loops an die BPM zu synchronisieren oder durch das Ändern der LFO1 SHAPE Samples
vor- und rückwärts abzuspielen.

TIP: Wählen sie einen Morph Mode um den Sound zu verändern.

TIP: Kombinieren Sie einen Vocoder mit Formant Morph Modi um die Formanten ihrer Vocals
zu verschieben.

TIP: Sie können auch Wavetables resynthetisieren ohne automatisch ein neues Patch zu
generieren, indem Sie das TOOL Menü der Oszillatoren benutzen.

Folgende Resynthese Optionen sind verfügbar:

◦ Easy create patch: Resynthesis – Ist die Standarteinstellung, welche bei den
meisten Sounds die besten Ergebnisse erzielt. Sie sollten diesen Modus
verwenden.

◦ Easy create patch: Additive Resynthesis – Funktioniert wie der vorherige Modus,
entfernt jedoch jegliche Phasen Information und Detune aus dem Sample. Die
Folge ist der „kalte“ Sound den Sie von additiven Synthesizern kennen.

TIP: Später können Sie den Spektraleditor verwenden um die Obertöne zu ändern
und Icarus in einen vollkommenen additiven Synthesizer zu wandeln.

◦ Easy create patch: Resynthesis for noisy sounds – Funktioniert wie die normale
Resynthese, gibt aber manchmal das bessere Ergebnis bei sehr rauschstarken
Sounds, wie etwas Flöten.

◦ Easy create patch: Granulator – Kreiert ein Patch, das Granularsynthese nutzt.
reates Bei Granularsynthese wird ein Sample durch eine Fensterfunktion in kleine
'Grains' unterteilt.
Nutzen sie den OCT Knopf um die Dichte der Grains zu kontrollieren. Mit dem
MORPH Knopf können sie die Tonhöhe der Grains verändern. Variieren Sie die

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SHAPE von LFO1 zu einer Dreieckwelle für eine „vor-und-zurück“-Wiedergabe. Mit
dem LFO1 SPEED spielen sie den Sound schneller oder langsamer ab. Stellen Sie

SPEED auf 0 können sie das Samples Timefreezen. Nun können Sie den WAVE
Knopf benutzen um sich innerhalb des Sounds zu bewegen.

◦ Easy create patch: Time stretch large / medium / small blocks – Lädt ein
Sample und bearbeitet es mit Timestretch oder Pitchshift. 'Medium blocks' ist der
Standartmodus. 'Large blocks' ruft weniger Artefakte hervor, hat aber ein weniger
präzises Timing. 'Small blocks' besitzt präzises Timing, verursacht jedoch wieder
mehr Artefakte.
Wählen Sie bei der SHAPE von LFO1 eine Dreieckwelle für eine „vor-und-zurück“-
Wiedergabe. Mit dem LFO1 SPEED spielen sie den Sound schneller oder
langsamer ab. Wenn Sie SPEED auf 0 stellen können sie das Samples
Timefreezen. Sie können mit dem WAVE Knopf den Startpunkt des Sounds
beeinflussen. Das Pitchwheel ändert die Tonhöhe des Samples ohne die
Wiedergabegeschwindigkeit zu beeinflussen.

• Vocoder Button

Das Vocodermodul in Icarus bietet die höchstmögliche Soundqualität: Es hat über 500
Bänder und ultraschnelle Hüllkurven.
Klicken Sie auf den VOCODER Button und wählen Sie 'Easy create patch: Vocoder Poly' und
wählen Sie ein Vocal Sample oder eine Drumline im wav Format. Ein vollständiges
Vocoderpatch wird sofort erstellt. Benutzen Sie LFO1 SPEED Knopf um die
Wiedergabegeschwindigkeit des Vocoders zu kontrollieren. Mittels des MOPRH Knopfes
können sie die Fomanten nach oben oder unten verschieben.

TIP: Wählen Sie 'OSC->TOOL->Modify Wavetable: Maximize Volume' ein- oder mehrmals um
die Lautstärke zu erhöhen.

Folgende Vocoder Optionen sind verfügbar:

◦ Easy create patch: Vocoder Poly Classic – Ein klassischer Vocoder Sound mit
einer Sägezahnwelle als Trägerwelle. Eine gute Wahl, wenn Sie Akkorde spielen
wollen.
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◦ Easy create patch: Vocoder Poly Robo Stack – Der 90er Roboter Vocoder
Sound, den Sie vielleicht aus vielen alten Freestyle Aufnahmen kennen.Es werden
zwei gestackte Sägezahnwellen als Trägerwelle verwendet.

◦ Easy create patch: Vocoder Poly Breathy – Ein einzigartiger, zart hauchend
klingender Vocoder, welcher nur in Tone2 Icarus verfügbar ist. Eine gute Wahle
wenn Sie Akkorde spielen wollen.

◦ Easy create patch: Vocoder Poly Hollow – Ein Vocoder mit einer Rechteckwelle
als Träger. Er hat einen hohlen Sound.

◦ Easy create patch: Vocoder Poly Noise – Ein Vocoder mit Rauschen als Träger.
Er klingt wie flüstern.

◦ Easy create patch: Speech Synthesis Solo Singer – Kreiert einen monophonen
Patch, der wie die berühmte 'Cher' Aufnahme 'Do you believe' klingt. Der 'Cher
Effekt' bedeutet, dass eine Gesangsphrase mit einem Autotuneprozessor
übermäßig verarbeitet wird um einen künstlichen Sound zu erreichen. Nutzen Sie
den GLIDE Knopf um die Geschwindigkeit des Legato zu beeinflussen. Mit dem
MORPH Knopf schieben sie Formanten nach oben oder unten.

TIP: Spielen Sie Legatos (2 Tasten werden gedrückt, eine davon wieder
losgelassen).

TIP: Sie können den Sound sogar noch künstlicher klingen lassen wenn sie 'OSC-
>Tool->Modify Wavetable: Enhance Spectrum' anwenden.

What is a vocoder?

Einfach ausgedrückt überträgt ein Vocoder die „Charakteristiken“ eines Sounds auf
einen anderen. Ursprünglich wurde er in den 30er Jahren entwickelt um eine
menschliche Stimme, zwecks sicherer Kommunikation über ein Telefonnetzwerk, zu
verschlüsseln. Er fand in den 70er Jahren seinen Platz in der modernen Musik.
Etwas detaillierter ausgedrückt: Ein Vocoder benötigt zwei Eingangssignale, einen Träger
(Carrier) und einen Modulator. Die tonalen Charakteristiken des Modulators werden auf den
Sound Trägers übertragen. Normalerweise ist der Modulator eine Stimme, ein Drumloop oder
andere perkussive Sounds. Dieser Sound wird durch eine Vielzahl von parallel geschalteten
Filtern geleitet, um die 'Signatur' des Modulators vom frequenzbezogenen Inhalt und der
Lautstärke der Frequenzkomponenten zu trennen. Diese zeitlich variierte Multiband-'Signatur'
wird danach verwendet um den Träger zu filtern, welcher normalerweise ein anhaltender
frequenzreicher Sound ist (wie Akkorde, gespielt mit einer Sägezahnwelle). Wenn Sie eine
Stimme als Modulator verwenden, werden die ausgegebenen Sounds wie die Sägezahnwelle
unter Verwendung der durch die Stimme erstellten Filter moduliert.

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• Shop Button – Der Shop Button leitet Sie zu Tone2's Sound Shop weiter, wo Sie neue
Soundsets und Expansions für Icarus kaufen können.

• Help Button – Öffnet Icarus' PDF Handbuch.

Die Sound Sektion beinhaltet mehrere Master Controls, welche den generellen Sound des
aktuellen Patchs formen.

• Modwheel – Dieser Modwheel Parameter sendet MIDI Continuous Controller 1


messages (modulation wheel) wenn er verändert wird. Diesen Knopf mit der Maus zu
bewegen hat den selben Effekt, wie das Betätigen des Modulationsrads auf Ihrem
Keyboard Controller. Der Modwheel Knopf dient auch als visuelles Feedback für die
Stellung Ihres Modwheels. Standardmäßig wird MIDI Continuous Controller 1
verwendet um zwischen einem Timbre oder 'Morph' zu wechseln.

• Pitchwheel – Das Pitchwheel bestimmt die Stärke des Pitch Bends (Portamento) der
auf Ihren Sound wirkt.

• Volume – Der Volume Knopf bietet Kontrolle über die Master Lautstärke von Icarus.

• Vel – Der Vel Knopf legt fest, wie viel Keyboard Velocity auf die Lautstärke wirkt.

• Glide – Der Glide Knopf kontrolliert die Geschwindigkeit, mit der die Oscillatoren
gleiten. Gleiten ist möglich wenn Sie dem Glide Knopf auf einen Wert größer als 0
einstellen. Es sind verschiedene Glide Modi verfügbar; sie können über Icarus' Setup
Menü eingestellt werden.

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Oszillator Sektion

Icarus’ Oszillatoren generieren ihre Töne durch eine Vielzahl verschiedener Vorgänge, welche
später durch die Filter und Effektprozessoren weiter geformt werden. Jeder der drei
verfügbaren Oszillatoren bietet verschiedene Synthesemethoden kombiniert mit
unterschiedlichen Play Modes, Wavetables und Wave Modifiers.

Die Oszillator Sektion bietet jede Menge Einstellungsmöglichkeiten. Deshalb wird jeder
einzelner Bestandteil für sich erklärt.

Oszillator Top Menü

• Editor – Der Editor Button öffnet den Wavetable Editor, mit dem Ihren Sound weiter
manipulieren und formen können.

Der Wavetable Editor

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Der Wavetable Editor bietet Ihnen eine hohe Bandbreite and Werkzeugen und Optionen um
Ihren Wavetable zu unter Verwendung von Waveform-, Spectral- und Phaseneditoren. Mithilfe
dieser Werkzeuge können Sie Ihren sowohl Ihren Wavetable als auch einzelne Wellenformen
ganz nach Ihren Wünschen weiter verformen.

Der Wavetable Editor Bildschirm ist in verschiedene Sektionen aufgeteilt, welche unten im
Detail genauer beschrieben werden.

Wavetable Strip Display

Das Wavetable Strip Display stellt Ihnen eine einfache Übersicht Ihres Wavetables zur
Verfügung. Es zeigt alle Wavetable Slots an. Ein Icarus Wavetable enthält alle Wellenformen
in einer Reihe und besteht aus 1 bis 256 Wellenformen.
Wählen Sie eine einzelne Wellenform indem Sie in den Wavetable Strip klicken. Die
momentan ausgewählte und angezeigte Wellenform ist blau. Sie können auch einen Block
aus mehreren Wellenformen wählen, indem Sie auf den Wavetable Strip klicken und die
Maus auf andere Wellenformen bewegen. Die ausgewählten Wellenformen sind blau und rot,
die gerade angezeigte Wellenform ist blau.
Um einen neuen Slot hinzuzufügen klicken Sie auf das Plus-Zeichen am Ende des
Wavetables. Das oben rechts platzierte Vergrößerung Icon erlaubt Ihnen in Ihren Wavetable
rein und raus zu zoomen
Direkt unter dem Wavetable Strip sind zwei Vorschau Keyboards platziert um entweder den
kompletten Wavetable oder die aktuell ausgewählte Wellenform zu hören. Mit dem linken
Keyboard spielen Sie den Wavetable wohingegen mit dem rechten Keyboard nur der
ausgewählte Slot abgespielt wird.
Ein Geschwindigkeit Controller (zwischen den beiden Keyboards) bietet die Möglichkeit, die
Wiedergabegeschwindigkeit des Wavetables zu wählen.

Drag & Drop

Sie können eine wav Datei, die einen Wavetable enthält, eine Wellenform (ein einzelner
Wellenformzyklus – 2048 Samples oder weniger) oder Audio Datei auf einen Slot des
Wavetable Strips ziehen. Icarus lädt dann die Wellenform in diesen spezifischen Slot.
Sie können Drag & Drop auch nutzen um mehrere Dateien mit einzelnen Zyklen (2048
Samples lang oder kürzer) auf die Slots des Wavetable Strips zu legen. Icarus wird diesen
Slot und die folgenden mit neuen Wellenformen versehen.

Sie können per INIT einen neuen Wavetable initialisieren (Create Wavetable: Saw Square
Sine) und dann per Drag & Drop mehrere Wellenformen in den ersten Slot ziehen um einen
Custom Wavetable zu erstellen.

20
Drag & Drop auf das Waveform Display

Wenn Sie eine Wellenform auf das große blaue Waveform Display ziehen wird Icarus die
Wellenform in den aktuell ausgewählten Slot laden.

Sie können auch mehrere Dateien mit einzelnen Wellenformzyklen (2048 Samples lang oder
weniger) auf das Waveform Display ziehen. Icarus setzt in alle dem aktuell ausgewählten Slot
folgenden Slots die neuen Dateien ein.

Wavetable Tool & Options Sektion

Die Tool / Optionen Sektion bietet Ihnen Zugang zu allen


Bearbeitungs-, Datei- und Initialisierungsfunktionen.
Benutzen Sie die Tool Sektion um Ihre eigenen Wavetables
zu erstellen und bearbeiten.
Oder importieren Sie eine Wellenform von Ihrer Festplatte.

Die folgenden Tools und Optionen sind geboten:

• File – Das file Menü enthält alle Wavetable/Wave


Load und Save Optionen

◦ Load Wavetable (N*2048 samples, Icarus,


Serum, Falcon) – Lädt einen Wavetable im
Icarus wav Format (N*2048 samples)
Dies funktioniert auch mit Wavetables aus Synths
wie Serum und Falcon

◦ Load Waveform to selection – Lädt eine


Wellenform in den ausgewählten Wavetable Slot.

◦ Save Wavetable – Speichert den Wavetable auf


Ihrer Festplatte. Icarus Wavetables sind mit
vielen anderen Synthesizern und Tonverarbeitungsprogrammen anderer Hersteller
kompatibel.
Ein Icarus Wavetable ist eine herkömmliche Datei im wav Format (16 bit Mono) und
enthält alle Wellenformen in Serie. Ein Wavetable kann aus 1 bis 256 Wellenformen
bestehen. Jeder Einzelzyklus einer Wellenform ist exakt 2048 Samples lang.
Eine wav Datei welche einen Wavetable mit 3 Wellenformen enthält ist also 3x2048
Samples lang.

◦ Save Waveform – Speichert die momentan ausgewählte Wellenform auf Ihrer


Festplatte

◦ Import Wavetable – Importiert einen Wavetable im wav Format


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• Init – Das Init Menü bietet mehrere Initialisierungs Optionen.

◦ Create Wavetable: Saw Square Sine – Erstellt einen Wavetable mit drei Slots,
welche eine Sägezahn-, Rechteck- und Sinuswelle entahlten.

◦ Create Wavetable: PWM – Erstellt einen Wavetable durch pulsweitenmodulierten


Wellen

◦ Create Wavetable: Random – Erstellt einen zufällig generierten Wavetable.

◦ Init Selection: Saw – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot zu einer
Sägezahnwelle.

◦ Init Selection: Square – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot zu


einer Rechteckwelle.

◦ Init Selection: Sine – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot zu einer
Sinuswelle.

◦ Init Selection: Triangle – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot zu


einer Dreieckwelle.

◦ Init Selection: White Noise – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot
zu einer Wellenform aus weissem Rauschen.

◦ Init Selection: Pink Noise – Initialisiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot
zu einer Wellenform aus rosa Rauschen.

◦ Init Selection: Random Phase – Generiert zufällige Phasenwerte für den aktuell
ausgewählten Wavetable Slot.

◦ Init Selection: Random Spectrum – Generiert zufällige Spektralwerte für den


aktuell ausgewählten Wavetable Slot.

◦ Init Selection: Random Harmonic – Generiert zufällige Obertonwerte für den


aktuell ausgewählten Wavetable Slot.

◦ Init Selection: Silence – Fügt Stille in den aktuell ausgewählten Wavetable Slot
ein.

◦ Rename to MyWavetable – Benennt den aktuell ausgewählten Wavetable in


'MyWavetable' um.

TIP: Speichern Sie einen Wavetable mit einem Namen Ihrer Wahl und laden Sie
das Patch um diesen Namen für das Patch zu erhalten.

22
• Undo / Redo – Nutzen Sie den Undo / Redo Button um zu vergleichen und
Einstellungen rückgängig zu machen, die Sie innerhalb des Editor gemacht haben.

• Copy – Kopiert den aktuell ausgewählten Wavetable Slot.

• Paste – Fügt den kopierten Slot in den aktuell ausgewählten Slot ein.

• Cut – Schneidet den aktuell ausgewählten Wavetable Slot aus. (Beachten Sie, dass
Sie den ausgeschnittenen Slot zurück in einen neuen Slot einfügen können)

• Trim – Trimmt den Wavetable auf die aktuell ausgewählten Wellenformen. (Sollte es
von Nöten sein nutzen Sie den Undo Button um dies rückgängig zu machen)

• Sweep – Die von der blauen Box aktuell ausgewählten Wellenformen wird benutzt und
aus ihnen ein Wavetable mit vielen ineinander übergehenden Wellenformen. Er ersetzt den
alten Wavetable. Sie finden eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Morph Modi in
der 'Morph Modi Menü' Sektion dieses Handbuchs. Der erste Slot des Sweep Sounds klingt
als wäre der MORPH Knopf auf 0 eingestellt, der letzte Slot klingt als wäre der MORPH
Knopf auf 100 eingestellt.

TIP: Sie können Ihre Änderungen mit 'OSC->Tool->Undo/Redo Wavetable edit' rückgängig
machen.

TIP: Sie können dieses Feature nutzen um fließende Filtersweeps und weiche Übergänge mit
normalerweise 'stufenweisen' Morph Modi wie 'Bandpass 1oct' zu erreichen.

23
• Mix – Das Mix Menü bietet Ihnen verschiedene Mix Funktionen kombiniert mit einem
Slider um zu kontrollieren wie stark die Funktion angewandt wird. Klicken Sie mit der Maus
auf den Mix Button um das Mix Menü zu öffnen und nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen.

◦ Mix with copy – Mischen sie die kopierten Daten


mit der Auswahl. (Benutzen Sie den Copy Button
um zuerst Ihre Daten zu kopieren)

◦ Insert copy – Fügen Sie die kopierten Daten in


aktuell ausgewählten Slot ein.

◦ Crossfade selection – Crossfadet die


ausgewählten Daten.

◦ Reverse selection – Dreht die ausgewählten


Daten um.

◦ Normalize volume – Normalisiert die Lautstärke


der ausgewählten Daten.

◦ Maximize volume – Wendet einen


Maximierungsprozess an um Wellenformen mit
geringer Lautstärke zu boosten.

◦ Change volume to value – Ändert die Lautstärke.


(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Stack Octave+ by value – Stackt einen Oszillator mit einem weiteren Oszillator,
eine Oktave höher. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Stack Octave- by value – Stackt einen Oszillator mit einem weiteren Oszillator,
eine Oktave höher und um 180° in der Phase gedreht. (Nutzen Sie den Slider um
die Stärke einzustellen)

◦ Stack Harmonic+ by value – Stackt einen Oszillator mit einem weiteren Oszillator,
zwei, drei, vier, fünf und sechsmal so hoch. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Stack Harmonic- by value – Stackt einen in der Phase um 180° gedrehten


Oszillator mit einem weiteren Oszillator, zwei, drei, vier, fünf und sechsmal so hoch.
(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen) Dieser Modus klingt hohler als
'Stack Harmonic+'

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◦ Stack Power by value – Stacks several oscillators, two, three and four times
higher. (Use the value slider control to set the amount)

TIP: Benutzen Sie diesen Modus mit sinusoiden Wellenformen um Orgeln zu bauen.

◦ Chord 2x by value – Zwei gestackte Oszillatoren spielen einen Akkord (Nutzen Sie
den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Chord 3x by value –Drei gestackte Oszillatoren spielen einen Akkord (Nutzen Sie
den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ PW by value – Wendet Pulsweitenmodulation an. (Nutzen Sie den Slider um die


Stärke einzustellen)

◦ Comb 2x by value – Wendet einen zweistufigen Kammfilter an. (Nutzen Sie den
Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Comb 3x by value – Wendet einen dreistufigen Kammfilter an. (Nutzen Sie den
Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Half size – Teilt die Auswahl in der Hälfte.

• Filter – Das Filter Menü bietet verschiedene Filter Funktionen kombiniert mit einem
Slider um zu kontrollieren wie stark die Funktion angewandt wird. Klicken Sie mit der
Maus auf den Filter Button um das Filter Menü zu öffnen und nutzen Sie den Slider um
die Stärke einzustellen.

◦ Tone warmer by value – Reduziert die Lautstärke


der höheren Obertöne, wodurch die Auswahl
wärmer klingt. (Nutzen Sie den Slider um die
Stärke einzustellen)

◦ Tone brighter by value – Boostet die Lautstärke


der höheren Obertöne, wodurch der Sound heller
klingt (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Denoise by value – Wendet einen Denoise


Prozess auf die Auswahl an wodurch Rauschen
aus dem Wavetable entfernt wird. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Lowpass by value – Wendet einen Tiefpass Filter auf die Auswahl an. (Nutzen Sie
den Slider um die Stärke einzustellen)

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◦ Highpass by value – Wendet einen Hochpass Filter auf die Auswahl an. (Nutzen
Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Bandpass 1oct by value – Wendet einen stufigen eine Oktave breiten


Spektralbandpassfilter auf die Auswahl an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Bandpass 2oct by value – Wendet einen stufigen zwei Oktave breiten


Spektralbandpassfilter auf die Auswahl an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Bandstop 1oct by value – Wendet einen stufigen eine Oktave breiten


Spektralbandstopfilter auf die Auswahl an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Bandstop 2oct by value – Wendet einen stufigen zwei Oktave breiten


Spektralbandstopfilter auf die Auswahl an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

• Modify – Das Modify Menü bietet verschiedene Modifikationsfunktionen kombiniert mit


einem Slider um zu kontrollieren wie stark die Funktion angewandt wird. Klicken Sie
mit der Maus auf den Modify Button um das Modify Menü zu öffnen und nutzen Sie
den Slider um die Stärke einzustellen.

◦ Saturate by value – Die ausgewählten Wellen werden


gesättigt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Bitcrush by value – Ein Bitcrush Prozess wird auf die


ausgewählten Wellen angewandt. (Nutzen Sie den Slider
um die Stärke einzustellen)

◦ Downsample by value – Die ausgewählten Wellen


werden in der Samplerate herabgesetzt (Nutzen Sie den
Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Add Noise by value – Rauschen wird auf die


ausgewählten Wellen gelegt. (Nutzen Sie den Slider um
die Stärke einzustellen)

◦ Ringmod by value – Ringmodulation wird auf die


ausgewählten Wellen angewandt. (Nutzen Sie den Slider
um die Stärke einzustellen)

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◦ AM by value – Amplitudenmodulation wird auf die ausgewählten Wellen
angewandt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Sync Square by value – Hard Sync wird auf die ausgewählten Wellen angewandt.
Nützlich bei synced Sounds und scharf klingenden Sweeps. (Nutzen Sie den Slider
um die Stärke einzustellen)

◦ Sync Saw by value – Sägezahn Snyc wird auf die ausgewählten Wellen
angewandt. Nützlich bei synced Sounds und scharf klingenden Sweeps. Nützlich
bei Sprachsynthese, Synced Sounds und Sweeps (Nutzen Sie den Slider um die
Stärke einzustellen)

◦ Waveshape by value – Waveshaping wird auf die ausgewählten Wellen


angewandt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ FM Sine by value – Frequenzmodulation durch eine Sinuswelle wird auf die


ausgewählten Wellen angewandt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ FM Sine 2x by value – Frequenzmodulation durch eine doppelt so hohe


Sinuswelle wird auf die ausgewählten Wellen angewandt. Dies verursacht einen
hohlen Sound (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ FM Sine 3x by value – Frequenzmodulation durch eine dreifach so hohe


Sinuswelle wird auf die ausgewählten Wellen angewandt. Dies verursacht einen
glockenartigen Sound(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ FM Square by value – Frequenzmodulation durch eine Rechteckwelle wird auf die


ausgewählten Wellen angewandt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ FM Saw by value – Frequenzmodulation durch eine Sägezahnwellewelle wird auf


die ausgewählten Wellen angewandt. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Harmonic by value – Wendet einen fließenden Oberton Morph an. (Nutzen Sie
den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Hollow1-3 by value – Wendet einen fließenden Oberton Morph mit hohlem Sound
an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Hollow Double by value – Wendet einen Oberton Morph mit weichen Übergängen
und einem hohlen Sound bei der doppelten Frequenz an. (Nutzen Sie den Slider
um die Stärke einzustellen)

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◦ PhaseDist PW by value – Wendet Phasen Verzerrung mit Pulsweitenkontrolle auf
die ausgewählten Wellen an. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ PhaseDist Saw by value – Wendet Phasenverzerrung auf die ausgewählten


Wellen an wobei ein Sinus zu einer Sägezahnwelle gemorpht wird. (Nutzen Sie den
Slider um die Stärke einzustellen)

◦ PhaseDist Square by value – Wendet Phasenverzerrung auf die ausgewählten


Wellen an wobei ein Sinus zu einer Rechteckwelle gemorpht wird. (Nutzen Sie den
Slider um die Stärke einzustellen)

◦ PhaseDist Double by value – Wendet Phasenverzerrung auf die ausgewählten


Wellen an wobei eine Welle zu einer Welle mit doppelter Frequenz gemorpht wird.
(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Mirror by value – Spiegelt die Welleform in der Mitte (Nutzen Sie den Slider um
die Stärke einzustellen)

◦ Grunge by value – Fügt zusötzliche Obertöne zu den ausgewählten Wellen hinzu.


(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

• Spectrum – Das Spectrum Menü bietet verschiedene Funktionen um das Spektrum


des Sounds zu bearbeiten kombiniert mit einem Slider um zu kontrollieren wie stark die
Funktion angewandt wird. Klicken Sie mit der Maus auf den Spectrum Button um das
Spectrum Menü zu öffnen und nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen.

◦ Enhance by value – Verbessert die ausgewählten


Wellen. Das Ergebnis hat normalerweise mehr
'Charakter'. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke
einzustellen)

◦ Square harmonics – Jeder zweite Oberton wird auf 0


gesetzt. Das ergibt einen hohlen Sound. Eine
Sägezahnwelle wird zu einer Rechteckwelle.

◦ N harmonics by value – Alle Obertöne ausser jeder n-


te werden auf 0 gesetzt. Der Wert legt die Abstände
fest. Das ergibt einen hohlen glockenartigen Sound.
(Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Organ harmonics by value – Alle Obertöne ausser die Potenz N^M werden auf 0
gesetzt. Der Wert legt die Abstände fest. Daraus ergibt sich ein Orgel-ähnlicher
Sound. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

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◦ Bell harmonics by value – Alle Obertöne ausser die Potenz von N werden auf 0
gesetzt. Der Wert legt die Abstände fest. Daraus ergibt sich ein Glocken-ähnlicher
Sound. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Shift up – Alle Obertöne werden höher geschoben. Daraus ergibt sich ein hellerer
Sound, der eine Oktave höher sein kann.

◦ Shift down – Alle Obertöne werden tiefer geschoben. Daraus ergibt sich ein
dunklerer Sound

◦ Stretch – Alle Obertöne werden gedoppelt und das Spektrum ausgedehnt. Das
Ergebnis ist ein hellerer Sound.

◦ Shrink – Jeder zweite Oberton wird entfernt und das Spektrum gestaucht. Dadurch
entsteht ein dunklerer Sound.

◦ Interval by value – Erstellt ein harmonisches Intervall. Mit dem Wert auf 0 wird die
Basis Frequenz gespielt. Höhere Werte ergeben 2,3,4,5,6,7 oder 8-mal so hohe
Frequenzen. (Nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

• Phase – Das Phasen Menü bietet verschiedene Funktionen um Die Phasen des
Sounds zu bearbeiten kombiniert mit einem Slider um zu kontrollieren wie stark die
Funktion angewandt wird. Klicken Sie mit der Maus auf den Phase Button um das
Phase Menü zu öffnen und nutzen Sie den Slider um die Stärke einzustellen.

◦ Set to 0 – Stellt die Phase der Auswahl auf 0

◦ Set to value – Stellt die Phase der Auswahl auf einen bestimmten Wert. (Nutzen
Sie den Slider um die Stärke einzustellen)

◦ Invert – Invertiert die Phase der Auswahl

◦ Silky – Verändert die Phase der Auswahl sodass diese


seidiger klingt.

◦ Noisy – Verändert die Phase der Auswahl sodass


diese rauschiger klingt.

◦ Sweep by value – Wendet einen Phasen Sweep auf


die momentane Auswahl an. (Nutzen Sie den Slider
um die Stärke einzustellen)

◦ Reverse – Dreht die Phase der Auswahl um.

29
◦ Optimize phases to reduce rumble – Wenn Sie durch einen Wavetable morphen
via WAVE Knopf können Sie manchmal Rumpeln oder Detune hören. Diese Option
reduziert dieses Rumpeln und Detune.

• Resynthesis – Resynthetisiert und erstellt einen Wavetable aus einem importierte


Sample

◦ Resynthesis – Resynthesize nutzt den Standard Modus, welcher bei den meisten
Sounds das beste Ergebnis liefert.

◦ Resynthesis Additive – Funktioniert wie die Standard Resynthese entfernt jedoch


sämtliche Phaseninformation und Detune des Samples. Das Ergebnis ist der kalte
von additiven Synthesizern bekannte Sound.

◦ Resynthesis for Noisy sounds – Funktioniert wie die normale Resynthese, gibt
aber manchmal bessere Ergebnisse bei rauschstarken Sounds wie Flöten.

◦ Resynthesis Note=C4 – Resynthetisiert ein auf C4 gestimmtes Sample.

◦ Resynthesis Note=C3 – Resynthetisiert ein auf C3 gestimmtes Sample.

◦ Resynthesis Note=C2 – Resynthetisiert ein auf C2 gestimmtes Sample.

◦ Resynthesis Note=C1 – Resynthetisiert ein auf C1 gestimmtes Sample.

◦ Resynthesis Note=C0 – Resynthetisiert ein auf C0 gestimmtes Sample.

◦ Granular – Erstellt einen Wavetable via Granularsynthese. bei Granularsynthese


wird ein Sample in kleine 'grains' via Fesnter Funktion zerlegt.

• Vocoder – Erstellt einen Vocoder Wavetable mittels eines importierten Samples.

◦ Vocoder Saw – Erstellt einen Vocoder Wavetable, der eine Sägezahnwelle als
Träger verwendet.

◦ Vocoder Square – Erstellt einen Vocoder Wavetable, der eine Rechteckwelle als
Träger verwendet.

◦ Vocoder Silky – Erstellt einen Silky Vocoder Wavetable.

◦ Vocoder Noise – Erstellt einen Vocoder Wavetable, der Rauschen als Träger
verwendet.

30
Editor / Display Modus

Die Editor / Display Modus Buttons


erlauben Ihnen zwischen den
verfügbaren Editor Modi zu wechseln.

◦ Exit – Schliesst den Wavetable Editor und wechselt zurück zum Synthesizer.

◦ Waveform – Wechselt den Editor in den Waveform Modus. Im Waveform Modus


können Sie die rohe Wellenform bearbeiten. Ein vollständiges Set Malwerkzeuge
steht zu Verfügung (unten links im Wellendisplay) um Ihnen beim Bearbeiten der
Wellenform zu helfen. Die Beschreibung dieser Werkzeuge finden Sie in der
Wave/Spectrum/Phase Display Sektion.

◦ Spectrum – Wechselt den Editor in den Spectrum Modus. Im Spektrum Modus


können Sie die Lautstärke jedes einzelnen Obertons ändern.

◦ Phase – Wechselt den Editor in den Phase Modus. Im Phase Modus können sie
direkt das Phasenspektrum bearbeiten, was den Sound auflockern kann, Obertöne
detunen und helfen kann organische Timbres zu erschaffen.

31
Wave / Spectrum / Phase Display

Die Wave/Spectrum/Phase Display Sektion erlaubt Ihnen direktes Bearbeiten, sowie eine
visuelle Anzeige der aktuellen Wellenform(-en).
Die Art Editor des Displays ist wählbar indem man auf den Waveform, Spectrum oder Phase
Button klickt.

Im Waveform Modus ist eine weitere Toolbar mit Malwerkzeugen verfügbar um Ihnen beim
weiteren Bearbeiten Ihrer Wellenform zu helfen.

32
Oscillator Top Menü

• Tool – Das Tool Menü bietet mehrere auf die Oszillatoren bezogene Optionen.

Verfügbare Optionen sind:

◦ Copy current Osc to Osc1 – Kopiert alle Einstellungen des aktuellen Oszillators
zu Oszillator 1.

◦ Copy current Osc to Osc2 – Kopiert alle Einstellungen des aktuellen Oszillators
zu Oszillator 2.

◦ Copy current Osc to Osc3 – Kopiert alle Einstellungen des aktuellen Oszillators
zu Oszillator 3.

◦ Reset all Oscs – Setzt alle Oszillatoren Einstellungen (Osc 1,2,3) zurück und lädt
die Standard Wavetables.

◦ Reset current Osc – Setzt den aktuell ausgewählten Oszillator und lädt den
Standard Wavetable.

◦ Save Wavetable – Legt den Wavetable des aktuell ausgewählten Oszillators auf
der Festplatte ab. Icarus Wavetables sind mit vielen anderen Synthesizern und
Tonverarbeitungsprogrammen anderer Hersteller kompatibel. Während viele Ton
Firmen ihre Wavetables verschlüsseln um ein Kopieren zu verhindern, glauben wir,
dass Wavetable Synthese sich nur dann weiter entwickeln kann, wenn es ein
austauschbares, offenes und gut dokumentiertes Dateiformat gibt, das jedermann
(und -frau) nutzen und bearbeiten kann.
Ein Icarus Wavetable ist eine herkömmliche Datei im wav Format (16 bit Mono) und
enthält alle Wellenformen in Serie. Ein Wavetable kann aus 1 bis 256 Wellenformen
bestehen. Jeder Einzelzyklus einer Wellenform ist exakt 2048 Samples lang. Eine
wav Datei welche einen Wavetable mit 3 Wellenformen enthält ist also 3x2048
Samples lang.

TIP: Ein Wavetabel can auch nur eine Wellenform beinhalten. Dann kann er zwar
nicht mit dem WAVE Knopf gemorphed werden, aber er kann in den Slot eines
Wavetables importiert werden.

TIP: Sie können einen Wavetable über einen externen Audio Editor wie Wavelab
oder Goldwave speichern. Benutzen Sie externe Audio Editoren wie Wavelab oder
Goldwave um einen Wavetable zu modifizieren und laden Sie ihn wieder in Icarus.

33
TIP: Wenn Sie nicht den ganzen Wavetable exportieren wollen, sondern einen
einzelnen Wellenzyklus benutzen sie 'OSC->Tool->Trim Wavetable: Pick current
waveform' um einen Wavetable mit dieser einzelnen Wellenform als erstes.
Speichern Sie danach den Wavetable.

TIP: Um schnell auf Ihre eigenen Wavetables zugreifen zu können, können Sie Ihre
eigenen Custom Dateien zum Factory Content von Icarus hinzuzufügen.Wenn
Icarus geladen wird werden alle Wavetables im 'Icarus_wavetables' Ordner
gescannt und in den Oszillatoren angezeigt. Icarus' Wavetables werden als wav
Dateien im Icarus_wavetables Ordner gespeichert. Auf PC liegt dieser Ordner in
Ihrem vstplugin Ordner. Auf Mac liegt es in Library/Audio/Plug-ins.

TIP: Icarus Patches sind im fxp Format. Die fxp Dateien enthalten alle Patch
Einstellungen, sowie die Daten der Wavetables. Die Daten der Wavetables wird
auch in Ihrer Projektdatei gespeichert. Sie müssen sich keine Sorgen machen oder
Angst zu haben, dass etwas mit Ihrem 'Icarus_wavetable' Ordner passiert. Selbst
wenn Sie aus Versehen sämtliche Factory Wavetables löschen sollten, werden die
Icarus Patches in Ihren Projekten nicht kaputt gehen und weiterhin funktionieren.

◦ Load Wavetable (N*2048 samples, Icarus, Serum, Falcon) – Lädt einen


Wavetable im Icarus wav Format (N*2048 samples) in den momentan
ausgewählten Oszillator. Das funktioniert auch mit Wavetables aus anderen Synths
wie Serum oder Falcon

TIP: Sie können auch einen Icarus Wavetable auf das 3D Display ziehen um ihn in
den Oszillator zu laden.

◦ Load Waveform to current WAVE position – Lädt eine Wellenform in den


Wavetable Slot, welcher gerade vom WAVE Knopf angewählt ist. Eine Wellenform
ist eine wav Datei mit 2-2048 Samples Länge und enthält einen einzelnen
Wellenzyklus. Wenn Sie eine größere wav Datei laden, wird diese automatisch von
der Mitte ausgehend resynthetisiert.

TIP: Icarus kann mit sehr komplexen Wellenformen umgehen. Es ist sogar möglich
kurze Samples al Wellenform zu laden (Weniger als 2048 Samples lang). Dies
kann nützlich sein um ein Drumset oder Transient Attack Sounds zu bauen.

TIP: Icarus unterstützt drag & drop von einem oder mehreren wav Dateien auf das
3D Display des Oszillators. Wenn Sie drag & drop nutzen wird die Wellenform in
den Wavetable Slot geladen, welcher momentan vom WAVE Knopf angewählt ist.

◦ Undo/Redo Wavetable Edit – Nutzen Sie diese Funktion um Änderungen im OSC


Tool Menü zu vergleichen und rückgängig zu machen.

34
◦ Create Wavetable: Random – Icarus kann unbegrenzt Mengen Wavetables
erstellen! Die Wavetables der ausgewählten Oszillatoren werden mit neuen ersetzt.
Nutzen Sie den Wave Knopf um die zu spielende Wellenform auszuwählen.

◦ Create Wavetable: Resynthesis – Analysiert eine wav Datei und resynthetisiert


einen Wavetable. Der Wavetabel des aktuellen Oszillators wird durch einen neuen
ersetzt.
Es gibt viele Synthesizer, die als resynthesefähig beworben werden. Die
Ergebnisse, die diese Produkte ausgeben sind meistens schwach: Die meisten
Produkte generieren schweres Rumpeln wenn das Sample nicht genau gestimmt
ist, sie versagen bei den meisten natürlichen Sounds, sie versagen bei Akkorden,
sie versagen bei Stimmen, sie versagen bei Pitchslides. Wir haben uns dieses
Problems angenommen.
Bei Icarus müssen Sie sich nicht um das Tuning oder den Inhalt kümmern, den Sie
laden. Wählen Sie einfach ein kurzes Sample Ihrer Wahl im wav Format und warten
sie kurz.

TIP: Klicken Sie auf den RESYNTHESIS Button und wählen Sie 'Easy create
patch: Resynthesis' um einen kompletten Patch zu erstellen, der der originalen wav
Datei sehr ähnlich klingt.

TIP: Benutzen Sie Mono wav Dateien in hoher Qualität. Wenn das Original Sample
schlecht klingt, wird die Resynthese auch schlecht klingen.

TIP: Haben sie eine wav Datei resynthetisiert können sie den Sound mit dem WAVE
Knopf und LFO1 timestretchen.

TIP: Wählen Sie 'Formant' oder 'Format Cross' als Morph Modus und nutzen Sie der
MORPH Knopf um zu Pitchshiften.

◦ Create Wavetable: Resynthesis Additive – Funktioniert wie die Standard


Resynthese entfernt jedoch sämtliche Phaseninformation und Detune des
Samples. Das Ergebnis ist der kalte von additiven Synthesizern bekannte Sound.

TIP: Sie können den Spektraleditor später nutzen um die Obertöne zu ändern und
Icarus zu einem kompletten additiven Synthesizer zu machen.

TIP: Klicken Sie auf den RESYNTHESIS Button und wählen Sie 'Easy create patch:
Additive Resynthesis' um automatisch einen neuen Patch zu erstellen, der der
Original wav Datei sehr ähnlich klingt.

◦ Create Wavetable: Resynthesis for Noisy sounds – Funktioniert wie die normale
Resynthese, gibt aber manchmal bessere Ergebnisse bei rauschstarken Sounds
wie Flöten.
35
◦ Create Wavetable: Resynthesis Note=C4-C0 – In diesen Modi erkennt Icarus den
itch des Samples nicht automatisch. Das geladene Sample muss exakt auf C4, C3,
… gestimmt sein.

TIP: Dieser Modus kann nützlich sein bei aufgenommenen Synth Sounds.

◦ Create Wavetable: Vocoder Saw – Analysiert eine wav Datei und bereitet einen
Wavetable für die Benutzung des Vocoder Morph Modus vor. Der ausgewählte
Oszillator wird durch einen neuen ersetzt.
Das Vocoder Modul in Icarus bietet den bestmöglichen Sound: es hat über 500
Bänder und ultraschnelle Hüllkurven.

TIP: Klicken Sie auf den VOCODER Button, wählen Sie 'Easy create patch:
Vocoder' und wählen Sie ein Vocal Sample um sofort einen kompletten Vocoder
Patch zu erstellen. Nutzen Sie den LFO1 SPEED Knopf um die
Wiedergabegeschwindigkeit des Vocoder Samples zu ändern.

TIP: Benutzen Sie 'Vocoder' als Morph Modus und den MORPH Knopf um die
formant Frequenz zu ändern.

TIP: Sie können 'Tool->Modify Wavetable: Maximize Volume' ein- oder mehrmals
anwenden um die Lautstärke zu steigern.

◦ Create Wavetable: Vocoder Square – Funktioniert wie der vorherige, der


entstehende Wavetable klingt allerdings hohl. Nutzen Sie diesen Modus um einen
Vocoder mit Rechteckwellenträger zu emulieren.
◦ Create Wavetable: Vocoder Silky– Funktioniert wie der vorherige, der
entstehende Wavetable klingt allerdings seidig.

◦ Create Wavetable: Vocoder Noise – Funktioniert wie der vorherige, der


entstehende Wavetable klingt allerdings rauschig. Nutzen Sie diesen Modus um
einen Vocoder mit Rauschen alsTräger zu emulieren.

◦ Create Wavetable: Granulator – Analysiert eine wav Datei und bereitet einen
Wavetable, welcher den Granulator Morph Modus nutzt, vor. Der Wavetable des
ausgewählten Oszillators wird durch einen neuen ersetzt.

TIP: Klicken Sie auf den RESYNTHESIS Button, wählen Sie 'Easy create patch:
Granulator' und wählen Sie ein Sample um sofort einen kompletten Granular Patch
zu erstellen. Nutzen Sie den LFO1 SPEED Knopf um die Wiedergabegeschwindig-
keit des Vocoder Samples zu ändern.

36
◦ Trim Wavetable: Pick current waveform – Nur die vom WAVE Knopf ausgewählte
Wellenform bleibt übrig. Alle anderen Wellenformen werden weggeworfen.

TIP: Ein Wavetable mit nur einem einzelnen Wellenzyklus kann nicht via MORPH
Knopf gemorphed werden. Nutzen Sie 'OSC->Tool->Extend Wavetable: Add one
slot' um den Wavetable mit einem weiteren Slot zu erweitern.

TIP: Wollen Sie nicht den kompletten Wavetable exportieren, sondern nur einen
einzelnen Wellenformzyklus, nutzen Sie 'OSC->Tool->Trim Wavetable: Pick current
waveform' um zuerst einen Wavetable mit nur einer Wellenform zu erstellen.
Speichern Sie dann diesen Wavetable.

TIP: Wenn Sie in Ihrem Patch nur eine Wellenform aus einem großen Wavetable
nutzen, können Sie mittels dieser Funktion die Speicherkapazität Ihres Projekts und
die Größe Ihres fxp Patches reduzieren nachdem Sie es gespeichert haben.

◦ Trim Wavetable: After current waveform – Alle Wellenformen nach der vom
WAVE Knopf ausgewählten werden gelöscht.

◦ Trim Wavetable: Before current waveform – Alle Wellenformen vor der vom
WAVE Knopf ausgewählten werden gelöscht.

◦ Extend Wavetable: Add one slot – Fügt einen zusätzlichen Slot am Ende des
Wavetabels hinzu.

TIP: Ein Wavetable, welcher nur eine einzelne Wellenform enthält kann nicht mit
dem WAVE Knopf gemorphed werden.

◦ Apply Morph to Wavetable – Dies ist eine kraftvolle Funktion, welche einzigartig
ist in Icarus und in keinem anderen Synthesizer verfügbar ist. Durch sie können Sie
einfach eine unbegrenzte Menge von Morphs auf einen Wavetable anwenden! In
Folge können Sie ganz einfach unbegrenzt viele verschiedene Wavetables
erstellen.
Alle Morph Modi können vorher in einen Wavetable gerendered werden mit 'OSC-
>TOOL->Apply Morph to Wavetable'. Der momentan eingestellte Wert des MORPH
Knopfes wird als Parameter zum Rendern genutzt. Nach dem Rendern des alten
Wavetables wird dieser mit einem neuen ersetzt. Der Wiedergabe Modus wird auf
'None / Partial' gestellt, wodurch der Sound gar nicht mehr verändert wird.
Merke: Morphing wird nun durch den WAVE Knopf anstatt des MORPH Knopfes
durchgeführt. Machen Sie sich bereit einen weiteren Morph Modus anzuwenden!

TIP: Sie können Ihre Änderungen mit 'OSC->Tool->Undo/Redo Wavetable edit'


rückgängig machen.
37
TIP: Benutzen Sie den FADE Knopf um festzulegen wie ruckartig/fließend die
Übergänge zwischen den Wellenformen sein sollen.

◦ Apply Morph Sweep to current Waveform – Diese Funktion arbeite ähnlich wie
die vorherige, hat aber etwas andere Rendering Parameter. Die Wellenform,
welche durch den WAVE Knopf festgelegt wird, wird ausgewählt. Ein Wavetable mit
vielen Wellenformen wird erstellt und ersetzt den alten. Der erste Slot klingt als
wäre der MORPH Knopf auf 0 gestellt und der letzte Slot klingt als wäre der
MORPH Knopf auf 100 gestellt. Der Wiedergabe Modus wird auf 'None / Partial'
gestellt, wodurch der Sound gar nicht mehr verändert wird.
Merke: Morphing wird nun durch den WAVE Knopf anstatt des MORPH Knopfes
durchgeführt. Machen Sie sich bereit einen weiteren Morph Modus anzuwenden!

TIP: Sie können Ihre Änderungen mit 'OSC->Tool->Undo/Redo Wavetable edit'


rückgängig machen.

TIP: Benutzen Sie den FADE Knopf um festzulegen wie ruckartig/fließend die
Übergänge zwischen den Wellenformen sein sollen.

TIP: Sie können diese Funktion nutzen um fließende Filter Sweeps oder weiche
Übergänge für stufige Morph Modi wie 'Bandpass 1oct' zu generieren.

◦ Modify Wavetable: Tone warmer 1.5dB/Oct– Reduziert die Lautstärke der


höheren Obertöne.

TIP: Nutzen Sie diese Funktion für einen 'analogeren' und wärmeren Sound, wenn
ein Wavetable zu 'scharf' klingt.

TIP: Sie können diese Funktion öfter anwenden um einen noch wärmeren Sound zu
erreichen.

◦ Modify Wavetable: Tone brighter 1.5dB/Oct – Boostet die Lautstärke der


höheren Obertöne.

TIP: Nutzten Sie diese Funktion für Supersaw Sounds oder wenn ein Wavetable zu
mumpfig klingt.

TIP: Sie können diese Funktion mehrmals anwenden.

◦ Modify Wavetable: Silky – Der Wavetable klingt seidiger und rauschiger,

TIP: Nutzen Sie diese Funktion für Streicher Sounds.

38
◦ Modify Wavetable: Square – Alle geraden Obertöne werden entfernt. Das
Ergebnis ist bei einer Sägezahnwelle eine hohl klingende Rechteckwelle.

TIP: Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können Sie es mit'Tool->Undo/Redo
Wavetable edit' rückgängig machen.

◦ Modify Wavetable: Denoise – Rauschen wird aus dem Wavetable entfernt.


Manchmal haben Wavetables danach mehr 'Charakter'.

TIP: Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können Sie es mit'Tool->Undo/Redo
Wavetable edit' rückgängig machen.

◦ Modify Wavetable: Add Noise – Fügt etwas 'Dreck' zu dem Wavetable hinzu.

TIP: Sie können diese Funktion mehrmals anwenden um die Intensität zu steigern.

◦ Modify Wavetable: Optimize phases – Wenn Sie via WAVE Knopf durch einen
Wavetable morphen können Sie manchmal Rumpeln und Detune hören. Nachdem
diese Funktion angewandt haben wurde das Rumpeln und der Detune entfernt.

◦ Modify Wavetable: Enhance Spectrum – Der entstehende Wavetable hat meist


mehr 'Charakter'.

TIP: Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können Sie es mit'Tool->Undo/Redo
Wavetable edit' rückgängig machen.

◦ Modify Wavetable: Maximize Volume – Wellenformen mit niedriger Lautstärke


werden geboostet.

TIP: Sie können diese Funktion mehrmals anwenden um die Intensität zu steigern.

◦ Rename Wavetable to MyWavetable – Wenn Sie einen Wavetable laden, wird der
Name im Oszillator durch den Namen der vorher geladenen Datei ersetzt. Sollte
Ihnen der neue Name nicht gefallen, oder niemand den Dateinamen der Datei die
Sie importiert haben wissen darf, können Sie den Wavetable so in 'MyWavetable'
umbenennen.

TIP: Speichern Sie einen Wavetable Ihrer Wahl und laden Sie ihn neu um einen
Namen Ihrer Wahl zu kriegen.

39
• 1 – Wechselt das Oszillator Display und Bedienfeld auf Oszillator 1.

• 2 – Wechselt das Oszillator Display und Bedienfeld auf Oszillator 2.

• 3 – Wechselt das Oszillator Display und Bedienfeld auf Oszillator 3.

• ON – Schaltet den aktuellen Oszillator An/Aus.

Wellenform Display

Das Waveform Display zeigt die aktuelle Welle (und Wavetable). Jede Änderung der
Wellenform wird automatisch angezeigt.

TIP: Durch einen Rechts-Klick in die Wellenform können Sie zwischen verschiedenen
Anzeigemöglichkeiten des Wavetables wechseln.

Direkt unter dem Waveform Display Sehen Sie drei Menü Optionen, diese sind:

• Play Mode Menü – Dieses Menü bietet mehrere Play Mode Optionen. Folgende Modi
sind verfügbar:

◦ Mono - Single Oszillator. Dieser klassische Modus wird von den meisten
konventionellen Synthesizern verwendet.

◦ HyperSaw 3, 5, 7, 9 – Mehrere verstimmte Oszillatoren spielen gleichzeitig. Anders


als bei konventionellen Hypersaw Synthesizern werden die Hypersaws in Icarus
phasenoptimiert. Das bedeutet, dass der abweichende Ausschlag statistisch
minimiert wird. In Folge erhält man einen Sound mit weniger Peaks und mehr
Tiefen. Die Oszillatoren in konventionellen Hypersaw Synthesizern verwenden nur
Sägezahnwellen. In Icarus können Sie den Modus mit jeder Wellenform oder
Wavetable verwenden. Der Detune Knopf steuert die Stärke des Detunes.

40
◦ HyperStereo 4,6,8,10 – Mehrere verstimmte Stereooszillatoren spielen zeitgleich.
Die Oszillatoren sind phasenoptimiert. Das bedeutet, dass der abweichende
Ausschlag statistisch minimiert wird. In Folge erhält man einen Sound mit weniger
Peaks und mehr Tiefen. Die Oszillatoren in konventionellen Hypersaw Synthesizern
verwenden nur Sägezahnwellen. In Icarus können Sie den Modus mit jeder
Wellenform oder Wavetable verwenden. Der Detune Knopf steuert die Stärke des
Detunes.

◦ Unison 2 – Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der Detune Knopf


steuert die Stärke des Detunes.

◦ Unison 2 Stereo - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der linke


Oszillator ist nach oben verstimmt, der rechte nach unten. Der Detune Knopf
steuert die Stärke des Detunes.

◦ Unison 4 - Vier verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der Detune Knopf


steuert die Stärke des Detunes.

◦ Unison 4 Stereo - Vier verstimmte Stereo Oszillatoren werden gestacked. Der


Detune Knopf steuert die Stärke des Detunes.

◦ Unison Oct - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite


Oszillatorspielt eine Oktave höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes
ein.

◦ Unison Oct Stereo - Vier verstimmte Stereo Oszillatoren werden gestacked. Das
zweite Paar spielt eine Oktave höher. Der Detune Knopf steuert die Stärke des
Detunes.

◦ SuperSaw – Neun verstimmte Oszillatoren spielen zeigleich. Dieser Modus bietet


den klassischen 'Trance' Sound der später 90er.
Anders als bei konventionellen Synthesizern mit Supersaws können sie diesen
Modus mit jeder Wellenform und jedem Wavetable verwenden. Der Detune Knopf
steuert die Stärke des Detunes.

◦ Stack 2:1 Octave - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite
Oszillator spielt eine Oktave höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes
ein.

◦ Stack 3:1 - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt eine Oktave und eine Quinte höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des
Detunes ein.

◦ Stack 4:1 - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt zwei Oktaven höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

41
◦ Stack 5:1 - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt eine fünfmal höhere Frequenz. Der Detune Knopf stellt die Stärke des
Detunes ein.

◦ Stack 3:2 Fifth - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite
Oszillator spielt eine Quinte höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes
ein.

◦ Stack 5:2 - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt zweieinhalb mal so hoch. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

◦ Stack 4:3 Quart - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite
Oszillator spielt 1,33-mal so hoch. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes
ein.

◦ Stack 5:3 - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt 1,66-mal so hoch. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

◦ Stack 5:4 Major - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite
Oszillator spielt eine große Terz höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des
Detunes ein.

◦ Stack 6:5 Minor - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite
Oszillator spielt eine kleine Terz höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des
Detunes ein.

◦ Interval – Ein einzelner Oszillator spielt. Der Detune Knopf kontrolliert das
harmonische Intervall. Wenn er auf 0 steht spielt er die Grundfrequenz. Höhere
Werte resultieren in Frequenzen 2,3,4,5,6,7 oder 8-mal so hoch.

◦ Third Maj/Min - Zwei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite


Oszillator spielt eine kleine oder große Terz höher. Der Detune Knopf stellt die
Stärke des Detunes ein.

◦ Third Maj/Min 2 – Drei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite


Oszillator spielt eine Oktave höher. Der dritte Oszillator spielt eine kleine oder
große Terz höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

◦ Third Maj/Min 3 - Drei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite


Oszillator spielt eine Oktave höher. Der dritte Oszillator spielt eine Oktave und eine
kleine oder große Terz höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

◦ Fifth Oct - Drei verstimmte Oszillatoren werden gestacked. Der zweite Oszillator
spielt eine Oktave höher. Der dritte Oszillator spielt eine Oktave und eine Quinte
höher. Der Detune Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

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◦ Chord1 – Spielt einen Dur oder Moll-Akkord. Der Detune Knopf stellt die Stärke
des Detunes ein.

◦ Chord2 - Spielt einen Dur oder Moll-Akkord und eine Oktave tiefer. Der Detune
Knopf stellt die Stärke des Detunes ein.

◦ Flange 3x – Drei leicht verstimmte Oszillatoren werden gestacked um einen


Flanger Effekt zu erreichen. Der Detune Knopf stellt die Geschwindigkeit der
Modulation ein.

◦ Flange 5x - Fünf leicht verstimmte Oszillatoren werden gestacked um einen


Flanger Effekt zu erreichen. Der Detune Knopf stellt die Geschwindigkeit der
Modulation ein.

◦ Flange 6x Stereo - Sechs leicht verstimmte Oszillatoren werden gestacked um


einen Stereo Flanger Effekt zu erreichen. Der Detune Knopf stellt die
Geschwindigkeit der Modulation ein.

• Waveshape menu – Dieses Menü wird benutzt um den Waveshaper für den
ausgewählten Oszillator zu wählen. Merke: externe Wavetables können über das File
Menü oben auf dem Oszillatorfenster geladen werden. Die zwei Pfeile auf der linken
Seite des Waveform Displays werden genutzt um vor und zurück durch die
Waveshape Liste.
• Morph Modes menu – Die Morph Modi sind unterschiedliche Wiedergabemodi für die
Wavetables. Der MORPH Knopf wählt, wie stark der Modus den Wavetable
beeinflusst. Neben dem WAVE Knopf bietet er eine weitere Möglichkeit den Klang des
Oszillators zu beeinflussen. Kein anderer Synthesizer bietet eine so große Auswahl
and Wiedergabe Modi wie Icarus. Alle Morph Modi werden in Echtzeit angewandt, was
bedeutet, dass Sie alle Veränderungen sofort hören können und jede
Modulationsquelle in der Matrix auf MORPH und WAVE gelegt werden können.

TIP: Sie können unbegrenzt viele Morphs auf einen Wavetable legen. In Folge können
sie ganz einfach auf unbegrenzt viele verschiedene Wavetables zugreifen. Diese
Funktion ist einzigeartig in Icarus und ist in keinem anderen Synth verfügbar. Die
meisten Morph Modi werden können vorher gerendered werden via 'OSC->TOOL-
>Apply Morph to Wavetable' and 'OSC->TOOL->Apply morph sweep to current
waveform'. Sobald der Wavetable gerendered wurde wird der Wiedergabe Modus auf
'None / Partial' gestellt, wodurch der Sound gar nicht mehr verändert wird. Sie können
Änderungen mit 'Tool->Undo/Redo Wavetable edit' rückgängig machen.

TIP: Sobald die einen Morph Modus in einen Wavetable gerendered haben können Sie
WAVE nutzen um zu morphen. Nutzen Sie den LFO1 Knopf um den Morph zu steuern
und nutzen sie FADE um zu wählen ob die Übergänge weich oder quantisiert sind.

43
TIP: Wenn Sie den MORPH Knopf bewegen werden Sie bei einigen Morph Modi
hörbare Stufen erkennen (Bandlimit, Ringmod, Bandpass, ...). Diese Stufen sind bei
den meisten Sounds nützlich. Wenn Sie aber fließende Übergänge wollen, können Sie
'OSC->TOOL->Apply Morph Sweep to Wavetable' auswählen. Stellen Sie den FADE
Knopf auf 100 und benutzen Sie WAVE für fließende Übergänge. Folgende Morph
Modi sind verfügbar.

◦ Non / Partial – Dieser Modus ist der Standard Modus für die Wiedergabe von
Wavetables. Wenn der Wert des Morph Knopfes auf 0 steht, wird der originale
Wavetable ohne Änderungen abgespielt. Größere Werte entfernen Obertöne des
Signal.

TIP: Wenn Sie den MORPH Knopf bewegen bemerken Sie hörbare Stufen. Wenn
Sie fließende Übergänge haben wollen wählen Sie 'Lowpass fade' anstattdessen
als Morph Modus.

TIP: Dieser Modus bietet die höchste Tonqualität und verbraucht weniger CPU. Sie
sollten diesen Modus nutzen, ausser Sie wollen den Wavetable in Echtzeit
morphen oder Sie nutzen Morph Modi, welche feste Formant Frequenzen nutzen.

Alle anderen Morph Modi können vorab gerendered werden via 'OSC->TOOL-
>Apply Morph to Wavetable' and 'OSC->TOOL->Apply morph sweep to current
waveform'.

◦ Formant – Dieser Modus ist nützlich bei Sprachsynthese, synced Sounds und
Sweeps. Der Sound des Wavetables wird sich so verändern, dass der
Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal welche Taste Sie auf dem Keyboard drücken.
Niedrige Werte des MORPH Knopfes ergeben einen dunkleren Sound, hohe Werte
ergeben einen helleren Sound mit viel Energie im hohen Spektrum.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

◦ Formant Cross – Ähnlich wie Formant, aber mit weicherem Sound.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

◦ Ringmod Fade - Ringmodulation mit einer festen Frequenz wird auf den
Wavetable angewandt. Der Sound des Wavetables wird sich so verändern, dass
der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal welche Taste Sie auf dem Keyboard
drücken.

TIP: Dieser Modus klingt ähnlich dwie ein Filter Sweep. Nutzen Sie LFO2 und
MORPH um den „Filter Cutoff“ zu modulieren.

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◦ Ringmod Key – Ringmodulation mit Key Tracking wird auf den Wavetable
angewandt.

◦ Ringmod - Ringmodulation mit Key Tracking und Stepping wird auf den Wavetable
angewandt.

◦ AM Fade – Amplitudenmodulation mit einer festen Frequenz wird auf den


Wavetable angewandt. Der Sound des Wavetables wird sich so verändern, dass
der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal welche Taste Sie auf dem Keyboard
drücken.

TIP: Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ AM Key - Amplitudenmodulation mit Key Tracking wird auf den Wavetable


angewandt.

◦ AM - Amplitudenmodulation mit Key Tracking und Stepping wird auf den Wavetable
angewandt.

◦ Waveshape – Ein Waveshaper wird auf den Wavetable angewandt. Daraus ergibt
sich ein FM-ähnlicher Sound.

TIP: Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ FM Sine – Der Wavetable wird durch einen Sinusoszillator frequenzmoduliert.

TIP: Benutzen sie diese Funktion zusammen mit einer Sinuswelle oder einer
anderen dumpfen Wellenform. Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ FM Sine 2x - Der Wavetable wird durch einen doppelt so hohen Sinusoszillator


frequenzmoduliert. Der Sound klingt hohl.

TIP: Benutzen sie diese Funktion zusammen mit einer Sinuswelle oder einer
anderen dumpfen Wellenform. Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ FM Sine 3x - Der Wavetable wird durch einen doppelt so hohen Sinusoszillator


frequenzmoduliert. Der Sound klingt glockenähnlich.

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TIP: Benutzen sie diese Funktion zusammen mit einer Sinuswelle oder einer
anderen dumpfen Wellenform. Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ FM Square - Der Wavetable wird durch einen Rechteckoszillator


frequenzmoduliert. Vermerken Sie bitte, dass die FM Modi in Icarus wirkliche
Frequenzmodulation anwenden und nicht nur PM (Phasenmodulation). Fast alle
konventionellen 'FM'-Synthesizer (ausser Tone2 Nemesis) wenden tatsächlich nur
PM an, was einfacher zu verarbeiten ist, jedoch nicht musikalisch brauchbare
Sounds generiert wenn sie auf komplexe Wellenformen angewandt wird.

TIP: Benutzen sie diese Funktion zusammen mit einer Sinuswelle oder einer
anderen dumpfen Wellenform. Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ FM Saw – Der Wavetable wir mit einem Sägezahnoszillator frequenzmoduliert.

TIP: Benutzen sie diese Funktion zusammen mit einer Sinuswelle oder einer
anderen dumpfen Wellenform. Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ Sync Square Key – Wendet Hard Sync mit Key Tracking auf den Oszillator an.
Dieser Modus ist nützlich bei Synced Sounds und scharf klingenden Sweeps.

TIP: Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ Sync Square – Wendet Hard Sync auf den Oszillator an. Dieser Modus kann für
Sprachsynthese, Synced Sounds und Sweeps nützlich sein. Der Sound des
Wavetables wird sich so verändern, dass der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal
welche Taste Sie auf dem Keyboard drücken.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

◦ Sync Saw Key - Wendet Hard Sync mit Key Tracking auf den Oszillator an. Dieser
Modus ist nützlich bei Synced Sounds und scharf klingenden Sweeps.

TIP: Nutzen Sie LFO2 um den MORPH zu modulieren.

◦ Sync Saw - Wendet Hard Sync auf den Oszillator an. Dieser Modus kann für
Sprachsynthese, Synced Sounds und Sweeps nützlich sein. Der Sound des
Wavetables wird sich so verändern, dass der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal
welche Taste Sie auf dem Keyboard drücken.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

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◦ Harmonic Key – Ein Oberton Morph mit weichen Übergängen und Key Tracking
wird angewandt.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

◦ Harmonic - Ein Oberton Morph mit weichen Übergängen. Der Sound des
Wavetables wird sich so verändern, dass der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal
welche Taste Sie auf dem Keyboard drücken.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für coole Morphs.

◦ Hollow Key 1-4 - Ein Oberton Morph mit weichen Übergängen und Key Tracking.
Er klingt hohl.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für einzigartige Sweeps.

◦ Hollow - Ein Oberton Morph mit weichen Übergängen. Der Sound des Wavetables
wird sich so verändern, dass der Frequenzinhalt ähnlich klingt, egal welche Taste
Sie auf dem Keyboard drücken.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf für einzigartige Sweeps.

◦ Lowpass Fade – Ein spektral Tiefpass Filter mit mindestens -80 dB wird auf den
Wavetable angewandt. Anders als herkömmliche Filter leidet dieser nicht unter
Phasenverschiebung und ergibt äußerst präzise Ergebnisse. Er hat einen
einzigartigen Sound und eignet sich exzellent für knackige Bass Sounds mit jeder
Menge Druck. Dieser Filter ist exklusiv und nur in Tone2 Icarus und Tone2 Nemesis
verfügbar.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf um den Filter Cutoff zu modulieren.

◦ Highpass Fade - Ein spektral Hochpass Filter mit mindestens -80 dB wird auf den
Wavetable angewandt. Dieser Filter ist exklusiv und nur in Tone2 Icarus verfügbar.

TIP: Nutzen Sie den LFO2 Knopf um den Filter Cutoff zu modulieren.

◦ Highpass – Ein stufiger spektral Hochpass Filter mit über -120 dB (!) wird auf den
Wavetable angewandt.

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◦ Bandpass 1oct - Ein stufiger spektral Bandpass Filter mit über -120 dB (!) und
einer Oktave Bandbreite wird auf den Wavetable angewandt.

TIP: Wenn Sie aber fließende Filter Sweeps wollen, können Sie 'OSC->TOOL-
>Apply Morph Sweep to Wavetable' auswählen. Benutzen dann Sie WAVE für um
den Cutoff zu steuern.

◦ Bandpass 2oct - Ein stufiger spektral Bandpass Filter mit über -120 dB (!) und
zwei Oktaven Bandbreite wird auf den Wavetable angewandt.

TIP: Wenn Sie aber fließende Filter Sweeps wollen, können Sie 'OSC->TOOL-
>Apply Morph Sweep to Wavetable' auswählen. Benutzen dann Sie WAVE für um
den Cutoff zu steuern.

◦ Bandstop 1oct - Ein stufiger spektral Bandstop Filter mit über -120 dB (!) und einer
Oktave Bandbreite wird auf den Wavetable angewandt.

◦ Bandstop 2oct - Ein stufiger spektral Bandstop Filter mit über -120 dB (!) und zwei
Oktaven Bandbreite wird auf den Wavetable angewandt.

◦ Sine Fade – Crossfaded die Wellenform zu einer Sinuswelle.

TIP: Sie können diese Funktion verwenden, wenn eine Wellenform nicht genug
Lowend hat oder nicht warm genug klingt.
◦ F0 Cut Fade – Entfernt den ersten Oberton.

TIP: Sie können diese Funktion verwenden, wenn Sie wollen, dass Ihre Wellenform
heller klingen soll.

◦ PW – Wendet Pulsweitenmodulatio auf den Oszillator an. MORPH kontrolliert die


Pulsweite. Wenn MORPH auf 0 steht werden alle geraden Obertöne entfernt. Eine
Sägezahnwelle wird so zu einer Rechteckwelle. Wenn MORPH voll aufgedreht ist,
wird eine Sägezahnwelle in einen Impuls gewandelt.

TIP: Wählen Sie eine Sägezahnwelle und stellen sie den LFO2 Knopf auf 100 und
MORPH auf 0 für klassische PWM.

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◦ Comb 2x – Wendet einen Kammfilter mit zwei Stufen auf den Oszillator an.

TIP: Stellen sie den LFO2 Knopf auf 100 und MORPH auf 0 für pumpende Strings.

◦ Comb 3x - Wendet einen Kammfilter mit drei Stufen auf den Oszillator an.

TIP: Stellen sie den LFO2 Knopf auf 100 und MORPH auf 0 für pumpende Strings.

◦ PhaseDist PW – Phasenverzerrung mit Pulsweitenkontrolle wird auf den Oszillator


angewandt. Anders als der Morph Modus PW verändert dieser Modus nicht die
Wellenform, wenn der MORPH Knopf auf 0 steht.

TIP: Wählen Sie eine Rechteckwelle und stellen sie den LFO2 Knopf auf 100 und
MORPH auf 0 für klassische PWM.

◦ PhaseDist Saw – Klassische Phasenverzerrung, hauptsächlich von altern Casio


Synths bekannt. Eine Sinuswelle wird zu einer Sägezahnwelle.

TIP: Wählen Sie eine Sinuswelle und stellen sie den LFO2 Knopf auf 100 und
MORPH auf 0 für klassische 'Casio CZ'.

◦ PhaseDist Square - Klassische Phasenverzerrung, hauptsächlich von altern Casio


Synths bekannt. Eine Sinuswelle wird zu einer Rechteckwelle.

TIP: Wählen Sie eine Sinuswelle und stellen sie den LFO2 Knopf auf -100 und
MORPH auf 100

◦ PhaseDist Double – Phasenverzerrung, die eine Wellenform in eine doppelt so


hohe Wellenform morphed.

◦ Mirror – Spiegelt die Wellenform in der Mitte. Wenn MORPH auf 0 gestellt ist,
werden alle geraden Obertöne entfernt. Das Ergebnis klingt hohl.

◦ Stack Octave+ - Stacked einen Oszillator mit einem weiteren, der eine Oktave
höher spielt. MORPH kontrolliert die Stärke der Phasenverschiebung zwischen den
beiden Oszillatoren.

TIP: Stellen Sie LFO2 auf 100 und MORPH auf 0 um interessante Sounds zu
erhalten.

49
◦ Stack Octave- - Stacked einen Oszillator mit einem weiteren, der eine Oktave
höher und um 180° phasengedreht spielt. MORPH kontrolliert die Stärke der
Phasenverschiebung zwischen den beiden Oszillatoren. Wenn MORPH auf 0
gestellt ist, werden alle geraden Obertöne entfernt. Das Ergebnis klingt hohler als
'Stack Octave +'.

TIP: Stellen Sie LFO2 auf 100 und MORPH auf 0 um interessante Sounds zu
erhalten.

◦ Stack Harmonic + - Stacked einen Oszillator mit einem weiteren, welcher ein,
zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, oder achtmal so hoch spielt. MORPH steuert
das harmonische Verhältnis der beiden Oszillatoren,

TIP: Wenn Sie aber fließende Morphs wollen, können Sie 'OSC->TOOL->Apply
Morph Sweep to Wavetable' auswählen. Benutzen dann Sie WAVE für um den
Morphs zu steuern.

◦ Stack Harmonic - - Stacked einen um 180° phasengedrehten Oszillator und einen


anderen ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, oder achtmal so hoch spielenden.
MORPH steuert das harmonische Verhältnis der beiden Oszillatoren. Das Ergebnis
klingt hohler als 'Stack Octave +'.

◦ Stack Power – Stacked mehrere Oszillatoren, welche zwei, drei oder viermal so
hoch sind.

TIP: Nutzen Sie diesen Modus zusammen mit sinusoiden Wellenformen um Orgeln
zu bauen.

◦ Chord 2x – Zwei gestackte Oszillatoren spielen einen Akkord. Der MORPH Knopf
wählt die Art von Akkord, wie Dur, Moll oder Quinte ...

◦ Chord 3x - Drei gestackte Oszillatoren spielen einen Akkord. Der MORPH Knopf
wählt die Art von Akkord, wie Dur, Moll oder Quinte ...

◦ Interval – Verschiebt die Grundfrequenz des Oszillators. Der MORPH Knopf wählt
das harmonische Verhältnis (1x-16x). Dieser Modus kann nützlich sein um Custom
Akkorde zu bauen.

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◦ Grunge – Fügt dem Oszillator zusätzliche Obertöne hinzu.

TIP: Wenn Sie aber fließende Übergänge wollen, können Sie 'OSC->TOOL->Apply
Morph Sweep to Wavetable' auswählen. Benutzen dann Sie WAVE für um die
Übergänge zu steuern.

◦ Jodel Chip – Spielt einen sehr schnellen Arpeggiator um einen Akkord zu mimen.
Dieser Effekt ist bekannt durch alte Chiptunes aus Computern wie dem C64.
MORPH steuert die Art des Akkords. Der Modus wurde von uns 'Jodel' getauft, weil
unsere Firma in Bayern platziert ist.

TIP: Stellen Sie den OCT Knopf auf 0 oder -1 um die Geschwindigkeit des Akkords
zu verringern.

◦ Noise White – Spielt weisses Rauschen.

◦ Noise Pink – Spielt rosa Rauschen. Rosa Rauschen hat mehr Energie im tiefen
Frequenzbereich.

◦ Noise Tuned – Spielt Rauschen, dessen Grundfrequenz der Taste folgt, die gerade
gespielt wird.

TIP: Dieser Modus ist besonders nützlich um Drumsounds zu bauen. Wählen Sie
'Aux1 Env' als Quelle in der Matrix und wählen sie 'Pitch' als Ziel aus um eine
Snare zu bauen.

TIP: Nutzen Sie diesen Oszillator als Perkussion für Chiptunes.

◦ Spirit – Der Pitch des Oszillators wird von Rauschen frequenzmoduliert. Dieser
Modus ergibt einen lockeren Sound. MORPH steuert die Särke des Detunes.

TIP: Nutzen Sie diesen Modus um Chöre zu bauen und Stimmsounds natürlicher
klingen zu lassen.

◦ Analog – Der Oszillator klingt analog. Er klingt gedämpft und leidet unter Pitchdrift
und Sättigung. MORPH steuert die Stärke der Verzerrung.

TIP: Wählen Sie eine Sägezahnwelle mit diesem Modus zusammen mit den
analogen Filtern um eine authentische Emulation von Vintage Synths zu erhalten.

51
◦ Low CPU – Der Oszillator wird mit niedriger Sample Rate wiedergegeben. In Folge
ist die Sound Qualität verringert. Es hat einen charakteristischen 'digitalen' aber
auch interessanten Sound. MORPH steuert die Stärke des Undersamplings.

TIP: Dieser Modus braucht sehr wenig CPU. Er kann verwendet werden um die
CPU Anforderung zu senken ohne größere Qualitätseinbußen zu erhalten, solange
man es nicht übertreibt.

TIP: Bei hohen MORPH Werten kann dieser Modus verwendet werden um
droidenartigen Vocaloids zu erstellen.

◦ Aliasing – Der Oszillator wird mit niedriger Sample Rate unschöner Weise
abgespielt. In Folge wird die Sound Qualität reduziert und umharmonische
Frequenzen werden hinzugefügt. Es entsteht der charakteristische 'billig digital'
Sound. MORPH steuert die Stärke des Undersamplings.

TIP: Dieser Modus kann für Effektsounds verwendet werden oder wenn Sie billige
digitale Hardware emulieren wollen.

◦ Vocoder – Dieser Modus ist eigentlich für die Nutzung mit den von der Vocoder
Funktion erstellten Wavetables gedacht. Allerdings liegen da nicht seine Grenzen,
da er mit anderen Wavetables auch interessante Ergebnisse erzielen kann.
In diesem Modus ändert sich der Sound sodass der Frequenzinhalt ähnlich klingt,
egal welche Taste Sie auf dem Keyboard gedrückt wird. Er eliminiert den 'Mickey
Mouse Effekt' der entsteht, wenn eine Sample in hohem Pitch abgespielt wird.

Der Modus gibt Ihnen unabhängige Kontrolle über Tonhöhe und Formanten
Frequenz.
Niedrige Werte auf MORPH schieben die Formanten runter, was einen teuflischen
Spracheffekt erzeugt, während hohe Werte die Formanten hoch schieben, wodurch
ein schlumpfartiger Spracheffekt entsteht.

TIP: Wählen Sie 'VOCODER->Easy create patch: Vocoder' und laden Sie ein Vocal
Sample um einen Vocoder Wavetable zu erstellen. Nutzen Sie nun MORPH um
den Sound zu verändern.

◦ Granulator – Dieser Modus kann genutzt werden um Samples zu pitchshiften oder


zu timestretchen. Dieser Modus ist eigentlich für die Nutzung mit den von der
Granulator Funktion in der 'RESYNTHESIS' Sektion erstellten Wavetables gedacht.
Allerdings liegen da nicht seine Grenzen, da er mit anderen Wavetables auch
interessante Ergebnisse erzielen kann. Der MORPH Knopf steuert den Pitch der
wiedergegebenen Samples.

52
TIP: Wählen Sie 'RESYNTHESIS->Easy create patch: Granulator' und laden Sie ein
Vocal Sample oder eine Drumline. Verwenden Sie nun den MORPH Knopf um den
Pitch zu ändern. Ändern Sie den LFO1 SPEED für einen 'freeze' Effekt.

◦ One Shot – Dieser Modus spielt die Wellenform des Oszillators ein einziges mal
ab. Er ist nützlich um Transienten zu dem Anschlag eines Patches hinzuzufügen.
Es kann auch mit kurzen Samples genutzt werden um Drumsets zu bauen.

TIP: Icarus kann auch mit sehr komplexen Wellenformen umgehen. Es ist sogar
möglich sehr kurze Samples als Wavetable zu laden (weniger als 2048 Samples
lang). Ziehen Sie einfach die wav Datei auf das 3D Display des Oszillators, Sie
können auch 'OSC->Tool->Load Waveform to current WAVE position' verwenden.

TIP: Es gibt auch ein 'Drumset' Patch in den Templates welches diese Funktion
verwendet.

TIP: Wir haben mehrere 'Drumset' Wavetables in Icarus eingebaut. Jeden


Wellenform enthält ein anderes Drumsample. MORPH wählt das Sample an.

TIP: Es ist sogar möglich verschiedene Wellenformen/Samples auf verschiedene


Tasten des Keyboards zu legen.
Laden Sie ein 'Drumset' als Wavetable und wählen Sie 'Key C C# D...' als Matrix
Quelle und wählen Sie 'Wave 1' als Matrix Ziel und stellen Sie 'matrix send' auf 100.

Oscillator Controls

Die drei Oszillatoren haben einige allgemeine Controls. Diese sind:

• Vol – Dieser Knopf steuert die Lautstärke des Oszillators.

• Detune – Dieser Knopf steuert die Stärke des Detunes, welches auf den Oszillator
angewandt wird.

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• Oct – Dieser Knopf steuert die Oktave, in der das Sample abgespielt wird. Sie können
aus einer Bandbreite von 8 Oktaven wählen: vier nach oben mit positivem Wert und 4
nach unten für den negativen Wert.

• Wave – Läuft durch alle Wellenformen des Wavetables.

• Fade – Wenn Sie WAVE mit LFO1 oder einer anderen Quelle modulieren, werden die
Wellenformen des Wavetables ineinander übergeblendet. Der FADE Knopf steuert, wie
dieses überblenden durchgeführt wird. Wenn der Knopf auf 0 gestellt ist, wird der
Synthesizer ohne überblenden zwischen den Wellenformen wechseln. Dadurch
ensteht ein harter klickender Sound und die CPU Belastung wird verringert. Steht
FADE auf 100, werden die Wellenformen weich gecrossfadet. Ein Wert von 50 ist eine
Kombination aus beiden. Dadurch kann der Ausdruck und die Klarheit des Wavetables
verbessert werden.

• Morph – Der Morph Kopf stellt ein, wie der ausgewählte Morph Modus den Wavetable
beeinflusst. Morph Modi können im Morph Modus Menü (direkt über dem Morph
Knopf) ausgewählt werden und werden in Echtzeit berechnet. Das bedeutet Sie hören
alle Änderungen sofort und können jeglicher Modulationsquelle in der Matrix auf
MORPH routen.

• Pan – Pan Control lässt Sie den Sound im Stereofeld (Links-Mitte-Rechts)


positionieren.

• Phase – Phase Control ändert die Anfangsphase der Wellenform des Oszillators.

• Fine – Dieser Knopf steuert das Fine Tuning des Oszillators. Die Reichweite beträgt
plus und minus 100 Cent. Es gibt 100 Cents pro Halbton.

• LFO1 – Der LFO1 Knopf wird benutzt um einzustellen wie stark WAVE durch LFO1
moduliert werden soll.

• Punch button – Schaltet den Punch Modus des Oszillators An/Aus. Punch verleiht
dem Sound einen etwas künstlichen, knackenden, perkussiven Charakter.

• Keybutton – Schaltet den Keyfollow des Sounds An/Aus.

• LFO2 – Mit dem LFO2 Knopf wählen Sie wie stark LFO2 den MORPH modulieren
soll.

CPU Sparen

Wenn Sie ein Oszillatorpatch nicht benötigen – schalten Sie den Oszillator ab. Sie
werden CPU Leistung sparen. Dasselbe gilt für Filter, die Sie nicht brauchen. Sie
brauchen es nicht, schalten Sie es ab.

54
Die Filter Sektion

Der nächste Halt des Signalflusses ist die Filtersektion.

Icarus besitzt zwei identische Filter, jeweils mit einer exzellenten Auswahl an Filtertypen, um
Ihren Sound weiter zu formen. Diese Filter reichen von traditionellen Analog Low Pass, High
Pass, Notch und Bandpassfiltern bis hin zu digitalen, wie Vocal, Phaser, Ringmod, Comb und
Fractal Filter.
Viele dieser Filter sind exklusiv bei Tone2 und sind in keinen anderen Produkten verfügbar.
Die Filtertypen können durch das Klicken auf das Filter Namensschild (unten links auf dem
Filter Display) ausgewählt werden. Eine Liste wird geöffnet werden, aus der Sie das Filter
wählen können.

Die Filter können entweder in parallel gerouted werden oder in Serie. Wenn sie parallel
gerouted sind, werden die Outputs unabhängig voneinander in die nächste Stufe der
Tonverarbeitungskette (den Insert Effekt) geleitet. Im seriellen Modus wird der Output von
Filter 1 in den Input von Filter 2 geschickt. Um zwischen parallelem und seriellem Modus zu
wechseln, klicken Sie den 'PARALLEL' Button. Wenn der Button 'An' ist sind die Filter parallel
geschalten, ist er 'Aus' sind die Filter seriell geschalten.

55
Filter Top Menü

• Tool – Der Tool Button öffnet ein Menü mit Filter Initialisierungsoptionen.

◦ Reset Filter1 – Setzt Filter 1 auf seine Werkseinstellung zurück.

◦ Reset Filter2 - Setzt Filter 2 auf seine Werkseinstellung zurück.

◦ Copy Filter1 to Filter2 – Kopiert Filter 1' Einstellungen auf Filter 2.

◦ Copy Filter2 to Filter1 - Kopiert Filter 2' Einstellungen auf Filter 1.

◦ Init Analog (use Filter2) – Initiiert die Filter Einstellungen zu den klassischen
analogen Hardware Filtern.

◦ Init Dual Formant Filter – Initialisiert beide Filter auf ein duales Formant Filter
Setup.

• 1 – Wechselt zu Filter 1' Display.

• 2 – Wechselt zu Filter 2' Display.

• ON – Schaltet die Filter An oder Aus.

56
Filter General Controls

Die Controls sind:

• Der Reso (Resonanz) Knopf verändert die Charakteristik des Filters stärker je höher
der Wert eingestellt wird. In traditionellen analog-style Filtern (Lowpass Highpass und
Bandpass Filtern) wird durch die Resonanz die CUTOFF Frequenz durch die
Verstärkung dieser Frequenz betont.

• Der Cutoff Knopf ändert die Frequenz, auf der sich der Charakter des Filters
abhängig vom Filtertyp ändert.

• Der Env Knopf legt fest, wie viel Einfluss der Filter Envelope auf den Cutoff hat und in
welche Richtung. Positive Werte über 0 steigern den Filter Cutoff, während der Filter
Envelope positive Werte ausgibt. Negative Werte unter 0 senken den Filter Cutoff,
während der Filter Envelope positive Werte ausgibt.

• Der Vel Knopf legt, basierend auf der Velocity, fest wie viel Filter Envelope angewandt
wird.

• Der Drive Knopf steigert den Wert von zusätzlichem Gain des Oszillators bevor das
Signal den Filter durchläuft. Dies kann den Charakter des Sounds drastisch
beeinflussen. Es gibt verschiedene Drive 'Modelle', welche im Filter Display angewählt
werden können.

◦ Distortion off – Kein Drive wird angewandt.

◦ Saturate – Eine Verzerrung mit sehr weicher Sättigung. Sie hat einen warmen und
analogen Sound.

◦ Soft Clip - Eine Verzerrung mit sehr weichem Clipping. Sie hat einen warmen und
analogen Sound.

◦ Hard Clip – Eine Verzerrung mit aggressivem hartem Clipping. Sie klingt hell.

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◦ Bitcrush – Ein Bitcrush Effekt, nachgebildet aus altem digitalem Equipment mit
niedriger Bit Rate. Denken Sie an frphe digitale Sampler mit 8-Bit Sound.

◦ Warp – Eine Verzerrung, die klingt wie ein Gitarren Amp.

◦ Waveshape – Ein Waveshaper, der ein FM-typisches Timbre erzeugt.

◦ Ripple – Ein Waveshaper, der dem Signal Brummen/Knattern hinzufügt. Er klingt


hell.

◦ Volume – Ändert die Lautstärke des Filter Outputs. Dieser Modus ist nützlich um
die Lautstärke auszubalancieren, wenn die Filter parallel geschalten sind.

• Der Vel Knopf legt fest wie viel Einfluss die Velocity auf den Cutoff hat. Positive Werte
über 0 steigern den Wert des Cutoffs. Negative Werte unter 0 senken den Wert des
Cutoffs.

• Der Key Knopf ist ein bipolares Kontrollelement, das festlegt, wie die auf dem
Keyboard gespielte Note den Cutoff beeinflusst. Positive Werte über 0 steigern den
Wert des Cutoffs bei hohen Noten. Negative Werte unter 0 senken den Wert des
Cutoffs bei hohen Noten.

• Der LFO3 Knopf legt fest wie stark LFO3 den Cutoff moduliert.

Der Filter und der Envelope

Denken Sie daran, wenn sie den Env Control aufdrehen, den Cutoff
herunterzudrehen, da Sie sonst vermutlich nicht hören werden, wie der Envelope
den Cutoff beeinflusst.
Genauso müssen Sie den Cutoff aufdrehen, wenn Sie negative Envelope Werte
verwenden wollen.

Das Filter Display

Jeder Filter hat sein eigenes Display den Nebenfunktionen der Parameterauswahl, sowie die
Echtzeitbearbeitung der Filter, während Sie Cutoff und Reso bearbeiten. Die horizontale
Achse zeigt die Frequenzen von der tiefsten zur höchsten, wobei die vertikale Achse den
Gain zeigt. Dadurch erhalten Sie unmittelbares Feedback für Ihre Aktionen und lernen leichter
die Einzelheiten von Icarus' erstklassigen und vielseitigen Filtern.

58
• Filter Type Auswahl

Klicken Sie auf die Filternamen um einen Filter aus dem Kontext Menü zu wählen.

Sie haben hier die Auswahl von sowohl klassischen analog-Style sowie digitalen Filtern in
Lowpass, Highpass und Bandpass, und das in verschiedenen Flankensteilheiten – 12dB,
18dB und 24dB.

Zu den analogen Filtern kommen verschiedene EQ Filter hinzu, welche neben weiteren
ungewöhnlichen Filtertypen, wie Phaser, Combs, Vocal filter, etc., verfügbar sind.

Über die Standard Filtertypen

Bei einem Lowpass Filter (LPF) wird der Cutoff auf eine Frequenz gesetzt bei der das Filter
„schliesst“ und immer weniger Frequenzen durch lässt. Wenn die Frequenzen hoch genug
sind kommt kein Sound mehr durch das Filter.

Bei einem Highpass Filter (HPF) können hohe Frequenzen noch gehört werden, da es
niedrige Frequenzen blockiert. Dieser Filtertyp wird häufig bei hochtönigen Pfeifensounds und
schneidenden Synth Leads verwendet.

59
Ein Bandpass Filter (BPF) erlaubt alle Frequenzen in einer gewissen Bandbreite und blockiert
alle anderen Frequenzen über und unter dieser Bandbreite. Es kann verwendet werden um
eine Menge Effekte zu kreieren, von unauffällig bis verrückt! Auch die Flankensteilheit des
Filters ist wichtig. Die Flankensteilheit ist sozusagen der Wert um den sich bestimmte
Frequenzen um die Cutofffrequenz verringern. Normalerweise spricht man bei
Flankensteilheit von der Einheit Dezibel pro Oktave.

Je niedriger die dB pro Oktave, desto 'vorsichtiger' klingt das Filter. Zum Beispiel wird ein
12dB pro Oktave Tiefpassfilter 12dB Obertöne pro Oktave über der Grenzfrequenz (Cutoff)
entfernen.

Icarus verfügt auch über eine große Bandbreite an exotischen Filtertypen, wie Vocal, Phaser,
Resample, Ringmod, FM und Fractal Filters. Vier spezielle Resonatorfiltertypen für Physical
Modeling wurden ebenfalls eingebaut (Phys String, Phys Flute, Phys Odd & Phys Even).

60
Die Envelope Sektion
Die Envelope Sektion hat vier Hüllkurven, welche benutzt werden können um viele von Icarus
Parametern zu modulieren. Zwei Envelopes sind 'direktverdrahtet'; der Volume Envelope
kontrolliert fix den Verstärker und der Filterenvelope kontrolliert den Filter.
Die beiden anderen Envelopes (Aux1 & Aux2) sind standardmäßig mit keinem Ziel verbunden
und können über die Mod Matrix frei zugewiesen werden.

Icarus’s Envelope Sektion hat ein Display das die Form des gewählten Envelopes zeigt.

Die Button Controls werden dazu genutzt um zwischen den vier verschiedenen Envelopes zu
wechseln:

• RET – Schaltet den Envelope Trigger Modus zu normal oder special.

• VOLUME – Wählt den Envelope, der die momentane Lautstärke steuert.

• FILTER – Wählt den Envelope, der den momentanen Cutoff steuert.

• AUX1 – Wählt den Auxiliary 1 Envelope, welcher kein Presetrouting hat. Er kann auf
viele Ziele gerouted werden mittels der MOD MATRIX.

• AUX2 – Wählt den Auxiliary 2 Envelope, welcher kein Presetrouting hat. Er kann auf
viele Ziele gerouted werden mittels der MOD MATRIX.

Die Knöpfe werden für die Envelope Controls verwendet:

• A – Steuert die Attack Zeit des Envelopes


• H – Stellt die Hold Zeit des Envelopes ein.
• D – Steuert die Decay Zeit des Envelopes.
• S – Stellt die Lautstärke des Sustains ein.
• R – Stellt die Release Zeit des Envelopes ein.
• SHAPE – Wählt die Form der Envelope Kurve. Die Werte verlaufen von 0, einer
linearen Kurve oder auch gerader Linie, bis hinauf zu 9, welche eine logarithmische
Kurve oder Linie ist.
61
TIP: Klicken Sie in das Envelope Display um eine Liste voreingestellter Envelope Formen
auszuwählen, oder den Envelope auf die Standardeinstellung zurückzusetzen.

Was ist eine Hüllkurve (Envelope)?

Eine Hüllkurvengenerator erlaubt einem Synthesizer die Merkmale eines


akustischen Instruments, wie den Lautstärken- und Timbreverlauf über die Zeit,
nachzuahmen. Traditionell produziert ein Envelopegenerator eine Steuerspannung,
welche sich über die Zeit verändert und somit automatisch Filtercutoffs und
Verstärkerlautstärken steuerte.
Es gibt viele verschiedene Arten von Envelopes, aber die am weitesten verbeitete ist als
ADSR bekannt, was ein Akronym für Attack, Decay, Sustain und Release ist, welche die vier
Controls des Envelopes sind. Eine weitere Variation ist die AHDSR Kurve, was ein Akronym
für Attack, Hold, Decay, Sustain und Release ist un in Electra2 verwendet wurde.
Die Parameter werden wie folgt beschrieben:

Attack – Ist ein Zeitwert, der festlegt, wie lange es dauert bis die Hüllkurve von 0 auf den
Höchstpunkt gelangt, wenn eine Taste gedrückt wird.
Hold – Ist ein Zeitwert, der festlegt, wie lange die Hüllkurve auf dem Maximallevel verweilt.
Decay – Ist ein Zeitwert, der festlegt, wie lange die H+llkurve braucht um auf die
Sustainlautstärke zu fallen.
Sustain – Ist ein Lautstärkenwert, der festlegt wie laut der Sound gespielt wird nach dem
Attack, Hold und Decay Stufen.
Release – Ist ein Zeitwert, der festlegt, wie lange die Hüllkurve braucht um wieder auf 0 zu
fallen nachdem die Taste losgelassen wurde.
62
Die LFO Sektion
LFO ist ein Akronym für Low Frequency Oscillator. LFOs sind Oszillatoren, die unterhalb de
für Menschen hörbaren Frequenzbereichs schwingen (20 Hertz). Sie werden als Modulatoren
genutzt und werden in der Mod Matrix zugewiesen.

Icarus besitzt drei identische LFOs und einen Step LFO. Das Wellenformdisplay zeigt eine
visuelle Repräsentation der Wellenform. Der Step LFO sieht etwas anders aus und wird
separat erklärt werden.
Eine Form für Ihren LFO
auszuwählen ist einfach, klicken Sie
mit rechts in das LFO Display und
eine Liste mit vorgefertigten Formen
wird sich öffnen.

Nachdem Sie eine Form gewählt


haben können Sie sie via Shape
und Phase Knopf weiter bearbeiten.

• LFO 1,2,3 Buttons – Diese Buttons wählen den zu bearbeitenden der drei LFOs.

• STEP Button – Dieser Button wählt den Step LFO.

• SPEED – Dieser Knopf steuert die Geschwindigkeit des LFO. Die Reichweite hängt
vom LFO Modus ab.

◦ Im BPM Mode – Die Reichweite wird als Bruchteil des eingestellten Host Tempos
angezeigt; zum Beispiel ½ BPM ist die Hälfte des Host Tempos, während 4 BPM
viermal so schnell wie das Host Tempo ist

63
◦ Nicht im BPM Mode – Die Reichweite wird in Hertz (Hz) angezeigt. Die Reichweite
reicht von 0,02 Hz bis 440,1 Hz.

• Mono button – Schaltet den LFO in den Mono Modus

• ENV button – Schaltet den LFO Oneshot Modus An/Aus.

• Shape – Passen Sie die aktuelle LFO Form an.

• Key – Stellt den Wert an Key follow ein für diesen LFO.

• Phase – Hiermit passen Sie die Startposition der LFO Wellenform an.

• Fade in – Hiermit können Sie einen Fade-In zu dem LFO hinzufügen.

Der Step LFO

Der Step LFO nutzt einen Multi-Stage Envelope, in dem Sie Ihre eigenen Formen einstellen
können indem Sie Envelope Punkte hineinziehen. Klicken Sie einfach mit links auf einen
seiner Punkte und ziehen Sie ihn auf die gewünschte Position.

Wie ein LFO, erzeugt auch der Step LFO selbst keinen Sound. Er wird ebenfalls verwendet
um andere Soundparameter zu modulieren und somit zyklische Modulationen (Änderungen)
des Parameters über Zeit zu erreichen. Die Geschwindigkeit folgt der Einstellung des Speed
Knopfes.

Bedenken Sie, dass der Step LFO immer an dem Tempo des Hosts synchronisiert wird.

Verfügbare Controls sind:


• SPEED – Dieser Knopf steuert die Geschwindigkeit des Step LFO.This knob controls
the speed of the step LFO. Die Reichweite hängt vom LFO Modus ab:

◦ Im BPM Mode – Die Reichweite wird als Bruchteil des eingestellten Host Tempos
angezeigt; zum Beispiel ½ BPM ist die Hälfte des Host Tempos, während 4 BPM
viermal so schnell wie das Host Tempo ist.

64
◦ Nicht im BPM Mode – Die Reichweite wird in Hertz (Hz) angezeigt. Die Reichweite
reicht von 0,02 Hz bis 440,1 Hz.

• Mono button – Schaltet den LFO in den Mono Modus

• ENV button – Schaltet den LFO Oneshot Modus An/Aus.

• Shape – Passen Sie die aktuelle LFO Form an.

• Key – Stellt den Wert an Key follow ein für diesen LFO.

• Phase – Hiermit passen Sie die Startposition der LFO Wellenform an.

Fade in – Hiermit können Sie einen Fade-In zu dem LFO hinzufügen.

65
Die Arpeggiator Sektion

Fast für sich selbst ein Synthesizer, beinhaltet die Arpeggiator Sektion den Schlüssel zu allen
Arpeggios, die Sie brauchen. Sie bietet die Möglichkeit Ihre eigenen Arpeggios einzustellen
und ist sowohl kraftvoll als auch einfach zu bedienen.
Wir haben intelligente Algorithmen entwickelt welche Melodien ausgeben, welche musikalisch
nützlicher sind als bei konventionellen Arpeggiators.
Mit dem Arpeggiator zu arbeiten ist sehr einfach. Legen Sie schlicht eine Note in den Noten
Sequenzer wie Sie normalerweise auch vorgehen würden und wählen Sie die
Abspielrichtung. Der Arpeggiator unterstützt auch optionale erweiterte Funktionen wie
Autochords, Polyphones Playback, Pitchslides, Legato, Singshuffle, Split, Matrix Integration
und gibt sehr präzise Kontrolle über die Noten-Sortierung, Abspielrichtung und
Anschlagsstärke.

Ihnen ist nicht danach eigene Muster zu erstellen? Benutzen Sie einfach eines der
eingebauten Muster oder laden Sie eines der vielen externen Musterpresets um einen
Ausgangspunkt zu haben.

Top Menü

• Tool Menü

◦ Load – Lädt ein Arpeggiator Muster von der Festplatte.

◦ Save – Speichert Ihr Arpeggiator Muster auf der Festplatte.

◦ Reset – Setzt das Arpeggiator Muster auf die Standardeinstellung zurück.

◦ Set direction …. – Stellt den Arpeggiator Modus ein.

◦ Arpeggiator preset list – Zeigt eine Liste von verfügbaren Arp Presets (platziert im
“Icarus_arps” Ordner).

• ON button – Schaltet den Arpeggiator An/Aus.

66
Bottom Menü

◦ Speed Menü – Das Speed Menü wird verwendet um die Geschwindigkeit des
Arpeggiators einzustellen (in CLK).

◦ Loop Menü – Das Loop Menü wird genutzt um die Menge an Steps festzulegen die
Der Arpeggiator abliest, oder auf welchem Step er stoppen soll.

◦ Octave / Chord Menü – Der Arpeggiator unterstützt die Wiedergabe mehrerer


Oktaven, sowie automatische Akkorde.
Um den Arpeggiator über mehrere Oktaven spielen zu lassen klicken Sie auf
'Octaves Off' und wählen Sie anstattdessen 2,3,4 oder 5 Oktaven. Wenn Sie '3
Octaves' wählen werden C2 C3 C4 gespielt sobald Sie die C Taste drücken.
Die 'Chord' '5th' und 'Third' erstellen automatisch Akkorde wenn Sie eine einzelne
Taste drücken. Sie können 'Octave' und 'Chord' Modi mittels des 'Stack' Arpeggiator
Modus kombinieren.
Im Stack Modus wird ein ganzer Stack Dur oder Moll Akkord getriggered, wenn Sie
eine einzelne Taste drücken. Er wird beendet, sobald Sie die Taste loslassen.
Stellen Sie sicher, dass in Icarus' Setup Kontrollfeld 'Polyphonic' ausgewählt ist.

◦ Play Mode Menü – Schaltet den Arpeggiator in einen bestimmten


Wiedergabemodus. Folgende Modi sind verfügbar:

Default – nutzt den Standard Wiedergabemodus

Split High / Low – Schaltet den Arpeggiator auf 'keyboard split' Modus. Niedrige
Tasten werden genutzt um den Arp Sound zu spielen, während die hohen Tasten
normal gespielt werden können.

Stack Chord – Dieser Modus arbeitet mit der Akkord Funktion im Arp Menü
zusammen. Sie verwendet den ausgewählten Akkord und lässt Sie diesen Akkord
mit einer einzelnen Taste spielen.
Merke: Alle Arp Optionen(Notensortierung, Oktaven, Halbtöne) werden in diesem
Modus ignoriert.

Dual Layer – Schaltet den Arpeggiator in den Dual Layer Modus. Im Dual Layer
Modus spielt OSC1 den Arpeggiator während OSC2 einen Akkord ohne den Arp
spielt. Sie können das mit 'Keysplit High/Low' in den Oszillator Volumes in der Mod
Matrix einstellen.

◦ Swing / Shuffle menu - Das Swing/Shuffle Menü erlaubt Ihnen Swing und Shuffle in
das Arp Muster einzuarbeiten. Die Standardeinstellung ist tight (genau am Takt
ausgerichtet). Wenn Sie klicken und halten und nach oben ziehen, können Sie den
Shuffle erhöhen. Ziehen Sie nach unten verringern Sie den Shuffle.
67
Straight: Wenn es auf die mittlere Position gestellt ist werden alle Step Events tight
am Tempo Grid angeordnet.

Swing: Wenn Sie eine tiefere Position wählen: Swing lässt Sie verschiedene
'Swing' Effekte erstellen. Erhöhen Sie den Wert des Swings, werden die Step
Events einen stärkeren Swing Groove haben.

Shuffle: Wenn Sie eine höhere Position wählen: Shuffle hat ein genauen 8tel Noten
Rhythmus. Der Modus basiert mehr auf der Drittelunterteilung des Takts als auf der
genauen Unterteilung des Beats in perfekte Hälften (a.k.a. tighte 8tel Noten).

Der Pattern Sequenzer


Im Pattern Sequenzer passiert die ganze Action. Hier können Sie dem Arpeggiator sagen,
welches Muster er verfolgen soll und einstellen welche Noten er verwenden soll.
Der Pattern Sequenzer ist ein Grid von 32 Steps. Die Horizontale repräsentiert die Step
Nummern des Arp Sequenzers; die Vertikale wird genutzt um einzustellen welche
Oktave/Halbtöne der betreffende Step verwenden soll.
Um einen Step An/Aus zu schalten klicken Sie auf den Step. Wenn Sie einen Step
einschalten, wird dieser eine Note spielen. Wenn ein Step abgeschaltet wird, wird die zuletzt
gespielte Note gehalten bis zum nächsten aktiven Step.
Um die Oktave zu wählen, die der Step verwenden soll, klicken sie innerhalb der 4 Oktave n
vertikalen Reichweite des Steps. Um Halbtöne auszuwählen klicken Sie und ziehen Sie den
Step nach oben oder unten.
Bedenken Sie, dass Icarus' Werte Display (unter dem Patch Display) Ihnen anzeigen wird,
welchen Halbton/welche Oktave Sie ausgewählt haben.

Notensortierung / Abspielrichtung / Akkord und Spezialkommandos

Die 'Arp Order' Reihe ist direkt unter dem Sequenzer Grid. Diese Reihe gibt Ihnen detaillierte
Kontrolle über die Art, wie der Arpeggiator eingehende Noten behandelt.
Der 'Arp Order' Befehl bezieht sich immer auf den aktuellen Arpeggiator Slot.

■ Abspielrichtungsbefehle

+ (up: CEG CEG) – Stellt die Abspielrichtung des aktuellen Slots auf 'up'. Wenn Sie einen
Akkord mit drei Noten (C E G) spielen, wird er mit der niedrigsten Note C starten. Danach
wird er mit der mittleren Note E weiter machen. Sobald er die höchste Note G gespielt hat,
wird er mit der niedrigsten Note C wieder anfangen. Sie können die Abspielrichtung für alle 16
Slots mit 'Load' -> 'Set direction up' auf 'up' stellen.

- (down: GEC GEC) - Stellt die Abspielrichtung des aktuellen Slots auf 'down'. Wenn Sie
einen Akkord mit drei Noten (C E G) spielen, wird er mit der höchsten Note G starten. Danach
wird er mit der mittleren Note E weiter machen. Sobald er die niedrigste Note C gespielt hat,
wird er mit der höchsten Note C wieder anfangen. Sie können die Abspielrichtung für alle 16
Slots mit 'Load' -> 'Set direction down' auf 'down' stellen.

68
+- (alt up: CEGE CEGE) - Stellt die Abspielrichtung des aktuellen Slots auf 'alternate up'.
Wenn Sie einen Akkord mit drei Noten (C E G) spielen, wird er mit der niedrigsten Note C
starten und nach oben spielen. Danach wird er mit der mittleren Note E weiter machen.
Sobald er die höchste Note G gespielt hat, wird er mit der die Abspielrichtung auf 'down'
schalten. Sie können die Abspielrichtung für alle 16 Slots mit 'Load' -> 'Set direction alt up' auf
'alt up' stellen.

-+ (alt down: GECE GECE) - Stellt die Abspielrichtung des aktuellen Slots auf 'alternate
down'. Wenn Sie einen Akkord mit drei Noten (C E G) spielen, wird er mit der höchsten Note
G starten und nach unten spielen. Danach wird er mit der mittleren Note E weiter machen.
Sobald er die niedrigsten Note C gespielt hat, wird er mit der die Abspielrichtung auf 'up'
schalten. Sie können die Abspielrichtung für alle 16 Slots mit 'Load' -> 'Set direction alt down'
auf 'alt down' stellen.

++ (two up) - Wie +, aber anstatt einer bewegt er sich zwei Noten nach oben.

– (two down) - Wie -, aber anstatt einer bewegt er sich zwei Noten nach unten.

. (same note again) – Wiederholt die Note, die im vorherigen Slot gespielt wurde.

? (random) – Spielt eine zuföllige Note.

+! (classic up: CEG CEG) - Wie +, aber ohne den 'smart melody' Algorithmus. In diesem
Modus verhält sich der Arpeggiator wie ein konventioneller Synthesizer. Der (zumeist
unangenehme) Effekt ist am offensichtlichsten, wenn Sie 'Arp Note semi' im Grid auf
verschiedene Werte stellen. Sie können die Abspielrichtung für alle 16 Slots mit 'Load' -> 'Set
direction direction classic up' auf 'Classic Up' stellen.

-! (classic down: GEC GEC) - Wie -, aber ohne den 'smart melody' Algorithmus. In diesem
Modus verhält sich der Arpeggiator wie ein konventioneller Synthesizer. Der (zumeist
unangenehme) Effekt ist am offensichtlichsten, wenn Sie 'Arp Note semi' im Grid auf
verschiedene Werte stellen. Sie können die Abspielrichtung für alle 16 Slots mit 'Load' -> 'Set
direction direction classic down' auf 'Classic down' stellen.

Chord Kommandos

2 (Akkord mit 2 Noten) – Spielt einen Akkord mit zwei Noten.

+2 (Geht nach oben und spielt einen Akkord mit zwei Noten) – Wie +, aber von 2 gefolgt.

-2 (Geht nach unten und spielt einen Akkord mit zwei Noten) – Wie -, aber von 2 gefolgt.

3 (Akkord mit drei Noten) – Spielt einen Akkord mit drei Noten.

+3 (Geht nach oben und spielt einen Akkord mit drei Noten) - Wie +, aber von 3 gefolgt.

69
-3 (Geht nach unten und spielt einen Akkord mit drei Noten) - Wie -, aber von 3 gefolgt.

All (Spielt einen Akkord mit allen Noten) – Spielt einen Akkorde, welcher alle gedrückten
Tasten spielt.

Spezialkommandos

SL (Beginnt mit der tiefsten Note) – Zwingt eine Neuordnung der Noten und die tiefste Note
wird gespielt. Es kann musikalisch vorteilhaft sein dieses Kommando auf Slot 0 oder Slots die
Sie betonen wollen zu legen. In Folge wirkt die Melodie, welche vom Arpeggiator erstellt wird
weniger 'konfus'.

SH (Beginnt mit der höchsten Note) – Zwingt eine Neuordnung der Noten und die höchsten
Note wird gespielt. Es kann musikalisch vorteilhaft sein dieses Kommando auf Slot 0 oder
Slots die Sie betonen wollen zu legen. In Folge wirkt die Melodie, welche vom Arpeggiator
erstellt wird weniger 'konfus'.

R (release) – Triggert die Release Phase des Envelopes.

L (loop-length) – Wenn Sie Slot 6 auf L stellen, wird der Arpeggiator die Loopsequenz nach 6
Bars neu starten anstatt von 16 Bars.

E (end) - Wenn Sie Slot 6 auf E stellen, wird der Arpeggiator bei 6 aufhören zu spielen.

■ Pitchglide und Legato Kommandos

< (legato) – Wenn das < in einen Slot platziert wird triggert der Arpeggiator keine neue Note.
Anstatt dessen gleitet er von der momentan gespielten Note auf die neue. Dieses Kommando
funktioniert nur, wenn die letzte und die neue Note unterschiedlich sind. Also ist eine
Kombination mit 'Arp note' auf eine Oktave gestellt in den meisten Fällen sinnvoll.

/X (glide X halftones up) – Dieser Glide verhält sich als würden Sie Ihr Pitchwheel nach oben
bewegen. Es erhöht den Pitch um X Halbtöne bis zum nächsten Slot. Der Modus stört sich
nicht an vorher oder momentan gespielten Noten wie etwas der Legato Modus.

\X (glide X halftones down) - Dieser Glide verhält sich als würden Sie Ihr Pitchwheel nach
unten bewegen. Es erhöht den Pitch um X Halbtöne bis zum nächsten Slot. Der Modus stört
sich nicht an vorher oder momentan gespielten Noten wie etwas der Legato Modus.

70
Die Mod Matrix Sektion

Die Mod. Matrix oderr MODulation Matrix ist ein System, das Ihnen erlaubt verschiedene
Modulatoren (wie LFOs oder Envelopes) flexibel auf verschiedene Ziele (wie Filter, Verstärker
oder sogar andere Modulatoren) zu routen.

Icarus’ Modulations Matrix hat 18 Slots die Ihnen ermöglicht 18 Modulationsverknüpfungen zu


erstellen. Diese einzustellen ist sehr einfach:

1. Wählen Sie einen Modulator (modulation source) im drop-down Menü. Dies legt fest
was die Modulation oder den verändernden Effekt verursacht.

2. Wählen Sie ein Ziel (destination) im drop-down Menü. Dies legt fest was durch die
Modulation oder den verändernden Effekt beeinflusst wird.

3. Legen Sie einen Wert abseits von 0 fest indem sie die Modulationswert klicken und
ziehen. Dies legt fest wie stark die Modulation an das Ziel gesandt wird. Je niedriger
der Wert ist, desto subtiler ist der Effekt.

Die Controls der Mod Matrix sind:

• Tool – Der TOOL Button öffnet ein Menü mit Modulations Reset / Clean Optionen

◦ Reset Matrix – Setzt alle Modulations Matrix Slots auf die Standardeinstellungen
zurück.

◦ Clean Matrix – Entfernt alle nicht gerouteten/inaktiven Mod Matix Slots

• Modulation Slot Selection Buttons A, B and C – Es gibt insgesamt 18


Modulationsslots, welche auf drei Seiten á 6 Slots aufgelistet sind. Klicken Sie auf A, B,
oder C um diese Slots anzuwählen.

71
• Modulation Source Selector Menu – Wenn Sie mit Links auf einen
Modulationsquellenbereich auf dem Matrix Display klicken, erscheint ein Auswahl
Menü. Die Menüoptionen sind:

◦ Off – Keine Modulationsquelle ist ausgewählt. Dies ist die Standardeinstellung.

◦ Vol Env – Dies wählt den Volume Envelope als Modulationsquelle. Auch wenn der
Vol Env auf den Verstärker festgelegt ist, kann er gleichzeitig auch als
Modulationsquelle für andere Ziele verwendet werden.

◦ Filt Env – Dies wählt den Filter Envelope als Modulationsquelle. Auch wenn der Filt
Env auf den Filter festgelegt ist, kann er gleichzeitig auch als Modulationsquelle für
andere Ziele verwendet werden.

◦ Aux1 Env, Aux2 Env – Wählen die Auxiliary Envelopes 1 oder 2 als
Modulationsquelle an. Anders als Vol Env oder Filt Env sind die Auxiliary Envelopes
nicht fest zugewiesen, und müssen deshalb in der Mod Matrix zugewiesen werden
um einen hörbaren Effekt zu haben.

◦ LFO1+ – LFO1 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO1


nutzt nur positive Werte.

◦ LFO1+- – LFO1 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO1


nutzt nur positive Werte.

◦ LFO2+ – LFO2 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO2


nutzt nur positive Werte.

◦ LFO2+- – LFO2 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO2


nutzt nur positive Werte.

◦ LFO3+ – LFO3 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO3


nutzt nur positive Werte.

◦ LFO3+- – LFO3 wird in unipolarem Modus als Modulationsquelle gewählt. LFO3


nutzt nur positive Werte.

◦ Step+ – Wendet die Anschlagssteps des Arps als Modulationsquelle an, dieser
Modus verwendet nur positive Werte.

◦ Step+- – Wendet die Anschlagssteps des Arps als Modulationsquelle an, dieser
Modus verwendet positive und negative Werte.

◦ Const – Diese Option verwendet einen konstanten Wert als Modulationsquelle. Der
Wert wird von dem Modulationswert Parameter festgelegt. Diese Option ist nützlich
wenn Sie einen Wert benötigen um ein Modulationsziel konstant zu verschieben.

72
◦ Random – Diese Option wählt einen neuen Wert wenn eine Taste auf dem
Keyboard gedrückt wird. Bedenken Sie, dass der wert konstant bleibt, bis Sie eine
neue Note auf dem Keyboard spielen und ein neuer zufäliger Wert generiert wird.

◦ Flipflop - Diese Option 'flippt' zwischen zwei Werten. Diese Werte werden durch
den Modulationswert festgelegt. Bei einem Modulationswert von 10 'flippt' der Wert
zwischen +10 und -10. Der Parameter, welcher hiermit moduliert wird dient als Wert
des Offsets.

◦ White Noise – Diese Option generiert weisses Rauschen. Es ist ein sich stetig
wandelnde zufälliger Wert.

◦ Pink Noise – Diese Option generiert rosa Rauschen. Es ist ein sich stetig
wandelnde zufälliger Wert.

◦ Key – Diese Funktion verwendet den Wert einer gedrückten Note auf dem
Keyboard als Modulationsquelle. Eine tiefe Note wird eine niedrige Nummer
generieren, eine hohe einen hohen Wert.

◦ Velocity+ – Nutzt positive Anschlagswerte um zu modulieren.

◦ Velocity+ - – Nutzt positive und negative Anschlagswerte um zu modulieren.

◦ Modwheel – Verwendet das Modulationsrad Ihres Keyboards als


Modulationsquelle. Bedenken Sie, dass sich der Wert nur ändert, wenn Sie das
Rad bewegen. Ansonsten wird der Wert statisch sein und vervleibt auf dem letzten
vom Modwheel gesendeten Wert.

◦ Pitchwheel – Verwendet das Pitchwheel Ihres Keyboards als Modulationsquelle.

◦ Aftertouch. - Verwendet die Aftertouch Nachrichten Ihres Keyboards als


Modulationsquelle. Bitte überprüfen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Keyboards,
ob es Aftertouchnachrichten generiert. Nciht alle Keyboards tun das.

◦ Breath – Reagiert auf Breath Controller als Modulationsquelle.

◦ Foot – Reagiert auf Foot Switch Controller als Modulationsquelle.

◦ MainVol – Reagiert auf Main Volume controller (CC#7) als Modulationsquelle.

◦ Expression. - Reagiert auf Expression controller (CC#11) als Modulationsquelle.

◦ Hold – Reagiert auf das Hold Pedal (Sutain) on/off (CC#69) als Modulationsquelle.

73
◦ CC16-CC19 – Reagiert aufCC#16 to CC#19 (continuous controllers) als
Modulationsquelle.

◦ Key Pressed – Wendet eine On/Off Gate Modulation an; z.B. wenn eine Taste
gedrückt wird ist der Wert 1, wenn nicht ist er 0

◦ Key Pressed- - Wendet eine On/Off Gate Modulation an; z.B. wenn eine Taste
gedrückt wird ist der Wert 0, wenn nicht ist er 1

◦ Key split high – Weisst die hohen Tasten des Keysplits zu um eine
Modulationsquelle zu sein.

◦ Key split low - Weisst die tiefen Tasten des Keysplits zu um eine
Modulationsquelle zu sein.

◦ Impulse – Ein kurzer Impuls wird als Modulationsquelle verwendet. Kann zum
Beispiel verwendet werden um die scharfe Attack eines Sounds zu formen.

◦ Decay8ms-16s - Decay verwendet einen internen Envelope welcher ein Decay von
4 bis 16 Millisekunden haben kann.

◦ Sine1/64Hz – Sine16Hz – Nutzt eine Sinusform als Modulationsquelle. Der


eingestellte Wert in Hertz legt die Modulationsgeschwindigkeit fest.

◦ X*X – Verwendet X multipliziert mit X als Modulationsquelle fest.

◦ Sqrt (X) – Verwendet die Quadratwurzel von X als Modulationsquelle.

◦ Filter (X) – Verwendet den Filter X Wert als Modulationsquelle.

◦ Limit (X) - Verwendet den Limit X Wert als Modulationsquelle.

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• Destination Selection Menu – Wenn Sie mit Links auf dem Matrix Display auf ein
Zielfeld klicken erscheint ein Auswahlmenü. Die Menüoptionen sind:

◦ Off - Keine Modulationsziel ist ausgewählt. Dies ist die Standardeinstellung.

◦ Volume – Die Lautstärke des aktuellen Layers.

◦ Pan – Wählt den Master Pan.

◦ Octave – Wählt die Master Oktave.

◦ Semi – Wählt die Master Halbton Einstellung.

◦ Pitch XL – Wählt den Master Pitch XL.

◦ Pitch – Wählt den Master Pitch.

◦ Fine – Wählt den Master Fine Control.

◦ Cutoff 1 – Wählt die Filter Cutoffeinstellung von Filter 1.

◦ Cutoff 2 – Wählt die Filter Cutoffeinstellung von Filter 2.

◦ Reso 1 – Wählt die Filter Resonanzeinstellung von Filter 1.

◦ Reso 2 – Wählt die Filter Resonanzeinstellung von Filter 2.

◦ Drive 1 – Wählt die Filter Driveeinstellung von Filter 1.

◦ Drive 2 – Wählt die Filter Driveeinstellung von Filter 2.

◦ Wave 1 – Wählt die Waveeinstellung von Oszillator 1.

◦ Wave 2 – Wählt die Waveeinstellung von Oszillator 2.

◦ Wave 3 – Wählt die Waveeinstellung von Oszillator 3.

◦ Morph 1 – Wählt die Morpheinstellung von Oszillator 1.

◦ Morph 2 – Wählt die Morpheinstellung von Oszillator 2.

◦ Morph 3 – Wählt die Morpheinstellung von Oszillator 3.

◦ Volume 1 – Wählt die Lautstärkeeinstellung von Oszillator 1.

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◦ Volume 2 – Wählt die Lautstärkeeinstellung von Oszillator 2.

◦ Volume 3 – Wählt die Lautstärkeeinstellung von Oszillator 3.

◦ Pan 1 – Wählt die Pan-Einstellung von Oszillator 1.

◦ Pan 2 – Wählt die Pan-Einstellung von Oszillator 2.

◦ Pan 3 – Wählt die Pan-Einstellung von Oszillator 3.

◦ Octave 1 – Wählt die Oktaven-Einstellung von Oszillator 1.

◦ Octave 2 – Wählt die Oktaven-Einstellung von Oszillator 2.

◦ Octave 3 – Wählt die Oktaven-Einstellung von Oszillator 3.

◦ Interval 1 – Wählt die Intervall-Einstellung von Oszillator 1.

◦ Interval 2 – Wählt die Intervall-Einstellung von Oszillator 2.

◦ Interval 3 – Wählt die Intervall-Einstellung von Oszillator 3.

◦ Semi 1 – Wählt die Halbton-Einstellung von Oszillator 1.

◦ Semi 2 – Wählt die Halbton-Einstellung von Oszillator 2.

◦ Semi 3 – Wählt die Halbton-Einstellung von Oszillator 3.

◦ Pitch XL 1 – Wählt den Pitch XL Control von Oszillator 1.

◦ Pitch XL 2 – Wählt den Pitch XL Control von Oszillator 2.

◦ Pitch XL 3 – Wählt den Pitch XL Control von Oszillator 3.

◦ Pitch 1 – Wählt den Pitch Control von Oszillator 1.

◦ Pitch 2 – Wählt den Pitch Control von Oszillator 2.

◦ Pitch 3 – Wählt den Pitch Control von Oszillator 3.

◦ Fine 1 – Wählt den Fine Tune von Oszillator 1.

◦ Fine 2– Wählt den Fine Tune von Oszillator 2.

◦ Fine 3 – Wählt den Fine Tune von Oszillator 3.

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◦ Pitch1,2,3 – Wählt den Pitch Control von Oszillator 1, 2, or 3.

◦ Detune 1 – Wählt die Detune-Einstellung von Oszillator 1.

◦ Detune 2 – Wählt die Detune-Einstellung von Oszillator 2.

◦ Detune 3 – Wählt die Detune-Einstellung von Oszillator 3.

◦ LFO1 Speed – Wählt den Speed von LFO1.

◦ LFO2 Speed – Wählt den Speed von LFO2.

◦ LFO3 Speed – Wählt den Speed von LFO3.

◦ Vol A,H, D,S,R – Wählt Attack, Hold, Decay, Sustain und Release Parameter des
Volume Envelopes.

◦ Filter A,H,D,S,R – Wählt Attack, Hold, Decay, Sustain oder Release Parameter des
Filter Envelopes.

◦ Aux1 A,H,D,S,R – Wählt Attack, Hold, Decay, Sustain oder Release Parameter des
Auxiliary 1 Envelopes.

◦ Env1 S – Wählt die Shape Einstellung des Envelopes 1.

◦ Env1 R – Wählt den Retrigger des Envelopes 1.

◦ X:=Value – Wählt X:=Value als Ziel.

◦ Matrix 1-18– Wählt den Modulationswert der Modulationsmatrix im Slot 1-18.

◦ EQ low – Wählt EQ Low als Ziel.

◦ EQ high – Wählt EQ High als Ziel.

◦ EQ mid – Wählt EQ Mid als Ziel.

◦ EQ mid Freq – Wählt EQ Mid Freq als Ziel.

◦ Fx1 Mix – Wählt FX1 Mix als Ziel.

◦ Fx1 Par1 – Wählt FX1 Parameter 1 als Ziel.

◦ Fx1 Par2 – Wählt FX1 Parameter 2 als Ziel.

◦ Fx1 Par3 – Wählt FX1 Parameter 3 als Ziel.


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◦ Fx1 Par4 – Wählt FX1 Parameter 4 als Ziel.

◦ Fx2 Mix – Wählt FX2 Mix als Ziel.

◦ Fx2 Par1 – Wählt FX2 Parameter 1 als Ziel.

◦ Fx2 Par2 – Wählt FX2 Parameter 2 als Ziel.

◦ Fx2 Par3 – Wählt FX2 Parameter 3 als Ziel.

◦ Fx2 Par4 – Wählt FX2 Parameter 4 als Ziel.

◦ Fx3 Mix – Wählt FX3 Mix als Ziel.

◦ Fx3 Par1 – Wählt FX3 Parameter 1 als Ziel.

◦ Fx3 Par2 – Wählt FX3 Parameter 2 als Ziel.

◦ Fx3 Par3 – Wählt FX3 Parameter 3 als Ziel.

◦ Fx3 Par4 – Wählt FX3 Parameter 4 als Ziel.

◦ Feedback – Wählt den Feedack Controller als Ziel.

◦ Effect Mix – Wählt Effekt Mix als Ziel.

• Modulation Amount – Dies ist ein bipolarer Controller von -100 bis 100. Ein positiver
Wert ergibt eine positive Modulation, ein negativer Wert ergibt negative Modulation.

Modulation Tips

Sie können, wenn Sie eine Modulationsquelle als Control für den Wert der
Modulation auf einen Parameter benutzen wollen, Modulation Amount als Ziel
verwenden.
Zum Beispiel wenn Sie mit
dem Modwheel die Stärke des
Vibratos steuern wollen:

Merke: Der Modulation Amount auf


Slot1 ist 0. Dieser Wert wird von dem
Modwheel moduliert, welches auf
Slot2 zugewiesen ist.
Negative Modulation Amount Werte können nützlich sein wenn Sie den Wert von Parametern
mit positiven Modulationen reduzieren wollen, zum Beispiel können Sie den Filtercutoff
verringern wenn Sie das Modwheel verwenden.

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Die Setup Sektion

Die Setup Sektion in Icarus deckt generelle Performance Settings ab.

Verfügbare Setups sind:

• Play Mode – Der Wiedergabemodus stellt die Polyphonie des Patches ein und wie
Icarus reagiert, wenn Sie auf dem Keyboard eine Taste drücken:

◦ Monophonic – Dieser Modus stellt die Polyphonie auf 1 (monophon), was ältere
klassische analoge Synths nachahmt.

◦ Legato new – Der knackige sound von Legato New passt zu modernre Musik.
Wenn Sie eine Taste spielen gleitet der Sound nicht – der Oszillator wird sofort die
neue Note spielen. Sobald Sie die Taste loslassen wird der Oszillator gleiten. Der
Glide Knopf steuert die Geschwindigkeit des Glides. Wenn Sie RET (Retrigger) für
Env1 oder Env2 abschalten, wird der Envelope retriggered, wenn Sie eine Taste
loslassen.

◦ Legato Classic – Dies ist ein klassisches Legato. Wenn Sie die erste Taste
spielen wird der Ton nicht gleiten. Sobald Sie eine andere Taste drücken, werden
die Oszillatoren gleiten. Der Glide Knopf steuert die Geschwindigkeit des Glides.
Wenn Sie RET (Retrigger) für Env1 oder Env2 abschalten, wird der Envelope
retriggered, wenn Sie eine Taste loslassen.

◦ Polyphonic 1-64 – Sind Polyphonie Wiedergabemodi, welche konventionellen


Synths ähneln. Die Nummer repräsentiert die verfügbaren Stimmen. Wenn die
maximale Zahl Stimmen gespielt wird, fadet die Engine Stimmen ohne Klicks aus.
Wenn Sie Unsion(2X or 4X) verwenden, wird die Zahl der Stimmen automatisch
verdoppelt oder vervierfacht. Dadurch wird das Management der Sitmmen
automatisch übernommen. In den meisten Fällen werden sechs oder acht
Stimmen ausreichen. Wenn Sie bemerken, dass der CPU überlastet wird, können
Sie die Zahl der Stimmen verringern, indem Sie Unison abschalten. Der Glide
Knopf steuert den Gilde Speed der Oszillatoren. Im Polyphonie Modus wird
polyphones Gleiten unterstützt. Die Oszillatoren gleiten immer, wenn der Glide
Knopf auf einen Wert über 0 gestellt ist.

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• Glide Mode - Hiermit können Sie die Glide Modus Optionen anwählen. Der Glide
Knopf in der Sound Sektion legt den Glide Speed der Oszillatoren fest. Die
Oszillatoren gleiten, wenn der Glide Knopf auf einen Wert über 0. Innerhalb des Glide
Menüs können Sie aus verschiedenen in Icarus verfügbaren Glide Modi auswählen:

◦ Modern glide – Ein linearer Pitch Sweep zwischen den Noten. Meistens ist dieser
der musikalsich brauchbarste Modus.

◦ Vintage glide – Ein logarithmischer Pitch Sweep zwischen den Noten, was wie die
meisten 'analogen' Synths klingt. Dieser Modus filtert den Pitch des Oszillators.
Das Ergebnis gleitet schneller zu Beginn und langsamer, wenn der Zielpitch
erreicht wird.

◦ Variable glide – Die Geschwindigkeit des Glides hängt von der Entfernung der
beiden Noten ab. Ein Glide über mehrere Oktaven wird länger dauern als ein Glide
zwischen zwei benachbarten Noten.

• Pitchwheel - Hiermit steuern Sie die Pitchwheel Optionen

◦ Off – Schaltet das Pitchwheel ab.

◦ Pitchwheel +-1 / +-48 – Wechselt die Reichweite des Pitchwheel auf Werte von +-
1 bis zu +-48.

• Punch Mode settings – Der Punch Modus fügt eine Art künstliches, knackiges,
perkussives und zwitscherndes Feeling zu dem Sound hinzu. Es ist besonders hörbar,
wenn Sie eine Sägezahnwelle tief spielen oder mit dem Volume Envelope mit kurzen
Decay- und Releasezeiten spielen.

• Arp/LFO sync – Hiermit steuern Sie die Arp/LFO Synchronisationseinstellungen.

◦ Arp/LFO Hardsync – Verwendet den Hard Sync Modus für Arpeggiator & LFO.

◦ Arp/LFO Free – Verwendet den Frei Laufenden Modus für Arpeggiator & LFO.

◦ Arp/LFO Softsync – Verwendet den Soft Sync Modus für Arpeggiator & LFO.

• Micro-tuning Modes – Icarus bietet aktuell die wohl ausgeklügeltste Microtuning


Sektion auf dem Markt.
Microtuning ist ein subtiler Effekt, welcher Akkorde verbessert. Er hat keinen Einfluss
auf Mono oder Legato Sounds. Wenn Microtuning aktiv ist, werden bestimmte Noten
nach oben oder unten gepitched um einen harmonisch klingenden Sound zu
erreichen.

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Klavierstimmer und Organisten experimentieren schon seit hunderten von Jahren an
den besten Einstellungen. Wir haben ihre Ergebnisse analysiert und noch weiter
verbessert.
Bei klassischen Instrumenten wie Orgeln, ist es nicht möglich die Stimmung der
Stimmen während des Spielens zu veändern. In Icarus hingegen ist das möglich. Der
'Dynamic' Modus analysiert Ihre Akkorde in Echtzeit und verstimm die Stimmen in
einer subtilen Art und Weise.

Wie macht sich der Unterschied bemerkbar?

Der einfachste Weg den Unterschied zu hören, ist ein Patch zu initialisieren, welches
eine einzelne Sägezahnwelle beinhaltet. Wählen Sie 'FILE->Init patch' und klicken Sie
auf 'SETUP'. Das default Patch wird schon mit 'Dynamic Silky' als Microtuning Modus
initialisiert.
Drücken Sie zwei Tasten auf Ihrem Keyboard und spielen Sie eine kleine Terz (3
Halbtöne) und eine große Terz (4 Halbtöne) als Akkord. Sie werden eine pulsierende
langsame Modulation hören. Spielen Sie nun zwei Tasten auf dem Keyboard und
spielen Sie eine Oktave (12 Halbtöne). Sie werden wieder eine pulsierende sehr
langsame Modulation hören.
Stellen Sie nun Microtuning ab indem Sie 'Standard tuning' wählen; dieser Modus wird
von konventionellen Synths verwendet. Drücken Sie zwei Tasten auf Ihrem Keyboard
und spielen Sie eine kleine Terz (3 Halbtöne) und eine große Terz (4 Halbtöne) als
Akkord. Sie werden einen unharmonischeren Sound hören, welcher sehr schnell
pulsiert. Spielen Sie nun zwei Tasten auf dem Keyboard und spielen Sie eine Oktave
(12 Halbtöne). Sie werden einen statischen und dünnen Sound hören, der garkeine
Modulation hat.

Folgende Microtuning Modi sind verfügbar:

◦ Standard Tuning – Es wird kein Microtuning verwendet. Dieser Modus wird von
konventionellen Synths verwendet. Benutzen Sie diesen Modus bei monophonen
und Legato Sounds.

◦ Dynamic Thirds – Eine subtile Verbesserung des Standardtunings. Kleine Terzen


(3 Halbtonschritte) und große Terzen (4Halbtonschritte) werden leicht verbessert.

◦ Dynamic Thirds+ – Eine Verbesserung des Standardtunings. Kleine Terzen (3


Halbtonschritte) und große Terzen (4Halbtonschritte) werden moderat verbessert.

◦ Dynamic Just – Kleine Terzen (3 Halbtonschritte), große Terzen (4Halbtonschritte)


und Quinten (7 Halbtöne) werden stark bearbeitet. Die pulsierende Frequenz wird
minimiert. Dieser Modus ist extrem und kann verstimmt klingen, aber er kann bei
Orgelsounds nützlich sein.

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◦ Dynamic Silky – Kleine Terzen (3 Halbtonschritte), große Terzen
(4Halbtonschritte) und Oktaven (12 Halbtöne) werden moderat verbessert. Dieser
Modus klingt warm und seidig mit einem langsamen Pulsieren. Er eignet sich
hervorragend für Akkorde und Sounds mit leicht verstimmten Oszillatoren. Dieser
innovative Modus ist exklusiv und damit in keinen anderen Synthesizern verfügbar.

◦ Dynamic Valotti – Wir haben die berühmte Valotti-Stimmung mit dynamischem


Oktavespreading erweitert. Dieser Modus klingt sehr lebendig. Das pulsieren der
Akkorde variiert. Er ist eine gute Wahl für Sounds mit moderat verstimmten
Oszillatoren und analoge Emulation. Dieser Modus ist exklusiv und damit in keinen
anderen Synthesizern verfügbar.

◦ Dynamic Subtle – Wie 'Dynamic Silky' aber weniger extrem eingestellt.

◦ Dynamic Octaves – Standard Tuning mit dynamischem Oktavenspreading. Terzen


und Quinten sind nicht betroffen.

◦ Valotti – Die klassische Valotti-Stimmung, einer der bekanntesten Modi für


klassische Musik und Orgeln. Dieser Modus kling sehr lebendig. Das pulsieren der
Akkorde variiert.

◦ Valotti Fat – Wir haben die klassische Valotti-Stimmung mit subtilem


Oktavenspreading erweitert. Vielleicht hat das jemand schon mal gemacht.

◦ Young – Die Young Stimmung ist ziemlich weit verbreitet.

◦ Werckmeister 3 – Viele Organisten bevorzugen Werkmeister 3. Es ist in der


klassischen Musik ziemlich weit verbreitet.

◦ Young-Sorge, Kirnberger 3,Neidhardt & Hammer – Diese historischen Modi


wind sehr bekannt. Wir finden, dass Valotti und Werkmeister 3 besser klingen, aber
tun Sie sich keinen Zwang an und nutzen Sie diese Microtunings, wenn Sie sie
bevorzugen. Es gibt da draussen noch viel mehr Microtuning Modi und Variationen,
aber wir denken, dass Qualität hier über Quantität geht.

◦ Sinus 7cent, 5cent– Diese Modi sind weniger bekannt, aber wir finden, dass sie
sehr gut klingen und die Aufmerksamkeit wirklich verdienen. Sie klingen sehr
ähnlich wie Valotti.

◦ Stretch Light – Standard Tuning mit subtilem Oktavenstretching. Manche Pianos


sind so gestimmt.

◦ Stretch Medium – Standard Tuning mit Oktavenstretching. Manche Pianos sind


so gestimmt.

◦ Stretch Heavy – Standard Tuning mit starkem Oktavenstretching.

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◦ Stretch Valotti – Valotti-Stimmung mit Oktavenspreading. Hätten wir ein echtes
Grand Piano, wir würden es so stimmen.

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Die FX Sektion
Die Effekt Sektion besteht aus drei Effektslots. Nicht weniger als 53 Effekte sind hier
verfügbar und sie reichen von Reverb, Delay, Chorus, und Phaser, zu Tremelo, Vibrato,
Distortion, Amp-Simulation, Multiband Distortion, Bitcrush, Degrader und Compressor.

Klicken Sie auf den Effect Type Select Parameter um ein Kontextmenü mit der Liste der
verfügbaren Effekte zu öffnen.

Haben Sie einen Effekt ausgewählt, werden die zugehörigen Parameter im FX Display
aktualisiert und angezeigt. Die Parameter können durch Klicken und nach oben und unten
Ziehen mit der linken Maustaste verändert werden.

FX Menü Controls

• Tool– Das Tool Menü bietet verschiedene effektbezogene load/save/reset Optionen.


Verfügbare Optionen sind:

◦ Reset Effects – Setzt alle Effektslots auf die default Settings zurück.

◦ Load Effect Template – Lädt ein Effekttemplate von der Festplatte.

◦ Save Effect Template – Speichert einen Effekt auf die Festplatte.

◦ FX Template list – Diese Liste enthält eine Übersicht der Templates, welche im
'Icarus_effects' Ordner von Icarus verfügbar sind.

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• 1 – Wechselt zu FX1 Slot Display.

• 2 – Wechselt zu FX2 Slot Display.

• 3 – Wechselt zu FX3 Slot Display.

• FEEDB – Wechselt zu Feedback Display. Die Feedbackfunktion lässt Sie steuern wie
viel von dem Signal wieder zurück in den FX Input geschickt wird.

• ROUTE – Wechselt zum FX Routing Display. Im Routing Tab finden sie mehrere
Optionen für das Routing der Effekte und wie sie auf das Signal wirken. Das Routing
Menü bietet folgende Optionen:

◦ FX1->FX2->FX3 - Serieller Modus: Der Dry Output des Synths wird zu FX1
gesendet. Mix1 steuert den dry/wet Mix von FX1. Das gemischte Signal wird zu
FX2 gesendet. Mix2 steuert den dry/wet Mix von FX2. Das gemischte Signal wird
zu FX3 gesendet. Mix3 steuert den dry/wet Mix von FX3.

◦ (FX1+FX2)->FX3 - Parallel Modus: Der Dry Output des Synths wird zu FX1
gesendet. Mix1 steuert den dry/wet Mix von FX1. T Der Dry Output des Synths wird
auch zu FX2 gesendet. Mix2 steuert den dry/wet Mix von FX2. Beide gemischten
Signale werden zusammengefasst und an FX3 gesendet. Mix3 steuert den dry/wet
Mix von FX3.

◦ (Left->FX1 + Right->FX2)->FX3: In diesem Modus wird das linke Dry Signal des
Synths in FX1 geschickt und das rechte in FX2.In this mode the synth's left dry
signal is send into FX1, the synth's right dry signal is sent into FX2.
Beide gemischten Signale werden zusammengefasst und an FX3 gesendet. Mix3
steuert den dry/wet Mix von FX3.
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TIP: Dieser Modus kann verwendet werden um zwei verschiedene Effekte auf zwei
Oszillatoren zu legen. Wählen Sie zuerst zwei verschiedene Effekte für FX1 und
FX2 aus, etwa ein Reverb und ein Chorus. Stellen Sie dann den Pan Knopf von
OSC1 auf -100, um ihn nach links zu pannen, und den Pan Knopf von OSC2 auf
+100, um ihn nach rechts zu pannen. Nun wird OSC mit einem Reverb bearbeitet
und OSC2 mit einem Chorus

• ON – Schaltet die FX entweder An oder Aus

FX General Controls

• Die MIX 1,2,3 Knöpfe steuern die wet/dry Balance der FX1, FX2 & FX3 Effektslots.

• Der Duck Knopf stellt einen Ducking Modus bereit, welcher helfen kann den Mix
transparenter zu machen.
Besonders bei lange Reverbs und Delays hat man oft Probleme, da die Hallfahne oder
der Delay mit einer gespielten Noten überlappt. In Folge wird der Mix mit 'Effektmüll
zugemüllt' oder der Delay ist fast nicht hörbar, weil die Mix Lautstärke stark reduziert
wurde.
Um dieses Problem zu lösen, haben wir die ducking Funktion vorgestellt, welche eine
höhere Mix Einstellung erlaubt, ohne den Synth Sound mit Effekten 'überladen'
erscheinen zu lassen.

• Pan – Steuert die Stärke des Pannings.

Effekt Liste
◦ Reverb Medium – Simuliert einen mittelgroßen Raum mit viel Diffusion.

◦ Reverb Big - Simuliert einen großen Raum mit viel Diffusion.

◦ Reverb Plate – Simuliert einen Plate Reverb, welcher einen elektro-mechanischen


Wandler verwendet um eine Vibration in einer großen Metallblechplatte zu
erzeugen.

◦ Reverb Glass – Simuliert einen hellen Raum, welcher tiefe Frequenzen absorbiert.

◦ Reverb Dark – Ein dunkel klingender Reverb.

◦ Reverb Infinite – Ein Reverb mit unendlich langer Hallfahne (großartig für Pads,
FX und Ambient Tracks).

◦ Reverb Feedback – Ein Reverb mit Feedback, der einen metallischen Sound hat.
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◦ Reverb Spring – Simuliert ein Hardware Spring Reverbsystem, das einen Leiter an
einem Ende einer Feder und am anderen einen Tonabnehmer verwendet. Ähnlich
wie bei Plate Reverbs.

◦ Reverb Trance – Ein Reverb extra für Trance-basierende Musikstile zugeschnitten.

◦ Reverb Cheap – Ein billiger Reverb Sound, wie die in billigenälteren Hardwares
verbauten Effekteinheiten.

◦ Reflections – Wenn Size auf 0 gestellt ist, kann dieser Effekt benutzt werden um
Early Reflections zu simulieren, während große Werte ein chaotisches Echo
erzeugen.

◦ Delay - Stereo Delay synchronisiert auf das Host Tempo.

◦ Pingpong – Ein Tempo synchronisiertes Delay, welches von rechts nach links
abwechselnd panned.

◦ Multitap – Serh kraftvolles Multistage Delay mit Rhythmus. Enthält auch einige
Pingpong Delays und einen Reverse Delay Modus.

◦ Delay Fat – Ein fett klingendes Delay mit Detune. In diesem Modus steuert der Mix
Knopf die Stärke des Feedbacks.

◦ Delay Dual – Ein doppeltes Delay. Delayzeiten für den linken und rechten Channel
können unabhängig eingestellt werden.

◦ Delay Diffuse – Ein fett klingendes Delay mit Diffusion und Detune. Es klingt
seidig.

◦ Delay Band – Gefiltertes Stereo Delay synchronisiert auf das Host Tempo. Die
Bandbreite wird mit der Zeit immer schmaler. Nüztlich bei psychedelischen Sounds
aus den 60ern.

◦ Tape Delay – Ein Delay Effekt, welcher auf klassischem Tonbanddelay der
Tonbandmaschinen basiert, welche Magnetbänder als Aufnahme- und
Wiedergabemedium nutzten.

◦ Echo / Slapback – Ein Slapback Delay Effekt, welches eine Mischung aus Original
und Delay Sound verwendet um einen Effekt zu erzeugen, der an Doubletracking
erinnert.

◦ Chorus – Ein warmer Stereo Chorus mit sattem Sound.

◦ Smart Unison – Erzeugt einen Sound mit mehreren verstimmten Stereo Stimmen,
bei geringen CPU-Anforderungen.
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◦ Ensemble – Simuliert eine hohe Zahl verstimmter Stimmen, welche gleichzeitig
spielen. Macht den Sound satt und bewegt. Sehr nützlich bei Vocal Pad Sounds.

◦ Phaser – Erzeugt eine Reihe von Peaks und Löcher im Frequenzspektrum. Die
Position der Peaks und Löcher wird moduliert sodass ein Seep Effekt entsteht.

◦ Phaser Stereo – Ein Stereo Phaser mit stimmhaftem Sound.

◦ Flanger - Peaks und Notches werden im Frequenzspektrum linear harmonisch


abhängig voneinander erzeugt. Es entsteht ein Sweep Effekt.

◦ Flanger Stereo - Peaks und Notches werden im Frequenzspektrum linear


harmonisch abhängig voneinander erzeugt. Es entsteht ein Sweep Effekt.

◦ Vibrato – Verstimmt den Sound mit einem LFO.

◦ Vibrato stereo - Verstimmt den Sound mit einem LFO. Kann anstatt von Chrous
verwendet werden wenn Sie tightes Timing brauchen.

◦ Tremolo – Moduliert die Lautstärke mit einem LFO.

◦ Autopan – Ein automatischer Panning Effekt.

◦ Surround Pan – Ein Surround Panning Effekt.

◦ Rotary – Simuliert Rotary Speakers/Doppler Effekt, bekannt durch die Hammond


Orgel.

◦ EQ High Cut – Ein High-Cut EQ Effekt (Lowpass).

◦ EQ Low Cut - A Low-cut EQ Effekt (Highpass).

◦ EQ Param – Ein parametrischer 3-Band EQ.

◦ Saturate – Ein Sättigungseffekt.

◦ Soft Clip – Ein sanfter Clipping Effekt.

◦ Hard Clip – Ein harter Clipping Effekt.

◦ Rectify – Ein Korrektur Verzerrungseffekt.

◦ Bitcrush - Ein Lo-Fi (Low Fidelity) digitaler Audioeffekt.

◦ Warp – Ein Warp Verzerrungseffekt.


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◦ Waveshape – Waveshaper Effekt.

◦ Amp Sim – Simuliert einen Gitarrenverstärker

◦ Multiband Distortion – Ein Multiband Verzerrungseffekt.

◦ Degrader – Reduziert die Samplerate des Sounds.

◦ Multiband Degrader - Reduziert die Samplerate des Sounds in unterschiedlichen


unabhängigen Bändern.

◦ Noise – Ein Rauscheffekt mit den Optionen Weissen oder Rosa Rauschen,
Knistern oder Brummen zu Ihrem Signal hinzu zu mischen.

◦ Compressor – Boosted die Lautstärke der niedrigeren Level während die lauten
Stellen herabgesetzt werden. Macht die Lautstärke ausgeglichener.

◦ Surround Encode - Dolby Prologic II kompatibler Surround Encoder. Auch


nützlich, wenn Sie etwas mehr Raum in Ihre Stereoaufnahmen bringen wollen.
Wenn Sie auf den 'Back' Kanal encoden, wird der Sound vom hinteren
Lautsprecher kommen, wenn Sie auf einem Surroundsystem spielen. Der Sound
bleibt komplett Stereo kompatibel.

◦ Trancegate – Fügt ein rhythmisches Lautstärke Gate Muster zu dem Sound hinzu.

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EQ – Limiter Sektion

Die EQ Sektion gibt Ihnen großzügige Klangkontrolle über den Output. Die drei Controls
stellen einen Boost oder Cut über Tiefen, Mitten und Höhen. Der EQ besteht aus sechs
Knöpfen, um Ihnen die absolute Kontrolle über den Finalen Output zu ermöglichen.

• Tool – Das Tool Menü bietet mehrere EQ Preset Optionen.

EQ controls

• Low – Passt die tiefen Frequenzen an. Steht der Knopf in der mittleren Position, ist die
Funktion bypassed.

• Mid – Passt die mittleren Frequenzen an. Steht der Knopf in der mittleren Position, ist
die Funktion bypassed.

• High – Passt die hohen Frequenzen an. Steht der Knopf in der mittleren Position, ist
die Funktion bypassed.

• Dbass – Entzerrt die Nichtlinearität des menschlichen Ohrs, wodurch ein Patch fetter
und lauter wirkt, ohne mehr Lautstärke zu erreichen.

• Freq. – Verschiebt die Frequenz des EQ Mid.

• Q – Passt die Bandbreite des EQs an: Wieviele Frequenzen geboosted oder
weggenommen werden.

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Limiter
Die Limiter Sektion wendet Gain Reduzierung an um Transienten und die Dynamik zu
vermindern (reduzieren). Man kann damit das Signal davon abhalten zu clippen oder zu
verzerren.

Limiter controls

• Thresh – Legt die Schwelle (Threshold) fest ab der die Lautstärke automatisch
reduziert wird.

• Ratio – Ratio legt fest um wie viel die Lautstärke reduziert im Vergleich zur
Überschreitung des Thresholds.

• Attack – Legt fest wie schnell die Lautstärke reduziert wird ab dem Punkt, an dem der
Input den Threshold überschreitet.

• Release – Legt fest, wie lange es dauern soll, bis die Lautstärke wieder auf den
ursprünglichen Wert zurückfällt (release), nachdem der Input den Threshold nicht mehr
überschreitet.

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