Sie sind auf Seite 1von 24

Technische Beschreibung

PDP32.0
PROFIBUS DP-V1 Interface

Beschreibung

Das Modul PDP32 ermöglicht den Anschluss des Universal


Motor Controller UMC100.3 an ein PROFIBUS DP-Netzwerk.
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise
Zielgruppe
Diese Beschreibung richtet sich an geschulte Experten für elektrische Installationen, Steuerungen und
Automatisierungslösungen, die mit den entsprechenden nationalen Normen vertraut sind.
Sicherheitsanforderungen
Das verantwortliche Personal muss jederzeit gewährleisten, dass die hier beschriebenen Produkte nur unter Einhaltung aller
Sicherheitsanforderungen einschließlich aller zutreffenden Gesetze, Vorschriften, Richtlinien und Normen eingesetzt und
verwendet werden.

Verwendung des Handbuches


Symbole
Diese technische Dokumentation enthält Hinweiszeichen, die den Leser auf wichtige Informationen, mögliche Risiken und
Vorsichtsmaßnahmen hinweisen. Es werden folgende Symbole verwendet:

Weist auf eine mögliche Gefahrensituation hin, die zur Beschädigung angeschlossener
Geräte oder der Umgebung führen kann.

Kennzeichnet wichtige Informationen und Voraussetzungen.

Macht auf eine mögliche Gefahrensituation aufmerksam, die zu Verletzungen führen


kann.

Begriffe und Abkürzungen

SMK Einzelmontagekit für Fieldbus Interface-Geräte und den aktiven Leitungsabschluss PDR31.
UMC100.3 Universal Motor Controller
UTP22 USB an PROFIBUS interface
PDR31 Aktiver Abschlusswiderstand für PROFIBUS-Netzwerke

Zugehörige Dokumente

Technische Dokumentation Dokument-Nr.


UMC100.3 Technische Beschreibung 2CDC135032Dxxxx

PDP32.0 -2- Stand: 03.2015


Inhalt

Überblick ..................................................................................................................................................5
Mechanische Installation ..........................................................................................................................6
Montage des PDP32 auf dem UMC100.3 ..........................................................................................6
Separate Montage des PDP32 (getrennt vom UMC100.3).................................................................7
Abnehmen des Moduls PDP32 / PDR31 ............................................................................................8
Elektrische Installation..............................................................................................................................9
PROFIBUS-Anschluss ........................................................................................................................9
PROFIBUS-Linie in Einschubsystemen bei Installation des PDP32 direkt am UMC100 .................11
PROFIBUS-Linie in Festinstallationen ..............................................................................................12
PROFIBUS-Linie in Einschubsystemen bei Installation des PDP32 im Kabelschacht .....................13
Diagnose ................................................................................................................................................14
Diagnose und Verhalten im Fehlerfall ...............................................................................................14
Lokale Diagnose PDP32 ...................................................................................................................14
PROFIBUS-Diagnose .......................................................................................................................14
Für PROFIBUS-Experten........................................................................................................................15
Technische Daten PDP32 / PDR31 ........................................................................................................16
Abmessungen ........................................................................................................................................17
Anschlusskabel ......................................................................................................................................17
Bestellnummern ...................................................................................................................................18

Stand: 03.2015 -3- PDP32.0


Dokumentenhistorie
1 09.2014 Erste Dokumentation de

PDP32.0 -4- Stand: 03.2015


Überblick
PROFIBUS ist ein offener serieller Kommunikationsstandard für den Datenaustausch zwischen sämtlichen Arten von
Automatisierungskomponenten. Das Kommunikationsinterface PDP32 arbeitet als PROFIBUS DP-Slave (DP = Decentralised
Periphery) am PROFIBUS-Netzwerk. PROFIBUS DP ist zusammen mit anderen Feldbusprotokollen in der IEC 61158 definiert.
Das physikalische Übertragungsmedium für den Bus ist ein Twisted-Pair-Kabel gemäß dem RS-485-Standard.
Die maximal mögliche Leitungslänge der Busverkabelung beträgt zwischen 100 und 1200 Metern und ist abhängig von
der ausgewählten Übertragungsrate. Ohne Repeater können innerhalb desselben PROFIBUS-Netzwerksegmentes bis zu
32 Teilnehmer angeschlossen werden. Mit Repeatern können bis zu 126 Teilnehmer an das Netzwerk angeschlossen werden
(einschließlich der Repeater und der Master-Station).
Bei der PROFIBUS-Kommunikation fragt die Master-Station die einzelnen Teilnehmer durch Polling ab. Diese antworten
und führen die vom Master geforderte Aktion aus. Die Master-Station ist üblicherweise eine SPS (speicherprogrammierbare
Steuerung) oder ein DCS (dezentrales Steuerungssystem).
Die PROFIBUS-Protokolle sind in der IEC 61158 spezifiziert. Dort finden Sie auch nähere Informationen zu PROFIBUS.
Das PROFIBUS DP Interface-Modul PDP32 ist ein optionales Gerät für die ABB-Motorsteuerungen UMC100.3 und ermöglichen
den Anschluss des UMC100.3 an ein PROFIBUS-Netzwerk.
Die Kombination aus UMC100.3 und PDP32 wird dabei als ein Slave am PROFIBUS-Netzwerk betrachtet.
Das Adaptermodul ermöglicht:
• Das Senden von Steuerkommandos an den UMC100.3 (z.B. Start, Stopp, Fault Reset).
• Das Auslesen von Statusinformationen und Istwerten aus dem UMC100.3.
• Das Auslesen und Schreiben von Parameterwerten des UMC100.3.

X4: Zweipoliger X3: D-SUB


PROFIBUS- PROFIBUS-Interface
LEDs für Anschluss
Statusanzeige

X3: D-SUB
PROFIBUS-
Anschluss

X2: 24V DC X1: Kommunikations-


X4: Zweipoliger Versorgungs- anschluss für UMC100.3
PROFIBUS- anschluss
Anschluss

Ansicht von oben Seitenansicht

Stand: 03.2015 -5- PDP32.0


Mechanische Installation
Das PROFIBUS-Interface-Modul PDP32 kann entweder direkt auf den UMC100.3 aufgesteckt oder mit Hilfe des
Einzelmontagekits (SMK3.0) separat montiert werden.

Montage des PDP32 auf dem UMC100.3

Wenn das Modul direkt auf dem UMC100.3 installiert ist, arbeitet die Kombination aus UMC100.3 und PDP32 als ein Gerät mit
integrierter PROFIBUS-Kommunikation. Es ist kein weiteres Zubehör erforderlich.

Schieben Sie das PDP32 nach unten,


bis es am UMC100.3 einrastet

Power

Im Bild ist das UMC100.3 DC zu


sehen

PDP32.0 -6- Stand: 03.2015


Separate Montage des PDP32 (getrennt vom UMC100.3)

Soll das Modul PDP32 getrennt vom UMC100.3 montiert werden, so wird das Einzelmontagekit SMK3.0 benötigt.
Das Modul PDP32 muss dann separat versorgt werden, damit das PDP32 auch dann noch online arbeiten kann, wenn der
Einschub herausgenommen wird.
Für den Anschluss des SMK3.0 am Einschub sind vorkonfektionierte Kabel erhältlich. Es können aber auch eigene Kabel
verwendet werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „Verwendung des PDP32 in Einschubsystemen“.

Montieren des Einzelmontagekits


Das Einzelmontagekit SMK3.0 kann entweder auf einer Hutprofilschiene oder mittels Schrauben auf einem Montageblech montiert
werden.
Einbau Ausbau

(1) (2)

(2)
(1)

Einsetzen des PDP32/PDR31 auf dem Einzelmontagekit

Schritt 1: Schritt 2: Schritt 3:


Anschlüsse für Kommunikation und PDP32 einsetzen und nach unten PDP32 nach unten schieben,
Stromversorgung einsetzen und schieben bis das Modul einrastet
eindrücken, bis diese einrasten

Einrasten

Nach unten schieben

Eingerastet
Einrasten

Schritt 4:
Kabel mit Kabelbinder befestigen

Stand: 03.2015 -7- PDP32.0


Abnehmen des Moduls PDP32 / PDR31

Gehen Sie zum Abnehmen des PDP32 vom UMC100.3 oder vom SMK3.0 wie gezeigt vor.

Zum Abnehmen den Schraubendreher


leicht drehen und das PDP32 zum Lösen
der Rastverbindung nach oben drücken.

PDP32.0 -8- Stand: 03.2015


Elektrische Installation
PROFIBUS-Anschluss

Der PROFIBUS-Anschluss kann entweder an X3 oder an X4 erfolgen.


X3 ermöglicht den Anschluss eines D-SUB-Steckverbinders.
X4 kann für den direkten Anschluss eines zweiadrigen PROFIBUS-Standardkabels verwendet werden.

Allgemeine Hinweise zur Verkabelung

– Buskabel müssen immer so weit wie möglich von den Motorleitungen entfernt verlegt werden.
– Vermeiden Sie parallele Verlegung.
– Verwenden Sie an den Kabeleinlässen entsprechende Durchführungen.
Weitere Hinweise hierzu finden Sie in den PROFIBUS-Installationsanweisungen der PROFIBUS User Organization (PNO).

X3 Beschreibung
1 Nicht verwendet
2 Nicht verwendet
3 B Daten Plus (Leiter 1 bei Twisted-Pair)
4 Nicht verwendet
5 GND Galv. getrennte Erde
6 +5V Galv. getrennte 5 V DC Versorgungsspannung (max. 30 mA)
7 Nicht verwendet
8 A Daten Minus (Leiter 2 bei Twisted-Pair)
9 Nicht verwendet

+5 V und GND dürfen nur für den Busabschluss verwendet werden.

Falls kein D-SUB-Steckverbinder verwendet wird, kann das PROFIBUS-Kabel an Anschluss X4 des PROFIBUS-Moduls
angeschlossen werden.

X4 Beschreibung
1 SHLD Kabelschirm-Verbindung. Verbunden mit Steckergehäuse.
2 B Daten Plus (Leiter 1 bei Twisted-Pair)
3 A Daten Minus (Leiter 2 bei Twisted-Pair)

Folgen sie den PNO Installations - und Planungsrichtlinien für PROFIBUS DP Netzwerke.
Verwenden sie Buskabel vom “Type A”, wie von der PNO empfohlen.

Stand: 03.2015 -9- PDP32.0


Busabschluss

Ein Busabschluss muss vorgenommen werden, um Signalreflexionen an den Enden des Buskabels zu verhindern.
Das PROFIBUS-Kommunikationsinterface PDP32 hat keinen eigenen internen Busabschluss.
Daher müssen die PROFBUS D-SUB-Steckverbinder am ersten und am letzten PDP32 eines Bussegments einen Busabschluss
haben.
In Konstellationen, wo das PDP32 in einem Einschub sitzt, muss am Ende der PROFIBUS-Leitung ein aktiver Busabschluss
verwendet werden. Verwenden Sie hierfür den PDR31.

Weitergehende Informationen zur PROFIBUS-Verkabelung finden Sie in der Publikation PROFIBUS


RS485-IS User and Installation Guideline. Diese steht auf der Website der PNO zum Download bereit.

Einstellen der Busadresse


Das PROFIBUS-Modul selbst bietet keine Möglichkeit zum Einstellen der PROFIBUS-Adresse. Die PROFIBUS-Adresse kann
im UMC eingestellt werden und wird beim ersten Anschließen des PROFIBUS-Moduls am UMC an das PROFIBUS-Modul
übertragen. Wird nachträglich die Adresse geändert, muss die Spannungsversorgung einmalig aus - und angeschaltet werden.
Siehe auch Beschreibung „UMC100.3 - Kapitel 6: Konfigurieren der Feldbus-Kommunikation“.

Baudrate und Kabellänge des Netzwerkes

Bei der Planung von PROFIBUS-Netzwerken müssen die nachfolgenden Punkte berücksichtigt werden.
Für das gesamte Netzwerk, also vom DP-Master bis zum letzten DP-Slave:
• Ca. 4 bis maximal 8 DP-Segmente durch Repeater (siehe Datenblätter der Repeater).
• Die Baudrate der DP-Linie wird durch den langsamsten DP-Teilnehmer bestimmt.
• Anzahl der PROFIBUS DP-Teilnehmer  126 (Adressen 0 …125)
Für die einzelnen Segmente:
• Anzahl der DP-Teilnehmer  32 (Teilnehmer = Gerät mit/ohne PROFIBUS-Adresse)
• Am Anfang und am Ende jedes DP-Segments ist ein Busabschluss erforderlich!
• Länge des Trunk-Kabels (LT) gemäß Diagramm (Länge abhängig von der Übertragungsrate).
5k s
t/s
,7 Bit/
s
it/
t/s

LT/m
Bi
kB

5k
Bi
.2

.4
6k
19

45
93

t/s
9.

Bi

1200
5k
7,
18

1000
t/s
Bi
0k
50

400
t/s
Bi
5M
1,

t/s
t/s

t/s

200
Bi
Bi

Bi
M
3M

6M

12

100

Übertragungsgeschwindigkeit

Die mit Kupferleitungen maximal machbare Distanz ist direkt abhängig von der
gewählten Übertragungsgeschwindigkeit des PROFIBUS-Netzwerkes.
Daher müssen diese beiden Aspekte immer im Zusammenhang betrachtet werden.

PDP32.0 - 10 - Stand: 03.2015


PROFIBUS-Linie in Einschubsystemen bei Installation des PDP32 direkt am UMC100.3

Die folgende vereinfachte Darstellung zeigt den Anschluss des UMC100.3 an ein PROFIBUS-Netzwerk, wenn kein 9-poliger
D-SUB-Steckverbinder verwendet wird. Die erforderliche Erdung des PROFIBUS-Kabels ist in der Abbildung nicht dargestellt.

PROFIBUS-
Master Service-Laptop

Konfigurationsadapter UTP22

Optionale Verbindungsleitung
für Konfigurationsadapter

LT

UMC100.3 mit PROFIBUS-Kommunikationsinterface


PDP32, montiert in Einschub

Repeater

LT

Letzter Teilnehmer auf Abschluss aktiv


der Leitung: PROFIBUS-
Abschluss PDR31, montiert auf
Einzelmontagekit SMK3.0.
Versorgt mit 24 VDC

Stand: 03.2015 - 11 - PDP32.0


PROFIBUS-Linie in Festinstallationen

Die folgende vereinfachte Darstellung zeigt den Anschluss des UMC100.3 an ein PROFIBUS-Netzwerk bei Verwendung eines
9-poligen D-SUB-Steckverbinders für den Anschluss des PROFIBUS-Kommunikationsinterface PDP32.
Die erforderliche Erdung des PROFIBUS-Kabels ist in der Abbildung nicht dargestellt.

PROFIBUS-
Master Service-Laptop

Konfigurationsadapter
UTP22

Optionale Verbindungsleitung
für Konfigurationsadapter

LT
UMC100.3 mit PROFIBUS-Kommunikationsinterface
PDP32 bei Festmontage ohne Verwendung von
Einschüben

Repeater

LT

Repeater

Abschluss aktiv

PDP32.0 - 12 - Stand: 03.2015


PROFIBUS-Linie in Einschubsystemen bei Installation des PDP32 im Kabelschacht

Die folgende vereinfachte Darstellung zeigt den Anschluss des UMC100.3 an ein PROFIBUS-Netzwerk, wenn der UMC100.3 im
Einschub montiert ist und das PROFIBUS-Kommunikationsinterface außerhalb des Einschubs, beispielsweise im Kabelraum.
Bei Einschubsystemen bietet diese Lösung diverse Vorteile:
– Die PROFIBUS-Adresse ist nicht nur im UMC100.3 gespeichert, sondern zusätzlich auch im PROFIBUS-
Kommunikationsinterface. Beim Austausch eines Einschubs übernimmt der neue - nicht adressierte - UMC100.3 die
Busadresse somit automatisch. Dies ermöglicht eine schnelle Neuparametrierung ohne manuelle Eingriffe.
– Wenn im UMC100.3 die "Adressprüfung" aktiviert ist, wird ein Vertauschen von Einschüben erkannt.
Somit ist ein irrtümliches Starten des falschen Motors aufgrund vertauschter Einschübe ausgeschlossen.
Die erforderliche Erdung des PROFIBUS-Kabels ist in der Abbildung nicht dargestellt.

PROFIBUS-
Service-Laptop
Master

Konfigurationsadapter
UTP22

Optionale Verbindungsleitung
für Konfigurationsadapter

(2a) (2b)
(1)
(1) 24 VDC-Versorgung für
Kommunikationsinterface.
(3)
LT 5 5 Das PDP32 bleibt dadurch
auch dann noch aktiv,
wenn der Einschub
herausgenommen wird.
(4) (2a) Fertig konfektioniertes
max. 3m Verbindungskabel vom
SMK3.0 X1 zur Rückseite
des Einschubs
(2b) Fertig konfektioniertes
Verbindungskabel innerhalb
des Einschubs zum
Repeater UMC100.3
(3) UMC100.3, eingebaut im
Einschub
(4) PROFIBUS-
Kommunikationsinterface
mit Montagekit

LT

Repeater Abschluss aktiv

Stand: 03.2015 - 13 - PDP32.0


Diagnose
Diagnose und Verhalten im Fehlerfall

• Das PROFIBUS-Modul liefert detaillierte Diagnoseinformationen über den Status des angeschlossenen Gerätes sowie über
seinen eigenen Status und den Status der PROFIBUS-Verbindung.
Die Diagnoseinformationen werden wie folgt angezeigt:
- Durch die Leuchtanzeigen am Gerät.
- Durch die Standard PROFIBUS-Dienste.

Lokale Diagnose PDP32

Die Anzeige der Diagnoseinformationen erfolgt über die LEDs 'Bus' und 'DD' auf der Vorderseite des PROFIBUS-Moduls.
Die Bedeutung der LED-Zustände ist wie folgt:
LED Bus (rot, grün) LED DD (rot, grün) Bedeutung
Aus Aus Stromversorgung fehlt

Grün blinkend - Verbindung zum Master fehlt


- Busadresse des UMC weicht von der im Master konfigurierten Busadresse ab
- Abweichende I/O-Größe zwischen Gerät und Master

Rot blinkend Abweichende Parameterkonfiguration zwischen Gerät und Master

Rot Kommunikation verloren, Zeit für Überwachungs-Timeout überschritten

Grün OK, normaler Datenaustausch

Gelb blinkend Gelb blinkend Initialisierung läuft

Grün blinkend Warten auf Kommunikation mit dem UMC

Grün OK, normaler Datenaustausch

Rot blinkend Verbindung zum UMC verloren

Rot Interner Fehler. Kommunikationsschnittstelle austauschen.

PROFIBUS-Diagnose

Standard-Diagnosedaten: Das Format der Standard-Diagnosedaten ist in der PROFIBUS-Norm (IEC 61158) definiert.
Es besteht aus 6 Bytes, auf die der Feldgeräte-Hersteller keinen Einfluss hat. Die Diagnoseinformationen sind an die
Übertragungsschicht gebunden und decken verschiedene Diagnoseszenarien ab, z. B. Geräteidentifikation, Information über den
Kommunikationsmodus (FREEZE, SYNC), Bereitschaft, Verfügbarkeit, Watchdogs, Parametrierungs- und Konfigurationsfehler.
Einzelheiten hierzu finden Sie in der Norm IEC 61158-6, 6.2.3.1 bis 6.2.3.5. Liegen mehr Diagnoseinformationen vor, als
in der definierten Meldungslänge angegeben sind, so setzt das PROFIBUS-Kommunikationsinterface Bit 7 im Byte 3 (Flag
"Ext_Diag_Overflow").
Erweiterte Diagnosedaten: Um dem PROFIBUS-Master den Zugriff auf alle Diagnosedaten der angeschlossenen Geräte zu
ermöglichen, liefert das PROFIBUS-Modul erweiterte Diagnosedaten.
Abhängig vom gewählten Diagnoseformat DP-V1 oder DP-V0 unterschiedet sich der Inhalt der Diagnose geringfügig.
Das erweiterte Diagnosetelegramm hat folgendes Format:

Byte im erweiterten Diagnosetelegramm Bedeutung DP-V0 Bedeutung DP-V1


0 Blocklänge: 10 = 10 Bytes Blocklänge: 13 = 13 Bytes

1 Kommunikationsstatus Kommunikationsinterface - UMC: Statustyp (immer 0x81 = Status Mode)

Wert(0) ="Kommunikation OK"


Wert(1) ="Kommunikation mit UMC100 verloren"

2 Diagnosebyte 0 UMC (siehe UMC-Handbuch) Slot-Nummer (immer 0)

3 Diagnosebyte 1 UMC (siehe UMC-Handbuch) Status-Specifier (immer 0)

4 Diagnosebyte 2 UMC (siehe UMC-Handbuch) Kommunikationsstatus Kommunikationsinterface - UMC:

Wert(0) ="Kommunikation OK"


Wert(1) ="Kommunikation mit UMC100 verloren"

5 Diagnosebyte 3 UMC (siehe UMC-Handbuch) Diagnosebyte 0 UMC (siehe UMC-Handbuch)

6 Diagnosebyte 4 UMC (siehe UMC-Handbuch) Diagnosebyte 1 UMC (siehe UMC-Handbuch)

7 Diagnosebyte 5 UMC (siehe UMC-Handbuch) Diagnosebyte 2 UMC (siehe UMC-Handbuch)

8 Diagnosebyte 6 UMC (siehe UMC-Handbuch) Diagnosebyte 3 UMC (siehe UMC-Handbuch)

9 Diagnosebyte 7 UMC (siehe UMC-Handbuch) Diagnosebyte 4 UMC (siehe UMC-Handbuch)

10 - Diagnosebyte 5 UMC (siehe UMC-Handbuch)

11 - Diagnosebyte 6 UMC (siehe UMC-Handbuch)

12 - Diagnosebyte 7 UMC (siehe UMC-Handbuch)

PDP32.0 - 14 - Stand: 03.2015


Für PROFIBUS-Experten
Dieser Anschnitt vermittelt nützliches Wissen zum besseren Verständnis der Funktionen und Abläufe bei PROFIBUS.
Kaltstart: Das vom PROFIBUS-Master gesendete Telegramm CheckCfg legt die Referenzkonfiguration fest. Ist diese fehlerfrei,
wird sie übernommen. Andernfalls erhält der Master eine Negativrückmeldung mit entsprechenden Diagnoseinformationen. Das
PROFIBUS-Modul läuft nur dann im zyklischen Datenaustauschmodus, wenn die vom Master gesendete Referenzkonfiguration
mit der vom angeschlossenen Gerät (z. B. UMC100) gesendeten Konfiguration übereinstimmt.
Das PROFIBUS-Modul wartet dann auf ein Parametertelegramm vom Bus-Master. Die zyklische PROFIBUS-Kommunikation kann
erst gestartet werden, nachdem ein fehlerfreies Parametertelegramm empfangen wurde. Das Parametertelegramm wird an die
angeschlossenen Geräte gesendet, wenn der Parameter „Ignore block parameters“ nicht auf „Ignore“ gesetzt ist.
Online-Neukonfiguration: Im Gegensatz zu anderen ABB-Steuerungssystemen unterstützten PROFIBUS-Module kein
'Hot Configuration In Run'. Mit jeder Änderung der Konfiguration muss das Modul neu gestartet werden, um sicherzustellen,
dass die geänderte Konfiguration akzeptiert wird.
Reaktion bei ungültigen Konfigurationstelegrammen: Ungültige Konfigurations- oder Parametertelegramme können
auftreten, wenn eine GSD-Datei verwendet wird, die nicht zu einem Gerät oder einer Geräteversion passt.
In diesem Fall lehnt das PROFIBUS-Modul das Konfigurationstelegramm ab und verlässt den zyklischen Betriebsmodus oder
startet die PROFIBUS-Kommunikation nicht.
Online-Neuparametrierung von Geräten: Da geänderte Parameter nicht die Struktur der I/O-Daten beeinflussen, muss die
Anwenderapplikation im Master normalerweise nicht neu kompiliert werden. In einigen Steuerungssystemen muss der Master
neu gestartet werden, d. h. eine Neuparametrierung ist online nicht möglich. Andere Master sind hiervon nicht betroffen, sondern
unterstützten die Online-Parametrierung.
Der UMC100 kann jederzeit Parametertelegramme empfangen, ohne den zyklischen Betriebsmodus zu verlassen.

• Die PROFIBUS-Spezifikation erlaubt eine Online-Neuparametrierung nur dann, wenn das Gerät nicht im V1-Modus
betrieben wird. Das bedeutet, der zyklische Bus-Master (Klasse 1-Master) lässt keine azyklische Kommunikation zu. In
Systemen, die zum Senden von V1-Anforderungen sogenannte Klasse 2-Master verwenden und das Senden von neuen
Parametertelegrammen online unterstützen, ist die Online-Neuparametrierung jedoch möglich. Ob ein Steuerungssystem in
der Lage ist, die Neuparametrierung online durchzuführen, kann der zugehörigen Dokumentation entnommen werden.
• Das Senden von Parametern während des zyklischen Betriebs kann kritisch sein. Besitzen Parameter ungültige Werte
(außerhalb des gültigen Wertebereiches) oder werden diese aus einem bestimmten Grund nicht vom Gerät akzeptiert,
kann das Gerät möglicherweise vom zyklischen Betriebsmodus in einen Fehlermodus oder einen betriebssicheren Modus
wechseln. Weitere Informationen hierzu sind im Handbuch des jeweiligen Geräteherstellers zu finden.

Reaktion bei falschen Parametertelegrammen: Das PROFIBUS-Modul selbst überprüft die Parameter nicht. Dies kann nur
von den angeschlossenen Geräten durchgeführt werden. Wurde ein ungültiges Parametertelegramm empfangen (z. B. falsche
Länge), verlässt der PDP32 den zyklischen Betriebsmodus und wartet einige Sekunden auf ein neues Parametertelegramm.
V1-Requests von einem Klasse 1-Master: In einem PROFIBUS DP-V1 Netzwerk unterscheidet man zwischen verschiedenen
Master-Klassen. Der sogenannte C1-Master ist hauptsächlich für den zyklischen Datenaustausch mit den Slaves verantwortlich.
Ein typischer C1-Master ist ein Steuerungssystem wie bspw. eine SPS oder ein DCS, welche(s) mit dem Slave zyklisch
Prozessdaten austauscht. Wurde die DPV1-Funktion über die GSD-Datei aktiviert, können auch azyklische Verbindungen
zwischen einem C1-Master und einem Slave hergestellt werden, nachdem die zyklische Verbindung aufgebaut wurde.
Verwendet ein Klasse 1-Master V1-Dienste, übernimmt der gleiche Busknoten (physikalisch und logisch gesehen) die V0- und
V1-Kommunikation.
Damit der C1-Master Meldungen azyklisch übertragen kann, muss ein Gerät zuvor in den zyklischen Betriebsmodus versetzt
werden. Dies bedeutet, dass das PDP32 zuerst konfiguriert und parametriert werden muss, um azyklische Requests eines
Klasse 1-Masters zu ermöglichen. Das PDP32 unterstützt V1-Requests eines Klasse 1-Masters.
Weitere Informationen finden Sie unter "Online-Neuparametrierung".
V1-Requests von einem Klasse 2-Master: Ein C2-Master ist nicht in der Lage, zyklisch Daten mit den Slaves auszutauschen.
Logisch betrachtet sind C2-Master und C1-Master unterschiedliche Busknoten. Beispiele für typische C2-Master sind
Visualisierungssysteme, temporär angeschlossene Programmiergeräte (Notebook / PC) oder Wartungswerkzeuge.
Für die Kommunikation mit den Slaves verwendet der C2-Master ausschließlich azyklische Verbindungen.
Über V1-Verbindungen ist der zyklische Datenaustausch mit den Slaves über Read- oder Write-Dienste möglich.
Mehrere C2-Master können in einem DP-V1 Netzwerk aktiv sein. Die Anzahl der gleichzeitig mit einem Slave hergestellten
C2-Verbindungen wird durch den Slave vorgegeben.
Das PDP32 unterstützt bis zu 3 simultan bestehende Klasse 2-Verbindungen.

Stand: 03.2015 - 15 - PDP32.0


Technische Daten PDP32 / PDR31
Wenn nicht explizit anders angegeben, gelten alle Angaben bei einer Umgebungstemperatur Ta = 25 °C und bei Nennwerten.

Allgemeine Daten PDP32 PDR31


Versorgungsspannung 24 V DC + 30% / - 20% (19,2 … 31,2 V DC)
Stromaufnahme 55 mA (ohne Last am 5 V Ausgang für
28 mA
die Abschlußwiderstände)
Unterstützte Kommunikationsprotokolle PROFIBUS DP-V0/DP-V1
Integrierte Busabschlusswiderstände Nein Ja
Mögliche Busadressen (Einstellung via UMC100) 1 ... 125 -
Max. Baudrate 12 MBit/s
Galv. getrennte +5 V-Versorgung für Busabschluss vorhanden
max. 30 mA -
(X3, Pins 5 und 6)
Verschmutzungsgrad 3

Normen / Richtlinien
Produktnorm IEC 61158
RoHS-Richtlinie 2002/95/EG

Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur Betrieb 0 ... +60 °C
Lagerung -25 ... +70 °C
Vibration (sinusförmig) gemäß IEC/EN 60068-2-6 (Fc) 4 g / 10 .... 150 Hz (montiert am UMC100.3 / SMK3.0)
Schock (halbsinus) gemäß IEC/EN 60068-2-27 (Ea) 15 g / 11 ms

Allgemeine Daten
Schutzart IP20
Montage Am UMC100.3 / SMK3.0 Am SMK3.0
Einbaulage Beliebig
Einsatzhöhe 4000 m
Einschaltdauer 100 %
Gewicht 0,051 kg 0,047 kg

PDP32.0 - 16 - Stand: 03.2015


Abmessungen

22.5 0.886" 105.2 4.142"

SMK3.0
89 3.504"

64 2.520"
PDP32 / PDR31

Anschlusskabel

Pin Farbe Funktion

5 Blau VDD
4 Braun VCC
X1 3 Schwarz Kommunikation
2 Grün/Gelb Kommunikation
X2 X1 1 Weiß Diagnose
1 2 5 4 3 2 1

Pin Funktion
X2
2 24 V DC
1 0 V DC

Einschub
1
2
3
4
5
CDP24 an UMC100.3
X1
CDP18
Farben müssen über- 1
2
einstimmen 3
4
5
6

Hinweis: Der PDR31 hat keinen Anschluss X1.

Stand: 03.2015 - 17 - PDP32.0


Blockdiagramme PDP32 PDR31

X3
X2
5V 24 V DC
6 2
0V 0V
5 1

A
8 1
RS485 uC +
<-> UMC

...
B
Driver ASIC 5
3

SHLD X1
1

3
X4 PDP32

X3 X2
5V 24 V DC
6 2

R390 0V 0V
5 1

R390
A
8
B
3
R220
SHLD
1

3
X4 PDR31

Bestellnummern

Bestellnummer Typ Beschreibung


1SAJ929180R0015 CDP18-FBP.150 Verbindungskabel zwischen UMC100 und Einschub / 1,5 m
Verbindungskabel zwischen Ethernet-Schnittstelle und Einschub / 1,5 m
1SAJ929240R0015 CDP24.150 Verbindungskabel zwischen Einzelmontagekit und Einschub / 1,5 m
1SAJ929610R0001 SMK3-X2.10 Anschlussstücke X2 (2-polig), Verpackungseinheit 10 Stück
1SAJ929620R0001 SMK3-X1.10 Anschlussstücke X1 (5-polig), Verpackungseinheit 10 Stück
1SAJ929600R0001 SMK3.0 Einzelmontagekit für Kommunikationsinterface
1SAJ242000R0001 PDP32.0 Kommunikationsinterface für PROFIBUS DP
1SAJ243000R0001 PDR31.0 Aktiver Busabschluss für PROFIBUS-Netzwerke

PDP32.0 - 18 - Stand: 03.2015


Dokument-Nummer 2CDC192016D0102 FAX-Nr.: +49 (0) 6221-701-1382
Sie haben einen Fehler entdeckt?
Ihre Rückmeldung hilft uns, unsere Produkte kontinuierlich zu verbessern. Wir sind dankbar für Ihre
Kommentare und Anregungen. Bitte teilen Sie uns Ihre Anregung mit folgenden Angaben mit:

Name

Firma / Abteilung

Telefon / E-Mail

Beschreibung des Problems

• Schritte zum Reproduzieren des Problems


• UMC-Version (Ident-Nummer auf dem Typenschild und die im UMC100-PAN angezeigte Firmware-Version)
• PNQ-Version (Ident-Nummer auf dem Typenschild)

Stand: 03.2015 - 19 - PDP32.0


MEMO

PDP32.0 - 20 - Stand: 03.2015


Stand: 03.2015 PDP32.0
PDP32.0 - 22 - Stand: 03.2015
Kontakt

ABB STOTZ-KONTAKT GmbH

03.2015
Hinweis:
Postfach 10 16 80
Technische Änderungen der Produkte sowie Ände-
69006 Heidelberg, Germany
rungen im Inhalt dieses Dokuments behalten wir uns
jederzeit ohne Vorankündigung vor.

2CDC192016D0102
Telefon: +49 (0) 6221 7 01-0
Bei Bestellungen sind die jeweils vereinbarten Beschaffen-
Telefax: +49 (0) 6221 7 01-13 25
heiten maßgebend. ABB übernimmt keinerlei Verantwortung
E-Mail: info.desto@de.abb.com für eventuelle Fehler oder Unvollständigkeiten in diesem
Internet http://www.abb.de/stotzkontakt Dokument.
Wir behalten uns alle Rechte an diesem Dokument und den
darin enthaltenen Gegenständen und Abbildungen vor. Ver-
vielfältigung, Bekanntgabe an Dritte oder Verwertung seines
Inhaltes – auch von Teilen – ist ohne vorherige schriftliche
Zustimmung durch ABB verboten.

Copyright© 2015 ABB


Alle Rechte vorbehalten