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DAS URIEL RITUAL

DIE SIEBEN GROßEN BESCHWÖRUNGEN

VON CHRISTIAN EIBENSTEIN

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DAS URIEL RITUAL

VON

CHRISTIAN EIBENSTEIN

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IMPRESSUM
CHRISTIAN EIBENSTEIN
© 2011

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Inhalt

die magische Welt!6

Wie funktioniert die Magie?!8

Magie – die Lehre der Entsprechungen!11

Ein Ausflug ins Mittelalter oder die sieben


Großfürsten der Hölle!15

Warnung!17

Uriel!19

Uriel – der Engel vor dem nördlichen Fens-


ter!19

Uriel – das Profil seiner metaphysischen Po-


tenz!21

drittes Kapitel!26

Vorbereitung!26

Eckdaten zur Vorbereitung der Beschwö-


rung!26

Die Tage zuvor!28

persönliche Vorbereitung!29
erstes Kapitel

die magische Welt

Seit Jahrtausenden haben Adepten Wege gefunden, mit


den himmlischen Wesen in Kontakt zu treten und mit
ihnen zu kommunizieren. Viele Berichte, Schriften und
Bücher liegen uns aus den letzten Jahrtausenden vor,
die uns erzählen, dass solche Kontakte möglich sind.
Wir Menschen haben immer wieder teilhaben dürfen an
ihrer Weisheit und an ihren Kräften.
Seit je her haben Menschen viel Aufwand betrieben,
einen Wege zu den Engeln zu bahnen. Heute können
wir auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken,
wie wir die Engel beschwören können und um ihre
Mithilfe zu bitten. Grade in den letzten 200 Jahren sind
die Beschwörungen und Methoden immer weiter opti-
miert worden.

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Die unsichtbare Welt, die sich scheinbar nur schwer zu
erkennen geben will, birgt ein sehr großes Potential.
Gewaltige Kraft wohnt in ihr, und diese Kraft können
wir uns nutzbar machen.
Die Schar der Engel ist riesengroß, doch anscheinend
so weit weg.
Doch dies ist ein Trugschluss, denn so unnahbar ist die-
se Welt der Engel nicht!
Jeder, der ein wenig Gespür für die himmlischen Wesen
hat, weiß, dass sie ganz nah sind. Viele viele Male grei-
fen sie ein, sorgen und kümmern sich um uns. Dies ist
nicht bloß ein tröstender Gedanke, sondern Realität.
Wir oft standen wir staunend vor einer Situation und
dachten: was für ein Zufall. Bei dem Wort Zufall soll-
ten wir stets hellhörig werden. Was ist Zufall? Wir kön-
nen den Zufall auch anders beschreiben, vielleicht mit
Schicksal oder Fügung. Aber all das sind bloß Worte,
um dem Unbegreiflichen einen Namen zu geben. Aller-
dings könne wir damit das eigentliche Phänomen im-
mer noch nicht besser beschreiben.

Egal mit was für einer Vorstellung wir in den Alltag


hinaustreten: Der Zufall, der uns hilft wird dankend an-
genommen. Er ist ein Geschenk aus dem Kosmos und
somit ein himmlisches Geschenk und eine Manifestati-
on eines Engels in der Alltagswelt. Nehmen wir den
Zufall also dankend an, erkennen wir in ihm das
Schicksal, somit auch eine göttliche Fügung.

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Wir Menschen hassen es, dem Schicksal ausgeliefert zu
sein. Betrachten wir also die gesamte Welt als ein sin-
nerfülltes Gefüge, so sollten wir beginnen teilzuhaben
an dieser Welt, denn wir sind vernunftbegabte Wesen.
Schauen wir uns an, wer die Zügel in den Händen hält,
wer hat Zugriff auf die Zügel dieser Welt?
Wollen wir uns also einschalten. Vielleicht können die
Engel uns helfen.
Wir brauchen sie nur zu fragen – die Engel wollen kon-
taktiert werden! Suchen wir also den Kontakt.

Wie funktioniert die Magie?

Niemand weiß, wo die Engel sich befinden – was ist


der „Himmel“ oder die jenseitige Welt? Alle Vorstel-
lungen von einer Hölle tief unter uns oder einem Him-
mel, weit über uns haben einen Haken: Diese Orte
scheinen physisch so weit fort zu sein. Gott, die Wesen
des Himmels irgendwo über den Wolken, oder wie die
alten Griechen glaubten: irgendwo hoch oben auf dem
Olymp. Eigentlich schade. Und falsch. Sie sind hier, bei
uns. Ganz nah. Und sie sind für uns da, sie wollen teil-
haben an unserem Leben. Oft genug treten sie in unser
leben, ob nun gerufen, oder aus eigenem Antrieb. Wir
alle haben diese Erfahrungen gemacht: Seltsame Zufäl-
le, Begebenheiten, die so unwahrscheinlich so unerwar-
tet waren. Solche Momente haben oft unser Leben in
eine völlig neue Richtung gelenkt.

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Grade in alten Zeiten, als die Naturwissenschaft noch
keinen großen Stellenwert hatte, die medizinische Ver-
sorgung schlecht war, da war man nahezu den "Göt-
tern" ausgeliefert. Wir wissen nur zu gut, dass der allei-
nige Verlass auf die Wissenschaft (was man auch im-
mer darunter versteht) nicht ausreicht, um ein glückli-
ches leben (was man auch immer darunter versteht) zu
führen. Dazu gehört mehr.
Die spirituellen Lebewesen sind um uns. Sie kümmern
sich. Sie sind gut organisiert und zahlreich! Aber auch
hier können wir uns ihnen einfach ausliefern, und hof-
fen, dass sie unser Schicksal schon so lenken, wie es
uns gut tut. Oder wir können an diesen Prozess teilha-
ben. Ganz vorne steht die Kommunikation. Natürlich
wissen die Wesen des Himmels, was wir möchten. Aber
seien wir ehrlich: wir möchten sooo viel! Treten wir
doch in Kontakt mit den Engeln! Wollen wir also mit
ihnen reden! Sag ihnen, was du möchtest, vielleicht
werden so sehr bald die Weichen gestellt. Es geht hier
nicht immer um "etwas bekommen". Eine Gehaltserhö-
hung, ein neues Auto, eine Einbauküche. All das
scheint unser Leben einfacher und besser zu machen.
Aber denken wir doch mal an die Probleme des Alltags,
auf der Arbeit und in allen sozialen Aktivitäten. Reibe-
reien, Druck, der auf uns aufgebaut wird, und die Leis-
tungen, die wir drohen, nicht erbringen zu können. O-
der mit unseren Freunden und Bekannten. Da drohen
Beziehungen abzurutschen. Latente und schwelende
Konflikte und eine Lösung ist nicht in Sicht.

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Hier geht es also kurz um die gesellschaftliche Note
unseres Lebens und somit um unsere Entwicklung. Ein
Engel ist der perfekte Begleiter im Alltag, wenn er un-
sere eigene Entwicklung unterstützen soll.
Und jetzt mal ehrlich: Die Ausreifung der Persönlich-
keit kann jedem nur von Nutzen sein, das nenne ich ei-
nen Schritt in Richtung eines glücklichen und zufriede-
nes Leben.
Die Sache ist prinzipiell einfach. Die Engel sind bei
uns, du musst sie nur ansprechen. Soweit das Prinzip.
Aber wie spricht man einen Engel an? Das Geheimnis
ist eine gute und ausgereifte Beschwörung. Wie wir das
am besten gestalten, zeige ich in diesem Buch.
Die Beschwörung ist nicht bloß das richtige Anspre-
chen eines Engels, es hat zwei Funktionen: Als erstes
bahnt uns das Ritual den richtigen Kontakt zu einem
himmlischen Wesen. Zum zweiten bereitet uns und un-
ser Leben auf diesen Kontakt vor. Es nutzt nichts, wenn
ein Engel mit seinen taten in unser leben tritt und wir
nicht bereit sind. Die Chancen, die sich zum Beispiel
ergeben, werden von uns nicht genutzt, die Geschenke,
die der Alltag bereithält, werden vielleicht gar nicht er-
kannt, oder so hingenommen und eine Wandlung unse-
res eigenen Wesens bleibt aus. Schade.
Das Ritual ist mehr als nur die Beschwörung eines
Geistes, der zum Selbstzweck erscheint. Das Ritual än-
dert unser Leben. Und somit uns.

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Magie – die Lehre der Entsprechungen

Aber eines ist klar. Mit einem Ritual öffnen wir Tor in
eine andere Welt. Von dort bekommen wir die Energie
und die soll hier zu uns strömen und dir im Alltag hel-
fen.

Manchmal jedoch verselbstständigen sich die Dinge.


Ähnlich wie die Feuerstelle zu einem Brand werden
kann. Den Brand zu löschen bedeutet viel Aufwand.
Einfacher ist es, es erst gar nicht so weit kommen zu
lassen. Das bedeutet zwar einen größeren Aufwand zu
Anfang, doch ehe etwas oder jemand (meist du selbst)
zu Schaden kommt, lohnt sich die Mühe allemal.
Du beeinflusst die Welt und da alles mit allem zusam-
menhängt, beeinflusst die Welt dich. Und dein Werk
wird schließlich wieder zu dir zurückkommen. Das ist
der Kernpunkt der Magie: Magie ist die Lehre der Ent-
sprechungen.

Oder wie Hermes Trismegistos sagt:


Wie oben so unten.

So funktioniert es. Du machst etwas und dies löst etwas


aus. Schlussendlich ist unsere ganze westliche Welt so
ausgelegt, auch wenn die meisten Leute glauben, es wä-
re alles Wissenschaft. Noch vor 400 Jahren hatte nie-
mand eine Grenze zwischen Magie und Wissenschaft
gezogen. Gleichermaßen wurde die Magie an den Uni-

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versitäten gelehrt. Die Geheimlehre war eher geheim,
weil sie noch niemand kannte. man begann mehr und
mehr zu verstehen, wie die Welt funktionierte! was für
ein Geheimnis – bis zum heutigen Tage. Ob nun eine
okkulte oder eine wissenschaftliche Erklärung, span-
nend ist die Frage, wie etwas funktioniert nach wie vor!

Nur die Beschwörungen und der Glaube an Geister ver-


schwand mehr und mehr aus dem öffentlichen Fokus,
was nicht bedeutet, dass heute weniger Menschen an
die spirituellen Wesenheiten glauben als noch vor eini-
gen Jahrhunderten, nur redet man nicht mehr öffentlich
davon.

Die Magie beherbergt viele größere Möglichkeiten. In


diesem Buch wollen wir eine Möglichkeit aufzeigen,
denn auch du kannst deine Welt beeinflussen, gerade
bei den Dingen, bei denen die Unwissenden von Zufall
reden. Doch das werden deine Werke sein! Situationen
und Begebenheiten kannst du manipulieren und so dein
Leben besser gestalten. Einen anderen Sinn hat die Be-
schwörung kaum. Ich bin mir sicher, du hast schon jetzt
eine genaue Vorstellung, was du erreichen willst. Tu es.

Da die Magie also die Lehre der Entsprechungen ist,


birgt sie ein Gefahr: Hüte dich, anderen Schaden zuzu-
fügen. Du kannst dabei nur verlieren. Menschen, die
sagen, es würde ihnen nichts ausmachen, haben eine
dementsprechende verknorpelte Psyche. Solche Men-
schen sind durch und durch abgestorben, und verhärmt.

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Sie können anderen schaden, ohne sofort selbst zur
Zielscheibe ihrer bösen Macht zu werden, doch sie be-
sitzen auch nichts mehr, dass ihnen wehtun könnte. Sie
haben ihre Menschlichkeit verloren. Was hat der Scha-
denszauber dann für einen Sinn? Etwa streben nach
Macht? Oder Geld?

Ich zeige dir in diesem Buch wie das System „über“


unserer Welt aufgebaut ist und wie wir an die Kraft
und Ressourcen kommen. Halte dich akribisch an das
Skript. Es wird dir helfen, die Mächte für dein Verlan-
gen zu beschwören. Hältst du dich genau an die be-
schriebene Anleitung, kommst du ganz bestimmt zum
Erfolg und du wirst die Geister beschwören. Du wirst
die Kräfte außerdem sicher handhaben können und du
kannst dich bis in den Alltag hinein schützen.

Die Magie und die Beschwörung der Engel ist eine Le-
benseinstellung und nichts für zwischendurch. Viele
Menschen haben es "mal ausprobiert". dann beklagen
sie sich, es hätte aber nicht funktioniert. Also sei alles
Unsinn und sie verwerfen die Möglichkeiten der Magie.
Selbst Schuld. Hätten wir alle beim ersten Versuch ge-
sagt, Fahrradfahren geht nicht, wäre die Fahrradindust-
rie ausgestorben. alle, die Erfolge in der Beschwörung
verbuchen, haben eine langen Weg hinter sich. Auch
Du wirst Rückschläge erleiden und dich immer wieder
daransetzen, einen Engel zu beschwören. Vielleicht
zweifelst du, du fragst dich "was mache ich hier?"

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Es ist gut zu zweifeln, es bedeutet, dass du das was du
tust hinterfragst. Und das kann dich nur zu einem bes-
seren Ergebnis führen! ist der Zweifel allzu stark, dann
bedenke: Abertausende haben Engel beschworen. Und
ihr Leben verändert. Und du schaffst es auch.
Oft ist der Erfolg schleichend, und bemerkst die Früch-
te erst, wenn sie reif sind. Wenn du jeden Tag auf den
Apfelbaum starrst, wirst du nicht glauben, das sich ü-
berhaupt irgend etwas ändert. Aber du weißt, jedes Jahr
Blühen im Frühling Apfelbäume, und in jedem Herbst
sind die Äpfel reif. Diese dominanten Stationen fallen
uns auf. Wenn du dich und dein leben beobachtest,
wirst du bald ein Gespür für die Anwesenheit der Engel
bekommen.

Bitte bedenke eins: Alle Details sind wichtig, lasse


nichts aus und verändere nichts, dann bist du sicher –
und der Erfolg steht auf deiner Seite.

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Ein Ausflug ins Mittelalter oder die sieben Großfürs-
ten der Hölle

Ich möchte hier keine Abhandlung über die


schwarze Magie schreiben und auch keine Zitation
der Hölle. Dennoch möchte ich dich kurz in das Mit-
telalter entführen. Dort hatten die Magier ein feines
und leicht zu durchschauendes Modell der Hölle ent-
worfen. Dies hilft uns, grundsätzliches zu verstehen,
auch wenn es uns heute primitiv anmutet, so steckt
doch Wahrheit bin der alten Vorstellung.
In diesem Modell wird klar, welchen Platz die We-
senheit Uriel im Kosmos einnimmt, welche Kräfte Ur-
iel hat und wir wir versuchen können, seine Persön-
lichkeit ein stückweit zu verstehen. Nun, schauen wir
uns das Modell der Hölle an:

Der Oberste Anführer der Hölle ist Satan. Direkt


unter ihm stehen sieben Großfürsten, die Großfürsten
der Hölle. Ihre Namen und ihre Planeten sind:

Barbiel


Saturn
Mephistophiel
Jupiter
Apadiel


Mars
Aciel


Sonne
Anaël


Venus
Marbuel

Mond

Und natürlich Uriel, er steht unter dem Merkur.


Sie alle haben weitere Geister unter sich. Das Pan-
theon verzweigt sich mehr und mehr, die Anzahl der
Geister in den Ebenen darunter wird immer größer,
aber die Macht diese Geister verringert sich auch mit
jeder niedrigeren Stufe. In der untersten Schicht sind
dann die Elementargeister, die dem Wasser, der Erde,
der Luft und dem Feuer zugeordnet sind. Sie haben
keine eigenen Entscheidungsmöglichkeiten mehr und
sind nur noch reine Werkzeuge.
Der Großfürsten also gibt es nur sieben, jeder hat
einen ausgeprägten Charakter und ihre Macht ist
sehr, sehr groß.
Der Legende nach hat er eine Menge Geister unter
seiner Herrschaft stehen. Alle Großfürsten haben vie-
le Legionen an Geistern, der höllische Uriel rühmt
sich, vier Legionen mehr als Luzifer zu haben.

Uriel wollen wir uns in diesem Buche nun anneh-


men.
Warum grade Uriel? Uriel, (auch Ariel genannt)
ist ein ganz besonderer unter den sieben. Man er-
kennt unter den Großfürsten vier, die eine besondere
Macht haben. Sie sind den vier Himmelsrichtungen
zugeordnet. Uriel ist einer von diesen vieren, er wird
dem Norden zugerechnet. Seine Jahreszeit ist der
Winter und seine Tageszeit die Nacht. Er steht somit
für die Ruhe, das Sammeln der Kräfte, also für Stabi-
lität, für patentes Handeln, das Werk von fleißiger
Arbeit, vom Handel und den Geschäftsleuten. Aber
auch für den Genuss, es sich gut gehen zu lassen. Gu-
tes Essen und Trinken ist ihm nicht fremd. Für irdi-
sches Verlangen genau unser Geist! Schauen wir ihn
uns ein wenig genauer an. In der Literatur wir er
schon sehr lange beschrieben und das Bild, dass sich

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über die letzten zwei, drei tausend Jahre hat zeichnen
lassen, ist sehr differenziert. Verlassen wir also das
plakative Modell der Hölle.

Warnung

Im Allgemeinen kann uns nichts passieren, wenn


alle Vorsichtsmaßnahmen akribisch eingehalten wer-
den. Kein ernsthaftes Buch kann über die Magie ge-
schrieben werden, ohne eine Warnung. Also möchte
ich sie hier aussprechen: Verlasse dich in deinem Le-
ben nicht darauf, alles von den Geistern der anderen
Sphäre erledigen zu lassen, du wirst den Anschluss an
die Realität sehr schnell verlieren. Ein kleines Beispiel
aus einer ganz anderen Welt: Du hast sicher genug
Bericht gelesen, in denen sich die Menschen in ihren
Computerspielen verlieren und nicht mehr in die
wirkliche Welt zurückfinden. Genau so ist es mit der
zeremonielle Magie. Irgendwann kannst du abdriften
und du lebst nur noch zwischen deinen neuen
"Freunden" aus der anderen Welt. Das ist die erste
Phase der Besessenheit!

Zu Anfang sind es oft Kleinigkeiten, die dir auffal-


len und du dich wunderst, warum das ausgerechnet
jetzt passiert, kleine Missgeschicke, Verärgerungen
anderer oder blöde Zufalle, die zu kleinen Unan-
nehmlichkeiten führen. Dann wirst du das Gefühl
nicht los, dass dies etwas mit deinem Werk zu tun hat.
Dies ist der erste Hinweis, dass sich deine Welt ver-
ändert hat!

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Hier kommst du ohne fremde Hilfe kaum noch he-
raus. Ab dann werden dich die Mächte der Hölle zu
sich hinabziehen und DU bist IHR dienstbarer Geist:
hohl, leer und nur noch ein Hülle deiner selbst. Also –
sieh zu, dass du einen gefestigten Charakter besitzt,
dass du Freunde hast und dass du am alltäglichen Le-
ben teilnimmst. Sonst wird kein Experiment gelingen.

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zweites Kapitel

Uriel

Uriel – der Engel vor dem nördlichen Fenster

Uriel bedeutet "Das Licht Gottes", der Name


kommt aus dem hebräische: ‫אּוִריאֵל‬.
Nach dem Buche Henoch ist Uriel einer der Erz-
engel. Viel ist diskutiert worden, ob de er nun ein
teuflischer Geist nahe Luzifer ist, oder ein "lieber"
Erzengel.
Diese Diskussion wollen wir gar nicht vertiefen –
Uriel ist ein Erzengel. Punkt.
Das wirft natürlich die Frage auf, wie so der Höl-
lensohn auch Uriel heißt. Oder hat er eine gespaltene
Persönlichkeit?
Dazu wollen wir kurz einen Blick auf die Ge-
schichte werfen. Gerne hat man in früheren Jahr-
hunderten die Welt in Schwarz und Weiß gezeichnet,
es blieb kein Platz für Grautöne. Ich will hier nicht

19
Uriel

das Mittelalter schlecht machen, viele Informationen,


die wir aus dem Mittelalter haben, ist kurz danach
geschrieben worden, in der Zeit der Aufklärung, die
bewusst das Mittelalter schlecht machen wollte. Den-
noch gibt es in den Köpfen vieler auch heute noch den
Himmel und alles Gute – und die Hölle mit allem
Schlechten. Der Himmel und die Engel hatten aller-
dings auch schlechte Nachrichten, oder mussten die
Strafen ausführen (Leute wurden stumm, Adam und
Eva aus dem Paradies vertrieben …) Somit drängt
sich die Frage auf, wie wir Gut und Böse genau diffe-
renzieren. Das führt in diesem Buch eindeutig zu
weit.
Wir richten unseren Blick auf die Dualität der
Welt. Plus – Minus, weiblich – männlich, groß –
klein, schwarz – weiß …
Gibt es sieben Erzengel, und genau so gibt es die
sieben Großfürsten der Hölle. Ein und dasselbe in
unterschiedlicher Gestalt. Es sind die unterschiedli-
chen Qualitäten der Erscheinung. Alles ist Eins und
Eins ist Alles.
Somit konzentrieren wir uns in diesem Buch
schlicht auf den Engel Uriel. Himmel und Hölle, Gut
und Böse, wir wollen kein philosophisches Buch
schreiben, sonder ein Buch der praktischen Magie.
Entscheidend, ob der Engel gut oder böse ist, ist al-
lein deine Intension der Beschwörung. Mit Feuer
kannst du dich wärmen, oder jemanden verbrennen.
Achte die Kräfte, die du beschwörst, nutze sie im Gu-
ten, und dir wird nichts geschehen! Wir wollen im
folgenden teilhaben an seiner Energie und an seiner
Kraft, für uns und unsere physische Welt. Dazu wol-

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Uriel

len wir ein magisches Ritual zelebrieren. Also be-


schwören wir Uriel!
Soweit zu seiner Person.

Uriel – das Profil seiner metaphysischen Potenz

Wozu kann die Beschwörung Uriel dienlich sein?


Machen wir uns einige Gedanken, welchen Winkel
der Welt Uriel abbildet, daraus ergibt sich das Profil
seiner Fähigkeiten recht schnell.

Fassen wir die Symbole seines Charakters noch


einmal zusammen um dann sein Steckbrief zu erstel-
len:
Uriel steht unter dem Merkur, er ist in der griechi-
schen Mythologie der Götterbote, allein weil der
Merkur der schnellste Planet am Himmel ist. Außer-
dem ist der Merkur der Sonne am nächsten und kann
nur in den Abend und Morgenstunden beobachtet
werden. Also hat er einen guten Draht zum Licht!
Anderseits steht er in nördlicher Himmelsrichtung,
die die dunkelste ist, und von der Sonne nicht berührt
wird, der Norden ist das Symbol für die Nacht, die
Dunkelheit und den Winter, eine Zeit in der die
Pflanzen ruhen und neue Kraft sammeln.
Norden steht außerdem für das Element Erde, al-
les pragmatische und der bodenständige. Ein interes-
santer Gegenpol zu dem flinken Merkur.
Sein Metall ist das Quecksilber, es ist bei Raum-
temperatur flüssig. Quick steckt z.B. in dem Wort

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Uriel

quicklebendig, es heißt auch lebendiges Silber bei den


Alchemisten (Argent Vive). Dieses Metall hat in der
Alchemie eine Schlüsselposition.

Kommen wir nun zu seinem Profil, das aus seinen


Attributen abgeleitet werden kann:
Seine Nähe zur Sonne gibt ihm den Namen Uriel,
"das Licht Gottes".
Die Himmelsrichtung Norden verknüpft ihn mit
dem Element Erde. Sie steht für Bodenständigkeit,
für das Handwerk, auch den Bergwerk und der För-
derung von Erzen. Somit sind der Handel und das
Geld ein wichtiger Pfeiler seiner Existenz.
Der Dualismus zwischen der Nähe zur Sonne, der
Geschwindigkeit seines Planeten auf der einen Seite
und die Himmelsrichtung Norden und die damit ver-
bundene Dunkelheit, der Winter und die Ruhe erge-
ben ein interessantes Bild:
Er schenkt uns Ruhe in hektischen Zeiten, lässt
uns inne halten, verschnaufen und Kraft tanken.
Auch wenn alles hoffnungslos erscheint und das
Schlimmste noch bevor steht, im nächsten Frühling
keimen die Pflanzen erneut aus. Jetzt ist die Zeit der
Ruhe.

Somit kann er in persönlich dunklen Zeiten ein


Lichtfunke für uns darstellen, uns zur Stabilität füh-
ren und unseren Geist erhellen mit neuen zündenden
Ideen. Denn patente Lösungen sind genau sein Res-
sort, womit sich der Bogen zum Handwerk schließt.
Die Inspiration ist eins seiner größten Leistungen.

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Uriel

Die Verschlossenheit der Erde gibt ihm das Attri-


but, göttliche Geheimnisse den Menschen weiterge-
ben zu können und mit Rat zur Seite zu stehen.
Die Erde als Element macht ihn zu dem physischs-
ten Geist, soweit man das sagen kann. Er ist der Pat-
ron allem körperlichen. Er ist der Mittler zwischen
der materiellen und der himmlischen Welt.

Die Nähe zur Sonne und zur Erde, dem Norden,


lassen ihn zu einem Fürsten des Genusses werden.
Gutes Essen und Trinken stehen unter seiner Herr-
schaft. In seinem Energiekreis lässt man es sich gerne
gut gehen.
Auch die Kunst ist ein Strang seiner Persönlich-
keit, besonders die Schriftstellerei und die Musik.

Er ist sehr mächtig, ordnend und inspirierend, be-


sonders in Zeiten persönlicher Veränderungen.
Seine Kraft Harmonie zu erzeugen, und das Licht,
das ihm nah steht, lässt und den göttlichen Funken in
uns erkennt und führt uns zur Selbstreflexion und
Einsicht.

Seine Affinität zum Irdischen, zur Kunst und seine


Bodenständigkeit machen ihn zu einem der humor-
vollsten Engel.
Der vollständigkeitshalber müssen wir erwähnen,
dass alle seine Eigenschaften neutral sind, also weder
gut noch böse. Wir hatten dies im vorgehende Kapitel
bereits diskutiert. Die Frage ist nur, in welcher Situa-
tion und in welcher Dosierung sie angewandt wird.
Das Licht kann leuchten, kann aber auch blenden.

23
Uriel

Stabilität kann halt geben, kann aber auch zur Erstar-


rung führen, Genuss kann verzücken, oder zur Völle-
rei führen. Hier entscheidet sich, ob es ein Engel oder
ein Dämon ist, den du beschwörst!

Hier ein paar Aufgabengebiete für Uriel:

• Antriebsarmut, Energielosigkeit, Unflexibilität


• Wunsch nach mehr Ausdauer und Kraft
• Verloren gegangene Lebensfreude
• Verwirklichung von Wünschen
• Inspiration in einem laufenden Projekt
• Bei Phasen von Chaos und Stresssituationen
• Spaß an de Natur
• Erfolg in geschäftlichen Bereichen
• Selbstvertrauen neue Wege zu beschreiten

Wenn du ein wenig über seine Fähigkeiten medi-


tierst, wirst du in deiner aller nächsten Umgebung
eine Menge Situation, Dinge und Gegebenheiten
feststellen, die unter dem Einflussgebiet Uriels stehen.
Du wirst noch viele Beispiele für die Manifestation
seiner Energie in der materiellen Welt finden.
Selbst wenn du an einem Projekt arbeitest und dir
gar nicht vorstellen kannst, wie dir Uriel dabei helfen
kann, so kau das Problem eine Zeitlang durch und
suche einen Ansatzpunkt, der zu Uriel passt. Hast du
aber nur ein völlig artfremdes Problem für Uriel, so
denke bitte drüber nach, ob die Beschwörung über-
haupt sinnvoll ist oder du ihn nicht lieber mit einem
anderen Projekt betraust.

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Uriel

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drittes Kapitel

Vorbereitung

Eckdaten zur Vorbereitung der Beschwörung

Uriel gilt als sechster Großfürst und sein Regent


ist Michael, der Erzengel Gottes.
Sein Planet ist der Merkur, somit ist sein Metall
das Quecksilber. Sein Wochentag der Donnerstag.

Somit erscheint Uriel am besten donnerstags früh


um 1.00 Uhr,
um 3.00 Uhr und
um 5.00 Uhr und
nachts um 22.00 Uhr und
um 0.00 Uhr.

Diese Daten sind wichtig, denn jedes Ritual muss


zur gewissen Zeit ausgeführt werden. Grundsätzlich
kannst du wann immer du willst ein Ritual zelebrie-
ren, doch am mächtigsten ist es zu rechter Stunde des
jeweiligen Geistes. Hast du einmal einen Kontakt zu
einem Geist geschlossen, spielt die Zeit keine so große
Rolle mehr, es übt sich also, einen Geist zu beschwö-
ren. Bei der ersten Beschwörung rate ich aber drin-
gend, die rechte Stunde und den rechten Tag zu be-
achten!
Der Planet, unter dem er steht, das Metall und sei-
ne anderen Attribute sind wichtig für die Zeremonie
und die Gegenstände, die wir benötigen. Sie alle müs-

26
Uriel

sen sich auf seiner Energieebene befinde, dann kön-


nen wir seine Kraft am besten in unsere Welt fließen
lassen. Wie bereits erwähnt ist die Sorgfalt eines Ri-
tuals sehr wichtig, und die beginnt mit der Vorberei-
tung der Gegenstände und de Wahl des richtigen
Zeitpunktes.
Dein Auftrag ist es nur noch, einen guten, geeigne-
ten Ort für das Ritual zu finden. Im Sommer kann
man vielleicht draußen ein Ritual veranstalten, wenn
du in einer abgelegenen ländlichen Umgebung
wohnst. Du musst dir nur sicher sein, das niemand
nachts mit seinem Hund noch Gassi geht und dich
"erwischt". Zum einen kann das peinlich sein, zum
anderen ist das Ritual im Eimer und du kannst an ei-
nem anderen Tag von neuem beginnen.
Im Haus geht es ebenso gut. Vor allem, weil man
unabhängig vom Wetter ist. Such dir eine Zeit aus, in
der es ruhig ist und du garantiert ungestört bist. Die
Abendstunden bieten sich bei Uriel an. Bist du dir
über einen Platz für die Beschwörung im Klaren, so
wollen wir schauen, wie wir uns vorbereiten.

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Vorbereitung

Die Tage zuvor

Du weißt, was du willst. Du hast ein Projekt an


dem du arbeitest. Vielleicht ein Problem, das du seit
geraumer Zeit mit dir herumschleppst. Oder willst
neue Türen öffnen, sehen, welches Potential du dir zu
Nutze machen kannst. Du hast dich für das Uriel Ri-
tual entschieden. Auch weißt du zu welchem Zeit-
punkt du arbeiten willst und hast dir schon einen
Raum ausgesucht.
Die wenigen Tage bis zu dem großen Ritual musst
du nutzen. Diese Vorbereitung ist für das Ritual ext-
rem wichtig. Keiner geht am Tage X hin und überlegt
sich schlagartig einen Geist zu beschwören. Das funk-
tioniert nur, wenn man in der Materie drin ist und viel
Erfahrung hat. Aber wenn man seine magischen Fä-
higkeiten grade ausbaut, sollten die Tage zuvor gut
genutzt werden. Sie steigern das eigene Potential um
ein Vielfaches.
In den Tagen vor dem Ritual solltest du immer
wieder an das Werk denken. Stell dir vor, wie es sein
wird, wenn du alle Sachen zusammen haben wirst,
wie du frisch gekleidet den Ort betrittst, an dem das
Ritual stattfindet. Gehe die Schritte durch, die in die-
sem Buch beschrieben sind, wie du dich sehr gut kon-
zentrieren kannst und die Beschwörung aufsagst. Be-
ginn ruhig ein wenig zu träumen, was dir dann alles
gelingen möge, wie das Ritual funktioniert, wie du die
Anwesenheit eines Geistes spürst, wie du die Situati-
on stets unter Kontrolle hast. Träume ruhig weiter, die
Zeit nachdem Ritual. Dass du bekommst, was du

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Vorbereitung

wolltest und die Dinge so laufen, wie du es dir ge-


wünscht hast.
Und ganz wichtig: Stell dir vor, du machst keinen
Fehler, alles läuft glatt, so dass weder du noch sonst
jemand zu Schaden kommt!
Die Vorbereitungsphase sollte einige Tage dauern.
Selbst wenn du alles an einem Tag besorgen kannst,
lass dir lieben drei oder vier Tage Zeit und denk dir
die Sache sorgfältig immer und immer wieder durch.
So stellst du dich mental auf die Beschwörung ein.
Diese Zeit ist dein Training, die Beschwörung ist die
Premiere, da muss alles sitzen!

persönliche Vorbereitung

Du selbst musst mit dir im Reinen sein, dann


klappt es am besten. Tiefe Trauer, den Schmerz eines
Verlustes, weil, vielleicht dein Partner die Beziehung
beendet hat, der nahe Tod eines Angehörigen, all das
sind keinen Gute Vorraussetzungen um stabil an eine
Beschwörung heranzugehen.
Außerdem solltest du keine Gewissensbisse mit dir
herumtragen, eine Verfehlung, eine Schuld, an der du
knabberst. Je nach deiner Überzeugung: geh Beich-
ten! Du glaubst nicht (oder doch?) wie sehr es be-
freit!
Also: regele deine inneren Angelegenheiten und
schau, dass du mit dir im reinen bist.

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Vorbereitung

Nicht nur deine Seele muss rein sein, auch dein


Körper. Wasch dich, geh duschen und zieh dir was
Frisches an. Vielleicht hast du eigen Kleider, die du
nur für das Ritual anziehst. Zumindest einen Umhang
oder ein Decke. Es reicht auch ein Tuch somit ist
auch dein Äußeres ein Zeichen deiner Bereitschaft,
Uriel zu beschwören und zeigt deine Ernsthaftigkeit!

Erfrischt, satt, nicht übermäßig voll gegessen, aber


ohne Hunger und Durst, kannst du ans Werk gehen.
Thema Drogen: Sie erweitern kein Bewusstsein –
sie matschen es zu. Lass alle Drogen aus dem Spiel
und sei clean. Alles was du ab jetzt erlebst ist ein ech-
ter Trip – und du kannst es erleben – ohne Nebel-
schleier.

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