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Für Deine erfolgreiche Zukunft

Vorbereitung auf ein


Vorstellungsgespräch
Mit vielen Tipps
und Praxisbeispielen

für junge Leute aus Stuttgart


2 3

Deine Vorbereitung Einleitung –


auf ein Vorstellungsgespräch ohne Vorbereitung geht es nicht
Einleitung – ohne Vorbereitung geht es nicht 3

EINLEITUNG
INHALT
Reaktion auf die Einladung 4
Vorbereitung auf das Gespräch 5
Informationen über das Unternehmen 6
Informationen über den Beruf 8
Fragen, die Dir gestellt werden 10
Fragen, die Du stellen willst 24 Herzlichen Glückwunsch,
Kurzpräsentation Deiner Person 26 Du hast eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten!!!
Das heißt, Deine Bewerbung hat das Interesse des Betriebes geweckt.
Kleidung und was Du sonst noch brauchst 29 Sie wollen Dich kennenlernen.

Verhalten im Gespräch 30 Das Vorstellungsgespräch ist ein ganz entscheidender Moment auf
Deinem Weg zu einem Job oder einem Ausbildungsplatz.
Nach dem Gespräch 33
In diesem Gespräch möchte der zukünftige Vorgesetzte herausfinden,
Nützliche Links 34 ob Du das halten kannst, was Du in der Bewerbung geschrieben hast.
Ob Du sympathisch bist und gut ins Team passt und ob Du klare Vor-
Checkliste Vorstellungsgespräch 35 stellungen von dem Beruf hast bzw. schon etwas für den Beruf mit-
bringst.

Jedes Vorstellungsgespräch ist anders und es gibt keine klaren Regeln


wie dieses abzulaufen hat. Aber es gibt bestimmte Fragen und The-
men, die fast immer auftauchen und auf die man sich gut vorbereiten
kann.

Gerade das erste Vorstellungsgespräch ist meist sehr aufregend und


es kann schon mal vorkommen, dass man nicht mehr weiß was man
sagen soll. Deshalb, je besser Du vorbereitet bist, desto leichter wirst
Du so ein Gespräch meistern können.
4 5

Reaktion auf die Einladung Vorbereitung auf das Gespräch

TIPP

PLANUNG
RÜCKMELDUNG
Wichtig ist, dass Du auf die Ein- Termin Eine gründliche Vorbereitung auf das Gespräch ist dringend notwen-
en
ladung reagierst und entweder Notfall ur im absolu dig. Auch wenn Du ein Naturtalent sein solltest, ganz ohne Vorberei-
verschi ten
anrufst oder Dich per Brief für stehen eb tung wirst Du nicht auskommen.
bei and en. Häufig
die Einladung bedankst und den wünsch er
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eben.

Folgende Punkte
gehören zu dieser Vorbereitung
 Informationen über den Beruf
 Informationen über das Unternehmen
 Fragen, die Dir gestellt werden
 Kurzpräsentation Deiner Person
 Fragen, die Du stellen willst
 Kleidung und was Du sonst noch
brauchst
6 7

Informationen über das Unternehmen

RECHERCHE

RECHERCHE
Wenn Du im Gespräch überzeugend sein willst, muss Dein zukünftiger
Arbeitgeber spüren, dass Du Dich vorbereitet und Interesse an der Firma
hast.

Folgende Fragen
solltest Du beantworten können:
 Was bietet die Firma für Produkte oder Dienstleistungen an?
 Wie viele Personen arbeiten dort? Wie viele Azubis?
Gibt es verschiedene Ausbildungsberufe in dieser Firma?
 Hat die Firma verschiedene Filialen?
 Wer ist der Geschäftsführer, die Geschäftsführerin?
 Gibt es einen Werbespruch oder eine Firmenphilosophie?
Deine Antwort:

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Die meisten Firmen haben eine Du Dic Praxis hat. W
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tionen. Wenn es keine Homepage interni a n in ein
sti er
(z. B. bei kleinen Handwerkern) handel schen Praxis
t. be-
gibt, erfährst Du vielleicht etwas
von Freunden oder Bekannten.
8 9

Informationen über den Beruf

RECHERCHE

RECHERCHE
Noch wichtiger, als etwas über den Ausbildungsbetrieb zu erfahren,
ist der Beruf für den Du Dich entschieden hast. Kein Betrieb ist
begeistert von Dir, wenn sich herausstellt, dass Du zehn Berufe zur
Auswahl hast und Dich nur beworben hast, weil noch eine Stelle
frei war.

Folgende Fragen
solltest Du Dir beantworten können:
 Was für Tätigkeiten übt man in diesem Beruf aus?
(allgemeine Aussagen wie z. B. „da bedient man halt
die Gäste“ reichen nicht. Du solltest mindestens zehn
Tätigkeiten/Aufgaben aufzählen können. Kennst Du
ein paar Fachbegriffe?)
 Wie läuft ein üblicher Arbeitstag z. B. von einer Büro-
kauffrau ab?
 Welche Arbeitsmaterialien verwendet man?
 Welche Fähigkeiten sind nützlich für den Beruf?
 Welche Fächer wirst u in der Berufsschule haben?
 Gibt es verschiedene Fachrichtungen?
Deine Antwort:

TIPP
Kennst
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in Dein u jemanden d
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Alle diese Infos findest Du unter Ausbild ünscht r
ungsbe en
www.berufenet.arbeitsagentur.de Lass D r
bzw. unter www.planet-beruf.de
ir mal g uf arbeitet?
erzähle an
Auch die Kammern haben immer n, wie e z genau
bei ihm in
mal wieder gutes Informationsma- /ihr abl Arbeitstag
äuft.
terial. Siehe unter Links.
10 11

Vorbereitung auf die Fragen, Warum wollen Sie gerade diesen Beruf erlernen?
Welche Vor- und Nachteile hat der Beruf für Sie?

die Dir gestellt werden Welche Berufe interessieren Sie sonst noch?
Deine Antwort:

Niemand wird Dir vorher sagen können, welche Fragen Dich erwar-

FRAGEN

FRAGEN
ten. Es gibt aber Fragen, die in fast jedem Gespräch gestellt werden.
Auf diese solltest Du eine gute Antwort wissen.

Fragen, die immer wieder gestellt werden


Woher kennen Sie unsere Firma?
Woher wissen Sie von der Ausbildung in unserem Haus?
Deine Antwort:

Hier will man wissen, ob Du eine klare Vorstellung von dem Beruf hast
und ob Du Dich einfach so beworben hast. Außerdem sollte aus Deiner
Antwort hervorgehen, ob Du „Feuer und Flamme“ für diesen Beruf bist.
Jeder Beruf hat auch Nachteile, z. B. unregelmäßige Arbeitszeiten,
Zeig, dass Du Dich informiert und Dich bewusst für die Ausbildung körperlich anstrengende Arbeit oder geringe Bezahlung. Kannst Du
entschieden hast. damit leben?

Marlene antwortet: Ahmet erzählt:


„Also, wichtig war mir immer, dass ich mit den Hän-
„Die Adresse habe ich von meinem Berufsberater den arbeiten kann und nicht in einem Büro sitzen
bekommen, aber den Namen Ihres Hotels habe ich muss. Mein Praktikum bei der KFZ-Werkstatt war
schon vorher gehört. Auf Ihrer Homepage habe ich im November, wenn alle Leute ihre Reifen wechseln.
dann entdeckt, dass Sie viele Hotels in Deutschland Ich hatte immer etwas zu tun und das fand ich gut.
haben. Da habe ich mir gedacht, dass ich bei Ihnen Aber nur Reifenwechseln wäre mir zu wenig. Ich hät-
eine gute Grundlage für mein Berufsleben erhalte.“ te gerne mehr über die Reparaturen, etc. gelernt.“
12 13

Was denken Sie, welche Tätigkeiten in diesem Beruf vor Warum denken Sie, dass Sie für diesen Beruf geeignet
allem ausgeführt werden? sind?

Deine Antwort: Deine Antwort:

FRAGEN

FRAGEN
Hier musst Du Deine Stärken und Erfahrungen aus Praktika, Schule,
Hier geht es ganz klar darum, ob Du eine realistische Vorstellung von Nebenjobs und auch aus dem privaten Umfeld anführen. Klar ist, dass
dem Beruf hast. Außerdem solltest Du die Arbeitsmaterialien beim Du wissen musst, was man in diesem Beruf können sollte und was
Namen kennen! Deine Fähigkeiten sind.

Yasemin möchte medizinische Fachangestellte in Alexander erzählt:


einer Orthopädiepraxis werden:
„Die Akten für die Patienten werden bereit gelegt und „Alle sagen immer zu mir, dass ich sehr ordentlich
überprüft, ob schon etwas vorzubereiten ist, wie die bin und eine schöne Handschrift habe. Ich denke,
Pinzette zum Fäden ziehen. Dann ruft man die Pati- sich zu organisieren ist sehr wichtig, wenn man im
enten auf, führt sie ins Behandlungszimmer, vielleicht Büro arbeitet. Außerdem bin ich sehr gut in Word
auch zum Röntgen. Das Telefon muss auch angenom- und Excel, da ich auch lange in der Computer AG in
men und Überweisungen ausgedruckt werden usw.“ der Schule war.“
14 15
TIPP
Bericht
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Was sind Ihre Stärken, was sind Ihre Schwächen? Welche Praktika haben Sie von ein doch ganz ko
em Bei n
Situati spiel, e kret
absolviert? Erzählen Sie on i ner
3 Stärken kum er , die Du im P
mal davon! lebt ha rakti-
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hst Fac . Verwende
Übrige h begriff
Deine Antwort: ns e.
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Mehrza Praktikum“,
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„Prakt :„Pratika“.

FRAGEN

FRAGEN
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TIPP i s t p e rfekt!
3 Schwächen
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Kein M cks und Schw
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pathisc nterhalte Dic n
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3 Beispiele/Belege für Deine
e n l l t e
Dir find Natürlich so uf- Stärken
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Du uf
e r k s a mkeit a nken.
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Schwäc

Das ist eine ganz klassische Vorstellungsgesprächsfrage. Hier musst


Du auf jeden Fall eine Antwort wissen. Du solltest mehrere Stärken Wenn Du ein Praktikum im entsprechenden Berufsfeld gemacht hast,
und Schwächen von Dir zur Auswahl haben. Am besten natürlich, wenn dann zeige, dass Du schon gut Bescheid weißt und erzähle ganz kon-
die Stärken gut im Beruf einsetzbar und die Schwächen in Deinem kret was du spannend fandest. Bitte mache keine negativen Kommen-
Wunschberuf nicht so ausschlaggebend sind. Wichtig ist, dass Du glaub- tare über die Firma.
würdig bleibst. Nachfragen, wie „Wo haben Sie das gemerkt?“ oder Wenn Du etwas ganz anderes im Praktikum gemacht hast, erzähle,
„Wie können Sie das belegen?“ solltest du auch beantworten können. warum Du Dich jetzt für den neuen Beruf entschieden hast.

Sven, als zukünftiger Maler und Lackierer, weiß Vicky erzählt von ihrem Praktikum als Erzieherin:
was er sagen will:
„Meine Stärke ist, dass ich fast immer gute Laune
habe und das mögen die Leute. Richtig gut bin ich „Erst dachte ich, das wäre ein toller Beruf, immer
außerdem im Kopfrechnen. Zu meinen Schwächen mit Kindern zu tun zu haben. Aber ich habe ge-
gehört dagegen Deutsch. Vor allem mit Aufsätzen merkt, dass dies doch eher etwas für meine Freizeit
hatte ich Schwierigkeiten. Aber einen Geschäfts- ist. Mit den Händen und mit Holz zu arbeiten passt
brief oder ähnliches kann ich natürlich aufsetzen.“ besser zu mir.“
16 17
TIPP
Niemal
s die sc
Noten h
Was fanden Sie gut an Ihrem Praktikum, was fanden Sie Welches sind Ihre Lieblings- nur auf lechten
schiebe den Le
nicht so gut? Was haben Sie dort gelernt, welche Aufga- fächer? Wie erklären Sie sich n. hre
zeigst k Sonst ist kla r
e r, D
ben konnten Sie übernehmen? gute und schlechte Noten in übernim ine Einsicht u u
mst ke n d
Ihrem Zeugnis? Sind Sie zu- wortun in
Deine Antwort: g für D e Verant-
frieden mit ihren Zeugnissen? Noten. eine eig
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FRAGEN

FRAGEN
Deine Antwort:

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tikums igkeiten nenn
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nur Kle
Weitere Aufgaben:

Oh je, jetzt geht’s um Noten! Deine Lieblingsfächer sollten nicht total


von Deinem angestrebten Beruf abweichen. Zeige Dich ruhig mal
einsichtig, wenn Ausrutscher dabei sind.

Michael erzählt: Antonio sagt zu seinen schlechten Mathenoten:


„Richtig gut am Praktikum als Fachkraft für Lager-
logistik fand ich, dass ich gleich mit anpacken konn-
te. Der Azubi hat mir gezeigt, wie beim Wareneingang „Ja, die Note ärgert mich auch. Wenn’s allzu theo-
der Lieferschein mit der Ware verglichen wird. Dann retisch wird bin ich nicht so gut, sondern ich bin
haben wir alles ins System mit SAP eingepflegt. Das eher ein praktischer Mensch. Aber wenn ich weiß
hat mir besonders viel Spaß gemacht. Schade fand ich, für was, dann verstehe ich das auch und setze mich
dass ich nicht mit dem Gabelstapler fahren durfte.“ hin und lerne.“
18 19
TIPP
Antwor
te
Was halten Ihre Eltern von Ihrem Berufswunsch? Was unternehmen Sie in Ahnung n, wie z. B. „k
“, „Nic e
co“ od hts“, „ ine
Was sind die Berufe Ihrer Eltern? Haben Sie Geschwister? Ihrer Freizeit? Sind Sie er „Co
mp
D is-
cken“
Mitglied in einem Verein? solltest uter zo-
Deine Antwort: Hause Du lieb
lassen er zu
Welche Art von Fernseh- Spanne u nd Dir
nderes etwas
filmen sehen Sie sich an? überleg
en.
Deine Antwort:

FRAGEN

FRAGEN
Diese Fragen zu Deinen Freizeitbeschäftigungen haben das Ziel mehr
über Deine Person zu erfahren. Manchmal ergibt sich ein interessantes
Dein Arbeitgeber will wissen, ob Du in der Ausbildung auch die nötige Gespräch, wenn Du ein außergewöhnliches Hobby hast, oder vielleicht
Unterstützung von Deinen Eltern bekommen wirst und ob Deine Ge- ähnliche Interessen wie andere Mitarbeiter. Wenn Du ein aktiver, in-
schwister vielleicht auch schon in Ausbildung sind. Es kommt beson- teressierter Mensch bist, kommt das immer gut an. Vielleicht hat Dein
ders gut an, wenn Eltern, Geschwister oder Bekannte einen ähnlichen Hobby ja auch etwas mit Deinem Beruf zu tun. Langjährige Freizeitbe-
Beruf ausüben. schäftigungen sprechen für jemanden, der bei der Sache bleibt.

Victor erzählt: Iryna sagt:


„Also, meine Mutter arbeitet in einem Büro und
mein Vater bei der Bahn. Mein Vater hätte es gut
gefunden, wenn ich auch bei der Bahn angefangen „Ich bin ein sehr aktiver Typ, z. B. mache ich Fitness.
hätte. Aber durch mein Praktikum als Maler war mir Mit Freunden gehe ich auch gerne ins Schwimmbad
schnell klar, dass ich im Handwerk gut aufgehoben oder Inlineskaten. Natürlich schaue ich auch fern,
bin. Meinen Eltern ist einfach wichtig, dass ich eine da interessiere ich mich für alles mit Tieren, Serien
Ausbildung mache. Entscheiden darf ich aber selber.“ oder für diese Zoosendungen.“
20 21
TIPP
Ergänz
en
deinem egative Punk
Warum haben Sie die vorherige Ausbildung abgebro- L te in
mit ein ebenslauf im
chen? Was haben Sie im letzten Jahr gemacht? em pos mer
dann fä itiven Z
Weshalb haben Sie bisher keine Arbeit/Ausbildungsstelle llt es n iel,
auf. „Ic i ch
h hatte t so sehr
gefunden? Zeit gr z
oße Sc u dieser
wegen h wierigk
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Deine Antwort: der Fam einem Umzug en
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geklärt ie. Jetzt ist a nd

FRAGEN

FRAGEN
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motivie nd ich bin vol s
rt.“ l

Am schwierigsten sind die Fragen für den Abbruch der vorherigen


Leo versucht es so: Ausbildung zu beantworten, die bewusst nach den Lücken in Deinem
„Also, ganz ehrlich, habe ich mir das nach der Schu- Lebenslauf fragen. Gründe wie z. B. Allergien, dass man mit den
le nicht gut überlegt gehabt und gedacht Hauptsa- Eltern weggezogen ist oder dass die letzte Firma pleite ging, kannst
che eine Ausbildung. Schon nach kurzer Zeit habe Du direkt benennen. Wenn Du den Beruf wechseln willst, nenne einen
ich gemerkt, dass die Arbeitszeiten als Bäcker wirk- Grund, weshalb Dein neuer Berufswunsch besser zu Dir passt.
lich ganz anders sind. Mir hat es nur Spaß gemacht, Wenn Du nur den Betrieb wechseln willst, aber nicht den Beruf, wird
wenn ich im Laden Kontakt zu den Kunden hatte. es noch schwieriger. Letztendlich musst Du dann sagen, was im letzten
Das kann ich im Einzelhandel besser umsetzen.“ Betrieb nicht gepasst hat. Aber verwende mehr Zeit darauf deutlich
zu machen, was dafür spricht, dass Du diesmal alles durchziehst.
22 23

Weitere Fragen
 Was würden Sie machen, wenn ein Kunde sich
(über Essen, Produkt xy) beschwert?
 Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft in
fünf Jahren vor?

FRAGEN

FRAGEN
 Sind Sie gerne zur Schule gegangen?
 Wie sind Sie mit den Lehrern und den Mitschülern
ausgekommen?
 Welche Fächer haben Ihnen besonders gut bzw.
schlecht gelegen? Und warum?
 Sind Sie mit dem Zeugnis zufrieden bzw. in welchen
Fächern wären Sie gerne besser?
 Wie bereiten Sie sich auf Klassenarbeiten vor?
 Warum haben Sie die Schule vorzeitig verlassen?
 Warum wollen Sie nicht studieren?
 Warum gerade dieser Beruf?
 Wie lange ist das schon Ihr Wunschberuf?
 Welche Nachteile hat Ihr Wunschberuf?
 Welche Berufe interessieren Sie noch?
 Woher haben Sie von der freien Ausbildungsstelle
erfahren?
 Welche Gründe sprechen dafür, dass Sie (diesmal)
bis zum Abschluss durchhalten?
 Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
 Ach, Sie lesen gern – was? Wie hat Ihnen das letzte
Buch gefallen?
 Jetzt teste ich Ihr Verkaufstalent! Verkaufen Sie mir
mal diesen Kugelschreiber.
Deine Antworten:
24 25

Welche Fragen willst Du stellen


TIPP
Schreib
Wichtig ist, e Deine Fragen:

AUSKUNFT
ordent Dir die Frage

AUSKUNFT
lich au
sie in e f und n n
in ehm
dass Du durch Deine Fragen zeigst, dass Wenn D er Mappe mit e
ir .
du vorbereitet und interessiert bist. ne Frag im Gespräch
en einf k
Du einf allen, k ei-
ac a nnst
 Wie viele Auszubildende schaue h auf den Ze
n und z ttel
sogar, d eigst d
hat die Firma? ass Du am
vorbere Dich su it
In welchem Lehrjahr? itet has per
t.
 Findet die Ausbildung an
einem Ausbildungsort statt,
oder wird der Auszubildende den ganzen Betrieb/
andere Filialen kennen lernen?
 Mit wem werde ich zusammenarbeiten?
 Fragen zu Kunden, Patienten, Klienten, Produkten etc.
zeigen dein Interesse an der Sache.
 Wo befindet sich die Berufsschule?
Gibt es dort wöchentlichen Unterricht oder im Block?
 Kann ich nach der Ausbildung im Betrieb weiter-
beschäftigt werden?
 Was für Aufstiegschancen gibt es in Ihrer Firma?
 Wie ist die Arbeitszeit geregelt?
 Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
(Bitte nicht als erste und einzige Frage!!!)
 Wie lange dauert die Probezeit?
 Wie lange dauert die gesamte Ausbildung?
 Wie ist der Urlaub geregelt?
(Auch nicht als einzige Frage.)

Vorsicht!
Dein Gesprächspartner hat Dir bestimmt schon viel erzählt, also keine
Fragen stellen, die bereits im Vorfeld geklärt wurden.
26 27

Kurzpräsentation Deiner Person Suche Dir die wichtigsten Punkte zu Deiner Person heraus, schreibe
es in ganzen Sätzen auf und übe es zu präsentieren.

VORSTELLUNG

VORSTELLUNG
– dazu gehört Dein Stärken-/Schwächen-Profil. Deine Präsentation:

Eine dieser Fragen kommt bestimmt:


 Bitte stellen Sie sich kurz vor.
 Was haben Sie bisher gemacht?
 Erzählen Sie etwas zu Ihrer Person.
 Was bringen Sie denn für die Ausbildung mit?
 Wie sind Sie dazu gekommen diesen Beruf zu erlernen?
 Und vieles mehr ...
Jetzt musst Du überlegen, was es über Dich zu erzählen gibt. Fasse
das kurz und knackig zusammen. Den Lebenslauf auswendig lernen ist
sehr langweilig. Der Zuhörer soll neugierig auf Deine Person werden.
Hier einige Anhaltspunkte, die in einer Selbstpräsentation beschrie-
ben werden können (nicht alle Punkte sollen erwähnt werden):

 Daten wie Name, Alter, Schulbesuch, Beruf der Eltern,


Geschwister
 Stärken wie Lieblingsfächer, Interessengebiete,
Hobbys, soziales Engagement
 Berufsentscheidung: wann
entschieden und warum,
Vorbilder, Praktika, Infor-
TIPP le und
S i t u a tionen
n mationsquellen, Nebenjobs,
Beispie n Du berichte -
e e n Neigungen
von den ind viel spann
s t , s gen v o n
kann u fzählun  Warum sollte die Firma sich
, a l s A
der . für Dich entscheiden?
i g e n s chaften ässig ...
E ve r l Was macht Dich aus?
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– flexib hn!
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gääääh ssensprecher -
in Was für besondere Kennt-
K l a un t e r nisse hast Du?
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ha b e i c e
ter Was kannst Du gut?
iche In ...
schiedl d zu vertreten Was schätzen andere an Dir?
seh en un
28 29

Kleidung
und was Du sonst noch brauchst

VORSTELLUNG
So, alles erledigt. Jetzt musst Du

OUTFIT
rechtzeitig alles für den wichtigen Tag
hinrichten:
TIPP m Outfit f
ürs
Mit d e i n e Kleidung
ch …
Gesprä a s s der Ta
g
 Kleidung sollte dem Beruf ange-
tD u , d st
 zeigs ehr wichtig i passt sein (z. B. Anzug und Krawatte
s
heute s s D u weißt, im Bankbereich und Pullover oder
t Du, d a eruf
 zeigs n in diesem B Hemd und Hose im handwerk-
wie ma leidet ist lichen Bereich).
ek
sonst g l!!!
t D u D ich woh  Auf jeden Fall muss die
 fühls Kleidung ordentlich und
frisch gewaschen sein.
 Natürlich müssen auch die Schuhe ohne Löcher und
geputzt sein.
 Wenn Du Dir unsicher bist, kleide Dich lieber
etwas konservativer. Wichtig ist aber, dass Du
Dich wohlfühlst.
 Auf ausgefallenen Schmuck (z. B. Piercings),
starkes Make-up, Parfum oder sonstige Auf-
fälligkeiten (Baseballkappe, Sonnenbrille)
verzichten.
 Das Outfit sollte nicht zu sexy sein (kein
tiefer Ausschnitt oder kurzer Minirock).
 Frisch gewaschene Haare und geschnittene
Fingernägel sind selbstverständlich.
Was nehme ich mit zum Gespräch?
Ivonne erzählt:  Mappe mit der Wegbeschreibung, dem
„Organisation und Teamwork sind Stärken von mir. Einladungsschreiben mit Telefonnummer
Bei unserer Projektprüfung ging es um Italien. Es und Namen der Personen
war meine Idee, da bin ich stolz drauf. Wenn zwi-  Blatt mit Fragen, die Du stellen willst
schendrin bei allen mal ein bisschen die Luft raus
war, hab ich die anderen motiviert weiterzumachen.  Evtl. Lebenslauf, Anschreiben und
Ich habe dann den Termin mit dem italienischen Stellenanzeige
Kulturverein organisiert.“  Evtl. nachzureichende Unterlagen
 Stift und Zettel
30 31

Verhalten
im Gespräch

AUFTRETEN
Natürlich kommt es beim Vorstellungsgespräch nicht nur darauf an

AUFTRETEN
was Du sagst, sondern ganz besonders, wie Du Dich verhältst. Einige
sehr wichtige Anhaltspunkte sind:

Pünktlichkeit
Pünktlichkeit ist ein absolutes MUSS bei einem Vorstellungsgespräch.
Also, …
Wichtige Verhaltensregeln
 Wecker stellen
 Raum lächelnd und mit aufrechtem Gang betreten
 Weg klären (www.vvs.de). Hier kann man auch einen Stadtplan
ausdrucken.  Höflich grüßen und für Einladung bedanken
 ausreichend Zeit einkalkulieren, um ca. fünfzehn Minuten vor dem  Namen des Gesprächspartners merken und mit Namen ansprechen
Gespräch bei der Firma zu sein. Dann aber noch nicht reingehen,  Erst hinsetzen, wenn Du aufgefordert wirst.
sondern pünktlich auf die Minute an der Tür klopfen.  Angebotene Getränke ruhig annehmen (keine Sonderwünsche)
 im Notfall (Unfall, Schnee-  Der Beginn des Gesprächs ist meist „small talk“. Dabei nicht zu
sturm, Streik) sofort Firma ausführlich werden.
anrufen TIPP
 Blickkontakt halten, ohne zu starren
Ein ver
sp
keine A äteter Bus is  Gesprächspartner ausreden lassen
Möglichst kurz vor dem Gespräch us t
Ersche rede für zu s  Konzentration auf das Gespräch
nicht rauchen. Wenn Du es nicht inen. B pätes
Firmen ei groß
lassen kannst, wenigstens für musst en  Aufrecht sitzen, nicht herumzappeln
Du ein-
frischen Atem sorgen.
planen
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Gebäud ass Du auch i  Der letzte Eindruck bleibt TIPP
e m haften, deshalb verabschiede
Geländ oder auf dem Jede/je
de
Minute
e noch
fü Dich freundlich und bedanke wenn e r hört es gern
n brauc nf bis zehn Dich z. B. für das Gespräch. Du
r/s
Namen ie mit richtig ,
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am rich hs em
tigen O t, bis Du kannst auch nochmals das Inte- Wenn v
angesp
ro
rt bist! orher s chen wird.
resse an der Stelle betonen. mit we c hon kla
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präge D Du sprechen ist,
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Der Gesprächsführer bist nicht Passe b den Namen e rst,
ei der B in
Du! Der Betrieb bestimmt, wie gut auf egrüßu .
,w ng
das Gespräch läuft und Du wirst heißen ie die Leute
und sp
Laufe d ric
in der Regel auch weniger zu es Gesp h sie im
dem Na rä
Wort kommen. Pass Dich an! men an chs mit
.
32 33

Nach dem Gespräch

AUFTRETEN
Was tun bei Nervosität, Blackout Am Ende des Gespräches, solltest Du Dich

ABSCHIED
und anderen Missgeschicken? auf jeden Fall bedanken.
Du hast Angst plötzlich nicht mehr zu wissen, was Du sagen sollst? Sollte es noch nicht angesprochen worden sein, darfst Du ruhig fra-
Plötzlich ist alles weg – Blackout? Vor Nervosität beginnst Du zu gen, wie das Auswahlverfahren weiter geht. Oder Du bietest an zur
stottern oder wirfst ein Glas um? Probe zu arbeiten oder ein Praktikum zu machen.

Aber auf keinen Fall die Firma bedrängen! Sie werden Dir nicht sofort
Shit happens! Das kann jedem passieren. sagen, ob Du Dich gut präsentiert hast oder nicht.

Atme tief durch! In etwa einer halben Stunde hast Du alles über-
standen. Und vergiss nicht: die Chefs wissen auch, dass das nicht Du hörst nichts mehr von der Firma?
leicht ist. Jeder saß mal auf dem Stuhl.
Dann kannst Du anrufen und sagen, wann Du da warst, dass Du noch
Also, wenn’s gar nicht weiter geht, einfach ganz ehrlich sein und Interesse hast und z. B. fragen, wann sie sich entscheiden.
sagen wie es ist: „Tut mir leid, das ist mein erstes Gespräch und ich
bin furchtbar nervös. Können Du bekommst eine Absage?
Sie die Frage vielleicht noch-
mal wiederholen?“ Wenn es nicht gleich geklappt hat, kann das schon mal frustrierend
sein. Meist sind mindestens sechs Leute eingeladen und man kann
Man kann auch mit einem Miss- nicht immer der/die Beste sein. Eins ist sicher, beim nächsten
geschick immer noch ein ge- Mal bist Du besser vorbereitet. Übung macht den Meister oder die
lungenes Vorstellungsgespräch Meisterin.
führen. Also, gib nicht auf!

TIPP
Ein gut
es Mitt
Nervos el gege
ität ist n
vorher meiste
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Bewerb hon mal das
un
Freund gsgespräch m
en ode
mitglie r Famil it
de ien-
haben! rn geübt zu
34 35

Nützliche Links Checkliste


Vorstellungsgespräch

ZUM SCHLUSS
ZUM SCHLUSS
Über Berufe:  Auf alle Fragen eine Antwort? Du bist mögliche Fragen
durchgegangen. Ab Seite 10
www.berufenet.arbeitsagentur.de
(gehe auf Druckauswahl, hier kannst Du einen Steckbrief als PDF-  Du hast eine Selbstpräsentation vorbereitet, die alle
Version ausdrucken) wichtigen und spannenden Dinge über Dich enthält.
www.handwerks-power.de Du hast das geübt. Seite 26
www.planet-beruf.de/BERUFE-Universum
 Du hast Dich ausführlich über den Betrieb informiert.
Seite 6
Über Vorstellungsgespräche:
 Über den Alltag Deines Wunschberufs weißt Du Bescheid
www.planet-beruf.de und kannst viele Aufgaben aufzählen. Was musst Du
> Bewerbungstraining > Vorstellungsgespräch können und was wirst Du lernen. Seite 8
Gib mal bei www.youtube.de Stichworte, „Vorstellungsgespräch“,
„Rhetorik-Tipps“ oder „Bewerbung richtig falsch“ ein. Nicht alles  Deine Kleidung ist ausgewählt und ordentlich zurecht-
sind Profitipps, aber Du kannst eine gute Vorstellung vom Ablauf gelegt. Deine Schuhe sind geputzt. Deine Fingernägel
eines Gespräches bekommen. sind geschnitten. Seite 29
Oder geh in die nächste Stadtbücherei, dort gibt es auf jeden Fall
etwas zum Thema Vorstellungsgespräch.
 Du kennst die genauen Fahrzeiten, hast genug Zeit
eingeplant und hast eine exakte Wegbeschreibung.
Seite 30
 Eine Mappe mit Einladungsschreiben und Telefonnum-
mer, Fragen, die Du stellen willst, und Kopie von Deiner
Sprich uns an, wir beantworten Deine Bewerbung hast Du zum Mitnehmen bereit gelegt?
Fragen und üben mit Dir, auch mehrmals!!!

für junge Leute aus Stuttgart


Vorbereitung
auf ein Vorstellungsgespräch
JobConnections Redaktion:
für junge Leute aus Stuttgart Isabell Sander

Rosensteinstraße 9 Konzept, Gestaltung und Realisation:


70191 Stuttgart Gabriele Ehmig
Fon: 07 11 / 2 16-88 919
Fax: 07 11 / 2 16-88 929 Portrait-Fotografie:
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E-Mail:info@JobConnections.de
www.JobConnections.de

Träger: In Zusammenarbeit mit der


Landeshauptstadt Stuttgart

Referat Wirtschaft,
Evang elische Finanzen und Beteiligungen,
Ge sellschaft Arbeitsförderung

für junge Leute aus Stuttgart