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Die 10 Grundregeln für das gute Arbeitsblatt:

(c) 2007 by Mag. Schaller

 1. Funktionen eines Arbeitsblatts:

 Die Lernenden sollten die im Unterricht vermittelten Lehrinhalte reflektieren und selbst initiativ werden. · Das
Gelernte soll bei den LernerInnen „gefestigt werden“, indem sie es anhand des Arbeitsblattes in einem neuen
Kontext anwenden müssen. · Weiter sollen die LernerInnen mittels Arbeitsblatt den eigenen Wissenstand
überprüfen können. · Eine wichtige Funktion des Arbeitsblattes ist auch, dass sich die LernerInnen ihrer
Lernfortschritte bewusst werden, welche in weiterer Folge zu einer positiven Verstärkung ihrer Lernfreude
führen.

 2. Überschrift und Text:


 Die Überschrift soll sich vom übrigen Text „abheben“, sowohl durch die Schriftgröße als auch durch
Zentrierung. Es sollte darauf geachtet werden, dass auf Grund einer Überlänge des Textes nicht der
eigentliche Sinn „die message“ des Arbeitsblattes, verloren geht. D.h. Es ist besser, Sie verwenden kurze und
prägnante, leicht verständliche Sätze. Ferner soll das Arbeitsblatt so gestaltet sein, dass genügend Freiräume
vorhanden sind. Die LernerInnen sollten nicht durch zu dicht gedrängte visuelle Informationen „erschlagen“
werden.

 3. Satz:
 Beim Blocksatz enden alle Zeilen am rechten Rand auf gleicher Höhe. Damit die Zeilen einheitlich enden,
werden die Abstände zwischen den Wörtern unterschiedlich lang gezogen. Dadurch ergibt sich linksbündig
und rechtsbündig abgeschlossener Textblock. Falls Sie Blocksatz verwenden möchten, nehmen Sie hierfür
eine Proportionalschrift. Außerdem sollten Sie unbedingt die Silbentrennung einschalten. Sonst haben Sie
viele, große Löcher im Text. Und das erschwert das Lesen eines Textes erheblich.

 4. Kopfzeile:
 Die Kopfzeile soll das Fach und eine durchgehende Nummerierung (damit Arbeitsblätter geordnet werden
können) beinhalten. Auch ein Datum ist wünschenswert.

 5. Schriften und Typographie:


 Verwenden Sie serife Schrifttypen mit der Schriftgröße 12 pt. Wichtige Informationen können durch Farbe,
fette oder kursive Schrift hervorgehoben werden. Achten Sie aber darauf, die fette oder kursive Schrift nur
vorsichtig einzusetzen, da diese Formatierungen für das Auge sehr beanspruchend sind.

 6. Farben:
 Achten Sie generell darauf Farben behutsam einzusetzen (z. B. kann Blau gedankenanregend wirken, bei
wiederholtem Einsatz aber seine Wirkung verlieren und ermüden)! Ferner kann es durch eine Reizüberflutung
zu einer Ermüdung der Augen kommen. Helle und warme Farben (z. B. ein anregendes Gelb, Rot als
Signalfarbe oder Orange) erregen die Aufmerksamkeit des Lerners, indem sie die bestimmten Abschnitte im
Text „größer“ erscheinen lassen. Diese Farben sollten in jedem Fall sparsam eingesetzt werden, da sie sonst
zu einer Ermüdung der Augen führen und dürfen keinesfalls als Hintergrundfarbe verwendet werden (hier
verwenden Sie besser Sekundärfarben, also gemischte Farben, wie z. B. Grün). Vermeiden Sie zu große
Farbkontraste (z. B. Weiß auf Schwarz), da diese das Auge schnell ermüden lassen! Primärfarben eignen sich
z. B. gut dazu Informationen einzufärben (z. B. Zahlen bei Diagrammen). Für eine in einem Text
wiederkehrende „eingefärbte“ „Message“ sollte immer dieselbe Farbe gewählt werden, damit sie eingeprägt
werden kann. Vergessen Sie nie: Spezielle Farben führen bei den LernerInnen zu Gefühlen und evozieren
bestimmte Assoziationen.

 7. Rand / Zeilenabstände / Absätze / Linien:


 Bedenken Sie, dass Sie einen größeren Rand wählen sollten, schließlich sollten 2 Zentimeter für eine etwaige
Lochung berücksichtigt werden. Außerdem sollten Sie das Arbeitsblatt so gestalten, dass Ihren LernerInnen
genügend Platz für eigene Ausführungen eingeräumt wird. Am besten sollten Sie dafür eigens Linien
vorsehen. Beachten Sie dabei einen ausreichenden Zeilenabstand einzuhalten.

 8. Aufteilung linke Seite - rechte Seite:


 Durch Farben, Symbole und Bilder wird die rechte Hemisphäre (hat u. a. die Funktionen: Kreativität und
räumliches Vorstellungsvermögen) angeregt. D.h. Symbole und Bilder mit rot oder gelb „eingefärbten“
Beschriftungen sollten sich vice versa auf der linken Seite des Arbeitsblattes befinden, da sie dann besser
vom Gehirn verarbeitet werden können. Auf der rechten Seite des Arbeitsblattes sollte sich dann der Text
befinden, da er dann die linke Hemisphäre anspricht, die die Funktionen logisches Denken, Sprache und
analytisches Denken innehat.
 8. Abbildungen:
 Verwenden Sie keine geschützten Bilder. Klären Sie jeweils ab, ob es sich bei den gewünschten Illustrationen
um lizenzfreie Abbildungen handelt oder erwerben Sie eine Lizenz dafür. Sehr geeignet ist zu diesem Zweck
die Verwendung von Clipart-Sammlungen. Diese gibt es relativ günstig zu erwerben. Auch selbst mit der
Digitalkamera geschossene und nachbearbeitete Bilder machen das eigene Arbeitsblatt individuell. Nützen Sie
Fotobearbeitungsprogramme und Ihre Textverarbeitung um das Blatt grafisch ansprechend zu gestalten und
die Bilder, Tabellen, Diagramme und übrige Illustrationen gezielt einzusetzen (1 - 2 Abbildungen pro Blatt
müssten genügen).

 10. Quellen:
 Auf das Copyright achten! Setzen Sie sich - sollten Sie Teile aus fremden Werken verwenden - mit dem
Urheber in Verbindung!

Quelle: http://www.arbeitsblatt-erstellen.de/