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ADAM

Nr. 18  MÄRZ BIS MAI 2009 · e 1,75/ CHF 3,00 www.adam-online.de

FÜR DEN MANN MIT WERTEN

online
Partnerschaft & Sexualität
Die Porno-Falle
Online mit Gott
Surfen mit Jesus

Mannsein

Was suchen
Männer im Netz?
I N H A LT

4
Mannsein
Was suchen Männer im Netz?
Chancen und Gefahren des Internets
Zimt-Apfel-Ring
1 Stunde vor dem Teigmachen vorbereiten: Äpfel s

6
schneiden. In einen verschließbaren Behälter gebe
immer wieder durch schütteln untereinandermische
Apfelsaft ersetzt werden.)
Internet ! Vorbereiten
Was ist Liebe?
Äpfel Rum Zimt
Wo man(n) auf der Suche im Word
1 kg Web3 Schn.Gl.
Wide Antworten1 TL
findet
mischen

Vanille-

8 Butter

250 g 250 g
Zucker

Partnerschaft & Sexualität


1 Pck
zucker Eier

4 St
schaumig rühren
Die Porno-Falle

8 Starke Jungs
„Ich war PC-süchtig!“
Bekenntnisse eines Jugendlichen

internet rückseite:Layout 1 05.02.2009 14:49 Uhr Seite 1

10
Onlineunter-
mit Gott
einrühren
Surfenrühren
mit Jesus
Masse in die Ringform einfüllen
10 H wie Hemmschwellen
ABC der Männerarbeit

abbauen

Bei 180°C etwa 1 Stunde backen.


(Umluft 160°C)

11
Eva online
Denkste!

14
Helden am Herd
Apfel-Zimt-Ring

16
Das letzte Wort
Hasenfalle

Rubriken
COVERFOTO: © DMYTRO KONSTANTYNOV - FOTOLIA.COM

3 – Editorial
12 – Bücher für Männer
13 – Veranstaltungen für Männer
14 – Leserbriefe
14 – Impressum
15 – In eigener Sache
15 – Bestellcoupon

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EDITOR I A L

Gefangen

© SEBASTIAN KAULITZKI - FOTOLIA.COM


im Netz?
Offline-PC

W issen Sie (noch), was ein „Offline-PC“ ist? Das ist ein Computer ohne Inter-
netanschluss. Tolle Sache, sage ich Ihnen! Keine Spams, keine Phishing-Mails,
keine Viren! Und erstaunlich schnell, weil im Hintergrund keine Schutzprogramme
nötig sind, die das System belasten und abbremsen!
Ich habe einen Offline-PC auf unserem privaten Schreibtisch zu Hause stehen,
und man kann einige nützliche Dinge damit erledigen – ganz ohne Internet.
Im Büro kann ich mir leider diesen „Luxus“ nicht leisten. Undenkbar, die redakti-
onelle Arbeit ohne Internet und E-Mail-Verkehr zu erledigen! Zumindest habe ich es
mir gegönnt, den regelmäßigen automatischen E-Mail-Empfang abzuschalten; denn
die alle paar Minuten eintreffenden Mails können einen mächtig ablenken. Ich hole
sie zu bestimmten Zeiten ab, die ich festlege.
Das Internet hat ohne Zweifel auch seine Vorteile, und die möchte ich nicht mis-
sen. Allein die Möglichkeiten, sich schnell über etwas zu informieren, finde ich enorm.

Alltag online
Immer mehr Bereiche verlagern sich zunehmend auf das Internet. Dort wird ge-
kauft, kommuniziert, präsentiert, sogar (Ehe-)Partner werden dort gefunden, vor
allem aber gesucht. Es wird gespielt und gebloggt, was das Zeug hält, auch Gottes-
dienste findet man im Internet, und Problembeladene suchen den virtuellen Seel-
sorger auf.
Ist diese Entwicklung gut? Ist sie schlecht? Einseitige Antworten helfen hier nicht
weiter. Fest steht: Wir haben uns auf eine immer stärker voranschreitende „Inter-
netisierung“ so gut wie aller Lebensbereiche einzustellen – ob uns das gefällt oder
nicht. Zwischen Totalverweigerung und naiver Euphorie werden wir einen sinn-
vollen und verantwortungsvollen Umgang lernen müssen. Das ist meines Erach-
tens weitgehend noch nicht vollzogen. Während viele Jugendliche mit einer recht
lockeren Einstellung herumsurfen und persönliche Daten ins Netz stellen, wissen
viele Ältere das Medium Internet noch nicht wirklich zu nutzen, obwohl es man-
che Hilfe bereithält.

Themen dieser Ausgabe


Wir von Adam online haben versucht, das Thema „Internet“ aus einer männlichen
Perspektive aufzugreifen. Wo liegen – gerade für uns Männer – die Chancen und Ge-
fahren des weltweiten Netzes (S. 4–5)? Wie sieht es mit Hilfsangeboten im Internet
aus (S. 6)? Wie können Männer verhindern, in die „Porno-Falle“ zu tappen (S. 7)?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns auf den folgenden Seiten.
Übrigens: Falls Sie gute Internetadressen für Männer kennen, lassen Sie es uns wis-
sen!
Viel Gewinn beim Lesen wünscht Ihnen

Emmerich Adam
Chefredakteur

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 3
M ANNS E I N

Was suchen
Männer im Netz?
Chancen und Gefahren des Internets

M ehr als eine Milliarde Menschen weltweit nutzen inzwischen das In-
ternet, die meisten davon sind Männer. Mit 37 Millionen Surfern ist
Deutschland von allen Ländern an vierter Stelle (nach China, USA und Japan)1.
liche Netbooks in den Rucksäcken und Aktenkoffern.
Schöne neue Hightech-Welt!
Besonders uns Männern kam diese ganze Entwick-
Was macht das Internet – besonders für Männer – so attraktiv? lung sehr entgegen. Vor Technik haben wir in der Regel
keine Berührungsängste, im Gegenteil! Diese Rechen-
Das Schlüsselerlebnis sklaven sind allzeit verfügbar (sofern Windows nicht
Es war an einem Samstag irgendwann in den frühen 1980-ern: Ich be- gerade einen Strich durch die Rechnung macht!), Tag
suchte als junger Student meine erste Computermesse. Da stand ich vor und Nacht: In letzter Minute noch ein Bahnticket be-
all den grauen Kisten mit ihren grünlich flimmernden Monitoren – und sorgen? Kein Problem! Den nächsten Urlaub organi-
konnte nichts mit ihnen anfangen. Plötzlich entdeckte ich zwei Knirpse – sieren? Das Reisebüro spare ich mir! Wie steht es mit
waren es noch Kindergartenkinder oder bereits Grundschüler? – die sou- meinen Aktien? Schnell mal nachgeschaut! Geschenk
verän die Tastatur bedienten und viel Spaß bei einem Computerspiel hat- für die Liebste noch nicht besorgt? Bei Amazon gibt es
ten. Anschließend versuchte ich selbst mein Glück und (fast) alles!
scheiterte kläglich. Was für eine Schande! Ich hatte kei- Das Schöne dabei: Wir müssen mit niemandem re-
nen blassen Schimmer, wie man das Ding bedient oder den, nichts erklären oder fragen, selbst ist der Mann!
welche Tasten man wofür betätigen muss. Ich kam mir Und sollten wir doch mal Lust auf Interaktion be-
vor wie ein Analphabet! kommen – auch das ist möglich. Unzählige Chat­
Nach diesem Schlüsselerlebnis fasste ich den Ent- rooms, Foren und soziale Netzwerke warten nur da-
schluss: „Wenn du dich später mal vor deinen Kindern rauf, dass wir uns einklinken und präsentieren, plau-
nicht blamieren willst, dann musst du unbedingt diese dern, diskutieren, Geschäftsbeziehungen knüpfen oder
Computer beherrschen lernen!“ – Jahre später gründe- was auch immer. Und wenn wir keine Lust mehr ha-
te ich meine eigene Computerfirma ... ben: „See you!“
Emmerich Adam, Aber auch der männliche Spieltrieb kommt nicht zu
Diplom-Theologe, ist Männer lieben es kurz: Ob es ein kleines Online-Match zwischendurch
Chefredakteur von
Adam online. Er ist
So ein Computer ist schon toll, und seit es Internet ist, eine „Karriere“ in World of Warcraft oder eine zwei-
verheiratet und hat drei gibt, sind fast alle Infos nur noch paar Klicks weit ent- te Existenz in Second Life, die Spielmöglichkeiten sind
Kinder. fernt. Die frühere Vision von Bill Gates – in jedem Haus- schier unbegrenzt.
halt ein PC – ist in den Industrieländern längst Wirk- Nur passiv zu konsumieren, ist den meisten Männern
lichkeit. Mehr noch: Neben den klobigen Desktop-PCs, zu wenig. Da kommt das Web 2.0 gerade richtig: Hier
die immer seltener werden, finden wir stylische Mul- wird der Konsument zum Akteur, der Leser zum Au-
timedia-PCs in den Wohnzimmern, bunte Notebooks tor, der Zuschauer zum Filmregisseur. Sogar ganze Ra-
auf den Schreibtischen und inzwischen kleine hand- diosendungen sind nicht nur den Profis vorbehalten:
Warum nicht einen eigenen Podcast starten? Die ent-
sprechende Software kann man teilweise sogar kosten-
los herunterladen.

Kriterien für Internetsucht bzw. pathologischen


Netzstruktur
Internetgebrauch2
Was ursprünglich als Informationsnetz für den Aus-
l Häufiges unüberwindliches Verlangen, sich ins Internet einzuloggen, tausch von geheimen militärischen Informationen be-
l Kontrollverluste (längeres „Online-Sein“ als beabsichtigt), verbunden gann, ist inzwischen zu einem weltumspannenden
mit diesbezüglichen Schuldgefühlen,
l sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis der Bezugspersonen Netz geworden, das Menschen, Dienstleistungen, Infor-
(Freunde, Partner, Familie), mationen u. a. miteinander vernetzt. Von dieser Netz-
l Nachlassen der Arbeitsfähigkeit, struktur her ist das Internet in etwa mit dem mensch-
l Verheimlichung/Bagatellisierung der Gebrauchsgewohnheiten, lichen Gehirn zu vergleichen. Dieses weist jedoch Un-
l psychische Reizbarkeit bei Verhinderung am Internet-Gebrauch, terschiede zwischen den Geschlechtern auf, und dazu
l mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung.
analog gehen Männer etwas anders mit dem Internet
Liegen bis zu drei der Kriterien in einem Zeitraum von bis zu sechs Mo- um als Frauen. Vernetztes Denken und Handeln an sich
naten vor, gilt man als suchtgefährdet. Bei mehr als vier Kriterien über
fällt den Frauen in der Regel leichter als Männern, de-
sechs Monate lang gilt man als chronisch internetsüchtig.

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nen eher das lineare Denken und zielorientierte Han- Computerspieler waren viel erregter als andere PC-Nut-
© NMEDIA - FOTOLIA.COM

deln liegt (Ausnahmen bestätigen die Regel). So wer- zer“, so Grüsser. Das PC-Spiel verschafft den Abhän-
den Frauen eher die kommunikativen Seiten des Inter- gigen einen Kick und unterdrückt unangenehme Ge-
nets (Chatrooms etc.) und Männer das Netz eher zur fühle genauso wie das Bier beim Alkoholiker. Das Be-
Informationsbeschaffung (in Form von Texten und Bil- lohnungssystem im Gehirn wird aktiviert, die berau-
dern) nutzen. schende Erfahrung im Suchtgedächtnis gespeichert.
Inwieweit umgekehrt das Internet unsere Art zu den- „Das Hirn lernt, dass der Computer das Einzige ist, was
ken und Informationen zu verarbeiten auf Dauer ver- wirklich Spaß macht“, sagt Grüsser.
ändern wird, bleibt abzuwarten. Immer mehr PC-Süchtige oder deren Angehöri-
ge melden sich bei den Suchtberatungsstellen. Schät-
Online-Süchte zungsweise zehn Prozent können ohne ihren PC kein
Das Potenzial dieser Vernetzung ist enorm – sowohl erfülltes Leben mehr führen. Oft mündet die Abhän-
zum Guten als auch zum Bösen. Ermöglicht es einer- gigkeit in der sozialen Isolation. Eine Abhängigkeit
seits kollektive Intelligenz in atemberaubender Ge- kann sich allerdings nur dann entwickeln, wenn schon
schwindigkeit, werden Demokratisierungsprozesse be- vorher Persönlichkeitsstörungen vorhanden sind. Wer
schleunigt und die Macht der Medien beschnitten (Blo- Gefühle nicht offen aussprechen kann und zum Rück-
gosphäre), verlagert sich andererseits die weltweite kri- zug neigt, ist besonders gefährdet – gerade bei Männern
minelle Energie zunehmend auf das Internet (z. B. Aus- häufig anzutreffen.
spionieren von Passwörtern), und das eben nicht mehr Nach Zahlen des Kriminologischen Forschungsinsti-
nur von Einzelpersonen, sondern auch vom organisier- tuts Niedersachsen spielen neun Prozent der 15-Jäh-
ten Verbrechen und weltweiten Terrorismus. Auch hier rigen in Deutschland exzessiv am Computer, d. h.
spielen leider die Männer eine Vorreiterrolle. knapp fünf Stunden täglich. Fünf Prozent der Jugend-
Doch auch der einzelne Mann nutzt nicht nur die lichen weisen Symptome einer Abhängigkeit auf, bei-
positiven Seiten des Netzes, sondern ist auch Gefähr- spielsweise den Verlust der Kontrolle über die Spielzeit,
dungen ausgesetzt. Hierbei scheint gerade der Mann das Vernachlässigen von Freundschaften, Hobbys oder
besonders anfällig für „Online-Süchte“ zu sein. Als On- der Schule oder Entzugserscheinungen wie Unruhe,
line-Süchte, Internetsucht oder pathologischer Inter- Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit und Aggres-
netgebrauch gelten: sivität. Nach Ansicht des Soziologen Ulrich Auer sind
• die Sucht, online Dinge einzukaufen oder zu erstei- v. a. Studenten anfällig: Über den Verlust des Eltern-
gern, hauses und den fehlenden Freundeskreis hilft der PC
• die Sucht, online zu spielen, hinweg.
• die Sucht, online Informationen zu suchen, sam- Als besonders anfällig für Internetsucht überhaupt
meln und zu horten, gelten laut mehreren internationalen Studien Allein-
• die Sucht, online pornographische Angebote zu stehende und Arbeitslose, Personen mit einer unsicher-
konsumieren, unreif-gehemmten Persönlichkeitsstruktur und selbst-
• die Sucht, online zu kommunizieren (E-Mail-Sucht, verliebte Individuen mit sadistischen Impulsen.
Chat-Sucht). Männer reagieren anders auf Stress als Frauen. Diese
Außer der Pornografie sind alle diese Tätigkeiten an reagieren eher problemorientiert und suchen das Ge-
sich nicht verwerflich – auf das Maß kommt es an. spräch mit anderen. Männer hingegen reagieren eher
Kommt es zur PC- bzw. Online-Abhängigkeit, hinter- vermeidend, versuchen zu überspielen, sich abzulen-
lässt sie ähnliche Spuren im Gehirn wie Drogen und ken oder in innere Welten abzutauchen (oder eben ins
Alkohol, so das Ergebnis einer Studie der Berliner Cha- Internet). Die Abschaffung eines überholten Männlich- Anmerkungen
rité, einer der größten Forschungseinrichtungen Euro- keitsbildes verstärkt das Dilemma: In virtuellen Spiele- 1 Zahlen stammen
pas. „Auch beim PC-Missbrauch entsteht ein Suchtge- Welten kann man noch Held sein, Schlachten gewin- aus Financial Times
Deutschland vom
dächtnis im Gehirn. Die zugrundeliegenden Lernme- nen, alles kontrollieren und Prinzessinnen befreien. 26.1.2009.
chanismen sind vergleichbar mit anderen Drogen“, be- 2 Die Liste der ange-
führten diagnostischen
tont Forscherin Sabine Grüsser-Sinopoli (inzwischen Medienkompetenz Kriterien basiert auf
verstorben). 2005 hatte sie erstmals beim Messen der Es geht nicht darum, den PC und das Internet zu ver- Studien der österrei-
chischen Mediziner
Gehirnströme von Computerspielabhängigen ähnliche teufeln. Sowohl im Privatbereich als auch am Arbeits- Dr. Hans Zimmerl und
Muster gefunden wie bei Alkoholikern. „Die exzessiven platz sind sie kaum noch wegzudenken und sind hilf- Dr. Beate Panosch.

Kontaktadressen für Online-Süchte Maßnahmen gegen Internetsucht


l Weißes Kreuz e. V., Weißes-Kreuz-Str. 1-4, 34292 Ahnatal/Kassel, l Eigene Suchtgefährdung erkennen,
Tel. 05609/83990, Fax 05609/839922 l mit jemandem über die Sucht reden,
l Bundesgeschäftsstelle des HSO 2007 e.V.:
Kottmeierstr. 12,
21614 Buxtehude,
 l Onlinezeiten begrenzen (Wecker neben PC stel-
Fax 04161/865953, HSO2007eV@aol.com,
 len),
l Anonyme Sexaholiker, Postfach 1262, 76002 Karlsruhe, l PC aus Wohnzimmer / Schlafzimmer entfernen,
Tel. 0175/7925113, info@anonyme-sexsuechtige.de l E-Mails nur einmal täglich abrufen,
l vorübergehend ganz auf Online-Aktivitäten ver-
zichten,
Weitere Infos zur Internetsucht l „echte“ Kontakte und Hobbys pflegen,
l genügend Schlaf und regelmäßige Ernährung,
l www.palverlag.de/Internetsucht.php l www.sucht.org l seelische Probleme und soziale Ängste aufar-
l www.onlinesucht.de l www.rollenspielsucht.de beiten,
l http://stiftung-medienundonlinesucht.de l www.jugendschutz.net l ggf. Selbsthilfegruppe oder Psychotherapeuten
l www.fv-medienabhaengigkeit.de aufsuchen.

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 5
INTERNET
reiche Instrumente zur Bewältigung unseres komple-
xen Alltags. Allerdings gehört es zu den Kernkompe-

Was ist Liebe?


tenzen unserer Zeit, auf die richtige Weise mit dem In-
ternet, dem PC, dem Fernseher, dem Handy etc. umzu-
gehen. Dabei geht es um mehr, als diese Geräte einfach
nur zu beherrschen. Es geht darum, verantwortungs-
und maßvoll mit diesen Medien umzugehen, auch Al- Wo man(n) auf der Suche im World
ternativen zu nutzen. Hierzu kann auch der (zeitlich Wide Web Antworten findet
begrenzte) Verzicht gehören. Wer z. B. werktags den PC
beruflich von morgens bis abends nutzt, darf ihn am
Sonntag ruhig auslassen und lieber ein Buch lesen, Zeit
mit Freunden verbringen, einen Ausflug machen u. a.
Nicht jeder Text muss am Bildschirm gelesen werden –
die Augen sind dankbar für Gedrucktes. Und besser als
D as Internet beantwortet fast alles: Was sind RSS-
Feeds? Kann man Java essen? Fragen wie diese ran-
gieren weit oben auf der Liste der Internetnutzer. Das hat
jede virtuelle Begegnung im Internet (ICQ, Facebook eine Auswertung der Suchanfragen des Internetdienstes
etc.) ist immer noch die physische Begegnung mit ech- Google von 2008 ergeben. Es scheint naheliegend, dass
ten Menschen, die alle Sinne mit einbezieht. Fragen, die durch moderne Kommunikationsmittel wie
Als Väter wollen wir einen Blick darauf haben, wie das Internet aufgeworfen werden, sich auch mit diesen
unsere Kids ihre Freizeit verbringen und sie nicht ein- beantworten lassen. Erstaunlich ist aber, dass auf Platz
fach stundenlang ihren Spielekonsolen oder Online- 1 und 2 Fragen landen, die sich Menschen bereits stell-
games überlassen. Aus unserer eigenen Medienkompe- ten, bevor es das Internet gab: „What is love?“ (Was ist
tenz sollte Medienpädagogik werden, indem wir Kin- Liebe?) und „What is life?“ (Was ist das Leben?).
dern und Jugendlichen beibringen, wie man sinnvoll Menschen suchen im Internet nach Antworten auf
und maßvoll mit den Medien umgeht (das bedeutet Lebensfragen. Doch wie hoch ist die Chance, darauf in
nicht: generell verbieten!). Außerdem: Warum nicht den Weiten des WWW Antworten zu finden? Allein auf
mal etwas mit ihnen unternehmen oder „echte“ Spiele die Frage „What is Love?“ bietet Google über 100 Milli-
(Gesellschaftsspiele, Brettspiele u. a.) mit ihnen spie- onen Antworten. „Love war eine Rockband aus Los An-
len? geles um den Gitarristen und Sänger Arthur Lee“ wird
Was finden Männer im Internet? Das, was sie dort su- an erster Stelle erklärt, dann werden zwei Videos an-
chen. Suchen Sie das Richtige! AO gezeigt: „What is Love?“ von Haddaway und von Ho-
ward Jones. Sind das die Antworten, nach denen Men-
schen suchen?

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Konkrete Lebenshilfe Erfahrungsseite her nähern.
Damit man im Internet Antwor- Sie fragen nicht: „Ist das
ten findet, die wirklich weiterhel- die Wahrheit?“ sondern:
fen, engagieren sich Christen hier „Was bringt mir das? Wie
aktiv. So bieten zum Beispiel das fühlt sich das an?“ Für

E SS - F OTO L IA . CO M
Weisse Kreuz, die österreichische viele sind solche Ange-
Initiative „Love is More“ und ERF bote der erste Schritt auf

© MIK
Online einen Internetworkshop ihrem Weg zu Gott. So
für Männer an, die unter Porno- schreibt ein Teilnehmer:
sucht leiden: www.porno-ausweg.de. „Ich konnte endlich mit
Und auf www.deine-angst.de können einem Menschen über Gott
Menschen ihre Ängste an eine virtu- und meine Probleme reden.“
elle Gebetswand heften. Damit Menschen im In-
Für viele ist allein die Tatsache ermu- ternet auf ihrer Suche nach Lie-
tigend, dass auch andere Menschen Ängste be Gott finden, ist es wichtig, dass
und Sorgen haben. Dass die Seite den Nerv der Christen dieses Medium kreativ und ohne
Zeit trifft, zeigen die Zugriffszahlen. 2008 hatte Vorbehalte nutzen. Denn dann plärrt einem
sie über 20.000 Besucher, mehr als 700 haben auf die Frage „What is love?“ nicht nur Had-
Michael Gerster ist
einen Zettel hinterlassen. Die Sorgen sind so un- daway entgegen. Dann kann man der Liebe Redaktionsleiter bei ERF
terschiedlich wie die Menschen selbst. Häufig ist persönlich begegnen. AO Online: www.erf.de.
es die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren,
doch auch materielle Ängste kommen oft vor oder die
Angst vor der Zukunft. Wer lernen möchte, mit seinen INTERNET-TIPPS zusammengestellt von Michael Mogel
Ängsten umzugehen, kann an einem Workshop teil- l www.maennermail.de Jede Woche ein wertvoller Im- l www.radiopannen.de Spaß muss
nehmen, der von einem Online-Coach betreut wird, puls für Männer / von Männern, die mitten im Leben sein: Lachen Sie sich gesund über wit-
oder per E-Mail mit Seelsorgern Kontakt aufnehmen. stehen. Anregend, nachdenklich, ermutigend. Jeweils zige Versprecher!
mit einem kurzen Fitness-Tipp, dazu Zitate, Witze, An- l www.bibleserver.com Die Bibel in
ekdoten, zum Nachdenken oder Schmunzeln. acht deutschen und zahlreichen fremd-
Gott suchen – Gott finden l www.vaeter-und-karriere.de Viele Väter würden ger- sprachigen Übersetzungen. Eine schnel-
ne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. „Väter und le und hilfreiche Konkordanz für die Su-
Auch für Gespräche über den Glauben bietet das In- Karriere“ befasst sich mit dem Thema aus Sicht von che nach bestimmten Bibelstellen.
ternet Potenzial. So lädt etwa www.jesus-experiment.de Unternehmern und Angestellten. l www.internet-sexsucht.de Angebot
l www.treue-liebe.net Eine Aktion vieler christlicher vom „Weisses Kreuz“ e. V. mit Bera-
ein, Glaube einfach mal auszuprobieren. Zielgruppe Werke und Organisationen, um Männern und Frauen tern, Fachvorträgen und weiterführen-
sind Leute, die sich der Sinn- und Lebensfrage von der zu helfen, ihre Liebe in der Partnerschaft zu stärken. den Links.

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 7
PA R T N E RS C H A F T & S E X U A L I TÄT

Die
S
ex ist tabu – Pornos nicht!
Die sexuelle Revolution liegt nun schon einige Zeit zurück –
Porno-
Falle
die Frage, ob wir seitdem offener über Themen der Sexualität re-
den können, „aufgeklärter“ geworden sind oder gesündere Be-
ziehungen leben können, ist zu hinterfragen. Als Christen haben wir die
Chance versäumt, die sexuelle Revolution positiv in Richtung einer „ge-
sunden Sexualität“ zu beeinflussen. Bis heute ist „Sexualität“ in den mei-
sten deutschsprachigen Kirchen und Gemeinden ein Tabuthema.
Ganz anders sieht es aber bei Christen „zu Hause“ aus: 50% der christ-
Phil Pöschl, 39 Jahre lichen Männer und 20% der christlichen Frauen sind von Pornografie
alt, ist verheiratet und
hat zwei Kinder. Er ar-
abhängig (ChristiaNet.com). Die Zahl der (zumindest einmaligen) männ-
beitet als Trainings- und lichen Konsumenten liegt mit 90 bis 95% vermutlich noch weitaus hö-
Qualitätsmanager in her (loveismore.de). Im Gegensatz zum Thema „gesunde Sexualität“ ist
einem Pharmakonzern
und ist seit zwei Jahren Pornografie leider nicht tabu – auch nicht bei Pastoren oder Kindern und
Vorsitzender im Verein Jugendlichen. So sind laut Pastors.com bis zu 54% der Pastoren und nach
Nacktetatsachen.
einer Umfrage der Nationalen Vereinigung zum Schutz von Kindern und Fa-
milien (NVSKF) 48% der christlichen Jugendlichen laufende Porno-Kon-
sumenten. „Nein“, hören wir da immer wieder, „meine Kinder würden
sich so etwas niemals anschauen!“ Wirklich? Hier liegt oft ein großer

Praktische Tipps
STA R K E J U N G S l Zeitig schlafen gehen, vor allem bei
Müdigkeit
l Tagebuch führen
l Ehefrau bitten, Versandkataloge
abzubestellen
l Ehepflege (Gespräch, Romantik, 
„ H aste Lust zu vernetzen?“, wurde ich
früher ständig gefragt. Lust hatte
ich – und davon nicht zu wenig.
war fünfstellig. Ganz schön viel für einen
Schüler!
Zärtlichkeit)
l wesentliche Fakten über Sex / Körper
lernen
Anders sah es mit der Zeit aus – aber Es fing ganz harmlos an
l regelmäßige und gesunde Ernährung
danach war ja nicht gefragt. Daher habe Angefangen hatte alles ganz harmlos. Es
l körperlicher Ausgleich (Hobby, Sport)
ich mir darüber auch nicht den Kopf zer- muss Anfang der 90-er gewesen sein, als
l Ablenkungsaktivitäten bei Langeweile
brochen. Damals zumindest. Die Frage, ob ich als kleiner Junge einen Super Ninten-
l Fotos der Familie beim TV / PC
ich Sinnvolle- do geschenkt bekommen habe. Zunächst
aufstellen
res mit mei- konnte ich nur Super Mario darauf spie-
„Ich war ner Zeit hätte len. Nach und nach kamen dann weitere
l bewusst TV-Film aussuchen, kein
„Zappen“
PC-süchtig!“ anfangen kön-
nen, war völ-
dazu – zuletzt waren es mehr als 200! We-
nig später saß ich dann das erste Mal vor
l keine Hotelsaunabesuche
Bekenntnisse eines lig belanglos. l Pastoren: in Gemeinschaftsbüros
einem Rechner. Die „Geburt“ des Internets
arbeiten
Jugendlichen Was wollte ich habe ich hautnah miterlebt – und schier
l Dienstreise: Rezeption bitten, Blue-
nachts schon unendlich viel Zeit beim Spielen, Surfen,
Movies abzuschalten
Besseres ma- Chatten, E-Mailen, Musik-Hören, Program-
chen, als mich mit meinen „Freunden“ in mieren und Chillen verbracht.
irgendwelchen Ballerspielen gegenseitig Diese Zeit sollte mir dann anderswo feh-
umzunieten oder bei Autorennspielen zu len, besonders in der Schule und in mei-
messen? nen Freundschaften. Das wurde mir zuneh-
Für einen Jugendlichen wie mich zählten mend klar. Denn Gott, an den ich schon
in der Regel nur vier Dinge: erstens Frau- „irgendwie“ glaubte, hat schließlich kei-
en, zweitens Freunde, drittens Alkohol, vier- ne Pseudonyme geschaffen, sondern ech- lernt, ganz persönlich, nämlich Gott selbst durch Je-
tens Fußball. Womit dann auch schon ab- te Menschen! Wer aber den ganzen Tag sus Christus. Und Schritt für Schritt hat er mich wie-
gesteckt war, wo man mich in der Regel vorm PC sitzt (oder sich an anderen „kom- der „beziehungsfähig“ gemacht.
antreffen konnte: in der Disco, beim Kicken munikationsarmen“ Orten aufhält), erkennt Eine Baustelle war meine PC-Sucht. Ich musste er-
oder eben auf LAN-Partys. Man mag sich den Unterschied nicht. Auch das Internet kennen, welche Motive hinter dieser Sucht steckten:
vorstellen, auf welchem Level sich meine kann nicht in diese Tiefe vordringen. Das falsche Prioritäten, Flucht vor Problemen, Frust, Stress
soziale Fähigkeit befunden hat. Aber das habe ich schmerzhaft erfahren. Es wurde und der Wunsch, zu gewinnen, belohnt zu werden.
war ja auch egal, Hauptsache es mach- immer irrealer, oberflächlicher für mich. Ich Ich musste rigoros durchgreifen. So habe ich heu-
te Spaß. Und einsam fühlte ich mich auch wünschte mir mehr Tiefe! te kein Internet mehr zu Hause. 300 CDs sind in
nicht, schließlich hatte ich ständig Leute den gelben Sack gewandert. Das Internet dient jetzt
um mich. Was will man(n) mehr? Richtig online gehen mir und nicht umgekehrt. Hin und wieder spiele ich
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, Deshalb bat ich Gott um ein Mehr an dann doch noch – aber erst nach getaner Arbeit, als
dass ich PC-süchtig war. Damals hat mich Tiefe. Aber statt mehr wurde es weniger, Belohnung. Von den Chats, Facebooks, StudiVZs die-
das nicht gejuckt. Ich habe mir jedes neue weil nämlich auf meiner Suche nach Gott ser Welt halte ich mich so fern wie möglich. Dage-
Spiel (illegal) gebrannt und gecrackt. Aus die einzig wirklich tiefe Beziehung, die ich gen versuche ich meiner Frau und meinen Freunden
Inte­resse habe ich es mal nachgerechnet: bis dahin hatte, zerbrach. Aber in dieser soviel „reale“ Zeit wie möglich zu widmen. Und ich
der Wert aller meiner gebrannten Spiele Zeit habe ich jemand anderen kennenge- fühle mich endlich wirklich „online“. Anonymus

8 ADA M ONLINE N r. 18 · Mä r z – Ma i 0 9
Gründe für
Pornografie-
Konsum

l Mangel an
Irrtum vor, denn Kinder und Jugendli- echten Bezie-
hungen
che haben vollen Zugang zum Internet –
l nicht verar-
einem offenen Pornokanal. beitete Ge-
fühle
Wie ein Fass ohne Boden… l Liebesmanko
Die Folgen der oft verharmlosten Sex- / Leere
l Langeweile
filmchen sind verheerend. Pornografie
l Abenteuerlust
löscht Familien und Ehen aus. Untreue l Midlife-Crisis
zählt seit jeher zu den häufigsten Schei- l Arbeitslosig-
dungsgründen. Leider wird das meist zu keit
spät erkannt. Viele fühlen sich mit dem l Stress
l Trennung
Problem allein. Sie wissen nicht, wie l persönliches
viele Angebote und Hilfen es mittlerwei- Versagen
le gibt, um gemeinsam gegen diese Sucht
zu kämpfen.
Noch weniger bekannt sind aber gewisse Hintergründe zur
Pornobranche. Die erschreckenden Umstände vieler Dreharbei-
ten werden bewusst verschwiegen. Warum? Weil die Pornoin-
dustrie mit über $90 Mrd. Jahresumsatz (Internet-Filter-Review.
com) das rentabelste Internetgewerbe ist und es folglich nieman-
dem daran liegt, dass gewisse Informationen ans Tageslicht kom-
men. Pornografie lebt von dem Schein des Harmlosen.
Aber die Realität sieht anders aus: Viele Aufnahmen erfolgen
unter Einfluss von Drogen und Alkohol, um das Schreckliche zu
überstehen. Viele Mädchen, die in die Pornoindustrie einsteigen,
drehen nur ein einziges Video und gehen dann wieder. Denn
diese������������������������������������������������������������
Erfahrung ist so schmerzlich, entsetzlich, peinlich und de-
mütigend für sie, dass sie es nie wieder tun. Schockierend ist
auch folgendes Zitat einer ehemaligen Darstellerin:
„Pornofilme, die einem frisch-gefärbte Blondinen präsentie-
ren, deren beschwörende Augen sagen ‚Ich will dich’, gehören
wahrscheinlich zu den größten Täuschungen aller Zeiten. Glau-
ben Sie mir, ich weiß es. Keine von uns macht Pornografie gerne.
Tatsächlich hassen wir es. Wir hassen es, von Fremden angefasst
zu werden, denen nichts an uns liegt. Wir hassen es, durch ihre
stinkenden und schwitzenden Körper erniedrigt zu werden. Eini-
ge Frauen hassen es so sehr, dass man hören kann, wie sie sich
in den Drehpausen auf der Toilette übergeben. Aber die Porno-
industrie will dich denken lassen, dass es uns Spaß macht, durch
alle möglichen abstoßenden Handlungen erniedrigt zu werden.“

Die Ketten sprengen!


Solche Kommentare öffnen die Augen. Aber wir Männer dür-
fen nicht dabei stehen bleiben – wir müssen den Kampf aufneh-
men. Dazu einige Tipps, die uns helfen können (mehr im Kasten
nebenan):
1. Beten. „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu
und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von
aller Ungerechtigkeit“ (1 Joh 1,9).
2. Rechenschaftspartner suchen. 80  % der „Porno-Power“ wird
gebrochen, wenn wir anfangen, über das Problem zu reden. Jesus
sprach davon, Dinge ans Licht zu bringen – er wird sich schon et-
was dabei gedacht haben.
3. Nährboden definieren. Wann und wo sind Sie besonders anfäl-
lig? Wonach sehnen Sie sich wirklich? Pornografie ist oft die Per-
version einer Sehnsucht. Kämpfen Sie für Ihre Sehnsüchte, und
Sie besiegen die Sucht.
4. Internetfilter installieren. Einer der besten Internet-Filter ist
Kindersicherung 2009 (mehr auf www.loveismore.de),
5. Weitere Infos unter www.loveismore.de (auch Seminar-
und Predigtangebote). Selbsthilfegruppe unter www.shg-
pornographieabgaengigkeit.de. AO

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 9
H
M ÄNNE R A R B E I T
O N L I N E M I T G OTT

wie
Hemmschwellen
abbauen

S
Surfen mit Jesus
tellen Sie sich vor, die Zeugen Jehovas
würden zu einem Abend für Männer
in ihren Reichsgottessaal einladen. Wür-
den Sie hingehen?
Mir scheint, dass christliche Gruppie-
rungen oft ein genauso schlechtes Image
haben, leider. – Wie würden Sie sich al- Das Internet verbindet. Dies war und ist die ureigenste Zielsetzung vom Netz
lerdings verhalten, wenn der Netze. In den frühen 1970-er Jahren verbanden amerikanische Univer-
die Zeugen Jehovas sitäten ihre Insellösungen durch ein „Zwischennetz“. Damals ahnte wohl
ein für Sie äußerst re- niemand, dass dieses Internet eine derart populäre Zukunft haben würde.
levantes Thema für
Männer anbieten wür-
H eute ist es aus unserer Medien- um, ein Transportmittel. Es schafft

A
den? Noch dazu mit landschaft nicht mehr wegzu- Verbindungen, es bringt in Kontakt.
einem Referenten, den denken: Sie brauchen eine Telefon- Wenn wir es richtig nutzen, ver-
Sie für kompetent und nummer? Eine Wegbeschreibung? wirklichen wir ein Anliegen Gottes,
seriös halten, z. B. Einen Tipp, wie viel ein Produkt das er von Anfang an hatte: Men-

BC
einem bekannten kostet und wo Sie es günstig erwer- schen in Kontakt zu bringen – mit
Unternehmer ben können? Wer sucht, geht mitt- anderen Menschen (1 Mose 2: Gott
oder einem ein- lerweile schnurstracks ins World erschafft Eva als Hilfe und Rettung
flussreichen Wide Web – eines der populärsten vor dem Alleinsein von Adam) und
Politiker? Die Dienste im Internet. mit sich selbst (1 Mose 3: Gott geht
Hemmschwelle, im Garten spazieren, um die Men-
zu solch einem Das Internet – so normal wie schen zu treffen). Gott empfiehlt
Vortrag zu kom- Autofahren uns Kontakt, auf allen Ebenen. Das
men, würde Ein Auto zu fahren, ist heute für Internet ist dabei Spiegelbild und
ABC der bei Ihnen ver- die meisten Menschen in den In- Teil der realen Welt, wie wir sie heu-
Männerarbeit mutlich deutlich dustrieländern normal. Wie es für te vorfinden: Nicht alle Kontakte
schwinden. Besonders, mich das Normalste auf der Welt entsprechen dem, was Gott sich für
wenn der Vortrag an war, mit einem Auto aufzuwach- uns wünscht.
einem „neutralen“ Ort wie dem Gemein- sen, wird es für meine kleine Toch-
de- oder Bürgerhaus stattfinden würde. ter das Normalste auf der Welt sein, Gute Kontakte – auch im Internet
Eine Blaukreuz-Gruppe litt darunter, mit dem Internet groß zu werden. Gott wünscht uns gute Kontakte.
dass kaum ein Außenstehender zu ih- Und ich finde das gut. Weil das für alle Bereiche unseres Le-
ren Gruppenstunden kam. Wer will sich Vielleicht fällt es einigen Lesern bens gilt, trifft dies auch für das In-
schon mit Alkoholkranken abgeben? schwer, diese Aussage mit mir zu ternet zu. Unter Gottes Herrschaft
Dann kamen die Verantwortlichen auf teilen. Natürlich gibt es im Inter- kommen gute Kontakte von Men-
folgende Idee: Sie baten einfach den Bür- net Dinge, die nicht in Ordnung schen zustande, egal welches Medi-
germeister und örtliche Prominente, ob sind. Es wird schließlich von uns um sie nutzen: Synchrone Kontakte,
sie nicht Vorträge halten und aus ihrem Menschen gefüllt bei denen beide Gesprächspartner
Leben berichten könnten. Sie kamen ger- und benutzt. Und gleichzeitig miteinander interagie-
ne – und viele Außenstehende wagten weil wir nicht ren. Das persönliche Gespräch, ein
sich zum ersten Mal zu den Blaukreuz- (mehr) perfekt Telefonanruf oder ein Chat im In-
lern. So wurden Hemmschwellen abge- sind, ist auch das, ternet gehören dazu. Und asynchro-
baut, und viele fanden konkrete Hilfe bei was wir produ- ne Kontakte, bei denen die Nach-
den Suchtkrankenhelfern. zieren, nicht per- richt zeitversetzt ankommt – so wie
Wieso nicht mal örtliche „Promis“ an- fekt. Aber dafür bei diesem Artikel oder einer öffent-
fragen, ob sie einmal zu einem Männer- kann das Internet lichen Internetseite, bei einer Nach-
kreis-Vortrag in Ihre Gemeinde kom- nichts, wir sind richt auf dem Anrufbeantworter
men? Mehr als eine Absage riskiert man Heiko Goll (heiko@ daran Schuld. oder in einem Diskussionsforum im
im schlimmsten Fall nicht, und was ha- goll.ch), Dipl.-Betriebs- Das Internet ist Internet.
wirt (BA) mit theolo-
ben wir schon zu verlieren, wo wir doch gischem Examen (FTA von seinem We- Menschen, die Gott erlauben, ihr
die besten Nachrichten der Welt haben? Gießen), ist Daten- sen her neutral. Leben nachhaltig zu prägen, wer-
schutzbeauftragter bei
Claudius Schillinger ERF Medien. Er ist ver- Es ist ein Medi- den in ihren Kontakten mit der
heiratet und hat eine
Tochter.

10 ADA M ONLINE N r. 18 · Mä r z – Ma i 0 9
I Denkste!
rgendwie hänge ich. zieht es in die Natur: Sie lassen ihre Angel schweigend Näch-
Mein Mann und ich te hindurch in unergründliche Gewässer hängen oder lau-
sitzen zum ersten Mal in fen, laufen, laufen, bis die Joggingschuhe qualmen.
diesem Jahr draußen im Man könnte jetzt meinen, sie sind seltsam, diese Arten der
Garten und genießen die Freizeitgestaltung – ich dagegen bin darauf glatt eifersüchtig.
Sonnenstrahlen – zumindest er tut es, ich grübele mal wie- Habe ich doch den Eindruck, ständig nur zu funktionieren
der. Nicht dass meine bessere Hälfte nicht auch überlegen und keine Zeit zum Kindsein zu haben. Ständig bin ich mit
würde, aber ich sehe ihm ganz genau an, dass seine Gedan- Wäschewaschen, Putzen und Gartenarbeit beschäftigt; da
ken leicht sind wie die Frühlingsbrise. Ich brauche ihn gar bleibt kaum Zeit, um zu entdecken, welches Potenzial Gott
nicht zu fragen, was da in seinem Kopf vorgeht, ich weiß es. in mich hineingelegt hat – welche absonderlichen Interessen
Längst sind die Zeiten vorbei, in denen ich ihn alle Nase ich entwickeln könnte.

EVA
lang in den unmöglichsten Situationen (z. B. beim Zähne- Ja, Männer sind mein Vorbild
putzen) gefragt habe: „Was denkst du gerade?“ und er mich in Sachen Hobbypflege. Ständig
© SPOT-SHOT - FOTOLIA.COM

online
mit dieser besonderen Mischung aus Verliebtheit und Verlo- haben sie nur das Eine im Kopf.
genheit angeschaut und geschmachtet hat: „An dich, natür- Bei meinem Mann sind es die
lich.“ Heute sind wir so ehrlich zueinander, die wahren Ge- Kurven, nichts als Kurven. Oder?
danken vor uns auszubreiten. „Was denkst du gerade?“, fragt
Und so ist es keine Überraschung für mich, als er mir mit er plötzlich und ich kann (zu
seiner Antwort auf diese dämliche Frage (denn nichts an- meinem Glück) ehrlich antwor-
deres ist sie, bei der Interesse oft mit Kontrolle verwechselt ten: „An dich. Und du?“, werfe ich den Ball zurück, obwohl
wird) bestätigt, dass ich ihn gut kenne. „Ich dachte eben ich die Antwort ja bereits kenne: Wenn es nicht die Carrera-
über die Streckenführung nach“, spricht er und versucht mir bahn ist, dann wahrscheinlich Fußball, Motorräder oder Jus­
weiter zu erklären, wie er sich den mittlerweile fünften Um- tus, Peter und Bob (von den „3 Fragezeichen“).
bau seiner Carrerabahn vorstellt. Altes Spielkind! Doch er ist immer mal wieder für eine Überraschung gut
Aber wie beneide ich ihn darum. Stun- und sagt: „Ich dachte gerade daran, wie toll ich dich finde.“
denlang kann er vor dem PC hocken und Er zupft mir ein Gänseblümchen aus dem Haar und sieht
mit einem speziellen Programm Strecken- mich liebevoll an: „Ich mag es, wenn du dich so verhältst.“ –
pläne entwerfen; seine Traum­strecke dient „Wie denn?“, frage ich ehrlich erstaunt. „Na, wenn du dich
sogar als Hintergrundbild auf dem Moni- wie eben so irre auf der Wiese wälzt und auf dem Grashalm
tor. Nachts träumt er davon, unser Schlaf- pfeifst. Das hat so was Ursprüngliches. Wie ein Kind, das in
zimmer in die kleine Rumpelkammer, in der Gottes Garten umhertollt.“
jetzt seine Kurven stehen, zu verfrachten Ich nehme den Wiesenstängel aus dem Mund und ärgere
und den großen Raum, in dem wir mich darüber, wie kin-
übernachten, komplett mit Schie- disch ich bin, dass ich
Nicole Vogel ist Au- nen zu verlegen. Am besten gleich das übersehen konnte.
torin und arbeitet un- dreistöckig. „Komm, schubs mich
ter ihrem „wirklichen“
Namen Schender-
Auch andere Männer erfüllen noch mal an“, bitte
lein als Redakteurin, sich in ihrer Freizeit ihre Kindheits- ich meinen Spielkame-
Lektorin und Über- träume: Der eine tüftelt an seiner raden, und mein Mann
setzerin. Mit ihrem
Mann Markus, der Miniatureisenbahn, der andere bas­ bringt die Hängemat-
die Zeichnungen telt Segelflugzeuge, der nächste ver- te in Schwung, dass ich
zu dieser Kolumne
malt, leitet sie einen liert sich stundenlang in Rollen- fast geneigt bin laut los-
christlichen Seelsor- spielen, andere schlagen sich in In- zujauchzen. Hatte ich es
ge- und Beratungs-
dienst (www.kleiner- ternetclans jedes Wochenende vir- nicht gesagt? Ich hänge.
leuchtturm.de). tuell die Köpfe ab, wieder andere AO

Außenwelt anderen Menschen immer wieder gut tun


– persönlich, am Telefon und im Internet. Mehr und
mehr, je weiter sie wachsen. Und sie werden aktiv ein
Gespür dafür entwickeln, welche Kontakte ihnen gut
tun. In Bezug auf die Internetnutzung heißt das, dass
wir uns immer wieder fragen: Wie viel Zeit verbringe
ich im Netz? Nährt es mich – oder laugt es mich aus?
Auf welchen Seiten halte ich mich auf? Fördert oder
behindert meine Internetnutzung reale Beziehungen?
Hilft sie mir, Gott zu begegnen, oder distanziere ich
mich dadurch von ihm?
Wenn wir mit Gott leben, werden wir diese Fragen
ernst nehmen. Denn wenn wir online gehen, wollen
wir mit Jesus surfen – und online mit Gott bleiben. AO

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 11
BÜCHER FÜR M Ä N N E R

Thomas Schirrmacher Matthias Hipler


Internet­ www.Partner- Mike Genung
pornografie  schaft.ade? Mein Weg
... und was jeder Wenn das Internet zur Falle
darüber wissen sollte für die Liebe wird zur Heilung
Hänssler-Verlag, Joh. Brendow & Sohn Verlag Verlag LivingWell, Wien
Holzgerlingen 2008, GmbH, Moers 2002, 2008, 250 Seiten,
224 Seiten, 9,95 Euro 130 Seiten, 8,90 Euro, 15,90 Euro
ISBN 978-3-7751-4838-2 ISBN 3-87067-943-3 ISBN 978-3-200-01179-3

D er Autor setzt sich intensiv mit der Ver-


breitung und den Folgen der Porno-
grafie auseinander. Er verdeutlicht, wie be-
W ie wirkt sich das Internet auf Part-
nerschaften aus? Wie können Paare
im Zeitalter des Netzes zusammen bleiben
D er Verfasser lenkt seinen (und damit
unseren) Blick ziemlich schnell auf
die Situation, in der sich viele Männer
reits Kinder und Jugendliche ein verzerr- oder wieder zueinander finden? Was tun, befinden: Sie erkennen, dass sie innerlich
tes Bild der Sexualität bekommen. Bei im- wenn bei mir oder dem Partner eine On- nicht rund laufen, weil sie mit ihrem se-
mer stärker werdendem Konsum (Reizstei- linesucht vor- xuellen Erleben nicht fertig werden. Hin-
Da es in der Fülle
gerung) durch Nutzung von Internetpor- liegt? Diesen und her gerissen zwischen Anspruch und
des Buchmarktes gar
nografie driften bei Jugendlichen und Er- und ähnlichen nicht so leicht ist, Wirklichkeit erleben sie sich quasi ausge-
wachsenen Lebenswirklichkeit und Phan- Fragen geht der speziell Männerbü- liefert an die Macht, die sie einerseits be-
tasiewelt immer weiter auseinander. Das Autor, erfahre- cher zu finden, stel- herrscht und die sie andererseits selbst
Suchtverhalten verstärkt sich oft schnell, ner Paarthera- len wir Ihnen an die- ausleben.
es werden immer stärkere Reize benötigt. peut, mit vie- ser Stelle immer Bü- Der Verfasser hat einen jahrelangen
Die Schwelle zu Gewalttätigkeit in Ehe len Fallbeispie-
cher mit Männerthe- Kampf geführt. Dann ist ihm klar gewor-
men vor – sowohl
und Familie sinkt, häufig zerbrechen Ehen len nach und neue als auch ältere. den, dass er nur dann aus der Berg- und
daran. Zahlreiche Männer sind bereits so zeigt den Weg Talbahn von Lustgewinn und Scham aus-
pornografiesüchtig, dass sie eine Therapie zu einer gelingenden Beziehung auf. Da- steigen kann, wenn er der Stimulierung
bräuchten. bei deckt er manche Tücken des Internets der eigenen Lust eine radikale Absage er-
In dem Buch wird aufgezeigt, wie man auf, die Paare – aber auch einzelne Männer teilt. Seither leitete er zahlreiche Gruppen,
Suchtverhalten erkennen und Schritte zur und Frauen –gefährden können. die sich vorwiegend mit der Befreiung von
Heilung gehen kann. Im letzten Teil nennt Besonders gut hat mir gefallen, dass der Last mit der Lust befasst haben.
der Autor 47 vernünftige Gründe gegen viele der in dem Buch vorhandenen Tipps Fazit: Ein extrem hilfreiches Buch für
Pornografiekonsum. Der Anhang enthält auch über das Internet hinaus angewandt alle, die gerne wieder über dieser „Sache“
ein ausführliches Literaturverzeichnis. werden können, um eine stabile Partner- stehen wollen, statt unter ihr zu leiden.
Fazit: 
Diese Lektüre rüttelt auf! Ein ak- schaft aufzubauen und zu erhalten. Auch für solche, die Männer einzeln oder
tuelles, wichtiges Buch mit vielen Fakten, Fazit: Paare und Eheberater finden hier in Gruppen betreuen. Zahlreiche Tipps
sachlich und kompetent geschrieben. Es eine Reihe hilfreicher Tipps, damit das am Ende geben Männern wie auch Frauen
fordert zum Nachdenken und Umdenken Internet nicht zur Falle für die Beziehung praktische Hilfen an die Hand.
heraus. Matthias Rauch wird. Emmerich Adam Michael Mogel

FZF – Franke & Zdarsky


Die Mandantschaft unserer zivilrechtlich ausgerichteten Kanzlei
setzt sich zu einem erheblichen Teil aus christlichen Gemeinden und
Werken zusammen. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir daher

eine(n) Anwalt(in),
der/die die sich hieraus ergebenden besonderen Interessen­
lagen versteht und vertreten kann. Ihr hohes, fachliches Inter-
esse sollte die Bereiche Gesellschaftsrecht, Franchiserecht, (ge-
werbliches) Mietrecht, Familienrecht oder Arbeitsrecht umfas-
sen. ¶ Wir suchen eine Persönlichkeit, die sich durch Initiative,
Selbständigkeit und eine betriebswirtschaftliche Denkweise aus-
zeichnet. ¶ Weitere Informationen über unsere Kanzlei erhalten
Sie unter www.fzf.de. ¶ Interessiert? Dann würden wir uns über
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12 ADA M ONLINE N r. 18 · Mä r z – Ma i 0 9
TERMINE
Veranstaltungen für Männer
MÄRZ
n 06.-08.03.2009 Männerwochenende
MAI
n 08.-10.05.2009 Männertage
Veranstalter: Team.F – mit Roel Koops, Tho- Thema: Mann nach dem Herzen Gottes
mas Stein mit Team Veranstalter: Missionswerk „Leben in
Ort: A-4211 Alberndorf bei Linz (Österreich) Christus“ – mit Hannes Steets und Team
Infos: Tel. 0043(0)767277/2072, Fax Ort: A-Imst/Tirol
0043(0)/720724, info@team-f.at, www. Infos: Tel. 0043(0)5412/66050510, Fax
team-f.at 0043(0)5412/66050/555, verwaltung@
missionswerk.co.at, www.missionswerk.co.at
n 07.03.2009 Männertag
Thema: „Born to be wild“ n 14.-17.05.2009 Männer-Rüstzeit
Veranstalter: Team.F – mit Dr. Heiner Rust, Thema: Gottes(-)Männer 
Dr. Roland Werner, Matthias Hoffmann Veranstalter: Männerarbeit der Ev.-Luth. Lan-
Ort: 34134 Kassel deskirche Sachsens – mit Thomas Lieber­
Infos: Tel. 02351/81686, www.team-f.de wirth und Günther Pilz
Ort: 01824 Kurort Rathen/Sächsische
n 07.03.2009 Männertag Schweiz
Thema: Zeit unter der Lupe Infos: Tel. 037293/89851, Fax
Veranstalter: Männerarbeit der Ev.-Luth. Lan- 037293/89850, tl.lgst@maennerarbeit-
deskirche Sachsens – mit Dipl.-Päd. Diet- sachsen.de, www.maennerarbeit-sachsen.de
er Leicht
Ort: 02762 Grubschütz bei Bautzen n 16.05.2009 Anbetungstag für Männer
Infos: Tel. 037293/89851, Fax Motto: Männer beten an
037293/89850, tl.lgst@maennerarbeit- Veranstalter: Thomas Horn
sachsen.de, www.maennerarbeit-sachsen.de Ort: bei Nürnberg
Infos: hornto@web.de
n 12.03.2009 Anbetungstag für Männer
Motto: Männer beten an n 17.05.2009 Motorradrundfahrt
Veranstalter: Thomas Horn & Familienkom- Veranstalter: Neues Leben Zentrum
munität Siloah Ort: 57635 Wölmersen
Ort: 99880 Neufrankenroda Infos: Tel. 02681/2396, zentrum@neues-
Infos: Tel. 036254/8440, Fax 036254/84499, leben.de, www.neues-leben.de
hornto@web.de oder kontakt@siloah-hof.de
n 20.-24.05.2009 Männer-Rüstzeit
n 26.-29.03.2009 Krelinger Männertage Thema: Männer als Gewinner und Verlierer
Veranstalter: Geistliches Rüstzentrum Krelin- Veranstalter: Männerarbeit der Ev.-Luth. Lan-
gen – mit Rainer Osterloh (CMT), Rudi Pinke deskirche Sachsens – mit Hartmut Günther
Ort: 29664 Walsrode Ort: 82488 Gemeinde Ettal/Ammergauer Al-
Infos: Tel. 05167/9700, Fax 05167/970160, pen
grz@grz-krelingen.de, www.grz-krelingen.de Infos: Tel. 037293/89851, Fax
037293/89850, tl.lgst@maennerarbeit-
n 27.-29.03.2009 Männerseminar sachsen.de, www.maennerarbeit-sachsen.de
Thema: Männer auf dem Weg zur eigenen
Identität n 21.05.2009 Männertag im Seilgarten
Veranstalter: Kirche im Aufbruch – mit Pfarrer Veranstalter: Jugend mit einer Mission Hai-
Thomas Piehler nichen;
Ort: 73326 Deggingen Ort: 09661 Hainichen
Infos: Tel. 07334/92180, info@kirche-im- Infos: Tel. 037207-5690-21, info@jmem-hc.
aufbruch.de, www.kirche-im-aufbruch.de de, www.jmem-hc.de

APRIL JUNI
n 18.-20.04.2009 Vater-Kind-Wochenende n 12.-14.06.2009 Vater-Kind-Tage
Veranstalter: Team.F Thema: Hallo Papa – danke!
Ort: 34329 Nieste (bei Kassel) Veranstalter: Christliches Lebenszentrum
Infos: Tel. 02351/81686, www.team-f.de Langenburg – mit Claus Löffler, Thomas
Greiner, Achim Bentele;
n 24.-26.04.2009 Männer-Wochenende Ort: 74595 Langenburg
48 plus Infos: Tel. 07905/940691, Fax
Veranstalter: Elops e. V. – mit Werner Berr 07905/940430, info@for-the-family.de,
Ort: 91472 Ipsheim www.for-the-family.de
Infos: Tel. 09846/978606, Fax
09846/978607, werner.berr@elops.de, www. n 13.06.2009 Seminar
tls-kaubenheim.de Thema: Vom Missbrauch und Genuss der
Sexualität
Veranstalter: Jugend mit einer Mission Hai-
nichen – mit Rolf Trauernicht
Ort: 09661 Hainichen
Infos: Tel. 037207-5690-21, info@jmem-hc.
Diese und weitere Termine de, www.jmem-hc.de
nach Redaktionsschluss finden
Sie auf unserer Website: n 23.-28.06.2009 Motorradfreizeit
Veranstalter: Neues Leben Zentrum - mit
www.adam-online.de Klaus Schmidt und Dr. Hans-Georg Wünsch
Ort: 57635 Wölmersen
Infos: Tel. 02681/2396, zentrum@neues-
leben.de, www.neues-leben.de

JULI
n 03.-11.07.2009 Segel-Rüstzeit für Män-
ner, (Groß-)Väter und (Enkel-)Söhne
Veranstalter: Männerarbeit der Ev.-Luth. Lan-
deskirche Sachsens – mit Hartmut Günther
Ort: Holland
Infos: Tel. 037293/89851, Fax
037293/89850, tl.lgst@maennerarbeit-
sachsen.de, www.maennerarbeit-sachsen.de

FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 13
Masse in die Ringform einfüllen
LESERBRIEFE

Diesmal bekamen wir besonders viele interessante Le-


Moderne Kirche für

ADAM
serbriefe, und die Auswahl und Kürzung fiel uns wirklich FÜR DEN MANN MIT WERTEN

online
Bei 180°C etwa
schwer.1 Haben
StundeSiebacken.
bitte Verständnis, dass wir aus Platz- Männer nicht attraktiv
D
gründen nicht alles in voller Länge abdrucken konnten.
(Umluft 160°C) iese Verbindung aus di-
rektem Kontakt mit Jesus
(Berührung) und Sendung in
eine Mission (Bestimmung)
Impressum
ist für Männer sehr attraktiv. In Bestelladresse
der modernen Kirche, die In- Adam online
stitutionen errichtet und nicht Am Alten Friedhof 12
D-35394 Gießen
verschworene Gemeinschaf- Tel. 06 41/9 43 35-41
ten bildet, fehlt beides, und Fax 06 41/9 43 35-42
so ist sie für Männer auch E-Mail: vertrieb@
nicht attraktiv. Sonntags drei adam-online.de
Lieder singen, einen Vortrag Herausgeber
hören und noch einen Kaffee trinken – das ist nicht Ge- CVMEF e.V. (Christlicher
meinde, die so wie Jesus ist, sondern dies ist die durch Verein zur Förderung von
Jahrhunderte kunstvoll domestizierte Form von „Christ- Männern, Ehepaaren und
Familien)
sein ohne Christus“ bzw. einem „Sonntagschristentum“, 1. Vorsitzender: Dipl.-����
The-
in dem es um alles andere, aber nicht um risikorei-
HELD E N A M H E R D che Nachfolge, Grenzerfahrungen oder gar um die Voll-
ol. Emmerich Adam
Am Alten Friedhof 12
macht, Dämonen auszutreiben, geht. Oder eben darum, D-35394 Gießen
Männer von religiösen Konsumenten in missionarische Redaktionsteam
Jünger zu verwandeln ... Denn Jesus ist alles andere Emmerich Adam

Zimt-Apfel-Ring als ein Anpasser, Stillsitzer oder kirchlicher Verwaltungs-


Fachmann. Wo er auftaucht, kommen die Elemente von
Berührung und Bestimmung auf den Plan. Da wird die
(Redaktionsleitung)
Sabine Adam
Serge Enns
Michael Mogel
Gemeinde wieder verschworen und apostolisch. Wie

N
Beirat
ehmen wir einmal an: Sie sind könnten da Männer widerstehen? Frank Krause Wilf Gasser
am Wochenende zu Hause. Sie Patrick Hamilton
könnten zwar hier und dort etwas Fühlen sich Männer noch gebraucht? Gerry Klein

E in Punkt ist sicherlich, dass generell Männer mehr Thomas Lieberwirth


tun, aber die Welt wird kaum unter- Christof Matthias
auf Fakten und Reales aus sind als Frauen. (Wie
gehen, wenn Sie es doch nicht tun. alles zwischen den Geschlechtern gilt dies nicht zu
Werner May
Rainer Osterloh
Daher mein Vorschlag: Machen Sie 100, aber wohl etwa für 80% der Geschlechter). Also Claudius Schillinger
doch am Sonntag das Mittag- und/ ist „Übersinnliches“ und damit auch „Glauben“ an Din- Anzeigen
oder Abendessen. Bei uns geht der ge, die man nicht mit dem Schraubenzieher bewegen Daniel Zabel
kann, nicht so das typische Ding von Männern. In der Münchener Str. 30
Gottesdienst oft bis 12 oder 13 Uhr.
frühchristlichen Zeit ist übrigens der Glauben an Jesus D-86899 Landsberg
Dann mache ich einen Kaffee mit Christus oft zuerst von den Frauen absorbiert und dann Tel. 0 81 91/29 00 38-0
Horst Ehmann war
einem Stück Kuchen und das war- ao@smartart24.de
u. a. Koch, Konditor- an Männer weitergegeben worden. Ich denke da an
und Bäckermeister und me Abendessen (z. B. das Gericht das Ehepaar Aquila und Prisca sowie an Timotheus Layout & Grafik
lebt jetzt im Ruhestand. und Kaiser Konstantin und ihre Mütter. Aber Männer Daniel Zabel
Bücher mit Rezepten aus der vorletzten Ausgabe von www.smartart24.de
haben dann eine reale Gemeinschaft daraus „organi-
des Autors (bisher 4 Adam online) auf ca. 17.00 Uhr. Druck
Bände) können Sie siert“: Gemeinden und letztlich die ganze christliche Ur-
auf seiner Homepage Für diesen Kuchen gebe ich Ih- kirche. Und sie haben diese Botschaft hinaus getragen Stafadruck, Hüttenberg
bestellen: nen heute eine Anleitung. Sie müs- in andere, fremde Regionen. Das war mit viel Kampf Copyright
www.horst-ehmann.de und auch Feindschaft, ja Gefangenschaft und Tod ver- CVMEF e. V.
sen ihn möglichst schon am Sams-
tag backen, damit er sein Aroma so bunden. Bildnachweis
Also: Ist es vielleicht so, dass sich Männer in einer Alle Fotos, wenn nicht an-
richtig bis zum Sonntag entfalten etablierten, nicht mehr kämpferischen Kirche, die primär ders vermerkt, aus dem
kann. Sehen Sie nach, welche Roh- Archiv von D. Zabel
Jesus-Beziehungs-Lieder singt, nicht mehr gebraucht
Zimt-Apfel-Ring stoffe im Hause sind, und kaufen fühlen? Ich plädiere nicht für einen neuen Kreuzzug! Internet
Aber es gibt m. E. sehr sehr viel zu tun und auch zu www.adam-online.de
Sie ein,
1 Stunde vor dem Teigmachen vorbereiten: Äpfelwas ohne Kernhaus in kleine 1-2 cm WürfelAO
fehlt.
schälen,
schneiden. In einen verschließbaren Behälter geben (und 3 Schnapsgläser Rum) und 1 TL Zimt organisieren, selbst in der materiell überbetonten und Erscheinungsweise
immer wieder durch schütteln untereinandermischen. (Rum ist eine “Kann-Zutat”, kann durch vierteljährlich (März,
Apfelsaft ersetzt werden.) geistlich verschlafenen deutschen Christenheit ...
Juni, September und
! Vorbereiten: Form fetten Dr. Martin Völz Dezember)
Äpfel Rum Zimt
Bezug
1 kg 3 Schn.Gl. 1 TL Nichts sagender Begriff „Spiritualität“ Die Zeitschrift wird gegen

W
Fett
mischen arum um alles in der Welt benutzt Adam online Spende abgegeben
Vanille- Hasel-
diesen – unsäglich nichts sagenden – Begriff „Spi- bzw. ist Bestandteil der
Back-
Butter Zucker zucker Eier nüsse Mehl pulver Kakao ritualität“? Darunter verkauft man(n) (frau auch) heu- Vereinsmitgliedschaft bei
te alles von asiatisch angehauchter Esoterik über He- CVMEF e. V.
250 g 250 g 1 Pck 4 St 200 g 200 g 1 Pck 1 EL
xen bis Zauberei und Kartenlegen. Ich habe es weder Spendenkonto
schaumig rühren fein
gerieben mit Spirit(ism)us noch mit sonst was dergleichen. Deutschland
Ausgerechnet in einem offiziellen kirchlichen Fortbil- Empfänger: CVMEF e. V.
gut mischen Ev. Darlehnsgenossen-
dungskurs in Sachen Öffentlichkeitsarbeit hat der Leiter schaft eG Kiel
mal genau dieses Wort auf‘s Korn BLZ 210 602 37
genommen: Spiritualität ist re- Kto.-Nr. 98639
ligiös, christlich ist was an- Für günstige Überwei-
deres! Ich würde sagen:
Weniger sungen aus dem EU-
Spiritualität ist diffus, Spenden 2008 Ausland:
IBAN: DE72 2106 0237
unter- einrühren nivellierend, unscharf Etwas Sorge bereitet uns, dass wir 0000 0986 39
rühren . . . Glaube ist „geist- 2008 – trotz vieler neuer Leser – BIC: GENODEF1EDG
Masse in die Ringform einfüllen
lich“, vielleicht sogar etwa 20 Prozent weniger Spenden er-
hielten. Wir sind auf die finanzielle Un- Spendenkonto Schweiz
„heilig“ (und damit Empfänger: CVMEF e. V.
terstützung unserer Leser angewiesen,
das Gegenteil von denn unsere Aktivitäten im Print- und PostFinance Schweiz:
Bei 180°C etwa 1 Stunde backen. „spirituell“). Online-Bereich verursachen uns er- Gelbes Postkonto
(Umluft 160°C) Thomas Lieberwirth hebliche Kosten. Spendenkonto Nr. 60-451931-3
s. rechts im Impressum.

14 ADA M ONLINE N r. 18 · Mä r z – Ma i 0 9
IN EIGENER S A C H E

B
ei „online“ denkt gehen und online mit
man normaler- ihm bleiben. Den er-
weise ans Inter- Warum sten Schritt dazu hat
net: Adam geht online?
Also eine Internet-Zeit- heißt unsere Gott selbst schon ge-
tan, indem er durch Je-
schrift für Männer? Nein.
„Adam“ bezieht sich Zeitschrift sus Christus mit uns in
Verbindung trat. Doch
auf den ersten Mann,
von dem wir in der Bi-
Adam online? eine Online-Verbindung
kann nie einseitig auf-
bel lesen. Streng ge- gebaut und gehalten
nommen hat „Adam“ im 1. Buch der Bibel werden; der andere muss da­rauf rea-
(Genesis/1. Buch Mose) zunächst die all- gieren und die Verbindung halten, sonst
gemeine Bedeutung „Mensch“, und erst ab bricht sie ab.
Genesis 4,25 wird „Adam“ als Eigenname WERTE: Dieses Anliegen – online
für den ersten Mann verwendet. mit Gott zu gehen und zu bleiben – wol-
O F F L I N E : Adam war nicht nur im Ein- len wir als Herausgeber und Autoren von
klang mit der ihn umgebenden Natur, son- Adam online verständlich, zeitgemäß und
dern er hatte auch eine klare Verbindung ansprechend herüber bringen. Ferner be-
zu Gott, er war sozusagen online mit ihm. handeln wir unterschiedliche Themen aus
Diese innige Verbindung ging verloren, als der Perspektive des Mannes. Dabei spielen
sich Adam von Gott abwandte. für uns die vom christlichen Glauben und
Doch die verloren gegangene Verbin- der Bibel vorgegebenen Werte eine zentra-
dung zu Gott kann wiederhergestellt wer- le Rolle. So lautet der Untertitel von Adam
den – durch den „neuen“ oder „letzten online: „Für den Mann mit Werten“. Von
Adam“, wie er von Paulus genannt wird (1 diesen Werten her möchten wir Denkan-
Kor 15,45): Jesus Christus. stöße, Anregungen und Hilfen anbieten –
O N L I N E : Das Anliegen von Adam on- für Männer mit Werten und solche, die auf
line ist es, dass Männer online mit Gott der Suche nach Werten sind.

W as vie- Wie finanziert sich zu einem ge-


le nicht
wissen – be-
Adam online? ringen Teil
über die in der
sonders diejenigen, die un- Zeitschrift enthaltenen An-
sere Zeitschrift von jeman- zeigen. Beides gelingt uns
dem geschenkt bekommen von Ausgabe zu Ausgabe
oder in einer Auslage ent- mal mehr, mal weniger gut.
deckt haben: Adam online Wenn Sie unsere Zeit-
finanziert sich nicht über schrift gut finden und Sie
Abogebühren. Auch steht es sich leisten können, un-
kein finanzkräftiger Verlag terstützen Sie uns bitte mit
oder Sponsor hinter uns. einer einmaligen oder re-
Zum Großteil versuchen gelmäßigen Spende. Unser
wir, jede Ausgabe über die Spendenkonto finden Sie
freiwilligen Spenden von links unten im Impressum.
Lesern zu finanzieren – und Ihr Team von Adam online

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Am Alten Friedhof 12 Fax: 06 41/9 43 35-42
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FÜR DE N M A N N M I T W E R T E N 15
Rainer Zilly (www.kreativ-agentur-zilly.de) bewegt seit 1967 krea-
tiv seine Hände, seit 1991 selbst- und ständig auf der Suche nach
neuen Motiven. Egal ob mit Pinsel, Bleistift, Computer oder Digi-
cam – vor ihm ist fast nichts und niemand sicher. – Der Text zum
Cartoon stammt von Marcel Schneider und Rainer Zilly.

Hasenfalle

DAS L E T Z T E WO R T

Als er während des Surfens bei


www.heisse-haeschen.com
strandete, geriet Biedermann
so sehr in Fahrt, dass er ganz
vergaß, ein paar seiner
300 Online-Freiminuten für
www.ich-beichte.net
aufzuheben.