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Duales Studium:

Vorteile
Fangen wir mit den positiven Seiten an – davon gibt es im dualen Studium nämlich eine ganze Menge.
Wer sich entscheidet, dual zu studieren, profitiert zum Beispiel von …

… der Praxisnähe

Der Praxisbezug ist der wohl größte Pluspunkt im dualen Studium. Wer dual studiert, sammelt bereits
während der Studienzeit jede Menge Berufserfahrung. Während viele Bachelorabsolventen schon beim
Gedanken an den Berufseinstieg kalte Füße bekommen, können dual Studierende dem Studienabschluss
gelassen entgegenblicken. Als dualer Studi weißt du genau, was dich im Berufsleben erwartet – der
gefürchtete Praxisschock bleibt dir erspart. Ein weiterer Vorteil der Praxisnähe: Was du im Hörsaal
lernst, kannst du in deinen praktischen Ausbildungsabschnitten direkt anwenden. Das sorgt für
Abwechslung und motiviert. Und im Bewerbungsgespräch kannst du später als Absolvent eines dualen
Studiums mit deiner Praxiserfahrung ordentlich punkten!

… mehreren Abschlüssen

Eins vorweg: Dieser Vorteil gilt nicht für jedes duale Studium. Nur im ausbildungsintegrierenden Modell
erwirbst du neben dem Bachelorabschluss zusätzlich einen (meist) staatlich anerkannten
Berufsabschluss. Wer sich hierfür entscheidet, hat neben Vorlesungen und Seminaren an der
Hochschule und den Praxisphasen im Ausbildungsunternehmen in der Regel noch Berufsschule.
Ausbildungsintegrierend dual studieren hat es also in sich – dafür wirst du am Ende mit dem begehrten
Doppelabschluss belohnt. Wer Berufsausbildung und Studium nacheinander absolviert, braucht dafür
mehr als doppelt so lange.

… dem Gehalt im dualen Studium

In der Regel zahlt dein Ausbildungs- bzw. Praxisunternehmen dir während des dualen Studiums ein
Gehalt. Die Studienkosten (Studiengebühren, Lehrmaterial, evtl. eigene Wohnung, Lebensmittel etc.)
lassen sich so leichter finanzieren. Die Höhe deiner Vergütung wird im Ausbildungs- bzw. Praxisvertrag
festgehalten. Wenn du Glück hast, übernimmt das Unternehmen sogar zusätzlich deine
Studiengebühren komplett. Ein bisschen müssen wir die Euphorie trotzdem bremsen: Reich ist man als
dual Studierender definitiv nicht. Knapp die Hälfte von 600 Befragten gab in unserer Umfrage "Reicht
das Gehalt im dualen Studium?" an, nicht gut mit dem Gehalt im dualen Studium auszukommen.
Dennoch: Wer sich ein Studium sonst kaum leisten könnte und sich nicht verschulden möchte, für den
ist die Bezahlung im dualen Studium ein großer Vorteil.

… guten Übernahmechancen

Unternehmen bieten duale Studienplätze in erster Linie an, um qualifizierte Nachwuchsführungskräfte


auszubilden und von Anfang an an sich zu binden. Im Laufe des Studiums investiert dein
Kooperationsbetrieb eine stattliche Summe in deine Ausbildung. Kein Wunder also, dass er daran
interessiert ist, dich nach dem Abschluss im Unternehmen zu halten und, wenn möglich, zu
übernehmen. Das passt auch zu den Ergebnissen einer Studie des IAQ der Uni Duisburg-Essen: Drei
Viertel der dort 2016 befragten dual Studierenden gaben an, mit ihrem Arbeitgeber eine
Übernahmevereinbarung getroffen zu haben. Die Jobsuche nach dem Abschluss fällt in den meisten
Fällen also weg. Eindeutig ein großer Pluspunkt eines dualen Studiums!

… guten Studienbedingungen

Hochschulen und Berufsakademien, die duale Studienprogramme anbieten, können häufig mit
hervorragenden Studienbedingungen punkten. Die Studiengruppen bestehen oft nur aus zehn bis 40
Studierenden, solche Verhältnisse sind in einem „normalen“ Vollzeitstudium seltener. Auch die
Ausstattung ist an vielen dualen Hochschulen und Berufsakademien sehr modern.

Nachteile
Bislang haben wir dir nur die Schokoladenseite des dualen Studiums präsentiert. Aber: Wo Licht ist, ist
auch Schatten. Damit du realistisch einschätzen kannst, ob ein duales Studium für dich in Frage kommt,
wollen wir dir auch die Nachteile des Modells nicht verschweigen, nämlich ...

... kaum Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Laufbahn

Durch den sehr hohen Praxisanteil im dualen Studium kommt an manchen Stellen die Wissenschaft, die
ein Studium eigentlich auszeichnet, zu kurz. Zudem wird nur am Rande auf das Thema Forschung
eingegangen. Wer während der Studienzeit merkt, dass auch eine wissenschaftliche Laufbahn als
Dozierender (und evtl. später als Professor/in) an einer Hochschule in Frage kommt, der hat mit einem
dualen Bachelorabschluss Schwierigkeiten, in diesen Bereich zu wechseln. Erst einmal ist ohnehin der
Masterabschluss Voraussetzung für eine Hochschulkarriere in Forschung und Lehre. Auch wer später
den „Doktor machen“, also promovieren möchte, wird sich eher schwertun einen Doktorvater zu finden,
wenn im Bachelor dual studiert wurde.

... hohe Arbeitsbelastung

Ein duales Studium ist nicht unbedingt für zartbesaitete Zeitgenossen geeignet. Durch den ständigen
Wechsel von Praxisphasen, in denen eventuell sogar noch die Berufsschule besucht werden muss, und
Vorlesungszeiten, die meist mit Klausuren abschließen, ist ein duales Studium ganz schön
arbeitsintensiv. Erholung in den Semesterferien? Fehlanzeige. Theorie und Praxis sind eng getaktet, von
wochenlangen Ferien können duale Studis nur träumen. Stattdessen stehen ihnen lediglich die
betrieblichen Urlaubstage zu, also meist zwischen 25 und 30 freie Tage pro Jahr. Glückspilze unter den
dual Studierenden werden zwar für die Lernphasen vor den Klausuren freigestellt, Standard ist das leider
nicht.

... Abbruch des dualen Studiums nur schwer möglich

Wer sich einmal für ein duales Studium entschieden hat, will dies normalerweise auch zu Ende führen.
Doch was tun, wenn man nach dem ersten Semester mit der Studien- und Berufswahl unglücklich ist
und das Studium so überhaupt keinen Spaß macht? Für „normale“ Studis ist ein Fachwechsel oder
Studienabbruch nicht weiter tragisch. Im dualen Studium sieht es leider etwas anders aus: der
(ehemalige) Arbeitgeber kann in solchen Fällen die Rückzahlung der bis dato geleisteten
Studiengebühren verlangen. Im Extremfall zwingt das dual Studierende dazu, die Ausbildung zu Ende zu
bringen, obwohl sie wissen, dass sie sich falsch entschieden haben und sich jeden Tag zur Arbeit
„quälen“.
... Festlegung auf einen Arbeitsbereich

Das „normale“ Studienmodell macht es recht leicht, im Laufe des Studiums eigene Schwerpunkte zu
setzen, zum Beispiel durch unterschiedliche Praktika oder die Wahl bestimmter Vertiefungsfächer.
Anders sieht es im dualen Studium aus: In der Regel absolvierst du deine Praxisphasen immer beim
gleichen Unternehmen. Ein Blick über den Tellerrand ist nicht vorgesehen.

Während ein Vollzeit-BWL-Studierender zum Beispiel im vierten oder fünften Semester einen
bestimmten Bereich der Betriebswirtschaftslehre als Schwerpunkt wählen und sich so spezialisieren
kann, sind duale BWL-Studiengänge meist von Anfang an auf einen Teilbereich der BWL ausgerichtet.
Das macht durchaus Sinn: Dein Ausbildungsunternehmen möchte dich natürlich möglichst zum eigenen
Bedarf passend ausbilden. Du legst dich also schon bei der Studienwahl nicht nur auf ein Studienfach,
sondern mehr oder weniger auch auf einen Tätigkeitsbereich fest. Im Idealfall triffst du mit der Wahl des
dualen Studienplatzes genau ins Schwarze – dann ist die Spezialisierung ein großer Vorteil. Haut das
nicht hin und die Arbeitsrealität sieht anders aus, als du es dir vorgestellt hast, wird die Festlegung auf
einen Bereich im dualen Studium problematisch.

Auslandssemester
Die Vorteile
Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse

Karrierevorsprung nach dem Studium

(Auslands-)Erfahrung sammeln (für´s Leben und den Lebenslauf)

Neue Leute, neues Land und eine neue Kultur kennenlernen

Kontakte knüpfen und „netzwerken“

Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und Flexibilität werden gefördert

Die Vorteile sind wirklich enorm: Denn die Verbesserung der Sprachkenntnisse passiert im Prinzip
automatisch, genauso wie die Stärkung deiner Selbstständigkeit. Ins Ausland gehen hat also viele
positive Nebeneffekte, selbst wenn man gar um der Karriere Willen international studiert.

Die Nachteile
Doppelbelastung von Studium und Fremdsprache

Heimweh

Hohe Kosten

Belastung sozialer Kontakte (Freunde und Familie)

Hoher Planungsaufwand

Schwierigkeiten bei der Anrechnung und Übertragung von erbrachten Leistungen

Kulturelle Unterschiede
Klar, die Planung im Vorfeld, die Kosten und ggf. kulturelle Unterschiede bedeuten schon eine
Belastung.

Nachhilfeunterricht
Pro:
Wenn du die Sache ernst nimmst, werden sich deine schulischen Leistungen bald verbessern.

Das Lernen und die Schule machen dir vielleicht sogar mehr Spaß, da du das aktuelle Thema besser
verstehst und du auch wieder Erfolgserlebnisse hast.

Die Angst vor Abfragen, Stegreifaufgaben und Schulaufgaben wird kleiner.

Du kannst nochmal von vorne anfangen, bzw. es dir so oft erklären lassen wie du willst oder bis du es
eben verstehst.

Kontra:
Je nachdem welche Art von Nachhilfe du wählst, wird es für dich und deine Eltern teuer.

Nachhilfe ist nicht die Lösung für jedes Lern- oder Schulproblem.

Nachhilfe nimmt deine Zeit in Anspruch. Du musst mindestens einen Nachmittag in der Woche „opfern“.