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University of Toronto

http://www.archive.org/details/diehomiliensammlOOIoec

4

Die

Hoiiliensnliiiig des Paulus Diatois,

die

unmittelbare Vorlage

des

Otfridischen Evangelienbuchs.

Inaugural-Disseitation

Erlangung der Doetorwürde

der ikilMogliiscIien Fakultät zn Kiel

vorgelegt

von

Georg Loeck.

Opponenten:

cand, phil. Hess.

stud. phil. Kuhlmann.

Druck

•M—«f

Kiel.

von

C. Seh lidt.

.

A v

>*Y6-1935

7SIZ

Nr. 8.

Rectoratsj ahr 1 890/9 1

Imprimatur. Dr. G. Glogau,

h. t. decanus.

Seinen teuren Eltern

in Dankbarkeit gewidmet.

Die im Jahre 1833 von Lachmann in seinem Aufsatz über

»Otfrid«*) ausgesprochene Vermutung, ihm scheine für das Evan-

gelienbuch an Stelle der von Schilter aus den Werken Alkuins,

Gregors des Grossen, Augustins und Hieronymus beigebrachten

Quellennachweise »ein umfassenderes und kürzeres Werk zum

Grunde zu liegen,«- schien durch die Ergebnisse der Kelle'schen

Untersuchungen in der Einleitung zum ersten Teil seiner Aus-

gabe erheblich an Wahrscheinlichkeit verloren zu haben. Auch

die beträchtliche Anzahl neuer Parallelstellen, um die Piper und

Erdmann auf Grund der von Kelle angenommenen Quellen-

schriften das von ihm schon beigebrachte Quellenmaterial ver-

mehrten, schien seine Annahme nur von neuem zu bestätigen.

Und

mir immer wieder von neuem

aufdrängende Erage nicht unterdrücken: Ist es denkbar, dass für die Herstellung der Otfrid'schen Dichtung eine so grosse

doch konnte ich die

sich

Anzahl so umfangreicher verschiedener Quellenwerke heran-

gezogen sein sollte, wie sie Kelle angiebt?

Dieser Zweifel be-

wog mich, mir einen Ueberblick über die theologische Literatur

und Bildung des karolingischen Zeitalters zu verschaffen, um aus

die zur

ihm dann möglicherweise die Spuren zu gewinnen,

Entdeckung des von Lachmann geahnten , aber nicht aufge-

Ich bin hierbei zu folgenden

fundenen Werkes führen konnten.

Ergebnissen gelangt. Unter den vielfachen Bemühungen Karls des Grossen um

die Bildung des Klerus, die ihren gesetzgeberischen Ausdruck in verschiedenen, das Mass der wissenschaftlichen Anforderungen

bestimmenden Kapitularen fanden, war es vor allen Dingen auch

*) Der Artikel »Ottfride in Ersch und Grubers Encyklopädie ; wieder ab-

gedruckt im ersten Band der kleineren Schriften p. 449 460.

seine unausgesetzte Sorge, die Geistlichkeit zu erhöhter Pflege

der Predigt anzuregen.

das Jahr 783 Paulus Diakonus, aus den Werken der Kirchenvater eine Mustersammlung von Predigten zusammenzustellen, und ver-

sah sodann diesen so geschaffenen, in die beiden Teile llomiliae

de tempore und Homiliae de Sonetts zerfallenden Homiliarius

mit einem eigenen Empfehlungsschreiben an die Bischöfe des

Er beauftragte zu dem Zweck

um

Reichs.

Ohne Zweifel war es dem Kaiser bei der Verbreituni;

dieser Homiliensammlung hauptsächlich darum zu tun, dem Geist-

lichen eine Vorlage für die Predigt in deutscher Sprache in die

zu Tours abge-

Hand zu

geben; und wenn

die

im Jahre 813

haltene Synode die ausdrückliche Bestimmung trifft, jeder Prie-

ster solle Homilien besitzen *(//a&eat)* und dieselben *transferre

studeat in rusticam rotnanam linguam aut theotiscam, quo f acutus

euneti possint intelligere, quae dieuntur* eine Bestimmung, die das unter dem Vorsitz des Hrabanus Maurus abgehaltene Conzil zu Mainz mit denselben Worten wiederholt , so ist

wohl anzunehmen, dass mit jenen Homilien eben die Sammlung

des Paulus Diakonus gemeint sei, welche

Volkssprache übersetzen, also als Musterpredigten gebrauchen

sollten.

Ein Werk, das von so hoher Stelle aus angeregt und ge-

die Prediger in

die

fördert, auf dessen Benutzung durch Synodalbeschlüsse wieder-

holt hingewiesen wurde und . das andererseits dem Geistlichen

die Ausübung seines Predigerberufs ungemein erleichtern musste,

konnte einem Manne von der Sorgfalt und wissenschaftlichen Be-

deutung Otfrids unmöglich unbekannt geblieben sein. Ja Otfrid,

der, wie aus dem Widmungsschreiben an den Bischof Liutbert

von Mainz hervorgeht, nicht nur monachus, sondern auch presbyter

gewesen ist und als solcher zum Predigen berufen und befähigt

war, wird ohne Frage auch seiner homiletischen Tätigkeit das kaum achtzig Jahre vorher entstandene Werk des Paulus Dia-

konus zu Grunde gelegt haben.

Was lag

nun aber näher,

als

dass unser Dichter, dessen Evangelienbuch ebenfalls ausgesprochen

geistlich-didaktische Absichten verfolgt und sich allein in der

poetischen Form von den von der Kanzel zur Gemeinde ge- sprochenen Predigten unterscheidet, jenen Homiliarius als Vor-

für seine Dichtung heranzog und so gewisser -

lage auch

massen auf dichterischem W ege den nschen Karls

und der Synoden Genüge tat?

Nachdem sich so a priori die Wahrscheinlichkeit einer Be-

nutzung des Homiliars von Paulus Diakonus bei der Abfassung des Otfridischen Evangelienbuches ergeben hat, können wir zu

der Inhalt und Ausdruck betreffenden Vergleichung beider Werke

schreiten, als deren Ergebnis wir die folgenden Uebereinstim- munjjen gewinnen.

I.

3.

35 36: Fon anagenge worolti unz anan

T.

ira ziti

zeli

du

thaz kunni,

stunton sibini.

so

4;

Fuit in diebus Herodis

ist

einlif

regis

cerdos nomine Zacharias.

85

86: Thiu quena sun was dragenti

joh sih harto scamenti,

thaz

siu

scolta in

gan in henti.

elti

mit kinde

*Hom. I. 92**:

sive septies undeeim sive undecies septem dicamus, septuaginta septem

perficiemus

Beatus Lucas

catalogum Dominicae generationis

septuaginta septem generationibus

terminavit ineipiens

a Joseph

et

usque ad ipsum Deum conditorem

perveniens.

Hom. II. 19 (Beda):

Fuit in diebus Herodis regis Judaeae

sacerdos nomine Zacharias etc.

(Luc. i,5).

Hom. II. 14 (Ambrosius)

Erubescebat ergo Maria, erubescebat

etiam Elisabeth; et ideo cognosca-

mus, quid intersit inter mulieris et

virginis vereeundiam.

lila de cau-

sa erubescebat, haec per vereeun- diam: in muliere modus pudoris

adhibetur, in virgine pudoris auge-

tur gratia.

Möglicherweise braucht aber für diese beiden Schlussverse

des 4. Capitels, das sich im übrigen durchaus an die Erzählung

des Evangeliums anschliesst, überhaupt keine Vorlage angenom-

men zu werden.

I,

C : Missus est Gabriel angelus.

Hom. I. 7. (Beda):

In illo tempore missus est angelus

Gabriel etc.

(Luc. 1.26).

*) Ich citiere nach der Ausgabe von Migne, Patrologiae Cursusr Completus

einer Kölner Aus-

Tom. 95.

Ein Vergleich dieser Ausgabe , die den Abdruck

gabe vom Jahro 1539 giebt ,

mit den alten Drucken von [493

Basel, 1510 Basel,

15 16 Lyon und 1525 Köln ergab mancherlei Abweichungen dieser Drucke von

dem Texte Migne's, doch waren dieselben für unsern Zweck ohne Bedeutung.

**) Die mit I versehenen Homilien sind in dem ersten Buche des Homiliars

(Hom. de tempore),

enthalten.

die

mit II versehenen

in dem zweiten

(Hom. de sanetis)

i;

14: Tho sprach er erllcho ubai »1,

BÖ

man ri

liouün seil,

boto scal io guater, u druhtfnes muater.

39 40; Haben ih ginuinit,

m u a t e bicleibit, t h a z i h

nuzzo.

e i n 1

u z

z o

111 1 n e

w

in

67 70: Wolaga otmuati, so guat

b i s t u io in

thü wari in ira Worte zi folle-

ni ) antworte.

n

6

1 i

Druhtin kos sia guater zi

eigeneru muate r ;

si quad, si wari sin thiu zi thionöste garawu.

71 : Engil floug zi bimile zi selb druh-

tine.

I. 6 : Exsurgens autem Maria abiit in

montan a.

1 2: Fuar

tho saneta Maria,

thiarna

thiu mara,

mit

ilu joh mit minnn zi tber iru

maginnu.

15 18: Nu singemes alle mannolih bi

harne

wola kind diuri, forasago märi

wola kind diuri, forasago märi I

ja kundt er

uns thia heilt,

er er gib oran wari.

I. 3. Cum esset desponsata Mater Jesu.

58: Ouh, so iz zi thisu wurti,

iz d iu fal n i bi fu n ti;

joh

thiu

racha

sus gidan

nam thes huares thana wän. Ersiaerlicho zoh, inAegyp-

tum mitiflöh

joh

brähta sa

afur thanne

zi themo ira heiminge.

Qaae Balutatio quantum humana

consuetmlint' inaudita, tantum est

beatae Mfariae dignitati congrua.

Quomodo, inquit, fieri potest, ut

coneipiam pariamque filium, (juae

in

castimonia virginitatis

v i t a 111 consummare d i s p o s u i ?

11 a m quippe humilita-

tis constantiam tenet, quae

se ancillam sui conditoris

(1 u in 111 a t e r eligitur app ellat.

Hom. I. 9. (Beda):

Mox ut angelus

qui

loquebatur ei

ad coelestia rediit.

Hom. II. 43. (Ambrosius)

 

Exsurgens

Maria

in

diebus illis

abiit in montana etc.

(Luc. 1,39).

Quasi laeta pro voto,

festina

pro gaudio, in montana perrexit.

Hom. I. 9. (Beda):

illo tempore exsurgens Maria

In

abiit in montana cum festinatione

etc.:

Antequam nasceretur, adve-

niente Domino quibus vale-

bat indieiis intimavit,

Hom. I.

17. (Origenes):

In illo tempore cum esset despon

sata Mater Jesu etc. (Mt. 1,18).

Quae fuerit necessitas ut

desponsata esset Maria Jo-

seph, nisi propterea quate-

nushoc sacramentum diabolo

celaretur et ille malignus

fraudis commenta adversus

desponsatam virginem nul-

la penitus invenisset? Vel

ideo fuerat desponsata Jo-

seph, ut, nato

infanti, vel

ipsi Mariae cura m videretur

er was in sitin fruater

joh hei lag inti guater.

Izwasimoungimuati thuruli

sin o gua 1 1

joh thähta, izimo säzi, ob

er sia firliazi;

Er thahta imo onh in gahi tbia

managfaltün wiht,

joh thia höhün wirdi.

16: hintarquam bi noti thera

io 14a:

mi hil ün gu ati.

gerere Joseph sive inAegyp-

tum

iens

veniens.

vel

inde denuo

Sicut pius, sicut mansue- tus, sicut misericors. Talis

ergo cum essetjoseph, cogi-

t a b a t

tere

e a m

o c

c u

1

1 e

d i m i t-

Major est enim ejusdig-

nitas,

superexcellit

s an cti tas.

ejus

timebat sibimet istiustan-

tae sanetitatis conjunetionem

adhibere.

25

26: Si birit sun

zeizan, ther

ofto

Iste

est

de

quo Scriptura prae-

ist iu giheizan

nuntiat dicens: Puer natus est

thie buah fon imo

singent , wioz

nobis et Filius datus est nobis.

I #

forasagon zellent.

Elisabeth

autem impletum est

tempus pariendi.

I. II. Exiit edictum a Caesare Augusto.

55 58: Druhtin quem an wol-

ta, t h 6 man alla worolt

z a

1

1 a,

thaz Wir sin al giliche gibriefte in himilriche.

In krippha man nan legita, thar

man thaz fihu nerita,

want er wilit unsih scowon zi then

ewinigen goumon.

I. 12:

als Quelle an;

Für v. 31 32 führt

es

ist

dieselbe,

von Otfrid benutzt war.

H o m.

II.

22

(Beda) ;

In illo tempore Elisabeth impletum

est tempus pariendi etc. (Luc. 1,57).

H o m. [.

18. (Gregor) :

In

illo

tempore exiit edictum

a

Caesare Augusto etc. (Luc. 2,1)

Q u i d est q u o d nascitu-

r o

s c

Do m ino

r i b

i

t u r,

n

m u n d u s

i

s

i

hoc

de-

q u o d

aperte monstratur, q u i a ille veniebat in carne, qui electos suos adscriberet

in aeternitate?

Unde

et natus in praesepio reclinatur, ut

fideles omnes videlicet saneta ani-

malia, carnis suae (rumenta refice-

ret, ne ab aeternae intelligentiae

pabulo jejuna remanerent.*)

auch Erdmann Gregors Ilomilie

die auch schon für Kapitel

1

1

Duri

praesepis angustia continetur, nt nos per caelestis regni gaudin dilatet findet

sich in dieser Fassung nur in Bedas Lukas-Kommentar, nicht aber auch in Gregors

Ilomilie, wie Erdmann irrtümlicherweise angiebt.

*) Die

von

Erdmann für

v.

5758

angefühlte Quellenstelle:

>5 :

Sie kundtun uns thia fruroa

joh lcrtun oub

thar sang saa,

frua

sg 30 : Wir

senlun uaben thai sang,

tlici.st sc6ni gotes antfang,

wanta e ngila uns x i b ili d e b 1 a h t an

i

/

fo n

h 1 m i

1 e.

10

1

1

in.

11.

22 :

spiritus angelici qui sunt vicini ejus

et cognati, civea videlicet, ejusdem

ipsa

patriae

exspeetat, qui hymnum gloriae Deo

canendo quid illa per orbem esset

actura priores i p s i de coelis

a d m oneban t.

coelestis,

quam

et

Die von dein Wortlaut der Vulgata abweichende Fassung

der Randbemerkung gloria in excelsis* (altissimis Vulg.) findet

sich ebenso in Gregors I lomilie.

1, 13; Pastores loquebantur ad invicem.

II o m. I. 20. (Heda) :

In illo tempore pastores loqueban- tur ad invicem etc. (Luc. 2,15).

I.

14:

Die Homilie II, 9. (Beda) enthält wörtlich die von

Erdmann für v. 9 20 aus einer Homilie Hrabans beigebrachten

Quellenstellen.

I.

15:

Hom. I. 42.

(Origenes) enthält wörtlich

die

von

Piper und Erdmann für v. 45 48 aus dem Lukas-Kommentar

Bedas beigebrachte Quellenstelle.

I.

16:

4 8 :

vvitua gimuati

gihialt si

fram

thio gnati.

Sid si tharben bigan thes liobes

zi iro gomman,

so habeta si in githähti, war si thea

drost suahti.

Zi themo gotes hüs fuar

si

sar,

joh

leita

si

ira daga thar,

kümta thar thaz ira ser,

gommannes mer.

ni ruahta

23 28: Thaz kind wuahs untar man-

non, so lilia untar thornon ;

so bluama thar in erüte,

theh zi guate.

so scono

Wizzi theh imo ana sär, thaz was

gilumflih in war;

sih wisduames irfulta, so gotes

sun scolta.

Gotes geist imo anawas;

ni

tharft thu wuntoron thaz,

want iz was imo anan henti zi si-

neru giwelti.

Hom. I. 42. (Origenes) :

Bonum est

ut primum,

si

qua

potest virginitatis gratiam possidere, si antem hoc non potuerat, sed

evenerit ei ut perdat virum, vidua

perseveret.

Deus aeternus erat, nee confor- tari indigebat, nee habebat augeri. Unde rectissima plenus sapientia

perhibetur et gratia.

Sapientia

quidem, quia in ipso habitat omnis plenitudo divinitatis corporaliter.

Gratia autem, quia eidem media

tori Dei et hominum, homini Jesu Christo magna gratia donatum est,

ut ex quo homo fieri coepisset, per-

fectus esset et Deus.

II

I,

\J\

67 72; Ih sagen thir thaz in wara, sie raohtun bringan mera

thiz was sus gibari, theiz geistlichaz wäri.

Kundtun sie uns thanne, so wir

firnemen alle,

gilouba in girihti in theru wuntar- lichün gifti

Thaz er urmäri uns ewarto wäri,

onh kuning in giburti joh bi un-

sih dot wurti.

II om. I. 48. (Gregor):

^agi vero aurmn, thus et myrrham

deferunt. Auruin quippe regi con-

gruit,

thus vero in dei sacrificium

ponebatur, niyrrha autem niortuo-

rum corpora condiuntur. go magi quem adorant

mysticis

Eum er-

muneribus praedicant: auro regem, thure deum, myirha mortale m,

I.

18:

Hom,

I. 48. (Gregor)

enthält wörtlich die von

Kelle, Piper und Erdmann aus Hrabans Matthäus-Kommentar

beigebrachte Quellenstelle.

1. 22: Cum factus esset Jesus annorum

duodeeim.

Hom. I.

52. (lieda):

In illo tempore

Jesus annorum duodeeim.

cum

factus esset

(Luc.

2,42).

I. 23:

Hom. I. 11. (Gregor) enthält wörtlich die von Kelle,

Piper und Erdmann für v. 27 28 und 63 64 aus Bedas Lukas-

Kommentar beigebrachten Quellenstellen.

45: ni drostet iuih in thiu

iagilih ist ediling.

thing, thaz

I.

2 5'. Venit Jesus

hannem.

a

Galilea

ad

Jo-

Hom. I. II;

Judaei de generis nobilitate glo-

riantes

Hom. I. 51. (Beda):

Gali-

In illo tempore venit Jesus a

lea in Jordanem ad Johannein etc.

(Matth. 3,13).

I. 26: Hom. I. 51. (Beda) enthält wörtlich

die von Kelle,

Piper und Erdmann aus Hrabans Matthäus-Kommentar für dies

Kapitel und v. 1930 des vorigen beigebrachten Quellenstellen.

II.

3: In prineipio erst verbum.

H ° m - T - "• (Neda):

In prineipio erat verbum etc.

Die von Kelle, Piper und Erdmann für dieses Kapitel aus

Alkuins Johannes-Kommentar beigebrachten Quellenstellen finden

sich in derselben Fassung in genannter I iomilie Bedas,

IL 3:

5966:

Er fuar in

einoti,

ni deta

er

iz bi noti ;

thär korata sin sär harto ther selbo widarwerto.

Hom. 1. 51. (Beda)

tribus

consonantibus

cvangcliifis

baptizatas, mox jejunium quadra-

ginia dierum Bolitarins exercuit, Bcd

nos profecto doeuit, nosque suo in-

II.

I

-

1

Thaz det er,

thaz thu 1/

wessts,

thih tl-.ara ingegin rustis,

want

er

zi niile.

hiar in libe

tlrin

ahtit io

Bi thiu Hernes, io gigähon zi then

ilruhtines ginadun,

er unse wega

tiante ;

Er

unsih ni

themo doufe,

irwciUe fon themo

bisoufe after themo

joh

iagilih

biwenke, thaz er nan

ni firsenke.

loiinavit exemplo, ut post acceptam

in baptismo remissionem peccatoruxn,

vigiliis, jejuniis, orationibus caete-

risque

Spiritus

fructibus

operam

demus, ne nobis torpentibus minus-

quc sollicitis immundus spiritus, qui

de corde uostro expulsus in baptis-

mo fuerat, redeat.

4 : Ductus est Jesus in desertum.

fluni. I. 72. (Gregor);

In illo tempore ductus est Jesus in

desertum.

Die beiden von Kelle, Erdmann und Piper für

v. 45

und

v. 61 65 aus Hrabans Matthäus -Kommentar beigebrachten

Quellenstellen finden sich in Gregors Homilie nicht; im übrigen stimmt Hraban mit Gregor aber wörtlich überein.

II.

5

:

Die von Kelle, Piper und Erdmann aus Hrabans

Matthaus-Kommentar beigebrachten Quellenstellen finden sich

ebenso in Hom. I. 72. (Gregor) ; zu bemerken ist nur, dass die Ver-

suchungen gula, vana gloria et avaritia bei Gregor in derselben

Reihenfolge aufgezählt sind wie bei Otfrid : zi giri, joh zi ruame,

zi suäremo richiduame , während Hraban in dieser Reihenfolge

von Otfrid abweicht.

II- 7- Stabat Johannes et ex uiseipulis

Hom. IL

I. (Beda) :

ejus duo.

Die von Kelle,

In illo tempore stabat Johannes et

ex diseipulis ejus

duo

etc.

(Joh.

i,35)-

Piper und Erdmann für v. 50 aus Alkuins

Johannes -Kommentar beigebrachte Quellenstelle derselben Fassung in genannter Homilie Bedas.

findet sich

in

II. : Nuptiae faetae sunt.

Hom. I. 53. (Beda) :

In

sunt etc.

illo

tempore nuptiae faetae

Der von Piper und Erdmann für v.2326 aus Alkuins

Johannes-Kommentar beigebrachte Nachweis ist in Bedas Ho-

übrigen in Betracht kommenden Stellen

milie ,

die

in

den

mit Alkuin übereinstimmt, nicht enthalten; doch könnte für

diese Verse vielleicht die folgende in Hom. I. 49 sich findende Stelle als Quelle angesehen werden : Ideo venerabilis Maria et

vert ut Mater Domini in spiritu futura praenoscem ac domini-

13

cam praevidens voluntatetn sollicite ministros admonuit dicens\

quodcunque dixerit vobis facite. Seiebat profecto mater saneta

objurgationem illavi Domini filiique sui non irast cutis offensam

praetendere.

II.

i—2 : Thisu selba redina, iheih zalta nu

hiar obana,

breitit

worto.

siu

sih

harto geistlichen)

7—10: Fernemet sar in rihti, thaz K r i s t

ther brütigomo st,

joh

zi theru bruti ginante,

drüta sine in lante

Thier in himilkamaru irfullit io

mit gamanu

bildliches

muates joh

ewiniges

guates.

H o m. I. 53

(Beda) :

Nunc redeamus ad alteriorem coe- tium laetitiam figurarum.

Sponsus ergo Christus,

sponsa ejus

sponsi

est

vel

s i n g u

1

i

q

u i q

ejus su n t,

tcclesia,

filii

nuptiarum

u e

f i d e 1 i um

In den für v. 10 98 in Betracht kommenden Stellen stimmt

Beda mit Alkuins Kommentar überein, auf den Kelle, Piper und

Erdmann verweisen.

II.

10.:

Hom. I. 53. (Beda) enthält wörtlich die von Kelle,

Piper und Erdmann aus Alkuins Johannes- Kommentar beige-

brachten Quellenstellen.

II-

I I *. Prope erat Pascha Iudaeorum.

H o m. 1.

74 :

In illo tempore prope erat Pascha

Iudaeorum.

Die von Erdmann für v. 2730 aus einer Homilie Bedas

beigebrachte Quellenstelle findet sich in derselben Fassung in

Hom. I. 74 des Homiliars.

4150; Thaz wir ni missifiangin ouh so ni missigiangin,

In illo tempore prope erat Pn^cha Iudaeorum :

Hom. I. 98:

rihta uns then sin

hiar

filu

fram

therer gotes diütman ;

Er lert;i unsih joh zein-

ta,

thaz druhtin unser

De

quo templo

hoc

dixerit,

ostendit evangelista cum subdit :

Hoc a u t e m

d

i

c

e

b a t

de

m e i n t a

(thaz wir

thaz

s

ni

1 n

keitin

e s

1

1 c

h

thanana

a in e n

üz !)

h u s.

Thaz druhtin habet furi-

sta joh wihes liobösta

ouh wlsduames t h a n n c

,

templo corporis sui. Tem-

pi u m

d i g n

i

s s

i

m u m ,

s a

n

c

-

tum corpus s u u in d i ci t, S a-

ciarium divinitatia <i u i a

ut hpostolus a i t

»In ipso h a b i t a t omni!

thaz b ü i t

a 1

t h

a r

i

n n e

plcni ludo diyinitatia cor-
;

Thaz ziwnrfun s e , 1 e* s I

mit

1

>

i

t

i

r

i

t

6

t

h e s

,

poraliter et sunt in illo

o m

11

e s

t h

e

s a

11

r

i

Bl|

II.

14

mit watanu ana redinn /ilostun sie

thia selula.

Bryrriht i ? s c i a r o j o h

harte

f

i

1

u

/

i

a r o

thesthritten d a g e s , so er

gihiaa, joh then tod ouh zistiaz.

1

Erat

12 : Erat

homo e\ Pharisaeis Nicho-

homo

ex Pharisaeis

Nicho-

demus nomine.

t i ;i e et scu'iitiac abscon-

d i t i. 1 1 o c templumsolven-

dum erat in passione, ex-

citandum citissime diei

ttrtii resurrectione.

II om.

I. 157. (Beda) :

In illo tempore erat homo ex Pha-

risaeis Nichodemus nomine etc.

Die von Kelle, Piper und Erdmann aus Alkuins Johannes-

Kommentar beigebrachten Quellenstellen finden sich in derselben

Passung im genannter Homilic Bedas.

II.

13:

Der von Erdmann für v. 31:

»ni mizit er

imo

sinaz guat y so er uns suntigon dual* aus Alkuins Johannes-Kom-

mentar beigebrachte Nachweis findet sich ebenso in Alkuins

Werk »de fide sanetae et individuae trinitatis«, das in den meisten

Ausgaben des Homiliars enthalten ist.

II 14:

4 ni lazent thie arabeit es frist

themo, warlicho man ist.

9— io :

Ther evangelio thar quit, theiz

mohti wesan sexta zit,

theist dages heizesta joh arabeito meista.

81 84 : T h 6 quämun thiejun-

goron innan

thes;

sie

wuntar was thes thinges,

sih wuntorotun harto iro

zueio worto,

Thaz

sih liaz thiu sin

diurimit otmuati so n i -

d

i

r i

,

thaz

thaz

ewiniga lib

lerta thar einarmaz wib.

Hom. I. 95

Filius

Dei

ad

terrenum laborem

nostrum dignatus est descendere.

Quod fatigatus venit, infirmitatem

carnis,

quod sedit, humilitatem

ostendit.

Fatigatus ergo resedit,

quia et imbecillitatern carnis pro

suseepit et homo humilis

nobis

inter homines apparuit.

Hora

ergo sexta

Dominus ad

puteum venit, quando sol ad in-

feriores circulos a fummo coeli cen-

tro incoepit declinare.

Venerunt diseipuli, qui

erant in civitate ut eibos

emerent. Mirantur tan-

tarn Christi dispensatio-

nem, tantam dementia m,