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KÖNIGLICHE MUSEEN ZU BERLIN

BESCHREIBUNG
DER

GESCHNITTENEN STEINE
IM ANTIQUARIUM

VON

ADOLF FURTWÄNGLER

MIT 71 L I C l l T D R U C K T A F E L N U N D 129 T E X T B I L D E R N

PREIS 35 MARK

BERLIN
VERLAG VON W. SPEMANN
1896
oeit langer Zeit ist ein vollständiges beschreibendes Ver-
zeichniss der geschnittenen Steine des Antiquariums als ein dringendes
Bedürfniss empfunden worden. Tölkens 1835 erschienenes Verzeichniss
enthält nur die vertieft geschnittenen Steine mit Ausschluss der
Cameen. Seitdem ist die Gemmensammlung bis auf den heutigen
Tag ununterbrochen vermehrt worden, so dass die Ausarbeitung
eines neuen Verzeichnisses immer unentbehrlicher wurde. Herr
Professor Dr. Furtwängler hat, nachdem er 1885 die neue Beschreibung
unserer Vasensammlung vollendet hatte, diese Arbeit in die Hand
genommen und mit Unterstützung der damals am Kgl. Antiquarium
beschäftigten Herren Dr. Scherer, Dr. Hubert Schmidt und Professor
Dr. Winnefeld noch vor seiner im Herbst 1894 erfolgten Uebersiedelung
nach München zu Ende geführt. Nur die Drucklegung ist durch den
Umzug des Verfassers etwas verzögert worden.

Berlin, im März 1896.

Der Director des Antiquariums

Curtius.
Vorwort und Geschichte der Sammlung.

Die in dem vorliegenden neuen Verzeichnisse 11 872 Nummern umfassende Gemmen-


Sammlung hat eine lange Geschichte. Schon im 17. Jahrhundert war die Kurbrandenburgsche
Sammlung eine recht ansehnliche. Der in jener Zeit gebildete Grundstock ist in vorliegendem
Cataloge durch Zusatz von A. K. B. (Alt-Kurbrandenburgisch) kenntlich gemacht. Was der-
selbe enthielt zeigen am besten die schönen Foliobände des Lorenz Beger, die I<>QÖ—1701
erschienen (L. Begeri thesaurus Brandenburgicus selectus) und für ihre Zeit recht gute und
treue Stiche der meisten und besten der damals vorhandenen Gemmen bieten.
Das älteste erhaltene handschriftliche Verzeichniss der Sammlung stammt aus dem
Jahre 1713 und ist noch von L. Beger's Hand geschrieben mit Nachträgen von Schott.
Es ist in einem Gemisch von Lateinisch und Deutsch abgefasst und beschreibt auf zehn
„Tafeln" zusammen 75 Cameen und 30b Intagli („einwärts" geschnittene Steine). Bei einem
Theile der Steine wird angegeben, dass sie von Herrn Hofrath R a b e n er gekauft seien;
weitere Provenienzangaben finden sich nicht. Die Anordnung ist nach „auswärts" und „ein-
wärts" geschnittenen Arbeiten sowie nach den Materialien (Comiol, Onyx, Chalcedon u. s. f.)
gemacht. Daran schliesst sich ein Verzeichniss von zusammen 50 Ringen, die ebenfalls nach
dem Material getrennt aufgeführt werden.
Im Jahre 1764 erfolgte dann durch Friedrich den Grossen die Erwerbung der berühmten
Sammlung des Barons von Stosch (für den Preis von 30000 Dukaten). Sie fand im Antiken-
tempel zu Potsdam Aufstellung und ward nur kurz in das Inventar des Neuen Schlosses ein-
getragen. Erst 170,8 wurde sie aus jenem Antikentempel entfernt und vom Direktorium der
Akademie der Wissenschaften übernommen, wobei bemerkt wird, dass „ein ordentliches Ver-
zeichniss" nicht vorhanden war. Als Catalog diente die 1760 erschienene D e s e r i p t i o n des
p i e r r e s g r a v e e s du feu Baron S t o s c h par M. l ' a b b e W i n c k e l m a n n . Diese enthält
die Beschreibung von 3444 Nummern. Bei der Revision Tölken's im Jahre 1816 waren
3442 Stück vorhanden; von Winckelmann's Nummern fehlten fünf (Cl. II 698. V 220. VIII 54. 90;
diese fehlen auch jetzt; Cl. II 717, das ebenfalls als fehlend angegeben wird, ist dagegen
gegenwärtig vorhanden); überzählig fanden sich drei.
Die Winckelmann'sche Beschreibung fand Eingang in die Ausgaben seiner gesammelten
Werke und ist ausserdem wiederholt in dem Werke von Schlichtegroll, choix des principales
pierres gravees de la coli, qui appartenait autrefois au Baron de Stosch et qui se trouve
maintenant dans le cabinet du Roi de Prusse. Nuremberg 1792—1805. Noch 1826 erschien
eine abgekürzte deutsche Bearbeitung der Winckelmann'sehen Beschreibung als „Verzeichniss
der geschnittenen Steine in dem Kgl. Museum zu Berlin. I. Ehemalige von Stoschische
Gemmensammlung".
Tölken hat es sehr wahrscheinlich gemacht (in der Vorrede seines Verzeichnisses
S. XIV fl'.), dass Winckelmann bei der Beschreibung nur Schwefelabdrücke, nicht die Originale
vor sich hatte und dass er auf Grund eines alten Sto.schischen Cataloges arbeitete, dessen
Benennungen vielfach für ihn massgebend waren. So erklären sich die auffallend vielen Irr-
thümer und verkehrten Benennungen in Winckelmann's Beschreibung.
VI "Vorwort und Geschichte der Sammlung.

Die Stoschische Sammlung enthielt Steine und Glaspasten; alle waren Intagli. Kameen
waren gar keine in der Sammlung. Sie war gebildet mit besonderer Rücksicht darauf, in
möglichst vollständiger Weise die antike Mythologie und Historie sowie die Alterthümer, die
Sitten und Gebräuche der Alten zu illustriren. Um grössere Vollständigkeit zu erzielen nahm
Stosch eine grosse Anzahl modemer Glaspasten in seine Sammlung auf. Diejenigen Pasten,
die Winckelmann für modern hielt, oder wol besser diejenigen, die das ihm vorliegende alte
Stoschische Verzeichniss als modern kenntlich machte, bezeichnete er in seiner Beschreibung
einfach als „päte de verre", die anderen, die antik sein sollten als „päte antique". Tölken
ist Winckelmann in dieser Scheidung blindlings gefolgt, obwol er sich sonst in seiner Vorrede
über diesen sehr erhaben fühlt. Tölken hat von seinem Verzeichniss einfach alle die bei
Winckelmann als „päte de verre" bezeichneten Pasten ausgeschieden, dagegen alle als „päte
antique" beschriebenen auch als wirklich antik aufgenommen, ohne den Versuch zu machen
durch eigene Kritik über Winckelmann oder besser dessen Gewährsmann Stosch hinaus-
zukommen.
Mich hat die Untersuchung der Stoschischen Pasten zu dem überraschenden Resultate
geführt, dass einerseits einige der bei Winckelmann als „päte de verre" verzeichneten, von Tölken
demnach als modern ausgeschiedenen Stücke zweifellose Antiken sind (so W. III 101 = 9860
meines Cataloges; ferner W. III 348 = 4938 und W. IV 80 = 5043), dass aber andererseits
eine sehr grosse Menge der bei Winckelmann als pätes antiques gegebenen, von Tölken ruhig
als antik mitaufgenommenen Pasten modern sind. Von diesen habe ich auf S. 334 ff No 9423
bis 9725 ein Verzeichniss gegeben. Es sind nicht weniger als 302 Stück. Diese Pasten haben
meist eine etwas rauhe Oberfläche, die offenbar absichtlich hergestellt ist, um den Anschein
antiker Corrosion zu erwecken. Diese Absicht wird bei flüchtiger Betrachtung auch erreicht.
Es bedarf eines durch lange Uebung geschulten Auges, um den Unterschied sogleich zu erkennen.
Bei genauer Untersuchung ist die echte antike Corrosion von jener nachgeahmten aber glücklicher-
weise immer sicher zu unterscheiden.
Als ein charakteristisches Beispiel für Winckelmann's und Tölken's Verhalten zu den
Stoschischen Pasten sei das folgende angeführt. In der städtischen Sammlung zu Leipzig
befindet sich ein sehr merkwürdiger griechischer Chalcedon der Epoche um 400 v. Chr., ein
durchbohrter rechteckiger an der Oberseite fünfseitig facettirter Stein. Suwol diese fünf Seiten
als die Unterseite sind gravirt. Hiervon hatte Stosch sich Glaspasten machen lassen und sie
seiner Sammlung eingereiht. Winckelmann beschreibt nun davon das Bild der Unterseite unter
Classe I No 135 als „päte de verre", natürlich, wie fast immer, ohne. Angabe, wo das Original
sich befindet; denn Stosch hatte dies bei seinen modernen Pasten offenbar nur in den seltensten
Fällen notirt. Die Pasten der fünf Oberseiten jenes Steines (die in einem einzigen Glaslluss
abgegossen waren) beschreibt Winckelmann unter Classe VII No 80 als „päte antique". Die
Folge war, dass Tölken natürlich jene Paste der Unterseite als modern ausschloss, die der
fünf Oberseiten aber als antik aufnahm in seine Classe VIII No 40. Es zeigt dies Beispiel
ebenso die ungenügende Unterlage für Winckelmann's Arbeit, wie die Urteilslosigkeit Tölken's.
Von jenen modernen Stoschischen Pasten, die Tölken als antik aufgenommen hat,
sind die Originale noch in vielen Fällen nachweisbar; manche sind z. B. nach Steinen der
Florentiner Sammlung gemacht. Häufig findet man bessere Abdrücke der Originale, nach
denen jene Stoschischen Pasten gemacht sind, in der grossen Cades'sehen Sammlung.
Es versteht sich, dass die Stoschische Sammlung auch eine grosse Anzahl von Steinen
neuerer Zeiten enthielt. Das Winckelmann'sche Verzeichniss giebt nur 40 Stück (Steine und Pasten)
ausdrücklich als „gravures modernes" in Classe VIII; ausserdem aber nennt es verschiedene
Steine „copies". Natürlich sind aber viele Steine bei Winckelmann als antik beschrieben, die
neuere Arbeiten sind. Tölken hat 517 Stück der Stoschischen Sammlung ausgesondert und
in seinen Catalog nicht aufgenommen, theils als moderne Arbeiten, theils als (wie die metallenen
Ringe, Medaillons und Münzen) zu anderen Rubriken gehörige Antiken1). In dem vorliegenden
neuen Cataloge sieht man S. 323fr. No 8831—9416 die modernen vertieft geschnittenen Steine
zusammengestellt; unter diesen sind alle diejenigen, welche in Klammer eine Tölken'sche und

]
) Tülken, Verzeichniss, Vorrede S. XIII. X X V I . X X X . Sendschreiben S. 14 Anm. 4.
Vorwort und Geschichte der Sammlung. VII

Winckelmann'sche Nummer beigesetzt erhielten, Steine der Stoschischen Sammlung, die ich den
neueren Zeiten zuschreibe, die aber bei Tölken noch im Anschlüsse an Winckelmann als antik
aufgeführt werden.
Ueberhaupt gehören alle diejenigen Nummern des vorliegenden Calaloges, bei denen
eine Winckelmann'sche Nummer (\V.) zugefügt ist, der Stoschischen Sammlung an. Die am
Schlüsse gegebene tabellarische Nebeneinanderstellung der Winckelmann'schen und der neuen
Nummern giebt den Antheil, den die Stoschische Sammlung an der ganzen jetzigen Sammlung
des Kgl. Antiquariums hat, genau an.
Nach der Stoschischen war die nächste grössere Bereicherung die markgräflich
A n s p a c h ' s c h e Sammlung, die 25b Stück (darunter 56 Canieen) enthielt. Tölken hat die
aus dieser Sammlung herrührenden Intagli in seinem Verzeichniss durch Beisetzung von M. B. A.
kenntlich gemacht, was ich im vorliegenden Cataloge übernommen habe. Auch bei den Cameen
habe ich diese Buchstaben beigesetzt, wo die Herkunft aus jener Sammlung sich noch konstatiren
Hess. — Nicht mehr zu identifiziren waren die noch von Friedrich IT erworbenen Cameen
des holländischen Grafen Od am.
Nachdem die Stoschischen Gemmen aus Potsdam nach Berlin verbracht worden waren
(1798), erfährt man etwas mehr von der Sammlung. Henry, der Conservator des Münzkabinets,
dem die Gemmen überwiesen waren, beabsichtigte eine Neuordnung und Hess sich zu dem
Zwecke ein Exemplar der Daktyliothek von Lippert (das noch auf dem Kgl. Antiquarium auf-
bewahrt ist) überweisen (Oct. 1798). 1804 Hess derselbe eine Anzahl ungefasster Steine (iq2
nach der Rechnung vom Sept.) in Silber fassen. In demselben Jahre wurde eine kleine Sammlung
von Ffarrer Redenbacher gekauft, die auch Tntaglien und Cameen enthielt.
Es kam dann die schlimme Kriegszeit und mit ihr die Entführung der Sammlung
nach Paris. Endlich, April 1815, bescheinigte Henry den Empfang der Kunstsachen, die aus
Paris zurückgesandt waren, darunter der Gemmen. Eine 1816 vorgenommene Revision, mit
der E. H. Tölken beauftragt worden war, ergab, dass auch die Stoschische Sammlung voll-
ständig wieder zurückgekommen war. Da sich das Gerücht verbreitet hatte, die Gemmen wären
zerstreut, ward das Resultat jener Revision veröffentlicht1).
Es folgen nun rasch mehrere neue Erwerbungen. 1817 wurden von der Wittwe
S c h i a v o n e t t i 44 Cameen und 54 Intagli angekauft, von denen Henry unter Assistenz von
Tölken ein Verzeichniss machte. Die Cameen waren indess meist moderne Arbeiten. In
demselben Jahre 1817 wurden iq Gemmen (6 Canieen und 13 Tntagli) aus der Sammlung
des Grafen C o l l e m b e r g ausgesucht und für den Preis von 16500 Thalern angekauft, ein
Preis der enorm war, da kein einziges bedeutendes Stück sich darunter befand, ja fast alles
nur moderne Arbeiten waren. Die Auswahl war vom Fürsten Radziwill unter Beihilfe von
Henry und Tölken getroffen worden.
1821 wurde das Abformen der ganzen Stoschischen Sammlung sowie einer von Rauch
und Tölken zu treffenden Auswahl aus den übrigen Gemmen angeordnet.
1822 wurden 35 Steine von der Fürstin W o l k o n s k y gekauft; auch darunter waren
viele moderne und das meiste unbedeutend, weshalb man Anfangs acht davon wieder verkaufen
wollte, was aber dann unterblieb. — 1827 erwarb man aus dem Nachlasse eines Herrn
Kohlrausch in Berlin einen Pichlerschen Stein mit der Inschrift EA AH NO Y als antike signirte
Gemme (No Q3q5 dieses Catalogs; vgl. Jahrbucli des arch. Inst. III S. 137). Eine glücklichere
Erwerbung war die von 122 antiken Glaspasten der Sammlung B a r t h o l d y im Jahre 182g;
darunter waren manche gute, wenn auch oft schlecht erhaltene Stücke. Sie sind in der Sammlung
leicht kenntlich, da sie alle eine leichte Goldfassung mit gekörntem Rande haben. Ein bedeutendes
Stück dieser Erwerbung war die antike Taste nach einem Cameo des Athenion (No 11142).
Um dieselbe Zeit wurden 35 Gemmen von dem Hofrath D o r o w erworben, von demselben,
dem das Antiquarium eine schöne Sammlung Vasen verdankt (vgl. meine Beschreibung der
Vasensamml. S. XVI). Die Gemmen waren indess nicht bedeutend, darunter mehrere geringe
Skarabäen aus seinen Nachgrabungen bei Corneto.

') Vgl. Tölken, Verzeichniss, Vorrede S. LI ff.


VIII Vorwort und Geschichte der Sammlung.

Eine bedeutende Einzelerwerbung war die des Onvxgefässes No 113Ö2 im Jahre


1834, und nicht minder bedeutend die des Agathangelos-Steines (No 6984), der 1835 aus
dem Nachlasse Philip Hackert's von dessen Erben gekauft wurde. Der aus dem gleichen
Nachlass erworbene Cereskopf dagegen war eine, wenn auch viel bewunderte, moderne Arbeit
(No 9140).
Um diese Zeit erschien T ö 1 ken's „ErklärendesVerzeichniss der antiken vertieft geschnittenen
Steine der Kgl. preuss. Gemmensammlung". Berlin 1835. Die letztgenannten Erwerbungen
sind hier noch im Nachtrag verzeichnet. Wie der Titel sagt, beschränkte sich dies Verzeiclmiss
auf die Intagli und auf die von dem Verfasser für antik angesehenen Gemmen. Die er für
modern hielt, sowie alle Cameen und gravirten Metallringe sollte ein späterer Band umfassen,
zu dem Tölken nie gekommen ist.
Ueber das Verhältniss des Tölken'schen Cataloges zu dem "Winckelmann'sehen der
Stoschischen Sammlung ward oben schon Einiges bemerkt. Wenn man bedenkt, dass 75 Jahre
zwischen dem Erscheinen beider Bücher liegen, so erscheint der bei Tölken gemachte 'Fort-
schritt nicht sehr erheblich. Allerdings sind manche Irrthümer berichtigt (Tölken zählt diese
selbst in seiner Vorrede S. XIV ff. zumeist auf), allem im Wesentlichen ist das Niveau von
Kritik wie Erklärung nicht höher als schon bei Winckelmann. Auch die Anordnung ist noch
dieselbe, mit der einzigen Ausnahme, dass Tölken in anerkennenswerther Weise die Skara-
bäen und „andere Werke des älteren Kunststyls" auszusondern versucht hat (als Classe II,
daher Tölken eine Classe mehr als Winckelmann, neun statt acht hat).
Sehr bald nach dem Abschlüsse des Tölken'schen Verzeichnisses wurden mehrere
grössere Enverbungen gemacht, die aber auf lange Jahre unbenutzt und ungekannt liegen
bleiben sollten. Noch 1835 wurde die Sammlung des Generalpostmeisters v. N a g l e r angekauft,
die 83 (moderne) Cameen und 138 geringwerthige Intagli, dazu aber 524 Glaspasten ent-
hielt, die in der grossen Menge von mir später vorgefundener nicht zu indentificirender, theil-
weise sehr interessanter antiker Glaspasten enthalten gewesen sein müssen. Ein Verzeichniss
derselben war nicht gemacht worden. Aehnlich erging es dem grossen 1837 der Sammlung
einverleibten Nachlass des Geheimen Oberregierungsraths v. Uli d e n , der 111 (geringere) Steine
und 1765 antike Glaspasten enthielt. Alle diese Tasten wurden erst geordnet und abgedrückt,
als ich an dem vorliegenden Cataloge zu arbeiten begann. Sie sind alle ungefasst geblieben,
was günstig für sie war, da die antiken Gemmen durch das Fassen ja häufig leiden und bei
Pasten vielfach erst der Rand abgeschliffen werden muss. Bei denjenigen Pasten dieses Cataloges,
bei denen die Herkunft aus der Uhden'schen Sammlung noch zu konstatiren war, ist diese
bemerkt.
Im folgenden Jahre 1838 wurden zehn in Goldringe gefasste Gemmen aus der Samm-
lung Demidoff erworben, unter welchen sich wenigstens ein ausgezeichnetes Stück, der grasende
Hirsch No. 304 befand. Es folgten kleinere Erwerbungen, 1839 aus Sammlung T a u c h e r t
(6 Stück), 1841 aus Sammlung R a u c h , v. Sack (je 4 Stück) und Böse (35 Stück). Um
dieselbe Zeit kam wieder eine grössere Anzahl von antiken Glaspasten, wie es scheint aus
Sammlung V o l l a r d , in das Antiqnarium; es waren 118 gefasste und 354 ungefasste, also
zusammen 472 antike Pasten. Auch von ihnen wurde keine Beschreibung gemacht und sie
blieben zunächst wie die vielen anderen Pasten ein unbenutzter, unbekannter Schatz.
Einige etruskische Intagli (13 Stück) kamen 1842 aus Sammlung C a m p a n a r i (so
derSkarabäus No. 204 1 ); der vorzügliche etruskische Ring No. 366 ward einzeln 1844 erworben,
Es folgten Ankäufe aus den Sammlungen Wolf und Rösel. Ferner beginnen um diese Zeit
auch kleinere Ankäufe orientalischer Gemmen durch die nunmehr regere Verbindung mit dem Orient.
In die Jahre 1846—1849 f ä l l t e i n e w e n i g glückliche Bereicherung. Es wurden in
diesen Jahren einzeln und allmälig durch verschiedene Mittelspersonen in Berlin die vierzehn
Steine No. 9349—9362, sämmtlich kühne und nicht ungeschickte Fälschungen, dem Antiquarium
angeboten und von diesem erworben. Den Steinen wurde jeweils eine vornehme Besitzer-

') Mit Inschrift des Tydeus. Der berühmte Skarabäus des Tydeus war indess schon ein Haupt-
stück der Stoschischen Sammlung (No. 195); fälschlich schreibt die Geschichte d. Kgl. Museen, Berlin
1880, S. 133 ihn der Sammlung Campanari zu.
Vorwort und Geschichte der Sammlung. IX

reihe angedichtet; die meisten sollten zuletzt beim Herzog von Blacas gewesen sein. Die
Gegenstände waren interessant, meist aus der Odyssee oder der Ilias genommen, die Aus-
führung fein und auf Täuschung berechnet. Die Steine wurden in die ausgestellte Auswahl
neuerer Erwerbungen eingereiht, wo sie blieben bis zu meiner Neuordnung des Cabinets.
Durch Dr. Rosen wurde in dieser Zeit eine grössere Anzahl von Gemmen in Con-
stantinopel angekauft, darunter auch Orientalisches. Seit 1853 aber sendete P e t e r m a n n von
seinen Reisen im Orient auch geschnittene Steine.
In dem 1858 erworbenen Nachlass P a n o f k a ' s befanden .sich 2S2 antike Pasten,
lauter gewählte gute Stücke und alle in Silber gefasst.
Von den kleinen Einzelerwerbungen der folgenden Zeit ist als wichtig hervorzuheben
die des schönen Cameo's No. 11059, der 1862 aus Aegypten kam, als von einem Fellah
im Delta gefunden. Ebendaher ward das schöne Cameofragment No. I I O Ö I erworben. Aus
T ö l k e n ' s Nachlass kam 1864 der hübsche kleine Cameo No. 11064. Einige Steine wurden
1S65 auf der Versteigerung der Sammlung P o u r t a l e s erworben, vor allem No. 328, der
interessante griechische Stein mit Beischrift der Dioskuren.
Die ersten a l t g r i e c h i s c h e n Steine aus Griechenland selbst kamen 186c, in die
Sammlung. In demselben Jahre machte Friederichs seine Reise nach C y p e r n ; in der von
ihm getroffenen Auswahl aus Cesnola's Sammlung befanden sich auch einige gute Gemmen.
Wenig glücklich war Friederichs in Athen, wo er fast nur gefälschte Gemmen gekauft hat.
In das Jahr 1809 fällt dann auch die Erwerbung des Nachlasses von E. G e r h a r d ,
welche die Sammlung um 129 gewählte Stücke vermehrte. Es befand sich unter den Gerhard-
schen Steinen No. "159, der altionische Skarabäus mit der Inschrift des Semon, ein Pracht-
stück allerersten Ranges; ferner eine ganze Anzahl guter Skarabäen, überhaupt durchweg
interessante Stücke, wie sich denken lässt, da sie der gelehrte Besitzer alle allmälig irgend-
welcher besonderen Eigenschaften wegen für sich erworben hatte.
1870 kam aus Athen der Olympios-Stein No. 351, zu einem so billigen Preise, dass
man sieht, dass der hohe Werth dieses entzückenden Stückes noch nicht erkannt worden war.
1873 wurden mehrere Gemmen aus der Sammlung Le T u r q erworben. Einige gute
griechische Steine kamen 1876 aus Athen. Der in diesem Jahre erworbene grosse Goldfund
von P e d e s c i a brachte auch einige sehr bedeutende Cameen der augusteischen Epoche (No.
11065 ff.) Der 1877 erworbenen Sammlung Jul. F r i e d l ä n d e r ' s gehörten dagegen nur unbe-
deutende geringwertige Dinge an. Bedeutend war aber in demselben Jahre die Erwerbung der
grossen P e t e r m a n n ' s e h e n Sammlung orientalischer Cylinder und an 300 anderer Gemmen.
1878 und 1880 wurden grössere Erwerbungen altgriechischer Steine gemacht; besonders
bedeutend war eine von mir 1880 aus einer athenischen Sammlung veranstaltete Auswahl
von 104 griechischen, meist mj-kenischen Gemmen.
1887 konnte ich auf der Versteigerung der Sammlung de M o n t i g n y in Paris eine
Anzahl interessanter Stücke verschiedener Epochen erwerben. Im gleichen jähre gelang es
den altionischen Stein No. 160 mit dem Hermes und den feinen etmskischen Skarabäus
No. 202 aus der Sammlung des Grafen T v s z k i e w i e z zu erwerben. Der bedeutende altionische
Skarabäus No. 136 (Herakles und Acheloos) kam erst 1893 aus den neueren Ausgrabungen
von Falerii in die Sammlung. Der wundervolle Goldring 28,5 ward ebenfalls erst um diese
Zeit erworben. Auch die Sammlung der antiken Glaspasten ward erweitert, sowol durch
Einzelerwerbungen als durch eine von mir getroffene Auswahl aus der grossen circa 7000
Stück antike Pasten enthaltenden Sammlung Bergau.
Alle diese und auch sämmtliche früheren Einzelerwerbungen übertrifft jedoch an
Bedeutung der mir 1892 auf der Versteigerung der Sammlung Ancona in Mailand gelungene
Ankauf der seit dem 15. Jahrhundert bekannten und berühmten Gemme des E u t y c h e s
(No. 2305), des Sohnes und Schülers des Dioskurides, eines der grössten Meisterwerke der
antiken Glyptik, das sich nun würdig neben den aus dem alten kurbrandenburgischen
Besitze stammenden Cameo des Meisters Dioskurides selbst ^No. 11062) stellt.
X Vorwort und Geschichte der Sammlung.

Dies in kurzen Zügen die Geschichte der Sammlung. Es erübrigt noch über die
Entstehung des vorliegenden Cataloges Einiges zu sagen.
Nachdem ich 1885 das Verzeichniss der Vasen des Antiquariums beendet hatte,
erschien mir eine neue Catalogisirung der Gemmen des Antiquariums als das dringendste
Bedürfniss. Lagen hier doch Tausende von antiken Denkmälern unbeschrieben und ungekannt.
Und auch die beschriebenen und bekannten galt es durch kritische Prüfung für die moderne
wissenschaftliche Verwendung erst wieder brauchbar zu machen; war es doch in unserer Wissen-
schaft längst üblich geworden, die Gemmen aus Mistrauen überhaupt ganz beiseite liegen zu lassen.
Seit 1885 habe ich, allerdings mit vielen Unterbrechungen, bis heute an diesem Cataloge
gearbeitet. Ich habe mich während dieser Zeit nach einander der Beihilfe dreier Fachgenossen
zu erfreuen gehabt. Zunächst half mir Dr. Chr. S c h e r e r , einer meiner früheren Schüler
(jetzt am h. Museum zu Braunschweig), bei der Ordnung der Massen noch ganz unbeschriebener
Gemmen. Er machte zuerst ein Verzeichniss der noch von Tölken herrührenden öffentlich
aufgestellten Auswahl der nach 1835 erworbenen Stücke, einer Auswahl von der auch Abgüsse
verkauft worden sind. Stephani citirt diese zuweilen in seinen Abhandlungen als Nachtrag
von Abgüssen der Berliner Sammlung. Die Nummern des Verzeichnisses wurden mit F bezeichnet.
Da sie später fast alle in das grosse mit S bezeichnete Inventar übergegangen sind, so wurden
F-Nummem in diesem Cataloge nur in wenigen Fällen, wie bei den modernen Steinen 9349 —
9362, beigesetzt.
Darauf wurde die Inventarisirung der Massen ganz ungeordneter und bisher zumeist
nur summarisch nach der Zahl kurz in das Inventar eingetragener Steine und Pasten begonnen.
Von jedem Stücke wurde zunächst ein Gypsabdruck angefertigt. Die Ordnung wurde dann
nach den herkömmlichen Rubriken, also wie bei Tölken angelegt. Dr. Scherer machte Anordnung
und Inventar, in dem nun jedes einzelne Stück beschrieben ward. Die Nummern wurden
durch vorgesetztes S bezeichnet. Sie sind in vorliegendem Cataloge in Klammem den neuen
Nummern beigesetzt.
Bei einer anderen Vorarbeit wurde ich durch Herni Dr. H u b . S c h m i d t , ebenfalls
einen meiner früheren Schüler, unterstützt. Es war die Beschaffung der litterarischen Nach-
weise, der Publikationen und Besprechungen deijenigen Gemmen, die schon bekannt geworden
waren. Der grössere Theil der Citate dieser Art in vorliegendem Cataloge geht auf die Arbeit
von Dr. Schmidt zurück.
Schliesslich ward ich bei der Korrektur sowol des Textes wie der Tafeln und ihrer
Nummern durch Herrn Prof. Dr. W i n n e f e l d freundlichst unterstützt. Allen diesen Mitarbeitern
spreche ich auch hier meinen Dank aus.
An älteren Vorarbeiten lag mir nichts vor ausser den erwähnten Catalogen von Winckel-
mann und Tölken, da seit letzterem nichts für Ordnung und Beschreibung der Gemmen-
sammlung gethan war. Nur Friederichs hatte einmal einen kleinen Anfang gemacht, ausgewählte
nicht catalogisirte Stücke in sachlicher Anordnung zu beschreiben; es war ihm aber leider
nicht beschieden, über den ersten Anlauf hinauszukommen.
Mir war sofort klar geworden, dass ich mich nicht mit einem blossen Nachtrag oder
einer Fortsetzung von Tölken begnügen durfte, sondern dass die ganze Arbeit von Grund
aus neu zu machen war, sowie dass der neue Catalog ein vollständiger sein, d. h. alle vor-
handenen geschnittenen Steine und Pasten, die Intagli wie die Cameen, die antiken wie die
modernen enthalten müsse.
Der Bestand der Sammlung ward indess dadurch etwas vermindert, dass einige Theile
ausgeschieden wurden. Nachdem im Anschlüsse an die ägyptische eine vorderasiatische Samm-
lung begründet worden war (1885), wurden alle orientalischen Gemmen an diese überwiesen.
Die Aussonderung ward von Prof. Erman und mir vorgenommen. Es verblieben dem Anti-
quarium nur ganz wenige orientalische Stücke ( N a 97 ff.), die wegen des Fundortes oder
sonstiger besonderer Umstände wegen (wie Nu. 100 wegen der altgriechischen Fassung) von
den griechischen Gemmen nicht wol zu trennen waren. Auch die Abraxas-Steine wurden an
die orientalische Abtheilung abgegeben. — Ferner wurden 1886 einige neuere Cameen mit
Porträts, die sich an Medaglien anschliessen, dem Münzcabinet, und 1889 zwei in kunst-
Vorwort und Geschichte der Sammlung. XI

gewerblicher Hinsicht durch die Fassung bedeutende Renaissance-Cameen dem Kunstgewerbe-


Museum überwiesen.
Der schwierigste Theil meiner Arbeit war, das auch nach Abzug der erwähnten Stücke
ungeheure Material neu anzuordnen, indem ich dieselben Prinzipien auf dies Gebiet übertrug,
die ich bei der Anordnung der Vasensammlung durchgeführt hatte. Auch bei den Gemmen fehlte
mir so gut wie jegliche Vorarbeit und ich musste Alles erst allmälig durch eigene Erfahrung lernen.
Sehr förderlich war es mir dabei, dass die Generalverwaltung der Kgl. Museen meine" Studien
dadurch unterstützte, dass sie mir den Besuch der bedeutendsten auswärtigen Sammlungen ermöglichte.
Die Anordnung ist im Ganzen die historische. Innerhalb der Epochen sind Gruppen
nach Stil, Technik oder Material gebildet. Die Begründung meiner Gnippirungen wird sich
dem, der ihr nachzugehen sucht, leicht von selbst ergeben; sie wird indess in einer demnächst
von mir erscheinenden zusammenfassenden Arbeit über die Gemmen enthalten sein. Hier
bemerke ich nur, dass die Gruppirung in manchen Fällen allein vor den Originalen, nicht
nach den Abdrücken oder Abbildungen richtig zu beurtheilen ist. Oft wird ein Blick auf die
Originale genügen, um die Gründe der Zusammenordnung gewisser Stücke zu verstehen, die
sonst nicht sogleich einleuchten. Natürlich hatte ich oft zwischen verschiedenen Arten der
Anordnung zu wählen und ich will keineswegs behaupten, dass ich immer auch die beste Art
getroffen habe. Bei den späteren konvexen Gemmen z. B. sind Pasten und Steine untermischt
angeordnet; vielleicht wäre es besser gewesen, auch hier wie bei den flachen Gemmen beide
zu trennen. Die dort mit den Pasten vereinigten konvexen Steine sind zum grösseren Theile
wesentlich jünger als die Mehrzahl der Pasten derselben Abtheilung. Hier wäre" noch schärfere
Trennung am Platze gewesen. Andererseits durfte ich aber in der Scheidung nicht zu weit
gehen. Ich habe bei der schliesslichen Ausarbeitung viele kleinere Gruppen wieder zu grösseren
verschmolzen, weil sie sich nicht scharf genug lostrennen Hessen.
Das ausführliche sachliche Register sorgt dafür, dass auch der gegenständliche Gesichts-
punkt, der in den älteren Cataiogen der allein herrschende ist, zu seinem Rechte kommt. Ob-
wol jetzt die Darstellungen z. B. des Zeus, des Apollon u. s. f. unter die verschiedensten
Rubriken zerstreut sind, ist es doch mit Hilfe des Registers leicht, sich über alle vorhandenen
Darstellungen jener Gottheiten zu unterrichten.
Auch die Identificirung aller in der älteren Litteratur erwähnten Gemmen der Samm-
lung mit den neuen Nummern ist leicht durch die zu Anfang des Registers gegebenen ver-
gleichenden Nummerntabellen.
Die Beschreibungen habe ich wie bei den Vasen bei möglichster Kürze möglichst
inhaltreich zu gestalten gesucht, dagegen auf die stilistische Abrundung durch entbehrliche Worte
verzichtet. Es ist dies der für den Stil von Cataiogen nach meiner Ansicht einzig richtige Grandsatz.
Die Beschreibung wird wesentlich unterstützt durch die A b b i l d u n g e n , die auf ; i
Tafeln alle einigennassen wichtigeren Stücke, bei den antiken Gemmen so ziemlich alle in der
Sammlung vorkommenden Bildertvpen enthalten. Es sind 5515 Stück auf den Tafeln abgebildet.
Die Abbildungen sind alle in der Grösse der Originale gemacht, weshalb in der Beschreibung
auf Grössenangabe verzichtet werden konnte. Von den Intaglien sind die Gvpsabdrücke, von
den Cameen die Originale selbst abgebildet. Die auf Taf 71 ausser dem Onvxgefäss zur
Füllung des Ranmes vereinigten Nummern sind Nachträge zu den früheren Tafeln.
Die modernen Fassungen sind als gleichgültig in der Regel nicht erwähnt; nur wenn
sie eine Besonderheit boten, sind sie hervorgehoben. Die alten Bestände sind alle gefasst, die
neueren Erwerbungen nur dann, wenn sie mit Fassung angekauft wurden. Die antiken Fassungen
und alle bemerkenswerthen Formen der Gemmen sind jeweils im Texte abgebildet. Auch eine
Anzahl von durchsichtigen Glascameen und plastischen Arbeiten in Edelstein sind durch Zeich-
nungen im Text vergegenwärtigt, da sie nicht photographirt werden konnten.
Eine meiner Neuordnung entsprechende neue öffentliche Aufstellung der Gemmen,
die ich beabsichtigt hatte, konnte ich nicht mehr ausführen, da ich, nachdem der Druck des
Cataloges eben begonnen hatte, nach München übersiedelte. Prof. Dr. Winnefeld, der sich,
wie schon oben be :merkt, der Correctur des Cataloges in dankenswerthester Weise angenommen
hat, führte auch die Neuaufstellung einer Auswahl der Gemmen auf Grund meines Cataloges aus.
M ü n c h e n , im März 1896. A. F u r t w ä n g l e r .
Inhaltsverzeichniss.
Sei,<:
A. Aelteste Zeit. 2. Arbeiten späterer Zeit (i.
I. Werke des mykenischen Stiles . i Jahrh. vor Chr. und Kai-
II. Werke der Uebergangszeit zwi- serzeit)
schen der mykenischen Epoche IV. Flache Steine und Pasten ohne
und der des ausgebildeten archai- Durchbohrung
schen Stils 7 a. Die Pasten
B. Der archaische Stil. 1. Die Menge der gewöhn-
I. Orientalisch und orientalisierend 11 lichen kleineren flachen
II. Griechisch, ältere Gruppe (bis Pasten vom Ende der
etwa Mitte des 6. Jahrh. v. Chr.) 13 Republik und der früheren
III. Jüngere Gruppe (c. 550—450 Kaiserzeit
v. Chr.) 16 2. Auswahl meist grösserer
1. Griechische Arbeiten . . . 16 einfarbiger heller Pasten
2. Persisch-griechische, klein- von schönem klassizisti-
asiatische Arbeiten, zumeist schem Stile, etwa au-
des 5. Jahrh ig gusteischer Zeit
3. Etruskische Skarabäen . . 20 3. PastenderspäterenKaiser-
C. Der freie Stil des 5. und 4. Jahrh. zeit
v. Chr. b. Die Steine
I. Griechische Arbeiten . . . . 28 1. Griechische Arbeiten hel-
II. Italische Arbeiten 36 lenistischer Zeit
1. Fingerringe 36 2. Frühere italische Arbeiten
2. Skarabäen 36 (vorkaiserlicher Zeit) . .
3. Anhang: italische Werke 3. Die hellenistisch römischen
(Steine und Glaspasten) Steine von guter Arbeit
strengeren Stiles, welche sich 4. Die geringen und flüch-
an den etruskischen Skara- tigen Arbeiten der Kaiser-
bäenstil anschliessen, jedoch zeit in Karneol, Sard,
in jüngere Zeit herabgehen 37 Chalcedon und anderen
D. Arbeiten von der Epoche Alexan- durchscheinenden Steinen
ders d. Gr. ab 65 5. Gattung kleiner Gemmen
I. JMetallringe mit graviertem Bilde 65 in Nicolo aus der Kaiser-
II. Steine verschiedener älterer For- zeit
men mit Durchbohrung . . . 67 6. Arbeiten in rothem Jaspis
III. Konvexe Steine und Pasten ohne aus der Kaiserzeit . .
Durchbohrung (für Ringe be- 7.'Die Arbeiten in gelbem
stimmt) 69 Jaspis
a. Arbeiten vorwiegend der öst- S. Die Arbeiten in grünem
lichen Hälfte der antiken Jaspis und Heliotrop
Welt ÖQ (). Arbeiten in Magneteisen-
b. Arbeiten italischen Ursprungs 74 stein
1. Arbeiten vorwiegend des 10. Arbeiten in Lapis Lazuli
dritten und zweiten Jahrh. A nhang:
v.Chr. (Steine und Pasten) 74 1. Altchristliche Arbeiten .
Inhaltsverzeicbniss — Verzeichniss der Abkürzungen. XIII
Seite Register:
2. Arbeiten der neueren Zeiten 323 1. Vergleichende Tabelle der Num-
a. Steine 323 mern der alten Verzeichnisse mit
b. Glaspasten 334 dem neuen 35«
V. Die Cameen 2. Verzeichniss der Fundorte . 375
a. Die antiken 3. Verzeichniss des Materials
t. in Stein 342 a) der Intagli
2. Glaspasten 347 a) in Stein und Metall 37o
Anhang: Figürliche oder figür- ß) der Glaspasten 378
lich verzierte Rundwerke aus b) der Cameen 382
Edelstein 353 4. Verzeichniss der Formen . 383
b. Die altchristlichen . . . . 355 5. Verzeichniss der Gemmen mit
c. Die Cameen der neueren Zeiten 355 Inschriften 383
6. Verzeichniss der Darstellungen . 384
Zusätze und Berichtigungen . . . . 356
Druckfehler 357

Verzeichniss der Abkürzungen.


r. = rechts (bezieht sich bei vertieft ge- Abschluss seines Verzeichnisses erworbe-
schnittenen Gemmen immer auf den Ab- ner Gemmen ('s. oben S. VIII).
druck, nicht auf das Original). R. vor Nummer = Spezialinventar der antiken
I. = links (ebenso). Fingerringe.
\V. vor Nummer = Winckelmann, description M. Inv. vor Nummer = Miscellaneen-Inven-
des pierres gravees du feu Baron de tar, für die nach 1888 erworbenen und
Stosch. Florence 1700. nicht mehr in das S.-Inventar aufgenomme-
T. vor Nummer = Tölken, erklärendes Ver- nen Gemmen citiert.
zeichniss der antiken vertieft geschnittenen A. K. B. = Alte Kurbrandenburgische Samm-
Steine der kgl. preuss. Gemmensammlung. lung.
Berlin 1835. M. B. A. = Markgräflich - Brandenburg - An-
S. vor Nummer = Spezial-Inventar der bei Töl- spachische Sammlung.
ken nicht verzeichneten Gemmen und Er- Abg. = abgebildet.
werbungen bis zum Jahre 1888 (s. oben Erw. = erwähnt.
S. VIII). Bespr. = besprochen.
F. vor Nummer = Spezialinventar der noch K. = Karneol.
von Tölken herrührenden Auswahl nach
A. Aelteste Zeit.
I. Werke des mykenischen Stils.

i. Goldene Ringe mit Intaglio. 2. Linsenförmige durchbohrte Steine


(s. Abbildung der Form bei No. 10).
i (R. 7.) In Paris erw. 1886. Abg. und
bespr. Furtwängler und Löschcke, mvkenische
a. Mit m e n s c h l i c h e n , g ö t t l i c h e n und
Vasen, Text S. III u. 78. Vgl. Jahrb. d. Inst.
dämonischen Gestalten.
1892, S. 190 (M. Mayer).
Fingerring von gelbem Golde. 2 (S. 4469.) Karneol. Kreta. Abg. und bespr.
Gewicht 9.05 g. Der Durch- Furtwängler u. Löschcke, mvkcn. Vasen, Text
messer desselben beträgt im Taf. E 36; S. 77-
Lichten nur 15 mm ; er war ver- Eine Frau (Artemis?) eilt nach r. über eine
mutlich nicht für das hintere, Bodenerhöhung hinweg, auf welche sie den I.
sondern für das mittlere Glied Fuss setzt; das r. Knie ist tief gebeugt. Sie
des Fingers wol einer Frau be- ist im Begriff, den Bogen abzuschiessen. Im
stimmt. Die Unterseite des elliptischen 22 mm Haare ein Diadem. Auf dem Rücken Etwas,
langen und in der Richtung der Längsachse des das vielleicht der Köcher sein soll. Vome quer
Fingers folgenden Schildes ist flach konkav. Auf über den Bauch geht ein horizontaler Gegen-
der Oberseite ist Folgendes graviert: Eine Frau stand, wie es scheint ein Schwert in der Scheide
(Göttin?)sitzt nach r. (die Beschreibung folgt hier (r. der Griff), das an einem deutlich sichtbaren
demOriginale,nicht dem Abdruck) auf einem durch Bande um die Brust gehängt ist. Das Gewand
einen Fuss angedeuteten Sessel. Sie erhebt in fällt zwischen den Beinen in Falten herab; es
der L. einen elliptischen Spiegel, ihre r. Hand scheint indess auch den Oberkörper zu be-
scheint leer gesenkt. Das Haar ist hinten in decken, indem die von der r. Achsel unter die
einen Schopf aufgenommen und durch einDiadem Brust führenden Linien wol Falten sein sollen.
mit zwei Spitzen oder Bändern geziert. Vor ihr Der mächtige Busen, die enge Taille und das
steht eine F r a u , welche die R. (anbetend?) weite Becken sind auch hier charakteristisch.
erhebt und die L. senkt. Sie trägt ein Hals-
band und aufgenommenes Haar. An beiden 3 (S. 4480.) Sardonyx; die braune Schicht
Frauen scheint der Oberkörper nackt zu sein. überwiegt; das Bild nur in diese geschnitten.
Von der Taille an beginnt ein weiter Rock, der Elis. Abg. und bespr. Furtw.-Löschcke a.a.O.
an zwei Stellen einen doppelten horizontalen Taf. E 34; S. 77. Milchhöfer, Anfänge d. gr.
Besatz hat. Die starke Hervorhebung des Busens, Kunst, S. 86, Fig. 56b.
die eng eingezogene Taille und die breiten Hüften Eine Frau (Artemis? Aphrodite?) steht nach
gehören dem allgemeinen Frauenideale der my- r.; der Oberkörper wird von v< >rne gesehen;
kenischen Epoche an. Hinter der Sitzenden sie hält mit der L. einen Bock an den Hör-
befindet sich ein Altar oder Opfertisch, dessen nern, die R. hängt leer herab. Das Haar ist
obere von Spitzen bekrönte Platte von einer aufgenommen. Ein Band um den Hals. Von
Säule getragen wird. Hinter der stehenden Frau der Taille abwärts ein weiter Rock, der reich
eine Papyrus ähnliche Staude. verziert ist.
Aeltestes. — Myk Stil.

4 (S. 4502.) Grünschwarzer Steatit, nicht 8 (M. lnv.8154.) Schwarzer Steatit. Nicht
mit d e m R a d e , sondern mit d e m Stichel graviert. mit d e m R a d e , sondern mit Stichel graviert.
In A t h e n erworben. Syra.
Eine Frau nach 1. (Artemis?), die R. vor- Ein M a n n , mit einem Schurze bekleidet,
streckend nach einem vor ihr sich b ä u m e n d e n beugt sich vor nach einem T h i e r , das auf die
Thiere. Es scheint, dass dasselbe ein dickes Vorderbeine gesunken ist und den Kopf zu-
Halsband hat, an welchem es von der Frau rückbiegt; dasselbe ist vertikal gestellt, doch
geführt wird (?); es scheint ein R e h zu sein. horizontal gedacht. D a s wollige Fell u n d der
Dies G e w a n d der F r a u ist von gleicher Art kurze Schwanz lassen einen W i d d e r erkennen,
und gleicher Verzierung wie das der vorigen; der freilich unverhältnissmässig gross ist. Der
ü b e r h a u p t ist der ganze Stil der gleiche. N u r ist M a n n will das T h i e r vermuthlich schlachten.
die Ausführung durchweg eine sehr viel r o h e r e Flüchtige Ausführung, der geringen Steinart
und flüchtigere als d< >rt, der geringeren weicheren entsprechend. Doch sind am Kopfe des M a n n e s
Steinart u n d versehiedenenTeehnik entsprechend. kurze e m p o r s t e h e n d e H a a r e angedeutet.
Sehr verwandt ist der bei Milchhöfer a. a. O.
S. 8 6 , Fig. 5 0 a abgebildete Stein des Britischen 9 (S. 4487.) Serpentin. durch F e u e r be-
Museums. schädigt u n d grau geworde Griech. Inseln.
Ein M a n n (Gott) steht zv sehen zwei Löwen,
5 (S. 4501.) Grünschwarzer Steatit. T e c h - die sich auf den H i n t e r h e r ?n aufrichten und
nik wie bei 4. Griechische Inseln. Abg. und die V o r d e r b e i n e auf j e einen 1 ulentliehen U n t e r -
bespr. Furtw.-Löschcke a . a . O . Taf. E 3 7 ; S. 7 7 . satz aufstellen ; er nackt sie m Halse ; er steht
Menschliche Figur (Gottheit?) von vorne, ld blickt Flüchtige Ausführung
anscheinend sitzend; der Kopf nach r. gewen- ite Er altung sehr undeutlich
d e t ; hält in der L. einen langen rflanzenstengel,
der oben in eine Blüthc zu e n d e n scheint. Die 10 (S. 4477-) Bergkristall. Phigalia. Ab,
R. ist nach der Brust zu bewegt. G e w a n d um u. bespr. Milchhöfer, Anfänge
die Oberschenkel. Sehr flüchtige Arbeit. d . g r . Kunst, S. 5 5 , Fig. 4 4 ^ .
Overbeek, K u n s t m v t h o l . 111,
6 (S. 4468.) Serpentin. Athen. Abg. u. S. 6 8 3 .
bespr. Furtw.-Löschcke a. a. O. Taf. E 2 9 ; Ein nackter M a n n (Gott)
S. 7 7 . Milchhöfer, a. a. O . 9 2 , Fig. 5 9 a . steht zwischen zwei d ä m o -
Zweikampf. Zwei M ä n n e r (nackt bis auf nischen U n g e h e u e r n und
einen G u r t um die Taille) laufen auf einander packt sie beide, wie es scheint,
los, packen sich beide an den Köpfen und an den herausgestreckten
stechen sicli mit kurzen Schwertern. D e r M a n n Zungen. Die U n g e h e u e r ge-
1. seheint bärtig. I m R ä u m e vier Kugeln, viel- hören einem auf a n d e r e n
leicht eine kindliche A n d e u t u n g der Steine, G e m m e n deutlicher u n d sorgfältiger dargestellten
welche im Kampfe hin u n d her fliegen. T y p u s an, der d u r c h Löwenbeine, menschliche
Die Ausführung beschränkt sieh auf das N o t - A r m e , Gürtel um die Taille, e i g e n t ü m l i c h e n
wendigste, die Köpfe fast nur konturiert, das nach unten, wie bei einem Insekt, .spitz zu-
Auge sehr gross. Kinn, K n i e e , Fersen sind laufenden Leib mit einem K a m m von Borsten,
n u r einfach ""mit d e m Rundperl angedeutet. sowie durch löwenartigen Kopf charakterisiert
wird. Zur Darstellung vergleiche Annali dell'Tnst.
7 (S. 4486.) S a r d o n v x , an welchem die 1 8 8 5 , tav. G H , 8.
weissliche Schicht b e d e u t e n d überwiegt. Frag-
mentiert. Synic. Abg. u. bespr. Furtw.-Löschcke 11 (S.4471.) K a r n e o l . Kreta. Ein Stückchen
a. a. 0 . Taf. E 2 8 ; S. 7 6 . ist abgebrochen. Abg. u. bespr. Milchhöfer,
Zwei M ä n n e r (nackt bis auf den Gurt u m Anfänge, S. 5 5 , Fig. 4 4 b . Overbeek, Kunst-
den Leib) stechen mit kurzen Schwertern auf mvthol. 11T, S. 6 8 3 .
einen zwischen ihnen befindlichen L ö w e n , den Ein dämonisches U n g e h e u e r gleicher Art
sie beide mit der einen H a n d am Kopfe packen. wie die eben beschriebenen trägt an einer
U n t e n ein H u n d . Der Löwe ist vertikal ge- Stange auf der Schulter zwei erlegte Löwen,
stellt, aber wahrscheinlich horizontal g e d a c h t ; von "welchen n u r die von vorne dargestellten
er richtet sich nicht etwa auf den Hinter- Vorderkörper sichtbar sind. An dem D ä m m i
beinen auf. fehlen der Borstenkamm und der Gürtel.
Linsenförmige SU J

12 (S. 4470.) Serpentin, verbrannt. Kreta. Löwe nach 1.; der Vorderkörper wird von
Abg. u. bespr. Milchhi'ifer, Anfänge, S. 5 5 , vorne g e s e h e n ; den 1. Hinterfuss erhebt er
Fig. 44 c. Overbeck, Kunstmythol. I I I , S. 6 8 3 . nach d e m Kopfe zu. Ü b e n ein Zweig, der
Ein dämonisches U n g e h e u e r des zu N u . 10 R u n d u n g folgend und den R a u m füllend.
beschriebenen T y p u s trägt einen erlegten Hirsch Aehnlieh ist British M u s e u m , catal. pl. A, 3 9
auf der Schulter. Davor eine Staude. I m leeren (Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzen-
R ä u m e unter Kopf u n d Beinen des Hirsches bilder, Taf. 14, 5).
zwei achtstrahlige Sterne.
17 (S. 4478.) Bergkristall.
13 (S. 4472.) Serpentin. Saloniki. Abg. 11. Ein Löwe oder (da keine M ä h n e ange-
bespr. Milchhöfer, Anfänge d. gr. Kunst, S. 5 5 , geben ist) P a n t h e r scheint mit u m g e d r e h t e m
Fig. 4 4 d . Kopfe in den Nacken eines Stieres zu beissen.
Die Beine der beiden T h i e r e sind nach der
Ein dämonisches U n g e h e u e r des zu N u . 10
entgegengesetzten Seite gewendet. Flüchtig.
beschriebenen T y p u s (die Füsse weggebrochen,
der Körper sehr flüchtig .und undeutlich) trägt 18 (S. 4489.) Karneol, verbrannt. Griech.
einen erlegten Stier auf der Schulter. Inseln.
14 (S. 446b.)Grünlichsch\varzerSteatit. Nicht W e i d e n d e r Hirsch. U e b e r ihm in viel
mit d e m R a d e , sondern mit Stichel graviert. kleinerer Gestalt ein katzenartiges Raubthier (?),
Kreta. mit verdrehtem V o n l c r k ö r p e r , das den Hirsch
in den Nacken zu beissen scheint. Der spitze
Sitzender Greif nach 1,, der Kopf nach r.
Kopf lässt an einen Greif d e n k e n ; die Stelle,
emporgewendet. Der T y p u s ist der gewöhn-
wo der Flügel sein müssle, ist ausgebrochen.
liche mvkenische (vgl. in Roscher's Lexikon I,
Aeusserst flüchtige Ausführung.
Sp. 1 7 4 5 ) . Der K a m m auf d e m Kopfe ist
durch vier Striche angedeutet. U m d e n Hals i g (S. 4494-)Ri'ther Jaspis mit weissen Streifen.
scheint ein Halsband zu gehen, das sich nach Angeblich aus Olympia (?). Die Bildfläche
vorn fortsetzt u n d am R a n d e des Steins in einen ist ausnahmsweise weniger konvex als die a n d e r e .
K n o t e n e n d e t ; vgl. den am H a l s b a n d geführten Ein Stück längs der Bohrung ausgesprungen, wo-
Greif der G e m m e von Y a p h i o 'Ecpnu.. cipx- l 8 8 q , durch das Bild beschädigt ist.
Taf. 10, 3 2 . Flüchtige Ausführung, d e m weichen Ein Löwe verzehrt ein Thier, von welchem
Materiale e n t s p r e c h e n d ; Konturlinien hervor- nur der Kopf unten sichtbar ist; es ist ein
tretend. Bock mit H ö r n e r n wie eine Antilope.
b. Thierfiguren. 2 0 (S.4482.)Gestreifter Bandai hat,verbrannt.
15 (S. 4474-) Chalcedon mit rother T r ü b u n g , Peloponnes. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller,
d e m Karneol ähnlich. Athen. Abg. Furtw.- Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 1 7 , 5 4 .
Löscheke, m y k e n . Vasen, Taf. E 1 0 ; S. 7 5 . Ein ( >chse, von einer Lanze in den Rücken
Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzen- getroffen, bricht z u s a m m e n und erhebt brüllend
bilder, Taf. 17, 2 2 ; S. 1 0 8 . den Kopf. Flüchtig, doch lebendig u n d aus-
Ein Löwe zerfleischt einen D a m m - H i r s c h . drucksvoll. — D a s T h i e r wird von Keller mit
Der Vorderkörper des Löwen wird von vorne U n r e c h t als Gazelle bezeichnet. Die Dar-
g e s e h e n ; er beisst sich in den Rücken des stellung wiederholt sich, n u r kleiner und flüchti-
Hirsches ein, der auf das 1. Vorderbein ge- ger, auf einer G e m m e aus M y k e n ä ('Ecpnu. äpx-
lallen ist, tlen Kopf empor.streckt und mit 1 8 8 8 , Taf. 10, 13) und auf einer von Vaphio
geöffnetem M u n d e , in dem die Zunge sicht- ('Ecpnu. üpx. I 8 8 Q , Taf. 10, 14), in welch
bar wird, schreit. Der Ausdruck der T o d e s - letzterer n u r die Lanze fehlt.
angst des Thieres ist vorzüglich. Ueberhaupt
ist dieser Stein ein Meisterwerk der mykeni- 21 (S. 4481.) Gestreifter Bandachat,verbrannt.
schen E p o c h e , d e m ich kein zweites ganz Abrosinc bei Akrata in Achaia. Abg. Imhoof-
ebenbürtiges an die Seite zu setzen wüsste. Blumer- u. Keller, Thier- u. Pflanzenbilder, Taf.
Die Ausführung ist sehr sorgfältig, besonders 18, 2 3 .
auch an den Beinen. Ein Steinbock, von einer Lanze in den
Rücken getroffen, bricht zusammen. Borsten-
16 (S. 4491. (Chalcedon, im Feuer beschädigt, k a m m auf Nacken und Rücken. Sehr flüchtig
ein Stückchen ausgesprungen. Gythioil. (Füsse, Knie, Auge, Schnauze einfach mit dem
Aeltestes. — Mykenischev Stil.
4
Rundperl angedeutet). Sehr ähnlich Annali Megalopolis. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller,
dell' Inst. 1885, tav. GH, 3. Thier- u. Pllanzenbilder, Taf. 17,55.
Zwei Steinböcke (Antilopen nach Keller)
22 (S. 4483.) Quergestreifter Bändachat. in gleicher Bewegung geduckt vorwärtsschreitend,
Aus der Sammlung de Montigny. Abg. Im- als Antipoden angeordnet (vgl. zu dieser An-
hoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzenbilder, ordnung 'EcpnjLi. äpx- I 8 8 Q , Taf. 10, 11).
Taf. 1 7 , 5 5 ; S. 110. 28 (S. 4500.) Grünlichschwarzer Steatit.
Ein Rind (von Keller mit Unrecht Säbel- Wahrscheinlich mit dem Stichel graviert. Athen.
Antilope genannt) liegt mit gesenktem Kopfe, Zwei lagernde Rinder mit umgewandtem
die Zunge heraussteckend, auf einem Gerüst; Kopfe; dieselbe Figur zweimal wiederholt, die
im Nacken steckt die Spitze eines Schwertes. Beine nach dem Rande zu gewendet.
Das Gerüst ruht auf vier breiten Stützen,
zwischen welchen zwei dünne Pfeiler ange- 29 (S. 4492-) Rother Jaspis. Böotien. Abg.
deutet sind. Die sanimtlichen Stützen haben Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzen-
runde Basen. Wahrscheinlich ist eine Art bilder, Taf. 17,53.
von Altartisch gemeint und das Thier soll Laufender Steinbock mit umgewandtem und
geopfert werden. Links eine dem Rande gesenktem Kopfe. Die Figur ist nahe an den
folgende sich beugende Palme von der ge- Rand gerückt; in dem grossen freien Räume da-
wöhnlichen mykenischen Stilisierung. rüber sollte ursprünglich gewiss noch eine zweite
Figur stehen, die aus irgend einem Grunde
23 (S. 4476.) Bergkristall. Attika. nicht ausgeführt ward.
Ein Stier liegt anscheinend mit gebundenen
Füssen auf einem flüchtig angedeuteten Ge- 30 (S. 4467.) Dunkelgrünlicher Steatit. Nicht
mit dem Rade, sondern mit dem Stichel graviert.
rüst, das in der Mitte durch je zwei von
beiden Seiten schräg nach oben laufende und
Kreta.
durch zwei vertikale Stützen getragen wird. Liegender Löwe mit umgewendetem Kopfe;
über seinem Rücken wird der Vordertheil eines
Der obere Theil des Stieres ist stark be-
springenden Steinbocks sichtbar. Ausführung
schädigt.
dem weicheren Material entsprechend (grosse
24 (S. 4490.) Bandachat. Griechenland. runde Augen durch Konture angegeben). Sehr
Eine Kult säugt ihr Kalb und wendet den ähnlich ein Steatit im Britischen Museum; Milch-
Kopf nach demselben um. ( >ben Andeutung höfer, Anfänge, S.82. Fig. 53 (Imhoof-Blumeru.
eines Zaunes. Flüchtig. Keller, Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 18, 30).
25 (S. 4488.) Karneol, verbrannt. Patisia 31 (S. 4485.) Bandachat. Zaraka (Epidauros
bei Athen. Abg. Milchhöfer, Anfänge, S. 82, Limera).
Fig. 54b. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Sehr flüchtig ausgeführtes gehörntes Thier
Pflanzenbilder, Taf. 17, 51. (Steinbock? Antilope?) laufend. Im Räume über
Zwei Rinder, mit der Brust einander zu-, dem Rücken ein Fisch.
mit den Köpfen abgewendet. Unten ein Latten- 32 (S. 4475.) Bergkristall. Griecli. Inseln.
zaun. Flüchtig. Die Thiere erscheinen an Abg. Furtw.-Löschcke,"myken. Vasen, Taf. E 17 ;
der Brust wie zusammengewachsen, was schwer- S. 76.
lich die Absicht des Künstlers war. Keller Ein Rind, stehend, den Kopf umwendend.
bezeichnet sie fälschlich als Gazellen, was schon der von oben gesehen wird, so dass beide
durch die langen Schwänze widerlegtwird(vgl. 22). Augen und Hörner sichtbar sind; das Thier
26 (S. 4479) Bandachat. Korintli. Abg. scheint sich mit dem einen Hörn zu kratzen.
IMilchhöfer, Anfänge, S. 82, Fig. 54a. Imhoof- Davor ein Zweig. Unten eine aufgeklappte
Keller, Thier- u. Pflanzenbilder. Taf. 17,52. Muschel oder ein Schild (vgl. Furtw.-Löschcke,
Zwei laufende Rinder (nicht Gazellen, wie myken. Vasen, Taf. E 5). Sehr flüchtig.
Keller angiebt); von dem einen ist nur Kopf 33 (S- 4495-) Grüner Jaspis. Athen.
und Hals angegeben, der über den Rücken Ein Rind, stehend, den Kopf umwendend,
des anderen emporragt. Zwischen beiden steht, von ungleich besserer Ausführung als das vorige,
zur Andeutung des Hauses, eine Säule mit wahrscheinlich auch weniger alt.
Basis und Kapitell.
34 (S. 4473.) Dunkelröthlicher Steatit. Kreta.
27 (S. 4484.) Bandachat (seheint verbrannt). Abg. Furtw.-Löschcke, myken. Vasen, Taf.
Linsenförmige Steine. — Längliche Schieber

E l l ; S. 7 5 . Das Kuppelgrab von Menidi, mit beiden H ä n d e n nach d e m Kopfe eines


Titel vign. grossen Wildschweins, das von unten aus einem
Zwei Löwen, wappenartig angeordnet, stellen Sumpfe hervorbricht, der durch schilfartiges Ge-
die Vorderbeine auf ein Postament, das Basis, wächs angedeutet ist. D a s H a a r des M a n n e s
Gesims u n d Deckplatte hat. O b e n die S o n n e . fällt am Nacken lang h e r a b . — - Zur Darstellung
Verhältnissmässig sorgfältig für eine Arbeit in vgl. 'Eqpnu. öpx- l 8 8 q , Taf. 10, 15.
Steatit. 4 1 (S. 4514.) Dunkelgrauer H ä m a t i t . Griech.
3 5 (S. 4490.) Chalcedon. Argos. Abg. Inseln. Die nicht bildlich verzierte Seite des
Furtw.-Lösehcke.myken. Vasen, T a f . E l O ; S.76. Steines ist durch zwei dem R a n d e parallele
Zwei wappenartig angeordnete sich stossende breite Rinnen gegliedert (s. Abbild, zu N o . 4 2 ) .
Böcke. Zwischen beiden ein Strauch. Flüchtig; Abg. Milchhöfer, Anfänge, Seite 0 8 , Fig. 4 0 a.
sehr rundliche F o r m e n ; viel A n w e n d u n g des Ein D ä m o n der oben zu Nc 1.1 o b e s c h r i e b e n e n
Rundperl. Art, der mit beiden H ä n d e n eine K a n n e trägt. Die
Löwenbeine sind hier sehr deutlich. Der K a m m
3 6 (M. luv. 8155.) Schwarzer Steatit, mit
des Rückens ist durch kleine Punkte angegeben.
Stichel, nicht mit d e m R a d e graviert. Syra. Der
Spitze O h r e n . Zur Darstellung vgl. unten
R a n d ist hier abweichender Weise ziemlich gleich-
N o . 53 sowie Annali deH'lnst. 188,5, tav. G H 8 ;
massig dick; die F o r m ist beeinilusst von dem
Perrot-Chipiez, bist, de l'art I I I , Fig. 5 5 5 , 55O.
skarabäoid-fönnigen T y p u s von N u . öS und 6 0 .
'Eqpnu.. dpx. i S 8 q , Taf. 10, 3 5 . 3 0 .
Drei fliegende Vögel, und, wie es scheint,
ein ruhig stehender, b . M i t T h i e r f i g u r e n u. A.
so angeordnet, dass 4 2 (S. 4520.) Kar-
der runde Raum ganz neol. Elensis. Auf der
gefüllt ist. Flüchtig, Rückseite zwei R i n n e n
meist mit Strichen wie bei N o . 4 1 . Abg.
lergestellt. Imhoof-Blumer u. Ivel Thier Pilanzen-
3 7 (S.4503.)GrauschwarzerHämatit. Griech. bilder, Taf. 14, 3 8 ; S. 8 8 .
Inseln. Ein Löwe ist von hinten auf einen Stier
Fliegender Vogel, von oben gesehen, Schwanz (nach Keller G a z e l l e , was schon durch den
fächerartig ausgebreitet; flüchtig. langen Schwanz mit K n o t e n widerlegt wird)
gesprungen, der zusammengebrochen ist, den
3 8 (S. 4493-) Karneol. Mcgalopolis.
Kopf senkt u n d im geöffneten Maule die Zunge
Skorpion. Beine, Schwanz, Augen, Ringe des
Körpers deutlich. sehen lässt. Der Löwe beisst in den Nacken.
Der U n t e r k ö r p e r desselben ist hinter d e m Stiere-
3 g (S. 4497.) Amethyst. Griech. Inseln. verborgen. Ein Stückchen des Steines ist
Auch hier ist wie bei N o . 3 6 der Rand ziemlich zwischen Löwe und Stier in der Mitte aus-
gleichmäßig dick. gebrochen.
Lineare O r n a m e n t e in verschiedenen K11111-
4 3 (S. 4516.) Braun und weisser Achat.
partimenten.
Athen (?). Auf der Rückseite die zwei Rinnen,
Abg. Furtw.-Löschcke, m y k e n . Vasen, Taf. E
q ; S. 7 5 . E r w ä h n t in Roscher's Lexikon I, Sp.
3. L ä n g l i c h e S c h i e b e r m i t e i n e m
174O, Z. 2 0 .
B i l d e rein m y k e n i s c h e n S t i l e s a u f d e r
Ein Greif stürzt sich von oben mit aus-
einen Seite.
gebreiteten Flügeln auf einen im Laufe be-
a. M i t mem blichen und dämonischen griffenen und nach d e m Greif emporblickenden
Gestalten. Löwen. Rechts die gestreckten Beine des Greifs;
durch einen Bruch des Steines fehlen die Füssc.
4 0 (S. 45'7-)
Flüchtig.
Karneol. Pclopon-
( § ) ) -• J lies. Abg. Milch- 4 4 (S.4519. (Karneol. G-Wf henland( Athen?).
höfer, Anfänge, S. Abg. Imhoof-Blumeru. Keller, T h i e r - u . Pflanzen-
Q2, Fig. 5 0 b . bilder, Taf. 17, 4 0 ; S. 1 1 1 .
Ein nur mit einem Schurze bekleideter ZweinebeneinaiKlerliegendeRinder(Gazellen
M a n n stösst weit ausschreitend seinen Speer nach Keller, was durch die langen Schwänze
5 Aeltestes. -- Mykenischer Stil.

widerlegt wird); das eine wendet den Kupf um, 50 (S.4511.)Roth und weisser Achat. Kreta
damit der Raum besser gefüllt wird (vgl. die Dreiseitiger läng- ~
zwei neben einander liegenden Böcke des Steins lieber Schieber. Da* ' *-
von Menidi Tmhoof-Blumer u. Keller, Taf. I 8, 2Q Bild a ist abg. Furtw.
und British Museum, eatal. N0.4 I c). Links hinter Löschcke myken.
ihnen die Andeutung eines belaubten Baumes Vasen, Taf. £"34; S. 78.
oder Strauchs. Auf allen drei Seiten ein Bild.
45 (S. 4518.) Karneol. Kreta. a. Eine Frau in weitem Rocke (unten mit
Ein Skorpion, ähnlich N0.38, doch besser, horizontalen Besätzen) steht nach r. und hält
indem auch die Scheeren deutlich sind. Rechts mit beiden Händen einen längeren geraden
noch vier andere insektenartige Thiere, vielleicht Zweig, an dem unten Blätter, oben eine Blüthe
Heuschrecken. angedeutet scheint. Hinter ihr wächst ein ähn-
licher Zweig. Zu der papyrusähnlichen Krone
46 (S. 4514-) Karneol. Sammlung v. Uhclen. desselben vgl. 1. Sehr flüchtig.
Andeutung eines Hauses oder einer Hütte /;. Ein Schiff von geschweifter Form, vorne
mit hohem Giebeldach; zu beiden Seiten ein aufgebogen, ohne Embolen, mit grossem auf-
Stern und ein eypressenartiger Bauin. Vgl. gespanntem viereckigem Segel. Ein Schiff gleicher
Arch. Zeitg. 1883', Taf. 16, 24. Art zeigen Britisch Museum eatal. No. b, sowie
47 (S. 45'3-) Karneol. Kreta. zwei Steine unbekannten Orts, deren Abdrücke
Eine Vase mit kugligem Bauch, hohem in Berlin sind (M. Inv. 777S; abg. Furtw.-
Hals, zwei stark geschwungenen Henkeln der Löschcke myken. Vasen, Taf. E 20; 7779).
Form wie die der Alabastervase aus Mykenä c. Schwimmender Fisch.
(Schliemann, Myk. Fig. 35b) und mit hohem 51 (S. 4523.) Braun-
spitzem Deckel, von dessen Knopf nach beiden weiss gestreifter Band-
Seiten je ein Zweig herabhängt. achat. Symc. Schieber
48 (S.4512.) Braunrother Jaspis mit kleinen von rechteckiger flacher
weissen Stellen. Gricch. Inseln (?). Form. Erwähnt in Ro-
Die Bildfläche ist bedeckt mit Strichen und scher's Lexikon I, Sp. 174b, Z. 18.
Halbkreisen; vielleicht Andeutung von Strauch- Ein Greif fällt über ein Reh her, indem
werk (bei No. 40 ist das Schilf ähnlich wieder- er von vorn auf seinen Rücken springt, es
gegeben). Vgl. Athen. Mittheil. 188b, Taf. b, auf die Vorderbeine niederdrückt und mit dem
l b ; S. 173; Arch. Zeitg. 1883, Taf. ib, 20; Schnabel in den Rücken hackt. Die Flügel
'Ecprjju. äpx- 1880, Taf. 10, 17; British Museum des Greifs sind geöffnet. Andeutung des Kam-
eatal. pl. A. 5. mes auf dem Kopf. Sehr flüchtige Arbeit.
52 (S. 4247.) Grauer Stea-
tit (?), mit Stichel, nicht mit dem
4. Steine verschiedener Formen mit Rade graviert. Konisches Pet-
Bildern rein mykenischen Stiles. schaft, durchbohrt. Cypern (S.
Cesnola). Abg. Furtw.-Löschcke,
49 (S. 45^4-) Braun und weissge- myken. Vasen, Taf. E 18; S. 76.
treifter Achat. Pcloßonncs. Drei-
Ein brüllendes Rind nach 1 schreitend.
eitiger dicker Stein, in der Mitte
Hinter ihm Buschwer ihm ein Blätter-
"öibi .hrt. Abg.Furtw.-Lösehcke,
zweig. Si irgfältig.
myken. Vasen, Taf. E i q ; S. 7b.
Zwei Seiten des Steines sind 53 (S, 4428.) Grünlich grauer Steatit (?)
mit dem Stichel, nicht mit dem Rade graviert
bildlich verziert, die dritte ist glatt.
a. Zwei neben einander liegende Konisches Petschaft, durchbohrt. Cypcm (S
Rinder. Kopf und Hals des hinteren Cesnola). Abg. Milchhöfer, Anfänge, S. b8
werden von hinten gesehen. Im Fig. 4bb.
Hintergrunde ein Strauch. Vgl. Ein Dämon des zu No. 10 beschriebene!
'Eqpiiju. apx- 188g, Taf. 10, q. 10. Tvpu.s trägt mit beiden Händen eine Kanne
Ö. Zwei neben einander liegende Flüchtig.
Wildschweine mit geduckten 54 (S. 4462.) Karneol. Rhodos. Erw nt
Köpfen; hinten zwei Sträucher. Jahrb. d. arch. Inst. 188b, S. 13b.
Verschiedene Formen. 7

Der Stein hat die Form einer Panther- 5 7 (S. 4457-) Rothlicher Achat
oder Lüwcn-Maske, mit etwas Weiss. Kreta.
welche quer durch- Dreiseitiger länglicher Stein, durch-
bohrt ist. Auf der bohrt. Auf allen drei Seiten Zeichen
flachen Rückseite das der Art wie am vorigen, a. Leier-
vertieft eingeschnittene artiges Instrument, gebogenes mensch-
Bild eines dicken liches Bein, R i n g e ; b. und e. orna-
Fisches mit sechs Flossen. mentale Motive.
5 5 (S. 4463.) Karneol. Kreta. 5 8 (S. 4464.) Dunkelgrüner Jaspis.
Auf der Oberseite des Steins Kreta.
:
•fQz \'frt\ s i n d plastisch erhoben zwei diago- Dreiseitiger durchbohrter Stein, a. Adler
nal a n g e o r d n e t e Fische (?) gebildet, mit u m g e w e n d e t e m Kopfe, H a l b m o n d o r n a m e n t e
auf der flachen Unterseite gra- im R ä u m e ; /;. rechter und linker menschlicher
viertes O r n a m e n t von Kreisen und Blüthen. Vorderarm ü b e r e i n a n d e r g e -
Q u e r durchbohrt. kreuzt, a n d e r e unbestimm-
5 6 (S. 4458.) Gelblicher Chalcedon. Kreta. bare Z e i c h e n ; e. Blüthe am
Merkantiger läng- Stengel und Anderes.
lieber Stein, der Länge Anhang: Steine, welche der

Gravierung:
® nach durchbohrt.
Alle vier Seiten haben
vorgriechischen Kultur der Kykladen
angehören.
5 9 (M.Inv.8101.) Hellgrün-
a. Ein Schiff, an beiden E n d e n aufgebogen, licher. an den K a n t e n durch-
mit einem Mast u n d A n d e u t u n g von R u d e r n . scheinender Steatit (nicht
Weiter r. vier Kugeln kreuzweis verbunden und Chrysopras, wie D ü m m l e r
ein unbestimmbarer Gegenstand. angiebt). Knphonisia zwi-
b. Drei K o m p a r t i m e n t e : im ersten ein grosses schen N a x o s u n d Amorgos. Abg. A t h e n . Mit-
Auge, oben und unten b e w i m p e r t ; dazu Gefäss theil. X I ( 1 8 8 0 ) , Beilage zu S. i b , 1 , 1 ; vgl.
(?) und vegetabilisches ( »rnament. S. 25 (Dümmler).
c. Ein menschliches Bein, Säge, Kreise, Anhänger, d u r c h b o h r t ; auf der quadratischen
vegetabilisches O r n a m e n t . unteren Fläche neun verschlungene Spiralen.
d. Säge, Scheere, Pflug (?) und zweimal Rand von kleinen Dreiecken. — Mit d e m G r a b -
die kreuzweis verbundenen vier Kugeln. stichel, nicht auf dem R a d e gearbeitet.
Diese seltsamen Zusammenstellungen schei- 6 0 (S. 4439) Weisser feinkörniger Insel-
nen durch die Kenntniss ägyptischer oder hitli- marmor. Gricch. Inseln.
tischer Hieroglyphen angeregt, c ibwc >1 kein Zeichen Flacher u n d u r c h b o h r t e r Stein mit erhoben
wirkliche N a c h a h m u n g solcher ist. gearbeitetem rohem menschlichem Kopf.

IL Werke der Uebergangszeit zwischen der mykenischen


Epoche und der des ausgebildeten archaischen Stils.
1. D e m s o g . g e o m e t r i s c h e n Stil ent- d e m R a d graviert. Athen. Linsenförmig wie
sprechende Werke. N o . 2 ff.
Ein Hirsch (?) nach r. — Vgl. den auch
a. S t e i n e d e r in d e r m y k e n i s c h e n E p o c h e stilistisch sehr verwandten Stein von Mykenä
vorkommenden Formen. (aus dem Schutte ausserhalb der Gräber) bei
61 (S. 4499.) Bräunlicher an den K a n t e n Schliemann Myk. Fig. 17b.
durchscheinender Steatit. Mit Stichel, nicht mit 62 (S. 4455.) Blassgrünlicher Steatit. T e c h -
Aeltestes. — Uebergangszeit.

nik wie 6 1 . Kreta. Dreiseitig durchbohrt, F o r m wie die Skarabäoide, doch kreisrund.
wie 5 7 . Primitiver Vierfüssler ( R e h ? Pferd?)
a. S t e h e n d e r M a n n ; vor ihm an einer Stange
vier kuglige Gefässe (?) — b. drei Fische. — 6 9 (S. 4433-) D u n k e l -
c. zwei Menschen u n d ein Vogel. rother ziemlich weicher s ^
Stein (Steatit?) Mit d e m |l|?'. •;:!!ll
6 3 (S. 4454-) Blassgrün u n d schwärzlicher
R a d e graviert. Korintli.
Steatit. T e c h n i k wie 6 1 . Kreta. Dreiseitig,
F o r m wie 6 8 . A^iergespann von v o m ; die
durchbohrt.
Pferde haben d e n ausgeprägten T y p u s des
a. Drei M e n s c h e n . b. Löwe mit u m -
gewandtem Kopf; Schlange davor (?) — c. „ g e o m e t r i s c h e n " Stiles.
Vierfüssiges T h i e r nach r.; Sphinx (?) davor.
70 (S. 443 2 -) Dunkel
64 (S. 4456.) Schwarzer Steatit. T e c h n i k violet rothlicher Steatit (?)
wie 0 1 . Attica. Dreiseitig, d u r c h b o h r t . Scheint mit d e m R a d e
a. S t e h e n d e r M a n n . — b. Steinbock mit graviert. Olympia. Ab- k
u m g e w a n d t e m Kopf. — c. zwei Ochsenköpfe gebildet Olympia, Band
ü b e r e i n a n d e r (?) IV, die Bronzen, T e x t S. 1 8 8 .
Halbkugel, d u r c h b o h r t . Auf der geraden
b. A n d e r e Formen.
Fläche lineare O r n a m e n t e .
6 5 (S. 4459-) Schwarzer
Steatit. Technik wie 6 1 . Attica. 71 (S. 4440.) Weisslicher Steatit. Technik
Anhängsel in Gestalt eines lie- wie 6 1 . Cypern.
genden Löwen, quer d u r c h b o h r t . Skarabäoid. W a g e n , von einem Pferd ge-
Auf der Fussplatte u n t e n sind zogen ; drei menschliche Figuren auf demselben ;
sechs Menschen n e b e n einander graviert. sehr primitiv.
6 6 (S. 44^9-) Schwarzer Steatit. T e c h n i k
wie 6 1 . Cypern. Viereckige Platte, an allen 72 (S. 4436.) Heller gelblicher u n d durch-
sechs Seiten graviert. Nicht d u r c h b o h r t . Auf sichtiger Steatit. T e c h n i k wie 6 1 . Athen. Aus
den beiden grossen H a u p t - einem der alten G r ä b e r vom Dipylon. Vgl.
^ ^ ^ ^ , seiten: a. Pferd nach 1.; 73 — 7 5 . E r w ä h n t Milchhöfer, Anfänge, S. 4 5 .
über d e m Rücken zur Fül- Fast kreisrunder Skarabäoid. D e r Rand
lung eine Blüthe. — b. rings ist mit schrägen gekreuzten Linien ver-
Löwe nach 1. mit geho- ziert. — Ein M a n n , mit langer
b e n e m Schwänze, der d e n spitzer Mütze (?) oder A n d e u t u n g
R a u m über d e m Rücken des H e l m b u s c h s , führt sein Pferd.
füllt. Auf den schmalen Lineare O r n a m e n t e füllen d e n
N e b e n s e i t e n : c. Zweig mit R a u m . Vgl. das Goldrelief Arch. Zeitg., 1SS4,
Blüthe. — d. ein luichs (?) Taf. 8, 1 /
— e. Vogel (?) — f. unklar.
7 3 (S.4446.) Sog. ägvptisches Porzellan. Aus
6 7 (S.4426.) Heller weissgelblicher Steatit (?)
demselben Dipylongrabe wie 7 2 .
T e c h n i k wie O l . Cypern (Samml. Cesnola).
Skarabäus. D a s Bild ist stark abgerieben
Konischer Anhänger,
und undeutlich. Es waren 7 T h i e r e von pri-
quer d u r c h b o h r t . Auf
mitiver Zeichnung dargestellt. Eines scheint
der oberen kleinen
Fläche ein laufender geflügelt. Vgl. Furtw.-Löschcke, m y k e n . Abäsen
Vierfüssler. Auf der Taf. E 4 1 , 4 2 ; Almali delPInst. 1 8 8 5 , p . 2 0 1 ;
grösseren unteren ein tav. G H . c).
primitives Thier (Pferd) 74 (S. 4445.) Sog. ägyptisches Porzellan.
(?), d a r ü b e r ein klei-
Aus demselben Dipylongrabe wie 7 2 .
neres zweites (oder
Skarabäus. Pferd nach !.; Zickzacklinie
nur Striche zur Füllung.)
im R ä u m e über d e m Rücken.
6 8 (S. 4437.) Grünlicher matt durchschei-
n e n d e r Steatit. Technik wie 6 1 . Griech. 75 (S. 444'.) Dunkelblaues, durchsichtiges
Inseln. Glas. Aus demselben Dipylongrabe wie 7 2 .
Geometrischer Stil

Skarabäoid mit einem silbernen Bügel und Auf der grösseren Fläche die Vordertheile zweier
Fassung von Goldblech; auf Pferde, an einander gewachsen, im Gegensinn
letzteres ist eine R a n d v e r - angeordnet. Zur Füllung drei Sträuche. Sein-
zierung gelöthet, bestehend roh ; der Charakter des geometrischen Stiles ist
•aus geflochtenem Band und besonders in dem Pferdelypus deutlich. Zur
Dreiecken von kleinen Kugeln. Form des Steines vergl. Olympia, die Bronzen,
Die Bildfläche der Glaspastc T e x t S. 1 8 8 , N o . 1 1 0 4 .
ist in drei Felder getheilt; die
Verzierung ist durch die Ver-
witterung ganz unkennlich. 2. Altsyrischen Arbeiten nahe stehend.

76 (S. 4442.) Grünlicher dunkler Steatit. 81 (S. 4422.) Hellgrüner Steatit, wie bei
Cypcrn. (Sammlung de Montigny.) 7 8 . 7 g . Kreta. Erw. in Roscher's
Skarabäus. Zwei M ä n n e r mit H e l m e n , ein- Lexikon I, Sp. 1 7 5 4 , Z. <>.
a n d e r gegenüber, scheinen sich an einer H a n d Konisches achtseitiges Petschaft,
zu fassen. d u r c h b o h r t . Auf der unteren kreis-
r u n d e n Fläche Greif, ruhig nach
77 (S. 4443) Schwarzer Steatit. Cypcrn.
r. schreitend, gehobener Flügel;
(Samml. de Montigny).
spitze O h r e n .
Skarabäus. Unklares Bild, zwei Seepferdchen
gegenüber ? 82 (S. 4430.) Schwarzer Steatit. Bdotien.
Erw. in Roscher's Lexikon 1, Sp. 1 7 5 4 , Z. 2.
78 (M. l u v . 8157.) Hellgrüner u n d u r c h -
Rechteckiges Täfelchen, d u r c h b o h r t . Auf
sichtiger Steatit. Nicht mit d e m R a d e gearbeitet.
den beiden H a u p t s e i t e n : a. Greif auf den Hinter-
Beirut.
beinen sitzend nach r.; a m Kopfe sind weder
Tetschaft mit d u r c h b o h r t e m Knopf
K a m m noch Uhren angegeben. — b. Steinbock
zum A n h ä n g e n . Zwei M ä n n e r ,
auf den Hinterbeinen sitzend.
in der Mitte eine grosse Aehre
(oder ein B a u m ? ) , welche der 8 3 (S. 4431.) Dunkelbrauner Steatit. Cypcrn.
eine mit einem sensenarligcn In- Rechteckiges Täfelchen, durchbohrt. Auf
strument zu schneiden im Begrille den zwei H a u p t i l ä c h e n :
ist. a. Sphinx liegend, gehobener Flügel. —•
b. Löwe liegend ; im R ä u m e über dem
79 (M. Inv. 8073.) Hellgrüner Steatit wie
Rücken ein Ochsenkopf von vorne.
Nicht mit dem R a d e gearbeitet. Troas.
Beide T h i e r e heben die eine Vorderpfote.
Viereckiges l'etschaft mit d u r c h b o h r t e m
Die Ausführung (mit dem R a d e ) ist viel sorg-
Knopf zum A n h ä n g e n . Undeutliche
fältiger als an den vorigen Stücken.
Darstellung; Stil w i e 7 8 . Links scheint
ein D ä m o n mit Flügel, einen Stab in 8 4 (S. 4435.) Gelblicher undurchsichtiger
der einen H a n d , die a n d e r e e r h e b e n d , Steatit. Smyrna.
nach r. zu schreiten auf eine wie Petschaft mit d u r c h b o h r t e m Knopf, der m-
Idol unbewegt s t e h e n d e Figur zu. dess abgebrochen ist. — D a s kreisrunde Bild
vcm derbem Strichrande umgeben. Liegender
8 0 (S. 4434) Grün-
Steinbock; darüber ein Adler.
licher Glimmerschiefer.
Nicht mit d e m R a d e ge-
arbeitet. Mcgara. Be-
3. S t e i n e v o n d e n in d e r m y k e n i s c h e n
spr. Olympia, Bd. I V ,
Epoche typischen F o r m e n und mit Bildern,
die Bronzen, T e x t S. 1 8 8 .
deren Stil s i c h z w a r an d e n m y k e n i s c h e n
Flacher kreisrunder a n s c h l i e s s t , d o c h j ü n g e r e n Charakters ist
durchbohrter Stein ; am ( e t w a 8.—7. Jahrh.).
R a n d e abgestuft, so dass
eine kleinere und eine 85(8.4498.)Karne
grössere Kreisfläche ent- Griechenland
steht. Auf ersterer ein (Samml. G e r h a r d ) .
M a n n nach r., von dessen Die F o r m ist unge-
Schultern Flügel herabzuhängen scheinen. — fähr die der linsenförmi-
IO Aeltestes. — Uebergangszeit.

gen mykenischen, doch geringer, p l u m p e r ; es 9 1 (S. 4505.) Derselbe Stein wie 8q f.


fehlt das A b n e h m e n des R a n d e s nach zwei Griechenland (aus Athen erw.).
Seiten. F e i n e r sind Vorder- und Rückseite Die gewöhnliehe mvkenische Schieberform
bildlieh verziert: a. Steinbock, b. r e n n e n d e r wie 4 0 ff. — Springender Steinbock mit auf-
Hund. Flüchtig. gebogenem Flügel. H i n t e n der Zweig wie bei
8 6 (S. 4521 •) Karneol. Mclos. qo. Auf der Rückseite hat ein Besitzer, wol
Schieber ungefähr der schon in antiker Zeit, den flüchtigen Versuch ge-
F o r m \vie40 ff., doch plum- macht, einige Spirallinien einzuritzen. Zum
per mit dickeren R ä n d e r n . Bilde vgl. die ganz gleichartigen Steine, A t h e n .
Durch die B o h r u n g geht Mittheif. 1886," T a f . ' 0 , o ; Arch. Zeitg. 1 8 8 3 ,
ein d ü n n e r Golddraht; Taf. 16, 14.
daran ist ein Bügel aus
9 2 (S. 4506.) Derselbe Stein wie 8qff. Von
Goldblech von 2 '/ 2 cm
d e m russischen Maler Hintz 1842 erworben.
D u r c h m e s s e r befestigt. Auf
Abg. Imh<)< if-Blumer u. Keller, Thier- u. Fflanzcn-
der einen Seite des S t e i n s : Reh oder a n d e r e r
bikler, Taf. i q , 4 8 ; S. 1 2 1 .
Vierfüssler, auf die V o n l e r b e i n e gefallen. Zwei
gekreuzte Striche zur Füllung oben. Sehr roh Schieberform ; auf der Rückseite die zwei
und flüchtig. Vgl. A t h e n . Mittheil. 1 8 8 0 , Taf. Rillen wie bei 41 f. — E b e r mit gesenktem
o, 20 ein gleichartiger Stein, ebenfalls von Melos. Kopfe (fressend g e d a c h t ) .

8 7 (S. 4522.) Karneol. Athen. 9 3 (M. Inv. 8469.) Derselbe Stein wie
Schieber derselben plumpen F o r m wie S(). 8q ff., n u r verbrannt. — Alelos.
Geflügeltes Tferd nach 1. (mit e m p o r g e b o g e n e m Schieberform. — K e n t a u r nach r. mit Baumast
Flügel). Aeusserst flüchtig. Vgl. den sehr ähn- und Steinblock in den H ä n d e n .
lichen Stein von Melos, A t h e n . Mittheil. 1 8 8 0 ,
Taf. 0, i q . 94 (S. 4504.) Derselbe Stein wie 8q ff. Aegina.
Schieber. — Steinbock mit gesenktem Kopfe
8 8 (S. 4465.) Gelber Jaspis. Kreta. (fressend). Hinten der Zweig wie bei q o . ü b e n
Petschaft mit d u r c h b o h r t e m Knopf. Auf horizontal ein gleicher Zweig.
^=~v der unteren kreisrunden flach kon-
i( Ö>,)1 vexen F l ä c h e : zwei Delphine, so 9 5 (S. 450g.) Derselbe Stein wie 8q ff. Theben.
(feSgl gestellt, dass sie d e m r u n d e n R a u m Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, T h i e r - u . Pflanzen-
( ^ s ^ i i r S a f e sich anpassen (vgl. 'Ecpnu. apx. bilder Taf. 15, 5 ; S. q i .
^ s ^ l l ^ i 8 8 q , Taf. 10,2). In der Mitte Schieber gestreckter F o r m . — Löwe nach
zwei Rosetten aus Kugeln. D e r Stil steht d e m r. schreitend (nicht Tiger, wie Keller m e i n t ) ;
rein mykenischen noch sehr n a h e . u n t e n der Zweig wie bei q o . I m R ä u m e vier
8 g (S.45°7-)Hellgrünlicher d u r c h s c h e i n e n d e r Kugeln zur Füllung (vgl. 8q.)
Steatit. Euboia.
9 6 (S.45 1 0 -) M e e r s c h a u m (?).J/if/(7j. Grosser
Die gewöhnliche mvkenische Linsenform.
Stein ( j q m m . D u r c h m . ) der Linsenform ; durch-
Springender Steinbock; zwei Kugeln zur Füllung.
bohrt. Die Seite a ist stärker konvex als die
9 0 (S. 4508.) Derselbe Stein wie 8 q . Griech. andere. Auf beiden Seiten ein Bild: a.
Inseln. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, Thicr- Svmplegma eines M a n n e s in kurzem Rocke
u. PHanzenbilder, Tafel 18, 2 7 ; S. 1 1 4 . u n d einer nackten Frau. L. ein grosser Schwan,
Linsenform wie Sq. Springender Steinbock, r. ein M ä a n d e r - H a k e n - K r e u z ; ausserdem dienen
den K o p f u m w e n d e n d . H i n t e r ihm ein Zweig m e h r e r e Kugeln (vgl. 8 g . 04) zur Füllung. —
von der für diese G a t t u n g von Steinen charakteri- b. C h i m ä r a ; zur Füllung dienen Kugeln und
stischen F o r m . Zweige der Art wie bei q o .
B. Der archaische Stil.
I. Orientalisch und orientalisierencl.
9 7 (S. 4421.) Clialeedon von bläulichem als Halsschmuck; unten ein Wiclderknpf a p o -
Ton. Athen. tr< ipäischer Bedeu-
Vierseitiger Kegel mit abgestumpften Ecken tung. Die Fassung
von d e r bei assyrischen u n d ist in griechischem
persischen Arbeiten gewöhn- Geschmack des ö.
lichen F o r m . Die D u r c h b o h - J a h r b . ; die Gra-
rung ist von beiden Seiten vierung d e s Steins
begonnen, aber nicht durch- ist phönikisch unter
geführt. — Auf d e r unteren ägyptischem Fin-
F l ä c h e : Löwe nach r. in ge- Huss. Besä mit
strecktem Lauft d a r u n t e r Pferd F e d e r k r o n e n , nach
nach 1. Aeltere persische Arbeit. 1. schreitend, ( )berkörper von vorne, hält vier
T h i e r e gefasst, zwei Steinböcke nach oben u n d
9 8 (S. 4447-) Hiimatit. Kleinasien. Ska- zwei Löwen nach u n t e n ; in d e r Mitte gehen
rabäus (der Käfer flüchtig.1 Zwei Masken von d e r Hüfte aus nach den Seiten zwei Uräus-
gegenüber angeordnet. D a n e b e n zwei kleine schlangen. Oben die geflügelte Sonnenscheibe.
Adlerköpfe. Aeltere syrische Arbeit. Das Exerg u n t e n mit schrägen, gekreuzten Linien
gelullt.
9 9 ( M . I n v . 8142.) Gold. Ta-
massos auf C y p e r n . aus einem 101 ( M . l u v . 8153.) Röthlich weisslicher
i 8 8 y ausgegrabenen G r a b e d e s undurchsichtiger Achat. Cypern.
0. J a h r h . (Section I V , G r a b Skarabäus. Auf einem Berge kämpft ein
15 d e s Spezialverz.) Mann (mit ägyptischem Schur/.) gegen einen
Gc ildner Fingerring vi m kna] >p aufgerichteten Löwen, indem er ihn mit d e r
2 cm Durehm. (Gewicht 2,S(> g.) mit einer einen H a n d an einer Klaue fasst, mit d e r
d ü n n e n ovalen Platte; darauf ist graviert: anderen die Spitze eines sehr langen Schwertes
ein T o d t e r hegt auf einer Kline eingewickelt auf seinen Bauch richtet. ( >ben sehwebt ein
in T ü c h e r ; davor ein niedriger Tisch. U e b c r heiliger Vogel mit ausgebreiteten Flügeln (der
dem T u d t e n schwebt die Seele als Vogel mit Oberkörper ist abgebrochen, nur Schwanz, Beine
Menschenkopf (?); zu H ä u p t e n und Füssen und Flügel deutlich.) Aegyptisierende phöni-
j e eine geflügelte Göttin, die Flügel ausbreitend. kischc Arbeit, sehr zierlich u n d fein.
Phönikischc Arbeit nach ägyptischen Vorbildern.
102 ( M . l u v . 8142.) Grüner Jaspis. Ta-
100 ( T . 1,4; W . L 3 6 . ) Schwarz u n d weiss massos auf Cypern, aus einem 1881) ausge-
lein gestreifter undurchsichtiger Achat. D i e grabenen G r a b e des ö. J a h r h . (Sect. I V , G r a b
Gravierung abgebildet in Dactyliotheca Stoschi- 1 1 d e s Spezialverz.)
ana vol. I I ( 1 8 0 5 ) , Tal'. 0 , ,yi. Erwähnt in Skarabäus. Besä mit d e r Federkrone, ein
Roscher's Lexikon I, Sp. - 1 4 4 , Z. 4 g (wo T . 1,1 Löwenfell umgegürtet, im Profil nach 1. schrei-
statt 1, 4 verdruckt ist.l tend, fasst die A'ordertatzen eines aufgerichteten
Skarabäus in schwerer antiker goldener Löwen. — Oben ein Stern sowie eine Kugel
Fassung; am Rücken d e s Käfers goldene Pal- (Sonne?) nebst H a l b m o n d . Das Exerg unten
m e t t e n ; oben eine breite ( )ehse zum Anhängen mit schrägen Linien gefüllt. Ph.mikisc h.
103 (M- I» v - 8l 42.) Grauer Stein, wahr- 10g (M. luv.6082.) Chalcedon mit ein-
scheinlich verbrannter grüner Jaspis. Tamassos gesprengtem rothem Jaspis. Cypern (Samml.
auf Cvpern, aus einem 1881) ausgegrabenen Cesnola), l80q. Abg. Cesnola-Stern, Cvpern,
Grabe des 7 . - 6 . Jahrh. (Scct. IV, Grab 13 Taf. 03, oben; Cesnola, Cyprus pl. XXVI;
des Spezialverz.) nach Cesnola wäre der Stein aus Kuriuni.
Skarabäus mit stark oxydiertem Reste einer Cesnola's Abbildung ist wiederholt in Perrot-
silbernen Fassung. Sitzender Greif nach 1.; Chipiez, bist, de l'art III 043. Fig. 438. Trans-
auf dem Kopfe (der ohne Krone und ohne actions of theSoc. of biblical arehaeol. V (1877),
Ohren ist) eine ovale Scheibe mit Uräusschlange. p. 92, 7; pl. C, 4 (Pierides), hiernach wäre der
Gewand zwischen den Vorderbeinen; vor ihm Fundort Golgos, die Angabe des Besitzers ist
eine Art Cartouche. Phönikiseh. falsch. Moritz Schmidt, Samml. kvprischer In-
schriften in epichorischer Schrift, 187b, Taf.
104 (S. 4595a.) Grüner Jaspis. Sardinien
21, q. Collitz, Samml. griech. Dialcktinschrifteii
(Samml. Gerhard.) I, S. 30, No. 70 (Deecke).
Skarabäus. Ein Dämon mit dem Ober-
körper eines Löwen und dem Unterkörper eines Skarabäus mit gi >1-
Mannes (mit ägyptischem Schurz). Hinten dener Fassung und
Lowenschwanz. Knielaufschema, der Löwen- geschweiftem golde-
kopf umgewendet. Roher Strichrand. Phönikiseh. nem Bügel, an wel-
chem sich eine Ochse
105 (S. 4557.) Grüner Jaspis. Sardinien. zum Anhängen be-
Skarabäus. Ein Adler steht findet. Säugende
auf einem Widderkopf und Kuh; darüber cyprische Inschrift, die gelesen
hält eine Schlange im Schna- wird: ku . pa . ra . ko . ra . o . KuTrpaYÖpao.
bel. Strichrand. Phönikiseh
unter griechischem EinHuss. 110 (S. 4546.) Karneol. Syrien, Arados
Der Rest eines gewundenen gegenüber.
silbernen Bügels gehört zu dem Skarabäus. Säugende Kuh in einem Dickicht
Skarabäus. von Papyrus. Strichrand. Phönikiseh mit grie-
106 (S. 4560.) Blassgrüner Jaspis. chischem Einlluss.
Skarabäus. Bild in drei Feldern überein- i n (T. I, 194.) Bergkristall. Abg. Imhoof-
ander: oben ein Fisch; in der Mitte ein Stier, Blunier u. Keller, Thier- u. Pllanzenbilder, Taf.
vor dem eine Blume; unten Lotosblüthe mit 14, 5Q; S. qo, No. 58. Erwähnt Stephani.Compte
Knospen ;.ip-tptischer Stilisierung. Phönikiseh. rendu 1807, S. 151 Anm. 7.
nicht ohne griechischen Einfluss.
Skarabäoid, doch kreisrund.
107 (M. Tnv. 8142.) Grüne Glaspaste, matt, Ein Mann fasst einen sich auf-
durchsichtig. Tamassos auf Cvpern, aus dem- richtenden Löwen an einer Tatze
selben i88q ausgegrabenen Grabe wie 102 (Sect. und stösst mit der anderen 1 Iand
IV, Grab 1 1 des Spezialverz.) ein langes Schwert nach ihm (vgl. 101); Strich-
Skarabäus mit hübscher rand. Sehr rohe Arbeit, wol syrisch des b.— =;.
Gohlfassung und beweg- Jahrh.
lichem goldenem Bügel. Die
Darstellung ist jetzt fast vi ill- 112 (T. II, 13.) Karneol. Abg. Imhoof-
ständig zerstört; es war ein Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzenbilder,
sorgfältiges Bild, phöni- Taf. 14, 33.
kiseh en ägyptisierenden Skirabius. Löwe nach 1 vor ihm vertikal
Stiles. gestellt ein Reh. Sehr flüchtig.
108 (M. Inv. 8055.) Dunkelgrüne Glaspaste, 113 (T. II, 14. W. I, 130.) Bandachat. Abg.
undurclisiclUig. Cvpern (wahrscheinlich Marion). Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzen-
Sehr bes; hädigter kleiner Sk ir.ib ins. Die End- bilder, Taf. 14, 44.
fläche ist glatt, war aber von Goldblech bedeckt. Skar.ibäus. Em Lowe fällt LHI Pferd von
In Silber gefasst mit schwerem, silbernem Bügel. hinten an. Strichrand.
'3

II. Griechisch, ältere Gruppe (bis etwa Mitte des 6. Jahrh.).


i. F i n g e r r i n g e v o n Metall. spitzen O h r e n , doch o h n e Stirnaufsatz. Um
den R a u m recht zu füllen, und um dem
1 1 4 (M. Inv. 6682.) Gelbes Gold. Dali auf Betrachter von d e n beiden
Cypern (Samml. Cesnola). Langseiten her ein Bild zu
Dicker Ring von 2 cm bieten, ist r. ein zweites T h i e r
D u r e h m . (14 m m im Lichten) im Gegensinne dem Greif ent-
mit ovaler Fiatte, Gewicht sprechend a n g e o r d n e t ; es
18,52 g.; darauf graviert: k ö n n t e , nach d e m Schwänze
Stier nach r., Kopf von und der spitzen Schnauze zu urtheilen, ein Fuchs
v o r n e ; vor ihm ein S t r a u c h ; gemeint sein, vielleicht auch ein H u n d . Der
hinter ihm sitzt aufgerichtet mit u m g e w a n d t e m R a n d scheint ein Flechtband bedeuten zu sollen.
Kopfe ein L o w e . Eigenthümlich ungeschickte
cypriseh-griechische Arbeit etwa des 8 . — 7 J a h r h . 1 2 0 (R. 130.) Silber. Alte Samm
Fingerring, der sich
115 (R. 25.) Gelbes Gold. Samml. Ger- nach unten stark verdickt,
hard, wahrscheinlich aus Etrurien. oben flach mit graviertem
Ring mit ovalem Schild, darauf graviert: Bild innerhalb plumpen
Zwei Flügcl-Rosse, nach r. laufend (an d e m Strichrandes. Ein liegen-
vorderen ist ein grosser aufgebogener Rücken- ger und ein sitzender Löwe
flügel deutlich, von dem mit u m g e w a n d t e m Kopf.
zweiten ist nur der Vorder- Zwei Kugeln zur Raum-
körper a n g e g e b e n ) ; ein nack- füllung. Griechi.sch, 7.
ter M a n n ist im Begriffe,
121 (Friederichs, kl. Kunst N o . 455.) Bronze.
von d e m vorderen Rosse
Aus G e r h a r d ' s Nachlass.
herabzustürzen. V o r n e ein
Fingerring, sich etwas nach unten verdickend.
Zweig. Strichrand. Vgl. den
Auf dem länglichen Schild innerhalb des Strich-
seht ähnlichen G< ildring Impr.
rands ein undeutliches vierfüssiges Thier (Tferd ?)
dell'Inst. I, 0 0 . Wol altionische Arbeit.
liegend. O b e n Halbkreis zur Füllung. Roh,
116 (R. 2.) Gelbes Gold. Alte Samml. alterthümlich, an geometrischen Stil erinnernd.
Ring mit ovalem Schild von Goldblech; in
dies ist vertieft eingeschlagen: Mann auf W a g e n ,
ein Zweigespann lenkend, unter den Rossen 2. G r a v i e r t e S t e i n e v e r s c h i e d e n e r F o r m e n .
ein laufender H a s e . Strichrand. Altionisch. 122 (S. 443«-) Schwarzer Steatit. Athen.
Form des Skarabäoids, doch kreisrund (vgl.
117 (R. 1.) Gelbes Gold. Alte Samml.
ö8f.) Unbärtiger Kopf mit Hals, der unten
Ring mit ovalem Schild von Goldblech,
durch einen Strich abgeschnitten ist. Kurze
darein ist erhaben gepresst: Sphinx und Löwe
H a a r e , die aus lauter kleinen Kugeln bestehen.
gegenüber. Terlrand. Aussen aufgclöthetes< >rna-
Sehr alterthümlich.
ment. Altionische treffliche Arbeit.
123 (S. 4425.) H ä m a t i t . Beirut.
1 1 8 (M. Inv. 8400.) S i l b e r n . Gold. Nekro- R u n d e r konischer Stein, durchbohrt. Auf
pole von Orvieto 1803. der graden unteren F l ä c h e : Stier nach 1., vor
Silberner Fingerring mit Goldblech belegt. ihm eine r t l a n z e . U e b e r ihm horizontal ein
Auf dem ovalen Schilde ist erhaben gepresst: M a n n , der den einen Arm nach den H ö r n e r n
Sphinx nach r. (langes H a a r , aufgebogener Flü- des Stieres ausstreckt. Rings roher Strichrand.
gel) und vor ihr ein geflügelter D ä m o n nach Die Darstellung erinnert an das b e k a n n t e tirvn-
1. in Knielaufschema. ther W a n d b i l d . D e r Stein ist jedoch nicht vor
das 8. — 7. J a h r h . zu setzen. E r scheint eine
119 (M. Inv. 8072.) Silber. Symc.
cypriseh-griechische Arbeit.
Fingerring von 24 m m D u r e h m . ( 1 8 mm
im Lichten) mit elliptischer Platte. Greif nach 124 (S. 4 5 6 1 ) H ä m a t i t . Acgina.
1. mit aufgebogenem Flügel, offenem Schnabel, Skarabäus. Göttin (Artemis) in langem
14 Archaisch,

G e w ä n d e mit aufgebogenen Flügeln hält in der d e m r. Fusse auf einen Wagen mit vier Rossen,
einen H a n d einen Löwen, in der a n d e r e n einen welche der Lenker auf d e m W a g e n (in langem
Steinbock am Schwänze gepackt. Sie hat lange Chiton, mit K e n t r o n in der H a n d , auf dem
Haare. Rings Strichrand. Rücken einen Schild (?) zügelt; unter d e n
Rossen ein kleiner H a s e . Ohne Zusammen-
125 (M. Tnv. 8403.) Sog. ägyptisches Por-
h a n g hiermit steht eine zweite G r u p p e : ein
zellan, mit der H a n d graviert. Cypcrn.
Silen steht auf den Zehenspitzen vor einer
Skarabäus. M a n n auf einem von 2 Pferden
langbekleideten N y m p h e , welche seinen Phallus
gezogenen h o h e n viereckigen W a g e n mit grossem
fasst. D e r Silen hat langen Pferdeschweif, doch
achtspeichigen R a d e .
menschliche Füsse.
1 2 6 (M. Inv. 8404.) G r ü n e o p a k e Paste
mit schwarzen Querstreifen. Cypcrn. 132 (S. 4 4 6 ° ) Hellgrüner an d e n K a n t e n
D u r c h b o h r t e r Schieber; d u r c h s c h e i n e n d e r Steatit. Samml. de Montigny.
auf der unteren geraden Kreisrunder, d u r c h b o h r t e r Stein. Auf der
F l ä c h e : K n i e e n d e r Bogen- flachen Unterseite ist graviert: Greif mit Vogel-
schütze nach 1., schiesst leib; aufgebogener Flügel; weit offener Schnabel
einen im Entfliehen um- mit g e z ä h n t e m R a n d e , niederes
blickenden Greif (mit Kopf- stumpfes ( ) h r u n d doppelter
aufsatz, der wie zwei lange Stirnaufsatz (der T y p u s steht d e m
H ö r n e r aussieht.) der getriebenen P r o t o m e n zu-
nächst, den ich in Olympia, Bd.
127 (Tl. Inv. 8066.) G r ü n e IV', die Bronzen, S. 1 iqff. b e -
o p a k e Paste. Rom, N e k n >p< >lis auf dem Esquilin. schrieben h a b e ) . Ausserdem ist
D u r c h b o h r t e r Skarabäoid kreisrunder F o r m . eine g e w u n d e n e Linie über d e m
Löwe nach 1. schreitend. Kopfe und dann vom Schnabel
1 2 8 (S. 4444.) Schwarzer Steatit; scheint o h n e abwärts zu sehen, deren Be-
Rad graviert. Cypcrn (Samml. Cesnola.) Abg. d e u t u n g mir unklar ist; vielleicht s
Imhoof-Blumer 11. Keller, Thier- u. Pflanzen- Schlange sein. — D e r obere Theil
bilder, Taf. i ö , 3 2 ; S. 114. zeigt als Rundfigur einen zusammengekauerten
Skarabäus. Steinbock nach 1. schreitend, H u n d mit H a l s b a n d .
drei Sträuche angedeutet. J
3 3 (S. 4532.) Hellgrüner undurchsichtiger
129 (M. Inv. 8142.) Lapis lazuli. Tamas- Steatit; o h n e Rad graviert. Samml. G e r h a r d .
sos auf Cypern, aus demselben G r a b e wie QQ. Skarabäus. T a n z e n d e r Silen. R o h e Arbeit.
(Sect. IV, G r a b 15 des Spezialverz.) 134 (S. 4609.) Schwarzer Steatit, o h n e Rad
A n h ä n g e r in Gestalt eines graviert. Cypcrn. (Samml. Cesnola.) Abg.
( »chsenki >pfes; <>ben war eine sil- [mhoof-Bhuner u. Keller, Thier- u. Pllanzen-
berne (»ehse. Auf der flachen bikler, Taf. 17, 7 ; S. 107.
Unterseite ist graviert: Steinbock, Skarabäoid. Eselin, auf deren
nach r. vor ihm eine Blume am Rücken etwas zu liegen scheint; iTr7™
Stengel. Cvprisch-gricchische ein M a n n hinter ihr beschäftigt | jll
Arbeit. sich in obseöner Weise mit ihr.
1 3 0 (S. 4449-) H ä m a t i t . Cypcrn. J
3 5 (S. 4<'io) Schwarzer Steatit, o h n e Rad
G r ü n d e r der gewöhnlichen ba- graviert. Cypcrn. (Samml. de Montigny.)
bylonischen F o r m . Zwei Bildstreifen Skarabät >id. Sphinx mit aufgeb igenem Flügel
getrennt durch ein F l e c h t b a n d . O b e n : sitzend, eine T a t z e e r h e b e n d .
drei nach 1. r e n n e n d e Steinböcke
und etwas Undeutliches dazwischen. 1 3 6 (M. Inv. 8401.) S m a r a g d p l a s m a ; die
U n t e n : Löwe und Stier gegenüber. ( iberflächc ist (durch F e u e r ? ) bläulich geworden.
Nekropolis von Falcrii. iö<>5.
Altgriechisch, nicht o h n e nordsvrischen Einfluss.
Skarabäus (Käfer flüchtig). Herakles mit
131 (S. 444S.) llellgrünlicher matt durch- Acheloos kämpfend. Letzterer ist als Stier
scheinender Steatit wie an 8g ff. Aegina. mit gehörntem menschlichem Kopfe gebildet.
Cylimler, d u r c h b o h r t . Ein Mann m kurzem Herakles packt ihn mit der R. an dem langen
Chiton, zwei Lanzen in der Linken, steigt mit H ö r n e und drückt ihn nieder, mit der L. fasst
Griechisch, ältere Grupp,

er den gehobenen Schweif (mit verschlungenen Vorderbeinen einen Jüngling an den Schultern
E n d e n ) . Uebci- d e m Rücken des Stierdämons gepackt; derselbe sucht mit den Beinen ihren
erhebt sich gegen Herakles eine zischende Leib zu umfassen, wie um sich festzuhalten,
Schlange (mit K a m m ) . H i n t e r Herakles ein wenn dieselbe sich erheben sollte. Strichrand.
Fisch. Beide T h i e r e sollen wol die Verwand- Gravierung nicht poliert. Flüchtig, ionisch.
lungen des D ä m o n s a n d e u t e n . Herakles hat
142 (S. 4547.) Karneol. Pliönikia auf Ky-
das Löwcnfcll um, dessen Schwanz hinten ab-
thera.
s t e h t ; dicke vorspringende N a s e : K i n n b a r t
Skarabäus. Vogel mit weiblichem Kopf
o h n e A n d e u t u n g von Lippenbart. — Strich-
(Sirene); aufgebogene Flügel, Sporen an den
rand und mit gekreuzten Strichen gefüllter unterer
Füssen. Strichrand. Aeusserst flüchtig.
Abschnitt. — Sehr alterthümliche ionische Ar-
beit. Zu vgl. King, anc. gems and rings I I , 143 (M. Inv. 8152.) Milchweisser Chalce-
pi. 3 4 . :v don. Cypcm.
Skarabäus (Käfer beschädigt). Herakles, un-
137 (S. 4592-) Karneol. Orvieto. Abg. bärtig, mit hochgeschwungener Keule in der
u. bespr. Uverbeck, K ü n s t m y t h o l . I I I (Apollon) R., hält mit der L. einen Löwen am Hinter-
s
- 3«.!, 3 ; Fig. 2 1 ; vgl. Arc'h. Zeitg. 188,5, K)2 beine h i n a u s ; vom r. Oberarm fällt, wie es
(Furtwängler). scheint, das Löwenfell h e r a b . Aeusserst flüchtig.
Skarabäus. Titvos, ins r. Knie gesunken, Zur Darstellung vgl. in Roscher's Lexikon I,
versucht den Ffeil herauszuziehen, der in seiner Sp.2140.
r. Flüfte steckt. Langes H a a r und Bart, dicke
N a s e ; um die Brust hängt ein Band oder 144 (S. 4612.) H a r t e r schwarzer Stein, der im
Kranz. Rings Flechtband als R a n d . Alt- Bruche glänzend ist (obsidianartig). Cyprm.
ionische Arbeit. Vgl. denselben Gegenstand auf Erw. in Roscher's Lexikon I, Sp. 2 1 5 1 . Z. 10.
einem anderen Skarabäus aus Etrurien, An- Skarabäoid. Herakles, unbärtig, nach r.
nali dell'Inst. 1 8 8 5 , tav. G H . 3 4 (von Ross- schreitend; er schwingt mit der R. die Keule
bach p . 2 1 8 seltsam verkannt und als Silen hoch und hält in der L. den Bogen; das
erklärt, obwol der Pfeil selbst in der Abbil- Löwenfell hängt im Rücken, der Schwanz des-
dung deutlich ist). selben ist zwischen den Beinen sichtbar.

145 (S. 4545-1 Karneol. GriccJicnland.


138 (S. 4600.) Karneol. Kythcra.
Skarabäus. Ein M a n n reitet auf einem
Skarabäoid. Silen nach 1. k n i e e n d ; in der
galoppierenden Pferde nach 1. und schwingt
erhobenen R. scheint er ein Trinkgefäss zu
eine Lanze (?). Strichrand. Flüchtig, wahr-
halten. Pferdehufe; dicke Nase, langes H a a r .
scheinlich ionisch.
Flüchtige, altionische Arbeit.
146 (S. 4611.) Bronze, grün oxydiert.
' 3 9 (S- 4535-) Karneol. Samml. AI. Ca- Skarabäoid. Er< itisches Symplegma von M a n n
stcllani. und Frau. Strichrand. Wahrscheinlich ionisch.
Skarabäus. Liegender Silen, in der L. einen
Kranz, hascht mit der R. nach einem H a h n ; 147 (S. 4541.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
menschliche Füsse, dicke Nase, langer Bart Bespr. in Roscher's Lexikon 1, Sp. 2 i q S ,
und H a a r . Strichrand. Ziemlich sorgfältige Z. 4 0 ff.; Abdrücke Cades impr. 3 A 1 1 8 ;
ionische Arbeit. Die Gravierung o h n e Politur. I m p r . dell'Inst. V, 18.
Skarabäus. Herakles ins r. Knie gebeugt
140 (AI. l u v . 8151.) Bergkristall. Cypcm. (bärtig, Löwenfell um K o p f und Körper) packt
Skarabäoid. Gelagerter Silen, auf den 1. mit der L. die vor ihm aufgerichtete H y d r a
Ellenbogen gestützt, in d. R. einen K a n t h a r o s (hier ist der Stein verletzt) und schwingt mit
h a l t e n d ; 1. vor ihm ein bauchiges zweihenk- der R. die Keule. Hinten ein Strauch, darauf
liges Gcfäss. Menschliche Füsse, grosser Bart, ein Vogel sitzt. D a s Exerg unten ist mit
klumpige Nase, Glatze, Spitzohren. D e r Kopf schrägen Strichlagen gefüllt. Strichrand. W a h r -
ercheint von vorne. Strichrand. Flüchtig, scheinlich altionisch; zum Stile vgl. etwa die
ohne Politur der Gravierung. Vase Micali storia tav. 9 5 .
141 (S. 4617.1 Bergkristall. Kreta. 148 ( T . I I , 65: W . I I , 1719.) Karneol.
Skarabäoid. Eine gelagerte Sphinx (auf- Von einem Skarabäus abgesägtes Bild (unten
gebogener Flügel, langes H a a r ) hat mit den Reste der D u r c h b o h r u n g ) . Herakles knieend
IÖ Archaisch.

nach I.; in der R. Engen u n d Pfeil, mit der 149 ( T C . Inv. 8069a.) Dunkelblaue Glas-
L. fasst er das E n d e des Liiwenscliweifs des paste. Rom, Nekropolis des Esquilin.
Felles, das er über den K o p f gezogen bat. Skarabaus. D ä m o n mit vier Rücken-Flügeln
N u r kleine A n d e u t u n g eines K i n n b a r t e s . Stric Ir- im Knielauf nach 1., den Kopf u m w e n d e n d .
l a n d . Flüchtig, o h n e Politur der Gravierung. Wol Kurzes G e w a n d (?). Sehr beschädigt. Wol
ionisch. auch altionisch, sicher griechisch.

III. Jüngere Gruppe (c. 550—450 v. Chr.).

i. G r i e c h i s c h e Arbeiten. b . S t e i n e in S k a r a b ä e n - o d e r
Skarabäoiden-Form.
a. F i n g e r r i n g e v o n M e t a l l mit
Gravierung. 153 (S. 4558.) Hellgrünlicher durchscheinen-
der Steatit wie 8 9 IT. Nicht auf d e m R a d e
150 (R. 15a.) Gelbes Gold. Alte Samml.
gearbeitet. Samml. d e Montignv 1 8 8 7 .
Fingerring vi m 2 cm Durch-
Skarabaus. Ein nach r. knieender bärtiger
^ ^ p ^ ^ ^ ^ J v messer (17 m m im L i c h t e n ) ; Krieger, im Begriff, den Bogen zu s p a n n e n ;
er trägt zurückgeschobenen korinthischen H e l m ,
<£®&di^§S&y2r si-hmackvoll plastisch verziert.
kurzen Chiton, Panzer mit Achselklappen u n d
I An beiden R a n d e r n lauft ein von d e r H ü f t e herabfallenden Streifen (TTTepufec,).
Perlband entlang. D a s rauten-

0
An seiner linken Seite wird das E n d e eines
förmige Schild mit einem grossen Köchers sichtbar. Vgl. den gepanzerten
gravierten Vogel (Ente?) ist Bogenschützen des äginetischen Giebels.
in den Ring übergeleitet durch
Voluten u n d Palmette. Die 154 (M. Inv. 8470.) Verbrannter Karneol.
aus den Ecken der Voluten Aldos.
h e r a u s k o m m e n d e n Zipfel b e - Skarabaus. D ä m o n menschlicher Gestalt
weisen phönikisehen Einlluss. Der Ring ist Ins zu d e n Hüften, von da an L ö w e ; der
griechische Arbeit, wol des <>. J a h r b . , aus öst- R u n d u n g des Bildfeldes folgend gebogen.
licher oder südöstlicher G e g e n d . 155 ( T . I L 4 9 . ) Grünlicher undurchsichtiger
Steatit. Nicht auf d e m R a d e graviert.
151 (M. lnv.8055.) Silber. Cypcrn. Nekro-
Skarabaus (der Käfer sehr llüchtig). Ein
pole von Marion.
M a n n steht auf einem W a g e n und lenkt, mit
Fingerring von 2 5 m m

O
der Peitsche in der R., ein Zweigespann. Langer
Haarschopf nach hinten. Lebendige ionische
Arbeit der 2. Hälfte des 6. J a h r h .
156 (S.4533.) Chalcedon, mit leichten bräun-
lichen Flocken. Griechenland.
Skarabaus (der Käfer nachlässig). Nach
r. schreitender nackter Jüngling mit Rundsehild,
Durchmesser; der Ring- korinthischem H e l m u n d L a n z e . Strichrand.
Reif verdickt sich nach der Vorzügliche archaische Arbeit, im Stile etwa
Mitte u n t e n ; der Ring- den Westgiebel-Aegineten zu vergleichen.
Schild ist gestreckt oval;
Löwe oder P a n t h e r im A n - 157 (M. I n v . 8248.) Karneol, etwas ver-
s p r a n g nach r.; Strichrand. brannt. Aeginct.
Sehr oxydiert. S k a r a b a u s ; in der D u r c h b o h r u n g steckt der
152 (R. 127.) Silber. Rest eines eisernen Bügels. N a c h r. knieender
Fingerring von 2 5 m m D u r e h m . ; der Reif
ist unten durchschnitten (schwerlich in alter
Zeil); der Schild ist rautenförmig. Löwe nach
1. liegend. U e b e r ihm ist ein kleiner goldener
K n o p f eingeschlagen (vgl. dazu Olympia, ß d . I V ,
die Bronzen, T e x t S. 187, zu N o . 1 1 8 7 . 1 I Q O ) .
Giiecli. Mctatlringe, Sls .rabäen, Skaiabäoiden. 17

bärtiger nackter M a n n , die H ä n d e v o r d e r Brust; auf d e m von vi >rn gebildeten ( >1 >erkörper. Mi >del-
die Situation ist u n k l a r ; vielleicht ist er in der lierung u n d Ausdruck des freundlichen Kopfes
Brust verwundet gedacht (vgl. den verwundeten mit den vollen Lippen ist charakteristisch ii misch,
Aegisth des Reliefs von Aricia. < Iverbcck, Gallerie ebenso wie tierganze T y p u s des bartlosen H e r m e s .
her. Bildw. Taf. 2 8 , 8 ) ; doch ist dies durch Vgl. den ähnlichen Skarabaus Müllcr-Wiescler,
nichts sicher deutlich gemacht. H a a r und Bart D e n k m . a. K. 11, 3 1 2 .
kurz, durch r u n d e r u n k t e a n g e d e u t e t ; grosses
161 (S.4544.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
Auge, ganz von vorne gebildet. Brust u n d ( >bcr-
Abg. O. Jahn, E u r o p a (Dcnkschr. d. W i e n e r
armmuskeln sehr stark; die Unterbeine am
Akad. phil. bist. Cl. XLX), Taf. V I I I d; S. 7,
sc irgfältigsten. Strichrand.
A n m . 3 . Vgl. Stephani, Compte rendu 18(10,
158 iS. 4540.) Karneol. Samml. G e r h a r d . S. i n , N o . 5 2 . < iverbcck, Kunstmythol. I,
Skarabaus. N a c h 1. knieender nackter Jüng- Zeus, S. 4 3 1 f. Abdrücke Impr. dell'hist. V, 2.
ling, der sich eine Blume gegen die N a s e hält. Cades c l . l A n . v
Sehr flüchtig. Strichrand. Geringe griechische Skarabaus (der Käfer sehr sorgfältig). Eine
Arbeit; vgl. etwa den Skarabaus von Mclos menschliche Gestalt in langem Gluti >n mit kurzem
Annali dell'Inst. 1 8 8 5 . p . 21Q. H a a r (ob M a n n oder Frau ist unsicher, E u r o p a
sehr unwahrscheinlich, eher N y m p h e , oder wenn
15g (S. 4539.) Bläulichschwarzer weiss ge- männlich Dionysos), liegt auf einem Stier und
fleckter Achat (die ursprüngliche F a r b e scheint hält sich mit der R. an seinem H ö r n e (es ist
durch Feuer verändert zu sein). Gegend von nur eines angegeben) fest, während die L. ein
Troia. Samml. G e r h a r d . Abg. und bcspr. Stäbchen hält oder das Gewand aufasst. Sie
J a h r b . d. arch. Inst. 1 8 8 8 ( I I I ) , Tat". 3 , <>, S. ist n u r flüchtig ausgeführt, sorgfältiger der Stier.
1 16 (Furtwängler). Vgl. Brunn. G e s r h . d. Künst- PerlrancI. Gravierung poliert.
ler I I , (133. King, antique geins and rings I, 1 15.
Skarabaus. K a u e n i d e nackte Frau am 162 (S. 4550.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
Brunnen ; sie hält eine H v d r i a unter das aus Kleiner Skarabaus. (Der Käfer äusserst flüchtig).
einem Löwenmaul k o m m e n d e W a s s e r : r u n d e r Bärtiger Kopf mit kurzem H a a r , das wie
( Urning und H a u b e . H i n t e r ihrem Rücken der Bart durch Striche angegeben ist. Strich-
*HMONO* ( N a m e des Künstlers). Strichrand. r a n d ; b. J a h r b . ; wahrscheinlich ionisch.
H e r v o r r a g e n d e ionische Arbeit. 163 (S. 4620.) Karneol. Acgina.
Skarabäoid. R o h ausgeführter unbärtiger
160 (S. 4618.) Chalcedon von gleichmässig
Kopf mit H e l m oder Mütze. Strichrand.
schöner grauer F a r b e . Samml. v. Tvszkiewicz
1 8 8 7 . Erw. in Röscher's Lexikon I, Sp. 2 4 0 b , 164 (S. 4534.I H a r t e r schwarzer Stein (Jaspis).
Z. 14 IT. N a c h 1 8 3 5 erw.
Skarabäoid. Unbärtiger H e r m e s im Knie- Skarabaus. Negerartiger behelmter unbärtiger
lauf nach r.; nackt bis auf ein um die Schultern Kopf; die Lippen h a b e n N e g e r t y p u s . die Nase
gelegtes schmales Mäntelchen ; in der R. das ist aber g e r a d e ; der H e l m hat die sog. attische
Kervkeion mit dreimal gewundener Spitze ; die F o r m , doch mit kleinem Nasenschirm (vgl. über
L. erhoben ( D a u m e n und Zeigefinger empor- diese! ilympia, Bd. IV, die Bronzen, T e x t S. 1 7 0 ) ;
gestreckt); kurzes Lockenhaar (Buckellöckchen auch scheint eine F e d e r an der Seite des H e l m s
vorn und hinten u m den K o p f ) ; Tetasos. aufgesteckt. G u t e griechische Arbeit, etwa
Strichrand. Ausserordentlich scheine sorgfältige Anfang 5. J a h r b .
ionische Arbeit gegen 5 0 0 v. Chr. Schöne
r\ ilitur der Gravierung. Gelenke und Muskulatur 165 (S. 4548.) Karneol. Kythcra.
sind sehr genau a n g e g e b e n ; man beachte H a n d - Skarabaus. Flügelschwein (Vi irderki irper
gelenk u n d Ellenbogen des r. Armes, die K n i e e . von Schwein mit nach hinten aufgebogenen
die Schlüsselbeine; selbst der Sägcmuskel ist Flügeln, gleich dem bekannten Münztypus) ;
a n g e d e u t e t ; auch die Gliederung der geraden der Kopf"fehlt; die Borsten am Rücken und
Bauchmuskeln ist trotz der Biegung des Körpers die Schweinefüsse deutlich. Strichrand. D e r b e
richtig, selbst die dinea alba vc >m Nabel abwärts flüchtige Arbeit.
(über welche vgl. Kalkmann im J a h r b . d. arch. 166 (S. 455'.) Karneol. Mytilcnc.
Inst. 1 8 9 2 . S. 134) fehlt nicht. Fehlerhaft ist Kleiner Skarabaus. Flügelschwcin wie 1(1,5.
nur die Stellung von Hals und Kopf im Profil Strichrand. Gut und sorgfältig.
i8 Arch :h.

167 (S. 4562.) Karneol. Griechenland. weggebrochen. Gute griechische Arbeit vom
Skarabäus mit Rest von eisernem Bügel in Anfang des 5. Jahrh.
der Durclibi >hrung. Kampf von Löwe und Stier; 174 (S.461&.) Karneol. Griechenland. Abg.
der Löwe beisst in den Rücken des Stieres. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzen-
Am Stiere ist nur ein (langes) Hörn angegeben. bilcler, Taf. 10,4.
Einfache Linie als Rand." Derb, flüchtig. Skarabäoid. Stier, langsam nach 1. schreitend ;
168 (M.lnv. 8225.)QuergestreifterSardonvx, nur ein Hörn angegeben; horizontale Grund-
verbrannt. Aus Smvrna erw. linie. Vortreffliche Arbeit strengen Stiles.
Skarabäus. Ein Löwe zerfleischt einen auf 175 (S. 4613.) Harter schwarzer Stein (Jaspis).
dem Rücken liegenden Stier, indem er in den Samml. Pourtales. Abg. Imhoof-Blumer u.
Bauch beisst. Der Löwe ist grösser als der Keller, Thier- u. Pflanzenbildcr, Taf. ig, 20.
Stier gebildet. Strichrand. Vgl. die sehr ähn- Skarabäoid. Säugende Kuh, die den Kopf
liche Gruppe auf .dem Skarabäus aus Cvpem nach ihrem Kalbe umwendet. An der Kuh ist
Cesnola-Stern, Cypern, Taf. 8 1 , 2 1 . nur ein Hörn angegeben; ihr Schwanzende ge-
169 (M. Inv. 8259.) Karneol. Aus Rom erw. dreht. Strichrand. Ausgezeichnete Arbeit strengen
Kleiner Skarabäus. Ein im Knie gebogenes Stiles ; die Gravierung schön poliert.
menschliches Bein nebst Penis, geht in den Vorder- 176 (S. 4640.) Karneol. Griechenland.
körper eines Pferdes über. Eine Kugel zur Raum- Skarabäoid. Kauernder Negersklave von
füllung. Strichrand. Zierliche griechische Arbeit. vorne; beide Hände auf dem r. Knie, dahin
170 (T. IL27; W. II, 1750.) Karneol. er auch den Kopf neigt; am r. Arme hängt
Kleiner Skarabäus. Ein Panther nach r., ein Arvbailos am Bande. Er scheint schlafend
gedacht; vgl. die von R.V.Schneider gesammelten
den Kopf umwendend; vom an der Brust
Darstellungen, Jahrb. österr. Kunsts. III S. 3!]'.;
trennen sich Kopf und Hals eines weidenden
IV, S. 320f. Strichrand. Grundlinie, Exerg mit
Rehes los ; das Thier hat also zwei Köpfe. Strich-
gekreuzten schrägen Strichen gefüllt. Bauch und
rand. Flüchtig.
Brust sind ungeschickt, fast ohne Modellierung
171 (S. 4549-) Karneol. Athen oder Korintli. gebildet, besser Kopf und Beine. Strenger Stil.
Kleiner Skarabäus. Adler mit gesenktem
Kopfe. Nur einfache Randlinie. Flüchtig. c. S t e i n e a n d e r e r F o r m e n .
172 (S. 4552.) Karneol. Elcitsis. 177 (S. 4t>64a.) Chalcedon. Aegion. Bespr.
Kleiner Skarabäus. Löwe aufgerichtet, Kopf in Roscher's Lexikon I, Sp. 21.SQ, z. jff.
umwendend. Aeusserst flüchtig. Ohne Rand. Ovaler Ringstein (in modernen goldnen Ring
173 (S. 4615.) Weiss verbrannter Karneol. gefasst). Auf der konvexen Oberfläche: Bärtiger
Samml. Panofka. Abdruck in den Impr. Herakles, in der R. die Keule, in der L. Bogen
dell' Inst. V, 45, 4b. und Löwenfell. Auf seiner r. Schulter sitzt eine
Eule. Er steht auf dem r. Bein fest (dies ist
Skarabäoid, an allen vier Seiten mit Gra-
von vorn gebildet), das 1. hat er etwas ent-
vierung geziert, a. Auf der geraden unteren
lastet mit voller Sohle zur Seite gesetzt (es ist
Fläche: Löwe nach r.; über dem Rücken kleiner
im Profil gebildet); der übrige Körper wird
Del]»hin; unten Grundlinie, im Exerg darunter
von vorne gesehen. Der Kopf ist nach seiner
ein Korn. Strichrand. b. Auf der konvexen
L. gewendet. Horizontale Grundlinie. Aus-
Oberseite: Viergespann von vorne; die Pferde
gezeichnete Arbeit strengen Stiles, vom Anfang
sind alle etwas schräg gestellt, also verkürzt ge-
des 5. Jahrb.; die Muskulatur der Arme und
bildet. Der Lenker, anscheinend nackt, erhebt
des Bauches sehr ausgeführt. Stilstufe des sog.
den r. Arm. Grundlinie; im Exerg darunter
Apollou auf dem Omphalos.
Zickzack mit horizontalen Strichen gefüllt. Strich-
rand. c. Auf der einen Aussenseile: Greif und 178 (S. 4529.) Bergkristall. Griechenland.
Löwe zerfleischen einen Hirsch. — d. Auf ^ 5 » ^ Sechseckiger Stein ; der Rücken
der anderen Aussenseite scheint sich dieselbe / • ^ ^ l a mit sechs Facetten. Auf diesen
Darstellung wiederholt zu haben, nur dass der | h j f e O | | die Inschrift -El^NO^hMI (das
Löwe hier den Hinterleib des Thieres anfällt,
\ l l r i _ F c r s l e Z c ' c n c n Ligatur für Exe?).
während er ihm dort in den Hals beisst. Der Erst nach Anbringung der In-
Greif und der Vordcrthcil des Hirsches ist hier schrift wurde che oberste Fliehe des Steines
dusche id peisi>ch-giiech. Ste '9

abgeschliffen, wodurch der 2. und der b . Buch- ein H u n d anfällt. Der Perser scheint bärtig und
stabe am uberen E n d e beschädigt wanden; eine Art H e l m zu t r a g e n ; das Pferd hat ge-
letzterer, der ein E war, verlor die oberste H a s t a . franste Satteldecke und geknoteten Sehweif.
Auf der Uiiterfläche ist graviert: säugende Kuh,
den Kopf u m w e n d e n d ; nur ein H ö r n ange- 183 (M. Inv.8250.) Verbrannter Chaleedon.
geben. O b e n Sonne und H a l d m o n d nach Itliomc (Messenicn).
syrischem Vorbilde, weshalb der Stein gewiss Skarabäoid. Ein Perser hält ruhig zu Ross
im (>sten gearbeitet zu denken ist. nach 1. (gefranste Satteldecke, zurückgewehter
Mantel, h o h e Kopfbedeckung) ; vor ihm steht
ein Perser (in niedriger Kopfbedeckung und
2. P e r s i s c h - g r i e c h i s c h e , k l e i n a s i a t i s c h e kurzem Rocke) auf dem Rücken eines am Boden
A r b e i t e n , z u m e i s t d e s 5. J a h r h u n d e r t s . liegenden \ ierfüssigenThieres(mit langem dickem
179 (M. Inv. 8372.) Silber. Cypcrn. Schwanz und hundeartigem Kopf) und sticht
Fingerring (der Ringreif fehlt I, mit r u n d e m mit einem Dreizack nach d e m Nacken des-
Schild, darauf graviert, ist: eine Perserin im selben.
langen G e w ä n d e mit weiten Aermeln bringt auf 184 (M. luv. 8371.I Bergkristall. Aus K o n -
i\i;n Fingerspitzen eine Trinkschale; sie hat zwei stantin opel erw.
lange Zöpfe mit T r o d d e l n an den E n d e n . Die Skarabäoid. Ein Reiter jagt zwei Steinböcke
D e u t u n g der Frau als Perserin beruht hier wie mit der Lanze. Sehr flüchtig.
bei 181 auf Darstellungen, wie sie der per-
sische Cvlinder bei Menant, glypt. orient. I I , Tal". 185 (M. luv. S370.) Bläulicher Chaleedon.
()> 2 (== Ohnef. Richter, Kvpros, Tai'. 3 0 , 8) und Rechteckiger durch-
ein Cvlinder ausKertsch in derEremitage(('om])te bohrter Stein : die eine / / ~^\
rendu 1 8 8 2 / 8 3 , p l . 5 , 3) zeigt, wo zweifellose Seite in fünf Facetten
Perserinnen in eben diesem K o s t ü m e erscheinen. geschliffen, auf der
anderen : Kampf eines
180 (S. 445»-) Chaleedon. Attica. beschildeten Fussgängers mit einem Reiter; beide
D u r c h b o h r t e r Cvlinder der gewöhnliehen schwingen Lanzen. Aeusserst flüchtig; der Reiter
orientalischen Art. Gezäumtes Reitpferd mit scheint langes persisches Gewand zu h a b e n , der
gefranster Satteldecke ruhig nach 1. schreitend. andere h a H u i r z e n R o c k : der Schweif des Pferdes
Oben die geflügelte Sc mnenscheibe in der Bildung ist geknotet. Viel A n w e n d u n g des Rundperlrads.
wie auf persischen M o n u m e n t e n . Saubere klein-
asiatisch-griechische Arbeit des 5. Jahrb., die 186 (M. Inv. 8249.) Grau verbrannter Chal-
für einen Perser bestimmt war. eedon (?) Athen.
Skarabäoid. Ein ruhig stehender Perser
181 (S. 4627.) Chaleedon. Mcgalopolis.
lehnt sich auf einen Stock mit gekrümmtem
Skarabäoid. P e r s e r i n n a c h r., wie 170, im
unterem E n d e . Die persische T r a c h t (niedere
langen Schleppgewand mit weiten Aermeln,
Kopfbedeckung, enge H o s e n , kurzer Rock) ist
eine henkellose Trinkschale auf den Finger-
hier deutlich. Das Motiv, ein bei den Griechen
spitzen servierend ; in derselben H a n d hält sie
besonders im 5. J a h r b . überaus beliebtes, ist hier
einen kleinen Schöpflöffel, auf der anderen ein
auf einen Perser übertragen.
Alabastron. Sie zeichnet sich ferner durch einen
langen Zopf mit drei T r o d d e l n sowie stark vor- 187 (S.4637.) Röthlicher d e m Karneol n a h e r
tretenden Busen und Glutäus aus. Das G e - Chaleedon. Sparta.
wand liegt eng an und bildet nach persischer Skarabäoid. Löwe mit aufgebogenem Flügel
Weise nur geradlinige Falten. und bärtigem menschlichem Kopfe mit gezackter
Krone.
182 ( T . P 1 0 2 ; W . I , 13b.) Chaleedon. Abg.
Dactvlic itheeaStoschiana II ( 1 8 0 5 ) ff. U), 13(1. Im- 188 (S. 4ü2i.) Chaleedon. Sparta. Abg.
hoof-Blumer u. Keller, in Roseher's Lexikon 1, Sp. 1 7 7 5 .
Thier- u. Pllanzen- Skarabäoid. Persischer Löwengreif mit auf-
b i l d e r , T a f . l o , ( ) i . Vgl. gebogenem Flügel, ge-
Stephani, C o m p t e k r ü m m t e m Bockshorne,
rendu 18(17, S. 1 5 1 . mit Hinterbeinen und
Skarabäoid. Ein Perser zu Ross sticht mit Schwanz des Adlers (der Adlcrschwanz unver-
der Lanze auf einen ansi>rin<renden Eber, den auch standen gebildet).
2(>
Archaisch

189 ^S. 4640.) Grünlichwcisse durchsichtige diti, N o . 1 0 3 ; p . 140. D'Hancarville, antiqu.


Glaspaste. Athen. gr. etr. et rom. I V , p . 2 3 ; pl. 13 f. 6. Lippert,
Skarabäoid. Löwe mit aufgebogenem Flügel Daktyliothek, 2. T a u s e n d , S. 2 7 , N o . 81 (mit
und biirtigem Kopfe mit kegelförmiger M ü t z e . Abdruck). Raspe, catal. Tassie, N o . q o o 8 .
Bracci, memorie degli incisori I L tav. d'agg.
i g o (S. 4424.) Dunkelblaue durchsichtige
1 1 , 1. Bossi, g e m m e incise I, tav. 7. Creuzer-
Glaspaste. Klcinasicn. Erw. in R o s c h e r ' s Guigniaut, relig. d e l'antiqu., pl. 2 1 5 , 7 2 1 .
Lexikon 1, S p . 1 7 7 5 , Z . 4 1 . Inghirami, m o n u m . etr. V I , tav. 2 1 2 , I — 2 .
Kegel, d u r c h b o h r t . Auf der unteren F l ä c h e : Lanzi, saggio della lingua etr. I L 3 tav. 8, 7.
auf den Hinterbeinen sitzender persischer Löwen- Miliin, gal. m v t h o l . 1 4 3 , 5 0 7 . Panofka, G e m m e n
greif (auch die Hinterbeine die des L ö w e n ) . mit Inschriften (Abh. Berl. Akad. 1 8 3 1 ) , S. 5 6 ;
i g i (S. 4645.) Grünlichweisser Glaslluss. Taf. 2 , 1 5 . Müller-Wieseler, Denkmäler alter
Ada Ha (Kleinasien). Kunst I, Taf. (13, 3 1 g . Overbeck, Gallerie
Skarabäoid. Löwe nach 1., ziemlich roh. her. Bildw., S. 8 1 ; Taf. i , 2. Conestabile,
dei m o n u m e n t i di Perugia etrusca e r o m a n a
192 (S.4622.) BläulicherOrdh-tidon. Jllcgara.
tav. 73 = q g , 4 ; T e x t 4 , 4 8 4 . King, anc. gems
Abg. I m h o o f - B l u m e r u . Keller, T h i e r - u . Pilanzen-
a n d rings, pl. 4 2 , 8. Benndorf, Wiener Vor-
bilder, Taf. 18, 2 ; S . 1 1 1 .
legeblätter 188g,Taf. I 1,5. M a r t h a , l ' a r t . e t r u s q u e
Skarabäoid. N a c h 1. schreitendes Schaf mit p . 5 0 7 , Fig. 31)0. D a r e m b e r g et Saglio, dictionn.
dickein Schwanz ( Wildschaf nach Keller). d'antiqu. I I , p. 8 4 b , Fig. 2 8 3 g . Sämmtliche Ab-
193 ( T . I, 193; W. I, 138.) Chalcedon. Abg. bildungen sind ungenau. Vgl. ferner Visconti,
Dactvli(>lhecaStoschianaII(l8o5),Taf.li), 138. <>p. var. I L 2 3 O . Köhler, gesamm. Schriften V,
Skarabäoid. D e r konvexe obere Theil ist 13 1 ff.; S t e p h a n i e b e n d a , S. 13ü, A n m . 1. Welcher,
m o d e r n zu einer geraden Fläche abgeschliffen epischer Cvklus I I , 3 3 2 u. A n m . 2 3 . Fabretti
w o r d e n . — Zwei spielende K ä l b e r ; das eine corp. inscr. ital. 1 0 7 0 , tab. 3Ö.
springt an der Brust des anderen e m p o r . Skarabäus, längs der D u r c h b o h r u n g in zwei
Theile gesägt. D e r Rücken des Käfers ist von
ganz ausserordentlich schöner
3. E t r u s k i s c h e Skarabäen*). Arbeit. D e r Kopf ist matt ge- ,^^p"*\
a. von mehr oder weniger sorgfältiger halten u n d punktiert, die Flügel- ra&^Sfs—lj
Ausführung. decken sind poliert. Auf dem ^k-Äg^^
a. A e l t e r e G r u p p e . V o r d e r k ö r p e r eine feine Palmette
1 9 4 ( T . I L 75. 7b, W . I I I , 172. 173.) Indischer auf Voluten. D a s Bild auf der Unterseite ist
von einem punktierten R a n d e u m g e b e n ; die
Karneol von sehr klarer tiefrother F a r b e mit
Figuren stehen auf einem horizontalen Strich-
einigen helleren Querstreifen. — Zuerst abg.
rande. Die Gravierung ist nicht poliert. Ver-
1740 in Gori, storia antiqu. Etr. tav. 8, p .
sammlung v< m Fünfen der • Sieben gegen T h e b e n .
133. Darauf kam der Stein in Besitz des
Die H e l d e n sind alle unbärtig. In der Mitte
Baron Stosch, der 1756 einen Stich von J. A.
sitzt A m p h i a r a o s auf einem Stuhle (öiqppog
Schweikart d a n a c h m a c h e n Hess, von welchem nach I. den Kopf geneigt; in der hoch erhobenen
Abdrücke in einige E x e m p l a r e der Originalaus- R. stützt er die Lanze auf (ihre Spitze ist etwas
gabe von Winckelmann's description des pierres b e s c h ä d i g t ) ; um die Beine und den gesenkten
gravees (17O0) eingeheftet wurden. Auch auf 1. Arm hat er ein Fell geschlagen; nur d i e l .
dem Titelblatt der Originalausgabe von Winckel- H a n d k o m m t am Stuhlsitze unter dem Felle
m a n n ' s Geschichte der Kunst und mehrerer heraus zum Vorschein. Das Fell ist punktiert
anderer Ausgaben erscheint der Stein. Eine u n d soll brichst wahrscheinlich ein Schaffell sein
ausführliche Besprechung erschien 1 7 3 7 : Carlo (sicher ist es kein Pantherfell wie Teilken m e i n t e ;
Antonioli, antica g e m m a etrusca spiegala ed das Schaffell spielte im Kulte des Orakelgottes
illustrata, con d u e dissertazioni. Pisa 1 7 3 7 (mit A m p h i a r a o s eine Rolle, vgl. Paus. I, 3 4 , 5). Er
Wiederholung des Schweikart'sehen Stiches). hat kurzes H a a r . Vor ihm von oben h e r a b
Es folgten: Winckelmann, m o n u m e n t i ant. ine- sein N a m e ^ O A I t Q M A . D a s 4. Zeichen scheint
kein richtiger Buchslabe zu sein (es wird fälsch-
*) Wo nichts Besonderes angegeben ist, versteht lich gewöhnlich als-j" wiedergegeben), es besteht
sich, dass das Bild von dem sog. Strichlande um- aus zwei durch einen Strich v e r b u n d e n e n P u n k t e n ;
geben ist.
Etiuskischc Skarabi I

veniHithlich ist es nur ein misslungenesuiul durch D e u t u n g e n ist die von Welcker und Overbeck
das folgende Zeichen ersetztes I. I h m gegen- vertretene wol die richtigste; dabei wird a n -
über sitzt auf einem gleichen Stuhle P o l y n e i k e s g e n o m m e n , dass der Steinschneider die N a m e n
nach r., im Mantel, den Kopf in die r. H a n d des Adrast u n d des P a r t h e n o p a i o s irrthümlich
gestützt. Er hat langes H a a r . H i n t e r seinem vertauscht h a b e . D a s Brüten u n d Sinnen der
Rücken von oben h e r a b 3 3 1 VIx|V©. Von ihm sitzenden H e l d e n bezieht sich gewiss auf die
zum Theil verdeckt steht hinter ihm T y d e u s Unheilsverkündung des A m p h i a r a o s ; die bei-
nach r. in voller R ü s t u n g ; der eine vorgesetzte den s t e h e n d e n sind im G e g e n s a t z e d a z u kampf-
Fuss steht fest auf, der a n d e r e wird nachge- bereit u n d ungeduldig. — E i n e d e m A m p h i -
zogen und berührt nur mit den Zehen den araos sehr ähnliche Figur (auch mit d e m Fell
Boden. Die hoch e r h o b e n e R. stützt die Lanze bekleidet) k o m m t auf zwei Skarabäen desselben
auf, die L. hält den Rundsehild gehoben und Stiles wie der vorliegende mit den etruskischen
vorgestreckt. A u c h er senkt den Kopf. Er Inschriften „ A c h l e " und „ T h e s e " vor (vgl.
hat kurze H a a r e , runden H e l m mit Busch, Britisch. Museum, catal. N 0 2 7 2 mit der N o t e ) .
einen Panzer, dessen Rückentheil punktiert ist 195 (T. II. 1 4 . K V \ I 1 1 , 174.) Tiefrother in-
wie das Fell des Amphiaraos, wol um Leder discher Karneol mit einigen hellen Flecken. —
a n z u d e u t e n ; die Schulter ist glatt und mit einer Stich v. I. A. Schweikart in einigen E x e m -
Volute verziert, also mit metallner Schulterklappe plaren vc m W i n e k e l m a n n ' s 1 )escriptic nulespierres
bedeckt. Unten sind Beinschienen angedeutet. gr.; femer abg. in der Originalausgabe von
H i n t e r ihm 3 T V T Hinter dem Amphiaraos Winekelmann's Geschichte der Kunst und in
sitzt r a r t h e n o p a i o s auf einem Klappstuhl mehreren anderen A u s g a b e n ; dann in V i n c k e l -
(ÖKXabiuc;) in den Mantel gehüllt, der n u r du m a n n ' s M o n u m e n t i inediti N u . 10(1; p. 1 4 1 ;
Unterbeinefreilasst; e r u m f a s s t m i t b e i d c i i H ä n d e n d'Hancarville, antiqu. gr. etr. et n u n . IV, pl.
das r. Knie (vgl. den Ödysseus der Gesandt- 1.5, f. 3 ; Lippert Daktyliothek. 2. T a u s e n d N o .
schaft bei Achill auf den streng rothfigurigen 8 2 ; Raspe, catal. de Tassie N o . cjogi) mit Ab-
Vasen, Muii. d e i r i n s t . V I , 2 0 , 2 1 ; Arch'. Zcitg. bild. pl. 5 1 ; Lanzi, saggio di lingua etr. I I ,
iScSl, Taf. 8, 1), sein Kopf ist g e h o b e n ; da. tav. 8, f. o ; p . 1 5 1 ; Mi'llin, galerie mvthol. pl.
H a a r fällt voll auf den Nacken. H i n t e r seinem I.3i), 5 0 8 ; Müller-Wicselcr, D e n k m . a. Kunst
Rücken von oben h e r a b die Inschrift, die sich I, Taf. 5 3 , 3 2 0 ; Panofka, G e m m e n mit In-
unten in den Zwischenräumen der Beim' fort- schriften ( A b b . Berl. Akad. 1851) S. h o l ' . ;
setzt: PF\DOF\NrAPrA£*. H i n t e r Amphiaraos, Taf. 2, i h ; Overbeck, Gallerie her. Bildw.
von ihm zum Theil verdeckt, schreitet A d r a s t o s Taf. 5 . 7 ; S. i2i> N o . 4 h ; King, ancient gems
nach r. ; es ist nur das eine (r.) Unterbein and rings pl. 4 2 . 5. Vgl. Visconti, Museo Pio-
von ihm sichtbar, d a s a n d e r e vorgesetzte ist i l e m . I, p. 2^,, not. a. Fabretti, corpus inscr. ital.
hinter d e m P a r t h e n o p a i o s zu denken. Er ist 2 5 4 5 ; Köhler, gesammelte Schriften V, S. 140.
vollgerüstct; am Oberarm e r k e n n t man den Welcker, epischer Cyklus 1.3(13, Anm. 1 0 1 .
Chiton, die Brust ist gepanzert; runder H e l m
Wahrscheinlich von einem Skarabäus ab-
mit B u s c h ; langes H a a r . D e r H e l d hebt d e n
gesägt; die Rückseite zeigt indess keine Spuren
r. O b e r a r m h o c h u n d trägt die L a n z e ge-
der D u r c h b o h r u n g mehr. Rings sehr sauberer
schultert, mit der L. hält er d e n Schild (der
Strichrand. T y d e u s , als nackter Jüngling ge-
böotischen Form) gehoben. R. von ihm steht
bildet, reinigt sich mit der Mrigilis (diu von einer
F\TQE^OE. — Die Köpfe sind gross, die A u g e n
jeden Zweifel a b s c h l i e s s e n d e n Deutlichkeit ist)
sind von v o m gebildet u n d vorquellend. Im
am r. Unterbein, indem er sich dazu herab-
G a n z e n entspricht die Stilstufe indess ganz der-
beugt. L. die Inschrift 3TVT- Die Füsse
jenigen des strengrothfigurigen Vasenstils der
stehen auf horizontaler Grundlinie. Kurzes
Zeit um 5 0 0 — 4 8 0 . Die Komposition wie die
H a a r , vorn herum Buckellöckehen, um den
Motive der Figuren u n d das ganze Ethos der-
Nacken herum läuft eine doppelte Reihe von
selben linden in den schon oben citierten
Buckellöckehen (vielleicht ist hier auch ein Zopf
Vasen mit der Gesandtschaft bei Achill ihre
gemeint). Das Auge ist von vorne gebildet.
nächsten Parallelen; A m p h i a r a o s u n d Polyneikes
Die Stilstufe ist die ^gleiche wie die des'" vorigen
erinnern ebenso an den Achill jener Vasen wie
Skarabäus, also auch die Zeit (Anfang des 5
der Parthenopaios an d e n Odysseus. D e r Skara-
J a h r b . ) ; aber die Ausführung ist eine ungleich
bäus muss die N a c h b i l d u n g eines griechischen
feinere. Die Arbeit ist vi m einer ganz ausser-
Originales der Zeit j e n e r Vasen sein. V o n den
ordentlichen Sorgfalt; die Gravierung ist schön
22 Archaisch

])(iliert, die Muskulatur ist in der weitgehendsten ß. J ü n g e r e G r u p p e .


Weise angegeben. Man erkennt die Schlüsselbeine 2 0 1 ( T . I I , 74; W. 11, 406.) Karneol. Abg.
u n d die Sägeinuskeln ; die Inskriptionen der gera- Winckelmann, m o n u m . m e d . N u , 8 4 , p . 1 1 2 ;
den Bauchmuskeln sind sehr scharf und deutlich; D ' H a n c a r v i l l e , antiqu. gr. etr. et rom. I V ,
die „linea a l b a " ist vom Nabel bis zur P u b e s her- pl. 13 f. 1 ; Lanzi, saggio di lingua etr. I I ,
unter sehr deutlich angegeben. Die Pubes besteht tav. 8 f. b ; p. 4 5 ; Miliin, gal. mvthol. pl. 0 5 ,
aus einigen im H a l b r u n d a n g e o r d n e t e n Buckel- 3 8 7 . Vgl. Kühler, g e s a m m . Schriften V, S. 1 5 1 .
lückchen. K ö r p e r und Glieder sind inager. D e r Fabretti, eorp. inscr. ital. 2 5 5 0 .
( 'berkürper ist ganz von vorne gebildet, der Kopf
Perseus, unbärtig und nackt, hält d e n a b -
ganz im Profil, wie dies archaischer Weise ent-
geschlagenen Kopf der M e d u s e in der L., die
spricht, aber unnatürlich ist. Die Figur füllt
H a r p e in der R . ; am 1. O b e r a r m e hängt die
den R a u m trefflich aus, doch ist die Bewegung
Kibisis. A n den Füssen Flügel. Kurzes H a a r .
unnatürlich, b e s o n d e r s d a d u r c h , dass das 1.
Er blickt e m p o r nach r.; sein K ö r p e r wird
Bein nach aussen stark gebogen, das r. gerade
nebst d e m r. Bein von vorne gesehen, das
ist, w a h r e n d die H a n d l u n g das U m g e k e h r t e
1. im Profil. Umschrift © E D * E . Die M e d u s e
verlangte. Das athletische Motiv wird von
hat gewöhnlich menschlichen T y p u s ; der Kopf
einem griechischen ( »riginale kopiert und
(mit Hals) erscheint im Profil; kurzes, stratf
die mythologische Inschrift Z u t h a t des Etrus-
h e r a b h ä n g e n d e s H a a r , unterhalb des Halses
kers sein.
drei Blutstropfen; unterhalb der H a r p e vier
ebensolche. Stufe des jüngeren strengen Stiles,
1 9 6 ( T . I I , 57.) Karneol, durch Feuer zum gegen Mitte des 5. J ä h r h . Die Figur steht nicht
Theil weiss geworden. Samml. D o r o w (wahr- auf einer Grundlinie, sondern auf ^—Tf'iRs
scheinlich aus Corncto). A b d r u c k in den I m p r . d e m S t r i e h r a n d . Etwas d e r b e Arbeit; ^ p ^ ^ s ^
deU'lnst. unter 1, 3 . , J
der grosse M u n d und die etwas '" ™
A t h e n a schreitet nach r.; sie streckt die
dicke N a s e charakterisieren nicht die M e d u s e ,
Aegis auf d e m 1. A r m e vor und halt in der
da sie am Perseus wiederkehren. Die Gra-
R. die L a n z e ; der Chiton reicht ihr nur bis
vierung ist stark poliert. U m den äusseren
zur Mitte der Unterschenkel. Vor ihr eine stili-
R a n d des Käfers ein feines S t a b o r n a m e n t .
sierte Tflanze. Flüchtig.
2 0 2 (S. 4597-) Karneol. Aus Samml. Tysz-
197 ( T . I I , 51.) Karneol. Samml. Dorow kiewiez 1 8 8 7 .
(wahrscheinlich aus Corncto). Abdruck in d e n Sorgfältig gearbeiteter Käfer; der Kopf matt
I m p r . deU'lnst. cent. 1, 4 8 . und punktiert wie an 1 9 4 . U m den unteren
Ein nackter Jüngling steht nach 1., wendet R a n d ein feines S t a b o r n a m e n t wie an 2 0 1 .
d e n Kopf nach r. u m u n d ist im Begriffe mit - K a s t o r , als nackter Jüngling gebildet, ist
der L. einen Schuh an d e n g e h o b e n e n 1. Fuss mit beiden Knieen auf eine E r d e r h ö h u n g ge-
anzulegen; er scheint sich auf einen K n o t e n - s u n k e n ; er stützt die 1. H a n d auf diese auf
stock, der schräg n e b e n seinem r. Beine steht, und fährt mit der R. in den N a c k e n , an welcher
zu s t ü t z e n ; am r. U n t e r a r m e hängt ein kug- Stelle er getroffen zu d e n k e n ist. Es ist offen-
liger Arvbailos am B a n d e . Flüchtig. bar der T o d des Kastor durch den einen der
Aphariden gemeint. Umschrift <V"T*AD. Kur-
198 ( T . I I , i 5 ; W . V l I , 9 i . ) C h a l c e d o n . Abg. zes glattes H a a r ; vor d e m ( >hre eine nach
Imhoof-Blumer u. Keller, T h i e r - u. l'flanzen- vorn g e k ä m m t e Locke. Das Auge stellt ziem-
bilder, Taf. 14, 12. lich im Profil. W u n d e n o l l e Modellierung des
Löwe nach r., zum A n s p r a n g bereit, mit N a c k t e n , b e s o n d e r s an Brust u n d Bauch, fast
eingezogenem Schwänze und geöffnetem Maule. ganz o h n e die H ä r t e des strengen Stiles. Der
Flüchtig. Stein kann frühestens gegen Mitte des 5. J a h r b .
fallen. Schöner Kopf, mit zartem zurück-
199 ( T . I I , 10.) Karneol. weichendem Untergesicht. D e r R a u m ist vor-
Ein W i d d e r nach 1.; flüchtig, mit langen trefflich gefüllt und die Bewegung ist völlig
Strichen, o h n e Rundperl graviert. natürlich. Schöne Politur der Gravierung.

2 0 0 (T. I I , 2b; W . 111, 169.) Karneol. 2 0 3 ( T . I I , 60. W . I I , 413.) Karneol. Abg.


Chimära im A n s p r a n g nach 1.; sehr flüchtig. Winckelmann, m o n u m . ined. N o . 3 g ; p . 4 5 .
Der Käfer ist sehr dick. Raspe, catal. de Tassie N o . 2 3 9 8 ; pl. 3 0 .
EtrusUischi Skaral: 3

Welcker,alte Denkmäler I I , Taf. I h, 3 0 ; S. 3 2 3 f.; blickt aufmerksam nach u n t e n ; zwischen den


Müller-Wiescler, Denkmäler a. Kunst I I , 3 . Beinen eine K a n n e . Vor ihm Fels, von dessen
Taf. 3 0 , 3 3 1 ; S. 2 5 1 . Vgl. Kühler, gesamm. oberer Spitze nach dem Schilde zu drei Punkte
Schriften V, S. 1Ü5. H e y d e i n a n n , Gehurt des laufen, die vielleicht Wasser b e d e u t e n sollen.
Dionysos S. 3 7 . Langer Schopf im Nacken.
Von einem Skarabäus abgesägt (Durch-
2 0 6 ( T . I I , 70; W . I I , 1769.) Karneol. Erw.
b o h r u n g auf der Rückseite erhalten). — H e r m e s ,
in Roseher's Lexikon 1, Sp. 2 2 3 7 , Z. 4 4 .
weit ausschreitend, anscheinend emporsteigend
Von einem Skarabäus abgesägt ( D u r c h -
(der r. Fuss ist höher gesetzt als der 1., keine
b o h r u n g auf der Rückseite). — Ein bärtiger
Grundlinie), trägt auf der 1. H a n d eine kleine
Silen mit r f e r d e o h r e n und Schwanz leert, sich
nackte menschliche Figur (zweifellos kein Kind,
vorbeugend, den Schlauch, den er auf dem
wodurch H e y d c m a n n ' s D e u t u n g auf den kleinen
Rücken trägt (der r. Arm ist unnatürlich ver-
Dionysos widerlegt wird); sie ist männlich
dreht), in eine am Beulen stehende A m p h o r a ,
(Geschlechtstheil nicht angegeben, doch lässt
in welche zugleich aus einem als Löwenkopf
die Statur und H a a r t r a c h t keinen Zweifel zu),
gebildeten Brunnen Wasser lliesst. H i n t e r ihm
hat hinten aufgerolltes H a a r , steht auf d e m r.
eine stilisierte Blume. Stil wie bei den vorigen,
Beine, das l. ist etwas entlastet; in der gesenkten
die Ausführung weniger lern sorgfältige I:>htur
L. ein Zweig, die R. mit d e m Gestus des
der Gravierung.
Adorierens e r h o b e n . H e r m e s ist unbärtig, hat
anliegendes kurzes H a a r mit Binde, im Nacken 2 0 7 ( T . I I , 68.) Bandachat, durch Feuer
den Petasos (von Winckelmann als Schildkröte beschädigt.
angesehen) und hält in der gesenkten R. das Skarabäoid, am R a n d e mit feinem Stab-
Kerykeion. H e r m e s scheint als P s y c h o p o m p o s o r n a m e n t wie 2 m , 2 0 2 , 2 0 4 . Mit d e m Reste
dargestellt, eine Seele d a v o n t r a g e n d , welche eines silbenien Bügels in der D u r c h b o h r u n g .
im T y p u s eines a n b e t e n d e n Jünglings gebildet ist. Herakles, nackt, bärtig, hält vorgebeugt eine
Zu vergleichen ist Müller-Wieseler, D e n k m . A m p h o r a unter einen von oben h e r a b k o m m e n -
I I , 8 3 1 . Sehr sorgfältige Arbeit streng-schönen den Wasserstrahl; in der L. die Keule.
Stiles der Zeit um und nach der Mitte des 5.
J a h r b . ; das Auge schon im Profil gebildet. 2 0 8 (S. 4574-) Karneol. Samml. G e r h a r d ;
Ausgesprochen viereckige Kopfform. Die Be- Abdruck in den Impr. deH'Inst. 3 , 1 2 .
wegung ist ähnlich der des T y d e u s von 1 9 5 , Minotaur ( M a n n mit Stierkopf|, einen Ast
doch natürlicher und weniger hart. in der L., ein kugliges Gefäss am T r a g b a n d e
in der R. Der Körper zierlich streng; schöne
2 0 4 (S. 4596.) Karneol. Vulci. Samml. Politur.
Campanari, 1 8 4 2 ; vorher beim Principe di Ca-
2 0 g (S. 4601.) Sardonyx von drei Schichten.
nino. Abdruck in den Impr. d e i r i n s t . 1 , 2 7 .
Samml. G e r h a r d . Abdruck I m p r . deH'lnst. cent.
Abg. Mieali, storia ( 1 8 3 2 ) , tav. 116, 3 ; Fabretti,
V, 2 8 ; vgl. Bull. deU'In.st. 1 8 3 0 , p . 102.
eorp. inscr. ital. tab. 4 0 , ' N u . 2 1 5 5 .
D a s Bild ist in die untere dunkle Schicht
Grosser, sehr sorgfältig gearbeiteter Käfer,
des Steines geschnitten. Ein unbärtiger Held
mit feinem S t a b o r n a m e n t e am R a n d e wie
schreitet nach I. und blickt sieh u m ; er trägt
201. 202. T y d e u s in die Kniee sinkend;
in der R. einen abgeschlagenen menschlichen
keine Grundlinie; die Füsse scheinen in der Kopf, den er bei den H a a r e n fasst. Der T y p u s
Luft zu schweben, als ob er einen Luftsprung wird gewöhnlich auf T v d e u s mit d e m H a u p t e
machte. E r ist nackt u n d bärtig, das kurze des Melanippos gedeutet (nach Apollod. bibl.
H a a r scheint wie gesträubt; in der R. das 3,6, 8 ) ; hier könnte indess höchstens Amphiaraos
Schwert, in der L. den Schild, zwischen den gemeint sein, der Melanippos Kopf zu T y d e u s
Beinen den H e l m . Links die Umschrift j r V T bringt; wahrscheinlicher ist aber eine allge-
Stil ganz wie bei 2 0 3 . Sorgfältige Arbeit und meine Deutung, Held mit d e m Kopfe eines
Politur der Gravierung. Feindes. I n der L. die Lanze, H e l m auf dem
2 0 5 ( T . I I , 72; W . I I I , 20). Karneol. Kopfe. U n t e n Schild und Schwert. Sehr zier-
Von einem Skarabäus abgesägt (Durch- liehe Arbeit strengen Stiles. Auf dem Rücken
b o h r u n g auf der Rückseite). — Ein nackter des Käfers ist in die braune Schicht ein
Jüngling ( K a d m o s ? ) , ovalen Schild am 1. Arm, ägyptischer K a n o p u s in spätem Stile geschnitten.
das Schwert in der R., bellet sich vor und ollenbar eine spätere Zuthat.
Archaisch.
24

2 1 0 (S. 4601a.) S a n i o n y x von drei Schichten. 2 1 8 ( T . I I , 69.) Karneol.


Samml. G e r h a r d . Abdruck in d e n l m p r . dell'Inst. Herakles, die Keule in der R., steht, sich
3- 34- vorbeugend an einem B r u n n e n ; aus der Löwen-
Das Bild ist in die dunkle untere Schicht k o p f m ü n d u n g fliesst das Wasser in eine am
geschnitten. Ein unbärtiger Krieger in Panzer Boden stehende Amphora.
und H e i m , mit der L. die Lanze aufstützend,
kniet auf beiden Kniccn und hält auf der R. 2 1 9 ( T . I I , 67; W . V I I I , 50.) Karneol.
ein halbrundes Gefäss, aus welchem sich eine Ein M a n n (Herakles?) hält die H ä n d e in
Schlange erhebt. U n t e n ein Tupf. Arbeit ganz ein W a s c h b e c k e n , in welches Wasser aus einem
wie 20Q. Löwenmaul fliesst. ( ) h n e Strichrand.

2 1 1 (S. 4563-) Karneol. 2 2 0 ( T . I L 3 7 ; W . V I I I , 53-) Weissliche,


Fragmentierter Skarabäus. Erhalten ist die durchsichtige, ins Röthliche s c h i m m e r n d e Glas-
Hälfte eines im Knielauf nach 1. eilenden paste.
Kriegers, der sich umblickt; er ist unbärtig und Ein M a n n , ein bauchiges Gefäss haltend,
trägt H e l m , Schild und L a n z e . bückt sich stark nach vorn. Auf d e m Rücken
2 1 2 (R. 64a.) K a r n e o l . ein Schild (?).
Kleiner Skarabäus in antiker
goldener Fassung mit goldenem 2 2 1 (S. 4590.) Grünlichweisse Glaspastc.
Ring. Aeusserst llüchtiges vier- Samml. Panofka.
füssiges T h i e r . Skarabäoid. Ein sich vorbeugender M a n n
ist im Begriffe, eine A m p h o r a auszugiessen.
( >hne Strichrand.
b. S k a r a b ä c n f l ü c h t i g e r A u s f ü h r u n g m i t
starker Anwendung des Rundperl. 2 2 2 (S. 4570.) K a r n e o l . Samml. C a m p a n a r i
1842.
2 1 3 (S. 4577.) Gestreifter S a r d o n y x , fast A m unteren R a n d e d e s sorgfältig ausge-
ganz weiss. Samml. Campanari 1 S 4 2 . führten Käfers ein R a n d von mit schrägen
E i n e menschliche Figur liegt auf einem nach Linien gefüllten Dreiecken. Sorgfältiger Strich-
r. schreitendem Stiere und hält sich an d e m rand um das Bild. Ein Flügcldämon (Mann
einen H ö r n . Vgl. 1 0 1 . mit grossen Rückenflügeln) ist im Begriffe, sich
2 1 4 (S. 4568.) Karneol. Aus Perugia erw. vorbeugend, ein bauchiges Gefäss niederzu-
1844. setzen.
Der Käfer hat ein sauberes S t a b o n i a m e n t
2 2 3 ( T . I I , 62, W . I I , 1076.) Karneol.
am unteren R a n d e . — Reiter mit Schild im
S t a b o n i a m e n t am unteren R a n d e des Käfers.
G a l o p p nach r.; sein K ö r p e r zurückgelehnt, als
Ein weiblicher Flügeldämon (Eos?) in
wenn er getroffen wäre.
s c h w e b e n d e m Schritte nach 1., giesst eine U r n e
2 1 5 ( T . I I , 0 3 ; W . I I , 1715.) Karneol. aus, hinter ihr eine Schlange. D a s Gewand
S t a b o r n a m e n t am R a n d e . Herakles steht, schon recht frei behandelt.
die Keule in der L. aufstützend, den Bogen
in d c r R . ; 1. Bein (Standbein) von vorne, das 2 2 4 (S. 457 6 -) Karneol. Aus Corfll er-
a n d e r e von der Seite. erworben 1 8 5 2 .
Gut gearbeiteter Käfer mit S t a b o n i a m e n t
2 1 6 ( T . I I , 7 1 ; W . I I , 1714.) Karneol.
am unteren R a n d e . Ein Flügeldämon (Jüng-
D e r Käfer ist ganz summarisch behandelt.
ling mit Rückenflügeln und flachem H u t auf
- Herakles, die Keule in der R., steht neben
d e m Kopfe) hält in der L. eine K a n n e , in
d e m Hirsche mit h o h e m (leweih, dessen N a c k e n
der R. einen Schinken ; unmittelbar unter diesem
seine L. berührt. O h n e Strichrand.
ist ein kleiner r u n d e r Opfertisch mit Thicrbein
2 1 7 ( T . I I , 64.) Karneol. F r ü h e r bei Carelli. sichtbar. T r o t z der Herkunft des Steines (die
Abdruck in den I m p r . dell'Inst. I, 2 0 . Erw. in für den F u n d o r t indess nichts beweist) ist dieser
Röscher's Lexikon I, Sp. 2 2 3 7 , Z. 5 0 . den etruskischen Arbeiten mit Sicherheit zu-
A m unteren R a n d e des Käfers ein Zacken- zurechnen. Die Ausführung ist indess weniger
o r n a m e n t . - Herakles, die Keule in der L., im nachlässig als sonst in dieser G a t t u n g ; Auge
Knielauf nach 1.; er trägt mit der R. zwei und H a a r sind a n g e d e u t e t ; die Muskulatur
durch einen Strick v e r b u n d e n e A m p h o r e n . zeigt den strengen Stil.
Etruskischi Skarabi 25

2 2 5 (S. 4567.) Karneol. Samml. G e r h a r d . und Bauch sind sogar ziemlich sorgfältig mo-
Grosser Käfer mit Striehrand unten. - delliert.
Ein Flügeldämon (Mann mit Rückcnflügeln) 2 3 2 (S. 457'.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
schreitet nach r. u n d trägt eine K a n n e in der Ein Mann (Herakles?) scheint, knieend,
R., ein Thymiaterion in der L. Zwischen den sich vorbeugend, ein Segel aufzuspannen. U n t e r
Beinen unten ein Phallus (?). der Grundlinie drei aufrecht s t e h e n d e A m -
2 2 6 ( T . I I , 33; W . I I , 1575.) Karneol. p h o r e n ; es scheint ein Floss gemeint. — Herakles
Ein Mann mit einem Krug in der R. und erscheint zweifellos auf einem von sechs schräg-
Thymiaterion in der L. gestellten schwimmenden A m p h o r e n gebildeten
Flosse liegend und das Segel haltend, auf einem
2 2 7 ( T . I I , 31 ; W . I I , 1566.) Karneol. in Falcrii gefundenen etruskischen Karneol-
Ein Silen (mit langem Schwanz) wendet Skarabäus, Melange* d'archeol. et d'hist. de
sich um und giesst mit über dem Ki >pf er- l'ecole francaise de R o m e VII ( 1 8 9 2 ) p . 274.'*)
hobenem einem A r m e eine A m p h o r a aus. O h n e
Striehrand. 2 3 3 ( T . I I , 33; W . V I I I ss.) Karneol.
Ein Silen (durch den langen Schwanz ge-
2 2 8 (S. 4595-) Karneol. Samml. G e r h a r d . kennzeichnet) hält einen grossen Ast in der R.
Kleiner Käfer. — Ein nnbärtigcr Satyr (nur
2 3 4 ( T . I I , 29: W . I I , 1756.) Karneol.
durch den Schwanz gekennzeichnet) tanzt, wirft
Ein K e n t a u r mit einem Aste, nach r.
das r. Bein hoch in die Luft u n d erhebt
beide A r m e über dem gesenkten Kopfe. Langer 2 3 5 ( T . I L 3 0 ; \V. IL 1757.) Karneol.
Schopf im Nacken ; strenger Gesichtstypus. Yor Ein K e n t a u r nach r., sich u m w e n d e n d ;
ihm im R ä u m e ein bauchiges Gefäss. Die mit e r h o b e n e m A r m e ; sehr rohe A n w e n d u n g
Ausführung ist besonders an Kopf u n d Brust des R u n d p e r l .
sorgfältiger als sonst in dieser (Sattung. 2 3 6 (S. 4584.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
2 2 g ( T . I I , 34.) Karneol. Ein D ä m o n mit zwei menschlichen Köpfen
Der< )bertheil des Käfers ist abgebrochen.— und zwei A r m e n , dessen Körper nach unten
Ein Silen (nur durch den langen Schwanz ge- in einen Fischleib ü b e r g e h t ; d a n e b e n ein Fisch.
kennzeichnet) schreitet mit gebücktem < >bcr- Er hält in der einen H a n d einen kurzen Stab.
körper nach r. und trägt einen Schlauch. 2 3 7 (- s -4579) Karneol. Befand sich früher
an einem gefälschten goldenen Diadem (Tölken,
2 3 0 (S. 45S7.) Karneol. Aus Smvrua er-
Leitfaden für die Samml. antiker Metallarbeitern
worben.
1 8 5 0 , S. 1, N u . 2).
Von einem Skarabäus abgesägt (Durch-
Ein Triton (Unterkörper Fischleib); darunter
b o h r u n g auf der Rückseite erhalten). — Ein
ein Fisch. O h n e Strichrand.
M a n n mit vorgebeugtem Oberkörper fasst mit
beiden H ä n d e n an einen gefüllten Schlauch (?). 2 3 8 (S.4578.) Milchweisser ()nyx, im Inneren
N e b e n seinen Beinen steht sehnig ein Stock. eine kleine b r a u n e Schicht. Samml. G e r h a r d .
Einfache Randlinie. Stabornament am unteren R a n d e des lang-
gestreckten Käfers. Ein Reiter sprengt nach
2 3 1 (S. 4572.) Karneol. Samml. G e r h a r d . r. und blickt nach 1. um. R. vor ihm ein Blitz-
Abdruck in den Impr. dell'Inst. I I I , 2 3 . Bespr. bündel archaischer F o r m ; unten eine Lanze
in Roschers Lexikon I, Sp. 2 1 0 0 , Z. 42fr. und u n d ein ovaler Schild mit Buckel von gallischem
2 2 3 8 , Z. 23fr. Stephani, ausruhender Herakles Typus. Der Reiter hält einen kurzen Stab in
S. 153- i / - der R. Keine Grundlinie; die Pferdefüsse
Sorgfältiger Käfer mit S t a b o m a m e n t am stehen auch nicht auf dem R a n d e auf; das
Rande. Der unbärtige Herakles sitzt, er- Pferd läuft also durch die Luft und der Reiter
mattet trauernd, den Kopf auf die r. H a n d wird ein göttlicher sein.
gestützt, auf einer umgestürzten A m p h o r a (die 2 3 g ( T . I I , 50.) Karneol.
auf Bad d e u t e t ) ; die Keule hält er gesenkt in Ein Reiter reitet, den Zügel anziehend,
der L.; vor ihm ein kahler Baum. L T nten im nach 1.; die rferdefüsse stehen auf dem Strieh-
Abschnitt drei bauchige A m p h o r e n mit der rand e auf.
M ü n d u n g nach oben, vgl. folgende N u m m e r .
Die Figur des Herakles ist mehr ausgeführt, *) Derselbe wird hier fälschlich für eine griechische
als es sonst in dieser G a t t u n g üblich ist: Brust Arbeit ausgegeben.
26 Archaisch.

2 4 0 ( T . I I , 4 8 ; \V. V, 40.) S a r d o n y x , quer- 2 4 7 ( T . I I , 42.) Karneol.


gestreift. Ein Krieger mit Schild und L a n z e im
Langgestreckter Küfer flüchtiger Ausführung archaischen Km'elauf. nach r., sich umblickend.
(vgl. 2 3 8 ) . Ein M a n n auf einem W a g e n treibt
2 4 8 (S. 45<J4-) Karneol. Samml. LThden (?).
ein Viergespann an.
Ein Krieger mit Lanze im Knielauf-' nach
2 4 1 ( T . I I , 16; W . V I I , 10.) S a r d o n y x von 1., sich umblickend u n d die R. e r h e b e n d .
drei horizontal gelagerten Schichten. 2 4 9 (S. 4593-) Weisse Glaspaste. Samml.
Aeusserst flüchtig gearbeiteter Käfer von Uhden.
^_^ langgestreckter F o r m (vgl. 2 3 8 ,

C
Ein Krieger mit Schild u n d Lanze im Knie-
JfflV 2 4 0 ) , an einem antiken goldenen lauf nach 1.
^yjä ringförmigen Bügel mit verzierten
M l E n d e n . - - Drei Pferde von 2 5 0 ( T . 1 1 , 4 3 ; W . I I , 949.) Bandachat.
) H v o m c ; a n ihren Mäulern sind die Ein Krieger, mit Schild und Schwert, nach
/& Zügel angedeutet. O h n e Strich- 1. ausschreitend (Schwertscheide an der Seite,
rand. das Schwert in der L., d e n Schild in der R . ) ;
u n t e n eine geknickte L a n z e .
2 4 2 (S. 4566.) Karneol. Samml. Panofka.
2 5 1 (S. 45^9-) Karneol.
D e r Rücken des Käfers ist abgesägt. —
Kleiner Skarabäus. Ein Krieger mit Schild
Ein M a n n fährt auf einem von zwei Schwänen
u n d L a n z e steht ruhig n a c h r.
gezogenen W a g e n ; er treibt die T h i e r e mit
einem Stocke an. 2 5 2 ( T . I I , 41 ; W . I L 9 5 1 . ) Karneol.
Ein Krieger mit Schild und Lanze sitzt
2 4 3 ( T . I I , 4 6 ; W . I I , 9 8 i . ) Karneol. Erw. nach r. auf einem Steine.
Overbcck, Gallerie her. Bildw., S . 1 4 2 , A n m . i o .
Ein Zweikampf; der Kämpfer 1. hat langen 2 5 3 (S. 4565.) K a r n e o l .
bis gegen die Knöchel reichenden Chiton und Ein Silen (durch den Schwanz gekennzeichnet)
streckt den 1. Arm mit einem G e w ä n d e , gleich reitet auf einem grossen Blumenstengel (unten
einem Schilde, vor (erinnert an den A t h e n a - eine lotosartige Blume).
T y p u s von iq(>); in der R. das Schwert. D e r 2 5 4 ( T . I I , 36.) Karneol.
a n d e r e .scheint unbekleidet, hat d e n Schild in Ein nach r. schreitender M a n n mit einer
der L. und das Schwert in der R. Zwischen grossen r u n d e n Binde in der R. u n d einem
beiden eine Pflanze mit drei Spitzen. aus einzelnen r u n d e n Punkten mit d e m R u n d -
perl gebildeten Stock in der R., der vielleicht
2 4 4 ( T . I I , 45.) K a r n e o l .
eine Keule sein soll, also H e r a k l e s ? Ohne
D e r Rücken des Käfers ist abgebrochen.
Strichrand.
— Ein gerüsteter Krieger (Schild, Panzer, Lanze)
entfernt sich umblickend von einem sitzenden 2 5 5 ( T . I I , 38; W . V I I I , 51.) Karneol.
M a n n e . Vgl. zum Motive den feinen Skarabäus Ein nach r. knieender M a n n spannt ein
in Bologna mit den Beischriften des Achilleus Segel aus (? vgl. 2^2); oder er stützt sich
und Odysseus, Impr. deH'Inst., Cent. 3 , 3 0 ; auf einen Stock. ( >hne Strichrand.
Köhler, gesamm. Schriften V, 1 3 9 ; Inghirami,
gall. inner. I I , 170). 2 5 6 (S. 4538.) Karneol.
D e r Rücken des Käfers abgebrochen. A e h n -
2 4 5 ( T . I I , 44; W . V I I I , 49.) Karneol mit liches Bild wie 2 5 5 , nur äusserst roh. O h n e
eingesprengtem Chalcedon. Strichrand.
Ein grösserer und ein kleinerer, auf einer 2 5 7 (S. 4580.) Karneol. Von dem D i a d e m
E r h ö h u n g s t e h e n d e r M a n n stehen sich ruhig wie 2 3 7 .
g e g e n ü b e r ; beide scheinen in der einen gesenkten N a c h 1. knieender M a n n , einen Stock in
H a n d ein Schwert zu halten. der L., äusserst roh. O h n e Strichrand.
2 4 6 (S. 4573-) Karneol. Samml. G e r h a r d . 2 5 8 ( T . I I , 39; W . V I I I , 52.) V e r b r a n n t e r
Ein M a n n sucht ein vor ihm in vertikaler Karneol.
Richtung laufend gebildetes Thier (es scheint Ein M a n n scheint, den Oberkörper vor-
ein H u n d ) mit beiden H ä n d e n zu fassen; hinter beugend, an einem Schiffsrumpfe beschäftigt zu
ihm ein P e d u m mit g e k r ü m m t e m E n d e . sein; hinter ihm ein H a m m e r .
Etruski«.che Skarabäen. 27

2 5 9 (T. I I , 35; \V. II, 1562.) Karneol. 2 7 0 ( T . I I , 11; W . V I I , 89.) Karneol.


Ein nach r. schreitender Mann trägt in der Ein Löwe oder Tanther (Kopf von vorn)
L. einen Stab mit einem Knopfe oben, in der nach r. O h n e Strichrand.
R. etwas Undeutliches (einen Krug?) 271 ( T . I I , 12.) Karneol. M. B. A.
Ein Stier nach I., auf die Vorderbeine
2 6 0 ( T . I I , 40; W . 11, 950.) Bandachat.
fallend und den Kopf u m w e n d e n d . Ohne
Flüchtig gearbeiteter Käfer,

0
Strichrand.
2 7 2 ( T . 11,4.) Karneol. M. B. A.
Die gleiche Darstellung, nur ist der Stier
nicht deutlich charakterisiert. ( >hne Strichrand.
2 7 3 (T. 11, 17; W . V I I , 69.) Karneol.
mit antikem ringförmigem Bügel Hirsch nach 1. < >hnc Strichrand.
von gestreiftem Goldblech. — Ein 2 7 4 f T . I I , q;\V.VII,oo.)Mik-h\veisserOnyx.
M a n n mit einem Stocke, nach Ein H u n d nach 1.
1. sehreitend und sich u m s e h e n d . 2 7 5 ( T . II, 5.) Dunkelblaue Glaspastc.
O h n e Strichrand. Samml. Stosch, doch nicht bei Winckclmann.
2 6 1 ( T . I I , 25; W . I I I , 168.) Karneol. H u n d nach 1. O h n e Strichrand.
Chimära im A n s p r u n g nach 1.; der Löwen-
2 7 6 ( T . I I , 18; \Y. V I I , 70.) Karneol.
kopf von v o r n e ; Zitzen; Schweif eingezogen.
Ein R e h mit u m g e w a n d t e m Kopfe. O h n e
O h n e Strichrand.
Strichrand.
2 6 2 ( T . I I , 23.) Karneol.
Ganz kleiner Käfer. Ein D ä m o n , der aus 277 (S. 4591.) S a r d o n y x von drei horizon-
einem Eischleib und unmittelbar darauf gesetztem tal gelagerten Schichten. Von dem D i a d e m
menschlichem Kopfe besteht. wie 2,37.
2 6 3 ( T . I I , 24; W . 11,355-) Karneol. Abg. Ein Reh (?) mit u m g e w a n d t e m Kopfe.
Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzen- O h n e Strichrand.
bilder, Taf. 2 5 , 3 0 . 2 7 8 ( T . I I , 19.) Karneol. Abg. Imhoof-
K e r b e r o s mit drei Köpfen, die von vorn Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzenbilder, Taf.
gesehen werden, nach i. O h n e Strichrand. 10, 2 5 .
2 6 4 (S. 4586.) Karneol. Ein H a s e nach r. < >hne Strichrand.
Zwei mit d e m V o r d e r b u g zusammenge-
2 7 9 ( T . I I , 7; "vV. V I I , 122.) Karneol.
wachsene Hirsche mit einem Kopfe. Ohne Ein liegendes von oben gesehenes vicr-
Strichrand.
füssiges Thier mit langem Schwanz; sehr roh.
2 6 5 (S. 4589) Karneol.
< >hne Strichrand.
D e r Rücken des Käfers abgesprungen. Zwei
mit dem Vorderbug zusammengewachsene Vier- 280 (T. IL20.) Karneol, durch Feuer getrübt.
füssler mit einem (menschlichen?) Kopfe. O h n e Ein Vogel nach r.; sehr roh. ( llinc Strichrand.
Strichrand. 2 8 1 (S. 4581.) Karneol. Von dem Diadem
2 6 6 ( T . 11,8.) Karneol. wie 2 3 7 .
Zwei H u n d e - V o r d e r t h e i l e sind so anein- Ein schwebender Adler, wappenartig (in der
andergewachsen, dass das eine mich oben, das Stellung unserer Wappenadler'). ()hne Strichrand.
a n d e r e nach unten sieht. < >hnc Strichrand.
2 8 2 ( T . I I , 6; \V. V I I , 215.) Sardonyx von
2 6 7 (M. Inv. 8217.) Braune Glaspaste. Aus
drei Schichten.
R o m erw.
Kleiner sehr flüchtiger länglicher Käfer.
Der Käfer sehr flüchtig. Durch die Durch-
Ein liegendes Thier, oder eher, wie es scheint,
bohrung geht ein antiker ringförmiger silberner
ein nach 1. sitzender M a n n ; äusserst roh. ( >hne
Bügel. Dieselbe Darstellung wie auf 2()ö.
Strichrand.
2 6 8 (S. 4583.) Karneol.
Ein Löwe hat einen Stier von hinten über- 2 8 3 (S. 4585.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
fallen und beisst ihm in den N a c k e n . ( >hne Phallus mit Scrotum (von vorne). Ohne
Strichrand. Strichrand.
2 6 g (S. 4582.) Karneol. 2 8 4 ( T . I I , 28; W . 209.) Karneol.
Ein Panther nach I. (Kopf von vorn). < ilme Greif nach r. (Flügel nicht aufgebogen;
Strichrand. Spitzohr angedeutet). O h n e Strichrand.
4*
C. Der freie Stil
des 5. u n d 4. J a h r h u n d e r t s vor Chr.
I. Griechische Arbeiten.

1. F i n g e r r i n g e v o n M e t a l l mit die H a u t ist gefaltet. Ein Werk von gross-


Gravierung. artigem acht ionischem Realismus, aus der
2. Hälfte des 5. J a h r h . Form und Material,
2 8 5 (M. Inv. 8419.) Blasses

0
Gold (Elektron). Aus Italien die in späterer Zeit so nie vorkommen,
erw., F u n d o r t u n b e k a n n t . verbieten das Stück weiter herabzudatieren.
Ring mit ovalem, ganz D e r ionische Ursprung darf als sicher ange-
wenig g e k r ü m m t e m Schilde; der sehen werden.
Ring ist am Ansätze des 2 8 8 (M. Inv. 8247.) Gelbes Gold. Kythnos.
Scliides dreikantig, sonst rund. D ü n n e r Ring mit e b e n e m ovalem Schild,
Gewicht 4 , ö q g. — Silensmaske von v o r n e ; der von dem Ringe scharf abgesetzt ist; letzterer
bekränzter Kahlkopf, Pferdeohrcn, offencrMuud, ist an der Stelle des Ansatzes des Schildes
welcher die Z ä h n e sehen lässt; dicke Stumpf- dreikantig gebildet, sonst rund. Gewicht 4 , 2 7 g.
nase, langer Bart. "Wilder Ausdruck. W u n d e r - Eine M ä n a d e eilt in stürmischem Schritte
volle, höchst sorgfältige Arbeit von ausserordent- i n ; h r . sie wirft den Kopf zurück und lässt
licher Kraft im Ausdruck. N a c h Material, das H a a r offen flattern; ihr Chiton lässt die
F o r m und Stil ein ionisches W e r k der 2. Hälfte r. Brust frei. In der gesenkten R. hält sie
des 5. J a h r h . die Hälfte eines Z i c k k m s m der L. zwei
Zweige. Ausgezeichnete Arbeit, etwa vom An-
2 8 6 (M. Inv. 8420.) Blasses Gold (Elektron).
fang des 4. J a h r h .
In Italien erw., angebl. aus Siciliai.
Ring derselben F o r m wie der vorige. Ge- 2 8 9 (R. 9.) Gelbes Gold. GythioiL
wicht .1,2,1 g. Weiblicher Kopf von vorne, etwas D ü n n e r Ring mit etwas g e k r ü m m t e m ovalem
nach seiner L. gewendet, mit breitem Bande Schilde. Gewicht 4 , 8 7 g. — Nike in Chiton
im welligen H a a r e ; unten H a l s b a n d . Ionische und Himation setzt den I. Fuss auf etwas,
Arbeit vom E n d e des 5. Jahrh. das wie ein kleiner Altar oder ein ionisches
Kapitell aussieht. In der L. hält sie einen
2 8 7 (W. I I , 160g.) Blasses Gold (Elektron).
Zweig, in der R. ein kleines Stäbchen. Ihr
Samml. Stosch. Vgl. < >. J a h n , Berichte der
Himation ist mit Punkten verziert. Lebendige,
sächs. Gesellschaft. 1 8 5 5 , S. 7 3 , 1 7 2 .
doch ziemlieh flüchtige Arbeit des ,5. 4. Jahrh.
Ring derselben F o r m wie die beulen vorigen
( d ü n n e r nach d e m Ansatz lies ovalen Schildes, 2 9 0 (M. Inv. 841S.) Etwas blasses Gold.
kantiger Ring). Gewicht ,5,1)3 g. Bärtiger Aus Italien erw.
Porträtkopf. U n t e r d e m Kinn ist im freien D ü n n e r Ring mit breit-ovalem horizontalem
R ä u m e das männliche Glied als apotropäisches Schild, das von d e m Ringe aber nicht hart
Beizeichen angebracht. Der Kopf ist ein ganz absetzt. Gewicht 0 , 7 0 g. — Dionysos in stark
tusgezu; lmetes Porträt (n itürh; h 1111 ht l ' r n p , weibischer Bildung, oder H e r m a p h r o d i t im T y p u s
wie Winckelmann meinte) eines älteren M a n n e s ; des Dionysos. Der Körper erscheint in Drei-
das H a a r weicht über die Stirne schon zurück; viertelansicht nach 1., der Kopf im Profil;
Griechische Metalli ige und Skarabäen, 29

rechtes Standbein, das 1. zurückgezogen, in der H a a r ist kurz u n d liegt an d e m Kopfe von
vorgestreckten R. der Kantharus, in der L. der ausgesprochen viereckiger F o r m eng a n ; breite
T h v r s o s ; lange L o c k e n ; breite weibliehe Hüften, Binde um den Kopf. — Vielleicht pek ip< mnesisch;
voller Bauch, weibliehe Brüste. Aeusserst zarte etwa Anfang des 4. J a h r h .
und lebendige Arbeit des 4. J a h r b . Diel Iberlläehe
etwas abgerieben, wodurch einige flach gravierte
2. S k a r a b ä e n .
Theile (besonders die Füsse) gelitten h a b e n .
— Auf der Aussenseite des Ringbügels unten 2 9 6 (S. 4556.) Chalcedon. Samml. de
befindet sich ein kleiner Stempel mit einem Montigny. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller,
undeutlichen Zeichen. Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 1 7 , 2 7 ; S. 101).
Sehr flüchtig gearbeiteter Käfer. Edel-Hirsch,
2 9 1 (\V. I I , 1770.) Gelbes Gold. Samml.
das 1. Vorderbein eingeknickt, wol im Begriffe
Stosch.
sich zu erheben. ( >hnc Grundlinie u n d o h n e
Ring mit scharf abgesetztem gr< issem 1 ivalem
Strichrand. Schöne Arbeit des 5. J a h r h . , mit
horizontalem Schild. Gewicht 8,0 g. Jugend-
einem Anflug von Strenge.
licher Herakles in Dreiviertelansicht nach 1.,
der Kopf im Profil. R. Standbein, das 1. 2 9 7 (S. 4559.) V e r b r a n n t e r Karneol. Aus
nachgezogen. Die L. stützt die Keule auf, in Smyrna erw. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller,
der vorgestreckten R. ein Trinkbecher. Kurzes Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 1 7 , 2 4 ; S. i o q .
Lockenhaar. Schöne, wahrscheinlich gross- Grosser ziemlich flüchtig gearbeiteter Käfer.
griechische Arbeit des 4. J a h r h . — N a c h 1. schreitender Edel-Hirsch. Ohne
Grundlinie und o h n e Strichrand. Sehr s c h ö n ;
2 9 2 (R. 15.) Gelbes Gold.
5. Jahrh.
Ziemlich dicker Ring mit kleinem ovalem
gekrümmtem Schild. Gewicht f>ö 7g- Schwimmen- 2 9 8 (S. 4538.) Karneol mit weissen Flecken.
der Fisch. Wol aus 5. 4. J a h r h . Athen.
D e r Käfer ist ziemlich sorgfältig gearbeitet.
2 9 3 (R. 2.) Gelbes Gold. Samml. Campa-
Entkleidete Frau (im Bade) k a u e r n d ; mit
nari 1842 (früher Besitz der Königin H o r t c n s e
der L. zieht sie, mit kokett zierlicher Fmgcr-
Bonaparte).
haltung.ein zwischen den Beinen h e r a b h ä n g e n d e s
Ring aus geflochtenem G o l d d r a h t ; Gewicht T u c h e m p o r : die R. ist vorgestreckt; sie scheint
6,17 g. ' Haies Schild mit schön verziertem einen Beobachter gewahr zu werden. Das
plastischem R a n d e ; innerhalb dessen ist das H a a r scheint unter einer faltigen H a u b e ver-
Bild in flachem Relief in G o l d b l e c h g e p r e s s t : borgen. Grundlinie und Strichrand. Starke
auf einem Stuhle sitzende be- Politur der Gravierung. Wahrscheinlich noch

O
kleidete F r a u nach r.; sie aus dem 5. j a h r h .
senkt den Kopf, der r. A n n
hängt herab, die I. H a n d 2 9 9 ( T . I L 1 3 8 : W . I I , 1729-) Grünlichcr
liegt auf den Knieen, sie Stein, ähnlich d e m sog. Smaragdplasma. Abg.
trägt Chiton und Mantel. Die Winckclmaun, m o n u m e n t i inediti, N o . 1)8; p.
Innenzeichnung ist leider fast <M*). Vgl in Roscher's Lexikon I, Sp. 2 2 0 2 ,
ganz zerstört, da das Relief verdrückt ist. — Z. 12 ff.
Zu vergleichen sind Ringe der gleichen Technik Wahrscheinlich von einem Skarabäus abge-
aus Kertsch wie Antiqu. du Bosph. pl. 18, q. sägt (die Rückseite jetzt durch die Goldfassung
verdeckt). Eine Replik aus Griechenland, von
2 9 4 (R. 126.) Silber. Potcnza.
nur im athenischen Kunsthandel notiert, befindet
Ring mit ovalem Schild ; das Silber ist sehr sich auf einem Skarabäus. A n d e r e Replik (ein
oxydiert. Weiblicher Kopf mit Hals, gerade Karneol) bei Cavlus, rec. d'ant. (>, ,}0, 2. —
von vorn dargestellt. Grossgriechisch. Ein nackter M a n n ( D i o d c m c s ? ) liegt auf einer
2 9 5 (R. 143.) Bronze. Art Bahre mit vier grossen Pfosten (die eherne
D e r Ringbügel fragmentiert. I >vales Schild. K r i p p e - ' ) ; dahinter vier Pferde, von d e n e n
darauf graviert ist: Demeter, Köre oder H c k a t e .
etwas nach I. gewendet, in j e d e r H a n d eine *) Winckelmann giebt hier an, derselbe Stein
kurze b r e n n e n d e Fackel. Rechtes Standbein, sei schon von Gravelle, recueil de pienes gr. (1732)
II, pl. 55 abgebildet; dies ist nicht richtig, denn
das 1. n a c h g e z o g e n ; langer Chiton und um der Gravelle'sche ü t e j n jS[ identisch mit dem bei
die Brust, wie es scheint, ein Fell (•'). Das Cavlus, rec. d'ant. VI, 3b. 2; vgl. p. 111.
Freier Stil 5. 4. Jahrh.

eines d e m M a n n e in die Iirust beisst; 1. eine 3 0 3 (S. 4ö3 R .) Karneol. Kreta. Abg.
Palme, r. ein kleinerer M a n n mit einem Eimer. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzen-
Stil des 5. J a h r h . bilder, Taf. 1 ( 3 , 4 0 ; S. 1 0 1 .
G e z ä u m t e s Pferd, das sich losgerissen hat
3 0 0 ( T . I I , 73 ; W . 111, 21.) K a r n e o l .
u n d frei nach 1. galoppiert. O h n e Strichrand
V o n einem Skarabäus abgesägt (Durch- und o h n e Grundlinie. Arbeit des 5. J a h r h .
b o h r u n g hinten erhalten). — K a d r a u s (unbärtig)
wehrt sich mit d e m Schwerte, gegen die Schlange, 3 0 4 (S. 4643-) Blassbrauner Sard. Samml.
die sich um einen Felsen ringelt, von dessen D e m i d o f l ' 1 8 3 8 . — Abg. Imhoof-Blumer u.
H ö h e Wasser herabrinnt. Zwischen seinen Keller, Thier- u. Pllanzcnbilder, Taf. 1 7 , 2 1 ;
Füssen die umgestürzte H v d r i a . Strichrand. S. 1 0 8 . Abdruck in Cades, impr. g e m m . cl.
Freier Stil des 5. J a h r h . ; die Ausführung hat 15. IJS5-
Verwandtschaft mit der jüngerer italischer Skara- Von einem Skarabäoid abgesägt (Skarabäus
bäcvi, o h n e doch eine Spur von Etruskischem ist wegen der Grösse unwahrscheinlich); Durch-
zu zeigen. Wol eine grossgriechische Arbeit. b o h r u n g auf der Rückseite erhalten. — D a m -
hirsch nach 1., mit gesenktem Kopfe nach Futter
suchend. Ganz leicht a n g e d e u t e t e Grundlinie;
3. Skarabäoide. kein Strichrand. — W u n d e r b a r schöne Arbeit
a. W a h r s c h e i n l i c h A r b e i t e n d e s g r i e c h i s c h e n von der grössten Z a r t h e i t ; ausserordentliche
Mutterlandes. Naturwahrheit der F o r m e n des Thieres. Wol
3 0 1 ( T . 11, 9 4 ; W . 11, 479.) Grünlichweisse gegen E n d e des 5. J a h r h .
durchsichtige Glaspaste. 3 0 5 (S. 4628-) Chalcedon. Mclos.
D e r r u n d e Rücken des Skarabäoids ist ab- Zwei eigenthümlich gestaltete Pfeiler durch
geschliffen, die D u r c h b o h r u n g d u r c h die Fassung ein Band v e r b u n d e n : vielleicht Svmbole der
verdeckt, aber bei der Durchsicht völlig deut- Dioskuren (vgl. die boKCtva Blut, de frat. a m . 1)?
lich. Skylla nach 1. ; weiblicher Oberkörper Sehr zarte und schöne Arbeit wol des 5. J a h r h .
in Chiton, von den Hüften ab in Fischleib Einfache Randlinie.
ü b e r g e h e n d ; v o m wachsen H u n d e v o r d e r t h e i l e
heraus (diese Stelle ist beschädigt). Das H a a r 3 0 6 (S. 4641.) H a r t e r schwarzer Stein von
in einer H a u b e . R. Arm g e r a d e vorgestreckt. matter angegriffener Oberfläche. Tanagra.
N o c h etwas strenger Stil, gleich nach der Mitte Schlanker Dreifuss; Löwenklauen unten an
des 5. J a h r b . ; äusserst v o r n e h m u n d zart. — den Füssen. Abgerieben. L. der Rest einer
Strichrand. — Vgl. den sehr ähnlichen griechi- Inschrift . . AY.
schen (nicht phönikischen !) Bergkristall bei
rerrot-Chipiez, bist, d e l'art I I I , p. 4 4 2 , Fig. 3 1 5. ß. " W a h r s c h e i n l i c h i o n i s c h e A r b e i t e n .
D a s B i l d s t e h t in g r ö s s e r e m f r e i e n
3 0 2 (S.4614.) D u n k e l b r a u n e r Sard. Tanagra. R ä u m e u n d ist d u r c h k e i n e r l e i Rand
— Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. eingefasst. D i e G r a v i e r u n g pflegt n i c h t
s IIU
Pflanzenbilder, Taf. 1 8 , 5 7 ; - - o d e r n u r w e n i g p o l i e r t zu sein.
Stier nach r., auf das r. vordere Knie ge-
3 0 7 (S. 4623.) Leicht bläulicher Chalcedon.
fallen, im Begriffe sich aufzurichten. Feine
Athen. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier-
Randverzierung, aus kleinen Vierecken mit einem
u. Pflanzenbilder, Taf. 17, 2 3 .
P u n k t e darin. H e r v o r r a g e n d schöne und sorg-
fältige, noch ein wenig strenge Arbeit. Die Ein R e h , von einem H u n d e angefallen, der
W a m m e des Stieres ist stark faltig u n d zottig ihm auf den Rücken gesprungen ist u n d in
gebildet, wie m a n c h m a l im älteren Stile. Keller's den Nacken beisst. Das Reh wendet den
A n n a h m e , es sei ein Auerochse dargestellt, ist Kopf u m ; es knickt mit d e m 1. Vorderbein
wol kaum richtig. L. oben ist ein Stück des ein. D e r H u n d hat ein H a l s b a n d . Im Stil
Steines ausgebrochen und damit der Anfang verwandt 2QÖ. 20.7, doch schönere Ausfüh-
einer Inschrift, deren erhaltener Schluss lautet rung. Sorgfältige Arbeit des 5. J a h r h .

\ A 0 $ . . . aboq, wahrscheinlich der N a m e des 3 0 8 (S. 4633.) Leicht bräunlicher Chalcedon.


Künstlers im Genitiv wie bei 159. Der Stil Athen.
wie der F u n d o r t würden zu chalkidischem Ur- Ein Löwe hat von hinten einen Hirsch
sprünge wol passen. Bald nach Mitte des niedergeworfen und beisst in seinen Nacken.
5. [ahrh. Flüchtig. 5. J a h r h .
Griechische Skarabäokh

3 0 9 (S. 4625.1 Bläulicher Chaleedon. Grie- 3 1 7 (S. 4630.) Bergkristall. Samml. Pourtales.
chenland. Mit antikem Bügel von Goldblech. — D e r
Löwe nach 1., beisst in ein kleines mit dem jugendliche Herakles
1. Randstück weggebrochenes Thier. Grundlinie. stützt mit der R. die ff~ ~ "ST"!,,
Keule auf eine kleine lA^T ~^/Jr
3 1 0 (S. 4636.) Chaleedon mit eingespreng-
E r h ö h u n g u n d hält auf 3ä \ . / %
tem gelbem Jaspis. Aus Athen erw. — Abg. der L. den B o g e n ; das *\ l
Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzen-
Löwenfell hängt über \ ^ ß
bilder, Taf. i q , 12.
dem r. A r m e . Binde ^^^_ ^ ^ ^
Stier nach 1., mit gesenktem Kopfe, zum
im kurzen H a a r . Statu-
Stosse bereit. Gut u n d lebendig, wol 4. J a h r b .
arisches Motiv. — 4. J a h r h .
3 1 1 (S. 4624.) Bläulicher Chaleedon. Pc- 3 1 8 (S. 4634.) Chaleedon, wol durch F e u e r
loponncs. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- theilweise weiss und undurchsichtig geworden.
u. Pllanzenbilder, Taf. 2 2 , 1 1 ; S. 1 3 5 . Tegra.
Ein Reiher steht auf einem Fusse und Die Mitte des Bildes ist weggesprengt.
hebt d e n a n d e r n . N a t u n v a h r und lebendig, Erhalten ist der Kopf, die 1. Schulter und die
doch nicht sehr detailliert. ,5. J a h r h . auf die Grundlinie gestützte 1. H a n d eines
nach 1. mit aufgerichtetem • »berkörper liegenden
3 1 2 (S. 4626.) Bläulicher Chaleedon. An- Jünglings. Sehr schöner Kopf. U n t e r der
gebl. aus Olympia. Grundlinie befand sich eine Inschrift, deren
Bekleidete Frau mit H a u b e , nach 1. auf E n d e erhalten ist. SIEI. Sowol Schrift wie
einem Stuhle (c-teppex;) sitzend u n d die Leier Stil weisen den Stein noch ins 5. J a h r h .
spielend. Etwas streng und einfach o h n e feinere
Ausführung. 5. J a h r h . 3 1 9 (S. 4^32.) Chaleedon mit leicht bräun-
lichen Flecken. In Deutschland erw. 1 8 8 7 .
3 1 3 (S. 4629.) Leicht bräunlicher, durch F u n d o r t u n b e k a n n t . Wahrscheinlich identisch
Feuer veränderter und undurchsichtig gewordener mit Coli. AI. Castellani, vente ä R m n c 1 8 8 4 ,
Chaleedon. Kyparissos (Lakonien). No. Q8Q.
Eine Frau mit d e m Mantel um die Beine Eine Frau mit nacktem Oberkörper sitzt
und H a u b e sitzt auf einem Stuhl (biqppoq) auf einer Stufe, hinter der sich eine Stele er-
nach r. und balanciert ein Stäbchen auf dem hebt also ein Denkmal — ; vor ihr steht, den
Zeigefinger der r. H a n d . Wol auch noch r. Fuss auf eine E r h ö h u n g setzend, Nike, eben-
,V J a h r h . oder aus der 1. Hälfte des 4. falls mit nacktem Oberkörper, und ist im Be-
griffe. ihr einen Kranz aufzusetzen. Die Frau
3 1 4 (S. 4631.) Bergkristall. Sparta.
trägt schon einen Kranz von runden Punkten
Eine F r a u mit d e m Mantel um den Unter-
und ihr H a a r fällt lose zu den Seiten h e r a b ;
körper steht nach r. u n d hält in der L. einen
mit der R. zieht sie den Mantel hinter d e m
Spiegel, während sie mit der erhobenen R.
Rücken empor. Man m ö c h t e eine Personi-
an das H a a r greift. Linkes Standbein. Stirne
fikation in ihr vermuthen. — Arbeit des 4. J a h r h .
und r. Fuss beschädigt. Flüchtig. Zeit wie
bei d e m vorigen Stück. 3 2 0 (M. Inv. 8468.) Dunkelrother Jaspis mit
eingesprengtem Chaleedon. Aus Athen erw.
3 1 5 (M. Inv. 8134.) Karneol. Cypern. Schlanke A m p h o r a mit spitzem Deckel.
Entkleidete Frau, am Boden kauernd, im
Ende 5.—4. Jahrh.
Begriffe sich ein G e w a n d überzuwerfen. W a h r -
scheinlich noch 5. J a h r h . 321 ( T . I I I , 292; W . I I , 179.) Grünlich
weisse durchsichtige Glaspaste.
3 1 6 (S. 4635.) Chaleedon mit eingesprengtem F o r m und D u r c h b o h r u n g ganz wie bei den
gelben Jaspis. Kreta. Skarabäoiden von Stein. — Kopf und H a l s
Ein bärtiger Held (Odvsseus?) mit Pilos der Athena ganz von vorne. Helm mit drei
auf d e m Kopf, setzt den r. Fuss auf eine Er- Büschen wie der der Parthenos, doch o h n e
h ö h u n g auf, stützt den r. Ellenbogen auf das Thiere; emporgeschlagene Backenklappen.Breites
Knie und öffnet die r. H a n d , wie eine R e d e volles Gesicht. H a l s b a n d , d a r u n t e r ein grosser
begleitend; Chlamys um den I. U n t e r a r m ; r u n d e r Knopf und A n d e u t u n g des G e w a n d s .
Schwertscheide in der L. 4 . J a h r h . Von der Parthenos beeinllusst. 4. J a h r h .
Freier Stil , - 4 - Jahrh.
32

3 2 2 (M. Inv. 8425.) Grünlich weisse durch- eine Binde und glattes, der a n d e r e etwas ge-
sichtige Glaspaste. Arkadien. sträubtes kurzes H a a r ; 1. ein undeutliches
Bakchantin im Tanzschritt nach i\, das Thier, oben ein Kreuz mit Kreis darüber (aus
T y m p a n o n auf der I. H a n d ; langer Chiton. d e m ägyptischen Henkelkreuz geworden?).
Durch Verwitterung etwas beschädigt. Rand U n t e n die Inschrift A I 0 S K 0 P 0 I . Etwas
von P u n k t e n . Wol noch 5. J a h r h . strenger Stil; um oder gleich nach der Mitte des
5. J a h r h .
3 2 3 (S.4&48.) Weissliche durchsichtige Glas-
paste. TJiurium in Akarnanien. 3 2 g (M. Inv. 8234.) Karneol. Aus Paris
Gelockter Jünglingskopf mit Lorberkranz erw., F u n d o r t u n b e k a n n t .
nach r. ; die Locken reichen bis zum N a c k e n Flachkonvexcr Stein, der
(Apollo?). D e r Kopf ist sehr beschädigt; schöner L ä n g e nach d u r c h b o h r t wie 42ßs^BB3>j£x
T v p u s , mit einem Anflug von S t r e n g e ; wol 328. In späterer, jedoch / j f ° a ~ i ^ S ^ %
5. J a h r h . immer noch guter antiker Im ] |
Zeit ist der Stein in eine v t Jßj
3 2 4 (S. 4649.) Gelblichweisse durchsichtige
Glaspaste. Athen. feste goldene Fingerring- ^Sfev^^-^j!^
Nike (bekleidet) lenkt ein Viergespann nach Fassung gebracht wi irden, in
1.; die vier Pferde sind streng parallel ins Profil der er sich jetzt befindet. — Das Bild ist in
neben einander gestellt, was zu E n d e des drei Plänen a n g e o r d n e t . R. oben sitzt ein
nacktes K n ä b c h c n (TrepiduuaTa, Schnur mit
5. Jahrh. a b k o m m t (vgl. Samml. SabouroffI,
A n m i e t e n , um die Brust) auf d e m B o d e n , fasst
T e x t zu Taf. 2 0 ) .
mit der L. an den Leib, stützt sich mit der
3 2 5 (M. Inv. 8433.) Grünlichweisse durch- R. und sieht zu, wie (auf d e m Mittelplane.
sichtige Glaspaste. durch Grundlinie ausgezeichnet) ein J a g d h u n d
Greif nach r. schreitend. Schöner freier einen Bock verfolgt und ihm ins Bein beisst.
Stil des 5. J a h r h . Vor den O h r e n auf der U n t e n springt ein kleines R e h oder Zicklein
Stirne ein nach vorn g e k r ü m m t e r Aufsatz ; kein und stellt eine G a n s ruhig nach 1. Die Scene
Nackenkamm. spielt offenbar in d e m Wildpark eines Vor-
3 2 6 (S. 4650.) Grünlichweisse durchsichtige n e h m e n (wol in l o n i e n ) . Zeit etwa u m 4 0 0
v. Chr.
Glaspaste. Sparta.
Löwe nach r., der Kopf ist abgebrochen. 3 3 0 (S. 4461.) K a r n e o l . Smyrna. — Abg.
Schön und n a t u r w a h r ; 4. J a h r h . Imhoof-Blumcr u. Keller, Thier- 11. Pllanzen-
3 2 7 (S. 4647.) Grünlichweisse durchsichtige bilder, Taf. 2 2 , 1 8 ; S. 1 3 5 .
Ciaspaste. Paläopolis auf K y t h e r a . D e r Stein hat die Form eines plastisch aus-
Jugendlicher Herakles nach r., unter einem geführten, liegenden Löwen, von trefflicher Aus-
belaubten B a u m e stehend ; er schultert mit der führung; der T y p u s ist von Aegypten becinllusst.
L. die Keule und hält in der R. etwas Un- D e r Länge nach d u r c h b o h r t . Auf der Unter-
deutliches. seite der Plinthe ist graviert: ein reiherartiger
Vi igel (Cormoran nach Keller) beisst in den
Kopf eines Delphins. G u t e Arbeit des 5. J a h r h .
4. A n d e r e F o r m e n mit Durchbohrung.
3 3 1 (S. 4527.) B a n d a c h a t . Griechenland.
3 2 8 (S. 4644.) Karneol. Klcinasien. —
Kleiner d u r c h b o h r t e r Cvlinder, an welchem
Abg. u. bespr. in Roscher's Lexikon I, Sp.
ein Stück der Länge nach zu ebener Fläche
1174. Abdruck Cades, impr. g e m m . cl. I V ,
abgeschnitten ist; darauf ist graviert: eine F r a u ,
F, q4.
welche, sich etwas vorbeugend und d e n Kopf
R u n d e r Stein mit Mach konvexer Bildlläche, herumwerfend, ihre offenen langen H a a r e k ä m m t ;
d u r c h b o h r t ; die Rückseite abgesägt (nur die sie trägt langen Chiton. N o c h etwas strenger
D u r c h b o h r u n g ist noch sichtbar). — Die beiden Stil des 5. J a h r h .
Dioskuren, als K n a b e n gebildet, kniecn sich
gegenüber (jeder auf einer b e s o n d e r e n G r u n d - 3 3 2 (S. 4526.) B a n d a c h a t . Athen. Abg.
linie) und spielen Astragalen; zwei Knöchel, Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pllanzen-
die sie eben geworfen h a b e n , liegen zwischen bilder, Taf. 22,2; S. 134.
ihnen ; sie fassen sich gegenseitig an der r. Dieselbe F o r m wie 3 3 1 ; auf der geraden
Hand. Beide trafen einen M a n t e l ; der 1. hat Fläche ist graviert: ein Kranich auf einem
Griechische Steil 33

Beine stellend, den Schnabel hoch e m p o r h e b e n d . mit aufgenommenem H a a r e , Chlamys im Rücken


Aeusserst lebendig und zart. Gegen E n d e des steht nach r. und hält eine grössere r u n d e
5. J a h r h . Scheibe (Diskos?) mit beiden H ä n d e n ; die
H ä n d e selbst sind abgebrochen. Vielleicht
333(S.4528.) Milchfarbener Chalcedon.GWV-
H y a k i n t h o s . Sicher ist es nicht eine Wieder-
chcnland. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller,
holung des Apollon, wie Curtius wollte, indem
Thicr- u. Pflanzenbilder, Taf. 2 3 , 3 5 ; S. 1 4 3 .
der Jüngling durch die völlig a n d e r e H a a r -
Rechteckiger d u r c h b o h r t e r
tracht deutlich genug von jenem unterschieden
^"V \ Stein mit drei Facetten auf
ist. — d. ein Drcifuss. — Feine Arbeit der
\ j j I dem R ü c k e n ; auf der Unter-
E p o c h e um 4 0 0 .
fläche ist graviert: eine H e u -
schrecke nach 1., sehr lebendig und wahr.
3 3 4 (M. Inv. 8144.) Etwas unreiner leicht
bräunlicher Chalcednn. Atlicn, Uionysostheater.
5. U n d u r c h b o h r t e Ringsteine.
Rechteckiger d u r c h b o h r t e r Stein wie 3 3 3 ,
doch mit fünf Facetten auf dem Rücken ; auf der 338 (T. V I I I , 108.) Schwarzer Jaspis mit
Unterfläche ist graviert: eine auf den Z e h e n - einigen hellen Flecken.
spitzen t a n z e n d e Bakchantin Ein Bi>ck nach r.; noch etwas streng, doch
nach 1., in w e h e n d e m Chi- einfach und flüchtig.
ton, der die 1. Brust frei
lässt, in der E. den T h y r s o s , 3 3 9 (T. V I I I , 53; \Y. V I I , 68.) Karneol.
in der R. ein enlblösstes Abg. Imhoof-Blumeru. Keller, T h i c r - u . rflanzen-
Schwert; S p h c n d o n e im H a a r e . Schöne, aber bil.'ler, Taf. 17, 2 5 .
nicht sehr detaillierte Arbeit der Zeit um 4 0 0 Flachkonvexe Bildlläche. Ein Edelhirsch
v. Chr. sich mit d e m einen Ilinterfusse kratzend.
Lebendig, nicht sehr fein.
3 3 5 (S- 453°-) Grünlich weisse durchsich-
tige Glaspastc. J 'irfci, nach Angabc Ilclbig's 3 4 0 (T. I, 189; W. I I , 956.) Schwarzer Jas-
aus einem Grabe, dessen übriger Inhalt spä- pis. D e r Stein erschien schon 1737 in Ab-
testens auf den Anfang des 4. J a h r h . hinwies. bildung 1 ihne Angabe des Besitzers in Nie.
Form ganz wie 3 3 3 . Weiblicher Kopf mit Galeotti, Franc. Ficoronii g e m m a e antiquae
Hals nach 1.; aufgenommenes H a a r , grosses litleratae aliaeque rariores, Roinae 1 7 3 7 , pars
< »hrgehänge, H a l s k e t t e ; grosses Auge. Im Glas- I I , lab. I L flg. 7. N a c h einem Cades'schen
gusse ist der Rücken der N a s e nicht mitge- A b d r u c k e liess ihn Milani, milo di Filottete
kommen. tav. 2 , 3 1 (vgl. p. 84) abbilden.
3 3 6 ( T . I , 176; W . E 130.) T r ü b e r bräun- Flachkonvexe Bildfläche. — Ein nackter
licher Chalcedon. Abg. Dactvliotheca Stosch- bärtiger Barbar sitzt auf einem Klappstuhl, auf
iana II ( 1 8 0 5 ) , Taf. i q , 130. dem ein T u c h liegt, nach r.; er hält in der
D u r c h b o h r t e r Cylindcr. Stier nach 1. I m L. Bogen u n d Pfeil, die R. hängt h e r a b ; auf
Stile N o . 3 0 0 u. 3 0 8 n a h verwandt; i<misch, gegen dem Kopfe eine h o h e M ü t z e ; in den Nacken
E n d e 5. J a h r h . hängt ein dichter Busch von H a a r e n . Der Bar-
bar ist auch durch die dicke N a s e mit ein-
3 3 7 (S- 453i.) Karneol. Aplirodisias. Abg. gesenkter Wurzel und die huchgezogene Braue
u. bespr. Arch. Zcitg. r S 8 3 , S. 2 5 7 (E. Curtius.) charakterisiert. Sehr kräftiger K ö r p e r b a u , dessen
Länglicher vierkantiger durchbohrter Stein. Muskeln vorzüglich modelliert sind. Hervor-
a. Apollon nach 1. s t e h e n d ; er streckt beide ragend schöne und sorgfältige Arbeit noch
U n t e r a r m e vor; die r. H a n d hält einen Lorber- etwas strengen Stiles; vielleicht indess doch
zweig gesenkt, die L. trägt nicht eine italisch u n d spätere N a c h a h m u n g des alten
flache Schale, sondern einen tiefen Stiles.
Napf, über dessen R a n d etwas R u n d e s
hervorke >mmt, also \v< >1 eine tiefe Frucht- 3 4 1 (T. I, 190; W . I I , 324.) Nicolo.
schüssel. G e d r e h t e steife Locken um- Ein Skythe in H o s e n , Acrmeln, Rock und
geben die Stime und lallen in den skythiseher Mütze galoppiert zu Ross nach 1.;
Nacken. Chlamys im Rücken. — b. Drcifuss; eine Lanze in der R.; unter dem Pferde ein
der obere Theil ist zerstört. — c. Ein Jüngling sich umblickender Steinbock nach r.; G r u n d -
34 Freier Stil 5 . - 4 . Jahrh,

linie und Strirhrand. N o c h etwas streng; auch Ein Reiter sprengt auf eine Felshöhe, das
hier gilt derselbe Zweifel wie bei 3 4 0 . Pferd b ä u m t sich e m p o r ; er wendet sich um.
D e r Kopf und der e r h o b e n e r. Arm sind leider
3 4 2 ( T . I V , 70; W . I I , 1742.) V e r b r a n n t e r
verloren. U n t e r dem Pferdebauch erscheint das
Karneol. E n d e einer Lanze. Chlamys um die Brust
Apollon stützt mit der R. einen grossen geknüpft. Striehrand. Vorzügliche Ausführung;
Lorberstamm auf und hält in der L. Bogen die Bauchmuskulatur verrät noch etwas strengen
und Pfeile. R. Standbein, Blick nach seiner Stil ; 5. J a h r h .
L.; noch ein wenig streng.
3 4 3 (T. I V , 151; W. 11,356-) Sehr klarer 3 4 g (T. IV, 3 4 5 ; W. I I I , 301.) Karneol.
Karneol. (Schlechte) Abbildung bei ( »verbeck, Gallerie
Eine Bakchantin nach r. t a n z e n d , im Chi- her. Bildw. Taf. 2 4 , 1 0 ; vgl. S. 5 7 1 , Nr. 17.
ton, ein schmales T u c h u m die A r m e , in der Philoktct sitzt auf einem Felsen, neben dem
L. ein entblösstes Schwert. K u r z e , aufgelöst sein K ö c h e r und Bogen liegt. Er blickt trauernd
herabfallende H a a r e . E b e n s o stilistisch wie e m p o r und stützt den r. Ellenbogen auf das
gegenständlich verwandt mit N o . 3 3 4 . Knie. D e r 1. Fuss ist verbunden. Verwildertes
H a a r und tiefe hohle Augen angedeutet. Vor-
3 4 4 ( T . I V , 153: W . I I I , 43-) Sehr klarer treffliche Arbeit wol der E p o c h e um 4 0 0 .
Karneol.
Flachkonvexe Bildfläche. - Ein unbär- 3 5 0 (T. I I I , 1080; W. I I , 1581.) Grauer
tiger M a n n , mit Mantel um den U n t e r k ö r p e r , Chalcedon mit leicht gelbbraunem T o n e . W e n i g
sitzt auf einem Felsen nach r. u n d spielt Leier; konvexe Oberlläche. Abg. Gravelle, recueil
vor ihm ein R e h , hinter ihm ein Vogel ( R a b e ? ) de pierres ant. ( 1 7 3 2 ) I I , 2 0 ; F i o i r n n i , le
Eigenthümlicher Kopftypus, der Apollon aus- maschere sceniche e lefigure c<imiche degli antiehi
schliesst; vorne leichte Glatze, nach hinten Romain" ( R o m a 173(1), tav. 1 3 ; p. 57. Natter,
starres kurzes H a a r (ähnlich wie an 3 4 3 ) , traite de la meth. ant. d e graver ( 1 7 5 4 ) , pl.
kurze Stnmpfnasc; wol O r p h e u s , der hierdurch 2 1 , ]). 3 3 . Wieseler, T h e a t e r g e b ä u d e und Denk-
als T h r a k e r charakterisiert wäre? Einfache, mäler des Bühnenwesens, Taf. b , 4 ; S. 4 7 . Vgl.
ziemlich flüchtige Ausführung. Raspe-Tassie, catal. N o . 3O20. Stephani,
C o m p t e rendu 1 8 0 4 , S. 2 3 7 u. A n m . 1.
3 4 5 (M. Inv. 8264.) Aus R o m erw. Ein Choreut des Satyrspiels mit Fellschurz
Ein M ä d c h e n in langem G e w ä n d e u n d um die L e n d e n (doch o h n e Phallos) setzt sich
H a u b e steht mit einer H y d r i a vor einem wie die bärtige Satyrmaske auf. An seiner 1. Schulter
eine Stele mit der A n d e u t u n g einer R ö h r e lehnt der T h y r s o s , um den eine T ä n i e ge-
als M ü n d u n g gebildeten Brunnen*). D e r Kopf schlungen ist. Eine meisterhafte Arbeit wol
zeigt noch einen leisen Rest von Strenge. Auch des 4. J a h r h . ; die Figur ist so gestellt, dass
die T r a c h t weist auf das 5. J a h r h . Der der g e h o b e n e r. Ellenbogen von vorn gesehen
Stein mag indess eine spätere W i e d e r h o l u n g wird, der r. Arm also tief eingearbeitet werden
sein. Vgl. British M u s e u m , catal. of gems m u s s t e ; dass dies mit denselben Werkzeugen
No. 562. geschah, die heute üblich sind, weist N a t t e r
3 4 6 (M. Inv. 8135.) Grauweisser Achat. nach. Bewundernswerth ist auch die Model-
Pcloponncs. lierung des Körpers, besonders des Sägemuskels
Jugendlicher Kopf mit kurzem H a a r und und der Partie über d e m Nabel.
Binde nach r. Sehr flüchtig, doch aus der
3 5 1 (S. 655.) Karneol. Aus A t h e n erw.
Epoche um 400.
Abg. u. bespr. J a h r b . d. arch. Inst. I I I , 1 8 8 8 ,
3 4 7 (S. 4661.) Karneol. Samml. Demidoff. T a f 3 , 7 ; S. 119 ff. (Furtwängler).
K a u e r n d e r schlafender .Negersklave von Eros nach r., im Begriffe den Bogen a b -
vorne. R a n d von durch eine Linie v e r b u n d e n e n zuschiessen. V o r ihm in gerader Richtung die
Punkten. Freier Stil des 5. J a h r h . Inschrift 0 A Y M P 1 0 * welche den KünstlJr be-
3 4 8 ( T . I l , i 0 4 ; W . I I , 970.) Heller Kar- zeichnet. H e r v o r r a g e n d e Arbeit des 4. J a h r h . ;
neol. N ä h e r e s vgl. im J a h r b . a. a. < >.

*) Zur Form des Brunnens vgl. 7.. B. Dumont- 3 5 2 (S. 70.) Karneol. Samml. Vollard 1854.
Chaplain, Ceram. gr. II, 10. Fragment. Erhalten ist der T o r s o des
Griechische St.

G a n v m e d und der 1. Flügel des Adlers, der eine fliegende Nike. Ganz wie auf den Münzen
ihn e m p o r t r ä g t ; auch ein Stück vom Bauche von Neapulis. Grossgriechisch, 4. J a h r h .
des Adlers u n d die Kralle an der r. Hüfte
des G a n v m e d ist noch zu sehen. Ganvmed 3 5 7 (S. 4664.) Chalcedon. Koiistantinopcl.
ist o h n e G e w a n d , er w a n d t e den Kopf und Samml. Pourtales. Abg. I m h o o f - B l u m e r u.
ebenso den 1. A r m empor. Ganz vorzügliche Keller, Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 1 9 , 2 4 ;
Arbeit des 4. Jahrb., d e m Steine des (llvmpios S. 1 IQ.
zunächst verwandt (sowol in der Modellierung Flachkonvexe Bildfläche. - - Eine K u h ,
des K ö r p e r s als namentlich in der Bildung des nach r. schreitend; sehr naturwahr. Vorzüg-
Flügels. liche Arbeit.

3 5 3 (T. V I I I , 196; \Y. V I I , IÜO.) Karneol. 3 5 8 (T. V I I I , 174: \Y. 1, 20.) Chalcedon.
Abg. Imhoof-Blumeru. Keller, Thier-11. ITIanzen- Ein Falk steht auf einem Beine, und wendet
bilder, Taf. 2 2 , 6 ; S. 134. Vgl. Stephani, den Kopf u m ; er wird vom Rücken gesehen.
C'ompte rendu 1 8 0 5 , S. QQ Anm. 1. Eigenthümliehe prachtvolle griechische Arbeit.
Ein Reiher läuft auf eine Schlange los. Das Gefieder ist nicht mit dem R a d e , sondern
Vorzügliche Arbeit, dein Stil des < >Ivmpios ver- mit der Graviernadel flach eingeritzt, so dass
wandt. es im A b d r u c k e kaum sichtbar ist.

3 5 4 (T. I I . 9 3 ; W. 11,456.) Braunrother 3 5 g (T. IV, 419: \Y. I I I , 178.) Karneol von
Sard. Abg. Gravelle, pierrcs gravees I I , 3 3 . schrmster Klarheit und Farbe. Erw. Stephani,
Triton mit in der R. e r h o b e n e m Dreizack, C o m p t e rendu 1SO4, S. 7 1 , Anm. o.
in der L. Steuerruder. Unbärtig, wirres Haar. Ein Greif steht rittlings über einem nieder-
Von den Hüften ab geht er in zwei Fischleiber geworfenen Hirsch und beisst ihm in den Hals.
über. Unten zwei Delphine. Strichrand. H e r - Der Greif hat Adlersdniabel und spitze O h r e n ,
vorragend 'schrnie Arbeit, etwa um Alexanders (loch auf d e m Nacken eine löwenartige M ä h n e
Zeit. und in der Mitte zwischen den ( Ihren, wie es
scheint, ein H ö r n . Eine meisterhafte griechische
355 (T. I I I , 938; \Y. I I . 1437.) Xi.'olo.
Arbeit wol des 4. J a h r h .
Abg. MüllerAYieseler, D e n k m . a. Kunst, Taf.
30,451. Vgl. Welcher im Rhein. Museum 3 6 0 (T. II 87; W. V I I , 52.) Karneol. Abg.
1Ö3«), S. O o i . Imhoof-Blumer u. Keller, Thier- u. Pflanzen-
Ein geflügelter Jüngling mit kurzen »ich bilder, Taf. 15. 1)2; S. 1)7. Vgl. Keller, Thiere
etwas sträubenden H a a r e n (nicht Strahlen um des klass. Alterthums S. 100 Anm. 3 0 .
den Kopf, also auch nicht Helios !| hält in der Flach konvexe Bildfläche. Zwei H u n d e
R. halb erhoben etwas, das wahrscheinlich ein 1 ider Wölfe zerfleischen einen auf den Rücken
Blitz sein soll; doch ist dies nicht über allen gefallenen Esel. Strichrand.
Zweifel deutlich. Er legt die L. auf die Schulter
eines zu seiner L. s t e h e n d e n , fast nur halb so 3 6 1 (T. I I , 86; W. I I I . 167.) Karneol.
gross, aber gleich erwachsen gebildeten Jüng- Zwei geflügelte Pferde neben e i n a n d e r ; das
lings mit kurzem H a a r e , darin ein Blumenkranz eine streckt wiehernd den Kopf vor. Es sind
liegt; derselbe hält in der L. einen längeren nur zwei Flügel angegeben, doch offenbar beide
oben verdickten Stab, der wol ein T h y r s o s T h i e r e geflügelt gedacht. Strichrand. Sehr
sein soll; von d e m 1. U n t e r a r m e h e r a b hängt lebendige Arbeit.
eine breite T ä n i e , die um den Arm gewickelt
ist, wie bei Siegern zuweilen; in der gesenkten 3 6 2 (T. I I , 85; W. V I I , 132.1 Sehr klarer
R. hält er etwas nicht ganz deutliches : sicher Karneol. Abg. Imhoof-Blumer u. Keller, Thier-
ist es keine T r a u b e , wahrscheinlich ein Blumen- u. PHanzcnbilder, Taf. 2^, 4 7 ; S. 144.
kranz. Vielleicht Alkibiades unter d e m Schutze Eine Sandwespe. Strichrand.
seines blitztragenden Eros, eine Komposition
im Geiste des Aristophon ? Ausgezeichnete 3 6 3 ( T . V I I I , 2 1 ; \V. V I I , 71.) Karneol.
Arbeit, kaum jünger als die erste Hälfte des Abg. I m h o o f - B l u m e r u . K e l l e r , T h i e r - u . Pflanzen-
4. J a h r h . bilder, Taf. 14, ^,2 : S. S7.
Ein Löwe (ohne M ä h n e ) oder P a n t h e r
3 5 6 (T. IV, 4; \Y. I I I , 70.J Schwarzer Jaspis. (ohne Flecken) beisst einem gestürzten D a m -
Achcloos (Stier mit Menschenkopf), darüber hirsch ins Genick. Sehr flüchtig.
36 Freier Stil 5. - 4 . Jahih.

3 6 4 ( T . I V , 420; W. V I I , 218.) Dunkler Greif, einen niedergestürzten Damhirsch in


S a r d o n y x mit schmalem, weissem Qucrstreif. den Nacken beissend. D e r Greif hat den
Abg. Imhoc if-Blumer 11. Keller, T h i e r - u . I'ilanzcn- Z a c k e n k a m m vom Kopfe den Hals h e r a b . Sehr
bilder, Taf. 2 5 , 61 ; S. 1 5 4 . Erw. Stephani, lebendig u n d schön.
C o m p t e rendu 1 8 0 4 , S. 7 I ; A n m . y.

II. Italische Arbeiten


1. Fingerringe. Sorgfältig gearbeiteter Käfer (der K o p f punk-
tiert ; u n t e n S t a b o r n a m e n t - R a n d ) . — Der j u g e n d -
3 6 5 (R. 2.) Gelbes Gold. Samml. C a m p a -
liche H e r a k l e s sitzt auf einem Felsen nach r.
nari 1 8 4 3 , frühe1' Bischof von Lichfield.
und stützt ermattet d e n Kopf in die 1. H a n d ;
Fingerring mit einfachem, gleiehmässig r u n d e m
die R. berührt die Keule. Vor ihm rinnt
Bügel und ovalem Schild von Goldblech, darauf
von einem Felsen Wasser herab. Vorzügliche
in Relief gepresst eine k n i e e n d e Figur erscheint,
etruskische Arbeit des freieren weicheren Stiles.
welche die A r m e über den Kopf e r h e b t ; wahr-
scheinlich ist ein Silen gemeint. Ziemlich roh. 3 6 8 (M. Inv. 8257.) Karneol. Aus R o m
Etruskisch. erw. 1 8 9 2 .
3 6 6 (R. 29.) Gold mit einem Ringstein von A m u n t e r e n R a n d e des Käfers ein Band
Sardc myx.In Florenz erw. 1844,als \mPcrugiage- von gekreuzten Linien. — Silen kauert auf
funden. Abg. Arch. Zeitg. 1 8 8 1 , S. 10 ( E . Curtius). zwei horizontal auf dem unten angedeuteten
Der goldene Ringbügel, eine gute etrus- Wasser s c h w i m m e n d e n , mit den Hälsen ver-
kische Arbeit, hat die Gestalt von zwei D ä m o n e n , b u n d e n e n A m p h o r e n ; er hat auf ihnen einen
die von deir Hüften a b in j e zwei ineinander M a s t b a u m aufgesteckt u n d ist im Begriffe, an
geschlungene Schlangenleiber ausgehen ; letztere diesem ein Segel zu befestigen, dessen obere
Schnüre er in den H ä n d e n hält, w ä h r e n d er die
unteren mit dein 1. Fusse an d e m Mastbaum
festzuhalten scheint. Treffliche Arbeit des
freien Stiles; der Silen hat v< >rne eine Glatze,
spitze Ohren und Schwanz.

3 6 9 (T. I I , (.6; W. I I , 1768.) Karneol. Abg.


Winekelmann, m o n u m e n t i inediti, N o . 7 0 ; p.
e n d e n in Schlangenköpfe. An den Hüften 04. N o v u s thesaurus g e m m a r u m , R o m a e apuil
zwei Flügel; Kopftypus silenartig, alterthümlich. Monald. 1 7 8 3 , I I , lab. y 1. Vgl. Raspe, catal.
Mit beiden ovalen A r m e n stützen sie den ovalen Tassie g l 8 t ) . Köhler, gesamm. Schriften V,
Kasten, der den Ringstein enthält. O b dieser ur- 5. i ö q , N o . 17.
sprünglich zugehört, ist, obwol er gut hereinpasst, Von einem Skarabäus abgesägt (Rest der
zweifelhaft. Die schöne tiefe Gravierung eher Durchbohrung erhalten). D e r jugendliche
griechischer als etruskischer Arbeit, nicht vor das Herakles (nackt, die Keule zwischen den Beinen)
4. J a h r h . gehörig, zeigt einen liegenden Greif, steht, den Überkörper vorbeugend, vor einem
in dessen Seite ein Löwe sich einbeisst. Luterion und scheint mit beiden H ä n d e n einen
Schwamm (?) auszudrücken, um sich damit zu
2. S k a r a b ä e n * ) . waschen.

3 6 7 (AI. Inv. 825b.) Karneol. Aus R o m 3 7 0 (S. 4575.) Karneol. Samml. G e r h a r d .


erw. 1 8 0 2 . Erw. in Roscher's Lexikon I, Sp. A b d r u c k in den Impr. dell'Inst. 3 , 4 4 .
JMÖO, Z. 3 8 , nach einem Abdruck. Ein nackter Jüngling sitzt auf einem Felsen
*) Strichrand um das Bild, wenn nichts anderes nach r. und hält mit beiden H ä n d e n ein G e -
angegeben ist. fäss. Hinter ihm ringelt sich eine Sehlange
Italische Fingerringe und Skarabi

empor. Nach G e r h a r d Polyplicni mit d e m von 3 7 6 (S. 4600.) Karneol.


(»dysseus erhaltenen Berlier. F r a g m e n t ; nur die eine Hälfte des Skara-
bäus erhalten. Am unteren R a n d e des Käfers
3 7 1 (T. 1 1 , 5 9 ; W. 11,407.) Karneol. Abg. striekförmiges B a n d . — Ein Jüngling beugt sich
Panofka, A b h a n d l u n g e n der Berliner Akademie vor und ist im Begriffe, mit der R. einen H e l m
183c), Taf. I, 1 zu S. i q . Imhoof-Blumer 11. korinthischer F o r m aufzuheben. Sorgfältig, noch
Keller, Thier- u. Pflanzenbilder, Taf. 2 0 , 3 3 ; etwas streng.
S. 158.
Von einem Skarabäus abgesägt (Rest der 3 7 7 (S. 4598.) Karneol. Samml. G e r h a r d .
D u r c h b o h r u n g e r h a l t e n ) ; der einst v o r h a n d e n e Abg. Micali, m o n u m . inediti Taf. 5 4 , 7. A b -
Strichrand ist (bis auf geringe Spuren) durch druck in den l m p r . deil'Inst. 3 , 5 I.
Abschleifen beseitigt. — H e r m e s (mit Petasos Auf d e m K ö r p e r eines H a h n s (der H a h n e n -
und Chlamys, unbärtig) ist im Begriffe, sich vor- schwanz ist aus R a u m z w a n g etwas klein, aber
beugend, einen menschlichen Kupf auf Ilal.s deutlich) sitzt der nackte ( Iberkörpcr eines
und K ö r p e r eines Schwans zurechtzusetzen M ä d c h e n s mit Rückenflügeln und H a a r k n o t e n ,
(er fasst ihn am Kinn und Oberkopf). Der das ein Schwert (mit sehr langem Griffe) trägt.
Vogel mit Menschenkopf soll vielleicht eine
3 7 8 (S. 4599-) Verbrannter quergestreifter
Psyche, ein Eidolon b e d e u t e n . In den l m p r .
Sardonyx. Samml. C a m p a n a r i .
deil'Inst. V, 13 befindet sich ein Abdruck,
Längliche Käferfonn; der obere Theil ver-
der nach Bull. deil'Inst. 183c), p . 101 von
letzt. Eine geflügelte bekleidete Frau hält
einem Karneol-Skarabäus der Samml. Vidoni
eine K i t h a r a ; unten ein T h y m i a l e r i o n .
g e n o m m e n ist; derselbe nitiss indess auf unseren
Stein zurückgehen (er ist vollständig identisch 3 7 9 (S. 4602.) Karneol. Samml. Fried-
mit letzterem und zeigt sogar die leichte Spur länder.
des abgeschliffenen Strichrandes). Dagegen Längliche Käferform. Eine bekleidete
ist in den l m p r . V, 12 eine Variante, wo H e r m e s Frau, in der R. einen Zweig mit runden
ein Stäbchen in der R. führt. Früchten (Apfelzweig?), auf der L. eine Schale
mit Aepfeln; vor ihr ein Altar, d a n e b e n ein
3 7 2 ( T . I I , 52.) Karneol.
Hirsch. N e m e s i s ? (vgl. Samml. Jabouroff, I,
Ein Jüngling mit vorgebeugtem Oberkörper, Vasen, Ein!. S. 10).
Haltere in den H ä n d e n . Der Kopf roh, fast
nur mit dem Rundperl angegeben. 3 8 0 ( T . II, 21.) Bandachat.
Längliche Käferform. Ein schwimmen-
3 7 3 ( T . II, 0 1 ; W . I I , 1269.) Karneol. der Fisch.
Ein M a n n sitzt auf einem Klappstuhl nach
3 8 1 ( T . I I , 58.) Bandachat.
1. ( U n t e r k ö r p e r im Mantel) und spielt Leier.
Kleiner rundlicher Käfer. Unbärtiger H e r m e s -
Flüchtig, Kopf mit Rundperl.
Kopf mit Tetasos nach 1.
3 7 4 ( T . I I , 5 3 ; W . I I , 1845.) Karneol. Abg.
Panofka, G e m m e n mit Inschriften ( A b b . d.
3. A n h a n g : I t a l i s c h e W e r k e ( S t e i n e u n d
Berl. Akad., 1851), Taf. 2 , 3 4 ; S. 7 3 . Lanzi,
Glaspasten) strengeren Stiles, w e l c h e sich
saggio di lingua etr. I I , p . 140. -law 8, f. 2.
an den etruskischen Skarabäen-Stil an-
Vgl. Fabretti, corpus inscr. ital. 3 0 7 .
s c h l i e s s e n , j e d o c h in j ü n g e r e Z e i t h e r a b -
Ein auf einen Stock gelehnter Mann im
gehen.
Mantel hält in der L. etwas Undeutliches, ver-
muthlich Eingeweide, und deutet mit der R. (Die F o r m ist, wo nichts anderes angegeben,
darauf. H i n t e r ihm steht J/TFI VI • Flüchtig, die flacher Ringsteine.)*)
mit viel A n w e n d u n g des R u n d p e r l . Ulme 3 8 2 (S. 4694) Quergestreifter Sardonyx.
Strichrand. Samml. r a n o f k a .
Fragment (der obere Theil fehlt). Herakles
3 7 5 (S- 4594.) Smaragdplasma. Samml. Le
nach r., den Bogen in der L., die Keule in
Turq.
der R. gesenkt. Strichrand.
Kleiner Skarabäus. Ein Held ( K a p a n e u s ? )
im Helm ist ins 1. Knie g e s u n k e n ; er erhebt
*) Die Anordnung der einzelnen Stiicke geht zu-
den Schild mit der R. und hält das Schwert nächst von den Motiven aus; innerhalb dieses Rahmens
in der L. Hinter ihm eine Leiter. ist sie gegenständlich.
38 Italische Ringsteine und Pasten

3 8 3 (M. Inv. 8137.) Braune Taste mit u n d Erhaltung auf d e m Skarahäus bei Cades,
weissem Querstreif. cl. I, L 8 5 .
Herakles nach 1. s t e h e n d , den Bogen in 3 9 2 (T. I I , 172; W . I V , 103.) Querge-
der R., die L. auf die K e u l e stützend. Strich- streifter Sardonyx.
rand. Ein bärtiger M a n n in Chlamys hält vor-
3 8 4 (S. 1723a.) R o t h e r Jaspis. Samml. gebeugt ein Täfelchen, um die Weissagungen
Gerhard. aufzuzeichnen, welche ein vor ihm aus der
Herakles, wie es scheint bärtig, nackt, in E r d e t a u c h e n d e r Kopf, der auf einem H e r m e n -
der e r h o b e n e n R. die Keule, steht ruhig u n d schaft zu sitzen scheint, mit geöffnetem M u n d e
hält ein Ross (des D i o m e d e s ? ) am Zügel, das (singend) verkündet.
den Kopf emporreisst. Sorgfältig \ielku-ht 3 9 3 (S. 4700.) Violette Paste.
gr< issgriechische Arbeit. Ein Jüngling in Chlamys hält vorgebeugt
3 8 5 ( T . I V , 62; W . I I , 1718.) Karneol. ein Täfelchen, auf welchem er mit einem
D e r jugendliche Herakles von vorne, in Griffel die W a h r s a g u n g e n aufschreibt, welche
der L. Bogen und Pfeil, in der R. die K e u l e ; ein aus der E r d e t a u c h e n d e r jugendlicher
Fell auf d e m 1. A r m e ; der Kopf im Profil. Kopf, auf dessen Scheitel Erdschollen ange-
Sorgfältig. d e u t e t sind, verkündet. Strichrand.

3 8 6 ( T . I I , 136; W . I I , 1700.) Karneol. 3 9 4 ( T . I L 1 7 1 ; W . I V , 115.) Violette Paste.


Erw. in Roscher's Lexikon I, Sp. 2223, Z. 5 0 Ebenso.
nach d e m A b d r u c k e bei C a d e s cl. 3 A 1 1 7 . 3 9 5 (S.47°2.) G e l b b r a u n e Paste. Samml. d e
Herakles, jugendlich, nackt, reisst den Montigny.
Löwen am Kopfe aus seiner H ö h l e heraus. Ebenso.
Die Keule unten. Vorzügliche Arbeit, ver-
3 9 6 (S. 2O33.) Violette Paste.
wandt der des Skarahäus 3 0 7 ; die Anstrengung
Ebenso.
in den g e s p a n n t e n Muskeln ist vortrefflich
wiedergegeben. 3 9 7 (S. 4701.) Braune Paste.
E b e n s o ; n u r fehlen die Erdschollen.
3 8 7 ( T . I I , i 4 4 ; W . 111,71.) K a r n e o l .
T h e s e u s hebt, sich vorbeugend, d e n Fels- 3 9 8 (S. 2634.) Braune Paste.
block auf, unter d e m seines Vaters Schwert Ebenso.
liegt. Strichrand. Aehnlicher Stil wie 3 8 6 ,
3 9 9 (S. 4703.) Violette Paste.
doch geringere Ausführung.
E b e n s o ; doch fehlt der Kopf ganz.
3 8 8 (S. 4711.) Braune Paste. 4 0 0 (S. 2563.) Braune Paste mit hellblauem
T h e s e u s den Fels a u f h e b e n d . Strichrand. Querstreif.
Aelmlich s t e h e n d e männliche Figur im
3 8 g (S. 4712.) Violette Paste mit weissem
Mantel, kein K o p f unten. Strichrand.
Querstreif.
Desgl.; geringer. 4 0 1 (S. 4O74.) Braune Paste.
Ein bärtiger Mann in Chlamys, vorgebeugt,
3 9 0 ( T . I V , 170; W . I I I , 72.) Braune Paste mit erstaunter H a n d b e w e g u n g vor einem auf-
mit weissem Querstreif. t a u c h e n d e n Kopfe, über d e m E r d e oder Fels
Desgl. angedeutet ist. Weniger streng als 3 9 2 ff.
3 9 1 (S. 47°4-) Braune Paste. Samml.
4 0 2 (S. 4073.) Braune Paste; Samml. U h d e n .
Panofka.
Ein M a n n im Mantel, ein Scepter in der
Die mit dem Oberkörper aus der E r d e
R., lieht staunend die L. wegen des vor ihm
auftauchende bekleidete Kora hält in der oben
auftauchenden K< >pfes.
aus d e m Mantel h e r a u s k o m m e n d e n Rechten
eine lange A e h r e . Vor ihr steht, sich vor- 4 0 3 (S. 4601.) Quergestreifter Sardonyx.
beugend, die R. nach der A e h r e ausstreckend, Samml. G e r h a r d .
ein Jüngling in C h l a m y s ; er hat letztere über Ein bärtiger Mann im Mantel deutet mit
den 1. Arm gehängt, wie um die K ö r n e r in einem Stäbchen auf den vor ihm an der E r d e
d e n Bausch zu sammeln und daraus zu säen. befindlichen menschlichen bärtigen Kopf. Strich-
Dieselbe Darstellung in besserer Ausführung rand.
an den Skarabäenstil anschliessend. 39

4 0 4 ( T . I I I , 14S6; \Y. I V , 106.) Nicoin. 4 1 7 (T. I I , 178; W. I V , 125.) Brauner Sard.


E b e n s o ; der Kopf ist unbärtig. Ein L a n d m a n n , auf den Stab gestützt,
deutet mit der R. auf einen am Boden liegen-
4 0 5 ( T . I I I , 1487; W . I V , 10S.) Karneol.
den Todtenkopf, w ä h r e n d er den Kopf nach
Ein Mann im Mantel deutet mit einem seiner R. u m w e n d e t . Strichrand.
Stäbchen auf einen aus der E r d e t a u c h e n d e n
Kopf und erläutert seine Weissagungen: zwei 4 1 8 (S. 1779.) Braune r a s t e .
eingehüllte M ä n n e r schauen aufmerksam zu- Ein L a n d m a n n , P e d u m unter dem 1. A r m e ,
hörend auf den Kopf h e r a b . findet unter einem B a u m e ein K n ä b c h e n ; er
beugt sich zu ihm h e r a b u n d streckt ihm die
4 0 6 (S. 2632.) Gelbe Paste mit weissem Quer- A r m e entgegen. Wol eher Tages und der er-
streif. staunte L a n d m a n n , als (Jedipus.
Ebenso.
4 1 9 (T. I V , 10; W . IV, 2.) Dunkelbraune
4 0 7 (M. Inv. 8137, 14.) Braune Paste. — Paste.
Samml. Besgau. Ebenso.
Ebenso.
4 2 0 (S. 1781.) Violette Paste mit weissem
4 0 8 ( T . V, 65; W . I V , 109.) G r ü n e Taste. Querstreif.
E b e n s o ; nur fehlt der Kopf unten. Ebenso.
4 0 9 ( T . I I I , 1488; W . IV, 107.) Karneol. 4 2 1 (S. 17S0.) Braune Paste.
Der erklärende M a n n im Mantel wie auf Ebenso.
4 0 5 ; unten bärtiger menschlicher Kopf; gegen-
4 2 2 t,S. 1782.) Braune Paste.
über ein L a n d m a n n in kurzem Rock mit ge- Ebenso.
krümmtem Pedum.
4 2 3 (S. 1785.) Braune Paste.
4 1 0 (S. 2631.) Braune Paste. Ebenso.
Zwei bärtige Landleute in kurzen Röcken,
4 2 4 (S. 1784.) Braune Paste.
auf ihre Stäbe gestützt; zwischen ihnen unten
D a s Kind kniet und fasst mit der L. die
auf der E r d e ein menschlicher Kopf.
R. des L a n d m a n n s ; Obertbcil abgebrochen.
4 1 1 (T. V, 9 1 ; W . IV, 173.) Schwarze Paste.
4 2 5 (S. 1783.) Braune Taste.
Flachkonvex. — Ebenso, doch ist der Kopf
D a s Motiv des L a n d m a n n s zeigt ganz
auf der E r d e ein T o d t c n s c h ä d e l . freien Stil o h n e das G e b u n d e n e der vorigen
4 1 2 (S. 2628.) Violette Paste. Samml. Stücke; er streckt den Arm nach dem K i n d e
Panofka. aus. Der Baum fehlt.
Ein bärtiger L a n d m a n n in kurzem Rock, 4 2 6 (S. 1776.) Braune Paste mit weissem
im 1. A r m e ein Schäfchen oder Zicklein tragend, Querstreif. Samml. Ululcn.
betrachtet, auf seinen Stock gestützt, einen D e r L a n d m a n n in der g e b u n d e n e n Bein-
vor ihm auf der E r d e unterhalb eines Baumes stellung wie 418IT., doch nicht vorgebeugt,
liegenden Kopf (oder Schädel?). nur auf seinen Stock gestützt; unten das die
A r m e cmporstreckcndc Kind unter einem
4 1 3 (S. 2629.) Braune Paste.
Baume.
Ebenso.
4 2 7 (S. 1777.) Gelbe Paste mit weissem
4 1 4 (S. 2624.) Schwarze Paste mit weissem
Querstreif. Samml. U h d e n .
Querstreif.
Ebenso.
Ein L a n d m a n n , mit beiden H ä n d e n auf
seinen Stab gestützt, betrachtet einen am Boden 4 2 8 (S. 1778.) Braune Paste. Samml. Panofka.
liegenden Todtenkopf, über d e m ein Schmetter- E b e n s o ; hinter dem K i n d e erhebt sich
ling fliegt. ein Fels, auf d e m ein Vogel sitzt.
4 1 5 (S. 2627.) Gelbe Paste. 4 2 9 (S. 1787.) Braune und blaue Paste.
L a n d m a n n vor einem unter einem Baum Zwei Landleute, auf ihre Stäbe gestützt,
liegenden T o d t c n s c h ä d e l . zwischen ihnen ein Baum und unten das K i n d .
4 1 6 (S. 2020.) Gelbe Paste. 4 3 0 (S. 1787a.) Blaue Paste.
Desgl. Ebenso.
4Q Italische Ringsteiue und Pasten

4 3 1 (S. 1788.) Blaue Paste. 4 4 2 (T. I I I , 892; W . I L 4 1 2 . ) Gelbe Paste


E b e n s o ; der Obertheil fehlt. mit weissem Querstreif. Erw. Stephani, C o m p t e
4 3 2 (S. 1787b.) Violette Paste mit weissem rendu i S b i , S. 7O, A n m . 10.
Querstreif, F r a g m e n t . Ebenso; doch ist der M a n n o h n e Chlamys.
Desgi., n u r Obertheil erhalten; der M a n n 4 4 3 (S. 4705-) Violette Paste.
1. mit Schaffell u n d P c d u m (Hirt), der r. mit E b e n s o ; sehr enrrodiert; der Mann hat
flachem H u t . Chlamys.
4 3 3 (S- 1788a.) G r ü n e Paste mit blauem 4 4 4 (S. 4666.) Brauner S a r d o n y x .
und weissem Querstreif. Ein unbärtiger M a n n mit Chlamvs (strenge
Drei L a n d l e u t e , zwei nach r., einer nach Beinstellung) zieht eine menschliche Figur am
1., u m s t e h e n das an der E r d e befindliche K i n d . r. A r m e m p o r ; dieselbe ist unvollständig und
4 3 4 (S. 1788 b.) B r a u n e Paste. besteht nur aus Kopf, Oberleib u n d r. A r m ;
Ebenso. unter ihr sind drei Stützen angedeutet. Pro-
m e t h e u s ? Vgl. Cades, impr. cl. II E 32 34.
4 3 5 (S- 2 I 7 ° - ) B r a u n e u n d blaue Paste mit
weissem Querstreif. 4 4 5 (S. 4667.) Quergestreifter S a r d o n y x .
Drei L a n d l c u t e , ganz wie die von 4 3 3 , Samml. Panofka.
mit derselben d e m g e b u n d e n e n Skarabäenstil Aehnlich; der unbärtige M a n n hat ein
entsprechenden Beinstellung, umstellen die Sceptcr (oben mit K n o p f ) in der L.; seine
Wölfin mit Rnmulus und Renuis. Hinten ein Beinstellung ist nicht m e h r die strenge; wieder
Baum. drei Stützen unter der menschlichen Figur.
Strichrand.
4 3 6 (S. 2171.) B r a u n e Paste.
Ebenso. 4 4 6 (S. 4065.) V e r b r a n n t e r Karneol. Samml.
Gerhard.
4 3 7 ( T . V , 8 s : W . I V , 141.)
Schwach konvexe Bildfläche. — Aehnlich;
Ebenso.
der Mann ist bartig (freie Beinstellung wie au
4 3 8 ( T . 8 4 ; W. I V , 140.) Braune Paste. 4 4 3 ) ; er ist im Begriffe, an den menschlichen
Ebenso. T o r s o (keine Stützen unten) einen Arm zu
4 3 9 ( T . I I , I I 6 ; W. H,4io.) Dunkelbrauner setzen.
S a n i . Abg. Raspe, catal. Tassie pl. 3 0 , 2 4 0 0 . 4 4 7 (S. 4670.) Violette Paste. Samml. U h d e n .
Müller-Wiesclcr, D e n k m . a. Kunst 11, Taf. 3 0 , Ebenso.
13.Mi. Vgl. in R o s c h c r ' s Lexikon J, Sp. 2 4 0 6 .
4 4 8 (S. 4G68.) Violette Paste. Samml.
'/! 6 2 .
Panofka.
H e r m e s , bärtig, mit Chlamys u n d Kcrykeion
Ebenso.
(daran Flügel) vorgebeugt vor einem am Boden
befindlichen menschlichen unbärtigen Kopf, der 4 4 9 (S. 4672.) Braune Paste mit weissem
emporblickt u n d den M u n d öffnet. Strichrand. Querstreif.
Flauer Stil. Vgl. Cades. impr. gemm. I L , 77 ff. E b e n s o ; der M a n n hat das Scepter wie
an 4 4 5 .
4 4 0 ( T . 1 1 , 1 1 7 ; W . 11,411.) D u n k e l b r a u n e r
S a n i . Abg. Raspe, catal. Tassie pl. 3 0 , 2 4 0 2 . 4 5 0 (S. 1966 b.) Braune Paste.
Erw. Stephani, C o m p t e rendu 1SO1, S. 7 6 , Aehnlich, o h n e Scepter; fragmentiert.
Aura. 10. 4 5 1 (T. I I I , 40; W . 111,6.) Helle bläulich-
D e r unbärtige H e r m e s mit Chlamys und weissc durchsichtige Paste.
Kcrykeion (daran Flügel) fasst, sich vorbeugend, D e r M a n n mit Chlamys ( P r o m e t h e u s ? ) ist
die R. eines mit Kopf und Brust aus der unbärtig; ein menschlicher T o r s o mit halben
Erde v o r k o m m e n d e n Mannes, um ihn empor- O b e r a r m e n und Oberschenkeln steht vor ihm
zuziehen. Strichrand. auf einer altarähnlichen Basis; er berührt sie
mit beiden H ä n d e n , mit der einen a m Kopf,
4 4 1 (S. 4684.) Quergestreifter S a r d o n y x .
mit der a n d e r e n in der Schamgegend. Guter
Samml. G e r h a r d .
strenger Stil.
Ein imbärtiger M a n n in Chlamys hilft einem
mit dem Oberkörper aus der E r d e e m p o r - 4 5 2 (S. 4671.) Violette Paste. Samml. U h d e n .
k o m m e n d e n Menschen, indem er ihn an der Die gleiche Darstellung; der M a n n ist
R. emporzieht. Strichrand. Guter strenger Stil. bärtig. Strichrand.
ilen Skaiabaenstil anschliessend. 41

4 5 3 (T. I I , 130; W . I I I 5.) Violette Paste. 4 6 3 (S. 1970.) Braune Paste.


Ebenso. Ebenso.
4 5 4 (S- 4669.) Violette Paste. 4 6 4 (S. 1973.) Blaue Paste.
Ebenso. Ebenso.
4 5 5 (M. Inv. 8137, 154.) Violette Paste. 4 6 5 (S. 1974.) Den Nicolo nachahmende
Samml. Bergau. Paste.
E b e n s o ; die Basis, auf welcher der T o r s o Ebensc 1.
steht, ist sehr niedrig; der T o r s o ist auch bärtig, 4 6 6 (S. 1972.) Violette Paste.
4 5 6 (T. I I , 128; W. III, 6.) Quergestreifter E b e n s o ; der Held beugt sich stärker h e r a b .
Sardonyx. 4 6 7 (S. 1972a.) Vii ilettePaste. Samml. U h d e n .
Bärtiger Mann in Chlamys (Prometheus?), Desgl.; Strichrand.
mit beiden H ä n d e n an einem menschlichen
4 6 8 (S. 4681.) Karneol. Samml. Campanari.
T o r s o beschäftigt, unter welchem sich eine
Flüchtig u n d r o h ; mit viel A n w e n d u n g des
d ü n n e Stütze befindet. Mit der einen oberen
Rundperl. Ein Mann setzt den r. Fuss auf
Ecke des Steines ist der Kopf des Torsos ab-
etwas Undeutliches (Hinterschenkel eines Thiers?)
gebrochen, von d e m aber ein Rest erhalten ist.
und hält etwas Undeutliches in der R.; Chla-
Prometheus scheint in den H ä n d e n eine Schnur
mys vom 1. A r m e herabfallend.
z u h a l t e n , mit welcher er die Verhältnisse misst.
Strichrand. 4 6 9 ( T . I I , 157; W . I I L 2 2 1 . ) Quergestreifter
Sardonyx.
4 5 7 ( T . I I , 129; W . 111,2.) Karneol. Abg.
Ein bärtiger Held mit Helm u n d Schild
Winckelmann, Geschichte d. Kunst, Dresden
setzt d e n r. Fuss auf einen nackten Leich-
17(14, S. 3 0 . O p e r e di Winckelmann ( 1 8 3 0 )
nam o h n e Kopf und hält auf der R. einen
law iqcj, N o . 4 1 4 .
H e l m , den er betrachtet. Strichrand.
D e r M a n n mit Chlamys (Prometheus) hält
vorgebeugt einen menschlichen < Iberkörpcr (< >lme 4 7 0 ( T . I V , 337; V - ., I I I , 225.) Karneol.
K o p f ) ; unten liegt ein U n t e r k ö r p e r ; er scheint Ein unbärtiger M a n n mit Chlamys und
beide anpassen zu wollen. Strichrand. Schwert setzt d e n r. Fuss etwas höher auf u n d
hält, sich etwas vorbeugend, auf der R. einen
4 5 8 ( T . I I , 176; W . I I , 1844.) Karneol. abgeschlagenen menschlichen Kopf. Flüchtig.
D e r bärtige M a n n in Chlamys hält vor-
gebeugt einen menschlichen Oberkörper o h n e 4 7 1 ( T . I V , 336; W. I I I , 224.) Karneol.
Kopf. Sehr roh, kaum kenntlich. Ein bärtiger H e l d , mit Helm u n d Lanze,
Chlamvs um d e n 1. Arm, hält auf der R. einen
4 5 9 ( T . I V , 334; W. I I I , 222.) Karneol. Abg. abgeschlagenen Kopf. Unten steht der Schild,
Overbeck, Gallerie her. Bildw., Tai'. V, 8 ; vgl. darüber schwebt im R ä u m e ein Schwert. Bein-
S. 1 3 1 , N u . 40, (wo der Stein irrthümlich mit stellung die strenge; Oberkörper aufrecht. Zier-
Tölken I V , 33O indentifizicrt wird). liche Arbeit. — Die Sammlung besitzt eine
Schwach konvexe Bildfläche. — Ein H e l d , opake rothe Paste nach diesem Stein aus der
bärtig, mit H e l m u n d Schild, hält d e n ab- Samml. Friedländer, angeblich aus SymkllS
geschlagenen unbärtigen K< >pf eines am Bc iden (Inv. S. 1 0 7 7 ) ; dieselbe ist indess offenbar
liegenden nackten Feindes auf der R. und modern.
betrachtet i h n ; er setzt d e n r. Fuss auf die
Brust des Letzteren. 4 7 2 (T. I I , H3a;S.459-) Karneol, 1 8 3 5 erw.
Ein Jüngling, nach r. schreitend (zurück-
4 6 0 (T. I V , 335; V . I I I , 223.) Nicolo. gezogener r. Fuss), hält auf der L. einen ab-
Aehnlich; der H e l d ist unbärtig; von dem geschlagenen Kopf, von d e m Blut herabtropft;
T o d t e n unten ist n u r der U n t e r k ö r p e r zu sehen. in der R. gesenkt das Schwert. Hinten auf-
4 6 1 (S. 1975.) Gelbbraune Paste. Samml. g e n o m m e n e s H a a r nach der älteren Weise.
Uhden. Strichrand.
Ganz wie 4 O 0 ; nur hat der H e l d auch 4 7 3 (M. Inv. 8137.) Quergestreifter Sardonyx.
eine Lanze in d e r L. Ein Jüngling mit Schwert, Schild u n d Chla-
4 6 2 (S. 1971.)ViolettePaste.Samml.Panofka. mys steht nach 1., den r. Fuss etwas höher
Ebenso. setzend u n d den Oberkörper vorbeugend. Auf
6
Italische Ringsteine und Pasten
42

der R. hiilt er einen H e l m ; u n t e n steht ein scheint im Begriff, ihm mit dem Schwerte den
Panzer. Strichrand. Guter strenger Skara- Kopf abzuschlagen. Strichrand. Guter strenger
bäenstil. Skarabäenstil.

4 7 4 (S. 4707.) B r a u n e Paste mit weissem 4 8 5 (M. Inv. 8137.) Braune Paste.
Querstreif. Ebenso.
Aehnlich; der M a n n ist bärtig u n d b e h e l m t ; 4 8 6 (S. 4678.) Violette Paste. Samml. Fanofka.
er setzt den r. Fuss auf eine E r h ö h u n g ; auf Ein H e l d mit Schild u n d H e l m nach 1.
der R. ein H e l m . D a r u n t e r steht ein Schild. ist im Begriffe einen nach 1. k n i e e n d e n J ü n g -
Strichrand. ling, der emporblickt und den r. Arm erhebt,
4 7 5 (S. 2112.) Weisse Paste. nieclerzustossen.
Aehnlich; der M a n n ist unbewaffnet; er
4 8 7 (S.4b79.) Violette Paste. Samml. U h d e n .
setzt den r. Fuss h ö h e r auf; auf der R. ein H e l m .
Aehnlich; der H e l d o h n e Schild; er sticht
4 7 6 (S. 2110.) Blaue u. b r a u n e Paste. mit d e m Schwerte nach d e m N a c k e n ; der
Held nach r., vorgebeugt, H e l m auf der Kopf des K n i e e n d e n scheint schon abgeschlagen
R.; unten Schild. zu sein.
4 7 7 (S. 533.) D u n k e l b r a u n e Paste. 4 8 8 (S.4696.) Brauner Sard. Samml. Panofka.
Jüngling nach r., aufrecht stehend, strenge Ein bärtiger M a n n in Panzer und Chlamys
Beinstellung und K ö r p e r b i l d u n g ; Mäntelchen hält auf der L. eine Fruchtschale, in der R.
auf der 1. Schulter, auf der L. einen H e l m ein Schwert, u m einen Jüngling zu opfern,
haltend. U n t e n ein Schild. dessen O b e r k ö r p e r (ein U n t e r k ö r p e r ist nicht
4 7 8 (S. 4746.) Braune Paste mit weissem sichtbar) auf einem bekränzten Altare steht.
Querstreif. Samml. Fanofka. Strichrand.
Aehnlich; der Jüngling stützt mit der R. 4 8 9 (T. I I , 160; W . I I I , 344.) Karneol. Abg.
eine L a n z e auf. (»verbeck, Gallerie her. Bildw. Taf. 2 7 , 1 3 ;
4 7 9 (S. 1978.) Gelbe Paste. vgl. S. 0 6 7 , N o . 17g.
A e h n l i c h ; der Jüngling steht nach 1., in Ein Jüngling mit Chlamys steht nach r.,
der L. Schild und L a n z e , auf der R. d e n H e l m ; das Schwert e r h e b e n d ( N e o p t o l e m o s ) ; vor ihm
unten ein Panzer. sitzt t r a u e r n d verhüllt eine Frau auf einem
Altar (Polyxena); dahinter eine Stele mit einer
4 8 0 (S. 4675.) Karneol.
Vase drauf ( G r a b des Achill.) Strichrand.
E b e n s o ; nur ist die strenge Beinstcllung
Flau-strenger Stil.
mit der Schrittstellung vertauscht.
4 9 0 (T. I V , 319; W. I I I , 343-) Karneol.
4 8 1 (S. 537.) Braune Paste mit weissem
Abg. Overbeck, Gallerie her. Bildw. Taf. 2 7 ,
Querstreif.
1 4 ; S. d u 7 , N o . 180.
Ebenso.
Flach konvexe Bildfläche. — Ein behelmter
4 8 2 (S. 21 n . ) B r a u n e Paste mit weissem nackter Jüngling (strenge Beinstellung) hält das
Querstreif. Schwert gezückt über einem knieeiulcn beklei-
M a n n nach r. schreitend, H e l m auf der deten M ä d c h e n ( N e o p t o l e m o s u n d Polyxena).
R., Panzer unten. Geringe Arbeit.
4 8 3 (T. I V , 350; W. I I I , 342.) Quergestreifter 4 9 1 (M. Inv. 8137.) Braune Paste.
S a r d o n v x . Erw. Overbeck, Gallerie her. Bildw. Ein jugendlicher Held mit d e m Schild steht
S. 4 1 8 . nach r., hält das gezückte Schwert vor sich
Ein bärtiger H e l d mit H e l m „und Chlamys (wie 4Qof., beugt den Oberkörper vor und
(strenge Beinstellung) hält ein Schwert über blickt auf einen r u n d e n Altar. Strichrand.
einen knieenden nackten Jüngling, der sich
nicht wehrt, wie um ihn zu opfern. (Achil- 4 9 2 (S. 4721.) Violette Paste. Samml. U h d e n .
leus und ein T r o i a n e r ? ) . Ein Jüngling, sich über einen Altar vor-
beugend, auf den er F r ü c h t e zu legen scheint.
4 8 4 (S. 4089.) Quergestreifter S a r d o n v x .
Strichrand.
Samml. Fanofka.
Aehnlich; der H e l d ist unbärtig; er beugt 4 9 3 ( s - 47 2 2 -) Violette Paste. Samml. U h d e n .
sich h e r a b zu dem knieenden Jüngling und Ebenso.
an den Skarabaenstil anschliessend. 43

4 9 4 (S. 2278.) Gelbe Paste. 5 0 6 (T. V I , 180; W. I I , 1313.) Braune Paste.


Ein IMann in kurzem Chiton stellt ein Ge- Abg. Wieseler, T h e a t e r g e b . u. Denkm. d.
fäss auf ein altarartiges Postament. Strenge Bühnenw., Taf., 1 2 , 2 7 ; S. q.s,.
Beinstellung. Schauspieler der (neueren) K o m ö d i e im
Mantel, bärtige Maske, gebückt, auf K r u m m -
4 9 5 (S. 2277.) Violette Paste.
stab gestützt, strenge Beinstelhmg. Strichrand.
E b e n s o ; doch Schrittstellung; der IMann ist
unbärtig u n d nackt. 5 0 7 (T. I I , 150; W. IV, 169.) Karneol.
Bekleideter Mann mit Scepter nach r.; vor
4 9 6 (S. 4708.) Braune Paste.
ihm ein nackter M a n n , der sich eine Bein-
Bärtiger M a n n (mit Chlamys und strenger
schiene anlegt. Strichrand. Recht alterthümlich.
Beinstellung) beugt den Oberkörper vor und
setzt einen H e l m auf einen am Boden stehenden 5 0 8 (M. Inv. 8137.) Gelbe Paste.
Schild. Strichrand. Jüngling mit Chlamys, sich vorbeugend,
u m sich eine Beinschiene (?) anzulegen. Strich-
4 9 7 (S. 4714-) Violette Paste.
rand. Guter strenger Skarabaenstil.
Ein nackter Jüngling bückt sich, um ein
Gefäss (?) vom Boden zu heben. 5 0 9 (S. 4713.) Schwarze Paste mit weissem
Querstreif. Samml. Panofka.
4 9 8 (S. 4723.) Braune Paste mit weissem
Ebenso.
Qnerstreif.
Ein bärtiger nackter M a n n beugt den Ober- 5 1 0 (S. 3ii6.) Braune Paste mit weissem
körper u n d setzt einen Schild (?) nieder. Striclirand. Querstreif.
Aelmlich.
4 9 9 (S. 4724.) Braune Paste mit weissem
Querstreif. 5 1 1 (S. 2115.) Braune Paste.
E b e n s o bewegter bärtiger M a n n ; der Gegen- Bärtiger Held nach r., in Helm und Chlamys,
stand, mit d e m er sich beschäftigt, ist undeutlich. legt die Beinschienen a n ; vor ihm L a n z e und
Schild.
5 0 0 (S. 4709.) Hellblaue Paste.
5 1 2 (S. 2118.) Braune Paste.
Ein Jüngling mit Chlamys beugt sich nach
Aelmlich, doch nach 1.; unten Schild u n d
1. zu einem H u n d e herab.
Panzer, auf einem Pfeiler d a n e b e n der H e l m ;
5 0 1 (S. 4710.) Braune Paste mit weissem freierer Stil.
Querstreif.
5 1 3 (S. 4733.I Schwarze Paste mit weissem
Achnlich; nach r.
Querstreif.
5 0 2 (S. 4688.) Quergestreifter Sardonyx. Ein H e l d in Helm und Chlamys legt sich
Samml. Gerhard. die Beinschiene a n ; vor ihm sitzt, ihm zu-
Ein Jüngling mit Chlamys beugt den < )ber- sehend eine F r a u ; zwischen beiden der Schild
körper vor; in der L. ein undeutliches Geräth. (Achill u n d Thetis?).
Strichrand.
5 1 4 (T. I I , 97; W. I I , 59S.) Quergestreifter
5 0 3 (M. Inv. 8137, 4 ) Violette Paste. Samml. Sard( >nyx.
Bergau. Ein Jüngling sitzt, sich vorbeugend, auf
Ein Jüngling mit Schild und Schwert setzt einem Stuhle nach r.; er arbeitet an einem
den r. Fuss höher auf, beugt den < )berkörper H e l m , den er auf der L. hält. Strichrand.
vor und hält in der R. ein Gefäss, um Wasser
5 1 5 (S. 4720.) Braune Paste.
zu holen an einem Felsen.
Ebenso.
5 0 4 (S. 4676.) Blaue Paste. 5 1 6 (S. I I , 98 ; W. I I , 597.) Hellbrauner Sard.
Ein bärtiger H e l d mit H e l m und Schild
Ein Jüngling sitzt auf einem Stuhle und
beugt sich mit einem Kruge in der R. zu
arbeitet mit einem rechtwinklig gebogenen, am
einer Quelle im Fels; unten k o m m t eine Schlange
E n d e sich verdickenden Stabe oder H a m m e r
heraus ( K a d m o s ? ) . Freie Beinstellung (das 1.
an einem vor ihm stehenden Schilde, welcher
zurückgezogen).
die in der Mitte eingezogene längliche F o r m
5 0 5 (T. V I , 59; W . V, 198.) G r ü n e Paste. der Schilde der Salier hat (vgl. Cades, impr.
Ein Jüngling beugt sich vor, um ein bauchiges cl. I V C, storia R o m a n a N o . 63 — 00). Der
grosses Gefäss aufzunehmen. Schild ist mit P u n k t e n verziert. Strichrand.
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