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Institut HyperWerk Totentanz 17/18 4051 Basel
Institut HyperWerk
Totentanz 17/18
4051 Basel

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www.hyperwerk.ch

Kontakt

Klaus Bernhard Vogesenstrasse 140 4056 Basel

klaus@carrotmob-basel.ch 076 586 99 04 www.nutzdach.ch www.nutzplatz.ch

Coach Mischa Schaub

Team Jonas Mettler Joel Sames Alice Vollenweider Michel Winterberg Hakan Muharem Cavdar

nutzDach

Bild: Christian Müller
Bild: Christian Müller

nutzDach

nutzDach fördert Gemüse- und Kräutergärten auf Flachdächern in Basel. nutzDach wird mit einem beispielhaften Pilotgarten in urbanem Umfeld zum Nachahmen anregen. nutzDach zeigt, wie jede Stadtbewohnerin und jeder Stadtbewohner ihr oder sein Leben lust- voller gestalten kann.

Die Welt redet von Nach- haltigkeit und CO2-Kompen- sation, man will weg von den Auswüchsen des globalisi- erten Irrsinns und hin zur Lokalversorgung. Überall auf der Welt werden Flach- dächer begrünt und genutzt. Pionierarchitekten wie William McDonough bauen in China ganze Städte, deren Flachdächer ausschliesslich

zur Nahrungsver- sorgung genutzt werden. Die Jungen Grünen in Zürich lancieren aktuell die „Drei-Dächer- Initiative“, die eine Nutz- pflicht für neu gebaute Flachdächer vorsieht. Die Hipster-Szene in New York, London, Paris macht es vor:

Die öden Brachflächen auf bestehenden Flachdächern zu nutzen macht Sinn, das Verhältnis von Vor- zu Nachteilen ist unschlagbar.

Die Zeit ist reif, auch für Basel. Dank GoogleMaps wird aus der Vogelpers- pektive betrachtet klar, dass unsere Stadt viele brache Flachdächer bietet. Diese befinden sich oft in Privathand auf Dächern bewohnter Mehrfamilien- häuser. Genau da will nutz- Dach ansetzen. Gemäss dem Slogan: „Think Big.

Start Small. Act Now.“ zeigt nutzDach eine Möglich- keit, diese urbanen Brach- flächen für die Selbst- und Gemeinschaftsversorgung nutzbar zu machen. Jeder soll auf seinem Flachdach ohne grossen Aufwand einen Nutzgarten bauen können.

Das Nutzen der brachen Flachdächer zur

Nahrungsmittelversor-

gung bringt unter anderem folgende Vorteile:

-Die „grüne Lunge“ unserer Stadt wird erweitert und trägt so zu einem guten Klima bei. -Die Selbstversorgung schafft eine Verbindung zu Nahrung und Natur. -Eigenes Gemüse zu produz- ieren ist rundum gesund. -Ob biologisch produziert wird entscheidet man selbst. -Die Bewirtschaftung kann mit modernen technischen Mitteln vereinfacht werden. -Die Installation kann kostengünstig gehalten werden.

-Kompostieren macht

plötzlich Sinn für den eigenen Bedarf und spart Sackgebühren.

Allfällige Gerüche stinken vom Dach aus höch- stens zum Himmel. Problematisch sind allen- falls das abschreckende Bewilligungsverfahren und der Zustand älterer Flach- dächer; einige sind nicht mehr ganz wasserun- durchlässig und müssten erst saniert werden.

Design wird heute meist noch verstanden als Formgebung für ein mehr oder weniger neues Produkt. Diese Defini- tion von Design beachtet selten den Ressourcen-, Recycling- und Sozial- prozess, sondern nur die Produktion und den Verwendungszeitraum des Objektes. Verschiedene Designer wie beispiels- weise John Thackara sehen die Zukunft des Designs im Prozess Ressourcen zu identi- fizieren und Möglich- keiten zu gestalten um diese zu teilen. Zum Verständnis dieses Ansatzes ist es wichtig Thackaras Grundsatz „design with the people - not for the people“ zu beachten. nutzDach will in diesem Sinne „designen“. Die Menschen werden

als Teil des Prozesses wahrgenommen. Auf eine spielerische Art wird nutz- Dach Möglichkeiten gener- ieren, wie jeder sofort aktiv werden kann um seine Umwelt zu gestalten und nutzbar zu machen.

Der Garten Die Anlage soll mit wenig Aufwand auf jedem bege- hbaren, wasserdichten Flachdach umsetzbar sein. Sie soll technisch intel- ligent, günstig und mit möglichst wenig adminis- trativem Aufwand (Bewil- ligungen) verbunden sein. Der Garten soll z.B. als Provisorium mit Euro- Paletten auf den beste- henden Untergrund, meist Kies, gebaut werden. Die Paletten dienen als Gehweg, zum Schutz der heiklen Dichtefolie und zum Verlegen der Bewässerungsschläuche. An der Aussenseite der Paletten lässt sich ein Geländer befestigen. Das Beet zwischen den Paletten wird mit Wurzel- schutzfolie ausgelegt und mit Humus gefüllt. Die Bewässerung kann dank Feuchtigkeitssensoren und Arduino (Ein Open- source Mikrokontroller) einfach und günstig automatisiert werden. So

wird der grösste Teil des

Bewirtschaftungsauf-

wandes abgenommen. Da auf den meisten Dächern kein Strom- und Wasseranschluss vorhanden ist, wird für das Pilotprojekt der Situ- ation angepasst mit Pumpe und Regens- ammelbecken gearbe- itet. Der dazugehörige Energiespeicher und die Pumpe selbst kann aus recyceltem Autos- chrott realisiert werden. Die Autobatterie wird von einem Solarpanel oder einem Windrad gespiesen. nutzDach wird die tech- nischen Möglichkeiten und die nötigen Bewilli- gungsprozesse dokumen- tieren und veröffentlichen.

nutzDach sucht

Flachdächer mit interess- ierten Dachgärtnerinnen und Dachgärtnern