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I.P.

ksl—aktuell
ksl—aktuell

September 2010

Ausgabe 3

Der Vorsitzenden das Wort

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielleicht hast auch du an der Pädago- gischen Großtagung am 2. September teilgenommen. Dann warst du eine oder einer der Lehrer in einem der überaus vollbesetzten Säle in Bozen oder Brixen. Du warst daran interes- siert, was ein Journalist den Südtiroler Lehrerinnen und Lehrern über den Wertewandel in der Gesellschaft zu sagen hätte. Peter Frey, Chefredak- teur des ZDF, überzeugte mit seinen Ausführungen über die Werte, welche in der heutigen schnelllebigen Zeit im Wandel sind.

Allzu oft hört man heutzutage von Werteverfall und von zunehmender Werteabnahme. Pessimismus sei je- doch fehl am Platze, meinte Peter Frey. Er sprach von neuen Werten

am Platze, meinte Peter Frey. Er sprach von neuen Werten und rückte die Wertedebatte in ein

und rückte die Wertedebatte in ein po- sitives Licht: Die „globalisierte Nach- barschaft“, welche durch die Techno- logie und die Medien möglich wurde, führe die Menschen näher zusammen und wecke das Mitgefühl füreinander. Über die Nachrichten werden die Menschen aus Pakistan in ihrer Not durch die Flutkatastrophe zu unseren Nachbarn.

Die „Erinnerungskultur“ fordere die Menschen auf, sich mit der Geschich- te auseinanderzusetzen und die Verbrechen der Vergangenheit aufzu- arbeiten.

Naturschutz und Denkmalpflege seien Werte, welche sich zunehmend selbstverständlich in dem europäi- schen Bewusstsein verankern.

Wenn früher Kirche, Politik und Fami- lie für den Maßstab der Werte in der Gesellschaft standen, so halten heute die Menschen zunehmend Ausschau nach neuer Orientierung. Frey ver- weist auf die Zehn Gebote, die Errun- genschaften der Aufklärung und der Wissenschaften, auf die UN-

Menschenrechts-

konventionen und auf die Trennung zwischen Kirche und Staat. So emp- fiehlt er Lehrerinnen und Lehrern die Gesetze der Menschenrechte in ihrem Unterricht zu thematisieren.

Der anhaltende Applaus und die vie- len positiven Rückmeldungen ließen auf eine breite Zustimmung des Publi-

kums zum

Referat und zu den Aussagen von Peter Frey schließen. Sichtlich be- eindruckt zeigten sich viele der Zu- hörer. Peter Frey ist es offenbar ge- lungen, durch das Aufzeigen von neuen positiven Werten Vertrauen und Zuversicht für die Zukunft zu we- cken. Er zeigte uns, wohin wir uns orientieren sollen und welche Werte wir gemeinsam mit unserer Jugend wachsen lassen dürfen.

Mit der letzten Pädagogischen Groß- tagung ist es den Lehrerverbänden KSL und ASM wiederum gelungen, einen Referenten einzuladen, der uns Lehrerinnen und Lehrern wirklich etwas zu sagen hatte. Getragen von einem neuen positiven Wertever- ständnis wirst du, lieber Kollege, lie- be Kollegin, und werde ich in der Rolle als Lehrerin ein neues Schul- jahr beginnen, mit einem Vorschuss an Zuversicht und mit Neugier auf alles, was uns in den Begegnungen mit unseren Schülern und allen an der Schule Beteiligten erwartet.

Auf ein gutes neues Schuljahr!

Sonia Klotz Spornberger

V e r s a n d

P o s t a b o n n e m e n t

A r t .

2 ,

K o m m a

2 0 / c ,

G e s e t z

6 6 2 / 9 6 ,

B o z e n

e r s c h e i n t

z w e i m o n a t l i c h

Die Bundesleitung informiert

INHALT

 

Der Vorsitzenden das Wort

1

Die Bundesleitung informiert

2-5

Informationen

6-8

Termine zum Vormerken

9

19. Naturschutzwoche im Rückblick

10-11

Seminare im Rückblick

12-15

Reisen im Rückblick

16

Pensionistenfeiern

17-18

Abschied nehmen

19-20

Pensionistenfeiern 17-18 Abschied nehmen 19-20 Vorankündigung für alle KSL-Bezirksvertreter/innen:

Vorankündigung für alle KSL-Bezirksvertreter/innen:

KSL-Bundesausschusssitzung

in Bozen, Walther-

KSL-Bundesausschusssitzung in Bozen, Walther- haus, Sparkassensaal am Freitag, 19. November um 15.00 Uhr

haus, Sparkassensaal am Freitag, 19. November um 15.00 Uhr

Neuwahl der KSL-Bundesleitung

Vorstellen und Beschluss des KSL-Jahresprogrammes 2011:

Fortbildung, Fahrten, Pensionistenangebote

Dank an scheidende Bezirksobleute und Mitarbeiter, Vorstellung der neuen KSL-Bezirksvertreter/innen

Vorstellung der neuen KSL-Bezirksvertreter/innen   Einladung Im von Bischof Karl Golser ausgerufenen
 

Einladung

Im von Bischof Karl Golser ausgerufenen Josef-Mayr-Nusser-Jahr 2010 lädt das Katholische Forum der Diözese

Im von Bischof Karl Golser ausgerufenen Josef-Mayr-Nusser-Jahr 2010 lädt das Katholische Forum der Diözese Bozen-Brixen zu einer Meditations- und Dis- kussionsveranstaltung herzlich ein.

Josef Mayr-Nusser: Gegen den Strom…

herzlich ein. Josef Mayr-Nusser: Gegen den Strom… Die Geschäftsstelle des KSL hat folgende Öffnungszeiten:

Die Geschäftsstelle des KSL hat folgende Öffnungszeiten:

am Freitag, den 1. Oktober 2010 in Bozen

Montag bis Freitag

19.00

Uhr: „Gegen den Strom“ – eine Meditation zu Josef Mayr-Nusser in der St. Johann-Kirche in

immer vormittags

Bozen, vorbereitet von Südtirols Katholischer Jugend

von 8.30 bis 12.00 Uhr

20.00

Uhr: „Josef Mayr-Nusser: Gegen den Strom“ – eine Podiumsdiskussion im Großen Saal des

Pastoralzentrums in Bozen.

Dienstag und Donnerstag

Dienstag und Donnerstag

Am Podium diskutieren Historiker, Vertreter der Kirche, der Jugend und der Medien.

 
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Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Pädagogische Großtagung Was gilt heute? Gedanken über eine Welt der Werte Das neue
Die Bundesleitung informiert Pädagogische Großtagung Was gilt heute? Gedanken über eine Welt der Werte Das neue

Pädagogische Großtagung

Was gilt heute? Gedanken über eine Welt der Werte

Das neue Schuljahr eröffneten die Lehrerverbände KSL und ASM am 2. September 2010 mit zwei Veranstaltungen in Bozen und Brixen zur aktuellen Wertediskussion in einer sich rasch verändernden Gesellschaft und globali- sierten Welt. Der bekannte Journalist Peter Frey, seit kurzem auch Chefredakteur des ZDF, sprach vor mehr als zweitausend Lehrpersonen zum Thema: Was gilt

KSL Vorsitzende Sonia Spornberger begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste aus Politik und Schulverwaltung und freute sich besonders, dass sich Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder die Zeit genommen hat die Tagung zu eröffnen. Er fand klare Worte zu Werte, Wurzeln und Hei- mat und unterstrich die Notwendigkeit, jungen Menschen Orientierung zu geben, damit sie selbstbewusst extremen Versuchungen widerstehen kön- nen und nicht Rattenfängern hinterherlaufen.

Die Musikgruppe „Opas Diandl“ umrahmte die Tagung musikalisch mit mo- dern interpretierter traditioneller Volksmusik. Die Tagungsbesucher entpuppten sich als harmonischer Chor, als sie kurzer Hand aufgefordert wurden in einen mehrstimmigen Jodler mit einzustimmen.

Peter Frey zeigte sich begeistert von den Ausführungen der Musikgruppe und dem Selbstverständnis, wie alte, traditionel- le Musik von den jungen Musikern neu interpretiert wird. Er sehe dieses Beispiel auch als Sinnbild der heutigen Tagung.

Wertewandel bedeutet nicht Umsturz traditioneller Werte. Wie die empirische Werteforschung auf der Grundlage eines welt- weit übereinstimmenden Datenbildes feststellen kann, voll- zieht sich etwa seit der Mitte der 60er Jahre beileibe kein Werteverfall, sondern vielmehr ein qualitativer Wandel der Werte, der sich als eine Umschichtung in der Rangordnung der Werte verstehen lässt. Es entsteht hierbei eine neue Vor- rangstellung von Werten, unter denen Selbstentfaltungswerte hervorragen, während vor allem Unterordnungs- und Fügsam- keitswerte an Bedeutsamkeit einbüßen. Traditionelle Werte haben Umdefinitionen erfahren und passen sich den im Wan- del befindlichen neuen Lebensbedingungen an.

Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren

Lebensbedingungen an. Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren Fotos: Leonhard Angerer Seite 3
Lebensbedingungen an. Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren Fotos: Leonhard Angerer Seite 3
Lebensbedingungen an. Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren Fotos: Leonhard Angerer Seite 3
Lebensbedingungen an. Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren Fotos: Leonhard Angerer Seite 3

Fotos: Leonhard Angerer

Seite 3

Lebensbedingungen an. Institutionen, wie Kirche, Parteien und Gewerkschaften verlie- ren Fotos: Leonhard Angerer Seite 3

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert zunehmend an Glaubwürdigkeit. Niemand kann mehr Werte vorge- ben, konstatiert Peter Frey.
Die Bundesleitung informiert zunehmend an Glaubwürdigkeit. Niemand kann mehr Werte vorge- ben, konstatiert Peter Frey.

zunehmend an Glaubwürdigkeit. Niemand kann mehr Werte vorge- ben, konstatiert Peter Frey. Die Re- gionalität löst sich auf, die Welt rückt durch die Digitalisierung der Medien näher zusammen. Was in einem bestimmten Kulturraum galt, geht durch die Globalisierung zunehmend verloren. Die Auflösung der Gewiss- heiten löst Ängste aus. Man sucht Sündenböcke, oft ist es das/der Fremde. Der Druck auf den Einzel- nen steigt, er muss seine Identität, seine Werte selbst finden. Pessimis- mus ist jedoch fehl am Platze, meint Peter Frey. Regionale Identitäten sowie Heimatbewusstsein gewinnen langsam wieder an Wert, man wird sich wieder seines Wertefundaments bewusst. Die Menschen entwickeln neue Empfindsamkeiten und Werte. Durch die Medien entstehe eine Art „Eine Welt- Bewusstsein“. Menschen

entstehe eine Art „Eine Welt- Bewusstsein“. Menschen Helga Pircher zeigen sich solidarisch, helfen und spenden

Helga Pircher

zeigen sich solidarisch, helfen und spenden für Notleidende in anderen Teilen der Welt, als wären sie ihre Nachbarn. Familienstrukturen haben sich gewandelt, neue familienähnliche Netzwerke sind entstanden. Toleranz, Respekt, mehr persönliche Freiheit und weniger äußere Zwänge kenn- zeichnen die modernen Beziehungen. Die Emanzipation der Frau und die damit verbundene neue Rolle des Mannes in der Familie sowie ein neu- es Bewusstsein für Ökologie und Denkmalschutz sind nach Peter Frey weitere neue Werte in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft.

Ein fortführender Austausch mit Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft wäre sehr spannend, insbesonders eine weiterführende Wertediskussion in Schule und Erziehung.

weiterführende Wertediskussion in Schule und Erziehung. Annette Schavan, deutsche Bundesminis- terin für Bildung

Annette Schavan, deutsche Bundesminis- terin für Bildung und Forschung richtete Grußworte an die Versammlung in Bri- xen, ebenso die LR für Schule und Kultur Sabina Kasslatter Mur.

Sparpaket der Regierung:

Am 29. Juli wurde das sogenannte „Sparpaket“ der Regierung definitiv in ein Gesetz umgewandelt. Für das Lehrpersonal enthält dieses Gesetz drei einschneidende Maßnahmen:

a) keine Gehaltsvorrückungen auf- grund des Dienstalters für 3 Jahre,

b) keine Vertragsverhandlungen für 2011, 2012 und 2013,

c) ab 01.01.2012 wird die „Alterspension“ für Frauen auf 65 Jahre angehoben.

a) Was die Gehaltsvorrückung für das Dienstalter betrifft, ist es den Gewerkschaften gelungen mit den Ministern Tremonti und Gelmini eine Vereinbarung zu erwirken, welche darin besteht, die in den

letzten Jahren im Schulbereich eingesparten Gelder nun - entgegen der ursprünglichen Vor- haben- für die Gehaltsvorrückun- gen zu verwenden. Die genauen Details dazu sollen demnächst mit Dekret erlassen werden. Wie da- mit dann im heiligen Land Tirol umgegangen wird, bleibt abzu- warten und zu verhandeln.

b) Was die Vertragsverhandlungen betrifft, so ist bei uns das wirt- schaftliche Biennium 2009/2010 noch zu verhandeln. Die gesamt- staatliche Blockade wird erst mit 2011 wirksam. Allerdings sind wir mit unserem Schulvertrag zusätz- lich vom bereichsübergreifenden Kollektivvertrag des Landes ab- hängig. Sobald der BüKV unter Dach und Fach ist, werden wir mit

den Verhandlungen beginnen.

c) Mit 01.01.2012 wird des Renten- eintrittsalter für Frauen auf 65 Jahre angehoben. Nichts geän- dert hat sich bezüglich der Pensi- on aufgrund des erreichten Dienstalters: es gelten weiterhin die 40 Dienstjahre und die gelten- den Bestimmungen!

Hubert Kainz, Gewerkschafter SGB CISL

es gelten weiterhin die 40 Dienstjahre und die gelten- den Bestimmungen! Hubert Kainz, Gewerkschafter SGB CISL

Die Bundesleitung informiert

Die Bundesleitung informiert Messfeier mit Bischof Karl Golser   aus kindermund Bischof Karl Golser feiert mit

Messfeier mit Bischof Karl Golser

 

aus kindermund

Bischof Karl Golser feiert mit Lehrerinnen und Lehrern in seiner Heimatgemeinde Tscherms

 

sprache

der Messe.

 

– in der schule werden rede- wendungen geübt die schüler sollen selbstständig beispiele schreiben :

zb sich räuspern eine schülerin schreibt der herr direktor räuspert sich die sek- retärin

Vor einem Jahr traf sich der KSL Bezirk Me- ran zur Herbstsitzung. Dort wurde die Idee eines Schulabschlussgottesdienstes für Lehr- personen geboren. Das Vorhaben hatte expe- rimentellen Charakter: Wie viele Lehrperso- nen werden kommen? Zahlt sich der ganze Aufwand aus? Braucht es das?

Viele Fragen - eine gemeinsame Antwort zum Schluss der Sitzung: wir wollen es wagen!!

Aufgaben wurden verteilt - Kleinigkeiten be- sprochen --- und --- es sollte eine Messe mit dem Bischof werden!

Groß war die Freude, als dieser zusagte!

Einladungen wurden gestaltet, gedruckt und an alle Schulen und Pensionisten verteilt.

Auf dem Kirchplatz von Tscherms gab es anschließend viel an Begegnung und Gespräch - mit Kollegen, mit dem Bischof - und es war einfach schön mit anzusehen, wie freudig ge- stimmt die Lehrerschaft des KSL war.

Beim anschließenden, wunderbar aufgebauten und vorbereiteten Buffet ( mit Kuchen von den Pensionisten) war die lockere Ferienstimmung und auch das "K" zu spüren.

In diesem Sinne möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen LP des KSL Bezirkes Burggrafenamt für ihren Einsatz und ihre Mühe bedanken - und beim KSL für die finanzielle Unterstützung.

kunst

ich habe als lehrer im kunstun- terricht manchmal auch von der romanik, gotik usw. ge- sprochen und dazu bilder ge- zeigt der direktor kommt zur tür herein hört aufmerksam zu später fragt er einen schüler in welcher epoche wir heute wohl leben ich als lehrer hatte darüber je- doch noch nicht gesprochen ein schüler erlöste mich in mei- ner aufregung mit der antwort:

in der –modernik-herr direktor

Am 16. Juni war es dann soweit. Nach Tscherms in das Heimatdorf unseres Bischofs strömten am Nachmittag Lehrpersonen aus allen Bezirken. Es waren über 100 (!).

Die musikalische Messgestaltung, meditative Dias, besinnliche Texte, die persönlichen Fürbitten, die Anwesenheit so vieler Lehrper- sonen, Direktoren und Vertreter der Bundes- leitung des KSL und natürlich die Worte des Bischofs waren für die feierliche Stimmung verantwortlich.

"Werden wir dieses Vorhaben als Tradition weiterführen?" - so lautete die Frage am Ende

Und - den Bezirken im restlichen Land möchte ich die Idee weitergeben! Es lohnt sich.

P.S. Der Bezirk Burggrafenamt wird versuchen, den Schulabschlussgottesdienst als Tradition fortzuführen. Vorbereitungen
P.S. Der Bezirk Burggrafenamt wird versuchen,
den Schulabschlussgottesdienst als Tradition
fortzuführen. Vorbereitungen sind im Gange.
Sonja Reinstadler Rossi

huk

Das Wort zum Mitdenken

 

in staatsbürgerkunde sprach die kollegin vom südtiroler landtag sie fragte welche politiker die schüler kennen würden diese sollten die namen an die tafel schreiben ein schüler hob die hand und sagte hubert frasnelli und schrieb den namen wie folgt an die tafel Hubert fras Nelli

es sind anekdoten, die das le- ben selbst geschrieben hat , die realsituationen waren un- übertrefflich und bilden heute noch öfters die basis für erinnerungsge- spräche

ludwig schöpf

Es ist wieder soweit: Das neue

Schuljahr öffnet seine Tore - seine Türen, seine Fenster, seine Her- zen zu vielen Menschen. Diese gilt es nun wieder ein Schuljahr lang

seine Tore - seine Türen, seine Fenster, seine Her- zen zu vielen Menschen. Diese gilt es

uns auf Gefahren hinweisen, die uns anleiten andere Wege einzu- schlagen - und auch vielleicht Poli- zisten, die uns ermahnen oder

zu erreichen

Wir sind alle bereit

strafen. Letzteres wollen wir nicht hoffen!

dies zu tun und uns und unsere verschiedenen Methoden dafür einzuset- zen.

Ob es uns gelingen wird, hängt nicht von uns alleine ab. Viele Faktoren bestimmen das Schulleben - unser eigenes Leben -und das Leben der vielen kleinen und großen Menschen, die uns begegnen werden. Viele verschiedene Vorstellungen werden vor uns stehen - Vieles wird unser Vorhaben unter- stützen - oder beeinträchtigen.

In einer Idee zum Schulanfangsgottesdienst wird das Schuljahr mit einer Straße vergli-

Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass die Schuljahrstraße ohne große Hindernisse ist, dass ihr in keiner Sackgasse landet und dass euch das Herz und der Verstand leiten, dass ihr ohne Schaden ans Ziel kommt.

Und wenn es doch mal zu " Unfällen " kommt, dass ihr euch schnell wieder erholt und nach vorne sehen könnt.

Gute Fahrt - und es begleite euch der hl. Christophorus - und natürlich der liebe Gott.

chen - eine Straße mit vielen Verkehrsschil- dern. Schilder, die uns etwas verbieten, die

Sonja

 
chen - eine Straße mit vielen Verkehrsschil- dern. Schilder, die uns etwas verbieten, die Sonja  

Seite 5

Informationen

Informationen ENAM — vor 63 Jahren gegründet, in diesen sechs Jahrzehnten viel Hilfe geleistet und im

ENAM — vor 63 Jahren gegründet, in diesen sechs Jahrzehnten viel Hilfe geleistet und im Sommer 2010 dem INPDAP einverleibt worden.

Liebe Mitglieder des ENAM,

liebe aktive und pensionierte Direkto- ren und Lehrpersonen,

die Regierung hat wieder einmal, in einem „Hau- Ruck-Verfahren“, mitten im Sommer, eine folgenreiche Ent- scheidung getroffen. Mit der Veröf- fentlichung des Gesetzes Nr. 122 vom 30. 07. 2010 ist, entsprechend dem Art. 7, das ENAM aufgehoben bzw. dem INPDAP angegliedert wor- den.

In der Zeit, in der die Schulen ge- schlossen und die Lehrpersonen nicht leicht erreichbar sind, wird im Rahmen eines Haushaltsgesetzes eine hilfreiche und verdiente Instituti- on grundlos und ohne Bedauern ab- geschafft. Dies ist für uns alle unver- ständlich,

- weil das ENAM den Staatshaushalt mit keinem Cent belastet hat und

- weil das ENAM eine Einrichtung ist, die Solidarität gelebt und bedürftigen Kollegen Beistand geleistet hat und nun einer Altersvorsorgeorganisation einverleibt wird.

Vor 63 Jahren, nach dem großen Krieg und in einer Zeit, in der wirklich Not herrschte, wurden zwei ähnlich ausgerichtete Einrichtungen zusam- mengeführt und das ENAM gegrün- det. In diesen sechs Jahrzehnten konnte viel Hilfe geleistet werden. Der Staatsrat hat erst kürzlich noch die Verdienste des Institutes auf dem Gebiet der Hilfeleistung für viele Mit- bürger, die vom Öffentlichen Netz nicht aufgefangen werden, gelobt.

Die 0,8% des Grundlohnes, die zu- rückbehalten wurden, werden weiter- hin den Lehrpersonen abgezogen und nun dem INPDAP zugeführt.

Ich frage mich, wie Abgeordnete und Senatoren, in Unkenntnis und nur aus Parteizwang, solche Entschei- dungen mittragen können.

Zur Zeit ruht alles, niemand weiß wie es weitergehen wird. Viele Fragen sind offen:

- Werden die bereits eingereichten Gesuche noch bearbeitet?

- Können Anträge weiterhin einge-

reicht werden (Formblätter, Adresse (ENAM od. INPDAP))?

- Werden alle bisherigen Angebote auch weiterhin garantiert?

- Fließen der Besitz und die bisher geleisteten Beiträge, sowie die künfti- gen, nur den berechtigten Lehrperso- nen, oder allen Staatsangestellten zu?

- Gibt es auch weiterhin von den Mit- gliedern gewählte Gremien, die eh- renamtlich viel Zeit für die Berufska- tegorie und beistandsberechtigte Kol- leginnen und Kollegen einsetzen und so den Großteil der Beiträge als Hilfe weitergeben können, oder wird künf- tig ein großer Teil der Beiträge als Lohn für Bedienstete verwendet?

Nach diesem abrupten Ende sende ich, auch im Namen meiner Mitarbei- ter und Verantwortlichen im Provinzi- alkomitee, einen aufrichtigen und herzlichen Dank den Schulamtslei- tern, den Schulbehörden, den Lan- desräten, den Schulgewerkschaften und den Lehrerverbänden für ihre verständnisvolle und stete Unterstüt- zung und grüße, selbst sehr betroffen und sehr enttäuscht, alle Ex-ENAM- Mitglieder.

Richard Andreatta, ehemaliger Präsident des Provinzialko-

Neues aus dem Obersten Schulrat

Regelmäßig beliefert uns Dr. Franz Josef Oberstaller mit Berichten aus dem Obersten Schulrat, für die wir uns sehr bedanken.

Im Laufe des Sommers arbeitete das Komitee der Oberschulen an den Vorschlägen des Ministeriums zur Neuordnung der Wettbewerbs- klassen, ein heikles Thema, weil damit u.a. auch der Verlust von Lehrerstellen verbunden sein könnte. Zumindest will man, wie es scheint und wie Herr Oberstaller berichtet, erreichen, dass Stammrol- lenlehrpersonen und Lehrpersonen, die seit vielen Jahren tätig sind, nicht entlassen werden müssen.

Ein wichtiger und gleichermaßen strittiger Punkt ist nach wie vor die Lehrerausbildung, nachdem in einigen Fragen, wie etwa bei der Aner- kennung von Titeln, noch erhebliche Unklarheiten bestehen.

Bei der Vollversammlung des Obersten Schulrates am 13. Juli wurde ein Gutachten zur Anerkennung der Diplome des Internationalen Bachillerats ausgearbeitet, nachdem sich die betreffenden Schulen an die Neuordnung der Oberstufe anpassen müssen.

Im Hinblick auf den anstehenden Direktorenwettbewerb auf staatli- cher Ebene wurde ein Gutachten bezüglich der Punktevergabe für erworbene Titel verabschiedet; gleichzeitig haben die Vertreter im

Obersten Schulrat auch Verbesserungsvorschläge eingebracht.

Eine große Diskussion ergab sich zu einem Dokument zur anstehenden Reform der Mitbestimmungsgremien, das auf regionaler und staatlicher Ebene ausgearbeitet worden war und nun verabschiedet werden sollte. Im Zuge der Debatte einigte man sich darauf, das Dokument als Basis für eine vertiefende Diskussion im Herbst zu benutzen. Beispielsweise geht es um die Frage der institutionellen Vertretung und Anerkennung der Autonomen Schule auf lokaler Ebene. In der Regel ist es der Schul- direktor, der diese Rolle einnimmt. „Aber könnte es nicht eine andere Lösung dafür geben?“, fragt (nicht nur) Dr. Franz Josef Oberstaller. Eine weitere Frage dreht sich um die Zuständigkeit bei Disziplinarverfahren und Rechtsstreitigkeiten. Ein weiteres Dokument soll sich in der Folge mit den Mitbestimmungsgremien auf Schulebene befassen.

Ungewissheit besteht aufgrund einer Verfügung des Verwaltungsge- richts Latium auch darin, wie es mit dem tatsächlichen Stellenplan an den Technischen Oberschulen und Lehranstalten weitergeht, nachdem die Stundentafeln der 2. - 5. Klassen gekürzt wurden, ohne dass dafür weder die rechtliche Basis noch das Gutachten des Obersten Schulra- tes vorhanden gewesen wäre.

Informationen

Unterricht aktuell
Unterricht aktuell

Lernstörungen Teil 2

Verhaltensauffälligkeiten eines intelligenten Kindes mit Konzentrationsschwäche, mit Problemen unter Gleichaltrigen, mit Schul- problemen, unberechenbarer Impulsivität und einer belasteten Eltern-Kindbeziehung sollten Eltern und Lehrpersonen auf das Krankheits- bild eines AD(H)S aufmerksam machen. Da- bei reicht das Erscheinungsbild vom Zappel- philipp über das brave, träumerische Mäd- chen bis hin zum zerstreuten Professor.

Begriff

In neuerer Zeit werden die oben genannten Auffälligkeiten AD(H)S oder Aufmerksam- keits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung ge- nannt, man spricht auch von hyperkinetischen Störungen. Einige Kinder sind überwiegend nur unauf- merksam ohne ausgeprägte Hyperaktivität und Impulsivität, hier spricht man ADS, ohne das H für Hyperaktivität.

Verbreitung

In Deutschland sind zwischen 3 und 10 % aller Kinder betroffen, Jungen noch häufiger als Mädchen. Damit gehört AD(H)S zu den häufigsten Störungen im Kindes- und Jugend- alter.

Symptome

Aufmerksamkeitsprobleme Ein AD(H)S-Kind ist in bestimmten, oft schuli- schen Situationen anscheinend unfähig, sich zu konzentrieren und eine begonnene Aufga- be zu Ende zu führen. Besondere Probleme bereiten Aufgaben, die das Kind nicht freiwillig macht und die einiges Nachdenken erfordern. Folglich wechselt das Kind häufig von einer Tätigkeit zur nächsten, verliert jeweils schnell wieder das Interesse und lässt sich von ver- schiedensten Dingen ablenken. Deutlich zei- gen sich die Aufmerksamkeitsprobleme in vielen Flüchtigkeitsfehlern und dem Nicht- Mitbekommen von Erklärungen in der Schule.

Impulsivität

Betroffene Kinder folgen oft dem ersten Im- puls und beginnen Tätigkeiten, ehe sie zu Ende überlegt haben. Selten handeln sie planvoll und halten z.B. beim Angehen einer schwierigen Aufgabe einen bestimmten Lö- sungsweg ein. Es fällt ihnen sehr schwer Bedürfnisse aufzuschieben, so platzen sie in

sehr schwer Bedürfnisse aufzuschieben, so platzen sie in der Klasse oft mit etwas heraus, unfähig zu

der Klasse oft mit etwas heraus, unfähig zu warten, bis eine Frage zu Ende gestellt ist oder gar bis sie an der Reihe sind.

Hyperaktivität

Oft wirken AD(H)S Kinder wie aufgezogen, rutschen auf ihrem Stuhl herum, stehen ein- fach in der Klasse auf und laufen herum. Unfä- hig eine Zeit lang still zu sitzen, besonders in Situationen, in denen Ruhe verlangt wird. Insgesamt haben sie ein sehr ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis.

Ursachen

Insgesamt geht man heute davon aus, dass die Störung hauptsächlich biologisch veranlagt ist. Bedingungen in der Familie, im Kindergar- ten und in der Schule können jedoch die Aus- prägung beeinflussen. Der Faktor Erziehung ist nie allein verantwortlich für die Entstehung eines AD(H)S, kann allerdings eine ungünsti- ge Entwicklung und Aufrechterhaltung bewir- ken.

Viele Kinder mit AD(H)S zeigen Auffälligkeiten in den Botenstoffen des Gehirns, die mit der Übertragung von Informationen zu tun haben, (Neurotransmittersystem), hier scheinen ins- besondere die dopaminhaltigen Systeme eine wichtige Rolle zu spielen.

Es gibt auch Hinweise, dass bestimmte Teile des Gehirns beim Lösen komplexer Aufgaben nicht ausreichend durchblutet oder aktiviert sind.

Diese Auffälligkeiten scheinen oft genetisch bedingt, also im Erbmaterial schon angelegt zu sein. Aber auch Komplikationen oder Infek- tionen während der Schwangerschaft und Geburt werden mit AD(H)S in Verbindung gebracht.

Auffällig ist darüber hinaus, dass ein großer Anteil der Kinder mit AD(H)S Syndrom allergi- sche Reaktionen zeigt: Heuschnupfen, Asth- ma und Nahrungsmittelallergien treten we- sentlich häufiger als bei nicht betroffenen Kindern auf. Die vor wenigen Jahren sehr populäre Annahme, dass Hyperaktivität vor allem durch synthetische Nahrungsmittel ausgelöst wird, ließ sich allerdings nur bei einem sehr geringen Anteil der betroffenen Kinder bestätigen. So zeigten sich nur bei etwa 5% deutliche Verbesserungen als Reak- tion auf eine entsprechende Diät.

Lange war die Hypothese populär, dass AD(H)S-Kinder unter einer Reizüberflutung leiden, weil sie irrelevante Störreize schlecht ausblenden können. Ihr Problemverhalten wäre damit durch eine Überaktivierung zu erklären. Verschiedene Studien erbrachten aber nur unzureichende Belege für diese Annahme, heute geht man eher von einem physiologischen Aktivierungsmangel aus, demzufolge AD(H)S-Kinder ein großes Be- dürfnis nach Stimulierung haben und sich äußeren Reizen mehr zuwenden als unauffäl- lige Kinder.

Weitere Entwicklung von AD(H)S-Kindern

Leider wächst sich die Störung in der Regel nicht aus. Viele AD(H)S-Kinder bleiben auch als Jugendliche und Erwachsene impulsiv und leiden unter Aufmerksamkeitsproblemen, lediglich die Hyperaktivität nimmt ab. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, möglichst früh- zeitig Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.

nimmt ab. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, möglichst früh- zeitig Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Seite 7

Informationen

AD(H)S Feier in Oberwielenbach
AD(H)S
Feier in Oberwielenbach

Tipps für Lehrer

Ein AD(H)S-Kind braucht:

Eine möglichst feste Unterrichtsstruktur, Ritu- ale, immer wieder gleiche Lernwege, struktu- rierte Prozesse, Eselsbrücken zum Behalten, viele konkrete Anweisungen und immer wie- der Hilfestellungen.

Einen rhythmisierten Unterricht, verschiedene Unterrichtsformen, Wechsel der Arbeitsfor- men und Handlungsorientierung.

Einen Arbeitsplatz in der Klasse, sodass die Lehrperson leicht Kontakt zum Kind herstellen und seine Aufmerksamkeit wiederholt auf Wichtiges lenken kann (möglichst nonverbal und ohne dass es zur Bloßstellung vor dem Rest der Klasse kommt).

Kompetente und gelassene Lehrpersonen, die Angriffe und Provokationen des Kindes nicht persönlich nehmen (Tipp: zunächst zur Tagesordnung übergehen und die Situation erst besprechen, wenn das Kind sich wieder beruhigt hat, bei sehr großer Erregung oder Wutausbrüchen das Kind evtl. kurz aus der Klasse herausnehmen).

Positive Beziehung zwischen Kind und Lehrer

Ermahnen und moralisieren bringt nichts, auch Klagen bei den Eltern (denen die Prob- leme sowieso bekannt sind) helfen wenig, Bloßstellungen vor seinen Mitschülern stei- gern seine Erregung nur weiter.

Lob für das Kind, auch schon, wenn es sich anstrengt, egal wie das Handlungsergebnis aussieht, steigern die Motivation und das Selbstwertgefühl.

Viele Kinder haben besondere Kenntnisse und Interessen und können durch deren häu- fige Hervorhebung motiviert werden.

Besonders wichtig ist, den Schüler spüren zu lassen, dass er trotz seiner Schwierigkeiten angenommen und geachtet wird und dass man ihm helfen will. AD(H)S Kinder sind

Ergänzungsplan 2010/11

10.15 Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod — ein Abend mit Bastian Sick

Mo 21. März 2011 um 20 Uhr

in Bozen, Waltherhaus

Di 22. März 2011 um 20 Uhr

Paul Peter Niederwolfsgru-

ber beendet seine Schullaufbahn und seine Schüler, Kollegen und Gemeindevertreter überraschten ihn mit einer großen Feier.

Wir können es alle nicht glauben, unser Paul Peter, der wohl bekannteste Lehrer im Land, geht in Pension. Er hat den mutigen Entschluss gefasst, die Arbeit in der Schule,von der er behauptet, „der Lehrerberuf ist der schönste Beruf den es gibt“, mit 31. August zu beenden. „Man soll gehen, solange es schön ist", sagt er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zu Schulende hat ihm das ganze Dorf Oberwielenbach ein großes Fest gemacht. Der Bürgermeister, selbst eins- tiger Schüler in Pauls erstem Unterrichtsjahr, hat dem Lehrer gedankt für die schönen Schulerlebnisse und besonders auch für das langjährige Wirken an den Schulen von Percha und Oberwielen- bach, die er mit viel pädagogischem Geschick, mit Humor und Liebe zu den Schülern geleitet hat.

Die 28 Schüler der 1.-5. Klassen haben sich in Lederhosen und Dirndln für den Lehrer schön gemacht und ihm Gedichte und Lieder vorgetragen; und im selbst inszenierten Theaterstück den Spiegel vorgehalten: Unser Lehrer ist liebenswürdig und weise. Auch Mittelschüler und Oberschüler ha- ben ihren ehemaligen Lehrer mit verschiedenen Ständchen beehrt. Die Lehrerkolleginnen besangen Pauls Lehrerleben in höchsten Tönen und lieferten so manche Anekdote. Allen war klar, Paul ist ein lieber, geschätzter und unvergesslicher Kollege.

Der Fraktionsvorsteher Georg Mayr, der den Abend moderierte, sprach Paul im Namen aller Gäste die allerbesten Wün- sche für die Zukunft aus und auch die KSL Bezirksobfrau Brigitte Baur Mairhofer war sich sicher, dass bereits viele neue Aufgaben darauf warteten, von Paul in Angriff genommen zu werden.

Text und Fotos: Brigitte Bauer

Angriff genommen zu werden. Text und Fotos: Brigitte Bauer Der KSL gratuliert dem ehemaligen Obmann Paul
Angriff genommen zu werden. Text und Fotos: Brigitte Bauer Der KSL gratuliert dem ehemaligen Obmann Paul
Angriff genommen zu werden. Text und Fotos: Brigitte Bauer Der KSL gratuliert dem ehemaligen Obmann Paul
Angriff genommen zu werden. Text und Fotos: Brigitte Bauer Der KSL gratuliert dem ehemaligen Obmann Paul

Der KSL gratuliert dem ehemaligen

Obmann Paul Peter Niederwolfsgru-

ber zum Rückzug aus dem Schulle-

ben von ganzem Herzen. Der Schu-

le wird er fehlen, der KSL aber freut

sich, weiterhin auf seine wertvolle

Mitarbeit zählen zu dürfen.

Wir wünschen dir, lieber Paul,

Glück, Gesundheit und vor allem

viele gute Ideen für die Gestaltung

deiner FreiZeit.

Termine zum Vormerken

Fortbildung Fahrten
Fortbildung
Fahrten

Sich FORTBILDEN mit dem KSL! Die unten angeführten Veranstaltungen finden Sie ausführlich in der Landesbroschü- re, im KSL-Jahresprogramm oder auf unserer Homepage. Der KSL übernimmt weiterhin die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (keine Vorauszahlung notwendig).

Anmeldungen zu den anschließend aufgelisteten Veranstaltungen werden im KSL-Büro entgegen genommen.

36.04 Mit Kindern im Museion

Zeit/Ort: Mo 11. Oktober 2010; Bozen, Museion

36.06 Kindheit früher und heute

Zeit/Ort: Fr 15. Oktober 2010; Dietenheim, Volkskundemuseum

36.07 Urige Urgeschichte urspannend

Zeit/Ort: Mo 18. Oktober 2010 von 14.30 – 17.00 Uhr; Bozen,

Archäologiemuseum

36.09 Die neue Sonderausstellung zum Thema „Color“ Zeit/Ort: Mo 25.10. 2010 von 14.30 – 17.30 Uhr; Bozen, Naturmuseum

59.37 Märchen – Spiele - Tänze

Zeit/Ort: Mo 8., Mo 15. und Mo 22. November 2010 von 15.00 bis 18.30 Uhr; Bozen, GS Gries

10.09 Die sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen

Zeit/Ort: Fr 12. und Fr 19. November 2010; Bozen, GS Gries

15.25 Damit es nicht zuviel wird - vorbeugen in Krisenmomenten

Zeit/Ort: Fr 12.11.2010, Fr 14.1.2011, Fr 25.3.2011 von 15.00 bis 18.30 Uhr;: Nals, Lichtenburg

45.11 Religiöse und geistliche Strömungen in Südtirol

Zeit/Ort: Freitag 19. Nov. 2010 von 15.00 - 17.30 Uhr; Meran, Päd.

Im Oktober, November und Dezember unterwegs…

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage oder erhalten Sie im KSL bzw. ASM Büro.

KSL-Fahrten

„Lucia di Lammermoor“ (Innsbruck) - Sa 16.10.2010

Lodi und Crema – So 24. Oktober 2010

Prag - „Come back“ – Sa 30. 10. – Di 2. 11. 2010

Anmeldeschluss am Mittwoch, 6. Oktober 2010

„Lulu—das Musical“ (Innsbruck) - Sa 20.11.2010

ASM-Fahrten

Augsburg – Bayerische Landesausstellung, So 3.10.2010

Gymnasium

36.15 Workshop mit einem Künstler

Zeit/Ort: Mo 29. November 2010; Bozen, Museion

16.11 Schriftlich ankommen – adressatenbezogen schreiben

Zeit/Ort: Fr 7. und Fr 14. Jänner 2011; Bozen, Waltherhaus

Zeit/Ort: Mo 10. & Mo 17. Jänner 2011; Brixen, GS „Vinzenz Goller“

61.04 Theater schärft den Blick

Zeit/Ort: Sa 5. Februar 2011 ab 16 Uhr – So 6. Februar 2011 bis 17 Uhr; Schloss Goldrain

36.17 Mit Kindern im Museion - Zeit/Ort: Mo 7. Februar 2011; Bozen,

Museion

15.29 Rhythmische Sinneswerkstatt

Zeit/Ort: So 20. Februar 2011; Schloss Goldrain

16.12 Stress im Team

Zeit/Ort: Fr 25. ab 15.00 Uhr bis Sa 26. Feb. 2011 um 17.00 Uhr; Bo- zen, Kolpinghaus

36.19 MMM Firmian und die Sonderausstellung

Zeit/Ort: M 16. März 2011 von 15.00 - 17.30; Frangart, MMM Firmian

M 16. März 2011 von 15.00 - 17.30; Frangart, MMM Firmian Angebote für Pensionisten Besichtigung des

Angebote für Pensionisten

Besichtigung des Schlosses Rodenegg Fr 1. 10.2010

Begegnung mit Gotthard Bonell (Sterzing) Fr 15.10.2010

Fit!

Frisch!

Frohgelaunt!

Das unbekannte Klausen Fr 12.11.2010

Adventliche Besinnung im Dom von Bozen Fr 2.12.2010

Vom Erzählen zum Schreiben…

Rückblicke

19. Naturschutzwoche im Rückblick
19. Naturschutzwoche im Rückblick
Rückblicke 19. Naturschutzwoche im Rückblick 19. Naturschutzwoche in Schnals Biodiversität—Die Zukunft der

19. Naturschutzwoche in Schnals Biodiversität—Die Zukunft der Artenvielfalt

Die Naturschutzwoche, die vom Heimatpflegeverband Südtirol gemeinsam mit dem KSL, der Autonomen Provinz Bozen – Abteilung Natur und Landschaft - und dem Pädagogische Institut im Zweijahresrhythmus veranstaltet wird, gehört be- reits zur langen Tradition im Fortbildungsprogramm des KSL.

Diesmal war das Schnalstal an der Reihe und zum Anlass des von der UNO aus- gerufenen Jahres der Artenvielfalt wurde die „Biodiversität – Die Zukunft der

So vielfältig wie die Natur im Schnalstal war auch das Programm, das den mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Heimatpflegern und Lehrpersonen aus allen Teilen Südti- rols, vom 26. bis 30. Juli geboten wur- de. Josef Oberhofer, der Geschäfts- führer des Heimatpflegeverbandes hatte sich gemeinsam mit Obmann Dr. Peter Ortner (mit Erfolg) darum be- müht, den Kursteilnehmerinnen und - teilnehmern ein möglichst differenzier- tes wie auch umfassendes Bild eines Tales, das von den Ausläufern des Obst- und Weinanbaus bis zu den Gletscherregionen alles zu bieten hat, möglichst „hautnah“ zu vermitteln. Dafür waren eine Reihe kompetenter Fachleute aus unserem Land beauf- tragt worden, in Referaten und Exkur- sionen grundlegende Einblicke in die komplexe Materie Biodiversität zu gewährleisten. Kollege Franz Tapfer sorgte als umsichtiger Kursleiter dafür, dass vor Ort aus organisatorischer

Sicht alles bestens klappte.

Prof. Dr. Franz Wolkinger, in der lan- gen Geschichte der Naturschutzwo- che sozusagen selbst zu deren Sym- bol und „Urgestein“ geworden, hielt in mehreren Referaten ein leidenschaft- liches Plädoyer für den Einsatz zur Erhaltung der Natur im Allgemeinen und der Artenvielfalt im Besonderen. Er ließ keinen Zweifel darüber auf- kommen, dass nicht nur Politiker und Naturschützer ihre Verantwortung wahrzunehmen haben, sondern auch und vor allem jede/r Einzelne. Der Begriff vom „schöpfungsgerechten Handeln“, das Prof. Wolkinger einfor- derte, würde es sicherlich verdienen, zum „Wort des Jahres“ gekürt zu werden.

Nicht nur die Referate waren hochin- teressant, sondern auch die Exkursi- onen, wie etwa jene zur Mastaunalm, zur Siedlungsgrenze am Fuchsberg oder ins berühmte Pfossental, nur um einige zu nennen. Der Besuch auf

Pfossental, nur um einige zu nennen. Der Besuch auf dem 700 Jahre alten Oberniederhof in Unser
Pfossental, nur um einige zu nennen. Der Besuch auf dem 700 Jahre alten Oberniederhof in Unser
Pfossental, nur um einige zu nennen. Der Besuch auf dem 700 Jahre alten Oberniederhof in Unser

dem 700 Jahre alten Oberniederhof in Unser Frau zeigte eindrücklich, dass Artenvielfalt nicht nur eine Angelegenheit von naturbelasse- nen Landstrichen oder gar nur von Urwäldern ist, sondern dass sie sich auch in der Kulturlandschaft, in jedem Garten und sogar bei der Tierhaltung (Haltung und Züchtung alter Tierrassen) verwirklichen lässt.

Natur kennen lernen und Natur in verschiedenen Lebensräumen erle- ben, das ist der Anspruch, dem die Naturschutzwoche seit gut drei Jahrzehnten verpflichtet ist, aber auch das Ziel, den Naturschutzge- danken zu stärken und über die Lehrerinnen und Lehrer zur zukünf- tigen Generation zu bringen, wird dabei nie vergessen. Der Tradition folgend wurde auch heuer zum Abschluss der Naturschutzwoche von den TeilnehmerInnen einstim- mig folgende Resolution verab-

Rückblicke

19. Naturschutzwoche im Rückblick
19. Naturschutzwoche im Rückblick

schiedet:

Auf der UNO – Konferenz von Rio de Janeiro im Jahre 1992 wurde von über 150 Staaten ein „Übereinkommen über die biologi- sche Vielfalt“ unterzeichnet, in dem auf die weltweite Bedrohung dieser Vielfalt hingewiesen wurde. Auch die Alpenkonvention, ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag, der jegliche Verschlechterung in allen Schutzge- bieten verbietet, zielt darauf ab, die Artenvielfalt zu schützen. Ungeach- tet dessen geht weltweit das Arten- sterben sogar in den ausgewiesenen Schutzgebieten unvermindert und uneingeschränkt weiter. Die Roten Listen der gefährdeten Tierarten und Pflanzen dokumentieren die drasti- schen Verluste in unserem Lande. Daraus resultiert, dass die genann- ten Erklärungen leider nie konse- quent in die Tat umgesetzt werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 19. Naturschutzwoche sind der Überzeugung, dass die gesamte Artenvielfalt die Grundlage für unser wirtschaftliches, soziales und kultu- relles Wohlbefinden sind. Sie haben sich bei den diversen Fachvorträgen und Fachexkursionen im Schnalstal persönlich von den Bedrohungen der Artenvielfalt überzeugen können und sie sind zu folgenden Überlegungen gelangt:

der Verlust einer jeden Art ist ein irreversibler genetischer Ver- lust!

die traditionelle Kulturlandschaft mit ihren Bauten und kleinstruktu- rierten Flächen, die von den Bau- ern durch Jahrhunderte geschaf- fen wurden, kann ebenfalls als

Beitrag zu Vielfalt angesehen wer- den. Ebenso wichtig ist die Vielfalt an traditionellen Nutzpflanzen und an alten Tierrassen (genetische Vielfalt);

den Bereichen Heimat-, Umwelt-, Natur- und Erziehungskunde ist in den Schulen unbedingt ein größerer Stellenwert einzuräumen;

die Schulverwaltung wird ersucht, in Hinkunft Projekte im Zusammen- hang mit den Schwerpunkten Biodi- versität zu fördern;

sie verstehen sich u.a. als Multiplika- toren des Natur- und Umweltschutz- gedankens und wünschen sich, dass die vielen gesetzlichen Bestimmun- gen nicht nur radikal umgesetzt, son- dern auch konsequent kontrolliert werden (z.B. Revitalisierung zerstör- ter Lebensräume, nicht notwendige Eingriffe vermeiden etc.) Verbale Lippenbekenntnisse, die leider im- mer noch zum täglichen Brot vieler Entscheidungsträger gehören, sind kein Beitrag zum Erhalt der Arten- vielfalt und müssen mit Mut und Ent- schiedenheit eines jeden Einzelnen unterbunden werden;

der Naturschutz darf nicht an den Grenzen der Schutzgebiete aufhö- ren. Um die gesamte Vielfalt zu ret- ten, muss er alle Lebensräume ein- schließen und vernetzen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 19. Naturschutzwoche sprechen sich im Sinne der Vereinten Nationen, die das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität erklärt haben, für einen schöpfungsgerechten, nachhalti- gen, wirksamen und ganzheitlichen Artenschutz aus und fordern die verant- wortlichen Politiker, Umweltorganisatio-

fordern die verant- wortlichen Politiker, Umweltorganisatio- nen, Vereine und Verbände sowie die Kirche und
fordern die verant- wortlichen Politiker, Umweltorganisatio- nen, Vereine und Verbände sowie die Kirche und

nen, Vereine und Verbände sowie die Kirche und Institutionen, welche diese bedrohliche Entwicklung posi- tiv beeinflussen können, auf, ihren Beitrag dazu zu leisten. Sie wün- schen sich von den Schulfunktionä- ren, dass das Thema Artenschutz verstärkt in der Aus- und Fortbildung sowie im Unterricht berücksichtigt wird.

Auch die Wissenschaft ist gefordert, noch bestehende Lücken bei der Artenvielfalt (Wirbellose und Mikro- organismen) zu schließen.

Für die Teilnehmerinnen und Teil- nehmer der 19. Naturschutzwoche

Univ.-Prof. Dr. Franz Wolkinger, Graz - Hauptreferent

Dr. Peter Ortner – Obmann des Hei- matpflegeverbandes

Josef Oberhofer – Organisator der Naturschutzwoche und Geschäfts- führer des Heimatpflegeverbandes Südtirol

Text und Fotos:

Paul Peter Niederwolfsgruber

und Geschäfts- führer des Heimatpflegeverbandes Südtirol Text und Fotos: Paul Peter Niederwolfsgruber Seite 11

Rückblicke

Seminare im Rückblick
Seminare im Rückblick

Der Sommer war heiß -

und trotzdem sind die Lehrpersonen des KSL bei den Sommerseminaren zahlreicher denn je:

Bei den heißen Rhythmen und den noch heißeren Temperaturen wurde in Marling beim Seminar Modern Dancing getanzt, dass die Schweißtropfen nur so flogen. Refe- rentin Kathrin Kerschbaumer konnte treue Fans ihres Kurses begrüßen und die Neuen mit ihren Ideen und ihrer lockeren Art begeis- tern. Am Ende bestaunten sich die Teilneh- mer auf den Videoaufnahmen. Es sah sehr professionell aus. Ob die Lehrpersonen diese Aufnahmen ihren Kindern vor Ort zeigen werden? Auf jeden Fall werden die Ergebnis- se in dem einen oder anderen Wahlfach oder bei Aufführungen sichtbar sein.

Um das Thema Kräfte sammeln, ging es bei dem Semiar mit Frau Margit Auinger in Gold- rain. Es waren heilsame Stunden für Leib und Seele. Es gab viel Zeit für Gespräche und Begegnungen, Erfahrungen, die ausgetauscht wurden und Freiräume, die mit viel Muße gefüllt werden konnten.

Viele Übungen können zu jeder Zeit auch in den Klassen eingesetzt werden. Gestärkt und glücklich verabschiedeten sich die Teilneh- mer.

Das Naturerleben sowie die Geschich- te/Geschichten des Passeiertales war bei dem Seminar NaturparkTexelgruppe Thema Nummer eins. Nachdem uns das Wetter ei- nen Strich durch unsere erste Wanderung gemacht hatte, gab es als Alternativprogramm die Besichtigung des Bunker Mooseums in Moos in Passeier. Einblicke in die Kriegszeit und Geologie sowie die Geschichte des Pas- seiertales waren die sehr professionell vorge- tragenen Themen von Herrn Johannes.

In der Nacht hatte es bis fast ins Tal herunter geschneit. Doch am nächsten Tag lachte uns eine strahlende Sonne entgegen und so stand der Überschreitung über die Spronser- seenplatte nichts mehr im Wege.

Lehren heißt zeigen, dass etwas möglich ist

Im Jahr 2006 hielt Prof. DDDr. Clemens Sedmak bei der Päd. Großtagung das Referat „Dem Leben Sinn geben - Aufgaben der Schule“. Im vergangenen Au- gust hielt Clemens Sedmak ein gut besuchtes KSL-Seminar in

gust hielt Clemens Sedmak ein gut besuchtes KSL-Seminar in Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Markus Seppi, unser
gust hielt Clemens Sedmak ein gut besuchtes KSL-Seminar in Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Markus Seppi, unser

Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber

Markus Seppi, unser Bergführer, begleitete uns fachkundig über die eiskalten Berge und zu den Seen. Er informierte uns über die Themen des Naturparkes, dessen Auswirkun- gen und Gesetze und erzählte uns vom To- tenweg, der bis nach St. Peter in Gratsch führte.

Auf der Schutzhütte Oberkaser angelangt, waren viele Teilnehmer müde - andere er- klommen noch in den Nachtstunden einen nahen Gipfel.

Am nächsten Tag begann bei Traumwetter der Abstieg - oder auch der Anstieg (die Mut- spitze lockte noch einmal zu einem Gipfeler- lebnis). Mit vielen neuen Freundschaften im Herzen und gestärkt durch viele Erlebnisse verabschiedeten sich die Teilnehmer mit Freude auf ein Wiedersehen.

Sonja Reinstadler Rossi

Am Tauern-Radweg waren unter der Führung von Albert Wieland 33 KSL-Radler unterwegs. 350 Kilometer waren zu bewältigen von den Krimmler Wasserfällen bis nach Pas- sau.

Wieland 33 KSL-Radler unterwegs. 350 Kilometer waren zu bewältigen von den Krimmler Wasserfällen bis nach Pas-
Wieland 33 KSL-Radler unterwegs. 350 Kilometer waren zu bewältigen von den Krimmler Wasserfällen bis nach Pas-

Rückblicke

Seminare im Rückblick
Seminare im Rückblick

Lernen vor Ort mit Christian Aspmair

Enormer Beliebtheit erfreuen sich die geologischen Exkursionen, die der KSL immer zur Sommerszeit anbietet. Dank Christian Aspmair sind diese Fortbildun- gen wahre Erlebnisse, die Teilnehmerin- nen und Teilnehmer erleben hautnah die Besonderheiten eines Fleckchens Südti- rol, und allein die Auswahl der Ziele ermöglicht jeweils ein Eintauchen in die Realität unseres Berglandes.

Wenn dazu noch reichlich Information über die geologische Beschaffenheit des Gebietes – dargebracht in lebendiger, nie zu hochtrabender Weise – vermittelt wird, so rundet sich das Ganze zu einem echten Erlebnistag ab, der als wahre Bereicherung im Sommerprogramm angesehen werden kann. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich alljährlich 100 und mehr KSL-Mitglieder für diese praxisbezogene Form der Fort- bildung anmelden.

Im Sommer 2010 waren zwei Ziele ange- peilt worden:

Einmal das sogenannte „Tauernfenster“, das wir vom Neves- Stausee bis hinauf zur Chemnitzer Hütte und weiter über Blockgestein bis zum Tristensee erleben durften, zum zweiten die landschaftlich sehr reizvolle Umrundung des Peitlerkofels vom Würzjoch aus. Der Referent gab uns überall Einblick in die Besonderheiten der Geologie, berichtete über die Millio- nen Jahre alte Entstehungsgeschichte unserer Bergwelt, hatte aber auch Au- gen und Sinn für andere Sehenswürdig- keiten am Wegrand, so seltene Blumen, Pflanzen und Naturereignisse, die unser Landschaftsbild prägen.

Die Teilnehmer waren jeweils sehr dankbar und freuen sich schon auf die Angebote im Sommer 2011, auch weil das Gesellige mit einer meist zünftigen Einkehr in einer der vielen schönen Almhütten nicht zu kurz kommt!

Luis Mahlknecht

Kulturlandschaft Oberer Vinschgau —

Fotos: Ludwig Schöpf
Fotos: Ludwig Schöpf

Entfalten und Gestalten

Alltagsstress hinter sich lassen, eintauchen in eine Wohl- fühloase der Ruhe, der Anerkennung und des eigenen Seins. Dies war für alle Teilnehmerinnen des Seminars:

Entfalten und Gestalten – die Schule als Ort der Persön- lichkeitsbildung“, im Schloss Goldrain an den Tagen vom 8.-10. Juli 2010, möglich. Wie der Titel schon verrät, ging es um die eigene Persönlichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Ziel dieser Veranstaltung war es, durch das Entdecken und Entfalten der eigenen inneren Kreativi- tät die Persönlichkeit zu fördern, um gestärkt wieder den Schulalltag zu bewältigen. Frau Margitta Bukovski führte die Anwesenden durch tiefsinnige Kurzreferate in die Welt des Papiers und Buchbindens ein. Im Wort Buchbinden stecken die Be-griffe „binden“, „Bindung“. Welche Bindun- gen sind das? Bindungen zu Freunden, Eltern, Kindern, Schülern usw.? Während des Buchbindens versanken alle in einen kreativen Prozess, der alle so fesselte, dass so mancher die Pause vergaß. Es entstanden faszinierende, einzigartige, ganz persönliche Werke, die in einer abschlie- ßenden Vernissage von allen betrachtet und gelobt wur- den. Alles war angebracht und so wie es war, passte es in diesem Moment und war Ausdruck inneren Seins. Jeder durfte so sein wie er ist und das was entstand wurde von allen geachtet und geschätzt. Diese Qualitäten gilt es auch den Schülern zu übermitteln und erst durch die eigene Erfahrung ist dies möglich. In Diskussionsrunden konnten Stresssituationen des Schulalltags thematisiert, Erfahrun- gen und Tipps ausgetauscht werden. Dies war für die Be- teiligten sehr wertvoll und Ich-stärkend.

Die zwei Abende im Schloss waren für die übernachtenden Lehrerinnen ein zusätzliches Kräfte tanken; Erfahrungen wurden ausgetauscht und Freundschaften geschlossen. Als das Ende vor der Tür stand, verabschiedeten sich einige schweren Herzens, da sie sich sehr wohl und aner- kannt fühlten. An dieser Stelle sei Frau Margitta Bukovski für ihre wertvolle, achtsame und tiefsinnige Art gedankt und auch dem KSL, der dies ermöglichte.

Christine Telser

ihre wertvolle, achtsame und tiefsinnige Art gedankt und auch dem KSL, der dies ermöglichte. Christine Telser

Rückblicke

Seminare im Rückblick
Seminare im Rückblick

Das Kanaltal und Tarvis

„Taice Minderheitn“ — wie sich ethnische Identität im Kontext der gegebenen regionalen, historischen, politischen

Kontext der gegebenen regionalen, historischen, politischen Ja, ein einfa- cher Kassabon. Und doch – schon genau

Ja, ein einfa- cher Kassabon. Und doch – schon genau gelesen?

Abgesehen vom niedrigen Preis, findet sich darauf ein Dank und Gruß,

„in a bsundra Schproch“. Schwierig zum Lesen? Na, ja!

Sprachinseldeutsch sind Sprachformen, meist germanischen Ursprungs. Und Sprachinsel- menschen nutzen jede Möglichkeit ihre Spra- che sichtbar zu machen. Sie wollen ihre Ei- genheiten erhalten. Deshalb arbeiten sie mit viel Begeisterung und Einsatz am Erhalten ihrer Kultur und Sprache. Sie brauchen aber wissenschaftliche Unterstützung und Betreu- ung.

Davon konnten wir uns alle überzeugen auf der Bildungsfahrt des KSL Ende August durchs Kanaltal bis Zahre und Tischlbong. Unser Kursleiter Hans Walder hatte alles Organisatorische professionell im Griff, so dass der Experte in Minderheitsfragen Luis Thomas Prader viele Augenblicke nutzen konnte, uns fachlich zu betreuen.

Seine Bekanntschaften ermöglichten uns

einen regen Austausch mit dortigen

Politikern und Kulturträgern. Es wurde uns in den gemeinsamen Gesprächen wohl klar, mit welchem unermüdlichen Einsatz, mit wie viel Herzblut für Sprache und Kultur in diesen Sprachinseln gearbeitet wird. Interessant sind die Parallelen zur Südtiroler Geschichte, vor allem im Kanaltal, das als Sonderfall bezeich- net wird. Über eine wilde Schlucht erreichten wir Zahre, ein Platz zum Abtauchen und Ver- schwinden, aber auch mit einer Schinken - und Bierfabrik. Tischelbong scheint nur ein Straßendorf zu sein. Warum sollten wir uns da aufhalten? Vielleicht die überdimensionale Kirche zu besichtigen oder das Kriegermuse- um? Auch. Aber beim „oltn goot is prindl“ füllten wir unsere Wasserflaschen. Alles hat dort einen tiefen Sinn, eine besondere Ge- schichte, behaftet mit innigem Glauben. Auf dieser Bildungsfahrt konnten wir uns überzeu- gen, dass die Suche nach Identität dieser Orte sich gelohnt hat. Selbstbewusst sind uns die Menschen begegnet.

Und der Satz unseres Experten: „Man weiß, wann man in der Zahre ankommt, man weiß nicht, wann man wegkommt“, hat sich als wahr herausgestellt. Nicht, dass wir unpünkt- lich in Bozen angereist sind, dafür hat der Reiseleiter schon gesorgt. Keine Über- schwemmung, kein Erdbeben! Vielmehr ist es an jenem Abend in Zahre „früh“ geworden. In einer geselligen Runde mit dem Chor von

Zahre ließen wir in gegenseitiger Verbunden- heit spüren, dass sich der gemeinsame Ein- satz für „di taice Minderheitn“ lohnt.

Vargeltzgot vir ols. A Schproch vir ola, ola vir da Schproch. ( Tischelbong)

Sieglinde Fauster

ola, ola vir da Schproch. ( Tischelbong) Sieglinde Fauster Glück macht Schule In einigen Schulen in
ola, ola vir da Schproch. ( Tischelbong) Sieglinde Fauster Glück macht Schule In einigen Schulen in

Glück macht Schule

In einigen Schulen in Deutschland und Österreich wurde das Schulfach Glück eingeführt, mit dem Ziel, die Lebenskompe- tenz und Lebensfreude im Schulalltag stärker zu realisieren. „Glück ist erlernbar“ sagt der Promotor des Unterrichtsfach

Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber
Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber
zu realisieren. „Glück ist erlernbar“ sagt der Promotor des Unterrichtsfach Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Seite 14
zu realisieren. „Glück ist erlernbar“ sagt der Promotor des Unterrichtsfach Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Seite 14
zu realisieren. „Glück ist erlernbar“ sagt der Promotor des Unterrichtsfach Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Seite 14
zu realisieren. „Glück ist erlernbar“ sagt der Promotor des Unterrichtsfach Fotos: Paul P. Niederwolfsgruber Seite 14

Seite 14

Rückblicke

Seminare im Rückblick
Seminare im Rückblick

Eine Fotoreportage von Sommerseminaren

Fotos von Referenten und Kursleitern

Trommle dich frei! Päd. Einsatz der Trommel

Lehrpersonen haben mit ihren eigenen Kindern

der Trommel Lehrpersonen haben mit ihren eigenen Kindern Leben & wirtschaften mit der Na- Humor in
der Trommel Lehrpersonen haben mit ihren eigenen Kindern Leben & wirtschaften mit der Na- Humor in
der Trommel Lehrpersonen haben mit ihren eigenen Kindern Leben & wirtschaften mit der Na- Humor in

Leben & wirtschaften mit der Na-

ihren eigenen Kindern Leben & wirtschaften mit der Na- Humor in der Kommunikation Pausenspiele für zwischendurch

Humor in der Kommunikation

& wirtschaften mit der Na- Humor in der Kommunikation Pausenspiele für zwischendurch & wenig Material mit

Pausenspiele für zwischendurch & wenig Material mit Alois Hechenberger

zwischendurch & wenig Material mit Alois Hechenberger Natur—Rhythmen-Stimme. Eine Ideenwerkstatt mit Georg und
zwischendurch & wenig Material mit Alois Hechenberger Natur—Rhythmen-Stimme. Eine Ideenwerkstatt mit Georg und

Natur—Rhythmen-Stimme. Eine Ideenwerkstatt mit Georg und Ossy Pardeller

Eine Ideenwerkstatt mit Georg und Ossy Pardeller Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien Marian Cescutti,
Eine Ideenwerkstatt mit Georg und Ossy Pardeller Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien Marian Cescutti,

Viac tla ladinia

Eine Reise nach Ladinien

und Ossy Pardeller Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien Marian Cescutti, Leander Moroder Livinalongo Colle

Marian Cescutti, Leander Moroder

Pardeller Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien Marian Cescutti, Leander Moroder Livinalongo Colle S. Lucia

Livinalongo

Pardeller Viac tla ladinia Eine Reise nach Ladinien Marian Cescutti, Leander Moroder Livinalongo Colle S. Lucia

Colle S. Lucia

Rückblicke

Reisen im Rückblick
Reisen im Rückblick

Ein Reisebericht im Zeitraffer:

Reisen im Rückblick Ein Reisebericht im Zeitraffer: 20 Teilnehmer hatten sich von diesen Rei- sezielen

20 Teilnehmer hatten sich von diesen Rei- sezielen angesprochen gefühlt und vertrau- ten sich vom 29. Juli bis 5. August dem Tourleader Luis Mahlknecht an. Weit über 1500 km legten wir im Laufe der Reise zu- rück und lernten ein Land kennen, eine Landschaft lieben, die unseren Blick im wahrsten Sinne des Wortes weitete: Endlo- se Flächen in Grüntönen – von weidenden Schafen weiß gesprenkelt – glitten an uns vorüber.

Unsere Reiseführerin Margaret führte uns die Schönheiten dieses Landes vor Augen, besonders ihrer Heimat Wales, wo noch eine keltische Sprache gesprochen wird,

blendete aber auch die sozialen und politi- schen Probleme nicht aus.

Unser erster Halt galt einer der meistbe- suchten Städte Englands, Stratford-upon- Avon. Das Genie William Shakespeare hat seinen Geburtsort zu einer Pilgerstätte ge- macht.

Der walisische Abend im Schloß von Ruthin stimmte uns dann mit Musik, Gesang und reichlichem Essen auf unsere nächsten Reiseziele ein. Zunächst ging es nach Nord- england, wo uns Chester mit dem geschäfti- gen Treiben in seinen Fachwerkarkaden und der intakten Stadtmauer begeisterte.

Ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist auch das walisische Caernarfon, wo Edward I. 1283 eine einzigartige Pracht- burg bauen ließ, in der Prinz Charles 1969 von seiner Mutter zum „Prince of Wales“ gekrönt wurde.

Einer der vielen Gärten Großbritanniens durfte natürlich nicht fehlen – es war der großzügig angelegte Bodnant Garden.

Weitere Stationen unserer Reise waren der Nationalpark Snowdonia mit seinen „hohen“ Bergen, das Städtchen Portmeirion und St.

David`s, mit 1600 Einwohnern die kleinste Stadt Großbritanniens, aber mit einer wun- dervollen Kathedrale aus dem 12. Jahrhun- dert.

In Cardiff, der Hauptstadt von Wales, ver- führten uns die mondänen Einkaufspassa- gen zu ausgiebigem „Shoppen“.

Auf dem Weg nach London sahen wir noch Bath und dann den rätselhaften Steinkreis Stonehenge, abschließend folgte Win- chester, Standort einer prachtvollen Ka- thedrale und durch „König Artus` Tafelrun- de“ mit dem mittelalterlichen Mythos verbun- den.

Bereichernd fanden wir, dass man uns nicht nur die architektonischen Sehenswürdigkei- ten zeigte, sondern auch den Alltag von Arbeitern in einem ehemaligen Kohleberg- werk und die Arbeitsgänge bei der Verarbei- tung von Schiefer und Schafwolle, war die Förderung bzw. Verarbeitung dieser Roh-

Schafwolle, war die Förderung bzw. Verarbeitung dieser Roh- Am Ortler unterwegs: Berggedanken, Gedichte, Eindrücke
Schafwolle, war die Förderung bzw. Verarbeitung dieser Roh- Am Ortler unterwegs: Berggedanken, Gedichte, Eindrücke
Schafwolle, war die Förderung bzw. Verarbeitung dieser Roh- Am Ortler unterwegs: Berggedanken, Gedichte, Eindrücke

Am Ortler unterwegs: Berggedanken, Gedichte, Eindrücke

Eine Gruppe von 14 Personen: Lehrpersonen mit Partner/innen und Martin, ein freundlicher Junge mit 9 Jahren waren vom 2. – 5. Juli bei strahlendem Wetter am Ortler unterwegs. Der Berg eröffnete seine Vielfalt: Blumen, Steine, Sagen, Geschichten und Begegnungen.

Auf dem Heimweg wurde uns bewusst, dass wir den Alltag vergessen haben und in eine andere Welt eingetaucht sind. Persönliche Eindrücke der Teilnehmerinnen spiegeln einige Erlebnisse wider.

Unterwegs sein im Gebirge ermöglicht mir, mich bewusst zu entschleunigen, indem ich einen Fuß nach dem anderen setze, mich zurück nehme, mich klein mache, um meine Seele für das Große, das Unerwartete, das Unverfälschte, das die Natur bereit hält, zu öffnen. Nur die Natur selbst draußen unter freiem Himmel lehrt mich, Zusammenhänge zu verstehen, den Ursprung der Dinge zu entschlüsseln, das Komplizierte zu entflechten, das Einfache zu schätzen, das Wahre zu erkennen. Sie führt mich wieder zu mir selbst und bringt mich ins Lot. Wanderungen wie diese sind für mich ein Segen, ein Geschenk, ein Bedürfnis,

Ein Stein einer unter vielen auf den weiten Geröllhalden des "Kini", gebettet in Schnee, getragen vom Gletscherstrom, zermalmt und zerstoßen, geschliffen und gerollt, von mächtigen Gewalten, gewärmt von der Sonne, fand den Weg in meine Hosentasche.

Fotos: Heinrich Moriggl

Rückblicke

Eintritt in den Ruhestand
Eintritt in den Ruhestand

Verabschiedung zweier verdienter Lehrpersonen

 

Ein Dankeschön an vier Lehrper- sonen der GS Jenesien

Die KSL-Vertreterinnen des SSP Prad luden am 11. Juni 2010 zur Pensionistenfeier ein. Am frühen Abend trafen sich die Lehrpersonen von Prad und Sulden in der Fischerstube am Prader

chen lustigen Einlagen . So wurde für Renata ein „Interview für eine Lehrerin“ zusammengestellt, die in Pension geht. Um sie selbst nicht in Verle- genheit zu bringen, haben die Kolleginnen die

„Sie gehen in Pension, sie machen eine

wohlverdiente Pause,

sie gehen in Pension, vermissen werden

 

wir sie ganz bestimmt!“

Fischerteich, um zwei Lehrerinnen zum wohlver- dienten Ruhestand zu verabschieden.

Dass so viele unserer Einladung gefolgt sind, ist ein Zeichen echter Berufsgemeinschaft und Kollegialität. Renata Oberperfler aus Prad und Anna Lechtaler aus Sulden waren die Neu – Pensionistinnen, denen wir eine würdige und fröhliche Abschiedsfeier bereiten wollten. Herz- lich begrüßen konnten wir als Ehrengast Frau Helga Pircher von der KSL Bundesleitung.

Direktor Reinhart Zangerle würdigte die Ver- dienste der beiden Lehrerinnen in einer Laudatio mit Foto-Einlagen aus früherer Schuldienstzeit, wo beim Anblick der ehemaligen„jungen“ Lehre- rinnen so manches: “Na, schaug!“ entschlüpfte.

Fragen musikalisch beantwort und sehr witzig interpretiert. (Renata wird der „Kleine grüne Kak- tus“ noch lange in Erinnerung bleiben).

Nach der offiziellen Feierlichkeit wurde Renata und Anna ein schöner Blumenstock als Geschenk im Namen des KSL überreicht. Dann ging es über zum gemütlichen Teil. Heino und Co hatten uns ein köstliches Menü vorbereitet. Vor dem Essen legten wir noch eine Gedenkminute für den ver- storbenen Direktor Franz Egger ein.

In geselliger Runde wurde nicht nur gut gegessen und getrunken, sondern auch viel geplaudert und gelacht. Den gelungenen Abend ließen wir mit Musik und Tanz ausklingen, wo Hermine noch mit einer Überraschung aufwartete. Zum Lied „Für dich soll’s rote Rosen regnen“ ließ sie viele rote Rosenblätter über die Tanzenden flattern.

 

Mit diesem Lied wurden am letzten Schultag vier Lehrpersonen der Grundschule Jenesien verabschiedet. Für Veronika Bergmann Gut- mann, Elisabeth Obertimpfler Egger, Cornelia Pardeller Unterkofler und Pepi Gutmann be- ginnt mit Ende des Schuljahres ein neuer Lebensabschnitt.

Der Festplatz von Jenesien bildete einen schö- nen Rahmen für dieses besondere Ereignis. Nahezu 400 Menschen ließen es sich nicht nehmen dabei zu sein: Kinder und Eltern der Grundschule, die Familien der Geehrten, ehe- malige Kollegen und Kolleginnen und Wegge- fährten, der neu gewählte Gemeindeaus- schuss…

Nach dem ergreifenden Schlussgottesdienst

Als KSL - Obfrau brachte ich die Ehrung der Kolleginnen in der unten stehenden Gedichtform vor und die Kolleginnen der Schulen von Prad und Sulden verabschiedeten sich mit einfallsrei-

Ein Hoch der Pension

wurden Vroni, Lisl, Conny und Pepi von ihren Schulkindern und Kolleg/innen mit lustigen Liedern, Theaterstücken,

wurden Vroni, Lisl, Conny und Pepi von ihren Schulkindern und Kolleg/innen mit lustigen Liedern, Theaterstücken, Wünschen und Ge- schenken überrascht. Aus den Dankesworten von Schulleiter Gerhard Hofer, Frau Direktor

Steht eine Verabschiedung an, ist ganz klar - die feiert man. Um es würdig zu begeh’n, wollen wir Renata und Anna seh’n. Denn sie sind heut unsere Gäste bei dem Pensionierungsfeste.

Dr. Sigrun Falkensteiner, den Elternvertreterin- nen Dagmar Hafner und Irene Wieser und Bürgermeister Paul Romen konnte man die große Wertschätzung spüren, die die vier Lehrpersonen in unserer Schulgemeinschaft und im gesamten Dorf genießen.

Denn Renata hat fürwahr unterrichtet 39 Jahr. Pflichtbewusst und kompetent, zum Unterrichten viel Talent, stets war sie pünktlich, selten krank, dafür gebührt ihr höchster Dank. Sie dankt nun ab und geht gelassen

ganz ohne Reue, man kann’s kaum fassen. Beim Kaffeekränzchen mit Genuss hat sie Ideen im Überschuss und mancher wohlgemeinte Rat von ihr - mich oft begleitet hat. Und die Anna, ihr sollt es wissen:

Die Zeit des Ruhestandes sei recht angenehm & sorgenfrei. Viel Spaß, Gesundheit jederzeit. Zum Ausruhen Gelegenheit.

Nach dem offiziellen Teil wurde das Fest bei einem gemeinsamen Mittagessen fortgesetzt und klang in einem gemütlichen Beisammen- sein aus.

Und immer einen Überschuss

an Lebensfreude und Genuss.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die dazu beigetragen haben, dass dieser Tag zu einem unvergesslichen Festtag wurde.

Liebe Vroni, liebe Lisl, liebe Conny und

Heut’ wollen wir Euch beide ehren.

Unsere wohlverdienten Lehrpersonen Veronika, Josef, Elisabeth und Cornelia

lieber Pepi! Wir danken euch für die gemeinsa- me Zeit, für euren Einsatz und für eure Ver- dienste um Schule und Dorf.

gehen in Pension!

32 Jahr will sie nicht missen.

 
32 Jahr will sie nicht missen.  

Die Ludmilla fehlt ihr sehr

An einem Feiertag wie heute

und die Arbeit wird immer mehr.

kommen von nah und fern viele Leute

Viele km fuhr sie ein und aus

um mit Euch zu feiern diesen Tag

zu Konferenzen und wieder nach Haus.

der Euch nur Gutes bringen mag.

Sie nimmt den Hut, sagt leis’ „Ade“,

Ein neuer Lebensabschnitt kommt nun auf Euch zu,

in Pension geh’n tut gar nicht weh.

genießt das Leben,

Mit dem Segen der Kollegen

kommt zur Ruh.

Pepi Gutmann, Elisabeth Obertimpfler Egger, Cornelia Pardeller Unterkofler, Veronika Gutmann

Der Ruhestand dient vor allen Zwecken

Seite 17

Obertimpfler Egger, Cornelia Pardeller Unterkofler, Veronika Gutmann Der Ruhestand dient vor allen Zwecken Seite 17

Rückblicke

Eintritt in den Ruhestand
Eintritt in den Ruhestand

Pensionistenfeier am 20. Mai 2010 in Bozen

Erfreulich viele Kolleginnen und Kollegen im Dienst und im Ruhestand haben der Einla- dung des KSL-Bezirks Bozen Folge geleistet und fanden sich an einem Maiabend in einem Bozner Traditionsgasthaus ein. Überrascht und freudig begrüßten sich die Eingetroffenen bei einem Aperitif im internen Garten und in guter Laune begab man sich in den festlich ge- schmückten Speisesaal.

Nun begrüßte die KSL-Vertreterin Waldtraud Pörnbacher Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Frau Dir. Marianne Steinhauser, Herrn Dir. Ferdi- nand Wiedenhofer, Frau Dir. Angelika Koll- mann, die KSL- Vorsitzende Sonja Klotz Sporn- berger, die Pensionistenverteterin Herlinde Reitsamer Lorenzini, alle Kolleginnen und Kol- legen und besonders herzlich die vier Damen, denen dieser Abend gewidmet war: Gertrud Reichl Rottensteiner, Margareth Prieth Schieder, Annalisa Dorigatti und Antonietta Bonsi. Sie richtete Grüße von Abwesenden aus und bedankte sich bei all jenen, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen haben.

Das vorzügliche Abendessen leitete über zum offiziellen Teil, in dessen Verlauf Heiteres und Sachliches, wie bei solchen Anlässen üblich, einander abwechselten.

In der Ehrung, die sie in ein Dalli-Klick- Ratespiel fasste, beschrieb Frau Dir. Angelika Kollmann die Berufslaufbahn der Einzelnen, ihre besonderen Fähigkeiten und Schwer- punkte.

Die Präsente, die den Ruheständlerinnen im Namen des KSL von Kolleginnen überreicht wurden, waren bescheiden aber mit Bedacht ausgewählt.

Es folgte die Schulhymne - zum 100-jährigen Bestehen der Goetheschule mitverfasst von Frau Gertrud Rottensteiner und zu diesem Anlass auf sie, ihre Leistungen und Vorzüge umgemünzt und gekonnt von den Aktiven vorgetragen. Die Darbietung löste allgemeine Heiterkeit bei den Festgästen und freudige Überraschung bei der Betroffenen aus.

Im nachfolgenden Sketch drückten drei Kolle- ginnen ihre Erwartungen vom Pensionistenda- sein in verlockenden Bildern aus und es war - zur Belustigung aller - klar, dass sie selbst als Pensionistinnen in spe ihren Vorbildern nach- folgen würden.

Auf diese Vorfreude ging der Schulamtsleiter in seinem gelungenen Beitrag ein. Wie freudi- ge Neugier die Arbeit mit den Kindern zu et- was Besonderem machte, so sei der Eintritt in

diesen neuen Lebensabschnitt geprägt von froher Erwartung der sich neu bietenden Möglichkeiten.

In bewährter Weise rundeten die KSL- Vertreterinnen diese harmonische Feier ab:

Durch den Vortrag der „Geschichte vom Bleistift“ von P. Coelho erinnerten sie daran, dass jeder Mensch durch sein Wirken Spu- ren hinterlässt, ganz besonders aber Lehrer, und sie wünschten den Geehrten, dass sie weiterhin aktiv bleiben mögen und wiesen auch auf die vielfältigen Angebote des KSL für Pensionistinnen und Pensionisten hin.

Inge Weiss

KSL für Pensionistinnen und Pensionisten hin. Inge Weiss Von links: Margareth Prieth, Antonietta Bonsi, Annalisa

Von links: Margareth Prieth, Antonietta Bonsi, Annalisa Dorigatti, Gertrud Reichl

In den wohlverdienten Ruhestand gesungen

Zum Schulschluss organisierten die Lehrpersonen der Grundschule Gries in Zusammenarbeit mit der KSL Bezirksobfrau Karin Schweigkofler im Juni einen Grillabend und stimmten fröhlich und beschwingt in die anstehenden Sommerferien ein.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde einer Lehrper- son ein ganz besonderer Platz eingeräumt. Gabriele Pattis Mair war jahrelang als Religionslehrerin an der Schule in Gries tätig und wurde von Kolleginnen, Schülern, Eltern sowie dem Herrn Direktor Dr. Chris- tian Gallmetzer als pflichtbewusste und engagierte Person geschätzt.

Überraschend für die angehende Pensionistin waren neben den netten und warmherzigen Worten des Herrn Direktors und der Kollegin Sonia Spornberger. Besonders angetan zeigte sich die Geehrte von den Dankesworten ihrer Kolleginnen in Liedform . Die auf sie abgestimmten Reime erklangen zu bekannten Melodien der Lieder, die Gabi immer in die Schüler- gottesdienste einbaute.

Ein Fahrtengutschein und ein Ahornbaum als Ge- schenk sollen die Religionslehrerin an die Schule in Gries und an ihre Arbeitskolleginnen erinnern, die sich hier nochmals in aller Form für ihre Tätigkeit bedanken und ihr alles Glück für ihren neuen Le- bensabschnitt wünschen.

alles Glück für ihren neuen Le- bensabschnitt wünschen. Ein besonderes Dankeschön gebührt ebenso der Gastgeberin

Ein besonderes Dankeschön gebührt ebenso der Gastgeberin Sonia Spornberger und ihrem Mann Hans, die die Lehrpersonen den ganzen Abend ver- wöhnten. Ebenso soll dem KSL gedankt werden, der Pensionistenfeiern langjähriger Mitglieder großzügig unterstützt.

Sabine Ruepp

dem KSL gedankt werden, der Pensionistenfeiern langjähriger Mitglieder großzügig unterstützt. Sabine Ruepp Seite 18
dem KSL gedankt werden, der Pensionistenfeiern langjähriger Mitglieder großzügig unterstützt. Sabine Ruepp Seite 18

Informationen

Abschied nehmen
Abschied nehmen

Liebe Hilde,

nach einem erfüllten Leben bist du Ende August von den Leiden der letzten Lebensmonate erlöst in das Reich Gottes eingekehrt.

Du warst vor vielen Jahrzehnten und immer noch für uns Lehrerinnen und Lehrer aus Bozen und dem ganzen Lan- de ein Vorbild.

und Lehrer aus Bozen und dem ganzen Lan- de ein Vorbild. Hilde Nicolussi Unvergessen werden uns

Hilde Nicolussi

Unvergessen werden uns in Erinnerung bleiben

deine nette Art mit uns von der LBA kommenden jungen Lehrern umzugehen, uns zu helfen und zu unterstützen,

dein korrektes Beispiel in der Schule im Umgang mit Schülern, Kolleginnen, Eltern,

deine Liebe zur Heimat, zur Pflege des muttersprachlichen Unterrichtes, zu dem, was Menschen vor uns geleistet haben, zur Achtung der Natur,

deine genauen Vorbereitungen für die Gestaltung der Unterrichtsstunden,

dein Anschauungsunterricht mit selbstgemachtem Bildmaterial und Fotos,

deine Strenge und Disziplin in der Klasse, deine Förderung von Begabten, deine Hilfestellung für Kinder mit Schwächen,

dein Einsatz für alles Schöne, das Bewahren unserer Traditionen und das „Nichtvergessen“ unserer Geschichte,

deine Gespräche, Erzählungen von „Gschichtln“, Bemerkungen zu allem Ta- ges- und Zeitgeschehen, deine Feste und Feiergestaltung bei vielen Anlässen, deine Museumsbesuche,

deine Stadtführungen, deine kritischen Leserbriefe,

deine Begleitung bei Fahrten durch unsere Heimat und in geschichtsträchtige oberitalienische Städte ,

dein Sinn für Kunst, Kunstgeschichte, Kultur, dein Einsatz für das kulturelle Leben in unserer Heimatstadt Bozen,

Liebe Sarah,

„Der Tod ist gewissermaßen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird.“

An dieses Zitat von J. W. v. Goethe werden wir nun schmerzvoll erinnert.

Es beginnt das 2. Halbjahr und du bist, von einem Tag auf den anderen, aus unserer Mitte gerissen.

In unserem Miteinander fehlt plötzlich ein lieber Mensch.

Wir alle sind tief betroffen, sprachlos, nung dich wiederzusehen.

sind tief betroffen, sprachlos, nung dich wiederzusehen. Johanna Sarah Karn dennoch voller Hoff- In diesem w

Johanna Sarah Karn

dennoch voller Hoff-

In diesem w i r , liebe Sarah, liegt die gesamte Schulgemeinschaft, vor allem die Kinder, die immer wieder nach dir fragen, deren Eltern, deine Kolleginnen und Kollegen, die Sekretärinnen, die Schulwarte, die Fr. Direktorin.

Doch dein Platz in unserer Gemeinschaft bleibt leer.

Liebe Sarah,

du warst ein Mensch mit Ecken und Kanten,

radlinig in deiner Art mit Menschen umzugehen, stets offen und einfühlsam, ein

ge-

Wir müssen sparen!

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, dass ihr alle zur Ein- sicht gekommen seid, dass der italienische Staat sparen muss. Es geht einfach nicht, dass Rom so viele beschäfti- gungslose Personen bezahlt, die in den Schulen des Landes versteckt eine ruhige Kugel schieben.

Deshalb habe ich veranlasst, dass man drastische Schritte setzt: 20.000 Posten werden gestrichen, auf diese Pseudo- Kräfte können wir leicht verzichten. Wenn Italien im europäi- schen Vergleich schulisch eher schwach dasteht (aber das bitte nicht weitersagen, die Ergebnisse der PISA-Studie sollte man gefälligst unter dem Teppich belassen), dann ist es in erster Linie auf faule Lehrkräfte zurückzuführen. Die Mehrzahl von ihnen stammt sowieso aus dem Süden Italiens, wo ohne- hin nur „geistig zurückgebliebene Personen wohnen, wie auch fachkundige Studien der Schädel-Konformation ergeben ha- ben“. Kurz gesagt, die Streichung dieser wenigen Stellen (ich hatte mehr verlangt, aber man überredete mich, zumindest für meine Kinder einige Lehrkräfte noch zu „reservieren“) erleich- tert das Staatsbudget um vieles, und wir können endlich das Geld dort einsetzen, wo wir es wirklich brauchen. Zum Bei- spiel um 200 sogenannte Hostessen zu bezahlen, die wir beim nächsten Staatsbesuch aus Libyen aufmarschieren las- sen. Denn bei solchen südlichen Nachbarn weiß man nie, wie man dran ist, und ich glaube es sei besser, unsere Prinzipien aufzugeben, denn uns den Zorn eines so mächtigen und weit- blickenden Staatsmannes einzuhandeln.

Sonst sind wir in unseren Prinzipien felsenfest drin: Sparen, sparen und nochmals sparen ist das Gebot der Stunde. Ich habe eine Studie in Auftrag gegeben, die herausfinden sollte, wo zu viele Gelder ausgegeben werden. Das ist einmal im Süden Italiens (für den es sowieso keine Rettung mehr gibt), dann auch in den Regionen mit Sonderstatut, die wir abschaf- fen müssen. Wieso sollten die braven italienischen Staatsbür- ger im Hochetsch anders dirigiert werden als jene in Bologna oder Turin? Wir haben die Vorherrschaft der Lombardei und des Piemont (mit Abstrichen des Veneto) auszuweiten, und alles sollte nach deren Pfeife tanzen.

Übrigens werden wir demnächst vor dem Dom zu Mailand auf einem großen Scheiterhaufen alle noch existierenden Exemp- lare des Buches „Terroni“ von Pino Aprile verbrennen. Das ist ein subversives Werk, wer mit einem dieser Bücher erwischt wird, sollte eigentlich gleich mit verbrannt werden. Aber leider verbietet mir das meine staatsmännische Haltung (aber im Grunde meines Herzens würde ich es zu gerne tun). Wenn wir die Schule zurechtstutzen und Systemkritiker totschweigen, dann haben wir ein großes Ziel erreicht. Und ich bin zuver- sichtlich, dass ich es schaffen werde. Bald.

Ziel erreicht. Und ich bin zuver- sichtlich, dass ich es schaffen werde. Bald. Ein immer überzeugterer

Ein immer überzeugterer

Mario Stello

Seite 19

Und ich bin zuver- sichtlich, dass ich es schaffen werde. Bald. Ein immer überzeugterer Mario Stello

V

E R S A N D

P O S T A B O N N E M E N T

A R T .

Abschied nehmen
Abschied nehmen

2 ,

K O M M A

2 0 / C ,

G E S E T Z

6 6 2 / 9 6 ,

B

O Z E N

E R S C H E I N T

Z

W E I M O N A T L I C H

 

In stillem Gedenken

Katholischer Südtiroler Lehrerbund Schlernstr. 1

Waltherhaus – 3. Stock

Telefon: 0471/978293

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Große Betroffenheit in der Pusterer Schulwelt löste der tragische Unfalltod des jungen Kollegen und KSL - Mitglieds Markus Oberhofer aus Nasen (Gemeinde Percha) aus. Wie jedes Jahr half Markus auch in den heurigen Som- merferien am elterli- chen Hof bei verschie- denen Arbeiten mit. Gemeinsam mit sei- nem Vater war er am 11. August mit dem Transport von Brenn- holz beschäftigt, als es mit dem Traktor zum Unglück kam, das ihm das Leben kostete. Es hatte nur 34 Jahre gedauert.

Wie beliebt Markus Oberhofer an den ver- schiedenen Schulen, in denen er in seiner kurz bemessenen Zeit unterrichtet hatte, war, zeig- te sich in der überaus zahlreichen Teilnahme an der Beerdigung. Percha wird wohl kaum jemals eine derart große Trauergemeinde erlebt haben. Schüler, Kollegen und Freunde gestalteten den Trauergottesdienst mit und aus den verschiedenen Texten und Liedern ging eindrucksvoll hervor, dass Markus Ober- hofer ein sehr einfühlsamer Lehrer von einem ausgeprägten sanften Wesen war. Als solcher wird er im Herzen Vieler weiterleben.

Wesen war. Als solcher wird er im Herzen Vieler weiterleben. Am 28. August 2010, es war

Am 28. August 2010, es war ihr Namenstag, wurde Adelinde Sulzenbacher im Beisein einer großen Trauergemeinde in Welsberg zu Grabe getragen. Auffallend viele Lehrerinnen und Lehrer, Direktorinnen und Direktoren und auch der Alt- Schulamtsleiter Dr. David Kofler waren gekommen, um der ehe- maligen Direktorin des Grundschulsprengels Welsberg die letzte Ehre zu erweisen.

Es ist keine leere Floskel, wenn man behauptet, die Frau Direktor Sulzenbacher war seinerzeit eine bekannte Größe in der Pusterer Schulwelt und sie ist es wohl bis zuletzt geblieben – die große Präsenz von Schulleuten bei der Beerdigung hat es eindrucksvoll gezeigt.

Am 18. Dezember 1935 wurde Adelinde Pattis in Welsberg geboren und sie ist dort auch aufgewachsen. Nach der Pflichtschule besuchte sie die Lehrerbildungsanstalt in Meran und nahm nach der Matura, erst 17-jährig, als jüngste Lehrerin Südtirols ihren Dienst in der Grundschule Winnebach auf. Dort lernte sie den Schulleiter Josef Sulzenbacher kennen und lieben. Die Ehe der beiden wurde mit vier Kindern gesegnet. Während Josef Sulzenba- cher in die Mittelschule wechselte und in Welsberg Direktor wurde, übernahm seine Frau Adelinde später die Agenden der dortigen Grundschuldirektion. Mit ganzer Kraft und Ener- gie setzte sie sich für die Schule ein und sie forderte dies auch von den Lehrerinnen und Lehrern. Fachwissen allein genügte ihr nicht, sie verlangte auch Wert-Haltungen. Darin konnte sie mitunter auch streng und unerbittlich sein. Doch die Schule und die Schüler wa- ren ihr zu wertvoll, als dass sie in diesem Punkt hätte nachgiebig sein können. Besonders die „Junglehrer“ hatten in dieser Hinsicht ihre Lektion zu lernen. Aber die Frau Direktor schaute auch auf sie, nahm sie an die Hand, begleitete sie mit Fachkenntnis und Umsicht über die Hürden der ersten Unterrichtsjahre und stärkte sie somit für die weitere Laufbahn.

Außerhalb des Schulalltags war Frau Sulzenbacher in vielen Bereichen aktiv. Vielseitiges Interesse und und ihr Wissenseifer waren der Antrieb, sich in der Heimat- Natur- und Kultur- pflege im Dorf und darüber hinaus zu engagieren. Kraft und Energie holte sie sich immer wieder bei ausgedehnten Bildungsreisen, die sie mit ihrem Mann Josef und hin und wieder auch mit dem KSL unternahm. Zudem war sie ein überaus fröhlicher und geselliger Mensch, der gerne lachte, gerne sang, gerne tanzte. Bei den Feiern im Kollegenkreis war sie nicht mehr die Frau Direktor, sondern einfach die Linde, wie sie üblicherweise gerufen wurde.

Ein Schlaganfall vor etwa vier Jahren nahm ihr jedoch, was sie besonders kennzeichnete, die Beweglichkeit und die Sprache. Aber ihre einzigartige positive Ausstrahlung blieb ihr erhalten und sie hielt trotz ihrer starken Beeinträchtigungen Verbindung zum Leben, bis sie sich am 25. August friedlich von dieser Welt verabschiedete. Allen, die sie gekannt haben, wird die Linde als liebenswerter Mensch und als eine starke Persönlichkeit in Erinnerung bleiben.

und als eine starke Persönlichkeit in Erinnerung bleiben. Paul Peter Niederwolfsgruber I mpressum ksl-aktuell

Paul Peter Niederwolfsgruber

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