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LADESYSTEM

INHALTSVERZEICHNIS

LADESYSTEM

8C - 1

JX LADESYSTEM INHALTSVERZEICHNIS LADESYSTEM 8C - 1   Seite   Seite ALLGEMEINES ÜBERSICHT
 

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ALLGEMEINES ÜBERSICHT FUNKTIONSBESCHREIBUNG

 

1

TEMPERATURFÜHLER/

. WIDERSTAND IM LADESYSTEM

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SPANNUNGSREGELUNG

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FUNKTIONWEISE DES LADESYSTEMS

1

ÜBERPRÜFEN

 

7

LICHTMASCHINE

2

AUS- UND EINBAU

 

SPANNUNGSREGLERSTROMKREIS TEMPERATURFÜHLER/

2

MELCO LICHTMASCHINE — 2.5L-MOTOR NIPPONDENSO LICHTMASCHINE — 2.4L-

 

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12

SPANNUNGSREGELUNG

2

MOTOR

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11

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG

 

TEMPERATURFÜHLER/

AUSGANGSSTROM ÜBERPRÜFEN EINGEBAUTES DIAGNOSESYSTEM (OBD)

ÜBERPRÜFEN

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8

10

SPANNUNGSREGELUNG TECHNISCHE DATEN ANZUGSMOMENTE

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12

13

LADESYSTEM

2

LICHTMASCHINE

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13

ALLGEMEINES

ÜBERSICHT

Batterie, Startanlage und Ladesystem bilden eine Funktionseinheit und sind daher bei der Fehlersuche als Gesamtsystem zu u¨ berpru¨ fen. Damit der Motor angelassen und die Batterie korrekt geladen werden kann, mu¨ ssen alle in diesem System enthaltenen Bauteile den technischen Vorgaben entsprechen. In Kapitel 8A wird die Batterie, in Kapitel 8B die Startanlage und im vorliegenden Kapitel 8C das Ladesystem behandelt. Na¨heres zu Stromkreisen und zur Lage von Bauteilen siehe Kapitel 8W, “Schaltpla¨- ne”. Das Gesamtsystem wurde in mehrere Kapitel unterteilt, da auf diese Weise Informationen zu den einzelnen Systemen leichter zu finden sind. Bei der Überpru¨ fung eines einzelnen Systems ist jedoch stets zu beru¨ cksichtigen, daß die genannten drei Systeme miteinander in Verbindung stehen. In den genannten Kapiteln werden sowohl die her- ko¨mmlichen Pru¨ fmethoden als auch die Pru¨ fung mit Hilfe des im Computer/Motorsteuerung (PCM) inte- grierten eingebauten Diagnosesystems (OBD) behan- delt. Zur Fehlersuche sind Induktions-Amperemeter mit Millivoltanzeige, Volt-/Ohmmeter, Batterie-Lade- gera¨t, Kohleschichtpotentiometer fu¨ r die Belastungs- pru¨ fungen und 12-Volt-Pru¨ flampe erforderlich. Alle Fu¨ hlerstromkreise des OBD werden vom PCM u¨ berwacht. Jedem u¨ berwachten Stromkreis ist ein bestimmter Fehlercode zugewiesen. Das PCM regi- striert alle Sto¨rungen in den u¨ berwachten Stromkrei- sen und speichert alle entsprechenden Fehlercodes. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Eingebautes Diagno- sesystem (OBD) u¨ berpru¨ fen” in diesem Kapitel.

FUNKTIONSBESCHREIBUNG FUNKTIONWEISE DES LADESYSTEMS

Das Ladesystem umfaßt folgende Bauteile:

Lichtmaschine

Spannungsreglerstromkreis innerhalb des Com-

puters/Motorsteuerung (PCM)

Zu¨ ndschalter (na¨heres hierzu siehe Kapitel 8D, “Zu¨ ndanlage”)

Batterie (na¨heres hierzu siehe Kapitel 8A, “Bat- terie”)

Temperaturfu¨ hler/Spannungsregelung

Voltmeter (na¨heres hierzu siehe Kapitel 8E,

“Instrumententafel und Anzeigeinstrumente”)

Verdrahtung und elektrische Anschlu¨ sse (na¨he-

res hierzu siehe Kapitel 8W, “Schaltpla¨ne”) Die Funktion des Ladesystems wird u¨ ber den Zu¨ ndschalter ein- und ausgeschaltet. Bei eingeschal- teter Zu¨ ndung liegt Spannung u¨ ber einen der Anschlu¨ sse/Erregerwicklung am Lichtmaschinenla¨u- fer an, so daß ein Magnetfeld erzeugt wird. Die Lichtmaschine wird vom Motor u¨ ber einen Keilrip- penriemen und eine Riemenscheibe angetrieben. Der im Computer/Motorsteuerung (PCM) inte- grierte Spannungsreglerstromkreis regelt, wieviel Gleichstrom von der Lichtmaschine erzeugt wird. Dieser Stromkreis ist in Reihe mit dem zweiten Anschluß/Erregerwicklung des Lichtmaschinen- la¨ufers und Masse geschaltet. Alle Fahrzeuge sind mit einem eingebauten Dia- gnosesystem (OBD) ausgestattet. Alle Fu¨ hlerstrom- kreise des OBD, einschließlich des Spannungsreglerstromkreises (Steuerung der Erre- gerwicklung), werden vom PCM u¨ berwacht. Jedem

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LADESYSTEM

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FUNKTIONSBESCHREIBUNG (Fortsetzung)

u¨ berwachten Stromkreis ist ein bestimmter Fehler- code zugewiesen. Das PCM registriert alle Sto¨rungen in den u¨ berwachten Stromkreisen und speichert alle entsprechenden Fehlercodes. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Eingebautes Diagnosesystem (OBD) u¨ ber- pru¨ fen” in diesem Kapitel.

LICHTMASCHINE

Die Lichtmaschine wird vom Motor u¨ ber einen Rie- men angetrieben und kann nicht instandgesetzt wer- den, d.h., tritt eine Sto¨rung an der Lichtmaschine auf, so muß sie komplett ausgetauscht werden. Wenn sich der aktivierte La¨ufer innerhalb der Lichtmaschine dreht, induziert das sich drehende

Magnetfeld einen Strom in den Wicklungen der Sta¨nderspule. Sobald die Lichtmaschine genu¨ gend Strom erzeugt, liefert sie auch den fu¨ r die Aktivie- rung des La¨ufers erforderlichen Strom. Über die Anschlu¨ sse der Sternwicklungen des Sta¨nders wird der induzierte Wechselstrom zu drei positiven und drei negativen Dioden geleitet, die ihn in Gleichstrom umwandeln. Von den Dioden aus wird dieser Gleichstrom u¨ ber die Batterie- und Massean- schlu¨ sse der Lichtmaschine zur elektrischen Anlage des Fahrzeugs gefu¨ hrt. Ungewo¨hnliche Betriebsgera¨usche von der Licht- maschine haben meist folgende Ursachen:

Lager verschlissen, locker oder defekt

Riemenscheibe locker oder defekt

Antriebsriemen defekt, verschlissen, bescha¨digt oder falsch eingestellt

Befestigungsschrauben locker

Riemenscheibe falsch ausgerichtet

Sta¨nder oder Diode defekt

TEMPERATURFÜHLER/SPANNUNGSREGELUNG

Der Temperaturfu¨ hler/Spannungsregelung mißt die Temperatur der Batterie. Diese Daten sowie Daten zur u¨ berwachten Systemspannung verwendet der PCM zur Regelung des Ladestroms fu¨ r die Batterie. Bei niedrigen Temperaturen ist die Systemspannung ho¨her; mit zunehmender Temperatur wird die Span- nung schrittweise reduziert. Der Temperaturfu¨ hler befindet sich auf der Ru¨ ck- seite der vorderen Stoßfa¨ngerhalterung (Abb. 1).

SPANNUNGSREGLERSTROMKREIS

Der Spannungsreglerstromkreis ist kein separates Bauteil, sondern ein Stromkreis, der im Computer/ Motorsteuerung (PCM) integriert ist. Er kann nicht instandgesetzt werden. Tritt eine Sto¨rung am Span- nungsreglerstromkreis auf, so muß der PCM kom- plett ausgetauscht werden. Funktionsweise: Der im Computer/Motorsteue- rung (PCM) integrierte Spannungsreglerstromkreis regelt, wieviel Gleichstrom von der Lichtmaschine

HALTERUNG/ STOSSFÄNGER TEMPERATURFÜHLER/ SPANNUNGSREGELUNG
HALTERUNG/
STOSSFÄNGER
TEMPERATURFÜHLER/
SPANNUNGSREGELUNG

Abb. 1 Temperaturfu¨ hler/Spannungsregelung

erzeugt wird. Dieser Stromkreis ist in Reihe mit dem zweiten Anschluß/Erregerwicklung des Lichtmaschi- nenla¨ufers und Masse geschaltet. Zur Spannungsregelung wird der Massestromkreis nach Bedarf geo¨ffnet oder geschlossen. Hierdurch a¨ndert sich die Sta¨rke des Magnetfelds im La¨ufer entsprechend. Der Spannungsreglerstromkreis u¨ ber- wacht die Systemspannung und die Temperatur der Batterie (na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Tempera- turfu¨ hler/Spannungsregelung”) und kompensiert und regelt den von der Lichtmaschine abgegebenen Strom entsprechend. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Funk- tionsweise des Ladesystems” in diesem Kapitel.

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG LADESYSTEM

Wird die Zu¨ ndung eingeschaltet, so wird der Lade- zustand der Batterie auf dem Voltmeter angezeigt.

Wa¨hrend der Motor angelassen wird, zeigt das Volt- meter einen niedrigeren Wert an. Bei laufendem Motor muß der angezeigte Wert ho¨her sein als beim Einschalten der Zu¨ ndung. Die nachstehenden Symptome sind typisch fu¨r Sto¨rungen am Ladesystem:

Das Voltmeter funktioniert nicht korrekt

Die Batterie wird zu schwach geladen oder u¨ ber- laden. Die folgenden Ursachen fu¨ hren ha¨ufig zu einem Entladen der Batterie:

Zusatzverbraucher bleiben nach dem Abstellen

des Motors eingeschaltet;

Aufgrund eines defekten oder falsch eingestell-

ten Schalters bleibt eine Leuchte eingeschaltet. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Stromverbraucher bei ausgeschalteter Zu¨ ndung” in Kapitel 8A, “Batte- rie”. Sto¨rungen am Ladesystem ko¨nnen anhand der nachstehenden Anleitung aufgespu¨ rt und behoben werden.

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LADESYSTEM

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FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

ÜBERPRÜFUNG

(1) Anschlu¨ sse der Batteriekabel, Batteriepole sowie Anschlu¨ sse am Motorblock, am Anlaßmagnet- schalter und am Anlasserelais u¨ berpru¨ fen. Alle Anschlu¨ sse mu¨ ssen sauber sein und fest sitzen. Ist dies nicht der Fall, die Anschlu¨ sse nach Bedarf instandsetzen. (2) Überpru¨ fen, ob alle Sicherungen im Siche- rungskasten und in der zentralen Stromversorgung (PDC) fest in ihren Steckpla¨tzen sitzen. Alle Siche- rungen mu¨ ssen korrekt und fest eingesteckt sein. Ist dies nicht der Fall, die Sicherung(en) nach Bedarf korrekt einsetzen oder austauschen. (3) Elektrolytstand in der Batterie u¨ berpru¨ fen. Bei zu niedrigem Elektrolytstand muß die Batterie aus- getauscht werden. (4) Überpru¨ fen, ob alle Befestigungsschrauben der Lichtmaschine korrekt festgezogen sind. Ist dies

nicht der Fall, Schrauben nach Bedarf austauschen oder festziehen. Korrekte Anzugswerte siehe Abschnitt “Aus- und Einbau-Lichtmaschine” in die- sem Kapitel. (5) Zustand und Spannung des Antriebsriemens der Lichtmaschine u¨ berpru¨ fen. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨ hlsystem”. (6) Den automatischen Spanner fu¨ r den Antriebs- riemen u¨ berpru¨ fen. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨ hlsystem”. (7) Anschlu¨ sse an der Erregerwicklung, am Batte- rieausgang und an der Masseverbindung der Licht- maschine u¨ berpru¨ fen. Alle Anschlu¨ sse mu¨ ssen sauber sein und fest sitzen. Ist dies nicht der Fall, die Anschlu¨ sse nach Bedarf instandsetzen.

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LADESYSTEM

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

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ANSCHLÜSSE/ERREGER- WICKLUNG BATTERIESPANNUNG ZÜNDSCHALTER ACCY (ZUSATZ- VERBRAUCHER) OFF (AUS) RUN (EIN) START
ANSCHLÜSSE/ERREGER-
WICKLUNG
BATTERIESPANNUNG
ZÜNDSCHALTER
ACCY (ZUSATZ-
VERBRAUCHER)
OFF (AUS)
RUN (EIN)
START
ANSCHLUSS, BATTERIEKA-
BEL/LICHTMASCHINE
AUTOMATISCHES
ABSCHALTRELAIS (ASD)
OFF (AUS)
RUN (EIN)
START
ACCY (ZUSATZ-
GEHÄUSEMASSE
VERBRAUCHER)
WENIGER ALS
OFF (AUS)
BATTERIESPAN-
NUNG
LICHTMASCHINE
RUN (EIN)
KONTAKTSTIFT 4
KONTAKTSTIFT 67
START
ACCY
(ZUSATZ-
OFF (AUS)
VERBRAUCHER)
MASSE
COMPUTER/MOTORSTEUE-
SCHMELZSICHERUNG
RUN (EIN)
RUNG *(PCM)
START
MASSE
SPANNUNGSFÜHLER/BAT-
TERIE
ANLASSER
KAROSSERIE-
BATTERIE
MASSE
Ladesystem — Typisch

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LADESYSTEM

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

8C - 5

LADEZUSTAND DER BATTE- RIE ÜBERPRÜFEN. BATTE- RIE NACH BEDARF LADEN. ANTRIEBSRIEMEN DER LICHTMASCHINE ÜBERPRÜFEN.
LADEZUSTAND DER BATTE-
RIE ÜBERPRÜFEN. BATTE-
RIE NACH BEDARF LADEN.
ANTRIEBSRIEMEN DER LICHTMASCHINE ÜBERPRÜFEN.
NÄHERES HIERZU SIEHE KAPITEL 7, “KÜHLSYSTEM”.
WIDERSTAND IM LADESY-
STEM ÜBERPRÜFEN.
LIEGT DER
JA
SPANNUNGSAB-
KONTAKTFLÄCHEN VON BEFESTI-
GUNGSSTELLEN REINIGEN.
FALL IM MASSE-
STROMKREIS
ÜBER 0,3 VOLT?
BEFESTIGUNGSELEMENTE MIT
DEM VORGESCHRIEBENEN
ANZUGSMOMENT FESTZIEHEN.
NEIN
FEHLERCODES DES EINGE-
BAUTEN DIAGNOSESY-
STEMS (OBD) ABRUFEN.
AUSGANGSSPANNUNG
ÜBERPRÜFEN.
KEINE LADE-
SPANNUNG,
LADESPANNUNG
ZU NIEDRIG
ODER FEHLER-
CODE 41 ODER
47 GESPEI-
CHERT?
JA
SPANNUNGSABFALLPRÜ-
FUNG DURCHFÜHREN.
NEIN
LADESPANNUNG
ZU HOCH ODER
FEHLERCODE 41
ODER 46
GESPEICHERT?
LADESPANNUNG
ÜBERPRÜFEN.
NEIN
JA
SYSTEM AUF ÜBERLADUNG
ÜBERPRÜFEN.
LADESYSTEM UND LICHT-
MASCHINE OK.
Ladesystem u¨ berpru¨ fen

8C - 6

LADESYSTEM

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

JX

DIE BEIDEN 40-POLIGEN STECKVERBIN- DER VOM COMPUTER/MOTORSTEUE- RUNG (PCM) ABZIEHEN UND AUF BESCHÄDIGUNGEN ODER
DIE BEIDEN 40-POLIGEN STECKVERBIN-
DER VOM COMPUTER/MOTORSTEUE-
RUNG (PCM) ABZIEHEN UND AUF
BESCHÄDIGUNGEN ODER KORROSION
ÜBERPRÜFEN.
JA
SIND KONTAKT-
STIFTE DES PCM
BESCHÄDIGT?
NEIN
KONTAKTSTIFTE
NACH BEDARF
INSTANDSETZEN.
AUSGANGSSPAN-
NUNG ERNEUT
ÜBERPRÜFEN.
ANSCHLUSS/ERREGERWICKLUNG
ABKLEMMEN. WIDERSTAND ZWI-
SCHEN DEM STROMKREIS K20 IM
KABELBAUM UND MOTORMASSE
MESSEN.
LIEGT DER
JA
NEIN
WIDERSTAND
UNTER 1.000
OHM?
MASSESCHLUSS
NACH BEDARF
BEHEBEN
WIDERSTAND ZWISCHEN DEM
ANSCHLUSS FÜR K20 AN DER
LICHTMASCHINE UND MOTOR-
MASSE MESSEN.
LIEGT DER
JA
WIDER- NEIN
STAND
UNTER
1.000 OHM?
LICHTMASCHINE
AUSGANGSSPAN-
AUSTAUSCHEN.
NUNG ERNEUT
ÜBERPRÜFEN.
Ladesystem auf Überladung u¨ berpru¨ fen

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LADESYSTEM

8C - 7

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

WIDERSTAND IM LADESYSTEM ÜBERPRÜFEN

Bei diesen Pru¨ fungen wird festgestellt, wie hoch der Spannungsabfall im Ausgangskabel der Lichtma- schine zwischen dem Batterieanschluß (B+) der Lichtmaschine und dem Batterie-Pluspol sowie der Spannungsabfall zwischen dem Masseanschluß (-) an der Lichtmaschine (Abb. 3) oder (Abb. 2) und dem Batterie-Minuspol ist.

ANSCHLUSS B+ AN COMPUTER/ MOTORSTEUE- RUNG (PCM) SPAN- NUNGSVER- SORGUNG GEHÄUSEMASSE
ANSCHLUSS B+
AN COMPUTER/
MOTORSTEUE-
RUNG (PCM)
SPAN-
NUNGSVER-
SORGUNG
GEHÄUSEMASSE

Abb. 2 Anschlu¨ sse der Lichtmaschine — 2.4L-Motor

SPANNUNGSVERSORGUNG AN COMPUTER/MOTORS- TEUERUNG (PCM) ANSCHLUSS B+ GEHÄUSEMASSE
SPANNUNGSVERSORGUNG
AN COMPUTER/MOTORS-
TEUERUNG (PCM)
ANSCHLUSS B+
GEHÄUSEMASSE

Abb. 3 Anschlu¨ sse der Lichtmaschine — 2.5L-Motor

Fu¨ r diese Pru¨ fungen ein Voltmeter mit Anzeigebe- reich von 0-18 Volt Gleichstrom verwenden. Durch Vertauschen der Pru¨ fspitzen des Voltmeters la¨ßt sich

STECKVERBINDER OHMMETER
STECKVERBINDER
OHMMETER

Abb. 4 Widerstand u¨ berpru¨ fen

VOLT METER EXTERNES BAT- TERIE-MINUS- KABEL EXTERNES BAT- TERIE-PLUS- KABEL
VOLT METER
EXTERNES BAT-
TERIE-MINUS-
KABEL
EXTERNES BAT-
TERIE-PLUS-
KABEL

Abb. 5 Batteriespannung u¨ berpru¨ fen

leicht feststellen, an welchen Stellen hoher Wider- stand (Spannungsabfall) vorliegt.

VORBEREITUNGEN

(1) Vor Beginn der Überpru¨ fung sicherstellen, daß die Batterie in Ordnung und vollsta¨ndig geladen ist. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 8A, “Batterie”. (2) Batteriekabel an den Batteriepolen u¨ berpru¨ fen und nach Bedarf reinigen. (3) Motor anlassen und warten, bis er seine nor- male Betriebstemperatur erreicht hat. (4) Motor abstellen. (5) Motordrehzahlmesser anschließen. (6) Feststellbremse vollsta¨ndig anziehen.

PRÜFUNG

(1) Motor anlassen. (2) Gebla¨se auf ho¨chste Stufe schalten. (3) Hauptscheinwerfer einschalten und auf Fern- licht schalten. (4) Innenraumleuchten des Fahrzeugs einschalten.

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LADESYSTEM

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FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

(5) Motor anlassen. Die Drehzahl auf 2400 min -1 einregeln. (6) Den Plusstromkreis (+) u¨ berpru¨ fen:

(a) Die Minus-Pru¨ fspitze des Voltmeters direkt

am Batterie-Pluspol anschließen (Abb. 5). (b) Die Plus-Pru¨ fspitze des Voltmeters am Steh- bolzen des Anschlusses fu¨ r das Ausgangskabel (B+) an der Lichtmaschine anhalten (nicht an der Befe- stigungsmutter des Anschlusses). Die Spannung darf nicht u¨ ber 0,6 Volt liegen. Liegt die Spannung u¨ ber 0,6 Volt, die Pru¨ fspitze an der Befestigungs- mutter des Anschlusses und dann am Steckverbin- der der Verdrahtung anhalten. Liegt die Spannung nun unter 0,6 Volt, u¨ berpru¨ fen, ob an dieser Stelle eine verschmutzte, lockere oder schlechte Verbin- dung besteht. Außerdem den Zustand des Lichtma- schinen-Ausgangskabels zum Batterie- Steckverbinder u¨ berpru¨ fen. Na¨heres zur Lage des Steckverbinders siehe Kapitel 8W, “Schaltpla¨ne”. Zum Aufspu¨ ren der Ursache fu¨ r den hohen Wider- stand kann auch an jeder Minus-Verbindung (-) in diesem Stromkreis eine Spannungsabfallpu¨ fung durchgefu¨ hrt werden. (7) Den Minus-Stromkreis (-) u¨ berpru¨ fen:

(a) Die Plus-Pru¨ fspitze des Voltmeters direkt am Batterie-Minuspol anschließen. (b) Die Minus-Pru¨ fspitze des Voltmeters am Geha¨use der Lichtmaschine anhalten. Die Span- nung darf nicht u¨ ber 0,3 Volt liegen. Liegt die Spannung u¨ ber 0,3 Volt, die Pru¨ fspitze am Geha¨use der Lichtmaschine und dann am Motor- block anhalten. Liegt die Spannung nun unter 0,3 Volt, u¨ berpru¨ fen, ob an dieser Stelle eine ver- schmutzte, lockere oder schlechte Verbindung besteht. Zum Aufspu¨ ren der Ursache fu¨ r den hohen Widerstand kann auch an jeder Verbindung in die- sem Stromkreis eine Spannungsabfallpu¨ fung durchgefu¨ hrt werden. Diese Pru¨ fung kann auch zwischen dem Lichtmaschinengeha¨use und dem Motorblock durchgefu¨ hrt werden. Liegt die Span- nung u¨ ber 0,3 Volt, u¨ berpru¨ fen, ob die Befesti- gungsstellen der Lichtmaschine Korrosion aufweisen oder ob die Lichtmaschinenhalterung locker ist.

VORBEREITUNGEN

(1) Feststellen, ob Fehlercodes gespeichert sind. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Eingebautes Diagno- sesystem (OBD) u¨ berpru¨ fen” in diesem Kapitel. Na¨heres zu Instandsetzungsarbeiten siehe entspre- chendes Systemdiagnosehandbuch “Motor/Antriebs- strang”. (2) Vor Beginn der Pru¨ fung sicherstellen, daß die Batterie in Ordnung und vollsta¨ndig geladen ist. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 8A, “Batterie”. (3) Batteriekabel an der Batterie u¨ berpru¨ fen und nach Bedarf sa¨ubern. (4) Lichtmaschinen-Ausgangskabel wie vorstehend beschrieben u¨ berpru¨ fen (Spannungsabfallpru¨ fung) (Abb. 6). Hierdurch kann festgestellt werden, ob die elektrischen Anschlu¨ sse zwischen Lichtmaschine und Batterie in Ordnung sind. (5) Überpru¨ fen, ob der Antriebsriemen der Licht- maschine korrekt gespannt ist. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨ hlsystem”. (6) Fu¨ r diese Pru¨ fung ist ein Volt-/Ampere- Pru¨ fgera¨t mit Batterielastpru¨ fer (Kohleschichtpoten- tiometer) und einer Klemme fu¨ r induktiven Abgriff (Abgriffklemme) erforderlich. Bei der Pru¨ fung die Bedienungsanleitung des verwendeten Gera¨ts beach- ten. Wird ein Pru¨ fgera¨t mit einer Abgriffklemme ver- wendet, so muß die Verdrahtung an der Lichtmaschine nicht abgeklemmt werden. (7) Motor anlassen und warten, bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat. (8) Motor abstellen. (9) Alle Leuchten und elektrischen Zusatzverbrau- cher ausschalten. (10) Volt-/Ampere-Pru¨ fgera¨t an der Batterie anschließen. Darauf achten, daß der Regler des Koh- leschichtpotentiometers sich in Stellung “OPEN” (Geo¨ffnet) oder “ON” (Ein) befindet. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 8A, “Batterie”, sowie Bedienungsanlei- tung des Gera¨teherstellers. (11) Abgriffklemme anschließen. Na¨heres hierzu siehe Bedienungsanleitung des Gera¨teherstellers. (12) Weist das Volt-/Ampere-Pru¨ fgera¨t keinen inte- grierten Drehzahlmesser auf, einen separaten Dreh- zahlmesser am Motor anschließen.

AUSGANGSSTROM ÜBERPRÜFEN

Bei der Überpru¨ fung des Ausgangsstroms wird festgestellt, ob das Ladesystem in der Lage ist, den Mindestpru¨ fstrom in Ampere zu erzeugen. Na¨heres zur Ho¨he des Mindestpru¨ fstroms siehe Abschnitt “Technische Daten” am Ende dieses Kapitels. Bei der Überpru¨ fung wird die Gesamtleistung der Lichtmaschine und des elektronischen Spannungs- reglerstromkreises ermittelt.

PRÜFUNG

(1) Die vorstehend beschriebenen Vorbereitungen treffen. (2) Feststellbremse vollsta¨ndig anziehen. (3) Motor anlassen. (4) Motordrehzahl auf 2500 min -1 einregeln. (5) Bei einer Motordrehzahl von 2500 min -1 den Regler des Kohleschichtpotentiometers (Last) am Pru¨ fgera¨t langsam so weit drehen, bis der ho¨chste Amperewert angezeigt wird. Die Spannung darf hier- bei nicht unter 12 Volt fallen. Den angezeigten Wert notieren. Diese Lastpru¨ fung muß innerhalb von

JX

LADESYSTEM

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

8C - 9

SPANNUNGSABFALL- PRÜFUNG DURCHFÜHREN. KABELANSCHLÜSSE AN DER LICHTMASCHINE, AM ANLASSERMOTOR UND AN DER BATTERIE
SPANNUNGSABFALL-
PRÜFUNG DURCHFÜHREN.
KABELANSCHLÜSSE AN DER
LICHTMASCHINE, AM
ANLASSERMOTOR UND AN
DER BATTERIE
ÜBERPRÜFEN.
JA
LIEGT DER
NEIN
SPANNUNGS-
ABFALL ÜBER
BEI LAUFENDEM MOTOR
DIE SPANNUNG IM STROM-
KREIS A142 AN DER LICHT-
MASCHINE MESSEN.
0,6 VOLT?
SIND DIE
NEIN
ANSCHLÜSSE
KABEL NACH BEDARF
INSTANDSETZEN.
OK?
BEI ABGESTELLTEM MOTOR ÜBER-
PRÜFEN, OB KONTAKTSTIFT 6 DES
COMPUTERS/MOTORSTEUERUNG
(PCM) BESCHÄDIGT ODER
KORRODIERT IST.
JA
LIEGT DIE
NEIN
SPANNUNG
UNTER 10
VOLT?
VERDRAHTUNG AUF
GEBROCHENE KABEL
ÜBERPRÜFEN.
AUSGANGSSPANNUNG
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
SPANNUNGSABFALL
WIDERSTAND IM KABELBAUM ZWISCHEN
KONTAKTSTIFT 6 IM PCM-STECKVERBINDER
UND KONTAKTSTIFT 1 IM STECKVERBINDER
DER LICHTMASCHINE ÜBERPRÜFEN.
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
BEI ABGESTELLTEM MOTOR EIN
ÜBERBRÜCKUNGSKABEL ZWI-
SCHEN DEM BATTERIE-PLUSPOL
UND DEM ANSCHLUSS FÜR
STROMKREIS A142 AN DER LICHT-
MASCHINE ANSCHLIESSEN.
NEIN
NEIN
SIND KABEL
LIEGT DER
LIEGT DER
GEBROCHEN?
ÜBERPRÜFEN, OB DIE
SCHMELZSICHERUNG
DURCHGEBRANNT IST.
WIDERSTAND
WIDERSTAND
ÜBER
SPANNUNG AM ANSCHLUSS K-20
AN DER LICHTMASCHINE MESSEN.
UNTER
5 OHM,
5 OHM,
JA
JA
KABEL/
KABEL NACH BEDARF
INSTANDSETZEN.
ERREGERWICKLUNG
PCM
ABKLEMMEN.
AUSTAUSCHEN.
LICHTMA- JA
SCHINE AUS-
AUSGANGSSPAN-
TAUSCHEN.
LIEGT DIE
SPANNUNG AN
K-20 UNTER 10
VOLT?
NUNG ERNEUT
KABEL AUF
ÜBERPRÜFEN.
KURZSCHLUSS
ÜBERPRÜFEN.
NEIN
SCHMELZSICHERUNG
UND KURZSCHLUSS IM
KABEL NACH BEDARF
INSTANDSETZEN.
NÄHERES HIERZU
SIEHEKAPITEL 8W,
“SCHALTPLÄNE”.
STÖRUNG IM STROMKREIS
A142 NACH BEDARF
BEHEBEN. NÄHERES HIERZU
SIEHE KAPITEL 8W,
“SCHALTPLÄNE”
LIEGT EIN
JA
NEIN
KURZSCHLUSS
IM
SPANNUNGS-
VERSORGUNGS-
ÜBERPRÜFEN, OB KON-
TAKTSTIFT 4 DES COMPU-
TERS/MOTORSTEUERUNG
(PCM) BESCHÄDIGT ODER
KORRODIERT IST.
AUSGANGSSPANNUNG
KABEL VOR?
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
LICHTMASCHINE AUSTAU-
SCHEN UND SCHMELZSICHE-
RUNG INSTANDSETZEN.
IST
KONTAKT- NEIN
AUSGANGSSPANNUNG
JA
STIFT 4
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
KONTAKTSTIFT NACH
BEDARF INSTANDSETZEN.
BESCHÄDIGT
ODER KORRO-
DIERT?
AUSGANGSSPANNUNG
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
KABEL K-20
AUSGANGSSPANNUNG
ÜBERPRÜFEN.
ERNEUT ÜBERPRÜFEN.
IST DER
JA
STROMKREIS
KABEL NACH BEDARF
INSTANDSETZEN.
IM KABEL
UNTERBRO-
CHEN?
NEIN
NÄHERES HIERZU SIEHE
ENTSPRECHENDES SYSTEM-
DIAGNOSEHANDBUCH
“MOTOR/ANTRIEBSSTRANG”

Abb. 6 Ladesystem auf Spannungsabfall u¨ berpru¨ fen

8C - 10

LADESYSTEM

JX

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

15 Sekunden durchgefu¨ hrt werden, da andern- falls das Pru¨ fgera¨t bescha¨digt werden kann. Bei manchen Pru¨ fgera¨ten wird diese Last automatisch angelegt. Na¨heres hierzu siehe Bedienungsanleitung des Gera¨teherstellers. (6) Der angezeigte Wert muß den Vorgaben fu¨ r den Mindestpru¨ fstrom gema¨ß Tabelle “Lichtmaschinenlei- stung” am Ende dieses Kapitels entsprechen. Am Lichtmaschinengeha¨use ist ein Aufkleber mit einer Teilenummer angebracht. Je nach Motorisierung des Fahrzeugs kann sich dieser Aufkleber auch an der Unterseite des Geha¨uses befinden. Diese Teilenum- mer mit der in der Tabelle angegebenen Teilenum- mer vergleichen. (7) Regler des Kohleschichtpotentiometers in Stel- lung “OFF” (Aus) bringen. (8) Motordrehzahl weiterhin bei 2500 min -1 hal- ten. Ist der Spannungsreglerstromkreis in Ordnung, so muß die Stromsta¨rke unter 15-20 Ampere abfal- len. Sind alle Leuchten und elektrischen Zusatzver- braucher ausgeschaltet, so kann es einige Minuten dauern, bis die Stromsta¨rke weit genug abgefallen ist. Fa¨llt die Stromsta¨rke nicht ab, siehe Pru¨ fanlei- tung im entsprechenden Systemdiagnosehandbuch “Motor/Antriebsstrang”. (9) Volt-/Ampere-Pru¨ fgera¨t abbauen. Wurde die Mindeststromsta¨rke nicht erreicht, Feh- lersuche mit Hilfe des entsprechenden Systemdiagno- sehandbuchs “Motor/Antriebsstrang” durchfu¨ hren.

TEMPERATURFÜHLER/SPANNUNGSREGELUNG

Na¨heres zur Überpru¨ fung dieses Fu¨ hlers und der zugeho¨rigen Stromkreise siehe entsprechendes Systemdiagnosehandbuch “Motor/Antriebsstrang”. Soll nur der Fu¨ hler allein u¨ berpru¨ ft werden, folgen- dermaßen vorgehen:

(1) Steckverbinder des Temperaturfu¨ hlers vom Motorkabelbaum abziehen. (2) Pru¨ fspitzen eines Ohmmeters an den Kabel- anschlu¨ ssen des Temperaturfu¨ hlers anschließen. (3) Bei einer Raumtemperatur von 25 °C (75-80 °F) muß ein Widerstand von 9-11 Kiloohm angezeigt werden. (4) Liegt der Widerstand u¨ ber oder unter den genannten Werten, den Temperaturfu¨ hler austau- schen. (5) Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Aus- und Ein- bau” in diesem Kapitel.

EINGEBAUTES DIAGNOSESYSTEM (OBD) ÜBERPRÜFEN

ALLGEMEINES

Der

Computer/Motorsteuerung

Aus-

und

auf

Sto¨rungen.

(PCM)

Eingangsstromkreise

u¨ berwacht

des

u¨ berwachten

die

Ladesystems

kritischen

Jedem

Stromkreis ist ein bestimmter Fehlercode zugewie- sen. Einige Stromkreise werden sta¨ndig, andere hin- gegen nur unter bestimmten Bedingungen u¨ berwacht. Stellt das Diagnosesystem eine Sto¨rung in einem u¨ berwachten Stromkreis fest, so wird ein entspre- chender Fehlercode gespeichert. Der Fehlercode bleibt so lange gespeichert, wie die Sto¨rung vorliegt. Er wird automatisch gelo¨scht, wenn die betreffende Sto¨rung nach 50-maligem Anlassen des Motors nicht mehr auftritt.

FEHLERCODES

Fehlercodes sind zweistellige Zahlen, die durch entsprechende Blinksignale der Systemkontrol- leuchte (CHECK ENGINE) anzeigen, in welchem Stromkreis eine Sto¨rung vorliegt. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 14, “Kraftstoffanlage”. Fehlercodes ko¨n- nen auch mit Hilfe eines DRB-Handtestgera¨ts abge- rufen werden. Na¨heres hierzu siehe entsprechendes Systemdiagnosehandbuch “Motor/Antriebsstrang”. Anhand eines Fehlercodes la¨ßt sich nicht feststel- len, welches Bauteil im Stromkreis defekt ist. Ein Fehlercode ist daher immer nur als Symptom, nicht als Ursache fu¨ r eine Sto¨rung anzusehen. In manchen Fa¨llen kann aufgrund der Auslegung der Fehlersuch- anleitungen ein Fehlercode dazu fu¨ hren, daß noch ein anderer Fehlercode gespeichert wird. Aus diesem Grund mu¨ ssen die Diagnosetests in der angegebenen Reihenfolge durchgefu¨ hrt werden, um die Ursache fu¨ r die Speicherung des Fehlercodes zu ermitteln. Na¨heres zu Fehlercodes, die sich auf das Ladesy- stem beziehen, siehe (Abb. 7). Na¨heres zur Fehlersu- che aufgrund von gespeicherten Fehlercodes siehe entsprechendes Systemdiagnoshandbuch “Motor/An- triebsstrang”.

FEHLERCODES ABRUFEN

Zu¨ ndung innerhalb von 5 Sekunden zweimal nach- einander ein- und wieder ausschalten und danach eingeschaltet lassen. Hierdurch werden alle zu die- sem Zeitpunkt im PCM gespeicherten Fehlercodes angezeigt. Die Systemkontrolleuchte (CHECK ENGINE) zeigt einen Fehlercode durch eine entspre- chende Folge von Blinksignalen an. Zwischen einzel- nen Blinksignalen erfolgen kurze, zwischen zwei Ziffern lange Pausen. Alle angezeigten Fehlercodes bestehen jeweils aus zwei Ziffern; zwischen zwei Feh- lercodes erfolgt eine vier Sekunden lange Pause. Beispiele fu¨ r Fehlercodes:

(1) Die Systemkontrolleuchte leuchtet zwei Sekun- den lang auf und erlischt dann. (2) Die Leuchte blinkt viermal und nach einer kur- zen Pause einmal auf. (3) Nach einer vier Sekunden langen Pause blinkt die Leuchte viermal und nach einer kurzen Pause noch siebenmal.

JX

LADESYSTEM

FEHLERSUCHE UND PRÜFUNG (Fortsetzung)

8C - 11

Fehlercode

DRB-Anzeige

Beschreibung des Fehlercodes

12*

Battery Disconnect

Unterbrechung der Batterie-Eingangsspannung zum PCM wa¨hrend

41**

(Batterie abgeklemmt) Generator Field Not Switching Properly (Erregerwicklung/ Lichtmaschine schaltet nicht korrekt)

der letzen 50 Anlaßvorga¨nge. Unterbrechung oder Kurzschluß im Steuerstromkreis der Erregerwicklung/Lichtmaschine.

46**

Charging System Voltage Too High

Batteriespannung liegt bei laufendem Motor u¨ber der entsprechenden Ladespannung.

47**

(Ladespannung zu hoch) Charging System Voltage Too Low (Ladespannung zu niedrig)

Batteriespannung liegt bei laufendem Motor unter der entsprechenden Ladespannung. Außerdem kann keine wesentliche Änderung der Batteriespannung bei der Überpru¨fung der Lichtmaschinenleistung festgestellt werden.

55*

.

.

.

.

Ohne

Beendigung der Fehlercodeanzeige u¨ber Systemkontrolleuchte (CHECK ENGINE).

*Die Systemkontrolleuchte leuchtet nicht sta¨ndig auf, wenn dieser Fehlercode gespeichert wurde. Zu¨ ndung wie in diesem Kapitel beschrieben innerhalb von 5 Sekunden zweimal ein- und wieder ausschalten und danach eingeschaltet lassen. Fehlercodes anhand der Blinksignale der Systemkontrolleuchte ablesen.

**Wurde dieser Fehlercode gespeichert, so leuchtet die Systemkontrolleuchte bei laufendem Motor sta¨ndig auf.

Abb. 7 Fehlercodetabelle — Lichtmaschine

(4) Soeben wurden die beiden Fehlercodes 41 und 47 angezeigt. Gespeicherte Fehlercodes ko¨nnen belie- big oft angezeigt werden. Die Systemkontrolleuchte blinkt so lange, bis alle Fehlercodes angezeigt wur- den (Code 55 = Ende des Abrufvorgangs).

angezeigt wur- den (Code 55 = Ende des Abrufvorgangs). Abb. 8 Externes Batteriekabel am Federbeindom (8)

Abb. 8 Externes Batteriekabel am Federbeindom

(8) T-Einstellschraube herausdrehen. (9) Gelenkbolzen vollsta¨ndig lo¨sen. (10) Die beiden unteren Befestigungsschrauben des ABS-Steuergera¨ts lo¨sen und Steuergera¨t abneh- men. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 5, “Bremsen”. (11) Ku¨ hlmittel-Ausgleichsbeha¨lter abbauen. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨ hlsystem”. (12) Lichtmaschine unter den Leitungen der Kli- maanlage in Richtung Beifahrerseite des Fahrzeugs schieben. (13) Lichtmaschine aus dem Motorraum nehmen.

FEHLERCODES LÖSCHEN

Fehlercodes ko¨nnen nur mit einem DRB-Handtest- gera¨t gelo¨scht werden.

AUS- UND EINBAU NIPPONDENSO LICHTMASCHINE — 2.4L-MOTOR

AUSBAU

(1) Das externe Batterie-Minuskabel vom Feder- beindom abklemmen (Abb. 8). (2) Kabel der Erregerwicklung von der Lichtma- schine abklemmen. (3) Abdeckung des Anschlusses B+ mit einem Werkzeug mit schmaler, flacher Klinge abhebeln. (4) Mutter das Batteriekabels am Anschluß B+ lo¨sen und Batteriekabel abnehmen (Abb. 9). (5) T-Einstellschraube lockern (nicht herausdre- hen) (Abb. 9). (6) Gelenkbolzen lockern (nicht vollsta¨ndig lo¨sen). (7) Einstellschraube lockern, so daß der Antriebrie- men der Lichtmaschine abgenommern werden kann. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨ hlsystem”.

8C - 12

LADESYSTEM

JX

AUS- UND EINBAU (Fortsetzung)

8C - 12 LADESYSTEM JX AUS- UND EINBAU (Fortsetzung) Abb. 9 Lichtmaschine — 2.4L-Motor EINBAU (1)

Abb. 9 Lichtmaschine — 2.4L-Motor

EINBAU

(1) Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. Alle Befestigungselemente mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment festziehen. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Technische Daten” am Ende dieses Kapitels.

MELCO LICHTMASCHINE — 2.5L-MOTOR

AUSBAU

(1) Das externe Batterie-Minuskabel vom Feder-

beindom abklemmen. (2) Kabel der Erregerwicklung von der Lichtma- schine abklemmen. (3) Mutter das Batteriekabels am Anschluß B+ lo¨sen und Batteriekabel abnehmen (Abb. 10).

SPANNUNGSVERSORGUNG AN COMPUTER/MOTORS- TEUERUNG (PCM) ANSCHLUSS B+ GEHÄUSEMASSE
SPANNUNGSVERSORGUNG
AN COMPUTER/MOTORS-
TEUERUNG (PCM)
ANSCHLUSS B+
GEHÄUSEMASSE

(4) Die obere Befestigungsschraube lockern. (5) Gelenkbolzen lockern (nicht vollsta¨ndig lo¨sen). Darauf achten, daß die Mutter nicht verlorengeht (Abb. 11).

VORN
VORN

Abb. 11 Lichtmaschine — 2.5L-Motor

(6) Einstellschraube an der Spannrolle lockern, so daß der Antriebsriemen der Lichtmaschine abgebaut werden kann. Na¨heres hierzu siehe Kapitel 7, “Ku¨h- lsystem”. (7) Gelenkbolzen vollsta¨ndig lo¨sen. Darauf achten, daß das Distanzstu¨ ck nicht verlorengeht. (8) Die obere Befestigungsschraube herausdrehen. (9) Die obere Halterung der Lichtmaschine abbauen. (10) Lichtmaschine aus dem Motorraum nehmen.

EINBAU

(1) Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. Alle Befestigungselemente mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment festziehen. Na¨heres hierzu siehe Abschnitt “Technische Daten” am Ende dieses Kapitels.

TEMPERATURFÜHLER/SPANNUNGSREGELUNG

AUSBAU

(1) Fahrzeug anheben und sicher abstu¨ tzen. (2) Befestigungsschraube des Temperaturfu¨ hlers lo¨sen. (3) Steckverbinder vom Temperaturfu¨ hler abzie- hen.

EINBAU

(1) Steckverbinder am Temperaturfu¨ hler anschlie- ßen. (2) Befestigungschraube eindrehen und festziehen. (3) Fahrzeug auf den Boden ablassen.

JX

TECHNISCHE DATEN LICHTMASCHINE

LADESYSTEM

8C - 13

HERSTELLER

MOTOREN

 

MINDESTPRÜFSTROM

DENSO

2.4L

74

Ampere

MELCO

2.5L

74

Ampere

Pru¨fvorgaben: 1. 2500 20 min -1 2. Ausgangsspannung 15 V 0,3 V 3. Strom/Erregerwicklung: 5 Ampere 0,1 Ampere

ANZUGSMOMENTE

VERBINDUNGSSTELLE

Mutter/Batterieanschluß Schraube, Halteklemme/

. Mutter, Batterie-Minuskabel/ Federbeindom Anschluß B+/Lichtmaschine Befestigungsschraube/ Lichtmaschine Gelenkbolzen/Lichtmaschine

Batterie .

ANZUGSMOMENT 10 N·m (90 in. lbs.)

10 N·m (90 in. lbs.)

10 N·m (90 in. lbs.) 9 N·m (75 in. lbs.)

54 N·m(40 ft. lbs.) 54 N·m (40 ft. lbs.)