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Ich Spreche Euch an

... durch Bertha Dudde - 13.1.1941

1775 Sündenvergebung .... "So ihr kein Zeichen sehet, glaubet ihr nicht ...."

Die tiefe Reue muß der Vergebung der Sündenschuld vorangehen; sie ist die
Vorbedingung, die gestellt werden muß, um dem Erdenkind die Größe seines Unrechts
bewußt werden zu lassen, sich gegen Gott versündigt zu haben. Wer Gott über alles
liebt, kann nicht sündigen, also ist Sünde immer ein Mangel an Liebe, und aus
diesem heraus vergeht sich der Mensch gegen Gott. Gleichzeitig aber ist die Sünde
das Eingehen in den Willen des Widersachers, der immer das will, was Gottes Willen
zuwider ist. Es hat also der Mensch den Willen des Widersachers über den
göttlichen Willen gestellt, er hat ihm gehorcht, sich aber dem göttlichen Willen
widersetzt.

Es muß der Mensch also die Größe seines Unrechts erkennen, dann wird er es auch
bereuen, so er in der Liebe zu Gott steht, und dann wird er auch im Herzen Gott um
Vergebung bitten können, auf daß ihm nun auch verziehen wird. Es ist nun das
Sündenbekenntnis, die Bitte um Vergebung, kein formeller Akt, sondern sie steigt
aus tiefstem Herzensgrund zum Ohr des himmlischen Vaters empor .... Und das ist
das Göttliche im Menschen, daß er erkennen kann, wenn er gut ist, daß er nicht in
Unkenntnis tappt, wenn nur sein Wille Gott zugewandt ist. Es wird ihm gedanklich
das Rechte zum Erkennen gebracht, und handelt er nun, diesem Erkennen
entsprechend, dann handelt er dem göttlichen Willen gemäß. Wenn die Beweise der
Sündenvergebung vor der Welt, vor den Augen der Mitmenschen gefordert werden, so
ist das ein Zeichen zu schwachen Glaubens an die Liebe Gottes.

Denn Gott sieht in die Herzen, und Er braucht wahrlich nicht nach außen
wahrnehmbare Bestätigungen der Sündenvergebung zu geben .... Seine Liebe gibt zwar
oft sichtbare Zeichen, daß Er dem Erdenkind seine Sünden vergeben hat, doch es
dürfen nicht die Zeichen nur als Beweis der Vergebung gelten. "So ihr keine
Zeichen sehet, glaubet ihr nicht", spricht der Herr, "doch selig sind, die nicht
sehen und doch glauben." Wer Gott im Geist und in der Wahrheit um Erbarmung
anfleht, der erkennt seine Unwürdigkeit und hebt die Hände ringend zum Vater
empor. Ihm wird geholfen aus der Not seiner Seele, denn er will zu Gott, und also
hilft ihm Gott immer in der Weise, wie es ihm dienlich ist. Sofern der Mensch
seinen Weg direkt zu Gott nimmt, kommt Gott ihm auch entgegen. Seine Diener
belehren ihn und weisen ihn recht, und besser ist es, es überläßt sich der Mensch
den in Gottes Diensten stehenden geistigen Wesen, als daß er Beistand sucht bei
den sich Gottes Diener Nennenden auf Erden, die noch fernab stehen vom rechten
Gottesdienst.

Denn nicht alle sind wirkliche Gottesdiener, die wohl das Amt eines solchen
ausüben. Und so sie wirklich Männer sind nach dem Herzen Gottes, so dürfen sie
dennoch nicht das Erdenkind verurteilen, das sich in vollstem Glauben direkt dem
himmlischen Vater anvertraut .... Und dieser Glaube wird es auch erkennen lassen
seine Sündhaftigkeit, seine Niedrigkeit und seine Hilfsbedürftigkeit .... und es
wird aus tiefstem Herzen den Vater um Erbarmen bitten. Und darum nähert Sich Gott
ihm nun offensichtlich und läßt ihm Seine Gnade zuströmen, zum Zeichen, daß kein
Gebet unerhört verhallt, das im Geist und in der Wahrheit zu Ihm emporgesandt wird
....

Amen
— Herausgegeben von Freunden der Neuoffenbarung —
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