Sie sind auf Seite 1von 4

Die bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org

bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org         Home Zeitung & Texte
bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org         Home Zeitung & Texte
bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org         Home Zeitung & Texte
bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org         Home Zeitung & Texte

Termine

Heute:

Di. 27.05.14 - 19:00

Kampf gegen Faschismus:

Was der Staat ist und wie

Unter Einsatz von Pfefferspray,

Do. 29.05.14 - 19:00

Kampf gegen Faschismus:

Was der Staat ist und wie

Unter Einsatz von Pfefferspray,

der Staat ist und wie Unter Einsatz von Pfefferspray, ABC des Marxismus – A: Arbeiterklasse Entscheidend

ABC des Marxismus – A:der Staat ist und wie Unter Einsatz von Pfefferspray, Arbeiterklasse Entscheidend für die Klassenzug Theorie:

Unter Einsatz von Pfefferspray, ABC des Marxismus – A: Arbeiterklasse Entscheidend für die Klassenzug Theorie:

Arbeiterklasse

Entscheidend für die Klassenzug

Theorie:

Autonomia

Die Autonomen lassen sich schw

Anarchismus

MarxistInnen und AnarchistInne

Die linke Sicht der Dinge auf:

Konsumverzicht

Hunger , Umweltzerstörung , Re

Geistiges Eigentum im digit

Die aktuelle Debatte über Versc

ABC des Marxismus – E:

Einheitsfront

Mit der Frage der Einheitsfront b

Mai - 2009

Die bezahlten Schläger der herrschenden Klasse Mai - 2009 G G e e f f ä

GGeeffäälllltt mmiirr

7
7

GGeeffäälllltt mm

eMail
eMail
t t m m i i r r 7 G G e e f f ä

In der Analyse von Marx und Engels ist der Staat ein Instrument, mit dem eine herrschende Klasse (heute die Kapitalisten, früher Adelige oder Sklavenhalter) eine ausgebeutete Klasse (heute die Lohnabhängigen, früher Leibeigene oder Sklaven) niederhält. Zum Staat zählen klassischerweise Polizei, Richterschaft, Militär und der Apparat von nicht gewählten Beamten hinter den offiziellen Politikern. Eingeschränkt spielen auch Medien, Bildungsinstitutionen und Meinungsmacher wie scheinbar unabhängige Forschungsinstitute oder auch die Kirche eine Rolle. Daraus ergibt sich die Rolle der Polizei, sie ist prinzipiell dazu da, den Status Quo zu erhalten und die Besitzverhältnisse zu schützen. Diese Rolle wird durch allerlei Ablenkungen verschleiert, in Situationen von zugespitztem Klassenkampf aber zeigt sich die wirkliche Aufgabe der Polizei recht deutlich. Wenn Streikposten gewaltsam abgedrängt werden, wenn Fabriksbesetzungen mit Gummiknüppeln beendet werden oder wenn es darum geht, Demonstranten ihr Recht auf Meinungsäußerung gewaltsam zu nehmen.

Geschichte der Polizei

Die erste Polizeiorganisation der Welt entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich. König Ludwig XIV unterstellte damals die Sicherheitsagenden direkt der königlichen Regierung. Um Kriege zu finanzieren, war die Bevölkerung brutal ausgenommen worden. Der König selbst bemerkte dazu dass »nichts mein Herz und meine Seele tiefer gerührt hat als die Erkenntnis des völligen Ausblutens der Völker meines Reichs durch die unermessliche Steuerlast«, Eine Polizei wurde also gebraucht, um Unruhen zu unterdrücken.

Ein Vorläufer der Polizei in Österreich waren die so genannten »Landprofos«, wie z.B. in der Steiermark im 16. Jahrhundert. Die Hauptaufgabe dieses Landprofos bestand in der »Aufgreifung von Bettlern und herumziehende Gesindel«, denn diese Personengruppen galten seit jeher als besonders verdächtig und als eine Gefahr für die Sicherheit. Kein

Die bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org

Wunder, dass die Polizei in Österreich gerade unter Metternich zum sprichwörtlichen Überwachungsinstrument wurde, in der Zeit des Vormärz der Revolution von 1848. Mit polizeistaatlichen Mitteln wie der Zensur und Spitzelwesen wurde die vermeintliche und tatsächliche Opposition bekämpft. Diese Beispiele sollen zeigen, dass es bei der Polizei immer darum ging, politische Opposition bzw. »unfolgsame« Arme zu bekämpfen.

Polizei und Arbeiterklasse

Mit der Entstehung einer industriellen Arbeiterklasse betrat im 19.Jahrhundert eine gesellschaftliche Kraft die Bühne, die die Herrschenden in ungewohnte Bedrängnis brachte. Es erwies sich als unpraktisch, jedes Mal bei Streiks oder Massendemonstrationen die Armee gegen große Massen von Arbeitern einzusetzen. Tote Aktivisten bargen die Gefahr einer breiteren Solidarisierung und Soldaten neigten außerdem oft dazu, sich mit den Arbeitern zu verbünden, eine neue Gewaltorganisation war also von Nöten.

Um die Jahrhundertwende stieg die Häufigkeit von Streiks in ganz Europa und den USA. Je höher das Niveau des Klassenkampfs sich entwickelte, desto stärker wurden die Polizeikräfte ausgebaut und bewaffnet. In Großbritannien, wo Massenstreiks besonders häufig vorkamen, vom großen Dockarbeiter-Streik 1889 bis zum Generalstreik von 1926, wurden Spezialkräfte rekrutiert, um Streikposten effektiv zu vertreiben und Streikbrecher vor den zornigen Arbeitern zu schützen. Der spätere Labour-Premierminister Clement Atlee sagte 1923 über diese »Spezial-Polizisten«: »Wenn man so eine Art Organisation gründet…, die ähnlich ist den Weißen Garden, dem Ku-Klux-Klan, den Faschisten…« In den USA übernahmen zu dieser Zeit private Söldner, wie z.B. »Pinkertons« das Geschäft, für die Besitzer der großen Betriebe, streikende Arbeiter zu erschießen. Daneben gab es zahlreiche Privatarmeen der Kapitalisten, die »wenig mehr waren, als Kavallerie, zusammengesetzt aus Kriminellen, Pistolenhelden und Säufern«.

Zusammengefasst ist die Geschichte der Polizei eine Geschichte der Unterdrückung von Arbeiter-Widerstand, dazu kommt noch die ständige Einmischung in das Leben der »unteren Klassen«. Bis in den Bereich der Sexualität wurden die Arbeiterklasse-Viertel von der Polizei überwacht, mit dem Ziel, jede Alternative zu Fabrikarbeit oder Arbeitshaus zu vernichten.

Kriminalität

Aber ist die Polizei nicht dazu da, Kriminalität zu bekämpfen? Eigentlich nicht. Die Problematik mit der »Verbrechensbekämpfung« beginnt mit der Definition von Verbrechen. Viele Verbrechen, wie zum Beispiel, wenn Menschen verhungern müssen, werden erst gar nicht als Kriminalität gesehen.

Diejenigen Verbrechen, die von der herrschenden Klasse begangen werden, werden kaum verfolgt. Um den Anschein der Objektivität zu wahren, kann es sich die herrschende Klasse jedoch ganz leicht leisten, ab und zu, einen der ihren auch verurteilen zu lassen. »Legale« Großkonzerne arbeiten mit allen Mitteln, unterhalten Privatarmeen in der Dritten Welt und gehen für ihre Profite oft über Leichen. Die Grenzen zwischen Geschäftswelt und dem organisierten Verbrechen waren schon immer fließend. Wie der ehemalige Chef des FBI William Webster in einem Interview trocken feststellt:

»Es gibt nur wenige Unternehmen, die nichts mit organisierten, kriminellen Unternehmungen zu tun haben«.

Dazu kommt, dass die Polizei bei den meisten Straftaten gar nicht in der Lage ist, sie zu verhindern. Die meisten Verbrechen gegen Leib und Leben passieren in den eigenen vier Wänden, Täter und Opfer sind meist verwandt oder bekannt. Die meisten Einbrüche geschehen spontan in Arbeiterklassengegenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein patrouillierender Polizist über einen Einbrecher stolpert ist praktisch gleich Null. Daneben werden bestimmte Delikte von der Polizei gerne hochgespielt, um mehr Präsenz auf der Straße zeigen zu können. Mit Hilfe von Drogen- und Prostitutionsverboten oder Gesetzen gegen das »Herumlungern« werden dann bevorzugt Arbeiterklasse-Jugendliche und Minderheiten terrorisiert. Als Reaktion darauf kocht die Wut der Jugend dann oft über, ob das in South-Central-Los Angeles passiert oder in den Banlieues von Paris.

Jedem vernünftigen Menschen ist klar, dass Kriminalität soziale Ursachen hat. Armut und soziale Unsicherheit fördern Kriminalität. Wenn wir also Kriminalität an der Wurzel bekämpfen wollen, bedeutet das, auf eine Welt ohne Armut und Ungerechtigkeit hin zu arbeiten. Die Polizei spielt bei der Verbrechensbekämpfung die geringste Rolle. Es hat Gesellschaften ohne Polizei und kaum Verbrechen gegeben und es gibt Staaten mit hochgerüsteter Polizei (wie die USA) mit extrem hoher Kriminalitätsrate.

Die Polizei beschützt normale Leute nicht vor Verbrechen, und zwar weil sie es nicht kann und weil sie es nicht will. Ihr Job ist es vielmehr, ein System aufrecht zu erhalten, das ständig Verbrechen produziert.

Die bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org

Die Limits der Polizei

Bei den Anti-Nato-Protesten in Strasbourg beschoss die Polizei friedliche Demonstranten mit Tränengasgranaten und Wasserwerfern. Diese Waffen wurden übrigens alle erstmals in den Kolonien zur Aufstandsbekämpfung entwickelt. Jedoch nicht alle verfügbaren Waffen wurden eingesetzt (Polizeikräfte in aller Welt verfügen heute über Gummigeschosse, Gase, die Erbrechen oder epileptische Anfälle auslösen, Elektrowaffen, Soundkanonen usw.). Die Limits werden von der Angst der Herrschenden vor breiterer Solidarisierung gesetzt. Blutüberströmte Demonstranten machen sich im Fernsehen nicht so gut. Daher wird bei Anti-Riot-Waffen darauf Wert gelegt, dass sie zwar auch mit tödlichen Folgen einsetzbar sind, die aber immer als »Unfall« dargestellt werden können.

Noch mehr Abschreckungskraft haben natürlich organisierte Arbeiter: Während des gigantischen Streiks der Minenarbeiter in England 1984 besaß die Polizei sehr wohl die Mannschaftsstärke sowie die Bewaffnung um die Streikketten vor den Toren des Betriebs zu sprengen. Man wagte es aber nicht, aus Angst vor weiterer Solidarisierung und gesteigerter Militanz. Die Arbeiter hätten gewinnen können.

Polizei und Revolution

Der Staat ist also nicht allmächtig. Die Arbeiterklasse hat den ökonomischen Muskel, die potentielle und zahlenmäßige Stärke, um den Staat zu schlagen. Wenn Arbeiter sich in einem revolutionären Kampf erheben, kann ihre schiere Anzahl die Kräfte besiegen, die in Zeiten von Inaktivität oder isolierten Arbeitskämpfen unbesiegbar erscheinen. Staatliche Unterdrückung, egal auf welchem technischen Niveau, hängt davon ab, immer nur mit einer relativ kleinen Anzahl von Menschen gleichzeitig »fertig zu werden«. Wenn aber Hunderttausende involviert sind, wird auch die Verwundbarkeit des hochgerüstetsten Staats offenbar. So konnte beispielsweise der gigantische Polizei-, Geheimdienst- und Armeeapparat des Schah die Revolution im Iran nicht verhindern. Das Schahregime galt in den 70ern als eines der brutalsten der Welt. Bis zu 100.000 politische Gefangene wurden mit ausgeklügelten Methoden gefoltert. Die Geheimdienstüberwachung war mit US-Hilfe perfektioniert, in Demonstrationen wurde mit MGs geschossen, eine 700.000 Mann starke Arme, unterstützt von 24.000 US-Militärberatern« kontrollierte das Land. Trotzdem vertrieb die wütende Bevölkerung den Monarchen. Ein anderer Aspekt kommt noch dazu: In jeder erfolgreichen Revolution wechseln Teile des Staatsapparats die Seiten. Das bedeutet nicht, dass Polizisten etwa nur »Arbeiter in Uniform« wären. In nichtrevolutionären Zeiten steht die Polizei gefestigt hinter der herrschenden Klasse, den Bossen. Zu groß ist ihre Trennung von normalen Arbeitern. Als Gegner steht ihnen nicht der Chef gegenüber sondern meist Jugendliche der Arbeiterklasse (z.B. in Fussballstadien), Minderheiten und »Verdächtige« wie Drogenkonsumenten, Prostituierte usw. Schwulenfeindlichkeit, Sexismus und Rassismus waren innerhalb der Polizei immer besonders stark ausgeprägt. In der konkreten Situation eines militanten Streiks sind die Fronten klar. Obwohl selbst oft aus Arbeitermilieus stammend, drischt und schießt der Polizist den Weg für die Streikbrecher frei und verrät so seine eigene Klasse.

Die Lösung?

Wenn wir eines Tages den Kapitalismus überwinden, können wir endlich die Probleme von Armut und Entfremdung wirklich bekämpfen und damit die wichtigsten Ursachen für kriminelles Verhalten beseitigen. Wie Friedrich Engels vor über hundert Jahren schrieb:

»Befreit von der kapitalistischen Sklaverei, vom Horror, der Grausamkeit, den Absurditäten und Infamien der kapitalistischen Ausbeutung, werden sich die Menschen Schritt für Schritt daran gewöhnen, die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens einzuhalten … sie werden sich daran gewöhnen, sie zu befolgen, ohne Gewalt, ohne Zwang, ohne Unterordnung.«

von Tom Allahyari

eMail
eMail

Weiterführende Artikel:

Fremdenpolizist attackiert Flüchtlingshelferin Ein Fremdenpolizist versuchte Karin Klaric von einem ihrer Schützlinge zu Fremdenpolizist attackiert Flüchtlingshelferin Ein Fremdenpolizist versuchte Karin Klaric von einem ihrer Schützlinge zu trennen und sie ins Haus zu zerren. Nach der Ankündigung von ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl- Leitner die »Illegalität…

Polizei schützt Neonazis am Holocaust Gedenktag Bekannte Rechtsextreme werden heute am Holocaust-Gedenktag in der Hofburg Polizei schützt Neonazis am Holocaust Gedenktag Bekannte Rechtsextreme werden heute am Holocaust-Gedenktag in der Hofburg ihren unappetitlichen Ball abhalten, während antifaschistische Proteste untersagt wurden. Die Veranstalter der…

Die bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org

bezahlten Schläger der herrschenden Klasse | linkswende.org Polizei kauft bei rechtsextremem Label ein Nazi-leaks.net

Polizei kauft bei rechtsextremem Label ein Nazi-leaks.net veröffentlichte kürzlich eine Kundenliste von Thor Steinar, auf der auch E-Mail-Adressen österreichischer Polizisten zu finden waren. Die Sprecherin des Innenministeriums, Sonja…