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Stichwort Gericht Datum Aktenzeichen evtl.

Leitsatz
Leistungsausschluss für LSG Darmstadt 11. Aug 05 L 9 AS 14/05 ER Hat eine alleinerziehende Frau mit vier Kindern auf Grund einer Zusage
Auszubildende und des Sozialhilfeträgers ein 6-semestriges Studium aufgenommen und
Studenten - bereits die Hälfte davon absolviert und hat sie begründete Aussicht,
Ausbildungsförderung - nach der Ausbildung eine Erwerbstätigkeit ausüben zu können, liegt iS
besonderer Härtefall des § 7 Abs 5 S 2 SGB 2 eine Härte vor. Im Rahmen der einstweiligen
Anordnung ist der Träger der Leistungen verpflichtet, vorläufig
Leistungen als Darlehen zu erbringen.

Abgrenzung SG Hamburg 16. März 2005 S 53 SO 84/05 ER


Abgrenzung SG Oldenburg 10. Januar 2005 S 2 SO 3/05
Absenkungsbescheid LSG Hamburg 2. Juni 2005 L 5 B 161/05 ER AS Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit eines Absenkungsbescheides
wegen der Weigerung, eine Arbeitsgelegenheit aufzunehmen, ist u. a.,
dass das Arbeitsangebot hinsichtlich Art der Tätigkeit, zeitlichen
Umfangs und zeitlicher Verteilung hinreichend bestimmt war.

Abzweigung nach § 48 SG Oldenburg 15. Juli 2005 S 47 AS 397/05 ER


SGB I
Angemessenheit eines SG Detmold 21. Jun 05 S 4 AS 17/05 1. Ein Mittelklassewagen mit durchschnittlicher Motorisierung und ohne
Kraftfahrzeugs besonderen Luxus, der sich bereits vor der Arbeitslosigkeit im
Eigentum des Arbeitslosen befand, ist ein angemessenes Kraftfahrzeug
iS des SGB 2 und damit nicht als Vermögen zu berücksichtigen. Auf
den aktuellen Marktwert des Fahrzeugs kommt es dabei nicht an .
2. Dies gilt auch für ein Fahrzeug, das während einer bereits länger
andauernden Arbeitslosigkeit neu erworben wurde, wenn der
Hilfebedürftige in Folge einer Behinderung auf ein Automatikfahrzeug
angewiesen ist, das unter gebrauchten Kleinwagen nur selten zu finden
ist.

Anordnungsgrund SG Hannover 28. Februar 2005 S 51 SO 82/05 ER Wer erst seine Mitwirkung verweigert, muss sich Verzögerungen, die
sich daraus ergeben, zurechnen lassen. (Nichtamtl. LS)
Antrag, Leistungen auf SG Hamburg 18. Januar 2005 S 49 SO 1/05 ER
Arbeitsgelegenheiten BVerwG 16. Dezember 2004 5 C 71/03 siehe dieses Az. unter den Stichworten eheähnliche Gemeinschaft
sowie öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch.

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Arbeitsgelegenheiten LSG Hamburg 2. Juni 2005 L 5 B 161/05 ER AS Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit eines Absenkungsbescheides
wegen der Weigerung, eine Arbeitsgelegenheit aufzunehmen, ist u. a.,
dass das Arbeitsangebot hinsichtlich Art der Tätigkeit, zeitlichen
Umfangs und zeitlicher Verteilung hinreichend bestimmt war.

Arbeitsgelegenheiten SG Berlin 27. Juni 2005 Vor Zuweisung einer Arbeitsgelegenheit bedarf es einer
Eingliederungsprognose, wofür der schlichte Verweis auf die Dauer der
Arbeitslosigkeit oder Zweifel an der ausreichenden Arbetisbereitschaft
nicht ausreichen.
Arbeitsgelegenheiten SG Hamburg 28. Juni 2005 S 51 AS 525/05 ER
Arbeitsgelegenheiten (§ SG Berlin 18. Juli 2005 S 37 AS 4801/05 ER Der Leistungsträger hat vor Antritt der Maßnahme nach § 16 Abs. 3
16 Abs. 3 SGB II) SGB II sicherzustellen, dass die auszuübenden Tätigkeiten
ausschließlich zusätzlich und gemeinnützig sind. Die Behörde, nicht
der Maßnahmeträger, muss dazu eindeutig und verbindlich die
Arbeitsinhalte, die genaue wöchentliche Arbeitszeit und
Arbeitszeitverteilung, die Höhe der MAE sowie die Dauer der
Maßnahme festlegen. Fehlt es daran, darf der Maßnahmeteilnehmer
berechtigt, die Maßnahme ohne Sanktion abzubrechen. (Nichtamtl. LS)

Asylbewerber, SG Hannover 1. März 2005 S 51 AY 15/05 ER Im einstweiligen Rechtsschutzverfahren auf Leistungen nach § 2 Abs. 1
Leistungen an AsybLG besteht ein Anordnungsgrund bereits darin, dass es den
Antragstellern nicht zumutbar ist, auf erhöhte Leistungen längere Zeit
zu verzichten.
Asylbewerber, SG Hannover 22. März 2005 S 51 AY 24/05 Sieht sich die Ausländerbehörde gehalten, von Abschiebemaßnahmen
Leistungen an gegen einen ausreisepflichtigen Asylanten Abstand zu nehmen, so sind
ausreisepflichtige diesem Leistungen nach § 2 AsylbLG zu gewähren, denn seine bloße
Nichtausreise ist keine mißbräuchliche Beeinflussung der Dauer des
Aufenthalts.
Aufrechnung SG Lüneburg 16. Juni 2005 S 25 AS 251/05 ER Keine Aufrechnung einer vom Alg-II-Träger übernommenen
Mietkaution mit laufendem Alg II, auch wenn sich der Alg-II-Empfänger
mit einer solchen Tilgung einverstanden erklärt hat. (Nichtamtl. LS)

Auszubildende SG Hamburg 21. April 2005 S 51 AS 219/05 ER

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BaföG und SGB II SG Hamburg 21. März 2005 S 55 AS 124/05 ER Kein Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
nach dem SGB II für BaföG-Empfänger, eventuell aber höhere
Leistungen nach SGB II für Unterkunft für seine unterhaltverpflichteten
Eltern. (Nichtamtl. LS)
Bedarf, bei Aufenthalt in SG Schwerin 15. Juni 2005 S 11 ER 34/05 AS
Fachklinik
Bedarfsgemeinschaft SG Dortmund 14. Juli 2005 S 29 AS 211/05 ER Unter einer eheähnlichen Gemeinschaft kann allein die auf Dauer
homosexuelle Paare angelegte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau angesehen
werden (vgl. BVerfG v. 2.9.2004, 1 BvR 1962/04).
Gleichgeschlechtliche Paare bilden nur dann eine
Bedarfsgemeinschaft, wenn sie eine eingetragene Lebensgemeinschaft
begründet haben. (Nichtamtl. LS)
Bedarfsgemeinschaft SG Oldenburg 7. März 2005 S 47 AS 59/05 ER
Kinder - Eltern/Eltern -
Kinder
Bedarfsgemeinschaft, SG Dortmund 14. Jul 05 S 29 AS 21/05 ER Gleichgeschlechtliche Paare, die keine eingetragene
gleichgeschlechtliches Lebenspartnerschaft begründet haben, leben nicht in einer
Paar Bedarfsgemeinschaft iS des § 7 Abs 3 SGB 2.
Bekleidungskosten SG Hannover 22. Februar 2005 S 51 SO 53/05 Einmalige Leistungen für Bekleidung nur noch bei Erstausstattung.
(Nichtamtl. LS)
Brille, Kosten für SG Hannover 15. März 2005 S 51 SO 11/05 Brillenglasstärken von -1,25 oder gar nur - 0,5 sind so gering, das es
zumutbar ist, mit der Versorgung zu warten, bis der Sozialhilfeträger
eine abschließende Entscheidung getroffen hat. Wer die Gläser vorher
kauft, kriegt keine Kostenerstattung. (Nichtamtl. LS)
Brille, Kosten für SG Münster 28. Februar 2005 S 12 SO 14/05 ER
Darlehen zur Sicherung SG Gelsenkirchen 25. April 2005 S 11 AS 15/05 ER Darlehen zur Sicherung des Lebensunterhalts anch § 9 Abs. 4 SGB II
des Lebensunterhalts sind ohne Sicherheiten zu gewähren. (Nichtamtl. LS)
Eheähnliche BVerwG 17. Mai 1995 5 C 16/93 Eine eheähnliche Gemeinschaft im Sinne des § 122 Satz 1 BSHG liegt
Gemeinschaft nur dann vor, wenn sie als auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft
zwischen einem Mann und einer Frau über eine reine Haushalts- und
Wirtschaftsgemeinschaft hinausgeht und sich - im Sinne einer
Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft - durch innere
Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner für
einander begründen

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Eheähnliche BVerwG 16. Dezember 2004 5 C 71/03 Im Anschluss an das Bundesverfassungsgericht, BVerfGE 10, 59 <66>;
Gemeinschaft 53, 224 <245>; 62, 323 <330>: Rechtlich nicht geregelte
Lebensgemeinschaften zwischen Mann und Frau hinsichtlich der
Bemessung der Regelsatzhilfe und der Anrechenbarkeit von
Einkommen und Vermögen den für nicht getrennt lebende Ehegatten
geltenden Vorschriften zu unterwerfen, ist nur dann gerechtfertigt, wenn
die Bindungen der Partner so eng sind, daß von ihnen ein
gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens
erwartet werden kann, zwischen ihnen also eine Verantwortungs- und
Einstehensgemeinschaft besteht (vgl. BVerfGE 87, 234 <264, 265>.)
(Nichtamtl. LS)
Eheähnliche LSG Hamburg 11.04.2005 L 5 B 58/05 ER AS Die Regelung, dass die Person, die mit dem Hilfebedürftigen in
Gemeinschaft eheähnlicher Gemeinschaft lebt, zur Bedarfsgemeinschaft gehört, ist
nicht verfassungswidrig (entgegen SG Düsseldorf v. 16.2.2005 - S 35
SO 28/05 ER).
Eheähnliche LSG Hessen 29. Juni 2005 L 7 AS 1/05 ER
Gemeinschaft
Eheähnliche LSG Nordrhein- 24. Februar 2005 L 9 B 1/05 AS ER
Gemeinschaft Westfalen
Eheähnliche LSG Nordrhein- 12. Mai 2005 L 9 B 12/05 AS ER Auch bei Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft kann das
Gemeinschaft Westfalen Einkommen des einen Partners nicht auf den Bedarf des Kindes des
anderen Partners angerechnet werden. (Nichtamtl. LS)
Eheähnliche LSG Nordrhein- 12. Mai 2005 L 9 B 12/05 AS ER Gemeinsame Kinder deuten auf erhebliche innere Bindungen hin, die
Gemeinschaft Westfalen ein gegenseitiges Einstehen der Partner füreinander i. S. d.
Rechtsprechung des BVerfG vermuten lassen. (Nichtamtl. LS)

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eheähnliche LSG NRW 21. Apr 05 L 9 B 6/05 SO ER 1. Der Begriff "eheähnliche Gemeinschaft" in § 7 Abs 3 Nr 3 Buchst b
Gemeinschaft SGB 2 ist ebenso zu definieren wie dieser Begriff in früheren
gesetzlichen Regelungen (ua § 122 BSHG).
2. Die eheähnliche Gemeinschaft ist nach einhelliger gefestigter
Rechtsprechung definiert als die Lebensgemeinschaft eines Mannes
und einer Frau, die auf Dauer angelegt ist, daneben keine weitere
Lebensgemeinschaft gleicher Art zulässt und sich durch innere
Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner
füreinander begründen, also über die Beziehungen einer reinen
Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinausgehen .
3. Für die Beurteilung, ob eine eheähnliche Gemeinschaft vorliegt, ist
stets maßgebend, ob das "Gesamtbild" aller zu wertenden Tatsachen
die Annahme des Vorliegens einer solchen Gemeinschaft rechtfertigt.
4. Für das Indiz einer längeren Dauer des Zusammenlebens wird nicht
zwingend ein Zeitraum von drei Jahren vorausgesetzt.
5. Der Senat hat auch keine Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von
§ 7 Abs 3 Nr 3 Buchst b SGB 2.
6. Der Lebenspartner, der weder Vater noch Stiefvater eines Kindes der Lebenspartne
Eheähnliche Sächsisches LSG 14. April 2005 L 3 B 30/05 AS-ER Die Einbeziehung von Partnern aus eheähnlichen
Gemeinschaft Lebensgemeinschaften und die Außerachtlassung homosexueller
eheähnlicher Lebensgemeinschaften bei der Ermittlung der
Hilfebedpürftigkeit verstößt nicht gegen den allgemeinen
Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG.
Eheähnliche SG Berlin 6. April 2005 S 37 AS 1325/05 ER Die Aufrechterhaltung einer eigenen Wohnung bei einem
Gemeinschaft unterdurchschnittlichen Einkommen spricht deutlich gegen das
Bestehen einer eheähnlichen Gemeinschaft. Dass man dabei den
Partner den Sozialsystemen "überlässt", ist bei einem verbleibenden
Einkommen von ca. 600 € Ausdruck eigener Bedürftigkeit und drängt
Mutmaßungen über Leistungsmissbrauch in den Hintergrund.
(Nichtamtl. LS)
Eheähnliche SG Dortmund 31. März 2005 S 31 AS 82/05 ER Es ist nicht verfassungswidrig, dass die Anrechnung des
Gemeinschaft Partnereinkommens nur bei eheähnlicher heterosexueller
Gemeinschaft erfolgt, nicht aber bei einer eingetragenen Partnerschaft
ähnlichen Bedarfsgemeinschaften Homosexueller. (Nichtamtl. LS)

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Eheähnliche SG Dortmund 18. Januar 2005 S 5 AS 1/05 ER Zweitinstanz LSG NRW v. 24.2.2005, L 9 B 1/05 AS ER
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Düsseldorf 18. April 2005 S 23 AS 104/05 ER
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Frankfurt/M. 27. Juni 2005 S 48 AS 58/05
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Hamburg 1. März 2005 S 55 AS 106/05 ER
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Lüneburg 11. März 2005 S 25 AS 45/05 ER
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Saarland 4. April 2005 S 21 AS 3/05
Gemeinschaft
Eheähnliche SG Düsseldorf 17. Februar 2005 S 35 SO 28/05 ER A. Ansicht: LSG Hamburg
Gemeinschaft
eheähnliche LSG Halle 22. Apr 05 L 2 B 9/05 AS ER 1. Die Ablehnung der Wohnungsbesichtigung ist durch das Grundrecht
Gemienschaft, der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art 13 GG gedeckt; sie darf
Wohnungsbesichtigung, schon deshalb nicht als Zugeständnis einer eheähnlichen
Beweislast Gemeinschaft gewertet werden.
2. Für das Bestehen einer eheähnlichen Gemeinschaft obliegt dem
Träger der Grundsicherung die Beweislast. Die mit dem Nachweis des
Bestehens einer eheähnlichen Gemeinschaft verbundenen
Schwierigkeiten rechtfertigen auch bei längerem Zusammenleben von
Mann und Frau keine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast.
3. Der in § 66 Abs 3 SGB 1 vorgesehene schriftliche Hinweis muss
konkret und unmissverständlich auf den individuellen Fall bezogen sein.
Hat die Leistungsberechtigte bereits Weigerungsgründe genannt, die
der Leistungsträger für nicht triftig hält, so hat er der Berechtigten die
Umstände hierfür darzulegen.

Eigenheim, Kredittilgung SG Lüneburg 8. März 2005 S 25 AS 36/05 ER

Eigenheimzulage
[erledigt durch
Verordnung]

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Eigentumswohnung, LSG Baden- 3. August 2005 L 7 AS 2875/05 ER-B Selbstgenutztes Wohnungseigentum bis 120 qm ist nach früheren
Anrechnung Württemberg Regelungen vom Gesetzgeber gefördert worden. Es ist als
angemessenes Eigentum nicht als verwertbares Vermögen
anzurechnen. Auch ein selbst genutztes Hausgrundstück von
angemessener Größe gehört zum Schonvermögen. Auf den
Grundstückswert kommt es nicht an.
Eingliederungshilfe LSG Niedersach- 11. Juli 2005 L 7 B 53/05 AS 1. Zum Anspruch von Empfängern von Leistungen der
sen-Bremen Eingliederungshilfe nach § 54 Abs 1 Satz 1 Nr 1 SGB XII auf
Mehrbedarfleistungen nach § 21 Abs 4 Satz 1 SGB II.
2. Aus dem Ablauf des Gesetzgebungsverfahren kann gefolgert
werden, dass es sich um eine vom Gesetzgeber nicht beabsichtigte
Regelungslücke handelt, wenn nunmehr Leistungen nach § 54 Abs 1
Satz 1 Nr 1 SGB XII nicht in § 21 Abs 4 Satz 1 SGB II erwähnt sind.
Eingliederungshilfe SG Berlin 27. Juli 2005 S 37 AS 4913/05 Die Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton in Berlin ist zu
fördern, auch bei atypischem Lebenslauf und höherem Lebensalter.
(Nichtamtl. LS)
Eingliederungshilfe SG Oldenburg 8. April 2005 S 2 SO 11/05 Auch wenn ein Betroffener nicht auf die Benutzung öffentlicher
Verkehrsmittel verwiesen werden kann, weil er in einem
Spezialfahrzeug transportiert werden muss, das seinen Rollstuhl
aufnehmen kann, besteht kein Anspruch auf ein behindertengerechtes
Kfz als Eingliederungshilfe, wenn ihm zumutbare Alternativen durch die
Transportdienste der freien Träger zur Verfügung stehen.

Eingliederungshilfe SG Schleswig 26. Februar 2005 S 19 SO 4/05 ER


Eingliederungshilfe (§ 54 SG Hamburg 3. März 2005 S 55 SO 89/05 ER Keine Übernahme von Kosten für Petö-Therapie nach SGB XII.
Abs. 1 S. 1 SGB XII) (Nichtamtl. LS)

Eingliederungsmaßnah BSG 19. Januar 2005 B 11a/11 AL 39/04 R Bei dem Angebot einer Trainingsmaßnahme nach §§ 48ff SGB 3
me handelt es sich nicht um einen Verwaltungsakt. Die Aufwendungen für
die Vertretung durch einen Rechtsanwalt im Widerspruchsverfahren
gegen ein solches Angebot sind daher nicht zu erstatten.

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Einstweiliger SG Lüneburg 10. März 2005 S 23 SO 46/05 ER
Rechtsschutz,
Anordnungsgrund
(dringliche Notlage)
Ergänzende SG Berlin 18. April 2005 S 37 AS 1207/05 ER Verzögert sich die Zahlung von BAB an einen Leistungsempfänger, der
Grundsicherungsleistun bisher Alg II und Sozialgeld erhielt, so stehen ihm übergangsweise
gen überbrückende Leistungen als Darlehen für den Sonderbedarf zu. Auf
einen Eilantrag auf vorläufige Gewährung von BAB kann er nicht
verwiesen werden, wenn er die Auskunft erhalten hatte, er werde bis
zum Einsetzen der BAB weiter Alg II erhalten. (Nichtamtl. LS)

Erstausstattung Baby SG Lüneburg 20. Juni 2005 S 25 AS 231/05 ER


Erstausstattung Baby SG Lüneburg 22. April 2005 S 30 AS 107/05 ER
Erstausstattung SG Lüneburg 24. März 2005 S 29 SO 78/05 ER
Scheidung
Erstausstattung SG Hamburg 23. März 2005 S 57 AS 125/05 ER
Wohnung Baby
Erstausstattung SG Lüneburg 20. Juni 2005 S 25 AS 231/05 ER
Wohnung Baby
Erwerbsfähigkeit, § 44a LSG Niedersach- 19. April 2005 L 4 KR 42/05 ER Der Streit zwischen den verschiedenen Leistungsträgern über ihre
SGB II sen-Bremen Zuständigkeit darf in Ansehung von Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG nicht zu
Lasten eines dringend behandlungsbedürftigen Patienten gehen. Hat
deshalb eine ARGE AlG II bewilligt, so gilt im Eilverfahren, dass eine
Leistungspflicht der Krankenkassen nach § 5 Abs. 1 Nr. 2a SGB V
besteht. (Nichtamtl. LS)
Erwerbsfähigkeit, SG Hannover 27. April 2005 S 51 SO 237/05 ER
Feststellung
Erziehungspauschale SG Berlin 10. Mai 2005 S 37 AS 2819/05 ER
Pflegekind
Existenzgründungs- SG Berlin 15. Juli 2005 S 37 AS 2213/05 ER
zuschuss
Existenzgründungs- LSG Hessen L 7 AS 22/05 ER Arbeitslose dürfen sich nicht als Ich-AG fördern lassen und zugleich
zuschuss und ALG II AlG II beziehen.
Fahrtkosten Schulweg SG Oldenburg 7. März 2005 S 47 AS 59/05 ER
Gas- und Stromkosten SG Lüneburg 15. März 2005 S 23 SO 75/05 ER

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Geschütztes SG Berlin 9. Februar 2005 S 37 AS 307/05 ER
Sparvermögen
Grundsicherung SG Hannover 27. April 2005 S 51 SO 237/05 ER
Haftpflicht-, LSG Ba- 30. Jun 05 L 8 AS 2374/05 ER-B Versicherungsbeiträge für eine Haftpflicht- oder Hausratversicherung
Hausratversicherung Württemberg gehören nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts iS des § 20 Abs 1
SGB2.
Soweit die Absetzung der Versicherungsbeiträge vom einzusetzenden
Einkommen Einkommensbezieher im Vergleich zu einkommenslosen
Leistungsempfängern begünstigt, liegt darin keine verfassungsrechtlich
unzulässige Ungleichbehandlung. Denn die unterschiedlichen
Rechtsfolgen sind durch unterschiedliche Voraussetzungen
(vorhandenes bzw fehlendes Einkommen) beding
Härtefall SG Oldenburg 11. Januar 2005 S 45 AS 2/05 ER
Härtefall (§ 7 Abs. 5 S. 2 SG Hamburg 6. Juni 2005 S 51 AS 312/05 ER Besonderer Härtefall u. a., wenn Studium wg. Krankheit länger dauert,
SGB II) als es durch BaföG gefördert werden kann, auch wenn bei
Ausbildungsabbruch eines Schwerbehinderten langfristig und
möglicherweise auf Dauer droht, dass er seinen Lebensunterhalt nicht
durch Erwerbstätigkeit ausreichend sichern kann, auch wenn sich der
Studierende in oder unmittelbar vor der Phase des Abschlussexamens
befindet. (Nichtamtl. LS)
Härteklausel SG Berlin 9. Mai 2005 S 37 AS 1825/05 ER § 10 Abs. 1 Nr. 1 SGB II gibt dem Elternteil die freie Wahl, bis zur
Darlehensgewährung Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes die Lebenssituation auf
den Vorrang der Kindererziehung einzurichten.
Haushaltsgemeinschaft BVerfG 2. September 2004 1 BvR 1962/04 Dass zwei Personen dieselbe Meldeadresse haben, reicht nicht aus für
die Annahme einer "eheähnlichen Gemeinschaft". Bloße Mitglieder
einer Wohngemeinschaft gehören auch nicht zu der
"Haushaltsgemeinschaft" nach § 9 Abs. 5 SGB II, denn diese Regelung
erfasst nur Verwandte oder Verschwägerte i. S. d. §§ 1589 f. BGB.
(Nichtamtl. LS)
Haushaltsgemeinschaft SG Aurich 30. März 2005 S 25 AS 20/05 ER

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 9 von 18


Heizkosten SG Aurich 10. Februar 2005 S 15 AS 3/05 ER Bei der Prüfung der angemessenen Heizkosten für ein
selbstbewohntes Einfamilinehaus, dessen Verwertung als Vermögen
nach § 12 Abs. 3 Zf. 4 SGB II ausgeschlossen ist, wird grundsätzlich
die tatsächlich vorhandene Wohnfläche und nicht eine fiktive,
personenzahlbezogene Wohnfläche berücksichtigt. Die Herausnahme
einzelner Räume aus der Beheizung kann nur in besonders gelagerten
Ausnahmefällen verlangt werden.
Heizkosten SG Hamburg 30. März 2005 S 59 AS 107/05 ER
Heizkosten SG Oldenburg 14. Juni 2005 S 47 AS 176/05 Wer ein nach § 12 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 geschütztes Hausgrundstück
bewohnt, hat Anspruch auf Übernahme der Heizungskosten für die
tatsächliche Wohnfläche. (Nichtamtl. LS)
Keine Hilfe für die SG Lüneburg 16. März 2005 S 23 SO 83/05 ER Es ist zweifelhaft, ob die die zu § 5 BSHG entwickelten Grundsätze
Vergangenheit? ("keine Hilfe für die Vergangenheit") auf Leistungen nach dem SGB II
überhaupt Anwendung finden. Maßgebend ist nach § 37 Abs. 2 SGB II
für die nach dem SGB II zu erbringenden Leistungen, für welchen
Zeitraum der Bedarf geltend gemacht wird, nicht, wann eine
Verbindlichkeit eingegangen wurde. (Nichtamtl. LS)
Kfz- SG Hannover 8. Juni 2005 S 51 SO 254/05 ER vgl. § 10 Abs. 1 Nr. 6 Verordnung nach § 60 SGB XII
Versicherungskosten (Eingliederungshilfeverordnung): Übernahme möglich, wenn der
behinderte Mensch auf die regelmäßige Benutzung eines KfZ
angewiesen ist. (Nichtamtl. LS)
Kfz- SG Oldenburg 14. Juni 2005 S 47 AS 176/05 Nach § 12 Abs. 3 Nr. 2 SGB II ist als Vermögen nicht zu
Versicherungskosten berücksichtigen ein angemessenes Kraftfahrzeug für jeden in der
Bedarfsgemeinschaft lebenden erwerbsfähigen Hilfebedürftigen. Damit
gehören grundsätzlich auch die Kfz-Versicherungen zu den
Versicherungen, die als angemessene anerkannt werden können.
(Nichtamtl. LS)
Kindergeld, Anrechnung
[erledigt durch
Verordnung]
Klassenfahrt SG Lüneburg 16. März 2005 S 23 SO 83/05 ER
Konkurrenz von SG Hamburg 18. Januar 2005 S 49 SO 1/05 ER
Leistungen nach SGB II
und SGB XII

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 10 von 18


Konkurrenz von SG Hamburg 16. März 2005 S 53 SO 84/05 ER Bei Konkurrenz von Leistungen nach SGB II und SGB XII obliegt die
Leistungen nach SGB II Feststellung der Erwerbsfähigkeit allein dem Träger der
und SGB XII Grundsicherung für Arbeitsuchende und der Hilfebedürftige erhält bis
zur Klärung der Frage der Erwerbsminderung vorläufige Leistungen
nach dem SGB II. (Nichtamtl. LS)
Kraftfahrzeug SG Oldenburg 8. April 2005 S 2 SO 11/05 Auch wenn ein Betroffener nicht auf die Benutzung öffentlicher
Verkehrsmittel verwiesen werden kann, weil er in einem
Spezialfahrzeug transportiert werden muss, das seinen Rollstuhl
aufnehmen kann, besteht kein Anspruch auf ein behindertengerechtes
Kfz als Eingliederungshilfe, wenn ihm zumutbare Alternativen durch die
Transportdienste der freien Träger zur Verfügung stehen.

Krankenbehandlungskos SG Hannover 22. Februar 2005 S 51 SO 65/05 Eigenanteile sind Regelbedarf (1 Abs. 1 S. 2 RegelsatzVO). (Nichtamtl.
ten, Eigenanteil LS)
Krankenhilfe Sächsisches LSG 14. April 2005 L 3 B 30/05 AS-ER Nach § 5 Abs. 2 SGB II oder § 21 S. 1 SGB XII sind nur Hilfen zum
Lebensunterhalt ausgeschlossen; nicht berührt sind hingegen Hilfen in
besonderen Lebenslagen, zu denen auch die Krankenhilfe zählt. Bei
der Hilfe nach dem 5. Bis 9. Kapitel des SGB XII ist der nachfragenden
Person und der Person, die mit ihr in eheähnlicher Gemeinschaft lebt,
die Aufbringung der Mittel nicht zuzumuten, wenn ihr monatliches
Einkommen zusammen eine Einkommensgrenze nicht übersteigt, die
sich ergibt aus einem Grundbetrag in Höhe des zweifachen
Eckregelsatzes, den Kosten der Unterkunft und einem
Familienzuschlag in Höhe des auf volle Euro aufgerundeten Betrages
von 70 % des Eckregelsatzes für die Person, die mit ihr in eheähnlicher
Gemeinschaft lebt, § 85 i. V. m. § 20 S. 1 SGB XII.
Kurzzeitpflege SG Konstanz 21. März 2005 S 9 SO 565/05 ER Pflegeversicherung geht vor Sozialhilfe (§§ 13 Abs. s SGB XI u. 2 SGB
XII). (Nichtamtl. LS)
Lebensbedarf, nicht SG Münster 28. Februar 2005 S 12 SO 14/05 ER Ein Betrag von 245 € reicht für die Deckung des unabweisbaren,
aufschiebbarer insbesondere nicht aufschiebbaren Lebensunterhalts aus. (Nichtamtl.
LS)
Leistungskürzung SG Berlin 31. März 2005 S 37 AS 919/05 ER Kürzung von AlG II wegen Wohnungslosigkeit (Argument: ersparte
Heizkosten) ist nicht zulässig. (Nichtamtl. LS)

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 11 von 18


Leistungsträger LSG Niedersach- 27. Juni 2005 L 8 B 31/05 AS Bei der Ermittlung des zuständigen Leistungsträgers nach § 65a SGB II
sen-Bremen handelt es sich um eine komplizierte Rechtsmaterie, so dass in den
ersten Monaten des Anwendungsbereichs des SGB II seine
unzutreffende Bezeichnung in der An-tragsschrift die
Erfolgsausschichten im Sinne des § 114 ZPO für den ersten Rechtszug
nicht ausschließt.
Miete, Übernahme SG Nürnberg 7. Juli 2005 S 8 AS 170/05 ER
während Haftzeit als
Darlehen
Mitbestimmung bei VG Oldenburg 22. Juni 2005 9 A 1738/05 Die Beschäftigung von Hilfsbedürftigen nach § 16 Abs. 3 SGB II führt
Beschäftigung nach § 16 nicht zu einer Mitbestimmung des Personalrats bei Einstellungen
Abs. 3 SGB II gemäß § 65 Abs. 2 Nr. 1 NPersVG. Der Personalrat hat aber
mitzubestimmen bei der Entscheidung, ob und in welchen
Tätigkeitsfeldern die Dienststelle Beschäftigungsmöglichkeiten nach §
16 Abs. 3 SGB II zur Verfügung stellt (§ 64 Abs. 3 NPersVG)
Mitbestimmung VG Mainz 24. Juni 2005 5 K 193/05 MZ
Personalrat
Obdachlosenunterkunft SG Meiningen 9. Juni 2005 S 23 AS 662/05 ER Alg II: Kürzung der Kosten für Unterkunft, wenn in diesen Leistungen
für Haushaltsenergie und vollständige Möblierung enthalten sind, ist
nicht per einstweiliger Anordnung angreifbar, falls ein Leben am
Existenzminimum ermöglicht bleibt.
Öffentlich-rechtlicher BVerwG 16. Dezember 2004 5 C 71/03 1. Ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch besteht nur in dem
Erstattungsanspruch Umfang, in dem es per saldo zu einem (rechtsgrundlosen)
Vermögenszuwachs gekommen ist. Ist rechtsgrundlos Arbeit geleistet
worden, besteht der Vermögenszuwachs in der Ersparnis von
Aufwendungen zur Erlangung der Arbeitsleistung.
2. Auf einen Erstattungsanspruch gegen den Sozialhilfeträger wegen
rechtsgrundlos erlangter Arbeitsleistung ist an den
Erstattungsberechtigten und seine Angehörigen in dieser Zeit geleistete
Sozialhilfe anzurechnen.
PKW, Anrechnung LSG Baden- 3. August 2005 L 7 AS 2875/05 ER-B Ein PKW im Wert von 9786 Euro ist nicht als verwertbares Vermögen
Württemberg anzurechnen. Gerade im ländlichen Raum sind Arbeitslose auf ein KfZ
angewiesen. Fahrzeuge mit äußerst geringem Wert sind in der Regel
älter und damit reparaturanfällig. (Nichtamtl.LS)

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 12 von 18


PKW, Anrechnung SG Aurich 24. Februar 2005 S 15 AS 11/05 Ein Mittelklassewagen mit durchschnittlicher Motorisierung und ohne
besonderen Luxus, der sich bereits vor der Arbeitslosigkeit im
Eigentum des Arbeitslosen befand, ist ein angemessenens
Kraftfahrzeug im Sinne des SGB II und damit nicht als Vermögen zu
berücksichtigen. Auf den aktuellen Marktwert des Fahrzeugs kommt es
dabei nicht an. (Nichtamtl. LS)
Prozesskostenhilfe OLG Frankfurt/M. 21. April 2005 5 WF 75/05
Regelsatz bei SG Berlin 31. März 2005 S 37 AS 919/05 ER Kürzung von AlG II wegen Wohnungslosigkeit (Argument: ersparte
Obdachlosigkeit Heizkosten) ist nicht zulässig. (Nichtamtl. LS)
Regelsatzhöhe SG Oldenburg 15. Juni 2005 S 47 AS 179/05 ER
Regelsatzhöhe SG Schleswig 8. März 2005 S 6 AS 70/05 ER Die Pflicht zur Selbsthilfe, jede mögliche Arbeit anzunehmen, stellt
weder eine Arbeitspflicht noch eine Zwangsarbeit im Sinne des Art. 12
GG dar.
Rehabilitationsträger SG Schleswig 26. Februar 2005 S 19 SO 4/05 ER Im Falle der Nichtweiterleitung des Antrags ist der zunächst
angegangene Rehabilitationsträger so lange zuständig, bis für weitere
Zeiträume der Antrag an den zuständigen Rehabilitationsträger
weitergeleitet wurde. (Im Anschluss an Bay. VGH v. 1.12.2003, 12 CE
03.2683, nichtamtl. LS)
Rücknahme von SG Oldenburg 1. März 2005 S 45 AS 82/05 ER
Leistungszusagen,
Ermessen
Schulden für SG Hannover 3. März 2005 S 51 SO 101/05 ER
Energiekosten

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 13 von 18


Sonderbedarf, LSG Mainz 12. Jul 05 L 3 ER 45/05 AS 1. Das Tatbestandsmerkmal "Erstausstattung der Wohnung" in § 23
Erstausstattung einer Abs. 3 S 1 Nr 1 SGB 2 ist nicht zeitlich, sondern bedarfsbezogen zu
Wohnung,Kinderbett verstehen.
und Kinderwagen 2. Der Begriff der Erstausstattung iS des § 23 Abs. 3 S 1 Nr 1 SGB 2
darf nicht zu eng ausgelegt werden. Zur Erstausstattung einer
Wohnung, in die ein Säugling aufgenommen werden soll, gehört ein -
ggf gebrauchtes - Kinderbett mit Matratze. In diesem
personenbezogenen Sinn gehört auch die Anschaffung eines
Kinderwagens zur Erstausstattung.
3. Besteht ein Anspruch auf Leistungen für die Erstausstattung
zusätzlich zu den Regelleistungen, kann nicht darauf verwiesen
werden, dass diese Gegenstände nur gem § 23 Abs. 1 S 1 SGB 2 in
Form eines Darlehens gewährt werden können.

Sozialgeld SG Oldenburg 24. März 2005 S 45 AS 100/05 ER


Sperrzeit SG Hamburg 21. April 2005 S 53 AS 229/05 ER
Stiefeltern bzw. –kind LSG Hamburg 02. Aug 05 L 5 B 186/05 ER AS 1. Leben Kinder mit einem Elternteil und dessen nichtehelichem
Partner in einer Bedarfsgemeinschaft, so sind auf den Bedarf der
Kinder nur das Einkommen und Vermögen des Elternteils
anzurechnen.
2. Im Prozess sind die Kinder aktiv legitimiert.

Stiefeltern bzw. –kind SG Hamburg 10. März 2005 S 52 AS 40/05 ER


Stiefvater BVerwG 26. November 1998 5 C 37/97 Leben minderjährige unverheiratete Kinder in einem Haushalt mit ihrer
Mutter und ihrem Stiefvater zusammen, kann nach § 11 Abs. 1 S. 1
BSHG nur Einkommen und Vermögen ihrer Mutter, nicht auch
Einkommen und Vermögen ihres Stiefvaters berücksichtigt werden.
Einkommen und Vermögen des Stiefvaters kann nur nach Maßgabe
des § 16 BSHG oder nur dann berücksichtigt werden, wenn es der
Mutter tatsächlich zugewendet wird und damit deren Einkommen oder
Vermögen erhöht oder zumindest deren Eigenbedarf mindert.
Stiefvater SG Berlin 11. Mai 2005 S 37 AS 1607/05 ER
Stiefvater SG Oldenburg 4. März 2005 S 47 AS 58/05 ER
Umgangsrecht SG Berlin 7. Juli 2005 S 59 AS 4322/05 ER
Umstandskleidung SG Lüneburg 20. Juni 2005 S 25 AS 231/05 ER

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 14 von 18


Umzug, SG Schleswig 21. Februar 2005 S 6 AS 30/05 Bei einem sozialhilferechtlich nicht erforderlichen Umzug von einer
Angemessenheit bei angemessenen in eine teurere Wohnung, bei der aber die
Mehrkosten Unterkunftskosten auch noch in einer angemessenen Spannbreite
liegen, sind die Unterkunftskosten zu übernehmen, wenn die
Mehrkosten verhältnismäßig sind und die Gründe für den Umzug die
Mehrkosten rechtfertigen. Aus der Kombination der absoluten
Kappungsgrenze der angemessenen Wohnbeschaffungskosten und
der nachvollziehbaren Gründe für einen Wohnungswechsel kann
geschlussfolgert werden, dass Gründe von geringem Belang auch nur
geringe Mehrkosten rechtfertigen. Gründe von erheblichem Belang (z.
B. erhebliche gesuncheitliche Beeinträchtigungen) rechtfertigen einen
deutlich höheren Aufwand. Jedoch wird auch der deutlich höhere
Aufwand durch die Angemessenheit der Kosten für die
Wohnraumbeschaffung begrenzt. (Nichtamtl. LS)
Umzug, günstigere VG Frankfurt/M. 10 E 1324/03
Wohnung
Umzugkosten SG Berlin 26. April 2005 S 37 AS 801/05 ER
Umzugkosten SG Braunschweig 7. März 2005 S 18 AS 65/05 ER

Unterbringung in SG Altenburg 25. April 2005 S 23 489/05 ER


stationärer Einrichtung
für länger als 6 Monate
Unterbringung in SG Dortmund 1. März 2005 S 27 AS 32/05 ER
stationärer Einrichtung
für länger als 6 Monate
Unterhaltsver- SG Dortmund 18. Januar 2005 S 5 AS 1/05 ER Zweitinstanz LSG NRW v. 24.2.2005, L 9 B 1/05 AS ER
pflichtungen
Unterkunftskosten SG Aurich 10. März 2005 S 13 SO 6/05 ER Die Verpflichtung des Sozialleistungsträgers auf Übernahme der
tatsächlichen Unterkunftskosten kann sich durch die persönlichen
Verhältnisse des Antragstellers (hier: Unfähigkeit, ohne fremde Hilfe
dauerhaft die Wohnverhältnisse zu regeln) rechtfertigen. (Nichtamtl.
LS)
Unterkunftskosten SG Aurich 10. März 2005 S 13 SO 6/05 ER
Unterkunftskosten SG Aurich 30. März 2005 S 25 20/05 ER
Unterkunftskosten SG Lüneburg 11. März 2005 S 25 AS 45/05 ER

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 15 von 18


Unterkunftskosten SG Lüneburg 16. März 2005 S 25 AS 61/05 ER Keine Übernahme von Aufwendungen für die Kredittilgung, selbst wenn
jene hinter den Kosten für eine angemietete Unterkunft zurückbleiben.
(Nichtamtl. LS)
Unterkunftskosten SG Oldenburg 22. Juli 2005 S 47 AS 477/05 Kein erhöhter Wohnraumbedarf für Bluter. (Nichtamtl. LS)
Unterkunftskosten SG Berlin 24. Juni 2005 S 37 AS 2513/05
Aufteilung
Unterkunftskosten SG Oldenburg 11. Februar 2005 S 47 AS 27/05 ER
Eigenheim
Unterkunftskosten, BVerwG 28. April 2005 5 C 15.04 Die Höhe der Aufwendungen, die bei der Bedarfsermittlung als nach §
Angemessenheit 3 Abs. 1 S. 3 Hs. 2 RegelsatzVO angemessen zu berücksichtigen sind,
bestimmt sich nach dem Produkt aus der abhängig von der
Personenzahl angemessenen Wohnungsgröße in Quadratmetern und
dem noch angemessenen Mietzins je Quadratmeter. (Nichtamtl. LS)

Unterkunftskosten, SG Stuttgart 29. Aug 05 S 4 AS 4583/05 ER Zu den Unterkunftskosten bei Wohnungseigentum zählen auch die
Eigenheim Kosten für die Rücklage, sofern diese Rücklage dazu dient
Instandsetzungen am Wohnungseigentum durchzuführen (Nichtamtl.r
LS).
Unterkunftskosten, SG Braunschweig 7. März 2005 S 18 AS 65/05 ER
Erstausstattung
Unterkunftskosten, SG Oldenburg 15. März 2005 S 47 AS 107/05 ER
Kaution
Unterkunftskosten, SG Hamburg 14. Juli 2005 S 53 SO 347/05 ER
rückständige
Energiekosten
Unterkunftskosten, SG Lüneburg 15. März 2005 S 23 SO 75/05 ER Auch unangemessen hohe Heizkosten sind so lange anzuerkennen,
rückständige wie es dem Hilfeempfänger nicht möglich oder zumutbar ist, durch
Energiekosten Wohnungswechsel oder auf andere Weise die Aufwendungen zu
senken. (Nichtamtl. LS)
Unterkunftskosten, SG Berlin 24. Juni 2005 S 37 AS 2513/05
Untermieterträge
Unterkunftskosten, SG Oldenburg 2. Februar 2005 S 47 AS 18/05 ER
Verteilung
Unterkunftskosten, zwei SG Hannover 22. Februar 2005 S 51 SO 66/05
Wohnungen

SGB II - Urteile.xlsTabelle1] Stand: 30.09.2005 Seite 16 von 18


Vermittlungsvorschlag, SG Köln 24. März 2005 S 10 AS 17/05 ER
Rechtsqualität
Versäumung Klagefrist SG Hannover 13. Juni 2005 S 51 SO 201/05
Verwandtenpflegepau- SG Berlin 27. April 2005 S 37 AS 1213/05 ER Gemäß § 43 Abs. 1 S. 2 SGB I ist der zuerst angegangene
schale Leistungsträger bis zur Klärung der Situation zuständig für beantragte
Sozialleistungen (hier: Übernahmen von mit
Verwandtenpflegepauschalen nicht abgedeckten Mietkosten).
(Nichtamtl. LS)
Wegfall des Bedarfs SG Hannover 15. März 2005 S 51 SO 11/05 Brillenglasstärken von -1,25 oder gar nur 0,5 sind so gering, das es
zumutbar ist, mit der Versorgung zu warten, bis der Sozialhilfeträger
eine abschließende Entscheidung getroffen hat. Wer die Gläser vorher
kauft, kriegt keine Kostenerstattung. (Nichtamtl. LS)
Weiterbildungskosten SG Hannover 25. Januar 2005 S 5 AL 32/05 ER
Zahlungseinstellung SG Hamburg 1. März 2005 S 55 AS 106/05 ER
Zuständigkeit SG Schleswig 8. Februar 2005 S 17 SO 7/05 ER Unterbleibt eine Weiterleitung des Antrages auf Eingliederungshilfe an
den eigentlich zuständigen Träger, so wird der zuerst angegangene
Träger zuständig. Wegen der nach § 14 SGB IX begründeten
Zuständigkeit ist eine Kostenerstattung des zuerst angegangenen
Trägers ausgeschlossen. Die Zuständigkeit des zuerst angegangenen
Trägers endet mit der Weiterleitung an den zuständigen Träger.

Zweitausbildung SG Hamburg 25. Aug 05 S 51 AS 896/05 Dem Grunde nach förderungsfähig iS von § 7 Abs 5 S 1 SGB 2 ist im
Rahmen der Berufsausbildungsbeihilfe nur die erstmalige Ausbildung
iS von § 60 Abs 2 SGB 3.

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