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Einfaches Verbessern von Fotos mit Photofiltre

Oft hat man Bilder gemacht, ist voller Vorfreude – und dann lädt man die Bilder auf seinen Rechner –
Enttäuschung macht sich breit. Der Ausschnitt ist schlecht gewählt die Farben wirken flach und grau,
jegliche Spannung fehlt.
Natürlich kann man nicht alles verbessern – ein grottenschlechtes Bild ist ein grottenschlechtes Bild.
Aber aus vielen Bildern kann man noch eine Menge rausholen.

Das möchte ich jetzt an diesem Mini-Workshop zeigen.


Dieser Workshop ist wirklich nur für Leute geeignet die sich mit so etwas noch nie befasst haben und
behandelt nur die Grundlagen. Nur möchte ich euch gerne näher bringen das einfach Bildbearbeitung
für den Hausgebrauch auch ohne teure Fotoprogramme machbar ist.

Ich verwende dafür das Programm Photofiltre. Das kann man z.b. hier
http://photofiltre.softonic.de/
kostenlos herunterladen. Die deutsche Sprachdatei gibt es hier
http://www.soft-ware.net/system/eingabe/sprachdateien/p04407.asp kostenlos. Einfach nach
Anleitung installieren – fertig.

Das Foto sollte noch die Originalgröße besitzen. Also so wie es aus der Kamera kommt – je größer
desto besser. Da beim bearbeiten und zuschneiden Informationen verloren gehen und das Bild dann
eventuell zu klein wird fürs Entwickeln.

Als Foto habe ich ein Bild gewählt das mir jemand (Namen nenn ich jetzt hier mal keine) zur
Fotochallenge zum Thema „Grün“ geschickt hat. Nämlich dieses hier:

Eine nicht wirklich spannende,


einfache Pflanze in irgend
einem Vorgarten.
Was man an diesem Bild
nicht mehr wirklich
retten kann sind die
störenden Steine im Hintergrund.
So etwas muss man von
Anfang an beachten.
Aber wir werden versuchen
dem ganzen mehr
Farbe, Tiefe und einen
passenderen
Bildausschnitt zu verpassen.
Zuerst öffnen wir Photofiltre und suchen uns ein nicht ganz so tolles Foto. Ich in diesem Falle das
Pflänzchen.

Um den Vergleich zu sehen öffnen wir uns eine Kopie davon. Rechts ins Bild klicken – kopieren.
Dann mit der Maus rechts in die leere graue Fläche klicken – als neues Bild einfügen.
(das müsst ihr natürlich nicht immer machen – nur jetzt damit ihr den Unterschied verfolgen könnt)

Es öffnet sich ein zweites Bild an dem wir nun die Änderungen vornehmen werden.
Jetzt schauen wir uns zuerst den Punkt Helligkeit und Kontrast an.
Das findet ihr in der Menuleiste unter „Korrekturen“ – „Helligkeit/Kontrast“

Es öffnet sich ein kleines Fenster mit zwei Reglern.


Der erste ist für die Helligkeit im Bild zuständig. Da mein Bild hier schon recht hell ist lasse ich diesen
Regler einfach mal links liegen und wende mich dem Regler Kontrast zu.
Umso mehr ich diesen nach rechts verschiebe umso höher wird der Kontrast im Bild.
D.h. die Schatten werden verstärkt, und die hellen stellen treten mehr hervor. Das verstärkt
gleichzeitig auch die Farben.

Ich schiebe den Regler bei meinem Bild auf 24%.


Das ist natürlich jetzt Geschmackssache und hängt auch von euren Bildern ab.
Als nächstes werden wir die Schatten noch einmal verstärken.
Auch hierfür gibt es in dem Programm einen Extra Menüpunkt. Und zwar unter „Korrekturen“ –
„Schatten verstärken“

Hierfür gibt es nicht extra einen Regler.


Wendet man dieses Menü an verstärkt das Programm den Schatten automatisch um eine Stufe.
Das kann beliebig wiederholt werden. Rückgängig kann man das mit Strg + Z machen (wie alles
andere im Photofiltre auch)

Ich benutze dieses Programm nur einmal.

Gleich unter dem Punkt „Schatten verstärken“ findet sich der Punkt „Glanzpunkte verstärken“.
Mit diesem Menü verstärkt man alle hellen Flächen. Ich wende das bei meinem Bild nicht an da die
Lichtpunkte auf den Blättern in meinem bild schon so hell sind das es unnatürlich wirken würde.
Ihr könnt das ja gerne probieren. Vielleicht gefällt euch das Ergebnis ja in eurem Bild. Wenn nicht
einfach wieder rückgängig machen.
Als nächstes kommen die Farben dran.
Dafür findet ihr unter Korrekturen den Menüpunkt „Schattierung/Sättigung“

Mit dem Regler „Schattierung“ kann man Farbtöne ändern. Das heißt in meinem Fall wenn ich den
Regler nach links schiebe verstärkt das Rot/Orangenen Teil in meinem Bild und färbt die Blätter eher
orange. Schiebe ich den Regler nach rechts, geht das ganze eher ins blau.

Ich schiebe den Regler nur ca. 5% nach rechts um ein bisschen das gelb der Sonne aus den Blättern
zu entfernen.

Mit dem Regler „Sättigung“ gibt man dem Bild mehr oder weniger Farbe. Wie der Name schon so
schön verrät. Da mein Bild eher grau war im Ausgang schiebe ich den Regler ein ganzes Stück nach
rechts. Und zwar 19%. Das verleiht der Pflanze ein saftiges Grün.
Jetzt kommen wir zu einem ziemlich wichtigen aber oft „vergessenen“ Teil....
Der Harmonie im Bild – und somit zum Bildausschnitt.

Wir erinnern uns – man sollte auch beim Knipsen ein bisschen darauf achten was wo im Bild ist.
Abgeschnittene Köpfe, Hände und Füße können zwar als gestalterisches Mittel gelten – dafür sollte
man dann aber schon ein bisschen Übung haben – meistens jedoch sind sie unerwünscht.
Solche Sachen kann man auch nicht wieder kitten.
Jedoch kann man einige Bilder retten in dem man unwichtige Dinge wegschneidet.

Bei meinem Bild stören mich die Steine im Hintergrund – und die Pflanze sitzt in der Mitte.
Viele werden jetzt sagen was ist daran falsch? – Nichts! Aber das Bild ist eher unspektakulär.

Als Regel gibt es in der Bildgestaltung den Goldenen Schnitt. Dabei wird das Bild waagerecht und
senkrecht in drittel eingeteilt. Wichtige Punkte sollten auf den Trennlinien liegen.
Natürlich gibt es Ausnahmen aber in den meisten Fällen trifft diese Regel zu (dazu gibt es mal noch
einen Extra-Workshop demnächst)

Jetzt widme ich mich erst mal meinem Bild:

Dazu klicken wir auf das Rechteck am rechten Rand (dort wo der Pfeil hinführt)
Das ist ein Auswahlwerkzeug.
Danach geht ihr mit der Maus an eine Ecke eures Bildes. Drück die linke Maustaste, haltet sie
gedrückt und zieht sie beliebig weit über euer Bild. Wie groß das ganze wird ist am Anfang egal da
man das immer wieder durch „anfassen“ der Ränder ändern kann.
Dann ist der Ausschnitt durch die feine gestrichelte Linie erkennbar.

Wenn ihr Euch für einen Ausschnitt entschieden habt klickt ihr mit der Maus rechts in den Ausschnitt.
Der zweite Punkt heißt „freistellen“ damit schneidet ihr das ganze aus.
Danach müsst ihr das ganze noch schärfen.
Im Menüpunkt „Filter“ - Schärfen - Schärfen, wird das ganze Bild nachgeschärft. Denn beim
Zuschneiden und verkleinern geht immer Schärfe verloren.

Jetzt noch speichern – fertig.


Zum Vergleich hier noch einmal die beiden Bilder nebeneinander:

Das Bild kann über den Menüpunkt „Bild“ – Bildgröße jetzt auch noch verkleinert werden – z.b. um es
im Internet zu zeigen.