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Publié par Peter Lang Frankfurt

Nóbik, Attila / Pukánszky, Béla (Hrsg.)


Normalität, Abnormalität und Devianz
Gesellschaftliche Konstruktionsprozesse und ihre Umwälzungen in der Moderne
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 269 S., zahlr. Tab., 1 Graf.
Erziehung in Wissenschaft und Praxis Vol. 7
Directeur(s) de collection: Hopfner Johanna
ISBN 978-3-631-60015-3 geb.

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Normalität, Abnormalität und Devianz existieren in allen Gesellschaften. Allerdings entfalten sie in der Moderne ihre spezifische Bedeutung und Brisanz. Die Beiträge in
diesem Band analysieren die Konzeptionen und Konstruktionsprozesse aus inter- bzw. teildisziplinären Perspektiven der Erziehungswissenschaft. Historisch interessierte
Vertreterinnen der Allgemeinen Pädagogik und der Sonderpädagogik nähern sich den Phänomenen und deren Interpretationen behutsam und (selbst-)kritisch aus
unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie schreiben ein Stück Geschichte der Erziehung und zugleich auch der Sonderpädagogik entlang der sozialen Konstruktionen von
normalen und abnormalen Kindern und Jugendlichen. Verschiedene, aber verwandte Gesichtspunkte der beiden Teildisziplinen verweben sich zu einem farbigen
Gesamtbild der Thematik. Dieser Band enthält neben 17 Beiträgen auf Deutsch auch 6 Beiträge auf Englisch.

Inhalt: Attila Nóbik/Béla Pukánszky: Einleitendes zu Normalität, Abnormalität und Devianz - Gesellschaftliche Konstruktionsprozesse und ihre Umwälzungen in der
Moderne - András Németh: Die Konstruktionsprozesse des «normalen» Fachwissens von Volksschullehrern in Ungarn am Beispiel der Enzyklopädie des
Volksschulunterrichts um 1913-1915 - Verena Gangl/Claudia Gerdenitsch: Was ist wahre Wissenschaft? Norm und Abnorm in der Pädagogik - Géza Sáska: Normal und
abnormal. Scientific foundations of 1950's Soviet-style socialistic education science - Attila Nóbik: Abnormal children in the Hungarian historiography of education -
Edvard Protner: Herbartianismus zwischen Normalität und Exzess am Beispiel des Unterrichtsbildes der «Katze» - Vera Moser: Perfektibilität - Verbesonderung - Förderung -
Teilhabe/Inklusion. Eine Paradigmengeschichte der Behindertenpädagogik - Szusza Masterházi: Ein Buchmanuskript über Heilpädagogik, jahrzehntelang in der Schublade
- eine mitteleuropäische Geschichte - Gyula Hatos: Die Wandlungen des Begriffes «Behinderung» im Bezug auf die Population mit intellektuellen Schwierigkeiten - Péter
Zászkaliczky: Zum Begriff der Normalität in der ungarischen Tradition der allgemeinen Heilpädagogik - Anikó Gál/Imre Varga: Die naturwissenschaftliche
Betrachtungsweise der Heilpädagogik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Péter Tibor Nagy: The Level of Education and its Factors of the Hungarian Handicapped
in the Second Half on the Twentieth Century - Elke Kleinau: Begegnungen mit 'Anderen'. Konstruktion von Kultur und Nation in Autobiographien deutscher Lehrerinnen
- Johanna Hopfner: Pädagogik der «Verwahrlosten» - Einige zeitgemässe Rückblicke - Agnes Trattner: Die Weiderbelebung der Todessymbolik in der (Jugend)kultur - Von
der Randerscheinung zum Massenphänomen - György Mikonya: Im «Schatten» der Schulpädagogik - religiöse Bewegungen, Psychogruppen und Erziehung - Regina
Németh: Lebensform und Normalität am Beispiel der Kleidungsreform - Gabriele Förster: Integration hörgeschädigter Kinder in Regelschulen - Katalin Kéri: The history of
education of subnormal children in Spain - Simonetta Polenghi: Krüppelkinder-Erziehung zwischen Medizin und Pädagogik. Die Mailänder Krüppelanstalt vom
Positivismus bis zum Faschismus (1874-1937) - Éva Szablocs/Judit Hegedüs: Constructing normal/abnormal children in educational journals in Hungary 1868-1914 -
Veronika Pirka: Die reformpädagogischen Zeitschriften und das «normale» Kinderbild an der Jahrhundertwende - Béla Pukánszky: Inherent contradictions in the concept of
the child in 19th century. Hungarian pedagogic manuals.

Attila Nóbik, geboren 1978, ist wissenschaftlicher Assistent an der Universität Szeged (Ungarn). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte der Kindheit und
Pädagogische Historiographie.
Bela Pukánszky, geboren 1954, ist Professor für Erziehungswissenschaft und Leiter des Instituts für Sonderpädagogik an der Universität Szeged (Ungarn). Seine
Arbeitsschwerpunkte umfassen die Ideengeschichte der Pädagogik und die Geschichte der ungarischen Pädagogik im 19. und 20. Jahrhundert. Er ist seit 1992 Mitglied
der Kommission für Erziehungswissenschaft an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

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