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Polizeiliche

Kriminalstatistik 2011
Bundesrepublik Deutschland
Polizeiliche
Kriminalstatistik
2011
59. Ausgabe
BKA - Statistik
herausgegeben vom
Bundeskriminalamt
Kriminalistisches Institut
Fachbereich KI 12
65173 Wiesbaden
Bundeskriminalamt (Hg.)

Polizeiliche Kriminalstatistik
Bundesrepublik Deutschland

Berichtsjahr 2011

Bundeskriminalamt Wiesbaden 2012


ISSN 0943-4674

Nachdruck und sonstige Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe des Bundeskriminalamtes.

Druck: Firma Chudeck Druck Service 53332 Bornheim


PKS Berichtsjahr 2011 Entwicklungsgeschichte der PKS
I

Zur Entwicklungsgeschichte der PKS

Vorgeschichte im Deutschen Reich


Die ersten Anfänge kriminalstatistischer Berichterstattung durch die deutsche Polizei finden sich vor dem
ersten Weltkrieg in den Jahresberichten der Polizeidirektionen einzelner Städte. Zeitweise wurden auch in
einzelnen Ländern polizeiliche Statistiken geführt. Den Ausgangspunkt für eine nationale Kriminalstatistik
der Polizei bildete in der Zeit der „Weimarer Republik“ die Erfassung von in Preußen verübten und aufge-
klärten Schwerverbrechen, die 1929 erweitert wurde. Hieran knüpfte der Ausschuss XI (Kriminalstatistik)
der „Deutschen Kriminalpolizeilichen Kommission“ an, die sich aus Vertretern der Polizeibehörden der
Länder und der Städte zusammensetzte. Sie gab 1928 Empfehlungen für eine polizeiliche Kriminalstatistik
auf Reichsebene. Umgesetzt wurden diese aber erst in der nationalsozialistischen Zeit ab 01.01.1936 auf-
grund Runderlass des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern.
Diese Statistik enthielt nicht alle Straftaten, sondern nur 15 Deliktsgruppen. Erfasst wurden Fälle und „Tä-
ter“. Die Ergebnisse für 1936, 1937 und 1938 wurden in den Statistischen Jahresberichten des Reichskrimi-
nalpolizeiamtes veröffentlicht, die zumindest bei Polizeibehörden nicht mehr vorhanden sind, sowie aus-
zugsweise in der Zeitschrift „Kriminalistik“ (in den Jahrgängen 1938 und 1939).

PKS des Deutschen Reiches


Zum Berichtsjahr 1938 wurden z.B. folgende Zahlen für das Deutsche Reich publiziert:

Anzahl Häufigkeitszahl
Straftat
der Fälle (pro 100 000 Einwohner)
Tötungsdelikte (mit Versuch) 908 1,3
Kindestötung 360 0,5
Körperverletzung mit tötlichem Ausgang 860 1,2
Unzüchtige Handlungen mit Kindern 14 895 21,5
Raub und räuberische Erpressung 1 588 2,3
Schwerer Diebstahl 82 184 118,6
Einfacher Diebstahl 361 044 521,0
Unterschlagung 62 977 91
Brandstiftung 11 223 16,2
Betrug 159 931 231

Werden Tötungsdelikte, Kindestötung und Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zusammengefasst, dann
lag ihre Häufigkeitszahl 1938 nicht wesentlich unter derjenigen in der heutigen Bundesrepublik Deutschland.
Weitaus häufiger werden heute aber Diebstahl, Betrug und Raub erfasst. Der seitdem erfolgte sozioökonomi-
sche Wandel hat sicherlich Tatobjekte und Tatgelegenheiten vervielfacht. So dreht sich heute ein großer Teil
der Kriminalität rund um das Kraftfahrzeug, das damals noch keine Rolle spielte. Ähnliches gilt z.B. für
Ladendiebstahl, Straftaten im Zusammenhang mit dem unbaren Zahlungsverkehr oder Computer-
/Internetkriminalität. Außerdem dürfte sich das Anzeigeverhalten der Geschädigten stark geändert haben
(Versicherungsaspekt, Vertrauen zu den Staatsorganen, gesellschaftliche Sensibilisierung). Es ist allerdings
davon auszugehen, dass die Straßenkriminalität im totalitären Staat reduziert wurde. Dem wären aber die von
den nationalsozialistischen Staats- bzw. Parteiorganen begangenen Verbrechen gegenüberzustellen, die in
dieser Statistik fehlten.
Entwicklungsgeschichte der PKS PKS Berichtsjahr 2011
II

Vorgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland


Nach dem zweiten Weltkrieg führten die Besatzungsmächte bereits ab 1946 in ihren Besatzungszonen krimi-
nalpolizeiliche Statistiken ein, die sich aber so stark voneinander unterschieden, dass eine Zusammenfassung
der Ergebnisse lediglich über die folgenden wenigen Deliktsgruppen als Beitrag der Bundesrepublik
Deutschland zu den International Crime Statistics des Interpol-Generalsekretariats seit 1950 möglich war:

Straftat 1950 1951 1952 1953


Tötungsdelikte 1 639 1 754 992 1 048
Sittlichkeitsdelikte 47 712 51 460 60 181 57 905
Schwerer Diebstahl 133 249 157 489 135 790 128 661
Einfacher Diebstahl 426 965 518 613 473 874 433 102
Betrug, Untreue 238 123 280 578 308 665 314 171
Münzdelikte 31 624 8 703 6 826 8 053
Rauschgiftdelikte 1 737 1 961 1 916 1 746

PKS 1953 bis 1970


Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Landeskriminalämter beauftragte während ihrer Tagung am
06./07.03.1951 eine Unterkommission aus Vertretern der Landeskriminalämter Bayern (System der früheren
amerikanischen Zone) und Rheinland-Pfalz (System der früheren französischen Zone) sowie des (aus dem
früheren Kriminalamt der britischen Zone hervorgegangenen) BKA mit der Ausarbeitung einer bundesein-
heitlichen PKS, deren Einführung dann auf der Arbeitstagung am 24.07.1952 zunächst probeweise für das
Jahr 1953 und ab 01.01.1954 dann endgültig beschlossen wurde. Das erste Jahrbuch der Polizeilichen Krimi-
nalstatistik für die Bundesrepublik Deutschland wurde für das Berichtsjahr 1953 veröffentlicht.

Diese Statistik enthielt alle von der Polizei bearbeiteten Straftaten und weitere Erhebungsmerkmale (vier
Gemeindegrößenklassen [ab 1971 andere Größenkategorien], aufgeklärte Fälle, „Täter“ zunächst nur nach
Jugendlichen und Erwachsenen, Geschlecht, Wohnsitz und Staatsangehörigkeit unterteilt) und war hinsicht-
lich der Straftatenklassifizierung bereits differenzierter als die des Deutschen Reiches. 1954 wurden der Un-
terscheidung des neuen Jugendgerichtsgesetzes folgend neben Jugendlichen und Erwachsenen auch die He-
ranwachsenden bei den Tatverdächtigen gesondert ausgewiesen, außerdem auch die strafunmündigen Kin-
der.

Die Ausfüllanleitungen wurden als Erläuterungen auf dem Erhebungsbogen abgedruckt. Erst 1957 wurden
bundeseinheitliche „Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik“ eingeführt. Die Zählwei-
se der Fälle orientierte sich an der strafrechtlichen Konkurrenzlehre. „Täter“ waren bei der mit der schwers-
ten Strafe bedrohten Straftat bzw. bei der schwersten Strafart zu erfassen.

Ab 01.01.1959 wurden die echten Staatsschutzdelikte (eigenständige PKS-S) und ab 01.01.1963 die Ver-
kehrsdelikte, die vorher nicht gesondert ausgewiesen wurden, aus der PKS herausgenommen, u.a. weil Bund
und Länder eine besondere Statistik der Straßenverkehrsunfälle führen und eine Doppelerfassung vermieden
werden sollte. Ohne die Verkehrsdelikte reduzierte sich das Fallaufkommen insgesamt um etwa ein Fünftel.

Bis 1970 wurde diese Statistik in Form von schlichten Strichlisten geführt, in einigen Ländern als Eingangs-,
in anderen als Ausgangsstatistik oder als Mischform von beiden. Dem BKA wurden die aufaddierten Lan-
desergebnisse aus den Landeskriminalämtern in handschriftlich ausgefüllten, monatlichen Bögen zugeleitet.
PKS Berichtsjahr 2011 Entwicklungsgeschichte der PKS
III
1971: Umstellung auf EDV
Nach Vorarbeit durch die Unterkommission „Neugliederung der bundeseinheitlichen Kriminalstatistik“ der
AG Kripo (Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Landeskriminalämter und des BKA) wurde die PKS des Bun-
des ab 01.01.1971 auf die elektronische Datenverarbeitung umgestellt. Aus der Unterkommission entstand
die Kommission „Polizeiliche Kriminalstatistik“ (KPKS), die sich aus den Statistikfachleuten der ursprüng-
lich 11 und inzwischen 16 Länder und des BKA (Geschäftsführung) sowie der damaligen Grenzschutzdirek-
tion als Gast zusammensetzte. Die Bundesgrenzschutzdirektion wurde 2005 durch die Bundespolizei ersetzt.
Die KPKS ist für alle bundeseinheitlich zu regelnden Fragen der PKS zuständig. Diese Kommission arbeitet
der AG Kripo und über diese dem Arbeitskreis II (Innere Sicherheit) der Innenministerkonferenz (IMK) zu.
Mit dem Übergang auf die elektronische Datenverarbeitung waren vor allem folgende Änderungen verbun-
den: Ein vierstelliger Schlüssel ermöglichte eine sowohl strafrechtlich als auch kriminologisch stärkere Dif-
ferenzierung des Straftatenkataloges. Ein Erfassungsbeleg enthielt die verschiedenen, teils neu eingeführten
Erhebungsmerkmale zum Fall (z.B. Schaden), zum Opfer (Differenzierung nach Alter und Geschlecht) und
zum Tatverdächtigen (z.B. Geburtsjahr ermöglicht feinere Aufgliederung der Altersgruppen oder bei nicht-
deutscher Staatsangehörigkeit: Art und Anlass des Aufenthaltes in Deutschland), die bundesweit zu erfassen
waren. Außerdem wurde jetzt bundeseinheitlich die Ausgangsstatistik eingeführt, das heißt die Erfassung
nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen.

1984: Grundlegende Reformen


Die KPKS überarbeitete Anfang der 80er Jahre die Richtlinien für die Führung der PKS im Auftrag der AG
Kripo gründlich. Sie wurden in neuer, erweiterter und präzisierter Fassung vom AK II zum 01.01.1984 in
Kraft gesetzt. Damit wurde die „echte Tatverdächtigenzählung“ eingeführt, das heißt eine Person wurde im
Berichtsjahr je Land bei jedem betroffenen Straftatenschlüssel auch dann nur noch einmal gezählt, wenn sie
mehrmals als Tatverdächtiger auftrat. Die bisherige Mehrfachzählung, die zu überhöhten Tatverdächtigen-
zahlen und einer Verzerrung der Tatverdächtigenstruktur führte, wurde damit beseitigt. Außerdem wurde der
Erfassungsinhalt erweitert, so zum Beispiel ab 1986 um die Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung. Die Zahl der
bundeseinheitlichen Auswertungs-Großtabellen wurde erheblich vermehrt, von 8 (1971) aus jeweils 11 Län-
dern auf inzwischen 25 aus jeweils 16 Ländern.

Eine eigenständige PKS mit einer belegorientierten Erfassung musste sich jedoch inhaltlich auf das Wesent-
lichste beschränken, um die polizeilichen Sachbearbeiter nicht zu überfordern. Dies bedeutete zum Beispiel
einen Verzicht auf Sozialdaten zu den Tatverdächtigen und Opfern. Die dennoch zunehmende Differenzie-
rung des Straftatenkataloges, zum Teil eine Folge des komplizierter gewordenen Strafrechts, lässt sich an der
steigenden Zahl der Schlüsselzahlen ablesen: Von 105 im ersten Jahr 1971 der PKS auf EDV-Basis über 192
im Berichtsjahr 1980 und 313 im Berichtsjahr 1990 auf etwa 1514 im Berichtsjahr 2010.
Entwicklungsgeschichte der PKS PKS Berichtsjahr 2011
IV
1990: PKS im Einigungsprozess
1990 hatte das damals für die neuen Länder zuständige Gemeinsame Landeskriminalamt mit Unterstützung
des BKA Multiplikatoren geschult, um ab 01.01.1991 nach Auslaufen der DDR-Statistik ohne Unterbre-
chung die Einbeziehung in die PKS der Bundesrepublik Deutschland sicherzustellen (DDR/neue Länder im
Jahre 1990 - Daten aus Kriminalstatistik und Bevölkerungsumfragen zum Dunkelfeld: siehe PKS für das
Berichtsjahr 1990, S. 32 und 33). Wegen der Anfang der 90er Jahre umfangreichen personellen Veränderun-
gen in den Dienststellen der neuen Länder und des dadurch verursachten Vorgangsstaus konnte jedoch erst
ab 1993 eine vergleichbare Erfassung erreicht werden.

2009: Umstellung auf die PKS-Einzeldatensatzanlieferung und Einführung eines


bundeseinheitlichen 6-stelligen Straftatenschlüssel
Zum 01.01.2009 haben alle Bundesländer auf die Anlieferung der Daten in Form von Einzeldatensätzen um-
gestellt. Die Kriminalitätsentwicklung kann damit durchgängig in den differenzierteren sechsstelligen Straf-
tatenschlüsseln abgebildet werden. Die Tabellen werden auf Basis der jeweiligen vorliegenden Einzeldaten-
sätze in den Landeskriminalämtern und dem BKA nach festgelegten Regeln erstellt. Systembedingt können
die auf Bundesebene ermittelten Werte geringe Abweichungen zu den in den Ländern veröffentlichten Daten
aufweisen. Durch die Umstellung auf den Einzeldatensatz konnte zudem auf Bundesebene erstmals eine
„echte“ Tatverdächtigenzählung durchgeführt werden; das heißt, Tatverdächtige, die in mehreren Bundes-
ländern während des Berichtszeitraums auffällig geworden sind, werden in den Bundestabellen nur einmal
erfasst. Bis einschließlich 2008 war dies aufgrund der Anlieferung der Ländertabellen an das BKA in aggre-
gierter Form nur auf Länderebene möglich. Dadurch kam es zu Überzählungen auf Bundesebene.

Rechtsgrundlage
Rechtsgrundlage für die Polizeiliche Kriminalstatistik auf Bundesebene ist das „Gesetz über das Bundeskri-
minalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten“ (§
2 Abs. 6 Ziff. 2). Danach hat das BKA „als Zentralstelle ... kriminalpolizeiliche Analysen und Statistiken
einschließlich der Kriminalstatistik zu erstellen und hierfür die Entwicklung der Kriminalität zu beobachten“.
Für die Erfassung durch die Polizeidienststellen von Bund und Ländern sind die bundeseinheitlichen „Richt-
linien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik“ verbindlich. Inhaltliche Änderungen der Richtli-
nien werden vom AK II in Kraft gesetzt. Die jährliche Presseveröffentlichung der PKS-Daten erfolgt nach
einstimmigem Beschluss der Innenministerkonferenz durch deren Vorsitzenden und den Bundesminister des
Innern.
PKS Berichtsjahr 2011 Inhaltsverzeichnis

Die Jahrbücher ab 1953 sowie die Zeitreihen für die wichtigsten PKS-Tabellen ab 1987
sind über die Homepage des BKA - http://www.bka.de - im Internet abrufbar.

Inhaltsverzeichnis
Seite

Vorbemerkungen
A: Bedeutung...................................................................................................................................... 7
B: Inhalt .............................................................................................................................................. 8
C: Begriffserläuterungen .................................................................................................................... 13
D: Regeln der PKS-Erfassung ............................................................................................................ 22
E: Änderungen.................................................................................................................................... 26

1. Kurzinformation zur Kriminalitätsentwicklung...................................... 29

2. Gesamtüberblick....................................................................................... 31
2.1. Bekannt gewordene Fälle ......................................................................................................... 31
2.1.1. Kriminalität insgesamt ................................................................................................ 31
2.1.2. Fallentwicklung 2010/2009 der Straftaten(gruppen)................................................... 36
2.1.3. Räumliche Verteilung der Kriminalität ....................................................................... 58
2.1.4. Schusswaffenverwendung ........................................................................................... 65
2.1.5. Opfer............................................................................................................................ 68
2.1.6. Schaden ....................................................................................................................... 79
2.2. Aufklärung ............................................................................................................................... 80
2.2.1. Aufklärungsquoten einzelner Straftaten(gruppen) ...................................................... 80
2.2.2. Aufklärung in den Ländern und den größten Städten.................................................. 81
2.2.3. Täterkriterien beim aufgeklärten Fall.......................................................................... 84
2.3. Tatverdächtige.......................................................................................................................... 87
2.3.1. Geschlechts- und Altersstruktur der Tatverdächtigen .............................................. 87
2.3.2. Tatverdächtigenbelastung deutscher Tatverdächtiger............................................... 114
2.3.3. Nichtdeutsche Tatverdächtige................................................................................... 122
2.3.4. Wohnsitzverteilung der Tatverdächtigen.................................................................. 139
2.3.5. Weitere Angaben zum Tatverdächtigen.................................................................... 142

3. Einzeldarstellungen.................................................................................. 147
3.1. Mord und Totschlag ................................................................................................................. 147
3.2. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ..................................................................... 151
3.3. Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer ................................ 157
3.4. Körperverletzung...................................................................................................................... 166
3.5. Straftaten gegen die persönliche Freiheit ................................................................................. 174
3.6. Diebstahl ohne erschwerende Umstände ................................................................................. 177
3.7. Diebstahl unter erschwerenden Umständen ............................................................................ 183
3.8. Diebstahl insgesamt.................................................................................................................. 191
3.9. Betrug....................................................................................................................................... 204
3.10. Betrugsverwandte Delikte ........................................................................................................ 213
3.11. Fälschungsdelikte .................................................................................................................... 216
3.12. Begünstigung, Strafvereitelung und Hehlerei .......................................................................... 220
Inhaltsverzeichnis PKS Berichtsjahr 2011

Seite

3.13. Brandstiftung............................................................................................................................ 223


3.14. Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte ......................................................................... 227
3.15. Sachbeschädigung .................................................................................................................... 228
3.16. Umweltkriminalität .................................................................................................................. 232
3.17. Rauschgiftdelikte...................................................................................................................... 236
3.18. Gewaltkriminalität.................................................................................................................... 245
3.19. Wirtschaftskriminalität............................................................................................................. 250
3.20. Straftaten gegen die Bestimmungen zum Schutze der Jugend................................................. 252
3.21. Computerkriminalität ............................................................................................................... 254
3.22. Straßenkriminalität ................................................................................................................... 256
3.23. Tatmittel Internet...................................................................................................................... 261

Exkurs:
Kriminalitätsbetrachtung auf Kreisebene ........................................................................................... 263

Tabellenanhang)............................................................................................... 285
Übersicht Straftatenkatalog 2011
Tabelle 01 Grundtabelle
Tabelle 05 Grundtabelle Tatmittel Internet
Tabelle 07 Aufgliederung der Straftaten nach Schadenshöhe
Tabelle 12 Angaben zum aufgeklärten Fall
Tabelle 20 Aufgliederung der Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
Tabelle 21 Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach Tatverdächtigen
Tabelle 22 Sonstige Angaben zum Tatverdächtigen
Tabelle 61 Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Grund des Aufenthaltes
Tabelle 91 Aufgliederung der Opfer nach Alter und Geschlecht
Tabelle 92 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
7

Vorbemerkungen

A: Bedeutung
Die seit dem 01.01.1971 geltenden Richtlinien für die Führung der PKS werden jährlich zum 01. Januar
überarbeitet.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist

 „eine Zusammenstellung aller der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte


unter Beschränkung auf ihre erfassbaren wesentlichen Inhalte. Sie soll damit im Interesse einer
wirksamen Kriminalitätsbekämpfung zu einem überschaubaren und möglichst verzerrungsfreien
Bild der angezeigten Kriminalität führen“.1
Insoweit dient sie der

 „Beobachtung der Kriminalität und einzelner Deliktsarten, des Umfangs und der Zusammenset-
zung des Tatverdächtigenkreises sowie der Veränderung von Kriminalitätsquotienten“ 1
 „Erlangung von Erkenntnissen für die vorbeugende und verfolgende Verbrechensbekämpfung,
organisatorische Planungen und Entscheidungen sowie kriminologisch-soziologische Forschun-
gen und kriminalpolitische Maßnahmen “.1
Die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird besonders dadurch eingeschränkt, dass der Polizei
ein Teil der begangenen Straftaten nicht bekannt wird. Der Umfang dieses Dunkelfeldes hängt von der Art
des Deliktes ab und kann sich unter dem Einfluss variabler Faktoren im Zeitablauf ändern. Es kann daher
nicht von einer feststehenden Relation zwischen begangenen und statistisch erfassten Straftaten ausgegangen
werden.
Neben der tatsächlichen Änderung des Kriminalitätsgeschehens können sich folgende mögliche Einflussfak-
toren auf die Entwicklung der Zahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik auswirken:

 Anzeigeverhalten (z.B. Versicherungsaspekt)


 Polizeiliche Kontrolle
 Statistische Erfassung
 Änderung des Strafrechts

Die Polizeiliche Kriminalstatistik bietet also kein getreues Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit, sondern
eine je nach Deliktsart mehr oder weniger starke Annäherung an die Realität. Gleichwohl ist sie für Legisla-
tive, Exekutive und Wissenschaft ein Hilfsmittel, um Erkenntnisse über Häufigkeit, Formen und Entwick-
lungstendenzen von Kriminalität für die oben beschriebenen Zielsetzungen zu gewinnen.

1
Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
8

Schaubild 1: Dunkel- und Hellfeld

Absolutes Dunkelfeld =
Weder durch die PKS, noch durch Dunkelfeldforschung aufzuhellen
(außerhalb der Kreise, oberhalb der Linie)

„Kriminalität“
(Verstöße gegen PKS (offizielles Hellfeld) *)
StGB und straf-
rechtliche Neben- Relatives Dunkelfeld **)
gesetze) 1)
oberhalb der Linie

unterhalb der Linie***)


Ereignisse, die nicht als „Krimi-
nalität“ (Verstöße gegen StGB
und strafrechtliche Nebenge-
setze) zu bewerten sind

1 Die Schnittmenge zwischen relativem Dunkelfeld und PKS sind angezeigte und registrierte sowie in Dunkelfeldstudien berichtete Straftaten.
*) Angezeigte und registrierte, nicht in Dunkelfeldstudien erfasste Kriminalität (z.B. „opferlose“ Straftaten, Straftaten gegen z.B. Reisende,
Kinder oder Randgruppen, vollendete Tötungsdelikte).
**) Z.B. durch Crime Surveys aufgehelltes Dunkelfeld
***) Hier werden Ereignisse wiedergegeben, die strafrechtlich nicht als Kriminalität bewertet, aber von Befragten als Kriminalität berichtet bzw.
von der Polizei (PKS) als Kriminalität erfasst wurden.

B: Inhalt
In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden die von der (Kriminal-) Polizei bearbeiteten Verbrechen und
Vergehen einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche auf der Grundlage des PKS-Straftatenkataloges
(siehe gelber Teil) und die von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen erfasst. Grundsätzlich sind auch die
vom Zoll bearbeiteten Rauschgiftdelikte einbezogen. Die PKS-Erfassung von Rauschgiftermittlungsverfah-
ren des Zolls ist unvollständig. Die Erfassung dieser Fälle ist in den Ländern uneinheitlich ausgestaltet und
eine vollzählige Erfassung auf der Basis der bestehenden Datenanlieferungsmodalitäten des Zolls kann von
einer Mehrheit der Länder nicht bzw. nicht unter vertretbarem Aufwand realisiert werden. Mit Einführung
/Implementierung der erforderlichen IT-Schnittstelle kann eine vollzählige Erfassung der Rauschgiftermitt-
lungsverfahren des Zolls in der PKS voraussichtlich ab dem Jahr 2014 gewährleistet werden. Erwartungsge-
mäß wird dies zu einem Ansteigen der Fallzahlen führen.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erstreckt sich auf die im Inland und an Bord von deutschen Schiffen und
Luftfahrzeugen begangenen Taten. Die darüber hinausgehende Schutzausdehnung des deutschen Strafrechts
im sog. internationalen Strafrecht findet in der Polizeilichen Kriminalstatistik keine Berücksichtigung.
Nicht enthalten sind ferner Ordnungswidrigkeiten, Politisch motivierte Kriminalität (Staatsschutzdelikte)
und Verkehrsdelikte (wohl aber die §§ 315, 315b StGB und § 22a StVG, die nicht als Verkehrsdelikte im
Sinne der Richtlinien gelten)2 sowie Verstöße gegen Strafvorschriften der Länder , (Ausnahme: Daten-
schutzgesetze und Versammlungsgesetze der Länder).
Um ein möglichst vollständiges Bild der erfassbaren Sicherheitslage zu erhalten, werden in der Erfassung zur
PKS auch von nicht strafmündigen Kindern oder von schuldunfähigen psychisch Kranken begangene Taten

2
Siehe auch Seiten 16 und 21
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
9

einbezogen. Über die Schuldfrage hat die Justiz und nicht die Polizei zu befinden. Zudem sind bei unaufge-
klärten Fällen Alter und Schuldfähigkeit der Täter in der Regel ohnehin nicht bekannt.
Der der Erfassung zugrunde liegende PKS-Straftatenkatalog basiert auf den Strafvorschriften des materiellen
Strafrechts und bildet in einem umfangreichen Ausmaß und zum Teil nach kriminologischen Aspekten un-
tergliedert, die Normen des Strafgesetzbuches und der zahlreichen Spezialgesetze des Nebenstrafrechts ab.
Bundeseinheitlich wird seit dem 01.01.1971 eine „Ausgangsstatistik“ geführt, das heißt die bekannt gewor-
denen Straftaten werden erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vor Aktenabgabe an die Staats-
anwaltschaft oder das Gericht erfasst.
Neben der polizeilichen Kriminalstatistik gibt es weitere Kriminalstatistiken, die Hinweise auf die Kriminali-
tätslage in Deutschland geben: Die Strafverfolgungsstatistik und die Strafvollzugsstatistik (beide herausge-
geben vom Statistischen Bundesamt).
Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist mit der Strafverfolgungsstatistik der Justiz (Verurteiltenstatistik) nicht
vergleichbar, da:

 sich der Erfassungszeitraum verschiebt,


 die Erfassungsgrundsätze und -daten sich unterscheiden und
 der einzelne Fall im Justizbereich eine andere strafrechtliche Beurteilung erfahren kann (siehe
auch Stichwort „tatverdächtig“).
Falls die im Berichtsjahr in der PKS registrierten Tatverdächtigen rechtskräftig verurteilt werden, gelangen
sie wegen der unterschiedlichen Verfahrensdauer teils im Berichtsjahr, teils im Folgejahr oder auch erst noch
später in die Strafverfolgungsstatistik (SVS). Noch deutlicher werden diese Verzerrungen in der Strafvoll-
zugsstatistik, da hier im Zuge des Strafprozesses weitere Selektionsprozesse wirksam werden. Hintergrund
ist insbesondere auch die Vielzahl der zu beobachtenden Verfahrenseinstellungen.

Schaubild 2: Tatverdächtige / Verurteilte

 PKS
Tatverdächtige

SVS
Verurteilte

u.a. Verkehrsdelikte *)

Zeitliche Verschiebung der Erfassung

*) Verkehrsdelikte werden in der PKS nicht erfasst.

In den Jahren 1991 und 1992 waren die PKS-Zahlen aufgrund erheblicher Anlaufschwierigkeiten in den
neuen Bundesländern deutlich zu niedrig ausgefallen, so dass sie noch keine brauchbare Basis für zeitliche
Vergleiche bildeten. Ab dem Berichtsjahr 1993 sind Vergleiche mit den Folgejahren möglich.
Teil 1, 2 und 3 der vorliegenden Polizeilichen Kriminalstatistik enthalten erläuterte Auszüge aus den im Ta-
bellenanhang abgedruckten Tabellen sowie aus weiterem, hier nicht abgedrucktem Datenmaterial.

 Teil 1
(Kurzinformation zur Kriminalitätsentwicklung) gibt einen schnellen Überblick über die Fall- und
Tatverdächtigenentwicklung.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
10

 Teil 2
(Gesamtüberblick) ist nach den Erfassungskriterien gegliedert.
Grundeinteilungsgesichtspunkte sind:
 Bekannt gewordene (erfasste) Fälle
 aufgeklärte Fälle
 Tatverdächtige
 Teil 3
(Einzeldarstellungen) enthält tabellarische Übersichten und Erläuterungen zu ausgewählten Delikts-
gruppen, die nach einzelnen Begehungsformen weiter untergliedert sind. Die Deliktsgruppen und
Begehungsformen sind zudem nach bestimmten Kriterien (z.B. Altersstruktur der Tatverdächtigen,
Schadenshöhe etc.) aufgeschlüsselt.

Tabellenanhang

Im Anhang (gelbes Papier) sind die mit  gekennzeichneten der folgenden bundeseinheitlichen Tabellen der
Polizeilichen Kriminalstatistik abgedruckt. Die nicht abgedruckten Tabellen können bei Bedarf beim Bun-
deskriminalamt angefordert werden.
Tabelle 01: Grundtabelle 
gibt eine Übersicht über die innerhalb eines Berichtsjahres in der Bundesrepublik Deutschland erfassten
rechtswidrigen (Straf-)Taten und die darin enthaltenen Versuchshandlungen, die Aufgliederung der Tatorte
nach der Einwohnerzahl, die Verwendung von Schusswaffen, die Aufklärungsquoten und die ermittelten
Tatverdächtigen.
Tabelle 02: Grundtabelle „Wirtschaftskriminalität“
entspricht für die Teilmenge der Wirtschaftskriminalität in Aufbau und Zählweise der Tab. 01.
Tabelle 03: Grundtabelle „Bundespolizei“
entspricht für die Teilmenge der von der Bundespolizei bearbeiteten Fälle in Aufbau und Zählweise der
Tab. 01.
Tabelle 05: Grundtabelle für Straftaten mit „Tatmittel Internet“  (optional in den Ländern ab Berichtsjahr
2004)
entspricht für die Teilmenge von Tatmittel Internet in Aufbau und Zählweise der Tab. 01
Tabelle 07: Aufgliederung der Straftaten nach der Schadenshöhe 
weist die Zahl der Fälle für bestimmte Straftaten(gruppen) nach Schadensgrößenklassen aus und enthält in
Spalte 15 die Schadenssumme in Euro.
Tabelle 08: Tatzeitstatistik
stellt die innerhalb eines Jahres begangene Anzahl von Straftaten nach dem Tatmonat dar. Sie wird in den
Ländern im Mai des Folgejahres mit Stand vom 30.04. erstellt.
Tabelle 09: Aufgliederung der „Wirtschaftskriminalität“ nach der Schadenshöhe
entspricht für die Teilmenge der Wirtschaftskriminalität in Aufbau und Zählweise der Tab. 07.
Tabelle 12: Angaben zum aufgeklärten Fall 
gibt Auskunft über die Zahl der aufgeklärten Fälle, für die als Tatverdächtige ermittelt wurden:
 alleinhandelnde Tatverdächtige
 als Tatverdächtige bereits in Erscheinung getretene Personen
 Konsumenten harter Drogen
 Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss
 Schusswaffe mitgeführt
Tabelle 20: Aufgliederung der Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht 
gibt eine Übersicht über die Alters- und Geschlechtsstruktur der ermittelten Tatverdächtigen. Errechnet
wird das Alter zur Tatzeit (zur Zählregel siehe Stichwort „tatverdächtig“).
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
11

Tabelle 21: Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach Tatverdächtigen 


enthält Angaben über die räumliche Beziehung des Wohnsitzes (zur Tatzeit) des Tatverdächtigen zum
Tatort. Die Zählung der Tatverdächtigen innerhalb der Straftaten (-gruppen) erfolgt wie in der Tabelle 01.
Die echte Tatverdächtigenzählung ist für jeden betroffenen Einzelbereich gesondert durchzuführen:
 Wohnsitz in der Tatortgemeinde
 im Landkreis der Tatortgemeinde
 im gleichen Bundesland (wie die Tatortgemeinde)
 im übrigen Bundesgebiet
 außerhalb des Bundesgebietes
 ohne festen Wohnsitz
Die Summe der Zeilenprozentangaben wird daher im Allgemeinen höher als 100 % sein.

Tabelle 22: Sonstige Angaben zum Tatverdächtigen 


enthält die gleichen Merkmale wie die Tabelle 12, jedoch den Tatverdächtigen und nicht den Fällen zuge-
ordnet.
Tabelle 231: (gem. KPKS - Beschluss Tabelle 23) Tatverdächtige beim aufgeklärten Fall bei Straftaten
gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte
gibt eine Übersicht darüber, ob die ermittelten Tatverdächtigen bei Straftaten - nur Opferdelikte - gegen
Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte allein gehandelt haben, bereits als Tatverdächtiger in Er-
scheinung getreten waren und/oder unter Alkoholeinfluss standen.
Tabelle 232: (gem. KPKS - Beschluss Tabelle 24) Tatverdächtigenalter bei Straftaten gegen Vollstre-
ckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte
gibt eine Übersicht über die Altersstruktur der ermittelten Tatverdächtigen bei Straftaten - nur Opfer-
delikte - gegen Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte. Eine Differenzierung nach vollendeter
bzw. versuchter Tat erfolgt nicht.
Tabelle 28: Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach deutschen Tatverdächtigen
entspricht für die Teilmenge der deutschen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tab. 21.
Tabelle 29: Tatort-Wohnsitz-Beziehung nach nichtdeutschen Tatverdächtigen
entspricht für die Teilmenge der nichtdeutschen TV in Aufbau und Zählweise der Tab. 21.
Tabelle 40: Aufgliederung der deutschen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der deutschen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tab. 20.
Tabelle 50: Aufgliederung der nichtdeutschen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der nichtdeutschen TV in Aufbau und Zählweise der Tab. 20.
Tabelle 51: Aufgliederung der türkischen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der türkischen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tab. 50.
Tabelle 53: Aufgliederung der italienischen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der italienischen TV in Aufbau und Zählweise der Tab. 50.
Tabelle 54: Aufgliederung der polnischen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der polnischen Tatverdächtigen in Aufbau und Zählweise der Tab. 50.
Tabelle 55: Aufgliederung der rumänischen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht
entspricht für die Teilmenge der rumänischen TV in Aufbau und Zählweise der Tab. 50.
Tabelle 59: Aufgliederung der nichtdeutschen Tatverdächtigen nach Alter und Geschlecht ohne Illega-
le, Stationierungsstreitkräfte und Touristen/Durchreisende
entspricht für die Teilmenge der nichtdeutschen Tatverdächtigen ohne sich illegal in der Bundesrepublik
Deutschland aufhaltende Personen, ohne Stationierungsstreitkräfte und Angehörige sowie ohne Touris-
ten/Durchreisende in Aufbau und Zählweise der Tab. 50.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
12

Tabelle 61: Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Anlass des Aufenthaltes 


unterscheidet nach nichtdeutschen Tatverdächtigen, die sich erlaubt oder unerlaubt in der Bundesrepublik
Deutschland aufhalten, und nach dem Anlass des erlaubten Aufenthaltes:
 Stationierungsstreitkräfte und Angehörige
 Tourist/Durchreisender
 Student/Schüler
 Arbeitnehmer
 Gewerbetreibender
 Asylbewerber
 Sonstige
Tabelle 62: Straftat und Staatsangehörigkeit nichtdeutscher Tatverdächtiger
gliedert die nichtdeutschen Tatverdächtigen nach den Schlüsselzahlen der einzelnen Deliktsarten (Kopfzei-
le) und nach den Staatsangehörigkeiten (Vertikale) auf.
Tabelle 91: Aufgliederung der Opfer nach Alter und Geschlecht 
enthält Angaben über Alter und Geschlecht der Opfer bei bestimmten Straftaten(gruppen) für vollendete
Taten, versuchte und insgesamt.
Tabelle 92: Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung 
gliedert die Opfer bei bestimmten Straftaten(gruppen) für vollendete Taten, versuchte und insgesamt nach
ihrer Beziehung zu den Tatverdächtigen (vom Opfer aus gesehen).
Unterschieden wird nach:
 Verwandtschaft (Angehörige nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 StGB)
 Bekanntschaft
 Landsmann (nur bei Ausländern derselben Nationalität)
 flüchtige Vorbeziehung
 keine Vorbeziehung
 ungeklärt
Tabelle 921 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung - Partnerschaften
ist eine Untertabelle der Tabelle 92 für die Teilmenge Verwandtschaft einschl. Partner nichtehelicher Le-
bensgemeinschaften insgesamt zur Spezifizierung der Partnerschaften.
Tabelle 922 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung – Familie und sonstige Angehörige
ist eine Untertabelle der Tabelle 92 für die Teilmenge Verwandtschaft einschl. Partner nichtehelicher Le-
bensgemeinschaften insgesamt zur Spezifizierung der Angaben zur Familie (ohne Partnerschaften).
Tabelle 93 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung – räumlich sozial
gliedert die Opfer bei den im Straftatenkatalog mit „O“ gekennzeichneten Straftaten(gruppen) für vollen-
dete Taten, für versuchte Taten und insgesamt nach ihrer räumlich sozialen Beziehung zu den Tatverdäch-
tigen (Status des Opfers gegenüber dem Tatverdächtigen).
Abgebildet werden die Merkmale
 Im gemeinsamen Haushalt lebend
 Erziehungs-/Betreuungsverhältnis – ohne gemeinsamer Haushalt –
 Sonstige/andere Beziehung
 Keine Beziehung
 Nicht feststellbar / unbekannt
Tabelle 931 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung – räumlich sozial im gemeinsamen Haushalt lebend und
Erziehungs-/Betreuungsverhältnis
ist eine Untertabelle der Tabelle 93 zur Detaillierung der Angaben zu „im gemeinsamen Haushalt lebend“
bzw. zu „Erziehungs-/Betreuungsverhältnis“.
Tabelle 932 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung – räumlich sozial im Gesundheitswesen
ist eine Untertabelle der Tabelle 93 zur Detaillierung der Angaben zum Gesundheitswesen.
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
13

Tabelle 933 Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung – räumlich sozial Sonstige/andere Beziehung, keine


Beziehung, nicht feststellbar/unbekannt
ist eine Untertabelle der Tabelle 93 und enthält Detaillierungen zu sonstigen Beziehungen.
Tabelle 94 Geschädigtenspezifik (Opfer)
gliedert die Opfer bei den im Straftatenkatalog mit „O“ gekennzeichneten Straftaten(gruppen) für vollen-
dete Taten, für versuchte Taten und insgesamt nach ihren opferspezifischen Merkmalen nach männlichen
und weiblichen Opfern gesondert.
Tabelle 941 Geschädigtenspezifik (Opfer) Hilflose Person wegen …..
ist eine Untertabelle der Tabelle 94 und detailliert die Art der Hilflosigkeit.
Tabelle 942 Geschädigtenspezifik (Opfer) „Beruf / Tätigkeit“ ohne Vollstreckungsbeamte und Ret-
tungsdienstkräfte
ist eine Untertabelle der Tabelle 94 und enthält Detailangaben für die Teilmenge „Beruf/Tätigkeit"“ ohne
„Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte".
Tabelle 943 Geschädigtenspezifik (Opfer) Beruf/Tätigkeit hier: Vollstreckungsbeamte und Rettungs-
dienstkräfte
ist eine Untertabelle der Tabelle 94 und differenziert innerhalb der Begriffe „Vollstreckungsbeamte“ bzw.
„Rettungsdienstkräfte“.
Tabelle 944 Geschädigtenspezifik (Opfer) Lebenslage und Verhalten
ist eine Untertabelle der Tabelle 94 und enthält differenzierte Angaben zur Lebenslage bzw. zum Verhal-
ten.

C: Begriffserläuterungen
Alkoholeinfluss bei der Tatausführung
Ein Alkoholeinfluss liegt vor, wenn dadurch die Urteilskraft des Tatverdächtigen während der Tatausführung
beeinträchtigt war. Maßgeblich ist ein offensichtlicher oder nach den Ermittlungen wahrscheinlicher Alko-
holeinfluss.

Aufklärungsquote (AQ)
-siehe Kriminalitätsquotienten-

BtM-Ersatzmittel / -Ausweichmittel
Der Begriff Betäubungsmittel bei den Beschaffungsdelikten (Raub, Diebstahl, Urkundenfälschung) schließt
die BtM-Ersatzmittel und BtM-Ausweichmittel ein.

Computerbetrug
Erfassung aller Fälle unter Schlüssel 517500, in denen der Tatbestand nach § 263a StGB als erfüllt angese-
hen wird, mit Ausnahme der missbräuchlichen Nutzung von Debitkarten mit PIN (hier erfolgt die Erfassung
unter Schlüssel 516300) oder von Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten (hier erfolgt die Er-
fassung unter Schlüssel 517900).

Debitkarten
Debitkarten im Sinne der PKS sind alle Zahlungskarten, deren Einsatz eine sofortige Belastung des Kon-
tos/Abbuchung vom Konto nach Karteneinsatz bewirkt (Gegenteil: Kreditkarte). Debitkarten können ohne
PIN (Lastschriftverfahren Schlüssel 516200) bzw. mit PIN (Schlüssel 516300) eingesetzt werden.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
14

Fall
 Bekannt gewordener Fall
ist jede im PKS-Straftatenkatalog aufgeführte (Straf-)Tat einschließlich der mit Strafe bedrohten Versu-
che, denen eine (kriminal-)polizeilich bearbeitete Anzeige zugrunde liegt. Die Gesamtzahl der bekannt
gewordenen Fälle ergibt sich aus der Addition der Straftatengruppen.
 Aufgeklärter Fall
ist die rechtswidrige (Straf-)Tat, die nach dem (kriminal-)polizeilichen Ermittlungsergebnis mindestens
ein namentlich bekannter oder auf frischer Tat ergriffener Tatverdächtiger begangen hat.
 Nachträglich aufgeklärter Fall
Werden Straftaten, die bereits als bekannt gewordene Fälle gemeldet worden sind, nachträglich aufge-
klärt, sind sie nur noch als aufgeklärte Fälle zu erfassen.

Geld- und Kassenboten


Als Geld- und Werttransporte durch Geld- und Kassenboten (Schlüssel 213100) sind alle Beförderungen
anzusehen, bei denen ausschließlich/überwiegend im Rahmen des beruflichen/geschäftlichen Interesses Geld
oder Wertgegenstände transportiert werden. Dies gilt sowohl für Beschäftigte als auch für Geschäftsinhaber/-
führer, entsprechende gewerbliche Geld-/Werttransporte oder auch Geldbriefträger. Die Schlüsselzahl
213200 gilt ausschließlich für solche Geld- und Werttransporte, die mit Spezialtransportfahrzeugen – also
Fahrzeugen, die bauartbedingt dazu bestimmt sind, entsprechendes Gut geschützt (Panzerung, Spezialberei-
fung usw.) zu transportieren – durchgeführt werden.

Häufigkeitszahl (HZ)
-siehe Kriminalitätsquotienten-

Kiosk
Ein Kiosk ist ein räumlich fest umschlossenes Thekengeschäft, das dazu bestimmt ist, von Kunden nicht
betreten zu werden.

Kommunikationsdienst
Unter die Kommunikationsdienste fallen alle Übertragungen von Sprache/Ton, Texten und Bildern, unab-
hängig vom Übertragungsweg. Die Zugangsberechtigung kann dabei eine Karte (Telefonkarte mit Voraus-
gebühr, Telefonkarte als Kreditkarte, sonstige Zugangsberechtigungskarte/Chip) und/oder ein anderes Zu-
gangsdatum (z.B. Passwort) sein. Die Erfassung erfolgt generell unter Schlüssel 517900 (Betrug mit Zu-
gangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten).
Siehe hierzu auch Seite 23, e) Regelung besonderer Fälle.

Konsumenten harter Drogen


Als Konsumenten harter Drogen gelten Konsumenten der in den Anlagen I – III des BtM-Gesetzes aufge-
führten Stoffe und Zubereitungen, einschließlich der den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften unterlie-
genden Fertigarzneimittel, mit Ausnahme der ausschließlichen Konsumenten von Cannabisprodukten (Ha-
schisch, Marihuana, Haschischöl), Psilocybin (-Pilzen) und von „Ausgenommenen Zubereitungen“. Dabei ist
es gleichgültig, auf welche Weise diese Stoffe und Zubereitungen dem Körper zugeführt werden.
Soweit als Konsumenten harter Drogen bekannte Personen in Ermangelung von Betäubungsmitteln sog.
Ausweichmittel konsumieren – „Ausgenommene Zubereitungen“ oder sonstige Medikamente oder Substan-
zen, die nicht unter das BtM-Gesetz fallen –, ist dies ebenfalls als Konsum harter Drogen anzusehen.
Anmerkung: Die wichtigsten harten Drogen sind Heroin, Kokain, Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in Pul-
ver- oder flüssiger Form sowie in Tabletten- bzw. Kapselform (einschl. Ecstasy) und LSD.

Kreditkarte
Kreditkarten im Sinne der PKS sind alle Zahlungskarten, deren Einsatz eine zeitlich verzögerte Belastung
bzw. Abbuchung vom Konto bewirkt (Gegenteil: Debitkarten).
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
15

Kriminalitätsquotienten
sind die aus absoluten Zahlen zur vergleichenden Beurteilung der Kriminalität errechneten Werte.
 Aufklärungsquote (AQ)
bezeichnet das prozentuale Verhältnis von aufgeklärten zu bekannt gewordenen Fällen im Berichtszeit-
raum. Eine Aufklärungsquote über 100 kann z.B. zustande kommen, wenn im Berichtszeitraum noch
Fälle aus den Vorjahren nachträglich aufgeklärt werden.
aufgeklärte Fälle x 100
AQ = ────────────────────
bekannt gewordene Fälle
 Häufigkeitszahl (HZ)
ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt oder innerhalb einzelner Deliktsarten, errechnet auf
100 000 Einwohner (Stichtag ist der 01.01. des Berichtsjahres, ersatzweise der zuletzt verfügbare, der
dann besonders benannt ist). Die Aussagekraft der Häufigkeitszahl wird dadurch beeinträchtigt, dass nur
ein Teil der begangenen Straftaten der Polizei bekannt wird, und dass u.a. Stationierungsstreitkräfte, aus-
ländische Durchreisende, Touristen, Besucher und grenzüberschreitende Berufspendler sowie Nichtdeut-
sche, die sich illegal im Bundesgebiet aufhalten, in der Einwohnerzahl der Bundesrepublik Deutschland
nicht enthalten sind. Straftaten, die von diesem Personenkreis begangen wurden, werden aber in der Po-
lizeilichen Kriminalstatistik gezählt.
erfasste Fälle x 100 000
HZ = ────────────────────
Einwohnerzahl
 Steigerungsrate (SR)
gibt die prozentuale Veränderung von z.B. Fällen oder Häufigkeitszahlen für die Gesamtkriminalität
oder einzelner Straftaten zwischen verschiedenen Berichtszeiträumen an. Eine positive Steigerungsrate
bedeutet einen Zuwachs, eine negative Steigerungsrate eine Abnahme bei z.B. Fällen bzw. Häufigkeits-
zahlen.
(Berichtsjahr – Vorjahr) x 100
SR = ────────────────────────
Vorjahr
 Opfergefährdungszahl (OGZ)
ist die Zahl der Opfer bezogen auf 100 000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils. Sie gibt
einen Anhaltspunkt über den Gefährdungsgrad der einzelnen Alters- und Geschlechtsgruppen wieder,
Opfer einer Straftat zu werden.
Opfer x 100 000
OGZ = ────────────────────
Einwohnerzahl
 Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ)
ist die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen, errechnet auf 100 000 Einwohner des entsprechenden Be-
völkerungsanteils, jeweils ohne Kinder unter 8 Jahren (Stichtag ist der 01.01. des Berichtsjahres). Die
Problematik der TVBZ ergibt sich aus dem doppelten Dunkelfeld in der Bevölkerungsstatistik, in der ein
Teil der ermittelten Tatverdächtigen nicht enthalten ist (vgl. „Häufigkeitszahl“), und in der Polizeilichen
Kriminalstatistik. Über das Dunkelfeld nicht angezeigter Straftaten hinaus bleiben auch die Täter der un-
aufgeklärten Fälle unberücksichtigt. Die TVBZ kann daher nicht die tatsächliche, sondern allenfalls die
von der Polizei registrierte Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung oder einzelner Teilgruppen wiedergeben.
Tatverdächtige ab 8 Jahren x 100 000
TVBZ = ──────────────────────────────
Einwohnerzahl ab 8 Jahren

Ladendiebstahl
Als Ladendiebstahl werden alle Diebstahlsfälle von ausgelegten Waren durch Kunden während der Ge-
schäftszeit erfasst.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
16

Opfer
sind natürliche Personen, gegen die sich die mit Strafe bedrohte Handlung unmittelbar richtete. Das Opfer ist
bei allen im Straftatenkatalog mit „O“ gekennzeichneten vollendeten und versuchten Straftaten(gruppen) zu
erfassen. Bei der Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung (vom Opfer aus gesehen) hat stets die engste Beziehung
Vorrang: Verwandtschaft vor Bekanntschaft vor Landsmann vor flüchtige Vorbeziehung. Dies gilt auch
dann, wenn bei einer Mehrzahl von Tatverdächtigen unterschiedliche Beziehungsgrade zum Opfer bestehen.
Das Merkmal Verwandtschaft umfasst alle Angehörigen gemäß § 11 Abs. 1 StGB. Das Merkmal Landsmann
ist nur bei Nichtdeutschen und nur dann zu berücksichtigen, wenn Opfer und Tatverdächtiger dieselbe
Staatsangehörigkeit besitzen, jedoch weder miteinander verwandt noch bekannt - im Sinne des Merkmals
Bekanntschaft, siehe Tabelle 92 - sind.

Opfergefährdungszahl (OGZ)
-siehe Kriminalitätsquotienten-

Politisch motivierte Kriminalität (PMK)3


Staatsschutzdelikte werden in der PKS nicht erfasst. Es handelt sich dabei um die Tatbestände gem. §§ 80-
83, 84-86a, 87-91, 94-100a, 102-104a, 105-108e, 109-109h, 129a-b, 234a oder 241a StGB. Delikte der all-
gemeinen Kriminalität, die dem Definitionssystem politisch motivierte Kriminalität zuzuordnen sind, sind
jedoch auch in der allgemeinen Polizeilichen Kriminalstatistik zu erfassen.

Raub auf Geld- und Werttransporte


Unter Schlüsselzahl 213000 sind auch diejenigen Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte einzubezie-
hen, die strafrechtlich als räuberischer Angriff auf Kraftfahrer zu bewerten sind.

Schaden
ist grundsätzlich der Geldwert (Verkehrswert) des rechtswidrig erlangten Gutes. Bei Vermögensdelikten ist
unter Schaden die Wertminderung des Vermögens zu verstehen. Der Schaden ist bei allen im Straftatenkata-
log mit „S“ gekennzeichneten vollendeten Straftatengruppen zu erfassen (Angabe in Euro, gerundet auf volle
Euro -mindestens 1 Euro-). Falls kein Schaden feststellbar ist, gilt ein symbolischer Schaden von Euro 1,--.
Dies gilt auch, wenn bei einem vollendeten Vermögensdelikt nur eine Vermögensgefährdung eingetreten ist.
Wenn ein Betrugsschaden gleichzeitig Insolvenzschaden ist, ist der volle Schaden bei den Insolvenzstraftaten
zu erfassen. Beim dazugehörigen Betrugsdelikt ist dagegen ein Schaden von Euro 1,-- zu erfassen.

Schusswaffe4
 Als Schusswaffe im Sinne von „geschossen“ und „mitgeführt“ gelten nur Schusswaffen gemäß § 1 Waf-
fengesetz. Nicht zu erfassen ist das „Mitführen“ von Schusswaffen bei solchen Personen, die dazu bei
rechtmäßiger Dienstausübung ermächtigt sind und gegen die Anzeige als Folge der Dienstausübung er-
stattet wurde.
 Mit einer Schusswaffe „gedroht“ ist dann zu erfassen, wenn wenigstens ein Opfer sich subjektiv bedroht
fühlt (hier z. B. auch durch Spielzeugpistole).
 Ein Mitführen von Schusswaffen ist dann zu registrieren, wenn der Tatverdächtige die Schusswaffe bei
der Tatausführung bei sich hatte. Der Vorsatz, die Schusswaffe zu verwenden, ist nicht erforderlich.

Steigerungsrate (SR)
-siehe Kriminalitätsquotienten-

3
Vgl. Seite 8.
4
Die Legaldefinition „Schusswaffen gemäß § 1 WaffG“ ist dem aktuell gültigen Waffengesetz zu entnehmen.
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
17

Summenschlüssel
● „890000“ Straftaten insgesamt, jedoch ohne Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens-
und das Freizügigkeitsgesetz/EU
umfasst folgende Straftaten:
------ Straftaten insgesamt
ohne
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsge-
setz/EU
● 891000“ Rauschgiftkriminalität
umfasst folgende Straftaten:
730000 Rauschgiftdelikte nach BtMG
218000 Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln
*71000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Apotheken
*72000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen
*73000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern
*74000 Diebstahl von Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern
*75000 Diebstahl von Rezeptformularen
542000 Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln
● „891100“ Direkte Beschaffungskriminalität
umfasst folgende Straftaten:
218000 Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln
*71000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Apotheken
*72000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen
*73000 Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern
*74000 Diebstahl von Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern
*75000 Diebstahl von Rezeptformularen
542000 Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln
● „892000“ Gewaltkriminalität
umfasst folgende Straftaten:
010000 Mord
020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
221000 Körperverletzung mit Todesfolge
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung
233000 Erpresserischer Menschenraub
234000 Geiselnahme
235000 Angriff auf den Luft- und Seeverkehr
● „893000“ Wirtschaftskriminalität
Als Wirtschaftskriminalität (Summenschlüssel 893000) sind anzusehen:
1. Die Gesamtheit der in § 74c Abs. 1 Nr. 1 - 6b GVG aufgeführten Straftaten - jedoch ohne Com-
puterbetrug, vgl. Ziffer 6a:
1) Nach dem Patentgesetz, dem Gebrauchsmustergesetz, dem Halbleiterschutzgesetz, dem
Sortenschutzgesetz, dem Markengesetz, dem Geschmacksmustergesetz, dem Urheber-
rechtsgesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, dem Aktiengesetz, dem Ge-
setz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen, dem Gesetz
betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, dem Handelsgesetzbuch, dem SE-
Ausführungsgesetz, dem Gesetz zur Ausführung der EWG-Verordnung über die Europäi-
sche wirtschaftliche Interessenvereinigung, dem Genossenschaftsgesetz und dem Um-
wandlungsgesetz,
2) nach den Gesetzen über das Bank-, Depot-, Börsen- und Kreditwesen, dem Versicherungs-
aufsichtsgesetz sowie nach dem Wertpapierhandelsgesetz,
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
18

3) nach dem Wirtschaftsstrafgesetz 1954, dem Außenwirtschaftsgesetz, den Devisenbewirt-


schaftungsgesetzen sowie dem Finanzmonopol-, Steuer- und Zollrecht, auch soweit dessen
Strafvorschriften nach anderen Gesetzen anwendbar sind; dies gilt nicht, wenn dieselbe
Handlung eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz darstellt, und nicht für Steuer-
straftaten, welche die Kraftfahrzeugsteuer betreffen,
4) nach dem Weingesetz und dem Lebensmittelrecht,
5) des Subventionsbetruges, des Kapitalanlagebetruges, des Kreditbetruges, des Bankrotts,
der Gläubigerbegünstigung und der Schuldnerbegünstigung,
5a) der wettbewerbsbeschränkenden Absprache bei Ausschreibungen sowie der Bestechlich-
keit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr,
6) a des Betruges, der Untreue, des Wuchers, der Vorteilsgewährung,
der und des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt
Bestechung,
Computerbetrug ist wegen der Dominanz der Automatenmanipula-
tionen gemäß Abstimmung mit der Kommission Wirtschaftskrimina-
lität nicht immer Wirtschaftskriminalität
b nach dem Arbeitsnehmerüberlassungsgesetz und dem Dritten Buch
Sozialgesetzbuch sowie dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz,
soweit zur Beurteilung des Falls besondere Kenntnisse des Wirtschaftslebens
erforderlich sind.
2. Delikte, die im Rahmen tatsächlicher oder vorgetäuschter wirtschaftlicher Betätigung begangen
werden und über eine Schädigung von Einzelnen hinaus das Wirtschaftsleben beeinträchtigen
oder die Allgemeinheit schädigen können und/oder deren Aufklärung besondere kaufmännische
Kenntnisse erfordert.
Die Erfassung Wirtschaftskriminalität erfolgt über eine Sonderkennung (Wikri = ja).
● „893100“ Wirtschaftskriminalität bei Betrug
wird über die Sonderkennung (Wikri = ja) in Verbindung mit Schlüssel 510000 des Straftatenkata-
loges erfasst.
● „893200“ Insolvenzstraftaten gemäß StGB und Nebenstrafrecht
umfasst die folgenden Straftaten (nur Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):
560000 Insolvenzstraftaten
712200 Insolvenzverschleppung
● „893300“ Wirtschaftskriminalität im Anlage- und Finanzierungsbereich pp.
umfasst die folgenden Straftaten (nur Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):
513000 Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrug
514100 Kreditbetrug §265b StGB
514300 Kreditbetrug §263 StGB
514400 Wechselbetrug
514500 Wertpapierbetrug
714000 Straftaten i.V.m.d. Bankgewerbe sowie Wertpapierhandelsgesetz
● „893400“ Wettbewerbsdelikte
umfasst die folgenden Straftaten (nur Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):
656000 Wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibung
715000 Straftaten gegen Urheberrechtsbestimmungen
719200 Straftaten nach dem UWG ohne § 17
● „893500“ Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen
umfasst die folgenden Straftaten (nur Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):
517300 Arbeitsvermittlungsbetrug
517700 Betrug z.N.v. Sozialversicherungen und Sozialversicherungsträgern
522000 Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt
713000 Delikte i.Z.m. illegaler Beschäftigung und Erschleichung von Sozialleistungen
i.Z.m. der Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
19

● „893600“ Betrug und Untreue im Zusammenhang mit Beteiligungen und Kapitalanlagen


umfasst die folgenden Straftaten (nur Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja):
513100 Prospektbetrug
513200 Anlagebetrug
513300 Betrug bei Börsenspekulationen
513400 Beteiligungsbetrug
521100 Untreue bei Kapitalanlagegeschäften
● „895000“ Menschenhandel insgesamt
umfasst die folgenden Straftaten:
236000 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung
237000 Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft
238000 Förderung des Menschenhandel
● „896000“ Straftaten gegen die Bestimmungen zum Schutze der Jugend
umfasst die folgenden Straftaten:
143100 Verbreitung pornographischer Erzeugnisse an Personen unter 18 Jahren
626100 Gewaltdarstellung; Schriften an Personen unter 18 Jahren
721000 Straftaten gegen § 12 Abs. 4 des Gesetzes zum Schutze der Jugend in der Öffent-
lichkeit (JÖSchG)
722000 Straftaten gegen das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften
● „897000 “ Computerkriminalität
umfasst die folgenden Straftaten:
516300 Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN
517500 Computerbetrug
517900 Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten
543000 Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenver-
arbeitung
674200 Datenveränderung, Computersabotage
678000 Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen
715100 Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele
715200 Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns
● „898000“ Umweltkriminalität
umfasst die folgenden Straftaten:
662000 Wilderei
675000 Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen
676000 Straftaten gegen die Umwelt
677000 Gemeingefährliche Vergiftung
679000 Weitere Straftaten mit Umweltrelevanz
716000 Straftaten im Zusammenhang mit Lebensmitteln (z.B. Lebensmittel- und Futter-
mittelgesetzbuch, ArzneimittelG, WeinG
740000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem Umweltsektor (neben
Schlüssel 716000)
● „898100“ Umweltstraftaten gemäß 29. Abschnitt des StGB
umfasst die folgende Straftaten:
676000 Straftaten gegen die Umwelt
● „898200“ Sonstige Straftaten nach dem StGB mit Umweltrelevanz
umfasst die folgenden Straftaten:
662000 Wilderei
675000 Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen
677000 Gemeingefährliche Vergiftung
679000 Weitere Straftaten mit Umweltrelevanz
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
20

● „898300“ Umweltstraftaten gemäß strafrechtlichen Nebengesetzen


umfasst die folgenden Straftaten:
716000 Straftaten im Zusammenhang mit Lebensmitteln (z.B. Lebensmittel- und Futter-
mittelgesetzbuch, ArzneimittelG, WeinG)
740000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem Umweltsektor (neben
Schlüssel 716000)
● „899000“ Straßenkriminalität
umfasst die folgenden Straftaten:
111100 Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter)
111200 Vergewaltigung überfallartig (durch Gruppen)
132000 exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses
213000 Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte
214000 räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
216000 Handtaschenraub
217000 sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen
222100 gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen
233300 erpresserischer Menschenraub i.V.m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte
234300 Geiselnahme i.V.m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte
*50*00 Diebstahl insgesamt in/aus Kraftfahrzeugen
*55000 Diebstahl insgesamt an Kraftfahrzeugen
*90*00 Taschendiebstahl insgesamt
*001005 Diebstahl insgesamt von Kraftwagen
*002001 Diebstahl insgesamt von Mopeds und Krafträdern
1
*00300 Diebstahl insgesamt von Fahrrädern
*007001 Diebstahl insgesamt von/aus Automaten
623000 Landfriedensbruch
674100 Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen
674300 sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen
● „899500“ Sachbeschädigung durch Graffiti insgesamt
umfasst die folgenden Straftaten:
674011 Sachbeschädigung durch Graffiti ohne Schlüssel 674111 und 674311
674021 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Graffiti ohne Schlüssel 674321
674111 Sachbeschädigung durch Graffiti an Kfz
674311 Sonstige Sachbeschädigung durch Graffiti auf Straßen, Wegen oder Plätzen
674321 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Graffiti auf Straßen, Wegen oder
Plätzen

Tageswohnungseinbruch
Von einem Tageswohnungseinbruch (Schlüsselzahl 436*00) ist für die Erfassung in der Polizeilichen Krimi-
nalstatistik auszugehen, wenn die Tatzeit zwischen 06:00 und 21:00 Uhr liegt.

Tatort
ist die politische Gemeinde in der Bundesrepublik Deutschland, in der sich die rechtswidrige (Straf-) Tat er-
eignet hat (Ort der Handlung). Straftaten, die sich auf deutschen Schiffen oder Luftfahrzeugen außerhalb der
Bundesrepublik Deutschland ereignen, sind für das Bundesland des Heimat(flug)hafens mit Tatort „unbe-
kannt“ zu erfassen. Bei Straftaten, die sich auf ausländischen Handelsschiffen oder nichtmilitärischen Luft-
fahrzeugen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ereignen, gilt der deutsche Anlegehafen bzw. Lande-
flughafen als Tatort.
 Bei Beförderungserschleichung ist Tatort stets der Feststellort.
Bei sonstigen Straftaten in Bussen oder Zügen ist, wenn der Tatort nicht weiter konkretisierbar ist, min-
destens das Bundesland anzugeben, in dem die Straftat festgestellt wurde.
 Bei Unterhaltspflichtverletzungen ist der Tatort der Wohnsitz der Unterhaltsberechtigten.

5
Dieser Straftatenschlüssel (Tatörtlichkeit Straße) wird in den Bundestabellen nicht gesondert ausgewiesen.
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
21

 Als Tatort beim Aufgriff von Asylbewerbern, die ihren Duldungsbereich verlassen haben, gilt der Ort
des Aufgriffs.
 Als Tatort bei Erstellung von strafrechtlich relevanten Internetinhalten („Sites“) gilt der Ort der Hand-
lung (Ort der Dateneinstellung ins Internet durch den/die Tatverdächtigen). Dabei spielt es keine Rolle in
welchem Land die Homepage geführt wird. Ist der Ort der Handlung nicht feststellbar, so ist „Tatort un-
bekannt“ im bearbeitenden Bundesland zu erfassen, wenn kein Auslandstatort vorliegt.
Wird eine in einem anderen Bundesland begangene Straftat bekannt und/oder aufgeklärt, ist diese dem dorti-
gen Landeskriminalamt zu melden.

Tatverdächtige
 Tatverdächtig ist jeder, der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächli-
cher Anhaltspunkte verdächtig ist, rechtswidrig eine (Straf-)Tat begangen zu haben. Dazu zählen auch
Mittäter, Anstifter und Gehilfen.
Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeitraum mehrere Fälle der gleichen Straftat festgestellt wurden,
wird in demselben Bundesland nur einmal gezählt. Vor 1983 waren Personen, gegen die im Berichtsjahr
mehrfach ermittelt wurde, immer wieder erneut registriert worden. Wegen Ablösung dieser Mehrfach-
zählung, die zu stark überhöhten und strukturell verzerrten Tatverdächtigenzahlen führte, durch die jetzi-
ge „echte“ Tatverdächtigenzählung, ist ab 1984 ein Vergleich zu früheren Jahren beeinträchtigt. Eine
eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ist auch durch die 2009 vollzogene Einführung der
„echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene gegenüber der vorherigen Zählung auf Landesebene
gegeben.
Werden einem Tatverdächtigen im Berichtszeitraum mehrere Fälle verschiedener Straftatenschlüssel zu-
geordnet, wird er für jede Gruppe gesondert, für die entsprechenden übergeordneten Straftatengruppen
bzw. für die Gesamtzahl der Straftaten hingegen nur einmal gezählt. Die Tatverdächtigen bei den einzel-
nen Straftaten(gruppen) lassen sich daher nicht zur Gesamtzahl der Tatverdächtigen addieren.
Zu beachten ist ferner, dass Schuldausschließungsgründe oder mangelnde Deliktsfähigkeit bei der Tat-
verdächtigenzählung für die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht berücksichtigt werden. So sind in der
Gesamtzahl z.B. auch die strafunmündigen Kinder unter 14 Jahren enthalten. Als tatverdächtig wird auch
erfasst, wer wegen Tod, Krankheit oder Flucht nicht verurteilt werden kann.
 Nichtdeutsche Tatverdächtige sind Personen ausländischer Staatsangehörigkeit, Staatenlose und Perso-
nen, bei denen die Staatsangehörigkeit ungeklärt ist. Personen, die sowohl die deutsche als auch eine an-
dere Staatsangehörigkeit besitzen, zählen als Deutsche. Wird derselbe Tatverdächtige innerhalb eines
Berichtszeitraumes mit unterschiedlicher Staatsangehörigkeit ermittelt, so wird er zu dem aktuellsten
Merkmal gezählt. Analog wird beim Aufenthaltsstatus nichtdeutscher Tatverdächtiger verfahren. Alle
Nichtdeutschen, die eine Schule, Fachhochschule oder Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland
besuchen, werden unter „Student/Schüler“ erfasst.

Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ)
-siehe Kriminalitätsquotienten-

Tatzeit
ist der Zeitpunkt, zu dem die Straftat begangen wurde. Bei Straftaten, die sich über Zeiträume erstrecken
oder innerhalb von Zeiträumen begangen wurden, gilt das Ende des Zeitraumes als Tatzeit. Wenn nicht min-
destens das Jahr bestimmbar ist, gilt die Tatzeit als unbekannt.

Verkehrsdelikte
sind (und daher in der PKS nicht zu erfassen):
 alle Verstöße gegen Bestimmungen, die zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit im Straßen-,
Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr erlassen wurden,
 alle durch Verkehrsunfälle bedingten Fahrlässigkeitsdelikte,
 die Verkehrsunfallflucht,
 alle Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Kfz-Steuergesetz i. V. m. § 370 AO.
Nicht zu den Verkehrsdelikten zählen (und daher in der PKS zu erfassen):
 der gefährliche Eingriff in den Bahn-, Luft- und Schiffsverkehr gemäß § 315 StGB,
 der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr gemäß § 315b StGB,
 das missbräuchliche Herstellen, Vertreiben oder Ausgeben von Kennzeichen gemäß § 22a StVG.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
22

Wohnsitz unbekannt
ist statistisch wie „ohne festen Wohnsitz“ zu bewerten.

D: Regeln der PKS-Erfassung6


Voraussetzung für die Erfassung
In der PKS werden nur Fälle erfasst, die hinreichend konkretisiert sind:
Dazu müssen überprüfte Anhaltspunkte zu
- dem Tatbestand (Erfüllung aller Tatbestandsmerkmale einer Strafrechtsnorm),
- dem Tatort und
- der Tatzeit / dem Tatzeitraum (mindestens das Jahr)
vorliegen.
Vage, nicht überprüfbare Angaben allein - insbesondere über die Zahl begangener (Straf-)Taten - reichen
nicht aus, um als Fall in die PKS aufgenommen zu werden.
Bei Großverfahren (z.B. Betrug) sind entsprechend den Erfassungsregeln nur durchermittelte Vorgänge ge-
mäß der Anzahl der Geschädigten (nicht nur anhand von Kundenkarteien) für die PKS zu erfassen.

a) Grundsatz
Jede im Rahmen eines Ermittlungsvorganges7 bekannt gewordene rechtswidrige Handlung (Straftat) ist
ohne Rücksicht auf die Zahl der Geschädigten als 1 Fall zu erfassen.
Jede aufgeklärte rechtswidrige Handlung ist als 1 aufgeklärter Fall zu erfassen, unabhängig von der Zahl
der Tatverdächtigen.

b) Tateinheit und natürliche Handlungseinheit


Als 1 Fall sind auch in Tateinheit und natürlicher Handlungseinheit begangene Straftaten zu erfassen. Es
ist die Straftat zu erfassen, für die die nach Art und Maß schwerste Strafe angedroht wird. Bei gleicher
Strafandrohung ist das speziellere Delikt zu erfassen.
 Tateinheit
ist gegeben, wenn eine Handlung mehrere Strafgesetze oder dasselbe Strafgesetz mehrmals verletzt.
Beispiele:
1. Durch einen Stich wird ein Mensch verletzt und sein Anzug beschädigt
= 1 Fall gefährliche Körperverletzung, die Sachbeschädigung wird nicht erfasst.
2. Durch ein Sprengstoffverbrechen werden 5 Personen vorsätzlich getötet
= 1 Fall Mord mit 5 Opfern zum Mord.
 Natürliche Handlungseinheit
liegt vor, wenn mehrere Handlungen in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen.
Beispiele:
1. Lokaleinbruch - geschädigt werden der Wirt (Diebstahl der Wechselgeldkasse), die (verpachtende)
Brauerei (Beschädigung der Eingangstür und von Einrichtungsgegenständen, Aufbruch eines Ge-
tränkeautomaten in der Kegelbahn) und der Automatenaufsteller (Aufbruch von zwei Spielautoma-
ten); die Sachbeschädigung wird statistisch nicht berücksichtigt = 1 Fall besonders schwerer Dieb-
stahl in/aus Lokal.
2. Wohnungseinbruch - auch bei mehreren Geschädigten (Familienmitglieder, Untermieter) = 1 Fall,
außer es handelt sich um erkennbar eigenständige Wohneinheiten. Aber beim Aufbruch von fünf
Containern, die erkennbar unterschiedlichen Firmen gehören = 5 Fälle.
3. Bei Aufbruch eines Containers und Diebstahls von Werkzeugen von fünf Firmen wird = 1 Fall er-
fasst.

6
Gemäß den Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik vom 01.01.2011.
7
Ein Ermittlungsvorgang umfasst alle polizeilichen Maßnahmen zur Aufklärung einer oder mehrer rechtswidriger Handlungen.
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
23

 Grenzen der natürlichen Handlungseinheit


Die Grenzen der Handlungseinheit sind beim Vorliegen von Straftatbeständen erreicht, die nicht mehr
artverwandt bzw. für gewöhnlich nicht in Handlungseinheit begangen werden (siehe Tatmehrheit).
Beispiele:
1. Lokaleinbruch und anschließende Brandstiftung zur Vernichtung der Spuren = 1 Fall Dieb-
stahl unter erschwerenden Umständen (Sachbeschädigung wird nicht berücksichtigt) und 1
Fall Brandstiftung.
2. Nach Sachbeschädigung an Kfz wird der Tatverdächtige vom Geschädigten verfolgt, der Tä-
ter bedroht und verletzt den Geschädigten = 1 Fall Sachbeschädigung an Kfz, 1 Fall Körper-
verletzung (Bedrohung wird nicht berücksichtigt).

c) Gleichartige Folgehandlungen
Werden bei der Bearbeitung eines Ermittlungsvorgangs weitere rechtswidrige Handlungen desselben
Tatverdächtigen bekannt, die derselben Schlüsselzahl zuzuordnen sind, sind sie unabhängig von seiner
ein- oder mehrmaligen Entschlussfassung unter den folgenden Voraussetzungen nur als 1 Fall zu erfas-
sen. Diese Voraussetzungen gelten auch für unaufgeklärte Straftaten, soweit aus kriminalistischer Sicht
die gleichartigen Folgehandlungen einem oder gemeinschaftlich handelnden noch nicht ermittelten Tä-
ter/Tätern zuzuordnen sind.
 Die wiederholte Begehung derselben rechtswidrigen Tat ausschließlich z. N. desselben Geschä-
digten.
Unter Geschädigten sind die unmittelbar Betroffenen zu verstehen. Filialen eines Konzerns oder
eines Kreditinstitutes sind somit einzelne Geschädigte.
Beispiel:
Innerhalb eines Ermittlungsvorgangs wird festgestellt, dass ein Tatverdächtiger über einen Zeit-
raum von 10 Monaten fortlaufend Ladendiebstähle zum Nachteil derselben Kaufhausfiliale be-
gangen hat = 1 Fall.
 Die wiederholte Begehung derselben rechtswidrigen Handlung, wobei die Rechtsord-
nung/Allgemeinheit geschädigt ist (keine natürliche oder juristische Person als „Geschädigte“).
Beispiele:
1. Ein Antiquitätenhändler hat gestohlene Kunstgegenstände über einen längeren Zeitraum an-
gekauft = 1 Fall.
2. Eine Person hat wiederholt pornographische Schriften vertrieben = 1 Fall.
3. Ein Betrieb verschmutzt über einen längeren Zeitraum ein Gewässer (§ 324 StGB) = 1 Fall.
Auch längere Pausen (es können auch mehrere Jahre sein) führen nicht zur Unterbrechung dieser Regel.

d) Tatmehrheit
Sind mehrere rechtswidrige Taten desselben Tatverdächtigen durch selbständige Handlungen z.N. ver-
schiedener Geschädigter (unmittelbar Betroffene) begangen worden oder wurden unterschiedliche Ge-
setzesnormen verletzt (unabhängig von der Zahl der Geschädigten), ist je 1 Fall zu zählen.
Beispiele:
1. Aus 10 Kraftfahrzeugen unterschiedlicher Halter werden Gegenstände entwendet
= 10 Fälle.
2. Ein Reifenstecher beschädigt Reifen an 12 Fahrzeugen (7 Fahrzeuge einer Autovermietung und
weitere 5 unterschiedlicher Halter) = 6 Fälle.

e) Regelung besonderer Fälle einschl. Vorrangregelung


 Betrug und Wettbewerbsdelikte
 Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel (Schlüsselzahlen 516100 ff.) ist
vorrangig zu erfassen, wenn gleichzeitig ein anderer Betrugsschlüssel berührt ist.
 Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten (Schlüsselzahl 517900) hat bei
Überschneidung Vorrang vor Waren-/Warenkreditbetrug (Schlüsselgruppe 511000). Bei betrü-
gerischem Einsatz unbarer Zahlungsmittel (Schlüsselgruppe 516000) haben diese dagegen Vor-
rang vor Betrug mit Zugangsberechtigung zu Kommunikationsdiensten.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
24

 Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, gewerbsmäßig oder als Mitglied ei-
ner Bande § 300, Satz 2, Ziff. 2 StGB (Schlüsselzahl 657200) ist vorrangig zu erfassen, wenn
gleichzeitig ein Vorteil großen Ausmaßes nach § 300, Satz 2, Ziff. 1 StGB (Schlüsselzahl
657300) vorliegt.

 Rauschgiftdelikte
Bei der Erfassung von Rauschgiftdelikten sind nachfolgende Besonderheiten zu beachten.
 Vorrang der jeweils qualifizierteren Handlung
Sind innerhalb eines Ermittlungsvorgangs wegen Rauschgiftdelikten bei den Schlüsselgruppen
„illegale Einfuhr (733*00)“, „Handel/Schmuggel (732*00)“ und „allgemeine Verstöße
(731*00)“ gleiche Drogenarten betroffen, so werden untergeordnete Delikte in höherwertige
einbezogen und daher nicht erfasst (die Auflistung der Schlüsselgruppen entspricht der Rang-
folge).
Beispiel:
betroffen 733200, 732200, 731200 (Drogenart = Kokain) = erfasst wird 1 Fall „733200“
 Vorrang der Drogenarten
Sind bei einem Rauschgiftdelikt mehrere Drogenarten betroffen, so gilt folgende Reihenfolge:
1. Heroin
2. Kokain
3. Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in Pulver- oder flüssiger
Form
4. Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in Tabletten- bzw. Kapsel-
form (einschl. Ecstasy)
5. LSD
6. Cannabis
7. Sonstige
Nur in Ausnahmefällen -krasses Missverhältnis (z. B. 8 g Kokain zu 2,3 kg Haschisch)- kann
eine andere (weniger gefährliche) Drogenart erfasst werden.
 Unterschiedliche Handlungen und Drogenarten
Bei unterschiedlichen Handlungen und unterschiedlichen Drogenarten in einem Ermittlungs-
vorgang hat grundsätzlich die Handlung Vorrang vor der Drogenart.
Beispiel:
Illegaler Handel/Schmuggel von Kokain (732200) und Besitz von LSD (731300) =
1 Fall illegaler Handel/Schmuggel von Kokain (732200)
aber auch
Illegaler Handel/Schmuggel von Kokain (732200) und illegale Einfuhr von Cannabis in nicht
geringer Menge (733800) = 1 Fall illegale Einfuhr von Cannabis in nicht geringer Menge =
(733800)
 Sonstige Verstöße gegen das BtMG
Die Bereitstellung von Geldmitteln oder anderen Vermögensgegenständen nach § 29 Abs. 1 Nr.
13 BtMG und die Werbung für BtM nach § 29 Abs. 1 Nr. 8 BtMG sind als separate Fälle zu er-
fassen.
Das Bereitstellen von Geldmitteln pp. ist unabhängig von der Art des Rauschgifts. Diese Hand-
lung ist so nur auszuweisen, wenn der Täter - ohne selbst aktiv in Erscheinung zu treten - dem
unmittelbar Handelnden den wirtschaftlichen Umsatz von Betäubungsmitteln ermöglicht.
Treffen Qualifizierungsmerkmale anderer Schlüssel nach 734*00 zu, entfällt bei gleicher Dro-
genart die Erfassung nach 731*00, 732*00 bzw. 733*00.

 Tatzeit, -raum
Innerhalb eines Ermittlungsvorgangs können sich Handlungen über einen längeren Zeitraum
erstrecken. Hierbei kann es sich um mehrere Jahre oder auch nur einige Tage handeln. Eine
neuerliche Fallzählung kommt erst wieder in Betracht, wenn der Ermittlungsvorgang abge-
schlossen und ein neues Verfahren einzuleiten ist.
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
25

 Unerlaubte Einreise (Grenzübertritt) mit anschließendem illegalen Aufenthalt


Bei unerlaubter Einreise (Grenzübertritt) mit anschließendem illegalen Aufenthalt ist nur die Einreise
als ein Fall zu melden, wenn sie hinreichend konkretisiert ist (Tatzeit und Übertrittsort), andernfalls ist
ein Fall des illegalen Aufenthalts zu melden.
 Geld- und Wertzeichenfälschung
Das Herstellen, Verbreiten oder Abschieben von Falschgeld ist nur dann statistisch zu erfassen, wenn
der Tatverdächtige geständig oder überführt ist.
Bei Schlüssel 553100 „Gebrauch falscher Zahlungskarten oder Vordrucken für Schecks“ und 553200
„Nachmachen, Verfälschen, Verschaffen, Feilhalten und Überlassen falscher Zah-lungskarten oder
Vordrucken für Schecks“ ist die Erfassung unaufgeklärter Fälle zugelassen.

f) Opfererfassung
Unbeschadet der Regelung der Fallzählung (a bis e) sind bei Straftaten gegen höchstpersönliche Rechts-
güter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung), soweit sie im
Straftatenkatalog zur Opfererfassung vorgesehen sind, die verletzten Personen als Opfer mit dem Delikt
zu erfassen, durch das sie verletzt wurden.

g) Tatverdächtigenerfassung
 Zuordnung zu Straftat und Tatort
Jeder Tatverdächtige ist mit der Schlüsselzahl der Straftat und dem Tatort des ihm zuzurechnenden
Falles gesondert zu erfassen.
 Mehrere gleichartige Fälle
Sind einem Tatverdächtigen in einem Ermittlungsvorgang mehrere derselben Schlüsselzahl zuzuord-
nenden Fälle (Fälle gleicher Deliktsart) nachgewiesen worden, ist er unter dieser Schlüsselzahl für je-
den Statistikbereich nur einmal zu erfassen (Tatverdächtigenechtzählung).
 Mehrere Fälle mit verschiedenen Schlüsselzahlen
Sind einem Tatverdächtigen in einem Ermittlungsvorgang mehrere Fälle nachgewiesen worden, die
verschiedenen Schlüsselzahlen zuzuordnen sind, ist er unter jeder Schlüsselzahl einmal zu erfassen.
 Wechselnde Tatbeteiligung
Sind mehrere aufgeklärte Straftaten gleicher oder verschiedener Schlüsselzahlen zu erfassen, und ha-
ben mehrere Tatverdächtige diese unter wechselnder Tatbeteiligung begangen, ist jede Straftat unter
Angabe der Tatverdächtigenbeteiligung nur einmal zu erfassen.

h) Berichtigung, Löschung
Notwendige Berichtigungen oder Löschungen bereits gemeldeter Daten sind zu gewährleisten. Sie sind
nur innerhalb eines Berichtsjahres möglich.
Vorbemerkungen PKS Berichtsjahr 2011
26

E: Änderungen zum 01.01.2011

Straftatenkatalog
 Neue Schlüsselzahlen
515079 Sonstiges Erschleichen von Leistungen
530079 Unterschlagung sonstiger Güter/Sachen gemäß §§246, 247 StGB – ohne von Kfz

 Löschungen
Der PKS-Straftatenkatalog wurde insgesamt um 501 Schlüssel reduziert, wobei sich der überwiegende Teil
der Streichungen auf die Bereiche einfacher und schwerer Diebstahl konzentriert. Auf eine detaillierte Dar-
stellung wird aufgrund des Löschungsumfanges verzichet.

 Textliche / inhaltiche Änderungen


211200 Raub auf Postfilialen und -agenturen
211210 Raub auf Postfilialen und -agenturen § 249 StGB
211220 Schwerer Raub auf Postfilialen und -agenturen § 250 StGB
211230 Raub mit Todesfolge auf Postfilialen und -agenturen § 251 StGB
211250 Räuberische Erpressung gegen Postfilialen und -agenturen § 255 StGB
217000 Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen
217010 Sonstiger Raub auf Straßen, Wegen oder Plätzen § 249 StGB
217020 Sonstiger schwerer Raub auf Straßen, Wegen oder Plätzen § 250 StGB
217030 Sonstiger Raub mit Todesfolge auf Straßen, Wegen oder Plätzen § 251 StGB
217050 Sonstige räuberische Erpressung auf Straßen, Wegen oder Plätzen § 255 StGB
300110 .. von Kraftwagen
300210 .. von Mopeds und Krafträdern
300310 .. von Fahrrädern
325*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern, Schau-
kästen und Vitrinen darunter:
400020 Sonstiger Diebstahl gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400120 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400220 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400320 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400420 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
400720 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
405000 in/aus Banken, Sparkassen, Postfilialen und -agenturen und dgl.
405020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410120 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410220 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410320 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410420 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
410720 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
415020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
PKS Berichtsjahr 2011 Vorbemerkungen
27

415520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB


415720 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
425*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern, Schau-
kästen und Vitrinen darunter:
425000 .. Sonstiges Gut
425020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
425320 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
425410 .. gem. § 243 StGB
425520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
426000 schwerer Ladendiebstahl
426020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
440020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
440320 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
445020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
445120 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
445520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
450020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
450220 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
450320 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
450520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
455020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
471020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
472020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
473020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
474020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
475020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
490020 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
490520 .. gem. §§ 244 Abs. 1 Nr. 1 und 2, 244a StGB
*25*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern, Schau-
kästen und Vitrinen darunter:
511279 Weitere Arten des Warenkreditbetruges
516900 sonstige unbare Zahlungsmittel
531000 Unterschlagung von Kfz gemäß §§ 246, 247 StGB
713000 Delikte im Zusammenhang mit Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz und Arbeitnehmerüberlas-
sungsgesetz
713010 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
713030 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
PKS Berichtsjahr 2011 Kurzinformation zur Kriminalitätsentwicklung
29
1. Kurzinformation zur Kriminalitätsentwicklung
Fall- und Tatverdächtigenentwicklung in Kürze
T1)
Veränderung gg. Aufklärungs-
Inhalt Anzahl
Vorjahr quote in %
2011 2010 absolut in % 2011 2010
Straftaten insgesamt
erfasste Fälle 5.990.679 5.933.278 57.401 1,0
aufgeklärte Fälle 3.276.153 3.322.320 -46.167 -1,4 54,7 56,0
Nach rückläufigen Fallzahlen (erfasste Fälle) der vergangenen Jahre wurde 2011 erstmals wieder ein leichter Anstieg registriert.
Gewaltkriminalität insgesamt 197.030 201.243 -4.213 -2,1 75,3 75,3
darunter:
Mord und Totschlag 2.174 2.218 -44 -2,0 96,1 95,4
Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 7.539 7.724 -185 -2,4 82,5 81,7
Raubdelikte 48.021 48.166 -145 -0,3 52,7 52,6
gefährliche und schwere Körperverletzung 139.091 142.903 -3.812 -2,7 82,3 82,3
Vorsätzliche leichte Körperverletzung 374.367 372.950 1.417 0,4 90,8 90,5
*)
Straßenkriminalität 1.382.949 1.352.897 30.052 2,2 17,7 18,6
Diebstahlskriminalität insgesamt 2.403.781 2.301.786 101.995 4,4 28,9 30,0
darunter:
von Kraftwagen 41.057 42.002 -945 -2,2 26,8 24,8
von Fahrrädern 328.748 306.559 22.189 7,2 10,0 10,1
von unbaren Zahlungsmitteln 140.628 129.550 11.078 8,6 8,4 9,5
in/aus Kraftfahrzeugen 242.563 237.320 5.243 2,2 11,9 12,5
Ladendiebstahl 385.463 387.662 -2.199 -0,6 92,5 92,9
in/aus Dienst-, Büro-, Lagerräumen pp. 147.936 146.979 957 0,7 22,3 22,6
Wohnungseinbruchdiebstahl 132.595 121.347 11.248 9,3 16,2 15,9
darunter:
Tageswohnungseinbruch 55.877 51.065 4.812 9,4 16,0 15,5
Betrug insgesamt 934.882 968.162 -33.280 -3,4 78,3 79,9
darunter:
Waren- und Warenkreditbetrug 277.469 289.988 -12.519 -4,3 74,2 77,4
Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten 13.589 13.785 -196 -1,4 43,8 42,5
ohne PIN (Lastschriftverfahren)
Betrug mittels rechtswidrig erlangter Kreditkarten 8.886 8.974 -88 -1,0 36,2 34,9
Betrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von 16.061 19.100 -3.039 -15,9 27,1 27,3
Zahlungskarten
Erschleichen von Leistungen 246.944 228.179 18.765 8,2 99,0 98,8
Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug 20.608 19.520 1.088 5,6 58,6 63,4
Wirtschaftskriminalität 79.515 102.813 -23.298 -22,7 89,3 91,0
Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.241 6.141 -900 -14,7 80,5 82,7
Computerkriminalität 84.981 84.377 604 0,7 32,6 35,8
darunter:
IuK-Kriminalität im engeren Sinne 59.494 59.839 -345 -0,6 30,0 33,0
davon:
Computerbetrug § 263a StGB 26.723 27.292 -569 -2,1 27,0 30,2
Betrug mit Zugangsberechtigungen zu 4.730 7.993 -3.263 -40,8 37,8 44,0
**)
Kommunikationsdiensten
Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung 7.671 6.840 831 12,1 47,0 52,0
im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung
Datenveränderung, Computersabotage ***) 4.644 2.524 2.120 84,0 41,2 32,1
Ausspähen, Abfangen von Daten 15.726 15.190 536 3,5 21,3 24,0
*) Enthaltene Straftatenschlüssel siehe Seite 20.
**) Der Rückgang ist darauf zurück zu führen, dass in Berlin bis einschl. 2010 Fälle, die dem Warenkredit- und/oder Leistungskreditbetrug zuzurech-
nen sind, fälschlicherweise unter Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten erfasst wurden. Dadurch gab es in Berlin 2011 eine
deutliche Verlagerung der Fallzahlen zum Warenkreditbetrug und insbesondere zum Leistungskreditbetrug.
***) Der Anstieg resultiert daraus, dass Angriffe mittels Schadsoftware eine zunehmende Rolle spielen.
Kurzinformation zur Kriminalitätsentwicklung PKS Berichtsjahr 2011
30
T1- Fortsetzung
Veränderung gg. Aufklärungs-
Inhalt Anzahl
Vorjahr quote in %
2011 2010 absolut in % 2011 2010
Straftaten i.Z.m. Urheberrechtsbestimmungen 7.021 8.375 -1.354 -16,2 81,1 86,8
Sachbeschädigung 688.294 700.801 -12.507 -1,8 25,2 25,5
darunter:
Sachbeschädigung durch Graffiti 115.623 125.751 -10.128 -8,1 23,8 25,4
Beleidigung 210.797 208.183 2.614 1,3 90,0 89,9
Umweltkriminalität insgesamt (StGB) 13.342 13.716 -374 -2,7 59,6 59,8
darunter:
unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen 8.369 8.620 -251 -2,9 59,5 58,8
§ 326 StGB ohne Abs. 2
Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylver-
fahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU 78.324 74.153 4.171 5,6 98,4 98,4
darunter:
unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 und 24.002 21.930 2.072 9,4 99,8 99,8
Abs. 2 Nr.1a AufenthG
Straftaten gegen das Waffengesetz 34.464 37.655 -3.191 -8,5 93,7 93,4
Rauschgiftdelikte insgesamt 236.478 231.007 5.471 2,4 94,7 94,7
nach Drogenarten (Allgemeine Verstöße gemäß § 29 BtMG, Illegaler Handel und Illegale Einfuhr):
Heroin 18.589 24.574 -5.985 -24,4 95,6 94,6
Kokain 13.930 14.260 -330 -2,3 93,5 94,0
Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate 42.577 35.503 7.074 19,9 95,3 95,7
(einschl. Ecstasy)
Cannabis 131.951 128.868 3.083 2,4 95,1 95,1
Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz 4.690 4.040 650 16,1 87,5 88,6

Tatverdächtige (TV) Verteilung in %


2011 2010
Tatverdächtige insgesamt * ) 2.112.843 2.152.803 -39.960 -1,9 100,0 100,0
männlich 1.574.799 1.605.561 -30.762 -1,9 74,5 74,6
weiblich 538.044 547.242 -9.198 -1,7 25,5 25,4
Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss 277.894 284.128 -6.234 -2,2 13,2 13,2
deutsche TV -insgesamt- 1.628.314 1.680.991 -52.677 -3,1 77,1 78,1
nichtdeutsche TV -insgesamt- 484.529 471.812 12.717 2,7 22,9 21,9
Tatverdächtige insgesamt nach Alter
Kinder (0 bis unter 14 Jahre) 85.600 91.960 -6.360 -6,9 4,1 4,3
Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) 214.736 231.543 -16.807 -7,3 10,2 10,8
Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) 204.491 216.764 -12.273 -5,7 9,7 10,1
Erwachsene (ab 21 Jahre) 1.608.016 1.612.536 -4.520 -0,3 76,1 74,9
Tatverdächtigenbelastungszahl der Deutschen **)
TV insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) 2.344 2.417 -73 -3,0
Kinder 1.612 1.716 -104 -6,1
Jugendliche 6.058 6.511 -452 -6,9
Heranwachsende 6.625 6.866 -241 -3,5
Erwachsene 2.041 2.077 -36 -1,7
*) Anzahl der der Polizei bekannt gewordenen Tatverdächtigen.
**) Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.
PKS Berichtsjahr 2011 Gesamtüberblick
31
2. Gesamtüberblick
G1
Anzahl Straftaten insgesamt
7.000.000

6.000.000

5.000.000

4.000.000

3.000.000

2.000.000

1.000.000

0
1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011
erfas s te Fälle aufgeklärte Fälle TVins ges amt

Hinweis: TV ab 2009 sind aufgrund der echten Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Schwankungen in der Fallentwicklung erklären sich zum Teil durch komplexe Ermittlungsvorgänge mit von
Jahr zu Jahr unterschiedlich zahlreichen Einzelfällen. Die Tatzeiten liegen meist vor dem Berichtsjahr. Auch
die Entwicklung der Aufklärungsquoten wird hierdurch beeinflusst, da diese Fälle überwiegend aufgeklärt
sind.

2.1. Bekannt gewordene Fälle


2.1.1 Kriminalität insgesamt
Für das Bundesgebiet insgesamt wurden 2011 ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte insgesamt 5 990 679
Verstöße gegen die Strafgesetze des Bundes registriert. Dies waren 0,97 % mehr als im Vorjahr. Damit wur-
de zum zweiten Mal seit 1993 die Sechs-Millionen-Grenze unterschritten. Die mit Strafe bedrohten Versuche
wurden dabei wie vollendete Handlungen gezählt. Die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100 000 Einwohner) für
2011 beträgt 7 328 (2010: 7 253).
In den alten Ländern mit Gesamt-Berlin wurden insgesamt 5 046 442 Fälle erfasst. Dies waren 1,3 % mehr
als im Vorjahr. Die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100 000 Einwohner) für 2011 beträgt 7 325 (2010: 7 234).
In den neuen Ländern wurden insgesamt 944 237 Fälle erfasst. Dies waren 0,8 % weniger als im Vorjahr.
Die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100 000 Einwohner) für 2011 beträgt 7 340 (2010: 7 356).
Kriminalität insgesamt PKS Berichtsjahr 2011
32
Folgende Übersicht zeigt seit 1971 (Ausgangserfassung) die Veränderung von Bevölkerungszahl, Gesamt-
zahl der registrierten Straftaten und Gesamthäufigkeitszahl:
T2
Bevölkerung Bekannt gewordene Straftaten
Einwohner am Veränderung Veränderung Gesamthäufig- Veränderung
3)
Jahr 30.06. gegenüber dem Fälle gegenüber dem keitszahl gegenüber dem Bemerkungen
Vorjahr in % Vorjahr in % Vorjahr in %
1955 52.363.500 1.575.310 3.018 bis 1970 teilweise
1960 55.422.900 2.034.239 3.660 Eingangserfassung
0)
1965 59.040.600 1.789.319 3.031
1970 61.508.400 2.413.586 3.924
1975 61.832.200 2.919.390 4.721 ab 1971 Ausgangserfassung
1980 61.560.700 0,37 3.815.774 7,98 6.198 7,59
1)
1985 61.015.300 -0,27 4.215.451 2,00 6.909 2,28
1986 61.047.700 0,05 4.367.124 3,60 7.154 3,55
1987 61.170.500 0,20 4.444.108 1,76 7.265 1,55
2)
1988 61.418.000 0,40 4.356.726 -1,97 7.094 -2,35
1989 61.989.800 0,93 4.358.573 0,04 7.031 -0,89
3), 4)
1990 62.679.000 1,11 4.455.333 2,22 7.108 1,10
5)
1991 65.001.400 4.752.175 7.311
1992 65.765.900 1,18 5.209.060 9,61 7.921 8,34
6)
1993 80.974.600 6.750.613 8.337
1994 81.338.100 0,45 6.537.748 -3,15 8.038 -3,59
1995 81.538.600 0,25 6.668.717 2,00 8.179 1,75
1996 81.817.500 0,34 6.647.598 -0,32 8.125 -0,66
1997 82.012.200 0,24 6.586.165 -0,92 8.031 -1,16
1998 82.057.400 0,06 6.456.996 -1,96 7.869 -2,02
1999 82.037.000 -0,02 6.302.316 -2,40 7.682 -2,37
2000 82.163.500 0,15 6.264.723 -0,60 7.625 -0,75
2001 82.259.500 0,12 6.363.865 1,58 7.736 1,46
2002 82.440.300 0,22 6.507.394 2,26 7.893 2,03
2003 82.536.700 0,12 6.572.135 0,99 7.963 0,88
2004 82.531.700 -0,01 6.633.156 0,93 8.037 0,93
2005 82.501.000 -0,04 6.391.715 -3,64 7.747 -3,60
2006 82.438.000 -0,08 6.304.223 -1,37 7.647 -1,29
2007 82.314.900 -0,15 6.284.661 -0,31 7.635 -0,16
7)
2008 82.217.800 -0,12 6.114.128 -2,71 7.436 -2,61
8)
2009 82.002.400 -0,26 6.054.330 -0,98 7.383 -0,71
2010 81.802.300 -0,24 5.933.278 -2,00 7.253 -1,76
2011 81.751.602 -0,06 5.990.679 0,97 7.328 1,03
Bemerkungen:
0) 1963: Herausnahme der Verkehrsdelikte.
1) Landesinterne Maßnahmen in Baden-Württemberg führten zu einer Mindererfassung, wodurch die Steigerungsrate für das Berichtsjahr 1984 um
etwa 2 Prozentpunkte vermindert und 1985 um ca. 1,7 Prozentpunkte überhöht wurde.
2) Die Bevölkerungszahl von 1988 ist als Fortschreibung der Volkszählung 1987 mit den Vorjahren, die auf einem anderen Basisjahr (1971) beru-
hen, nicht vergleichbar.
3) Ab Berichtsjahr 1990: Einwohner am 01.01. des Berichtsjahres.
4) Der Gesamtanstieg ist durch eine Sonderentwicklung in West-Berlin (Grenzöffnung) beeinflusst.
5) Berichtsjahr 1991 und 1992: alte Länder mit Gesamt-Berlin.
6) Ab Berichtsjahr 1993: Bundesgebiet insgesamt. Wegen erheblicher Anlaufschwierigkeiten waren die PKS-Daten für die neuen Länder in den
Berichtsjahren 1991 und 1992 viel zu niedrig ausgefallen, so dass sie keine brauchbare Basis für einen Vergleich mit den Daten der Folgejahre
bilden. Ab 1993 hat sich die Erfassung in den neuen Ländern weitestgehend normalisiert. Nur in Mecklenburg-Vorpommern kam es 1994 durch
umfangreiche Nacherfassungen zu einer Überhöhung der Fallzahlen.
7) 7.335 Fälle für Bayern konnten aus programmtechnischen Gründen nicht in die Bundesdaten übernommen werden.
8) Die Berliner Daten weisen aufgrund einer technischen Anpassung des Zählzeitpunktes eine einmalige Überhöhung auf. Es handelt sich um 9.372
Fälle.
PKS Berichtsjahr 2011 Kriminalität insgesamt
33
Registrierte Kriminalität 2011
Bundesgebiet insgesamt

G2a
Straftatenanteile an Straftaten insgesamt = 5.990.679 Fälle

Straftaten gegen das sonstige Straftaten


Leben 17,7%
0,1% schwerer Diebstahl
18,6%
Sexualdelikte
0,8%

ausländerrecht-
liche Straftaten
1,3%

Rauschgift- einfacher Diebstahl


delikte 21,5%
3,9%

Körperver-
letzung insges.
9,0% Betrug
Sachbeschädigung
11,5% 15,6%

G2b Straftatenanteile an Diebstahl insgesamt = 2.403.781 Fälle


Diebstahl von
Kraftwagen sowie aus
und an Kfz
sonstiger Diebstahl 16,9%
45,6%

Ladendiebstahl
16,0%

Diebstahl in/aus
Wohnungen Fahrraddiebstahl
7,8% 13,7%
Kriminalität insgesamt PKS Berichtsjahr 2011
34
Rangfolge einzelner Straftaten(gruppen) nach ihren Anteilen
an der Gesamtzahl der erfassten Fälle
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T3
alte Länder neue
Bundesgebiet insgesamt
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) mit Berlin Länder
erfasste Fälle Straftatenanteil in %
------ Straftaten insgesamt 5.990.679 100,0 100,0 100,0
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.290.502 21,5 22,2 18,1
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 1.113.279 18,6 18,0 21,5
510000 Betrug 934.882 15,6 15,6 15,8
674000 Sachbeschädigung 688.294 11,5 11,2 13,2
220000 Körperverletzung 541.254 9,0 9,3 7,6
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 374.367 6,2 6,4 5,2
515000 Erschleichen von Leistungen 246.944 4,1 4,1 4,4
730000 Rauschgiftdelikte (soweit nicht bereits mit anderer 236.478 3,9 4,1 3,3
Schlüsselzahl erfasst)
673000 Beleidigung 210.797 3,5 3,5 3,5
232000 Nachstellung (Stalking), Freiheitsberaubung, Nötigung, 189.870 3,2 3,1 3,6
Bedrohung
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 139.091 2,3 2,4 1,9
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen 121.765 2,0 2,0 2,4
die öffentliche Ordnung
530000 Unterschlagung 105.796 1,8 1,8 1,8
540000 Urkundenfälschung 68.087 1,1 1,2 1,0
436*00 Tageswohnungseinbruch 55.877 0,9 1,0 0,5
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 48.021 0,8 0,8 0,6
Kraftfahrer
520000 Veruntreuungen 29.265 0,5 0,5 0,6
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereitelung im 28.759 0,5 0,5 0,4
Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 23.005 0,4 0,3 0,6
130000 Sexueller Missbrauch 22.342 0,4 0,4 0,4
678000 Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. 15.726 0,3 0,3 0,2
Vorbereitungshandlungen
110000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter 14.012 0,2 0,2 0,2
Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines
Abhängigkeitsverhältnisses
131000 Sexueller Missbrauch von Kindern 12.444 0,2 0,2 0,2
140000 Ausnutzen sexueller Neigung 10.724 0,2 0,2 0,1
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Der Straftatenanteil des Diebstahls bestimmt trotz erneutem Rückgang auf etwas mehr als zwei Fünftel
(40.1 %, 2010: 38,8 %, 1993: 61,5 %) aller polizeilich erfassten Fälle die Gesamtkriminalität quantitativ
immer noch maßgeblich. In den neuen Ländern lag der Anteil mit gegenüber dem Vorjahr gestiegenen
39,7 % (2010: 38,1 %) nur noch marginal unter dem in den alten 40,2 % (2010: 38,9 %). In den neuen Län-
dern weist vor allem der Diebstahl unter erschwerenden Umständen und die Sachbeschädigung einen höhe-
ren Anteil an der Gesamtkriminalität aus als in den alten Ländern. Bei Körperverletzungs- und Rauschgiftde-
likten ist es gerade umgekehrt.
PKS Berichtsjahr 2011 Kriminalität insgesamt
35
Anteil der Versuchshandlungen bei den einzelnen Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T4
erfasste darunter: Versuche Versuchsanteil
Schlüssel Straftaten(gruppen)*)
Fälle Anzahl in % in % 2010

Hohe Versuchsanteile haben z.B.:


010000+
020000 Mord und Totschlag 2.174 1.560 71,8 72,9
610000 Erpressung 7.149 3.746 52,4 47,7
518300 Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug 20.608 8.152 39,6 38,8
517400 Betrug z.N.v. Versicherungen und Versicherungsmissbrauch 4.413 1.375 31,2 29,1
111100 Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter) 1.736 528 30,4 27,9
517100 Leistungsbetrug 29.970 8.524 28,4 17,9
***100 Diebstahl von Kraftwagen (inkl. unbef. Gebrauch) 41.057 8.975 21,9 23,6
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 1.113.279 236.678 21,3 21,4
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl 132.595 51.102 38,5 38,1
436*00 Tageswohnungseinbruch 55.877 18.682 33,4 32,9
450*00 in/aus Kraftfahrzeugen 205.057 39.072 19,1 19,2
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 48.021 9.836 20,5 20,1
Kraftfahrer
216000 Handtaschenraub 3.506 739 21,1 19,5
517500 Computerbetrug 26.723 4.237 15,9 14,2
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 7.539 1.194 15,8 15,6
Niedrige Versuchsanteile haben z.B.:
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.290.502 30.488 2,4 2,2
326*00 Ladendiebstahl 370.319 7.973 2,2 2,1
674000 Sachbeschädigung 688.294 7.578 1,1 1,0
515000 Erschleichen von Leistungen 246.944 516 0,2 0,2
------ Straftaten insgesamt 5.990.679 430.397 7,2 7,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Im gesamten Bundesgebiet wurde ein beträchtlicher Versuchsanteil z.B. bei Mord und Totschlag, aber auch
bei Erpressung sowie Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug registriert. Bei Diebstahl unter erschwe-
renden Umständen gilt die Höhe des Versuchsanteils als Indikator für den Erfolg präventiver Maßnahmen.
Seit dem Beginn der gesonderten Erfassung der Versuche im Jahre 1971 (Versuchsanteil 16,7 %) hat sich
dieser Anteil beim „schweren“ Diebstahl langfristig leicht erhöht (2011: 21,3 %). Bei Wohnungseinbruch ist
der Versuchsanteil von 28,3 % (1993) auf 38,5 % gestiegen, wohl Folge einer verbesserten Sicherung der
Wohnungen. Zu beachten ist dabei aber das vermutlich große Dunkelfeld nicht angezeigter Diebstahlsversu-
che.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
36
2.1.2 Fallentwicklung und Aufklärung der Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
Hinweise:
 AQ = Aufklärungsquote
 Aufklärungsquoten über 100 % sind u.a. dadurch zu erklären, dass im Berichtszeitraum noch Fälle aus
den Vorjahren nachträglich aufgeklärt wurden.
 Hohe Steigerungsraten sind zum Teil auf Ermittlungskomplexe mit zahlreichen Einzelfällen zurückzu-
führen.
 Bei einer Basiszahl (erfasste Fälle 2010) von unter 100 wird keine Steigerungsrate errechnet (x).
 N = neuer Schlüssel.
Ä = inhaltliche/redaktionelle Änderung.
In einigen Bereichen ist dadurch die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigt
bzw. nur eingeschränkt möglich.

Anmerkung:
Durch die 2009 erfolgte Umstellung von einem vierstelligen auf einen sechsstelligen Straftatenschlüssel ist
eine differenziertere Darstellung der Fallentwicklung als in den Vorjahren möglich geworden. Aus Platz-
gründen, aber auch aus Gründen der Übersichtlichkeit, wird hier eine reduzierte Version des sechstelligen
Straftatenschlüssels abgebildet. Die Reduktion betrifft ausschließlich den Diebstahlsbereich (3***00,
4***00, ****00). Dort wird nach wie vor nur der vierstellige Straftatenkatalog zugrunde gelegt. Durch die
Löschung einer Vielzahl von Straftatenschlüsseln im Diebstahlsbereich (3***00, 4***00) zum 01.01.2011
besteht hier nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (2010).

T5
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
------ Straftaten insgesamt 5.990.679 5.933.278 57.401 1,0 54,7 56,0
000000 Straftaten gegen das Leben 3.135 3.216 -81 -2,5 92,2 91,7
010000 Mord § 211 StGB darunter: 723 692 31 4,5 95,6 96,1
010079 Sonstiger Mord 641 628 13 2,1 94,9 96,2
011000 Mord im Zusammenhang mit Raubdelikten 56 51 5 x 100,0 96,1
012000 Mord im Zusammenhang mit Sexualdelikten 26 13 13 x 103,8 92,3
020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 1.451 1.526 -75 -4,9 96,4 95,1
StGB
020010 Totschlag § 212 StGB 1.432 1.505 -73 -4,9 96,4 95,1
020020 Minder schwerer Totschlag § 213 StGB 7 5 2 x 85,7 100,0
020030 Tötung auf Verlangen § 216 StGB 12 16 -4 x 100,0 93,8
030000 Fahrlässige Tötung § 222 StGB - nicht i.V.m. Verkehrsun- 830 906 -76 -8,4 80,8 82,3
fall -
040000 Abbruch der Schwangerschaft §§ 218, 218b, 218c, 219a, 131 92 39 x 97,7 95,7
219b StGB
040010 Schwangerschaftsabbruch § 218 StGB 108 75 33 x 99,1 96,0
040020 Schwangerschaftsabbruch ohne ärztliche Feststellung, 7 4 3 x 85,7 100,0
unrichtige ärztliche Feststellung § 218b StGB
040030 Ärztliche Pflichtverletzung § 218c StGB 2 1 1 x 100,0 100,0
040040 Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft § 219a 14 12 2 x 92,9 91,7
StGB
040050 Inverkehrbringen von Mitteln Schwangerschaftsabbruch § - - 0 0 0,0 0,0
219b StGB
100000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 47.078 46.869 209 0,4 79,5 78,9
110000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter 14.012 15.373 -1.361 -8,9 82,4 82,7
Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines Abhängigkeits-
verhältnisses §§ 174, 174a, 174b, 174c, 177, 178 StGB
davon:
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3 7.539 7.724 -185 -2,4 82,5 81,7
und 4, 178 StGB davon:
111100 überfallartig (Einzeltäter) gemäß § 177 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 1.736 1.615 121 7,5 70,2 65,8
3 und 4 StGB
111200 überfallartig (durch Gruppen) gemäß § 177 Abs. 2 Nr. 2 155 224 -69 -30,8 34,8 35,7
StGB
111300 durch Gruppen gemäß § 177 Abs. 2 Nr. 2 StGB 354 369 -15 -4,1 65,3 69,9
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
37
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
111400 Sonstige Straftaten gemäß § 177 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 und 5.294 5.513 -219 -4,0 89,1 89,0
4 StGB
111500 Vergewaltigung/sexuelle Nötigung mit Todesfolge § 178 - 3 -3 x 0,0 100,0
StGB
112000 sonstige sexuelle Nötigung § 177 Abs. 1 und 5 StGB 5.797 5.993 -196 -3,3 80,6 80,5
Ä 113000 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen pp., unter 676 1.656 -980 -59,2 97,2 95,4
Ausnutzung einer Amtsstellung oder eines Vertrauensver-
hältnisses §§ 174, 174a-c StGB darunter:
113010 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen ab 14 Jahren 501 590 -89 -15,1 97,8 95,9
§ 174 StGB
113020 Sexueller Missbrauch von Gefangenen/Verwahrten usw. 64 30 34 x 90,6 86,7
ab 14 Jahren § 174a StGB
113030 Sexueller Missbrauch - Ausnutzung einer Amtsstellung 6 5 1 x 100,0 100,0
zum Nachteil von Personen ab 14 Jahren § 174b StGB
113040 Sexueller Missbrauch - Ausnutzung eines Beratungs- 105 185 -80 -43,2 98,1 96,8
/Behandlungs-/Betreuungsverhältnisses zum Nachteil von
Personen ab 14 Jahren § 174c StGB
130000 Sexueller Missbrauch §§ 176, 176a, 176b, 179, 182, 183, 22.342 21.193 1.149 5,4 75,2 74,9
183a StGB davon:
Ä 131000 Sexueller Missbrauch von Kindern §§ 176, 176a, 176b 12.444 11.867 577 4,9 85,1 83,9
StGB darunter:
131010 Handlungen gemäß § 176 Abs. 5 StGB 185 217 -32 -14,7 88,6 83,9
131100 Sexuelle Handlungen gemäß § 176 Abs. 1 und 2 StGB 5.729 5.559 170 3,1 92,0 90,4
131200 Exhibitionistische/sexuelle Handlungen vor Kindern § 176 2.063 2.105 -42 -2,0 54,2 54,2
Abs. 4 Nr. 1 StGB
131300 Sexuelle Handlungen gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 2 StGB 711 417 294 70,5 89,9 85,1
131400 Einwirken auf Kinder gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 3 und 4 934 941 -7 -0,7 79,3 80,7
StGB
131500 Vollzug des Beischlafs mit einem Kind oder Vornahme 1.134 1.037 97 9,4 95,2 96,4
einer ähnlichen sexuellen Handlung nach § 176a Abs. 2
Nr. 1 StGB
131600 Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zur Herstel- 100 88 12 x 89,0 89,8
lung und Verbreitung pornographischer Schriften § 176a
Abs. 3 StGB
131700 Sonstiger schwerer sexueller Missbrauch von Kindern 1.588 1.503 85 5,7 93,5 94,0
gemäß § 176a StGB
131800 Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge § 176b - - 0 x 0,0 0,0
StGB
132000 Exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen 7.525 6.975 550 7,9 54,0 54,6
Ärgernisses §§ 183, 183a StGB
132010 Exhibitionistische Handlungen § 183 StGB 6.504 6.118 386 6,3 49,9 51,1
132020 Erregung öffentlichen Ärgernisses § 183a StGB 1.021 857 164 19,1 80,7 78,9
133000 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen § 182 StGB 1.014 985 29 2,9 92,2 91,7
134000 Sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger § 179 StGB 1.359 1.366 -7 -0,5 89,3 89,5
140000 Ausnutzen sexueller Neigung gemäß §§ 180, 180a, 181a, 10.724 10.303 421 4,1 84,8 81,2
184, 184a, 184b, 184c, 184d, 184e, 184f StGB darunter:
140010 Ausübung der verbotenen Prostitution § 184e StGB 1.539 1.089 450 41,3 99,7 99,6
140020 Jugendgefährdende Prostitution § 184f StGB 21 9 12 x 95,2 100,0
141000 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger oder 202 165 37 22,4 85,6 87,9
Ausbeuten von Prostituierten §§ 180, 180a StGB davon:
141100 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger § 180 140 115 25 21,7 82,1 87,8
StGB
141200 Ausbeuten von Prostituierten § 180a StGB 62 50 12 x 93,5 88,0
142000 Zuhälterei gemäß § 181a StGB 238 264 -26 -9,8 90,8 90,2
8)
143000 Verbreitung pornographischer Schriften (Erzeugnisse) 8.724 8.776 -52 -0,6 82,0 78,5
gemäß §§ 184, 184a, 184b, 184c, 184d StGB darunter:
1)
143010 Sonstige Verbreitung pornographischer Schriften (Erzeug- 675 995 -320 -32,2 75,0 74,7
nisse) gemäß § 184 StGB
143020 Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Schriften 86 207 -121 -58,5 79,1 56,5
gemäß § 184a StGB
143030 Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rund- 214 201 13 6,5 41,6 80,6
funk, Medien- oder Teledienste gemäß § 184d StGB
143100 an Personen unter 18 Jahren § 184 Abs. 1 Nr. 1, 2, 5 StGB 689 842 -153 -18,2 83,2 87,3
143200 Verbreitung kinderpornographischer Schriften (Erzeugnis- 60 97 -37 x 68,3 55,7
se) durch gewerbs-/bandenmäßiges Handeln gemäß § 184b

8
Rückläufige Entwicklung in allen Bundesländern.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
38
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
Abs. 3 StGB
143300 Besitz/Verschaffung von Kinderpornographie gemäß § 3.896 3.160 736 23,3 90,6 87,2
184b Abs. 2 und 4 StGB
143400 Verbreitung von Kinderpornographie gemäß § 184b Abs. 1 2.376 2.687 -311 -11,6 72,8 69,4
StGB
143500 Verbreitung jugendpornographischer Schriften (Erzeugnis- 7 6 1 x 71,4 66,7
se) durch gewerbs-/ bandenmäßiges Handeln gemäß §
184c Abs. 3 StGB
143600 Besitz/Verschaffung von Jugendpornographie gemäß § 400 310 90 29,0 97,3 78,4
184c Abs. 2 und 4 StGB
143700 Verbreitung von Jugendpornographie gemäß § 184c Abs. 1 321 271 50 18,5 68,8 79,0
StGB
200000 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche 781.679 789.377 -7.698 -1,0 86,5 86,3
Freiheit
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 48.021 48.166 -145 -0,3 52,7 52,6
Kraftfahrer §§ 249-252, 255, 316a StGB darunter:
210010 Sonstiger Raub § 249 StGB 3.050 3.253 -203 -6,2 50,9 52,4
210020 Sonstiger schwerer Raub § 250 StGB 1.169 1.231 -62 -5,0 49,8 48,6
210030 Sonstiger Raub mit Todesfolge § 251 StGB 1 5 -4 x 100,0 80,0
210040 Räuberischer Diebstahl § 252 StGB 7.623 7.484 139 1,9 74,5 73,6
210050 Sonstige räuberische Erpressung § 255 StGB 3.642 3.866 -224 -5,8 73,2 73,7
211000 Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen davon: 324 433 -109 -25,2 72,2 72,3
211100 Raubüberfälle auf Geldinstitute (Banken/Sparkassen) 254 327 -73 -22,3 81,5 82,3
211110 Raub auf Geldinstitute (Banken/Sparkassen) § 249 StGB 17 25 -8 x 94,1 76,0
211120 Schwerer Raub auf Geldinstitute (Banken/Sparkassen) § 82 105 -23 -21,9 82,9 81,0
250 StGB
211130 Raub mit Todesfolge auf Geldinstitute (Ban- - - 0 x 0,0 0,0
ken/Sparkassen) § 251 StGB
211150 Räuberische Erpressung gegen Geldinstitute (Ban- 155 197 -42 -21,3 79,4 83,8
ken/Sparkassen) § 255 StGB
Ä 211200 Raub auf Postfilialen und -agenturen 70 60 10 x 38,6 40,0
Ä 211210 Raub auf Postfilialen und -agenturen § 249 StGB 13 9 4 x 46,2 22,2
Ä 211220 Schwerer Raub auf Postfilialen und -agenturen § 250 StGB 33 28 5 x 33,3 35,7
Ä 211230 Raub mit Todesfolge auf Postfilialen und -agenturen § 251 - - 0 x 0,0 0,0
StGB
Ä 211250 Räuberische Erpressung gegen Postfilialen und -agenturen 24 23 1 x 41,7 52,2
§ 255 StGB
212000 sonstige Zahlstellen und Geschäfte darunter: 4.828 4.932 -104 -2,1 48,5 47,2
212010 Raub auf sonstige Zahlstellen oder Geschäfte § 249 StGB 437 456 -19 -4,2 38,9 39,7
212020 Schwerer Raub auf sonstige Zahlstellen oder Geschäfte § 1.534 1.454 80 5,5 45,2 47,9
250 StGB
212030 Raub mit Todesfolge auf sonstige Zahlstellen oder Ge- - 3 -3 x 0,0 0,0
schäfte § 251 StGB
212050 Räuberische Erpressung gegen sonstige Zahlstellen oder 863 931 -68 -7,3 53,3 49,0
Geschäfte § 255 StGB
212100 auf Spielhallen 1.165 1.231 -66 -5,4 45,8 44,8
212110 Raub auf Spielhallen § 249 StGB 152 142 10 7,0 47,4 51,4
212120 Schwerer Raub auf Spielhallen § 250 StGB 657 703 -46 -6,5 47,9 44,2
212130 Raub mit Todesfolge auf Spielhallen § 251 StGB - - 0 x 0,0 0,0
212150 Räuberische Erpressung gegen Spielhallen § 255 StGB 356 386 -30 -7,8 41,3 43,3
212200 auf Tankstellen 829 857 -28 -3,3 58,6 51,7
212210 Raub auf Tankstellen § 249 StGB 75 86 -11 x 52,0 40,7
212220 Schwerer Raub auf Tankstellen § 250 StGB 401 469 -68 -14,5 59,6 53,7
212230 Raub mit Todesfolge auf Tankstellen § 251 StGB 1 - 1 x 100,0 0,0
212250 Räuberische Erpressung gegen Tankstellen § 255 StGB 352 302 50 16,6 58,8 51,7
213000 Geld- und Werttransporte davon: 129 120 9 7,5 32,6 36,7
213100 auf Geld- und Kassenboten 129 118 11 9,3 32,6 35,6
213110 Raub auf Geld- und Kassenboten § 249 StGB 71 62 9 x 29,6 27,4
213120 Schwerer Raub auf Geld- und Kassenboten § 250 StGB 54 41 13 x 35,2 56,1
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
39
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
213130 Raub mit Todesfolge auf Geld- und Kassenboten § 251 - - 0 x 0,0 0,0
StGB
213150 Räuberische Erpressung gegen Geld- und Kassenboten § 4 15 -11 x 50,0 13,3
255 StGB
213200 auf Spezialgeldtransportfahrzeuge - 2 -2 x 0,0 100,0
213210 Raub auf Spezialgeldtransportfahrzeuge § 249 StGB - - 0 x 0,0 0,0
213220 Schwerer Raub auf Spezialgeldtransportfahrzeuge § 250 - 2 -2 x 0,0 50,0
StGB
213230 Raub mit Todesfolge auf Spezialgeldtransportfahrzeuge § - - 0 x 0,0 0,0
251 StGB
213250 Räuberische Erpressung gegen Spezialgeldtransportfahr- - - 0 x 0,0 0,0
zeuge § 255 StGB
214000 Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer § 316a StGB darun- 335 403 -68 -16,9 50,4 49,9
ter:
214079 Räuberischer Angriff auf sonstige Kraftfahrer 142 154 -12 -7,8 45,1 42,9
214100 Beraubung von Taxifahrern 193 249 -56 -22,5 54,4 54,2
216000 Handtaschenraub 3.506 3.669 -163 -4,4 29,0 28,1
216010 Handtaschenraub gemäß § 249 StGB 3.307 3.473 -166 -4,8 28,2 27,7
216020 Handtaschenraub gemäß § 250 StGB 172 174 -2 -1,1 45,3 36,8
216030 Handtaschenraub mit Todesfolge gemäß § 251 StGB - 2 -2 x 0,0 0,0
216050 Räuberische Erpressung bei Handtaschenraub gemäß § 27 20 7 x 25,9 20,0
255 StGB
Ä 217000 Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen 20.363 19.673 690 3,5 42,7 43,1
Ä 217010 Sonstiger Raub auf Straßen, Wegen oder Plätzen § 249 12.871 12.343 528 4,3 37,4 38,1
StGB
Ä 217020 Sonstiger schwerer Raub auf Straßen, Wegen oder Plätzen 2.655 2.470 185 7,5 42,3 43,9
§ 250 StGB
Ä 217030 Sonstiger Raub mit Todesfolge auf Straßen, Wegen oder 5 3 2 x 40,0 33,3
Plätzen § 251 StGB
Ä 217050 Sonstige räuberische Erpressung auf Straßen, Wegen oder 4.832 4.857 -25 -0,5 57,0 55,6
Plätzen § 255 StGB
218000 Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln 140 131 9 6,9 88,6 78,6
218010 Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln gemäß § 249 48 43 5 x 87,5 67,4
StGB
218020 Schwerer Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln 37 32 5 x 83,8 78,1
gemäß § 250 StGB
218030 Raub mit Todesfolge zur Erlangung von Betäubungsmit- - - 0 x 0,0 0,0
teln gemäß § 251 StGB
218050 Räuberische Erpressung zur Erlangung von Betäubungs- 55 56 -1 x 92,7 87,5
mitteln gemäß § 255 StGB
219000 Raubüberfälle in Wohnungen 2.911 2.820 91 3,2 75,0 75,4
219010 Raub in Wohnungen gemäß § 249 StGB 1.323 1.274 49 3,8 72,3 73,8
219020 Schwerer Raub in Wohnungen gemäß § 250 StGB 813 781 32 4,1 70,0 67,1
219030 Raub mit Todesfolge in Wohnungen gemäß § 251 StGB 2 3 -1 x 100,0 100,0
219050 Räuberische Erpressung in Wohnungen gemäß § 255 773 762 11 1,4 84,7 86,6
StGB
220000 Körperverletzung §§ 223-227, 229, 231 StGB davon: 541.254 543.596 -2.342 -0,4 88,5 88,2
221000 Körperverletzung mit Todesfolge §§ 227, 231 StGB 75 98 -23 x 86,7 93,9
221010 Körperverletzung mit Todesfolge § 227 StGB 73 98 -25 x 86,3 93,9
221020 Beteiligung an einer Schlägerei mit Todesfolge gemäß § 2 - 2 x 100,0 0,0
231 StGB
9)
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung §§ 224, 226, 139.091 142.903 -3.812 -2,7 82,3 82,3
231 StGB darunter:
222010 Sonstige Tatörtlichkeit bei gefährlicher Körperverletzung 71.230 72.958 -1.728 -2,4 88,5 88,8
gemäß § 224 StGB
222020 Sonstige Tatörtlichkeit bei schwerer Körperverletzung § 420 452 -32 -7,1 90,5 88,3
226 StGB
222030 Sonstige Tatörtlichkeit bei Beteiligung an einer Schlägerei 43 46 -3 x 86,0 84,8
ohne Todesfolge § 231 StGB
222100 Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, 67.398 69.447 -2.049 -3,0 75,7 75,5
Wegen oder Plätzen
222110 Gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 StGB auf 67.014 69.069 -2.055 -3,0 75,7 75,5
Straßen, Wegen oder Plätzen

9
Rückläufige Entwicklung in allen Bundesländern.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
40
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
222120 Schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder 306 306 0 0,0 80,7 81,7
Plätzen § 226 StGB
222130 Beteiligung an einer Schlägerei ohne Todesfolge auf 78 72 6 x 83,3 90,3
Straßen, Wegen oder Plätzen § 231 StGB
223000 Misshandlung von Schutzbefohlenen § 225 StGB darunter: 4.768 5.006 -238 -4,8 97,4 97,7
223001 Misshandlung Schutzbefohlener ab 14 Jahren 1.185 1.268 -83 -6,5 94,9 96,9
223100 Misshandlung von Kindern 3.583 3.738 -155 -4,1 98,3 98,0
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung § 223 StGB 374.367 372.950 1.417 0,4 90,8 90,5
225000 Fahrlässige Körperverletzung § 229 StGB 22.953 22.639 314 1,4 86,0 84,9
10)
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit §§ 232-233a, 192.404 197.615 -5.211 -2,6 89,5 89,3
234, 235, 236, 238-239b, 240, 241, 316c StGB davon:
231000 Menschenraub, Entziehung Minderjähriger, Kinderhandel 1.688 1.699 -11 -0,6 95,7 96,8
§§ 234, 235, 236 StGB davon:
231100 Menschenraub § 234 StGB 5 7 -2 x 60,0 71,4
231200 Entziehung Minderjähriger § 235 StGB 1.676 1.685 -9 -0,5 96,0 96,9
231300 Kinderhandel § 236 StGB 7 7 0 x 42,9 85,7
3)
232000 Nachstellung (Stalking), Freiheitsberaubung, Nötigung, 189.870 195.033 -5.163 -2,6 89,5 89,3
Bedrohung §§ 238, 239, 240, 241 StGB davon:
232100 Freiheitsberaubung § 239 StGB 4.789 4.757 32 0,7 91,0 91,5
232200 Nötigung § 240 StGB 63.120 63.976 -856 -1,3 86,3 86,3
232201 Nötigung im Straßenverkehr gemäß § 240 Abs. 1 StGB 30.814 31.998 -1.184 -3,7 83,3 83,4
232202 Nötigung zur Eingehung einer Ehe gemäß § 240 Abs. 4 129 158 -29 -18,4 82,9 93,0
Satz 2 Nr. 1 StGB
232279 Sonstige Nötigung gemäß § 240 Abs. 1 und 4 StGB 32.177 31.820 357 1,1 89,2 89,2
232300 Bedrohung § 241 StGB 96.923 99.452 -2.529 -2,5 91,5 91,0
232400 Nachstellung (Stalking) gemäß § 238 StGB 25.038 26.848 -1.810 -6,7 89,2 89,5
232410 Nachstellung (Stalking) gemäß § 238, Abs. 1 StGB 24.647 26.218 -1.571 -6,0 89,2 89,5
232420 Nachstellung (Stalking) gemäß § 238, Abs. 2 StGB 372 611 -239 -39,1 90,1 88,4
232430 Nachstellung (Stalking) gemäß § 238, Abs. 3 StGB 19 19 0 x 89,5 89,5
233000 Erpresserischer Menschenraub § 239a StGB darunter: 85 81 4 x 82,4 92,6
233079 Sonstiger erpresserischer Menschenraub 76 70 6 x 81,6 91,4
233100 Erpresserischer Menschenraub i.V.m. Raubüberfall auf 6 5 1 x 66,7 100,0
Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen
233200 Erpresserischer Menschenraub i.V.m. Raubüberfall auf 3 6 -3 x 133,3 100,0
sonstige Zahlstellen und Geschäfte
233300 Erpresserischer Menschenraub i.V.m. Raubüberfall auf - - 0 x 0,0 0,0
Geld- und Werttransporte
234000 Geiselnahme § 239b StGB darunter: 43 52 -9 x 90,7 98,1
234079 Sonstige Geiselnahme 42 48 -6 x 92,9 95,8
234100 Geiselnahme i.V.m. Raubüberfall auf Geldinstitute, Postfi- 1 3 -2 x 0,0 133,3
lialen und -agenturen
234200 Geiselnahme i.V.m. Raubüberfall auf sonstige Zahlstellen - 1 -1 x 0,0 100,0
und Geschäfte
234300 Geiselnahme i.V.m. Raubüberfall auf Geld- und Wert- - - 0 x 0,0 0,0
transporte
235000 Angriff auf den Luft- und Seeverkehr § 316c StGB 2 1 1 x 0,0 0,0
236000 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung 636 621 15 2,4 84,9 84,4
gemäß § 232 StGB davon:
236100 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung 417 412 5 1,2 83,7 82,8
gemäß § 232 Abs. 1 StGB
236200 Menschenhandel z.N.v. Kindern zum Zweck der sexuellen 18 6 12 x 66,7 66,7
Ausbeutung gemäß § 232 Abs.3 Nr. 1 StGB
236300 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung 11 8 3 x 90,9 87,5
gemäß § 232 Abs.3 Nr. 2 StGB
236400 Gewerbs- oder bandenmäßiger Menschenhandel zum 56 62 -6 x 98,2 95,2
Zweck der sexuellen Ausbeutung gemäß § 232 Abs.3 Nr. 3
StGB
236500 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung 134 133 1 0,8 85,1 85,0
gemäß § 232 Abs. 4 StGB
237000 Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeits- 43 61 -18 x 90,7 95,1
kraft gemäß § 233 StGB davon:

10
Unterschiedliche Entwicklung in den Bundesländern.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
41
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
237100 Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeits- 36 51 -15 x 94,4 96,1
kraft gemäß § 233 Abs. 1 StGB
237200 Menschenhandel z.N.v. Kindern zum Zweck der Ausbeu- 1 - 1 x 0,0 0,0
tung der Arbeitskraft gemäß § 233 Abs. 3 mit Verweis auf
§ 232 Abs. 3 Nr. 1 StGB
237300 Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeits- - - 0 x 0,0 0,0
kraft gemäß § 233 Abs. 3 mit Verweis auf § 232 Abs. 3
Nr. 2 StGB
237400 Gewerbs- oder bandemäßiger Menschenhandel zum 1 2 -1 x 0,0 100,0
Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft gemäß § 233 Abs.
3 mit Verweis auf § 232 Abs. 3 Nr. 3 StGB
237500 Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeits- 5 8 -3 x 100,0 87,5
kraft gemäß § 233 Abs. 3 mit Verweis auf § 232 Abs. 4
StGB
238000 Förderung des Menschenhandel gemäß § 233a StGB 37 67 -30 x 97,3 85,1
davon:
238100 Förderung des Menschenhandel gemäß § 233a Abs. 1 27 37 -10 x 100,0 73,0
StGB i.V.m. Menschenhandel zum Zweck der sexuellen
Ausbeutung (§ 232 StGB)
238200 Förderung des Menschenhandels gemäß § 233a Abs. 1 2 23 -21 x 100,0 100,0
StGB i.V.m. Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung
der Arbeitskraft (§ 233 StGB)
238300 Förderung des Menschenhandels gemäß § 233a Abs. 2 8 3 5 x 87,5 100,0
StGB i.V.m. Menschenhandel zum Zweck der sexuellen
Ausbeutung (§ 232 StGB)
238400 Förderung des Menschenhandels gemäß § 233a Abs. 2 - 4 -4 x 0,0 100,0
StGB i.V.m. Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung
der Arbeitskraft (§ 233 StGB)
11)
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände §§ 242, 247, 1.290.502 1.233.812 56.690 4,6 40,8 42,9
248a-c StGB und zwar:
3**100 von Kraftwagen einschl. unbefugte Ingebrauchnahme 8.066 7.434 632 8,5 66,0 66,6
3**200 von Mopeds und Krafträdern einschl. unbefugte Inge- 6.371 6.395 -24 -0,4 35,7 35,5
brauchnahme
3**300 von Fahrrädern einschl. unbefugte Ingebrauchnahme 62.370 59.012 3.358 5,7 23,4 23,9
3**400 von Schusswaffen 236 320 -84 -26,3 50,0 46,6
3**500 von unbaren Zahlungsmitteln 124.116 113.499 10.617 9,4 7,1 8,0
3**700 von/aus Automaten 2.832 2.041 791 38,8 27,4 27,6
3**800 von Antiquitäten, Kunst- und sakralen Gegenständen 1.327 1.403 -76 -5,4 20,5 18,5
305*00 in/aus Banken, Sparkassen, Postfilialen und -agenturen 2.498 2.195 303 13,8 38,1 37,3
und dgl.
310*00 in/aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lager- 47.881 48.056 -175 -0,4 26,1 26,0
räumen
315*00 in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen 39.265 37.830 1.435 3,8 14,8 15,9
Ä 325*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbst- 409.855 412.239 -2.384 -0,6 85,6 86,6
bedienungsläden, Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen
darunter:
326*00 Ladendiebstahl 370.319 375.334 -5.015 -1,3 92,7 93,1
335*00 in/aus Wohnungen 54.814 50.283 4.531 9,0 54,7 55,4
340*00 in/aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen 13.439 13.604 -165 -1,2 20,1 21,3
345*00 in/aus überwiegend unbezogenen Neu- und Rohbauten, 15.231 12.529 2.702 21,6 15,0 14,8
Baubuden und Baustellen
350*00 in/aus Kraftfahrzeugen 37.506 33.764 3.742 11,1 17,4 17,7
Ä 355000 an Kraftfahrzeugen 106.078 105.305 773 0,7 7,3 7,8
Ä 371000 von Betäubungsmitteln aus Apotheken 30 31 -1 x 70,0 38,7
Ä 372000 von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen 19 31 -12 x 73,7 77,4
Ä 373000 von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern 217 174 43 24,7 53,9 55,2
Ä 374000 von Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern 27 24 3 x 29,6 58,3
Ä 375000 von Rezeptformularen zur Erlangung von Betäubungsmit- 193 161 32 19,9 78,8 80,7
teln
4)
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen §§ 243- 1.113.279 1.067.974 45.305 4,2 15,0 15,1
244a StGB und zwar:
4**100 von Kraftwagen 32.991 34.568 -1.577 -4,6 17,2 15,8
4**200 von Mopeds und Krafträdern 31.130 35.083 -3.953 -11,3 19,0 19,6

11
Siehe Anmerkung auf Seite 39.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
42
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
4**300 von Fahrrädern 266.378 247.547 18.831 7,6 6,8 6,9
4**400 von Schusswaffen 559 505 54 10,7 32,0 31,1
4**500 von unbaren Zahlungsmitteln 16.512 16.051 461 2,9 18,7 19,7
4**700 von/aus Automaten 16.013 17.361 -1.348 -7,8 19,8 21,0
4**800 von Antiquitäten, Kunst- und sakralen Gegenständen 1.036 1.008 28 2,8 17,7 23,5
405*00 in/aus Banken, Sparkassen, Postfilialen und -agenturen 1.423 1.564 -141 -9,0 35,8 25,7
und dgl.
410*00 in/aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lager- 100.055 98.923 1.132 1,1 20,5 21,0
räumen
415*00 in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen 28.478 28.178 300 1,1 19,7 19,7
Ä 425*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbst- 56.460 48.105 8.355 17,4 41,2 40,3
bedienungsläden, Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen
darunter:
426*00 Ladendiebstahl 15.144 12.328 2.816 22,8 87,1 87,8
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB 132.595 121.347 11.248 9,3 16,2 15,9
darunter:
436*00 Tageswohnungseinbruch 55.877 51.065 4.812 9,4 16,0 15,5
440*00 in/aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen 83.116 76.302 6.814 8,9 10,8 10,4
445*00 in/aus überwiegend unbezogenen Neu- und Rohbauten, 19.116 16.061 3.055 19,0 11,6 9,3
Baubuden und Baustellen
450*00 in/aus Kraftfahrzeugen 205.057 203.556 1.501 0,7 10,9 11,6
455000 Diebstahl unter erschwerenden Umständen an Kraftfahr- 17.015 15.518 1.497 9,6 10,3 13,8
zeugen
471000 von Betäubungsmitteln aus Apotheken 185 184 1 0,5 41,6 35,9
472000 von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen 134 114 20 17,5 44,8 33,3
473000 von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern 62 57 5 x 37,1 43,9
474000 von Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern 3 1 2 x 33,3 100,0
475000 von Rezeptformularen zur Erlangung von Betäubungsmit- 54 34 20 x 25,9 50,0
teln
****00 Diebstahl insgesamt und zwar: 2.403.781 2.301.786 101.995 4,4 28,9 30,0
***100 von Kraftwagen einschl. unbefugte Ingebrauchnahme 41.057 42.002 -945 -2,2 26,8 24,8
***200 von Mopeds und Krafträdern einschl. unbefugte Inge- 37.501 41.478 -3.977 -9,6 21,8 22,0
brauchnahme
***300 von Fahrrädern einschl. unbefugte Ingebrauchnahme 328.748 306.559 22.189 7,2 10,0 10,1
***400 von Schusswaffen 795 825 -30 -3,6 37,4 37,1
***500 von unbaren Zahlungsmitteln 140.628 129.550 11.078 8,6 8,4 9,5
***700 von/aus Automaten 18.845 19.402 -557 -2,9 20,9 21,7
***800 von Antiquitäten, Kunst- und sakralen Gegenständen 2.363 2.411 -48 -2,0 19,3 20,6
*05*00 in/aus Banken, Sparkassen, Postfilialen und -agenturen 3.921 3.759 162 4,3 37,3 32,5
und dgl.
*10*00 in/aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lager- 147.936 146.979 957 0,7 22,3 22,6
räumen
*15*00 in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen 67.743 66.008 1.735 2,6 16,8 17,6
Ä *25*00 in/aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbst- 466.315 460.344 5.971 1,3 80,2 81,7
bedienungsläden, Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen
darunter:
*26*00 Ladendiebstahl 385.463 387.662 -2.199 -0,6 92,5 92,9
*35*00 in/aus Wohnungen 187.409 171.630 15.779 9,2 27,4 27,5
*40*00 in/aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen 96.555 89.906 6.649 7,4 12,1 12,1
*45*00 in/aus überwiegend unbezogenen Neu- und Rohbauten, 34.347 28.590 5.757 20,1 13,1 11,7
Baubuden und Baustellen
*50*00 in/aus Kraftfahrzeugen 242.563 237.320 5.243 2,2 11,9 12,5
*55000 an Kraftfahrzeugen 123.093 120.823 2.270 1,9 7,7 8,6
*71000 von Betäubungsmitteln aus Apotheken 215 215 0 0,0 45,6 36,3
*72000 von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen 153 145 8 5,5 48,4 42,8
*73000 von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern 279 231 48 20,8 50,2 52,4
*74000 von Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern 30 25 5 x 30,0 60,0
*75000 von Rezeptformularen zur Erlangung von Betäubungsmit- 247 195 52 26,7 67,2 75,4
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
43
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
teln
*90*00 Taschendiebstahl 120.790 104.145 16.645 16,0 5,4 5,2
500000 Vermögens- und Fälschungsdelikte 1.150.257 1.183.304 -33.047 -2,8 77,1 78,7
510000 Betrug §§ 263, 263a, 264, 264a, 265, 265a, 265b StGB 934.882 968.162 -33.280 -3,4 78,3 79,9
davon:
511000 Waren- und Warenkreditbetrug davon: 277.469 289.988 -12.519 -4,3 74,2 77,4
511100 Betrügerisches Erlangen von Kfz 1.636 2.135 -499 -23,4 94,7 95,1
511200 Sonstiger Warenkreditbetrug 188.414 191.665 -3.251 -1,7 67,7 71,5
511201 Tankbetrug 85.065 78.070 6.995 9,0 43,2 43,1
Ä 511279 Weitere Arten des Warenkreditbetruges 103.349 113.415 -10.066 -8,9 87,9 91,0
511300 Warenbetrug 87.419 96.188 -8.769 -9,1 87,7 88,8
Ä 512000 Grundstücks- und Baubetrug 434 440 -6 -1,4 96,5 92,7
513000 Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrug davon: 6.557 11.017 -4.460 -40,5 97,0 98,7
513100 Prospektbetrug § 264a StGB 145 231 -86 -37,2 89,7 99,1
513200 Anlagebetrug gemäß § 263 StGB 6.166 9.615 -3.449 -35,9 98,0 98,9
513300 Betrug bei Börsenspekulationen 27 19 8 x 37,0 31,6
513400 Beteiligungsbetrug 121 1.085 -964 -88,8 95,0 99,7
513500 Kautionsbetrug 86 48 38 x 55,8 81,3
513600 Umschuldungsbetrug 12 19 -7 x 83,3 89,5
514000 Geldkreditbetrug davon: 6.351 6.768 -417 -6,2 85,7 87,5
514100 Kreditbetrug § 265b StGB 393 348 45 12,9 94,7 92,8
514200 Subventionsbetrug § 264 StGB 531 470 61 13,0 98,5 97,2
514300 Kreditbetrug § 263 StGB 4.810 5.393 -583 -10,8 91,3 92,6
514400 Wechselbetrug 587 523 64 12,2 25,0 25,4
514500 Wertpapierbetrug 30 34 -4 x 33,3 47,1
12)
515000 Erschleichen von Leistungen § 265a StGB 246.944 228.179 18.765 8,2 99,0 98,8
5)
515001 Beförderungserschleichung 243.012 227.388 15.624 6,9 99,1 98,9
N 515079 Sonstiges Erschleichen von Leistungen 3.932 - 3.932 x 92,4 x
516000 Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmit- 66.521 68.528 -2.007 -2,9 36,6 37,2
tel davon:
516200 Debitkarten ohne PIN (Lastschriftverfahren) 13.589 13.785 -196 -1,4 43,8 42,5
516300 Debitkarten mit PIN 24.923 23.612 1.311 5,6 37,4 40,7
516400 Kreditkarten 8.886 8.974 -88 -1,0 36,2 34,9
516500 Daten von Zahlungskarten 16.061 19.100 -3.039 -15,9 27,1 27,3
Ä 516900 sonstige unbare Zahlungsmittel 3.062 2.420 642 26,5 50,4 54,1
13)
517000 Sonstiger Betrug davon: 330.606 363.242 -32.636 -9,0 74,0 77,2
6)
517100 Leistungsbetrug 29.970 49.167 -19.197 -39,0 78,4 87,3
517200 Leistungskreditbetrug 44.100 42.853 1.247 2,9 84,2 87,8
517300 Arbeitsvermittlungsbetrug 238 321 -83 -25,9 93,7 95,3
517400 Betrug z.N.v. Versicherungen und Versicherungsmiss- 4.413 4.741 -328 -6,9 97,9 98,5
brauch §§ 263, 265 StGB
517410 Betrug zum Nachteil von Versicherungen 4.224 4.547 -323 -7,1 97,9 98,6
517420 Versicherungsmissbrauch 189 194 -5 -2,6 97,4 97,4
517500 Computerbetrug § 263a StGB (soweit nicht unter den 26.723 27.292 -569 -2,1 27,0 30,2
Schlüssel 5163 bzw. 5179 zu erfassen)
517600 Provisionsbetrug 2.437 2.498 -61 -2,4 90,6 89,0
517700 Betrug z.N.v. Sozialversicherungen und Sozialversiche- 4.302 5.104 -802 -15,7 98,9 99,3
rungsträgern
517800 (Sonstiger) Sozialleistungsbetrug (soweit nicht unter Schl. 18.349 19.901 -1.552 -7,8 99,5 99,6
5177 zu erfassen)

12
Zunahme durch geändertes Anzeigeverhalten der Deutschen Bahn.
13
Im Jahr 2010 komplexes Ermittlungsverfahren mit 14 589 Einzelfällen.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
44
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
517900 Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikations- 4.730 7.993 -3.263 -40,8 37,8 44,0
diensten
518100 Abrechnungsbetrug 5.045 5.746 -701 -12,2 92,8 91,2
518110 Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen 2.876 3.790 -914 -24,1 102,6 97,4
518179 Sonstiger Abrechnungsbetrug 2.169 1.956 213 10,9 79,8 79,3
518200 Einmietbetrug 10.382 10.610 -228 -2,1 95,0 95,2
518300 Kontoeröffnungs- und Überweisungsbetrug 20.608 19.520 1.088 5,6 58,6 63,4
518310 Kontoeröffnungsbetrug 4.086 3.643 443 12,2 63,9 71,2
518320 Überweisungsbetrug 16.522 15.877 645 4,1 57,3 61,6
518400 Zechbetrug 5.653 5.924 -271 -4,6 87,1 88,7
518800 Kreditvermittlungsbetrug 695 2.676 -1.981 -74,0 92,9 97,5
518900 Sonstige weitere Betrugsarten 152.961 158.896 -5.935 -3,7 74,3 75,9
520000 Veruntreuungen §§ 266, 266a, 266b StGB davon: 29.265 30.822 -1.557 -5,1 97,7 98,0
521000 Untreue § 266 StGB darunter: 10.697 10.186 511 5,0 98,2 98,3
521079 Sonstige Untreue 10.062 9.725 337 3,5 98,2 98,2
521100 Untreue bei Kapitalanlagegeschäften 635 461 174 37,7 98,3 99,1
522000 Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt § 266a 15.917 16.659 -742 -4,5 99,3 99,4
StGB
523000 Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten § 266b StGB 2.651 3.977 -1.326 -33,3 86,1 91,5
530000 Unterschlagung §§ 246, 247, 248a StGB darunter: 105.796 101.648 4.148 4,1 56,7 57,6
N 530079 Unterschlagung sonstiger Güter/Sachen gemäß §§ 246, 98.055 - 98.055 x 53,7 x
247, 248a StGB - ohne von Kfz
Ä 531000 Unterschlagung von Kfz gemäß §§ 246, 247 StGB 7.741 7.833 -92 -1,2 95,0 95,7
14)
540000 Urkundenfälschung §§ 267-271, 273-279, 281 StGB 68.087 67.627 460 0,7 85,0 86,3
darunter:
540001 Sonstige Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB 44.957 43.579 1.378 3,2 88,7 88,8
7)
540002 Mittelbare Falschbeurkundung 3.364 5.208 -1.844 -35,4 96,8 97,4
540003 Verändern von amtlichen Ausweisen 553 503 50 9,9 96,2 97,0
540004 Urkundenunterdrückung, Veränderung einer Grenzbe- 624 1.279 -655 -51,2 79,6 86,9
zeichnung § 274 StGB
540005 Vorbereitung der Fälschung von amtlichen Ausweisen 31 32 -1 x 87,1 96,9
540006 Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen 1.513 1.396 117 8,4 97,4 95,6
540007 Fälschung von Gesundheitszeugnissen 52 34 18 x 96,2 97,1
540008 Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse 141 109 32 29,4 97,9 94,5
540009 Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse 27 300 -273 -91,0 100,0 99,7
540010 Missbrauch von Ausweispapieren 5.923 5.313 610 11,5 94,8 94,5
541000 Fälschung technischer Aufzeichnungen § 268 StGB 1.282 1.420 -138 -9,7 95,6 96,0
541001 Manipulation von Fahrtenschreibern gemäß § 268 StGB 232 252 -20 -7,9 98,7 98,4
541079 Sonstige Fälschung technischer Aufzeichnungen 1.050 1.168 -118 -10,1 95,0 95,5
542000 Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln 1.949 1.614 335 20,8 79,0 75,7
543000 Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im 7.671 6.840 831 12,1 47,0 52,0
Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung §§ 269, 270 StGB
543010 Fälschung beweiserheblicher Daten § 269 StGB 7.148 6.512 636 9,8 48,4 52,5
543020 Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung § 270 523 328 195 59,5 27,5 41,2
StGB
550000 Geld- und Wertzeichenfälschung, Fälschung von Zah- 7.100 10.073 -2.973 -29,5 50,6 54,2
lungskarten mit oder ohne Garantiefunktion, Schecks und
Wechseln §§ 146-149, 151, 152, 152a, 152b StGB darun-
ter:
550010 Gewerbs- und bandenmäßiges Geldfälschung gemäß § 146 17 257 -240 -93,4 105,9 100,0
Abs. 2 StGB
550020 Wertpapierfälschung 47 66 -19 x 100,0 100,0
550030 Fälschung Geld-/Wertzeichen fremder Währungsgebiete 3 21 -18 x 100,0 100,0
551000 Geld- und Wertzeichenfälschung einschl. Vorbereitungs- 831 889 -58 -6,5 70,5 100,9
handlungen §§ 146 außer Abs. 1 Nr. 3, 148, 149 StGB

14
Im Jahr 2010 komplexes Ermittlungsverfahren mit 2 390 Einzelfällen.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
45
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
551010 Geldfälschung (einschl. Vorbereitungshandlung) §§ 146 288 398 -110 -27,6 100,0 100,0
außer Abs. 1 Nr. 3 StGB
551020 Wertzeichenfälschung 203 381 -178 -46,7 100,0 100,3
Ä 551030 Vorbereitung der Fälschung von Geld und Wertzeichen 340 110 230 209,1 27,9 106,4
552000 Inverkehrbringen von Falschgeld §§ 146 Abs. 1 Nr. 3, 147 1.612 2.237 -625 -27,9 100,2 100,1
StGB
552010 Inverkehrbringen von Falschgeld gemäß § 146 Abs. 1 Nr. 1.025 1.486 -461 -31,0 100,3 100,1
3 StGB
552020 Inverkehrbringen von Falschgeld gemäß § 147 StGB (nach 587 751 -164 -21,8 100,2 100,0
gutgläubigem Erwerb)
553000 Fälschung von Zahlungskarten mit oder ohne Garantie- 4.590 6.603 -2.013 -30,5 28,9 30,0
funktion, Schecks und Wechseln gemäß §§ 152a, 152b
StGB davon:
553100 Gebrauch falscher Zahlungskarten mit oder ohne Garantie- 2.435 3.029 -594 -19,6 38,8 37,1
funktion, Schecks und Wechsel gemäß §§ 152a, 152b
StGB
553110 Gebrauch falscher Zahlungskarten ohne Garantiefunktion, 716 659 57 8,6 20,1 28,5
Schecks und Wechsel
553120 Gebrauch falscher Zahlungskarten mit Garantiefunktion 1.719 2.370 -651 -27,5 46,5 39,5
553200 Nachmachen, Verfälschen, Verschaffen, Feilhalten oder 2.155 3.574 -1.419 -39,7 17,7 24,0
Überlassen falscher Zahlungskarten mit oder ohne Garan-
tiefunktion, Schecks und Wechsel gemäß §§ 152a, 152b
StGB
553210 Nachmachen, Verfälschen, Verschaffen, Feilhalten oder 490 540 -50 -9,3 20,0 17,0
Überlassen falscher Zahlungskarten ohne Garantiefunkti-
on, Schecks und Wechsel
553220 Nachmachen, Verfälschen, Verschaffen, Feilhalten oder 1.665 3.034 -1.369 -45,1 17,0 25,2
Überlassen falscher Zahlungskarten mit Garantiefunktion
560000 Insolvenzstraftaten §§ 283, 283a-d StGB davon: 5.127 4.972 155 3,1 99,8 99,6
561000 Bankrott § 283 StGB 3.732 3.724 8 0,2 99,8 99,7
562000 Besonders schwerer Fall des Bankrotts § 283a StGB 39 16 23 x 100,0 100,0
563000 Verletzung der Buchführungspflicht § 283b StGB 1.115 1.013 102 10,1 99,5 99,5
564000 Gläubigerbegünstigung § 283c StGB 185 170 15 8,8 100,0 99,4
565000 Schuldnerbegünstigung § 283d StGB 56 49 7 x 100,0 100,0
600000 Sonstige Straftatbestände (StGB) 1.203.644 1.214.754 -11.110 -0,9 50,0 50,1
610000 Erpressung § 253 StGB darunter: 7.149 5.528 1.621 29,3 77,5 82,1
610001 Schutzgelderpressung 149 130 19 14,6 73,8 70,0
610079 Sonstige Erpressung 6.848 5.303 1.545 29,1 77,6 82,4
611000 Erpressung auf sexueller Grundlage 152 95 57 x 78,3 83,2
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen 121.765 124.870 -3.105 -2,5 89,3 89,7
die öffentliche Ordnung §§ 111, 113, 114, 120, 121, 123-
127, 129, 130-134, 136, 138, 140, 145, 145a, 145c, 145d
StGB darunter:
620001 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von 3.273 4.196 -923 -22,0 74,2 76,3
Straftaten
620002 Bildung bewaffneter Gruppen 12 13 -1 x 75,0 92,3
620003 Bildung krimineller Vereinigungen 46 52 -6 x 93,5 88,5
620004 Anleitung zu Straftaten 34 36 -2 x 85,3 72,2
620005 Amtsanmaßung 1.236 1.376 -140 -10,2 63,7 62,4
620006 Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen, Abzeichen 1.032 1.076 -44 -4,1 93,2 91,7
620007 Verwahrungsbruch 133 174 -41 -23,6 72,9 63,8
620008 Verletzung amtlicher Bekanntmachungen 2 1 1 x 100,0 100,0
620009 Verstrickungsbruch, Siegelbruch 854 880 -26 -3,0 74,8 71,6
620010 Nichtanzeige geplanter Straftaten 33 43 -10 x 97,0 100,0
620011 Belohnung und Billigung von Straftaten 24 12 12 x 62,5 58,3
620013 Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von 9.930 9.893 37 0,4 61,5 63,4
Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln
620014 Verstoß gegen Weisung während Führungsaufsicht 1.223 1.054 169 16,0 99,8 100,0
620015 Verstoß gegen das Berufsverbot 22 15 7 x 100,0 100,0
621000 Widerstand gegen die Staatsgewalt §§ 111, 113, 114, 120, 22.839 23.372 -533 -2,3 98,0 98,1
121 StGB
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
46
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
621010 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten 349 376 -27 -7,2 52,7 53,7
621020 Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte 21.823 22.223 -400 -1,8 98,9 99,0
621021 Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte 21.257 21.498 -241 -1,1 98,9 99,0
621029 Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (ohne Polizei- 566 725 -159 -21,9 98,4 98,3
vollzugsbeamte)
621030 Widerstand gegen gleichgestellte Personen 139 177 -38 -21,5 96,4 97,2
621040 Gefangenenbefreiung 516 575 -59 -10,3 89,1 92,0
621050 Gefangenenmeuterei 12 21 -9 x 100,0 100,0
622000 Hausfriedensbruch §§ 123, 124 StGB davon: 65.208 65.408 -200 -0,3 91,5 91,9
622100 Hausfriedensbruch § 123 StGB 65.140 65.285 -145 -0,2 91,5 91,9
622200 Schwerer Hausfriedensbruch § 124 StGB 68 123 -55 -44,7 86,8 89,4
623000 Landfriedensbruch §§ 125, 125a StGB 1.804 1.815 -11 -0,6 65,7 76,1
623010 Landfriedensbruch § 125 StGB 1.339 1.286 53 4,1 65,6 75,6
623020 Besonders schwerer Landfriedensbruch § 125a StGB 465 529 -64 -12,1 66,2 77,3
624000 Vortäuschen einer Straftat § 145d StGB darunter: 11.603 12.303 -700 -5,7 99,3 99,0
624010 Vortäuschen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbe- 718 818 -100 -12,2 98,7 98,7
stimmung
624079 Vortäuschen einer sonstigen Straftat 7.665 8.200 -535 -6,5 98,8 98,3
624100 Vortäuschen eines Raubes 1.284 1.245 39 3,1 99,9 100,0
624200 Vortäuschen eines Diebstahls 1.936 2.040 -104 -5,1 101,3 101,3
624201 Vortäuschen eines Kfz-Diebstahls 683 700 -17 -2,4 101,9 101,6
624279 Vortäuschen eines sonstigen Diebstahls 1.253 1.340 -87 -6,5 101,0 101,1
626000 Gewaltdarstellung § 131 StGB darunter: 185 265 -80 -30,2 88,6 88,3
626079 Sonstige Gewaltdarstellung 132 221 -89 -40,3 88,6 88,2
626100 Schriften an Personen unter 18 Jahren § 131 Abs. 1 Nr. 3 53 44 9 x 88,7 88,6
StGB
627000 Volksverhetzung § 130 StGB 2.272 2.886 -614 -21,3 64,7 66,5
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereitelung im 28.759 26.862 1.897 7,1 95,0 95,7
Amt), Hehlerei und Geldwäsche §§ 257, 258, 259-261
StGB darunter:
630010 Begünstigung 280 247 33 13,4 97,9 99,2
630020 Strafvereitelung 3.573 3.672 -99 -2,7 98,8 98,5
631000 Hehlerei von Kfz §§ 259-260a StGB darunter: 1.670 1.310 360 27,5 93,8 94,0
631079 Hehlerei von Kfz gemäß § 259 StGB 1.281 964 317 32,9 92,7 92,7
631100 gewerbsmäßig § 260 Abs. 1 Nr. 1 StGB 231 187 44 23,5 97,4 97,3
631200 Bandenhehlerei § 260 Abs. 1 Nr. 2 StGB 37 30 7 x 97,3 93,3
631300 gewerbsmäßige Bandenhehlerei § 260a StGB 121 129 -8 -6,2 98,3 98,4
632000 Sonstige Hehlerei §§ 259-260a StGB darunter: 14.667 14.869 -202 -1,4 96,8 96,7
632079 Sonstige Hehlerei § 259 StGB 12.819 13.386 -567 -4,2 96,7 96,7
632100 gewerbsmäßig § 260 Abs. 1 Nr. 1 StGB 1.644 1.153 491 42,6 97,9 96,2
632200 Bandenhehlerei § 260 Abs. 1 Nr. 2 StGB 61 171 -110 -64,3 98,4 99,4
632300 gewerbsmäßige Bandenhehlerei § 260a StGB 143 159 -16 -10,1 96,5 95,0
633000 Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter 8.569 6.764 1.805 26,7 90,5 92,2
Vermögenswerte § 261 StGB
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr §§ 306- 23.005 21.723 1.282 5,9 49,2 50,1
306d, 306f StGB darunter:
640010 Fahrlässige Brandstiftung 8.220 8.005 215 2,7 73,3 74,4
640020 Fahrlässiges Herbeiführen einer Brandgefahr 669 580 89 15,3 47,8 58,8
641000 (Vorsätzliche) Brandstiftung und Herbeiführen einer 14.116 13.138 978 7,4 35,2 34,9
Brandgefahr §§ 306-306c, 306f Abs. 1 und 2 StGB
641010 Vorsätzliche Brandstiftung 10.563 9.821 742 7,6 30,0 29,4
641020 Schwere Brandstiftung 2.804 2.700 104 3,9 53,0 50,7
641030 Besonders schwere Brandstiftung 200 189 11 5,8 66,0 77,8
641040 Brandstiftung mit Todesfolge 18 22 -4 x 66,7 77,3
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
47
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
641050 Vorsätzliches Herbeiführen einer Brandgefahr 531 406 125 30,8 33,5 41,1
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte §§ 258a, 5.241 6.141 -900 -14,7 80,5 82,7
298-300, 331-353d, 355, 357 StGB davon:
651000 Vorteilsannahme, Bestechlichkeit §§ 331, 332, 335 StGB 638 716 -78 -10,9 81,8 87,6
davon:
651100 Vorteilsannahme § 331 StGB 331 420 -89 -21,2 75,5 87,9
651200 Bestechlichkeit § 332 StGB 206 251 -45 -17,9 84,5 85,3
651300 Bestechlichkeit - gewerbsmäßig oder als Mitglied einer 50 28 22 x 96,0 96,4
Bande gemäß § 335 Abs. 2 Nr. 3 StGB
651400 Alle sonstigen besonders schweren Fälle der Bestechlich- 51 17 34 x 98,0 100,0
keit gemäß § 335 StGB
652000 Vorteilsgewährung, Bestechung §§ 333, 334, 335 StGB 472 633 -161 -25,4 95,3 92,6
davon:
652100 Vorteilsgewährung § 333 StGB 92 124 -32 -25,8 93,5 93,5
652200 Bestechung § 334 StGB 328 463 -135 -29,2 95,1 91,6
652300 Bestechung - gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande 47 19 28 x 100,0 100,0
nach § 335 Abs. 2 Nr. 3 StGB
652400 Alle sonstigen besonders schweren Fälle der Bestechung 5 27 -22 x 100,0 100,0
nach § 335 StGB
655000 Sonstige Straftaten im Amt §§ 258a, 339-353d, 355, 357 3.190 3.971 -781 -19,7 73,1 77,4
StGB darunter:
655001 Strafvereitelung im Amt 432 491 -59 -12,0 63,9 69,7
655002 Rechtsbeugung 135 141 -6 -4,3 57,8 58,9
655003 Aussageerpressung 2 14 -12 x 100,0 85,7
655004 Verfolgung Unschuldiger 113 93 20 x 74,3 67,7
655005 Vollstreckung gegen Unschuldige 6 6 0 x 50,0 66,7
655006 Falschbeurkundung im Amt 148 140 8 5,7 90,5 90,0
655007 Gebührenüberhebung 138 719 -581 -80,8 98,6 100,0
655008 Abgabenüberhebung, Leistungskürzung 4 2 2 x 100,0 50,0
655009 Vertrauensbruch im auswärtigen Dienst - - 0 x 0,0 0,0
655010 Verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen 19 15 4 x 89,5 100,0
655011 Verletzung des Steuergeheimnisses 5 16 -11 x 100,0 81,3
655012 Verleitung eines Untergebenen zu Straftaten 11 4 7 x 63,6 75,0
655100 Körperverletzung im Amt § 340 StGB 1.963 2.076 -113 -5,4 74,3 73,2
655200 Verletzung des Dienstgeheimnisses § 353b StGB 214 254 -40 -15,7 59,8 68,5
656000 Wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschrei- 53 60 -7 x 94,3 96,7
bungen § 298 StGB
657000 Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr 888 761 127 16,7 97,1 96,1
§§ 299, 300 StGB davon:
657100 Bestechlichkeit und Bestechung gemäß § 299 StGB 790 679 111 16,3 97,3 95,9
657110 Bestechlichkeit und Bestechung gemäß § 299 Abs. 1 und 2 743 666 77 11,6 97,3 95,8
StGB
657120 Bestechlichkeit und Bestechung gemäß § 299 Abs. 3 StGB 47 13 34 x 97,9 100,0
657200 - gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande gemäß § 68 60 8 x 94,1 98,3
300 Satz 2 Nr. 2 StGB
657300 - Vorteil großen Ausmaßes gemäß § 300 Satz 2 Nr. 1 30 22 8 x 96,7 95,5
StGB
660000 Strafbarer Eigennutz §§ 284, 285, 287-293, 297 StGB 6.071 6.543 -472 -7,2 84,7 85,3
darunter:
660010 Vereiteln der Zwangsvollstreckung 374 379 -5 -1,3 99,5 98,9
660020 Pfandkehr 553 549 4 0,7 98,2 97,4
660030 Unbefugter Gebrauch von Pfandsachen 2 1 1 x 100,0 100,0
660040 Gefährdung von Schiffen, Kraft- und Luftfahrzeugen 1 - 1 x 100,0 x
durch Bannware
661000 Glücksspiel §§ 284, 285, 287 StGB 1.139 1.596 -457 -28,6 94,9 97,5
661010 Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels 771 884 -113 -12,8 97,9 96,8
661020 Beteiligung am unerlaubten Glückspiel 357 699 -342 -48,9 88,5 98,4
661030 Unerlaubte Veranstaltung einer Lotterie oder Ausspielung 11 13 -2 x 90,9 92,3
662000 Wilderei §§ 292, 293 StGB darunter: 3.641 3.251 390 12,0 77,6 73,3
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
48
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
662001 Fischwilderei 2.732 2.235 497 22,2 92,6 91,8
662100 Jagdwilderei § 292 StGB 909 1.016 -107 -10,5 32,3 32,8
663000 Wucher § 291 StGB 361 767 -406 -52,9 88,9 95,4
670000 Alle sonstigen Straftaten gemäß StGB - ohne Verkehrsde- 1.011.654 1.023.087 -11.433 -1,1 43,4 43,5
likte - darunter:
670001 Falsche uneidliche Aussage (Falschaussage) 6.728 7.237 -509 -7,0 99,3 99,5
670002 Meineid 170 194 -24 -12,4 99,4 99,0
670003 Falsche Versicherung an Eides statt 6.156 6.347 -191 -3,0 99,5 99,5
670005 Verleitung zur Falschaussage 154 168 -14 -8,3 97,4 98,2
670006 Fahrlässiger Falscheid, fahrlässige falsche Versicherung an 55 61 -6 x 100,0 98,4
Eides statt
670007 Falsche Verdächtigung 18.656 19.133 -477 -2,5 96,8 97,1
670008 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgemeinschaf- 58 48 10 x 34,5 50,0
ten und Weltanschauungsvereinigungen
670009 Störung der Religionsausübung 61 79 -18 x 65,6 75,9
670010 Störung einer Bestattungsfeier 6 6 0 x 83,3 83,3
670011 Störung der Totenruhe 2.117 2.666 -549 -20,6 33,8 30,9
670012 Personenstandsfälschung 36 37 -1 x 69,4 67,6
670013 Doppelehe 38 54 -16 x 100,0 100,0
670014 Beischlaf zwischen Verwandten 43 45 -2 x 95,3 97,8
670015 Üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des 148 144 4 2,8 66,2 68,1
politischen Lebens
670016 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes 625 586 39 6,7 91,5 91,0
670017 Verletzung des Briefgeheimnisses 3.429 3.244 185 5,7 49,4 50,4
670018 Verletzung von Privatgeheimnissen 451 444 7 1,6 82,0 82,2
670019 Verwertung fremder Geheimnisse 13 14 -1 x 76,9 71,4
670020 Verletzung des Post- u. Fernmeldegeheimnisses 2.132 1.702 430 25,3 81,0 82,6
670021 Aussetzung 84 87 -3 x 89,3 79,3
670024 Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftver- 4.034 4.059 -25 -0,6 40,0 39,2
kehr
670025 Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr 18.364 18.969 -605 -3,2 47,2 50,7
670026 Störung öffentlicher Betriebe 677 711 -34 -4,8 15,8 18,6
670027 Störung von Telekommunikationsanlagen 963 993 -30 -3,0 43,1 43,5
670029 Baugefährdung 112 158 -46 -29,1 86,6 84,8
670030 Vollrausch 74 83 -9 x 97,3 100,0
670031 Gefährdung einer Entziehungskur 17 15 2 x 88,2 93,3
670032 Unterlassene Hilfeleistung 1.800 2.001 -201 -10,0 81,3 82,3
670033 Parteiverrat 108 110 -2 -1,8 94,4 96,4
670034 Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch 3.265 2.301 964 41,9 86,9 85,7
Bildaufnahmen
670079 Sonstige weitere Straftaten gemäß StGB 7 7 0 x 57,1 85,7
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht § 170 StGB 10.305 11.071 -766 -6,9 99,7 99,8
672000 Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht § 171 1.766 1.726 40 2,3 97,5 96,3
StGB
673000 Beleidigung §§ 185-187, 189 StGB darunter: 210.797 208.183 2.614 1,3 90,0 89,9
673010 Beleidigung ohne sexuelle Grundlage 153.823 156.279 -2.456 -1,6 92,3 92,0
673020 Üble Nachrede ohne sexuelle Grundlage 9.942 9.362 580 6,2 87,9 88,1
673030 Verleumdung ohne sexuelle Grundlage 14.981 14.897 84 0,6 88,0 88,3
673040 Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener ohne sexu- 66 82 -16 x 72,7 59,8
elle Grundlage
673100 Beleidigung auf sexueller Grundlage §§ 185-187, 189 31.985 27.563 4.422 16,0 80,6 79,6
StGB
673110 Beleidigung auf sexueller Grundlage 28.547 24.828 3.719 15,0 80,3 79,2
673120 Üble Nachrede auf sexueller Grundlage 1.579 1.238 341 27,5 82,7 84,2
673130 Verleumdung auf sexueller Grundlage 1.842 1.486 356 24,0 83,2 83,8
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
49
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
673140 Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener auf sexuel- 17 11 6 x 100,0 54,5
ler Grundlage
674000 Sachbeschädigung §§ 303-305a StGB darunter: 688.294 700.801 -12.507 -1,8 25,2 25,5
674010 Sachbeschädigung gemäß § 303 StGB ohne Schl. 674100 259.504 273.551 -14.047 -5,1 32,9 32,3
u. 674300
15)
674011 Sachbeschädigung durch Graffiti ohne Schl. 674111 u. 50.257 57.876 -7.619 -13,2 21,9 23,4
674311
674012 Sachbeschädigung durch Feuer ohne Schl. 674312 16.319 16.264 55 0,3 20,4 19,7
674019 Sonstige Sachbeschädigung ohne Schl. 674119 u. 674319 192.928 199.411 -6.483 -3,3 36,8 36,0
674020 Gemeinschädliche Sachbeschädigung ohne Schl. 674320 16.918 18.877 -1.959 -10,4 23,4 22,3
674021 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Graffiti ohne 3.668 4.661 -993 -21,3 28,0 26,6
Schl. 674321
674022 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Feuer ohne 963 1.154 -191 -16,6 23,9 20,6
Schl. 674322
674029 Sonstige gemeinschädliche Sachbeschädigung ohne Schl. 12.287 13.062 -775 -5,9 21,9 20,9
674329
674030 Zerstörung von Bauwerken ohne Schl. 674330 52 45 7 x 28,8 55,6
674100 Sachbeschädigung an Kfz 251.462 250.732 730 0,3 18,4 18,8
8)
674111 Sachbeschädigung durch Graffiti an Kfz 5.514 5.955 -441 -7,4 22,7 19,8
674119 Sonstige Sachbeschädigung an Kfz 245.948 244.777 1.171 0,5 18,3 18,7
674200 Datenveränderung, Computersabotage §§ 303a, 303b 4.644 2.524 2.120 84,0 41,2 32,1
StGB
674210 Datenveränderung 3.552 1.987 1.565 78,8 40,4 33,7
674220 Computersabotage 1.092 537 555 103,4 44,0 26,1
674300 Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder 155.267 154.611 656 0,4 23,2 24,8
Plätzen
674310 Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder 135.106 134.117 989 0,7 23,5 25,1
Plätzen gemäß § 303 StGB
8)
674311 Sonstige Sachbeschädigung durch Graffiti auf Straßen, 53.443 53.943 -500 -0,9 25,0 27,9
Wegen oder Plätzen
674312 Sonstige Sachbeschädigung durch Feuer auf Straßen, 9.517 8.395 1.122 13,4 15,4 17,1
Wegen oder Plätzen
674319 Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder 72.146 71.779 367 0,5 23,4 23,9
Plätzen
674320 Gemeinschädliche Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen 20.128 20.471 -343 -1,7 21,1 22,7
oder Plätzen
674321 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Graffiti auf 2.741 3.316 -575 -17,3 30,0 27,7
Straßen, Wegen oder Plätzen
674322 Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Feuer auf 1.359 1.130 229 20,3 16,8 23,7
Straßen, Wegen oder Plätzen
674329 Sonstige gemeinschädliche Sachbeschädigung auf Straßen, 16.028 16.025 3 0,0 20,0 21,5
Wegen oder Plätzen
674330 Zerstörung von Bauwerken auf Straßen, Wegen oder 33 23 10 x 33,3 43,5
Plätzen
674500 Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel § 305a StGB 447 461 -14 -3,0 51,5 49,7
674512 Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel durch Feuer 8 10 -2 x 62,5 40,0
674519 Sonstige Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel 439 451 -12 -2,7 51,3 49,9
675000 Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen §§ 307-312 StGB 799 671 128 19,1 42,7 45,0
davon:
675100 Herbeiführen einer Explosion durch Kernenergie § 307 - - 0 x 0,0 0,0
StGB
675200 Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion § 308 StGB 780 648 132 20,4 42,1 43,8
675300 Missbrauch ionisierender Strahlen § 309 StGB - - 0 x 0,0 0,0
675400 Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbre- 17 21 -4 x 76,5 81,0
chens § 310 StGB
675500 Freisetzen ionisierender Strahlen § 311 StGB 2 2 0 x 0,0 50,0
675600 Fehlerhafte Herstellung einer kerntechnischen Anlage § - - 0 x 0,0 0,0
312 StGB
676000 Straftaten gegen die Umwelt §§ 324, 324a, 325-330a StGB 13.342 13.716 -374 -2,7 59,6 59,8
darunter:
676010 Bodenverunreinigung 324a StGB 999 1.072 -73 -6,8 66,2 68,1
676011 Bodenverunreinigung 972 1.054 -82 -7,8 66,2 68,2

15
Ein Bundesland konnte systembedingt die Schlüssel '674011' und '674111' im Jahr 2010 nicht anliefern. Die Fälle wurden unter '674311' Sonstige
Sachbeschädigung durch Graffiti auf Straßen, Wegen oder Plätzen subsumiert, was zu einer Überhöhung der dort ausgewiesenen Fallzahlen führt.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
50
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
676012 Bodenverunreinigung - besonders schwerer Fall 27 18 9 x 66,7 61,1
676100 Gewässerverunreinigung § 324 StGB 2.912 3.001 -89 -3,0 50,3 51,6
676101 Gewässerverunreinigung 2.887 2.965 -78 -2,6 50,3 51,6
676102 Gewässerverunreinigung - besonders schwerer Fall 25 36 -11 x 52,0 50,0
676200 Luftverunreinigung § 325 StGB 256 204 52 25,5 60,9 71,6
676201 Luftverunreinigung 255 203 52 25,6 60,8 71,4
676202 Luftverunreinigung - besonders schwerer Fall 1 1 0 x 100,0 100,0
676300 Verursachen von Lärm, Erschütterungen und nichtionisie- 24 25 -1 x 91,7 76,0
renden Strahlen § 325a StGB
676301 Verursachen von Lärm, Erschütterungen und nichtionisie- 24 24 0 x 91,7 75,0
renden Strahlen
676302 Verursachen von Lärm, Erschütterungen und nichtionisie- - 1 -1 x 0,0 100,0
renden Strahlen - besonders schwerer Fall
676400 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 8.369 8.620 -251 -2,9 59,5 58,8
außer Abs. 2 StGB
676410 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 8.238 8.502 -264 -3,1 59,3 58,8
1
676411 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 8.161 8.413 -252 -3,0 59,3 58,7
1
676412 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 77 89 -12 x 63,6 71,9
1 - besonders schwerer Fall
676420 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 131 118 13 11,0 71,0 55,1
3
676421 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 127 116 11 9,5 70,1 55,2
3
676422 Unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen § 326 Abs. 4 2 2 x 100,0 50,0
3 - besonders schwerer Fall
676500 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 StGB 469 495 -26 -5,3 95,7 95,8
676510 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 StGB Abs. 1 3 16 -13 x 100,0 87,5
(kerntechnische Anlage und Kernbrennstoffe)
676511 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 Abs. 1 (kern- 3 16 -13 x 100,0 87,5
technische Anlage und Kernbrennstoffe)
676512 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 Abs. 1 (kern- - - 0 x 0,0 0,0
technische Anlage und Kernbrennstoffe) - besonders
schwerer Fall
676520 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 Abs. 2 466 479 -13 -2,7 95,7 96,0
676521 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 Abs. 2 457 471 -14 -3,0 95,8 96,0
676522 Unerlaubtes Betreiben von Anlagen § 327 Abs. 2 - beson- 9 8 1 x 88,9 100,0
ders schwerer Fall
676600 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen und anderen 113 108 5 4,6 68,1 71,3
gefährlichen Gütern § 328 StGB
676610 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen § 328 StGB 17 12 5 x 58,8 75,0
Abs. 1 und 2
676611 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen § 328 StGB 17 12 5 x 58,8 75,0
Abs. 1 und 2
676612 Unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen § 328 StGB - - 0 x 0,0 0,0
Abs. 1 und 2 - besonders schwerer Fall
676620 Unerlaubter Umgang mit anderen gefährlichen Stoffen und 96 96 0 x 69,8 70,8
Gütern § 328 Abs. 3 StGB
676621 Unerlaubter Umgang mit anderen gefährlichen Stoffen und 89 94 -5 x 67,4 71,3
Gütern § 328 Abs. 3 StGB
676622 Unerlaubter Umgang mit anderen gefährlichen Stoffen und 7 2 5 x 100,0 50,0
Gütern § 328 Abs. 3 StGB - besonders schwerer Fall
676700 Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete § 329 StGB 36 22 14 x 66,7 59,1
676701 Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete 31 20 11 x 64,5 65,0
676702 Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete - besonders schwe- 5 2 3 x 80,0 0,0
rer Fall
676800 Abfallein- / -aus- und -durchfuhr gemäß § 326 Abs. 2 117 106 11 10,4 87,2 95,3
StGB
676810 Ungenehmigte Einfuhr von gefährlichen Abfällen § 326 14 27 -13 x 71,4 81,5
Abs. 2 StGB
676811 Ungenehmigte Einfuhr von gefährlichen Abfällen 14 25 -11 x 71,4 80,0
676812 Ungenehmigte Einfuhr von gefährlichen Abfällen - beson- - 2 -2 x 0,0 100,0
ders schwerer Fall
676820 Ungenehmigte Ausfuhr von gefährlichen Abfällen § 326 97 74 23 x 89,7 100,0
Abs. 2 StGB
676821 Ungenehmigte Ausfuhr von gefährlichen Abfällen 94 73 21 x 89,4 100,0
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
51
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
676822 Ungenehmigte Ausfuhr von gefährlichen Abfällen - be- 3 1 2 x 100,0 100,0
sonders schwerer Fall
676830 Ungenehmigte Durchfuhr von gefährlichen Abfällen § 326 6 5 1 x 83,3 100,0
Abs. 2 StGB
676831 Ungenehmigte Durchfuhr von gefährlichen Abfällen 6 5 1 x 83,3 100,0
676832 Ungenehmigte Durchfuhr von gefährlichen Abfällen - - - 0 x 0,0 0,0
besonders schwerer Fall
676900 Schwere Gefährdung durch Freisetzen von Giften § 330a 47 63 -16 x 36,2 41,3
StGB
677000 Gemeingefährliche Vergiftung gemäß § 314 StGB 7 8 -1 x 42,9 25,0
678000 Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungs- 15.726 15.190 536 3,5 21,3 24,0
handlungen gemäß §§ 202a, 202b, 202c StGB
678010 Ausspähen von Daten gemäß § 202a StGB 14.745 14.166 579 4,1 22,0 24,9
678020 Abfangen von Daten gemäß § 202b StGB 424 504 -80 -15,9 17,2 14,1
678030 Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten 557 520 37 7,1 7,7 11,0
gemäß § 202c StGB
679000 Weitere Straftaten mit Umweltrelevanz gemäß StGB 37 18 19 x 35,1 38,9
679010 Herbeiführen einer Überschwemmung § 313 StGB 30 9 21 x 40,0 33,3
679020 Beschädigung wichtiger Anlagen § 318 StGB 7 9 -2 x 14,3 44,4
700000 Strafrechtliche Nebengesetze 401.105 393.972 7.133 1,8 94,1 94,3
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem 24.805 25.732 -927 -3,6 90,5 91,7
Wirtschaftssektor davon:
712000 Straftaten nach AktG, GenG, GmbHG, HGB, Rechnungs- 7.785 7.566 219 2,9 99,6 99,4
legungsG, UmwandlungsG, InsO darunter:
712010 Aktiengesetz 29 49 -20 x 89,7 98,0
712020 Handelsgesetzbuch 45 95 -50 x 100,0 98,9
712030 GmbH-Gesetz 342 563 -221 -39,3 99,1 99,3
712040 Genossenschaftsgesetz 1 4 -3 x 100,0 100,0
712050 Rechnungslegungsgesetz 2 1 1 x 100,0 0,0
712060 Umwandlungsgesetz - 1 -1 x 0,0 100,0
712200 Insolvenzverschleppung § 15a InsO 7.366 6.853 513 7,5 99,6 99,5
16)
Ä 713000 Delikte im Zusammenhang mit Schwarzarbeitbekämp- 130 164 -34 -20,7 92,3 95,7
fungsgesetz und Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
Ä 713010 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz 10 2 8 x 90,0 100,0
Ä 713030 Schwarzarbeitbekämpfungsgesetz 120 56 64 x 92,5 96,4
Ä 714000 Straftaten i.V.m. dem Bankgewerbe sowie Wertpapierhan- 213 258 -45 -17,4 89,7 91,9
delsgesetz (Güd-Kreditwesen, BörsenG, DepotG,
PfandBG, § 35 BundesbankG, ZAG)
714010 Bundesbankgesetz - - 0 x 0,0 0,0
714020 Börsengesetz - 1 -1 x 0,0 100,0
Ä 714030 Pfandbriefgesetz - - 0 x 0,0 0,0
714040 Kreditwesengesetz 107 156 -49 -31,4 96,3 99,4
714050 Depotgesetz - - 0 x 0,0 0,0
714060 Wertpapierhandelsgesetz 103 101 2 2,0 82,5 80,2
N 714070 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz 3 - 3 x 100,0 x
715000 Straftaten im Zusammenhang mit Urheberrechtsbestim- 7.021 8.375 -1.354 -16,2 81,1 86,8
mungen (UrheberrechtsG, MarkenG, § 17 UWG,
GebrauchsmusterG, GeschmacksmusterG, Kunsturheber-
rechtsG, PatentG, HalbleiterschutzG) darunter:
715010 Markengesetz 1.576 2.126 -550 -25,9 91,6 94,4
715020 Geschmacksmustergesetz 23 27 -4 x 78,3 81,5
715030 Gebrauchsmustergesetz 5 3 2 x 40,0 33,3
715040 Kunsturheberrechtsgesetz 1.507 1.124 383 34,1 64,0 69,5
715050 Urheberrechtsgesetz -sonstige Verstöße- (ohne Schl. 2.781 3.435 -654 -19,0 79,1 85,3
715100 u. 715200)
715060 Patentgesetz 65 87 -22 x 92,3 64,4

16
Da die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung durch die Behörden der Zollverwaltung - Finanzkontrolle Schwarzarbeit -
erfolgt, ist die PKS hier unvollständig. Die vom Zoll endbearbeiteten Fälle werden in der Regel nicht in der PKS erfasst.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
52
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
715070 Halbleiterschutzgesetz - 1 -1 x 0,0 100,0
715100 Softwarepiraterie (private Anwendung z.B. Computerspie- 412 794 -382 -48,1 92,5 94,1
le)
715200 Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns 152 132 20 15,2 92,8 97,0
715300 Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen nach § 266 299 -33 -11,0 95,9 95,3
17 Abs. 1 und 4 UWG
715400 Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen gemäß § 234 347 -113 -32,6 96,2 89,3
17 Abs. 2 und 4 UWG
716000 Straftaten im Zusammenhang mit Lebens- und Arzneimit- 7.424 6.808 616 9,0 90,3 91,6
teln (z.B. Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch,
ArzneimittelG, WeinG)
716030 Straftaten nach dem Gentechnikgesetz - 4 -4 x 0,0 75,0
716079 Sonstige Straftaten im Zusammenhang mit Lebensmitteln - 84 121 -37 -30,6 96,4 95,9
soweit nicht unter anderen Schlüsseln zu erfassen -
716100 Straftaten nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetz- 2.418 2.413 5 0,2 94,7 95,6
buch
716200 Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz 4.690 4.040 650 16,1 87,5 88,6
716210 Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz gemäß § 95 AMG 4.213 3.616 597 16,5 87,5 88,4
716211 Inverkehrbringen von bedenklichen Arzneimitteln 463 192 271 141,1 91,6 85,9
716212 Inverkehrbringen, Verschreiben oder Anwendung bei 434 257 177 68,9 89,4 90,7
Dritten von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport
716213 Illegaler Handel, Abgabe, Bezug von verschreibungs- 1.547 1.410 137 9,7 80,4 83,3
pflichtigen Arzneimitteln
716214 Illegaler Umgang mit Tierarzneimitteln 58 44 14 x 98,3 93,2
716215 Fälschen von Arzneimitteln - 2 -2 x 0,0 100,0
716216 Inverkehrbringen von gefälschten Arzneimitteln 15 9 6 x 100,0 66,7
716217 Besonders schwerer Fall des Verstoßes gegen das Arznei- 243 87 156 x 97,5 92,0
mittelgesetz gemäß § 95 Abs. 3 Nr. 1, 2b und 3
716218 Besonders schwerer Fall des Verstoßes gegen das Arznei- 34 34 0 x 94,1 97,1
mittelgesetz gemäß § 95 Abs. 3 Nr. 2a (Doping im Sport
an Personen unter 18 Jahren)
716219 Sonstige Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz gemäß § 1.419 1.581 -162 -10,2 90,8 92,5
95 AMG
716220 Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz gemäß § 96 AMG 477 424 53 12,5 88,1 90,6
716300 Straftaten nach dem Weingesetz 232 230 2 0,9 99,1 99,6
719000 sonstige Straftaten (Nebengesetze) auf dem Wirtschafts- 2.232 2.561 -329 -12,8 89,6 85,3
sektor (z.B. Rennwett- und LotterieG, UWG ohne § 17,
VersicherungsaufsichtsG, WirtschaftsstrafG, Gewerbeord-
nung) darunter:
719010 Rennwett- und Lotteriegesetz 2 3 -1 x 100,0 100,0
719040 Gewerbeordnung 222 249 -27 -10,8 100,0 100,4
Ä 719079 Sonstige Nebengesetze auf dem Wirtschaftssektor 1.443 1.377 66 4,8 95,2 93,5
719200 Straftaten nach UWG ohne § 17 565 928 -363 -39,1 71,2 68,9
720000 Straftaten gegen sonstige strafrechtliche Nebengesetze - 132.034 129.102 2.932 2,3 95,5 95,8
ohne Verkehrsdelikte- darunter:
720001 Vereinsgesetz 263 333 -70 -21,0 81,0 81,7
720002 Versammlungsgesetze des Bundes und der Länder 3.087 2.500 587 23,5 66,3 73,9
720005 Missbräuchliches Herstellen, Vertreiben oder Ausgeben 1.922 559 1.363 243,8 76,9 80,1
von amtlichen Kennzeichen § 22a StVG
720009 Telekommunikationsgesetz 221 242 -21 -8,7 78,7 84,3
720011 Straftaten gemäß § 4 Gewaltschutzgesetz 7.321 6.849 472 6,9 99,8 99,7
720012 Straftaten gemäß § 1 EU-Bestechungsgesetz (EUBestG) - 1 -1 x 0,0 100,0
720013 Straftaten gemäß §§ 1 und 2 des Gesetzes zur Bekämpfung - 5 -5 x 0,0 120,0
internationaler Bestechung (IntBestG)
720014 Luftsicherheitsgesetz 175 264 -89 -33,7 96,6 96,6
Ä 720079 Sonstige strafrechtliche Nebengesetze 1.234 1.635 -401 -24,5 93,0 95,2
721000 Straftaten gegen § 27 Abs. 2 des Jugendschutzgesetzes 91 129 -38 -29,5 96,7 90,7
722000 Straftaten gegen § 27 Abs. 1 des Jugendschutzgesetzes 127 287 -160 -55,7 93,7 96,5
724000 Straftaten gegen § 24 des Passgesetzes 13 9 4 x 100,0 100,0
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und 78.324 74.153 4.171 5,6 98,4 98,4
das Freizügigkeitsgesetz/EU davon:
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
53
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
725100 Unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 24.002 21.930 2.072 9,4 99,8 99,8
Nr.1a Aufenthaltsgesetz
725110 Unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 Aufenthalts- 21.288 19.376 1.912 9,9 99,8 99,7
gesetz
725120 Unerlaubte Wiedereinreise nach Ausweisung/Abschiebung 2.714 2.554 160 6,3 99,9 100,0
gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 1a Aufenthaltsgesetz
725200 Einschleusen von Ausländern gemäß § 96 Aufenthaltsge- 2.218 2.429 -211 -8,7 61,1 66,2
setz
725210 Einschleusen von Ausländern gemäß § 96 Abs. 1 und 4 1.856 1.978 -122 -6,2 60,2 64,6
Aufenthaltsgesetz
725220 Einschleusen von Ausländern gemäß § 96 Abs. 2 Aufent- 362 451 -89 -19,7 66,0 73,2
haltsgesetz
725300 Erschleichen eines Aufenthaltstitels (gemäß § 95 Abs. 2 3.521 3.772 -251 -6,7 99,5 99,3
Nr. 2 Aufenthaltsgesetz) durch unrichtige oder unvollstän-
dige Angaben oder Gebrauch eines so beschafften Aufent-
haltstitels zur Täuschung im Rechtsverkehr
725310 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Vi- 2.373 2.367 6 0,3 99,7 99,4
sum)
725311 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Vi- 363 463 -100 -21,6 99,2 99,8
sum) durch Scheinehe
725312 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Vi- 2.010 1.904 106 5,6 99,8 99,3
sum) durch sonstigen Modus Operandi
725320 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Auf- 1.148 1.405 -257 -18,3 99,3 99,2
enthaltserlaubnis oder Niederlassungsbefugnis)
725321 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Auf- 371 531 -160 -30,1 98,1 98,5
enthaltserlaubnis oder Niederlassungsbefugnis) durch
Scheinehe
725322 Erschleichen oder Gebrauch eines Aufenthaltstitels (Auf- 777 874 -97 -11,1 99,9 99,7
enthaltserlaubnis oder Niederlassungsbefugnis) durch
sonstigen Modus Operandi
725400 Einschleusen mit Todesfolge; gewerbs- und bandenmäßi- 345 881 -536 -60,8 66,4 95,7
ges Einschleusen von Ausländern gemäß § 97 Aufent-
haltsgesetz
725410 Einschleusen mit Todesfolge gemäß § 97 Abs. 1 Aufent- - - 0 x 0,0 0,0
haltsgesetz
725420 Gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Auslän- 345 881 -536 -60,8 66,1 95,7
dern gemäß § 97 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz
725500 Straftaten gegen §§ 84, 85 Asylverfahrensgesetz 3.224 4.351 -1.127 -25,9 99,8 99,9
725510 Straftaten gegen § 84 Asylverfahrensgesetz 69 59 10 x 98,6 100,0
725520 Straftaten gegen § 85 Asylverfahrensgesetz 3.155 4.292 -1.137 -26,5 99,8 99,9
725600 Gewerbs- und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchli- 2 1 1 x 50,0 100,0
chen Asylantragstellung § 84a Asylverfahrensgesetz
Ä 725700 Unerlaubter Aufenthalt gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 37.514 33.247 4.267 12,8 99,5 99,4
Abs. 2 Nr. 1b Aufenthaltsgesetz
Ä 725710 Unerlaubter Aufenthalt gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 1 und 2 35.589 31.496 4.093 13,0 99,5 99,4
Aufenthaltsgesetz
Ä 725720 Unerlaubter Aufenthalt nach Ausweisung/Abschiebung 1.925 1.751 174 9,9 99,9 99,1
gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 1b Aufenthaltsgesetz
725800 Einreise oder Aufenthalt trotz Versagung des Freizügig- 205 223 -18 -8,1 100,0 99,6
keitsrechts gemäß § 9 Freizügigkeitsgesetz/EU
725900 Sonstige Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz 7.293 7.319 -26 -0,4 99,6 99,7
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das 38.685 41.378 -2.693 -6,5 92,6 92,7
Kriegswaffenkontrollgesetz davon:
726100 Straftaten gegen das Sprengstoffgesetz 3.652 3.040 612 20,1 82,8 86,1
726200 Straftaten gegen das Waffengesetz 34.464 37.655 -3.191 -8,5 93,7 93,4
726300 Straftaten gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz 569 683 -114 -16,7 86,3 86,7
728000 Straftaten gegen das Bundes- (oder Landes-) Datenschutz- 571 748 -177 -23,7 70,4 65,0
gesetz
728010 Straftaten gegen Landesdatenschutzgesetz 214 231 -17 -7,4 72,9 59,3
728020 Straftaten gegen das Bundesdatenschutzgesetz 357 517 -160 -30,9 68,9 67,5
730000 Rauschgiftdelikte (soweit nicht bereits mit anderer Schlüs- 236.478 231.007 5.471 2,4 94,7 94,7
selzahl erfasst) davon:
731000 Allgemeine Verstöße gemäß § 29 BtMG (soweit nicht 170.297 165.880 4.417 2,7 95,6 95,5
unter 7340 pp. zu erfassen) davon:
731100 mit Heroin 13.609 18.171 -4.562 -25,1 96,9 95,3
731200 mit Kokain 10.199 10.497 -298 -2,8 94,7 95,1
731201 Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - mit Crack 2.156 2.391 -235 -9,8 95,3 94,4
731202 Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - Kokain 8.043 8.106 -63 -0,8 94,6 95,3
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
54
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
731300 mit LSD 173 162 11 6,8 93,6 97,5
731400 mit Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 31.330 25.695 5.635 21,9 95,4 96,2
Pulver- oder flüssiger Form
731500 mit Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 2.895 2.577 318 12,3 96,1 95,4
Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
731800 mit Cannabis und Zubereitungen 101.186 99.562 1.624 1,6 95,7 95,6
731900 mit sonstigen Betäubungsmitteln 10.905 9.216 1.689 18,3 94,4 93,5
732000 Illegaler Handel mit und Schmuggel von Rauschgiften 48.291 47.034 1.257 2,7 92,5 92,6
gemäß § 29 BtMG davon:
732100 mit/von Heroin 4.517 5.843 -1.326 -22,7 91,6 92,0
732110 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Heroin 4.329 5.671 -1.342 -23,7 91,4 91,9
732120 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Heroin 188 172 16 9,3 96,3 95,9
732200 mit/von Kokain 3.315 3.333 -18 -0,5 89,7 90,6
732210 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Kokain einschl. Crack 3.066 3.123 -57 -1,8 90,3 90,8
732211 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Crack 289 374 -85 -22,7 96,5 95,5
732212 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Kokain 2.777 2.749 28 1,0 89,7 90,1
732220 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Kokain einschl. Crack 249 210 39 18,6 82,3 87,6
732221 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Crack 3 3 0 x 66,7 100,0
732222 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Kokain 246 207 39 18,8 82,5 87,4
732300 mit/von LSD 79 56 23 x 94,9 89,3
732310 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit LSD 59 47 12 x 98,3 87,2
732320 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von LSD 20 9 11 x 85,0 100,0
732400 mit/von Amphetamin/Methamphetamin und deren Deriva- 6.973 5.998 975 16,3 94,5 93,6
te in Pulver- oder flüssiger Form
732410 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Ampheta- 6.058 5.477 581 10,6 93,8 93,1
min/Methamphetamin und deren Derivaten in Pulver- oder
flüssiger Form
732420 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Ampheta- 915 521 394 75,6 99,0 99,4
min/Methamphetamin und deren Derivaten in Pulver- oder
flüssiger Form
732500 mit/von Amphetamin/Methamphetamin und deren Deriva- 788 810 -22 -2,7 95,1 95,1
te in Tabletten- bzw.Kapselform (Ecstasy)
732510 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Ampheta- 699 734 -35 -4,8 95,3 94,8
min/Methamphetamin und deren Derivaten in Tabletten-
bzw. Kapselform (Ecstasy)
732520 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Ampheta- 89 76 13 x 93,3 97,4
min/Methamphetamin und deren Derivaten in Tabletten-
bzw. Kapselform (Ecstasy)
732800 mit/von Cannabis und Zubereitungen 29.917 28.305 1.612 5,7 93,2 93,1
732810 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit Cannabis und Zuberei- 15.990 16.589 -599 -3,6 92,1 92,0
tungen
732820 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von Cannabis und Zubereitun- 13.927 11.716 2.211 18,9 94,4 94,8
gen
732900 mit/von sonstigen Betäubungsmitteln 2.702 2.689 13 0,5 84,9 88,1
732910 Illegaler Handel (§ 29 BtMG) - mit sonstigen Betäu- 2.421 2.453 -32 -1,3 85,5 88,0
bungsmitteln
732920 Schmuggel (§ 29 BtMG) - von sonstigen Betäubungsmit- 281 236 45 19,1 80,1 88,6
teln
733000 Illegale Einfuhr von Betäubungsmitteln gemäß § 30 Abs. 1 2.500 2.588 -88 -3,4 95,8 96,3
Nr. 4 BtMG (in nicht geringer Menge) davon:
733100 von Heroin 463 560 -97 -17,3 95,2 96,4
733200 von Kokain 416 430 -14 -3,3 92,8 92,6
733201 Illegale Einfuhr in nicht geringer Menge (§ 30 Abs. 1 Nr. 4 2 2 0 x 100,0 100,0
BtMG) - von Crack
733202 Illegale Einfuhr in nicht geringer Menge (§ 30 Abs. 1 Nr. 4 414 428 -14 -3,3 92,8 92,5
BtMG) - von Kokain
733300 von LSD 3 - 3 x 100,0 0,0
733400 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 524 374 150 40,1 97,7 98,4
Pulver- oder flüssiger Form
733500 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 67 49 18 x 100,0 98,0
Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
733800 von Cannabis und Zubereitungen 848 1.001 -153 -15,3 95,8 97,5
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
55
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
733900 von sonstigen Betäubungsmitteln 179 174 5 2,9 96,6 92,5
734000 Sonstige Verstöße gegen das BtMG davon: 15.390 15.505 -115 -0,7 91,8 92,8
734100 Illegaler Anbau von Betäubungsmitteln gemäß § 29 Abs. 1 3.720 3.475 245 7,1 83,6 84,9
Nr. 1 BtMG
734200 Betäubungsmittelanbau, -herstellung und -handel als 602 640 -38 -5,9 99,3 96,1
Mitglied einer Bande §§ 30 Abs. 1 Nr. 1, 30a BtMG
734210 Verstöße gemäß § 30 Abs. 1 Nr. 1 BtMG 130 175 -45 -25,7 100,0 92,6
734220 Verstöße gemäß § 30a BtMG 472 465 7 1,5 99,2 97,4
734300 Bereitstellung von Geldmitteln oder anderen Vermögens- 31 44 -13 x 100,0 97,7
gegenständen § 29 Abs. 1 Nr. 13 BtMG
734400 Werbung für Betäubungsmittel § 29 Abs. 1 Nr. 8 BtMG 7 17 -10 x 57,1 88,2
734500 Abgabe, Verabreichung oder Überlassung von Betäu- 1.401 1.253 148 11,8 93,1 92,3
bungsmitteln an Minderjährige § 29a Abs. 1 Nr. 1; ggf. §
30 Abs. 1 Nr. 2 BtMG
734510 Abgabe, Verabreichung oder Überlassung von Betäu- 1.292 1.142 150 13,1 92,7 92,1
bungsmitteln an Minderjährige § 29a Abs. 1 Nr. 1 BtMG
734520 Gewerbsmäßige Abgabe, Verabreichung oder Überlassung 109 111 -2 -1,8 97,2 93,7
von Betäubungsmitteln an Minderjährige § 30 Abs. 1 Nr. 2
BtMG
734600 Leichtfertige Verursachung des Todes eines Anderen 22 34 -12 x 104,5 85,3
durch Abgabe pp. von Betäubungsmitteln § 30 Abs. 1 Nr.
3 BtMG
734700 Illegale Verschreibung und Verabreichung durch Ärzte § 88 106 -18 -17,0 102,3 99,1
29 Abs. 1 Nr. 6 BtMG
734800 Illegale(r) Handel, Herstellung, Abgabe und Besitz in nicht 9.519 9.936 -417 -4,2 94,2 95,4
geringer Menge von Betäubungsmitteln gemäß § 29a Abs.
1 Nr. 2 BtMG
734810 Illegale(r) Abgabe und Besitz in nicht geringer Menge 1.801 2.027 -226 -11,1 93,7 95,4
gemäß § 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG
734811 von Heroin 215 320 -105 -32,8 97,2 93,4
734812 von Kokain einschl. Crack 237 219 18 8,2 92,0 96,3
734813 von LSD 1 2 -1 x 100,0 100,0
734814 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 302 323 -21 -6,5 94,4 93,8
in Pulver- oder flüssiger Form
734815 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 47 49 -2 x 97,9 93,9
in Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
734818 von Cannabis und Zubereitungen 852 960 -108 -11,3 92,6 96,1
734819 von sonstigen Betäubungsmitteln 147 154 -7 -4,5 94,6 96,8
734820 Illegaler Handel in nicht geringer Menge gemäß § 29a 7.361 7.614 -253 -3,3 94,5 95,4
Abs. 1 Nr. 2 BtMG
734821 von Heroin 975 1.204 -229 -19,0 95,6 96,8
734822 von Kokain einschl. Crack 1.044 1.104 -60 -5,4 93,9 93,1
734823 von LSD 9 7 2 x 88,9 100,0
734824 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 1.783 1.537 246 16,0 95,5 96,4
in Pulver- oder flüssiger Form
734825 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 153 198 -45 -22,7 97,4 92,4
in Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
734828 von Cannabis und Zubereitungen 3.125 3.328 -203 -6,1 94,4 95,7
734829 von sonstigen Betäubungsmitteln 272 236 36 15,3 86,4 91,1
734840 Illegale Herstellung in nicht geringer Menge gemäß § 29a 357 295 62 21,0 91,3 95,6
Abs. 1 Nr. 2 BtMG
734841 von Heroin 1 2 -1 x 100,0 100,0
734842 von Kokain einschl. Crack 5 7 -2 x 100,0 100,0
734843 von LSD - - 0 x 0,0 0,0
734844 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 27 31 -4 x 96,3 100,0
in Pulver- oder flüssiger Form
734845 von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivaten 7 2 5 x 85,7 100,0
in Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
734848 von Cannabis und Zubereitungen 298 233 65 27,9 90,9 94,8
734849 von sonstigen Betäubungsmitteln 19 20 -1 x 89,5 95,0
740000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem 7.788 8.131 -343 -4,2 62,7 65,3
Umweltsektor (neben Schlüssel 7160) darunter:
740001 Transplantationsgesetz (illegaler Organhandel) 4 1 3 x 75,0 100,0
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
56
Strft. erfasste Fälle Steigerungsrate AQ %
Straftaten(gruppen)
Schl. 2011 2010 absolut in % 2011 2010
740002 Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz 51 64 -13 x 98,0 93,8
740003 Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz 117 68 49 x 99,1 100,0
740079 Sonstiges strafrechtliches Nebengesetz auf dem Umwelt- 138 131 7 5,3 58,7 55,0
sektor (ohne Lebensmittel)
741000 Straftaten nach dem ChemikalienG 412 505 -93 -18,4 88,3 91,9
741001 Straftaten nach § 27 ChemikalienG i.V.m. der Gefahr- 365 436 -71 -16,3 87,1 92,4
stoffverordnung
741079 Sonstige Straftaten nach dem ChemikalienG 47 69 -22 x 97,9 88,4
742000 Straftaten nach dem Infektionsschutz- und TierseuchenG 26 37 -11 x 92,3 91,9
742010 Infektionsschutzgesetz 15 15 0 x 100,0 93,3
742020 Tierseuchengesetz 11 22 -11 x 81,8 90,9
743000 Straftaten nach dem Bundesnaturschutz-, Tierschutz-, 7.040 7.325 -285 -3,9 60,3 62,9
Bundesjagd- und PflanzenschutzG
743010 Bundesnaturschutzgesetz 367 683 -316 -46,3 76,6 82,1
743020 Tierschutzgesetz 6.584 6.521 63 1,0 59,2 61,0
743030 Bundesjagdgesetz 87 111 -24 -21,6 73,6 61,3
743040 Pflanzenschutzgesetz 2 10 -8 x 50,0 50,0
Summenschlüssel x
890000 Straftaten insgesamt, jedoch ohne Verstöße gegen das 5.912.355 5.859.125 53.230 0,9 54,1 55,5
Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeits-
gesetz/EU (Schlüssel 7250)
891000 Rauschgiftkriminalität darunter: 239.491 233.563 5.928 2,5 94,4 94,5
891100 direkte Beschaffungskriminalität 3.013 2.556 457 17,9 71,4 68,3
892000 Gewaltkriminalität 197.030 201.243 -4.213 -2,1 75,3 75,3
893000 Wirtschaftskriminalität und zwar: 79.515 102.813 -23.298 -22,7 89,3 91,0
893100 bei Betrug 41.612 65.648 -24.036 -36,6 85,1 89,5
893200 Insolvenzstraftaten gemäß StGB und Nebenstrafrecht 12.392 11.707 685 5,9 99,7 99,5
893300 Wirtschaftkriminalität im Anlage- und Finanzierungsbe- 7.792 12.174 -4.382 -36,0 96,6 98,2
reich pp.
893400 Wettbewerbsdelikte 2.619 3.362 -743 -22,1 86,9 85,2
893500 Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang mit Arbeits- 10.711 11.191 -480 -4,3 99,6 99,7
verhältnissen
893600 Betrug und Untreue im Zusammenhang mit Beteiligungen 7.094 11.411 -4.317 -37,8 97,6 98,8
und Kapitalanlagen
895000 Menschenhandel insgesamt 716 749 -33 -4,4 85,9 85,3
896000 Straftaten gegen Bestimmungen zum Schutze der Jugend 960 1.302 -342 -26,3 86,1 89,7
897000 Computerkriminalität 84.981 84.377 604 0,7 32,6 35,8
898000 Umweltkriminalität 33.038 32.603 435 1,3 68,8 68,8
898100 Umweltstraftaten gemäß 29. Abschnitt des StGB 13.342 13.716 -374 -2,7 59,6 59,8
898200 Sonstige Straftaten nach dem StGB mit Umweltrelevanz 4.484 3.948 536 13,6 70,9 68,3
898300 Umweltstraftaten gemäß strafrechtlichen Nebengesetzen 15.212 14.939 273 1,8 76,2 77,3
899000 Straßenkriminalität 1.382.949 1.352.897 30.052 2,2 17,7 18,6
N 899500 Sachbeschädigung durch Graffiti insgesamt 115.623 - 115.623 x 23,8 x
900100 Mord und Totschlag 2.174 2.218 -44 -2,0 96,1 95,4
17)
980100 IuK-Kriminalität im engeren Sinne (SZ: 517500, 517900, 59.494 59.839 -345 -0,6 30 33
543000, 674200, 678000)

Summenschlüssel
Sie enthalten folgende Straftatenschlüssel (siehe hierzu auch Seite 17)
 890000: - - - - - -; abzüglich 725000
 891000: 730000, 218000, *71000, *72000, *73000, *74000, *75000 und 542000
891100: 218000, *71000, *72000, *73000, *74000, *75000 und 542000
 892000: 010000, 020000, 111000, 210000, 221000, 222000, 233000, 234000 und 235000

17
BKA interner Summenschlüssel.
Fallentwicklung und Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
57
 893000: wird über eine Sonderkennung erfasst
893100: 510000 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
893200: 560000, 712100 und 712200 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
893300: 513000, 514100, 514300, 514400, 514500 und 714000 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
893400: 656000, 715000 und 719200 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
893500: 517300, 517700, 522000 und 713000 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
893600: 513100, 513200, 513300, 513400 und 521100 (nur für Fälle mit Sonderkennung Wikri = ja)
 895000: 236000, 237000, 238000
 896000: 143100, 626100, 721000 und 722000
 897000: 516300, 517500, 517900, 543000, 674200, 678000, 715100 und 715200
 898000: 662000, 675000, 676000, 677000, 679000, 716000 und 740000
898100: 676000
898200: 662000, 675000, 677000 und 679000
898300: 716000 und 740000
 899000: 111100, 111200, 132000 213000, 214000, 215000, 216000, 217000, 222100, 233300, 234300, *20*00, *30*00, *50*00,
*55000; *90*00, *001001), *002001), *003001), *007001), 623000, 674100 und 674300
 9801002) : 517500, 517900, 543000, 674200 und 678000

1)
Diese Straftatenschlüssel (Tatörtlichkeit Straße) werden in den Bundestabellen nicht gesondert ausgewiesen.
2)
BKA interner Straftatenschlüssel.
Räumliche Verteilung der Kriminalität PKS Berichtsjahr 2011
58
2.1.3 Räumliche Verteilung der Kriminalität18

Die Gesamtbevölkerung und die registrierten Straftaten verteilten sich 2011 auf die vier Gemeindegrößen-
klassen wie folgt:
T6
Einwohner am 01.01.2011 registrierte Fälle 2011 Häufig-
Gemeindegrößenklassen (Einwohner)
Anzahl in % Anzahl in % keitszahl *)
Großstädte ab 500 000 13.259.175 16,2 1.675.648 28,0 12.638
Großstädte von 100 000 bis unter 500 000 12.235.465 15,0 1.207.777 20,2 9.871
Städte von 20 000 bis unter 100 000 22.378.112 27,4 1.632.875 27,3 7.297
Gemeinden unter 20 000 33.878.850 41,4 1.423.870 23,8 4.203
unbekannt 50.509 0,8
insgesamt 81.751.602 100,0 5.990.679 100,0 7.328
*) erfasste Fälle pro 100 000 Einwohner.

G3 Bevölkerungs- und Straftatenanteile 2011


in den jeweiligen Gemeindegrößenklassen
Prozent Häufigkeitszahl
45,0 18.000

40,0 16.000

35,0 14.000

30,0 12.000

25,0 10.000

20,0 8.000

15,0 6.000

10,0 4.000

5,0 2.000

0,0 0
ab 500 000 100 000 bis unter 20 000 bis unter unter 20 000 unbekannt
500 000 100 000

Bevölkerungsanteil Straftatenanteil Häufigkeitszahl

Die Tatorte wurden den vier Gemeindegrößenklassen ausschließlich nach der Einwohnerzahl der politischen
Gemeinde, in der sich der jeweilige Fall ereignete, zugeordnet. Sozioökonomische Aspekte oder die geogra-
phische Lage des Tatortes blieben hierbei unberücksichtigt. So werden auch der Einwohnerzahl nach zwar
kleine, aber urbanisierte Gemeinden aus industriellen Ballungsräumen oder aus dem Umkreis von Großstäd-
ten zur Gruppe der kleinsten Gemeinden gezählt, obwohl sie ihrer Struktur nach zum großstädtischen Ein-
zugsbereich gehören. Dennoch lässt bereits diese grobe Einordnung der Tatorte in den nachstehenden tabel-
larischen Aufstellungen deutliche Unterschiede der Kriminalitätsstruktur erkennen. Großstädte ab 500 000
Einwohner heben sich durch deutlich höhere, Gemeinden unter 20 000 durch relativ niedrige Häufigkeitszah-
len ab.

18
Häufigkeitszahlen und Aufklärungsquoten für ausgewählte Straftaten(gruppen) auf Kreisebene sind auf Seite 263 ff. dargestellt.
PKS Berichtsjahr 2011 Räumliche Verteilung der Kriminalität
59

Tatortverteilung bei einzelnen Straftaten(gruppen)


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T7
Tatortverteilung
nach Gemeindegrößenklassen in %
Schlüs- erfasste
Straftaten(gruppen)*) bis 20 000 20 000 < 100 000 < 500 000 unbe-
sel Fälle
Einwohner 100 000 500 000 und mehr kannt
41,4**) 27,4**) 15,0**) 16,2**)
010000 Mord und Totschlag 2.174 30,0 30,6 18,4 20,8 0,1
+
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 7.539 26,8 27,4 20,4 24,9 0,5
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 48.021 12,5 25,2 24,3 37,9 0,1
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 139.091 22,7 27,4 22,0 27,9 0,0
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 374.367 25,9 28,2 20,3 25,6 0,0
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 192.404 29,8 28,7 18,3 22,6 0,6
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.290.502 20,3 27,2 21,7 30,7 0,2
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 1.113.279 21,3 27,9 20,7 30,1 0,1
510000 Betrug 934.882 21,4 24,8 20,6 30,7 2,5
520000 Veruntreuungen 29.265 36,3 28,9 17,6 16,9 0,2
530000 Unterschlagung 105.796 26,6 28,8 20,5 23,6 0,6
540000 Urkundenfälschung 68.087 27,1 25,7 18,0 26,0 3,3
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 121.765 23,6 27,1 20,3 28,7 0,2
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 28.759 26,1 27,4 16,8 27,5 2,2
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 23.005 41,6 26,5 13,9 18,0 0,0
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.241 19,7 25,5 14,8 38,8 1,2
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 10.305 44,3 30,6 12,4 12,6 0,1
673000 Beleidigung 210.797 28,7 28,2 19,1 23,3 0,8
674000 Sachbeschädigung 688.294 27,9 29,1 19,5 23,1 0,3
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 13.342 50,2 20,3 12,1 17,1 0,3
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze 24.805 32,1 24,2 14,3 28,1 1,4
auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen AuslG und AsylverfG 78.324 19,8 22,1 14,6 42,5 0,9
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- 38.685 38,7 24,7 14,5 21,9 0,2
und das Kriegswaffenkontrollgesetz
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 236.478 25,1 27,9 18,8 24,7 3,5
------ Straftaten insgesamt 5.990.679 23,8 27,3 20,2 28,0 0,8
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.
**) Prozentualer Anteil dieser Gemeindegrößenklassen an der Wohnbevölkerung am 01.01.2011.

In den kleinsten Gemeinden bis 20 000 Einwohner wurden überdurchschnittlich oft z.B. Straftaten gegen die
Umwelt, Verletzung der Unterhaltspflicht sowie Brandstiftungen und Herbeiführen einer Brandgefahr regist-
riert, relativ selten dagegen Raub. Der höchste Tatortanteil für Großstädte ab 500 000 Einwohner wurde un-
ter den oben aufgeführten Straftaten(gruppen) insbesondere bei Straftaten gegen das Ausländergesetz und
das Asylverfahrensgesetz, bei Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikten sowie bei Raubdelikten ver-
zeichnet.
Räumliche Verteilung der Kriminalität PKS Berichtsjahr 2011
60

Häufigkeitszahlen (erfasste Fälle pro 100 000 Einwohner) der vier Tatortgruppen
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T8
Häufigkeitszahlen (Fälle pro 100 000 Einwohner)
bis 20 000 20 000 < 100 000 < 500 000
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt Einwohner 100 000 500 000 und mehr
010000 Mord und Totschlag 3 2 3 3 3
+
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 9 6 9 13 14
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 59 18 54 95 137
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 170 93 170 250 293
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 458 286 472 621 722
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 235 169 247 288 328
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.579 772 1.567 2.290 2.984
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 1.362 699 1.386 1.885 2.527
510000 Betrug 1.144 591 1.036 1.573 2.163
520000 Veruntreuungen 36 31 38 42 37
530000 Unterschlagung 129 83 136 177 188
540000 Urkundenfälschung 83 54 78 100 134
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 149 85 148 202 264
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 35 22 35 39 60
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 28 28 27 26 31
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 6 3 6 6 15
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 13 13 14 10 10
673000 Beleidigung 258 179 265 329 370
674000 Sachbeschädigung 842 567 896 1.099 1.201
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 16 20 12 13 17
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze 30 23 27 29 53
auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen AuslG und AsylverfG 96 46 77 94 251
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- 47 44 43 46 64
und das Kriegswaffenkontrollgesetz
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 289 175 295 363 440
---- Straftaten insgesamt 7.328 4.203 7.297 9.871 12.638
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Die Häufigkeit der registrierten Fälle – bezogen auf jeweils 100 000 Einwohner – wächst bei der Mehrzahl
der aufgeführten Straftaten mit der Einwohnerzahl der Gemeindegrößenklasse. Dies gilt insbesondere für
Aggressions-, Diebstahls- und Vermögensdelikte.
PKS Berichtsjahr 2011 Räumliche Verteilung der Kriminalität
61
Kriminalitätsverteilung nach Ländern
T9
Be-
Strft.-
völke- Steige-
Einwohner*) erfasste Fälle AQ Anteil Häufigkeitszahl
Land rungs- rung
01.01.2011 2011 2010 2011 2010 2011 2011 2010
anteil in %
in % in %

Baden-Württemberg 10.753.880 13,2 582.844 572.049 1,9 58,6 59,9 9,7 5.420 5.324
Bayern 12.538.696 15,3 623.108 620.250 0,5 64,0 64,6 10,4 4.969 4.958
Berlin 3.460.725 4,2 494.385 475.022 4,1 46,1 48,4 8,3 14.286 13.798
Brandenburg 2.503.273 3,1 197.664 204.310 -3,3 51,0 54,0 3,3 7.896 8.135
Bremen 660.706 0,8 93.007 89.087 4,4 47,6 48,9 1,6 14.077 13.463
Hamburg 1.786.448 2,2 228.874 224.775 1,8 44,3 46,2 3,8 12.812 12.669
Hessen 6.067.021 7,4 396.834 401.864 -1,3 58,5 58,3 6,6 6.541 6.629
Mecklenburg-Vorp. 1.642.327 2,0 128.426 129.489 -0,8 58,4 60,1 2,1 7.820 7.842
Niedersachsen 7.918.293 9,7 552.257 582.547 -5,2 61,4 62,9 9,2 6.974 7.347
Nordrhein-Westfalen 17.845.154 21,8 1.511.469 1.442.801 4,8 49,1 49,9 25,2 8.470 8.073
Rheinland-Pfalz 4.003.745 4,9 274.703 279.826 -1,8 60,6 62,5 4,6 6.861 6.974
Saarland 1.017.567 1,2 69.268 71.887 -3,6 54,3 55,3 1,2 6.807 7.030
Sachsen 4.149.477 5,1 293.895 290.647 1,1 56,9 57,3 4,9 7.083 6.972
Sachsen-Anhalt 2.335.006 2,9 187.281 189.164 -1,0 57,4 58,3 3,1 8.021 8.028
Schleswig-Holstein 2.834.259 3,5 219.693 221.510 -0,8 48,2 50,0 3,7 7.751 7.822
Thüringen**) 2.235.025 2,7 136.971 138.050 -0,8 65,1 65,3 2,3 6.128 6.136
Bundesgebiet insges. 81.751.602 100,0 5.990.679 5.933.278 1,0 54,7 55,6 100,0 7.328 7.253
*) Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2011.
**) Wegen eines programmtechnischen Problems kam es im BKA für Thüringen zu einer Überzählung von 16 Fällen (korrekt sind: 136.995 Fälle).

G4
Beim Ländervergleich ist zu beachten,
dass ein erheblicher Teil der Täter und
auch der Opfer nicht zur
Wohnbevölkerung des jeweiligen
Tatortlandes gehört. Sehr hoch dürfte
das Pendleraufkommen auch in den
Stadtstaaten sein. Hinzu kommen
Touristen, Wohnsitzlose und auch
andere Gruppen, die nicht zur Wohnbe-
völkerung des Tatortlandes gehören,
deren Taten jedoch diesem Land
statistisch zugerechnet werden. Ferner
ist beim Vergleich zu beachten, dass
sich das Anzeigeverhalten (zum Beispiel
bei Leistungserschleichung und
Ladendiebstahl) und die Deliktstruktur,
auch durch polizeiliche Schwer-
punktsetzung, in diesen Städten
unterscheiden kann, dass Bevölkerungs-
und Gelegenheitsstrukturen sowie
Tätermobilität unterschiedlich sind und
dass bei der Berechnung der Häufig-
keitszahlen nur die amtlich gemeldete
Wohnbevölkerung – nicht jedoch
Pendler, Touristen, Durchreisende,
Stationierungsstreitkräfte und andere
nicht gemeldete Personen – bei der Einwohnerzahl berücksichtigt sind, deren Zahlen ebenfalls von Stadt zu
Stadt erheblich differieren können. Hinzu kommt, dass urbane Lebensformen und Lebensstile, die partiell
abweichendes Verhalten begünstigen, beim Vergleich zwischen den Städten und insbesondere zwischen
Stadt- und Flächenstaaten berücksichtigt werden müssen.
Räumliche Verteilung der Kriminalität PKS Berichtsjahr 2011
62

Gegenüberstellung der Häufigkeitszahlen (erfasste Fälle pro 100 000 Einwohner)


Bereich: Bundesgebiet insgesamt / alte Länder mit Berlin / neue Länder
T10
Häufigkeitszahlen (Fälle pro 100.000 Einw ohne r)
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) Bundesgebiet alte Länder
neue Länder
insgesamt mit Berlin
010000+ Mord und Totschlag 3 3 2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 9 10 6
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 59 61 46
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 170 176 138
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 458 472 384
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 235 229 269
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.579 1.625 1.332
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 1.362 1.321 1.581
435*00 -Wohnungseinbruchdiebstahl § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB 162 176 86
***100 Diebstahl insgesamt von Kraftwagen 50 43 89
***200 Diebstahl insgesamt von Mopeds und Krafträdern 46 47 40
*50*00 Diebstahl insgesamt in/aus Kraftfahrzeugen 297 309 232
510000 Betrug 1.144 1.140 1.162
520000 Veruntreuungen 36 34 45
530000 Unterschlagung 129 129 131
540000 Urkundenfälschung 83 86 70
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 149 144 178
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereitelung im Amt), 35 36 31
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 28 25 47
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 6 6 10
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 13 12 15
673000 Beleidigung 258 258 256
674000 Sachbeschädigung 842 818 969
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 16 17 12
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze 30 31 27
auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen AuslG und AsylverfG 96 103 59
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das 47 46 55
Kriegswaffenkontrollgesetz
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 289 298 243
------ Straftaten insgesamt 7.328 7.326 7.340
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Bei Sachbeschädigung, Brandstiftung und Herbeiführung einer Brandgefahr, Veruntreuung, Diebstahl insge-
samt von Kraftwagen sowie bei Wettbewerbs,- Korruptions- und Amtsdelikten weisen die neuen Länder
gegenüber den alten einschließlich Berlin eine höhere statistische Belastung auf. Umgekehrt übertreffen die
Häufigkeitszahlen der alten Länder mit Berlin diejenigen der neuen z.B. bei Wohnungseinbruch, bei Dieb-
stahl insgesamt in/aus Kraftfahrzeugen, bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie bei Verge-
waltigung und sexueller Nötigung.
PKS Berichtsjahr 2011 Räumliche Verteilung der Kriminalität
63
Registrierte Kriminalität in den Städten ab 100 000 Einwohner
Teil 1
T11
Stadt Bevölkerung Fläche Straftaten insgesamt Veränderung Häufigkeitszahl
01.01.2011 in qkm 2011 2010 absolut in % 2011 2010
Aachen 258.664 161 31.576 27.117 4.459 16,4 12.207 10.495
Augsburg 264.708 147 22.800 24.751 -1.951 -7,9 8.613 9.388
Bergisch Gladbach 105.723 83 6.746 6.808 -62 -0,9 6.381 6.441
Berlin 3.460.725 888 494.385 475.022 19.363 4,1 14.286 13.798
Bielefeld 323.270 258 27.592 27.892 -300 -1,1 8.535 8.633
Bochum 374.737 146 37.361 37.243 118 0,3 9.970 9.897
Bonn 324.899 141 36.656 35.347 1.309 3,7 11.282 11.051
Bottrop 116.771 101 9.485 9.238 247 2,7 8.123 7.879
Braunschweig 248.867 192 24.793 24.600 193 0,8 9.962 9.943
Bremen 547.340 325 77.264 73.803 3.461 4,7 14.116 13.475
Bremerhaven 113.366 94 15.633 15.175 458 3,0 13.790 13.308
Chemnitz 243.248 221 21.415 21.682 -267 -1,2 8.804 8.919
Cottbus 102.091 164 9.482 9.625 -143 -1,5 9.288 9.467
Darmstadt 144.402 122 12.516 12.285 231 1,9 8.667 8.571
Dortmund 580.444 281 80.086 73.128 6.958 9,5 13.797 12.580
Dresden 523.058 328 53.259 47.403 5.856 12,4 10.182 9.168
Duisburg 489.559 233 55.659 50.541 5.118 10,1 11.369 10.274
Düsseldorf 588.735 217 89.078 80.784 8.294 10,3 15.130 13.781
Erfurt 204.994 269 20.050 21.628 -1.578 -7,3 9.781 10.611
Erlangen 105.629 77 7.139 6.908 231 3,3 6.759 6.545
Essen 574.635 210 57.483 54.295 3.188 5,9 10.003 9.422
Frankfurt a.M. 679.664 248 109.678 107.356 2.322 2,2 16.137 15.977
Freiburg i. Br. 224.191 153 26.806 25.757 1.049 4,1 11.957 11.606
Fürth 114.628 63 6.256 6.767 -511 -7,6 5.458 5.934
Gelsenkirchen 257.981 105 26.579 24.327 2.252 9,3 10.303 9.366
Göttingen 121.060 117 13.778 14.357 -579 -4,0 11.381 11.821
Hagen 188.529 160 16.957 16.264 693 4,3 8.994 8.555
Halle (Saale) 232.963 135 26.225 27.301 -1.076 -3,9 11.257 11.751
Hamburg 1.786.448 755 228.874 224.775 4.099 1,8 12.812 12.669
Hamm 181.783 226 15.561 15.828 -267 -1,7 8.560 8.709
Hannover 522.686 204 69.533 76.335 -6.802 -8,9 13.303 14.653
Heidelberg 147.312 109 12.617 12.615 2 0,0 8.565 8.613
Heilbronn 122.879 100 9.407 9.323 84 0,9 7.655 7.616
Herne 164.762 51 14.119 13.680 439 3,2 8.569 8.259
Hildesheim 102.794 92 10.811 9.865 946 9,6 10.517 9.587
Ingolstadt 125.088 133 8.825 9.194 -369 -4,0 7.055 7.391
Jena 105.129 114 7.339 7.949 -610 -7,7 6.981 7.610
Karlsruhe 294.761 173 27.386 26.317 1.069 4,1 9.291 9.014
Kassel 195.530 107 21.423 21.984 -561 -2,6 10.956 11.287
Kiel 239.526 119 26.341 28.851 -2.510 -8,7 10.997 12.108
Koblenz 106.417 105 12.660 13.045 -385 -3,0 11.897 12.255
Köln 1.007.119 405 149.440 136.679 12.761 9,3 14.838 13.694
Krefeld 235.076 138 25.788 24.557 1.231 5,0 10.970 10.431
Leipzig 522.883 297 64.728 60.534 4.194 6,9 12.379 11.667
Leverkusen 160.772 79 13.180 12.600 580 4,6 8.198 7.846
Lübeck 210.232 214 26.238 26.513 -275 -1,0 12.480 12.636
Ludwigshafen 164.351 78 18.251 17.654 597 3,4 11.105 10.808
HZ = Fälle pro 100.000 Einwohner

Beim Vergleich ist die Anmerkung auf Seite 64 zu beachten.


Räumliche Verteilung der Kriminalität PKS Berichtsjahr 2011
64
Registrierte Kriminalität in den Städten ab 100 000 Einwohner
Teil 2
T11
Stadt Bevölkerung Fläche Straftaten insgesamt Veränderung Häufigkeitszahl
01.01.2011 in qkm 2011 2010 absolut in % 2011 2010
Magdeburg 231.525 201 28.453 29.111 -658 -2,3 12.289 12.632
Mainz 199.237 98 19.606 20.938 -1.332 -6,4 9.841 10.587
Mannheim 313.174 145 30.298 29.192 1.106 3,8 9.674 9.357
Moers 105.506 68 8.442 8.864 -422 -4,8 8.001 8.368
Mönchengladbach 257.993 170 24.660 24.086 574 2,4 9.558 9.327
Mülheim a.d. Ruhr 167.344 91 13.647 12.260 1.387 11,3 8.155 7.321
München 1.353.186 311 102.358 102.229 129 0,1 7.564 7.684
Münster 279.803 303 28.981 28.632 349 1,2 10.358 10.391
Neuss 151.388 100 14.325 13.692 633 4,6 9.462 9.051
Nürnberg 505.664 186 43.859 42.401 1.458 3,4 8.674 8.418
Oberhausen 212.945 77 20.299 21.280 -981 -4,6 9.533 9.943
Offenbach 120.435 45 13.807 14.363 -556 -3,9 11.464 12.093
Oldenburg 162.173 103 15.283 17.175 -1.892 -11,0 9.424 10.646
Osnabrück 164.119 120 17.426 18.270 -844 -4,6 10.618 11.173
Paderborn 146.283 180 11.953 12.745 -792 -6,2 8.171 8.770
Pforzheim 119.781 98 9.398 9.147 251 2,7 7.846 7.636
Potsdam 156.906 188 15.771 16.548 -777 -4,7 10.051 10.703
Recklinghausen 118.365 66 12.296 11.314 982 8,7 10.388 9.504
Regensburg 135.520 81 13.245 12.560 685 5,5 9.773 9.358
Remscheid 110.563 75 7.705 7.107 598 8,4 6.969 6.378
Reutlingen 112.484 87 7.231 6.890 341 4,9 6.428 6.145
Rostock 202.735 181 21.444 22.186 -742 -3,3 10.577 11.014
Saarbrücken 175.741 167 22.432 22.820 -388 -1,7 12.764 12.980
Salzgitter 102.394 224 6.815 6.648 167 2,5 6.656 6.427
Siegen 103.424 115 8.797 9.742 -945 -9,7 8.506 9.369
Solingen 159.927 90 12.334 11.783 551 4,7 7.712 7.319
Stuttgart 606.588 207 58.231 58.352 -121 -0,2 9.600 9.699
Trier 105.260 117 11.610 12.458 -848 -6,8 11.030 11.912
Ulm 122.801 119 10.244 9.698 546 5,6 8.342 7.944
Wiesbaden 275.976 204 24.469 24.428 41 0,2 8.866 8.803
Wolfsburg 121.451 204 8.696 9.375 -679 -7,2 7.160 7.741
Wuppertal 349.721 168 32.118 32.161 -43 -0,1 9.184 9.161
Würzburg 133.799 88 11.312 11.202 110 1,0 8.454 8.410
HZ = Fälle pro 100.000 Einwohner

Anmerkung zu Vergleichbarkeit der Städtedaten:


Beim Vergleich ist zu beachten, dass sich das Anzeigeverhalten (zum Beispiel bei Leistungserschleichung
und Ladendiebstahl) und die Deliktstruktur, auch durch polizeiliche Schwerpunktsetzung, in diesen Städten
unterscheiden kann, dass Bevölkerungs- und Gelegenheitsstrukturen sowie Tätermobilität unterschiedlich
sind und dass bei der Berechnung der Häufigkeitszahlen nur die amtlich gemeldete Wohnbevölkerung –
nicht jedoch Pendler, Touristen, Durchreisende, Stationierungsstreitkräfte und andere nicht gemeldete Perso-
nen – bei der Einwohnerzahl berücksichtigt sind, deren Zahlen ebenfalls von Stadt zu Stadt erheblich diffe-
rieren können. Hinzu kommt, dass urbane Lebensformen und Lebensstile, die partiell abweichendes Verhal-
ten begünstigen, beim Vergleich zwischen den Städten und insbesondere zwischen Stadt- und Flächenstaaten
berücksichtigt werden müssen.
PKS Berichtsjahr 2011 Schusswaffenverwendung
65
2.1.4 Schusswaffenverwendung19
Die Erfassung der Schusswaffenverwendung erfolgt unabhängig von der Registrierung von Verstößen gegen
das Waffen- oder Kriegswaffenkontrollgesetz. 2011 wurden 34.464 Straftaten nach dem Waffengesetz
(-8,5 % gegenüber 2010) und 569 683 Straftaten nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz (-16,7 %) registriert.
Die Verwendung von Schusswaffen weist dabei bereits seit Jahren einen rückläufigen Trend auf.

Mit Schusswaffe gedroht


Im Berichtsjahr 2011 wurden 6 113 Fälle „mit Schusswaffe gedroht“ registriert, und damit 7,7 % weniger als
im Vorjahr (2010: 6 623). Damit ist der niedrigste Stand seit 1993 zu verzeichnen. Siehe auch T16.

Die Fälle “mit Schusswaffe gedroht“ verteilen sich auf die einzelnen Straftaten(gruppen) wie folgt:

Fälle "mit Schusswaffe gedroht"


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T12
mit Schusswaffe gedroht
Veränderung %-Anteil an Schlüssel ------
Schlüssel Straftaten(gruppen)
erfasste Fälle Vorjahr
in %* Berichtsjahr Vorjahr

------Straftaten insgesamt 6.113 -(7,7) 100,0 100,0


davon:
210000 Raub, räuberische Erpressung und 3.488 -(7,6) 57,1 57,0
räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 2.157 -(9,3) 35,3 34,4
220000 Körperverletzung 269 -(12,0) 4,4 4,9
sonstige Straftaten 199 -(20,4) 3,3 3,8
* Bitte Fußnote am Ende der Seite beachten.

Neun von zehn Fällen (92,3 %), bei denen mit einer Schusswaffe gedroht wurde, betrafen die Straftaten-
gruppe „Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer“ und „Straftaten gegen die
persönliche Freiheit“.
Die Aufgliederung der einzelnen Straftaten(gruppen) mit den hohen Prozentanteilen von Fällen “mit
Schusswaffe gedroht“ an der jeweiligen Gesamtzahl der erfassten Fälle ergibt folgendes Bild:

Anteil der Fälle "mit Schusswaffe gedroht" an der jeweiligen Gesamtzahl


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T13

erfasste darunter:
Schlüssel Straftaten(gruppen) Fälle mit Schusswaffe gedroht
insgesamt Fälle in %
211000 Raubüberfälle auf Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen 100 % 324 169 52,2
212000 Raubüberfälle auf sonstige Zahlstellen und Geschäfte 4.828 2.068 42,8
233000 Erpresserischer Menschenraub 85 15 17,6
234000 Geiselnahme 43 14 32,6
214000 Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 335 57 17,0
213000 Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte 129 14 10,9
218000 Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln 140 12 8,6
219000 Raubüberfälle in Wohnungen 2.911 236 8,1

19
Während die Erfassung der Schusswaffenverwendung nur im Fallbereich erfolgt, wird unabhängig davon sowohl bei den aufgeklärten Fällen als
auch bei den Tatverdächtigen festgehalten, ob eine Schusswaffe mitgeführt wurde (vgl. Seiten 86 und 145). Als Schusswaffe im Sinne von „ge-
schossen“ und „mitgeführt“ gelten nur Schusswaffen gemäß § 1 WaffG. Nicht zu erfassen ist das „Mitführen“ von Schusswaffen bei solchen Perso-
nen, die dazu bei rechtmäßiger Dienstausübung ermächtigt sind und gegen die Anzeige als Folge der Dienstausübung erstattet wurde. Mit einer
Schusswaffe gedroht ist dann zu erfassen, wenn wenigstens ein Opfer sich subjektiv bedroht fühlte (auch z.B. durch eine Spielzeugpistole).
Schusswaffenverwendung PKS Berichtsjahr 2011
66
Mit Schusswaffe geschossen
Im Berichtsjahr 2011 wurden 5 597 Fälle registriert und damit 0,8 % mehr als im Vorjahr (2010: 5 553), bei
denen auf Personen oder Sachen geschossen wurde. Der niedrigste Stand seit 1993 wurde 2008 gemessen.
Siehe auch T16.

Die Fälle verteilen sich auf die einzelnen Straftaten(gruppen) wie folgt:
Fälle "mit Schusswaffe geschossen"
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T14
mit Schusswaffe geschossen
Straftaten(gruppen) Veränderung %-Anteil an Schlüssel: ------
Schlüssel
erfasste gg. Vorjahr
Fälle in %* 2011 2010

------ Straftaten insgesamt 5.597 (0,8) 100,0 100,0


davon:
674000 Sachbeschädigung 1.599 (1,1) 28,6 28,5
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 947 -(6,7) 16,9 16,8
743000 Straftaten nach dem Naturschutz,- Tier- 510 (6,3) 9,1 8,6
schutz-, Bundesjagd-, PflanzenschutzG
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 197 (1,0) 3,5 3,5
662000 Wilderei 241 -(9,4) 4,3 4,8
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer 163 (1,9) 2,9 2,9
Angriff auf Kraftfahrer
000000 Straftaten gegen das Leben 132 -(10,2) 2,4 2,6
sonstige Straftaten 1.808 (5,8) 32,3 32,3
* Bitte Fußnote auf der vorherigen Seite beachten.

Bei knapp einem Drittel der Fälle (28,6 %) bei denen mit einer Schusswaffe geschossen wurde, handelte es
sich um weniger gravierende Delikte, nämlich Sachbeschädigung (z.B. Schießen auf Verkehrszeichen). Etwa
ein Sechstel (16,9 %) der Fälle entfiel auf gefährliche und schwere Körperverletzung.

Die Aufgliederung der einzelnen Straftaten(gruppen) mit hohen Prozentanteilen von Fällen „mit Schusswaffe
geschossen“ an der jeweiligen Gesamtzahl der erfassten Fälle ergibt folgendes Bild:

Anteil der Fälle "mit Schusswaffe geschossen" an der jeweiligen Gesamtzahl


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T15
erfasste darunter:
Schlüssel Straftaten(gruppen) Fälle mit Schusswaffe geschossen
insgesamt Fälle in %
662100 Jagdwilderei 909 241 26,5
010000+ Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen 2.174 132 6,1
020000
743000 Straftaten nach dem Bundesnaturschutz-, Tierschutz-, Bundesjagd- 7.040 510 7,2
und PflanzenschutzG
212000 Raubüberfälle auf sonstige Zahlstellen und Geschäfte 4.828 65 1,3
211000 Raubüberfälle auf Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen 324 5 1,5
213000 Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte 129 2 1,6
222000 gefährliche und schwere Körperverletzung 139.091 947 0,7
PKS Berichtsjahr 2011 Schusswaffenverwendung
67

Anteile von "gedroht" und "geschossen" bei der Schusswaffenverwendung


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T16
Straftaten Schusswaffen- %-Anteil mit Schusswaffe
Jahr insgesamt verwendung insges. Sp. 3 an Sp. 2 gedroht geschossen
100 % Anzahl in % Anzahl in %
1 2 3 4 5 6 7 8

1993 *) 6.750.613 20.070 0,30 12.362 61,6 7.708 38,4


1994 6.537.748 19.698 0,30 12.020 61,0 7.678 39,0
1995 6.668.717 21.018 0,32 12.855 61,2 8.163 38,8
1996 6.647.598 21.950 0,33 13.479 61,4 8.471 38,6
1997 6.586.165 21.729 0,33 13.648 62,8 8.081 37,2
1998 6.456.996 19.858 0,31 12.865 64,8 6.993 35,2
1999 **) 6.302.316 19.292 0,31 12.448 64,5 6.844 35,5
2000 6.264.723 19.419 0,31 12.482 64,3 6.937 35,7
2001 6.363.865 16.686 0,26 11.270 67,5 5.416 32,5
2002 6.507.394 16.411 0,25 10.883 66,3 5.528 33,7
2003 6.572.135 17.337 0,26 11.054 63,8 6.283 36,2
2004 6.633.156 15.375 0,23 9.876 64,2 5.499 35,8
2005 6.391.715 14.216 0,22 9.177 64,6 5.039 35,4
2006 6.304.223 13.397 0,21 8.813 65,8 4.584 34,2
2007 6.284.661 12.441 0,20 7.883 63,4 4.558 36,6
2008 6.114.128 11.365 0,19 6.994 61,5 4.371 38,5
2009 ***) 6.054.330 13.055 0,22 7.142 54,7 5.913 45,3
2010 5.933.278 12.176 0,21 6.623 54,4 5.553 45,6
2011 5.990.679 11.710 0,20 6.113 52,2 5.597 47,8
*) alte Länder einschl. Ost-Berlin.
**) 1. Bundesgebiet insgesamt.
2. Die Zahlen beinhalten auch die von der ZERV erfassten Fälle von 'mit Schusswaffe geschossen' bei Mord und Totschlag: 1998: 21,
1997: 63, 1996: 55, 1995: 135, 1994: 241 und 1993: 399 Fälle mit Schusswaffe geschossen.
***) ab 1999 spielen ZERV-Fälle keine Rolle mehr.

G5
Entwicklung der Schusswaffenverwendung
15.000
14.000
13.000
12.000
11.000
10.000
9.000
8.000
7.000
6.000
5.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0
1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

gedroht geschossen

Hinweis: Bitte Fußnote auf Seite 65 unten beachten.


Opfer PKS Berichtsjahr 2011
68
2.1.5 Opfer
Angaben über Opfer werden in der PKS nur bei bestimmten Straftaten(gruppen) erfasst. Das vollständige
Zahlenmaterial findet sich in der Tabelle 91 (Aufgliederung der Opfer nach Alter und Geschlecht) und in
Tabelle 92 (Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung).

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Alters- und Geschlechtsstruktur der Opfer bei den
Straftaten(gruppen).
Opfer nach Alter und Geschlecht (vgl. Tabelle 91 im Tabellenanhang)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T17
Geschlecht Alter
Schlüs- Straftaten(gruppen) Opfer Kin- Ju- Heran- Erwachsene
sel insgesamt männl. weibl. der gend- wach- 21 < 60 und
liche sende 60 älter
(100 %) in %
010000 Mord und Totschlag vollendet 662 52,7 47,3 9,5 3,6 4,1 59,4 23,4
+020000 versucht 1.887 71,1 28,9 3,8 4,4 7,5 74,7 9,5
insges. 2.549 66,3 33,7 5,3 4,2 6,6 70,7 13,1

110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 11.965 7,8 92,2 4,5 27,5 15,7 50,7 1,6
Selbstbestimmung unter Gewalt- versucht 2.317 5,0 95,0 3,6 20,7 16,4 57,1 2,2
anwendung oder Ausnutzen eines insges. 14.282 7,4 92,6 4,3 26,4 15,8 51,7 1,7
Abhängigkeitsverhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 43.391 66,9 33,1 4,1 12,2 12,0 61,6 10,1
und räuberischer Angriff auf versucht 11.121 66,1 33,9 7,4 13,1 10,5 57,4 11,5
Kraftfahrer insges. 54.512 66,8 33,2 4,8 12,4 11,7 60,7 10,4

220000 Körperverletzung vollendet 569.424 63,2 36,8 7,2 10,9 13,0 64,3 4,6
versucht 38.356 72,4 27,6 4,3 6,2 7,8 76,1 5,7
insges. 607.780 63,8 36,2 7,0 10,6 12,7 65,0 4,7
230000 Straftaten gegen die vollendet 210.099 51,9 48,1 4,1 6,3 7,8 74,0 7,7
persönliche Freiheit versucht 6.138 50,0 50,0 6,6 8,3 8,3 67,8 9,0
insges. 216.237 51,8 48,2 4,2 6,4 7,8 73,9 7,8

Bei den Opfern lassen sich deutliche geschlechts- und altersspezifische Unterschiede feststellen:
– Meist männliche Opfer wurden bei Raub (Ausnahme: Handtaschenraub), Tötungsdelikte, Körperverlet-
zung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit registriert.
– Die Mehrzahl der Opfer bei Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Tötungsdelikten, Körperverletzun-
gen und Raub waren Erwachsene zwischen 21 und 60 Jahren.
– Jugendliche (14 bis unter 18 Jahren) waren vor allem bei Sexualdelikten, aber auch bei Raubdelikten und
Körperverletzung, überdurchschnittlich betroffen.
– Ältere Menschen ab 60 Jahre wurden, außer bei vollendetem Mord und Totschlag (aber bei kleinen abso-
luten Zahlen) und bei Raub (meist Handtaschenraub), verhältnismäßig selten als Opfer erfasst.

Bei allen in der Tabelle ausgewiesenen Straftatengruppen wurde 2011 ein Rückgang der Opferzahlen regist-
riert:
– Straftaten gg. die sexuelle Selbstbestimmung = - 9,5 % (2010: 15 781 Opfer)
– vollendetem Mord und Totschlag = - 4,1 % (2010: 690 Opfer)
– Straftaten gegen die persönliche Freiheit = - 2,5 % (2010: 221 858 Opfer)
– Raubdelikte = - 0,2 % (2010: 56 643 Opfer)
– Körperverletzung = - 0,1 % (2010: 608 096 Opfer)
PKS Berichtsjahr 2011 Opfer
69
Verteilung der Opfer nach Altersgruppen (einschl. der Versuche) bei:

Mord und Totschlag Straftaten gegen die sexuelle


Selbstbestimmung
Kinder Erwach- Kinder Erwach-
5,3% sene ab 4,3% sene ab
Jugend- Jugend-
liche 60 Jahre liche 60 Jahre
4,2% 13,1% 26,4% 1,7%

Heran-
wach-
sende
6,6%

Heran-
wach- Erwach-
Erwach- sende sene bis
sene bis 15,8% 59 Jahre
59 Jahre 51,7%
G6a 70,7%
G6a G6b

Raubdelikte Körperverletzung

Kinder Erwach-
Kinder Erwach-
Jugend- 4,8% sene ab
Jugend- 7,0% sene ab
liche 60 Jahre 60 Jahre
liche
12,4% 10,4% 4,7%
10,6%

Heran-
wach-
sende
11,7% Heran-
wach-
sende
12,7%
Erwach- Erwach-
sene bis sene bis
59 Jahre 59 Jahre
60,7% 65,0%
G6c G6d

Straftaten gegen die persönliche Freiheit


Kinder
Erwach-
4,2%
Jugend- sene ab
liche 60 Jahre
6,4% 7,8%

Heran-
wach-
sende
7,8%

Erwach-
sene bis
59 Jahre
73,9%
G6e
Opfer PKS Berichtsjahr 2011
70
Opfergefährdung nach Altersgruppen (Opfer pro 100 000 Einwohner bezogen auf die jeweilige Altersgruppe)

Bereich: Bundesgebiet insgesamt


T18
Opfer pro 100.000 Einwohner nach Alter
Schlüs- Straftaten(gruppen) Opfer Kin- Ju- Heran- Erwachsene
sel insge- der gend- wach- 21 < 60 und
samt liche sende 60 älter
010000 Mord und Totschlag vollendet 0,8 0,6 0,7 1,0 0,9 0,7
+020000 versucht 2,3 0,7 2,6 5,2 3,2 0,8
insges. 3,1 1,3 3,3 6,2 4,1 1,6
110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 14,6 5,3 102,6 69,0 13,7 0,9
Selbstbestimmung unter Gewalt- versucht 2,8 0,8 14,9 14,0 3,0 0,2
anwendung oder Ausnutzen eines insges. 17,5 6,1 117,6 82,9 16,7 1,1
Abhängigkeitsverhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 53,1 17,5 165,6 191,0 60,4 20,4
und räuberischer Angriff auf versucht 13,6 8,1 45,6 42,7 14,5 6,0
Kraftfahrer insges. 66,7 25,7 211,2 233,7 74,9 26,4
220000 Körperverletzung vollendet 696,5 403,4 1.940,0 2.712,3 828,2 122,8
versucht 46,9 16,1 73,9 109,8 66,0 10,1
insges. 743,4 419,5 2.013,9 2.822,0 894,3 133,0
230000 Straftaten gegen die vollendet 257,0 86,0 413,6 599,5 352,0 75,5
persönliche Freiheit versucht 7,5 4,0 15,9 18,6 9,4 2,6
insges. 264,5 90,0 429,5 618,0 361,4 78,1
Kommentierung auf der nachfolgenden Seite.

Opfergefährdung männlicher Personen (Opfer pro 100 000 Einwohner bezogen auf die jeweilige Altersgruppe)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T18a
Opfer pro 100.000 männlicher Einwohner nach Alter
Schlüs- Straftaten(gruppen) männl. Kin- Ju- Heran- Erwachsene
sel Opfer der gend- wach- 21 < 60 und
insges. liche sende 60 älter
010000 Mord und Totschlag vollendet 0,9 0,8 0,7 1,2 1,0 0,6
+020000 versucht 3,3 0,6 3,6 8,1 4,6 1,1
insges. 4,2 1,4 4,4 9,3 5,6 1,7
110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 2,3 2,7 16,8 7,5 1,8 0,1
Selbstbestimmung unter Gewalt- versucht 0,3 0,3 2,2 1,7 0,2 0,0
anwendung oder Ausnutzen eines insges. 2,6 2,9 19,0 9,2 2,0 0,1
Abhängigkeitsverhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 72,4 28,4 281,9 296,7 77,4 15,4
und räuberischer Angriff auf versucht 18,3 12,9 78,5 65,6 17,9 5,0
Kraftfahrer insges. 90,7 41,3 360,4 362,4 95,3 20,4
220000 Körperverletzung vollendet 897,5 517,5 2.408,8 3.657,7 1.014,3 161,6
versucht 69,3 20,9 99,5 155,5 95,7 15,4
insges. 966,8 538,4 2.508,3 3.813,2 1.110,0 177,0
230000 Straftaten gegen die vollendet 271,7 94,0 368,3 512,0 359,3 109,9
persönliche Freiheit versucht 7,7 3,9 13,4 15,2 9,4 3,5
insges. 279,3 97,9 381,8 527,3 368,8 113,4
Kommentierung auf der nachfolgenden Seite.
PKS Berichtsjahr 2011 Opfer
71

Opfergefährdung weiblicher Personen (Opfer pro 100 000 Einwohner bezogen auf die jeweilige Altersgruppe)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T18b
Opfer pro 100.000 weiblicher Einwohner nach Alter
Schlüs- Straftaten(gruppen) weibl. Kin- Ju- Heran- Erwachsene
sel Opfer der gend- wach- 21 < 60 und
insges. liche sende 60 älter
010000 Mord und Totschlag vollendet 0,8 0,4 0,8 0,8 0,8 0,8
+020000 versucht 1,3 0,8 1,5 2,2 1,7 0,6
insges. 2,1 1,2 2,2 2,9 2,5 1,4
110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 26,5 8,1 193,2 133,5 26,0 1,5
Selbstbestimmung unter Gewalt- versucht 5,3 1,4 28,4 26,8 5,9 0,4
anwendung oder Ausnutzen eines insges. 31,8 9,5 221,6 160,3 31,8 1,9
Abhängigkeitsverhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 34,5 6,1 42,9 79,9 43,0 24,4
und räuberischer Angriff auf versucht 9,0 3,2 10,9 18,6 10,9 6,7
Kraftfahrer insges. 43,5 9,3 53,8 98,5 54,0 31,1
216000 darunter: Handtaschenraub vollendet 6,5 0,1 3,4 10,1 5,1 11,6
versucht 1,7 0,1 1,5 3,0 1,6 2,6
insges. 8,2 0,2 4,9 13,2 6,7 14,2
220000 Körperverletzung vollendet 502,9 283,2 1.445,3 1.719,6 637,2 92,2
versucht 25,4 11,1 46,9 61,8 35,6 6,0
insges. 528,3 294,3 1.492,1 1.781,4 672,8 98,2
230000 Straftaten gegen die vollendet 242,9 77,6 461,3 691,2 344,5 48,4
persönliche Freiheit versucht 7,4 4,1 18,5 22,1 9,4 1,9
insges. 250,2 81,6 479,9 713,3 353,9 50,3

Der unterschiedliche Gefährdungsgrad der einzelnen Alters- und Geschlechtsgruppen wird deutlich, wenn
die Opfer auf die Einwohnerzahl bezogen werden (je 100 000 Einwohner der jeweiligen Alters- und Ge-
schlechtsgruppe: „Opfergefährdungszahl“). Es zeigt sich, dass das Opferrisiko der männlichen Bevölkerung
das der weiblichen bei Raub und Körperverletzung erheblich übertrifft. Bei Körperverletzung, Raub und
Straftaten gegen die persönliche Freiheit weisen Jugendliche und Heranwachsende eine besonders hohe Op-
fergefährdung auf. Sie bilden umgekehrt auch die statistisch am stärksten kriminalitätsbelasteten Altersgrup-
pen (vgl. S. 117 ff). Bei Straftaten gegen die persönliche Freiheit besteht annähernd ein gleich großes Risiko
zwischen den Geschlechtern, bei Sexualstraftaten sind mehr weibliche Opfer zu verzeichnen.
Opfer PKS Berichtsjahr 2011
72
Verteilung der Opfergefährdung nach Geschlecht bei:

Mord und Totschlag


G7a

männlich weiblich

>60 >60

21<60
21<60

18<21
18<21

14<18
14<18

<14 <14

12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Opfergefährdungszahl*)
vollendete Fälle Versuche vollendete Fälle Versuche

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung


oder Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses
G7b

männlich weiblich

>60 >60

21<60
21<60

18<21
18<21

14<18
14<18

<14 <14

200 175 150 125 100 75 50 25 0 0 25 50 75 100 125 150 175 200

vollendete Fälle Versuche Opfergefährdungszahl*) vollendete Fälle Versuche

Raub, räuberischer Erpressung und räuberischem Angriff auf Kraftfahrer


G7c

männlich weiblich

>60 >60

21<60
21<60

18<21
18<21

14<18
14<18

<14 <14

350 300 250 200 150 100 50 0 0 50 100 150 200 250 300 350

vollendete Fälle Versuche Opfergefährdungszahl*) vollendete Fälle Versuche

* Opfergefährdungszahl: Anzahl der Opfer pro 100 000 Einwohner bezogen auf die jeweilige Altersklasse.
PKS Berichtsjahr 2011 Opfer
73

Körperverletzung
G7d

männlich weiblich

>60 >60

21<60
21<60

18<21
18<21

14<18
14<18

<14 <14

4000 350 0 3 000 2500 2000 15 00 1000 500 0 0 5 00 1000 15 00 2000 2 500 3000 3 500 4000

vollendete Fälle Versuche vollendete Fälle Versuche


Opfergefährdungszahl*)

Straftaten gegen die persönliche Freiheit


G7e

männlich weiblich

>60 >60

21<60
21<60

18<21
18<21

14<18
14<18

<14 <14

700 60 0 500 400 30 0 200 100 0 0 100 200 300 400 5 00 6 00 70 0

vollendete Fälle Versuche Opfergefährdungszahl*) vollendete Fälle Versuche

* Opfergefährdungszahl: Anzahl der Opfer pro 100 000 Einwohner bezogen auf die jeweilige Altersklasse.
Opfer PKS Berichtsjahr 2011
74

Opfer - Tatverdächtigen - Beziehung1)


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T19
Opfer Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung -insgesamt-
Schlüs- Straftaten(gruppen) insgesamt Verwandt- Bekannt- Lands- flüchtige keine ungeklärt
sel schaft *) schaft mann **) Vorbeziehung
(100 %) in %
010000 Mord und Totschlag vollendet 662 44,9 21,1 2,0 8,6 13,9 9,5
+020000 versucht 1.887 25,5 22,2 2,9 11,1 27,2 11,1
insges. 2.549 30,6 21,9 2,6 10,4 23,7 10,7

110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 11.965 24,4 34,8 0,3 15,3 18,3 6,9
Selbstbestimmung unter Ge- versucht 2.317 16,6 22,7 0,6 12,6 36,8 10,7
waltanwendung oder Aus- insges. 14.282 23,1 32,8 0,4 14,9 21,3 7,5
nutzen eines Abhängigkeits-
verhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 43.391 2,2 7,6 0,3 7,4 63,3 19,3
und räuberischer Angriff auf versucht 11.121 2,9 8,9 0,5 8,7 61,5 17,5
Kraftfahrer insges. 54.512 2,3 7,8 0,3 7,7 62,9 18,9

220000 Körperverletzung vollendet 569.424 22,2 19,1 0,7 11,4 35,7 10,8
versucht 38.356 14,5 14,8 0,6 10,5 49,1 10,5
insges. 607.780 21,7 18,8 0,7 11,4 36,5 10,8
230000 Straftaten gegen die vollendet 210.099 22,3 21,1 0,8 13,3 30,8 11,8
persönliche Freiheit versucht 6.138 14,9 21,2 0,8 14,3 36,5 12,3
insges. 216.237 22,0 21,1 0,8 13,3 30,9 11,8
1
) Vorrang hat stets die engste Beziehung.
*) Alle Angehörigen gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 StGB (also einschl. Lebenspartner, Verschwägerte, Verlobte, Geschiedene, Pflegeeltern und -kinder).
**) Nur Ausländer: gleiche Staatsangehörigkeit, aber weder Verwandtschaft noch Bekanntschaft.

Bei vollendetem Mord und Totschlag wurden bei zwei Drittel der Opfer (66,0 %, 2010: 66,1 %) Verwandte
oder nähere Bekannte als Tatverdächtige ermittelt. Über ein Drittel (34,4 %, 2010: 35,0 %) der Opfer bei
Mord und Totschlag (einschl. Versuche) hatte keine Vorbeziehung zum Tatverdächtigen oder diese blieb
ungeklärt. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen
eines Abhängigkeitsverhältnisses (einschl. Versuche) wurde wie schon in den beiden Vorjahren mehr als
jede zweite erfasste Tat von Verwandten oder näheren Bekannten verübt. Etwa ein Viertel (28,8 %,
2010: 26,9 %) der Opfer hatte keine Vorbeziehung zum Tatverdächtigen oder diese blieb ungeklärt. Wie in
den Vorjahren lag der Anteil fehlender oder ungeklärter Vorbeziehungen bei Raub insgesamt am höchsten
(81,8 %, 2010: 81,4 %). Bei Straftaten gegen die persönliche Freiheit wurden für mehr als jedes dritte Opfer
(43,1 %, 2010: 37,1 %) Bekannte oder Verwandte als Tatverdächtige ermittelt.
PKS Berichtsjahr 2011 Opfer
75

Männliche Opfer - Tatverdächtigen - Beziehung1) (vgl. Tabelle 92 im Tabellenanhang)


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T20
Opfer Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung -männlich-
Schlüs- Straftaten(gruppen) insgesamt Verwandt- Bekannt- Lands- flüchtige keine ungeklärt
sel -männl.- schaft *) schaft mann **) Vorbeziehung
(100 %) in %
010000 Mord und Totschlag vollendet 349 23,2 29,5 3,2 12,9 20,9 10,3
+020000 versucht 1.341 13,6 23,1 3,7 13,6 32,3 13,6
insges. 1.690 15,6 24,4 3,6 13,5 29,9 12,9

110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 936 8,7 48,1 0,9 16,5 16,3 9,6
Selbstbestimmung unter Ge- versucht 117 7,7 37,6 0,0 12,8 30,8 11,1
waltanwendung oder Aus- insges. 1.053 8,5 46,9 0,8 16,0 17,9 9,8
nutzen eines Abhängigkeits-
verhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 29.045 0,5 8,8 0,4 9,1 62,1 19,1
und räuberischer Angriff auf versucht 7.354 1,2 11,1 0,7 11,1 59,0 16,8
Kraftfahrer insges. 36.399 0,6 9,3 0,4 9,5 61,5 18,7
220000 Körperverletzung vollendet 360.018 9,5 18,6 0,9 12,8 44,7 13,5
versucht 27.778 8,1 13,7 0,7 10,7 55,3 11,5
insges. 387.796 9,4 18,2 0,9 12,7 45,5 13,4
230000 Straftaten gegen die vollendet 108.966 8,9 20,3 1,1 15,0 40,6 14,1
persönliche Freiheit versucht 3.070 6,0 21,4 1,0 16,0 41,3 14,4
insges. 112.036 8,8 20,3 1,1 15,0 40,6 14,1
1
) Vorrang hat stets die engste Beziehung.
*) Alle Angehörigen gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 StGB (also einschl. Lebenspartner, Verschwägerte, Verlobte, Geschiedene, Pflegeeltern und -kinder).
**) Nur Ausländer: gleiche Staatsangehörigkeit, aber weder Verwandtschaft noch Bekanntschaft.

Weibliche Opfer - Tatverdächtigen - Beziehung 1) (vgl. Tabelle 92 im Tabellenanhang)


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T21
Opfer Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung -weiblich-
Schlüs- Straftaten(gruppen) insgesamt Verwandt- Bekannt- Lands- flüchtige keine ungeklärt
sel -weibl.- schaft *) schaft mann **) Vorbeziehung
(100 %) in %
010000 Mord und Totschlag vollendet 313 69,0 11,8 0,6 3,8 6,1 8,6
+020000 versucht 546 54,8 20,0 0,7 4,8 14,7 5,1
insges. 859 60,0 17,0 0,7 4,4 11,5 6,4
110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 11.029 25,7 33,6 0,3 15,2 18,4 6,7
Selbstbestimmung unter Ge- versucht 2.200 17,0 21,9 0,7 12,6 37,1 10,7
waltanwendung oder Aus- insges. 13.229 24,3 31,7 0,4 14,8 21,5 7,4
nutzen eines Abhängigkeits-
verhältnisses

210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 14.346 5,6 5,0 0,1 3,9 65,6 19,7
und räuberischer Angriff auf versucht 3.767 6,1 4,7 0,3 4,0 66,3 18,6
Kraftfahrer insges. 18.113 5,7 5,0 0,1 3,9 65,8 19,5
220000 Körperverletzung vollendet 209.406 44,1 20,0 0,4 9,1 20,2 6,3
versucht 10.578 31,3 17,7 0,3 10,0 32,7 7,9
insges. 219.984 43,5 19,9 0,4 9,1 20,8 6,4
230000 Straftaten gegen die vollendet 101.133 36,6 21,9 0,5 11,4 20,2 9,3
persönliche Freiheit versucht 3.068 23,8 21,1 0,6 12,5 31,6 10,2
insges. 104.201 36,2 21,9 0,5 11,5 20,6 9,3
1
) Vorrang hat stets die engste Beziehung.
*) Alle Angehörigen gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 StGB (also einschl. Lebenspartner, Verschwägerte, Verlobte, Geschiedene, Pflegeeltern und -kinder).
**) Nur Ausländer: gleiche Staatsangehörigkeit, aber weder Verwandtschaft noch Bekanntschaft.
Opfer PKS Berichtsjahr 2011
76
Für Mord und Totschlag, Körperverletzung sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit gilt, dass männli-
che Opfer im Vergleich zu den weiblichen geringere Anteile enger Vorbeziehungen aufweisen. Mädchen
und Frauen fallen besonders bei Mord und Totschlag, aber auch bei sexueller Gewalt, Straftaten gegen die
persönliche Freiheit und Körperverletzungen meist Verwandten oder Bekannten zum Opfer.
>

Verteilung der Opfer nach ihrer Beziehung zum Tatverdächtigen (einschl. Versuche) bei:

Mord und Totschlag


männlich weiblich
G8a

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung


männlich weiblich
G8b

Raubdelikte
männlich weiblich
G8c

Körperverletzung
männlich weiblich
G8d

Straftaten gegen die persönliche Freiheit


männlich weiblich
G8e

Verwandtschaft Bekanntschaft/Landsmann
flüchtige Vorbeziehung keine Vorbeziehung/ungeklärt
PKS Berichtsjahr 2011 Opfer
77
Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte als Opfer
Mit dem in 2011 eingeführten Katalog „Geschädigtenspezifik: Beruf/Tätigkeit“ können nun auch Polizei-
vollzugsbeamte - sowie Vollstreckungsbeamte insgesamt, Zollbeamte, JVA-Beamte und sonstige Vollstre-
ckungsbeamte sowie Rettungsdienstkräfte insgesamt (Feuerwehr- und sonstige Rettungsdienstkräfte) - nicht
mehr nur als Opfer von Widerstandsdelikten, sondern umfassender als Opfer von Gewaltdelikten erfasst
werden. Zur Sicherstellung der Erfassung wurde die Richtlinie zur Führung der PKS mit Wirkung vom
01.01.2011 angepasst. Demnach erfolgt die Erfassung der Merkmale der „Geschädigtenspezifik“ unter der
Bedingung, dass die Tatmotivation in den personen-, berufs- bzw. verhaltensbezogenen Merkmalen begrün-
det ist oder in Beziehung dazu steht (sachlicher Zusammenhang). Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlun-
gen muss erkennen lassen, dass die Tathandlung u.a. oder allein durch das im Einzelfall vorliegende Merk-
mal veranlasst war.
Geschädigtenspezifik"Beruf/Tätigkeit": Vollstreckungsbeamte und Rettungsdienstkräfte
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T943a
Beruf / Tätigkeit
Opfer Vollstreckungsbeamte Rettungs-
Schlüssel Straftaten(gruppe)*)
insges. im Sinne der §§ 113, 114 StGB dienste
insges. Polizei Zoll JVA Sonstige insges.
892000 Gewaltkriminalität vollendet 19.358 1.785 1.699 7 38 41 119
darunter: versucht 5.884 1.835 1.787 1 16 31 85
insges. 25.242 3.620 3.486 8 54 72 204
010000 Mord vollendet 21 1 1 0 0 0 0
versucht 61 23 22 0 0 1 2
insges. 82 24 23 0 0 1 2
020000 Totschlag und Tötung auf vollendet 5 0 0 0 0 0 0
Verlangen versucht 130 72 70 0 1 1 6
insges. 135 72 70 0 1 1 6
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 8.464 57 47 0 2 8 4
und räuberischer Angriff auf versucht 2.185 24 20 0 1 3 3
Kraftfahrer insges. 10.649 81 67 0 3 11 7
222000 Gefährliche und schwere vollendet 10.662 1.726 1.651 7 36 32 115
Körperverletzung versucht 3.472 1.715 1.675 1 13 26 74
insges. 14.134 3.441 3.326 8 49 58 189
224000 (vorsätzlich leichte) vollendet 32.499 7.495 7.180 16 101 198 500
Körperverletzung versucht 6.143 4.184 4.128 6 16 34 146
insges. 38.642 11.679 11.308 22 117 232 646
230000 Straftaten gegen die vollendet 17.608 4.095 3.664 26 134 271 297
persönliche Freiheit versucht 788 204 175 3 4 -65 5
insges. 18.396 4.299 3.839 29 138 206 302
232100 Freiheitsberaubung vollendet 243 7 2 0 2 3 2
versucht 26 0 0 0 0 0 0
insges. 269 7 2 0 2 3 2
232200 Nötigung vollendet 5.092 780 693 10 19 58 96
versucht 742 203 175 3 3 22 5
insges. 5.834 983 868 13 22 80 101
232300 Bedrohung vollendet 11.276 3.267 2.942 14 112 199 186
versucht 0 0 0 0 0 0 0
insges. 11.276 3.267 2.942 14 112 199 186
621021 Widerstand gegen vollendet 36.413 36.046 35.636 18 5 387 89
Polizeivollzugsbeamte versucht 0 0 0 0 0 0 0
insges. 36.413 36.046 35.636 18 5 387 89
621029 Widerstand gegen Vollstreckungs- vollendet 776 723 253 42 78 350 8
beamte (ohne Polizeivollzugsbeamte) versucht 0 0 0 0 0 0 0
insges. 776 723 253 42 78 350 8
*) Die Auflistung ist nicht vollständig.
Opfer PKS Berichtsjahr 2011
78

Bei allen polizeilich registrierten Straftaten (einschl. Versuche) dominiert die vorsätzlich leichte Körperver-
letzung (38 642 Opfer insgesamt), gefolgt vom Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte mit 36 412 Opfern.
Im Berichtsjahr 2011 registrierte die PKS insgesamt 25 242 Opfer von Gewaltkriminalität, darunter 3 620
Vollstreckungsbeamte und 204 Rettungsdienstkräfte. Infolge gefährlicher und schwerer Körperverletzung
(§§224, 226, 231 StGB) wurden 3 441 Vollstreckungsbeamte sowie 198 Rettungsdienstkräfte angegriffen.
Selten wurde Gewalt gegen diese beiden Berufs-/Tätigkeitsgruppen mittels schwerster Gewaltdelikte wie
Totschlag (§§ 212, 213, 216 StGB) und Mord (§211 StGB) verübt; ein männlicher Polizeivollzugsbeamter
wurde Opfer eines vollendeten Tötungsdelikts.

Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung

Durch den ab 01.01.2011 bundesweit eingeführten Katalog „Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung - formal“,


können nun über die bisherigen Angaben zur Opfer-Tatverdächtigenbeziehung (T19) hinaus auch differen-
zierte Angaben zur Verwandtschaft einschließlich der Partnerschaft (s. T245) erfasst werden.

Opfer - Tatverdächtigen - Beziehung - formal


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T245
Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung -Partnerschaft -
Partner- Ehe- eing. Partner Ehe-
Opfer schaften partner Lebens- nicht malige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt insges. partner- ehelicher Partner*)
schaft Lebens-
gemeinsch.
(100 %) in %
010000 Mord und Totschlag vollendet 662 26,9 17,5 0,2 5,1 4,1
+020000 versucht 1.887 15,5 7,5 0,0 4,3 3,7
insges. 2.549 18,5 10,1 0,0 4,5 3,8
110000 Straftaten gegen die sexuelle vollendet 11.965 18,0 7,0 0,1 4,8 6,2
Selbstbestimmung unter Ge- versucht 2.317 14,0 5,5 0,0 3,5 4,9
waltanwendung oder Aus- insges. 14.282 17,4 6,8 0,0 4,6 6,0
nutzen eines Abhängigkeits-
verhältnisses
210000 Raub, räuberische Erpressung vollendet 43.391 1,5 0,3 0,0 0,4 0,9
und räuberischer Angriff auf versucht 11.121 1,1 0,3 0,0 0,3 0,6
Kraftfahrer insges. 54.512 1,4 0,3 0,0 0,3 0,8
220000 Körperverletzung vollendet 569.424 15,0 5,7 0,1 5,2 4,0
versucht 38.356 8,7 3,7 0,1 2,6 2,3
insges. 607.780 14,6 5,6 0,1 5,0 3,9
230000 Straftaten gegen die vollendet 210.099 15,7 4,0 0,1 2,2 9,5
persönliche Freiheit versucht 6.138 9,6 2,5 0,0 1,6 5,5
insges. 216.237 15,5 3,9 0,1 2,2 9,4
*) Ehemaliger Ehepartner / ehemalige Partner nichtehelicher Lebensgemeinschaften / ehemalige eingetragene Lebensgemeinschaften.

Bei vollendetem Mord und Totschlag wurde bei etwa einem Viertel der Opfer (26,9 Prozent) der eigene
Partner als Tatverdächtiger ermittelt. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwen-
dung oder Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses (einschließlich Versuche) wurden bei 17,4 Prozent
der Opfer in der Partnerschaft verübt. Oftmals war hier – wie auch bei der Körperverletzung (5,6 Prozent) –
der Tatverdächtige der Ehepartner.
PKS Berichtsjahr 1997 Opfer
79

2.1.6 Schaden (vgl. Tabelle 07 im Tabellenanhang)

Schaden bei einzelnen Straftaten(gruppen)


Ein Schaden wird nur bei vollendeten Fällen erfasst (siehe Vorbemerkungen).
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T22
%-Anteile der Schadensfälle Schadenssumme
vollendete
Schlüssel Straftaten(gruppen) unter Euro 500 < mehr als in Millionen
Fälle 50 < 500
50 5.000 5.000 Euro
210000 Raubdelikte 38.185 27,9 48,2 20,8 3,2 50,1
211000 Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen 205 5,4 7,8 21,0 65,9 5,7
212000 Raubüberfälle auf sonstige Zahlstellen und 3.712 5,4 30,1 54,1 10,4 13,8
Geschäfte
213000 Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte 98 2,0 9,2 27,6 61,2 1,4
214000 Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 244 20,5 61,1 12,3 6,1 0,4
216000 Handtaschenraub 2.767 16,4 64,4 18,5 0,7 1,1
217000 sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen 16.187 26,4 55,5 17,1 1,0 8,5
oder Plätzen
219000 Raubüberfälle in Wohnungen 2.349 20,1 45,0 28,3 6,6 8,0
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 1.260.014 36,9 48,2 13,7 1,2 552,7
326*00 Ladendiebstahl 362.346 75,5 22,1 2,3 0,1 26,0
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 876.601 11,1 47,5 34,1 7,3 1.690,4
4**100 von Kraftwagen 24.492 3,1 2,8 22,8 71,4 404,5
410*00 in/aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- 67.684 13,6 30,9 42,3 13,1 229,2
und Lagerräumen
425*00 in/aus Warenhäusern, Verkaufsräumen und 37.698 18,1 42,2 31,0 8,8 74,5
Selbstbedienungsläden
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl 81.493 10,5 20,4 47,3 21,8 369,5
§ 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB
450*00 aus Kraftfahrzeugen 165.985 10,2 52,9 34,5 2,5 149,8
510000 Betrug 853.222 45,3 33,7 16,4 4,7 2.371,6
515000 Erschleichen von Leistungen 246.428 90,0 9,8 0,2 0,0 5,9
520000 Veruntreuungen § 266, 266a, 266b StGB 29.265 13,8 17,1 42,0 27,2 1.173,2
530000 Unterschlagung 105.156 25,1 46,8 20,2 8,0 290,8
560000 Insolvenzstraftaten §§ 283, 283a-d StGB 3.991 61,8 0,8 6,7 30,7 293,1
712000 Straftaten nach AktG, GenG, GmbHG, 7.783 43,9 1,1 7,1 48,0 1.365,7
HGB, RechnungslegungsG, UmwandlungsG

Die einzelnen Fälle werden nach der Schadenshöhe zu Fallgruppen zusammengefasst. 2011 zählten die meis-
ten der registrierten einfachen Ladendiebstähle (75,5 %) zur Schadenskategorie unter 50 Euro wie auch ein
großer Teil der Vermögensdelikte (insbesondere Leistungserschleichungen mit 90,0 %). Bei den Vermö-
gensdelikten sind andererseits aber auch besonders große Anteile von Schadensfällen über 5 000 Euro zu
finden. Beträchtliche Anteile der Schadensgruppe über 5 000 Euro wiesen schwerer Diebstahl von Kraftwa-
gen, Raubüberfälle auf Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen, Raubüberfälle auf Geld- und Werttranspor-
te, Straftaten nach AktG, GenG, GmbHG, HGB, RechnungslegungsG und UmwandlungsG sowie Insolvenz-
straftaten und Veruntreuungen aus. Ist der Schaden nicht bezifferbar, wird ein ideeller Schaden von 1 Euro
registriert. Dies erklärt den hohen Anteil der Schadensklasse unter 50 Euro z.B. bei Insolvenzstraftaten oder
Straftaten nach dem AktG, GenG, GmbHG, HGB, RechnungslegungsG und UmwandlungsG.
Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
80
2.2 Aufklärung

2011 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik 5 990 679 Straftaten erfasst und 3 276 153 als aufgeklärt
registriert. Dies entspricht einer Gesamtaufklärungsquote von 54,7 % (2010: 56,0 %, 1993: 43,8 %).
Die Gesamtaufklärungsquote ist jedoch wenig aussagekräftig, wie eine Aufschlüsselung nach einzelnen
Straftaten(gruppen) zeigt (siehe T23).
Zwischen den einzelnen Deliktsgruppen sind nämlich erhebliche Unterschiede festzustellen. So wurden z.B.
nur 15,0 % der Diebstähle unter erschwerenden Umständen aufgeklärt. Bei Rauschgiftdelikten besteht dem-
gegenüber eine hohe Aufklärungsquote (94,7 %), was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass der
Polizei hier nur ein kleiner Teil der begangenen Straftaten bekannt geworden ist. Die Gesamtaufklärungs-
quote sagt auch über Qualität und Quantität der polizeilichen Arbeit unmittelbar nichts aus. Sie stellt ledig-
lich einen rechnerischen Wert dar, der die Unterschiedlichkeiten der erfassten Delikte und deren Aufklä-
rungsmöglichkeiten nicht deutlich werden lässt.

2.2.1 Entwicklung der Aufklärungsquoten einzelner Straftaten(gruppen)

Entwicklung der Aufklärungsquoten einzelner Straftaten(gruppen)


T23
Aufklärungsquote in %
Schlüssel Straftaten(gruppen)*
2011 2010 2009 2008 2007 2006 2000 1993
010000/ Mord und Totschlag 96,1 95,4 95,7 97,0 96,8 95,5 95,3 82,0
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 82,5 81,7 81,6 82,2 82,9 82,9 79,7 70,3
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 52,7 52,6 52,6 52,8 51,5 51,5 50,5 42,6
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 82,3 82,3 82,2 82,3 82,5 83,2 83,9 80,1
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 90,8 90,5 90,3 90,0 90,1 90,3 90,2 87,6
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 89,5 89,3 89,3 88,7 89,3 89,8 89,4 83,6
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 40,8 42,9 43,8 43,3 43,5 43,6 48,7 51,5
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 15,0 15,1 14,9 15,0 14,9 14,3 14,4 11,9
darunter:
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB 16,2 15,9 16,9 18,1 20,0 19,3 17,7 13,8
***100 Diebstahl insgesamt von Kraftwagen 26,8 24,8 26,7 28,0 30,3 29,2 26,2 20,4
510000 Betrug 78,3 79,9 81,3 81,7 83,3 83,8 79,9 81,2
530000 Unterschlagung 56,7 57,6 58,0 58,8 60,1 60,9 67,8 75,2
540000 Urkundenfälschung 85,0 86,3 86,2 86,6 87,2 88,8 93,8 94,4
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereitelung im 95,0 95,7 96,5 97,0 97,0 97,0 97,8 99,1
Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 49,2 50,1 48,8 48,3 48,1 49,1 48,5 46,5
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 80,5 82,7 79,9 79,5 80,0 81,8 88,7 81,5
673000 Beleidigung 90,0 89,9 89,9 89,9 90,1 90,5 89,6 86,6
674000 Sachbeschädigung 25,2 25,5 25,0 25,3 25,6 26,4 26,9 22,2
676000 Straftaten gegen die Umwelt 59,6 59,8 58,2 57,9 58,4 57,9 61,0 64,2
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- 98,4 98,4 98,0 97,4 97,7 98,7 99,2 99,0
und das Freizügigkeitsgesetz/EU
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 94,7 94,7 94,4 94,5 94,7 94,7 95,4 95,7
------ Straftaten insgesamt 54,7 56,0 55,6 54,8 55,0 55,4 53,2 43,8
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Eine vollständige Übersicht bietet die Tabelle 01 im Anhang (Spalten 14 und 15).
Hinweis: Bei den Schlüsselzahlen „111000“, „224000“, „435*00“, „640000“ und „650000“ gab es 1998 gesetzliche Änderungen.

Im Jahre 2011 blieben 2 714 526 Fälle unaufgeklärt. 85,0 % davon waren Diebstahlsfälle unter erschweren-
den Umständen, 50,2 % Diebstahlsfälle ohne erschwerende Umstände und 74,8 % Sachbeschädigungen.
81,7 % der unaufgeklärten Fälle entfielen also auf Diebstahl und Sachbeschädigung.
PKS Berichtsjahr 2011 Aufklärung
81

2.2.2 Aufklärung in den Ländern und den größten Städten

Aufklärung in den einzelnen Ländern


T24
Fälle Aufklärungs- Straftatenanteil des Diebstahls
Land
erfasste aufgeklärt quote insgesamt ohne Ladendiebstahl
Baden-Württemberg 582.844 341.764 58,6 28,5
Bayern 623.108 398.515 64,0 24,6
Berlin 494.385 227.885 46,1 35,3
Brandenburg 197.664 100.760 51,0 36,6
Bremen 93.007 44.229 47,6 41,6
Hamburg 228.874 101.456 44,3 40,3
Hessen 396.834 232.045 58,5 31,3
Mecklenburg-Vorpommern 128.426 74.952 58,4 33,2
Niedersachsen 552.257 339.186 61,4 32,9
Nordrhein-Westfalen 1.511.469 741.453 49,1 39,3
Rheinland-Pfalz 274.703 166.472 60,6 26,8
Saarland 69.268 37.628 54,3 29,8
Sachsen 293.895 167.144 56,9 33,8
Sachsen-Anhalt 187.281 107.585 57,4 34,5
Schleswig-Holstein 219.693 105.892 48,2 39,1
Thüringen 136.971 89.187 65,1 24,8
Bundesgebiet insgesamt 5.990.679 3.276.153 54,7 33,7
Hinweis: Siehe auch Kommentar auf Seite 60 und 64.

Die Höhe der Aufklärungsquoten ist mitbestimmt vom jeweiligen Anteil des schwer aufklärbaren Diebstahls
insgesamt (aber ohne Ladendiebstahl) an der Gesamtzahl der Straftaten. Länder mit hohen Aufklärungsquo-
ten weisen in der Regel einen relativ niedrigen Straftatenanteil des Diebstahls insgesamt (ohne Ladendieb-
stahl) auf. Umgekehrt macht bei Ländern mit vergleichsweise niedriger Aufklärungsquote der Diebstahl
insgesamt (ohne Ladendiebstahl) meist einen relativ hohen Anteil aller Straftaten aus.

Aufklärungsquote / Straftatenanteil des Diebstahls insgesamt ohne Ladendiebstahl


G9
%
70,0

60,0

50,0

40,0

30,0

20,0

10,0

0,0
nd

n
n

lin
n

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M

Aufklärungsquote Straftatenanteil des Diebstahls insgesamt ohne Ladendiebstahl


Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
82
Aufklärung in den Großstädten ab 200 000 Einwohner
T25
Straftaten- Straftaten-
Aufklä- Aufklä-
anteil des anteil des
Stadt erfasste Fälle rungs- Stadt erfasste Fälle rungs-
schweren schweren
quote quote
Diebstahls Diebstahls
Aachen 31.576 50,2 21,7 Hamburg 228.874 44,3 20,7
Augsburg 22.800 70,7 9,5 Hannover 69.533 62,5 15,9
Berlin 494.385 46,1 20,3 Karlsruhe 27.386 57,5 16,7
Bielefeld 27.592 54,7 18,6 Kiel 26.341 46,5 27,5
Bochum 37.361 52,0 16,7 Köln 149.440 44,6 22,7
Bonn 36.656 44,7 23,4 Krefeld 25.788 53,1 22,8
Braunschweig 24.793 59,7 16,7 Leipzig 64.728 51,0 27,4
Bremen 77.264 46,9 29,9 Lübeck 26.238 48,4 21,7
Chemnitz 21.415 63,9 16,1 Magdeburg 28.453 55,1 24,1
Dortmund 80.086 49,4 23,6 Mannheim 30.298 53,2 16,0
Dresden 53.259 52,3 23,7 Mönchengladbach 24.660 49,1 24,9
Duisburg 55.659 52,6 24,0 München 102.358 60,4 10,0
Düsseldorf 89.078 44,1 22,1 Münster 28.981 43,0 27,6
Erfurt 20.050 66,4 12,2 Nürnberg 43.859 63,3 12,7
Essen 57.483 48,5 21,4 Oberhausen 20.299 55,1 21,6
Frankfurt am Main 109.678 59,5 15,6 Rostock 21.444 57,8 21,2
Freiburg im Breisgau 26.806 57,3 16,6 Stuttgart 58.231 62,8 8,6
Gelsenkirchen 26.579 44,9 27,4 Wiesbaden 24.469 55,7 17,0
Halle (Saale) 26.225 56,0 19,7 Wuppertal 32.118 50,8 15,6
Hinweis: Siehe auch Kommentar auf Seite 64.

Beim Vergleich der Großstädte ab 200 000 Einwohner (einschl. aller Landeshauptstädte) wird erkennbar,
dass zwischen einer hohen Aufklärungsquote und einem niedrigen Straftatenanteil des schweren Diebstahls
in der Regel ein Zusammenhang besteht.

Aufklärungsquoten einzelner Straftaten(gruppen) in den Ländern


T26
010000+020000 111000 210000 222000 3***00 4***00 510000 674000
Verge- Gef. und Diebstahl
Mord und waltigung u. schwere ohne / unter Sachbe-
Land Raub Betrug
Totschlag sexuelle Körperver- erschwerende(n) schädigung
Nötigung*) letzung Umstände(n)
Baden-Württemberg 100,4 84,9 57,6 82,7 43,3 17,2 83,6 19,6
Bayern 96,1 87,2 69,4 85,6 46,0 21,9 77,5 24,9
Berlin 82,7 68,0 33,8 70,5 38,2 7,2 62,6 22,5
Brandenburg 93,1 87,1 61,1 87,0 47,4 13,3 73,5 28,1
Bremen 103,3 74,3 44,4 79,7 44,4 8,3 71,0 26,3
Hamburg 93,4 82,6 40,8 73,9 29,6 8,2 68,3 18,8
Hessen 96,7 86,5 56,0 85,4 40,5 19,3 81,4 23,5
Mecklenburg-Vorpommern 96,3 92,4 66,5 84,8 50,7 17,7 87,1 32,7
Niedersachsen 99,2 88,1 65,0 86,4 45,4 24,5 85,1 34,5
Nordrhein-Westfalen 97,9 79,2 49,6 81,0 35,2 12,2 77,3 23,2
Rheinland-Pfalz 98,4 85,0 59,1 85,2 40,0 19,6 80,1 26,4
Saarland 100,0 86,4 57,8 85,1 40,3 16,7 70,8 21,3
Sachsen 95,3 81,3 62,1 81,7 49,1 18,0 86,2 27,2
Sachsen-Anhalt 82,2 88,4 60,6 85,3 50,1 18,9 84,8 30,6
Schleswig-Holstein 95,9 78,7 55,5 82,9 38,6 10,3 76,7 23,7
Thüringen 95,3 82,9 70,5 86,9 53,2 24,9 82,0 33,9
Bundesgebiet insgesamt 96,1 82,5 52,7 82,3 40,8 15,0 78,3 25,2
*) §§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
Hinweis: Siehe auch Kommentar auf Seite 64.
Aufklärungsquoten über 100 % sind u.a. dadurch zu erklären, dass im Berichtszeitraum noch Fälle aus den Vorjahren nachträglich aufgeklärt wurden.
PKS Berichtsjahr 2011 Aufklärung
83
Aufklärungsquoten einzelner Straftaten(gruppen) in den Großstädten
ab 200 000 Einwohnern
T27
010000+020000 111000 210000 222000 3***00 4***00 510000 674000
Verge- Gef. und Diebstahl
Stadt waltigung u. schw. ohne unter Sachbe-
Mord und Totschlag Raub Betrug
sexuelle Körperver- erschwerende(n) schädigung
Nötigung*) letzung Umstände Umständen
Aachen 105,9 78,9 46,5 79,6 40,3 9,5 74,4 26,1
Augsburg 100,0 92,9 65,5 84,1 51,1 20,1 92,7 35,1
Berlin 82,7 68,0 33,8 70,5 38,2 7,2 62,6 22,5
Bielefeld 88,9 85,7 52,2 85,7 43,9 12,6 86,4 29,0
Bochum 100,0 87,8 56,7 79,6 35,3 10,0 76,3 25,0
Bonn 100,0 58,8 51,7 77,0 30,0 17,0 75,7 19,1
Braunschweig 111,1 95,3 64,5 83,0 47,6 15,7 83,2 34,1
Bremen 104,5 75,6 43,2 79,8 42,6 7,8 70,2 24,2
Chemnitz 100,0 80,0 59,9 84,3 52,9 27,7 91,7 27,5
Dortmund 100,0 84,8 42,5 75,7 39,7 10,2 85,6 18,7
Dresden 88,9 66,7 55,4 76,2 40,1 14,2 90,0 19,9
Duisburg 93,3 82,5 51,3 76,6 37,4 9,6 88,4 23,5
Düsseldorf 94,4 67,3 37,0 73,8 24,7 13,4 72,7 18,4
Erfurt 100,0 82,6 69,4 80,9 53,0 26,5 86,0 34,1
Essen 100,0 74,4 46,4 79,1 34,3 8,0 81,0 21,5
Frankfurt am Main 94,7 77,7 44,1 77,6 35,3 11,2 86,0 20,3
Freiburg i.m Br. 100,0 71,4 60,8 73,7 48,8 9,6 85,4 20,6
Gelsenkirchen 100,0 89,7 48,7 80,5 34,7 8,1 75,4 21,5
Halle (Saale) 84,6 82,9 40,6 76,2 50,5 12,9 87,7 28,0
Hamburg 93,4 82,6 40,8 73,9 29,6 8,2 68,3 18,8
Hannover 96,4 80,7 58,8 80,6 42,6 25,1 86,3 32,9
Karlsruhe 111,1 83,3 44,6 79,2 38,6 12,4 91,4 16,4
Kiel 90,0 75,8 46,2 78,1 47,2 10,1 75,7 24,1
Köln 97,2 71,5 43,3 75,2 26,9 9,9 73,2 21,1
Krefeld 100,0 82,9 52,6 80,4 39,2 10,6 84,2 28,5
Leipzig 93,3 72,7 50,9 73,1 46,3 11,8 87,8 22,1
Lübeck 100,0 71,4 53,2 80,8 45,3 8,6 73,3 22,6
Magdeburg 100,0 100,0 52,5 75,6 49,9 23,0 88,3 25,5
Mannheim 94,7 78,3 37,3 82,0 35,7 11,8 81,1 21,0
Mönchengladbach 100,0 79,3 51,6 80,6 43,6 9,9 85,0 21,6
München 100,0 88,8 62,1 83,8 44,2 18,4 84,6 14,1
Münster 100,0 81,4 50,0 74,3 34,1 11,5 81,1 18,9
Nürnberg 100,0 82,1 63,0 81,4 50,6 18,3 87,2 31,1
Oberhausen 100,0 100,0 59,4 82,5 34,1 25,3 82,3 27,8
Rostock 100,0 100,0 61,9 74,6 48,3 15,1 92,0 26,4
Stuttgart 100,0 69,5 51,7 77,3 41,2 24,0 91,3 14,3
Wiesbaden 100,0 100,0 65,5 86,4 37,2 17,7 83,4 28,1
Wuppertal 100,0 67,5 50,1 77,3 39,1 12,6 77,3 17,4
*) §§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
Hinweis: Siehe auch Kommentar auf Seite 64.
Aufklärungsquoten über 100 % sind u.a. dadurch zu erklären, dass im Berichtszeitraum noch Fälle aus den Vorjahren nachträglich aufgeklärt wurden.
Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
84
2.2.3 Täterkriterien zum aufgeklärten Fall20
(Das vollständige Zahlenmaterial findet sich in Tabelle 12)

Alleinhandelnde Tatverdächtige/Gemeinschaftlich handelnde Tatverdächtige


85,3 % der aufgeklärten Fälle wurden 2011 von alleinhandelnden Tatverdächtigen begangen (2010: 84,8 %).
Relativ hoch dagegen war der Anteil gemeinschaftlich begangener Taten zum Beispiel bei Anlagebetrug
69,2 % (2010: 56,0 %), bei Raubdelikten 43,5 % (2010: 43,3 %), oder bei „schwerem“ Diebstahl 43,2 %
(2010: 43,9 %). Zudem wurde fast jeder Zweite (44,1 %) der aufgeklärten Fälle von schwerer und gefährli-
cher Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen gemeinschaftlich begangen.

Als Tatverdächtige bereits in Erscheinung getreten


2011 wurden 58,6 % der aufgeklärten Fälle von Personen begangen, die bereits im Zusammenhang mit einer
gleichartigen oder anderen Straftat als tatverdächtig in Erscheinung getreten waren (2010: 58,7 %). Das wie-
derholte Auftreten von Tatverdächtigen wird jedoch nur für einen eng begrenzten Zeitraum und nur jeweils
innerhalb der einzelnen Länder geprüft und darüber hinaus auch nicht immer erkannt. Der Anteil ist daher zu
niedrig. Auffällig hoch ist dieser Anteil u.a. bei folgenden Straftaten(gruppen):

Aufgeklärte Fälle verübt von "Mehrfachtatverdächtigen"


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T28
aufgekl. Fälle darunter: aufgeklärte Fälle
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt verübt durch "Mehrfachtatverdächtige"
2011 2011 in % 2010 in %
4***00 "Schwerer" Diebstahl 167.535 144.565 86,3 86,2
4**500 - von unbaren Zahlungsmitteln 3.090 2.818 91,2 93,2
450*00 - aus Kraftfahrzeugen 22.309 20.370 91,3 91,8
4**200 - von Mopeds und Krafträdern 5.903 5.143 87,1 87,8
4**300 von Fahrrädern 18.156 14.736 81,2 80,7
436*00 - Tageswohnungseinbruch 8.945 7.822 87,4 86,9
4**100 - von Kraftwagen 5.662 4.442 78,5 79,3
516000 Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel 24.376 18.526 76,0 76,9
891000 Rauschgiftkriminalität 226.178 159.355 70,5 71,2
732100 - Illegaler Handel mit und Schmuggel von Heroin 4.138 3.841 92,8 92,2
731100 - Allgemeine Verstöße nach § 29 BtMG mit Heroin 13.189 12.013 91,1 92,0
891100 - direkte Beschaffungskriminalität 2.151 1.777 82,6 88,0
892000 Gewaltkriminalität 148.266 100.737 67,9 68,0
210000 - Raubdelikte 25.288 21.432 84,8 85,0
216000 - Handtaschenraub 1.018 900 88,4 86,9
217000 - Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen 8.693 7.588 87,3 87,5
219000 - Raubüberfälle in Wohnungen 2.182 1.899 87,0 85,9
111000 - Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.218 3.645 58,6 58,8
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
010000 - Mord 691 436 63,1 60,3

Relativ niedrig war dagegen der Anteil der „Mehrfachtatverdächtigen“ zum Beispiel beim Ladendiebstahl
ohne erschwerende Umstände mit 176 104 Fällen bzw. 51,3 % (2010: 49,3 %) und bei Straftaten gegen die
Umwelt mit 2 242 Fällen bzw. 28,2 % (2010: 27,6 %).

20
Diese Kriterien werden zusätzlich bei der Tatverdächtigenerfassung berücksichtigt (vgl. Seiten 142 ff).
PKS Berichtsjahr 2011 Aufklärung
85
Beschaffungskriminalität durch Konsumenten harter Drogen21
Hinweise auf Umfang und Struktur der indirekten Beschaffungskriminalität zur Finanzierung der Sucht von
Drogenabhängigen geben die Straftaten, bei denen Tatverdächtige ermittelt wurden, die der Polizei als Kon-
sumenten harter Drogen bekannt sind. 2011 wurde dies bei insgesamt 258 085 aller aufgeklärten Fälle
(7,9 %) erkannt. Die Erkennbarkeit und Erfassung von „Konsumenten harter Drogen“ sind unvollständig.
Deutlich wird diese Untererfassung bei der direkten (Betäubungsmittel-)Beschaffungskriminalität (insbeson-
dere Rezeptfälschung, Apothekeneinbruch). Zu erwarten wäre, dass diese Delikte fast ausschließlich von
Drogenabhängigen begangen werden. In der Statistik wird dies jedoch nur in 51,7 % (2010: 49,1 %) der
aufgeklärten Fälle ausgewiesen. Es ist anzunehmen, dass insbesondere beim aufgeklärten Diebstahl insge-
samt (11,3 %) oder Raub (14,4 %) eine Drogenabhängigkeit der Täter oft nicht erkannt wird. Die Anteile
von Straftaten durch „Konsumenten harter Drogen“ an den aufgeklärten Straftaten dürften daher bei diesen
Delikten höher liegen als statistisch registriert.

Entwicklung aufgeklärter Fälle verübt durch "Konsumenten harter Drogen"


T29
aufgeklärte Fälle verübt durch
Jahr Konsumenten harter Drogen
absolut in %
1993 173.429 5,9
1997 240.554 7,2
1998 240.590 7,1
1999 248.724 7,5
2000 *) 249.075 7,8 *) ohne Brandenburg
2001 272.212 8,1
2002 286.234 8,4
2003 287.560 8,2
2004 299.610 8,3
2005 285.742 8,1
2006 275.381 7,9
2007 271.696 7,9
2008 282.419 8,4
2009 244.198 7,2
2010 241.579 7,3
2011 258.085 7,9

Relativ hohe Anteile von „Konsumenten harter Drogen“ wurden bei den folgenden aufgeklärten Straftaten
festgestellt:

Aufgeklärte Fälle verübt von "Konsumenten harter Drogen"


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T30
aufgekl. Fälle darunter: aufgeklärte Fälle
insgesamt verübt durch
Schlüssel Straftaten(gruppen)
Konsumenten harter Drogen
2011 2011 in % 2010 in %
891000 Rauschgiftkriminalität 226.178 76.998 34,0 34,3
891100 -direkte BtM-Beschaffungskriminalität 2.151 1.111 51,7 49,1
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 167.535 31.197 18,6 17,0
426*00 -Ladendiebstahl unter erschwerenden Umständen 13.197 4.384 33,2 33,6
450*00 -aus Kraftfahrzeugen 22.309 6.507 29,2 23,1
210000 Raub 25.288 3.651 14,4 13,3
212000 -Raubüberfälle auf Geschäfte 2.343 465 19,8 17,7
216000 -Handtaschenraub 1.018 226 22,2 22,0
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 526.394 47.364 9,0 8,5
326*00 -Ladendiebstahl ohne erschwerende Umstände 343.188 31.921 9,3 8,7

21
Siehe Seite 14.
Aufklärung PKS Berichtsjahr 2011
86
Alkoholeinfluss22
In 369 300 aller aufgeklärten Fälle, das sind 11,3 % (2010: 11,2 %), wurde bei den Tatverdächtigen Alko-
holeinfluss bei der Tatbegehung festgestellt. Drei von zehn (31,8 %, 2010: 32,0 %) aufgeklärten Gewaltde-
likten wurden von Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss begangen.
Bei folgenden aufgeklärten Straftaten wurde besonders häufig Alkoholeinfluss festgestellt:

Aufgeklärte Fälle verübt unter "Alkoholeinfluss"


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T31
darunter: aufgeklärte Fälle
aufgekl. Fälle verübt
Schlüssel Straftaten(gruppen)
insgesamt 2010 unter Alkoholeinfluss
2011 in % 2010 in %
621000 Widerstand gegen die Staatsgewalt 22.376 14.119 63,1 64,5
674500 Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel 230 143 62,2 59,4
892000 Gewaltkriminalität 148.266 47.165 31,8 32,0
020000 -Totschlag und Tötung auf Verlangen 1.399 583 41,7 40,0
221000 -Körperverletzung mit tödlichem Ausgang 65 21 32,3 32,6
222000 -Gefährliche und schwere Körperverletzung 114.496 40.253 35,2 35,5
214100 -Beraubung von Taxifahrern 105 27 25,7 29,6
111000 - Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.218 1.696 27,3 27,3
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
011000 -Mord i.Z.m. Raubdelikten 56 12 21,4 10,2

Mitführen der Schusswaffe23


2011 wurde von den Tatverdächtigen in 17 746 aufgeklärten Fällen eine Schusswaffe mitgeführt, das sind
0,5 % aller aufgeklärten Taten (2010: 0,6 %). Weit überdurchschnittlich lag dieser Anteil bei Raubüberfällen
auf Geldinstitute mit 61,5 % (114 Fälle) sowie sonstigen Zahlstellen und Geschäften mit 48,0 % oder 1 125
Fällen (darunter: Spielhallen mit 271 Fällen und Tankstellen mit 247 Fällen). Bei Mord wurde in 12,3 %
oder 85 Fällen, bei Totschlag in 5,4 % oder 74 Fällen und bei Raubdelikten in 8,3 % oder 2 090 Fällen eine
Schusswaffe mitgeführt, soweit von der Polizei aufgeklärt.

22
Siehe Seite 13.
23
Siehe Seite 16 und Seite 65.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
87
2.3 Tatverdächtige

Im Jahr 2011 wurden im Bundesgebiet insgesamt 3 276 153 Fälle aufgeklärt und hierzu 2 112 843 Tatver-
dächtige erfasst. Die Anzahl der Tatverdächtigen hat 2011 um 39 960 abgenommen. Rückgänge wurden in
fast allen Altersklassen registriert, die stärkste Abnahme ist jedoch bei den Jugendlichen und bei den 12- bis
14-Jährigen festzustellen.

2.3.1 Alters- und Geschlechtsstruktur der Tatverdächtigen


Alters- und Geschlechtsstruktur der Tatverdächtigen insgesamt
T32
Tatverdächtige
Altersgruppe insgesamt Veränderung Verteilung männlich weiblich
z. Vorjahr in % in % Anzahl in % Anzahl in %
Kinder 85.600 -6,9 4,1 60.645 70,8 24.955 29,2
bis unter 6 1.230 19,5 0,1 803 65,3 427 34,7
6 bis unter 8 3.311 0,9 0,2 2.607 78,7 704 21,3
8 bis unter 10 8.842 -5,7 0,4 7.070 80,0 1.772 20,0
10 bis unter 12 20.757 -5,8 1,0 15.850 76,4 4.907 23,6
12 bis unter 14 51.460 -8,5 2,4 34.315 66,7 17.145 33,3
Jugendliche 214.736 -7,3 10,2 149.092 69,4 65.644 30,6
14 bis unter 16 99.524 -5,6 4,7 64.598 64,9 34.926 35,1
16 bis unter 18 115.212 -8,6 5,5 84.494 73,3 30.718 26,7
Heranwachsende 204.491 -5,7 9,7 157.579 77,1 46.912 22,9
(18 bis unter 21)
Erwachsene 1.608.016 -0,3 76,1 1.207.483 75,1 400.533 24,9
21 bis unter 23 135.691 -1,8 6,4 104.836 77,3 30.855 22,7
23 bis unter 25 123.368 1,2 5,8 94.901 76,9 28.467 23,1
25 bis unter 30 258.008 -0,6 12,2 198.852 77,1 59.156 22,9
30 bis unter 40 385.006 -0,3 18,2 292.871 76,1 92.135 23,9
40 bis unter 50 348.380 -1,3 16,5 259.476 74,5 88.904 25,5
50 bis unter 60 204.994 1,1 9,7 149.113 72,7 55.881 27,3
60 und älter 152.569 1,1 7,2 107.434 70,4 45.135 29,6
Tatverdächtige insges. 2.112.843 -1,9 100,0 1.574.799 74,5 538.044 25,5
Tatverdächtige ohne
2.027.243 -1,6 95,9 1.514.154 74,7 513.089 25,3
strafunmündige Kinder

Tatverdächtige der Altersgruppen G10 Tatverdächtige (insgesamt) nach Altersgruppen


bei Straftaten insgesamt
Kinder
4,1%
Hinweis:
Strafunmündige Kinder oder schuldunfähige Jugendliche
psychisch Kranke werden bei den Tatver- 10,2%
dächtigen mitgezählt, weil über die Schuld-
frage die Justiz und nicht die Polizei zu be-
finden hat. Die Erfassung ergibt sich auch Heranwachsende
aus der statistischen Systematik, weil von Erwachsene 9,7%
76,1%
diesem Personenkreis begangene Taten nicht
aus den Fallzahlen ausgeklammert werden
können (siehe auch Seite 21).

Tabelle 32 verdeutlicht, dass unter den Tatverdächtigen junge Menschen überproportional vertreten sind.
Junge Menschen weisen in jeder Gesellschaft und zu allen Zeiten eine deutlich höhere Belastung von regist-
rierter Kriminalität auf als Erwachsene. Die Kriminalitätsbelastung der Frauen ist dabei in allen Altersgrup-
pen erheblich geringer als die der jeweiligen männlichen Altersgruppen. Im Berichtsjahr 2011 wurden
538 044 weibliche Tatverdächtige registriert; sie stellen damit 25,3 % (1993: 21,4 %) aller Tatverdächtigen.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
88
Leicht überdurchschnittlich sind die Tatverdächtigenanteile weiblicher Personen bei Kindern ab 12 Jahren,
bei Jugendlichen und bei Erwachsenen ab 50 Jahren.

Alters- und Geschlechtsstruktur der deutschen und nichtdeutschen


Tatverdächtigen im Vergleich
T33
deutsche Tatverdächtige nichtdeutsche Tatverdächtige
Altersgruppe und Geschlecht insgesamt Veränderung Verteilung insgesamt Veränderung Verteilung
z. Vorjahr in % in % z. Vorjahr in % in %
Kinder (bis unter 14) 72.039 -6,6 4,4 13.561 -8,3 2,8
männlich 51.298 -6,4 3,2 9.347 -11,6 1,9
weiblich 20.741 -7,2 1,3 4.214 0,0 0,9
Jugendliche (14 bis unter 18) 175.002 -7,8 10,7 39.734 -4,6 8,2
männlich 120.349 -8,3 7,4 28.743 -5,4 5,9
weiblich 54.653 -6,8 3,4 10.991 -2,3 2,3
Heranwachsende (18 bis unter 21) 162.447 -7,4 10,0 42.044 1,9 8,7
männlich 124.902 -7,7 7,7 32.677 2,5 6,7
weiblich 37.545 -6,6 2,3 9.367 -0,2 1,9
Erwachsene (21 und älter) 1.218.826 -1,6 74,9 389.190 4,0 80,3
männlich 908.369 -1,6 55,8 299.114 3,9 61,7
weiblich 310.457 -1,4 19,1 90.076 4,4 18,6
darunter:
Jungerwachsene (21 b.u. 25) 197.972 -2,1 12,2 61.087 5,3 12,6
männlich 152.170 -2,6 9,3 47.567 4,6 9,8
weiblich 45.802 -0,4 2,8 13.520 7,7 2,8
Tatverdächtige insgesamt 1.628.314 -3,1 100,0 484.529 2,7 100,0
männlich 1.204.918 -3,2 74,0 369.881 2,5 76,3
weiblich 423.396 -2,9 26,0 114.648 3,2 23,7

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der deutschen Tatverdächtigen um 3,1 % gesunken, die der nichtdeut-
schen Tatverdächtigen jedoch um 2,7 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf die unterschiedliche Entwick-
lung im Bereich erwachsener Tatverdächtiger zurückzuführen.

Zu berücksichtigen ist bei diesem Vergleich, dass sich die deutsche Wohnbevölkerung von den sich in
Deutschland aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit strukturell unterscheidet (siehe auch
Seite 89). Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen sind die Anteile männlicher Erwachsener höher als bei
den deutschen. Kinder, Jugendliche und Heranwachsende weisen dagegen an den deutschen Tatverdächtigen
einen höheren Prozentanteil auf als an den nichtdeutschen.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
89
Altersstruktur und Entwicklung der Tatverdächtigen

Die folgenden Übersichten enthalten nur die von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen. Die tatsächliche
Belastung von hier lebenden Nichtdeutschen im Vergleich zu den Deutschen ist aus mehreren Gründen nicht
bestimmbar. Das doppelte Dunkelfeld in der Bevölkerungs- und in der Kriminalstatistik, der hohe Anteil
ausländerspezifischer Delikte und die Unterschiede in der Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur stehen
einem wertenden Vergleich entgegen (vgl. Seite 124). Außerdem ist zu beachten, dass in der PKS auch nicht
das Ergebnis des Strafverfahrens berücksichtigt werden kann. Grundsätzlich ist zu sagen, dass von der deut-
schen wie von der nichtdeutschen Wohnbevölkerung nur eine Minderheit bei der Polizei als tatverdächtig in
Erscheinung tritt und dies meist wegen Delikten mit geringem Schweregrad.

Entwicklung tatverdächtiger Kinder (bis unter 14 Jahre)


T34
tatverdächtige Kinder
Jahr insgesamt Verände- Anteil an deutsche Verände- Anteil an nicht- Verände- Anteil Anteil an
rung allen TV rung allen dt.TV deutsche rung in % allen NDTV
in % in % in % in % in % an Sp. 2 in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
1993 88.276 - 4,3 66.479 - 4,9 21.797 - 24,7 3,2
1994 100.077 13,4 4,9 79.393 19,4 5,6 20.684 -5,1 20,7 3,4
1995 116.619 16,5 5,5 94.174 18,6 6,2 22.445 8,5 19,2 3,7
1996 131.010 12,3 5,9 107.085 13,7 6,7 23.925 6,6 18,3 3,8
1997 144.260 10,1 6,3 117.243 9,5 7,1 27.017 12,9 18,7 4,3
1998 152.774 5,9 6,6 125.713 7,2 7,4 27.061 0,2 17,7 4,3
1999 150.626 -1,4 6,7 123.351 -1,9 7,4 27.275 0,8 18,1 4,5
2000 145.834 -3,2 6,4 119.348 -3,2 7,0 26.486 -2,9 18,2 4,5
2001 143.045 -1,9 6,3 118.276 -0,9 6,9 24.769 -6,5 17,3 4,4
2002 134.545 -5,9 5,8 112.406 -5,0 6,4 22.139 -10,6 16,5 3,9
2003 126.358 -6,1 5,4 104.757 -6,8 5,8 21.601 -2,4 17,1 3,9
2004 115.770 -8,4 4,9 95.232 -9,1 5,2 20.538 -4,9 17,7 3,8
2005 103.124 -10,9 4,5 83.978 -11,8 4,7 19.146 -6,8 18,6 3,7
2006 100.487 -2,6 4,4 82.931 -1,2 4,7 17.556 -8,3 17,5 3,5
2007 102.012 1,5 4,4 84.361 1,7 4,7 17.651 0,5 17,3 3,6
2008 101.389 -0,6 4,5 84.391 0,0 4,7 16.998 -3,7 16,8 3,6
2009 96.627 *) 4,4 81.090 *) 4,7 15.537 *) 16,1 3,4
2010 91.960 -4,8 4,3 77.170 -4,8 4,6 14.790 -4,8 16,1 3,1
2011 85.600 -6,9 4,1 72.039 -6,6 4,4 13.561 -8,3 15,8 2,8
*) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
90

G11
Entwicklung tatverdächtiger Kinder

Anzahl
160.000
150.000
140.000
130.000
120.000
110.000
100.000
insgesamt
90.000
80.000 deutsche
70.000 nichtdeutsche
60.000 insgesamt
50.000 deutsche
40.000 nichtdeutsche
30.000
20.000
10.000
0
1993

1994

1995

1996

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011
1997

1998

1999

2000

Hinweis: Tatverdächtige ab 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Jahren vor 2009 vergleichbar.

Entwicklung tatverdächtiger Kinder in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T35
deutsche Kinder Veränderung nichtdeutsche Kinder Veränderung
Schlüssel Straftaten(gruppe)
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 72.039 77.170 -5.131 -6,6 13.561 14.790 -1.229 -8,3
674000 Sachbeschädigung 14.818 15.695 -877 -5,6 1.638 1.863 -225 -12,1
224000 (Vorsätzliche leichte) 8.663 8.348 315 3,8 1.768 1.896 -128 -6,8
Körperverletzung
222000 Gefährliche und schwere 6.701 6.740 -39 -0,6 1.488 1.783 -295 -16,5
Körperverletzung
4***00 "schwerer" Diebstahl 3.747 3.948 -201 -5,1 802 944 -142 -15,0
673000 Beleidigung 3.448 3.237 211 6,5 594 641 -47 -7,3
640000 Brandstiftung 1.540 1.498 42 2,8 115 116 -1 -0,9
730000 Rauschgiftdelikte BtMG 556 626 -70 -11,2 70 60 10 16,7
*26*00 Ladendiebstahl insges. 28.571 32.308 -3.737 -11,6 5.189 6.060 -871 -14,4

Im Vergleich zu 2010 war 2011 bei den tatverdächtigen deutschen Kindern insgesamt ein stärker Rückgang
um -6,6 % festzustellen. Die Anzahl der tatverdächtigen nichtdeutschen Kinder nahm mit -8,3 % ab. Bei den
tatverdächtigen Kindern dominiert der Ladendiebstahl eindeutig. Bei Ladendiebstahl wird die Entwicklung
der ermittelten Tatverdächtigen vom Kontroll- und Anzeigeverhalten im Einzelhandel beeinflusst.
Der Rückgang der registrierten Kinderdelinquenz bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen betraf vor allem
gefährliche und schwere Körperverletzung (16,5 %) und „schwerer“ Diebstahl (15,0 %), wogegen bei den
deutschen Tatverdächtigen Kindern Rückgänge bei Ladendiebstählen insgesamt (11,6 %) und Rauschgiftde-
likten (11,2 %) registriert wurden. Zunahmen gab es bei deutschen Tatverdächtigen Kindern vor allem bei
Beleidigungen (6,5 %); bei nichtdeutschen Tatverdächtigen Kindern bei Rauschgiftdelikten (16,7 %).
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
91
Entwicklung tatverdächtiger Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre)
T36
tatverdächtige Jugendliche
Jahr insgesamt Verände- Anteil an deutsche Verände- Anteil an nicht- Verände- Anteil Anteil an
rung allen TV rung allen dt.TV deutsche rung in % allen NDTV
in % in % in % in % in % an Sp. 2 in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
1993 207.944 - 10,1 150.651 - 11,1 57.293 - 27,6 8,3
1994 223.551 7,5 11,0 170.217 13,0 11,9 53.334 -6,9 23,9 8,7
1995 254.329 13,8 12,0 199.027 16,9 13,1 55.302 3,7 21,7 9,2
1996 277.479 9,1 12,5 218.350 9,7 13,8 59.129 6,9 21,3 9,5
1997 292.518 5,4 12,9 230.469 5,6 14,1 62.049 4,9 21,2 9,8
1998 302.413 3,4 13,0 240.400 4,3 14,2 62.013 -0,1 20,5 9,9
1999 296.781 -1,9 13,1 237.909 -1,0 14,3 58.872 -5,1 19,8 9,8
2000 294.467 -0,8 12,9 238.990 0,5 14,1 55.477 -5,8 18,8 9,4
2001 298.983 1,5 13,1 245.746 2,8 14,4 53.237 -4,0 17,8 9,4
2002 297.881 -0,4 12,8 246.643 0,4 14,0 51.238 -3,8 17,2 9,0
2003 293.907 -1,3 12,5 244.098 -1,0 13,6 49.809 -2,8 16,9 9,0
2004 297.087 1,1 12,5 246.679 1,1 13,4 50.408 1,2 17,0 9,2
2005 284.450 -4,3 12,3 236.042 -4,3 13,2 48.408 -4,0 17,0 9,3
2006 278.447 -2,1 12,2 232.736 -1,4 13,1 45.711 -5,6 16,4 9,1
2007 277.447 -0,4 12,1 231.419 -0,6 12,8 46.028 0,7 16,6 9,4
2008 265.771 -4,2 11,8 220.914 -4,5 12,4 44.857 -2,5 16,9 9,5
2009 248.702 *) 11,4 205.775 *) 11,9 42.927 *) 17,3 9,3
2010 231.543 -6,9 10,8 189.907 -7,7 11,3 41.636 -3,0 18,0 8,8
2011 214.736 -7,3 10,2 175.002 -7,8 10,7 39.734 -4,6 18,5 8,2
*) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.

G12
Entwicklung tatverdächtiger Jugendlicher

Anzahl
320.000
300.000
280.000
260.000
240.000
220.000
200.000
insgesamt
180.000
160.000 deutsche
140.000 nichtdeutsche
120.000
100.000
insgesamt
80.000 deutsche
60.000
nichtdeutsche
40.000
20.000
0
1993

1994

1995

1996

1997

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011
1998

1999

2000

2001

2002

Hinweis: Tatverdächtige ab 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Jahren vor 2009 vergleichbar.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
92

Entwicklung tatverdächtiger Jugendlicher in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T37
deutsche Jugendliche Veränderung nichtdeutsche Jugendliche Veränderung
Schlüsssel Straftaten(gruppen)
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 175.002 189.907 -14.905 -7,8 39.734 41.636 -1.902 -4,6
730000 Rauschgiftdelikte BtMG 14.587 14.696 -109 -0,7 2.098 2.148 -50 -2,3
731800 -Cannabis und 12.811 13.057 -246 -1,9 1.928 1.982 -54 -2,7
+732800 Zubereitungen
+733800
*26*00 Ladendiebstahl insges. 42.754 46.489 -3.735 -8,0 9.499 10.537 -1.038 -9,9
4***00 "schwerer" Diebstahl 16.174 17.730 -1.556 -8,8 3.883 3.972 -89 -2,2
232300 Bedrohung 6.182 6.643 -461 -6,9 1.245 1.367 -122 -8,9
673000 Beleidigung 12.096 12.189 -93 -0,8 2.180 2.046 134 6,5
674000 Sachbeschädigung 29.669 32.956 -3.287 -10,0 3.351 3.450 -99 -2,9
220000 Körperverletzung insges. 41.706 45.967 -4.261 -9,3 10.318 11.017 -699 -6,3

Im Vergleich zum Vorjahr konnte bei den deutschen und bei den nichtdeutschen Jugendlichen ein Straftaten-
rückgang festgestellt werden. Starke Rückgänge bei den deutschen Jugendlichen zeigten sich bei Sachbe-
schädigung (-10,0 %), Bedrohung (-6,9 %) und „schwerem“ Diebstahl (-8,8 %). Daneben wurde bei Rausch-
giftdelikten ein leichter Rückgang (-1,9 %) registriert. Straftatenrückgänge bei nichtdeutschen Jugendlichen
zeigten sich vor allem bei Ladendiebstahl insgesamt (-9,9 %) und bei Bedrohung (-8,9 %).
Der Ladendiebstahl insgesamt bildet bei den deutschen Jugendlichen den größten Deliktsanteil (24,4 %),
gefolgt von Körperverletzung insgesamt (23,8 %) und Sachbeschädigung (17,0 %). Bei den jugendlichen
nichtdeutschen Tatverdächtigen ergibt sich folgendes Bild: Körperverletzung (26,0 %), Ladendiebstahl ins-
gesamt (23,9 %), „schwerer“ Diebstahl (9,8 %) sowie Sachbeschädigung (8,4 %).

Entwicklung tatverdächtiger Heranwachsender ( 18 bis unter 21 Jahre)


T38
tatverdächtige Heranwachsende
Jahr insgesamt Verände- Anteil an deutsche Verände- Anteil an nicht- Verände- Anteil Anteil an
rung allen TV rung allen dt.TV deutsche rung in % allen NDTV
in % in % in % in % in % an Sp. 2 in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

1993 208.040 - 10,1 120.527 - 8,9 87.513 - 42,1 12,7


1994 196.437 -5,6 9,6 124.423 3,2 8,7 72.014 -17,7 36,7 11,7
1995 207.136 5,4 9,8 137.757 10,7 9,1 69.379 -3,7 33,5 11,5
1996 219.928 6,2 9,9 150.630 9,3 9,5 69.298 -0,1 31,5 11,1
1997 226.279 2,9 10,0 158.971 5,5 9,7 67.308 -2,9 29,7 10,6
1998 237.073 4,8 10,2 168.853 6,2 10,0 68.220 1,4 28,8 10,9
1999 240.109 1,3 10,6 173.813 2,9 10,5 66.296 -2,8 27,6 11,0
2000 247.586 3,1 10,8 184.467 6,1 10,9 63.119 -4,8 25,5 10,7
2001 246.713 -0,4 10,8 188.227 2,0 11,0 58.486 -7,3 23,7 10,3
2002 245.761 -0,4 10,6 189.622 0,7 10,8 56.139 -4,0 22,8 9,9
2003 247.456 0,7 10,5 194.350 2,5 10,8 53.106 -5,4 21,5 9,6
2004 250.534 1,2 10,5 198.265 2,0 10,8 52.269 -1,6 20,9 9,6
2005 247.450 -1,2 10,7 197.651 -0,3 11,0 49.795 -4,7 20,1 9,6
2006 241.824 -2,3 10,6 196.710 -0,5 11,1 45.114 -9,4 18,7 9,0
2007 242.878 0,4 10,6 198.778 1,1 11,0 44.100 -2,2 18,2 9,0
2008 237.190 -2,3 10,5 195.040 -1,9 10,9 42.150 -4,4 17,8 8,9
2009 227.847 *) 10,4 186.896 *) 10,8 40.951 *) 18,0 8,9
2010 216.764 -4,9 10,1 175.488 -6,1 10,4 41.276 0,8 19,0 8,7
2011 204.491 -5,7 9,7 162.447 -7,4 10,0 42.044 1,9 20,6 8,7
*) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
93
G13
Entwicklung tatverdächtiger Heranwachsender

Anzahl
255.000
240.000
225.000
210.000
195.000
180.000
165.000
150.000
insgesamt
135.000
120.000 deutsche
105.000 nichtdeutsche
90.000
insgesamt
75.000
60.000 deutsche
45.000 nichtdeutsche
30.000
15.000
0
1993

1994

1995
1996

1997
1998

1999

2000
2001

2002

2003
2004

2005

2006

2007

2008
2009

2010

2011
Hinweis: Tatverdächtige ab 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Jahren vor 2009 vergleichbar.

Entwicklung tatverdächtiger Heranwachsender in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T39
deutsche nichtdeutsche
Schlüssel Straftaten(gruppe) Heranwachsende Veränderung Heranwachsende Veränderung
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 162.447 175.488 -13.041 -7,4 42.044 41.276 768 1,9
220000 Körperverletzung insges. 44.533 47.591 -3.058 -6,4 9.389 9.234 155 1,7
674000 Sachbeschädigung 19.920 22.444 -2.524 -11,2 2.208 2.149 59 2,7
4***00 "schwerer" Diebstahl 13.058 13.853 -795 -5,7 3.923 3.749 174 4,6
232300 Bedrohung 5.942 6.651 -709 -10,7 1.242 1.332 -90 -6,8
540000 Urkundenfälschung 3.168 3.159 9 0,3 1.233 1.206 27 2,2
*26*00 Ladendiebstahl insges. 12.633 13.737 -1.104 -8,0 5.802 5.632 170 3,0
730000 Rauschgiftdelikte BtMG 26.358 26.576 -218 -0,8 5.355 5.076 279 5,5
731800 -Cannabis und 20.365 20.560 -195 -0,9 4.626 4.245 381 9,0
+732800 Zubereitungen
+733800

Die Anzahl der tatverdächtigen Heranwachsenden ist 2011 insgesamt erneut rückläufig. Stärkere Rückgänge
waren bei den deutschen Tatverdächtigen bei Sachbeschädigung (-11,2 %) und Bedrohung (-10,7 %) zu ver-
zeichnen. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen gingen allein die Bedrohungen (-6,8 %) zurück. Anstiege
waren hingegen bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen insbesondere bei Rauschgiftdelikten, hier Cannabis
(9,0 %), festzustellen.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
94
Entwicklung tatverdächtiger Jungerwachsener (21 bis unter 25 Jahre)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T40
tatverdächtige Jungerwachsene
Jahr insgesamt Verände- Anteil an deutsche Verände- Anteil an nicht- Verände- Anteil Anteil an
rung allen TV rung allen dt.TV deutsche rung in % allen NDTV
in % in % in % in % in % an Sp. 2 in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

1993 298.415 - 14,5 155.928 - 11,4 142.487 - 47,7 20,7


1994 266.797 -10,6 13,1 150.783 -3,3 10,6 116.014 -18,6 43,5 18,9
1995 255.483 -4,2 12,1 148.923 -1,2 9,8 106.560 -8,1 41,7 17,7
1996 253.596 -0,7 11,5 145.821 -2,1 9,2 107.775 1,1 42,5 17,2
1997 251.441 -0,8 11,1 145.272 -0,4 8,9 106.169 -1,5 42,2 16,8
1998 255.103 1,5 11,0 151.524 4,3 9,0 103.579 -2,4 40,6 16,5
1999 251.371 -1,5 11,1 154.535 2,0 9,3 96.836 -6,5 38,5 16,1
2000 256.322 2,0 11,2 164.166 6,2 9,7 92.156 -4,8 36,0 15,6
2001 257.930 0,6 11,3 171.661 4,6 10,0 86.269 -6,4 33,4 15,2
2002 271.818 5,4 11,7 185.077 7,8 10,5 86.741 0,5 31,9 15,3
2003 279.633 2,9 11,9 196.449 6,1 10,9 83.184 -4,1 29,7 15,0
2004 290.607 3,9 12,2 210.333 7,1 11,4 80.274 -3,5 27,6 14,7
2005 284.880 -2,0 12,3 212.632 1,1 11,9 72.248 -10,0 25,4 13,9
2006 275.471 -3,3 12,1 209.596 -1,4 11,8 65.875 -8,8 23,9 13,1
2007 271.881 -1,3 11,8 210.260 0,3 11,7 61.621 -6,5 22,7 12,6
2008 266.078 -2,1 11,8 208.804 -0,7 11,7 57.274 -7,1 21,5 12,2
2009 259.582 *) 11,9 203.034 *) 11,8 56.548 *) 21,8 12,2
2010 260.163 0,2 12,1 202.147 -0,4 12,0 58.016 2,6 22,3 12,3
2011 259.059 -0,4 12,3 197.972 -2,1 12,2 61.087 5,3 23,6 12,6
*) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.

G14
Entwicklung tatverdächtiger Jungerwachsener

Anzahl
300.000
280.000
260.000
240.000
220.000
200.000
180.000
160.000 insgesamt

140.000 deutsche
120.000 nichtdeutsche
100.000
insgesamt
80.000
deutsche
60.000
40.000 nichtdeutsche

20.000
0
1993

1994

1995
1996

1997
1998

1999

2000
2001

2002

2003
2004

2005

2006

2007

2008
2009

2010

2011

Hinweis: Tatverdächtige ab 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Jahren vor 2009 vergleichbar.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
95

Entwicklung tatverdächtiger Jungerwachsener in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T41
deutsche nichtdeutsche
Schlüssel Straftaten(gruppen) Jungerwachsene Veränderung Jungerwachsene Veränderung
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 197.972 202.147 -4.175 -2,1 61.087 58.016 3.071 5,3
220000 Körperverletzung insges. 50.229 50.834 -605 -1,2 11.371 11.178 193 1,7
730000 Rauschgiftdelikte BtMG 35.767 35.410 357 1,0 8.056 7.786 270 3,5
731400 Allgemeine Verstöße (§ 29 6.832 5.989 843 14,1 540 438 102 23,3
BtMG) mit Amphetamin
/Methamphetamin und deren
Derivate in Pulver- oder
flüssiger Form
510000 Betrug 54.329 56.971 -2.642 -4,6 14.546 13.959 587 4,2
515000 Leistungserschleichung 25.362 24.760 602 2,4 7.181 6.473 708 10,9
517000 Sonstiger Betrug 16.700 17.703 -1.003 -5,7 4.683 4.610 73 1,6
*26*00 Ladendiebstahl insges. 12.731 13.007 -276 -2,1 8.034 7.314 720 9,8

Bei den tatverdächtigen Jungerwachsenen im Alter von 21 bis unter 25 Jahren wurde bei den deutschen
Jungerwachsenen ein leichter Rückgang (-2,1 %) und bei den nichtdeutschen Jungerwachsenen ein etwas
deutlicherer Anstieg (5,3) beobachtet. Bei den nichtdeutschen Jungerwachsenen wurde ein deutlicher An-
stieg bei allgemeinen Verstößen mit Amphetamin/Methamphetamin (23,3 %) und bei der Leistungserschlei-
chung (10,9 %) registriert. Bei beiden Gruppen stiegen die Zahlen der allgemeinen Verstöße gegen § 29
BtMG.

Entwicklung tatverdächtiger Erwachsener (ab 21 Jahre)


T42
tatverdächtige Erwachsene
Jahr insgesamt Verände- Anteil an deutsche Verände- Anteil an nicht- Verände- Anteil Anteil an
rung allen TV rung allen dt.TV deutsche rung in % allen NDTV
in % in % in % in % in % an Sp. 2 in %
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
1993 1.547.515 - 75,4 1.024.198 - 75,2 523.317 - 33,8 75,9
1994 1.517.664 -1,9 74,5 1.050.707 2,6 73,7 466.957 -10,8 30,8 76,2
1995 1.540.020 1,5 72,7 1.083.651 3,1 71,5 456.369 -2,3 29,6 75,6
1996 1.584.876 2,9 71,6 1.111.643 2,6 70,0 473.233 3,7 29,9 75,6
1997 1.610.503 1,6 70,8 1.133.398 2,0 69,1 477.105 0,8 29,6 75,3
1998 1.627.635 1,1 70,2 1.156.452 2,0 68,4 471.183 -1,2 28,9 75,0
1999 1.575.624 -3,2 69,6 1.126.846 -2,6 67,8 448.778 -4,8 28,5 74,6
2000 1.598.485 1,5 69,9 1.154.458 2,5 68,0 444.027 -1,1 27,8 75,4
2001 1.591.871 -0,4 69,8 1.159.979 0,5 67,7 431.892 -2,7 27,1 76,0
2002 1.647.962 3,5 70,8 1.210.560 4,4 68,8 437.402 1,3 26,5 77,2
2003 1.687.439 2,4 71,6 1.258.205 3,9 69,8 429.234 -1,9 25,4 77,5
2004 1.720.877 2,0 72,2 1.297.107 3,1 70,6 423.770 -1,3 24,6 77,5
2005 1.678.100 -2,5 72,5 1.275.876 -1,6 71,1 402.224 -5,1 24,0 77,4
2006 1.662.369 -0,9 72,8 1.267.714 -0,6 71,2 394.655 -1,9 23,7 78,5
2007 1.672.546 0,6 72,9 1.290.047 1,8 71,5 382.499 -3,1 22,9 78,0
2008 1.651.344 -1,3 73,2 1.284.282 -0,4 72,0 367.062 -4,0 22,2 77,9
2009 1.614.041 *) 73,8 1.251.078 *) 72,5 362.963 *) 22,5 78,5
2010 1.612.536 -0,1 74,9 1.238.426 -1,0 73,7 374.110 3,1 23,2 79,3
2011 1.608.016 -0,3 76,1 1.218.826 -1,6 74,9 389.190 4,0 24,2 80,3
*) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
96
G15
Entwicklung tatverdächtiger Erwachsener

Anzahl
1.800.000
1.700.000
1.600.000
1.500.000
1.400.000
1.300.000
1.200.000
1.100.000
1.000.000
900.000
800.000
700.000
600.000
500.000
400.000
300.000
200.000
100.000
0
1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011
insgesamt deutsche nichtdeutsche insgesamt deutsche nichtdeutsche

Hinweis: Tatverdächtige ab 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Jahren vor 2009 vergleichbar.

Entwicklung tatverdächtiger Erwachsener in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T43
deutsche nichtdeutsche
Schlüssel Straftaten(gruppe) Erwachsene Veränderung Erwachsene Veränderung
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 1.218.826 1.238.426 -19.600 -1,6 389.190 374.110 15.080 4,0
715000 Straftaten i.Z.m. Urheber- 3.372 4.470 -1.098 -24,6 755 990 -235 -23,7
rechtsbestimmungen
510000 Betrug 290.962 307.554 -16.592 -5,4 82.735 81.792 943 1,2
515000 Leistungserschleichung 80.339 77.848 2.491 3,2 28.988 26.206 2.782 10,6
511000 Waren-/Warenkreditbetrug 94.040 104.922 -10.882 -10,4 21.934 22.544 -610 -2,7
517000 Sonstiger Betrug 124.454 133.454 -9.000 -6,7 32.894 33.667 -773 -2,3
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 114.800 110.609 4.191 3,8 32.513 31.519 994 3,2
673000 Beleidigung 126.631 124.657 1.974 1,6 22.540 21.607 933 4,3
143000 Verbreitung pornographischer 5.511 5.343 168 3,1 378 299 79 26,4
Schriften (Erzeugnisse)
220000 Körperverletzung insges. 266.320 264.027 2.293 0,9 74.539 72.162 2.377 3,3
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 8.471 9.184 -713 -7,8 1.368 1.389 -21 -1,5
520000 Veruntreuungen 16.162 17.772 -1.610 -9,1 2.882 3.110 -228 -7,3
*26*00 Ladendiebstahl insgesamt 132.200 137.608 -5.408 -3,9 53.857 50.493 3.364 6,7

Insgesamt hat die Zahl der erfassten tatverdächtigen deutschen Erwachsenen nur geringfügig abgenommen
(-1,6 %). Bei den tatverdächtigen nichtdeutschen Erwachsenen gab es hingegen einen Anstieg um 4,0 %.
Auffällig sind die starken Rückgänge bei Straftaten i. Z. m. Urheberrechtsbestimmungen, aber auch bei Ver-
untreuungen bei deutschen und nichtdeutschen tatverdächtigen Erwachsenen.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
97

Entwicklung der Tatverdächtigen insgesamt


T44
Tatverdächtige insgesamt
Jahr insgesamt Verände- deutsche Verände- nicht- Verände- Anteil
rung rung deutsche rung in %
in % in % in % an Spalte 2
1 2 3 4 5 6 7 8
1993 2.051.775 - 1.361.855 - 689.920 - 33,6
1994 2.037.729 -0,7 1.424.738 4,6 612.991 -11,2 30,1
1995 2.118.104 3,9 1.514.602 6,3 603.502 -1,5 28,5
1996 2.213.293 4,5 1.587.708 4,8 625.585 3,7 28,3
1997 2.273.560 2,7 1.640.080 3,3 633.480 1,3 27,9
1998 2.319.895 2,0 1.691.418 3,1 628.477 -0,8 27,1
1999 2.263.140 -2,4 1.661.919 -1,7 601.221 -4,3 26,6
2000 2.286.372 1,0 1.697.263 2,1 589.109 -2,0 25,8
2001 2.280.611 -0,3 1.712.227 0,9 568.384 -3,5 24,9
2002 2.326.149 2,0 1.759.231 2,7 566.918 -0,3 24,4
2003 2.355.161 1,2 1.801.411 2,4 553.750 -2,3 23,5
2004 2.384.268 1,2 1.837.283 2,0 546.985 -1,2 22,9
2005 2.313.136 -3,0 1.793.563 -2,4 519.573 -5,0 22,5
2006 2.283.127 -1,3 1.780.090 -0,8 503.037 -3,2 22,0
2007 2.294.883 0,5 1.804.605 1,4 490.278 -2,5 21,4
2008 2.255.693 -1,7 1.784.626 -1,1 471.067 -3,9 20,9
2009 2.187.217 *) 1.724.839 *) 462.378 *) 21,1
2010 2.152.803 -1,6 1.680.991 -2,5 471.812 2,0 21,9
2011 2.112.843 -1,9 1.628.314 -3,1 484.529 2,7 22,9
*) TV ab 2009 sind aufgrund der "Echt-Tatverdächtigenzählung" auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

G16
Entwicklung der Tatverdächtigen insgesamt

Anzahl
2.400.000

2.200.000

2.000.000

1.800.000
1.600.000

1.400.000

1.200.000
1.000.000

800.000
600.000

400.000
200.000

0
1994

1995

1996

1997

1999

2000

2002

2003

2004

2005

2007

2008

2010

2011
1993

1998

2001

2006

2009

insgesamt deutsche nichtdeutsche insgesamt deutsche nichtdeutsche

Hinweis: Tatverdächtige vor 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
98

Entwicklung der Tatverdächtigen insgesamt in einzelnen Deliktsbereichen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T45
deutsche nichtdeutsche
Schlüssel Straftaten(gruppen) Tatverdächtige insges. Veränderung Tatverdächtige insges. Veränderung
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 1.628.314 1.680.991 -43.848 -2,5 484.529 471.812 9.434 2,0
220000 Körperverletzung insges. 367.502 372.333 -6.068 -1,6 97.329 95.920 96 0,1
674000 Sachbeschädigung 137.759 143.637 -13.570 -8,6 19.801 19.391 -1.130 -5,5
673000 Beleidigung 154.351 152.989 3.534 2,4 27.171 26.287 1.042 4,1
143000 Verbreitung pornograph- 6.643 6.513 -2.811 -30,1 461 387 -162 -29,5
ischer Schriften
4***00 "schwerer" Diebstahl 76.373 76.212 -5.783 -7,1 30.301 27.133 2.099 8,4
510000 Betrug 349.200 373.028 2.062 0,6 99.671 99.205 5.985 6,4
515000 Leistungserschleichung 113.994 113.657 1.311 1,2 39.539 36.722 2.325 6,8
511000 Waren und 103.744 117.115 -1.904 -1,6 23.968 24.735 1.298 5,5
Warenkreditbetrug
520000 Veruntreuungen 16.547 18.341 -798 -4,2 2.996 3.262 -148 -4,3
730000 Rauschgiftdelikte BtMG 156.301 152.507 -2.664 -1,7 40.036 38.803 -101 -0,3
731800 Cannabis und 95.022 93.929 -1.673 -1,7 26.666 25.012 228 0,9
+732800 Zubereitungen
+733800
*26*00 Ladendiebstahl insges. 216.158 230.142 -11.535 -4,8 74.347 72.722 4.675 6,9

Insgesamt ist die Anzahl der Tatverdächtigen 2011 um 1,9 % auf 2 112 843 (2010: 2 152 803) zurückgegan-
gen. Bei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang um 2,5 % auf 1 628 341 (2010: 1 680 991)
registriert.
Die Anzahl Tatverdächtiger ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % zuge-
nommen (484 529). Ohne ausländerspezifische Delikte beträgt der Tatverdächtigenanteil Nichtdeutscher
20,0 % (2010: 20,0 %).

Nichtdeutsche Tatverdächtige und ihre Anteile an den Tatverdächtigen insgesamt


der jeweiligen Altersklasse
T46
Nichtdeutsche Tatverdächtige
Land insgesamt Kinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Baden-Württemberg 67.579 29,6 2.286 22,9 6.742 24,6 6.600 27,7 51.951 31,1
Bayern 80.242 28,0 2.141 19,6 6.122 21,1 7.128 24,0 64.851 29,9
Berlin 45.255 34,3 1.079 21,7 3.225 29,4 3.636 34,9 37.315 35,4
Brandenburg 9.047 13,1 165 5,8 512 8,6 866 15,4 7.504 13,7
Bremen 7.683 27,2 149 16,4 628 21,4 694 23,3 6.212 29,0
Hamburg 22.321 32,8 605 24,6 1.803 28,8 1.763 28,4 18.150 34,2
Hessen 52.810 34,7 1.199 25,9 3.784 26,6 4.015 28,8 43.812 36,7
Mecklenburg-Vorp. 3.570 7,4 57 2,8 175 4,5 322 7,1 3.016 8,0
Niedersachsen 37.248 16,7 1.157 11,6 3.040 12,5 3.415 14,5 29.636 17,9
Nordrhein-Westfalen 120.080 24,3 3.419 17,3 10.302 19,1 10.840 21,1 95.519 25,9
Rheinland-Pfalz 23.188 20,2 596 13,9 1.841 15,7 2.150 18,8 18.601 21,2
Saarland 6.005 22,0 190 18,3 664 24,5 571 22,5 4.580 21,8
Sachsen 12.019 11,7 212 5,4 568 7,7 865 10,5 10.374 12,4
Sachsen-Anhalt 5.526 7,8 77 2,5 256 4,5 439 7,3 4.754 8,4
Schleswig-Holstein 11.256 14,9 304 9,9 1.151 13,3 974 12,2 8.827 15,8
Thüringen 3.513 6,0 68 3,0 210 4,6 232 4,7 3.003 6,4
*)
Bundesgebiet insges. 484.529 22,9 13.561 15,8 39.734 18,5 42.044 20,6 389.190 24,2

*) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
99
Nichtdeutsche Tatverdächtige und ihre Anteile an den Tatverdächtigen insgesamt der jeweiligen
Altersklasse in den Großstädten ab 200 000 Einwohner
T47
Nichtdeutsche Tatverdächtige
Städte insgesamt Kinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Aachen 4.300 39,4 61 23,0 445 33,3 506 39,3 3.288 41,0
Augsburg 3.259 29,0 118 27,4 300 27,7 291 24,6 2.550 29,8
Berlin 45.255 34,3 1.079 21,7 3.225 29,4 3.636 34,9 37.315 35,4
Bielefeld 2.984 27,9 73 18,3 266 23,0 299 26,5 2.346 29,2
Bochum 2.785 21,8 87 20,0 236 19,7 275 19,2 2.187 22,5
Bonn 2.762 25,2 50 13,5 264 18,8 261 21,8 2.187 27,3
Braunschweig 2.396 22,6 45 10,9 152 13,8 266 22,4 1.933 24,5
Bremen 6.645 28,6 132 20,2 548 23,0 597 24,3 5.368 30,2
Chemnitz 2.018 23,0 60 18,1 97 15,9 185 24,4 1.676 23,6
Dortmund 8.412 31,8 192 23,2 823 29,4 933 31,4 6.464 32,5
Dresden 2.147 12,1 40 7,8 81 8,2 167 11,4 1.859 12,6
Duisburg 5.704 30,3 190 26,2 516 26,4 553 27,4 4.445 31,5
Düsseldorf 10.626 38,2 163 25,7 748 29,6 854 30,4 8.861 40,6
Erfurt 862 9,8 20 5,3 54 7,7 65 8,2 723 10,5
Essen 5.140 25,8 166 25,4 392 19,0 479 22,2 4.103 27,2
Frankfurt a. M. 24.152 57,3 475 60,6 1.318 44,9 1.634 46,3 20.725 59,4
Freiburg i. Br. 2.929 30,2 96 27,0 272 23,9 302 27,4 2.259 31,9
Gelsenkirchen 2.496 26,7 110 27,3 227 22,7 203 22,7 1.956 27,7
Halle (Saale) 976 10,7 13 3,1 61 8,9 76 9,7 826 11,4
Hamburg 22.321 32,8 605 24,6 1.803 28,8 1.763 28,4 18.150 34,2
Hannover 7.675 27,9 165 22,8 596 23,3 656 22,6 6.258 29,3
Karlsruhe 3.699 33,1 51 18,3 316 25,8 403 28,8 2.929 35,4
Kiel 1.464 16,8 33 12,3 137 15,4 118 12,3 1.176 17,8
Köln 16.992 34,9 451 31,1 1.427 32,0 1.595 32,0 13.519 35,7
Krefeld 2.035 21,8 47 14,1 150 15,1 183 16,5 1.655 24,0
Leipzig 2.316 12,1 47 6,6 144 10,0 160 10,1 1.965 12,8
Lübeck 1.383 15,7 49 14,2 117 12,6 130 14,6 1.087 16,4
Magdeburg 941 9,8 16 3,8 54 5,8 64 8,4 807 10,7
Mannheim 4.347 36,8 103 29,9 378 32,0 432 34,5 3.434 38,0
Mönchengladbach 1.888 20,6 49 13,3 167 16,4 155 16,1 1.517 22,2
München 21.689 44,4 446 35,5 1.877 40,1 2.257 42,5 17.109 45,5
Münster 2.205 23,5 38 13,2 173 16,3 227 21,0 1.767 25,4
Nürnberg 6.846 35,1 186 27,2 611 30,1 640 29,9 5.409 36,9
Oberhausen 2.045 25,6 58 23,0 211 24,1 217 23,0 1.559 26,3
Rostock 712 9,1 11 4,2 37 7,4 56 6,6 608 9,8
Stuttgart 9.630 37,3 245 35,6 945 34,8 1.029 34,8 7.411 38,1
Wiesbaden 2.852 32,0 68 21,7 277 28,4 248 28,0 2.259 33,5
Wuppertal 3.598 27,0 147 23,7 336 23,6 336 23,4 2.779 28,3
Hinweis: Siehe auch Anmerkung auf Seite 64.

In Frankfurt am Main waren 44,9 % der tatverdächtigen Jugendlichen sowie 46,3 % der Heranwachsenden
und 59,4 % der Erwachsenen Nichtdeutsche. Frankfurt am Main zeigt auch bei den tatverdächtigen Kindern
unter den Großstädten den höchsten Nichtdeutschenanteil mit 60,6 % (2010: 41,6 %), gefolgt von Stuttgart
mit 35,6 % (2010: 33,8 %) und München mit 35,5 % (2010: 37,1 %). In den Großstädten der neuen Länder
spielen Nichtdeutsche unter den minderjährigen Tatverdächtigen dagegen keine größere Rolle.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
100
Tatverdächtige nach Anzahl der polizeilichen Erfassung im Berichtsjahr
(Mehrfachtatverdächtige)

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik ist es mittlerweile möglich, Tatver-
dächtige nach der Häufigkeit ihres Auffälligwerdens während eines Berichtsjahres zu differenzieren und
damit die kriminologisch wichtige Fragestellung nach dem Anteil der Mehrfachtatverdächtigen an den Tat-
verdächtigen insgesamt zu beantworten.
Der Begriff „Mehrfachtatverdächtiger“ im hier verwendeten Sinne bringt lediglich zum Ausdruck, dass ein
Tatverdächtiger mindestens zweimal während eines Berichtjahres polizeilich erfasst wurde. Er ist daher nicht
mit dem zum Teil auf Landesebene benutzen Begriff des Intensivtäters gleich zu setzen.

Verteilung der Tatverdächtigen nach Häufigkeit der polizeilichen Erfassung

Tatverdächtige insgesamt Tatverdächtige insgesamt


bei Straftaten insgesamt bei Gewaltkriminalität

11-20fach;
11-20fach;
6-10fach; 0,9%
über 20fach; 6-10fach; 0,0%
2,5%
0,4% 0,3% über 20fach;
0,0%

2-5fach; 2-5fach;
23,2% 11,2%

einmal; einmal;
73,0% 88,4%
G10 0 G1 01

Jugendliche Heranwachsende
bei Straftaten insgesamt bei Straftaten insgesamt

11-20fach; 11-20fach;
1,3% 6-10fach; 1,4% über 20fach;
6-10fach; über 20fach;
3,6% 0,6%
3,2% 0,5%

2-5fach;
27,2% 2-5fach;
28,2%

einmal; einmal;
67,8% 66,1%
G10 2 G1 03
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
101
Über ein Viertel (27,0 %) der Tatverdächtigen insgesamt sind Mehrfachtatverdächtige (G100). Bei der Ge-
waltkriminalität sind die Tatverdächtigen zu 11,6 % mehrfach auffällig. Mit 33,9 % ist der Anteil der Mehr-
fachtatverdächtigen bei den Heranwachsenden etwas höher als der bei den Jugendlichen (32,2 %). Der
höchste Anteil an Mehrfachtatverdächtigen kann bei den 2- bis 5-fach Auffälligen festgestellt werden.

Verteilung der Tatverdächtigen nach Häufigkeit der polizeilichen Erfassung


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T246
Straftaten insgesamt Gewaltkriminalität
(------) (890000)
Häufigkeit Tatverdächtige Tatverdächtige
Jugendliche Heranwachsende
insgesamt insgesamt
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in %
gesamt 2.112.843 100,0 175.002 100,0 162.447 100,0 141.521 100,0
einmal 1.541.561 73,0 118.711 67,8 107.366 66,1 125.168 88,4
mehrfach 2-5 491.124 23,2 47.638 27,2 45.883 28,2 15.919 11,2
mehrfach 6-10 52.075 2,5 5.596 3,2 5.903 3,6 379 0,3
mehrfach 11-20 19.092 0,9 2.203 1,3 2.241 1,4 43 0,0
mehrfach ueber 20 8.991 0,4 854 0,5 1.054 0,6 12 0,0
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
102
Geschlechtsverteilung der Tatverdächtigen bei den einzelnen Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T48
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt männlich weiblich
100 % Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 2.665 2.317 86,9 348 13,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 6.418 99,0 66 1,0
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 29.137 90,4 3.082 9,6
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 129.856 84,7 23.446 15,3
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 258.483 81,9 57.021 18,1
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 137.964 84,6 25.195 15,4
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 434.585 285.037 65,6 149.548 34,4
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 106.674 94.139 88,2 12.535 11,8
510000 Betrug 448.871 308.635 68,8 140.236 31,2
520000 Veruntreuungen 19.543 14.322 73,3 5.221 26,7
530000 Unterschlagung 58.787 42.351 72,0 16.436 28,0
540000 Urkundenfälschung 54.115 42.055 77,7 12.060 22,3
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 106.191 85.853 80,8 20.338 19,2
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 27.359 21.789 79,6 5.570 20,4
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 12.264 9.681 78,9 2.583 21,1
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 4.789 86,3 763 13,7
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 9.501 95,6 438 4,4
673000 Beleidigung 181.522 128.004 70,5 53.518 29,5
674000 Sachbeschädigung 157.560 137.021 87,0 20.539 13,0
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 8.537 88,7 1.093 11,3
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 23.074 18.997 82,3 4.077 17,7
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- 71.551 52.012 72,7 19.539 27,3
verfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waf- 36.379 33.948 93,3 2.431 6,7
fenG und gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 173.065 88,1 23.272 11,9
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 1.574.799 74,5 538.044 25,5
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Der durchschnittliche Anteil weiblicher Tatverdächtiger im gesamten Bundesgebiet betrug 25,5 % und wur-
de unter den aufgeführten Straftaten(gruppen) nur beim Diebstahl ohne erschwerende Umstände mit einem
Drittel (34,4 %) der Tatverdächtigen (meist Ladendiebstahl), bei Betrug (31,2 %), bei Beleidigung (29,5 %),
bei Unterschlagung (28,0 %), bei Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügig-
keitsgesetz/EU (27,3 %) sowie bei Veruntreuungen (26,7 %) überschritten. Demgegenüber stellen sich be-
sonders Vergewaltigung einschl. besonders schwerer Fälle der sexuellen Nötigung, Verletzung der Unter-
haltspflicht, Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz,
Raub sowie Diebstahl unter erschwerenden Umständen als Straftaten mit überdurchschnittlich hohen Antei-
len männlicher Tatverdächtiger dar.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
103
Altersstruktur der Tatverdächtigen bei den einzelnen Straftaten(gruppen) in Prozent
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T49
Tatverdächtige
Kinder Jugendl. Heranw. Erwachsene Jungerw.
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt unter 14 14 < 18 18 < 21 >= 21 21 < 25
100 % m w m w m w m w m w
Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
010000+ Mord und Totschlag 2.665 0,3 0,0 5,5 0,8 9,8 1,2 71,3 11,1 13,0 1,2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 6.484 1,8 0,1 10,7 0,1 11,8 0,1 74,7 0,7 13,7 0,1
177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 3,6 0,5 21,9 2,3 18,1 1,3 46,9 5,5 14,3 1,3
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 4,4 1,0 13,3 3,2 14,2 1,7 52,9 9,4 14,0 1,7
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 2,6 0,7 7,4 2,4 8,8 1,8 63,1 13,2 10,8 2,1
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 1,3 0,4 5,0 1,6 6,1 1,2 72,2 12,2 8,6 1,5
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 434.585 5,7 3,6 10,1 7,3 6,2 2,5 43,6 21,0 6,6 2,6
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 106.674 3,6 0,7 16,7 2,1 14,4 1,5 53,5 7,5 14,0 1,6
510000 Betrug 448.871 0,3 0,2 3,5 2,3 7,0 3,5 58,0 25,3 10,5 4,9
520000 Veruntreuungen 19.543 0,0 0,0 0,1 0,2 1,3 0,9 71,8 25,6 2,5 1,9
530000 Unterschlagung 58.787 1,1 0,3 6,1 1,9 6,2 2,5 58,6 23,3 8,8 3,9
540000 Urkundenfälschung 54.115 0,4 0,2 7,5 4,5 5,9 2,2 63,9 15,4 8,9 2,4
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 106.191 2,2 0,8 9,9 2,6 10,1 1,9 58,6 13,8 11,1 2,1
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 27.359 1,1 0,3 8,6 2,0 9,0 2,3 60,8 15,7 10,3 2,9
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 12.264 11,8 1,7 10,7 1,6 6,2 1,1 50,2 16,7 6,5 1,6
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 0,0 0,0 0,2 0,1 0,6 0,1 85,5 13,6 2,9 0,7
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 0,0 0,0 0,1 0,0 0,9 0,0 94,6 4,4 3,9 0,1
673000 Beleidigung 181.522 1,4 0,8 5,1 2,7 5,5 2,2 58,4 23,8 7,3 2,8
674000 Sachbeschädigung 157.560 8,9 1,5 18,7 2,3 12,8 1,2 46,5 8,0 11,8 1,3
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 0,3 0,0 0,9 0,1 2,9 0,2 84,6 11,0 4,2 0,3
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze 23.074 0,3 0,2 1,9 0,7 2,7 0,5 77,4 16,2 5,2 1,0
auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 71.551 1,0 0,8 6,1 1,4 6,0 1,9 59,6 23,2 10,7 3,4
Asylverfahrens- und das Freizügig-
keitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 36.379 1,5 0,1 11,4 0,4 13,4 0,5 67,0 5,7 14,1 0,9
WaffenG und gegen das Kriegswaffen-
kontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 0,2 0,1 7,3 1,2 14,5 1,7 66,1 8,9 19,7 2,6
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 2,9 1,2 7,1 3,1 7,5 2,2 57,1 19,0 9,5 2,8

*) Die Auflistung ist nicht vollständig. m = männlich w = weiblich

Bei Raubdelikten (47,7 %) und bei Sachbeschädigung (45,4 %) sind etwas weniger als die Hälfte der Tatver-
dächtigen unter 21 Jahre alt.
Relativ hoch sind die Tatverdächtigenanteile männlicher Kinder bei Brandstiftung/Herbeiführen einer
Brandgefahr und bei Sachbeschädigung. Die Anteile männlicher jugendlicher Tatverdächtiger liegen z. B.
bei Raub, Sachbeschädigung und Diebstahl – besonders unter erschwerenden Umständen – überdurchschnitt-
lich hoch. Die Aussage wird bei schwerem Diebstahl und Sachbeschädigung jedoch durch die niedrige Auf-
klärungsquote relativiert. Die männlichen Heranwachsenden weisen vor allem bei Raub, „schwerem“ Dieb-
stahl, gefährlicher und schwerer Körperverletzung, Rauschgiftdelikten und Sachbeschädigung einen über-
durchschnittlichen Tatverdächtigenanteil auf. Durch ein unterschiedlich großes Dunkelfeld bei den einzelnen
Altersgruppen sind Verzerrungen in der Tatverdächtigenstruktur gegenüber der Kriminalitätswirklichkeit zu
vermuten.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
104
Aufgliederung der Tatverdächtigen nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T50
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt männlich weiblich
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 2.665 0,1 2.317 0,1 348 0,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 0,3 6.418 0,4 66 0,0
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 1,5 29.137 1,9 3.082 0,6
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 7,3 129.856 8,2 23.446 4,4
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 14,9 258.483 16,4 57.021 10,6
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 7,7 137.964 8,8 25.195 4,7
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 434.585 20,6 285.037 18,1 149.548 27,8
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 106.674 5,0 94.139 6,0 12.535 2,3
510000 Betrug 448.871 21,2 308.635 19,6 140.236 26,1
520000 Veruntreuungen 19.543 0,9 14.322 0,9 5.221 1,0
530000 Unterschlagung 58.787 2,8 42.351 2,7 16.436 3,1
540000 Urkundenfälschung 54.115 2,6 42.055 2,7 12.060 2,2
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 106.191 5,0 85.853 5,5 20.338 3,8
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung, Hehlerei und 27.359 1,3 21.789 1,4 5.570 1,0
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 12.264 0,6 9.681 0,6 2.583 0,5
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 0,3 4.789 0,3 763 0,1
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 0,5 9.501 0,6 438 0,1
673000 Beleidigung 181.522 8,6 128.004 8,1 53.518 9,9
674000 Sachbeschädigung 157.560 7,5 137.021 8,7 20.539 3,8
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 0,5 8.537 0,5 1.093 0,2
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze 23.074 1,1 18.997 1,2 4.077 0,8
auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- 71.551 3,4 52.012 3,3 19.539 3,6
verfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 36.379 1,7 33.948 2,2 2.431 0,5
Waffengesetz und gegen das Kriegswaffen-
kontrollgesetz
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 9,3 173.065 11,0 23.272 4,3
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 100,0 1.574.799 100,0 538.044 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Während in den oben aufgeführten Deliktsbereichen Diebstahl ohne erschwerende Umstände (meist Laden-
diebstahl) und Betrug bei den weiblichen Tatverdächtigen quantitativ ins Gewicht fallen, zeigt sich bei den
männlichen Tatverdächtigen eine breitere Streuung über die verschiedenen Deliktsbereiche, allerdings mit
Schwergewicht auf Betrug, Diebstahl, Körperverletzung, Rauschgiftdelikten sowie Sachbeschädigung.
Durch die unterschiedlichen Anteile (Dunkelfeld) sind weitere Verzerrungen in der Tatverdächtigenstruktur
gegenüber der Kriminalitätswirklichkeit zu vermuten.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
105
Aufgliederung der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T51
Kinder Jugendliche
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) männlich weiblich männlich weiblich
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 9 0,0 1 0,0 147 0,1 20 0,0
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 118 0,2 5 0,0 694 0,5 9 0,0
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 1.168 1,9 156 0,6 7.042 4,7 757 1,2
222000 Gefährliche und schwere Körper- 6.674 11,0 1.515 6,1 20.356 13,7 4.866 7,4
verletzung
224000 (Vorsätzliche leichte) Körper- 8.348 13,8 2.083 8,3 23.339 15,7 7.596 11,6
verletzung
230000 Straftaten gegen die persönliche 2.090 3,4 634 2,5 8.205 5,5 2.581 3,9
Freiheit
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 24.841 41,0 15.779 63,2 43.866 29,4 31.599 48,1
4***00 Diebstahl unter erschwerenden 3.809 6,3 740 3,0 17.866 12,0 2.191 3,3
Umständen
510000 Betrug 1.306 2,2 825 3,3 15.788 10,6 10.186 15,5
520000 Veruntreuungen 4 0,0 4 0,0 29 0,0 34 0,1
530000 Unterschlagung 633 1,0 178 0,7 3.610 2,4 1.096 1,7
540000 Urkundenfälschung 194 0,3 108 0,4 4.050 2,7 2.426 3,7
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 2.353 3,9 844 3,4 10.466 7,0 2.790 4,3
Straftaten gegen die öffentliche
Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung, 311 0,5 94 0,4 2.360 1,6 557 0,8
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 1.444 2,4 211 0,8 1.315 0,9 191 0,3
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und 0 0,0 0 0,0 10 0,0 4 0,0
Amtsdelikte
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 0 0,0 0 0,0 8 0,0 0 0,0
673000 Beleidigung 2.604 4,3 1.438 5,8 9.307 6,2 4.969 7,6
674000 Sachbeschädigung 14.097 23,2 2.359 9,5 29.447 19,8 3.573 5,4
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 25 0,0 0 0,0 91 0,1 10 0,0
710000 Straftaten gegen strafrechtliche 67 0,1 48 0,2 437 0,3 160 0,2
Nebengesetze auf dem
Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 725 1,2 570 2,3 4.356 2,9 1.033 1,6
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 563 0,9 21 0,1 4.138 2,8 139 0,2
WaffenG und gegen das Kriegswaffen-
kontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 483 0,8 143 0,6 14.416 9,7 2.269 3,5
------ Straftaten insgesamt 60.645 100,0 24.955 100,0 149.092 100,0 65.644 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Die aufgeklärte Delinquenz von Mädchen unter 14 Jahren blieb mit 63,2 % weitgehend auf den Diebstahl
ohne erschwerende Umstände - meist Ladendiebstahl - beschränkt. Auffällig waren des Weiteren Sachbe-
schädigung (9,5 %) und leichte Körperverletzungen (8,3 %). Die gleichaltrigen Jungen wurden neben dem
Diebstahl ohne erschwerende Umstände, wegen Sachbeschädigung, Körperverletzungen und „schweren“
Diebstahls in größerer Zahl erfasst. Bei den ermittelten männlichen Jugendlichen verbreitert sich die Skala
strafbedrohter Betätigungen allmählich. Hier spielen auch Betrug und Rauschgiftdelikte eine Rolle. Bei den
erfassten weiblichen Jugendlichen dominiert wieder der Diebstahl ohne erschwerende Umstände (48,1%),
aber auch die Körperverletzung insgesamt (19, %).
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
106
Aufgliederung der tatverdächtigen Heranwachsenden und Erwachsenen nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T52
Heranwachsende Erwachsene
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) männlich weiblich männlich weiblich
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 262 0,2 31 0,1 1.899 0,2 296 0,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nöti- 764 0,5 7 0,0 4.842 0,4 45 0,0
gung §§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178
StGB
210000 Raubdelikte 5.826 3,7 409 0,9 15.101 1,3 1.760 0,4
222000 Gefährliche und schwere 21.739 13,8 2.620 5,6 81.087 6,7 14.445 3,6
Körperverletzung
224000 (Vorsätzliche leichte) 27.652 17,5 5.715 12,2 199.144 16,5 41.627 10,4
230000 Straftaten gegen die persönliche 9.934 6,3 2.026 4,3 117.735 9,8 19.954 5,0
Freiheit
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 27.062 17,2 11.065 23,6 189.268 15,7 91.105 22,7
Umstände
4***00 Diebstahl unter erschwerenden 15.341 9,7 1.640 3,5 57.123 4,7 7.964 2,0
Umständen
510000 Betrug 31.256 19,8 15.813 33,7 260.285 21,6 113.412 28,3
520000 Veruntreuungen 248 0,2 180 0,4 14.041 1,2 5.003 1,2
530000 Unterschlagung 3.640 2,3 1.480 3,2 34.468 2,9 13.682 3,4
540000 Urkundenfälschung 3.205 2,0 1.196 2,5 34.606 2,9 8.330 2,1
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 10.769 6,8 2.070 4,4 62.265 5,2 14.634 3,7
Straftaten gegen die öffentliche
Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung, 2.473 1,6 624 1,3 16.645 1,4 4.295 1,1
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 763 0,5 132 0,3 6.159 0,5 2.049 0,5
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und 31 0,0 6 0,0 4.748 0,4 753 0,2
Amtsdelikte
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 91 0,1 1 0,0 9.402 0,8 437 0,1
673000 Beleidigung 10.050 6,4 3.983 8,5 106.043 8,8 43.128 10,8
674000 Sachbeschädigung 20.166 12,8 1.962 4,2 73.311 6,1 12.645 3,2
676000 Straftaten gegen die Umwelt 275 0,2 19 0,0 8.146 0,7 1.064 0,3
(StGB)
710000 Straftaten gegen strafrechtliche 623 0,4 126 0,3 17.870 1,5 3.743 0,9
Nebengesetze auf dem
Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 4.316 2,7 1.340 2,9 42.615 3,5 16.596 4,1
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 4.890 3,1 187 0,4 24.357 2,0 2.084 0,5
WaffenG und gegen das
KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 28.387 18,0 3.326 7,1 129.779 10,7 17.534 4,4
------ Straftaten insgesamt 157.579 100,0 46.912 100,0 1.207.483 100,0 400.533 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Bei den heranwachsenden Tatverdächtigen gewinnt Betrug neben den Diebstahlsdelikten zunehmend eine
größere Bedeutung. Bei den volljährigen weiblichen Tatverdächtigen liegen die Anteile von „einfachem“
Diebstahl (meist Ladendiebstahl) und vor allem von Betrug relativ höher als bei den männlichen. Bei den
männlichen Heranwachsenden fallen zusätzlich Körperverletzungen, Rauschgiftdelikte und Sachbeschädi-
gungen ins Gewicht.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
107
Aufgliederung der tatverdächtigen Erwachsenen (Altersgruppen) nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T53
21 bis unter 25 Jahre 25 bis unter 30 Jahre
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) männlich weiblich männlich weiblich
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anazhl in %
010000+ Mord und Totschlag 347 0,2 32 0,1 316 0,2 30 0,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 887 0,4 9 0,0 839 0,4 9 0,0
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 4.603 2,3 405 0,7 3.588 1,8 365 0,6
222000 Gefährliche und schwere Körper- 21.428 10,7 2.678 4,5 16.721 8,4 2.300 3,9
verletzung
224000 (Vorsätzliche leichte) Körper- 33.995 17,0 6.474 10,9 33.205 16,7 6.405 10,8
verletzung
230000 Straftaten gegen die persönliche 13.968 7,0 2.418 4,1 15.780 7,9 2.582 4,4
Freiheit
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 28.854 14,4 11.395 19,2 28.470 14,3 10.762 18,2
Umstände
4***00 Diebstahl unter erschwerenden 14.959 7,5 1.677 2,8 12.776 6,4 1.568 2,7
Umständen
510000 Betrug 47.022 23,5 21.853 36,8 47.800 24,0 20.819 35,2
520000 Veruntreuungen 498 0,2 366 0,6 970 0,5 504 0,9
530000 Unterschlagung 5.197 2,6 2.266 3,8 5.452 2,7 2.083 3,5
540000 Urkundenfälschung 4.813 2,4 1.302 2,2 5.931 3,0 1.377 2,3
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 11.759 5,9 2.188 3,7 10.681 5,4 1.935 3,3
Straftaten gegen die öffentliche
630000 Begünstigung, Strafvereitelung, 2.812 1,4 806 1,4 3.047 1,5 707 1,2
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 798 0,4 193 0,3 725 0,4 182 0,3
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und 160 0,1 40 0,1 402 0,2 98 0,2
Amtsdelikte
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 385 0,2 12 0,0 944 0,5 39 0,1
673000 Beleidigung 13.208 6,6 5.030 8,5 13.621 6,8 5.141 8,7
674000 Sachbeschädigung 18.518 9,3 1.988 3,4 14.172 7,1 1.873 3,2
676000 Straftaten gegen die Umwelt 404 0,2 29 0,0 552 0,3 78 0,1
(StGB)
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Neben- 1.211 0,6 240 0,4 1.775 0,9 406 0,7
gesetze auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 7.648 3,8 2.465 4,2 10.473 5,3 3.294 5,6
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 5.143 2,6 311 0,5 4.122 2,1 238 0,4
WaffenG und gegen das Kriegswaffen-
kontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 38.680 19,4 5.143 8,7 36.928 18,6 4.904 8,3
------ Straftaten insgesamt 199.737 100,0 59.322 100,0 198.852 100,0 59.156 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Der Anteil des „schweren“ Diebstahls sowie der Sachbeschädigung geht mit zunehmendem Alter zurück.
Bei den 25- bis 30-jährigen Tatverdächtigen erreichen neben Betrug auch Diebstahl, Rauschgiftdelikte sowie
Körperverletzung relativ hohe Anteile.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
108
Aufgliederung der tatverdächtigen Erwachsenen (Altersgruppen) nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T54
30 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und mehr
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) männlich weiblich männlich weiblich
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 1.063 0,2 201 0,1 173 0,2 33 0,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nöti- 2.947 0,4 27 0,0 169 0,2 0 0,0
gung §§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178
StGB
210000 Raubdelikte 6.609 0,9 915 0,4 301 0,3 75 0,2
222000 Gefährliche und schwere 39.016 5,6 8.489 3,6 3.922 3,7 978 2,2
Körperverletzung
224000 (Vorsätzliche leichte) 120.001 17,1 25.969 11,0 11.943 11,1 2.779 6,2
230000 Straftaten gegen die persönliche 77.373 11,0 13.239 5,6 10.614 9,9 1.715 3,8
Freiheit
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 104.748 14,9 49.962 21,1 27.196 25,3 18.986 42,1
Umstände
4***00 Diebstahl unter erschwerenden 27.886 4,0 4.355 1,8 1.502 1,4 364 0,8
Umständen
510000 Betrug 151.244 21,6 65.123 27,5 14.219 13,2 5.617 12,4
520000 Veruntreuungen 10.782 1,5 3.611 1,5 1.791 1,7 522 1,2
530000 Unterschlagung 21.619 3,1 8.456 3,6 2.200 2,0 877 1,9
540000 Urkundenfälschung 21.925 3,1 5.177 2,2 1.937 1,8 474 1,1
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 34.912 5,0 8.776 3,7 4.913 4,6 1.735 3,8
Straftaten gegen die öffentliche
Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung, 9.989 1,4 2.551 1,1 797 0,7 231 0,5
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 3.588 0,5 1.129 0,5 1.048 1,0 545 1,2
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und 3.839 0,5 560 0,2 347 0,3 55 0,1
Amtsdelikte
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 7.926 1,1 383 0,2 147 0,1 3 0,0
673000 Beleidigung 64.888 9,3 26.931 11,4 14.326 13,3 6.026 13,4
674000 Sachbeschädigung 35.568 5,1 7.411 3,1 5.053 4,7 1.373 3,0
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 5.731 0,8 723 0,3 1.459 1,4 234 0,5
710000 Straftaten gegen strafrechtliche 12.871 1,8 2.760 1,2 2.013 1,9 337 0,7
Nebengesetze auf dem
Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 23.348 3,3 9.255 3,9 1.146 1,1 1.582 3,5
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das 11.355 1,6 1.018 0,4 3.737 3,5 517 1,1
WaffenG und gegen das
KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 53.656 7,6 7.383 3,1 515 0,5 104 0,2
------ Straftaten insgesamt 701.460 100,0 236.920 100,0 107.434 100,0 45.135 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 20.

Bei den tatverdächtigen Männern nimmt der Anteil des „schweren“ Diebstahls mit zunehmendem Alter be-
trächtlich ab und nähert sich den Werten der weiblichen Tatverdächtigen an. Der „einfache“ Diebstahl nimmt
dagegen bei den tatverdächtigen Männern und Frauen mit höherem Alter anteilmäßig zu. Fast jede Zweite
(42,1 %) der ermittelten weiblichen Tatverdächtigen über 60 Jahre wurde verdächtigt, einen „einfachen“
Diebstahl (meist Ladendiebstahl) begangen zu haben; bei den gleichaltrigen Männern war es fast jeder Vier-
te. Die absoluten Zahlen verringern sich bei den älteren Tatverdächtigen zwar auch hier, aber nicht in dem
gleichen Ausmaß wie bei anderen Delikten.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
109
Alters- und Geschlechtsstruktur aller Tatverdächtigen in den Ländern
T55
Tatverdächtige
Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
Land insgesamt bis < 14 14 < 18 18 < 21 > = 21 21 < 25
männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl.
absolut (1 00 %) Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Baden-Württemberg 228.558 3,1 1,3 8,3 3,7 8,1 2,3 55,6 17,6 9,5 2,6
Bayern 286.640 2,7 1,1 7,2 2,9 8,2 2,2 57,4 18,3 9,5 2,6
Berlin 131.812 2,6 1,2 5,5 2,9 5,8 2,1 59,8 20,2 9,1 3,2
Brandenburg 69.091 3,0 1,1 6,2 2,4 6,4 1,7 59,8 19,3 9,8 2,7
Bremen 28.265 2,2 1,0 6,6 3,8 8,1 2,4 58,0 17,9 9,9 3,0
Hamburg 68.068 2,6 1,0 6,2 3,0 6,9 2,2 59,3 18,8 9,4 3,0
Hessen 152.070 2,1 0,9 6,5 2,9 7,0 2,1 58,8 19,7 9,3 2,8
Mecklenburg-Vorp. 48.272 2,9 1,3 5,7 2,3 7,1 2,3 59,8 18,6 11,4 3,1
Niedersachsen 223.419 3,2 1,2 7,8 3,1 8,3 2,2 56,3 17,8 9,6 2,5
Nordrhein-Westfalen 494.013 2,8 1,2 7,5 3,5 8,0 2,4 56,5 18,2 9,6 2,8
Rheinland-Pfalz 114.965 2,7 1,0 7,2 3,0 7,7 2,2 57,4 18,8 9,5 2,8
Saarland 27.275 2,8 1,0 6,9 3,1 7,1 2,2 57,8 19,2 8,7 2,7
Sachsen 102.937 2,7 1,1 5,0 2,2 5,9 2,1 59,5 21,5 10,1 3,4
Sachsen-Anhalt 71.284 3,1 1,3 5,6 2,5 6,3 2,0 59,0 20,1 10,1 3,2
Schleswig-Holstein 75.355 2,9 1,1 8,3 3,1 8,4 2,1 56,2 17,7 9,4 2,5
Thüringen 58.356 2,8 1,1 5,4 2,4 6,5 2,0 60,5 19,3 11,1 3,3
Bundesgebiet insges.*) 2.112.843 2,9 1,2 7,1 3,1 7,5 2,2 57,1 19,0 9,5 2,8
*) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.

G17
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
110
Alters- und Geschlechtsstruktur der deutschen Tatverdächtigen in den Ländern
T56
deutsche Tatverdächtige
Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
Land insgesamt bis < 14 14 < 18 18 < 21 > = 21 21 < 25
männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl.
absolut (100 %) Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Baden-Württemberg 160.979 3,4 1,4 8,8 4,0 8,4 2,4 54,1 17,6 9,2 2,5
Bayern 206.398 3,0 1,2 7,8 3,2 8,6 2,3 55,2 18,5 9,2 2,6
Berlin 86.557 3,1 1,4 5,8 3,1 5,8 2,1 58,6 20,1 9,0 3,2
Brandenburg 60.044 3,3 1,1 6,5 2,6 6,2 1,7 58,8 19,8 9,5 2,7
Bremen 20.582 2,6 1,1 6,8 4,4 8,5 2,6 55,7 18,3 9,9 3,1
Hamburg 45.747 2,9 1,2 6,5 3,3 7,3 2,5 57,6 18,8 9,6 3,1
Hessen 99.260 2,5 1,0 7,1 3,4 7,7 2,3 57,3 18,7 9,2 2,6
Mecklenburg-Vorp. 44.702 3,0 1,3 5,8 2,4 7,1 2,4 59,0 18,9 11,4 3,2
Niedersachsen 186.171 3,4 1,3 8,1 3,3 8,4 2,3 54,9 18,2 9,5 2,5
Nordrhein-Westfalen 373.933 3,1 1,3 7,9 3,8 8,3 2,5 54,8 18,3 9,6 2,9
Rheinland-Pfalz 91.777 2,9 1,1 7,6 3,2 7,8 2,3 56,3 18,8 9,2 2,7
Saarland 21.270 2,9 1,1 6,5 3,2 7,1 2,2 57,5 19,6 8,4 2,6
Sachsen 90.918 2,9 1,2 5,2 2,3 5,9 2,2 58,1 22,2 10,0 3,5
Sachsen-Anhalt 65.758 3,3 1,3 5,8 2,6 6,4 2,1 58,1 20,4 10,1 3,2
Schleswig-Holstein 64.099 3,1 1,2 8,3 3,4 8,7 2,2 55,1 18,1 9,2 2,6
Thüringen 54.843 2,9 1,1 5,5 2,5 6,5 2,1 59,8 19,7 11,1 3,3
Bundesgebiet insges.*) 1.628.314 3,2 1,3 7,4 3,4 7,7 2,3 55,8 19,1 9,3 2,8
*) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.

Alters- und Geschlechtsstruktur der nichtdeutschen Tatverdächtigen in den Ländern


T57
nichtdeutsche Tatverdächtige
Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
Land insgesamt bis < 14 14 < 18 18 < 21 > = 21 21 < 25
männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl.
absolut (1 00 %) Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in % Anteil in %
Baden-Württemberg 67.579 2,3 1,1 7,1 2,9 7,6 2,1 59,1 17,8 10,3 2,8
Bayern 80.242 1,8 0,9 5,6 2,0 7,0 1,8 63,0 17,9 10,4 2,6
Berlin 45.255 1,6 0,8 4,8 2,3 6,0 2,0 62,1 20,3 9,3 3,2
Brandenburg 9.047 1,1 0,7 4,2 1,5 8,0 1,6 66,7 16,3 12,1 2,9
Bremen 7.683 1,3 0,6 6,1 2,0 7,0 2,0 64,1 16,8 9,7 2,7
Hamburg 22.321 1,9 0,8 5,8 2,3 6,1 1,8 62,7 18,6 9,0 2,8
Hessen 52.810 1,5 0,7 5,2 2,0 5,7 1,9 61,6 21,4 9,6 3,1
Mecklenburg-Vorp. 3.570 1,1 0,5 3,9 1,0 7,4 1,7 70,0 14,5 11,5 2,0
Niedersachsen 37.248 2,3 0,8 6,3 1,9 7,3 1,8 63,3 16,2 10,5 2,5
Nordrhein-Westfalen 120.080 2,0 0,9 6,1 2,4 6,9 2,1 61,8 17,8 9,8 2,7
Rheinland-Pfalz 23.188 1,9 0,7 5,8 2,1 7,4 1,9 61,6 18,7 10,7 2,9
Saarland 6.005 2,2 0,9 8,4 2,7 7,1 2,4 58,6 17,7 9,9 2,8
Sachsen 12.019 1,2 0,6 3,3 1,4 5,9 1,3 70,4 15,9 10,4 2,4
Sachsen-Anhalt 5.526 0,8 0,6 3,1 1,5 6,3 1,7 69,5 16,5 10,0 2,8
Schleswig-Holstein 11.256 1,9 0,8 8,4 1,8 7,2 1,5 62,5 15,9 10,3 2,1
Thüringen 3.513 1,4 0,5 4,7 1,3 5,4 1,2 71,1 14,3 11,2 2,5
Bundesgebiet insges.*) 484.529 1,9 0,9 5,9 2,3 6,7 1,9 61,7 18,6 9,8 2,8
*) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
111
Altersstruktur der Tatverdächtigen insgesamt in den Städten
ab 200.000 Einwohnern
T58
Tatverdächtige
Stadt insgesamt Kinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene
100 % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Aachen 10.917 265 2,4 1.338 12,3 1.286 11,8 8.028 73,5
Augsburg 11.239 431 3,8 1.084 9,6 1.181 10,5 8.543 76,0
Berlin 131.812 4.962 3,8 10.972 8,3 10.431 7,9 105.447 80,0
Bielefeld 10.707 400 3,7 1.158 10,8 1.128 10,5 8.021 74,9
Bochum 12.772 434 3,4 1.197 9,4 1.434 11,2 9.707 76,0
Bonn 10.979 370 3,4 1.407 12,8 1.196 10,9 8.006 72,9
Braunschweig 10.583 412 3,9 1.102 10,4 1.189 11,2 7.880 74,5
Bremen 20.014 642 3,2 2.105 10,5 2.025 10,1 15.242 76,2
Chemnitz 8.788 332 3,8 609 6,9 758 8,6 7.089 80,7
Dortmund 26.490 828 3,1 2.797 10,6 2.968 11,2 19.897 75,1
Dresden 17.740 515 2,9 986 5,6 1.469 8,3 14.770 83,3
Duisburg 18.800 726 3,9 1.955 10,4 2.021 10,8 14.098 75,0
Düsseldorf 27.781 634 2,3 2.525 9,1 2.811 10,1 21.811 78,5
Erfurt 8.756 377 4,3 699 8,0 797 9,1 6.883 78,6
Essen 19.953 654 3,3 2.061 10,3 2.154 10,8 15.084 75,6
Frankfurt a. M. 42.142 784 1,9 2.933 7,0 3.526 8,4 34.899 82,8
Freiburg i. Br. 9.688 356 3,7 1.138 11,7 1.104 11,4 7.090 73,2
Gelsenkirchen 9.344 403 4,3 999 10,7 893 9,6 7.049 75,4
Halle (Saale) 9.129 422 4,6 686 7,5 785 8,6 7.236 79,3
Hamburg 68.068 2.457 3,6 6.271 9,2 6.212 9,1 53.128 78,1
Hannover 27.554 723 2,6 2.562 9,3 2.898 10,5 21.371 77,6
Karlsruhe 11.186 279 2,5 1.225 11,0 1.397 12,5 8.285 74,1
Kiel 8.713 269 3,1 892 10,2 963 11,1 6.589 75,6
Köln 48.705 1.451 3,0 4.454 9,1 4.977 10,2 37.823 77,7
Krefeld 9.333 334 3,6 992 10,6 1.109 11,9 6.898 73,9
Leipzig 19.143 709 3,7 1.444 7,5 1.584 8,3 15.406 80,5
Lübeck 8.800 344 3,9 926 10,5 888 10,1 6.642 75,5
Magdeburg 9.622 422 4,4 924 9,6 758 7,9 7.518 78,1
Mannheim 11.810 344 2,9 1.183 10,0 1.251 10,6 9.032 76,5
Mönchengladbach 9.187 369 4,0 1.020 11,1 962 10,5 6.836 74,4
München 48.870 1.256 2,6 4.683 9,6 5.305 10,9 37.626 77,0
Münster 9.376 287 3,1 1.062 11,3 1.079 11,5 6.948 74,1
Nürnberg 19.516 683 3,5 2.030 10,4 2.138 11,0 14.665 75,1
Oberhausen 7.997 252 3,2 874 10,9 944 11,8 5.927 74,1
Rostock 7.784 260 3,3 503 6,5 847 10,9 6.174 79,3
Stuttgart 25.810 688 2,7 2.713 10,5 2.956 11,5 19.453 75,4
Wiesbaden 8.913 313 3,5 976 11,0 885 9,9 6.739 75,6
Wuppertal 13.304 619 4,7 1.421 10,7 1.436 10,8 9.828 73,9
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.
Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘ PKS Berichtsjahr 2011
112
Altersstruktur der deutschen Tatverdächtigen in den Städten
ab 200.000 Einwohnern
T59
deutsche Tatverdächtige
Stadt insgesamt Kinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene
100 % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Aachen 6.617 204 3,1 893 13,5 780 11,8 4.740 71,6
Augsburg 7.980 313 3,9 784 9,8 890 11,2 5.993 75,1
Berlin 86.557 3.883 4,5 7.747 9,0 6.795 7,9 68.132 78,7
Bielefeld 7.723 327 4,2 892 11,5 829 10,7 5.675 73,5
Bochum 9.987 347 3,5 961 9,6 1.159 11,6 7.520 75,3
Bonn 8.217 320 3,9 1.143 13,9 935 11,4 5.819 70,8
Braunschweig 8.187 367 4,5 950 11,6 923 11,3 5.947 72,6
Bremen 14.269 513 3,6 1.635 11,5 1.526 10,7 10.595 74,3
Chemnitz 6.770 272 4,0 512 7,6 573 8,5 5.413 80,0
Dortmund 18.078 636 3,5 1.974 10,9 2.035 11,3 13.433 74,3
Dresden 15.593 475 3,0 905 5,8 1.302 8,3 12.911 82,8
Duisburg 13.096 536 4,1 1.439 11,0 1.468 11,2 9.653 73,7
Düsseldorf 17.155 471 2,7 1.777 10,4 1.957 11,4 12.950 75,5
Erfurt 7.894 357 4,5 645 8,2 732 9,3 6.160 78,0
Essen 14.813 488 3,3 1.669 11,3 1.675 11,3 10.981 74,1
Frankfurt a. M. 17.990 309 1,7 1.615 9,0 1.892 10,5 14.174 78,8
Freiburg i. Br. 6.759 260 3,8 866 12,8 802 11,9 4.831 71,5
Gelsenkirchen 6.848 293 4,3 772 11,3 690 10,1 5.093 74,4
Halle (Saale) 8.153 409 5,0 625 7,7 709 8,7 6.410 78,6
Hamburg 45.747 1.852 4,0 4.468 9,8 4.449 9,7 34.978 76,5
Hannover 19.879 558 2,8 1.966 9,9 2.242 11,3 15.113 76,0
Karlsruhe 7.487 228 3,0 909 12,1 994 13,3 5.356 71,5
Kiel 7.249 236 3,3 755 10,4 845 11,7 5.413 74,7
Köln 31.713 1.000 3,2 3.027 9,5 3.382 10,7 24.304 76,6
Krefeld 7.298 287 3,9 842 11,5 926 12,7 5.243 71,8
Leipzig 16.827 662 3,9 1.300 7,7 1.424 8,5 13.441 79,9
Lübeck 7.417 295 4,0 809 10,9 758 10,2 5.555 74,9
Magdeburg 8.681 406 4,7 870 10,0 694 8,0 6.711 77,3
Mannheim 7.463 241 3,2 805 10,8 819 11,0 5.598 75,0
Mönchengladbach 7.299 320 4,4 853 11,7 807 11,1 5.319 72,9
München 27.181 810 3,0 2.806 10,3 3.048 11,2 20.517 75,5
Münster 7.171 249 3,5 889 12,4 852 11,9 5.181 72,2
Nürnberg 12.670 497 3,9 1.419 11,2 1.498 11,8 9.256 73,1
Oberhausen 5.952 194 3,3 663 11,1 727 12,2 4.368 73,4
Rostock 7.072 249 3,5 466 6,6 791 11,2 5.566 78,7
Stuttgart 16.180 443 2,7 1.768 10,9 1.927 11,9 12.042 74,4
Wiesbaden 6.061 245 4,0 699 11,5 637 10,5 4.480 73,9
Wuppertal 9.706 472 4,9 1.085 11,2 1.100 11,3 7.049 72,6
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige ‚Alters- und Geschlechtsstruktur‘
113
Altersstruktur der nichtdeutschen Tatverdächtigen in den Großstädten
ab 200 000 Einwohner
T60
nichtdeutsche Tatverdächtige
Stadt insgesamt Kinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene
100 % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Aachen 4.300 61 1,4 445 10,3 506 11,8 3.288 76,5
Augsburg 3.259 118 3,6 300 9,2 291 8,9 2.550 78,2
Berlin 45.255 1.079 2,4 3.225 7,1 3.636 8,0 37.315 82,5
Bielefeld 2.984 73 2,4 266 8,9 299 10,0 2.346 78,6
Bochum 2.785 87 3,1 236 8,5 275 9,9 2.187 78,5
Bonn 2.762 50 1,8 264 9,6 261 9,4 2.187 79,2
Braunschweig 2.396 45 1,9 152 6,3 266 11,1 1.933 80,7
Bremen 5.745 129 2,2 470 8,2 499 8,7 4.647 80,9
Chemnitz 2.018 60 3,0 97 4,8 185 9,2 1.676 83,1
Dortmund 8.412 192 2,3 823 9,8 933 11,1 6.464 76,8
Dresden 2.147 40 1,9 81 3,8 167 7,8 1.859 86,6
Duisburg 5.704 190 3,3 516 9,0 553 9,7 4.445 77,9
Düsseldorf 10.626 163 1,5 748 7,0 854 8,0 8.861 83,4
Erfurt 862 20 2,3 54 6,3 65 7,5 723 83,9
Essen 5.140 166 3,2 392 7,6 479 9,3 4.103 79,8
Frankfurt a. M. 24.152 475 2,0 1.318 5,5 1.634 6,8 20.725 85,8
Freiburg i. Br. 2.929 96 3,3 272 9,3 302 10,3 2.259 77,1
Gelsenkirchen 2.496 110 4,4 227 9,1 203 8,1 1.956 78,4
Halle (Saale) 976 13 1,3 61 6,3 76 7,8 826 84,6
Hamburg 22.321 605 2,7 1.803 8,1 1.763 7,9 18.150 81,3
Hannover 7.675 165 2,1 596 7,8 656 8,5 6.258 81,5
Karlsruhe 3.699 51 1,4 316 8,5 403 10,9 2.929 79,2
Kiel 1.464 33 2,3 137 9,4 118 8,1 1.176 80,3
Köln 16.992 451 2,7 1.427 8,4 1.595 9,4 13.519 79,6
Krefeld 2.035 47 2,3 150 7,4 183 9,0 1.655 81,3
Leipzig 2.316 47 2,0 144 6,2 160 6,9 1.965 84,8
Lübeck 1.383 49 3,5 117 8,5 130 9,4 1.087 78,6
Magdeburg 941 16 1,7 54 5,7 64 6,8 807 85,8
Mannheim 4.347 103 2,4 378 8,7 432 9,9 3.434 79,0
Mönchengladbach 1.888 49 2,6 167 8,8 155 8,2 1.517 80,3
München 21.689 446 2,1 1.877 8,7 2.257 10,4 17.109 78,9
Münster 2.205 38 1,7 173 7,8 227 10,3 1.767 80,1
Nürnberg 6.846 186 2,7 611 8,9 640 9,3 5.409 79,0
Oberhausen 2.045 58 2,8 211 10,3 217 10,6 1.559 76,2
Rostock 712 11 1,5 37 5,2 56 7,9 608 85,4
Stuttgart 9.630 245 2,5 945 9,8 1.029 10,7 7.411 77,0
Wiesbaden 2.852 68 2,4 277 9,7 248 8,7 2.259 79,2
Wuppertal 3.598 147 4,1 336 9,3 336 9,3 2.779 77,2
Hinweis: Siehe auch „Anmerkung zur Vergleichbarkeit der Länder- und Städtedaten“ auf Seite 64.
Tatverdächtigenbelastung Deutscher PKS Berichtsjahr 2011
114
2.3.2 Tatverdächtigenbelastung deutscher Tatverdächtiger

Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ist die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen, errechnet auf
100 000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils, jeweils ohne Kinder unter 8 Jahren (Stichtag
ist der 01.01. des Berichtsjahres). Zur Problematik der Tatverdächtigenbelastungszahl siehe auch Seite 21!
Reelle Tatverdächtigenbelastungszahlen können für die nichtdeutschen Tatverdächtigen nicht errechnet wer-
den, weil in der Einwohnerstatistik die amtlich nicht gemeldeten Ausländer fehlen, die sich hier legal (z. B.
als Touristen, Geschäftsreisende, Besucher, Grenzpendler, Stationierungsstreitkräfte oder Diplomaten) oder
illegal aufhalten. Außerdem sind die Fortschreibungszahlen für die amtlich gemeldete ausländische Wohn-
bevölkerung erfahrungsgemäß äußerst unzuverlässig (siehe auch Seite 122).

Deutsche Tatverdächtige und deren Tatverdächtigenbelastungszahlen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T61
Deutsche Wohnbevölkerung 01.01.2011**) Deutsche Tatverdächtige TVBZ *)
Altersgruppe
insgesamt männlich weiblich insgesamt männlich weiblich insges. männlich weiblich
Kinder ab 8 Jahren 4.259.017 2.184.651 2.074.366 68.643 48.599 20.044 1.612 2.225 966
8 bis unter 10 1.376.696 706.336 670.360 7.599 6.130 1.469 552 868 219
10 bis unter 12 1.427.857 732.135 695.722 17.769 13.720 4.049 1.244 1.874 582
12 bis unter 14 1.454.464 746.180 708.284 43.275 28.749 14.526 2.975 3.853 2.051
Jugendliche 2.888.583 1.483.150 1.405.433 175.002 120.349 54.653 6.058 8.114 3.889
14 bis unter 16 1.431.472 735.086 696.386 82.332 52.817 29.515 5.752 7.185 4.238
16 bis unter 18 1.457.111 748.064 709.047 92.670 67.532 25.138 6.360 9.028 3.545
Heranwachsende 2.451.879 1.255.645 1.196.234 162.447 124.902 37.545 6.625 9.947 3.139
(18 bis unter 21)
Erwachsene 59.722.459 28.837.222 30.885.237 1.218.826 908.369 310.457 2.041 3.150 1.005
21 bis unter 23 1.780.726 911.424 869.302 104.789 80.781 24.008 5.885 8.863 2.762
23 bis unter 25 1.759.018 900.287 858.731 93.183 71.389 21.794 5.297 7.930 2.538
Jungerwachsene
3.539.744 1.811.711 1.728.033 197.972 152.170 45.802 5.593 8.399 2.651
21 bis unter 25
25 bis unter 30 4.252.772 2.171.549 2.081.223 185.519 142.155 43.364 4.362 6.546 2.084
30 bis unter 40 8.252.086 4.196.829 4.055.257 257.553 193.451 64.102 3.121 4.609 1.581
40 bis unter 50 12.442.569 6.322.114 6.120.455 270.310 199.236 71.074 2.172 3.151 1.161
50 bis unter 60 10.834.094 5.417.283 5.416.811 171.727 125.335 46.392 1.585 2.314 856
60 und älter 20.401.194 8.917.736 11.483.458 135.745 96.022 39.723 665 1.077 346

ab 8 Jahren 69.321.938 33.760.668 35.561.270 1.624.918 1.202.219 422.699 2.344 3.561 1.189

ohne strafunmündige
65.062.921 31.576.017 33.486.904 1.556.275 1.153.620 402.655 2.392 3.653 1.202
Kinder
*) TVBZ = Tatverdächtigenbelastungszahl:
Tatverdächtige jeder Altersgruppe bezogen auf je 100 000 Einwohner derselben Altersgruppe
(Kinder und insgesamt ohne Kinder unter 8 Jahren; Stichtag: 01.01.2011).
**) Quelle: Statistisches Bundesamt

Bei diesen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Delikten mit hoher Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen meist um weniger gravierende wie Ladendiebstahl, Zweiraddiebstahl, Leistungserschlei-
chung („Schwarzfahren“) oder Sachbeschädigung handelt. Bei diesen Delikten kann die statistische Entwick-
lung auch vom Anzeigeverhalten der Geschädigten oder Zeugen abhängen. Zu beachten ist ferner der häufig
episodenhafte Charakter der Kinder- und Jugenddelinquenz. Es darf allerdings auch nicht übersehen werden,
dass eine Minderheit jugendlicher Tatverdächtiger noch eine „kriminelle Karriere“ vor sich hat.
Jugendliche und Heranwachsende weisen, bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil, die stärkste und ältere
Menschen ab 60 sowie Kinder unter 10 Jahren die geringste statistische Delinquenzbelastung auf. Die we-
sentlich stärkere Belastung der männlichen Bevölkerung zeigt sich in allen Altersgruppen, ist aber bei den
Heranwachsenden und Jungerwachsenen besonders ausgeprägt. Die Belastungsspitzen liegen entwicklungs-
bedingt bei den männlichen Tatverdächtigen in der Altersgruppe der 16- bis unter 21-jährigen Jugendlichen
und Heranwachsenden und bei den weiblichen bereits in der Altersgruppe der 14- bis unter 16-jährigen Ju-
gendlichen (siehe Grafik G18).
Bei der Interpretation dieser Zahlen ist aber auch an die für die einzelnen Altersgruppen wohl unterschied-
lichen Entdeckungs- bzw. Überführungsmöglichkeiten zu denken.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtigenbelastung Deutscher
115
Tatverdächtigenbelastung der Deutschen bei Straftaten insgesamt
G18

männlich weiblich
Alter

> 60 > 60
5050 < 60
< 60
4040
< 50
< 50
3030 < 40
< 40
2525
< 30
< 30
2323
< 25
< 25
2121
< 23
< 23
1818
< 21
< 21
1616
< 18
< 18
1414
< 16
< 16
1212
< 14
< 14
1010
< 12
< 12
8 < 810< 10

10.000 8.000 6.000 4.000 2.000 0 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000
Tatverdächtigenbelastungszahl (TV pro 100 000 Einwohner derselben Altersgruppe)

Die Grafik veranschaulicht deutlich, dass die Alterskurve der Kriminalitätsbelastung für beide Geschlechter
„rechtsschief“ ist, d.h., dass die Belastung zunächst steil ansteigt, bei der Altersgruppe der heranwachsenden
Männer und den 14- bis 16-jährigen weiblichen Tatverdächtigen ihren Höhepunkt erreicht und danach weni-
ger stark abfällt. Relativiert wird diese Überrepräsentation junger Menschen jedoch – wie die Tabellen 35-37
zeigen – durch die Art und Schwere der verübten Delikte. Die Gesamtkriminalitätsbelastung der Frauen fällt
dabei in allen Altersgruppen erheblich geringer aus als die der Männer.

Altersstruktur der deutschen Tatverdächtigen und deren Tatverdächtigenbelastung


Für die Änderung der Tatverdächtigenzahlen bei den deutschen Jungtätern (Kinder, Jugendliche, Heran-
wachsende und Jungerwachsene) sind, wie die Tatverdächtigenbelastungszahlen zeigen, nicht nur demogra-
fische Einflüsse (Änderung der Bevölkerungsstruktur) ursächlich.
Die in den 90er Jahren bis 1998 deutlich werdende Entwicklung der Polizeiauffälligkeit Minderjähriger und
Heranwachsender (siehe T62a und T62b) könnte u. a. mit intensivierten Kontrollen bezüglich Ladendieb-
stahl, Leistungserschleichung und Rauschgiftdelikten, aber auch mit Integrationsproblemen bei einem Teil
der jungen Aussiedler und sonstigen eingebürgerten Personen zusammenhängen, die denen der gleichaltrigen
Ausländer ähneln dürften.
In den neuen Ländern kamen die teils problematischen Auswirkungen des sehr raschen sozialen und ökono-
mischen Wandels hinzu. Seit 1998 hat sich aber zumindest die kriminalstatistisch sichtbare Entwicklung der
Minderjährigendelinquenz beruhigt (siehe T62a).
Tatverdächtigenbelastung Deutscher PKS Berichtsjahr 2011
116

Entwicklung der Tatverdächtigenbelastungszahlen*) deutscher Tatverdächtiger


in den einzelnen Altersgruppen
T62a
deutsche Tatverdächtige
Kinder Verände- Jugendliche Verände- Heranwachsende Verände-
Jahr
absolut TVBZ rung absolut TVBZ rung absolut TVBZ rung
ab 8 Jahre in % in % in %
1993 66.479 1.325 - 150.651 5.163 - 120.527 5.299 -
1994 79.393 1.571 18,6 170.217 5.683 10,1 124.423 5.765 8,8
1995 94.174 1.855 18,1 199.027 6.431 13,2 137.757 6.354 10,2
1996 107.085 2.092 12,8 218.350 6.881 7,0 150.630 6.816 7,3
1997 117.243 2.267 8,4 230.469 7.094 3,1 158.971 6.992 2,6
1998 125.713 2.417 6,6 240.400 7.288 2,7 168.853 7.271 4,0
1999 123.351 2.341 -3,1 237.909 7.226 -0,9 173.813 7.243 -0,4
2000 119.348 2.274 -2,9 238.990 7.258 0,4 184.467 7.476 3,2
2001 118.276 2.292 0,8 245.746 7.416 2,2 188.227 7.440 -0,5
2002 112.406 2.227 -2,8 246.643 7.332 -1,1 189.622 7.506 0,9
2003 104.757 2.147 -3,6 244.098 7.102 -3,1 194.350 7.717 2,8
2004 95.232 2.000 -6,9 246.679 7.094 -0,1 198.265 7.921 2,6
2005 83.978 1.815 -9,3 236.042 6.744 -4,9 197.651 7.795 -1,6
2006 82.931 1.819 0,2 232.736 6.799 0,8 196.710 7.618 -2,3
2007 84.361 1.861 2,3 231.419 7.029 3,4 198.778 7.519 1,3
2008 84.391 1.879 0,9 220.914 6.973 -0,8 195.040 7.362 -2,1
2009 77.375 1.801 **) 205.775 6.853 **) 186.896 7.042 **)
2010 73.720 1.716 -4,7 189.907 6.511 -5,0 175.488 6.866 -2,5
2011 72.039 1.612 -6,1 175.002 6.058 -6,9 162.447 6.625 -3,5
Kinder (< 14 Jahre), Jugendliche (14 < 18 Jahre), Heranwachsende (18 < 21 Jahre)
*) Tatverdächtige jeder Altersgruppe bezogen auf je 100 000 Einwohner derselben Altersgruppe.
**) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.

Entwicklung der Tatverdächtigenbelastungszahlen*) deutscher Tatverdächtiger


in den einzelnen Altersgruppen
T62b
deutsche Tatverdächtige
Jungerwachsene Verände- Erwachsene Verände- insgesamt Verände-
Jahr
absolut TVBZ rung absolut TVBZ rung absolut TVBZ rung
in % in % ab 8 Jahre ab 8 Jahre in %
1993 155.928 3.696 - 1.024.198 1.765 - 1.361.855 1.998 -
1994 150.783 3.883 5,1 1.050.707 1.807 2,4 1.424.738 2.086 4,4
1995 148.923 4.218 8,6 1.083.651 1.863 3,1 1.514.609 2.212 6,0
1996 145.821 4.465 5,9 1.111.643 1.910 2,5 1.587.708 2.312 4,5
1997 145.272 4.779 7,0 1.133.398 1.948 2,0 1.640.081 2.382 3,0
1998 151.524 5.118 7,1 1.156.452 1.986 2,0 1.691.418 2.449 2,8
1999 154.535 5.160 0,8 1.126.846 1.932 -2,7 1.661.919 2.399 -2,0
2000 164.166 5.379 4,2 1.154.458 1.975 2,2 1.697.263 2.444 1,9
2001 171.661 5.480 1,9 1.159.979 1.980 0,3 1.712.228 2.461 0,7
2002 185.077 5.728 4,5 1.210.560 2.060 4,0 1.759.231 2.525 2,6
2003 196.449 5.939 3,7 1.258.205 2.135 3,7 1.801.411 2.584 2,3
2004 210.333 6.221 4,7 1.297.107 2.196 2,9 1.837.283 2.634 1,9
2005 212.632 6.211 -0,2 1.275.876 2.155 -1,9 1.793.547 2.570 -2,4
2006 209.596 6.153 -0,9 1.267.714 2.138 -0,8 1.780.091 2.551 -0,8
2007 210.260 6.197 0,7 1.290.047 2.173 1,6 1.804.605 2.586 1,4
2008 208.804 6.139 -0,9 1.284.282 2.160 -0,6 1.784.627 2.560 -1,0
2009 203.034 5.905 **) 1.251.078 2.101 **) 1.721.124 2.477 **)
2010 202.147 5.771 -2,3 1.238.426 2.077 -1,2 1.677.541 2.417 -2,4
2011 197.972 5.593 -3,1 1.218.826 2.041 -1,7 1.628.314 2.344 -3,0
Jungerwachsene (21 < 25 Jahre), Erwachsene (>= 21 Jahre), insgesamt bei der Zahl der TV einschl. der Kinder unter 8 Jahre.
*) Tatverdächtige jeder Altersgruppe bezogen auf je 100 000 Einwohner derselben Altersgruppe.
**) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtigenbelastung Deutscher
117
G19
Entwicklung der TVBZ*) der Deutschen
bei Straftaten insgesamt ab 1993
TVBZ*)
8.250
8.000
7.750
7.500
7.250
7.000
6.750
6.500
6.250
6.000
5.750
5.500
5.250
5.000
4.750
4.500
4.250
4.000
3.750
3.500
3.250
3.000
2.750
2.500
2.250
2.000
1.750
1.500
1.250
1.000
750
500
250
0
1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

insgesamt Kinder Jugendliche


Heranwachsende Jungerwachsene Erwachsene
insgesamt Kinder Jugendliche
Hinweise: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung
Heranwachsende Jungerwachsene auf Bundesebene
Erwachsene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.
1984 – 1990 alte Länder; 1991 – 1992 alte Länder mit Gesamt-Berlin, ab 1993 Bundesgebiet insgesamt.

*) Tatverdächtigenbelastungszahl = Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.


Tatverdächtigenbelastung Deutscher PKS Berichtsjahr 2011
118
Tatverdächtigenbelastungszahl Deutscher nach Ländern
T63
Tatverdächtigenbelastungszahl*) insgesamt
Land insgesamt Kinder Jugend- Heran- Erwachsene Junger-
ab 8 Jahre ab 8 Jahren liche wachsende ab 21 Jahre wachsene
Baden-Württemberg 1.832 1.244 4.997 5.117 1.554 4.179
Bayern 1.960 1.211 4.724 5.676 1.703 4.515
Berlin 3.115 2.686 9.137 8.325 2.760 6.624
Brandenburg 2.623 2.214 8.593 7.565 2.310 6.310
Bremen 3.800 2.544 11.369 12.095 3.219 8.549
Hamburg 3.194 2.227 8.838 9.795 2.788 7.381
Hessen 1.980 1.048 4.815 5.649 1.756 4.864
Mecklenburg-Vorp. 2.967 2.573 9.540 9.823 2.580 7.612
Niedersachsen 2.702 1.798 6.506 7.770 2.336 6.749
Nordrhein-Westfalen 2.517 1.629 6.431 7.224 2.166 6.272
Rheinland-Pfalz 2.656 1.609 6.269 7.069 2.344 6.222
Saarland 563 451 2.204 1.947 482 1.137
Sachsen 2.406 1.992 7.350 7.263 2.147 5.966
Sachsen-Anhalt 3.039 2.931 10.006 9.228 2.657 7.540
Schleswig-Holstein 2.555 1.577 6.468 7.609 2.201 6.452
Thüringen 2.667 2.166 8.269 8.426 2.360 7.055

Bundesgebiet insges.**) 2.344 1.612 6.058 6.625 2.041 5.593


*) Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.
**) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.

Tatverdächtigenbelastungszahl*)
G20 deutscher Kinder und Jugendlicher nach Ländern

TVBZ*)

12000
11000
10000
9000
8000
7000
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
g
n

in

lz
p.

n
rg

rg

n
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Be

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ie
B

he
c

es

he
N
Sa

kl

en
R
hl

dr
ec

ad
Sc

or
M

B
N

TVBZ deutscher Jugendlicher TVBZ deutscher Kinder

*) Tatverdächtige jeder Altersgruppe bezogen auf je 100 000 Einwohner derselben Altersgruppe
(Kinder und insgesamt ohne Kinder unter 8 Jahren; Stichtag: 01.01.2011).
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtigenbelastung Deutscher
119
Vergleich der Belastung deutscher Tatverdächtiger bei den einzelnen Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T64a
Tatverdächtigenbelastungszahl*) Deutscher
Schlüssel Straftaten(gruppen)**) TV insges. Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
ab 8 Jahre 8 < 14 Jahre 14 < 18 Jahre 18 < 21 Jahre >= 21 Jahre 21 < 25 Jahre
010000+ Mord und Totschlag 2 0 4 9 3 8
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 5 2 18 24 6 19
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 17 23 192 183 20 103
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 102 152 679 794 119 535
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 272 197 872 1.145 317 947
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 156 54 311 407 182 371
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 297 780 2.153 1.190 346 811
Umstände
326*00 Ladendiebstahl 187 645 1.458 505 219 352
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 62 86 560 533 73 336
****00 Diebstahl insgesamt 340 840 2.512 1.555 397 1.043
***100 von Kraftwagen 7 3 51 62 8 37
510000 Betrug 420 36 684 1.506 487 1.535
520000 Veruntreuungen 23 0 2 13 27 19
530000 Unterschlagung 57 16 137 178 67 179
540000 Urkundenfälschung 38 4 183 129 44 104
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 91 63 393 448 106 331
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 19 8 81 96 23 70
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 10 31 48 34 12 25
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 7 0 0 1 9 5
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 12 0 0 3 14 10
673000 Beleidigung 183 80 419 497 212 442
674000 Sachbeschädigung 104 320 1.027 812 123 510
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 11 0 3 10 13 10
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Neben- 25 2 18 25 29 32
gesetze auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 2 0 0 2 3 4
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das 30 11 124 172 35 125
WaffenG u. gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 166 13 505 1.075 192 1.010
------ Straftaten insgesamt 1.753 1.612 6.058 6.625 2.041 5.593
*) Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.
**) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Die Tatverdächtigenbelastungszahl der deutschen Heranwachsenden ist die höchste aller Altersgruppen.
Deutsche tatverdächtige Kinder und Jugendliche haben vor allem Diebstahlsdelikte ohne erschwerende Um-
stände (insbesondere Ladendiebstahl), Sachbeschädigung und (vorsätzlich leichte) Körperverletzung verübt.
Bei den Jugendlichen spielt auch die gefährliche und schwere Körperverletzung eine Rolle. Bei den Heran-
wachsenden und jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren nehmen hingegen Betrugsdelikte die
Vorrangstellung ein, sie weisen aber auch im Hinblick auf Diebstahl ohne erschwerende Umstände, Körper-
verletzungen und im Bereich der Rauschgiftdelikte hohe Belastungszahlen auf.
Tatverdächtigenbelastung Deutscher PKS Berichtsjahr 2011
120
Vergleich der Belastung männlicher deutscher Tatverdächtiger bei den einzelnen Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T64b
Tatverdächtigenbelastungszahl*) männlicher Deutscher
Schlüssel Straftaten(gruppen)**) TV insges. Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
ab 8 Jahre 8 < 14 Jahre 14 < 18 Jahre 18 < 21 Jahre >= 21 Jahre 21 < 25 Jahre
010000+ Mord und Totschlag 4 0 7 15 5 13
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 10 4 35 47 12 37
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 31 39 334 332 36 184
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 177 241 1.056 1.376 208 930
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 461 306 1.269 1.840 541 1.550
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 273 80 452 653 320 611
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 411 927 2.409 1.670 484 1.158
Umstände
326*00 Ladendiebstahl 241 723 1.320 576 284 438
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 113 143 974 949 132 594
****00 Diebstahl insgesamt 489 1.025 3.030 2.317 575 1.569
***100 von Kraftwagen 13 4 90 112 15 66
510000 Betrug 588 44 789 1.923 688 2.015
520000 Veruntreuungen 35 0 2 15 41 21
530000 Unterschlagung 82 25 201 240 96 238
540000 Urkundenfälschung 60 5 215 178 71 156
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 150 89 601 731 176 545
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 30 12 125 147 36 102
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 16 53 81 57 19 39
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 13 0 0 2 16 7
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 24 0 0 6 28 18
673000 Beleidigung 265 99 524 686 310 618
674000 Sachbeschädigung 182 533 1.780 1.443 216 900
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 20 1 6 19 24 17
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Neben- 43 3 25 40 50 51
gesetze auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 3 0 0 1 4 3
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das 57 22 234 324 67 231
WaffenG u. gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 295 19 843 1.865 345 1.722
------ Straftaten insgesamt 3.561 2.225 8.114 9.947 3.150 8.399
*) Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.
**) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Bei den männlichen deutschen Tatverdächtigen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Auch hier ist bei den
Heranwachsenden die Tatverdächtigenbelastungszahl im Vergleich zu den anderen Altersgruppen am höch-
sten, wobei die Kinder und Jugendlichen vor allem durch leichte Delikte, wie Diebstahl ohne erschwerende
Umstände (insbesondere Ladendiebstahl), Sachbeschädigung und (vorsätzlich leichte) Körperverletzung
auffallen.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtigenbelastung Deutscher
121
Vergleich der Belastung weiblicher deutscher Tatverdächtiger bei den einzelnen Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T64c
Tatverdächtigenbelastungszahl*) weiblicher Deutscher
Schlüssel Straftaten(gruppen)**) TV insges. Kinder Jugendliche Heranw. Erwachsene Jungerw.
ab 8 Jahre 8 < 14 Jahre 14 < 18 Jahre 18 < 21 Jahre >= 21 Jahre 21 < 25 Jahre
010000+ Mord und Totschlag 1 0 1 2 1 2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 0 0 1 1 0 0
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 4 6 43 28 4 18
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 30 58 281 183 35 121
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 93 82 454 415 107 315
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 45 27 161 149 52 119
3***00 Diebstahl ohne erschwerende 188 626 1.883 687 218 447
Umstände
326*00 Ladendiebstahl 136 563 1.603 431 158 262
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 15 26 123 95 17 66
****00 Diebstahl insgesamt 199 645 1.966 756 231 492
***100 von Kraftwagen 1 1 9 10 1 5
510000 Betrug 260 29 572 1.068 299 1.032
520000 Veruntreuungen 12 0 2 12 14 16
530000 Unterschlagung 34 7 70 112 39 117
540000 Urkundenfälschung 16 3 149 78 19 50
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 34 35 174 151 40 108
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 9 4 34 43 10 36
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 5 7 12 10 6 9
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 2 0 0 0 2 2
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 1 0 0 0 1 1
673000 Beleidigung 105 59 308 297 121 257
674000 Sachbeschädigung 30 97 233 150 35 102
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 3 0 1 1 3 2
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Neben- 9 2 10 9 10 11
gesetze auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 2 0 0 4 2 5
Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das 5 1 9 11 5 13
WaffenG u. gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 43 6 148 246 49 264
------ Straftaten insgesamt 871 1.000 3.889 3.139 1.005 2.651
*) Tatverdächtige pro 100 000 Einwohner der jeweiligen Altersgruppe.
**) Die Auflistung ist nicht vollständig.

Weibliche deutsche Tatverdächtige sind in allen Altersklassen vorrangig durch Diebstahl ohne erschwerende
Umstände (insbesondere Ladendiebstahl) und von Betrugsdelikten belastet.
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
122
2.3.3 Nichtdeutsche Tatverdächtige
Tatverdächtigenanteile, Staatsangehörigkeiten, Aufenthaltsstatus
Durch die Umstellung der Datenanlieferung der Bundesländer an das Bundeskriminalamt auf Einzeldaten-
sätze konnte 2009 erstmalig eine „echte“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene durchgeführt werden.
Die nach dieser neuen Zählweise gewonnenen Daten sind mit den Daten der Vorjahre nicht mehr vergleich-
bar (siehe auch Ausführungen auf Seite 87).

Bewertungsprobleme
Ein Vergleich der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung der nichtdeutschen Wohnbevölkerung mit der deut-
schen ist schon wegen des Dunkelfeldes der nicht ermittelten Täter in der Polizeilichen Kriminalstatistik
nicht möglich. Ferner enthält die Bevölkerungsstatistik bestimmte Ausländergruppen wie vor allem Personen
ohne Aufenthaltserlaubnis, Touristen/Durchreisende, Besucher, Grenzpendler und Stationierungsstreitkräfte
nicht, die in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige mitgezählt werden. Die Volkszählung von 1979 hat
gezeigt, dass auch die Daten der gemeldeten ausländischen Wohnbevölkerung (fortgeschriebene Bevölke-
rungsstatistik) sehr unzuverlässig sind.
Die Kriminalitätsbelastung der Deutschen und Nichtdeutschen ist zudem aufgrund der unterschiedlichen
strukturellen Zusammensetzung (Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur) nicht vergleichbar. Die sich in
Deutschland aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind im Vergleich zur deutschen Be-
völkerung im Durchschnitt jünger und häufiger männlichen Geschlechts. Sie leben eher in Großstädten, ge-
hören zu einem größeren Anteil unteren Einkommens- und Bildungsschichten an und sind häufiger arbeits-
los. Dies alles führt zu einem höheren Risiko, als Tatverdächtige polizeiauffällig zu werden.
Zu berücksichtigen ist weiterhin ein beachtlicher Anteil ausländerspezifischer Delikte. So liegt der Auslän-
deranteil an den Tatverdächtigen bei den Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU naturgemäß sehr hoch.

Entwicklung der Tatverdächtigenanteile Nichtdeutscher seit 1993


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T65
Straftaten insgesamt, jedoch ohne Straft. geg.
Straftaten insgesamt AufenthaltsG, AsylverfahrensG und
FreizügigkeitsG/EU (ab 2005 Schl. 890000)
Jahr Tatverdächtige Tatverdächtige
Nichtdeutsche Nichtdeutsche
insgesamt insgesamt
(100 %) absolut in % (100 %) absolut in %
1993 2.051.775 689.920 33,6 1.849.520 492.919 26,7
1994 2.037.729 612.988 30,1 1.848.087 430.075 23,3
1995 2.118.104 603.496 28,5 1.929.344 422.846 21,9
1996 2.213.293 625.585 28,3 2.019.186 440.904 21,8
1997 2.273.560 633.480 27,9 2.081.304 452.503 21,7
1998 2.319.895 628.477 27,1 2.122.307 441.694 20,8
1999 2.263.140 601.221 26,6 2.073.194 422.871 20,4
2000 2.286.372 589.109 25,8 2.106.900 421.517 20,0
2001 2.280.611 568.384 24,9 2.107.284 405.929 19,3
2002 2.326.149 566.918 24,4 2.163.629 415.526 19,2
2003 2.355.161 553.750 23,5 2.212.424 421.372 19,0
2004 2.384.268 546.985 22,9 2.267.920 438.775 19,3
2005 *) 2.313.136 519.573 22,5 2.238.550 448.544 20,0
2006 2.283.127 503.037 22,0 2.204.819 427.911 19,4
2007 2.294.883 490.278 21,4 2.225.139 423.288 19,0
2008 2.255.693 471.067 20,9 2.196.728 414.347 18,9
2009 2.187.217 462.378 21,1 2.133.703 410.518 19,2
2010 2.152.803 471.812 21,9 2.098.601 419.232 20,0
2011 2.112.843 484.529 22,9 2.054.232 427.259 20,8
*) bis 2004: Manuell berechnet. Aus erfassungstechnischen Gründen (echte Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene, siehe Seite 21) fehlten in der
Aufstellung „ohne Straftaten gegen AufenthaltsG, AsylverfahrensG und FreizügigkeitsG/EU“ auch die Tatverdächtigen, denen neben Verstößen
gegen das AusländerG und AsylverfahrensG gleichzeitig auch andere Delikte, wie z. B. Diebstahl, zur Last gelegt werden. Daher sind/waren die
Werte zu niedrig.
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
123
*) ab 2005: Schlüssel 890000 „Straftaten insgesamt, jedoch ohne Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsge-
setz/EU (Schlüssel 725000)“. Echte Tatverdächtigenzählung ist hierbei berücksichtigt.

Diese Daten dürfen nicht mit der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung gleichgesetzt werden. Sie lassen
auch keine vergleichende Bewertung der Kriminalitätsbelastung von Deutschen und Nichtdeutschen zu. Bei
der Tatverdächtigenentwicklung wirken sich auch demografische Einflüsse aus (Wanderungen ins und aus
dem Ausland, Einbürgerungen, Jahrgangsstärken der jungen Menschen).

Tatverdächtigenanteile Nichtdeutscher in den Ländern


T66
Straftaten insgesamt, jedoch ohne Straft. geg.
Straftaten insgesamt AufenthaltsG, AsylverfahrensG und
FreizügigkeitsG/EU (Schl. 890000) Differenz
Land Sp. 4 - Sp. 7
Tatverdächtige Nichtdeutsche Tatverdächtige Nichtdeutsche
in %-Punkten
insgesamt insgesamt
(100 %) absolut in % (100 %) absolut in %
1 2 3 4 5 6 7 8

Baden-Württemberg 228.558 67.579 29,6 225.088 60.798 27,0 2,6


Bayern 286.640 80.242 28,0 276.064 65.395 23,7 4,3
Berlin 131.812 45.255 34,3 132.971 42.494 32,0 2,4
Brandenburg 69.091 9.047 13,1 71.078 7.139 10,0 3,1
Bremen 28.265 7.683 27,2 27.155 6.964 25,6 1,5
Hamburg 68.068 22.321 32,8 68.418 19.854 29,0 3,8
Hessen 152.070 52.810 34,7 144.266 39.632 27,5 7,3
Mecklenburg-Vorp. 48.272 3.570 7,4 48.186 2.737 5,7 1,7
Niedersachsen 223.419 37.248 16,7 230.858 34.085 14,8 1,9
Nordrhein-Westfalen 494.013 120.080 24,3 487.517 106.845 21,9 2,4
Rheinland-Pfalz 114.965 23.188 20,2 115.710 20.477 17,7 2,5
Saarland 27.275 6.005 22,0 27.922 5.132 18,4 3,6
Sachsen 102.937 12.019 11,7 100.150 8.733 8,7 3,0
Sachsen-Anhalt 71.284 5.526 7,8 71.556 4.411 6,2 1,6
Schleswig-Holstein 75.355 11.256 14,9 76.711 9.099 11,9 3,1
Thüringen 58.356 3.513 6,0 58.124 3.070 5,3 0,7
Bundesgebiet insges.*) 2.112.843 484.529 22,9 2.054.232 427.259 20,8 2,1
*) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.
Hinweis: Siehe auch Kommentar auf Seiten 60 und 64.
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
124
G21
Straftaten insgesamt
Prozentanteile der nichtdeutschen TV in den Ländern

G22
Differenz in Prozentpunkten zwischen dem Anteil nichtdeutscher TV
bei Straftaten insgesamt jedoch ohne Straftaten gegen das AufenthaltsG, AsylverfahrensG
und FreizügigkeitsG/EU
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
125
Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an der jeweiligen Gesamtzahl
der Tatverdächtigen bei den Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T67-neu
Tatverdächtige insgesamt Nichtdeutsche Tatverdächtige
insges. männlich weiblich insgesamt männlich weiblich
Schlüssel Straftaten(gruppen)*)
in % in % in %
(100%) (100%) 100%) Anzahl Anzahl Anzahl
an Sp3 an Sp4 an Sp5

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
010000+ Mord und Totschlag 2.665 2.317 348 737 27,7 672 29,0 65 18,7
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 6.418 66 1.831 28,2 1.811 28,2 20 30,3
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 29.137 3.082 9.507 29,5 8.764 30,1 743 24,1
222000 Gefährliche und schwere Körperverl. 153.302 129.856 23.446 36.603 23,9 31.330 24,1 5.273 22,5
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 258.483 57.021 64.550 20,5 53.622 20,7 10.928 19,2
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 137.964 25.195 33.380 20,5 28.973 21,0 4.407 17,5
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 434.585 285.037 149.548 101.973 23,5 67.790 23,8 34.183 22,9
4***00 Diebstahl unter erschwerenden 106.674 94.139 12.535 30.301 28,4 26.538 28,2 3.763 30,0
Umständen
510000 Betrug 448.871 308.635 140.236 99.671 22,2 73.348 23,8 26.323 18,8
520000 Veruntreuungen 19.543 14.322 5.221 2.996 15,3 2.256 15,8 740 14,2
530000 Unterschlagung 58.787 42.351 16.436 10.045 17,1 8.100 19,1 1.945 11,8
540000 Urkundenfälschung 54.115 42.055 12.060 19.337 35,7 16.127 38,3 3.210 26,6
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und 106.191 85.853 20.338 18.048 17,0 15.000 17,5 3.048 15,0
Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne 27.359 21.789 5.570 8.813 32,2 7.544 34,6 1.269 22,8
Strafvereitelung im Amt), Hehlerei und
Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 12.264 9.681 2.583 1.204 9,8 908 9,4 296 11,5
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und 5.552 4.789 763 343 6,2 290 6,1 53 6,9
Amtsdelikte
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 9.501 438 1.379 13,9 1.340 14,1 39 8,9
673000 Beleidigung 181.522 128.004 53.518 27.171 15,0 20.007 15,6 7.164 13,4
674000 Sachbeschädigung 157.560 137.021 20.539 19.801 12,6 17.465 12,7 2.336 11,4
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 8.537 1.093 1.448 15,0 1.344 15,7 104 9,5
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Neben- 23.074 18.997 4.077 4.357 18,9 3.670 19,3 687 16,9
gesetze auf dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 71.551 52.012 19.539 69.816 97,6 50.928 97,9 18.888 96,7
Asylverfahrens- und das Freizügig-
keitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das 36.379 33.948 2.431 7.064 19,4 6.556 19,3 508 20,9
WaffenG und gegen das Kriegswaffen-
kontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 173.065 23.272 40.036 20,4 37.179 21,5 2.857 12,3
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 1.574.799 538.044 484.529 22,9 369.881 23,5 114.648 21,3
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten sind in den Tabelle 01 bzw. 61 enthalten.

Die sehr hohen Tatverdächtigenanteile von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit bei Straftaten gegen
das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU sowie bei Urkundenfälschung hän-
gen mit unerlaubter Einreise und dem Aufenthaltsstatus zusammen.
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
126
Tatverdächtigenanteile Nichtdeutscher
im Bundesgebiet insgesamt

G23a G23b
Straftaten insgesamt Mord und Totschlag

22.9%
27.7%

72.3%
77.1%

G23c G23d
Vergewaltigung und sexuelle
Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3 u. 4, 178 StGB Raubdelikte

28.2% 29.3%

71.8% 70.7%

G23e G23f
Einfacher Diebstahl Schwerer Diebstahl

23.5%
28.4%

71.6%
76.5%

G23g G23h
Betrug Urkundenfälschung

22.2%
35.7%
64.3%

77.8%

G23i
Illegaler Handel mit und Schmuggel von Rauschgiften

26.3%
Nichtdeutsche Tatverdächtige in %
Deutsche Tatverdächtige in %
73.7%
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
127
Ausgewählte Straftaten(gruppen) mit einem hohen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T68
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) nichtdeutsche
insgesamt
-absolut- -in %- -in % 2010-
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das 71.551 69.816 97,6 96,8
Freizügigkeitsgesetz/EU
725100 Unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 Nr.1a 24.310 24.181 99,5 99,4
Aufenthaltsgesetz
725800 Einreise oder Aufenthalt trotz Versagung des Freizügigkeitsrechts gemäß § 182 180 98,9 100,0
9 Freizügigkeitsgesetz/EU
725500 Straftaten gegen §§ 84, 85 Asylverfahrensgesetz 2.208 2.192 99,3 99,4
725700 Illegaler Aufenthalt gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 1, 2 und Abs. 2 Nr. 1b 36.286 35.752 98,5 98,2
Aufenthaltsgesetz
725900 Sonstige Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz 5.220 5.116 98,0 97,7
725300 Erschleichen eines Aufenthaltstitels gemäß § 95 Abs. 2 Nr. 2 4.148 3.598 86,7 86,7
Aufenthaltsgesetz
725400 Einschleusen mit Todesfolge; gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen 377 269 71,4 68,5
von Ausländern gemäß § 97 Aufenthaltsgesetz
725200 Einschleusen von Ausländern gemäß § 96 Aufenthaltsgesetz 1.653 1.309 79,2 77,2
553000 Fälschung von Zahlungskarten mit oder ohne Garantiefunktion, Schecks und 620 415 66,9 68,5
Wechseln gemäß §§ 152a, 152b StGB
733200 Illegale Einfuhr von Kokain (in nicht geringer Menge) 545 363 66,6 66,6
713000 Delikte im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung 140 77 55,0 52,6
236000 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung gemäß § 232 StGB 692 439 63,4 66,5
*90*00 Taschendiebstahl 5.373 3.427 63,8 63,8
661000 Glücksspiel 1.087 583 53,6 54,4
732200 Illegaler Handel mit und Schmuggel von Kokain gemäß § 29 BtMG 3.098 1.500 48,4 48,2
540000 Urkundenfälschung 54.115 19.337 35,7 34,5

Dass Tatverdächtige ohne deutsche Staatsangehörigkeit bei Straftaten nach dem Aufenthalts-, Asylverfah-
rens- und Freizügigkeitsgesetz/EU und auch bei Urkundenfälschung besonders hohe Anteile aufweisen,
hängt mit den Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen zusammen.
Relativ hohe Tatverdächtigenanteile haben sie aber auch bei verschiedenen Straftaten(gruppen) mit oftmals
professionellem Hintergrund, bei allerdings vergleichsweise geringen absoluten Zahlen.

Ausgewählte Straftaten(gruppen) mit einem niedrigen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T69
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) nichtdeutsche
insgesamt
-absolut- -in %- -in % 2010-
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 343 6,2 5,6
627000 Volksverhetzung § 130 StGB 1.676 91 5,4 6,3
143000 Verbreitung pornographischer Schriften (Erzeugnisse) 7.104 461 6,5 5,6
030000 Fahrlässige Tötung § 222 StGB - nicht i.V.m. Verkehrsunfall - 1.038 82 7,9 6,8
743000 Straftaten nach dem Bundesnaturschutz-, Tierschutz-, Bundesjagd- und 4.828 358 7,4 7,0
PflanzenschutzG
734100 Illegaler Anbau von Betäubungsmitteln gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG 3.573 270 7,6 7,7
518100 Abrechnungsbetrug 2.779 229 8,2 5,9
731400 Allgemeine Verstöße gemäß § 29 BtMG mit Amphetamin/Methamphetamin und 27.658 2.460 8,9 9,1
deren Derivate in Pulver- oder flüssiger Form

225000 Fahrlässige Körperverletzung 21.150 2.145 10,1 10,0


521000 Untreue § 266 StGB 7.868 596 7,6 6,8
560000 Insolvenzstraftaten §§ 283, 283a-d StGB 5.583 711 12,7 12,3
674000 Sachbeschädigung 157.560 19.801 12,6 11,9
513000 Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrug 1.232 151 12,3 9,5
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
128

Aufgliederung der deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen


in Prozent nach Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T70
Tatverdächtige

Schlüssel Straftaten(gruppen)*) deutsche nichtdeutsche

Anzahl in % Anzahl in %
010000+ Mord und Totschlag 1.928 0,1 737 0,2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 4.653 0,3 1.831 0,4
178 StGB
210000 Raubdelikte 22.712 1,4 9.507 2,0
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 116.699 7,2 36.603 7,6
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 250.954 15,4 64.550 13,3
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 129.779 8,0 33.380 6,9
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 332.612 20,4 101.973 21,0
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 76.373 4,7 30.301 6,3
510000 Betrug 349.200 21,4 99.671 20,6
520000 Veruntreuungen 16.547 1,0 2.996 0,6
530000 Unterschlagung 48.742 3,0 10.045 2,1
540000 Urkundenfälschung 34.778 2,1 19.337 4,0
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen die 88.143 5,4 18.048 3,7
öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereitelung im Amt), 18.546 1,1 8.813 1,8
Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 11.060 0,7 1.204 0,2
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.209 0,3 343 0,1
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 8.560 0,5 1.379 0,3
673000 Beleidigung 154.351 9,5 27.171 5,6
674000 Sachbeschädigung 137.759 8,5 19.801 4,1
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 8.182 0,5 1.448 0,3
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem 18.717 1,1 4.357 0,9
Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das 1.735 0,1 69.816 14,4
Freizügigkeitsgesetz/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das WaffenG und gegen das 29.315 1,8 7.064 1,5
KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 156.301 9,6 40.036 8,3
------ Straftaten insgesamt 1.628.314 100,0 484.529 100,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Zählregeln nicht zur Gesamtzahl
aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthalten die Tabellen 40 und 50.

Etwa ein Fünftel der deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen wurde wegen Diebstahl ohne erschwe-
rende Umstände ermittelt. Jeder Siebte nichtdeutsche Tatverdächtige wurde wegen Straftaten gegen das Auf-
enthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU registriert. Bei den deutschen Tatverdächti-
gen spielen Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU erwar-
tungsgemäß keine Rolle. Bei den nichtdeutschen sowie den deutschen Tatverdächtigen sind ferner Betrug,
Körperverletzungen und Rauschgiftdelikte relevant.
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
129
Nichtdeutsche Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit (Tabelle 62)
Nach Staatsangehörigkeiten aufgegliedert setzt sich die Gesamtzahl der 2011 im gesamten Bundesgebiet
ermittelten 484 529 nichtdeutschen Tatverdächtigen prozentual wie folgt zusammen:

Nichtdeutsche Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeiten


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T71
Anzahl %-Anteil an den nichtdeutschen Tatverdächtigen
Staatsangehörigkeit
2011 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
Türkei 96.895 20,0 21,1 22,2 22,6 22,0 21,4 21,3 21,5
Polen 34.966 7,2 6,7 6,5 6,6 6,8 7,0 7,0 6,7
Rumänien 26.438 5,5 4,6 3,7 3,4 3,1 3,1 2,7 2,6
Italien 22.722 4,7 5,0 5,1 5,1 5,0 5,0 5,0 5,0
*) Serbien 21.070 4,3 4,2 4,0 5,0 4,1
Irak 11.850 2,4 2,6 2,9 2,7 2,6 2,2 2,1 2,1
Russische Föderation 11.812 2,4 2,5 2,5 2,6 2,8 2,9 3,2 3,2
Bulgarien 10.960 2,3 1,8 1,4 1,0 0,8 1,2 1,3 1,4
Afghanistan 10.193 2,1 1,6 1,4 0,9 0,9 0,9 1,0 1,1
*) Kosovo 9.270 1,9 1,8 1,3
Griechenland 8.890 1,8 1,9 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0
Bosnien und Herzegowina 8.396 1,7 1,8 1,8 1,9 1,8 1,8 1,7 1,8
Frankreich 7.638 1,6 1,6 1,6 1,6 1,6 1,7 1,6 1,5
Kroatien 7.439 1,5 1,7 1,7 1,7 1,7 1,7 1,6 1,7
Iran 7.139 1,5 1,4 1,3 1,4 1,4 1,5 1,5 1,6
Niederlande 6.948 1,4 1,5 1,5 1,3 1,2 1,1 1,1 1,0
Marokko 6.527 1,3 1,4 1,4 1,5 1,5 1,5 1,5 1,6
Mazedonien 6.224 1,3 1,2 1,0 1,1 1,1 1,1 0,9 1,0
Libanon 6.213 1,3 1,3 1,5 1,6 1,6 1,5 1,5 1,5
Ukraine 5.986 1,2 1,3 1,3 1,3 1,7 2,0 1,9 2,3
Vietnam 5.884 1,2 1,5 1,6 1,7 1,7 1,7 1,8 1,7
Österreich 5.460 1,1 1,2 1,3 1,3 1,3 1,3 1,2 1,2
USA 4.513 0,9 1,0 1,1 1,1 1,1 1,2 1,2 1,1
Portugal 4.491 0,9 0,9 1,0 0,9 0,9 0,8 0,8 0,9
Tschechische Republik 4.262 0,9 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 0,9 0,9
**) Sonstige 132.343 27,3 27,5 28,1 28,5 30,2 34,5 35,0 34,7
Nichtdeutsche Tat- 484.529 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
verdächtige insgesamt (471.812) (462.378) (471.067) (490.278) (503.032) (519.573) (546.985)
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „Echt-Tatverdächtigenzählung“ auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

*) Im Februar 2003 wurde Jugoslawien aufgelöst G24 Entwicklung der prozentualen Anteile ausgewählter
und „Serbien und Montenegro“ als neuer Staat
proklamiert (01.01.2004 bis 31.06.2006 in Staatsangehörigkeiten an den nichtdeutschen TV insgesamt
PKS). Seit Juni 2006 ist „Montenegro“ ein un- %-Anteil
abhängiger Staat. Am 20.02.2008 erfolgte die
völkerrechtliche Anerkennung des Kosovo 22
durch die Bundesrepublik Deutschland und ab
20
01.01.2009 die gesonderte Erfassung in der
PKS. 18
16
2011 wurden unter den Staatsangehörigkeiten:
„Altfälle“ Jugoslawien 2 766 14
„Altfälle“ Serbien und 12
Montenegro 2 617
10
Montenegro 1 984
Tatverdächtige erfasst. 8
6
**) Einschl. ungeklärte Staatsangehörigkeiten
sowie Staatenlose. 4
2
0
2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

T ürkei Polen Italien Rumänien Rumänien


Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
130
Ausgewählte Staatsangehörigkeiten unter Berücksichtigung von
Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T72
Tatverdächtige
Straftaten gegen das
Staatsangehörigkeit Straftaten Aufenthalts-, das Asyl- Straftaten insgesamt %-Anteil an den
%-Anteil nichtdeutschen TV
insgesamt verfahrens- und das ohne Schlüssel 725000
Sp. 3 an Sp. 2 ***)
(Schl. ------) FreizügigkeitsG/EU (Schl. 890000) (Schl. 890000)
(Schl. 725000)
1 2 3 4 5 6
Türkei 96.895 7.134 7,4 90.910 21,3
Polen 34.966 194 0,6 34.847 8,2
Rumänien 26.438 156 0,6 26.345 6,2
Italien 22.722 117 0,5 22.637 5,3
*) Serbien 21.070 3.544 16,8 18.175 4,3
Irak 11.850 4.274 36,1 8.179 1,9
Russische Föderation 11.812 2.922 24,7 9.231 2,2
Bulgarien 10.960 141 1,3 10.861 2,5
Afghanistan 10.193 6.157 60,4 5.030 1,2
*) Kosovo 9.270 1.957 21,1 7.598 1,8
Griechenland 8.890 33 0,4 8.866 2,1
Bosnien und Herzegowina 8.396 903 10,8 7.731 1,8
Frankreich 7.638 105 1,4 7.565 1,8
Kroatien 7.439 686 9,2 6.825 1,6
Iran 7.139 2.559 35,8 5.116 1,2
Niederlande 6.948 78 1,1 6.883 1,6
Marokko 6.527 1.049 16,1 5.824 1,4
Mazedonien 6.224 1.373 22,1 5.033 1,2
Libanon 6.213 1.008 16,2 5.463 1,3
Ukraine 5.986 1.512 25,3 4.590 1,1
Vietnam 5.884 2.545 43,3 3.930 0,9
Österreich 5.460 71 1,3 5.394 1,3
USA 4.513 333 7,4 4.235 1,0
Portugal 4.491 39 0,9 4.460 1,0
Tschechische Republik 4.262 48 1,1 4.233 1,0
**) Sonstige 132.343 30.878 23,3 107.298 25,1
Nichtdeutsche
484.529 69.816 14,4 427.259 100,0
Tatverdächtige insges.
*) Siehe Erläuterungen unter T71 auf Seite 129.
**) Einschl. ungeklärte Staatsangehörigkeiten sowie Staatenlose.
***) Vergleiche T71 und Bewertungsprobleme auf Seite 129.

Tabelle „T72“ verdeutlicht, dass insbesondere die Staatsangehörigkeiten Afghanistan (60,4 %), Vietnam
(43,3 %), Irak (36,1 %) und Iran (35,8 %) einen hohen Anteil (über 30 %) an Straftaten gegen das Aufent-
halts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (Spalte 4) aufweisen.

Einen niedrigen Anteil (unter 1 %) weisen folgende Nationalitäten auf:


Griechenland (0,4 %), Italien (0,5 %), Polen (0,6 %) und Rumänien (0,6 %).

In Bezug auf die Straftaten insgesamt ohne Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das
Freizügigkeitsgesetz/EU weisen Tatverdächtige aus der Türkei mit 21,3 % einen hohen Anteil auf.
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
131
Tatverdächtige aus EU-Mitgliedsstaaten
2011 wurden im Bundesgebiet 158 280 nichtdeutsche Tatverdächtige aus den EU-Mitgliedsstaaten erfasst.

Zeitreihe zu Tatverdächtigen aus den EU-Mitgliedsstaaten


Bereich: 1984, 1990: alte Länder; 1995, 1996: alte Länder mit Gesamt-Berlin; ab 1997: Bundesgebiet insgesamt
T73
Tatverdächtige
Jahr insgesamt *) deutsche *) nichtdeutsche *) aus EU-Mitgliedsstaaten sonstige
absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in %
1984 1.254.213 100,0 1.046.604 83,4 207.609 16,6 51.889 4,1 155.720 12,4
1990 1.437.923 100,0 1.054.340 73,3 383.583 26,7 56.512 3,9 327.071 22,7
1995 1.682.118 100,0 1.155.579 68,7 526.539 31,3 63.491 3,8 463.048 27,5
1996 1.740.252 100,0 1.199.572 68,9 540.680 31,1 66.398 3,8 474.282 27,3
1997 2.273.560 100,0 1.640.081 72,1 633.480 27,9 70.960 3,1 562.520 24,7
1998 2.319.895 100,0 1.691.418 72,9 628.477 27,1 71.608 3,1 556.869 24,0
1999 2.263.140 100,0 1.661.919 73,4 601.221 26,6 70.235 3,1 530.986 23,5
2000 2.286.372 100,0 1.697.263 74,2 589.109 25,8 71.526 3,1 517.583 22,6
2001 2.280.611 100,0 1.712.227 75,1 568.384 24,9 70.738 3,1 497.646 21,8
2002 2.326.149 100,0 1.759.231 75,6 566.918 24,4 71.374 3,1 495.544 21,3
2003 2.355.161 100,0 1.801.411 76,5 553.750 23,5 73.098 3,1 480.652 20,4
2004 2.384.268 100,0 1.837.283 77,1 546.985 22,9 75.065 3,1 471.920 19,8
2005 2.313.136 100,0 1.793.563 77,5 519.573 22,5 124.747 5,4 394.826 17,1
2006 2.283.127 100,0 1.780.090 78,0 503.037 22,0 123.161 5,4 379.876 16,6
2007 2.294.883 100,0 1.804.605 78,6 490.278 21,4 137.633 6,0 352.645 15,4
2008 2.255.693 100,0 1.784.626 79,1 471.067 20,9 136.487 6,1 334.580 14,8
2009 2.187.217 100,0 1.724.839 78,9 462.378 21,1 137.435 6,3 324.943 14,9
2010 2.152.803 100,0 1.680.991 78,1 471.812 21,9 147.454 6,8 324.358 15,1
2011 2.112.843 100,0 1.628.314 77,1 484.529 22,9 158.280 7,5 326.249 15,4
*) Wegen der Erweiterung der EU zum 01.05.2004 und zum 01.01.2007 ist eine Vergleichbarkeit mit den Daten ab 2005 bzw. 2007 mit den Vorjah-
ren nicht mehr gegeben.
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Verteilung der Tatverdächtigen


G25

15,4%

7,5%

77,1%

Deutsche aus EU-Mitgliedsstaaten sonstige nichtdeutsche TV


Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
132
Anteil der Tatverdächtigen aus den EU-Mitgliedsstaaten an den Tatverdächtigen ohne
deutsche Staatsbürgerschaft insgesamt
Bereich: 1984, 1990: alte Länder; 1995: alte Länder mit Gesamt-Berlin; ab 2000: Bundesgebiet insgesamt
T74
Tatverdächtige
Jahr nichtdeutsche aus EU-Mitgliedsstaaten
absolut in % absolut in %
1984 207.609 100,0 51.889 25,0
1990 383.583 100,0 56.512 14,7
1995 526.539 100,0 63.491 12,1
2000 589.109 100,0 71.526 12,1
2001 568.384 100,0 70.738 12,4
2002 566.918 100,0 71.374 12,6
2003 553.750 100,0 73.098 13,2
2004 546.985 100,0 75.065 13,7
2005 519.573 100,0 124.747 24,0
2006 503.037 100,0 123.161 24,5
2007 490.278 100,0 137.633 28,1
2008 471.067 100,0 136.487 29,0
2009 462.378 100,0 137.435 29,7
2010 471.812 100,0 147.454 31,3
2011 484.529 100,0 158.280 32,7
Wegen der Erweiterung der EU zum 01.05.2004 und zum 01.01.2007 ist eine Vergleichbarkeit mit den Daten ab 2005 bzw. 2007 mit den Vorjahren
nicht mehr gegeben.
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Tatverdächtige aus den EU-Mitgliedsstaaten (Stand ab 01.01.2007) nach Staatsangehörigkeiten


T75
Tatverdächtige 2011 2010 2009 2008 2007
aus: absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in %
EU-Mitgliedstaaten ohne 158.280 100,0 147.454 100,0 137.435 100,0 136.487 100,0 137.633 100,0
Deutschland
davon:
Belgien 1.908 1,2 1.757 1,2 1.684 1,2 1.804 1,3 1.518 1,1
Bulgarien 10.960 6,9 8.300 5,6 6.372 4,6 4.906 3,6 3.893 2,8
Dänemark 960 0,6 983 0,7 994 0,7 967 0,7 853 0,6
Estland 528 0,3 498 0,3 385 0,3 340 0,2 328 0,2
Finnland 243 0,2 247 0,2 220 0,2 216 (0,2) 222 (0,2)
Frankreich 7.638 4,8 7.398 5,0 7.619 5,5 7.500 5,5 7.884 5,7
Griechenland 8.890 5,6 9.169 6,2 9.173 6,7 9.338 6,8 9.655 7,0
Großbritannien/Nordirland 3.458 2,2 3.571 2,4 3.646 2,7 3.724 2,7 3.856 2,8
Irland 486 0,3 458 0,3 481 0,3 402 0,3 329 0,2
Italien 22.722 14,4 23.657 16,0 23.661 17,2 24.113 17,7 24.607 17,9
Lettland 2.410 1,5 2.054 1,4 1.361 1,0 1.025 0,8 927 0,7
Litauen 3.969 2,5 3.381 2,3 2.833 2,1 3.063 2,2 3.557 2,6
Luxemburg 638 0,4 525 0,4 509 0,4 532 0,4 493 0,4
Malta 18 0,0 28 0,0 13 0,0 17 0,0 33 0,0
Niederlande 6.948 4,4 6.894 4,7 6.904 5,0 6.248 4,6 5.758 4,2
Österreich 5.460 3,4 5.748 3,9 5.890 4,3 6.265 4,6 6.512 4,7
Polen 34.966 22,1 31.771 21,5 30.094 21,9 31.223 22,9 33.291 24,2
Portugal 4.491 2,8 4.347 2,9 4.411 3,2 4.414 3,2 4.362 3,2
Rumänien 26.438 16,7 21.863 14,8 16.979 12,4 16.000 11,7 15.040 10,9
Schweden 730 0,5 758 0,5 765 0,6 727 0,5 687 0,5
Slowakei 2.176 1,4 2.062 1,4 2.010 1,5 2.016 1,5 2.270 1,6
Slowenien 944 0,6 877 0,6 857 0,6 960 0,7 914 0,7
Spanien 3.580 2,3 3.467 2,4 3.332 2,4 3.322 2,4 3.299 2,4
Tschechische Republik 4.262 2,7 4.608 3,1 4.523 3,3 4.685 3,4 4.734 3,4
Ungarn 3.427 2,2 3.009 2,0 2.685 2,0 2.655 1,9 2.578 1,9
Zypern 30 0,0 24 0,0 34 0,0 25 0,0 33 0,0
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
133
Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Anlass des Aufenthaltes
(das ausführliche Zahlenmaterial enthält die Tabelle 61 im Anhang)

Zeitreihe zu nichtdeutschen Tatverdächtigen nach dem Anlass des Aufenthaltes


Bereich: Bundesgebiet insgesamt; 1984: alte Länder
T76
Anlass des Aufenthaltes 2011 2010 2009 2008 2007 1984
nichtdeutscher Tatverdächtiger absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in % absolut in %
Nichtdeutsche Tatverdächtige 484.529 100,0 471.812 100,0 462.378 100,0 471.067 100,0 490.278 100,0 207.610 100,0
davon:
Unerlaubter Aufententhalt 51.630 10,7 46.487 9,9 46.132 10,0 51.154 10,9 58.899 12,0 28.337 13,6
Erlaubter Aufenthalt 432.899 89,3 425.325 90,1 416.246 90,0 419.913 89,1 431.379 88,0 179.273 86,4
davon:
Arbeitnehmer 68.548 14,1 70.037 14,8 72.523 15,7 78.795 16,7 84.943 17,3 67.630 32,6
Asylbewerber 21.768 4,5 21.817 4,6 22.137 4,8 24.954 5,3 34.811 7,1 15.952 7,7
Student/Schüler 28.359 5,9 31.840 6,7 34.428 7,4 35.884 7,6 40.520 8,3 30.441 14,7
Tourist/Duchreisender 35.475 7,3 34.690 7,4 33.184 7,2 33.238 7,1 35.243 7,2 13.911 6,7
Gewerbetreibender 11.854 2,4 12.497 2,6 12.157 2,6 13.294 2,8 14.665 3,0 7.512 3,6
Stat.-streitkräfte u. Angeh. 1.987 0,4 2.340 0,5 2.249 0,5 2.651 0,6 3.001 0,6 9.304 4,5
Sonstige *) 264.908 54,7 252.104 53,4 239.568 51,8 231.097 49,1 218.196 44,5 34.523 16,6
*) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbslose, nicht anerkannte Asylbewerber mit Duldung,
Flüchtlinge, Besucher u.a. Personengruppen gehören.
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Die größte Einzelgruppe bei den „erlaubten Aufenthalten“ bilden die Sonstigen mit 54,7 %. Der Anteil der
Asylbewerber (Personen, für die ein Asylverfahren im Bundesgebiet anhängig ist) an den nichtdeutschen
Tatverdächtigen beträgt 4,5 %. 1993 betrug ihr Anteil in den alten Ländern 31,7 %.
Etwa jeder zehnte (10,7 %) nichtdeutsche Tatverdächtige hielt sich unerlaubt in Deutschland auf. Zu beach-
ten ist, dass bei den unerlaubten Aufenthalten mehr als neun von zehn (97 %) der Tatverdächtigen gegen das
Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU verstießen.

Verteilung nichtdeutscher TV nach dem Anlass des Aufenthalts


G28

Unerlaubt
10,7%
Rest **)
2,7%
Asylbewerber
4,5%

Tourist/Durch-
reisender
7,4%
"Sonstige" *)
Student/Schüler 54,7%
5,9%

Arbeitnehmer
14,1%

*) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbs-
lose, Flüchtlinge und Besucher gehören.
**) Gewerbetreibende und Stationierungsstreitkräfte.
Hinweis: fett = erlaubter Aufenthalt
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
134
Entwicklung nichtdeutscher Tatverdächtiger nach dem Aufenthaltsanlass
G29

Anzahl
270.000
255.000
240.000
225.000
210.000
195.000
180.000
165.000
150.000
135.000
120.000
105.000
90.000
75.000
60.000
45.000
30.000
15.000
0
1995

1996

1997

1998

2006

2007

2008

2009
1993

1994

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2010

2011
Asylbewerber Arbeitnehmer Student/Schüler Sonstige*) Illegal
Asylbewerber Arbeitnehmer Student/Schüler Sonstige*) Illegal

*) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbslose, nicht anerkannte Asylbewerber mit Duldung,
Flüchtlinge und Besucher gehören.
Hinweis: Tatverdächtige 2009 sind aufgrund der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Entwicklung tatverdächtiger nichtdeutscher Arbeitnehmer und Nichtdeutscher insgesamt


in einzelnen Deliktsbereichen
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T77
tatverdächtige nicht- nichtdeutsche
Schlüssel Straftaten(gruppe) deutsche Arbeitnehmer Veränderung Tatverdächtige insges. Veränderung
2011 2010 absolut in % 2011 2010 absolut in %
------ Straftaten insgesamt 68.548 70.037 -1.489 -2,1 484.529 471.812 12.717 2,7
510000 Betrug 11.121 12.411 -1.290 -10,4 99.671 99.205 466 0,5
515000 Leistungserschleichung 1.876 2.354 -478 -20,3 39.539 36.722 2.817 7,7
220000 Körperverletzung 20.883 21.290 -407 -1,9 97.329 95.920 1.409 1,5
232300 Bedrohung 4.619 4.898 -279 -5,7 21.021 21.244 -223 -1,0
****00 Diebstahl insgesamt 13.013 12.401 612 4,9 123.250 117.601 5.649 4,8
3***00 einfacher Diebstahl 10.975 10.510 465 4,4 101.973 98.613 3.360 3,4
326*00 Ladendiebstahl 6.049 5.935 114 1,9 71.209 70.185 1.024 1,5
4***00 schwerer Diebstahl 2.533 2.353 180 7,6 30.301 27.133 3.168 11,7
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
135
Anteile tatverdächtiger Nichtdeutscher und Arbeitnehmer an der Gesamtzahl
der ermittelten Tatverdächtigen bei ausgewählten Straftaten(gruppen)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T78
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt nichtdeutsche nichtdeutsche Arbeitnehmer
in % an in % an in % an
Anzahl Anzahl Anzahl
Sp. 3 Sp. 3 Sp. 4
1 2 3 4 5 6 7 8
------Straftaten insgesamt 2.112.843 484.529 22,9 68.548 3,2 14,1
010000+ Mord und Totschlag 2.665 737 27,7 137 5,1 18,6
020000

111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 1.831 28,2 408 6,3 22,3
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 9.507 29,5 897 2,8 9,4
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 36.603 23,9 7.044 4,6 19,2
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 64.550 20,5 14.240 4,5 22,1
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 33.380 20,5 7.608 4,7 22,8
****00 Diebstahl insgesamt 507.978 123.250 24,3 13.013 2,6 10,6
***100 von Kraftwagen 11.395 3.562 31,3 296 2,6 8,3
***700 von/aus Automaten 3.912 1.100 28,1 121 3,1 11,0
*26*00 Ladendiebstahl 290.505 74.347 25,6 6.250 2,2 8,4
*50*00 in/aus Kfz 14.136 3.925 27,8 369 2,6 9,4
*90*00 Taschendiebstahl 5.373 3.427 26,1 92 0,5 2,7
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl 17.952 4.691 26,1 373 2,1 8,0
510000 Betrug 448.871 99.671 22,2 11.121 2,5 11,2
515000 Leistungserschleichung 153.533 39.539 25,8 1.876 1,2 4,7
517800 (sonstiger) Sozialleistungsbetrug *) 19.547 3.117 15,9 572 2,9 18,4
540000 Urkundenfälschung 54.115 19.337 35,7 2.333 4,3 12,1
551000 Geld- und Wertzeichenfälschung 606 276 45,5 24 4,0 8,7
610000 Erpressung 5.675 1.552 27,3 259 4,6 16,7
631000 Hehlerei von Kfz. 1.878 1.095 58,3 63 3,4 5,8
632000 sonstige Hehlerei 14.408 4.659 32,3 621 4,3 13,3
661000 Glücksspiel 1.087 583 53,6 88 8,1 15,1
662000 Wilderei 3.163 461 14,6 152 4,8 33,0
713000 Delikte i.V.m. illegaler Arbeitnehmerüberlassung 140 77 55,0 16 11,4 20,8
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylver- 71.551 69.816 97,6 1.215 1,7 1,7
fahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
725200 Einschleusen von Ausländern gemäß § 96 1.653 1.309 79,2 67 4,1 5,1
Aufenthaltsgesetz
725500 Straftaten gegen AsylverfG 2.208 2.192 99,3 6 0,3 0,3
732100 illegaler Handel u. Schmuggel mit/von Heroin 8.659 2.519 29,1 396 4,6 15,7
732200 illegaler Handel u. Schmuggel mit/von Kokain 3.098 1.500 48,4 169 5,5 11,3
733100 illegale Einfuhr von Heroin (in nicht geringer M eng e) 581 159 27,4 28 4,8 17,6
733200 illegale Einfuhr von Kokain (in nicht geringer Menge) 545 363 66,6 23 4,2 6,3
734200 Betäubungsmittelanbau, -herstellung und 959 381 39,7 46 4,8 12,1
-handel als Mitglied einer Bande
892000 Gewaltkriminalität **) 188.271 46.750 24,8 8.310 4,4 17,8
*) Soweit nicht unter Betrug z.N.v. Sozialversicherungen und Sozialversicherungsträgern (Schl.: 517700) erfasst.
**) Addition folgender Straftaten(gruppen): Mord und Totschlag, Vergewaltigung und besonders schwere Fälle der sexuellen Nötigung, Raubdelikte,
Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, gefährliche und schwere Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme und Angriff auf
den Luftverkehr.

Bei Wilderei, Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung und leichter
Körperverletzung weisen nichtdeutsche Arbeitnehmer zum Teil deutlich überdurchschnittliche Anteile auf.
Dagegen sind die nichtdeutschen Arbeitnehmer bei Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens-
und das FreizügigkeitsG/EU, bei Taschendiebstahl und illegaler Einfuhr von Heroin deutlich unterrepräsen-
tiert.
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
136
Verteilung einzelner Gruppen nichtdeutscher Tatverdächtiger
auf die von ihnen begangenen Straftaten
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T79
Nichtdeutsche Tatverdächtige in Prozent

Schlüssel Straftaten(gruppen)*) legal, darunter:


illegal Arbeit- Student/ Tourist/Durch- Asylbe- Sonstige
nehmer Schüler reisender werber **)
010000+ Mord und Totschlag 0,0 0,2 0,1 0,1 0,2 0,2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 0,0 0,6 0,4 0,1 0,6 0,4
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 0,3 1,3 4,6 1,2 2,4 2,3
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 0,4 10,3 15,4 2,0 7,4 8,2
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 0,6 20,8 17,9 3,1 10,3 15,0
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 0,5 11,1 4,8 1,9 5,4 8,0
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 0,4 3,3 6,4 3,5 3,1 3,8
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 0,3 0,8 1,6 2,5 1,1 1,5
510000 Betrug 3,0 16,2 12,4 16,1 16,4 26,7
520000 Veruntreuungen 0,0 0,6 0,1 0,1 0,1 0,5
530000 Unterschlagung 0,2 3,2 2,0 0,9 1,1 2,3
540000 Urkundenfälschung 7,8 3,4 1,8 4,5 5,0 3,5
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 0,5 3,2 4,4 2,6 3,9 4,6
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereite- 0,3 1,6 1,5 2,1 1,2 2,1
lung im Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 0,0 0,4 0,6 0,1 0,2 0,2
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,1
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 0,0 0,7 0,0 0,0 0,1 0,3
673000 Beleidigung 0,2 8,6 6,5 1,4 3,6 6,5
674000 Sachbeschädigung 0,2 3,9 10,6 2,2 3,4 4,5
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 0,0 0,7 0,1 0,2 0,1 0,2
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 0,1 0,9 0,2 0,9 0,2 0,7
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylver- 97,0 1,8 0,9 3,1 35,8 3,4
fahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
726000 Straftaten gegen das SpengstoffG, das WaffenG und 0,1 1,3 1,5 4,8 0,6 1,4
gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 1,1 8,1 4,6 21,5 5,6 8,8
------ Straftaten insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
N 51.630 68.548 28.359 35.475 21.768 264.908
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Erfassungsregeln nicht zur
Gesamtzahl aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 61.
**) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbslose, nicht anerkannte Asylbewerber mit Duldung,
Flüchtlinge und Besucher gehören.

Mehr als neun von zehn nichtdeutschen Tatverdächtigen, die sich illegal in Deutschland aufhielten, wurden
wegen Verstoßes gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU als tatver-
dächtig registriert.
Bei den Asylbewerbern waren dies 35,8 %. Gegen Asylbewerber wurde außerdem wegen „einfachen“ Dieb-
stahls relativ oft ermittelt. Gegen nichtdeutsche Arbeitnehmer wurde vor allem wegen Körperverletzung und
Betrug ermittelt. Touristen/Durchreisende wurden am häufigsten verdächtigt, vor allem Rauschgiftdelikte
und Betrug begangen zu haben. Bei Studenten/Schülern (in der Regel wohl Schüler) sind ferner die Anteile
von Körperverletzung, Betrug und Sachbeschädigung relativ hoch. Die heterogen zusammengesetzte Gruppe
der „Sonstigen“ wurde relativ häufig wegen Betrug und Körperverletzungen als tatverdächtig erfasst.
PKS Berichtsjahr 2011 Nichtdeutsche Tatverdächtige
137
Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Anlass ihres Aufenthaltes
in Prozent aller Tatverdächtigen (einschl. deutscher TV) pro Straftaten(gruppe)
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T80
Tatver- Nichtdeutsche Tatverdächtige in Prozent
dächtige legal, darunter:
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt illegal Arbeit- Student/ Tourist/ Asylbe- Sons-
(100 %) nehmer Schüler Durch- werber tige
reisender **)
010000+ Mord und Totschlag 2.665 0,8 5,1 0,8 1,8 1,8 16,7
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 0,4 6,3 1,9 0,6 2,0 16,1
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 0,5 2,8 4,0 1,3 1,6 18,9
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 0,1 4,6 2,8 0,5 1,1 14,2
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 0,1 4,5 1,6 0,3 0,7 12,6
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 0,1 4,7 0,8 0,4 0,7 13,0
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 79.325 0,2 2,9 2,3 1,6 0,9 12,6
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 25.039 0,6 2,2 1,9 3,5 1,0 15,6
510000 Betrug 448.871 0,3 2,5 0,8 1,3 0,8 15,8
520000 Veruntreuungen 19.543 0,1 2,2 0,1 0,3 0,1 6,7
530000 Unterschlagung 58.787 0,1 3,7 0,9 0,6 0,4 10,3
540000 Urkundenfälschung 54.115 7,5 4,3 0,9 2,9 2,0 17,0
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 106.191 0,2 2,1 1,2 0,9 0,8 11,5
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafvereite- 27.359 0,5 4,0 1,5 2,7 1,0 20,6
lung im Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 12.264 0,0 2,5 1,4 0,2 0,4 4,8
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 0,1 2,0 0,0 0,0 0,1 3,5
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 0,1 4,8 0,0 0,1 0,2 7,7
673000 Beleidigung 181.522 0,1 3,2 1,0 0,3 0,4 9,5
674000 Sachbeschädigung 157.560 0,1 1,7 1,9 0,5 0,5 7,6
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 0,0 4,8 0,2 0,9 0,2 6,1
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 23.074 0,2 2,6 0,3 1,4 0,2 8,5
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylver- 71.551 70,0 1,7 0,3 1,5 10,9 12,7
fahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
726000 Straftaten gegen das SpengstoffG, das WaffenG und 36.379 0,2 2,5 1,2 4,7 0,3 10,0
gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 0,3 2,8 0,7 3,9 0,6 11,8
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 2,4 3,2 1,3 1,7 1,0 12,5
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Zählregeln nicht zur Gesamtzahl
aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 61.
**) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbslose, nicht anerkannte Asylbewerber mit Duldung,
Flüchtlinge und Besucher gehören.

Asylbewerber weisen überdurchschnittlich hohe Anteile an den Tatverdächtigen insgesamt (einschl. deut-
schen) bei Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (10,9 %)
sowie bei Urkundenfälschung (2,0 %) auf. Die Illegalen stellen mit 70,0 % die größte Teilgruppe bei Strafta-
ten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU und mit 7,5 % bei Urkun-
denfälschung. Ansonsten sind sie jedoch relativ unauffällig. Nichtdeutsche Arbeitnehmer weisen bei Ge-
waltdelikten überdurchschnittliche Anteile auf. Nichtdeutsche Studenten/Schüler (in der Regel dürfte es sich
hier um Schüler handeln) sind bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie Raubdelikten überpro-
portional beteiligt. Die Sammelgruppe der „Sonstigen“ zeigt bei 'Begünstigung, Strafvereitelung, Hehlerei
und Geldwäsche', Urkundenfälschung, Raub, Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung,
und Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU relativ hohe
Tatverdächtigenanteile.
Nichtdeutsche Tatverdächtige PKS Berichtsjahr 2011
138
Länderverteilung: Nichtdeutsche Tatverdächtige nach dem Anlass des Aufenthaltes
T81
Anlass des Aufenthaltes nichtdeutscher Tatverdächtiger in %
Nicht-
deutsche legal, darunter:
Land Tatverdächtige illegal Arbeit- Student/ Tourist/ Asylbe- Sonstige
insges. nehmer Schüler Durch- werber *)
(100%) reisender
Baden-Württemberg 67.579 6,9 22,2 10,8 8,5 3,1 45,0
Bayern 80.242 13,7 20,8 5,9 9,9 4,4 42,1
Berlin 45.255 6,3 5,2 4,0 7,5 2,3 72,8
Brandenburg 9.047 17,1 2,2 1,2 17,9 5,3 54,6
Bremen 7.683 0,4 0,2 0,2 0,1 0,8 98,3
Hamburg 22.321 9,2 11,6 6,4 5,2 5,3 59,9
Hessen 52.810 24,3 8,3 4,5 4,9 2,1 53,4
Mecklenburg-Vorpommern 3.570 8,6 7,5 2,0 13,3 9,9 54,6
Niedersachsen 37.248 5,8 19,1 4,5 7,5 12,1 47,1
Nordrhein-Westfalen 120.080 7,2 12,2 5,3 5,3 3,3 64,4
Rheinland-Pfalz 23.188 10,5 16,7 6,7 11,5 3,2 45,9
Saarland 6.005 14,8 6,1 1,9 5,4 5,0 64,3
Sachsen 12.019 15,9 5,2 2,6 12,8 12,4 47,7
Sachsen-Anhalt 5.526 4,5 7,8 3,7 8,0 23,0 47,8
Schleswig-Holstein 11.256 13,7 12,5 4,5 5,8 9,0 52,6
Thüringen 3.513 15,1 3,2 3,2 8,7 10,8 57,5
Bundesgebiet insges.**) 484.529 10,7 14,1 5,9 7,3 4,5 54,7
*) Die „Sonstigen“ umfassen eine heterogen zusammengesetzte Restgruppe, zu der z.B. Erwerbslose, nicht anerkannte Asylbewerber mit Duldung
und Flüchtlinge gehören.
**) Addition entspricht wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene nicht der Summe der Bundesländerdaten.

Hessen (24,3 %) und Brandenburg (17,1 %) weisen die relativ höchsten Anteile sich illegal in der Bundesre-
publik Deutschland aufhaltender nichtdeutscher Tatverdächtiger auf. Sachsen-Anhalt, Sachsen sowie Nieder-
sachsen zeigen die relativ höchsten Asylbewerberanteile, während Baden-Württemberg, Bayern, Niedersach-
sen und Rheinland-Pfalz die höchsten Arbeitnehmeranteile haben. Den höchsten Schüler/Studentenanteil an
den nichtdeutschen Tatverdächtigen stellen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hamburg.

Entwicklung der Tatverdächtigenbelastung nichtdeutscher Arbeitnehmer


Bereich: 1984-1990 alte Länder; ab 1991: alte Länder mit Gesamt-Berlin; ab 1996: Bund insgesamt
T82
nichtdeutsche nichtdeutsche
Veränderung in
Jahr sozialversicherungspflichtige tatverdächtige TVBZ **)
%
Beschäftigte *) Arbeitnehmer
1985 1.583.898 70.529 4.453
1990 1.782.253 79.035 4.435
1995 2.128.722 98.571 4.631
2000 1.956.248 100.954 2,4 5.161
2001 1.980.663 99.237 -1,7 5.010
2002 1.949.463 99.302 0,1 5.094
2003 1.860.476 100.974 1,7 5.427
2004 1.796.551 99.260 -1,7 5.525
2005 1.749.425 92.326 -7,0 5.278
2006 1.782.130 86.518 -6,3 4.855
2007 1.837.763 84.943 -1,8 4.622
2008 1.901.034 78.795 -7,2 4.145
2009 1.878.995 72.523 ***) 3.860
2010 1.925.024 70.037 -3,4 3.638
2011 2.060.661 68.548 -2,1 3.327
*) Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg.
**) Tatverdächtige nichtdeutsche Arbeitnehmer pro 100 000 nichtdeutsche Beschäftigte.
***) Wegen der „echten“ Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene ab 2009 wurden keine Veränderungen berechnet.

Die Zahl der tatverdächtigen nichtdeutschen Arbeitnehmer ist 2011 im Vergleich zu 2010 um 2,1 % zurück-
gegangen. 2011 fielen 68 548 (3,3 %) der sozialversicherungspflichtigen nichtdeutschen Beschäftigten der
Polizei als tatverdächtig auf.
PKS Berichtsjahr 2010 Tatverdächtige –Wohnsitzverteilung-
139
2.3.4 Wohnsitzverteilung der Tatverdächtigen

Wohnsitzverteilung der Tatverdächtigen insgesamt in Prozent


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T83a
Tatver- Tatverdächtigenwohnsitz (Angaben in %)
dächtige Tatort- Landkreis eigenes übriges Ausland ohne
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) insgesamt gemeinde des Tatortes Bundes- Bundes- festen
(100 %) land gebiet Wohn-
sitz
010000+ Mord und Totschlag 2.665 62,8 7,5 18,6 5,2 2,7 3,5
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 65,3 7,4 20,1 4,9 0,9 2,3
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 32.219 58,2 8,6 23,6 5,0 2,3 5,9
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 64,2 9,9 21,0 4,3 0,9 1,6
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 67,7 8,7 19,7 3,9 0,7 1,4
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 163.159 60,6 9,8 22,2 6,8 1,1 1,8
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 434.585 58,4 11,7 22,3 5,4 4,4 4,2
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 106.674 55,4 12,1 20,8 7,1 7,4 8,5
510000 Betrug 448.871 52,9 10,1 27,5 11,5 3,3 6,3
520000 Veruntreuungen 19.543 57,7 10,4 21,5 8,5 2,1 1,5
530000 Unterschlagung 58.787 57,9 9,6 21,9 7,2 2,0 3,3
540000 Urkundenfälschung 54.115 44,3 10,3 23,0 9,2 10,5 5,3
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 106.191 57,8 9,9 22,0 6,7 2,0 4,6
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafver- 27.359 56,5 8,1 21,2 6,8 6,5 3,2
eitelung im Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 12.264 75,2 8,0 12,3 3,6 0,6 1,3
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 40,5 11,5 35,6 10,6 1,0 1,9
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 33,5 12,8 28,1 19,2 4,1 2,8
673000 Beleidigung 181.522 65,4 9,0 20,2 5,1 0,6 1,2
674000 Sachbeschädigung 157.560 67,9 10,5 17,1 4,4 0,9 1,8
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 9.630 52,9 11,8 20,5 10,1 4,0 1,2
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 23.074 52,4 8,5 24,1 10,7 4,2 1,6
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 71.551 19,3 1,1 9,7 10,3 39,3 24,0
Asylverfahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das WaffenG 36.379 58,9 7,2 18,8 7,4 7,4 1,4
und gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 196.337 55,1 10,3 23,6 8,2 5,1 3,5
------ Straftaten insgesamt 2.112.843 59,7 11,2 23,6 8,1 4,6 4,0
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Zählregeln nicht zur Gesamtzahl
aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 21.
Hinweis:
Die echte Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene wird für jeden betroffenen Einzelbereich gesondert durchgeführt. Die Summe der Zeilenprozent-
angaben ist daher höher als 100.

Erwartungsgemäß wurde eine relativ hohe Mobilität der Tatverdächtigen bei Straftaten gegen das Aufent-
halts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU festgestellt. Hier weisen auch Tatverdächtige
ohne festen Wohnsitz hohe Anteile auf. Überdurchschnittlich ist der Anteil der Wohnsitzlosen auch bei
„schwerem“ Diebstahl, Betrug, Raub, Urkundenfälschung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Mord
und Totschlag. Bei etwa 60 % kam der Tatverdächtige aus der Tatortgemeinde. Dabei kamen sogar drei von
vier Tatverdächtigen bei Brandstiftung/Herbeiführen einer Brandgefahr aus der Tatortgemeinde. Bei Sachbe-
schädigung und Körperverletzungen wohnten mehr als zwei Drittel der Tatverdächtigen in der Tatortge-
meinde.
Tatverdächtige –Wohnsitzverteilung- PKS Berichtsjahr 2011
140
Wohnsitzverteilung der deutschen Tatverdächtigen in Prozent
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T83b
Tatver- Tatverdächtigenwohnsitz (Angaben in %)
dächtige Tatort- Landkreis des eigenes übriges Ausland ohne
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) Deutsche gemeinde Tatortes Bundes- Bundes- festen
insgesamt land gebiet Wohn-
(100 %) sitz
010000+ Mord und Totschlag 1.928 66,4 8,7 18,3 4,6 0,3 2,2
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 4.653 66,5 8,3 19,6 5,0 0,2 1,6
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 22.712 61,3 9,6 22,9 5,2 0,2 4,3
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 116.699 64,7 11,1 20,3 4,5 0,1 1,2
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 250.954 68,4 9,7 18,8 4,0 0,2 1,1
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 129.779 61,5 10,9 21,3 7,0 0,2 1,4
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 332.612 62,2 13,6 22,3 5,4 0,2 2,4
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 76.373 63,8 14,7 20,9 6,4 0,3 4,8
510000 Betrug 349.200 56,5 11,5 27,5 11,6 0,6 4,2
520000 Veruntreuungen 16.547 58,6 11,2 21,4 8,7 1,0 0,9
530000 Unterschlagung 48.742 59,8 10,3 21,3 7,2 0,5 2,6
540000 Urkundenfälschung 34.778 51,9 13,3 25,8 9,9 0,5 1,4
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 88.143 60,0 10,8 21,6 7,0 0,3 3,2
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafver- 18.546 63,6 10,1 19,6 6,7 0,3 1,6
eitelung im Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 11.060 76,0 8,3 12,0 3,6 0,1 1,1
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.209 41,2 11,9 35,3 10,6 0,3 1,9
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 8.560 33,2 13,4 28,2 19,8 3,4 2,5
673000 Beleidigung 154.351 66,1 9,6 19,4 5,3 0,2 1,0
674000 Sachbeschädigung 137.759 68,9 11,2 16,6 4,5 0,1 1,4
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 8.182 55,7 13,0 20,3 10,5 0,2 0,8
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 18.717 55,0 9,5 23,6 11,3 1,1 1,1
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 1.735 46,1 4,7 26,5 21,5 1,3 2,0
Asylverfahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das WaffenG 29.315 64,8 8,1 19,0 7,8 0,3 1,0
und gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 156.301 58,6 11,7 24,1 8,6 0,4 2,6
------ Straftaten insgesamt 1.628.314 63,7 12,9 23,7 8,2 0,4 2,1
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Zählregeln nicht zur Gesamtzahl
aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 28.
Hinweis:
Die echte Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene wird für jeden betroffenen Einzelbereich gesondert durchgeführt. Die Summe der Zeilenprozent-
angaben ist daher höher als 100.

Insgesamt verübten mehr als drei von fünf deutschen Tatverdächtigen ihre Straftaten in der Tatortgemeinde.
Nicht einmal jeder Zehnte wurde außerhalb des eigenen Bundeslandes als tatverdächtig erfasst. Eine über-
durchschnittliche Mobilität zeigten deutsche Tatverdächtige z.B. bei Verletzung der Unterhaltspflicht.
PKS Berichtsjahr 2010 Tatverdächtige –Wohnsitzverteilung-
141
Wohnsitzverteilung der nichtdeutschen Tatverdächtigen in Prozent
Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T83c
Tatver- Tatverdächtigenwohnsitz (Angaben in %)
dächtige Tatort- Landkreis eigenes übriges Auslan ohne
Schlüssel Straftaten(gruppen)*) Nichtdeutsche gemeinde des Tatortes Bundes- Bundes- d festen
insgesamt land gebiet Wohn-
(100 %) sitz
010000+ Mord und Totschlag 737 53,5 4,5 19,4 6,6 9,0 7,1
020000
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 1.831 62,5 4,9 21,5 4,5 2,9 4,2
§§ 177 Abs. 2, 3 und 4, 178 StGB
210000 Raubdelikte 9.507 51,0 5,9 25,3 4,6 7,5 9,8
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 36.603 62,4 6,0 23,3 3,6 3,5 3,1
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 64.550 65,2 5,0 23,2 3,2 3,0 2,6
230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit 33.380 57,3 5,7 25,8 5,9 4,4 3,3
3***00 Diebstahl ohne erschwerende Umstände 101.973 46,2 5,7 22,5 5,6 18,1 10,1
4***00 Diebstahl unter erschwerenden Umständen 30.301 34,2 5,5 20,7 8,8 25,4 17,7
510000 Betrug 99.671 40,5 5,5 27,7 11,2 12,9 13,6
520000 Veruntreuungen 2.996 52,9 6,1 22,1 7,7 8,3 5,1
530000 Unterschlagung 10.045 48,6 6,0 24,4 7,2 9,1 6,7
540000 Urkundenfälschung 19.337 30,7 4,8 17,9 8,0 28,6 12,2
620000 Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten 18.048 47,1 5,0 24,3 5,7 10,3 11,5
gegen die öffentliche Ordnung
630000 Begünstigung, Strafvereitelung (ohne Strafver- 8.813 41,4 3,9 24,7 7,1 19,4 6,4
eitelung im Amt), Hehlerei und Geldwäsche
640000 Brandstiftung und Herbeiführen einer 1.204 66,9 5,1 15,9 4,1 5,8 2,4
Brandgefahr
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 343 29,7 5,2 39,9 11,7 12,2 1,5
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 1.379 35,5 9,3 27,6 15,7 8,3 4,2
673000 Beleidigung 27.171 61,4 5,6 24,9 4,1 3,3 2,1
674000 Sachbeschädigung 19.801 61,1 5,6 20,5 3,8 6,5 4,4
676000 Straftaten gegen die Umwelt (StGB) 1.448 37,5 5,0 21,5 8,0 25,1 3,2
710000 Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf 4.357 41,3 4,4 26,2 8,5 17,3 3,7
dem Wirtschaftssektor
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 69.816 18,7 1,1 9,3 10,0 40,3 24,6
Asylverfahrens- und das FreizügigkeitsG/EU
726000 Straftaten gegen das SprengstoffG, das WaffenG 7.064 34,6 3,1 17,8 5,5 36,8 2,7
und gegen das KriegswaffenkontrollG
730000 Rauschgiftdelikte (BtMG) 40.036 41,2 4,6 22,0 6,6 23,4 6,9
------ Straftaten insgesamt 484.529 46,3 5,5 23,0 7,8 18,6 10,4
*) Die Auflistung ist nicht vollständig. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Schlüsseln lassen sich auch wegen der Zählregeln nicht zur Gesamtzahl
aufaddieren (siehe Seite 21). Die ausführlichen Daten enthält die Tabelle 29.
Hinweis:
Die echte Tatverdächtigenzählung auf Bundesebene wird für jeden betroffenen Einzelbereich gesondert durchgeführt. Die Summe der Zeilenprozent-
angaben ist daher höher als 100.

Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen finden sich im Vergleich zu den deutschen erwartungsgemäß deut-
lich höhere Anteile mit Wohnsitz im Ausland oder ohne festen Wohnsitz. Auf mehr als ein Viertel (29,0 %)
der nichtdeutschen Tatverdächtigen traf dies zu. In der Regel ist dieser Personenkreis in der registrierten
Wohnbevölkerung jedoch nicht enthalten. Überdurchschnittlich hohe Anteile gab es zum Beispiel bei Straf-
taten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das FreizügigkeitsG/EU, Urkundenfälschung und
Straftaten gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz.
Tatverdächtige –weitere Angaben- PKS Berichtsjahr 2011
142
2.3.5 Weitere Angaben zu den Tatverdächtigen
(Das vollständige Zahlenmaterial findet sich in Tabelle 22.)

Alleinhandelnde Tatverdächtige
2011 wurde bei 79,9 % aller Tatverdächtigen festgestellt, dass sie ihre Taten allein begangen hatten.
Diese Gruppe stellt z.B. bei folgenden Straftaten(gruppen) mehr als 80 % der jeweiligen Gesamtzahl der
erfassten Tatverdächtigen:

Alleinhandelnde Tatverdächtige mit einem Anteil über 80 %


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T84
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt alleinhandelnd
(100 %) absolut in % an Spalte 3
671000 Verletzung der Unterhaltspflicht 9.939 9.876 99,4
523000 Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten 1.938 1.785 92,1
730000 Rauschgiftdelikte -Betäubungsmittelgesetz- 196.337 174.510 88,9
621000 Widerstand gegen die Staatsgewalt 22.314 19.876 89,1
725000 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das 71.551 64.168 89,7
Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU

130000 Sexueller Missbrauch gemäss §§ 176, 176a, 176b, 14.645 13.121 89,6
179, 182, 183, 183a StGB
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und 36.379 32.405 89,1
das Kriegswaffenkontrollgesetz
224000 (Vorsätzliche leichte) Körperverletzung 315.504 276.399 87,6
110000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 11.645 10.032 86,1
unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines
Abhängigkeits-verhältnisses
510000 Betrug 448.871 386.910 86,2
673000 Beleidigung 179.276 154.807 86,4
232000 Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung 160.670 137.399 85,5
624000 Vortäuschen einer Straftat 12.164 10.376 85,3
140000 Ausnutzen sexueller Neigung gemäß §§ 180, 180a, 8.221 7.050 85,8
181a, 184, 184a, 184b, 184c, 184d, 184e StGB
225000 Fahrlässige Körperverletzung 21.150 17.728 83,8
530000 Unterschlagung 58.787 49.216 83,7

Der Anteil alleinhandelnder Tatverdächtiger lag bei folgenden Straftaten(gruppen) unter 33 % der jeweiligen
Gesamtzahl:

Alleinhandelnde Tatverdächtige mit einem Anteil unter 33 %


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T85
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt alleinhandelnd
(100 %) absolut in % an Spalte 3
623000 Landfriedensbruch 2.933 620 21,1
217000 Sonstiger Raubüberfälle auf Straßen, Wege oder Plätzen 12.887 3.452 26,8
*20*00 Diebstahl insgesamt in/aus Kiosken 2.880 804 27,9
445*00 "Schwerer Diebstahl" in/aus Rohbauten, Baustellen pp. 2.634 731 27,8
***700 Diebstahl insgesamt von/aus Automaten 3.912 1.143 29,2
219000 Raubüberfälle in Wohnungen 3.509 1.091 31,1
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige –weitere Angaben-
143
Als Tatverdächtiger bereits in Erscheinung getreten24
2011 wurden 934 291 Tatverdächtige ermittelt, die bereits bei der Polizei als Tatverdächtige in Erscheinung
getreten waren. Männliche Tatverdächtige waren zu 48,5 %, weibliche hingegen nur zu 31,8 % bereits als
Tatverdächtige in Erscheinung getreten.
Mit über 70 % und damit weit über ihren Anteil von 44,2 % an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen hinaus
waren diese „Mehrfachtatverdächtigen“ unter anderem bei folgenden Straftaten(gruppen) beteiligt:

"Mehrfachtatverdächtige" mit einem Anteil über 70 %


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T86
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt "Mehrfachtatverdächtige"
(100 %) absolut in % an Spalte 3

Bereich: Rauschgiftdelikte
732100 Illegaler Handel mit und Schmuggel (§ 29 BtMG) - mit/von Heroin 3.977 3.620 91,0

731100 Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - mit Heroin 11.028 9.953 90,3


891100 Direkte Beschaffungskriminalität 1.436 532 37,0
734500 Abgabe, Verabreichung oder Überlassung von Betäubungsmitteln 1.305 1.096 84,0
an Minderjährige
542000 Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln 852 730 85,7
732200 Illegaler Handel mit und Schmuggel (§ 29 BtMG) - mit/von Kokain 3.098 2.400 77,5
einschl. Crack
731200 Allgemeiner Verstoß (§ 29 BtMG) - mit Kokain einschl. Crack 8.659 6.328 73,1

Bereich: Diebstahl
415*00 "Schwerer Diebstahl" in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und 5.722 6.211 80,6
Pensionen
436*00 Tageswohnungseinbruch 7.710 6.211 80,6
425*00 "Schwerer Diebstahl" in/aus Kiosken, Warenhäusern, 21.202 16.363 77,2
Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern,
Schaukästen und Vitrinen
***500 Diebstahl insgesamt von unbaren Zahlungsmitteln 10.728 8.194 76,4
*90*00 Taschendiebstahl insgesamt 5.373 4.167 77,6
Bereich: sonstige Delikte
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 32.219 25.277 78,5
Kraftfahrer

Unter einem Viertel der jeweiligen Gesamtzahl der Tatverdächtigen lag ihr Anteil z.B. bei folgenden Strafta-
ten(gruppen):

"Mehrfachtatverdächtige" mit einem Anteil unter 25 %


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T87
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt "Mehrfachtatverdächtige"
(100 %) absolut in % an Spalte 3
725100 Unerlaubte Einreise gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 Nr.1a 24.310 2.506 10,3
Aufenthaltsgesetz
650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte 5.552 707 12,7
541000 Fälschung technischer Aufzeichnungen 1.244 187 15,0
225000 Fahrlässige Körperverletzung 21.150 4.693 22,2
676000 Straftaten gegen die Umwelt 9.630 2.364 24,5

24
„Als Tatverdächtiger bereits in Erscheinung getreten“ ist nicht mit „vorbestraft“ gleichzusetzen. Voraussetzung ist auch nicht, dass vorher gleichar-
tige Straftaten festgestellt wurden (zum Erfassungsproblem siehe Seite 84).
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige –weitere Angaben-
143
Tatverdächtige –weitere Angaben- PKS Berichtsjahr 2011
144
Konsumenten harter Drogen25
2011 wurden 119 519 Tatverdächtige (5,7 % aller Tatverdächtigen) festgestellt, die der Polizei als Konsu-
menten harter Drogen bekannt waren. Von diesen Konsumenten harter Drogen waren 103 341 bzw. 86,5 %
männlich und 16 178 bzw. 13,5 % weiblich. Die Erfassung von Konsumenten harter Drogen ist jedoch sehr
lückenhaft (vgl. Seite 85).

Konsumenten harter Drogen


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T88
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt Konsumenten harter Drogen
(100 %) absolut in % an Spalte 3
891000 Rauschgiftkriminalität 197.244 62.232 31,6
891100 direkte Beschaffungskriminalität 1.436 678 47,2
731000 Allgemeine Verstöße gemäß § 29 BtMG (soweit nicht unter 7340 144.140 48.063 33,3
pp. zu erfassen)
731100 mit Heroin 11.028 9.546 86,6
731200 mit Kokain 8.659 6.551 75,7
731400 mit Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 27.658 20.851 75,4
Pulver- oder flüssiger Form
731300 mit LSD 164 120 73,2
731500 mit Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 2.781 1.853 66,6
Tabletten- bzw. Kapselform (Ecstasy)
732000 Illegaler Handel mit und Schmuggel von Rauschgiften gemäß 45.326 11.980 26,4
§ 29 BtMG
732300 mit/von LSD 76 59 77,6
732100 mit/von Heroin 3.977 2.765 69,5
732400 mit/von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 6.777 4.368 64,5
Pulver- oder flüssiger Form
732500 mit/von Amphetamin/Methamphetamin und deren Derivate in 811 447 55,1
Tabletten- bzw.Kapselform (Ecstasy)
732200 mit/von Kokain 3.098 1.386 44,7
733000 Illegale Einfuhr von Betäubungsmitteln gemäß § 30 Abs. 1 Nr. 4 3.141 1.054 33,6
BtMG (in nicht geringer Menge)
734000 Sonstige Verstöße gegen das BtMG 15.793 5.069 32,1
716200 Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz 3.881 805 20,7
*50*00 in/aus Kraftfahrzeugen 14.136 2.005 14,2
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 32.219 3.400 10,6
Kraftfahrer
212000 sonstige Zahlstellen und Geschäfte 2.619 360 13,7
216000 Handtaschenraub 1.155 153 13,2
435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl 11.412 1.222 10,7
516000 Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel 13.624 957 7,0

Der Vergleich mit den Aussagen zur Beschaffungskriminalität durch Konsumenten harter Drogen auf Sei-
te 85 zeigt, dass die aufgeklärten Fälle, begangen durch Konsumenten harter Drogen, erheblich höher sind
als die Fallzahlen zu den Tatverdächtigen. Dies ist durch die besonders häufige Mehrfachtäterschaft von
Drogenabhängigen erklärbar.

25
Siehe Seite 14.
PKS Berichtsjahr 2011 Tatverdächtige –weitere Angaben-
145
Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss26
2011 wurden 277 894 Tatverdächtige (13,2 % aller Tatverdächtigen) registriert, die nach polizeilichem Er-
kenntnisstand bei der Tatausführung unter Alkoholeinfluss standen. Davon waren 89,6 % männlich und
10,4 % weiblich.
Der Anteil an Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss war insbesondere bei den folgenden Strafta-
ten(gruppen) besonders hoch:

Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T89
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt unter Alkoholeinfluss
(100 %) absolut in % an Spalte 3
621000 Widerstand gegen die Staatsgewalt 22.314 14.018 62,8
892000 Gewaltkriminalität 188.271 59.800 31,8
020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen 1.771 692 39,1
222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung 153.302 52.166 34,0
111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung 6.484 1.791 27,6
221000 Körperverletzung mit Todesfolge 116 38 32,8
112000 Sonstige sexuelle Nötigung 4.741 1.063 22,4
010000 Mord 894 179 20,0
210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf 32.219 5.975 18,5
Kraftfahrer
674000 Sachbeschädigung 157.560 42.415 26,9
641000 (Vorsätzl.) Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr 4.913 808 16,4

Mitführen einer Schusswaffe durch Tatverdächtige27


Im Berichtsjahr 2011 führten 15 752 Tatverdächtige (0,7 % aller Tatverdächtigen) bei der Tatbegehung eine
Schusswaffe mit sich.
Ihr Anteil an der jeweiligen Tatverdächtigenzahl war unter anderem bei den folgenden Straftaten(gruppen)
überdurchschnittlich hoch:

Tatverdächtige mit Schusswaffe mitgeführt


Bereich: Bundesgebiet insgesamt
T90
Tatverdächtige
Schlüssel Straftaten(gruppen) insgesamt mit Schusswaffe mitgeführt
(100 %) absolut in % an Spalte 3
726000 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das 36.379 6.353 17,5
Kriegswaffenkontrollgesetz
662100 Jagdwilderei 338 88 26,0
233000 Erp