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MJB Mission News Volume 3 / ISSN 1999-8414

Ein Zeichen für den Frieden: Papst trifft Königin


Von Andreas Klamm-Sabaot

London. 17. September 2010. Papst Benedikt XVI. und die Königin von Groß Britannien
Elizabeth II. haben in Schottland ein Zeichen für den Frieden in alle Welt gesendet. Erstmals
seit 1534 besucht ein Oberhaupt der Römisch-katholischen Glaubenskongregation in diesen
Tagen das Vereinigte Königreich. Die Begegnung der beiden Kirchen-Oberhäupter kann auch
als Aussendung eines Zeichen und Signals für den Frieden interpretiert werden.

In Edinburgh in Schottland empfing am Donnerstag Königin Elizabeth II. das Oberhaupt der
Römisch-Katholischen Kirche. Königin Elizabeth II. ist auch das Oberhaupt der Anglikanischen
Kirche in Groß Britannien. Im Jahr 1533 trennte sich Groß Britannien von der Römisch-
Katholischen Kirche in Rom. Seit 476 Jahren gab es keinen offiziellen Besuch eines Oberhauptes
der Römisch-Katholischen Kirche in Vereinigten Königreich. Im Jahr 1534 wurde die
Anglikanische Kirche von England gegründet. Daher beobachten auch kritisch in Groß Britannien
und weltweit die Menschen die erste offizielle Visite eines Papstes in England nachdem mehr als
470 Jahre vergangen sind.

Im Vorfeld der Reise in das Vereinigte Königreich wurde der Besuch von Papst Benedikt XVI. auch
kritisch hinterfragt im Angesicht der Missbrauchs-Fälle von Kindern. Noch vor der Ankunft in
Schottland sprach auch Papst Benedikt selbstkritisch zu dem brisanten Thema. Seiner Überzeugung
nach habe die kirchliche Führung „nicht schnell und entschlossen genug reagiert.“, sagte das
Römisch-Katholische Oberhaupt einer der größten Glaubens-Versammlungen in dieser Welt.

In der Hauptstadt von Schottland beobachteten rund 100.000 Menschen den Besuch von Papst
Benedikt XVI. Der Papst warb in Schottland für eine multikulturelle Gesellschaft in Groß
Britannien. Dieses Erbe dürfe England nicht missachten. „Heute bemüht sich das Königreich eine
moderne und multikulturelle Gesellschaft zu sein“, sagte Papst Benedikt XVI. Dabei gelte es bei
„diesem Unternehmen“ immer den Respekt für traditionelle Werte und kulturelle Ausdrücke zu
wahren.

Im Schloss Holyrood empfing die Köngin des Vereinigten Königreiches und das Oberhaupt der
Anglikanischen Kirche, Elizabeth II., den Römischen-Katholischen Papst mit den Worten: „Eure
Heiligkeit, ich bin entzückt, Euch im Vereinigten Königreich willkommen zu heißen.“. Im Papa-
Mobil, dem Sonderfahrzeug des Kirchenoberhauptes, fuhr der Papst durch die Straßen von
Edinburgh. Noch kurz vor der Ankunft wurden kontroverse Diskussionen über die Visite des Papst

MJB Mission News, ISSN 1999-8414, managing editor – Redaktionsleitung:


Andreas Klamm - Sabaot, Journalist, broadcast journalist and author , www.
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geführt. Die Menschen im Vereinigten Königreich sind exzellente Gastgeber und bereiteten Papst
Benedikt XVI. einen herzlichen und angemessenen würdigen Besuch. Diese Geste der Offenheit
und Freundschaft auch bei unterschiedlichen Standpunkten zu wichtigen Themen, zeichnet die
Menschen in Groß Britannien in einer vorbildlichen Rolle aus, die auch bei weiteren Welt-weiten
und wichtigen Anlässen in Europa und in der Welt als ein Vorbild dienen kann.

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