Sie sind auf Seite 1von 355

.

HEIDENHAIN
F!!!!!
+

Bedienungs-Handbuch

HEIDENHAIN TNC 355


Bahnsteuerung
--

-
Dieses Bedienungs-Handbuch gilt für alle z.Zt. verfügbaren TNC 355-Versionen mit vier Achsen.
Auf die Besonderheiten der 5-Achs-Bahnsteuerungen TNC 355 wird im Kapitel Technische Daten
hingewiesen.

Folgende Auflistung zeigt die unterschiedlichen TNC 355-Versionen:

TNC 355-Version TNC 355-Version Anzahl Wegmeßsystem-Eingänge


ohne zusätzliche mit zusätzlicher der Sinus-Signale (‘L)
PLC-Leistungsplatine PL 300 PLC-Leistungsplatine PL 300 Achsen Rechteck-Signale (J7.J

TNC 355B TNC 3550. 4%


TNC 355 F” TNC 355W” vier 1-l-L.

TNC 355C TNC 355s 4%


TNC 355G” TNC 355Y” fünf 2-n

TNC 355CR TNC 355SR 1%


TNC 355GR’ TNC 355YR* fünf 5n

l Exportversion ohne 3D-lnterpolation und ohne Funktion ,,Blockweises Übertragen” und gleichzeitiges
Abarbeiten.

Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung unserer TNC-Steuerungen. Dadurch bedingt, -

kann eine bestimmte Steuerung in Details von der in diesem Bedienungs-Handbuch


beschriebenen Version abweichen.
4

Bescheinigung des Herstellers


Hiermit wird bescheinigt, daß obiges Gerät in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der
AmtsblVfg 1046/1984 funkentstört ist.
Der Deutschen Bundespost wurde das Inverkehrbringen dieses Gerätes angezeigt und die
Berechtigung zur Überprüfung der Serie auf Einhaltung der Bestimmungen eingeräumt.

Hinweis:
Wird vom Betreiber das Gerät in eine Anlage eingefügt, muß die gesamte Anlage den obigen
4
Bestimmungen genügen.

4
Bedienfeld

Parameter-
Programmierung

I Proaramm-Verwaltung

IBahnfunktionen

1 Programmieren

IEditieren

[Programmieren

I Grafik

Spindel- Polar-
Vorschub- 1 Drehzahl- koordinaten/ Betriebs-
Override 1Override Kettenmaß aften

Weitere Bedienfelder siehe ,,Technische Daten”


Bildschirm-Anzeige
Programmsätze
für das zu
editierende
Programm

letriebsart/Fehler-
neldunoen
lialoo-Zeile
Jorhergehender Satz

Aktueller Satz

Gehster Satz

jbernächster Satz

‘ositions-Anzeiqe

wirksame
Geometriezvklen

ielliakeit

Werkzeug- Spindel-
Nummer Drehzahl

Zusatz-
Spindelachse Vorschub Funktion Kontrast

Status-
Anzeigen
für das
abzuar-
beitende
1 Programm
Vorsatz-
Tastatur
-
Parameter-
Programmien Jng
L

L Tastatur

.- Norm-Tasten:
Satznummer
Wegbedingung
Vorschub/Verweilzelt mrt G04/ Polar-
Maßfaktor koordinaten/
Zusatz-Funktion Kettenmaß
Spindeldrehzahl/Spindel-Orientrerung
mrt G36

Parameter-Definition
Polarkoordrnaten-Wrnkel/Drehwinkel
Im Zyklus G73
X-Koordinate des Kreismittelpunkts
Y-Koordinate des Kreismittelpunkts
Z-Koordinate des Kreismittelpunkts

Setzen einer Label-Nummer mit G98/


Sprung auf eine Label-Nummer/
Werkzeuglänge mit G99
Polarkoordinaten-Radrus/Rundungs-
radius mit G25. G26. G27/Fase mrt G24
Kreis-Radius mit G02. G03. G05
Werkzeugradius mit G99
Werkzeug-Definition mit G99/
Werkzeugaufruf
Tastatur J

4
Programm-Verwaltung
8 Kennzeichnung und Aufruf von Programmen
B Programm löschen
J
fl Aufruf eines Programms in einem anderen Programm

Bahnfunktions-Tasten
B Gerade (Linear-lnterpolation)/Fasen i

n Ecken-Runden/tangentiales Anfahren und Verlassen der Kontur


q Anschluß-Kreis (nur Endpunkt)
Q Kreismittelpunkt/Pol
B Kreis (mit Mittelpunkt und Endpunkt)
8 Kreis (mit Radius und Endpunkt)

Programmieren und Editieren


@ Externe Datenübertragung
q Tastsystem-Funktionen
$I Satz löschen
q Übernahme Positions-lstwert als Eingabewert
@ Eingabe übernehmen fEnter)
@ fl 0 a 0 Suchen bestimmter Programmteile
(Edrtrer-Funktronen)
0 Programmierter Halt, Abbrechen
@ @ Definition und Aufruf von Arbeitszyklen
89 m Definition und Aufruf von Programmteilen und
Unterprogrammen
q Keine Eingabe, Überspringen von Dialogfragen
a m Definition und Aufruf von Werkzeug und Werkzeug-Korrektur
m a Radiuskorrektur

Grafik
@ Grafik-Betriebsarten
@ Festlegen des Rohlings, Rücksetzen auf Rohling
0 Lupe
0 Grafik Start

Eingabewert und Achswahl


@ a q @j Achstasten
q Laschen der letzten Eingabe
0 Satz-Eingabe vorzeitig beenden

Parameter-Programmierung
q Parameter setzen
B Parameter-Definition

Betriebsarten J
Qw Handbetrieb (TNC arbeitet als Positions-Anzeige)
@ Posittonieren mit Hand-Eingabe (Positionsersatz wird ab-
gearbeitet, jedoch nicht gespeichert)
@J Programmlauf-Ernzelsatz (Programm wird Satz für Satz ab-
gearbeitet)
@J Programmlauf-Satzfolge (Programm wird kontinuierlich ab-
gearbeitet)
@ Programm-Ernsperchern (Programm-Eingabe von Hand oder
über Schnittstelle)
a Elektrontsches Handrad
0 Programm-Test (Überprüfen eines Programms ohne Maschinen-
bewegung)
0 Zusatz-Betriebsarten (freie Sätze - mm/inch - Positions-Anzeige
groß/klein - Istwert-/Sollwert-/Restweg-/Schleppfehler-Anzeige -
Baud-Rate - Arbeitsbereich-Begrenzung - Anwender-Parameter -
Schlüsselzahl - NC/PLC-Software-Nummer - V.24-Schnittstelle
Bel DIN/ISO-Programmierung zusätzlich: Satznummer-Schritt

Polarkoordinaten/Kettenmaß
8 Eingabe der Soll-Position in Polarkoordinaten
0 Eingabe der Soll-Position im Kettenmaß (inkremental)
Inhalts-Übersicht

Einführung E

Manueller Betrieb M

Koordinatensystem und Maßangabe K

Programm-Eingabe nach HEIDENHAIN Klartext P

Programm-Eingabe nach DIN/60

Tastsystem

Externe Datenübertragung über V.24/RS-232~C-Schnittstelle

Technische Beschreibung, Daten und Register

.-

EO
Einführung E w

Kurzbeschreibung der Steuerung E2


Einschalten der Steuerung/Überfahren der Referenzpunkte _ E4
Betriebsarten und Bildschirm-Anzeigen E6
Zusatz-Betriebsarten El0

--

El
Kurzbeschreibung
. Steuerung TNC 355

Steuerungsart Die TNC 355 von HEIDENHAIN ist eine Bahn-


steuerung für 4 Achsen. Die Achsen X, Y und Z
sind für Linear-Achsen vorgesehen, die vierte
Achse wahlweise zum Anschluß eines Rund-
tisches oder einer weiteren Linear-Achse. Die
vierte Achse ist jederzeit zu- und abschaltbar.
Das Programmieren von Zyklen und einer Kontur
ist mit der vierten Achse nur bedingt möglich.

Die Bahnsteuerung für 4 Achsen ermöglicht:


l Geraden-lnterpolation in beliebigen 3 Achsen,
l Kreis-lnterpolation in 2 Linear-Achsen.
Mit Hilfe der Parameter-Programmierung können
auch komplizierte Konturen gefertigt werden.
Eine zusätzliche 5. Achse ermöglicht die Spindel-
Orientierung d.h. eine genaue Stellung der Spindel
z. B. für den Einsatz des Infrarot-Tastsystems TS
SlO/TS 511 oder für bestimmte Werkzeugwechsel-
Svsteme.

Programm- Die Programm-Eingabe kann wahlweise


Eingabe l entweder im HEIDENHAIN Klartext-Dialog
erfolgen
l oder nach DIN 66025 bzw. ISO 6983.
__
Die Dialog-Texte, Eingabewerte, das Bearbeitungs-
programm und Fehlermeldungen, sowie Positions-
werte werden auf dem Bildschirm angezeigt. Der
Programmspeicher kann 32 Programme mit insge-
samt 3100 Sätzen aufnehmen.
Die Eingabe des Bearbeitungs-Programms ist ent-
weder durch Eintippen oder ,,elektronisch” über
die Daten-Schnittstelle möglich. Über die Betriebs-
art ,,Blockweises Ober-tragen” können Bearbei-
tungsprogramme von einem externen Speicher
übertragen und abgearbeitet werden.
Während der Abarbeitung eines Programms
ermöglicht die TNC 355 die Eingabe bzw. das d

Editieren eines weiteren Programms.

Externe Für die externe Speicherung von Programmen bie-


Datenträger tet HEIDENHAIN die Disketten-Einheit FE 401 an.
Die Disketten-Einheit benutzt als Datenträger -’

3 1/2 Zoll Disketten.


Das Gerät hat zwei Schnittstellen, so daß neben
der TNC gleichzeitig ein Peripherie-Gerät, z. B. ein
Drucker, angeschlossen werden kann.

-_

-
E2
Kurzbeschreibung
Steuerung TNC 355

Programm-Test In der Betriebsart ,,Programm-Test” überprüft die


TNC Bearbeitungsprogramme ohne Maschinenbe-
wegung. Fehler im Programm werden im Klartext
angezeigt.
Eine weitere Test-Möglichkeit ist durch die gra-
fische Simulation des Programmlaufs gegeben. Es
kann eine Bearbeitung in den drei Hauptachsen
bei gleichbleibender Werkzeugachse mit zylindri-
schem Schaftfräser simuliert werden.

.‘-

Aufwärts- Programme, die auf der TNC 145, TNC 150 oder
Kompatibilität auf der TNC 151/TNC 155 erstellt wurden, können
..-J auch für die TNC 355 verwendet werden. Die
Steuerung paßt die Eingabe-Daten an die
TNC 355 an.
So ist eine vorhandene TNC 145/TNC 150/TNC 1511
TNC 155-Programm-Bibliothek auch für die
TNC 355 verwendbar.

Puffer-Batterie Die Puffer-Batterie ist die Spannunqsquelle für


wechseln den Speicher mit den Maschinen-Parametern und
für den Programmspeicher der Steuerung.
Erscheint der Hinweis
= PUFFER-BATTERIE WECHSELN =
so sind die Batterien auszutauschen.

Die 3 Puffer-Batterien befinden sich hinter einer


PG-Verschraubung im Stromversorgungsteil der
LE 355.

Bei der TNC 355 werden außer den Batterien


zusätzlich Akkus. die sich auf der Rechner-Platine
befinden, zur Sicherung des Speicherinhalts ver-
wendet.
Zum Austausch der Batterien kann also die Netz- Batterie-Typ
spannung abgeschaltet werden. Die Akkus erhal- Mignon-Zellen, leak-proof
ten den Speicherinhalt ohne Batterien für ca. IEC-Bezeichnung ,.LRG”;
2 Wochen. Die Akkus werden nur bei eingeschal- Empfehlung: Phillips Typ LR6 1.5 V
teter TNC geladen.
E3
Ei.nschaIten der Steuerung
Überfahren der Referenzpunkte

Einschalten

Die Steuerung überprüft die interne Steue-


rungselektronik. Anzeige wird automatisch
gelöscht.

Hinweis löschen.

f
m
START
Den Referenzpunkt jeder Achse
anfahren.
Abhängig von einem Maschinen-
Parameter fährt die Achse nach dem
Ubetfahren des Referenzpunktes ent-
weder auf die Referenzmark oder
REFERENZPUNKT Z-ACHSE ANFAHREN auf den Software-Endschalter zurück.
: REFERENZPUNKT X-ACHSE ANFAHREN Jede Achse erneut starten.
REFERENZPUNKT ‘f-ACHSE ANFAHREN Die Reihenfolge der Achsen wird
’ REFERENZPUNKT 4. ACHSE ANFAHREN vom Maschinen-Hersteller über
Maschinen-Parameter festgelegt.
Bei Längenmeßsystemen mit
abstandscodierten Referenzmarken
reduziert sich der Verfahrweg der
Achsen auf max. 20 mm.
\ /

E4
Einschalten der Steuerung
Überfahren der Referenzpunkte

Für den Ausnahmefall. daß die Referenz-


punkte wegen Kollisionsgefahr nicht in der
vorgegebenen Reihenfolge überfahren werden
können, ist wie folgt vorzugeben:

Zusatz-Betriebsart anwählen

REFERENZPUNKT Z-ACHSE ANFAHREN


REFERENZPUNKT X-ACHSE ANFAHREN
REFERENZPUNKT Y-ACHSE ANFAHREN
REFERENZPUNKT 4. ACHSE ANFAHREN

-I_
-- Kl t Die MOD-Funktion
anwählen.
,,Schlüssel-Zahl”

..---A

BemJeBBEL-ZAHL
---_ --- =’ - Kl Schlüssel-Zahl 84159 eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

/
Referenzpunkt der X-Achse anfahren

Referenzpunkt der Y-Achse anfahren.


ACHTUNG: KEINE VOR-ENDSCHALTER
v
SCHLUESSEL-ZAHL = 84159
REFERENZPUNKT Z-ACHSE ANFAHREN Referenzpunkt der Z-Achse anfahren.
REFERENZPUNKT X-ACHSE ANFAHREN v
REFERENZPUNKT Y-ACHSE ANFAHREN
REFERENZPUNKT 4. ACHSE ANFAHREN Referenzpunkt der 4. Achse anfahren

Die Referenzpunkte können von Hand mit den


Achsrichtungstasten in beliebiger Reihenfolge oder
über die externe Starttaste angefahren werden.

-----
MANUELLER
----- BETRIEB --.. _.---~

E5
Betriebsarten und
Bildschirm-Anzeigen

Manueller
Betrieb

8
El Betriebsart,

Dialog-Zeile
Fehlermeldungen

Positions-Anzeige

Elektronisches
Handrad

069 Betriebsart,

elektronisches
Fehlermeldungen
Unterteilungsfaktor für
Handrad
I

Status-Anzeigen

Positionieren mit
Handeing;

Betriebsart, Fehlermeldungen
Dialog-Zeile

Programmierter Satz 2

Positions-Anzeige

Status-Anzeigen

E6
Betriebsarten und
Bildschirm-Anzeigen

Programmlauf-
Satzfolge

*u3
(HEIDENHAIN-
Klartext)
Betriebsart, Fehlermeldungen
aktueller Programmsatz

Positions-Anzeige
(hier groß)

Anzeige: Programm läuft

Status-Anzeigen

Programmlauf-
Satzfolge
(Normsprache)
Betriebsart, Fehlermeldungen

aktueller Satz

folgende Sätze

Positions-Anzeige

Anzeige: Programm läuft1

Status-Anzeigen

Programm-
Einspeichern

E7
Zusatz-Betriebsarten

Einführung Zusätzlich zu den Haupt-Betriebsarten gibt es bei


der TNC 355 Zusatz-Betriebsatten oder MOD*-
Funktionen.
Die Zusatz-Betriebsarten werden mit der MOD -
Cl
Taste angewählt. Nach Drücken der Taste er-
scheint in der Dialog-Zeile die erste MOD-Funk-
tion ,,Freie Sätze”.
Mit den Tasten qq kann vorwärts und
rückwärts geblättert
nur vorwärts.

Die Zusatz-Betriebsarten
werden,

werden
mit der
q
MOD

über die
-Taste

MOD
Taste wieder verlassen.

* MOD kommt von Modus (engl. Mode) = Art


und Weise L-.--l -

.-
Einschränkungen Bei Programmlauf in den Betriebsarten @ oder
0
Cl3 können folgende Zusatz-Betriebsarten ange-
.. .
wählt werden:
l Positions-Anzeige groß/klein
l Freie Sätze

Solange der Hinweis


= STROMUNTERBRECHUNG =
am Bildschirm angezeigt wird, können folgende
Zusatz-Betriebsarten angewählt werden:
l Schlüsselzahl
l Anwender Parameter
l NC-Software-Nummer
l PLC-Software-Nummer

Freie Sätze Über die MOD-Funktion ,,Freie Sätze” wird die


Anzahl der im Programm-Speicher noch verfüg- Anzeige-Beispiel
baren Programmsätze angezeigt.
Bei der Programmierung nach DIN/ISO wird die
Anzahl der freien Zeichen angezeigt. FREIESAETZE = 1178
--_-.-.--.. -.---~--- .--_. .----.. ~

J
ES
Zusatz-Betriebsarten
Anwählen und Verlassen der MOD-Funktionen

Anwählen Betriebsart

Dialog-Eröffnung

Entweder MOD.Funktionen über Editiertasten


anwählen

nder MOD.Funkionen über die MOD-Taste


anwählen (nur vorwärts blättern möglich)

E9
Zusatz-Betriebsarten

Wechsel Über die MOD-Funktion ,,Wechsel mm/inch” wird


mmlinch festgelegt, ob die Steuerung Positionen im metri-
schen Maßsystem (mm) oder im Zoll-System
(inch) anzeigt. Die Umschaltung von mm- auf
inch-Betrieb oder umgekehrt erfolgt über die q - X 15,789
Taste. Nach Drücken dieser Taste wird die Steue- I
rung auf das jeweils andere Maßsystem umge- ‘““1”“‘““1”“1”“I”‘x
schaltet. mm
0 10 20 30

X 0,6216 ,

I I I I 1 1 I I i I 1 -x
Ob die Steuerung in mm oder inch anzeigt ist an 0 0,5 1 inc1 -,

der Anzahl der Stellen hinter dem Komma bzw.


dem Dezimalpunkt zu erkennen:
X 15,789 mm-Anzeige
X 0,6216 inch-Anzeige 4

Positions- Über die MOD-Funktion ,,Positions-Anzeige” kann


Anzeige die At-t der Positions-Anzeige umgeschaltet wer-
den: -
l Anzeige der jeweiligen Ist-Position: IST
l Anzeige der Abstände von den Referenzpunk-
ten: REF
l Anzeige der Differenzen zwischen momentaner ‘d

Soll-Position und Ist-Position (Schlepp-Fehler


oder Schlupf): SCHPF
l Anzeige der von der Steuerung errechneten
momentanen Soll-Position: SOLL

l Anzeige der Restwege zur Soll-Position (Diffe-


renzen zwischen programmierter Soll-Position
und momentaner Ist-Position): RESTW
VA programmierte
SOLL-
Position
i 0

BES.IN

RESlW

Geklemmte Achsen sind durch einen Dezimal-


punkt hinter der Achsbezeichnung gekennzeich-
net.
El0
Zusatz-Betriebsarten

Wechsel
mm/inch MOD-Funktion anwählen.
L

+j&ff~&mjg&& i:. ,- ,,’ :


---.. --_-_ .-

Die Steuerung zeigt Positionen in mm an, soll


Umschalten.
aber in inch anzeigen.

Das Umschalten vom Zoll-System auf das


metrische System erfolgt in gleicher Weise.

.- Positions-
Anzeige MOD-Funktion anwählen.

r \
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
POSITIONS-ANZEIGE

---------

- SOLL x Y
/

Die Anzeige soll wieder auf ,,Ist-Position” ENT


Umschalten.
umgeschaltet werden: m (Mehrmals drücken bis IST erscheint)

-l
‘PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
POSITIONSANZEIGE

---------

IST X Y
\ /

Die Anzeige soll wieder auf ,,Soll-Position” Umschalten.


umgeschaltet werden: (Mehrmals drücken bis SOLL erscheint)

Das Umschalten der Positions-Anzeige auf REF,


SCHPF und RESTW erfolgt in gleicher Weise.

El1
Zusatz-Betriebsarten d

Positions-Anzeige Die Ziffernhöhe der Positions-Anzeiae auf dem


groß/klein - Bildschirm kann in den Betriebsarten M-Pro-
grammlauf-Einzelsatz oder 3 -Prog&mlauf-
0
Satzfolge umgeschaltet werden.
Bei Positions-Anzeige mit kleinen Ziffern zeigt der
Bildschirm vier Programmsätze (vorhergehender,
aktueller, nächster und übernächster Satz), bei
großen Ziffern nur den aktuellen Satz an.

Bei DlN/ISO-Programmierung kann die Posi-


tions-Anzeige nicht auf große Ziffernhöhe
umgeschaltet werden, da Programmsätze Iän-
ger als zwei Zeilen sein können.

Satznummer- Ijber die MOD-Funktion ,,Satznummer-Schritt”


Schritt kann bei DIN/ISO-Programmierung die Schrittweite
von Satznummer zu Satznummer festgelegt wer-
den. Beträgt der ,,Satznummer-Schritt” z. B. IO. so
werden die Sätze wie folgt numeriert:
NI0
N20
N30
usw.
Eingabebereich: 0 - 99.

Baud-Rate Über die MOD-Funktion ,,Baud-Rate” wird die


Übertragungsgeschwindigkeit für die Daten-
Schnittstelle festgelegt (s. ,,Baud-Rate-Eingabe”).

V.24- Über die MOD-Funktion ,,V.24-Schnittstelle” kann


Schnittstelle die Schnittstelle auf folgende Betriebsarten umge-
schaltet werden:
l ME-Betrieb,
l FE-Betrieb,
l EX-f-Betrieb: Betrieb mit anderen externen
Geräten. (s. ,,V.24-Schnittstelle - Festlegung”)

El2
Zusatz-Betriebsarten

Positions-Anzeige -
groß/klein MOD-Funktion ,,Positions-Anzeige groß/klein”
L anwählen: Eml

/
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ
POSITIONS-ANZEIGE GROSS/KLEIN

17 L x... Y...
18 L X... Y...
19 cc x... Y
20 c x... Y...
--------_
IST x... Y
z c...

\ /

Umschalten auf Positions-Anzeige groß: blol ENT

PROGRAMMLAUF EINZELSATZ

1 18 L X... Y

X...
Y...
Z .. .
C ...

Das Umschalten von groß auf klein erfolgt in


der gleichen Weise.

Satznummer-
Schritt MOD-Funktion ,,Satznummer-Schritt”
(nur bei anwählen:
DIN/ISO)

.-
Schrittweite der Satznummern einge-
SAJZNUMMER-SCHRllT= -- m ben.
v
ENT Eingabe übernehmen.
Ia

El3
Zusatz-BetriebSarten 4

Begrenzung Über die MOD-Funktion ,,Begrenzung” können


Verfahrwege beliebig eingeschränkt werden, um
z. B. bei bestimmten Werkstücken eine Kollision zu i

vermeiden.
Die maximalen Verfahrwege sind durch Software-
Endschalter vorgegeben. Die Begrenzung des Ver- I I
fahrwegs wird in jeder Achse nacheinander in + *:
-20 -10
:
10 20 30 LO 50 60
und - Richtung bezogen auf den Referenzpunkt 4 I Werkstuck 1 *x
festgelegt. Deshalb muß bei der Bestimmung der I , ‘-
t
Grenzpositionen die Positions-Anzeige auf REF I Maschinentisch - ,
geschaltet sein.

Referenzpunkt < ’
-x Rcf I rx Ref
*: -80 -70: -60 -50 -LO -30 -20 c
-10
Begrenzung x+ = -10.000
Begrenzung x- = -70.000 -

--

El4
Zusatz-Betriebsarten

Begrenzung des Betriebsart m oder I@I


Verfahrbereichs

Bei der Begrenzung des Verfahrbereichs ist


die Positions-Anzeige auf REF zu schalten.

MOD-Funktion ,,Begrenzung” anwählen:


I

BEGwvm&x+= +3oooo,obo -
---
Mit den externen Achsrichtungstasten oder
dem elektronischen Handrad auf die Grenz-
position fahren.
Angezeigte Position z.B. -10,000 X-Wert eingeben.
Kl
programmieren: v
Eingabe übernehmen

~~&(&&f()#Joo
-.b

Nächste MOD-Funktion ,,Begrenzung”


anwählen:
I I

BEGRENZUNGX- = -30000,000
--_- --
Mit den externen Achsrichtungstasten oder
dem elektronischen Handrad auf die Grenz-
position fahren.
Angezeigte Position z. B. -70,000 X-Wert eingeben.
programmieren: v
Eingabe übernehmen.

BEGRENkJNG. X- = -70,CXXl
-L -..- -.-.~_

Die Begrenzung der anderen Verfahrbereiche


erfolgt in der gleichen Weise.

Soll ohne Verfahrbereichs-Begrenzung gear-


beitet werden, so sind für die entsprechen-
den Achsen die Werte +30000,000 bzw.
-30000,000 einzugeben!

El5
Zusatz-Betriebsarten

NC-Software- Über diese MOD-Funktion wird die Software-


Nummer Nummer der TNC-Steuerung angezeigt. Anzeige-Beispiel:
-~ ~_- i
Nc: SOFIWARE-NUMMER 237 020 01
-_-.__.-A _.-__-.. -_-

PLC-Software- Über diese MOD-Funktion wird die Software-


Nummer Nummer der integrierten PLC angezeigt. Anzeige-Beispiel:

- fJLCz S0~ARENUMMER -- 24WOl_-.-.----o!

--
Anwender- Über diese MOD-Funktion können dem Maschi-
Parameter nen-Bediener bis zu 16 Maschinen-Parameter
zugänglich gemacht werden. Die Anwender-Para-
meter werden vom Maschinen-Hersteller festge-
legt, der Ihnen auch nähere Informationen mitteilt.

Schlüssel-Zahl Über diese MOD-Funktion kann mit Hilfe von


Schlüssel-Zahlen ein Sonderablauf für das ,,Refe- -
renzpunkt anfahren” angewählt, der ,,Lösch- bzw.
Editierschutz für Programme” aufgehoben oder
Änderungen von Maschinen-Parametern vorge-
nommen werden (siehe entsprechende Kapitel). d

--

El6
Zusatz-Betriebsarten

Anwender-
Parameter MOD-Funktion ,,Anwender-Parameter”
anwählen:

-_..-. --...
ANWENDER-PARAMEIER
-.--- --. -.... ~~-_---_-_ MOD-Funktion übernehmen.

“SER p~;T.3 Q.’ -_.. ..__...


-..-..
Gewünschten Anwender-Parameter
---. -...--- ___. --..---_---. - ~--_-I_ )pJ p-j anwäh,en.
* Den Dialog-Text legt der Maschinen-Her- v
steller fest. Ist kein Dialog-Text festgelegt, Ggf. Parameter ändern.
erscheint obige Anzeige.

Eingabe übernehmen

Verlassen der
Anwender- MOD-Funktion ,,Anwender-Parameter” soll DEL
0 MOD-Funktion verlassen.
Parameter verlassen werden: Kl

El7
Anmerkungen

i / ! i 1 I I l l

1
! l l l l i :- / I :
-- Manueller Betrieb M

Betriebsart Handbetrieb Ml

Betriebsart Elektronisches Handrad M2

Schrittweises Positionieren M4

MO
Manueller Betrieb
Betriebsart ,,Handbetrieb”

In der Betriebsart u fi ,,Handbetrieb” können die


Maschinenachsen über die externen Achs-Rich-
tuunngstasten @ @ @ @ verfahren wer-

Tipp-Betrieb Die Maschinenachse wird solange verfahren,


solange die betreffende externe Achsrichtungs-
taste gedrückt wird. Die Maschinenachse bleibt
sofort stehen, wenn die Achsrichtungstaste losge-
lassen wird.
Es können gleichzeitig mehrere Achsen im Tipp-
betrieb verfahren werden.

Kontinuierlicher Wird zugleich mit einer Achsrichtungstaste die


Betrieb externe Start-Taste gedrückt, so fährt die ange-
‘\
wählte Maschinenachse auch nach dem Loslas- \
sen der Taste weiter. Mit der externen Stop- \ \
\ \
Taste wird die Bewegung wieder angehalten. \
\ ’

uclcloo ouoo
dienendie Tasten ClX q nnoo
zur Festlegung des Werk- 00000
stück-Nullpunkts (s. ,Werkstück-Nullpunkt”). q ööo 00000
q uoun
@
Vorschub Die Verfahrgeschwindigkeit (Vorschub) kann mit @P@ -0
b / d
dem internen Vorschub-Override der Steuerung
eingestellt werden. Vorschub-1
Der eingestellte Vorschub-Wert wird am Bild- Override
schirm angezeigt.

Die Spindeldrehzahl kann über die Taste lzb


El
festgelegt werden (s. ,,TOOL CALL”).
Während des Programmlaufs kann die program-
mierte Spindeldrehzahl
den Spindel-Override
bei analoger Ausgabe über
verändert werden.
TOOL
Ob Ihre Maschine mit codierter oder analoger
CALL
Ausgabe der Spindeldrehzahl arbeitet, erfah-
ren Sie von Ihrem Werkzeugmaschinen-Her-
steller.

Zusatz- Zusatz-Funktionen können über die uSTOP-Taste


Funktion eingegeben werden (s. ,,Programm-Halt”). STOP
Manueller Betrieb
Betriebsart ,,Elektronisches Handrad”

Ausführung Die Steuerung kann mit einem elektronischen


Handrad ausgerüstet werden. Damit ist es z. B.
möglich, die Maschine einzurichten.
Es gibt zwei Ausführungen des elektronischen
Handrads:

l HR 150: 1 Handrad zum Einbau in die HR 150 HR 250


Maschinen-Bedientafel;
l HR 250: 1 Handrad im portablen Gerät.

Unterteilungs- Der Verfahrweg pro Handrad-Umdrehung wird


Faktor durch den Unterteilungs-Faktor festgelegt (siehe
nebenstehende Tabelle).
Unter- Verfahrweg
teitungs- in mm pro
Faktor Umdrehung

: IO,0

3 2:
4 1:25
5 ‘. 0,625
6 0,313
E: 0.156
0,078

9 0,039
IO 0,020

Bedienung Bei den Handrädern HR 150 und HR 250


wird das Handrad mit den Achstasten @ m
der Steuerung auf die Maschrnenach-
sen umgeschaltet.
Die Achse, die mit dem elektronischen Handrad
verfahren wird, steht in der Bildschirm-Anzeige im
Hellfeld.

. .;. :
Cl
In der Betriebsart
achsen mit den externen
.@ können die Maschinen-
Achsrichtungs-
Tasten @ @.@@ zusätzlich ver-
fahren werden! ’

M2
Manueller Betrieb
Betriebsart ,,Elektronisches Handrad”

Bedienung Betriebsart und Dialog-Eröffnung 0@


HR 150/ -
- HR 250
-^-._~~- ----
Gewünschten Unterteilungs-Faktor
.UMERTEiWNGS-FAKTOR: 3
eingeben, z. B. 4.
v
EN1 Eingabe übernehmen.
Ia
I

..-------. ----..-------.--___- ..___


-
Gewünschte Fahr-Achse eingeben,
UNTERTEILUNGS-FAKTOR: 4 Y
--~-- -~_~- Kl z. B. Y.

Mit dem elektronischen Handrad kann jetzt das


Werkzeug in positiver oder negativer Y-Richtung
bewegt werden.

M3
Manueller Betrieb
Schrittweises Positionieren

Schrittweises Über die integrierte PLC kann das schrittweise


Positionieren Positionieren aktiviert werden. Damit besteht die
Möglichkeit in der Betriebsart ,,elektronisches
Handrad” zusätzlich ein Schrittmaß einzugeben.
Durch Drücken einer Achsrichtungstaste bewegt
sich die entsprechende Achse um das einge-
gebene Maß.

M4
Manueller Betrieb
Eingabe des Schrittmaßes

Eingabe des Betriebsart und Dialog-Eröffnung 0@


Schrittmaßes
.- ------ _- -. - Hellfeld eine Zeile nach unten
UhkRTEILUNGS-FAKTOR 3 bewegen

____. - .-- ~.~


ZUSTELLUNG:l.DOO Gewünschte Zustellung
Kl eingeben, z.B. 2
v

q ENT Eingabe übernehmen

_---_----.-...
ZUSIELLUNG: 2.000

Externe Achstasten drücken. Die aus-


gewählte Achse bewegt sich um das
eingebene Maß.

M5
- Koordinatensystem und Maßangaben K

Rechtwinklige Koordinaten Kl

Polarkoordinaten K2

Vierte Achse K4

Zuordnung des Koordinatensystems K5

Setzen des Werkstück-Nullpunkts K6

Absolutmaß/Kettenmaß Kl0

KO
Koordinatensystem und Maßangaben

Einführung Eine NC-Maschine kann nur dann Werkstücke


automatisch bearbeiten, wenn durch das NC-Pro-
gramm die gesamte Bearbeitung vollständig defi-
niert ist; insbesondere müssen die Soli-Positionen
des Werkzeugs in Bezug auf das Werkstück im
NC-Programm festgelegt sein. Zu dieser Festle-
gung der Werkzeug-Sollpositionen ist ein Bezugs-
system, ein Koordinatensystem, erforderlich. Die
TNC ermöglicht die Benutzung von rechtwinkligen
Koordinaten oder von Polarkoordinaten - je nach
Art der Werkstückbemaßurig.

Rechtwinkliges Ein rechtwinkliges Koordinatensystem wird in der


oder Ebene durch 2 Achsen, im Raum durch 3 Achsen
.-r kartesisches l) gebildet, die sich in einem Punkt schneiden und.
Koordinaten- senkrecht aufeinander stehen. Den Schnittpunkt
System der Achsen nennt man Ursprung oder Nullpunkt
des Koordinatensystems. Die Achsen werden mit
den Buchstaben X, Y und Z bezeichnet.
Auf die Achsen legt man gedanklich Maßstäbe,
deren Nullpunkte mit dem Nullpunkt des Koordi-
natensystems zusammenfallen. Der Pfeil gibt die
positive Zählrichtung der Maßstäbe an.

l nach dem franz. Mathematiker Rene Descartes,


lat. Renatus Cartesius (1596 - 1650)

Beispiel Mit Hilfe des kartesischen Koordinatensystems


können beliebige Punkte eines Werkstücks durch
Angabe der betreffenden X-, Y- und Z-Koordina-
ten beschrieben werden:

Pl x=20
oder in verkürzter Schreibweise
Y= 0
Pl (20; 0; 0)
z= 0

P2 (20; 35; 0)
P3 (40; 35; -10)
P4 (40; 0; -20)

Kl
Koordinatensystem und Maßangaben

Koordinaten- Das kartesische Koordinatensystem eignet sich


angaben besonders gut, wenn die Fertigungszeichnung
,,rechtwinklig” bemaßt ist.
Bei Werkstücken mit Kreiselementen oder bei
Winkelangaben ist oft die Festlegung von Positio-
nen mit Polarkoordinaten einfacher.

Polar- Das Polarkoordinatensystem dient zur Definition


koordinaten von Punkten in einer Ebene. Ais Bezug dient der
Pol (= Nullpunkt des Koordinatensystems) und
eine Richtung (= Bezugsachse für die Winkelan-
gabe).
Punkte werden folgendermaßen beschrieben:
durch die Angabe des Polarkoordinaten-Radius PR
(= Abstand Pol-Punkt Pl) und durch den Winkel
PA zwischen der Bezugsrichtung (im Bild die + X-
Achse) und der Verbindungslinie Pol-Punkt Pl.
A ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck
angle, zu deutsch Winkel.
Eingabe- Der Polarkoordinaten-Winkel PA wird in Grad (“)
Bereich eingegeben (dezimale Schreibweise).
Eingabe-Bereich bei Linear-lnterpolation:
absolut oder inkremental -360° bis +360°
Eingabe-Bereich bei Kreis-lnterpolation:
absolut -360” bis +360? inkremental
-5400’ bis +5400”
PA positiv: Winkel-Angabe im Gegenuhrzeigersinn
PA negativ: Winkel-Angabe im Uhrzeigersinn
Winkel- Die Winkel-Bezugsachse (O”-Achse) ist
Bezugsachse in der X, Y-Ebene die +X-Achse,
in der Y, Z-Ebene die +Y-Achse,
in der Z, X-Ebene die +Z-Achse.

Das Vorzeichen für den Winkel PA kann an Hand


nebenstehender Zeichnung bestimmt werden.

K2
--
Koordinatensystem und Maßangaben

Beispiel
Punkt Polarkoord.- Polarkoord.- Winkel PA
Radius PR absolut inkremental

Pl 60* 600
P2 3: 1200 600
P3 30 1800
P4 g
240”
P5 :o 3000
P6 30 360° 6:

Das Polarkoordinatensystem eignet sich beson-


ders gut zur Beschreibung von Werkstück-Punk-
ten, wenn in der Fertigungszeichnung vor allem
Winkel angegeben sind, wie im nebenstehenden
Beispiel.

_~
Relative Bezüglich der Bearbeitung eines Werkstückes ist
Werkzeug- es gleichgültig, ob sich das Werkzeug bewegt -
programmierte
.- Bewegung oder ob sich das Werkstück bewegt und das
Relativ-Bewegung
Werkzeug stillsteht.
Es geht bei der Erstellung der Programme immer des Werkzeugs
um die sogenannte relative Werkzeug-Bewegung. nach rechts
Das heißt z. B.:
Fährt der Arbeitstisch der Fräsmaschine mit dem
aufgespannten Werkstück nach links, so entspricht
dies einer Bewegung des Werkzeugs relativ zum
Werkstück nach rechts. Fährt der Tisch nach
oben, so entspricht dies einer Werkzeug-Bewe-
gung relativ zum Werkstück nach unten.
Nur bei Spindelbock-Bewegungen wird das Werk-
zeug tatsächlich bewegt, so daß Maschinen-
Bewegung und relative Werkzeug-Bewegung stets
übereinstimmen. Bewegung
des Tisches
nach links

\.
Zuordnung Damit Werkstück-Koordinaten im Bearbeitungs-
von Maschinen- Programm von der Steuerung richtig interpretiert
schlitten- werden, müssen zwei Vereinbarungen getroffen
Bewegung werden, und zwar:
und l welcher Maschinenschlitten sich parallel zu wel-
Koordinaten- cher Koordinatenachse bewegt (Zuordnung
system Maschinen-Achse und Koordinaten-Achse)
l welcher Zusammenhang zwischen den Positio-
nen der Maschinenschlitten und den Koordinate-
nangaben im Programm besteht.

Die drei Die Zuordnung der drei Werkstück-Koordinaten-


Hauptachsen achsen zu den Maschinen-Achsen ist für verschie-
dene Werkzeugmaschinen durch die Norm DIN
66217 bzw. ISO 841 festgelegt. Die Verfahrrichtun-
gen kann man sich mit Hilfe der ,,Rechte-Hand-
Regel” leicht merken.
Koordinatensystem und Maßangaben

Die vierte Bei Einsatz einer vierten Achse wird vom Maschi-
Achse nen-Hersteller festgelegt, ob die vierte Achse
einen Rundtisch oder eine zusätzliche Linear-
achse (z. B. gesteuerte Pinole) steuert, und wie
diese Achse am Bildschirm bezeichnet wird.
Eine zusätzliche Linearachse mit Bewegung paral-
lel zur X-, Y- oder Z-Achse wird als U-, V- oder
W-Achse bezeichnet.

Zur Programmierung von Rundtischen gibt man


den Drehwinkel des Tisches durch A-, B- bzw. C-
Werte in Grad (“) an (dezimale Schreibweise).
Man spricht in diesem Zusammenhang von einer
A-, B- oder C-,,Achse” und meint damit eine Dre-
hung um die X-, Y- oder Z-Achse.

K4
Koordinatensystem und Maßangaben

Zuordnung Die Lage des Koordinatensystems der Maschine


des wird folgendermaßen festgelegt:
Koordinaten- Man fährt den Maschinenschlitten über eine fest-
systems gelegte Position, die Referenzposition (auch Refe-
renzpunkt genannt). Durch Uberfahren dieses
Punktes erhält die Steuerung vom Wegmeßsy-
stem ein elektrisches Signal - das Referenzsignal.
Beim Eintreffen des Referenzsignals ordnet die
Steuerung dem Referenzpunkt einen bestimmten
Koordinatenwert zu. Diesen Vorgang wiederholt
man für alle Maschinenschlitten, um die Lage des
Koordinatensystems der Maschine festzulegen.

Referenzsignal
zur Steuerung

Die Referenzpunkte müssen nach jeder Stromun-


terbrechung überfahren werden, da durch die
Stromunterbrechung die Zuordnung von Koordi-
natensystem und Maschinenschlitten-Position ver-
loren. geht.
Vor Uberfahren der Referenzpunkte sind alle
Bedienmoglichkeiten gesperrt.
Mit dem Uberfahren der Referenzpunkte weiß die
Steuerung auch den letzten gesetzten Werkstück-
Nullpunkt wieder (siehe nächstes Kapitel) sowie
die Lage der Software-Endschalter.

Wegmeßsystem

Maschinenschlitten auf Referenzpunkt


gefahren

K5
.Koordinatensystem und Maßangaben
Setzen des Werkstück-Nullpunkts

Setzen des Um Rechenaufwand zu sparen, legt man den


Werkstück- Werkstück-Nullpunkt auf die Stelle des Werk-
Nullpunkts Stücks, von der aus das Werkstück vermaßt ist. In
der Zustellachse wird der Werkstück-Nullpunkt
aus Sicherheitsgründen fast immer auf die
,,höchste” Stelle des Werkstücks gelegt.

Setzen des Hierbei fährt man auf den gewünschten Nullpunkt


Werkstück- am Werkstück und setzt die Anzeige der beiden
Nullpunkts Achsen der Bearbeitungsebene auf Null.
in der
Bearbeitungs-
ebene
Mit optischem
Kontursucher

Symbol für Werkstück-Nullpunkt

Mit Hierbei fährt man auf eine bekannte Position, z. B.


Zentriergerät mit Hilfe des Zentriergeräts auf eine Bohrungs-
mitte. Anschließend gibt man die Koordinaten der Y(
Bohrungsmitte in die Steuerung ein

(hier z.B. X = 40 mm, Y = 40 mm)

Die Lage des Werkstück-Nullpunkts ist damit fest-


gelegt.

K6
Koordinatensystem und Maßangaben
Setzen des Werkstück-Nullpunkts

Mit Man fährt mit dem Werkzeug an d/e Werkstück-


Kantentaster Bezugsflächen. Wenn das Werkzeug die Fläche
L oder berührt, setzt man die Istwert-Anzeige der zuge-
Werkzeug hörigen Achse auf den Wert des Werkzeugradius
mit negativem Vorzeichen
i
(hier z.B. X = -5 mm, Y = -5 mm).

Setzen des Man fährt mit dem Nullwerkzeuo auf die Werk- I
Werkstück- stück-Oberfläche. Wenn die We&zeugspitze die
Nullpunkts Oberfläche berührt, setzt man die Istwert-Anzeige
L
in der der Zustellachse auf den Wert Null.
Zustellachse Darf die Werkstück-Oberfläche nicht angekratzt
durch Ankratzen werden, kann ein dünnes Blech bekannter Dicke
(ca. 0.1 mm) zwischen Werkzeugspitze und Werk-
stück gelegt werden. Dann gibt man statt Null die
Dicke des Blechs ein (z.B. Z = 0.1 mm).

.-

.- Mit Bei voreingestellten Werkzeugen, d.h. wenn die


voreingesteilten Werkzeug-Längen bereits bekannt sind, wird mit
Werkzeugen einem beliebigen Werkzeug die Werkstück-Ober-
fläche angetastet. Um der Oberfläche den Wert 0
zuzuordnen, gibt man die Länge L des betreffen-
den Werkzeugs als Istwert der Zustellachse mit
positivem Vorzeichen ein. Hat die Werkstück-
Oberfläche einen von 0 verschiedenen Wert, so ist
folgender Istwert einzugeben:

(Istwert Z) = (Werkzeug-Länge L) + (Position


Oberfläche)

Beispiel:
Werkzeug-Länge L = 100 mm
Position der Werkstück-Oberfläche = + 50 mm
Istwert Z = 100 mm + 50 mm = 150 mm

K7
Koordinatensystem und Maßangaben
Setzen des Werkstück-Nullpunkts

REF-Werte Mit dem Setzen des Werkstück-Nullpunkts wer-


den auch den Referenzpunkten bestimmte Zahlen-
werte. die sog. ,,REF-Werte” zugeordnet. A
Diese Werte speichert die Steuerung automatisch,
so daß auch nach einer Stromunterbrechung der
zuletzt festgelegte Werkstück-Nullpunkt einfach
durch Überfahren der Referenzpunkte reproduziert hetanzpunkt z. B. 40,025 mm
wird.
!
.

sm;

Maschinenschlitten auf Referenzpunkt


gefahren

K8
Koordinatensystem und Maßangaben
Setzen des Werkstück-Nullpunkts

Werkstück- Betriebsart
Uullpunkt
4etzen

_ _ .__ .._ .- .-. ..___


-_.--.-_____.-__..._
BEZUGSPUNKT-SETZEN Wert für die X-Achse eingeben.
-.-_-.._ ._..- ~~... .-... X = -. Kl
v
Eingabe übernehmen.

Dialog-Eröffnung

--__.-.-
BEZUGSPUNKTSETZEN Wert für die Y-Achse eingeben.
-. Y..-.-...
_ ________.. = ..~ .~- -.- Kl
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

Dialog-Eröffnung uZ

B=UGSPUNKT-S& 2= Wert für die Z-Achse eingeben.


-- Kl
v
Eingabe übernehmen.

Dialog-Eröffnung 0IV

BmGSPUNKT-SEREN C = Wert für die 4. Achse eingeben.


_. ~- - -..--
v
Eingabe übernehmen.

Abhängig von den eingegebenen Maschinenpara-


metern wird die 4. Achse entweder mit A, B, C
oder mit U, V, W bezeicilnet und angezeigt.
.^ .-
Wurde der Dialog zum Bezugspunkt-Setzen
versehentlich eröffnet und soll kein Bezugs-
punkt gesetzt werden, dann ist
l bei Programmi&ung im HEIDENHAIN-
Format die Taste ClLz[ ,
l bei Programmierung im DIN/ISO-Format die
Taste ] DE 1 ,
zu drücken.
Koordinatensystem und Maßangaben
Absolutmaß/Kettenmaß

Maßangaben Maßangaben in Zeichnungen sind entweder


Absolutmaße oder Kettenmaße (Inkremental-
Maße).

Absolutmaß- Absolutmaße im Bearbeitungsprogramm beziehen


Angabe sich auf einen festen, absoluten Punkt, den Null-
punkt des Koordinatensystems (entspricht dem
gesetzten Werkstück-Nullpunkt).

Kettenmaß- Kettenmaße im Bearbeitungsprogramm beziehen


Angabe = sich auf die jeweils vorhergehend programmierte
inkrementale Soll-Position des Werkzeugs.
Bemaßung

Kl0
Programm-Eingabe nach HEIDENHAIN-Klartext P

Programm-Erstellung und Programm-Eingabe


Einführung Pl
L
Programm-Verwaltung P6

Werkzeug-Korrektur Pl2

Werkstück-Kontur Pl 9

. Bahnfunktions-Tasten P20

Eingabe von rechtwinkligen Koordinaten P20

Eingabe von Polarkoordinaten P22

Bahnkorrektur P26

. Geraden P36

’ Kreise P44

.-
. Schraubenlinie P60

Anfahren und Verlassen der Kontur P62


n
L Unterprogramme und Programmteil-Wiederholung P70 ii
Programm-Sprung PGM CALL P76 0
Parameter-Programmierung P78 $z
f=m
Zyklen P94 izs

. Bearbeitungszyklen P98

. Koordinaten-Umrechnungen Pl 50

. Sonstige Zyklen Pl 58

Programm-Korrekturen Pl64

_ Programm-Test Testen eines Programmes Pl 70

Parameter-Anzeige Pl 70

Grafik Festlegen des Rohlings Pl 72

Darstellungen Pl 74

_ Programmlauf Einführung Pl 88

Unterbrechen und Abbrechen Pl 90

Wiedereintritt nach Abbruch Pl 93

Abarbeiten eines Programms und gleichzeitiges Programmieren Pl 95

Achsparallele Bearbeitung Programmierung über Achstasten Pl 97

Playback-Programmierung P200

Positionieren mit Handeingabe P204

Maschinen-Parameter Einführung P208

PO
Programmierung
Einführung

Einführung Wie bei der konventionellen, von Hand ,,bedien-


ten” Werkzeugmaschine, wird auch bei der NC-
L Werkzeugmaschine nach einem Arbeitsplan ver-
fahren; der Arbeitsablauf ist der gleiche.

‘-_ Während bei der konventionellen Maschine die


einzelnen Arbeitsschritte vom Bediener veranlaßt
werden müssen, übernimmt bei der NC-Maschine
die elektronische Steuerung die Berechnung des
Werkzeugwegs, die Koordinierung der Vorschub-
bewegungen der Maschinenschlitten und die
Uberwachung der Spindel-Drehzahl. Die Informa-
tionen hierzu erhält die Steuerung aus einem vor-
her eingegebenen Programm.

Programm Dieses Programm ist nichts anderes als ein


Arbeitsplan, der in einer für die Steuerung ver-
ständlichen Sprache abgefaßt ist.
L

Programmieren Programmieren ist also die Erstellung und Ein-


gabe eines Arbeitsplanes in einer für die Steue-
rung verständlichen Sprache.

i- Programmier- Im Bearbeitungs-programm entspricht jeder NC-


Sprache Programmsatz einem Arbeitsschritt. Ein Satz Beispiele
setzt sich aus Einzelbefehlen zusammen.
programmierter Bedeutung
Arbeitsbefehl

Y -5Qooo ~ Verfahre den ‘f-Achs-


..~
Schlitten auf die Position
-50,000

F%o’ Verfahre die Achs-


~--~
Schlitten mit einem Vor-
schub von 250 mm/min.

TOOLWLL”1 Aufruf der Korrektur-


--.--_-
werte von Werkzeug 1

* engl.: Werkzeugaufruf
Programmierung
Programm

Programm- Ein Programm für die Erzeugung eines Werk-


aufbau Stücks läßt sich in folgende Abschnitte untertei- Proaramm
len:

l Werkzeugwechsel-Position anfahren,

l Werkzeug einsetzen,

l Werkstück-Kontur anfahren,

l Werkstück-Kontur bearbeiten,

l Werkstück-Kontur verlassen,

l Werkzeugwechsel-Position anfahren.

Jeder Programmabschnitt besteht aus einzelnen


Programmsätzen.

Satznummer Die Steuerung weist jedem Satz selbsttätig eine


Satznummer zu. Die Satznummer kennzeichnet T:-iL 2-20.000
den Programmsatz innerhalb eines Bearbeitungs- ,.‘_’
9.1 RO F9999 MO3
Programms. -,’8 L x-12,000 Y+60,000
RO F9999 M
Die Satznummer bleibt beim Löschen eines Sat- 9 L x+20,000 Y+60,000
zes erhalten; der nächstfolgende Satz tritt dann ,. -
RR F40 M
an die Steile des gelöschten Satzes. i0 RND R+5,000
i F20
Si L x+50,000 Y+20,000
RR F40 M
12 cc x-10.000 Y+80,000
.13 c x+70,000 y+51,715
-
DR+ RR F40 M
1.4 cc x+150,000 Y+80,000
15 c x+90.000 Y+20,000
DR+ RR F40 M 4
16 L x+ 120,000 Y+20,000
RR F40 M
4

Dialog- Die Programmierung ist dialog-geführt, d.h. die 4

Führung Steuerung fragt bei der Programm-Eingabe die


notwendigen Daten im Klartext ab.
Für jeden Programmsatz wird über die Dialog-
eröffnungs-Taste, z. B. ” die betreffende Dia- Dialog
0 eröffnen:
logsequenz ausgelöst (die Steuerung fragt
anschließend nach der Werkzeug-Nummer, dann
nach der Werkzeug-Länge usw.).
r;Ei
Fehler bei der Programm-Eingabe werden eben-
falls im Klartext angezeigt. Falsche Angaben kön-
nen sofort - während der Programm-Eingabe -
berichtigt werden.

Die Eingabevon Programmen erfolgt in’deyß&


triebsart ,PROGkAMM iiNSPEICl-l~~W
_. _.- ..^ ,”,.““.-.“” -..-. ^“.
q -

P2 4
Programmierung
Beantworten von Dialog-Fragen

.
L

Beantworten Grundsätzlich muß auf jede Dialog-Frage eine


von Antwort gegeben werden. Die Antwort wird in
L Dialog-Fragen das Hellfeld auf dem Bildschirm geschrieben.
Nach Beantwortung der Dialog-Frage wird die
Eingabe mit der @-Taste in das Programm
Cl
übernommen.

0,
Die Steuerung stellt dann die nächste Dialog-
Frage.

,,ENT”: Abkürzung
,,übernehmen,
für englisch ,,enter”, sinngemäß
abspeichern, eintragen”. ENT
Beim Programmieren von Achsen ohne Zah- ‘^^
lenwette(z.B. zu spiegelnde Achse) darf die
-Taste nicht gedrückt werden.

Übergehen Bestimmte Eingaben bleiben von einem Satz zum


von nächsten Satz gleich, z. B. Vorschub oder Spindel-
Dialog-Fragen drehzahl. Die betreffenden Dialog-Fragen brau-
L
chen dann nicht mehr beantwortet zu werden
und können mit der 0[Zl
- -Taste übergangen wer-
den. Die bereits in das Hellfeld geschriebenen
Eingaben werden dabei wieder gelöscht; auf dem
Bildschirm erscheint die nächste Dialog-Frage.
Beim Abarbeiten des Programms
unter der entsprechenden
gelten die zuvor
Adresse programmier-
NO
ENT
ten Werte.

Vorzeitiges Mit der ‘iD -Taste ist es möglich, das Program-


Ll
Beenden mieren von Positioniersätzen, Werkzeug-Aufrufen
eines Satzes oder der Zyklen ,,Nullpunkt” und ,,Spiegeln” vor-
zeitig zu beenden. Die ‘kD -Taste kann nach der
Cl
letzten Antwort als Übernahme-Taste (im Sinne
von ENT ) benutzt werden,
Ioi
oder direkt im An-
Schluß an die folgende Dialog-Frage
von 1”
- ) gedrückt werden.
(im Sinne END
Cl
TTI
Beim Abarbeiten des Programms gelten die zuvor
unter der entsprechenden Adresse programmier-
ten Werte.

0 ist das Symbol für einen Programmsatz.


. .
P3
Programmierung
Eingabe von Zahlenwerten

Eingabe von Die Eingabe von Zahlenwerten erfolgt über die


Zahlenwerten Zehnertastatur - mit Dezimalpunkt- und Vor-
zeichen-Taste. Dabei erübrigt es sich, führende
Nullen vor dem Dezimalpunkt einzugeben (der
Dezimalpunkt wird am Bildschirm als Dezimal-
komma angezeigt).

Die Vorzeichen-Eingabe ist vor, während und


nach der Zahlen-Eingabe möglich.

irrtümlich falsch eingegebene Zahlen können mit


der ClCE -Taste vor der Übernahme gelöscht und
anschließend korrekt eingegeben werden.
x- ^^n,^I” “^^ “. ., . .-..
Mit Drücken der CE -Taste erscheint eine
Cl
Null im Hellfeld!
Soll keine Eingabeerfolg&, ist die @ -Taste
El
zu drücken!

P4
Programm-Verwaltung

Eingabe eines Die Steuerung kann bis zu 32 Programme mit


neuen insgesamt 3100 Programmsätzen speichern. Ein
Programms Bearbeitungsprogramm kann bis zu 999 Sätze
enthalten.
Zur Unterscheidung der Programme ist es not-
wendig, jedes Bearbeitungsprogramm mit einer
Programm-Nummer zu kennzeichnen.

Lösch- bzw. Es ist möglich, Programme vor direktem Eingriff


Editierschutz (z. 8. Programmänderungen oder Löschen) zu
schützen.

Inhalts- Der Dialog zur Eingabe oder zum Aufruf einer


Verzeichnis Programm-Nummer wird mit der Taste pr$’ er-
El
öffnet.
Auf dem Bildschirm erscheint eine Tabelle mit
den im Speicher der TNC befindlichen Program-
men.
Hinter der Programm-Nummer ist die Programm-
länge angegeben. Im HEIDENHAIN-Klartext-Dialog
ist dies die Anzahl der Programm-Sätze, im DIN/
ISO-Format die Anzahl der Zeichen.
Das Inhaltsverzeichnis
verlassen werden.
kann mit q oder q

Aufruf eines Bereits eingegebene Programme werden über die


bestehenden Programm-Nummer aufgerufen. Hierzu gibt es
Programms zwei Möglichkeiten:

@‘Die in der Steuerung gespeicherten Programme


sind mit ihren Programm-Nummern auf dem
Bildschirm aufgeführt. Die zuletzt eingegebene
oder aufgerufene Nummer steht im Hellfeld.
Dieses Hellfeld kann mit den Editiertasten
in der Tabelle zur ge-
rntiHH
wünschten Programm-Nummer bewegt werden.
Das Programm wird durch Drücken der Taste

101
ENr aufgerufen.

l Ein Programm kann auch durch Eintippen der


Programm-Nummer und Drücken der Taste

ioiENT aufgerufen werden.

P6
Programm-Verwaltung

Eingabe einer Betriebsart


neuen
- Programm- Dialog-Eröffnung
Nummer

--..PROGRAMNIWAHL
..--._--_-._---__- ..--._ -...-_-
Programm-Nummer eingeben
PROGRAMM-NUMMER =
---- Kl (maximal 8 Ziffern).
v
Eingabe übernehmen.

.-.. _-..__._ _._.__._._.-__.-....-


MM=ENT/INCH=NOENT für Maßangaben in mm

oder

für Maßangaben in inch

Das Programm hat die Nummer 12345678; die

Anwählen einer Betriebsart 1-31 oder q oder m oder q


vorhandenen
Programm- Dialog-Eröffnung
Nummer

PROGRA¶VkVAHL

Entweder die Programm-Nummer mit dem Hellfeld auf gewünschte


Hellfeld anwählen: ) m Tt] H /!!? Nummer setzen.
v
Nummer übernehmen.

Oder die Programm-Nummer eingeben: Nummer eingeben.


v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Auf dem Bildschirm erscheint der Anfang des

P7
Programm-Verwaltung
Programme mit Editierschutz

Lösch- und Nach der Programm-Erstellung kann ein Lösch-


Editierschutz bzw. Editierschutz eingegeben werden. Pro-
gramme mit Lösch- und Editierschutz sind am
Anfang und am Ende des Programms mit einem
P gekennzeichnet.

Ein geschütztes Programm kann nur gelöscht


bzw. geändert werden, falls der Lösch- und Edi-
tierschutz vorher aufgehoben wird. Dies geschieht
durch Anwählen des Programms und Eingabe
der Schlüsselzahl 86 357.

P8
Programm-Verwaltung
Programme mit Editierschutz

Lösch- und Betriebsart


Editierschutz
- eingeben Dialog-Eröffnung q
PGM
NR

Programm-Nummer des zu schüt-


PRoGRAMM-NuMMEfl~=
-----.- _._---.--.-. zenden Programms eingeben.

Eingabe übernehmen.

Taste drücken bis Dialog-Frage


~. 0 BEGIN
--_ .~ PGM
_._-- 22 MM Fl PGM-Schutz erscheint. /

OBEGlNPGM22MM ..‘. .;

cL-l Lösch- und Editierschutz


programmiert.
ist

Anzeige-Beispiel Am Ende der Zeile erscheint P als Zeichen für den


OBEGlNPGM2<LfvlM P Lösch- und Editierschutz.
----..-_- --.~.

P9
Programm-Verwaltung
Programme mit Editierschutz

.-
Lösch- und Betriebsart u-3
Editierschutz PGM
aufheben Dialog-Eröffnung 0 NR

Programm, bei dem der Editierschutz


aufgehoben werden soll, mit der
Kl Programm-Nummer aufrufen.
v
Eingabe übernehmen.
I

I 1

Zusatz-Betriebsart anwählen.
I 1

Die MOD-Funktion ,,Schlüsselzahl”


anwählen.

Schlüsselzahl 86 357 eingeben,


v
Lösch- und Editierschutz ist aufgeho-
ben.

Anzeige-Beispiel Das ,,P” als Zeichen für Lösch- und Editierschutz


L ~~.~~ ffiM22~~: I ‘. ist aus der Anzeige verschwunden.

Pl1
Programmieren der Werkzeug-Korrektur

Werkzeug- Damit die Steuerung aus der eingegebenen


Definition Werkstück-Kontur den Werkzeugweg errechnen
TOOL DEF kann, müssen Werkzeug-Länge und Werkzeug-
Radius eingegeben werden.
Diese Daten werden in der Werkzeug-Definition
(engl. TOOL DEFINITION) programmiert.

Werkzeug- Die Korrekturwerte beziehen sich jeweils auf ein


Nummer bestimmtes Werkzeug, das mit einer Nummer
gekennzeichnet wird.
Die möglichen Eingabewerte für die Werkzeug-
Nummer richten sich nach der Ausstattung der
Maschine:

mit automatischem Werkzeug-Wechsel: 1- 99,

ohne automatischem Werkzeug-Wechsel: 1- 254

Werkzeug- Der Korrekturwert für die Werkzeug-Länge kann


Länge auf der Maschine oder an einem Voreinstellgerät
ermittelt werden.

Wird der Längenkorrekturwert auf der Maschine


ermittelt, so ist vorher der Werkstück-Nullpunkt
festzulegen. Das Werkzeug, mit dem der
-@
Bezugspunkt gesetzt wurde, hat die Korrektur-
länge 0 und heißt Null-Werkzeug.

Als Werkzeug-Längenkorrekturen werden


dann die Längenunterschiede der anderen ein-
gespannten Werkzeuge zum Null-Werkzeug pro-
grammiert.

-
Vorzeichen Ist ein Werkzeug kürzer als das Null-Werkzeug, so
wird die Differenz als negative Werkzeug-Längen-
korrektur eingegeben.

Ist ein Werkzeug länger als das Null-Werkzeug, so


wird die Differenz als positive Werkzeug-Längen-
korrektur programmiert.

Wird ein Voreinstellgerät benutzt, sind alle


Werkzeug-Längen bereits bekannt. Die Korrektur-
werte werden nach Liste vorzeichenrichtig einge-
geben.

Wird die Werkzeug-Länge auf der Maschine


-
bestimmt, so kann die Längendifferenz mit
der Taste $- übernommen werden.
Cl
-
Programmieren der Werkzeug-Korrektur

Werkzeug- Der Werkzeug-Radius wird grundsätzlich positiv


Radius eingegeben (Ausnahme: Radiuskorrektur bei Play-
back-Programmierung).

Bei Bohrwerkzeugen kann für den Werkzeug-


Radius der Wert 0 eingegeben werden.

Möglicher Eingabebereich: -t 30000,000.

Soli ein Bearbeitungsprogramm mit Hilfe der


TNC 355~Grafik überprüfl werden, dann muß
immer ein Werk&g-Radius programmiert
werden.

Pl3
P.rogrammieren der Werkzeug-Korrektur
Zentraler Werkzeugspeicher

Zentraler Bei der Steuerung TNC 355 kann über


Werkzeug: Maschinen-Parameter ein zentraler Werkzeug-
speicher speicher aktiviert werden.

Der zentrale Werkzeugspeicher wird über die Pro-


gramm-Nummer 0 angewählt und in Betriebsart
,,Programm-Einspeichern” geändert, aus-
Cl-3 gegeben und eingelesen. Bis zu 99 Werk-
zeuge können gespeichert werden. Jedes Werk-
zeug wird mit Werkzeug-Nummer, -Länge, -Radius
und Platz eingegeben.

Werkzeug- Bei Einsatz eines Werkzeugwechslers mit flexibler


wechsler mit Platzcodierurig übernimmt die Steuerung die Ver-
flexibler Platz- waltung der Werkzeugplätze. Flexible Platzcodie-
codierurig rung bedeutet, daß während des Bearbeitens mit
einem Werkzeug das nächste Werkzeug im
Wechsler gesucht wird und beim anschließenden
Wechselvorgang das letzte Werkzeug gegen das
neue Werkzeug getauscht wird. Die Steuerung
speichert, welche Werkzeug-Nummer auf welcher
Platz-Nummer abgelegt wird. Das zu suchende
Werkzeug wird
und Radius können
über ”
q programmiert
nur im Programm
(Länge
0 eingege-
ben werden).
Werkzeuge, die wegen ihrer Größe drei Plätze
belegen, können als Sonderwerkzeug festgelegt
werden. Ein Sonderwerkzeug wird immer auf den
einmal festgelegten Platz abgelegt. Programmiert
wird ein Sonderwerkzeug durch Setzen des Cur-
sors auf die Dialog-Frage
SONDERWERKZEUG?
und Beantworten
Die vorhergehende
mit der
qENT

und nachfolgende
-Taste.
Platz-
nummer sollte bei Sonderwerkzeugen aus Sicher-
heitsgründen durch Setzen des Cursors und
Drücken der Taste IE1
- gelöscht werden;
Cl
anstelle einer gelöschten Platz-Nummer wird ein
3c angezeigt.
,,S” für Sonderwerkzeug und .,P” für Platznummer
werden nur angezeigt, falls diese Funktion über
Maschinen-Parameter angewählt wurde.

Bei Einsatz von Sonderwerkzeugen muß PO


(Spindel) oder ein anderer Platz im Magazin frei
sein!

Blockweises In der Betriebsart ,,Blockweises Übertragen”


Übertragen können Korrekturwerte vom zentralen Werkzeug-
speicher abgerufen werden.

Pl4
Programmieren der Werkzeug-Korrektur
Werkzeug-Definition

Eingabe Betriebsart
einer
Werkzeug- Dialog-Eröffnung
Korrektur

WERKZEUGNUMMER 1 Werkzeug-Nummer eingeben


--.---
v
ENT Eingabe übernehmen.
101

Unter TOOL DEF darf die Werkzeug-Nummer


0 nicht programmiert werden. Diese Nummer
ist bereits intern belegt (s. ,,TOOL CALL 0”).
Werkzeug-Länge und Werkzeug-Radius kön-
nen auch im Playback-Verfahren eingegeben
werden (s. ,,Werkzeug-Korrektur bei Playback”).

WERKZEUG-LAENGE L?
---~

Korrekturwert bzw. Differenz zum


Bei bekannter Werkzeug-Länge:
Null-Werkzeug

@ vorzeichenrichtig eingeben.

Eingabe übernehmen.

Bei Ermittlung der Werkzeug-Länge auf der Differenz zum Null-Werkzeug über-
Maschine: nehmen.
v
ENT
ic/ Eingabe übernehmen.

WERaEUG-RADIUS R 7 Werkzeug-Radius eingeben


_--.-.-...---
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Das Werkzeug Nr. 28 hat die Korrekturwerte


15,780 für die Länge und 20,000 für den
~~ Radius,

Pl5
Programmieren der Werkzeug-Korrektur
Werkzeug-Aufruf

Werkzeug- TOOL CALL ruft ein neues Werkzeug und die


Aufruf dazugehörigen Korrekturwerte für Länge und
TOOL CALL Radius auf.

Neben der Werkzeug-Nummer muß der Steue-


rung die Spindelachse mitgeteilt werden, um
die Längenkorrektur in der richtigen Achse bzw.
die Radiuskorrektur in der richtigen Ebene ausfüh-
ren zu können.

Direkt im Anschluß an die Spindelachse wird die


Spindel-Drehzahl eingegeben. Liegt eine Dreh-
zahl außerhalb des für die Maschine erlaubten
Bereichs, so erscheint beim Programmlauf die
Fehlermeldung = FALSCHE DREHZAHL =.

Ein TOOL-CALL-Satz bewirkt das Ende der .


Werkzeuglängen- und Radiuskorrektur. Wird nur
die Spindel-Drehzahl verändert, bleibt die Kor-
rektur erhalten.

Werkzeug- Der Werkzeug-Wechsel erfolgt in einer definier-


Wechsel ten Wechsel-Position. Die Steuerung muß also
das Werkzeug auf die unkorrigierten Sollwette
für die Werkzeugwechsel-Positionen fahren. Dazu
müssen die Korrekturdaten des gerade in Arbeit
befindlichen Werkzeugs abgewählt werden.

Dies geschieht mit dem Werkzeug-Aufruf


TOOL CALL 0:
Das Werkzeug fährt auf die gewünschte, unkorri-
gierte Soll-Position, die im nächsten Satz pro-
grammiert ist.
Das Anfahren der Werkzeugwechsel-Position
kann auch über M91, M92 (siehe Zusatz-Funktio-
nen M) oder über eine PLC-Positionierung erfol-
gen.
Informationen erhalten Sie vom Maschinen-Her-
steller.

Programm- Beim Werkzeug-Wechsel von Hand muß das


Struktur Programm angehalten werden. Deshalb ist vor WERKZEUG-WECHSEL VON HAND
TOOL CALL ein Programmlauf-STOP einzugeben. - -
Das Programm wird dann solange angehalten, bis
die externe Start-Taste gedrückt wird.

Nur wenn ein Werkzeug-Aufruf lediglich zum


Andern der Spindel-Drehzahl programmiert wird,
kann der Programmlauf-STOP entfallen.

Beim automatischen Werkzeug-Wechsel ent-


fällt ein Programm-STOP. Das Programm läuft erst
dann weiter, wenn der Werkzeug-Wechsel aus-
geführt ist.

Pl6
Programmieren der Werkzeug-Korrektur
Werkzeug-Aufruf/Programmlauf-Halt

Eingabe eines Betriebsart


Werkzeug-
- Aufrufs Dialog-Eröffnung

WERKZEUGNUMMER ? Werkzeug-Nummer eingeben.


‘Ir
Eingabe übernehmen.

SPINDELACHSE PARALLEL X/YK ?


0 Z Spindelachse eingeben, z. B. Z.
Spindelachse ist X, Y, Z oder IV,
falls die IV. Achse mit U, V oder W
bezeichnet ist.

Spindeldrehzahl eingeben
SPINDELDREHZAHL S IN U/MIN 1
)o (siehe Tabelle nächste Seite).
L v
Eingabe übernehmen.
1
Anzeige-Beispiel Das Werkzeug Nr. 5 wird aufgerufen. Die Spindel-
TOOLcALL5 ‘Z achse arbeitet in Richtung der Z-Achse, die Dreh-
zahl beträgt 125 U/min.
S 125,DOD

Eingabe eines Betriebsart


Programmlauf-
Halts Dialog-Eröffnung

ZUSATZ-FUNKTION M 7

Zusatz-Funktion erwünscht: Zusatz-Funktion eingeben.


Kl
‘I
ENT Eingabe übernehmen.
101

Keine Zusatz-Funktion erwünscht. Keine Eingabe.

Anzeige-Beispiel
Der Programmlauf wird im Satz 18 angehalten

Ill Keine Zusatz-Funktion.

Pl7
Werkzeug-Aufruf
Spindeldrehzahlen

Programmier-
bare Spindel- S in U/min S in U/&n S in U/min S in U/min S in U/min
drehzahlen
(bei codierter
Ausgabe) 0 10 100 1000
0,112 :12 l1,2 112 1120
0.125 1:25 12.5 : 125 1250
0.14 IA 14 140 1400
0.16 1.6 16 160 1600
0,18 1,8 18 180 1800
0.2 2 200 2000
0,224 2.24 22.4 224 2240
0.25 250 2500
0.28 i?; 28 280
0,315. 3:15 31,5 315 Ei
0,355 355 35,5 355 3550
4 40 _-

E5 4,5 45 450 Ei
0:5 50 500 5000
0,56 6:3
556 56 560 5600 d
I 0.63 63 630 6300
0,71 7,l 710 7100
0,8 8. 8: 800 8000
0.9 9 90 900 9000

Die Drehzahlen müssen bei codierter Ausgabe


der Spindeldrehzahlen im Bereich der Normwerte
liegen. Die Steuerung rundet gegebenenfalls auf
den nächsten Normwert auf.

Programmier- Die programmierten Drehzahlen müssen nicht


bare Spindel- den Werten in der Tabelle entsprechen. Es kön-
drehzahlen nen beliebige Drehzahlen eingegeben werden,
(bei analoger vorausgesetzt die maximale Drehzahl von
Ausgabe) 99999,999 U/min wird nicht überschritten und
die minimale Drehzahl nicht unterschritten.
Über das Potentiometer ,,Spindel Override” kann d
die programmierte Drehzahl mit dem eingestellten
%-Wert erhöht bzw. verringert werden.

4
Ob Ihre Maschine mit codierter oder analoger
Ausgabe der Spindeldrehzahl arbeitet, erfah-
ren Sie von Ihrem Werkzeugmaschinen-lier-
steller. .

Pl8
Programmieren der -Werkstück-Kontur
Kontur

Die Werkstück- Die bei der TNC 355 programmierbaren Werk-


Kontur stück-Konturen setzen sich aus den Kontur-
Elementen Gerade und Kreis zusammen.

Eneugung Für die Erzeugung einer Kontur müssen der


der Steuerung Art und Lage der einzelnen Kontur-Ele-
Werkstuck- mente mitgeteilt werden. Da in jedem Programm-
Kontur Satz der nächste Schritt festgelegt wird, genügt
es

l die Koordinaten des jeweiligen Zielpunkts ein-


zugeben und

l wie, d.h. auf welcher Bahn (Gerade oder Kreis,


ggf. Spirale) der Zielpunkt erreicht werden soll.

Programmieren
von
Koordinaten
Koordinaten eines Punktes können erst dann ein-
gegeben werden, wenn die Bahn, auf der dieser
Punkt erreicht werden soll, festgelegt ist.
r

Y
Die Bahn wird mit einer der Bahnfunktions-
Tasten (siehe nächste Seite) programmiert.
Tasten eröffnen gleichzeitig den Eingabe-Dialog.
Diese
- ---- --__
s
Inkremental-/
Absolutmaß
Sollen die Koordinaten
mentalmaß (Kettenmaß)
des Punktes als Inkre-
eingegeben
muß vorher die r 1 1-Taste gedrückt
werden,
werden.
so
1
1 -v Pl
Programmieren der Werkstück-Kontur d
Bahnfunktions-Tasten/Rechtwinkliae Koordinaten

Bahnfunktions- Y Geraden- oder Linear-lnterpolation L


Tasten Cl (,,Line”):
Das Werkzeug bewegt sich auf einer Gera-
den. Zu programmieren ist der Endpunkt der
Geraden.

c Kreis- oder Circular-lnterpolation C


El (,,Circle”):
Das Werkzeug bewegt sich auf einer Kreis-
bahn. Zu programmieren ist der Endpunkt
des Kreisbogens.

Kreismittelpunkt CC
(,,Circle Centre”)
(zugleich Pol für Polarkoordinaten):
Programmierung des Kreismittelpunkts für
Kreis-lnterpolation bzw. des Pols für Polar-
koordinaten-Eingabe.

Das Werkzeug fügt einen Kreisbogen mit


tangentialen Ubergängen in die anschlie-
ßende Kontur ein. Zu programmieren sind
der Radius des Kreisbogens und die Kontur-
elemente der abzurundenden Ecke.

0Y
Anschluß-Kreis CT
(,,Circle Tangential”):
Das Werkzeugfügt einen Kreisbogen mit
tangentialem Ubergang an das vorhergehen-
de Konturelement an. Zu programmieren ist
nur der Endpunkt des Kreisbogens.

Kreis-lnterpolation CR
(,,Circle Radius”):
Das Werkzeug bewegt sich auf einer Kreis-
bahn. Zu programmieren ist der Kreisradius
und der Endpunkt des Kreisbogens.

Rechtwinklige Es können bei Linear-lnterpolation maximal drei


Koordinaten Achsen, bei Kreis-lnterpolation maximal zwei
Achsen, mit den dazugehörigen Zahlenwerten
programmiert werden. Wird die 4. Achse als
Rundtisch-Achse (A-. B- oder C-Achse) verwen-
det, bezieht die Steuerung den Eingabewert auf
’ (Grad).

P20
Programmieren der Werkstück-Kontur
Rechtwinklige Koordinaten

Eingabe von Dialog-Frage:


rechtwinkligen
- Koordinaten
- -.
--
KOORDINATEN ?
-.. _. Kl X Achse wählen, z.B. X.
v

El 1
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
0

nächste Koordinate, z. B. Y
q Y eingeben und ggf. dritte Koordinate
eingeben (maximal 3 Achsen).

ist die Eingabe aller Koordinaten erfolgt: Eingabe übernehmen.

P21
Programmieren der Werkstück-Kontur
Polärkoordinaten/Pol

Pol cc Im Polarkoordinaten-System ist der Bezugspunkt


für die Polarkoordinaten der Pol.
Vor der Eingabe von Polarkoordinaten muß
der Pol bestimmt werden.
YA
Drei Arten der Festlegung sind möglich:
l Der Pol wird durch rechtwinklige Koordinaten
neu definiert.
Programmiert wird ein CC-Satz mit den Koordi-
naten der Bearbeitungsebene.
c__--_--_-
i
i
r1.J
-
I X
-I

l Die letzte Soll-Position wird als Pol übernom-


men Programmiert wird ein leerer CC-Satz. Die
zuletzt programmierten Koordinaten des Pro-
gramms werden dann zur Pol-Definition her-
angezogen.

l Der Pol hat die im letzten CC-Satz program-


mierten Koordinaten.
Der CC-Satz entfällt.

Der Pol kann nur in rechtwinkligen Koordina-


ten programmiert werden.
CC im Absolutmaß: der Pol bezieht sich auf
den Werkstück-Nullpunkt.
CC im Kettenmaß: der Pol bezieht sich auf
die vorhergehende Soll-Position des Werk-
zeugs.
i
P22
Programmieren der Werkstück-Kontur
Polarkoordinaten/PoI

Eingabe des Betriebsart


Pols
Dialog-Eröffnung

KOORDINATEN
--.---_---
? __-.-- -_.-. Kl X Erste Achse wählen, z. B. X.
v

01
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
c
v
Ändert sich zur letzten Soll-Position nur eine Zweite Achse wählen, z. B. Y.
ClY
Koordinate, braucht die, andere Koordinate v
nicht eingegeben zu werden.
01
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
17
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel 1 Der Pol hat die ,absolute X-Koordinate 10,000


-27CCX+ 10,000 N+ 45,000 und die inkrementale Y-Koordinate 45,000.
-.---_.~ .-

Anzeige-Beispiel 2 ---- -.....-_- .-_.- ---- .- Der Pol im Satz 93 hat die Koordinaten
92L x+20#!500 Y+33mo X 20,500 und Y 33,000.

P23
Programmieren der Werkstück-Kontur
Polärkoordinaten

Polar- Punkte können wahlweise auch durch Polarkoor-


koordinaten dinaten (Polarkoordinaten-Radius PR, Polarkoordi-
naten-Winkel PA) festgelegt werden.
Polarkoordinaten beziehen sich immer auf einen
bestimmten Pol CC. P(PR,PA)
/p

f
Ce-‘Pol

Eingabe Bei inkrementaler Eingabe wächst der Polarkoor-


Inkremental dinaten-Radius um den programmierten Wert.
Ein inkrementaler Polarkoordinaten-Winkel IPA
bezieht sich auf den Schenkel des zuletzt einge-
gebenen Winkels.

Beispiel: Der Punkt Pl hat die Polarkoordinaten


PR1 (absolut) und PA1 (absolut).

Der Punkt P2 hat die Polarkoordinaten PR2 (inkre-


mental) und PA2 (inkremental). Für PR2 wird nur
die Radiusänderung, für PA2 nur die Winkel-
änderung als Wert eingegeben.

Der Punkt P2 hat also die Absolut-Werte

PR = (PR1 + PR2) und PA = (PA1 + PA2).

“” .^..^.”,,-...-..
Der Eingabebereich für den inkrementalen
Polarkoordinaten-Winkel IPA beträgt z!z 54000.
Dies entspricht 15 Umdrehungen. Für grö13ere
Drehwinkel kann man einen Vollkreis mit
anschließender Programmteil-Wiederholung
programmieren.

P24
Programmieren der Werkstück-Kontur
Polarkoordinaten

Dialog- Nach dem Drücken der Bahnfunktionstasten


Eröffnung j,/ mu ß zur E’Inga b e von Polarkoordinaten
L
die Taste gedrückt werden.
P-l

Eingabe von Dialog-Frage:


Polar-
koordinaten
KMARKOORDINATEN-RADIUS PR ? Inkremental - Absolut?
v Polarkoordinaten-Radius PR zum Ziel-
0 punkt eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

l’W4RKOORDINA~-WNKEL PA ? m1
v
Inkremental - Absolut?

Winkel PA zur Bezugsachse eingeben.

Eingabe übernehmen.

P25
bogrammieren der Werkstück-Kontur
Radiuskorrektur-Bahnkorrektur

Werkzeug- Zur automatischen Kompensation von Werkzeug-


Radiuskorrektur Iänge und -radius - wie in den TOOL DEF-Sätzen
eingegeben - benötigt die Steuerung die Angabe,
ob sich das Werkzeug in Vorschubrichtung links,
rechts oder auf der programmierten Kontur befin-
den soll.

Bahnkorrektur Fährt das Werkzeug mit Bahnkorrektur, d.h. be-


wegt sich der Mittelpunkt des Werkzeugs unter
Berücksichtigung des programmierten Werkzeug-
Radius, so folgt es einer Bahn, die im Abstand
des Werkzeugradius parallel zur Konturverläuft
(äquidistant).

Programmieren Die Radiuskorrektur wird über die


der
Radiuskorrektur
Tasten I-] und q eingegeben
y4 , programmierte Kontur

RO Soll das Werkzeug auf der programmierten Kon-


tur fahren, darf in dem Positioniersatz keine
Radiuskorrektur wirksam sein. Es muß die Taste
gedrückt werden.

RR Soll das Werkzeug im Abstand des Radius rechts


von der programmierten Kontur fahren,
ist die Taste R+R zu drücken.
•I

RL Soll das Werkzeug im Abstand des Radius links


von der programmierten Kontur fahren, ist die
Taste Ri zu drücken.
Cl

P26
Programmieren der Werkstück-Kontur
Radiuskorrektur

Programmieren Dialog-Frage:
der Radius-
korrektur _ __- __. _._._-
RADIUSKORR.:
_..____.
_. ^... - RURR/KElNE
_-_. KORR
--- ?. ..--
Das Werkzeug soll links von der
programmierten Kontur fahren. RL eingeben.

Das Werkzeug soll rechts von der


programmierten Kontur fahren. RR eingeben.

Das Werkzeug soll auf der


programmierten Kontur fahren RO eingeben.

Die Radiuskorrektur soll aus dem


vorhergehenden Satz übernommen R bestätigen.
werden.

^^

-PL.!
!?b’und.J?habenI unterschiedlicheBedeutung:
Rb Werkzeug fährt auf der programmierten
KOntur. I
R Radiuskorrekturwird aus dem vorher-
gehenden Satz übernommen.

P27
Programmieren der Werkstück-Kontur
Bahnkorrektur

Bahnkorrektur Nach Aufruf der Radiuskorrektur ermittelt die


bei innenecken Steuerung bei Innenecken automatisch den
Schnittpunkt S der kontur-parallelen (äquidi-
stanten) Fräserbahn.
Dadurch wird eine Hinterschneidurig der Kontur
an der Innenecke verhindert: das Werkstück wird
nicht beschädigt.

An den Ecken kommt es zum Stillstand des Werk-


zeugs Dieser Stillstand kann ggf. mit der Zusatz-
funktion M90 (s. ,,Bahngeschwindigkeit”) aufge-
hoben werden.

Bahnkorrektur Bei einer programmierten Radiuskorrektur fügt die


bei Außenecken Steuerung an Außenecken einen Ubergangs-
kreis ein, so daß sich das Werkzeug am Eck-
punkt abwälzt.

Dadurch wird das Werkzeug in den meisten Fäl-


len mit konstanter Bahngeschwindigkeit um die
Außenecke geführt. Ist der programmierte Vor-
schub für den Übergangskreis zu hoch, wird die
Bahngeschwindigkeit auf einen kleineren Wert -
reduziert, (was zu einer genaueren Kontur führt).
Der Grenzwert ist in der Steuerung fest program-
miert.

Bahn- Wenn der Werkzeugradius größer als die Kontur-


schnittpunkt- stufe ist, kann der Übergangskreis an Außen- Fehlermeldung:
Korrektur M97 ecken zu einer Beschädigung der Kontur führen. WERKZEUG-RADIUS ZU GROSS
Deshalb wird die Fehlermeldung
= WERKZEUG-RADIUS ZU GROSS =
angezeigt und der entsprechende Positioniersatz
nicht ausgeführt.
Über die Zusatzfunktion M97 wird das Einfügen
des Übergangskreises verhindert. Die Steuerung
ermittelt dann einen weiteren Bahnschnittpunkt
S und führt das Werkzeug über diesen Punkt, die
Kontur wird nicht beschädigt.

Die Bahnschnittpunkt-Korrektur M97 ist satz-


weise wirksam. Sie muß in dem Satz pro-
grammiert werd&. in dem der Außeneck-
punkt programmiert ist.

P28
Programmieren der Werkstück-Kontur
Bahnkorrektur

Sonderfall In besonderen Fällen, z. B. Konturschnittpunkt


bei M97 Kreis - Gerade, findet die Steuerung bei einer
i- Bahnkorrektur mit M97 keinen Bahn-Schnittpunkt,
Bei der Abarbeitung des Programms erscheint die
Fehlermelduna
= WERKZEUG-RADIUS ZU GROSS =

- Abhilfe Man fügt im Programm einen Hilfs-Positioniersatz


ein, der an dem Endpunkt des Kreisbogens ein
Geradenstück mit der Länge Null anhängt. Die
Steuerung führt dann eine Geraden-lnterpolation
aus, die zur Ermittlung des Schnittpunkts S führt:

_ Beispiel 16 CC Kreis-Mittelpunkt
17 C Kreis-Endpunkt
~---.-
18 LDCO,OOO lYO,m
-

19 L Gerade

L
Im Satz 18 ist ein Geradenstück der Länge Null
programmiert
oder:
-~--_-_--~ --. -----
18 LlXO,OOl
RF M97
\. Im Satz 18 ist ein Geradenstück der Länge
0,001 mm programmiert.

‘-

P29
Programmieren der Werkstück-Kontur
Bahnkorrektur

Beenden der Die Bahnkorrektur kann beende? werden mit


Bahnkorrektur . TOOL CALL
l STOP
. M98

Die Zusatz-Funktion M98 im Positioniersatz zum


letzten Konturpunkt bewirkt, daß das betroffene
Konturelement vollständig bearbeitet wird.
Ist wie im nebenstehendem Beispiel eine weitere
Kontur programmiert, so wird infolge M98 der
erste Konturpunkt mit Radiuskorrektur angefahren,
und auch diese Kontur vollständig bearbeitet (s.
auch ,,Wegfahr-Anweisung”).

ohne M98 mit M98

Zeilenfräsen Weiteres Anwendungsbeispiel für M98: Zeilenfrä-


mit M98 sen mit Zustellungen in Z.

Beispiel
L x+2o#ooo Y-lO#ooo

RR Fl5999 M

i z-1oAIoo --. .

<.. R F M

R F20 M98

L Z-2OLlOO .
---.
R Fl5999 M

L Y+110,ooo
---
- RLF20 M

L Y-10,000

R F M98

P30
-
Konstante Bahngeschwindigkeit

Standard- Bei eckig zu fahrenden Übergängen wie innenkor-


verhalten rigierten Ecken und Konturen mit RO werden die
‘- an Ecken Achsen kurzzeitig angehalten, da sich eine abrupte
Richtungsänderung technisch nicht realisieren läßt.
Anders verhält es sich bei außenkorrig,ierten
Ecken, da hier von der Steuerung ein Ubergangs-
kreis eingeführt wird und ein stetiger Ubergang
gegeben ist.

M90 M90 unterbindet bei Innenecken und unkorrigier-


ten Ecken das satzweise Anhalten der Achsen.
Für bestimme Aufgaben ist es vorteilhaft, die
Geschwindigkeits-Reduzierung nicht auszuführen.

Beispiel:
Eine aus sehr vielen kurzen L-Bewegungen auf-
gebaute Kontur zur Erzeugung von Freiform-
- flächen. Hier will man Ecken bewußt verschleifen.
Wird in jedem Satz M90 programmiert, so ver-
schleifen die Ecken.

Nachteile Höhere Belastung der Mechanik bei großen


.- Richtungsänderungen, bis zur Überschreitung der
Nachlaufgrenze.

Besonderheiten Die genaue Wirkungsweise ist abhängig von


Maschinen-Parametern (nur bei geschlepptem
L
Betrieb). Nähere Hinweise erteilt der Maschinen-
hersteller.

MP91 Über MP91 legt der Maschinenhersteller den


Wrnkel fest, mit dem noch mit konstanter Bahn-
geschwindigkeit bei innenkorrigierten Ecken und
unkorrigierten Ecken ständig gefahren werden darf
(gültig in geschlepptem Betrieb und Geschwindig-
keits-Vorsteuerung). Nähere Hinweise erteilt der
Maschinenhersteller.

Die oben beschriebene Funktion M90 und der


Eingabewert von MP91 wirken nicht bei
außenkorrigierten Bahnpositionierungen.
Programmieren der Werkstück-Kontur 4

Vorschub F/Zusatz-Funktion M

Vorschub Der Vorschub F, also die Verfahrgeschwindigkeit


des Werkzeugs auf der Werkzeugbahn, wird in
--
mm/min bzw. in 0.1 inch/min programmiert; bei
Rundtischen (A-, B- oder C-Achse) bezieht sich
der Eingabewert auf O/min.

Mit dem Vorschub-Override auf der Frontplatte


der Steuerung kann der Vorschub in einem
Bereich von 0 bis 150% variiert werden.

Die maximalen Eingabewerte (Eilgang) für den


Vorschub sind
l 15 999 mm/min (ab Software-Version 05:
29 999 mm/min Eingabefeinheit 2 mm/min)
l 6 299/10 inch/min (ab Software-Version 05:
11 81 O/lO inch/min).

Die maximale Vorschubgeschwindigkeit der einzel-


nen Maschinenachsen wird vom Maschinenher-
._--
steller über die Maschinenparameter festgelegt.

-_

Am Bildschirm wird der aktuelle Vorschub in


der Status-Anzeige rechts unten angezeigt.
-.-
Erscheint diese Anzeige hell unterlegt und die
Achsen verfahren nicht mehr, dann fehlt die
Vorschubfreigabe an der Steuerungs-Schnitt-
stelle. Setzen Sie sich in diesem Fall mit Ihrem
Werkzeugmaschinen-Hersteller in Verbindung.

Zusatz-Funktion Zur Ansteuerung von speziellen Maschinenfunk-


tionen (z. B. Spindel ,,Ein”) und zur Beeinflussung
des Werkzeug-Fahrverhaltens können Zusatz-
Funktionen programmiert werden. Die Zusatz-
Funktionen bestehen aus der Adresse M und
einer Codezahl.

Bei der Programmierung ist darauf zu achten, daß


bestimmte M-Funktionen zu Beginn des Satzes
(z.B. M03: Spindel ,,Ein”-Rechtslauf) wirken,
andere hingegen erst am Satz-Ende wirksam
werden (z. B. M05: Spindel ,,Halt”).

Eine Auflistung aller M-Funktionen befindet sich


auf den nächsten Seiten.

P32
Programmieren der Werkstück-Kontur
Eingabe des Vorschubs
Eingabe einer Zusatz-Funktion
Eingabe Dialog-Frage:
des
Vorschubs
VORSCHUB 7 F= Zahlenwert eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

Eingabe Dialog-Frage:
einer
Zusatz-Funktion
--
ZUSATZ-FUNKTION M ? Code eingeben.
-~.~ ~_--- Kl
v
Eingabe übernehmen.

P33
Zusatz-Funktionen M

M-Funktionen
mit Einfluß auf
den Programm-
Ablauf

M Funktion Wirksam am Hinweis


Satz- Satz-
Anfang Ende Seite
--
MO0 Programmlauf-Halt/Spindel-Halt/Kühlmittel-Aus 0
--
MO2 Programmlauf-Halt/Spindel-Halt/Kühlmittel-Aus/ggf. Löschen der Status- 0
Anzeige (abhängig von Maschinen-Parametern)/Rücksprung zu Satz 1
--
MO3 Sprndel-Ein im Uhrzeigersinn 0
--
Mo4 SpIndel-Ein im Gegenuhrzeigersinn l
--

MO5 Sprndel Halt 0


--
MO6 Werkzeug-Wechsel/ggf. Programmlauf-Halt (abhängig von Maschinen- *
Parametern)/Spindel-Halt ._/
--
MO8 Kuhlmittel-Ein 0
~-
MO9 Kuhlmittel-Aus 0 ._*
~-
M13 Spindel-Ein im Uhrzeigersinn/Kühlmittel-Ein l
--
..-
M14 SpIndel-Ein im Gegenuhrzeigersinn/Kühlmittel-Ein l
--

M30 wte MO2 0


--
0 -_
M89 frete Zusatz-Funktion
- -oder --
M89 Zyklus-Aufruf, modal wirksam (abhängig von Maschinen-Parametern) 0 P94
--
M90 Konstante Bahngeschwindigkeit bei Außen- und Innenecken 0 P29
--
M91 im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf den Referenzpunkt .*
(Werkstück-Nullpunkt wird durch den Referenzpunkt ersetzt)
--
M92 im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf eine vom Maschinen- *
Hersteller über Maschinen-Parameter definierte ,Position, z. B. Werkzeug- -
Wechsel-Position (Werkstück-Nullpunkt wird ersetzt)
--
M93 Die Belegung dieser M-Funktion behält sich die Firma HEIDENHAIN vor 0
--
4
M94 Reduktion der Positionsanzeige der Rundtisch-Achse auf einen Wert 0
unter 360” (Programmiertes Istwert-Setzen)
--
MS5 Geändertes Anfahrverhalten bei Start in Innenecken: l 4
keine Schnittpunktberechnung P69
--
MS6 Geändertes Anfahrverhalten bei Start an Außenecken: l P68
Einfügen eines Übergangskreises
--
MS7 Bahnkorrektur bei Außenecken: 0 P28
Schnittpunkt statt Übergangskreis
--
MS8 Bahnkorrektur-Ende satzweise wirksam: 0 P30, PO8
Radiuskorrektur RL/RR wird nur für den nächsten Positioniersatz abgewählt
--
MS9 Zyklus-Aufruf satzweise wirksam l P94
~-

P34
Zusatz-Funktionen M

Freie Zusatz- Freie Zusatz-Funktionen werden vom Maschinen-


Funktionen Hersteiler festgelegt und können der Maschinen-
.- Betriebsanleitungentnommen werden.

M Funktion’ Wirksam am M Funktion Wirksam am


Satz- Satz- Satz- Satz-
Anfang Ende Anfang Ende
L
MO1 l M52 l
- - M53 l
MO7 l
M54 l
-- --
MIO e M55 l
--
Mll e M56 l
-- M57 l
M12 l M58 l
- - M59 l
M15 l --
M16 l M60 l
--
M17 e
M18 l M61 l
-- M62 l
--
M19 l
- -- M63 l
M20 l M64 l
M2i l M65 l
M22 l M66 l
M23 l M67 l
M24 l M68 l
M25 l M69 l
M26 l M70 l
--
M27 l
M28 l M71 l

‘- M29 l M72 l
- - M73 l
M31 l M74 l
-
~ - M75 l
.- M32 l
M76 l
M33 l
M77 l
M34 l
M78 l
M35 l
M79 l
--
M36 l M80 l

M37 l M81 l

M38 l M82 l

M39 0 M83 l

M40 l M84 l

M41 l M85 l

M42 l M86 l

M43 l M87 l

M44 l M88 l

M45 l
M46 l
M47 l
M48 l
M49 l
M50 l
M51 l
-~

P35
Programmieren der Werkstück-Kontur 4

Geraden
J

Achsparalleles Bewegt sich das Werkzeug relativ zum Werkstück


Verfahren auf einer Geraden parallel zu einer Maschinen-
Achse, so spricht man von einer achsparallelen
Positionierung bzw. Bearbeitung. ACHSPARALLEL

ZD-Linear- Wird in einer Haupt-Ebene (XY, YZ, ZX) auf


Interpolation einer Geraden verfahren, so spricht man von
erner 2D-Linear-lnterpolation. 2D-LINEAR-INTERPOLATION
.-.

3D-Linear- Wird das Werkzeug relativ zum Werkstück mit


Interpolation simultaner (gleichzeitiger) Bewegung aller drei 2
Maschinen-Achsen auf einer Geraden geführt,
3D-LINEAR-INTERPOLATION
so spricht man von einer 3D-Linear-lnterpola-
tion.

Das gleichzeitige Verfahren von drei Maschi-


nen-Achsen auf einer Geraden ist bei den
Exportversionen TNC 355 nicht möglich (siehe
Umschlagseite). -K
/

P36
Programmieren der Werkstück-Kontur
Linear-lnterpolation mit 4. Achse

4. Achse = Bei Linear-lnterpolation mit der 4..Achse als


Linearachse Linearachse muß in jedem NC-Satz die Achse mit = RICHTIG =
dem dazugehörigen Koordinatenwert program-
miert sein. Dies gilt auch, wenn sich die Koordi- l~LX+QcNK. v+omo
.
nate von einem zum anderen Satz nicht ändert. --
Fehlt die Angabe der 4. Achse, verfährt die
Steuerung wieder die Hauptachsen der Bearbei- : -
tungsebene. 12’ L x+~loo;ocp v+om

Beispiel: Linear-lnterpolation mit X und V,


., R,% M,
Werkzeugachse Z
18 L x+1!&woo v+70#0

.
‘,
<.
RF M

r= FALSCH =

,ll,‘* :L x+Qqoo v+o#ooo

,.. , -qR Fl00 M


..

,I? .-.t ~+1go;oqo. :


.‘.

-RF M

13 L. ‘x+1!5om v+7woo

R F M
--

4. Achse = Bei Linear-lnterpolationen mit einer Linear- und


Winkelachse einer Winkelachse interpretiert die TNC den pro-
grammierten Vorschub als Bahnvorschub.
D.h. der Vorschubwert bezieht sich auf die rela-
tive Geschwindigkeit zwischen Werkstück und
Werkzeug. Die Steuerung berechnet daher für
jeden Punkt auf der Bahn einen Vorschubwert für
die Linearachse F (L) und einen Vorschubwert für
die Winkelachse F (W):

F (L) - F. ’ L
v’ (A UL + @ W’

v’ (A L)’ + (A Wz

Es bedeutet:
F = programmierter Vorschub
F (L) = Linear-Komponente des Vorschubs
(Achsschlitten)
F (W) = Winkel-Komponente
A L = Verfahrweg
(Rundtisch)
der Linearachse
1
A W = Verfahrweg der Winkelachse I
Programmieren der Werkstück-Kontur
Geraden

Gerade L Das Werkzeug soll auf einer Geraden vom Start-


punkt Pl zum Zielpunkt P2 verfahren.
Programmiert wird der Zielpunkt P2 (Soll-Posi-
tion) der Geraden.

Die Soll-Position P2 kann in rechtwinkligen oder


in Polarkoordinaten angegeben werden.

P38
Programmieren der Werkstück-Kontur
Linear-lnterpolation/rechtwinklige Koordinaten

Eingabe in Betriebsart 09
rechtwinkligen
Koordinaten Dialog-Eröffnung

_- KOORDINATEN ? .__ - __.__._..__ -- . ~_. ._.


---. -.- - .---_- Kl X Achse wählen, z. B. X.
-7

Cl1
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
0
v
nächste Koordinate, z. B. Y eingeben
und ggf. dritte Koordinate eingeben
(maximal 3 Achsen).

Ist die Eingabe aller Koordinaten des Ziel-


Eingabe übernehmen.
punktes erfolgt:

-. ...- - _-. ..-...


RADIUSKORR: RUWKEINE KORR 1
l-l-11 b r;lR- R+
r-q Ggf; Radiuskorrektur eingeben.

-~ VORSCHUB 7 F= Ggf. Vorschub eingeben.


..-_.-_-. _ -. -..- .-.-
v
Eingabe übernehmen.

ZlJSÄti-&lüKTlON M ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.


v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

. Positioniersätze können ggf. nach Eingabe der


Koordinaten und bei unveränderter Über-
nahme der restlichen Daten mit der
Taste abgekürzt werden.

Das Werkzeug fährt auf die Position X 20,000


(absolut) und Y 49,800 (inkremental) im Abstand
des Werkzeug-Radius links von der programmier-
ten Kontur mit einem Vorschub von 100 mm/min.
Zu Beginn wird das Kühlmittel freigegeben und die
Spindel läuft im Uhrzeigersinn.

P39
Programmieren der Werkstück-Kontur
Linear-lnterpolation/Polarkoordinaten

Eingabe in Betriebsart
Polar-
- koordinaten Dialog-Eröffnung

-- ---__
POLARKOORMNATEN-RADlUS PR ? -- Kl 1 Inkremental - Absolut?
7
Polarkoordinaten-Radius PR für den
n. Geraden-Endpunkt eingeben
v
Eingabe übernehmen.

-.-_
POlARKOORDINAJENWINKEL
.-...-. .-~-_-... PA ?_.--._-
1
Kl 1 Inkremental - Absolut?

7 Polarkoordinaten-Winkel PA für den

&
L
Geraden-Endpunkt eingeben.

Eingabe übernehmen.
L

R- PlR+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.


---..RADILJSKORR:~
-_-- RURWKEINE~-_--~KORR. ? b L-7

-
VORSCHUB ?F= Ggf. Vorschub eingeben.
---.-_-
v
Eingabe übernehmen.

I
Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.
I_ ZUSATZ-FUNKTION
..---- ti ?
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

. !F!b Positioniersätze
Koordinaten
können ggf. nach Eingabe
und bei unveränderter

Taste abgekürzt werden.


.
Cl
Über-
nahme der restlichen Daten mit der Eio -
der

Das Werkzeug fährt auf einer Geraden zu einer


Position, die vom letzten definierten Pol CC den
Abstand 35,000 hat; der Polarkoordinaten-Winkel

P41
Programmieren der Werkstück-Kontur
Fasen

Fasen Kontur-Ecken, die durch den Schnitt zweier Gera-


den entstehen, können mit Fasen versehen wer-
den. Der Winkel zwischen den beiden Geraden
kann beliebig sein.

Eingabe Die Programmierung der Fase erfolgt über die


y -Taste mit der Angabe der Fasenlänge L.
Cl

Programm Das Fasen kann nur in einer Hauptebene (XY-,


YZ-, ZX-Ebene) ausgeführt werden. D.h. der Posi-
tioniersatz vor und nach dem Satz - Fasen -
muß die beiden Koordinaten der Bearbeitungs-
ebene enthalten. Ist die Bearbeitungsebene nicht
eindeutig festgelegt (z. B. Positioniersatz mit X
Y Z .), so erscheint die Fehlermeldung:
= EBENE FALSCH DEFINIERT =

26 Gerade zu Pl IX, W
---.-_---.-_ -
~- 27 L l‘O,OOO
- --__ --.. ..-. -....- _
26 Gerade zu P2 (X, Y’l

P42
Programmieren der-Werkstück-Kontur
Fasen

Eingabe Betriebsart

Dialog-Eröffnung

KOOkDINATEN ? -- Fasenlänge L eingeben.


.--.-.--_-. -_.~--.--.-__.-.- _-
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel - - Zwischen dem im Satz vorher und im Satz nach-


88 L 7,500 -. ‘. her programmierten Konturelement wird eine
Fase mit der Fasenlänge L = 7,500 eingefügt.

P43
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreis-lnterpolation/Kreisbahn C

Die Kreis- Die Steuerung verfährt zwei Achsen simultan so,


Interpolation daß das Werkzeug relativ zum Werkstück einen
Kreis bzw. einen Kreisbogen beschreibt.

Der Kreisbogen kann bei der TNC 355 auf vier


Arten programmiert werden:
l über Kreismittelpunkt und Endpunkt mit den
Tasten q und I%‘),
l über Kreisradius und Endpunkt mit der
Taste p ,
Cl
l bei Kreisbogen mit tangentialem Übergang an
beiden Enden nur über den Kreis-Radius mit
der Taste y$$ ,
EI
l bei tangential an die vorhergehende Kontur an-
schließendem Kreis nur über den Endpunkt mit
der Taste cy
0

Kreis- Der Kreismittelpunkt CC muß vor der Kreis-lnter-


mittelpunkt CC polation festgelegt werden, falls diese mit der
Taste jc programmiert wird.
0
Zwei Arten der Programmierung sind möglich:

l der Kreismittelpunkt CC wird durch rechtwink-


lige Koordinaten neu definiert.
l für den Kreismittelpunkt gelten die im letzten
CC-Satz programmierten Koordinaten.

Der Eingabe-Dialog für den Kreismittelpunkt wird


mit der Taste f’ eröffnet (s. ,,Pol”).
tl
CC im Absolutmaß: der Kreismittelpunkt
bezieht sich auf den Werkstück-Nullpunkt.
CC im Kettenmaß: der Kreismittelpunkt
bezieht sich auf die vorhergehende Soll-Posi-
tion des Werkzeugs.

Kreisbahn C Das Werkzeug soll von der Ist-Position Pl auf


einer Kreisbahn zum Zielpunkt P2 verfahren wer-
den. Programmiert wird nur P2.
Die Position P2 kann in rechtwinkligen oder in
Polarkoordinaten angegeben werden,

Drehrichtung Für die Kreis-Bewegung muß die Drehrichtung


DR festgelegt werden. Es wird zwischen einer
Drehung im positiven Drehsinn DR+ (entgegen
Uhrzeigersinn) und einer Drehung im negativen
Drehsinn DR- (im Uhrzeigersinn) unterschieden.

Eine korrigierte Kontur kann nicht mit einer


Kreisbahn begonnen werden, Fehlermeldung:
= BAHNKORR. FALSCH BEGONNEN =

P44
Programmieren der Werkstück-Kontur
Drehrichtung

Eingabe Dialog-Frage:

Soll die Drehung im Uhrzeigersinn erfolgen: + Drehrichtung - eingeben.


)I/
+
Eingabe übernehmen.

Soll die Drehung gegen den Uhrzeigersinn Drehrichtung + eingeben


erfolgen: (Vorzeichen-Taste zweimal drücken).

Eingabe übernehmen.

P45
Programmieren der Werkstück-Kontur 4

Kreisbahn C/rechtwinklige Koordinaten d

Kreisbahn- Bei der Programmierung in rechtwinkligen Koordi-


Programmierung naten muß darauf geachtet werden, daß Start-
in punkt und Zielpunkt (neue Soli-Position) auf ein
rechtwinkligen und derselben Kreisbahn liegen, d.h. den gleichen
Koordinaten Abstand zum Kreismittelpunkt CC haben.
Ist dies nicht der Fall, so erscheint im Programm-
lauf die Fehlermeldung:
= KREIS-ENDPUNKT FALSCH =
-

P46
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn C/rechtwinklige Koordinaten

Eingabe in Betriebsart L!@


rechtwinkligen C

L Koordinaten Dialog-Eröffnung /%

.---~ ..--_....
-----...-----~.-- - .--...-. -.-__
KOORDINATEN
_--.-.. - ---
7
.~.. )o X Achse wählen, z. B. X.
v

Cl1
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
D

Nächste Koordinate, z.B. Y eingeben.

Ist die Eingabe aller Koordinaten des Kreis-


Eingabe übernehmen.
endpunktes erfolgt:

( .---.-- -.-.--- -.-.---_ ..--_- -. ~. .__ +


DREHUNG IM UHRZEIGERSINN: Drehsinn eingeben.
-- _._--. - .? --.. m
DR-
5
Eingabe übernehmen.

RADIUSKORR.:
____RURR/KElNE
L -__. KORR. 1 .- R- R+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.
NZILRJ
l 1

VORSCHUB ? F = Ggf. Vorschub eingeben.


v
Eingabe übernehmen.

_-- . . .-. ..-__._ --. -... - -- -.


~USA~-FUNKTI~N Ggf. Zusatz-Funktion eingeben
-- .._-- ...._. .--.----- 7
.~-. M -----.-.. ~.. --- --
v
Eingabe übernehmen.

Das Werkzeug fährt auf einer Kreisbahn in positi-

- Anzeige-Beispie’
~~ 48,000,
ver Drehrichtung (gegen den Uhrzeigersinn)
Abstand des Werkzeug-Radius
grammierten
im
rechts von der pro-
Kontur zur Position X 30,000 und Y

Der Vorschub ist durch den zuletzt programmier-


ten Wert festgelegt. Keine Zusatz-Funktion.

P47
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn C/Polarkoordinaten

Kreisbahn- Wird der Zielpunkt auf dem Kreisbogen in Polar-


Programmierung koordinaten programmiert, so genügt zur Festle-
in gung des Endpunkts allein die Angabe des Polar-
Polar- koordinaten-Winkels PA (absolut oder inkremen-
koordinaten tal). Der Radius ist bereits durch die Position des
Werkzeugs und den programmierten Kreismittel-
punkt CC festgelegt.

Bei der Kreisbahn-Programmierung.inPolar-


koordinaten kann der Winkel’PA positiv oder
negativ angegeben werden. Der Winkel PA
gibt den Endpunkt des Kreisbogensan. Die
Verfahrrichtung DR kann ebenfalls positiv
oder negat’w programmiert werden. Wird der
Winkel PA im Kettenmaß angegeben, dann
sollten das Vorzeichen des Winkeis und das
Vorzeichen der Drehrichtung gleich sein. Auf
das nebenstehende Beispiel bezogen heißt
dies IPA negativ und DR negativ.

Steht das Werkzeug vor Beginn der Kreis-lnterpo-


1
lation auf dem Pol bzw. auf dem Kreismittelpunkt,
so erscheint die Fehlermeldung:
= WINKEL-BEZUG FEHLT=

P48
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn C/Polarkoordinaten

Eingabe in Betriebsart
Polar-
\- koordinaten Dialog-Eröffnung

POlARKOORDlNA3EN-WINKEL
._ PA ? - Inkremental - Absolut?

Polarkoordinaten-Winkel PA für den


Kreis-Endpunkt eingeben.

ENT Eingabe übernehmen.


101

l
DR&hNG IM UHRZEIGERSINN:DR- ? Drehsinn eingeben.

Eingabe. übernehmen.

RADlU6KORR.z RL@WElNEKORR. ?-mlfii R- R+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.


I

VORSCHUB 7 F = Ggf. Vorschub eingeben.


Kl
v
Eingabe übernehmen.

ZU!SAYlZ-FUNKTIONM? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.


---
v

q
ENT Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Das Werkzeug fährt auf einer Kreisbahn in negati


-.-
17 CP__---
PA+60,000 ver Richtung (im Uhrzeigersinn) im Abstand des
~---~ Werkzeug-Radius links von der programmierten
Kontur; der Polarkoordinaten-Winkel zur Bezugs-
DR- RL F M -
achse beträgt 60?
Der Vorschub ist durch den zuletzt programmier-
ten Wert festgelegt. Keine Zusatz-Funktion.

P49
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn CR

Kreisbahn CR Ist der Mittelpunkt einer Kreisbahn nicht bekannt,


dafür aber der Radius angegeben, so kann mit
der Taste p die Kreisbahn über
0
l Endpunkt,
l Radius und
l Drehrichtung
festgelegt werden.

Endpunkt Der Endpunkt kann nur in rechtwinkligen Koordi-


,r-taten programmiert werden.

Der Abstand zwischen Anfangspunkt und


Endpunkt der Bahn darf nicht größer als 2 x R
sein!

Radius Für die oben beschriebene Kreisbahn gibt es geo-


metrisch zwei Lösungen (siehe Bild), die von der
Größe des Mittelpunktswinkels ß (= Zentriwinkel)
abhängig sind:
der kleinere Kreisbogen 1 hat einen Zentriwinkel
ß < 1804 der größere Kreisbogen -2 hat einen
Zentriwinkel ß > 180°.

Zur Programmierung des kleineren Kreisbogens


(ß < 180°) gibt man den Radius positiv ein.
(Das + Vorzeichen kann entfallen).

Zur Programmierung des größeren Kreisbogens


(ß > 180’) gibt man den Radius negativ ein.

Drehrichtung Die Drehrichtung DR gibt an, ob die Kreisbahn


nach innen gewölbt (= konkav) oder nach außen
gewölbt (= konvex) ist.
Im nebenstehend-en Bild ergibt DR- ein konvexes
Konturelement, DR+ ein konkaves Konturelement.

P50
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn CR

L
*
Eingabe Betriebsart 131

Dialog-Eröffnung

KOORDINATEN? Achse wählen, z. B. X.


--_-

u1 Inkremental - Absolut?

u
v
Zahlenwert eingeben.

nächste Koordinate, z: B. Y eingeben.


0Y
v
Inkremental - Absolut?
Cl1
v
Zahlenwert eingeben.

Eingabe übernehmen

KREISBUS ‘(v0RzElcHEN)-?’
---------- Kl Kreisradius vorzeichenrichtig eingeben.
v
ENT Eingabe übernehmen.
Ici

--
+
-- DREHUNG
-_-_- IM UHR2ElGERSlNN:
--.-DR- ? .__.. m Drehsinn eingeben.
;
ENT
Ia Eingabe übernehmen.

RADIUSKORR: RIAWKEINE KORR. ’ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.

--.
VORSCHUB ? F = Ggf. Vorschub eingeben.
:.. bz
7
ENT Eingabe übernehmen.
•l

_._...
--__- ____ ~---__-_-.. . ----. -.
ZUSAlZ-FUNKTION M---... ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben
..- .-.-- .__.-
v
Eingabe übernehmen.

P51
Programmieren der Werkstück-Kontur
Kreisbahn CR

Anzeige-Beispiel ---.._- _~---- Das Werkzeug fährt auf einer Kreisbahn mit
87 CR X+30,000 Y+48,000 Radius 10,000 (Zentriwinkel ß < 1807 in positiver
---. Drehrichtung im Abstand des Werkzeug-Radius
R+ 10,000 DR+ RR F M rechts von der programmierten Kontur zur Position
.-.. --.- .._..-_ __~_ ._ .~ X 30,000 und Y 48,000.
l / Der Vorschub ist durch den zuletzt programmier-
ten Wert festgelegt. Keine Zusatz-Funktion.

Radien bis zu 30 m können direkt eingegeben


werden.

Radien bis zu 99 m können abgearbeitet werden,


falls der Radius über Q-Parameter-Programmie-
rung ermittelt wird (keine Eingabe über die Tasta-
tur).

P53
Programmieren der Werkstück-Kontur
Amchluß-Kreis

Tangential Die Programmierung einer Kreisbahn vereinfacht


anschließender sich wesentlich, wenn der Kreis tangential an die
Kreis Kontur anschließt, Zur Festlegung des Kreises ist
nur der Endpunkt der Kreisbahn einzugeben.

Voraussetzungen Das Konturstück, an das die Kreisbahn tangential


anschließen soll, ist unmittelbar vor der Program-
mierung des Anschluß-Kreises einzugeben. Fehlt
das Konturstück, so erscheint die Fehlermeldung: YA
= KREIS-ENDPUNKT FALSCH =

Im Positioniersatz vor dem tangential anschlie-


ßenden Kreis und im Positioniersatz für den
Anschluß-Kreis müssen beide Koordinaten der
Bearbeitungsebene programmiert sein, sonst
erscheint die Fehlermeldung:
= WINKEL-BEZUG FEHLT =

Eingabe Der Endpunkt der Kreisbahn kann sowohl in


rechtwinkligen Koordinaten als auch in Polar-
Koordinaten programmiert werden.
Die Dialog-Eröffnung erfolgt mit der Taste tl“2
bzw. pl jp/

Geometrie Bei tangentialem Anschluß an die Kontur ist


durch den Endpunkt der Kreisbahn genau ein
Kreis festgelegt.
Dieser Kreis hat einen bestimmten Radius, eine
bestimmte Drehrichtung
Mittelpunkt.
und einen bestimmten
Es erübrigt sich deshalb, diese An-
gaben zu programmieren.
4 Kreis-
Mittelpunkt

P54
Programmieren der Werkstück-Kontur
Anschluß-Kreis/rechtwinklige Koordinaten

Eingabe Betriebsart

Dialog-Eröffnung lbl
CT

_-. -_ _...
.-.. .-...__.
KOORDINAfEN I Kl X Achse wählen, z. B. X.
v

Cl1
Inkremental - Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
0
v

qY
.v
nächste Koordinate, z. B. Y eingeben.

q1
v
Inkremental - Absolut?

‘-
q
v
Zahlenwert eingeben.

ENT Eingabe übernehmen.


•!

..~
RADIUSKORR: RURR/KElNE ---..KORR ?
---.. -:011.:1 k PlR- ElR+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.

._._-- .-.. -..


VORSCHUB Ggf. Vorschub eingeben.
___.._. -.---- ? F--~= _~_ -.
v

q ENT Eingabe übernehmen.

._ -_.._ -...--._._ ~_ ----.--------.-~ - .- .-


ZUSAii%lJNKTlO~ M 1 Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.
-- Kl
v
Eingabe übernehmen.
L I l

Ein Vollkreis kann nicht programmiert werden.

Anzeige-Beispiel An das zuletzt programmierte Konturstück schließt


L ein Kreis tangential an; der Endpunkt der Kreis-
bahn hat die Koordinaten X 15,800 und Y 35,000.

P55
Programmieren der Werkstück-Kontur
Anschluß-Kreis/Polarkoordinaten

Eingabe in Die Angabe des Zielpunkts in Polarkoordinaten


Polar- erleichtert z. B. das Programmieren von Steuerkur-
koordinaten ven.

Vor der Programmierung in Polarkoordinaten


den Pol CC festlegen!

P56
Programmieren der Werkstück-Kontur
Anschluß-Kreis/Polarkoordinaten

Eingabe Betriebsart c@

Dialog-Eröffnung m’p1

KMARKOORDINATEN-RADlUS PR ? _ Kl 1 Inkremental - Absolut?


v
Polarkoordinaten-Radius PR für den
c Kreis-Endpunkt eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

FOLARKOORDINAlEN-WINKEL PA ?
Kl 1 Inkremental - Absolut?
v
Polarkoordinaten-Winkel PA für den
c Kreis-Endpunkt eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

~‘~ADIusK~R~.: RL&KBNE 60~~. 1 R- R+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.


NT3

MW,?f&
Ir .. Ggf. Vorschub eingeben.
Kl
v
Eingabe übernehmen.
1

,.:;ZtJSA-EFlJN~~~ ‘. :; Kl Ggf. Zusatz-Funktion eingeben,


v
Eingabe übernehmen.
L I
n
Ein Vollkreis kann nicht programmiert werden.
..

Anzeige-Beispiel An das zuletzt programmierte Konturstück schließt


ein Kreis tangential an; der Endpunkt der Kreis-
bahn hat vom zuletzt definierten Pol CC den
Abstand 35,000; der Polarkoordinaten-Winkel

Radiuskorrektur und Vorschub sind durch die


zuletzt programmierten Werte festgelegt.
Keine Zusatz-Funktion.

P57
Programmieren der Werkstück-Kontur
Ecken-Runden

Ecken-Runden Kontur-Ecken können durch Kreisbögen abgerun-


RND det werden. Der Kreis geht tangential in die vor-
hergehende und nachfolgende Kontur über.

Das Einfügen eines Rundungs-Kreises ist bei allen


Ecken möglich. die durch den Schnitt folgender
Konturelemente entstehen:

l Gerade - Gerade
l Gerade - Kreis bzw. Kreis - Gerade
l Kreis - Kreis

Hinweis Der Rundungs-Kreis kann nur in einer Haupt-


ebene ausgeführt werden. Die Bearbeitungs-
ebene muß deshalb im Positioniersatz vor und
nach dem Rundungssatz dieselbe sein. Ist dies
nicht der Fall, so erscheint im Programmlauf die
Fehlermeldung:
= EBENE FALSCH DEFINIERT =

Programmierung Die Programmierung des Rundungs-Kreises


erfolgt im Anschluß an den Konturpunkt Pl. an
dem sich die Ecke befindet.
Eingegeben wird der Rundungs-Radius und ggf.
ein verminderter Vorschub F für das Fräsen der
Rundung.
‘i5 Gerade-zu Pl:W, v)

Der Vorschub beim Ecken-Runden ist satz-


weise wirksam. Nach dem RND-Satz ist der
vorher programmierte Vorschub wieder aktiv. 17GeradezuP2(XY)
~---

Der Rundungs-Radius darf nicht zu groß sein


- er muß ,,zwischen die Konturelemente pas-
sen”.
Ist,der Radius zu groß gewählt, erscheint die
Fehlermeldung:
= RUNDUNGSRADIUS ZU GROSS =

Vor und nach einem RND-Satz muß ein Posi-


tioniersatz programmiert werden, der beide
Koordinaten der Bearbeitungsebene enthält.

P58
Programmieren der Werkstück-Kontur
Ecken-Runden

Vor einem Rundungssatz und nach einem


Rundungs-Satz müssen Konturelemente pro-
grammiert werden, die in derselben Bearbei-
tungsebene liegen.

Eingabe Betriebsart

Dialog-Eröffnung

r
--.------ -__._- ---. _---
Radius des Rundungs-Kreises ein-
RUNDUNGSRADIUS R ?
----~ -. geben.
v
Eingabe übernehmen.

----...
.4
VORSCHUB ? F= Ggf. Vorschub eingeben.
K.
v
Eingabe übernehmen.
-

Anzeige-Beispiel 1 ] Zwischen dem im Satz vorher und im Satz nach-


her programmierten Konturelement wird ein nun-
-- 78 RND
-- R 5,000
_-.-- dungs-Kreis mit dem Radius R = 5,000 eingefügt.
F20 Der Vorschub beträgt beim Fräsen der Rundung
I --- ---- - ------ / 20 mm/min

P59
Programmieren der Werkstück-Kontur
Schraubenlinien-lnterpolation

Bei der Kreis-lnterpolation werden zwei Achsen


simultan so verfahren, daß in einer Hauptebene
(,XY-, YZ-, ZX-Ebene) ein Kreis beschrieben wird.
Uberlagert man dieser Kreis-lnterpolation eine
lineare Bewegung der dritten Achse (= Werk-
zeugachse), so bewegt sich das Werkzeug auf
einer Schraubenlinie.

Die Schraubenlinien-Interpolation kann zur Her-


stellung von innen- und Außen-Gewinden mit grö-
ßeren Durchmessern oder von Schmiernuten ver-
wendet werden.

Die Schraubenlinien-lnterpolation ist bei den


Exportversionen TNC 355 nicht möglich (siehe
Umschlagseite).

Eingabe- Die Schraubenlinie kann nur in Polarkoordinaten


Daten eingegeben werden.
Wie bei der Kreis-lnterpolation muß vorher der
Kreismittelpunkt CC festgelegt werden.
Den Gesamt-Umlaufwinkel des Werkzeugs gibt
man als Polarkoordinaten-Winkel PA in Grad
ein :
PA = Anzahl der Umläufe x 360°
PA muß bei Drehwinkeln größer 360° inkremental
angegeben werden.
Die Gesamthöhe/tiefe wird auf die Frage Koordi-
naten eingegeben. Dieser Wert richtet sich nach
der gewünschten Steigung.
H=PxA H = Gesamthöhe/tiefe
P = Steigung
A = Anzahl der Gewindegänge
Auch die Gesamthöhe/tiefe kann absolut oder
inkremental eingegeben werden.
/ kposition i
Der Eingabebereich für den inkrementalen
Polarkoordinaten-Winkel IPA beträgt -t 54000.
Dies entspricht 15 Umdrehungen. Für größere
Drehwinkel kann ma,n einen Vollkreis mit
anschließender Programmteil-Wiederholung
programmieren.

Radius- Die Angabe der Radiuskorrekturen richtet sich


korrektur 1 negative Achsrichtung (-Z bzw. -Y)
nach
l Drehrichtung (Rechts/Links), Dreh- Radiuskorrektur
l Gewindeart (Innen/Außen), richturig Innen Außen
l Fräsrichtung (posjneg. Achsrichtung):
DR+ RL RR
Rechtsgewinde DR- RR RL

positive Achsrichtung (+Z bzw. +Y)

Gewinde Dreh- Radiuskorrektur


richturig Innen Außen

Linksgewinde DR- RR RL
Rechtsgewinde DR+ RL RR

P60
Programmieren der Werkstück-Kontur
Schraubenlinien-Interpolation

Eingabe Betriebsart /3j

00 c
Dialog-Eröffnung P

-_-- .-__ .___._ --...-...--_


POlARKOORDIlWTEN-WINKEL
--..--.-
PA ?
Kl 1 Inkremental - Absolut?
v.
Gesamt-Drehwinkel in o eingeben.

--~-----_~_- -.._.__ _.
_- POlARKOORDINATENWlNKEl
.- --.- .--_.-. _.. _~__.._ PA. ..__._
? --- Kl X Achse der Zustellbewegung wählen.

-~- -.-..- _-_----


KOORDINA..
_..--.- ..- .-. -_ _
1
Kl 1 Inkremental - Absolut?
L
v
Höhe bzw. Tiefe eingeben.
EI
v
L
ENT Eingabe übernehmen.
Toi

DREHUNG IM UHRZUGERSINN: DR- ? +- Drehrichtung eingeben.


~ --.-- - _. . ___ ~ ---- bi/i
v
ENT Eingabe übernehmen.
Ia

--
RADIUSKORR.: RlJRR/KElNE KORR. ? ) m pi Radiuskorrektur eingeben.
~.--_. _ -__
L I

---

VORSCHUB ?F= Ggf. Vorschub eingeben.


--.. -..-.-..--__~
v
L Eingabe übernehm’en.

L
----
.ZU$A~TLJNKTlON M ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.
L-. -- . . .-- .____ _ ----2.. _.___ _~ ___
L v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Das Werkzeug fährt auf einer Schraubenlinie


gegen den Uhrzeigersinn zwei volle Umläufe aus;
~~ die Gesamthöhe beträgt 6 mm, die Steigung also
3 mm. Das Werkzeug arbeitet im Abstand des
Werkzeugradius links von der Kontur, fräst also ein
Innengewinde.

P61
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einem Kreis

Anfahren und Das Anfahren und Verlassen der Kontur auf einer
Verlassen auf Kreisbahn hat den Vorteil, daß die Kontur tangen- .r.-.-.-.
einer Kreisbahn tial, also ,,weich” angefahren und verlassen wird.
Die Programmierung des weichen Anfahrens er- ( ) l -/

folgt mit der r& -Taste.


Cl \

T$sv
,:’:‘.: ]
./
% 0
f 1 0

Anfahren Das Werkzeug fährt auf die Start-Position PS und


anschließend an die zu erzeugende Kontur.

Der Positioniersatz zu PS darf keine Radiuskorrek-


tur enthalten (d.h. RO).

-
Der Positioniersatz zum ersten Konturpunkt Pl
muß eine Radiuskorrektur (RR bzw. RL) enthalten.

Aus dem RND-Satz, der auf den Positioniersatz


zum ersten Konturpunkt Pl folgt, erkennt die
Steuerung, daß die Kontur tangential angefahren
werden soll.

4
Verlassen Das Werkzeug hat den letzten Konturpunkt P4 er-
reicht und fährt anschließend zur End-Position PE.

Der Positioniersatz zu P4 muß eine Radiuskorrek- -,

tur (RR bzw. RL) enthalten.

Der Positioniersatz zu PE darf keine Radiuskorrek-


tur enthalten (d.h. RO).

Aus dem RND-Satz. der auf den Positioniersatz


mit dem letzten Konturpunkt P4 folgt, erkennt die
Steuerung, daß die Kontur tangential verlassen
werden soll.
-/

PE w’

4
P62
Anfahren und Verlassen einer Kontur
auf einem Kreis

Startpunkt Der Startpunkt PS muß sich in Quadranten I, II


oder Ill befinden.
L Die Quadranten werden gebildet durch die
Anfangsrichtung (beim Kreis Tangential-Richtung)
in Pl’ und die Senkrechte dazu, ebenfalls durch Pl’.
Befindet sich der Startpunkt im Quadranten IV, so
wird das Werkstück beschädigt.

Pl = erster Konturpunkt
Pl’ = erster Konturpunkt korrigiert
PS = Startpunkt (mit RO)
RNDI = Rundungs-Kreis für I, II
RNDZ = Rundungs-Kreis für Ill, IV

Der Vorschub im RND-Satz ist satzweise wirk-


sam. Nach dem RND-Satz ist der vorher pro-
grammierte Vorschub wieder aktiv.

L \

-_-.-_--_-__.--...-.
.--
PS mit RO.
-- 20 L---x+ 100,000 Y+50,000
--~ .--. __ Positioniersatz zur Start-Position

RO F 15999

21 L X+65,000 Y+40,000 Positioniersatz zum ersten Konturpunkt Pl mit der


.._.^......-. -.._-..._.__._._.._- ._--.--.-...-.- _.__.
- _._... _ Radiuskorrektur RR.
RR F.50 M13

.22 RN0 R 10.000 Kreisbahnradius für das tangentiale Anfahren.

--.- -.-~ F -_~- -_.---


23 L X+65,000 Y+ 100,000 Positioniersatz zum nächsten Konturpunkt P2.

R F M

Wird im RND-Satz für tangentiales Anfahren kein


Vorschub programmiert, so ist der Vorschub des
nächsten Positioniersatzes bereits im RND-Satz
wirksam.

_---_--.-_- .______.
-__-..-- _..--.-.---.. ----. .-.~. __
Programmierung
‘30 L X+50,000
\u Verlassen -_Y+65,000 -_---_-- Positioniersatz zum letzten Konturpunkt P mit der
Radiuskorrektur RR.
RRF60
----_- -- __---.-..-.---_M
___._.-- ~~
31 RND R 15,000 Kreisbahnradius für das tangentiale Verlassen.

F
.-.. -. . ._-..---_.- . ..~
32 i X+ 100,000 Y+85,000 Positioniersatz zur End-Position PE mit RO.

ROF15999
---. _--- .-. -..---. MO0
..~_~. -. -..-_.- -. Vorsicht bei Eingabe von F 15999!
Kollisions-Gefahr!

- F!% Vor und nach einem RND-Satz muß ein Posi-


tioniersatz programmiert werden, der beide
Koordinaten der Bearbeitungsebene enthält.

P63
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Einführung
Anfahren und Das Werkzeug soll eine Start-Position PS anfah-
Verlassen auf ren und von dieser Position aus die Kontur, Nach
einer Geraden erfolgter Bearbeitung soll das Werkzeug die Kon-
tur verlassen und die End-Position PE anfahren.

Bahnwinkel a Das An- und Wegfahr-Verhalten ist abhängig vom


Bahnwinkel a. Der Bahnwinkel ist der Winkel, den
das erste bzw. das letzte Konturelement mit der
Anfahr- bzw. Wegfahrgeraden einschließt. Es sind
im wesentlichen drei Fälle zu unterscheiden:

l Bahnwinkel a gleich 180°

l Bahnwinkel a kleiner 180°

l Bahnwinkel a größer 180’

a größer 180°

P64
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Bahnwinkel a gleich 180°
Bahnwinkel Ist der Bahnwinkel a gleich 180°, so befindet
a gleich lBO” sich die Start- bzw. End-Position bei Geraden auf
der Verlängerung, bei Kreisen auf der Tangente
des ersten bzw. des letzten Konturpunktes.
Die Start- und End-Position muß mit Radiuskor- t
rektur (RL oder RR) programmiert werden.
Cl
Ri

a
Anfahren Die Steuerung fährt das Werkzeug geradlinig auf
die korrigierte Position PSI< des ,,gedachten” Kon-
turpunktes PS, und von dort aus auf der korrigier-
ten Bahn zur Position Plk.

Verlassen Die Steuerung fährt das Werkzeug von der korri-


gierten Position P5k des Konturpunktes P5 auf
der korrigierten Bahn weiter zur Position PEk.

PE a Pl = P5

PEk

P65
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Bahnwinkel a größer 180°
Bahnwinkel Die Start- und End-Position muß bei a größer
a größer 180” 180° mit Radiuskorrektur (RL oder RR) pro-
grammiert werden. Der erste und letzte Kontur-
Punkt wird als Außenecke angenommen. Die
Steuerung führt eine Bahnkorrektur bei Außen-
ecken aus und fügt einen Übergangskreis an.

Anfahren Die Steuerung betrachtet die Start-Position PS als


ersten Konturpunkt. Das Werkzeug wird auf PSI<
verfahren, und dann auf der korrigierten Bahn zur
Position Pl k.

Verlassen Die Steuerung betrachtet die End-Position PE als


letzten Konturpunkt. Das Werkzeug wird auf der
korrigierten Bahn zur End-Position PEk verfahren.
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Bahnwinkel a kleiner 180°
Bahnwinkel
a kleiner 180°
Die Start- und End-Position
ohne Radiuskorrektur,
muß bei a kleiner 180°
d.h. mit RO programmiert
r
werden. PS und PE werden ohne Bahnkorrektur
angefahren.

Anfahren Die Steuerung fährt das Werkzeug geradlinig von


PS auf die korrigierte Position Plk des Kontur-
punktes Pl.

Verlassen Die Steuerung fährt das Werkzeug von der korri-


gierten Position P5k des Konturpunktes P5 gerad-
linig auf die unkorrigierte Position PE

Pl = P5

P67
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Anfahr-Anweisung M96 bei Außenecken
Wegfahr-Anweisung M98
Anfahr- Wurde die Position PS ohne Radiuskorrektur pro-
Anweisung grammiert, und soll die Kontur mit a größer 180°
M96 bei angefahren werden, so führt dies zu einer
Außenecken Beschädigung der Kontur.
Mit der Zusatz-Funktion M96 wird die Start-Posi-
tion PS als bereits korrigierter Konturpunkt PSI<
interpretiert.
Das Werkzeug fährt die Position Plk auf einer
korrigierten Bahn an.
Die Zusatzfunktion M96 wird bei Anfahrwinkeln
a größer 180° programmiert. M96 wird im Posi-
tioniersatz zu Pl eingegeben.

M96 ist immer dann wirksam, wenn am Pro-


gramm-Anfang keine Bahnkorrektur wirksam
ist.

Wird M96 bei Bahnwinkeln a kleiner 180°


programmiert, führt dies zur unvollständigen
Bearbeitung der Kontur.

Wegfahr- Wurde die End-Position mit einer Radiuskorrektur


Anweisung programmiert und ist der Wegfahrwinkel a klei-
M98 ner 180°, so wird die Kontur unvollständig bear-
beitet.

Mit der Zusatz-Funktion M98 im Positioniersatz zu


P fährt das Werkzeug den Punkt Pk direkt an und
anschließend auf den korrigierten Punkt PEk. Die
Richtung PE - PEk ist gleich der zuletzt aus-
geführten Radiuskorrektur, hier P - Pk.

Bahnkorrektur- Wenn nach PE weitere Positionen bzw. Kontur-


Ende M98 punkte programmiert wurden, so hängt die erfor-
derliche Richtung der Radiuskorrektur von der
Richtung des nächsten Bahnverlaufs ab.

M98 im Positioniersatz zum letzten Punkt der


Kontur bewirkt, daß das betroffene Konturelement
vollständig bearbeitet wird, und, wie im nebenste-
henden Beispiel, der erste Punkt der nächsten
Kontur mit der zuletzt programmierten Radius-
korrektur angefahren wird.

Die Zusatz-Funktion M98 ist satzweise wirk-


sam. M98 verhindert für den nachfolgenden
Positioniersatz das Einfügen von Übergangs-
kreisen bei Außenecken und das Ermitteln
von Bahnschnittpunkten bei Innenecken.

P68
Anfahren und Verlassen der Kontur
auf einer Geraden
Werkzeug auf der Start-Position
Anfahr-Anweisung M95 bei Innenecken
Problem bei Das Werkzeug steht zu Beginn des Bearbeitungs-
Anfahrwinkeln programms zufällig auf der Ist-Position PS und
a kleiner 180° soll die Soll-Position Pl mit Radiuskorrektur anfah-
ren.

A.I
In diesem Fall interpretiert die Steuerung die
zufällige Position PS als bereits korrigierte Werk-
zeug-Position PSI< eines gedachten Konturpunktes
und der Punkt Plk kann wegen der Bahnkorrektur
nicht angefahren werden.

L
Anfahr- Mit der Zusatz-Funktion MS5 wird die Bahnkor-
Anweisung rektur für den ersten Positioniersatz abgewählt. I
M95 bei Das Werkzeug fährt von der Position PS ohne
Innenecken Bahnkorrektur auf den korrigierten Konturpunkt
Plk.

Die Zusatz-Funktion MS5 wird bei Anfahrwinkeln


a kleiner 180“ programmiert. MS5 wird im Posi-
tioniersatz zu Pl eingegeben.

MS5 ist nur zu Beginn des Arbeitsprogramms


wirksam!
Das satzweise Abwählen der Bahnkorrektur in- Plk Pl
nerhalb des Arbeitsprogramms geschieht mit
der Funktion MS8 (s. ,,Bahnkorrektur beenden”).

Wird MS5 bei Anfahrwinkel a größer 180°


programmiert, führt dies zur Beschädigung
der zu erzeugenden Kontur.

P69
Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholung
Programm-Marken (Label)
Label Beim Programmieren können Label (Programm-
Marken) mit einer bestimmten Nummer gesetzt 0 0
werden, um den Anfang eines bestimmten Pro- Ob LBL27 zzizso
grammabschnitts zu kennzeichnen. Dieser Pro-
0 ~~ 0
grammabschnitt kann z.B. ein Unterprogramm
sein. 0- 0
Auf diese Programm-Marken kann dann beim ~~ -
0 0
Programmlauf gesprungen werden (z.B. zum
0 0
Abarbeiten des betreffenden Unterprogramms).
0- 0
Setzen eines Das Setzen eines Labels erfolgt über die $i - 0 0
Cl
Labels Taste.
0 0
LBL SET
0 .~ 0
Label-Nummer Label-Nummern können von 0 bis 254 gewählt 0 EE CALL LBL 27 -s 0
werden.
0 0
Die Label-Nummer 0 kennzeichnet stets das -
Ende eines Unterprogramms (s. ,,Unterpro- 0 0
gramm”) und ist somit eine Rücksprungmarke! O- 0

Wird eine Label-Nummer eingegeben, die bereits


an einer anderen Stelle im Programm gesetzt
wurde, so erscheint die Fehlermeldung:
= LABEL-NUMMER BELEGT =

Aufruf einer Der Dialog wird mit der Cl $kL -Taste eröffnet.
Label-Nummer Mit LBL CALL kann man im Programm
LBL CALL 0 Unterprogramme aufrufen
l Programmteil-Wiederholungen programmie-
ren.

Label-Nummer Die aufzurufenden Label-Nummern können von 1


bis 254 gewählt werden. -

Wird die Nummer 0 eingegeben, so erscheint die


Fehlermeldung:
= SPRUNG AUF LABEL 0 NICHT ERLAUBT =

Wiederholung Bei Programmteil-Wiederholungen wird auf


REP die Frage ,,WIEDERHOLUNG REP” die Zahl der
Wiederholungen eingegeben.
Für Unterprogramm-Aufrufe muß diese Frage
mit der 1”1 -Taste beantwortet werden.
0-

P70
Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholung
Label
Setzen eines Betriebsart
Labels
Dialog-Eröffnung u
LBL
SET

LABEL-NUMMER
--_.-..---. ? Label-Nummer eingeben.
--- Kl
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel .__~. -- . -.- .._. Im Satz 118 ist die Programm-Marke mit der
118 LBL 27 Nummer 27 gesetzt.

I -~-------
---- I

Aufruf eines Betriebsart


Labels
Dialog-Eröffnung

._.-.-.._,........-.-- __...- -.- __.-.. .._


LABEL-NUMMER
-.------------ ? --.-. .--_ Aufzurufende Label-Nummer ein-
geben.
v

q
ENT Eingabe übernehmen.

WIEDERHOLUNG REP ?

Wird eine Programmteil-Wiederholung ein- Anzahl der Wiederholungen ein-


gegeben: , geben.
Eingabe übernehmen.

Wird ein Unterprogramm-Aufruf eingege-


Keine Eingabe.
ben :

L
Anzeige-Beispiel 1 Es wird ein Programmteil zweimal wiederholt.
Die Zahl nach dem Schrägstrich gibt die noch
offenen Wiederholungen im Programmlauf an.
L Sie verringert sich nach jeder erfolgten Wieder-

Anzeige-Beispiel 2

1
Es wird das Unterprogramm mit der Label-Num-
218 CALL, LBL 27 REP mer 27 aufgerufen (die Bearbeitung also mit Satz
-.--~-------.-.---..-- . .._ - -.. 118 fortgesetzt, siehe oben).

P71
Unterprogramme und .Programmteil-
Wiederholung
Programmteil-Wiederholung
Programmteil- Ein bereits durchlaufener Programmteil kann im
Wiederholung Anschluß nochmals abgearbeitet werden. Man
spricht in diesem Fall von einer Programm-
Schleife oder Programmteil-Wiederholung.

Der Anfang des Programmteils, der wiederholt


werden soll, wird durch eine Label-Nummer
gekennzeichnet.
Den Abschluß bildet der Aufruf der Label-Num-
mer LBL CALL in Verbindung mit der program-
mierten Anzahl der Wiederholungen REP.

Ern Programmteil kann maximal 65 534 mal wie-


derholt werden.

Die Steuerung arbeitet das Haupt-Programm


(zusammen mit dem betreffenden Programmteil)
bis zum Aufruf der Label-Nummer ab.

Anschließend erfolgt der Rücksprung zur aufgeru-


fenen Programm-Marke und der Programmteil
wird wiederholt.

In der Anzeige wird die Zahl der noch offenen


Wiederholungen um 1 verringert: REP 2/1.
Nach einem erneuten Rücksprung wird der Pro- -

grammteil zum zweiten Mal wiederholt.

Sind alle programmierten Wiederholungen aus-


~.
geführt (Anzeige: REP 2/0), wird das Haupt-Pro-
gramm fortgesetzt

4
Der Programmteil wird (insgesamt) immer
einmal mehr abgearbeitet als Wiederholun-
gen programmiert sind.
4

d
Programmier- Erfolgt auf die Frage nach der Wiederholung REP
Fehler keine Angabe (Drücken der /Zl -Taste), so wird
0-
aus der Programmteil-Wiederholung eine -
Schleife: der Aufruf der Label-Nummer wird 8 x
wiederholt.

Während des Programmlaufs und in einem Test-


lauf erscheint nach der 8. Wiederholung am Bild-
schirm die Fehlermeldung:
= ZU HOHE VERSCHACHTELUNG =

P72
L

Unterprogramme und Programmteil-


WiedkrhÖlung
Unterprogramm
Unterprogramm Wird ein Programmteil nochmals an anderen
Stellen im Bearbeitungsprogramm benötigt, so
kann dieser Abschnitt als Unterprogramm gekenn-
zeichnet werden.
Der Anfang des Unterprogramms wird mit einer
frei wählbaren Label-Nummer gekennzeichnet.
Das Ende des Unterprogramms bildet immer die
Label-Nummer 0.

Ist das Ende des Unterprogramms nicht durch UNTER-


LBL 0 gekennzeichnet, so kann durch einen PROGRAMM
Unterprogramm-Aufruf eine zu hohe Ver-
schachtelung (s. Fehlermeldung
ZU HOHE VERSCHACHTELUNG) program-
miert werden.

Das Unterprogramm wird mit LBL CALL aufgeru-


fen. Der Aufruf kann an jeder beliebigen Stelle im
Programm erfolgen (aber nicht innerhalb des
gleichen Unterprogramms).
Nach Abarbeiten des Unterprogramms wird auf
die Sprungstelle im Hauptprogramm zurückge-
sprungen.
Programmlauf Die Steuerung arbeitet das Hauptprogramm bis
zum Unterprogramm-Aufruf ab
(CALL LBL 27 REP).
Dann erfolgt ein Sprung zur aufgerufenen Pro-
gramm-Marke.
0 0
Das Unterprogramm wird bis zur Label-Nummer 0
(Unterprogramm-Ende) abgearbeitet. 0 0

Anschließend wird ein Rücksprung ins Hauptpro-


gramm ausgeführt.
Das Hauptprogramm wird mit dem auf den
Unterprogramm-Aufruf folgenden Satz fortgeführt.

Steht das Unterprogramm wie im vorliegen-


den Fall im Hauptprogramm, wird es auch
während des Programmlaufs ohne Aufruf ein-
mal abgearbeitet.

Ein Unterprogramm kann durch einen Unterpro-


gramm-Aufruf nur einmal abgearbeitet
Beim Unterprogramm-Aufruf
nach der Dialogfrage WIEDERHOLUNG
werden!
mit LBL CALL muß
REP ? die
/f$gicL
= LBL 27 % o
E& -Taste gedrückt werden.
/Iy/

Ist eine Wiederholung programmiert, z.B.


REP l/l, so wird der Abschnitt zwischen der
aufgerufenen Label-Nummer und dem Aufruf
CALL LBL als Programmteil-Wiederholung
ausgeführt. Die Programm-Marke LBL 0 wird
nicht berücksichtigt.

’ CALLLBL 27 REPl/l o
0-o
Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholung
Verschachtelung
Die Ver- Innerhalb eines Unterprogramms oder einer Pro-
schachtelurig grammteil-Wiederholung kann ein weiteres Unter-
programm bzw. eine weitere Programmteil-Wie- 1 -~-_-__. I

derholung aufgerufen werden. - 0 e LBL 15 zo-


Man spricht in diesen Fällen von einer Ver-
schachtelung (russ. Puppen-Schachtel in der 0 0
Schachtel!). l
0 z= EO

1 --_1
LBL’l7
Programmteile und Unterprogramme können
bis zu 8 mal geschachtelt werden, d.h. die Ver- 0 0
schachtelungs-Tiefe beträgt 8.

l
Wird die Verschachtelungs-Tiefe überschritten, so 0 W. .‘kBi 17 REP 2/2 0
erscheint die Fehlermeldung:
= ZU HOHE VERSCHACHTELUNG =
0 0
CALL LBL 15-..L REP l/l -
0- 0
I I

Programmlauf Das Hauptprogramm wird bis zum Sprung auf


mit LBL 17 abgearbeitet. Der Programmteil wird zwei-
Wiederholung mal wiederholt.

Anschließend arbeitet die Steuerung das Haupt-


programm bis zum Sprung auf LBL 15 weiter ab.
Der Programmteil wird bis CALL LBL 17 REP 2/2
einmal wiederholt, und der geschachtelte Pro-
grammteil zusätzlich noch zweimal. Dann wird
die zuletzt programmierte Wiederholung nach
CALL LBL 17 fortgesetzt.

Programmlauf Das Hauptprogramm wird bis zum Sprungbefehl


mit Unter- CALL LBL 17 abgearbeitet.
Programmen
Anschließend wird das Unterprogramm begin-
nend mit LBL 17 bis zum nächsten Aufruf CALL
LBL 53 abgearbeitet usw. Das am tiefsten
geschachtelte Unterprogramm wird durchgehend
bearbeitet.

Vor Unterprogramm Ende (LBL 0) des letzten


Unterprogramms erfolgt ein Rücksprung zum vor-
hergehenden Unterprogramm, bis schließlich
zuletzt ins Hauptprogramm.

P74
Unterprogramme und l%oarammteil-

Wiedkrhölung
Verschachtelung

Unterprogramm Unterprogramme können nicht in ein bestehen-


im Unter- des Unterprogramm geschrieben werden. Jedes
programm der beiden Unterprogramme im nebenstehenden
Beispiel wird dann nur bis zur ersten Label-Num-
mer 0 abgearbeitet.

In diesem Fall sollte das Unterprogramm 20 am


Ende des Bearbeitungsprogramms programmiert
werden; vom Hauptprogramm getrennt mit STOP
M02.
Im Unterprogramm 19 wird das Unterprogramm
20 mit CALL LBL 20 aufgerufen.

‘-
Wiederholung Mit Hilfe der Verschachtelung ist es möglich,
von Unter- Unterprogramme zu wiederholen.
Programmen
L Das Unterprogramm wird innerhalb einer Pro-
grammteil-Wiederholung aufgerufen. Dieser
Unterprogramm-Aufruf ist der einzige Satz der
Programmteil-Wiederholung.
Im Programmlauf ist wieder darauf zu achten,
daß das Unterprogramm einmal mehr abgearbei-
tet wird, als Wiederholungen programmiert sind.
Programm-Sprung

Sprung in ein Die Programm-Verwaltung der Steuerung ermög-


anderes licht es, von einem Hauptprogramm in ein ande-
Hauptprogramm res Hauptprogramm zu springen.
Dadurch können
l in Verbindung mit der Parameter-programmie-
rung eigene Bearbeitungszyklen (s. ,,Zyklus Pro-
gramm-Aufruf”) erstellt,
oder
l Werkzeug-Listen

Die Programmierung
gespeichert

des Sprungs
werden.

erfolgt mit der


PGM
0” -Taste.
Wird dabei eine Programm-Nummer
unter der kein Programm abgespeichert
CALL PGM 13). so erscheint beim Anwählen
eingegeben,
ist (z. B.
des
CALL .
Hauptprogramms mit der Sprunganweisung die
Fehlermeldung:
= PGM 13 FEHLT =

Für die Programm-Aufrufe sind maximal vier Ver-


schachtelungsebenen zugelassen, d.h. die Ver-
Schachtelungs-Tiefe beträgt 4.

Programmlauf Die Steuerung arbeitet das Hauptprogramm 1 bis


Beispiel zum Programm-Aufruf CALL PGM 28 ab.

Anschließend erfolgt ein Sprung in das Hauptpro-


gramm 28. HAUPTPROGRAMM HAUPTPROGRAML 1
Das Hauptprogramm 28 wird von Anfang bis 0 @
Ende abgearbeitet.

Dann erfolgt ein Rücksprung in das Hauptpro-


gramm 1.

Das Hauptprogramm 1 wird mit dem auf den Pro-


gramm-Aufruf folgenden Satz fortgeführt.

Im aufgerufenen Hauptprogramm darf kein


Rücksprung in das ursprüngliche Hauptpro-
gramm programmiert werden (Bildung einer
zu hohen Verschachtelung)!

P76
Programm-Sprung

Eingabe Betriebsart
PGM
Dialog-Eröffnung GCALL

----~~ ----
Nummer des aufzurufenden Pro-
PROGRAMM-NUMMER ?
_-__ ~_~__~__. -....--- NI.l gramms eingeben.
v
ENT Eingabe übernehmen.
101

Anzeige-Beispiel --- Im Satz 87 wird das Hauptprogramm 28 aufgeru-


-87 CALL P6M 28 fen und abgearbeitet.
-...---_I_. _I.~~.

Ein Programm-Aufruf kann wie ein Zyklus-


Aufruf programmiert werden, falls die Pro-
gramm-Nummer in die Zyklus-Definition 12
eingegeben wird.
Damit werden die mit Hilfe der Parameter-
Programmierung selbst erstellten Zyklen den
vorprogrammierten Zyklen gleichgestellt (s.
,Zyklus Programm-Aufruf”).

P77
Parameter

Parameter Zahlenwerte im Programm (Soll-Positionen, VOF-


Schübe, Werkzeugmaße, Werkzeugnummern im
TOOL CALL-Satz, Spindeldrehzahlen, Eingabe- .-.,
Daten für Zyklen und Programm-Marken (Label-
Nummern) bei bedingten Sprüngen) können durch
einen variablen Parameter d.h. einen ,,Platzhal- ~.
ter” für später einzugebende oder von der Steue-
rung zu berechnende Zahlenwerte ersetzt werden.
Beim Abarbeiten des Programms benutzt die _
Steuerung dann den Zahlenwert, der sich aus der
sog. Parameter-Definition ergibt.

Q-Parameter-Programme können nicht von Q


mm auf inch umgeschaltet werden und
umgekehrt, da beim Umschalten auch die Q-
Werte (C Label-Nummer) von Parameter-Ver- -
gleichen umgerechnet werden.

Parameter Parameter werden mit dem Buchstaben 0 und


setzen einer Nummer gekennzeichnet; die Nummern
sind zwischen 0 und 99 wählbar. Parameter kön-
nen auch mit negativen Vorzeichen eingegeben I
werden. Positive Vorzeichen müssen nicht pro- FN 0: ZUWEISUNG
grammiert werden. Das Eingeben (= Setzen) der FN 1: ADDITION
Parameter erfolgt über die -Taste. FN 2: SUBTRAKTION
FN 3: MULTIPLIKATION
FN 4: DIVISION
Parameter- Die Zuordnung von bestimmten Zahlenwerten zu
FN 5: WURZEL
Definition den Parametern ist entweder direkt oder durch
mathematische und logische Funktionen möglich. FN 6: SINUS
FN 7: COSINUS
Der Dialog für die Parameter-Definition wird durch FN 8: WURZEL AUS QUADRAT-SUMME
FN 9: WENN GLEICH, SPRUNG
die Taste & eröffnet. Über die Tasten t
Cl 0 FN 10: WENN UNGLEICH, SPRUNG
oder 4 kann dann eine der nebenstehenden FN 11: WENN GROESSER, SPRUNG
Cl
Parameter-Funktionen FN angewählt werden: FN 12: WENN KLEINER, SPRUNG
FN 13: ANGLE
4
FN 14: FEHLER-NUMMER
ab Software-Version 05:
FN 15: PRINT
4

Parameter- Gibt man Parameter anstelle von Koordinaten


Definition innerhalb einer Linear-lnterpolation ein, so können
Beispiel Konturen erzeugt werden, die über mathema-
tische Funktionen definiert sind, z. B. Ellipsen. Die
Kontur setzt sich dann aus vielen einzelnen Gera-
denstücken zusammen (siehe auch ,,Ellipse - Pro-
grammierbeispiel”).

/ 1 28.1 x+Q% y+Qd2 1


Ein Rechenschritt
Programmierung
dauert bei der Parameter-
3 ms bis 20 ms. Bei kompli- RF-M 1
I
zierten mathematischen Funktionen ist bei
hohen Vorschüben ein Stillstand auf der Kon-
tur möglich.

P78
Parameter

Setzen eines Dialog-Frage z. B.


Parameters
---_-..--
KOORDINATEN ?
-_- -~- -- .__.-.-_---.-- Kl X Achse wählen, z. B. X
v
Parameter-Taste drücken.
ClQ
7
Parameter-Nummer eingeben.
El
v
Ggf. Vorzeichen eingeben.

Eingabe übernehmen.

Parameter Q13 ist Platzhalter für den Zahlenwert


der X-Koordinate; Parameter Q2 ist Platzhalter für
den negativen Zahlenwert der Y-Koordinate.
013 ist z. B. der Wert +40,000 und Q2 +19,000
zugewiesen. Das Werkzeug wird dann auf die
Position P (X+4O,OOO/Y-19,000) verfahren.

Die Parameter müssen vor ihrem Aufruf defi-


niert sein. Nicht definierte Parameter werden
bei Beginn des Programm-Laufs automatisch
mit dem Zahlenwert 0 belegt,
Im Anzeige-Beispiel (oben) würde das Werk-
zeug dann auf die Position XO/YO fahren.

L- Anwählen Betriebsatt
einer
Parameter- Dialog-Eröffnung
Funktion
b
Gewünschte Parameter-
FN 0: ZUWEISUNG ? )m oder m Funktion anwählen.
_ --_ .-_- -----.- .._... .-.-.

Steht die gewünschte Funktion in der


Anzeige, z. B.

ENT Funktion übernehmen


-adFN 9:-.--
WENN GLJXH, SPRUNG
~~-_- --._.-_ --- )io

In der Anzeige erscheint die erste Dialog-Frage.


(Beantwortung siehe entsprechende Funktion).

P79
Parameter
Parameter-Funktionen

FN 0: Durch die Funktion FN 0: Zuweisung wird einem


Zuweisung bestimmten Parameter entweder ein Zahlenwert Q5 = 65,432
oder ein anderer Parameter zugewiesen. ./
Anzeige:
Die Zuweisung entspricht einem ,,=“-Zeichen.

18tiO:Q5=+65432
~--.- -Lu---.- -.- _...-

FN 1: Durch die Funktion FN 1: Addition wird ein 1 I


Addition bestimmter Parameter als die Summe von zwei- 017 = 02 + 5,000
Parametern, zwei Zahlenwerten oder einem Para-
Anzeige:
meter und einem Zahlenwert festgelegt.

12FN l:Ql7=+Q2

+ + 5,000

FN 2: Durch die Funktion FN 2: Subtraktion wird ein


Subtraktion bestimmter Parameter als die Differenz zwischen Ql 1 = 5,000 - 034
i
zwei Parametern, zwei Zahlenwerten oder einem .-
Anzeige :
Parameter und einem Zahlenwert festgelegt.

: 94,FNZ:Qll =+ 5,000
--
-_ .+ Q34

FN 3: Durch die Funktion FN 3: Multiplikation wird ein


Multiplikation bestimmter Parameter als das Produkt von zwei 021 = Ql x 60,000
Parametern, zwei Zahlenwerten oder einem Para-
Anzeige :
meter und einem Zahlenwert definiert.

85FN3:Q2l=+Ql

+ 60,000

4
FN 4: Durch die Funktion FN 4: Division wird ein
Division bestimmter Parameter als der Quotient von zwei Ql2=Q2!62
Parametern, zwei Zahlenwerten oder einem Para-
Anzeige:
meter und einem Zahlenwert festgelegt.
(DIV ist die Abkürzung für Division).
73FN4:Ql2=+Q2 ---_I--

---__ .---.---. DIV + 62,000


__-----. - .-.. ---~

FN 5: Durch die Funktion FN 5: Wurzel wird ein


Wurzel bestimmter Parameter als die Quadratwurzel Q98=fl
eines Parameters oder eines Zahlenwertes defi-
niert. Anzeige:
(SQRT ist die Abkürzung für den englischen Aus-
druck Square root, zu deutsch Quadratwurzel). 69FN5:098=SQRT+2000
-_-.-_ _--.. -_..--L--.--

P80
Parameter
Parameter-Funktionen

Programm- Betriebsart
Eingabe
.- Beispiel FN 1 Dialog-Eröffnung

FNi:buomoN Funktion übernehmen.

Parameter-Nummer eingeben.
-.-hRAMFlER-NR RIEB ERGEBNIS ?
v
Eingabe übernehmen.

1. = ODER PW.?

Wird eine Zahl zugewiesen: Zahlenwert eingeben.


v
Zahl übernehmen.

Wird ein Parameter zugewiesen: Q Parameter-Taste drücken.


m
v
Parameter-Nummer eingeben

Parameter übernehmen

.-

2WEKTODERPARAMEIER?

Wird eine Zahl zugewiesen: Zahlenwert eingeben


v
Zahl übernehmen.

Wird ein Parameter zugewiesen: Q Parameter-Taste drücken.


Kl
v
Parameter-Nummer eingeben.
El
v
Parameter übernehmen.

P81
Parameter
Parameter-Funktionen

Winkel- Sinus- und Cosinus-Funktion stellen einen mathe-


funktionen matischen Zusammenhang zwischen einem Win-
kel und den Seitenlängen im rechtwinkligen
Dreieck her. Die Winkelfunktionen werden mit
FN 6: Sinus und
FN 7: Cosinus programmiert.
Die Parameter-Funktion FN13: Angle errechnet
aus Sinus- und Cosinuswerten den Winkel (siehe
,,Angle”).

Definition der sin a =


Winkel- Gegenkathete (gegenüberliegende Seite) = a
funktionen Hypotenuse (längste Seite des Dreiecks) c

cos a =
Ankathete (anliegende Seite) b
Hypotenuse (längste Seite des Dreiecks) = c.

Winkel- XP = R cos a
funktionen
im YP = R t sin a
rechtwinkligen
Dreieck

FN 6: Durch die Funktion FN 6: Sinus wird ein


Sinus bestimmter Parameter als der Sinus eines Win- Q10 = sin 08
kels (in Grad (“)) definiert, wobei der Winkel ein
Anzeige:
Zahlenwert oder ein Parameter sein kann.
113FN6:QlO=SIN+Q6
~.--~

FN 7:
Cosinus
Durch die Funktion FN 7: Cosinus wird ein
bestimmter Parameter als der Cosinus eines BI
Winkels (in Grad (“)) definiert, wobei der Winkel
ein Zahlenwert oder ein Parameter sein kann.
___._
I_--_.--
911 FN7:Q61=COS-055
._._ _.._-.-.-.
.._
~..---~.-- -_--~----

l I

P82
Parameter
Parameter-Funktionen

Länge einer Die Parameter-Funktion FN 8: Wurzel aus Qua- l 1


Strecke dratsumme dient zur Längenberechnung von
Strecken im rechtwinkligen Dreieck. Y

Nach dem Satz des Pythagoras gilt:

a2 + bz = c* oder c = /m

FN 8: Durch die Funktion FN 8: Wurzel aus Quadrat-


Wurzel aus summe wird ein bestimmter Parameter als die
03 = J302 + 045’
Quadrat- Wurzel aus der Summe der Quadrate zweier
i
summe Zahlen bzw. Parameter festgelegt. Anzeige:
(LEN ist die Abkürzung für den englischen Aus-
56FN8:Q3=+30,000
druck length, zu deutsch Länge, Strecke). --
---.-- - -__-
LEN + Q45
-

P83
Parameter
Parameter-Funktionen

Wenn, Durch die Parameter-Funktionen FN 9 bis FN 12


dann Sprung kann ein Parameter mit einem anderen Parameter
oder mit einem Zahlenwert verglichen werden.
Abhängig vom Ergebnis dieses Vergleichs kann
ein Sprung auf eine bestimmte Programm-Marke
= gleich
(Label) ausgeführt werden (bedingter Sprung).

Die Gleichungen bzw. Ungleichungen lauten:


l 1. Parameter ist gleich einem Wert bzw. einem + ungleich
2. Parameter, z.B. 01 = 02

l 1. Parameter ist verschieden von einem Wert


bzw. einem 2. Parameter, z. B. 01 =b 02 > größer
l 1. Parameter ist größer als ein Wert bzw. ein
2. Parameter, z.B. Ql > Q2

l 1. Parameter ist kleiner als ein Wert bzw. ein


< kleiner
2. Parameter, z. B. 01 < 02

Wenn eine dieser Gleichungen erfüllt ist, dann


erfolgt ein Sprung auf eine bestimmte Pro-
gramm-Marke.
Ist die Gleichung nicht erfüllt, so wird das Pro-
gramm mit den nachfolgenden Sätzen fortgeführt.

-432 LBL 30

FN 9: Bei Programmierung der Funktion ,,FN 9: Wenn


Wenn gleich, gleich, Sprung” wird nur dann ein Sprung auf
Sprung eine Programm-Marke ausgeführt, wenn ein
Wenn gilt: Q2 = 360,
bestimmter Parameter gleich einem anderen
Parameter bzw. einem Zahlenwert ist. dann spring auf LBL 30!

IF ist das englische Wort für wenn. Anzeige:


EQU ist die Abkürzung für das englische Wort __..___ ---~.--.--- ..-... -.-.__..
equal, zu deutsch gleich oder ist gleich. 47FN9:IF+Q2
--.. _1_- .~.
GOTO ist der englische Ausdruck für geh auf. _-__ --- _._.-. ---- . . ..-. - ---- --
EQU + 360,000 GOTO LBL
---.-- . ..-.-- -.--------- ~---~ - 30 -

P84
Parameter
Parameter-Funktionen

4
Eingabe Betriebsart j3j
Beispiel FN 9
L Dialog-Eröffnung DEF
Cl

Ru 9: WENN GLEICH, SPRUNG ENT Funktion übernehmen.


- --.._-.-- blol

l.VVERTODERPARAMETER? Parameter-Taste drücken.


...- Kl Q
v
Parameter-Nummer eingeben.
0
V’
Parameter übernehmen.

--
2 WERT ODER PARAMETER ? .---- --

Wird der oben gesetzte Parameter mit einer Zahlenwert eingeben.


Zahl verglichen:
v
Eingabe übernehmen.

K! Q
Wird der oben gesetzte Parameter mit einem Parameter-Taste drücken.
anderen Parameter verglichen:
v
Parameter-Nummer eingeben
0
v
Eingabe übernehmen.

-~--_-_~
Nummer der Sprung-Marke ein-
LABEL-NUMMER 7 ,geben.
v

q
ENT Eingabe übernehmen.

Die Bildschirm-Anzeigen stehen auf der nachfol-


genden Seite bei den entsprechenden Funktionen.

P85
Parameter
Parameter-Funktionen

FN IO: Bei Programmierung der Funktion ,,FN 10: Wenn


Wenn ungleich, ungleich, Sprung” wird nur dann ein Sprung auf
Sprung eine Programm-Marke ausgeführt, wenn ein
bestimmter Parameter ungleich einem anderen Wenn gilt: 03 + 010,
Parameter bzw. einem Zahlenwert ist. dann spring auf LBL 2!

(NE ist die Abkürzung für den englischen Aus-


druck not equal, zu deutsch ungleich oder ver-
schieden, nicht gleich).
-

Anzeige:
I
-38FNlO:IF+Q3
----- ^---
NE + 010 GOTO LBi 2
--~
4

.-

FN 11: Bei Programmierung der Funktion ,,FN 11: Wenn


Wenn größer, größer, Sprung” wird nur dann ein Sprung auf
Sprung eine Programm-Marke ausgeführt, wenn ein
bestimmter Parameter größer als ein anderer Wenn gilt: Q8 > 360.
Parameter bzw. ein Zahlenwert ist. dann spring auf LBL 17!

(GT ist die Abkürzung für den englischen Aus-


druck greater than, zu deutsch größer als).

Anzeige:
--- --
28 FN 11:.IF + Q8
__-.._. -- ---.
‘GT + 360,600 GOTO LBL 17
----

FN 12: Bei Programmierung der Funktion .,FN 12: Wenn


Wenn kleiner, kleiner, Sprung” wird nur dann ein Sprung auf
Sprung eine Programm-Marke ausgeführt, wenn ein
bestimmter Parameter kleiner als ein anderer Wenn gilt: 06 < 05,
Parameter bzw. ein Zahlenwert ist. dann spring auf LBL 3!

(LT ist die Abkürzung für den englischen Aus- -


druck less than, zu deutsch kleiner als).

_____
-.-.-.-_-._.-.-..--.---_--- --..-...
24 FN 12: IF + Q6
_-_.... ---__--- -__- - ._-- -.-- c ..---
..--_.._---~ --~..
LT + 05 GOTO LBL 3

P86
Parameter
Parameter-Funktionen

Winkel aus Ist der Wert der Winkel-Funktion sin a bekannt,


Winkel- so gibt es immer zwei mögliche Winkel, die die
Funktionen Gleichung erfüllen.
Beispiel: sin a = 0.5 -a, = 30°
- a2 = 150°

Zur eindeutigen Bestimmung von a wird daher die


zweite Winkel-Funktion cos a benötigt. Ist der
Wert cos a zusätzlich bekannt, so gibt es für a
eine eindeutige Lösung:
sin a = + 0.5
cos a = + 0,866 - a = + 30”
dementsprechend:
sin a = + 0.5
cos a = - 0,866 -ca=+150°
Die Steuerung berechnet den Winkel a aus der
Tangensfunktion
sin a
tan a= - und daraus
cos a
arc tan

Winkel aus Anstelle der Winkel-Funktionen sin a und cos a


Strecken im können auch die Katheten eines rechtwinkligen
rechtwinkligen Dreiecks zur Winkelbestimmung verwendet wer-
Dreieck den.
Die Katheten des rechtwinkligen Dreiecks ent-
sprechen den Winkel-Funktionen sin a und cos a
multipliziert mit der Länge R der Hypotenuse.

Durch die Funktion FN 13: Angle wird einem


bestimmten Parameter der Winkel (engl. ,,angle”) sin a = + 0.5
aus den Werten einer Sinus- und einer Cosinus- cos a = + 0,866
Funktion zugewiesen. Anzeige:
Anstelle der Winkel-Funktionen können auch die
Katheten eines rechtwinkligen Dreiecks eingege- _.- _.... --.
25FN 13:Q11=+0,5
ben werden.

Wird für cos a der Wert 0 eingegeben, so _--.-. - - ANG- ._____+ 0,866
.. _ .-. _
berechnet die Steuerung den Winkel a aus J

dem zuvor programmierten sin a. Bei Eingabe


von sin a = 0 und cos a = 0 (z.B. über nicht R = IO IO. sin a = + 5
z;&!;ierte Parameter) erscheint die Fehlermel- 10 - cos a = + 8,660
Anzeige :
= ARITHMETIK-FEHLER =
25iN13:Q11=+5
-.... -_.-..- -
ANG + 8,660

PS7
Parameter
Parameter-Proarammierung ”

(Beispiel)
Am Beispiel einer Ellipse soll die Programmier-
technik mit Parametern gezeigt werden.
Y
Geometrie Die Ellipse wird nach nebenstehender Formel
beschrieben (math. Parameter-Form der Ellipse).
t
m a
x = a . cos Q
y = b sin a

D.h. zu jedem Winkel a gehört eine X-Koordinate


und gleichzeitig eine Y-Koordinate.
Beginnt man bei a = O” und läßt man in kleinen
Schritten a auf 360° anwachsen, so erhält man
eine Vielzahl von Punkten auf einer Ellipse. Wer-
den diese Punkte durch Geraden verbunden, so x = a - cos a
entsteht eine geschlossene Kontur. I
y = b -.sin a

a, b: Halbachsen der Ellipse

Parameter- Das Programm besteht im wesentlichen aus vier


Definition Teilen:
l Parameter-Definitionen
l Positionierung
Fräsen der Ellipse
(Linear-lnterpolation) für das Y
l Erhöhung des Winkelschritts P (XQ25, YQ24)
l Parameter-Vergleich und Programm-Fortset-
zung, bis die Ellipse vollständig gefertigt ist.

Als Parameter werden definiert:


l Winkelschritt 020: Der Winkel soll jeweils
um 2” anwachsen; 020 = + 2,000
l Anfangswinkel 021: Der erste Punkt der Kon-
tur hat den Winkel O”; Q21= 0,000
l Halbachse inX-Richtung Q23:023 = +50,000
l Halbachse in Y-Richtung Q22: Q22 = +30,000
l X-Koordinate 025: Der Zahlenwert der X-
Koordinate wird dem Parameter 025 zugewie-
sen.
l Y-Koordinate 024: Der Zahlenwert der Y-
Koordinate wird dem Parameter Q24 zugewie-
sen
Die Parameter 025 und 024 werden nach oben-
genannter Formel definiert:

(X=) 025 = 023 t cos Q21;


(Y=) Q24 = Q22 * sin 021;

Die beiden Gleichungen müssen umgeschrieben


werden, da sie auf diese Art nicht eingegeben
werden können, deshalb:

Zuerst: 014 = sin 021


015 = cos Q21 014 = SIN + Q21
dann: 024 = Q14, 022 Q15 = COS + Q21
025 = 015 * 023 ‘Q24 = + Q14 + 022
Q25=+015 +Q23

P88
Parameter
Parameter-Programmierung
(Beispiel)

Positioniersatz In diesem Satz mit Linear-lnterpolation steht das


Fräsen der Ellipse. RR FZOO M J

020 = + 2,000
Q21 = + 0,000
Q22 = + 30.000
023 = + 50:000

Q25=+015* +Q23
L X + 025 Y + 024
RR F200 M
L.
Erhöhung des Neuer Winkel 021 = Q21~+Q21++Q20’ l
Winkelschritts alter Winkel Q21 + Winkelschritt 020

1 020 = + 2,000
021 = + 0,000
Q22 = + 30,000
Q23 = + 50,000
Parameter- Für die Wiederholung muß vor der Parameter- + LBL 1
Vergleich und Definition für 014 und 015 eine Sprung-Marke Q14= SIN + 021
Prograinm- gesetzt werden: LBL 1. 015 = COS + Q21
Wiederholung Q24=+ 014 *+ Q22

I
Die Wiederholung ist an folgende Bedingung 025 = + 015 * + 023
geknüpft:
L X + Q25 Y + 024
Wenn der Winkel Q21 kleiner ist als 360,1° (es
muß ein Winkel sein, der größer ist als 360“. aber
kleiner als 360’ + Winkelschritt), dann spring auf
LBL 1:

IF + Q2l
I 1 LT + 360,100
I
GOTO LBL’I ]

LT + 360,100 GOTO LBL 1

L P89
Parameter
Sonder-Funktionen

FN 14: Mit der Parameter-Funktion FN 14: Fehler-Num-


Fehler- mer können Fehlermeldungen und Dialog-Texte Anzeige
Nummer aus dem PLC-Eprom aufgerufen werden. Der Auf- ~_ .---. _-..
ruf erfolgt durch Eingabe der Fehler-Nummer zwi-
28 FN 14: ERROR = 100
schen 0 und 499.
Die Meldungen sind wie folgt zugeordnet:

Fehier- Anzeige am Bildschirm


Nummer

0 299 ERROR 0 ERROR 299

300 399 PLC ERROR 01 PLC ERROR 99


(oder vom Werkzeugmaschinen-
Hersteller festgelegter Dialog)

400 499 Dialoge 0 99 für die


Anwender-Zyklen

0108 Die Steuerung legt den Werkzeug-Radius des


Werkzeug- zuletzt aufgerufenen Werkzeugs unter dem Para-
Radius meter 0108 ab.

Damit kann der letzte Werkzeug-Radius für Para-


meter-Rechnungen und -Vergleiche verwendet
ll3,TQOL CALL .31 2
werden.
,
s + 112,000
Dem Parameter 0108 ist immer der letztgül-
tige Werkzeug-Radius zugeordnet.

5,000

Q109 Verschiedene Maschinen haben wahlweise die X-,


Werkzeug- Y- oder Z-Achse als Werkzeug-Achse. Bei diesen
Achse Maschinen ist es vorteilhaft, wenn die aktuelle
Werkzeug-Achse im Bearbeitungsprogramm abge-
fragt werden kann; dadurch sind z.B. bei Herstel-
ler-Zyklen Programmverzweigungen möglich.

Die Steuerung legt die aktuelle Werzeug-Achse


unter dem Parameter Q 109 ab:

Aktuelle Werkzeug-Achse Parameter


Keine Werkzeug-Achse ist aufgerufen Q 109 = -1
X-Achse ist aufgerufen Q109= 0
Y-Achse ist aufgerufen Q109= 1
Z-Achse ist aufgerufen Q109= 2
IV-Achse ist aufgerufen Q109= 3

P90
Parameter
Sonder-Funktionen

Q 110 Der Parameter 0 110 gibt die zuletzt ausgegebene


Spindel M-Funktion für die Spindel-Drehrichtung an:
L einlaus
M-Funktion Parameter
Keine M-Funktion Q 110 = -1
MO3
(Spindel-Ein im Uhrzeigersinn) 0 llO= 0
MO4
(Spindel-Ein im Gegenuhrzeigersinn) Q 110 = 1
M05.
falls MO3 vorher ausgegeben wurde 0 llO= 2
M05,
falls MO4 vorher ausgegeben wurde 0 110 = 3

0 111 Der Parameter Q 111 gibt an, ob das Kühlmittel


Kühlmittel ein- oder ausgeschaltet wurde.
einlaus
Es bedeutet:

MO8 Kühlmittel eingeschaltet 0 111 = 1


MO9 Kühlmittel ausgeschaltet 0 111 = 0

L
Q 112 Der Parameter Q 112 enthält den Eingabewert des
Überlappungs- Überlappungsfaktors beim Taschenfräsen (Maschi-
faktor nen-Parameter 93). Der Überlappungsfaktor für
L das Taschenfräsen kann in Q-Parameter-Program-
men verwendet werden.

L 0 113 Der Parameter Q 113 gibt an, ob das NC-Pro-


mm/inch- gramm mm-Angaben oder inch-Angaben enthält
Angaben
Es bedeutet:
i
mm-Angaben 0 113=0
inch-Angaben Q113=1

P91
Parameter
Sonder-Funktionen

Parameter- Die Steuerung TNC 355 kann von der integrierten


Übergabe PLC Q-Parameter-Werte in ein NC-Programm
F’LC-NC übernehmen. Die Wertübergabe erfolgt mit den
Parametern 0100 bis Q107.

Ein möglicher Anwendungsfall ist z. B. die Kom-


pensation von Temperatur-Einflüssen an der
Maschine.

Kompensation Bei längeren Bearbeitungszeiten beeinflussen


thermischer thermische Verlagerungen der Maschine bzw. des
Einflüsse Werkstücks die Genauigkeit der Bearbeitung.
Abhilfe schaffen Meßgeräte, die die thermischen
Verlagerungen erfassen und als Korrekturwerte
zur Steuerung übertragen. Mit diesen Werten
kann im Bearbeitungsprogramm z.B. eine Null-
punkt-Verschiebung ausgefü.hrt werden.
Meßgeräte dieser Art bietet z. B. die Firma Testo-
term in 7825 Lenzkirch/Schwarzwald an.

Achsschlitten

Wärmeausdehnung *-

Beispiel Die Wärmeausdehnung der Maschine soll durch _~----..- --.-


eine Nullpunkt-Verschiebung ausgeglichen wer- 84 L
den. -_-.--.-.-
Die Korrekturwerte zur Wärmekompensation für R F M70
die Maschinenachsen sind unter den Parameter- -.-
Nummern 0100 (X-Achse), 0101 (Y-Achse) und
85 CYCL DEF 7.0
Q102 (Z-Achse) abgelegt. I. .------_.~ --.NULLPUNKT- --
--..-
Mit einer M-Funktion, die vom Maschinen-Herstel-
ler festgelegt wird (z.B. M70). fordert die Steue- 86 CYCL DEF’ 7.1 ..-.X -.. + QlOO
..- ___._~. -
~--.._-~-. .--
rung die Korrekturwerte an. -.-.-~--
87 kYCL DEF 7.2 Y + 0101
Ob Ihre Maschine Parameter von der integrierten -~--
PLC übernehmen kann, teilt Ihnen der Werkzeug- 88 CYCL DEF 7.3 Z + 0102
~._.._ -.
maschinen-Hersteller mit.
Parameter
Sonderfunktionen

ab Software-Version 05:
r Anzeige:
L FN 15:
__..--29 .---
PRINT Mit der Parameter-Funktion FN15: PRINT können Ru 15: PRINT oI/Q2/Q3/Q4/Q5/Q9
die aktuellen Werte von Q-Parametern über die
Schnittstelle V.24 ausgegeben werden. Je PRINT-
Befehl ist die Ausgabe von maximal sechs Para- Anzeige:
metern möglich.
PRINT 12/18/8/4/19/55
-- 120_.--FN 15: -. -. .-__~
Anstelle von Q-Parametern können auch Zahlen-
werte zwischen 0 und 200 eingegeben werden.
Diese Zahlen rufen Fehlermeldungen und Dialog-
Texte auf, die im PLC-EPROM gespeichert sind,
bzw. das ASCH-Zeichen ETX. Die Zuordnung der
Zahlenwerte zu den Texten ist wie folgt:

Zahlenwert Ausgabe über die V.24-


Schnittstelle
0 99 in der PLC gespeicherte
Fehlermeldungen

100 199 Texte/Dialoge für die


Anwender-Zyklen

200 Elx

L Parameter für Die Parameter Q115 bis Q118 enthalten die Meß-
programmierbare werte, die über die programmierbare Antast-Funk-
Antast-Funktion: tion ,,Werkstück-Fläche als Bezugsfläche” ermittelt
\- Cl115 . . . 0118 worden sind:

0115 Meßwert X-Achse

Q116 Meßwert Y-Achse

Q117 Meßwert Z-Achse

0118 Meßwert 4. Achse

P93
Zyklen d

Einführung 4

Zyklen Um die Programmierung zu vereinfachen und zu


beschleunigen, sind häufig wiederkehrende Bear-
beitungsfolgen und bestimmte Koordinaten-
Umrechnungen als feste Zyklen vorprogrammiert,
z.B. das Fräsen von Taschen oder Nuilpunkt-Ver-
Schiebung.
Weiterhin können über Zyklen andere Hauptpro-
gramme aufgerufen werden.

Zyklus- Über die Zyklus-Definition werden der Steuerung


Definition die notwendigen Daten für den Zyklus mitgeteilt,
z. 6. die Seitenlängen der Tasche.
Der Dialog für dre Zyklus-Definition wird mit der
Taste y:b eröffnet. Mit den Tasten 4 bzw. ?
iJ 0 El
oder mit ;; und der Zyklus-Nummer kann dann
Ll
ein Zyklus angewählt werden. .
Einteilung Die Zyklen 1 bis 6 und 14 bis 16 sind Bearbei-
tungszyklen, d.h. mit diesen Zyklen werden
Bearbeitungsfolgen am Werkstück ausgeführt.
Mit Zyklus 9 kann eine Verweilzeit programmiert
und mit Zyklus 12 ein Programm aufgerufen wer-
den. Mit Zyklus 13 kann eine bestimmte Spindel-
Orientierung programmiert werden; die übrigen CYCL DEF 1 Tiefbohren
Zyklen ermöglichen verschiedene Koordinaten- CYCL DEF 2 Gewindebohren
Umrechnungen (Koordinaten-Transformationen). CYCL DEF 3 Nutenfräsen Bearbeitungs-
.. CYCL DEF 4 Taschenfräsen Zyklen
Die Zyklen für Koordinaten-Umrechnungen CYCL DEF 5 Kreistasche /
bewirken das Ende der Bahnkorrektur.,
CYCL DEF 7 Nullpunkt
CYCL DEF 8 Spiegeln Koordinaten-
Hersteller- Weitere Zyklen können unter den Zyklus-Num- CYCL DEF IO Drehung Umrechnungen
zyklen mern 68 bis 99 gespeichert sein. Angaben hierzu CYCL DEF 11 Maßfaktor
erhalten Sie von Ihrem Werkzeugmaschinen-Her- /
steller. CYCL DEF 9 Verweilzeit
CYCL DEF 12 Programm-Aufruf
Zyklus- Durch einen Zyklus-Aufruf im Programm wird der CYCL DEF 13 Orientierung
Aufruf vorher definierte Bearbeitungszyklus abgearbei- Zyklen zum
tet. CYCL DEF 6 Ausräumen Bearbeiten von
CYCL DEF 14 Kontur d
Die Koordinaten-Umrechnungen und die Ver- , Taschen mit
weilzeit sowie der Zyklus Kontur benötigen kei- CYCL DEF 15 Vorbohren beliebiger
nen gesonderten Aufruf; sie sind sofort nach der CYCL DEF 16 Konturfräsen , Kontur
Zyklus-Definition wirksam. 4
Für den Zyklus-Aufruf gibt es drei Programmier-
Möglichkeiten:
l Aufruf mit einem CYCL CALL-Satz 4
l Aufruf über die Zusatz-Funktion M99
l Aufruf über die Zusatz-Funktion M89 (abhängig
von den eingegebenen Maschinen-Parametern).
Der Aufruf M89 ist modal wirksam, d.h. bei -

jedem nachfolgenden Positioniersatz erfolgt ein


Aufruf des zuletzt programmierten Bearbeitungs-
zyklus.
M89 wird durch die Eingabe M99 oder durch
einen CYCL CALL-Satz wieder aufgehoben bzw.
gelöscht.

Mit einem Zyklus-Aufruf kann nur der zuletzt


definierte Bearbeitungszyklus aufgerufen wer-
den.

P94
Zyklen
Zyklus-Definition
Zyklus-Aufruf
Definition Betriebsart
eines CYCL
L Zyklus Dialog-Eröffnung ClDEF

CYCL Dti- l-TIEFBOHREN

Zyklus nach dem Namen suchen ewünschten Zyklus anwählen.


mtlG

GOTO
Zyklus mit der Nummer anwählen Mit GOTO
Kl
4
Zyklus-Nummer eingeben.
Cl
v
Eingabe übernehmen

L
I

L
Steht der gewünschte Zyklus in der Anzeige,
z.B.

CYCL DEF 4 TASCHENFF&EN Zyklus übernehmen


.-.....- ..- .--

In der Anzeige erscheint die erste


Dialogfrage zum angewählten Zyklus.
(Beantwortung siehe entsprechende Zyklus-
Definition).

Aufruf Betriebsart
eines
Zyklus Dialog-Eröffnung

-- ZUSATZ-f&NK&N M ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.


v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel
95 CYCL CALL Der zuletzt definierte Zyklus wird aufgerufen.

.- MO3 Die Spindel dreht sich im Uhrzeigersinn


Zyklen
Bearbeitungszyklen
Vorbereitende Maßnahmen

Voraus- Vor einem Zyklus-Aufruf muß bereits program-


setzungen miert sein:

l Werkzeug-Aufruf: zur Bestimmung der Spin-


1 TOOL CALL 1
delachse und der Drehzahl;

l Zusatz-Funktion: zur Angabe der Spindel- _----


Drehrichtung. DREHRICHTUNG

l Positioniersatz zur Start-Position: für den


Bearbeitungszyklus.

Fehler- Fehlender Werkzeug-Aufruf wird mit der


meldungen Fehlermeldung.
= TOOL CALL FEHLT =
angezeigt.

Fehlende Angabe der Spindel-Drehrichtung


wird mit der Fehlermeldung
= SPINDEL ? =
angezeigt.
-

Vierte Achse Wird die vierte Achse als Spindelachse verwendet


als Spindelachse (Z.B. U. V, W), so muß diese im Werkzeug-Aufruf
angegeben werden. (Im Dialog wird die vierte
Achse nicht angezeigt).

Maßangaben Maßangaben für die Werkzeug-Achse werden in


der Zyklus-Definition grundsätzlich in Bezug auf
die Start-Position des Werkzeugs angegeben
und als Kettenmaße interpretiert.
Die 1 -Taste braucht dabei nicht gedrückt zu
0
werden!

.-

k!!!
Bearbeitungszyklen müssen (im Gegensatz zu -
den Zyklen für Koordinaten-Umrechnungen)
zur Abarbeitung immer aufgerufen werden!
4
P96
Zyklen
Koordinaten-Umrechnungen

.-
Allgemein Die Koordinaten-Umrechnungen verändern das
Koordinatensystem, das durch ,,Werkstück-Null-
L punkt setzen” festgelegt wurde. Diese Zyklen sind
nach der Definition sofort wirksam, ein Zyklus-
Aufruf ist hier nicht erforderlich.

des Koordinaten-
Systems

Aufheben des Die Koordinaten-Umrechnungen sind solange


Zyklus wirksam, bis sie wieder aufgehoben werden. Dies
kann entweder durch eine erneute Zyklus-Defini-
tion, bei welcher der ursprüngliche Zustand pro-
grammiert wird, oder mit der Zusatz-Funktion
M02, M30 oder mit dem letzten Satz
-. END PGM MM (abhängig vom eingegebenen
Maschinen-Parameter) erfolgen.

P97
Zyklen
Tiefbohren

Eingabe- Sicherheits-Abstand: Abstand zwischen Werk-


Daten zeugspitze (Start-Position) und Werkstückober-
fläche.
Vorzeichen: +z
l in positiver Achsrichtung + i+ Y)0
l in negativer Achsrichtung -
Bohrtiefe: Maß zwischen Werkstückoberfläche
und Bohrungsgrund (Spitze des Bohrkegels).
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.
Zustell-Tiefe: Maß, um das das Werkzeug auf
einmal zugestellt wird.
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.
Verweilzeit: Zeit, in der das Werkzeug nach
Erreichen der Bohrtiefe auf dieser Tiefe bleibt, um
freizuschneiden. -
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs
während der Bearbeitung.
.-

-
Ablauf Das Werkzeug bohrt aus der Start-Position mit
dem programmierten Vorschub auf die erste
Zustell-Tiefe. Nach Erreichen der ersten Zustell-
Tiefe wird das Werkzeug im Eilgang zur Start-
Position zurückgezogen und unter Berücksichti-
gung des Vorhalte-Abstands erneut auf die erste m Eilgang
Tiefe verfahren. Vorschub

Anschließend rückt das Werkzeug mit dem pro-


grammierten Vorschub um ein weiteres Zustell-
maß vor, fährt wieder zur Start-Position zurück
usw.

Der Wechsel zwischen Bohren und Rückzug wird


solange wiederholt, bis die programmierte Bohr-
tiefe erreicht ist. Am Ende des Zyklus und nach
Ablauf der Verweilzeit kehrt das Werkzeug im Eil-
gang zur Start-Position zurück.

Vorhalte- Der Vorhalte-Abstand t wird von der Steuerung


Abstand selbsttätig berechnet:
l bei einer Bohrtiefe bis 30 mm gilt immer:
t = 0.6 mm;

l bei einer Bohrtiefe über 30 mm gilt die Formel:


t = aktuelle Zustelltiefe/50, wobei aber der
maximale Vorhalte-Abstand auf 7 mm begrenzt
ist:
t max=7mm.

P98
Zyklen
Tiefbohren

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

-.~--_
CYCL DEF 1 TIEFBOHREN Zyklus übernehmen.
--- - -.--- -- -._._.~~.- ~

-- ~~-----
SICHERHEITSABSTAND ? Sicherheits-Abstand
_._ Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
//
+
Eingabe übernehmen.

-.--~. -- -------
BOHRTIEFE? Bohrtiefe
-.-.--.-.-.. -2. .__ ---..-- ..-__ -

q+
.v
vorzeichenrichtig eingeben.
f
ENT Eingabe übernehmen.
GOI

I_-_
ZUSTELL-TIEFE? -.~- Kl Zustell-Tiefe
__.. - -_ -~-~ -.-_- --__-_-_
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
)/I
+
Eingabe übernehmen.

--__-_..-.---. Verweilzeit am
VERWEIKElT IN SEKUNDEN ?
---.- _. .._... ~_ eingeben.

Eingabe übernehmen.

Vorschub der Tiefenzustellung


VORSCHUB ? F =
--. --- - - _... ..~._ ____ . ---.bq v
eingeben.

q ENT Eingabe übernehmen.

Sicherheits-Abstand, Bohrtiefe und Zustell-


Tiefe müssen das gleiche Vorreichen haben,
-@ sonst wird die Fehlermeldung
= VORZ. CYCL-PARAMETER FALSCH =
angezeigt.

P99
Hinweise l Die Bohrtiefe kann gleich der ZusteILTiefe
programmiert werden. Das Werkzeug fährt dann
in einem Arbeitsgang auf die programmierte
Tiefe (z.B. beim Zentrieren).

l Die Bohrtiefe muß nicht ein Vielfaches der


ZusteILTiefe sein; im letzten Arbeitsschritt wird
nur der Rest zur programmierten Bohrtiefe aus-
geführt.

l Die ZusteiLTiefe kann irrtürmlicherweise (z.B.


durch einen Tippfehler) größer als die Bohrtiefe
eingegeben werden. Die Steuerung bohrt auf
keinen Fall tiefer als die programmierte Bohr-
tiefe.
-

Dieser Hinweis gilt auch für alle anderen


Bearbeitungszyklen.

Fl00
Zyklen
Tiefbohren

.-
Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Tiefbohren belegt
n0 CYCL MF 1.0 TlEWOHREN
.-’ 6 Programmsätze.
nl CYCL DEF1.l AMT-2,000 Sicherheits-Abstand

ll2cYaDEF12nEFE-3OmO Bohrtiefe

n3 CYCL DEF 1.3 ZUSTLG -12,000 ZusteILTiefe

n4wcx&i.4vzht00 Verweilzeit

n5CYCLDEFlbF80 -- Vorschub
~.

Pl01
Zyklen
Gewindebohren

Der Zyklus Zum Gewindeschneiden ist ein Längenaus-


gleichs-Futter erforderlich. Das Längenaus-
gleichs-Futter muß die Toleranzen zwischen Vor-
schub und Drehzahl sowie den Spindelauslauf
nach Erreichen der Position aufnehmen können.

Nach einem Zyklus-Aufruf ist der Drehzahl-


Override unwirksam, der Vorschub-Override
ist nur noch in einem begrenzten Bereich aktiv.
Die Bereichsgrenzen sind vom Maschinen-Her-
steller über Maschinen-Parameter festgelegt.

Eingabe- Sicherheits-Abstand: (siehe Zyklus 1)


Daten (Richtwert: ca. 4 x Gewindesteigung)

Bohrtiefe (= Gewindelänge): Abstand zwi-


schen Werkstückoberfläche und Gewindeende.
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.

Verweilzeit: Zeit zwischen Umkehr der Spindel-


Drehrichtung und Rückzug des Werkzeugs.

Den Eingabewert für die Verweilzeit erfahren


Sie von Ihrem Maschinen-Hersteller.

Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werk-


zeugs beim Gewindeschneiden.

Der Vorschubwert für den Zyklus Gewinde-


bohren muß nach folgender Formel errechnet
werden:

F=SxP

F: Vorschub
S: Spindel-Drehzahl
P: Gewinde-Steigung

Ablauf Das Gewinde wird in einem Arbeitsgang


geschnitten. Hat das Werkzeug die Bohrtiefe
erreicht, wird die Spindel-Drehrichtung nach einer
in den Maschinen-Parametern festgelegten Zeit
umgekehrt. Nach Ablauf der programmierten Ver-
weilzeit wird das Werkzeug zur Start-Position
zurückgezogen.

Pl02
Zyklen
Gewindebohren

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

cyc~ DEF 2 GEWINDEBAHREN ._ Zyklus übernehmen.

-... ..- ---. -


SICHERHEITS-ABSTAJUD3 Sicherheits-Abstand
-..- NIJ
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
1/1
f
Eingabe übernehmen.

BOHRllEFE ? -- Gewindetiefe
Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
lz!
+
Eingabe übernehmen.

------- -.---- --.-_--...-_-. _--_--. ..-.~ _.


Verweilzeit zwischen Spindel-Umkehr
M!WJLZElT -. ----~
IN.SEKUNDEN ? und Spindel-Rückzug eingeben.
--. Kl
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

_.----._------
w)RSCHUB?F=
-.----...- .. ._---.-. ~-.. Kl Errechneten Vorschubwert eingeben.
v
Eingabe übernehmen
I

Sicherheitsabstand und Bohrtiefe müssen


das gleiche Vorzeichen haben!

L Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Gewindebohren belegt 5
--80
-.L-CYCL DEF 2.0..~.
.- ...~~ GEWINDEBOHREN
.._--.. Programmsätze.
..- ..- ,..- .._-_-_
81 CYCL DEF 2.1 ABST -2,000 Sicherheits-Abstand
_.__..._
-..~.-
_.___.
-- __ ~.._.
..__-- -.
82 CYCL PEF 2.2 TIEFE -30,000 Gewindetiefe

-J33 CYCL ‘DEF.2.3


--- -.--.-... .- .VZEIT
..- 0,000 Verweilzeit

Vorschub
--.84 CYCL DEF
_...___~
__.. 2.4.- F..._
-..-... 160 -. .-~. ..- -

Pl03
Zyklen
Nutenfräsen

Der Zyklus Der Zyklus ,,Nutenfräsen” ist ein kombinierter


Schrupp-Schlichtzyklus.
Die Nut liegt parallel zu einer Achse des aktuellen
Koordinatensystems - gegebenenfalls muß das
Koordinatensystem entsprechend gedreht werden
(siehe Zyklus 10: Drehung des Koordinaten-
systems).

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Sta herheits-Abstand
Daten Frästiefe (= Tiefe der Nut): Abstand zwischen
Werkstückoberfläche und Fräsgrund.
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.
ZusteILTiefe: Maß, um das das Werkzeug in
das Werkstück einsticht; Vorzeichen siehe Sicher-
heits-Abstand.
Vorschub Tiefenzustellung: Verfahrgeschwin-
digkeit des Werkzeugs beim Einstechen.

1. Seitenlänge: Länge der Nut (Fertigmaß).


Das Vorzeichen muß entsprechend der Fräsrich-
tung eingegeben werden:
Soll von der Start-Position aus in positiver Achs-
Richtung gefräst werden: positives Vorzeichen.
Soll von der Start-Position aus in negativer Achs-
Richtung gefräst werden: negatives Vorzeichen.
Start- .
2. Seitenlänge: Breite der Nut (Fertigmaß).
Position
Das Vorzeichen ist stets positiv.

Die Breite der Nut muß größer sein als der


Fräserdurchmesser.
c m
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werk- 1. Seitenlänge
zeugs in der Bearbeitungsebene.

Start-Position Die Start-Position für den Zyklus Nutenfräsen muß


unter Berücksichtigung des Werkzeug-Radius
genau angefahren werden.

Anfahren mit Die Nut wird senkrecht zur Längsrichtung mit


einem Linear- Radiuskorrektur RL/RR und der Zusatz-Funktion
Interpolations- M98 angefahren.
Satz

Pl04
Zyklen
Nutenfräsen

Anfahren mit Die Nut wird in Längsrichtung mit der Radiuskor-


achsparallen rektur R-IR+ angefahren Y
- Positionier-
f
sätzen

Ablauf Schruppvorgang: Das Werkzeug sticht aus der


Start-Position in das Werkstück ein. Anschlie-
ßend wird in Längsrichtung der Nut gefräst. Nach Schruppen
Tiefenzustellung am Ende der Nut wird in der
Gegenrichtung gefräst.
Der Vorgang wiederholt sich, bis die program-
mierte Frästiefe erreicht ist.

L
Ablauf Schlichtvorgang: Die Steuerung stellt den Fräser
am Fräsgrund um den verbleibenden Schlichtspan
Schlichten
seitlich zu und fährt die Kontur im Gleichlauf ab.
L Anschließend fährt das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand zurück.
Falls die Anzahl der Zustellungen ungerade war,
L fährt der Fräser in Höhe des Sicherheits-Abstan-
des entlang der Nut zur Start-Position.
L
Zyklen
Nutenfräsen

Zyklus- Betriebsart
Definition
L Dialog-Eröffnung

CYCL DEF 3 NUlENFRAESEN EN1 Zyklus übernehmen.


_^. -_ -.-- bioi

----_--- .--------.----..
SICHERHUTS-ABSTAND ? Sicherheits-Abstand
-.--...---_---__~ ---- b 0

q+
v
vorzeichenrichtig eingeben.
;
Eingabe übernehmen.

_-.-~- ~.--
FRAES?lEFE Frästiefe
--~~ -_ ? --- ____. -.-..--.~ _ - .._...

q+
v
vorzeichenrichtig eingeben.
;

q ENT Eingabe übernehmen.

___.__ ~- .__. -- . ..__ --.


ZUSTELL-TIEFE? Zustell-Tiefe
------ m

q+
v
vorzeichenrichtig eingeben.
+
ENT Eingabe übernehmen.
•l

_-~------- ..-.
-,VORSCHUB TIEFENZUSlELLUNG ? Vorschub zum Einstechen eingeben.
--- _~... -._ -. Kl

Eingabe übernehmen

-----.- -.---_-_~_- .-.-- -- .--_--._- . - .


Längsachse der Nut angeben, z.B. X.
---1. SEITEN-LAENGE
- -.-~_-~ ? _-_-__~---.-. - .._~.

i-l
v
Länge der Nut

vorzeichenrichtig eingeben

Eingabe übernehmen.

Fl07
Zyklen
Nutenfräsen

---.-.._-_ ---
Achse für die Nut-Breite eingeben,
2 SEITEN-LAENGE ? -. Kl Y z. B. Y.
L v
Breite der Nut positiv eingeben.
0
v
ENT Eingabe übernehmen.
101

Vorschub zum Fräsen der Nut


VORSCHUB 7 F =
--- Kl eingeben.
v

q
ENT Eingabe übernehmen.

Sicherheits-Abstand, Frästiefe und Zustell-


Tiefe müssen das gleiche Vorzeichen haben!
-!&

i
Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Nutenfräsen belegt
100 CYCL DEF 3.0 NUTkNkAESEN----
--_------_.-~__- 7 Programmsätze.
‘101 CYCL DEF 3.1 A8ST----2,000 Sicherheits-Abstand

102 CYCL DEF 3.2 TIEFE -40,000 .-- Frästiefe

103 CVCL DEF


-_ 3.3 ZUSTLG -20-0_0 Zustell-Tiefe

F80 ---.---. Vorschub Tiefenzustellung

104 CYCL DEF.3.4 X -120,000 ----.~ Länge der Nut

105 CYCL DEF 3.5 Y +21,000-.---.~ Breite der Nut

106 CYCL DEF 3.6 F 100 Vorschub

Fl09
Zyklen
Taschenfräsen

Der Zyklus Der Bearbeitungszyklus ,,Taschenfräsen” ist ein


Schruppzyklus.
Die Seiten der Taschen liegen parallel zu den
Achsen des aktuellen Koordinatensystems; gege-
benenfalls muß das Koordinatensystem entspre-
chend gedreht werden (siehe Zyklus 10: Drehung
des Koordinatensystems).

Der Radius an den Ecken der Tasche wird


durch das Werkzeug bestimmt. In den Ecken
der Tasche erfolgt keine Kreisbewegung.

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Daten Frästiefe (= Tiefe der Tasche): Abstand zwi-
schen Werkstückoberfläche und Taschengrund.
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.

Zustell-Tiefe: Maß, um das das Werkzeug in das


Werkstück einsticht; Vorzeichen siehe Sicherheits-
Abstand.
Vorschub Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindig-
keit des Werkzeugs beim Einstechen.
1. Seitenlänge: Länge der Tasche, parallel zur
ersten Hauptachse der Bearbeitungsebene. Das
Vorzeichen ist stets positiv.
2. Seitenlänge: Breite der Tasche; Vorzeichen ’
ebenfalls positiv.
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs
in der Bearbeitungsebene.
Drehung: Drehrichtung der Fräserbahn
DR+: positive Drehrichtung (im Gegenuhrzei-
gersinn); Gleichlauf-Fräsen
DR-: negative Drehrichtung (im Uhrzeiger-
sinn); Gegenlauf-Fräsen b c
1. Seitenlänge
start- Die Start-Position muß in einem vorhergehenden
Position Positioniersatz ohne Radiuskorrektur angefahren
werden.

Ablauf Das Werkzeug sticht aus der Start-Position


(Taschenmitte) in das Werkstück ein. Anschlie-
ßend beschreibt der Fräser die gezeichnete Bahn.
Die Startrichtung der Fräserbahn ist die positive
Achsrichtung der längeren Seite, d.h. ist diese Iän-
gere Seite parallel zur X-Achse, startet der Fräser
in positiver X-Richtung.
Bei quadratischen Taschen startet der Fräser
immer in positiver Y-Richtung.
Zyklen
Taschenfräsen

Ablauf Die Drehrichtung richtet sich nach der program-


mierten Drehung
Zustellung
(hier DR+). Die seitliche
erfolgt jeweils maximal um den I Vorschub

Betrag k.

Der Vorgang wiederholt sich, bis die program-


mierte Frästiefe erreicht ist. Am Ende wird das
Werkzeug auf die Start-Position zurückgezogen.

Seitliche Die seitliche Zustellung k berechnet die Steue-


Zustellung rung nach folgender Formel:

k=KxR

k: seitliche Zustellung
K: vom Maschinen-Hersteller festgelegter Über-
lappungs-Faktor (abhängig vom eingegebenen
Maschinen-Parameter)
R: Radius des Fräsers

Fl11
Zyklen
Taschenfräsen

Zyklus- Betriebsatt 09
Definition
Dialog-Eröffnung /“DE:l ii_l bzw. 1”“1 m a

CYCLDEF4TAscHENFRAESEN Zyklus übernehmen.


--- --
I

SICHERHUTS-ABSTAND ? Sicherheits-Abstand
--..-_-~ ..-.----
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
I/
+
Eingabe übernehmen.

-~--
FRAEsllEFE? . . Kl Frästiefe

vorzeichenrichtig eingeben.

Eingabe übernehmen.

zlJsTELL-TlEFE? ~~~
-..--------p.‘_ Kl ZusteILTiefe

q+
T
vorzeichenrichtig eingeben.
;
Eingabe übernehmen.

Vorschub zum Einstechen eingeben.


--._VORSCHUB --._-TIEFENZUSTELLUNG
-..--..- .._.____._ ?
.----
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

-I_._
- 1. SEITEN-JAENGE ? X Achse der 1. Seite angeben, z.B. X.
-_- ...- -. .._.-_- - Kl
v
Erste Seitenlänge positiv eingeben.
Cl
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

-2. Achse der 2. Seite angeben, z.B. Y.


-----.-.-SEITEN-LAENGE-.? - ----_ m Y
v
Zweite Seitenlänge positiv eingeben.
0
v

q ENT Eingabe übernehmen.


I

Pl13
Zyklen
Taschenfräsen

-. ---._--
Vorschub zum Fräsen der Tasche
VDRSCHUB ? F=
--._--- ----... -..- -..- eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

+ Drehrichtung für die Fräserbahn


DREHUNGIMUHW$ElGERSINN: DR- ?
-----------.--L 1 m eingeben.
+
Eingabe übernehmen.

-Pt Sicherheits-Abstand, Frästiefe und Zustell-


Tiefe müssen das gleiche Vorzeichen haben.

Anzeige-Beispiel --__--
Die Zyklus-Definition Taschenfräsen belegt
250 ,CYCL DEF 4,O TSCHENFRAESEN
-_---- 7 Programmsätze
-_ -__-_.
251 CYCL DEF 4,l h3ST -2,000 . Sicherheits-Abstand
--
-~ I_--.-
252 CYCL,DEF !WTlEFE -30,000 Frästiefe
-- -
253CYCL DEF~43.ZU$~G -10,000 Zustell-Tiefe
--
_----.--_
--.- F80 Vorschub Tiefenzustellung
- -.- -_-.
-- - .___._.
--..
254 CYCL DEF 4.4 X +80,000 1. Seitenlänge der Tasche
-- ------
--- ----....-_
255 CYCL DEF 4.5 Y +40,000 2. Seitenlänge der Tasche
-------
256 CYCL DEF 4.6 F 100 DR+ Vorschub und Drehsinn der Fräserbahn
---.--

Pl15
Zyklen
Fräsen einer Kreistasche

Der Zyklus Der Bearbeitungszyklus ,,Kreistasche” ist ein


Schruppzyklus.

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Daten Frästiefe (= Tiefe der Tasche): Abstand zwi-
schen Werkstückoberfläche und Taschengrund.
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.
ZusteILTiefe: Maß, um das das Werkzeug in das
Werkstück einsticht;
Vorzeichen siehe Sicherheits-Abstand.
Vorschub Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindig-
keit des Werkzeugs beim Einstechen.
Kreis-Radius: Radius der Kreistasche.
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs
in der Bearbeitungsebene.
Drehung: Drehrichtung der Fräserbahn

DR+: Positive Drehrichtung (im Gegenuhrzeiger-


sinn); Gleichlauf-Fräsen
DR-: Negative Drehrichtung (im Uhrzeigersinn);
Gegenlauf-Fräsen

Start- Die Start-Position muß in einem vorhergehenden


Position Positioniersatz ohne Radiuskorrektur angefahren
werden.

Das Werkzeug sticht aus der Start-Position


(Taschenmitte) in das Werkstück ein.

Pl16
L
Zyklen
Fräsen einer Kreistasche

Ablauf Anschließend beschreibt der Fräser die einge-

L
zeichnete spiralförmige
von der programmierten
Bahn, deren Drehrichtung
Drehung (hier DR+)
0 Vorschub

abhängt.
Die Startrichtung des Fräsers ist für die
l X-, Y-Ebene die Y+-Richtung,
l Z-, X-Ebene die X+-Richtung.
l Y-. Z-Ebene die Z+-Richtung.

Die seitliche Zustellung erfolgt maximal um


den Betrag k (siehe Zyklus Taschenfräsen).

Der Vorgang wiederholt sich, bis die program-


mierte Frästiefe erreicht ist.
Am Ende wird das Werkzeug auf die Start-Posi-
tion zurückgezogen.

- Fräsen einer Steuert die 4. Achse der TNC eine weitere


Kreistasche mit Linearachse U, V oder W, so kann mit der
der 4. Achse 4. Achse ebenfalls eine Kreistasche gefräst wer-
den.

Dazu muß die 4. Achse im letzten Positioniersatz


vor dem Zyklus-Aufruf programmiert sein.

Beispiel:

Fl17
Zyklen
Fräsen einer Kreistasche

Zyklus- Betriebsart
Definition
i- Dialog-Eröffnung

__- ._.-- -.-- ~~ _-.---_-


CYCL DEF 5 KREISTASCHE Zyklus übernehmen.

-__------.--.-- -__-_.-
SICHERHEITS-ABSWND ? Sicherheits-Abstand
-.. Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
//I
+
Eingabe übernehmen.

FFMSTIEFE ? Frästiefe
-.__-_--.-..-- --.----

q+
L
v
vorzeichenrichtig eingeben.
;
ENT Eingabe übernehmen.
•l

ZUSTELL-TIEFE
------
1 ~--. ---.-Cl
.-.--
ZusteILTiefe
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
j/l
;
Eingabe übernehmen.

VORSCHUB llEFENZlJSTELLUNG ? Vorschub zum Einstechen eingeben.


v
Eingabe übernehmen.
t /
-

KREIS-RADIUS ? Radius der Kreistasche eingeben.


_- ~--._-- -.-- Kl
L
v
Eingabe übernehmen.
i I
-.../

_.__ _ _.___ _ ^ _ .
Vorschub zum Fräsen der Kreistasche
VORSCHUB ? F= _L-- ..--.._.--- eingeben.
v
Eingabe übernehmen.
i

Pl19
Zyklen
Fräsen einer Kreistasche

Drehrichtung der Fräserbahn


DREHUNG IM UHRZEIGERSINN:
_-_-_.- DR- ---? - eingeben.

Eingabe übernehmen.

Sicherheits-Abstand, Frästiefe und Zustell-


Tiefe müssen das gleiche Vorzeichen haben.

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Kreistasche belegt
40 CYCL DEF 5.0 KREISTASCHE 6 Programmsätze.

41 CYC& DEF 5.1 ASST -2,000 Sicherheits-Abstand


d
42 CYCL MF 5.2 TIEFE -50,000 Frästiefe

ti CYCL DEF 5.3 ZUSTLG ~20,060 ZusteILTiefe

Fso’ Vorschub-Tiefenzustellung

44 CYCL DEF 5.9 RADIUS 120,000 Kreis-Radius

45 CYCL MF 5.5 FlOO. DFK”’ Vorschub und Drehsinn der Fräserbahn


Zyklen d

Taschen mit beliebiger Kontur 4

Einführung Zum Fräsen von Taschen mit beliebiger Kontur


sind vier Zyklen notwendig:
l Zyklus 14: KONTUR (Liste der Unterpro-
gramme, in denen die Teilkonturen abgelegt
sind)
l Zyklus 15: VORBOHREN (Vorbohren auf
Taschentiefe bei allen Teilkonturen)
l Zyklus 6: AUSRAEUMEN (Vorfräsen der Kon-
tur und Ausräumen der Tasche)
l Zyklus 16: KONTURFRAESEN (Schlichten der
Kontur-Tasche).

Kontur Die Kontur besteht aus einer oder mehreren


Taschen und den Inseln innerhalb der Tasche.
Insgesamt sind bis zu 12 Teilkonturen möglich.
Jede Teilkontur muß als geschlossener Konturzug
programmiert werden.

Zur Programmierung der Konturelemente sind alle --


Bahnfunktionstasten zugelassen. Außerdem kön-
nen noch Unterprogramme, Programmteil-wieder-
holungen und Q-Parameter-Funktionen (FN) pro-
grammiert werden.

Innerhalb von Kontur-Definitionen sind keine


Koordinaten-Umrechnungen erlaubt. Die Koor-
dinaten-Umrechnungen können aber auf die
gesamte Tasche angewendet werden.

Vor der Bearbeitung das Programm mit Hilfe


der Grafik testen, da die Steuerung nicht alle
Geometrien für Taschen mit beliebiger Kontur
berechnen kann.

Fl22
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur

Tasche Taschen können auf zwei Arten festgelegt werden


4 1
1. Möglichkeit:
l Reihenfolge der Konturelemente im Uhrzeiger- ,-.-+-.+-.+-.-
sinn (rechtsdrehend) /
l Radiuskorrektur RR RR?
I
‘1 .-.-+.-e.-e.-. 1’
2. Möglichkeit:
l Reihenfolge der Konturelemente gegen den
gII3*
gI3*
2 X
CD 3
Uhrzeigersinn (linksdrehend)
l Radiuskorrektur RL.
I Y

Inseln können ebenfalls auf zwei Arten festgelegt


Insel
werden : I Y
1. Möglichkeit:
l Reihenfolge der Konturelemente im Uhrzeiger-
sinn (rechtsdrehend)
l Radiuskorrektur RL

2. Möglichkeit:
l Reihenfolge der Konturelemente gegen den
Uhrzeigersinn (linksdrehend)
l Radiuskorrektur RR.

Pl23
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur

Überlagerung Taschen und Inseln können überlagert werden.


von Taschen Die Schnittpunkte der resultierenden Kontur
und Inseln errechnet die TNC vom Anfangspunkt der ersten
Teilkontur aus selbsttätig.

Deshalb ist die Position des Anfangspunktes einer


Teilkontur für die resultierende Kontur-Tasche aus- 4
schlaggebend.

Überlagerung Der Anfangspunkt der Taschenkontur 1 liegt


von Taschen außerhalb der Fläche von Tasche 2, es wird die
Fläche von beiden Taschen ausgeräumt.
Tasche 2

Der Anfangspunkt der Taschenkontur 1 liegt inner-


halb der Fläche von Tasche 2. es wird nur die
gemeinsame Fläche der beiden Taschen aus-
Tasche 2
geräumt.

/-\
/
Tasche 1

;r /
II I
L -- -l

Pl24
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur.

--
Überlagerung Der Anfangspunkt der Inselkontur 1 liegt außer-
von Inseln halb der Fläche von Insel 2; die Fläche von bei-
- den Inseln wird nicht ausgeräumt.

.-

Der Anfangspunkt der Inselkontur 1 liegt innerhalb


der Fläche von Insel 2; nur die gemeinsame
Fläche der beiden Inseln bleibt stehen.
.-

Pl25
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur

Überlagerung von Sollen Taschenflächen durch überlagerte Inseln


Tasche und Insel verkleinert werden, so muß der Anfangspunkt der
Taschenkontur 1 außerhalb der Insel 1 liegen.
Insel 1
Eine Insel kann auch mehrere Taschenflächen ver- /-,
kleinern. Die Anfangspunkte der Taschenkonturen
müssen alle außerhalb der Insel liegen. \
.Tasche 1

Sollen Inselflächen durch überlagerte Taschen ver-


kleinert werden, so muß der Anfangspunkt der
Taschenkontur 2 innerhalb der Insel 1 liegen.
I
Eine Tasche kann auch mehrere Inselflächen ver- ( / \ ’
kleinern. Der Anfangspunkt der überlagerten
Tasche muß innerhalb der ersten Insel liegen. Die
Anfangspunkte der weiteren geschnittenen
konturen müssen außerhalb der Tasche liegen.
Insel- .I,0
l ,,‘--i
Insel 1
/
1’.
-1
\
1;
l
\ I / lI
t-1
Die Tasche 2 darf die Tasche 1 nicht schnei- ! iI
den, sonst wird Tasche 1 und 2 vereinigt.
7-Y
’ II\ -------~
I- ’ iI
Il- --- --- JII

Pl26
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur

Programmierung Die Teilkonturen werden in Unterprogrammen


der Teilkonturen abgelegt. Der erste Punkt der Teilkontur ist der
Startpunkt, von dem die Bearbeitung ausgeht.
Der Startpunkt der ersten Teilkontur ist zugleich
der Einstichpunkt für den Zyklus ,,Vorbohren”.
Programmiert wird der Startpunkt über eine
Linear-lnterpolation mit der Taste y
0

-.~_--_“-” .-____ _ _I .-.---. “.“. _ ” -_ ._., . . . .._

“Die erste Teilkonq muß eine Tasche sein!.


--.” ..^. ““. _

.--. “. ” . “_ .._^^_^ >I___


Der Startpunti darf nicht auf der Kontur einer
-Insel liegen!
:. ,“.

-. . ..-- _x.. _ .,._^. “” _.. I ^,

-- P!b Innerhalb einer Teilkontur bzw. eines Unter-


programms darf die Radiuskorrektur RL/RR
nicht gewechselt werden!

p127
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 14: Kontur -
Der Zyklus Im Zyklus 14 ,,KONTUR” werden die Label-Num-
mern (Unterprogramme) der Teilkonturen festge-
legt. Es können bis zu 12 Label-Nummern einge- Y
geben werden.
Aus den programmierten Teilkonturen berechnet
die TNC die Schnittpunkte der resultierenden t
Kontur-Tasche.
LBL 13
Der Zyklus 14 ,,KONTUR” ist nach der Definition
sofort wirksam, ein gesonderter Zyklus-Aufruf ist
nicht notwendig.

Die erste Teilkontur muß als Tasche program-


miert sein.

Pl28
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 14: Kontur

Definition Betriebsart

Dialog-Eröffnung

!~~~~~~~~~~~~~~~~~~
)q,.
Label-Nummer
eingeben.
der ersten Kontur

101
v
ENT Eingabe übernehmen.

Label-Nummer der zweiten Kontur


El eingeben.
7
Eingabe übernehmen.
L

Ist die letzte Label-Nummer eingegeben: ENT Eingabe übernehmen.


blol

Zyklus-Definition übernehmen.

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition belegt bis zu 3 Programm-
sätze.
Die Unterprogramme mit den Label-Nummern 11.
- 6 &J@FI&l KOhmj&AkEL ‘., :
12 und 13 definieren die Kontur-Tasche.
_

Fl29
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 15: Vorbohren
Der Zyklus Der Zyklus 15 dient zum Vorbohren der Fräser-
Einstichpunkte.
Die Positionen der Einstichpunkte sind mit den Y 1. Einstichpunkt
Startpunkten der Teilkonturen identisch. Bei
geschlossenen Konturzügen, die durch Überlage-
2. Einstichpunkt
rung mehrerer Taschen und Inseln entstanden
sind, ist der Einstichpunkt der Startpunkt der t 1
ersten Teilkontur.

Der Zyklus Vorbohren, benötigt einen Zykius-


Aufruf!
...“n “.

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Daten Bohrtiefe: Abstand zwischen Werkstück-Ober-
fläche und Taschengrund. Vorzeichen siehe Sicher-
heits-Abstand.
ZusteiLTiefe: Maß, um das das Werkzeug in das
Werkstück einsticht. Vorzeichen siehe Sicherheits-
Abstand.
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werk-
zeugs beim Einstechen.
Schlichtaufmaß: Aufmaß für den Schlichtvor-
gang (positiver Zahlenwert). Die Eingabe eines
negativen Aufmaßes ist bedingt möglich (siehe
Zyklus 6 Ausräumen).

Vor dem Zyklus-Aufruf muß sich das Werk-


zeug auf dem Sicherheits-Abstand befinden!

Ablauf Die TNC positioniert das Werkzeug automatisch


über den ersten Einstichpunkt. Auf Kollisionsge-
fahr mit Spannvorrichtungen achten! Die Posi-
tionierung ist abhängig vom Werkzeug-Radius
und Schlichtaufmaß.
Anschließend bohrt das Werkzeug mit dem pro-
grammierten Vorschub auf die erste Zustell-
Tiefe. Nach Erreichen der ersten Zustell-Tiefe wird
das Werkzeug im Eilgang zur Start-Position _ Eilgang
zurückgezogen und erneut auf die erste Tiefe ver- Vorschub
I
fahren.
Dann rückt das Werkzeug mit dem programmier-
ten Vorschub um ein weiteres Zustellmaß vor,
fährt wieder zur Start-Position zurück, usw.
Der Wechsel zwischen Bohren und Rückzug wird
solange wiederholt, bis die programmierte Bohr-
tiefe erreicht ist.
Anschließend positioniert die TNC das Werkzeug
über den zweiten Einstichpunkt auf den program-
mierten Sicherheits-Abstand und wiederholt den
Bohrvorgang.
Der Vorhalte-Abstand entspricht dem Sicherheits-
Abstand.
Pl30
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 15: Vorbohren
Definition Betriebsart

Dialog-Eröffnung

Zyklus übernehmen.

-..--~-
Sicherheits-Abstand
_. SICHERHEITS-ABSTAND 3
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
//I
r
Eingabe übernehmen.

---~-------_----

BOHRTIEFE ? .-.-__-.-- .___ _ ..- -. Bohrtiefe


v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
El
f
EN1 Eingabe übernehmen.
101
I

ZusteILTiefe
- ZUSTELL-llEFE
..-.-...-- -..- --.- 7
.-.-. -: m
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
El
r
Eingabe übernehmen.

~--~- --. _-..---.-_


VORSCHUB ? F= Vorschub zum Einstechen eingeben.
v

q ENT Eingabe übernehmen.

~.~. ._- - _... ..-. .---


SCHLICHT-AUFMASS ? Aufmaß zum Schlichten eingeben
..-~ Kl
(positiver Zahlenwert).
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel
18 CYCL DEF 15.0 VORBOHREN Die Zyklus-Definition belegt 3 Programmsätze

19 CYCL DEF 15.1 ABST -2,000 Sicherheits-Abstand


.-
_- - . _ ..-_ .._ - .- . .
TIEFE -20,000 Bohrtiefe

20 CYCL DEF 15;2 ZUSTLG -lö,OOö - -- ZusteILTiefe


_ _ -...
-_ ~._...~.....--...-.
F40 AUFM +l,OOO Vorschub zum Einstechen und Schlicht-Aufmaß

p131
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 6: Ausräum&
Der Zyklus Der Zyklus 6 legt die Spanaufteilung zum Ausräu-
men der Tasche fest.

Der Zyklus Ausräumen


Aufruf!.
“^
,.._ benötigt einen Zyklus-

“”

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Daten Frästiefe: Abstand zwischen Werkstück-Ober-
fläche und Taschengrund. Vorzeichen siehe Sicher-
heits-Abstand.
ZusteILTiefe: Maß, um das das Werkzeug in das
Werkstück einsticht. Vorzeichen siehe Sicherheits-
Abstand.
Vorschub Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindig-
keit des Werkzeugs beim Einstechen.
Schlichtaufmaß: Aufmaß für den Schlichtvor-
‘/ Schlichtaufmaß

gang (positiver Zahlenwert). Die Eingabe eines


negativen Aufmaßes ist als Sonderfall möglich.
Eine Tasche wird dann vergrößert und eine Insel
verkleinert bearbeitet.
Ausräumwinkel: Richtung für das Ausräumen
bezogen auf die Winkelbezugsachse der Arbeits-
ebene.
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs
in der Bearbeitungsebene.

Vor dem Zyklus-Aufruf mul3 sich das Werk-


zeug auf dem Sicherheits-Abstand befinden!

Die Steuerung positioniert das Werkzeug automa-


tisch über den ersten Einstichpunkt.
Auf Kollisionsgefahr mit Spannvorrichtungen
achten!
Die Positionierung ist abhängig vom Werkzeug-
radius und Schlichtaufmaß.
Anschließend sticht das Werkzeug in das Werk-
stück ein.
Nach Erreichen der ersten Zustell-Tiefe fräst das
Werkzeug mit dem programmierten Vorschub
unter Berücksichtigung des Schlichtaufmaßes die
erste resultierende Teilkontur.
Die Drehrichtung für das Vorfräsen wird in einem
Maschinen-Parameter vom Werkzeugmaschinen-
Hersteller festgelegt.

F’l32
Zyklen
Taschen mit beliebiqer
L Kontur
Zyklus 6: Ausräum&i
Ablauf Am Einstichpunkt stellt die Steuerung das Werk-
zeug um die nächste ZusteILTiefe zu. Der Vor-
gang wiederholt sich solange, bis die program- Y
mierte Frästiefe erreicht ist.
Die nächsten Teilkonturen werden auf die gleiche
4
Weise gefräst. *

Anschließend wird die Tasche ausgeräumt. Die


Richtung der Vorschub-Bewegung entspricht dem
Ausräum-Winkel. Die seitliche Seitliche Zustellung
programmierten Y
Zustellung pro Span entspricht dem Werkzeug-
Radius.
Das Ausräumen kann ggf. in mehreren Tiefen-
Zustellungen erfolgen.
Am Ende des Zyklus zieht die Steuerung das
Werkzeug auf den Sicherheitsabstand zurück.
Beim Ausräumen werden Inseln übersprungen.
Dabei wird ein minimaler Vorhalte-Abstand einge-
halten. Dieser Vorhalte-Abstand entspricht dem
größeren Sicherheits-Abstand aus den Zyklus-
Definitionen ,,Ausräumen” und ,,Konturfräsen”.

fl33
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 6: Ausräumen
Definition Betriebsart

Dialog-Eröffnung I”/ q bzw,


I”ool
mq
CY&L DEF 6 AUkRÄEUMEN ENT Zyklus übernehmen.
-- m
I I

SICt&klTS--AND ? Sicherheits-Abstand
Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
I//
+
ENT Eingabe übernehmen.
lol

-..FfuEsllEFE? Frästiefe
L
..--- --..-~ _.. _.. - Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben
L
•I
;
Eingabe übernehmen

NSTEU-TIDE?-------.---
..-.-..
------.--
_
-~~
Kl ZusteILTiefe

vorzeichenrichtig eingeben.

Eingabe übernehmen
.__

L VORSCHUB TIEFENZUSTELLUNG ? Vorschub zum Einstechen eingeben.


v
ENT Eingabe übernehm~en.
101

SCHLICHT-AUFMASS
___._ --__-.---...---.7 Aufmaß zum Schlichten eingeben
-_.---._~ ~--
(positiver Zahlenwert).

Eingabe übernehmen.

AUSRAEUM-WINKEL 7 Ausräum-Winkel eingeben.


~----- Kl
v
Eingabe übernehmen.

VOR&JB? F=-- .. .____..___._--~-


----~--_-._-..----
Vorschub
eingeben.
zum Fräsen der Tasche

v
Eingabe übernehmen.

Fl35
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 6: Ausräumen
Anzeige-Beispiel
16 CYCL DEF 6.0 AUSRAEUMEN ~-- Die Zyklus-Definition belegt 4 Programmsätze.

17 CYCi DEF 6.1 ASST -2,000 Sicherheits-Abstand

TIEFE -20,000 Frästiefe


---

---~18 CYCL DEF 6.2 G-G,-10,OOO ZusteILTiefe

F40 - .’ Aua +ijj&j Vorschub zum Einstechen und Schlicht-Aufmaß

19 CYCL DEF Si3 vwNKEd+o,ooo Ausräum-Winkel

F60 Vorschub in der Bearbeitungsebene

fl37
Zyklen
Taschen mit beliebiaer Kontur
Zyklus 16: Kontutfräien
Der Zyklus Der Zyklus 16 KONTURFRAESEN dient zum
Schlichten der Kontur-Tasche.

“* ” . ..,. _I I-.

Der Zyklus
Der Zyklus kann
kann aber
aber auch ganz allgemein
zum Fräsen von Konturen verwendet ,werden,
die sich aus Teilkonturen zusammensetzen.
Dies bietet folgende Vorteile:
l Konturschnittpunkt-Berechnung wird durch-
geführt
l Kollisionenwerden vermieden

I. ”
Der Zyklus Kontur-fräsenbenötigt.einen
Zyklus-Aufruf!

Eingabe- Sicherheits-Abstand: siehe Zyklus 1.


Daten Frästiefe: Abstand zwischen Werkstück-Ober-
fläche und Taschengrund. Vorzeichen siehe
Sicherheits-Abstand.
ZusteILTiefe: Maß, um das das Werkzeug in
das Werkstück einsticht. Vorzeichen siehe Sicher-
heits-Abstand.
Vorschub Tiefenzustellung: Vetfahrgeschwin-
digkeit des Werkzeugs beim Einstechen,
Drehsinn für Kontur-fräsen: Fräsrichtugg ent-
lang der Taschenkontur (Inselkonturen: umge-
kehrte Fräsrichtung)
DR+: Positive Drehrichtung,
Gleichlauf-Fräsen für Tasche und Insel
DR-: Negative Drehrichtung,
Gegenlauf-Fräsen für Tasche und Insel
Vorschub: Verfahrgeschwindigkeit des Werk-
zeugs in der Bearbeitungsebene.
.^__. __ .^__ _, . ,,._ ^-_ .^_“...”

Pb
Ablauf
Vor dem Zyklus-Aufruf muß sich das Werk- .
zeug auf dem Sicherheits-Abstand befinden.
..

Die Steuerung positioniert das Werkzeug automa-


tisch über den ersten Konturpunkt.
Auf Kollisionsgefahr mit Spannvorrichtungen Y Schlichtaufmaß
achten! aus Zyklus 6 Programmierte
Anschließend sticht das Werkzeug mit dem pro- Ausräumen Kontur
grammierten Vorschub auf die erste Zustell-
Tiefe ein.
Nach Erreichen der ersten Zustell-Tiefe fräst das
Werkzeug mit dem programmierten Vorschub
unter Berücksichtigung des angegebenen Dreh-
sinns die erste Kontur.
Am Einstichpunkt’ stellt die Steuerung das Werk-
zeug auf die nächste ZusteILTiefe zu. Der Vorgang
wiederholt sich solange, bis die programmierte
Frästiefe erreicht ist.
Die nächsten Teilkonturen werden auf die gleiche
Weise gefräst.

Pl38
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 16: Konturfräsen
Definition Betriebsart

Dialog-Eröffnung

_ ..~ _..._-_.. .- ..-.


CYCL DEF 16 KONTURFRAE!XN Zyklus übernehmen.

SICHERHEITSABSTAND ? Sicherheits-Abstand
-- Kl
v
+ vorzeichenrichtig eingeben
I/
+
Eingabe übernehmen.

FRAESTIEFE? Frästiefe
MII
v
vorzeichenrichtig eingeben.

Eingabe übernehmen.

zusrELL-TIEFE
-.-~
?- -~ ---Kl ZusteILTiefe
v
+ vorzeichenrichtig eingeben.
1/1
r
ENT Eingabe übernehmen.
/ci

~_ --.- -- .-..-
VORSCHUB TIEFENZUSTELLUNG7 Vorschub zum Einstechen eingeben.
--- m
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

~-
DREHSINN FUG KONTURFRAESEN? Fräsrichtung eingeben.
~--- --.---.-- ...._I
v
Eingabe übernehmen.

~.-~.-
Vorschub zum Fräsen der Tasche
VORSCHUB ? F=
eingeben.
v
ENT Eingabe übernehmen.
101

p139
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Zyklus 16: Kontur-fräsen
Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Konturfräsen belegt
3 Programmsätze
Sicherheits-Abstand

Frästiefe

ZusteILTiefe
Vorschub zum Einstechen,
Fräsrichtung und Vorschub in der Bearbeitungs-
ebene.

fl41
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur

Programmstruktur Für die Programmierung einer Tasche mit beliebi-


und ger Kontur empfiehlt sich nebenstehende Pro- Programm-Beginn
Zyklenfolge grammstruktur.

Werkzeug-Definition für
Vor Ausführung des Programms auf der Vorbohren, Schruppen, Schlichten
Maschine sollte die Kontur-Tasche mit der
Grafik überprüft werden,
Zyklus-Definition
-. .._- ._.__.._.___,.-_. -_---.. _________
.CYCL
. .” DEF 14A--.--.-.---
.-_..-.
-_- 0 ,KONTUR ..._- .-_- /
- --
Werkzeugwechsel
Werkzeug-Aufruf zum Vorbohren
Positionieren auf Sicherheits-Abstand
1 I

Zyklus-Definition
_._-.- . . .._.___..- -_---_~ -Y-------
.ACYCL
.”...-._-DEF- 15.0 VORBOHREN _II

Zyklus-Aufruf

( Werkzeugwechsel 1
Werkzeug-Aufruf zum Schruppen
Positionieren auf Sicherheits-Abstand

Zyklus-Definition
. .. - ._.- ___-_.
CYCL - DEF - .” 6.0 AUSRAEGMEN
._..^-^.--.---~ ---.-.-..- /

Zyklus-Aufruf

Werkzeugwechsel
Werkzeug-Aufruf zum Schlichten
Positionieren auf Sicherheits-Abstand
I 1

Zyklus-Definition
---_
CYCL DEF 16.0 KONTURFRAESEN

Zyklus-Aufruf

Werkzeugwechsel

‘-
_-.- -. -.--- .~ .__.. FL-

STOP .MO2
..~.^ .___^..- -- ...~ -....--

Unterprogramme für die Teilkonturen I

Pl42
r ~~ Programm-Ende I
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Beispiel
Taschenkontur Die im Bild dargestellte Tasche besteht aus drei
Teilkonturen:
- Y
Teilkontur 1: Tasche
Teilkontur 2: Insel innerhalb der Tasche
Teilkontur 3: Insel, die der Tasche (Teilkontur 1) t
überlagert ist.

Programm- Das Programm zum Fräsen der Tasche hat die


Anfang Nummer 40. Für die Grafik-Darstellung der TNC -- 0 BEGIN PGM-40 MM .
sind in den BLK FORM-Sätzen die Rohlings- _--.-.. -.---
Abmessungen festgelegt. 1 BLK FORM 0.1 2 x+o,ooo

Y+O,OOO 2-%5W
_--.-
2 BLK FORM, 0.2 -- X+BO,OOO
_-.--..- - -___
-.-_
Y+60,000 2+0,000

L
Werkzeug- Die Werkzeuge werden am Programm-Anfang .-
Definitionen definiert. Drei Werkzeuge sind für das Fräsen der 3 TOOL DEFll L+O,OOO
Tasche notwendig. -- --... -..- --.- - --.
.-_- .--. _.-- ------_ --.
R+2,000
Werkzeug 11: zum Vorbohren
Werkzeug 12: zum Schruppen und Ausräumen --
4 TOOL DEF12 L-4,900
Werkzeug 13: zum Schlichten.
_,
\ R+ 2,000
-.-.... _--~---- ..--- -..---__ .._-. .-----.-
5 TOOL DEF13 L-2,500
.-
R+2,000

~
Pl43
Zyklen 4

Taschen mit beliebiger Kontur 4

Beispiel
4

Kontur- In der Kontur-Definition werden die Label-Num-


Definition mern der Teilkonturen abgelegt. 6 CYCL DEF 14.0 KONTUR
Aus den programmierten Teilkonturen berechnet 7 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL
die TNC die Schnittpunkte der resultierenden A--.- --.----
Taschenkontur.
11/12/13 / / /
---. - _._
-- .-. .----
Y
t

Werkzeug- Die Werkzeugwechsel-Position wird ebenfalls in


wechsel/ einem Unterprogramm abgelegt. Es hat die Label- 6 LBL 1 ‘.
Sicherheits- Nummer 1.
9 TOC?LCALL 0 z-
Abstand
Werkzeug :Nr. 11 zum Vorbohren wird anschlie- S
ßend aufgerufen und auf den Sicherheits-Abstand
positioniert. ~- 10 L 2+100,000
RO Fl5999 M

~_11 L x-50,OOq Y-50 L----


ooo

--- R F MO6
12 LBL 0
13 TOOL CALL 11 Z
~- s 140,000 -_-
4
14 L z+2,000
‘--- RO Fl5999’ M
4’

d
Vorbohren Im Zyklus Vorbohren sind alle Angaben zum Ein- / I
stechen programmiert. 15 CYCL DEF 15.0 VORBOHREN
Der Zyklus Vorbohren benötigt einen Zyklus- --- --.-~
Aufruf. 16 CYCL DEF 15.1 ABST -2,000
-- --

I TIEFE -20,000 -
I ---- -. I
1 17 CYCL DEF 15.2 ZUSTLG -10,000
I ---.--- -1
I ---.--..-_~
F40 AUFM +0,5QO 1
/
/
16 CYCL CALL
~---
M13
-----.
I-

Pl44
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Beispiel
Werkzeug- Der nächste Werkzeugwechsel erfolgt über den
wechsel/- Unterprogramm-Aufruf mit der Label-Nummer 1. 19 CALL LBL 1 REP
Sicherheits- Anschließend wird das Werkzeug Nr. 12 zum -~-._ -_-.--.--. .~.....---_
Abstand Schruppen der Taschenkontur aufgerufen und auf ~-
20 TOOL CALL 12 2
den Sicherheits-Abstand positioniert. _---.-. _...-_---
s 140,000
L -.--._ .---._ _
21 L z+2,000

R F M.

Ausräumen Im Zyklus Ausräumen sind alle Angaben für die


Spanaufteilung zum Ausräumen der Tasche pro- 22 CYCL DEF 6.0 AUSRAEUMEN
grammiert.
Der Zyklus Ausräumen benötigt einen Zyklus- 23 CYCL DEF 6.1 ABST-2,000
Aufruf. .---
TIEFE -20,000----
Die TNC fräst anschließend die Kontur der ~-
Tasche unter Berücksichtigung des Schlichtauf-
24 CYCL DEF 6.2 ZUSTLG -10,000
maßes.
Dann wird die Tasche unter dem programmierten
Winkel ausgeräumt. F40 AUFM 0,500

25 CYCL DEF 6.3 WINKEL +45,000

Fl40

26 CYCL CALL

M13

- Werkzeug- Der Werkzeugwechsel erfolgt wieder über den --~ -.--


Wechsel/ Unterprogramm-Aufruf mit der Label-Nummer 1. 27 CALL LBL 1 REP -
Sicherheits- Anschließend wird das Werkzeug Nr. 13 zum
L Abstand Schlichten der Taschenkontur aufgerufen und auf 26 TOOL CALL 13 Z
den Sicherheits-Abstand positioniert.
s 140,000
---.- .-. ..-.
29 L z+2,000
--.-. .-...-_ -----_----
-.--- -
R F M

Pl45
Zyklen
Taschen mit beliebiaer Kontur
Beispiel
Konturfräsen Im Zyklus Konturfräsen sind alle Angaben für das
Schlichten der Taschenkontur programmiert. 30 CYCL’DEF 16.0 KONTURFRAESEN
Zusätzlich kann die Fräsrichtung eingegeben wer- ---.-
den, d.h. die Taschenkontur kann im Gegenlauf- 31 CYCL DEF 16.1 A8ST -2,000~--
oder Gleichlauf-Fräsen geschlichtet werden.
Im Beispiel ist DR- für Gleichlauf-Fräsen pro-
.--.-- TIEFE -20,000 --
grammiert.
Der Zyklus Konturfräsen benötigt einen Zyklus-
Aufruf. 32 .CYCL DEF 16.2 ZUSTLG -10,000

F80 DR- Fl20 .-_


-~
33 CYCL CALL

.M13

Werkzeug- Über den Unterprogramm-Aufruf mit der Label-


wechsel/ Nummer 1 fährt die TNC das Werkzeug auf die 34 CALL LBL 1 REP
STOP Wechsel-Position.
Mit STOP wird anschließend das Programm ange- 35 STOP
halten und mit der Zusatz-Funktion MO2 oder -~.
M30 auf den Programm-Anfang zurückge-
sprungen. MO2

Unterprogramme Nach dem programmierten STOP sind die Unter-


programme für die drei Teilkonturen entspre-
chend den Maßangaben in der Zeichnung pro-
grammiert.

25

0 20 40 60

Fl46
Zyklen
Taschen mit beliebiqer
. Kontur
Beispiel
Teilkontur 1 Die Teilkontur 1: Tasche wird im Unterprogramm -.- - -----..--
mit der Label-Nummer 11 abgelegt. 36 LBL 11
37 L .x+GöOOo
-.--..-. .-.-‘-..-. Y+40,090
Die Konturelemente sind im Uhrzeigersinn pro- ~---
__...~ RR
..-. -. .._. _ ..~_. F M
grammiert, die Radiuskorrektur für eine Taschen- ~- .~______
kontur ist dann entsprechend RR. - 38 CC . _^X+60,000
..- Y+25,000
-- 39 CP IPA-180,000 - ..-- .._. ~. .--
--- DR- R F M
40 1 x+20 000 -_.-.-_..-- -... --- _.._ -
-.-..--.--.-_..-.-.-~- --
--...--..... R F ._-_ ...-.-.-..-_
..~.~--._------ M
41 CC X+20 000
-----.--2--...---L-..-..- Y+25 000 ..-.-_ -
42 CP-_IPA-180
---_ 000
.._---L-..-
-.------.-.-.--- DR-R- -~_--_
.__. F -- M
43 L X+60,000 -~ _I---_.-
-~--- R F ._~---M
44 LBL 0---------.-----_-d_
~-_---- -.-

-. Teilkontur 2 Die Teilkontur 2: Insel wird im Unterprogramm


mit der Label-Nummer 12 abgelegt. ~-~45 LBL 12 ----

Die Konturelemente sind entgegen dem Uhrzei- --.46 .----..----‘------


L X+60000 Y+25,000
gersinn programmiert. Die Radiuskorrektur für - -.-.. -._-------- RR F .-.- -M
eine Inselkontur ist dann entsprechend RR. -- 47 L-. .--IX-15,000 ----~----.--..
--
R F M
48 CC IX+O,OOO ---_-_ IY-4,500
-- -. -~ --.----
49 CP IPA+180,000 .._ -~~
--
DR+ R F
-.-. 2.. -. - -..-...--.~._.- __ ._ M~_ __
- .._..
50 L IX+15,000
-----.- .- _- .._-_
R---^..F M
.. ..__~_
51 cc Ix+o,oOO IY+4,500 -. -..-~
52 CP IPA+180,000
DR+ R F
-----.-.-------------.--.- - M .~ -
53 LBL.-.._
-..-..-. 0 .-- .-__ ~~_...____.
_~.~--~
._._. _..___

Teilkontur 3 Die Teilkontur 3: Insel wird im Unterprogramm


L mit der Label-Nummer 13 abgelegt. ----54.--.
LBL~.. 13
- -... -.___-. .- ~____..._~._.~_.-
55 L x+40,000 Y+47,000
Die Konturelemente sind entgegen dem Uhrzei- --
-_-._ -- ---.-.--_-_ RRF ~-~ M
gersinn programmiert. Die Radiuskorrektur für -- -__-- __._~.__ _~.__.__
eine Inselkontur ist dann entsprechend RR. 56 CC IX16 000 ___y+47
-------.----Lu.. 000
_.-L_ ..!-_
57 CP IPA+180,000
--__ --.
DR+ R F M
----- -..-_----_-_-----.
--~58 L-.-.....-.
IY-102-000 ._-_-.-._----_----..-.~ -~..-...--...-
-~
.-- ..--. R F M .
-- .__ _ ___._.._...
_..59 -.cc Ix+wgo
._ --. IY+0,000
._~_._. ---: _..._ .___
__...__~
60 CP IPA+180,000
- --...... - .~. -DR+..__- ~.--_...~ M
R F. _.~ ._. ..___
_ 61-4 X+qo,p_oo - Y+47,000
-^- ._ --R F --~- M
-: --._~-
--
62 LBL 0
Zyklen
Taschen mit beliebiger Kontur
Beispiel
Änderung Im vorhergehenden Beispiel ist die Teilkontur 3
der Taschen- mit der Reihenfolge der Konturelemente und der
kontur Radiuskorrektur RR (Satz 55) als Insel program-
miert, die der ersten Teilkontur überlagert ist.

Mit einer Änderung der Radiuskorrektur von


RR auf RL für die Teilkontur 3 wird aus der Insel
eine Tasche. Die resultierende Taschenkontur ver-
größert sich entsprechend.

Pl48
Zvklen
Ndlpunkt-Verschiebung

Der Zvklus Innerhalb eines Programms kann der Nullpunkt


auf beliebige Punkte verschoben werden.
Damit kann man gleiche Bearbeitungsgänge (z. B.
Nuten- oder Taschenfräsen) an verschiedenen
Stellen des Werkstücks ausführen lassen, ohne
das Programm jeweils neu erstellen und eingeben
zu müssen.

Verschiebung Für die Nullounkt-Verschiebung sind nur die Koor-


dinaten des neuen Nullpunkts einzugeben. Absolut
Das Koordinatensystem mit den Achsen X, Y, 2
und der 4. Achse wird dann von der Steuerung
auf den verschobenen, neuen Nullpunkt versetzt.
Alle folgenden Koordinaten-Eingaben beziehen
sich dann auf den neuen Nullpunkt.

Inkremental- Bei der Zvklus-Definition können die Koordinaten


Absolut wie folgt eingegeben werden:

l Absolut: Die Koordinaten des neuen Null-


punkts beziehen sich auf den ursprünglichen
Nullounkt (= gesetzter Werkstück-Null-
punkt 1
+E&

l Ankremental: Die Koordinaten des neuen Null-


punkts beziehen sich auf den letztgültigen Null- Inkremental
punkt. Dies kann ein bereits verschobener Null-
punkt sein.

Aufheben der Die Nullounkt-Verschiebung kann wie folgt auf-


Verschiebung gehoben werden:

l Eingabe der Nullpunkt-Verschiebung absolut mit


x 0.000/Y o.ooo/z 0.000/4. 0.0001;
l Eingabe der Zusatz-Funktion M02, M30 oder
mit dem Satz END PGM MM (abhängig vom
eingegebenen Maschinen-Parameter).
L
Zyklen
Nullpunkt-Verschiebung

Zyklus- Betriebsart

L
Definition
Dialog-Eröffnung fg q bzw,
1”“1
j7//@
CYCL __---.
DEF -7 .2’..-.
NULLPUNKT Zyklus übernehmen.
__---.-.. -...-- ._...--_..- __._.

_~_
_ _--_..---_....-- .. . .
VERSCHIEBUNG 7 ..- b 0X Achse wählen.
v

q1 Inkremental - Absolut?

Koordinaten des neuen Nullpunkts

Bei der Nullpunkt-Verschiebung können allen


1; eingeben

L Achsen X, Y, Z, 4. Zahlenwerte zugeordnet c :


werden.

‘-
Nach Eingabe der Koordinaten des neuen
Koordinaten übernehmen.
Nullpunkts:

Der Zyklus Nullpunkt-Verschiebung ist nach


der’Definition sofort wirksam. Die Verschie-
bung bezogen auf den Werkstück-Nullpunkt
wird in der Status-Anzeige angezeigt.

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Nullpunkt belegt bis zu
10 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT
---.-~---~...-. -----.__ 5 Programmsätze.
---.- -..- ---_----- ------.
il CYCL- DEF
-_-~- 7.1 X + 20,000 _.. -.--._.~
-- .-._
-.-.-.- ~-_-.----. -- ------_
12 CYCL
~-._----...-...- DEF 7.2 Y + 10,000
.---..-~ --._--_---- __.. ~...._.....i
_-.------.-- ...._--.---.-----._---_.-.-. -. ___
_--13 CYCL DEF 7.3
- --. . .___..~ Z + 10,000

14 CYCL DEF 7.4 C + 90,000

Pl51
Zyklen v’

Spiegeln
4

J
Der Zyklus Durch das Spiegeln einer Achse am Nullpunkt
wird die Richtung der Achse umgedreht, für alle
Koordinaten dieser Achse wird das Vorzeichen
geändert. Man erhält somit eine programmierte
Kontur oder ein Bohrbild in spiegelbildlicher Dar-
stellung. Ein Spiegeln ist nur in der Bearbeitungs-
ebene möglich, wobei entweder eine Achse
gespiegelt werden kann oder beide Achsen
gleichzeitig.
-

Gespiegelte Für die Spiegelung wird die bzw. werden die zu


Achse spiegelnden Achsen eingegeben. Bei den im Pro-
gramm folgenden Koordinaten-Angaben der
betreffenden Achsen werden die Vorzeichen ver-
tauscht. -
Wird die Werkzeugachse gespiegelt, so erscheint
beim Abarbeiten die Fehlermeldung:
= WERKZEUG-ACHSE GESPIEGELT = -’

-
Bearbeitungs- Spiegeln in einer Achse: Mit den Vorzeichen
Richtung der Koordinaten dreht sich auch die Bearbei-
tungs-Richtung um. Wurde eine Kontur ursprüng- Im Im
lich z. B. im Gegenuhrzeigersinn gefräst, so wird Gegenuhrzeigersinn Uhrzeigersinn -,
durch das Spiegeln im Uhrzeigersinn gefräst.
Bei Bearbeitungszyklen bleibt die Fräsrichtung
erhalten. -

Spiegeln von zwei Achsen: Die um die eine


Achse gespiegelte Kontur wird ein zweites Mal -
um die andere Achse - gespiegelt. Die Bearbei-
/i\ c 1

ces
tungsRichtung kehrt sich noch einmal um. Die
ursprüngliche Richtung bleibt also erhalten.

Ri
Im Im
-/
Uhrzeigersinn Gegenuhrzeigersinn

Nullpunkt Bei der Programmierung ist darauf zu achten, daß 4


die Koordinatenachse, um die gespiegelt wird,
genau zwischen gespiegelter und zu spiegelnder
Kontur liegt. Gegebenenfalls muß vor der Zyklus-
-
Definition eine Nullpunkt-Verschiebung program-
miert werden.

Aufheben der Der Zyklus Spiegeln kann wie folgt aufgehoben


Spiegelung werden:

l Eingabe des Zyklus Spiegeln, wobei die Dialog-


Frage mit ]“I beantwortet wird;
0 -I
l Eingabe der Zusatz-Funktion M02, M30 oder
mit dem Satz END PGM MM (abhängig vom
eingegebenen Maschinen-Parameter).
d

Pl52
Zyklen
Spiegeln

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

~ CYCL DEF 8 SPIEGELN -- Zyklus übernehmen.


--.-- -_----

v
I I
Zu spiegelnde Achse eingeben,
1 GEbEGELTE
-
ACHSE ?
----_- 2 Kl X z.B. X.
v
Soll gleichzeitig
werden:
in zwei Achsen gespiegelt
q
v
y Ggf. zweite zu spiegelnde
eingeben, z. B. Y.
Achse

Achsen übernehmen und Eingabe


beenden.

Die Eingabe von Achsrichtungen bzw. von


Achsen ohne Zahlenwerte muß immer mit
der El‘gD -Taste abgeschlossen werden.
Wird die Eingabe der Achse(n) mit der Taste
.~ ENT übernommen, erscheint die Fehlermel-
101
dung:
= FALSCHE ACHSE PROGRAMMIERT =

Der Zyklus Spiegeln ist nach der Definition


sofort wirksam! Die gespiegelten Achsen
werden durch hell unterlegte Achsbezeich-
nungen in der Status-Anzeige für die Null-
punkt-Verschiebung angezeigt.

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Spiegeln belegt 2 Pro-
120 CYCi DEF 8.0 SPLEGELN
grammsätze.
Zu spiegelnde Achse: X. In den folgenden Pro-
~- Ul CYCL DEF 8,.1 X grammsätzen werden die Vorzeichen der X-Koor-
-.--
dinaten vertauscht.

Soll die vierte Achse als Linearachse gespie-


gelt werden (z. B: U-Achse), so müssen im
Zyklus Spiegeln beide Parallelachsen einge-
geben werden (Z.B. CYCL DEF 8.1 X U).

Pl53
Zyklen
Drehung des Koordinatensystems

Der Zyklus Innerhalb eines Programms kann das Koordina-


tensystem in der Bearbeitungsebene um den
Nullpunkt gedreht werden.

Damit ist es z.B. möglich, ohne Rechenaufwand


Taschen zu fräsen, deren Kanten nicht parallel zu
den ursprünglichen Koordinatenachsen liegen.

Drehwinkel Für die Drehung ist nur der Drehwinkel ROT


(engl. rotation = Drehung) einzugeben.
Der Drehwinkel bezieht sich immer auf den Null-
punkt des Koordinatensystems - das Zentrum
der Drehung - und hat als Bezugsachse bei Ein-
gaben im Absolutmaß
l in der X-, Y-Ebene die + X-Achse,
l in der Y-, Z-Ebene die + Y-Achse,
l in der Z-, X-Ebene die & Z-Achse.
Alle auf die Drehung folgenden Koordinaten-Ein-
gaben beziehen sich dann auf den Nullpunkt mit
dem gedrehten Koordinatensystem.
Der Drehwinkel kann auch inkremental eingege-
ben werden. c
Bezugsachse X (Z)
Eingabe- Der Drehwinkel wird in Grad (“) eingegeben
Bereich Eingabe-Bereich: von -360° bis +360”
(inkremental und absolut).

Drehung und Der Zyklus ,,Drehung” kann mit dem Zyklus ,,Null-
Nullpunkt- punkt” kombiniert werden, indem diese beiden
Verschiebung Zyklen nacheinander programmiert werden.
Damit ist eine gleichzeitige Verschiebung und
Drehung des Koordinatensystems ermöglicht.

Aufheben der Die Drehung des Koordinatensystems kann wie


Drehung folgt aufgehoben werden:
l Eingabe der Drehung mit dem Drehwinkel O”
(ROT 0,000);
l Eingabe der Zusatz-Funktion M02, M30 oder
mit dem Satz END PGM MM (abhängig vom
eingegebenen Maschinen-Parameter).

Pl54
Zyklen
Drehung des Koordinatensystems

Zyklus-
Definition
Betriebsart q-3
Dialog-Eröffnung

--
--CYCL DEF 10 DREHUNG ENT Zyklus übernehmen.
--- - _- m

DREHWINKEL? Drehwinkel eingeben.


_---- .-.-_- _----__i-
v
Inkremental-Absolut?
01
v
Eingabe übernehmen.

Der Zyklus Drehung des Koordinatensystems


ist nach der Definition sofort wirksam! Der
absolute Drehwinkel wird in der Status-
Anzeige durch ROT . angezeigt.

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Drehung belegt 2 Programm-

11 ,hM,inkel in Grad (“1

Der Zyklus “Drehung des Koordinatensystems”


ist bei der vierten Achse nicht wirksam.

Fl55
Zyklen
Maßfaktor

Der Zyklus Innerhalb eines Programms können Konturen in


der Bearbeitungsebene vergrößert oder verkleinert
werden.

Damit ist es möglich, geometrisch ähnliche Kontu-


ren zu fertigen ohne diese jeweils neu program-
mieren zu müssen, sowie Sehrumpf- und Auf-
maße ohne Rechenaufwand zu programmieren.

..,
Der Maßfaktor wirkt abhängig von den einge-
gebenen Maschinen-Parametern entweder in
der Bearbeitungsebeneoder in den drei
Hauptachsen.
Von ihrem Mas&hinen-Herstellererfahren Sie
die Wirkungsweise an Ihrer Maschine.

Faktor Für die Verkleinerung bzw. Vergrößerung einer


,,Scaling” Kontur wird der Maßfaktor SCL (engl. scale) ein-
gegeben.
Mit diesem Faktor multipliziert die Steuerung alle Beispiel (X-, Y-Ebene)
Koordinaten und Radien der Bearbeitungsebene Verkleinerung
bzw. aller drei Achsen X, Y und Z (abhängig von *D- Maßfaktor 0,5
einem Maschinen-Parameter), die nach dem
Zyklus abgearbeitet werden. 30-
Eingabe-Bereich: 0 bis 99,999999. Y -----___
b
Lage des Bei einer Verkleinerung oder Vergrößerung bleibt Aa &- -’ I
---
Nullpunkts die Position des Nullpunkts des Koordinatensy- -ff?
stems erhalten. t f> I
Damit eine geometrisch ähnliche Kontur auch an . I
’ 4’0 Iß io 40
der vorgesehenen Stelle des Werkstücks erzeugt x
r
wird, muß ggf. vorher eine NullpunktlVerschie-
bung und/oder eine Drehung programmiert wer-
den. c

Aufheben des Der Zyklus Maßfaktor kann wie folgt aufgehoben


Maßfaktors werden: Beispiel (X-, Y-Ebene)
l Eingabe des Zyklus Maßfaktor mit dem Faktor Vergrößerung und Verschiebung
1.0; Maßfaktor 2.0
l Eingabe der Zusatz-Funktion M02, M30 oder
mit dem Satz END PGM MM (abhängig vom Y
eingegebenen Maschinen-Parameter).

Pl56
Zyklen
Maßfaktor

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

Zyklus übernehmen.
--~CYCLDEFllfMASSFAKTOR -_.- ._ .._-

Maßfaktor eingeben.
---_._.-
v
Eingabe übernehmen.

Der Zyklus Maßfaktor ist nach der Definition


sofort wirksam! Der Maßfaktor wird in der
Status-Anzeige durch SCL . angezeigt.

i Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition Maßfaktor belegt 2 Pro-
grammsätze.
Durch den Maßfaktor 0.75 werden alle folgenden
: ii CYCL DEF 1Ll ‘S&O;750000 ’
d Koordinaten auf das 0.75fache verkleinert.

p157
Zyklen
Verweilzeit

Der Zyklus Mit dem Zyklus Verweilzeit kann innerhalb eines


Programms die Vorschubbewegung bei laufender
Spindel eine bestimmte Zeit lang angehalten wer-
den, z. B. zum Span-Brechen beim Ausdrehen.
Der Zyklus Verweilzeit wird sofort nach der
Zyklus-Definition ausgeführt.

Eingabe- Die Verweilzeit wird in Sekunden angegeben,


Bereich Eingabe-Bereich: 0,000 s - 19999,999 s.

Die Eingabe einer Verweilzeit von 19999,999 s


bedeutet eine Arbeitspause von 5.5 h!

f=l58
Zyklen
Verweilzeit

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

CYCL DEF 9 VERtilKEiT Zyklus übernehmen.

VEkk.ZE~ ilü SEl&NtiEN 1 Gewünschte Verweilzeit eingeben.

v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

.-

Der Zyklus Verweilzeit wird nach der Defini-


tion sofort ausgeführt!
- @

11
Anzeige-Beispiel
L Die Zyklus-Definition Verweilzeit belegt 2 Pro-
97 CYCL DEF 9.0 VERWEILZEIT
. ~-. _. _. _. grammsätze.

98 CYCL DEF 9.1 V.ZEIT 10,000


-

Pl59
Zyklen 4
Frei programmierbarer Zyklus (Programm-Aufruf) d

Der Zyklus Der Zyklus ,,Programm-Aufruf” ermöglicht den


vereinfachten Aufruf von Programmen mit CYCL
CALL, M89 und M99, die mit Hilfe der Parame-
ter-Funktionen erstellt wurden: z. B. Abzeil-Zyklen
Damit sind diese frei programmierbaren Zyklen
den vorprogrammierten Zyklen gleichgestellt.

p160
Zyklen
Frei programmierbarer Zyklus (Programm-Aufruf)

Zyklus- Betriebsart
Definition
Dialog-Eröffnung

CYCLDEF12FGMCALL ENT Zyklus übernehmen.


~._.._ __._._- .._ -_. _-- ._._ bla

PROGRAMM-NUMMER? Programm-Nummer eingeben.


____._. -. - .-._ .._-.-.--_ -- m
v
ENT Eingabe übernehmen.
•l

Anzeige-Beispiel
Im Programm 23 ist der aufgerufene Zyklus pro-
5 CYCL DEF 12.0 PGM CALL grammiert.
_-._.--_- __.________
L

6 CYCL DEF-12.1
- __-_ PGM Q :

Pl61
Zyklen
Spindel-Orientierung

Einführung Die TNC kann als 5. Achse die Hauptspindel einer


Werkzeugmaschine ansteuern und in eine
bestimmte Position drehen.
Anwendung findet die Spindel-Orientierung z. 8..
für bestimmte Werkzeugwechsel-Systeme, bei
denen das Werkzeug eine definierte Stellung zum
Wechsler eingenommen haben muß, oder für das
Infrarot-Tastsystem TS 511 von HEIDENHAIN, zur
Ausrichtung des Sende- und Empfangfensters.

Festlegung Die Spindel-Positionierung (= Orientierung) wird


über eine M-Funktion aktiviert. Die Festlegung der
Position kann über
l Maschinenparameter,‘oder
l Zyklus 13: Spindel-Orientierung
erfolgen.
Nähere Informationen über die Maschinen-
Parameter und die M-Funktion erhalten Sie von
Ihrem Werkzeugmaschinen-Hersteller.

Der Zyklus bit dem Zyklus 13: Spindel-Orientierung kann eine


bestimmte Winkelstellung der Spindel program-
miert werden. Ausgeführt wird die Positionierung
erst nach Programmierung einer vom Werkzeug-
maschinen-Hersteller festgelegten M-Funktion
(nicht mit C’fCL CALL).

Wird eine Spindel-Orientierung über eine M-Funk-


tion aufgerufen, ohne daß im Programm eine
Zyklus-Definition programmiert wurde, so richtet
die TNC die Hauptspindel auf einen in den
Maschinen-Parametern festgelegten Wert aus.

Eingabe- Orientierungswinkel: Winkel zur Winkelbezugs-


Daten achse der Arbeitsebene.
Eingabe-Bereich: 0 360’.
Eingabe-Feinheit: 0.5’.

Anzeige des Der Positions-Istwert der Spindel kann anstelle der


Positions- vierten Achse angezeigt werden. Dies ist abhängig
Istwertes der von einem Maschinen-Parameter und wird vom
Spindel Maschinen-Hersteller festgelegt.

. Pl62
Zyklen
Spindel-Orientierung

Definition Betriebsart

Dialog-Eröffnung

-- _----_- ____- . ..__..


CYCL DEF 13 ORIENTIERUNG Zyklus übernehmen.

I i
---------- __.._ --.. .~__-.-. _.._-
Gewünschte Winkelstellung der
ORIENTlERUNGB-WINKEL ?
--- Kl Spindel eingeben.

Eingabe übernehmen.
I I

Anzeige-Beispiel
Die Zyklus-Definition belegt 2 Programmsätze.

Winkelstellung der Hauptspindel.

Pl63
Programm-Korrekturen

Unter Editieren versteht man Programmkontrolle.


-änderung oder -ergänzurig.
Die Editier-Funktionen helfen beim Suchen und
Ändern von Programmsätzen und -Wörtern und
werden auf Tastendruck wirksam.

Satz q
Mit der GT -Taste wird ein bestimmter Satz auf-

GOTO
aufrufen gerufen.
0 ist das Symbol für Programmsatz

Cl

Blättern im
Programm halb eines Programms von Satz zu Satz springen
(blättern).

+
-Taste: Sprung auf die nächst-niedrigere
nt

cICI
Satznummer.

qt

t
-Taste: Sprung auf die nächst-höhere Satz-
nummer.

Ändern von Mit den Tasten E und m wird der Cursor


Wörtern im aktuellen Satz verschoben. Der Cursor ist ein
,,Korrekturzeiger” in Form eines Hellfeldes.
Das Hellfeld wird mit den beiden Tasten auf das
zu ändernde Programm-Wort gesetzt.

Der Cursor kann nur in der Betriebsart


bewegt werden.
9

Das Setzen des Cursors muß mit der Taste


begonnen werden!
q
0
Pl64
Programm-Korrekturen
Satz-Aufruf

Aufruf einer Betriebsart


Satznummer
L Dialog-Eröffnung L-J
GOTO
0

G(Jl-0: NUMMER = Satznummer eingeben.


.._--- -_--.. -- .--._ - ..-. ---.-- Kl
v
Eingabe übernehmen.

Ändern von Betriebsatt


Wörtern
L
Ein Wort im aktuellen Programm-Satz soll Cursor auf das zu ändernde Wort
geändert werden: El setzen.

L-

Es erscheint die Dialog-Frage zum Wort im


Hellfeld, z. B.

KOORDINATEN ? c-l Eingabe berichtigen

Satz übernehmen
Sind alle Korrekturen ausgeführt: (oder Cursor nach rechts oder links
Kl ‘” aus dem Bildschirm tippen).

Cursor auf das zu ändernde Wort


Wird noch ein weiteres Wort geändert:
) ici FT setzen.

Pl65
Programm-Korrekturen 4

Löschen/Einfügen von Sätzen d

Satz löschen Mit der Taste


q
‘F wird
gramms der aktuelle Satz gelöscht.
innerhalb eines Pro-

DEL ist die Abkürzung für das englische Wort


delete, zu deutsch tilgen, löschen.
Das Löschen von Programmsätzen ist nur in der
Betriebsart q$ möglich.

Beim Löschen von einzelnen Sätzen ist darauf zu


achten, daß der zu löschende Satz auch der
aktuelle Satz ist. Zur Sicherheit ruft man am
besten den Satz mit seiner Satznummer auf.

Nach dem Löschen rückt der Satz mit der


nächstniedrigeren Satznummer in die aktuelle
Programmzeile.
Die nachfolgenden Satznummern werden auto-
matisch korrigiert.

Zyklus- Beim Löschen von Zyklus-Definitionen und Pro-


Definition oder grammteilen ruft man den letzten Satz der Defini-
Programmteil tion bzw. des Programmteils auf. Dann wird die
--_
löschen Taste m sooft gedrückt, bis alle Sätze der
Definition bzw. des Programmteils gelöscht sind.
-

Satz In bestehende Programme kann man neue Sätze


einfügen an beliebiger Stelle des Programms einfügen. Es
muß nur der Satz aufgerufen werden, nach dem
der neue Satz eingefügt werden soll.
Die Satznummern der folgenden Sätze werden 4
automatisch korrigiert.

Wird die Speicherkapazität des Programmspei-


chers überschritten, so wird dies bei der Dialog-
Eröffnung mit der Fehlermeldung: 4
= PROGRAMM-SPEICHER UEBERLAUF =
angezeigt.
Diese Fehlermeldung erscheint auch, wenn man
einen Satz nach dem END-Satz (Programm-Ende
steht in der aktuellen Zeile) einfügen will.

Korrekturen Eingabefehler bei der Programmierung können


während der auf zwei Arten berichtigt werden:
Programmierung
Der Eingabewert wird gelöscht und eine ,,O”
erscheint im Hellfeld.

Pl66
Programm-Korrekturen
Löschen von Sätzen

Löschen Betriebsart
eines Satzes
L
Der aktuelle Programm-Satz soll gelöscht Satz löschen.
werden:

Pl67
Programm-Korrekturen
Such-Routinen
Programm-Löschen

Auffinden Mit den Tasten r/ 4 I und ,ri1 t können innerhalb


bestimmter eines Arbeitsprogramms Sätze, welche eine
Adressen bestimmte Adresse enthalten, gefunden wer-
den.
Dazu wird der Cursor mit den Tasten
auf das Wort mit der Such-Adresse
gesetzt und mit den Tasten
im Programm geblättert: nur jene Sätze werden
angezeigt, welche die gesuchte Adresse enthal-
ten.
Das Auffinden bestimmter Adressen (Such-
Routinen) ist nur in der Betriebsart @ möglich
0

Löschen eines Mit der Taste ec& wird der Dialog zum Löschen
0
Programms eines Programms eröffnet.
Nach Drücken dieser Taste erscheint die Pro-
gramm-Übersicht mit einem Hellfeld. Das Hellfeld
läßt sich mit den Tasten n4 pl m m be-
wegen.

Es kann immer nur das Programm gelöscht wer-


den, dessen Programm-Nummer im Hellfeld steht CL
PGM

Pl68
Programm-Korrekturen
Such-Routinen
Programm-Löschen

Auffinden Betriebsart
bestimmter
- Adressen
Alle Sätze mit der Adresse M sollen angezeigt Einen Satz mit der gesuchten
werden: Adresse anwählen.
v
Cursor auf ein Wort mit der gesuch-
El ten Adresse setzen.

Sätze mit der gesuchten Adresse


ZUSATZ-FUNKllON M ?
_-.-_. ---_--~ ) iii q aufrufen.

-- Das Setzen des Cursors muß mit der Taste

k!!b El- begonnen werden!

L
..-- Löschen eines Betriebsart
Programms
Dialog-Eröffnung

L6EkHEN = El!lT/ENDE = NOENT

Soll ein Programm gelöscht werden:

Programm löschen.

Löschen nicht erwünscht bzw. Löschen


beenden:

F’l69
Programm-Test/Parameter-Anzeige

Testen eines Ein Programm kann vor dem Abarbeiten ohne


Programms Maschinen-Bewegung von der Steuerung auf geo-
metrische Fehler überprüft werden. Das Programm
wird von der Steuerung wie bei einem Programm-
lauf durchgerechnet. Mit einer Fehlermeldung wird
der Programm-Test unterbrochen.
Die Betriebsarten-Wahltaste Programm-Test
eröffnet gleichzeitig den Dialog.

Anhalten des Der Programm-Test kann an jeder gewünschten


Testablaufs Stelle mrt der ,STOP-Taste angehalten und abge-
ci
brachen werden.

STOP
Der Programm-Test wird automatisch nach
jedem programmierten Stop angehalten. Zur
Fortführung muß der Test erneut gestartet
werden (siehe nächste Seite).

Anzeige von In den Betriebsarten ,,Programmlauf-Einzelsatz”


Q-Parametern 6: oder ,,Programmlauf-Satzfolge” 3 können
0
Sie die aktuellen Werte von Q-Parametern anzei-
gen und ggf. ändern. Dazu muß der Programmlauf
an der gewünschten Stelle abgebrochen
werden. Mit der 0 Q -Taste und der Parameter-
Nummer erscheint dann der Wert in der Dialog-
zeile. Den angezeigten Wert können Sie ggf.
ändern (z. B. für Testläufe).
Die Steuerung behält diesen gesetzten Wert
solange, bis er durch andere programmierte
Zuweisungen verändert wird.
Mit den Tasten m m können Sie in der
Parameter-Liste vorwärts und rückwärts blättern.
Die Anzeige wird mit der Taste

Pl70
Programm-Test/Parameter-Anzeige

Start eines Betriebsart Cl3


Programm-
Tests

~--.-BIS SATZNUMMER
. .^. = .-..-. .- -- -.-----. ---~.---

Test soll bis zu einer bestimmten Satznummer Satznummer eingeben


ausgeführt werden:
v
ENT Eingabe übernehmen.
Ioi

Das Programm soll vollständig getestet wer-


den:

Anzeige und Betriebsart


Setzen von
i- Q-Parametern Dialog-Eröffnung

L QD=-.- ~-.--
v
Parameter-Nummer eingeben

Eingabe übernehmen
L

..- ~--. _-------

Ggf. Parameter-Wert eingeben.


-~ 055 = 1112 - K
v
ENT Eingabe übernehmen.
El
L
Die Steuerung arbeitet nach dem Programm-Start
mit dem angezeigten bzw. geänderten Parameter-
Wert, bis innerhalb des Programms ein anderer
Wert zugewiesen wird.

Pl71
Grafik
Festlegen des ,Rohlings

Grafische Bearbeitungsprogramme können auf dem Bild-


Darstellung schirm grafisch simuliert werden: zur Uberprüfung
von Bearbeitungsprogrammen kann die Fertigung
eines Werkstücks dargestellt werden. Während
der Darstellung erfolgt keine Maschinenbewe-
gung.

Der Werkstück-Rohling ist stets ein quaderförmi-


ger Block (bzw. sonst Herstellung entsprechend
geformten Werkstücks programmieren).

Es kann eine Bearbeitung in den drei Haupt-


achsen - bei gleichbleibender Werkzeug-
achse - und mit zylindrischem Schaftfräser
simuliert werden. Die Simulation einer
Schraubenlinien-lnterpolation und einer Inter-
polation mit der 4. Achse (z.B. C-Achse) ist
nicht möglich.

Festlegen des Für die grafische Darstellung muß der Rohling


Rohlings definiert werden, d.h.
l seine Lage in Bezug auf das Koordinaten-
system und
l seine Abmessungen programmiert werden.

Zur Festlegung des Quaders genügt die Angabe


zweier Eckpunkte. Sie werden als Minimal-Punkt
(P,,,) und Maximal-Punkt (P,,,) bezeichnet
(Punkte mit ,,minimalen” und ,,maximalen” Koordi-
naten).
P,,, kann nur im Absolutmaß eingegeben wer-
den!
P,,, kann wahlweise absolut oder inkremental
eingegeben werden!
Die Rohlingsdaten werden im betreffenden Bear-
beitungs-Programm abgespeichert und stehen
somit mit Anwahl eines bestimmten Programms
zur Verfügung.
Es ist vorteilhaft, den Quader zu Beginn oder am I I
4
Ende des Programms festzulegen, dadurch
können die BLK FORM-Sätze bei Anderung der
Rohlings-Abmessungen schneller gefunden
werden. d

Der Dialog wird mit der Taste FO’R, eröffnet.


Cl
Die maximalen Abmessungen des Rohlings
betragen 14000 mm x 14000 mm x 14000 mm

BLK FORM ist die Abkürzung für englisch BLANK


FORM zu deutsch Werkstück-Rohling (,,BLOCK-
FORM”).

Pl72
Grafik
Quader-Eckpunkte - BLANK-FORM

Eingabe der Betriebsart


Quader-
Eckpunkte Dialog-Eröffnung

SPINDELACHSE PARAUEL X/Y/Z ?


Kl Z Spindelachse eingeben, z. B. Z.

Zahlenwert für die X-Koordinate


DEF BLK.----~_
FORM: MIN-PUNKT 1
-- m eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

Zahlenwert für die Y-Koordinate


eingeben.

Eingabe übernehmen.

Zahlenwert für die Z-Koordinate


eingeben.

Eingabe übernehmen.

DEF BLK H)RMz M&WlJNKT


~- ?
Kl 1 Inkremental - Absolut?

Zahlenwert für die X-Koordinate


eingeben.

Eingabe übernehmen.

Inkremental - Absolut?

Zahlenwert für die Y-Koordinate


eingeben.

Eingabe übernehmen.

Inkremental - Absolut?

Zahlenwert für die Z-Koordinate


eingeben.

Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Der Rohling liegt parallel zu den Hauptachsen.


P,,, hat die Koordinaten XO.000 YO.000 und Z-

MAX hat die Koordinaten X80,OOO Y100.000 und

2 BLK, FORM 0.2 __--.-.--.-_-


X+80,000
I
I I

I Y+100,000
~_-.--. z+~_ 0,000
/

Pl73
Grafik
Darstellungsarten

Betriebsart Ein Bearbeitungsprogramm kann in den beiden


Grafik Betriebsarten
3 PROGRAMMLAUF-SATZFOLGE
Cl
und GRAPHICS

IJ
@ PROGRAMMLAUF-EINZELSATZ
grafisch dargestellt werden.

Für die Darstellung muß sich das Bearbeitungs-


programm im Arbeitsspeicher befinden.
Das Menü der möglichen Darstellungsarten
durch zweimaliges Drücken
wird
der Taste Grafik Cl
MOD
l MOD

auf den Bildschirm gebracht. Mit den Tasten +


Cl
und
q 4 kann dann das Hellfeld zur gewünschten
Darstellung geschoben und mit der H-Taste
übernommen werden.

Darstellungs- Es sind vier verschiedene Darstellungsarten mög-


arten lieh.

3D-Darstellung Das Programm wird in dreidimensionaler Darstel-


lung abgearbeitet. Das Werkstück kann über die
Tasten m und Ic( um die vertikale Achse
gedreht% mit d%Tasten
die horizontale Achse gekippt werden.
qf und q 4 um

Die Lage des Koordinatensystems wird durch


einen Winkel (im Bild links oben) dargestellt (Bear-
beitungsebene).

Darstellung in Das Programm wird wie in einer technischen Dar-


drei Ebenen Stellung in Draufsicht und zwei Schnitten abgear-
beitet, wobei die Schnittebenen über die
Tasten H m ‘m m verschoben werden
können.

Die Darstellung in drei Ebenen kann über Maschi-


nen-Parameter von deutscher Norm auf amerika-
nische Norm umgeschaltet werden. Eine Symbol-
anzeige nach DIN 6 zeigt die Darstellungsart an:

deutsche Norm
Q-+
amerikanische Norm

Pl74
Grafik
Darstellungsarten

.~
Draufsicht 1 Das Programm wird in einer Draufsicht mit
5 verschiedenen Graustufen für die Tiefen-
L Niveaus abgearbeitet; je tiefer desto dunkler.

Draufsicht 2 Wie Draufsicht 1, nur mit 17 verschiedenen Tie-


fen-Niveaus; jedoch schlechtere Auflösung in
den anderen beiden Achsen.

Schneller Mit dem schnellen, internen Bildaufbau kann


Bildaufbau auf dem Bildschirm das fertiggestellte Werkstück
gezeigt werden.
L Die Steuerung ,,entwickelt” das Werkstück nach
dem Bearbeitungsprogramm, ohne jedoch die
einzelnen Fertigungsstufen grafisch darzustellen.
L
Am Bildschirm wird nur die aktuelle Satznummer
angegeben.

Pl75
Grafik w

Bedienung
4

d
Starten Nach Wahl der gewünschten Grafik-Betriebsart
wird der Programmlauf über die
gestartet. .-’

Vor der ersten Achsbewegung muß ein TOOL


CALL zurzur Festlegung
Festlegung der Werkzeugachse pro-
grammiert werden. Die Angabe der Spindel-
achse in der BLK-FCRM-Definition ist für den-
Grafik-Programmlauf nicht
Grafik-Programmlauf nicht ausreichend.
ausreichend.
Fehlt die Werkzeugachse, erscheint nach dem
START
Start der Grafik,die Fehlermeldung
= PGM-ABSCHNll-T NICHT DARSTELLBAR=
Diese Fehlermeldung wird ebenfalls ange-
zeigt, falls eine vierte bzw. fünfte Achse oder
. -,
eine Schraubenlinien-lnterpolationprogram-
miert wurde.
-

-
Anhalten Mit der El
STOP-Taste kann die grafische Simulation
jederzeit angehalten werden, der aktuelle Satz
wird jedoch noch abgearbeitet.

. d

STOP -

. . 4

Rücksetzen Nach dem Anhalten des grafischen Programm- 4


des Rohlings laufs kann das dargestellte Werkstück mit der
&$, -Taste wieder auf den Rohling (Ausgangs-
EI
quader) zurückgesetzt werden.

BLK -,
Soll die Fertigung des Werkstücks erneut gra-
fisch simuliert werden, so muß mit der -
Taste der Anfang des Bearbeitungspro-

FORM
gramms angewählt werden!

. .---

-/

Pl76
Grafik
Grafik-Start

Starten der Betriebsart oder w


Grafik
L--
Gewünschtes Programm anwählen.

Grafik-Betriebsart wählen.

Grafik-Menü aufrufen.

Hellfeld auf gewünschte Darstellungsart set-


f
zen, z. B. SD-Darstellung. Kl
v

Programmlauf Grafik starten.


Grafik
Grafik-Start

Anhalten und
Starten

Pl79
Grafik
Darstellung in drei Ebenen

Verschieben der
Ebenen Programmlauf anhalten.

Verschieben der Schnittebene anhalten.


NiElb

Vertikale Schnittebene verschieben, z.B. nach


rechts:

Entweder Taste
q- mehrmals drücken.

oder Schnittebene kontinuierlich verschieben. )B El b


Mehrmaliges Drücken der
schnelleres Verschieben der Ebene.

Verschieben der Schnittebene anhalten.

Pl81
Grafik
Darstellung in drei Ebenen

Programmlauf starten.

Pl82
Grafik
3D-Darstellung

Kippen und
Drehen Programmlauf anhalten.

Ansicht kippen, z. B.

Ansicht drehen, z. B

Programmlauf starten.

Pl83
Grafik
Lupen-Funktion

Lupen- Die Lupen-Funktion ermöglicht die Vergrößerung


Funktion eines frei wählbaren Ausschnitts des Werkstücks.

Der Ausschnitt für die Lupen-Funktion kann


nur in der 3D-Darstellung festgelegt werden!

Die Simulation
arten erfolgen.
selbst kann in allen 4 Darstellungs-
MAGN

Begrenzen Die Begrenzung des Ausschnitts erfolgt am Draht-


des Ausschnitts modell eines Quaders, das nach Drücken
der Taste MAGNin der linken oberen Bildschirm-
El
Ecke erscheint.
Die schraffierte Fläche wird immer mit der Taste

3
l- in Richtung des Quader-Zentrums
weils einen Bildschirmpunkt verschoben.
um je-
Konti-
nuierliches Verschieben erfolgt zusammen mit der

lolENT -Taste. Die 0STOP-Taste unterbricht das konti-


nuierliche Vorrücken.
Mit der Taste - wird die Fläche wieder nach
L--
außen verschoben.

Nächste Die nächste Begrenzung (rechte Fläche) wird mit


Begrenzung
anwählen
der
q t -Taste angewählt.
Auf diese Weise kann nacheinander die linke,
rechte, vordere, hintere, untere und obere Fläche
angewählt und verschoben werden.
Mit der Taste Cl4 ist ein Rücksprung auf die
jeweils vorangegangene Fläche möglich.

Übernehmen Nach Festlegung der letzten Begrenzungsfläche


des Ausschnitts (obere Fläche) kann der Ausschnitt nach erneu-
tem Drücken der B-Taste über die @-Taste
übernommen werden. Am Bildschirm erscheint
der Rohling dann vergrößert dargestellt. Den ver-
größerten Bildausschnitt der Kontur erhältman
nach einem erneuten Grafik-Lauf in einer beliebi-
gen Grafik-Betriebsart.
Pl84
Grafik
Lupen-Funktion

Ausschnitt
begrenzen
und Grafik-3D-Darstellung.
vergrößern

Lupen-Funktion anwählen.

Linke Begrenzungsfläche verschieben, z. B.


nach rechts:

Entweder Taste
(Tipp-Betrieb).
q* mehrmals drücken NE
oder .FIäche kontinuierlich verschieben.

Mehrmaliges
schnelleres
Drücken
Verschieben
q
der @ -Taste bewirkt
der Begrenzungsebene.

Verschiebung anhalten und übernehmen.


bElb

Nächste Begrenzungsfläche anwählen


(rechts).

Pl85
Grafik
Lupen-Funktion

Ist die letzte (obere) Fläche verschoben:

Programmlauf starten.

Die Bearbeitung des Werkstücks wird simu-


liert. Der Bildschirm zeigt nur den festgelegten
Ausschnitt.
Programmlauf 4

Betriebsarten 4

Programmlauf- In der Betriebsart tl 3 ,,Programmlauf-Satzfolge”


Satzfolge
arbeitet die Steuerung das im Arbeitsspeicher
J
befindliche Programm bis zu einem programmier-
ten Halt bzw. bis zum Programm-Ende ab. Nach
einem programmierten Halt muß zur Fortführung
neu gestartet werden.
Der Programmlauf wird auch gestoppt, falls eine
Fehlermeldung angezeigt wird.

-
Frogrammlauf- In der Betriebsart w ,,Programmlauf-Einzelsatz”
Einzelsatz arbeitet die Steuerung das im Arbeitsspeicher
befindliche Programm Satz für Satz ab. Nach
jedem Satz muß das Programm neu gestartet
werden.

Der programmierte Vorschub kann über den


internen Vorschub-Override verändert werden,
je nachdem wie die Steuerung vom Maschinen-
Hersteller an die Maschine angepaßt wurde.

Override

Spindel- Die programmierte Spindeldrehzahl kann bei ana-


drehzahl loger Ausgabe über den Spindel-Override ver-
ändert werden.
Pl88
Programmlauf
Starten

“1.“~...““1.
_II..
.-x-1
..,.”
....”
_---.I”..,
,,^-^-_“”
“.“.>..
^“._,I “,
: ,Vor ‘Bear@&ng dw.ersten. Werkstücks muß
der Werkstü~kN~Hpmkt gesetzt werden!
_<““. ^_

L--

Starten Betriebsart Cla3


Programmlauf-
.~ Einzelsatz

I
Der erste Satz des Programms
aktuellen Programmzeile.
steht in der
b0
START Ersten Programmsatz abarbeiten.
I

Der zweite Satz des Programms


aktuellen Programmzeile.
steht in der
b0
START Zweiten Programmsatz abarbeiten.

Starten Betriebsatt 03
Programmlauf-
satzfolge I 1
Der erste Satz des Programms steht in der Programm abarbeiten.
aktuellen Programmzeile.

Die Steuerung arbeitet das Programm bis zu


einem programmierten Halt bzw. bis zum Pro-
gramm-Ende kontinuierlich ab.

Pl89
Programmlauf
Unterbrechen und Abbrechen

Unterbrechen Befindet sich die Steuerung in der Betriebsart


3 (Programmlauf-Satzfolge) oder GJ (Pro-
0 Cl
grammlauf-Einzelsatz), so kann der Programmlauf
jederzeit mit der externen Stop-Taste unterbro-
chen werden. Am Bildschirm wird die Unterbre-
chung mit dem blinkenden *-Zeichen ( * bedeu-
tet ,,Steuerung in Betrieb”) angezeigt.

Abbrechen Für das Umschalten auf andere Betriebsarten


muß der Programmlauf angehalten (unterbro-
chen) und abgebrochen werden (Ausnahme:
Abarbeiten eines Programms und gleichzeitiges
Programmieren).
Dies geschieht mit der externen Stop-Taste und
der Stop-Taste der Steuerung. Beim Abbrechen
erlischt am Bildschirm das *-Zeichen.
Die Steuerung hat nach dem Abbrechen folgende
Daten gespeichert:
l das zuletzt aufgerufene Werkzeug,

0
l Koordinaten-Umrechnungen (Nullpunkt, Spie-
geln, Drehung des Koordinatensystems, Maß-
faktor),
l den letztgültigen Kreismittelpunkt/Pol CC,
l den zuletzt
l den aktuellen
definierten Bearbeitungszyklus,
Stand bei Programmteil-Wie-
STOP
derholungen,
l die Rücksprung-Adresse bei Unterprogram-
men.

Wird in einem Unterprogramm oder inner-


halb einer Programmteil-Wiederholung
abgebrochen und anschließend ein Pro-
CALL LBL 18 -,REP 20/8
grammsatz mit der “i” -Taste angewählt, so
Cl
wird der Zähler für die Programmteil-Wieder-
holung auf die programmierte Anzahl der
.
Wiederholungen zurückgesetzt;
grammen wird die Rücksprung-Adresse
bei Unterpro-
GOTO
gelöscht.

Soll die noch durchzuführende


Wiederholungen
Anzahl der
bzw. die Rücksprung-
, Cl
Adresse erhalten bleiben, so sind die Pro-
grammsätze
anzuwählen.
nur mit den Tasten
ql+

CALL LBL 18 REP 20/20


Pl90
Programmlauf
Unterbrechen und Abbrechen

.~
Programmlauf
unterbrechen
Betriebsart Is>I oder q
-
Der gestartete
chen werden:
Programmlauf soll unterbro-
b0
STOP Programmlauf unterbrechen.

Die Anzeige z$ (Steuerung in Betrieb) blinkt.

Programmlauf Betriebsart le>l oder 1-3/


abbrechen

Der gestartete Programmlauf soll abgebro-


chen werden: b0
v
STOP Programmlauf unterbrechen.

Programmlauf abbrechen.

Die Anzeige-# (Steuerung in Betrieb) erlischt.

_“”

- FL!!? Beim Abarbeiten


nimmt die Funktion
die %L -Taste.
Cl
im DIN/iSO-Betrieb
der internen


über-
-Taste

fl91
Programmlauf
Unterbrechen und Abbrechen

Not-Aus Im Gefahrenfall kann die Maschine und die


Steuerung durch Drücken einer der Not-Aus-
Tasten abgeschaltet werden. Die Steuerung zeigt
dies mit dem Hinweis

= EXTERNER NOT-AUS =

Zur Wiederinbetriebnahme muß die gedrückte


Not-Aus-Taste durch eine Drehung im Uhrzeiger-
sinn entriegelt werden. Anschließend ist die
Steuerspannung wieder einzuschalten und der
Hinweis mit der Taste r-lCE zu löschen.

Vorsicht beim Wiedereintritt nach Programm-


Abbruch (siehe nächste Seite).

Wechseln von ’ Wurde die Betriebsart 3 (Programmlauf-Satz-


L-l
,,Satzfolge” folge) gewählt, so kann w,ährend des Programm-
auf
,,Einzelsatz” laufs auf die Betriebsart &iJ (Programmlauf-
0
Einzelsatz) umgeschaltet werden. Nach Abarbei-
ten des betreffenden Satzes ist der Programmlauf
beendet.

Beim Abarbeiten Stetiger’Konturen wird nach


dem Umschalten auf Programmlauf Einzelsatz
nicht beim aktuellen Satz unterbrochen, son-
dern die stetige, vorausberechnete Kontur fer-
tig bearbeitet (bis zu 14 Sätze).

Über einen Maschinen-Parameter kann


gewählt werden, ob bei stetigen Konturen
beim aktuellen Satz gestoppt wird, oder ob
die stetige, vorausberechnete Kontur fertig
bearbeitet wird.

Fl92
Programmlauf
Wiedereintritt nach Abbruch

Ein Wiedereintritt nach einem Programm-


Abbruch ist nur bedingt möglich!

Wiedereintritt Ein Wiedereintritt kann nur an den Stellen im Pro-


gramm erfolgen,
rechtwinkligen
an denen Geraden
oder in Polarkoordinaten
mit
jeweils im
q
dp in

Absolutmaß programmiert sind.


Ein Wiedereintritt ist nicht möglich bei
l Geraden mit Angaben im Kettenmaß
(IX, IY, IZ .) -
l Fasen (L)
l Kreisbahnen (C, CP, CT. CTP, CR, RND)
l Bearbeitungszyklen.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Wiedereintritt
in
l Programme mit Q-Parametern
0 Unterprogramme
l Programmteil-Wiederholungen.

Wird in einem Unterprogramm oder inner-


halb einer ProgrammteiNMederholung
abgebrochen und anschließend ein Pro-
grammsatz mit der
7 -Taste angewählt, so
El
wird der Zähler für die Programmteil-wieder-
holung auf die programmierte Anzahl der
Wiederholungen zurückgesetzt; bei Unterpro-
grammen wird die Rücksprung-Adresse
gelöscht.
Soll die noch durchzuführende Anzahl der
Wiederholungen bzw. die Rücksprung-
Adresse erhalten bleiben, so sind die Pro-
grammsätze
anzuwählen.
nur mit den Tasten qq
Werkzeugtausch Bei einem Werkzeugtausch infolge Bruch sind 8p
die neuen Werkzeug-Korrekturwette (Werk-
zeug-DefinItIon) einzugeben und in der Betriebsart TOOLDEFl L... TOOLDEFl L...
,,Positionieren mit Handeingabe” aufzurufen; R ... R ...
anschließend ist das Werkstück mit dem neuen
Werkzeug anzukratzen.

Fehlermeldungen Wurde nach dem Abbruch des Programmlaufs


im Programm geblättert ( q q ), kein Satz 1AKWELLERSAlZNlOHl-ANGEWHU 1
mit der “‘A -Taste angewahlt und anschließend
0
das Programm nicht bei dem Satz gestartet, in
dem abgebrochen wurde, so erscheint die Fehler-
meldung:

= AKTUELLER SATZ NICHT ANGEWAEHLT =

Es muß der Satz angewählt werden, bei dem


unterbrochen wurde. Dies Ist möglich
l mit den Tasten q und. q ,

l mit der Taste G”Ao und der Satznummer des


0
betroffenen Satzes.

Vorsicht beim Gebrauch der 0“” -Taste,


s. oben!
Programmlauf
Wiedereintritt

Wird nach Abbrechen des Programmlaufs ein


Satz eingefügt oder gelöscht, so ist die zuletzt CYCL UNVOUSTAENDIG
gelesene Zyklus-Definition nicht mehr aktiv. Bei 1
erneutem Start erscheint vor dem Zyklus-Aufruf
die Fehlermeldung:

= CYCL UNVOLLSTAENDIG =

Abhilfe Es muß die letzte Zyklus-Definition vor dem


Zyklus-Aufruf abgearbeitet werden. Das Anwäh-
len der Zyklus-Definition muß mit der “0” -Taste
0
erfolgen!

Vorsicht beim Gebrauch der Gz” -Taste,


El
s. ,,Programmlauf abbrechen”!

Wird das Programm in einem Bearbeitungszyklus


nach einem Abbruch erneut gestartet, so er-
scheint die Fehlermeldung:

= UNDEFINIERTER PROGRAMMSTART =

Abhilfe Das Programm ist entsprechend zu ändern, oder


ein vorhergegangener Programmsatz ist mit der

q
Gg” -Taste anzuwählen.

Vorsicht beim Gebrauch der “z” -Taste,


Cl
s. ,,Programmlauf abbrechen”!

Ein Bearbeitungszyklus muß erneut gestartet


werden.
Der Bearbeitungszyklus ,,Gewindebohren’ darf
nicht an der gleichen Position wiederholt
werden!

Pl94
Abarbeiten eines Programms und
gleichzeitiges Programmieren

Die Steuerung ermöglicht das Abarbeiten eines


Programms in der Betriebsart 3 während
Cl
gleichzeitig ein weiteres Programm in der Be-
triebsart @ erstellt bzw. editiert (geändert) oder
Cl
über die V.24-Schnittstelle übertragen wird.

-- Ablauf Das abzuarbeitende Programm muß zuerst aufge-


rufen und gestartet werden (Betriebsart El3 ).
Anschließend wird in der Betriebsart @ das
Cl
neu zu erstellende Programm oder ein bereits
abgespeichertes Programm aufgerufen (s. ,,Pro-
gramm-Aufruf”),
Ebenso ist die Ubertragung eines Programmes
über die V.24-Schnittstelle möglich (s. ,,Externe
Datenübertragung V”).
0
START

u PGM
NR

- Bildschirm- Die Programm-Eingabe wird in der oberen Bild-


anzeige schirmhälfte angezeigt. Die Anzeigen des Pro-
grammlaufs sind in der unteren Bildschirmhälfte
L- aufgeführt. Im Gegensatz zur üblichen Anzeige
des Programmlaufs wird in diesem Fall nur die
Programm-Nummer und die aktuelle Satznummer
angezeigt, Die Positionsanzeigen sowie die Sta-
.-- tus-Anzeigen (wirksame Zyklen für die Koordina-
ten-Umrechnungen, Werkzeug, Spindel-Drehzahl,
Vorschub und Zusatz-Funktionen) werden wie
üblich angezeigt.
Achsparallele Bearbeitung
Programmierung über Achstasten

Dialog- Die Eingabe achsparalleler Positioniersätze läßt


Eröffnung sich etwas vereinfachen:
Der Eingabe-Dialog wird wie bei den Punkt- und
Streckensteuerungen TNC 131/TNC 135 unmittel-
bar mit der betreffenden Achstaste

Positions- Für den Positions-Sollwert ist die Koordinate


Sollwert für die betreffende Achse einzugeben. Die Zah-
lenwert-Angabe kann absolut (d.h. zum Werk-
Y
stück-Nullpunkt)
hergehenden
oder inkremental
Soll-Position) erfolgen.
(d.h. zur vor-
I
In beiden Fällen bewegt sich das Werkzeug von
seiner Ist-Position parallel zur gewählten Achse
auf den programmierten Zielpunkt.

Radius- Die Radiuskorrektur hat bei der Programmierung


korrek-tur über Achstasten folgende Bedeutung:
l Der Verfahrweg soll sich um den Werkzeug-
Radius verkürzen: Taste RL , Bildschirman-
zeige R-. Cl

l Der Verfahrweg soll sich um den Werkzeug-


Radius verlängern: Taste R+R , Bildschirman-
0
zeige R+.
l Das Werkzeug fährt auf den programmierten
Positions-Sollwert, Bildschirmanzeige RO.

Wird eine Radiuskorrektur R+/R- auch bei der


Positionierung der Spindel-Achse eingegeben,
so erfolgt für diese Achse keine Korrektur.

Bei Verwendung der 4. Achse als Rundtisch-


Achse wird eine Radiuskorrektur ebenfalls nicht
berücksichtigt.

Fl97
Achsparallele Bearbeitung
Programmierung über Achstasten

Achsparallele Positioniersätze mit einer


Radiuskorrektur R+/R- und Positioniersätze
mit einer Radiuskorrektur RR/RL dürfen inner-
halb eines Bearbeitungsprogrammes nicht
!!bFALSCH:
nacheinander eingegeben werden!
16 L X+15,000 Y+ZO,OOO
RR F MO3

17 Y+40,000
---R- FIOOM

18 L --
X+50,000 Y+57,000
RR F M

Innerhalb eines Bearbeitungsprogramms können


zwischen Positioniersätzen mit RO (keine Radius- RICHTIG:
--.... --
korrektur). die über eine Bahnfunktionstaste pro-
grammiert wurden, achsparallele Positioniersätze,
die über eine Achstaste eingegeben wurden, pro- 18 L X+15,000 Y+20,000
grammiert werden.
ROFM
-_-
19 L x+10,000 Y+10,000
--ROFM
20 x+40,000
--R+ F M
21 L x+50,000
.- Y+20,000
RO F M

Pl98
Achsparallele Bearbeitung
Programmierung über Achstasten

Eingabe Betriebsart M
achsparalleler
L Geraden Dialog-Eröffnung h oder q oder Iz/ oder IIv/

PO&ilONS-SOLlWERT ? Inkremental - Absolut?


_ -. K! 1
Zahlenwert für die gewählte Achse
eingeben.

Eingabe übernehmen

RAkSKORR.: R+jR-/KEINE KORR. ? R-


miR_1 R+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.

VORSCHUB
& .- Kl Ggf. Vorschub eingeben.
v
Eingabe übernehmen.
I l

- -___. _.. _._ _-


ZüiiTi-FiJNKllON M ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel Im Satz 119 wird das Werkzeug parallel zur X-


Achse um +46,000 und zusätzlich um den Werk-
zeug-Radius verfahren.
Der Vorschub beträgt 60 mm/min, die Spindel
dreht sich im Uhrzeigersinn.

fl99
Achsparallele Bearbeitung
Playback-Programmierung

Playback Wurde ein Werkzeug im Handbetrieb (Handrad


oder Achstaste) verfahren, so kann die Ist-Posi-
tion des Werkzeugs als Positions-Sollwert in das [ POSITIONS-SOLLWERT ? 1
Bearbeitungsprogramm übernommen werden.
Diese Art des Programmierens nennt man Play-
back-Programmierung, 19 x+10,000
Die Playback-Programmierung ist nur für achspa- R F M
rallelen Betrieb sinnvoll. Von der Programmierung
komplizierter Konturen über dieses Verfahren wird
abgeraten.

Z-IO,000 C+180,000

Ablauf Das Werkzeug ist manuell über Handrad oder


Achstasten auf die zu speichernde Position zu
verfahren.
Der Istwert der Position wird in der Betriebsart
eines Positioniersatzes mit der
als Positions-Sollwert übernommen

Radius- Der Positions-lstwert enthält für das gerade ver-


korrektur wendete Werkzeug bereits den Längen- und TOOLDEF L=O
Radiuskorrekturwert.
zeug-Definition
Daher müssen in der Werk-
für dieses Werkzeug die Korrek-
_ ‘R=O
turwerte L = 0 und R = 0 eingegeben werden. t
Bei der Programmierung der Positioniersätze im
Playback-Verfahren ist die richtige Radiuskorrek-
tur R+ oder R- bzw. RO einzugeben: bei Werk-
zeugbruch oder Verwendung eines anderen
Werkzeugs anstelle des ursprünglichen können
dann die neuen Korrekturwerte berücksichtigt
werden.

P200
L
Achsparallele Bearbeitung
Playback-Programmierung

Werkzeug- Die neuen Korrekturwerte’werden nach folgender


Korrekturen Formel ermittelt:
L
R = RNEU - RALT

R
R’NEU
Radiuskorrekturwert
Werkzeug-Radius
für TOOL DEF
des neuen Werkzeugs
te?
RNEU
RALT Werkzeug-Radius des ursprünglichen
Werkzeugs.
R=O. Rneg.
--
Die neuen Korrekturwerte werden in die Werk-
zeug-Definition des ursprünglichen Werkzeugs
(R = 0, L = 0) eingegeben.
Der Korrekturwert R kann positiv oder negativ
sein, je nachdem ob der Werkzeug-Radius des
neu eingesetzten Werkzeugs größer (+) oder klei-
ner (-) als der des ursprünglichen Werkzeugs ist. TOOL MF TOOL DEF TOOL MF

R=O R= +.::.. R.& 1 . . .

Lännen- Der Korrekturwert für die neue Werkzeuglänge


Korrekturen wird wie bei TOOL DEF ermittelt. Das NÜllwerk-
zeug ist in diesem Fall das ursprünglich einge-
setzte Werkzeug.
z

P201
Achsparallele Bearbeitung
Playback-Programmierung

Eingabe Betriebsatt 0@
Beispiel
b Dialog-Eröffnung q oder q oder q oder [Ivi

POSmONSeoLLwERT
~--.-- ^..__-- .~._._ ? _.__ -- b0X Ggf. Werkzeug manuell auf
gewünschte Position fahren.
1
Positions-lstwert übernehmen.

Eingabe übernehmen.

.
RADIUSKORR.:R+/R-/KEINE KORR.? R- R+ Ggf. Radiuskorrektur eingeben.
_-~--- _..-.- - UILRJ

VORSCiiUB 7 F = Ggf. Vorschub eingeben.


-..~ -...- -_-k-
v
Eingabe übernehmen.

ZUSATZ-FUNKTION M 7 Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.


----.---~..

Eingabe übernehmen

Mit der
q
“GD -Taste ist es möglich,
gramm-Eingabe vorzeitig
die Pro-
zu beenden.

P203
Achsparallele Bearbeitung
Positionieren mit Handeingabe

Positionieren In der Betriebsart r-i@ ,,Positionieren mit Hand-


eingabe” können achsparallele Positioniersätze
eingegeben und abgearbeitet werden (keine Spei-
cherung).
Dabei muß jeder Satz unmittelbar nach der Ein-
gabe mit der externen Start-Taste gestartet wer-
den.

Werden im Positioniersatz Angaben im Ket-


tenmaß programmiert, kann der Satz beliebig
oft mit der externen Start-Taste gestartet wer-
den.

Werkzeug- Befindet sich im Arbeitsspeicher der Steuerung


Aufruf eine Werkzeug-Definition TOOL DEF, so kann in
der Betriebsart m ein Werkzeug mit TOOL
CALL aufgerufen werden. Damit sind die neuen
Werkzeug-Korrekturwerte wirksam.
Der Werkzeug-Aufruf wird mit der externen Start-
Taste durchgeführt.

Der programmierte Vorschub kann über den


internen Vorschub-Override verändert werden,
je nachdem wie die Steuerung vom Maschinen-
Hersteiler an die Maschine angepaßt wurde.

Spindel- Die programmierte Spindel-Drehzahl kann bei


Drehzahl analoger Ausgabe der Spindel-Drehzahl über den
Spindel-Override verändert werden.

Override

P204
Achsparallele Bearbeitung
Positioniieren mit Handeingabe

Beispiel Betriebsart - qE9


Positions-
Eingabe Dialog-Eröffnung B oder q oder q oder q
POSITIONSSOLLWERT ?
K! 1 Inkremental - Absolut?
v Zahlenwert für die gewählte Achse
eingeben.
v
Eingabe übernehmen.

RADIUSKORR.: R+/R-/KEINE KORR. ? Ggf. Radiuskorrektur eingeben.

VORSCHUB ? F= Ggf. Vorschub eingeben.


T
Eingabe übernehmen.

ZUSATZ-FUNKTION M ? Ggf. Zusatz-Funktion eingeben.


Kl
v
1_1
Eingabe übernehmen.

/
SATZ VOLLSTAENDIG Positioniersatz starten. l

P205 / ~
Achsparallele Bearbeitung
Positionieren mit Handeingabe

Beispiel Betriebsart -
Werkzeug-
Aufruf Dialog-Eröffnung

WERKZEUG-NUMMER 7 Werkzeug-Nummer eingeben.


v
Eingabe übernehmen.

SPINDELACHSE PARALLEL X/Y/z ? Spindelachse eingeben, z. B. Z.

SPINDELDREHZAHL S IN U/MIN ? Spindeldrehzahl eingeben.


v
Eingabe übernehmen.

SATZ VOLLSTAENDIG Werkzeug-Aufruf starten


Maschinen-Parameter

Maschinen- Damit die Maschine die von der Steuerung kom-


Parameter menden Befehle auch richtig ausführen kann, muß
die Steuerung spezifische Daten der Maschine
kennen, z.B. Verfahrwege, Beschleunigungen usw.
Diese Daten werden vom Maschinen-Hersteller
über sogenannte Maschinen-Parameter in der
Steuerung festgelegt.

Anwender- In der Betriebsart MOD kann auf bestimmte


0
Parameter Maschinen-Parameter einfach zugegriffen werden,
z.B. zum Umschalten von HEIDENHAIN-Klartext
auf DIN/ISO. Die über die Betriebsart / MOD zu-

gänglichen Anwender-Parameter werden vom


Werkzeugmaschinen-Hersteller festgelegt, der
ihnen nähere Informationen darüber erteilen kann.

Programmierung Die Maschinen-Parameter müssen bei Erst-lnbe-


triebnahme in die Steuerung eingegeben werden.
Dies kann über einen externen Datenträger (z. B.
ME-Kassette oder FE-Diskette mit gespeicherten
Maschinen-Parametern) oder durch Eintippen
erfolgen.
Nach einer Netzspannungs-unterbrechung mit
leerer oder fehlender Puffer-Batterie müssen
die Maschinen-Parameter erneut eingegeben wer-
den. Die Steuerung fordert sie in diesem Fall im
Dialog an.

Puffer-Batterie Die Puffer-Batterie ist die Spannungsquelle für den


wechseln Speicher mit den Maschinen-Parametern und für
den Programmspeicher der Steuerung.
Erscheint der Hinweis
= PUFFER-BATTERIE WECHSELN =
so sind die Batterien auszutauschen.
Die Batterien befinden sich hinter einer PG-Ver-
schraubung im Stromversorgungsteil der LE 355.
Bei der TNC 355 werden außer den Batterien
zusätzlich Akkus. die sich auf der Rechner-Platine
befinden, zur Sicherung des Speicherinhalts ver-
wendet.
Zum Austausch der Batterien kann aber die Netz-
spannung abgeschaltet werden. Die Akkus erhal-
ten den Speicherinhalt ohne Batterien für ca.
2 Wochen. Die Akkus werden nur bei eingeschal- Batterie-Typ
teter TNC geladen. Mignon-Zellen, leak-proof
IEC-Bezeichnung ,,LRG”;
Empfehlung: VARTA Typ 4006

P208
Maschinen-Parameter

Eingabe über
externen
_ Datenträger

---
SPEICHER-TEST -
___ ..~ _ .---_.--.--
Die Steuerung überprüft die interne Steue-
rungselektronik. Anzeige wird automatisch
gelöscht.

~-
PUFFER-BATTERIE
WECHSELN Neue Puffer-Batterie einsetzen
.._ -. ~_ ._-..---... -_--.-. _..- ._.__--- b
v
Hinweis löschen.
0CE

--I_ __-.- --
BEFRIEBSPARAMlTER GELOESCHT _.__ b 0CE Hinweis löschen.

L Bei Eingabe über Magnetband:

MASCHINENPAR.-PR6GRAMMIERUNG
--..- .~.,--- ~. .-. .---- ._.-- .._....
---
MASCHINEN-PARAMEIER MP 0 ?
-- I_-- ~.-.--.~- _._ _ Magnetband-Kassette mit Para-
MPO:O metern einlegen.
~_. b

Externe Datenübertragung starten

MASCHINENPAlX-PROGRAMMIERUNG
-_.--~-.. -.-.-.
EXTERNEDATEN-EINGABE

MPO:O .~.__..~-_-
----. .- _~~~_.~---.-.
Die Maschinen-Parameter werden automa-
tisch programmiert.

P209
Maschinen-Parameter

Bei Eingabe über Diskette:

MASCHINENPAR#ROGRAMMlERUNG
~_- .- .. ._. _._._~--.. -..-.. ._ .._ _.-
MASCHINEN-P+RAMETER MP 0 1
--_. ~. --- _-- __.- . .._.. .-
MP@0 FE-Diskette mit Parametern einlegen.
----- ---. b
v
EXT Externe Datenübertragung anwählen.
131

EXlERNE DATEN-EINGABE ,? Bestätigen.


-..--~- ----

Programm-Nummer des Programms


PRDGRAMM-NUMMER=
-_.---- ‘l..---------- Kl mit den Maschinen-Parametern ein-
v geben.
.-’

Eingabe übernehmen.

MASCHINENPAR.-PRDGRAMMlERUNG
-.~___-.- -__._
~-.- _.._____-
lVlA!XWINEN-PARAMElER MP 0 ?

MP&0

Die Maschinen-Parameter werden automa-


tisch programmiert.

Sind alle Parameter übergeben:


4

-
STROMUNTERBRECHUNG Kl CE Hinweis löschen.
d

NC: PROGiAMMSPElCHER
EI_-- -._-.
GELOESCtif-
- -.-.
) q Hinweis löschen. -

-
--
STEUERSPANNUNG FUER REWS FEHLT Steuerspannung einschalten.
~-~
, -

Anschließend müssen die Referenzpunkte über-


fahren werden. Dann ist die Steuerung betriebs-
bereit.

P210
Maschinen-Parameter
Eingabe von
Hand
r---l Versorgungsspannung
einschalten.

SPEICHER-TEST
__-- .. _,_-. -.- _.-.._-
Die Steuerung überprüft die interne Steue-
rungselektronik. Anzeige wird automatisch
gelöscht.

I
PlJFFER-BAmE WECHSEL&- ” Neue Puffer-Batterie einsetzen.
T.---. b
v

qCE Hinweis löschen.

bc1CE
BETRlEBSPARAMEW%GELOESCHT Hinweis löschen.
--- -. _. . ._-A .__--

~ MASCHlNENPAR#ROGRAMMlERUNG
. . .-. ._ .--.L-- -____
~__--_
MASCHINEN-P--MP
B---__ ._--_-_-- - .0..___-
_._-._<._.._ 7
Maschinen-Parameter MP 0 nach
Tabelle eingeben.

Eingabe übernehmen.

Die Bildschirmanzeige springt nach jedem einge-


gebenen Maschinen-Parameter zum nächstfolgen-
den. Nach jeder Parameter-Eingabe
Taste zu drücken.
ist die q -

Sind alle Maschinen-Parameter eingegeben: 1

STROMUNTERBRECHUNG - Kl CE Hinweis löschen.

Nc: PROGRAMMSPEICHER GELOESCHT ) q Hinweis löschen.

STEUERSPANNUNG
-- -_.-..- FUER REWS FEHLT ) @ Steuerspannung einschalten.
~-
L I

Anschließend müssen die Referenzpunkte über-


fahren werden. Dann ist die Steuerung betriebs-
bereit.
P211
Maschinen-Parameter

Ändern von Über die MOD-Funktion ,,Schlüssel-Zahl” können


Maschinen- Maschinen-Parameter geändert bzw. ergänzt wer-
Parametern den.
Änderungen sind nur im Ausnahmefall und mit
größter Sorgfalt vorzunehmen, um Beschädigun-
gen an der Maschine zu vermeiden.

Schlüssel-Zahl Nach Eingabe der Schlüssel-Zahl 95148 gelangt


man in die vollständige Maschinen-Parameter-
Liste.

Unkorrekte Änderungen in den Maschinen-


Parametern können zu schweren Schäden an
der Maschine führen.

P212
Maschinen-Parameter

MOD-Funktion
anwählen MOD-Funktion ,,Schlüssel-Zahl =” anwählen
L

Schlüssel-Zahl
L

---scHLUEss~L= ---. ._-.--. -.


Eingabe der Schlüssel-Zahl 95148 eingeben.
Kl
v
Eingabe übernehmen.

Maschinen-
\- Parameter-Liste MASCHINENPAR-PROG@MMlERUNG

MASCHINEN-PARAMEER MP O?
L./
Es erscheint der Beginn der vollständigen
Maschinen-Parameter-Liste mit aufsteigenden
Nummern.
L

Maschinen-
Parameter Durch Betätigen der Tasten
anwählen -Taste gewünschte Parameter-Nr.
anwählen (z.B. MP 217).

Maschinen-
Parameter MASCHINENPAFL-PFtOGRAMMlERUNG /
d ____ _ -...--.--_ PL. -.-

MASCHINEN-PARAMETEFI 2l7 ?
.___-.-~
I
MP 217: Wert eingeben.
v
ENT Eingabe übernehmen.
101

MOD-Funktion
Verlassen Nach Beendigung der Parameter-Eingabe
“& -Taste betätigen.
0
Maschinen-Parameter-Anzeiae erlischt.

P213
Maschinen-Parameter

Eingabewerte Eingabewerte sind z.B.


,die Zahlen 0 oder 1 für die Auswahl von Funktionen,
Vorzeichen oder Zählrichtung bzw.
.Zahlenwerte für Vorschübe, Verfahrwege usw.

Daneben gibt es noch dezimale Eingabewerte, die


sich aus der Kombination mehrerer Funktionen
errechnen lassen.

Eingabewerte Über Bit O-7 können max. 8 Funktionen aktiviert


bei Mehrfach- werden. Die Summe aus den dezimalen Zahlen-
Funktionen von werten der Bits mit den gewünschten Funktionen
Maschinen- ist der Eingabewert.
Parametern

Beispiel: Bestimmung der Eingabewerte für Maschinen-Parameter 222


-

Funktion Parameter-Nr. Eingabewert

Datenformat und Übertragungsstopp 222


für die Datenschnittstelle V.24 Bit
7 oder 8 Datenbit 0 + 0 -f 7 Datenbit (ASCH-Code
mit 8. Bit = Parität)
+ 1 -. 8 Datenbit (ASCH-Code
mit 8. Bit = 0 und
9. Bit = Parität) -,
Block-Check-Character 1 + 0 + BCC-Zeichen beliebig
+ 2 -t BCC-Zeichen kein
Steuerzeichen
J
Übertragungsstopp durch RTS 2 + 0 + nicht aktiv
+ 4 + aktiv
Übertragungsstopp durch DC3 3 + 0 -+ nicht aktiv
d
+ 8 + aktiv
Zeichenparität geradzahlig 4 +o + geradzahlig (even)
oder ungradzahlig + 16 - ungeradzahlig (odd)
4
Zeichenparität erwünscht 5 + 0 -f nicht erwünscht
+ 32 + erwünscht
617 I7 6
.-
0 0 1 1/2 Stoppbits
0 12 Stoppbits
Bit 6: + 64
101 Stoppbit
111 Stoppbit
Bit 7: + 128

Der Eingabewer-t für Maschinen-Parameter 222 wird ermittelt durch Addition der Eingabewette der
gewünschten Funktionen.

P214
Maschinen-Parameter

Gewünschte
Funktionen Funktion Bit Eingabewert
L
7 Datenbit 0 +o

BCC soll kein Steuerzeichen werden 1 +2

kein Übertragungsstopp durch RTS 2 +o

Übertragungsstopp durch.DC3 gewünscht 3 +8

Zeichenparität geradzahlig 4 +o

Zeichenparität erwünscht 5 + 32

1 Stoppbit 6 +o
7 + 128

Summe der Eingabewerte: 170

Wird in Maschinen-Parameter 222 die Zahl 170 eingegeben, dann sind obige Funktionen aktiv.

Auszug der Auf den nächsten Seiten wird nach unterschiedlichen Funktionen ein
Maschinen- Auszug von Maschinen-Parametern erklärt.
Parameter

P215
Maschinen-Parameter

Anpassung der Datenschnittstelle

Funktion Parameter-Nr. Eingabe

Steuerzeichen für
,,Blockweises Übertragen”

Zeichen für Programm-Ende 71 0 65535


und -Anfang
Das Zeichen für Programm-Ende
gilt auch für ,,Standard-
Datenschnittstelle”
ASCH-Zeichen für Daten-Eingabe 218 0 65535
ASCH-Zeichen für Daten-Ausgabe 219 0 65535
ASCH-Zeichen für Anfang und 220 0 12079
Ende des Kommando-Blocks
ASCII-Zeichen für positive Rück- 221 0 12079
meldung bzw. negative Rück-
meldung
ASCII-Zeichen Datenübertragung 214 0 12079
beendet
Datenformat und Übertragungs- 222
stopp für die Datenschnitt- Bit
stelle V.24

7 oder 8 Datenbit 0 + 0 -+ 7 Datenbit (ASCII-Code


mit 8. Bit = Parität)
+ 1 + 8 Datenbit (ASCH-Code
mit 8. Bit = 0 und
9. Bit = Parität
Block-Check-Character 1 + 0 + BCC-Zeichen beliebig
+ 2 + BCC-Zeichen kein
Steuerzeichen
Übertragungsstopp durch RTS 2 + 0 + nicht aktiv
+ 4 -+ aktiv
Übertragungsstopp durch DC3 3 + 0 -+ nicht aktiv
+ 8 -aktiv
Zeichenparität geradzahlig 4 + 0 -+ nicht aktiv
oder ungeradzahlig + 16 -+ aktiv
Zeichenparität erwünscht 5 + o- geradzahlig (even)
+ 32 - ungradzahlig (edd)
Anzahl der Stoppbits 617 7 I 6
0 1 1/2 Stoppbits
1 2 Stoppbits
Bit 6: + 64
0 1 Stoppbits

I
1 1 Stoppbits
Bit 7: + 128
Betriebsart Datenschnittstelle 223 O- ,,Standard-Datenschnitt-
V.24 stelle”
1 + ,,Blockweises Übertragen”

P216
Maschinen-Parameter

Funktion Parameter-Nr. Eingabe

Anpassung für Grafik-


Ausdruck

Steuerzeichen, die vor jeder


Ausgabe gesendet werden:
Anzahl der Steuerzeichen zum 226 0 65535
Setzen der Drucker-Schnittstelle
+ 1 Steuerzeichen

je 2 Steuerzeichen zum Setzen 227


der Drucker-Schnittstelle 228 0 65535
229
Steuerzeichen, die vor jeder Zeile
gesendet werden:
Anzahl der Steuerzeichen vor 230
jeder Druckzeile + 1 Steuer- 0 65535
zeichen

2 Steuerzeichen vor jeder 231


Druckzeile 232 0 65535
233
Grafik 236
-Bit - -
Umschalten der ,,Darstellung in 0 + 0 A deutsche Norm
drei Ebenen” + 1 4 amerikanische Norm
Drehen des Koordinatensystems 1 + 0 A keine Drehung
in der Bearbeitungsebene um + 2 A Koordinatensystem
900 gedreht

Gewindebohren

Minimum für Vorschub-Override 182

Maximum für Vorschub-Override 183


Verweilzeit für Drehrichtungs- 67 0 _.. 65535 [s]
Umkehr der Arbeitsspindel im
Zyklus ,,Gewindebohren”
Vorabschalt-Zeit der Spindel für 73 0 65535 [s]
Zyklus ,,Gewindebohren” (nur
wirksam bei BCD-Ausgabe der
Spindeldrehzahl) t

Hardware

Hysterese für elektronisches 246 0 65535 [Inkremente]


Handrad
Speicherfunktion für Richtungs- 68 0 -f nicht gespeichert
tasten 1 + gespeichert

P217
Maschinen-Parameter

Anzeige und Programmierung

Funktion Parameter-Nr. Eingabe

Programmierplatz 170 0 -+ Steuerung


1 -t Programmierplatz: PLC aktiv
2 + Programmierplatz: PLC in-
aktiv
Umschaltung der Dialogsprache 92 0 -+ erste Dialogsprache
deutsch/englisch 1 + zweite Dialogsprache (engl.)
Umschaltung HEIDENHAIN- 217 0 -t HEIDENHAIN-Dialog
Dialog-Programmierung/ 1 -* DIN/ISO
DIN/ISO-Programmierung
Zentraler Werkzeugspeicher 225 0 -+ kein zentraler Werkzeug-
speicher
1 99 = zentraler Werkzeug-
speicher
Eingabewert = Anzahl der
Werkzeuoplätze
Anzeige des aktuellen Vorschubs 167 0 --i keine Anzeige
vor dem Start in den manuellen 1 + Anzeige
Betriebsarten (in sämtlichen
Achsen gleicher Vorschub,
d.h. kleinster programmierter
Vorschub
Anzeige der aktuellen Spindel- 191 0 -* aus
Drehzahl vor dem Spindel-Start 1 + ein
Anzeigeschritt 1 65 O-l pm l=-5pm
Löschen der Status-Anzeige 173 0 + Status-Anzeige wird nicht
mit M02, M30 und Programm- gelöscht
Ende 1 + Status-Anzeige wird
gelöscht

Messen mit JD-Tastsystem

Funktion Parameter-Nr. Eingabe

Auswahl des Tastsystems 171 0 - Kabel-Übertragung


1 -+ Infrarot-Übertragung
Tastsystem : Vorschub zum 215 80 3000 [mm/min]
Antasten
Tastsystem : Meßweg 1 216 1 0 19999,999 [mm] 4
Tastsystem: Sicherheits-Abstand 235 0 .19999,999 [mm]
über Meßpunkt für automa-
tisches Messen
Tastsystem: Eilgang zum Antasten 251 180 29 998 [mm/min] l

P218
-
Maschinen-Parameter

Bearbeitung und Programmlauf


-.
Parameter-Nr. Eingabe

Zyklus ,,Maßfaktor” wirkt auf 213 0 -, 3 Achsen


2 Achsen oder auf 3 Achsen 1 -, in der Bearbeitungsebene
Flächenzyklen 241
Bit
Zyklus ,,Ausräumen”: 0 + 0 + Vorfräsen der Kontur bei
Fräsrichtung zum Vorfräsen der Taschen im Gegenuhr-
Kontur zeigersinn, bei Inseln im
Uhrzeigersinn
+ 1 * Vorfräsen der Kontur bei
Taschen im Uhrzeigersinn,
t bei Inseln im Gegenuhr-
zeigersinn

Zyklus ,,Ausräumen”: 1 + 0 + Zuerst um die Kontur


Reihenfolge für Ausräumen und einen Kanal fräsen, dann
Vorfräsen Tasche ausräumen
+ 2 -+ Zuerst die Tasche aus-
räumen, dann um die
Kontur einen Kanal fräsen

Vereinigen von korrigierten oder 2 + 0 + Vereinigen von korrigier-


von unkorrigierten Konturen ten Konturen
+ 4 + Vereinigen von un-
korrigierten Konturen
Überlappungsfaktor beim 93 0.1 . 1,414
Taschenfräsen
Ausgabe von M-Funktionen 214
Bit
Programmier-Halt bei MO6 0 +o- programmierter Halt bei
MO6
-...- + 1 * kein programmierter Halt
bei MO6

-- Ausgabe von M89, modaler 1 + 0 + kein Zyklus-Aufruf,


Zyklus-Aufruf normale Ausgabe von
M89 am Satz-Anfang
+ 2 -t modaler Zyklus-Aufruf
am Satz-Ende
Konstante Bahngeschwindigkeit 91 0 179,999 [“]
an Ecken
Ausgabe der Werkzeug-Nummer 61 0 -, keine Ausgabe
oder Platz-Nummer 1 -+ Ausgabe der Werkzeug-
Nummer nur wenn sich die
Werkzeug-Nummer ändert
2 -t Ausgabe der Werkzeug-
Nummer bei jedem
Werkzeug-Aufruf
3 -+ Ausgabe der Platz-Nr.
(falls MP 225 > 0)

P219
-- Programm-Eingabe nach DIN-ISO D

Allgemeine Hinweise Einführung Dl

Umschalten der Steuerung D2

Bedienung der Steuerung D4

-’ Programm-Eingabe Programm-Verwaltung D5

G-Funktionen D6

Maßangaben D8

Lösch- und Editierschutz D8

Werkzeug-Definition und -Aufruf D9

Koordinaten-Angaben DIO

Geraden D12

Kreise D14

Schraubenlinie D18

Bahnkorrektur BI9

FasenJEcken-Runden D20

Anfahren und Verlassen der Kontur D21

Zyklen D22

Bearbeitungszyklen D23

. Koordinaten-Umrechnungen D30

D31 P
. Sonstige Zyklen

Unterprogramm- und Programmteil-Wiederholungen D34 5

Programm-Sprung D35 2 h
g=
Parameter-Programmierung D36 s 8
Ws
Grafik: Festlegen der Rohling-Maße D38

.-

--

DO
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Einführung

Vorsatz- Bei der TNC 355 kann die Programm-Eingabe


Tastatur entweder nach dem HEIDENHAIN-Konzept mit
L
Bedienerführung durch Klartext-Dialoge oder auch
nach DIN 66025 bzw. ISO 6983 erfolgen. Die
DIN/ISO-Programmierung kann bei der Programm-
L-- Erstellung mit externen Rechenanlagen vorteilhaft
sein.
Für die DIN/ISO-Programmierung an der Steue-
rung gibt es eine Vorsatz-Tastatur mit den ent-
sprechenden Adress-Buchstaben der Norm-
Sprache. Diese Vorsatz-Tastatur wird auf das
Tastenfeld der Steuerung gesetzt und magnetisch
gehalten.
“.^- .. ^ _ _.“_.,-. ”...^. . .“_“._“1- .“-~.,”
,.,-__
Die interne STOP
0
-Taste ist belegt mit der D -
Taste. Deshalb übernimmt im DiN/IS.OSetrieb
q
die DE -Taste die !$nktion der internen STW-
Cl Cl
L Taste.
^.. . “-.. .. . .ll-..‘.l.-“,.- “-.‘_ .^

L
Programm- Nach Umschalten von der HEIDENHAIN-Klar-
Eingabe text-Dialogführung auf die Norm-Programmierung
ist die Tastenbelegung der Vorsatz-Tastatur wirk-
sam.
Die Programm-Eingabe nach DIN/lSO ist zum Teil
dialoggeführt. Die Reihenfolge der Eingabe von
Einzelbefehlen (Wörtern) innerhalb eines Satzes
ist beliebig. Die Steuerung ordnet nach Beendi-
gung des Satzes die programmierten Einzelbe-
fehle automatisch. Fehler bei der Programm-Ein-
gabe und bei der Abarbeitung des Programms
zeigt die Steuerung im Klartext an.

Satzaufbau Positioniersätze können beinhalten:


Positionier- l 8 G-Funktionen verschiedener Gruppen
Sätze (s. G-Funktionen) und zusätzlich G90 oder G91
vor jeder Koordinate;
l 3 Koordinaten (aus X, Y, Z. IV) und zusätzlich
zwei Kreismittelpunkt/Pol-Koordinaten
(aus 1, J. K);
l 1 Vorschub F (max. 5-stellig);
l 1 Zusatz-funktion M:
l 1 Spindeldrehzahl S (max. 4-stellig);
l 1 Werkzeug-Nummer verschiedener Gruppen
(s. G-Funktionen) (max. 3-stellig).

Satzaufbau Sätze mit Arbeitszyklen können beinhalten:


Arbeitszyklus l alle Einzel-Daten für den Zyklus
(Zyklus-Parameter P);
l 1 Zusatz-Funktion M;
l 1 Spindeldrehzahl S;
l 1 Werkzeug-Nummer verschiedener Gruppen
(s. G-Funktionen) (Werkzeug-Aufruf);
0 1 Positioniersatz;
l 1 Vorschub F; ,
l Zyklus-Aufruf.

Fehler- .Fehler im Satzaufbau zeigt die Steuerung wäh-


meldungen rend der Satzeingabe an, z. B.
= G-GRUPPE MEHRFACH =
oder nach Beendigung der Satzeingabe, z.B.
= SATZAUFBAU FALSCH =
Dl
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Umschalten der Steuerung
Externe Programmierung
Umschalten Das Umschalten von HEIDENHAIN-Programmie-
von rung auf DIN/60 erfolgt über einen Maschinen-
HEIDENHAIN- Parameter. Dieser Maschinen-Parameter kann über
Programmierung die MOD-Funktion ,,Anwender-Parameter” geän-
auf DIN/60 der-t werden. Die ,,Anwender-Parameter” sind vom
Maschinen-Hersteller festgelegt, von dem Sie
nähere Informationen erhalten.

Hinweise l Am Programm-Anfang vor dem Zeichen % und


zur externen nach jedem Programm-Satz muß CR LF oder LF
Programmierung oder CR FF oder FF programmiert werden.

l Nach dem Satz Programm-Ende muß CR LF


oder LF oder CR FF oder FF und zusätzlich ETX
(Control C) programmiert werden. Anstelle von
ETX kann ein Ersatzzeichen über Maschinen-
Parameter festgelegt werden (siehe Schnitt-
stellenbeschreibung TNC 355).

l Abstände (Leerzeichen) zwischen den einzelnen


Wörtern können weggelassen werden.

l Nullen nach dem Komma können weggelassen


werden.

l Beim Einlesen von DIN-Sätzen ist das Zeichen


,,*” am Ende des Satzes nicht notwendig.

l Beim Ausgeben von DIN-Sätzen wird das


Zeichen ,,*” von der Steuerung nicht ausge-
geben.

l Beim Einlesen von NC-Programmen werden


Kommentare überlesen, die mit ,,*” oder ,,;”
gekennzeichnet sind.

D2
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Umschalten der Steuerung

Betriebsart L-l beliebig

L
Dialog-Eröffnung

___-______ --_-. ..-.-.-...


L MOD-Funktion ,,Anwender-Para-
-.. FREIESAETZE: 1638
meter” anwählen.
I I

ANWENDER-PARAMETER
~- .- . . ..__. - _~

Gewünschten Anwender-Parameter
anwählen.

Vom Maschinen-Hersteller festgelegter Dialog

Programm-Eingabe im HEIDENHAIN-Dialog:
Kl 0
v
DEL
oder n0 Zusatz-Betriebsart verlassen.

Programm-Eingabe nach DIN/ISO: Kl 1


v
Zusatz-Betriebsart verlassen.

SIROMUNTERBRECHUNG CE Hinweis löschen.


~-- Kl

STEUERSPANNUNG
- -_-~_-- FUER.mjfEWSFEHLT ) @ Steuerspannung einschalten.
I

Anschließend müssen die Referenzpunkte über-


fahren werden. Dann ist die Steuerung betriebs-
bereit.

Beim Umschalten der Steuerung werden Klartext-


Programme automatisch in das DIN/ISO-Format
umgestellt und umgekehrt.

- P!b Bei der Umstellung von DIN/ISO-Format


Klartext-Format
l Modale
ist folgendes zu beachten:
Funktionen (z.B. GOl) werden nur
in dem Satz auf das Klartext-Symbol
(Z.B. L) umgestellt, in dem diese Funktion
auf

programmiert wurde. In den folgenden Sät-


zen erscheint im Klartext-Format das Zei-
chen 4~.
l K steht für kartesische Koordinaten
l P steht für Polarkoordinaten
l F MAX bedeutet Eilgang

D3
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Bedienung der Steuerung 4

Eingabe von Einzelbefehle bestehen aus der Adresse und


Einzelbefehlen einer Zusatzangabe.
Für die Eingabe eines Einzelbefehls drückt man
EINZELBEFEHL:
zuerst die Taste mit dem Adress-Buchstaben, und
anschließend gibt man mit der Zehner-Tastatur GOI
die Zusatzangaben .ein.
Das Abschließen des Einzelbefehls geschieht mit -ZUSATZANGABE
der Taste des Adress-Buchstabens des nächstfol-
(Code-Zahl)
genden Befehls.
Soll der Satz beendet werden, ist die
zu drücken.

X-IO
-ZUSATZANGABE
(Maß)
ADRESSE

Korrekturen Programm-Korrekturen können sofort bei der


Satzeingabe oder später nach der vollständigen
Programm-Eingabe erfolgen. Hierzu sind die
Tasten m m m Nm w vorgesehen
N20 602 X+68 Y+90 *
(siehe ,,Editieren”).
Im Gegensatz zum HEIDENHAIN-Format kann im ‘d

DIN/ISO-Format der Cursor entweder mit der


Taste q oder q gesetzt werden.
-
Steht das Heilfeld auf einem Einzelbefehl inner-
halb eines Satzes, können mit den Tasten

q n
4 t
Zur Beendigung
Such-Routinen
von Korrekturen
gestartet werden.
muß man das
Hellfeld mit der Taste !Il- über den Satzanfang N40 GOl _ x-40 Y-l5 *
4
oder mit der Taste * über das Satzende hin-
0
ausbewegen oder die Taste ‘” drücken.
0
Irrtümlich eingegebene Zusatzangaben werden 4

mit der r-CE -Taste gelöscht.

Mit Drücken der CE -Taste erscheint eine


Cl
Null im Hellfeld! Die Null kann überschrieben
werden.

Irrtümlich falsch eingegebene Adress-Buch-


staben oder ganze Einzelbefehle werden mit
Kl DEL
Cl
Einzelbefehl
löschen

-Taste gelöscht

Das Hellfeld muß hierzu auf dem zu Iöschen-


den Einzelbefehl stehen! ) N50 G90 GOI x+50 *
I ----~.- .~-
Ist kein Hellfeld im aktuellen Satz sichtbar,
wird mit DE der ganze Satz gelöscht!
Cl
Satz löschen d
Programm-Eingabe nach DIN/60
Programm-Verwaltung

Programm- Die Steuerung kann bis zu 32 Programme mit


Verwaltung insgesamt 3100 Programm-Sätzen speichern.
Ein Programm kann bis zu 1000 Sätze enthalten.
Die Eingabe eines neuen Programms bzw. der , - N ?1Il II E R
Aufruf eines bereits bestehenden Programms
erfolgt über die PGM
NR -Taste (siehe ,,Programm-
Aufruf”). 0

In der Programm-Bibliothek ist unter der Pro-


gramm-Nummer die Anzahl der benötigten Zei-
chen angegeben, z.B. 400/2592.

Satznummer Die Satznummer besteht aus der Adresse N und


der eigentlichen Satznummer.
Sie kann über die
n
N -Taste manuell eingege- N20 G02 X+68 Y+90 *
ben oder von der Steuerung automatisch ge-
setzt werden. Der Abstand zwischen den einzel-
nen Satznummern wird mit der MOD-Funktion
,,Satznummer-Schritt” festgelegt.
N30 GOI X+lO Y-IO *
Die Steuerung arbeitet das Programm in der Rei-
henfolge der Satz-Eingabe ab. Die Satznummer
selbst hat keinen Einfluß auf die Reihenfolge der
Abarbeitung.
N40 x-40 Y+5 *
Bei Programm-Korrekturen können also Sätze
mit beliebiger Satznummer zwischen zwei beste-
hende Programmsätze eingefügt werden. N50 x+50 *
- Satznummern

D5
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
G-Funktionen

Einteilung Die G-Funktionen stellen hauptsächlich Wegbe-


dingungen für das Werkzeug dar. Sie haben die
Adresse G und eine zweistellige Code-Zahl.
Die G-Funktionen sind in folgende Gruppen unter-
teilt: l

G-Funktionen für Positioniervorgänge


Zielpunkt in kartesischen Koordinaten: GOO - G07
Zielpunkt in Polarkoordinaten: GI0 - GI6

G-Funktionen für Zyklen


Bearbeitungszyklen:
Bohrzyklen G83 - G84 G

Fräszyklen G37lG56 - G59/G74 - G78


Zyklus-Aufruf G79
Zyklen für Koordinaten-Umrechnungen:
Zyklen G28lG54lG72JG73
Zyklus Verweilzeit: G04
Zyklus Spindel-Orientierung: G36
Frei programmierbarer Zyklus:
(Programm-Aufruf) G39

G-Funktionen für die Auswahl der Bearbei-


tungsebene
GI 7 Ebenenauswahl XY. Werkzeug-Achse Z,
Winkelbezugsachse X
GI 8 Ebenenauswahl ZX. Werkzeug-Achse Y,
Winkelbezugsachse Z
GI 9 Ebenenauswahl YZ. Werkzeug-Achse X,
Winkelbezugsachse Y
G20 Werkzeug-Achse IV

G-Funktionen für das Fasen und Runden von


Ecken bzw. für das tangentiale Anfahren der
Kontur
G24 - G27
G-Funktionen für die Bahnkorrektur
G40 - G44

Sonstige G-Funktionen
G29 Übernahme des letzten Positions-Soll-
wertes als Pol
G30 Rohlings-Definition für Grafik, Min.-Punkt
G31 Rohlings-Definition für Grafik, Max.-Punkt
G38 entspricht dem STOP-Satz im
HEIDENHAIN-Format
G50 Lösch- und Editierschutz (zu Programm-
Beginn)
G51 nächste Werkzeug-Nummer bei Einsatz
des zentralen Werkzeugspeichers
G55 Antast-Funktion Werkstück-Fläche als
Bezugsebene
G70 Maßangaben in inch (zu Programm-
Beginn)
G71 Maßangaben in Millimeter (zu Programm-
Beginn)
G90 Absolute Maßangaben
G91 Inkrementale Maßangaben’
G98 Setzen einer Label-Nummer
G99 Werkzeug-Definition

D6
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
G-Funktionen

Eingabe von Es können immer nur G-Funktionen verschiedener


G-Funktionen Gruppen innerhalb eines Programmsatzes stehen,
z. B.

NI01 GOI G90 G41.

Mehrere G-Funktionen einer Gruppe würden sich


widersprechen, z. B.

NI05 G02 G03

Die Steuerung zeigt dies bei der Programm-Ein-


gabe mit der Fehlermeldung:
= G-GRUPPE MEHRFACH =

Wird zur Adresse G eine der Steuerung unbe-


kannte Code-Zahl zugeordnet, so erscheint die
Fehlermeldung:
= UNBEKANNTE G-FUNKTION =
L

\-

Im ersten Positioniersatz muß je eine G-Funk-


tion aus den folgenden Gruppen enthalten
- @
sein:
G17, G18, G19, G20
GOO, GOl, G02, G03, G06 usw.
G40, G41, G42, G43, G44
G90, G91
Es gibt keine Grundstellung!

D7
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Maßangaben inch/mm
Lösch- und Editierschutz
Maßangaben -- 670.-- Maßangaben in inch (dialoggeführt)
in inch/mm --
-. 671-._ Maßangaben in mm (dialoggeführt)

Nach der Dialog-Eröffnung mit der Taste


und Beantwortung der Dialogfrage:

PROGRAMM-NUMMER

erscheint die Dialogfrage:

MM = G71/lNCH = G70

Dialogfrage durch Eingabe von G71 oder G70


beantworten.

Satzaufbau Beispiel

%2 671

% Programm-Beginn
2 Programm-Nummer
G7l Maßangaben in mm

Lösch- und 650 Lösch- und Editierschutz (dialoggeführt)


-.._L
Editierschutz
Wird bei einem vollständig eingegebenen Pro-
gramm bei dem ersten Programmsatz (z. B. %2
G71) mit den Tasten H q die Dialogfrage:

PGM-SCHUTZ ?

angewählt, kann das Programm durch Eingabe


von G50 gegen Löschen und Editieren geschützt
werden.

Satzaufbau Beispiel

Yb2 671650
----

% Programm-Beginn
2 Programm-Nummer
G71 Maßangaben in mm
G50 Lösch- und Editierschutz.

Aufheben des Lösch- und Editierschutzes durch


Eingabe der Schlüsselzahl 86357.

Erklärung siehe ,,Lösch- und Editierschutz”.

D8
Programm-Eingabe. nach DIN/&0
Werkzeug-Definition und -Aufruf

Werkzeug- G99 Werkzeug-Definition (dialoggeführt)


Definition

Satzaufbau Beispiel

G99 Tl L+O R+20

G99 Werkzeug-Definition
T _.. Werkzeug-Nummer
L Werkzeug-Längenkorrekturwert
R Werkzeug-Radiuskorrekturwert

Erklärung siehe Werkzeug-Definition.

Die Werkzeug-Definition belegt einen Pro-


grammsatz!

Werkzeug-
T Werkzeug-Aufruf
Aufruf
.-
Zusätzlich zum Werkzeug-Aufruf muß die
Bearbeitungsebene (G17/G18/G19/G20) und
@ die Spindeldrehzahl S festgelegt werden.
.- G17/G18/G19/G20 darf nicht innerhalb einer
Kontur programmiert werden, da dies auto-
matisch zum Bahnkorrektur-Ende führt.

Satzaufbau Beispiel

Tl GI7 SI000 .: “. :
-.-_

T .__ Werkzeug-Aufruf und Werkzeug-Nummer


GI7 Ebenenauswahl XY, Werkzeugachse Z
s Spindeldrehzahl

Erklärung siehe Werkzeug-Aufruf.

L
Nächstes nächstes Werkzeug bei Einsatz des
651
Werkzeug zentralen Werkzeugspeichers.
L
Satzaufbau Beispiel

651 Tl

G51 nächstes Werkzeug


T _._ Werkzeug-Nummer

D9
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Maßangaben -

Kartesische Kartesische Koordinaten werden über die Tasten


Koordinaten
m m m /Ivi programmiert. Es können
bei der Geraden-lnterpolation maximal 3 Ziel-
punkt-Koordinaten angegeben werden, bei der
Kreis-lnterpolation maximal 2 Zielpunkt-Koordina-
ten.

Inkremental-, Die G-Funktionen G90 - Absolutmaß und G91 -


Absolutmaß Inkrementalmaß sind modal wirksam, d.h. sie
gelten solange bis sie von der jeweils anderen G-
Funktion (G91 oder G90) wieder aufgehoben wer-
den.
Zur Angabe von Koordinaten im Absolutmaß
muß vor der betreffenden Koordinate die G-Funk-
tion G90 - Absolutmaß eingegeben werden
bzw. wirksam sein.
Zur Angabe von Koordinaten im Inkremental-
maß muß vor der betreffenden Koordinate die G-
Funktion G91 - Inkrementalmaß eingegeben
werden bzw. wirksam sein.

Zu Beginn des Arbeitsprogramms muß vor


der ersten Koordinaten-Angabe G90 oder G91
programmiert werden. Wurde dies versäumt,
so erscheint die Fehlermeldung: G90
cf
= UNDEFINIERTER PROGRAMMSTART =

Polar- Polarkoordinaten werden über die Tasten


Cl
H
koordinaten
(Polarkoordinaten-Winkel H) und IR/ (Polarkoor-
dinaten-Radius R) programmiert. u Y
Vor Eingabe der Polarkoordinaten ist der Pol fest-

0
zulegen.

F
2
Pol
H

DlO
L
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Maßangaben

PoVKreis- Der Pol/Kreismittelpunkt wird grundsätzlich über


mittelpunkt zwei kartesische Koordinaten definiert. Die Achs-
bezeichnungen dieser Koordinaten lauten
l für die X-Achse: I
l für die Y-Achse: J
l für die Z-Achse: K
Der Pol/Kreismittelpunkt muß in der jeweiligen
Bearbeitungsebene liegen:

Koordinaten
Bearbeitungsebene des Pols/
Kreism&telpunkts

X-, Y-Ebene 1. J
Y-. Z-Ebene J. K
Z-, X-Ebene K.I

Die Eingabe der Koordinaten erfolgt über die


Tasten m m p]

Pol-Definition Soll der letzte Positions-Sollwert als Pol übernom-


G29 men werden, so genügt die Eingabe der Funktion
G29.

Beispiel :

- N30GOl - -__.G9OX+3OY+50 .._-I_

- N40 629 Gl 1 Ft+50 H-45


..-_ ._~__

Dll
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Geraden-lnterpolation

Endpunkt in
GOO Geraden-lnterpolation, kartesisch, im
kartesischen
- - Eilgang.
Koordinaten
Satzaufbau Beispiel:

GOO
_-... G90 X+80 Y+50 Z+lO
. -.. .--..-

GOO Geraden-lnterpolation, kartesisch, im


Eilgang
G90 Absolutmaßangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
z Z-Koordinate des Endpunkts

Das gleichzeitige Verfahren von drei’ Maschi-


nen-Achsen auf einer Geraden ist bei den
Exportversjonen TNC 355 nicht möglich (siehe
Umschlagseite).

GOl Geraden-lnterpolation, kattesisch.

Satzaufbau Beispiel:

GOl G90 X+80 Y+50 Z+lO Fl50

GOI Geraden-lnterpolation. kartesisch,


G90 Absolutmaßangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
z Z-Koordinate des Endpunkts
F .<< Vorschub

Achsparallele
607 Verfahren auf einer achsparallelen r
Positionierung ._. .__
Geraden.

Satzaufbau Beispiel:

607 G90 X+40 Fl90


.-

G07 Achsparalleler Positionier-Satz


G90 Absolutmaßangabe
x Koordinate des Endpunkts
F Vorschub

G07 ist satzweise wirksam!


Ab Software-Version 10:
In Betriebsart Positionieren mit Handeingabe
wird G07 automatisch gesetzt.

D12
Programm-Eingabe nach DlN/ISO
Geraden-lnterpolation

~-
Endpunkt in GlO Geraden-lnterpolation, polar, im Eilgang.
Polar- .--
L koordinaten
Satzaufbau Beispiel:

L
G90 l+ZO J+lO GlO R+30 H+45

G90 Absolutmaßangabe
L I .. . X-Koordinate des Pols
J Y-Koordinate des Pols
GI0 Geraden-lnterpolation, polar, im Eilgang
R ... Polarkoordinaten-Radius zum Endpunkt
H Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt

_.--.-

1
Gll Geraden-lnterpolation. polar.
-_-.-.-

Satzaufbau Beispiel:
-~--.- ~--.--- -
I +
G91 i+lO J-30 Gll G90 R+30 H+45 fl50

G91 Inkrementalmaßangabe
I ,.. X-Koordinate des Pols


J ... Y-Koordinate des Pols J
GI1 Geraden-lnterpolation, polar
G90 Absolutmaßangabe
R Polarkoordinaten-Radius zum Endpunkt
H . Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt
F Vorschub

D13
,Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Kreis-lnterpolation

Endpunkt in 602 Kreis-lnterpolation. kartesisch, im


kartesischen
Uhrzeigersinn, Festlegung über
Koordinaten
Mittelpunkt und Endpunkt.

Satzaufbau Beispiel:
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kieis-
bogen-Anfangspunktes

GSO 1+30 J+30- _ 602


~ _..__.__ _._- ti+69,Y+23
I- _.. _ .-.. . . Fl50
. ..--.-

G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Kreismittelpunkts
J . Y-Koordinate des Kreismittelpunkts
G02 Kreis-lnterpolation, kartesisch, im
Uhrzeigersinn
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
F Vorschub

603 Kreis-lnterpolation, kartesisch, im


~--- Gegenuhrzeigersinn, Festlegung
über Mittelpunkt und Endpunkt.
Yl

Satzaufbau Beispiel:
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes
A
G60 1+30 J+26 603 X+12 Y+32 Fl50 A
-_-_._---- .-_--_. - _--- --- . .- ._____

G90 Absolutmaßangabe Y
#
0.
J
I X-Koordinate des Kreismittelpunkts
J ___ Y-Koordinate des Kreismittelpunkts
G03 Kreis-lnterpolation, kartesisch, im
Gegenuhrzeigersinn -
x X-Koordinate des Endpunkts X
Y Y-Koordinate des Endpunkts I
F Vorschub

665 Kreis-lnterpolation, kartesisch, ohne


-~
Drehrichtungsangabe, Festlegung
über Mittelpunkt und Endpunkt.
Satzaufbau Beispiel: r
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes

G90 --1+22 ---.__-^-_i_


J+20 605 X+5
-.-..-...-.Y+30
..--_-_-Fl50_._-
G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Kreismittelpunkts
J Y-Koordinate des Kreismittelpunkts
G05 Kreis-lnterpolation, kartesisch, ohne
Drehrichtungsangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
F _.. Vorschub

Vor der Kreis-lnterpolation mit G05/G15 muß


bereits eine Kreis-lnterpolation mit Drehrich-
tungsangabe abgearbeitet sein, sonst Hinweis
= UNDEFINIERTER PROGRAMMSTART =

D14
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Kreis-lnterpolation

Endpunkt in -Gö2-
Kreis-interpolation, kartesisch, im
kartesischen -- _-
Uhrzeigersinn, Festlegung über
Koordinaten
Radius und Endpunkt.

Satzaufbau Beispiel :
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes

G02G90X+69Y+23RT20F150
.-- _ ------

G02 Kreis-lnterpolation, kartesisch, im


Uhrzeigersinn
G90 Absolutmaßangabe
x . X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
R- Kreis-Radius, Zentriwinkel > 180°
F Vorschub

603 Kreis-lnterpolation, kartesisch. im


---- _-. Gegenuhrzeigersinn, Festlegung über
Radius und Endpunkt.

Satzaufbau Beispiel:
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes
--
603 G90 X+12 Y+32 R+20 Fl50 <

G03 Kreis-lnterpolation, kartesisch, im


Gegenuhrzeigersinn
G90 Absolutmaßangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
R-t.. Kreis-Radius, Zentriwinkel < 180°
F .__ Vorschub

605 Kreis-lnterpolation, kartesisch. ohne


-- Drehrichtungsangabe, Festlegung
über Radius und Endpunkt.
L

Satzaufbau Beispiel :
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
L bogen-Anfangspunktes

605 G90 X+5 Y+30 R+20 Fl50


L

G05 Kreis-lnterpolation, kartesisch, ohne


Drehrichtungsangabe
x- G90 Absolutmaßangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts
R+. Kreis-Radius, Zentriwinkel < 180°
L
F ._. Vorschub

- D15
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Kreis-lnterpolation

.~-
Endpunkt in 612 Kreis-lnterpolation, polar, im
Polar-
Uhrzeigersinn.
koordinaten
Satzaufbau Beispiel:
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes
--~----- - _.__-. .-
-. G90 1+50
._ J+40
. ..- - -.012
- ..__H-45 Fl50 --.-- .__
-_..---.,-. -.-.-

G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
J Y-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
GI2 Kreis-lnterpolation, polar, im Uhrzeiger-
sinn
H Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt
F Vorschub

--
613 Kreis-lnterpolation, polar, im
-_-
Gegenuhrzeigersinn.

Satzaufbau Beispiel :
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes

G90 1+30 __....__.__.


____._ J+25 613 G91-.H-l80
-_-.--.. Fl50
__--.._--.--_-.--

G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
J __. Y-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
GI3 Kreis-lnterpolation, polar, im Gegenuhr-
zeigersinn
G91 Inkrementalmaßangabe
H ._. Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt
F _._ Vorschub

615 Kreis-lnterpolation, polar, ohne


--..-__
Drehrichtungsangabe
(siehe auch Funktion G05).

Satzaufbau Beispiel:
Vorhergehender Satz: Anfahren des Kreis-
bogen-Anfangspunktes
--___. -...-_.- . --_--__-----.--- ----...-... ---
G90 1+50 J+40 615 H+120 Fl50
A
G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts J
J .._ Y-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
GI5 Kreis-lnterpolation, polar, ohne Drehrich-
tungsangabe
H ___ Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt
F .._ Vorschub

D16
Programm-Eingabe nach DIN/&0
Kreis-lnterpolation
Tangentialer Anschluß-Kreis
Endpunkt in
GO6 Kreis-lnterpolation, kartesisch,
kartesischen
.- tangentialer Konturanschluß
Koordinaten
Festlegung über Endpunkt.

Satzaufbau Beispiel:

GO6 &ö Xi50 Y+lO _..

G06 Kreis-lnterpolation, kartesisch,


tangentialer Kontur-Anschluß
G90 Absolutmaßangabe
x X-Koordinate des Endpunkts
Y Y-Koordinate des Endpunkts

Endpunkt in
G16 Kreis-Interpolation, polar,
Polar-
------- tangentialer Konturanschluß
koordinaten
Festlegung über Endpunkt.

Satzaufbau Beispiel:
GOI
G90 1+50 J+30 G16 R+15 H-SO

G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Pols
J Y-Koordinate des Pols
GI6 Kreis-lnterpolation, polar,
tangentialer Kontur-Anschluß
R Polarkoordinaten-Radius zum Endpunkt
H Polarkoordinaten-Winkel zum Endpunkt

._

--

D17
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Schraubenlinien-lnterpolation

Schraubenlinien- Die Schraubenlinien-lnterpolation ist eine Kreis-


Interpolation Interpolation in der Bearbeitungsebene, der eine
Linear-Bewegung der Werkzeugachse überlagert
ist. Weitere Erklärungen siehe Schraubeniinien-
Interpolation”.

Die Schraubenlinien-lnterpolation ist bei den


Exportversionen TNC 355 nicht möglich (siehe
Umschlagseite).

GI2 . . . Z Schraubenlinien-lnterpolation im
--- --
Uhrzeigersinn.

613 . . . Z Schraubenlinien-lnterpolation im
-.. .-
Gegenuhrzeigersinn.

Satzaufbau Beispiel:

G90 1+15 J+45_ _..--


~---_. 612 _--.. i-l+1050
. G9l -.-_..---_ Z-5

G90 Absolutmaßangabe
I X-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
J .__ Y-Koordinate des Pols/Kreismittelpunkts
GI2 Kreis-lnterpolation, polar, im Uhrzeiger-
sinn
G91 Inkrementalmaßangabe
H ._. Polarkoordinaten-Winkel = Drehwinkel
z Höhenkoordinate der Schraubenlinie i

D18
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Bahnkorrektur

Korrigierte Bahnkorrektur heißt, das Werkzeug fährt im


Werkzeugbahn Abstand des Werkzeug-Radius links oder rechts
von der programmierten Kontur, so daß die pro-
grammierte Kontur auch tatsächlich entsteht.
Bei Außenecken wird automatisch ein Über-
gangskreis K in die Werkzeugbahn eingefügt.
Bei Innenecken ermittelt die Steuerung automa-
tisch einen Bahnschnittpunkt S, um Hinter-
schneidurigen zu vermeiden.

Bahnkorrektur Die Bahnkorrektur wird über G-Funktionen ein-


gegeben. Diese G-Funktionen sind modal wirk-
sam, d.h. sie gelten solange bis sie durch eine
andere G-Funktion wieder aufgehoben werden.

Die Bahnkorrektur kann in jedem Positioniersatz


eingegeben werden.

640 Das Werkzeug fährt genau auf der pro-


grammierten Kontur. (Beenden der Bahn-
korrektur G41/G42/G43/G44).
641 Das Werkzeug fährt auf einer Bahn links
von der Kontur.
G42 Das Werkzeug fährt auf einer Bahn
rechts von der programmierten Kontur.

Radiuskorrektur Bei achsparallelen Positioniersätzen kann der


bei achs- Werkzeugweg um den Werkzeug-Radius verkürzt Y
parallelen oder verlängert werden. 4
Positioniersätzen -l
643 Verlängerung des Werkzeugwegs J
644 Verkürzung des Werkzeugwegs
I .

D19
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
FasenlEcken-Runden d

Fasen
624 Fasen

Programm-Struktur Y A G24 Fasen


-
N25 GOl X . . . Y...(PunktPl)

_ N26 ‘624 R . . . (Fase)


__.- ____. - .._..-.--. ___--~-
N2i X . . . Y . . . (Ptinkt P2)

Die Funktion G24 kann auch im Positioniersatz


zur anzufasenden Ecke Pl programmiert werden

Erklärung siehe Fasen. .-

-.-
Ecken-Runden
-~ 625 - Ecken-Runden

Programm-Struktur
-_--- ..-. ---
N15GOlX...Y...(PiuktPl)
~_--..--_---~ -..-.-. ._ __A-.- .-.-.-. ~ __.----.
N16 625 R . . . (Rundung)
---_-------
--
N17 X . . . Y . . . (Punkt P2)

Die Funktion G25 kann auch im Positioniersatz -.


zur abzurundenden Ecke Pl programmiert wer-
,p2
den. D
X J
Erklärung siehe Ecken-Runden.

Vor und nach dem Ecken-Runden/Fasen muß


ein Positioniersatz mit beiden Koordinaten der
Bearbeitungsebene programmiert sein.

J
DZ0
Programm-Eingabe -nach DIN/ISO
Anfahren und Verlassen einer Kontur auf einem
Kreis
Anfahren
626 Anfahren der Kontur auf einer Kreis-
I
-----.
bahn, die tangential in das erste zu fer-
tigende Konturelement übergeht
(dialoggeführt).

Programm-Struktur
.

N25640GOl
-.--_-- X...Y...(PwktPS)

N26 641 X . . . Y . . . (Punkt Pl) _- --.---


~I_-.~-.-..~----._-. Pl
--_----~_ ..------.-...
N27
~-~-._- 626 R . . . (Kreisbahn)___~_ ...-.._--.

Die Funktion G26 kann auch im Positioniersatz


zum ersten Konturpunkt Pl programmiert werden.
Erklärung siehe Anfahren der Kontur auf einem
Kreis.

Verlassen
---627 Verlassen der Kontur auf einer Kreis-
bahn, die tangential an das letzte
gefertigte Konturelement anschließt
(dialoggeführt).

Programm-Struktur

N35641 GOl X...Y...(PunktP)


-- .- P .

~-N36 G27 R . . . (Kreisbahn) ----

---N37G40X...Y...(PunktPE)
--- --~-~

Die Funktion G27 kann auch im Positioniersatz


zum letzten Konturpunkt P programmiert werden.
Erklärung siehe Verlassen der Kontur auf einem
Kreis.

D21
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Zyklen

Einteilung Die Zyklen teilen sich auf in


l Bearbeitungszyklen (mit diesen Zyklen wird
das Werkstück bearbeitet).
l Koordinaten-Umrechnungen (Koordinaten-
Transformationen; mit diesen Zyklen wird das
Koordinatensystem verändert).
0 Verweilzeit
l frei programmierbarer Zyklus
l Spindel-Orientierung
Die Bearbeitungszyklen werden über die
G-Funktionen definiert und müssen nach der Defi-
nition mit G79 - Zyklus-Aufruf - oder M99
Zyklus-Aufruf bzw. M89 Zyklus-Aufruf modal -
gesondert aufgerufen werden. Dies gilt auch für
den frei programmierbaren Zyklus und die
Spindel-Orientierung.

Koordinaten-Umrechnungen (Koordinaten-
Transformationen) sind nach der Definition über
die G-Funktion sofort wirksam und benötigen kei-
nen Aufruf. Dies gilt auch für den Zyklus Verweil-
zeit, und den Zyklus Kontur.

Programmierbare Bearbeitungszyklen (mit Dia-


logführung):

683 Tiefbohren
G84 Gewindebohren

674 Nutenfräsen
675 Rechtecktaschenfräsen im Uhrzeigersinn
G76 Rechtecktaschenfräsen im Gegenuhrzeigersinn
677 Kreistaschenfräsen im Uhrzeigersinn
678 Kreistaschenfräsen im Gegenuhrzeigersinn

637 Definition der Taschenkontur


G56 Vorbohren der Konturtasche
G57 Ausräumen der Konturtasche
658 Konturfräsen (Schlichten) im’uhrzeigersinn
G59 Konturfräsen (Schlichten) im Gegenuhr-
4’
zeigersinn

Programmierbare Koordinaten-Umrechnungen
(teilweise Dialogführung): 4

628 Spiegeln
654 Nullpunkt-Verschiebung 4
G72 Maßfaktor
673 Drehung des Koordinatensystems

Weitere Zyklen (mit Dialogführung):

604 Verweilzeit
636 Spindel-Orientierung
639 Frei programmierbarer Zyklus (Programm-
Aufruf)

D22
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Bearbeitungszyklen

-~--
Tiefbohren
~--683 Tiefbohren (dialoggeführt)

Satzaufbau Beispiel: +z
(+ Y)0..
683 PO1 -2 PO2 -20 PO3 -10

PO4 0 PO5 ‘150

G83 Tiefbohren
PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Bohrtiefe
PO3 ZusteILTiefe
PO4 Verweilzeit
PO5 Vorschub

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


siehe Tiefbohren.

Die Zyklus-Parameter POl/PO2/PO3 müssen


gleiches Vorzeichen haben!
L

Gewindebohren
684 Gewindebohren (dialoggeführt)

Satzaufbau Beispiel :

684 PO!i -2 +?,.-20.PO3 0 PO4 80


---p

G84 Gewindebohren
L PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Bohrtiefe (Gewindelänge)
PO3 Verweilzeit
PO4 Vorschub
L
Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf
siehe Gewindebohren.

F!b Die Zyklus-Parameter


ches Vorzeichen haben!
POl/PO2 müssen giei-

L
D23
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Bearbeitungszyklen

Nutenfräsen
674 Nutenfräsen (dialoggeführt)

Satzaufbau Beispiel:

G74POl-2 PO2 -20 PO3 -10 PO4.80 -


-._-- ..-- -~ ie_-_

PO5 X+5G PO6 Y+lO PO7 150

G74 Nutenfräsen
PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Frästiefe
PO3 Zustell-Tiefe
PO4 Vorschub Tiefenzustellung
PO5 Längsachse und Länge der Nut
PO6 Querachse und Breite der Nut
PO7 Vorschub

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


siehe Nutenfräsen.

Die Zyklus-Parameter POl/PO2/PO3 müssen


gleiches Vorzeichen haben!

Start-
Position
\2.
Seiten-
,Iänge

b w
1. Seitenlänge
i

D24
Programm-Eingabe nach DIN/60
Bearbeitungszyklen

Rechteck-
075 Rechtecktaschenfräsen im Uhrzeiger-
taschenfräsen
--.--.--- sinn (dialoggeführt)
-.-.- .-._._
676 Rechtecktaschenfräsen im Gegenuhr-
zeigersinn (dialoggeführt)
L

Satzaufbau Beispiel G76:


-.- ----. --._-__
L 076 PO1 -2 PO2 -20 PO3 -10 PO4 60 ’
~----_-~-
PO5 X+SO PO6 Y+50 PO7 150
._--_-- -- .-.-.~ _... .--. _

G76 Rechtecktaschenfräsen im Gegenuhr-


zeigersinn
PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Frästiefe
PO3 ZusteILTiefe
PO4 Vorschub-Tiefenzustellung
L
PO5 1. Achse und Seitenlänge der Tasche
PO6 2. Achse und Seitenlänge der Tasche
PO7 Vorschub
L

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


siehe Taschenfräsen.

Die Zyklus-Parameter POl/PO2/PO3 müssen

1
gleiches Vorzeichen haben!
Die Zyklus-Parameter PO5 und PO6 müssen
positives Vorzeichen haben! 2.
Seiten-
länge

1 1. Seitenlänge 4

D25
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Bearbeitungszyklen

Kreistaschen- -~
677 Kreistaschenfräsen im Uhrzeigersinn
fräsen
----- (dialoggeführt)

678 Kreistaschenfräsen im Gegenuhr-


--- zeigersinn (dialoggeführt)

Satzaufbau Beispiel G78:

-~678 ~..
PO1-2 PO2 -20 PO3 -10 PO4 80’

PO5 90 PO6 150


-_----. ---

G78 Kreistaschenfräsen im Gegenuhrzeigersinn


PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Frästiefe
PO3 ZusteILTiefe
PO4 Vorschub Tiefenzustellung
PO5 Kreisradius
PO6 Vorschub

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


siehe Kreistasche.

!!b Die Zyklus-Parameter.


gleiches Vorzeichen
POl/PO2/PO3
haben!
müssen

D26
Programm-Eingabe nach DIN/60
Bearbeitungszyklen

Kontur
G37 Definition der Taschenkontur (dialog-
geführt)

Satzaufbau Beispiel :

637 PO1 41 PO2 42 PO3 43 PO4

PO5 PO6 PO7 PO8 PO9 Pl0 Pl1 Pl2

G37 Definition der Taschenkontur


PO1 Erste Teilkontur (muß als Tasche pro-
grammiert sein)
PO2 Zweite Teilkontur

Pl2 Zwölfte Teilkontur

Erklärung des Zyklus siehe ,,Zyklus Kontur”

\/orbohren
656 Vorbohren der Konturtasche (dialogge-
führt)

Satzaufbau Beispiel:

G56 PO1 -2 PO2 -18 PO3 -10

PO4 40 PO5 1,5

G56 Vorbohren der Konturtasche


PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Bohrtiefe
PO3 Zustell-Tiefe
PO4 Vorschub
PO5 Schlicht-Aufmaß

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


siehe ,,Vorbohren”.

D27
Programm-Eingabe nach DlN/ISO
Bearbeitungszyklen

Ausräumen
057 Ausräumen der Konturtasche (dialog-
geführt)

Satzaufbau Beispiel:

657 PO&2 p02 -18 PO3 -10

Po440 tiq 2 Po8 +45.?7 120


_~--

PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Frästiefe
PO3 ZusteILTiefe
PO4 Vorschub Tiefenzustellung
PO5 Schlicht-Aufmaß
PO6 Ausräum-Winkel
PO7 Vorschub
-AL, Schlichtaufmaß

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-


Ablauf siehe ,,Ausräumen”.

Die Zyklus-Parameter POl/PO2/PO3 müssen glei-


ches Vorzeichen haben!

/ ,

X
-@ *
Programm-Eingabe nach DIN/&0
Bearbeitungszyklen

Konturfräsen
658 Konturfräsen (Schlichten) im Uhrzeiger-
~- sinn (dialoggeführt)

659 Kontur-fräsen (Schlichten) im Gegen-


+z
~ uhrzeigersinn (dialoggeführt) (+ Y)
L
0
Satzaufbau Beiwie1 G58:
L

658 PO1 -2 PO2 -18 PO3 -10

PO4 80 PO5 120

G58 Kontur-fräsen im Uhrzeigersinn


PO1 Sicherheits-Abstand
PO2 Frästiefe
PO3 ZusteILTiefe
PO4 Vorschub Tiefenzustellung
.-/
PO5 Vorschub

Erklärung der Zyklus-Parameter und Zyklus-Ablauf


L siehe ,,Konturfräsen”.

Die Zyklus-Parameter POl/PO2/PO3 müssen Y Schlichtaufmaß


gleiches Vorzeichen haben! aus Zyklus 6 Programmierte
Ausräumen Kontur

t 7-F

D29
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Koordinaten-Umrechnungen

Spiegeln
628 Spiegeln:

Satzaufbau Beispiel:

628 X .

G28 Zyklus Spiegeln


X Gespiegelte Achse

Es können auch zwei Achsen zugleich gespiegelt


werden; die Spiegelung der Werkzeugachse ist
nicht möglich.

Erklärung des Zyklus siehe Spiegeln

Nullpunkt- -
Nullpunkt-Verschiebung
Verschiebung 654

Satzaufbau Beispiel:

/ 654 G90 X+50 G91 Y+l5 i-IO

G54 Zyklus Nullpunkt-Verschiebung


G90 Absolutmaßangabe
X Verschiebung der X-Achse
G91 Inkrementalmaßangabe
Y Verschiebung der ‘t-Achse
Z Verschiebung der Z-Achse

Erklärung des Zyklus siehe Nullpunkt-Verschie-


bung.

Maßfaktor
.G72 Maßfaktor (dialoggeführt)
--

Satzaufbau Beispiel:

672 F1;7

G72 Zyklus Maßfaktor


F Maßfaktor

Erklärung des Zyklus siehe Maßfaktor.

D30
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Koordinaten-Umrechnungen
Zyklus Verweilzeit, frei programmierbarer Zyklus

Drehung Drehuna des Koordinatensystems


- 673 1
(dialoggeführt)

Satzaufbau Beispiel :

GSQG73 H+120 GI7 ”


_--d.-i ._-.- ---- --... ..-

G90 Absolutmaßangabe
G73 Zyklus Drehung des Koordinatensystems
H Drehwinkel
GI7 Ebenenauswahl für die Winkelbezugsachse

Erklärung des Zyklus siehe Drehung des Koordi-


natensystems.

Zyklus Verweilzeit (dialoggeführt)


.GO4
Verweilzeit

Satzaufbau Beispiel:

604 F5
-_---- ..._ -.-.-- ...-- ..-- . .-- .__
-_-

G04 Zyklus Verweilzeit


F Verweilzeit in Sekunden

Erklärung des Zyklus siehe Verweilzeit.

Frei frei programmierbarer Zyklus (dialog-


programmier- -- 639
geführt)
barer Zvklus
(Programm- Satzaufbau Beispiel:
Aufruf)
,-------
639 PO1 12
_-.._ .~. ..____--.--...- . ...._ ..-.- .~. ---------~--

G39 frei programmierbarer Zyklus


(Programm-Aufruf)
PO1 Programm-Nummer

Erklärung des Zyklus siehe frei programmierbarer


Zyklus.

D31
L

Programm-Eingabe nach DIN/60


Antast-Funktion
Zyklus Spindel-Orientierung
Zyklus Spindel-
636 Spindel-Orientierung (dialoggeführt)
Orientierung
Satzaufbau Beispiel:

G36 Zyklus Spindel-Orientierung


-u S Winkelstellung der Spindel

Erklärung des Zyklus siehe ,,Spindel-Orientierung”

----
Werksttick- 655 Antast-Funktion Werkstück-Fläche als
Fläche als
---- Bezugsebene (dialoggeführt)
Bezugsebene
Satzaufbau Beispiel :

665 PO1 10 PO2 Z- PO3 G90

x+50 Y+50 2-20 -.. ---._--.----.--... .

G55 Werkstück-Fläche als Bezugsebene


PO1 Parameter-Nummer für das Meßergebnis
PO2 Anfahr-Achse und Anfahr-Richtung
PO3 Meßpunkt

Erklärung der Antast-Funktion siehe Kapitel Tast-


System.

D33
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Unterprogramm und
Programmteil-Wiederholungen
Label-Nummer Mit dem Befehl G98 L wird eine Programm-
Marke (Label-Nummer) programmiert. Diese Pro- Programm-Marke:
gramm-Marke kann innerhalb eines beliebigen
Programmsatzes stehen, in dem kein Label- N35 698 L15 GOI . . . . .- -..-
Aufruf programmiert ist.

Label-Nummer 15

Mit der Adresse L und nachfolgender Label-Num- Label-Aufruf:


mer wird der Befehl zum Sprung programmiert.
N45 L15 . . . .--..-.- _____..
__-.--.-._ ----..-.---_---__--_
Das Kennzeichen einer Sprungmarke mit G98
L . und ein Sprung-Aufruf L . . . dürfen nicht
in einem Satz programmiert werden.

Programmteil Der Programmteil ist zu Beginn durch G98 L


(Label-Nummer) gekennzeichnet. Programmteil:

N35 698 L15 GOl . . .

.I

Den Abschluß bildet der Label-Aufruf L zu einer Programmteil-Wiederholung:


Programmteil-Wiederholung: L ..,
Bei der Programmteil-Wiederholung ist nach
N70 L?5,8
der Label-Nummer die Anzahl der Wiederholun-
gen einzugeben. Label-Nummer und Anzahl der
Wiederholungen werden durch den Dezimal-
4
punkt . getrennt, z. B.:
El
L 15.8 Aufruf von Label 15,
8 Wiederholungen des Programmteils. L 4

Unterprogramm Das Unterprogramm ist zu Beginn durch G98 L 4

(Label-Nummer) gekennzeichnet. Den Abschluß Unterprogramm:


bildet G98 LO (Label-Nummer 0).
N75 698 L19GOO ...

N90 698
------.-.-- LO ~-__~
-

Ein Unterprogramm-Aufruf erfolgt ebenfalls Unterprogramm-Aufruf:


über die Adresse L und anschließender Label- 1

Nummer.
N150 US.0-.- . -...-.-... - .-
d
Beim Unterprogramm-Aufruf dürfen keine
Wiederholungen programmiert werden.

D34
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Programm-Sprung/STOP-Satz

Sprung in ein Die Programmierung eines Sprungs in ein anderes


anderes Haupt-
programm
Hauptprogramm erfolgt
q
mit der Cy: -Taste.

Satzaufbau Beispiel:

~--% 29 ..__..
-_..._...-_. -- -.----

% Programm-Aufruf

Weitere Erklärungen siehe Programm-Aufruf.

L
STOP-Satz
638 entspricht dem STOP-Satz im
HEIDENHAIN-Format

Satzaufbau Beispiel:

638 .,.- ‘..

D35
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Parameter-Programmieruna

Parameter Parameter sind Platzhalter für Zahlenwerte, die


setzen sich auf Maßeinheiten beziehen. Sie werden mit DOO: Zuweisung
dem Buchstaben Q und einer Nummer bezeich- DO1 : Addition
net Das Eingeben (= Setzen) erfolgt mit D02: Subtraktion
D03: Multiplikation
D04: Division
005: Wurzel
D06: Sinus
D07: Cosinus
D08: Wurzel aus Quadratsumme
Parameter- Die Zuweisung eines bestimmten Zahlenwertes D09: Wenn gleich, Sprung
Definition bzw. die Zuordnung eines Zahlenwertes durch DIO: Wenn ungleich, Sprung
mathematische oder logische Funktionen nennt Dll: Wenn größer, Sprung
man Parameter-Definition. Die Parameter-Defi- D12: Wenn kleiner, Sprung
nition besteht aus der Adresse D und einer D13: Angle
Codezahl (siehe nebenstehende Tabelle). D14: Fehler-Nummer
Die Eingabe der Parameter-Definition ist dialogge-
führt. ab Software-Version 05:
D15: Print

Satzaufbau Die Parameter-Definition benötigt einen Pro-


grammsatz.
Die einzelnen Satz-Bestandteile der Parameter-
Definition sind mit dem Buchstaben P und einer
Nummer bezeichnet (siehe auch Zyklus-Parame-
ter bei den Bearbeitungszyklen). Die Bedeutung
dieser Bestandteile hängt von der Reihenfolge im
Satz ab, die sich wiederum nach dem Eingabe-
Dialog rtchtet. Für eine Kontrolle ist es ratsam
das Hellfeld mit den Tasten q und q im
Satz zu bewegen. Dabei erscheint zu jedem Satz-
Bestandteil die dazugehörige Dialog-Frage.

D36
Programm-Eingabe nach DIN/&0
L

i
Parameter-Programmierung

Beispiel 1: Q98 = TI??


-,

DO5 098 PO1 +2


_^.....

L DO5 Quadratwurzel
Q98 Parameter, dem das Ergebnis zugewiesen
wird
-
PO1 Parameter oder Zahlenwert unter der
Wurzel

Beispiel 2: Q12 = Q2 x 62

DO3 012 PO1+Q2 PO2 +52

DO3 Multiplikation
Q12 Parameter, dem das Ergebnis zugewiesen
wird
PO1 Erster Faktor (Parameter oder Zahlenwert)
PO2 Zweiter Faktor (Parameter oder Zahlen-
wert)

L
Beispiel 3: Wenn 06 < 05. dann spring auf LBL 3
-----_- _._~ -- .---_
L D12 PO1+Q6 PO2 +Q5 PO3 3
--. -- . - - -_.-----. --.--

D12 Wenn kleiner, Sprung


L PO1 Erster Vergleichswert oder Parameter
PO2 Zweiter Vergleichswert oder Parameter
PO3 Nummer der Sprung-Marke (Label-
Nummer)

L
D37
Programm-Eingabe nach DIN/ISO
Grafik - Festlegen des Rohlings

Festlegen des Der Rohling (BLANK-FORM) wird durch die


Rohlings Punkte P,,, und P,,, festgelegt - siehe Rohling
(Grafik).
Zusätzlich zu P,,, muß die Werkzeugachse über
G17/G18/G19 angegeben werden. Wurde dies
versäumt, so erscheint die Fehlermeldung:
= DEFINITION BLK FORM FEHLERHAFT =

Eingabe P,,,
630 Festlegen des P,,,-Punkts (kann nur
--
absolut eingegeben werden)

Satzaufbau Beispiel :

630 617 X+5 Y45 ZL10 ! :


__--

G30 Festlegung P,,,


GI7 Ebenenauswahl und Werkzeugachse
X X-Koordinate von P,,,
Y Y-Koordinate von P,,,
Z Z-Koordinate von P,,,

Die Funktion G90 - Absolutmaßangabe


braucht bei G30 nicht extra eingegeben zu
werden!

Eingabe P,, 631 Festlegung des P,,,-Punkts (kann wahl-


weise absolut oder inkremental einge-
geben werden)

Satzaufbau Beispiel:

631 G91 X+95 Y+95 Z+lO

G31 Festlegung P,,,


G91 Inkrementalmaßangabe
X X-Koordinate von P,,,
Y Y-Koordinate von P,,,
Z Z-Koordinate von P,,,

Die grafische Simulation der Bearbeitung


-Taste gestoppt werden.

D38
- 3D-Tastsystem A

Allgemeine Hinweise Einführung Al

Kalibrierung wirksame Länge A3

Kalibrierung wirksamer Radius A7

- Antast-Funktionen für den manuellen Betrieb


Grunddrehung Al 1

Werkstückfläche = Bezugsebene Al4


ir
Ecke = Bezugspunkt Al7

Kreis-Mittelpunkt = Bezugspunkt A23

Programmierbare Antast-Funktion Werkstück-Fläche als Bezugsebene A26

AO
Taster
Einführung

Tastsystem In Verbindung mit einem HEIDENHAIN-Tast-


System können die TNC-Steuerungen Lageab-
weichungen von aufgespannten Werkstücken
selbsttätig erfassen. Diese Lageabweichungen
werden gespeichert und bei der Werkstück-Bear-
beitung automatisch kompensiert. So erübrigt
sich gegebenenfalls das Ausrichten von Werk-
stücken. Eine programmierbare Antast-Funktion
ermöglicht Messungen vor oder während der
Bearbeitung von Werkstücken. So kann z.B. bei
Gußteilen mit unterschiedlichen Höhen die Ober-
fläche vor der Bearbeitung angetastet werden,
damit bei der nachfolgenden Bearbeitung die rich-
tige Tiefe erreicht wird. Ebenso können Positions-
Änderungen infolge Erwärmung der Maschine in
bestimmten Zeitintervallen erfaßt und kompensiert
werden.

Ausführungen Das Tastsystem gibt es in zwei Ausführungen:


Tastsystem 111 mit Kabelanschluß;
Übertragung der Taster-Signale und Stromversor-
gung über ein Verbindungskabel.
Das Tastsystem 111 besteht aus dem Tastkopf
TS 111 und der Anpaßelektronik APE 110.
Tastsystem 511 mit Infrarot-Übertragung und
Batterie-Stromversorgung.
Das Tastsystem 511 besteht aus dem Tastkopf
TS 511, der Anpaßelektronik APE 510 bzw. APE 511
(für den Anschluß von zwei SE 510) und der
Sende- und Empfangseinheit SE 510.

Jede Ausführung hat einen Einspannschaft, so


daß der Tastkopf wie ein Werkzeug in die Spindel
eingespannt werden kann. Der Taststift ist aus-
wechselbar. Die Batterien des Tastkopfes TS 511 TS 111 TS 511
mit Infrarot-Ubertragung haben im Meßbetrieb
eine Lebensdauer von 8 h, im Standby-Betrieb
von 1 Monat.

Der Tastkopf TS 511 hat auf der einen Seite ein


Sende- und Empfangsfenster (für das Ein-
schaltsignal) und um 1800 versetzt ein Sende-
fenster. Bei einer Messung muß die Seite mit
dem Sende- und Empfangsfenster zur Sende-
und Empfangs-Einheit zeigen. Das um 1800
versetzte Sendefenster wird in Verbindung mit
den HEIDENHAIN-Steuerungen nicht benötigt.

Der Tastkopf fährt die Seite bzw. die Oberfläche


des Werkstücks an. Der Vorschub beim Messen
und der maximale Meßweg ist vom Maschinen-
Hersteller über Maschinen-Parameter festgelegt.
Der Taster meldet die Berührung mit dem Werk-
stück an die Steuerung. Die Steuerung speichert
die Koordinaten der angetasteten Punkte.
So können Werkstück-Flächen, Ecken und Kreis-
mittelpunkte bestimmt und als Bezugsebenen
bzw. Bezugspunkte gesetzt werden,
Ta.ster
Dialog-Eröffnung/Fehlermeldunaen ”

Dialog- Das Tastsystem arbeitet in den Betriebsarten


Eröffnung
Cl@ Elektronisches Handrad, z.B. q )@

l-h- Handbetrieb,

ocl
&J 3 Einzelsatz-/Satzfolge-Programmlauf.

Der Dialog wird mit der


10UCH
pm -Taste eröffnet.
u

in den Betriebsarten KALIBRIERUNG WIRKSAME LAENGE


Cl@ ,,Elektronisches Hand-
KALIBRIERUNG WIRKSAMER RADIUS
rad” und m ,,Handbetrieb” erscheint dann ne-
GRUNDDREHUNG
benstehendes Menü mit den Antast-Funktionen. WERKSTUECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE
Die gewünschte ,Antast-Funktion kannüber die ECKE = BEZUGSPUNKT
Tasten 1 + 1 1 f 1 gewählt und mit m übernom- KREIS-MITTELPUNKT = BEZUGSPUNKT
men werden.

In der Betriebsart ,,Programm-Einspeichern”


erscheint nach der Dialog-Eröffnung
Dialog zur Programmierung der Antast-Funktion
mit
q
‘g der

,,Werkstück-Fläche als Bezugsebene”.

Verlassen der Die Antast-Funktionen können jederzeit mit der


Antast-
I1”
- -Taste verlassen werden. Die Steuerung be-
Funktionen
findet sich dann wieder in der vorher angewähl-
ten Betriebsart.

Fehler- Findet der Taster innerhalb des (über Maschinen-


meldungen Parameter) festgelegten Meßweges keinen
Antastpunkt, wenn eine Antast-Funktion gestartet
wird, so erscheint die Fehlermeldung:
= ANTASTPUNKT NICHT ERREICHBAR =.

Ist beim Starten einer Antast-Funktion der Antast-


Punkt bereits erreicht, so erscheint die Fehler-
meldung:
= TASTSTIFT AUSGELENKT =.

Bei Tastsystemen mit Infrarot-Übertragung muß


das Sende- und Empfangsfenster (d.h. die Seite
mit zwei Fenstern) auf die Auswerte-Elektronik
eingestellt werden. Bei ungenugender Einstellung
bzw. bei Unterbrechung der Ubertragungsstrecke
(z. B. durch Spritzschutz usw.) erscheint die Fehler-
meldung:
= TASTSYSTEM NICHT BEREIT =.

Unterschreitet die.Batteriespannung bei Tastsyste-


men mit Infrarot-Ubertragung einen bestimmten
Wert. erscheint die Fehlermeldung:
= TASTKOPF - BATTERIE WECHSELN =.
A2
Taster
Kalibrierung wirksame Länge

Einführung Die wirksame Länge des Taststiftes und der wirk-


same Radius der Taststiftkugel
Steuerung bestimmt werden.
kann mit Hilfe der z
Die dazu notwendigen Meßdaten ermittelt die
Steuerung selbsttätig über die Antast-Funktionen
,,Kalibrierung wirksame Länge” und ,,Kalibrierung
wirksamer Radius”.
Die Länge und der Radius wird von der Steue-
rung gespeichert und bei den Messungen auto-
matisch berücksichtigt.
Die Korrekturwerte können jederzeit auch über
die Tastatur der Steuerung eingegeben werden.
’ 7
n
f
5
/
+ @ / ,X
Einstellring

Hilfsmittel Zur Kalibrierung des wirksamen Radius der Tast-


Stiftkugel wird ein Einstellring mit bekannter Höhe
und bekanntem Innenradius benötigt. Dieser Ein-
stellring ist auf den Maschinentisch aufzuspannen

L
Wirksame Bei der Bestimmung der wirksamen Länge des
Länge Taststifts fährt der Taster eine Bezugsebene an.
Nach Berührung der Oberfläche wird der Taster im
L Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezogen,
Die Anzeige der wirksamen Länge erfolgt nach

L erneutem Anwählen der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung der wirksamen Länge des

- Pb Taststifts die Bezugsebene


zeug entsprechend setzen.
mit dem Nullwerk-

A3
Taster
Kalibrierung wirksame Länge

Eingabe Betriebsart ~ q oder •l

Dialog-Eröffnung

r KALIBRIERUNG WIRKSAME LAENGE Antast-Funktion übernehmen.

KALIBRIERUIUG WIRKSAME LAENGE

BEZUGSPUNKT + 0,000

WIRKSAMER KUGELRADIUS = 0,000

WIRKSAME ILAENGE = 0,000

-
Tastsystem in die Nähe der
KALIBRIERUIUG WIRKSAME LAENGE
Bezugsebene fahren.
y,ii- g$i;
,.d&:“.:::i

BEZUGSPUNKT + 0,000
q4
v
Ggf. Bezugspunkt eingeben:
,,Bezugspunkt” anwählen.
WIRKSAMER KUGELRADIUS = 0,000
q
v
Bezugspunkt in der Werkzeugachse
eingeben, z.B. + 5.0 mm.
WIRKSAME LAENGE = 0,000
Eingabe übernehmen.

KALIBRIERUNG WIRKSAME LMNGE


“~_njjji
j
Ggf. Verfahr-Richtung des Tasters
Y-k gifg
anwählen, hier Y-.

WERKZEUGACHSE = Y

WIRKSAMER KUGELRADIUS = 0,000

WIRKSAME LAENGE = 0,000


L
Taster
Kalibrierung wirksame Länge

Nach Berührung der Oberfläche wird der Taster


im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezo-
gen

MANUELLER BETRIEB

Die Steuerung schaltet automatisch auf die Die Anzeige der gemessenen Länge erfolgt nach
Anzeige ,,Manueller Betrieb” oder ,,Elektronisches erneutem Anwählen der Kalibrierung.
Handrad”.

A5
Taster
Kalibrierung w rksamer Radius ’

Wirksamer Der Taster muß sich innerhalb der Bohrung des


Radius Einstellringes befinden. Zur Bestimmung des wirk-
samen Radius der Taststiftkugel sind 4 Punkte der Einstellring
Bohrung anzutasten. Die Verfahr-Richtungen sind I
von der Steuerung angegeben, z. B. X+, X-, Y+,
Y- (Werkzeugachse = Z).
Nach jeder Berührung wird der Taster im Eilgang
auf die Ausgangs-Position zurückgezogen. Die
Steuerung zeigt die Koordinaten aller ermittelten
Antastpunkte an.

Die Anzeige des wirksamen Radius erfolgt nach


erneutem Anwählen der Kalibrierung.

A7
Taster
Kalibrierlung wirksamer Radius

Eingabe Betriebsart - k!!l oder 1-1

Dialog-Eröffnung

KALIBRIERUNG WIRKSAMER RADIUS Antast-Funktion übernehmen.

KALIBRIERUFJG WIRKSAMER RADIUS 4 ,,Radius Einstellring” anwählen.


m
v
x+ x- Radius des Einstellringes eingeben,
0 z. B. 10.0 mm.
‘I

RADIUS EINSTELLRING = 0,000


qENT
Eingabe übernehmen.

Ggf. andere Werkzeugachse einge-


WIRKSAMER KUGELRADIUS = 0,000 ben (siehe ,,wirksame Länge”).

WIRKSAME MENGE = 8,455

Ungefähr die Mitte des Einstell-


KALIBRIERUFJG WIRKSAMER RADIUS
) @ 8 @ ringes anfahren.
)(+ )(- y+, ;@& Verfahr-Richtung des Tasters anwäh-
il”g:i%%v
len, z. B. X+.
WERKZEUGACHSE = 2

WIRKSAMER. KUGELRADIUS = 0,000

WIRKSAME IAENGE = 8,455

Taster in positiver X-Richtung verfah-


KALIBRIERUNG WIRKSAMER RADIUS
ren.
$gg )(- y-1. y-
“-;$&i
$2

WERKZEUGACHSE = 2

WIRKSAME MENGE = 8,455


l

A8
Taster
Kalibrierung wirksamer Radius

Nach Berührung des Einstellringes wird der Taster


im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückge-
zogen

KALIBRIERUNG WIRKSAMER RADIUS


Nächste Verfahr-Richtung des
x- y+ y- Tasters anwählen, z. B. X-.
X (Antastpunkt) Y (Antastpunkt)

2 (Antastpunkt) C (Antastpunkt)

Taster in negativer X-Richtung ver-


KALIBRIERUNG WIRKSAMER RADIUS
fahren.
x+ ~~” Y+ Y-

X (Antastpunkt) Y (Antastpunkt)

2 (Antastpunkt) C (Antastpunkt)

Nach Berührung des Einstellringes wird der Taster


im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezo-
gen.

Die Steuerung zeigt die Ist-Werte des zweiten


Antastpunktes unterhalb der Werte des ersten
Punktes an.

Anschließend muß der Einstellring in positiver


und negativer Y-Richtung angetastet werden.

Ist dies erfolgt:

MANUELLER BETRIEB

Die Steuerung schaltet automatisch auf die Die Anzeige des gemessenen Kugelradius erfolgt
Anzeige ,,Manueller Betrieb” oder ,,Elektronisches nach erneutem Anwählen der Kalibrierung in der
Handrad”. entsprechenden Zeile.
L.-
Taster
Grunddrehung

Beschreibung Bei nicht ausgerichtet aufgespannten Werkstük-


ken kann mit der Antast-Funktion ,,Grunddrehung”
i die Abweichung zum Soll-Winkel der Aufspann-
lage bestimmt werden.
r
Die Steuerung kompensiert dann die Winkelab-
weichung durch eine Grunddrehung des Koordi-
naten-Systems

Soll der Bezugspunkt mit der Funktion


= ECKE = BEZUGSPUNKT = oder
= KREIS-MITTELPUNKT = BEZUGSPUNKT =
gesetzt werden, dann muß vorher die
Grun.ddrehung ausgeführt werden.

Ablauf Der Taster fährt die Seitenfläche des Werkstücks


aus zwei unterschiedlichen Ausgangs-Positionen
-.~ an.
Die Verfahr-Richtungen sind vorgegeben, z. B. X-t.,
X-. Y+, Y- (Werkzeugachse = Z).
Nach Berührung der Seitenflächen wird der
Taster im Eilgang auf die jeweilige Ausgangs-
Position zurückgezogen.
Die Steuerung speichert die Antastpunkte und
L errechnet daraus die Winkelabweichung. Zur
Kompensation dieser Abweichung muß die
Steuerung den ,,Soll-Winkel” dieser Seitenfläche
kennen.
L
Der Soll-Winkel wird in die Zeile hinter
= DREHWINKEL = eingegeben.

All
Taster
Grunddrehung

Eingabe Betriebsart ~ bl oder q


Dialog-Eröffnung

GRUNDDREHUNG Antast-Funktion übernehmen.

GRUNDDREHUNG

Winkellage der anzutastenden Seiten-


fläche eingeben, z.B. Y-Achse: +goo.
v
Eingabe übernehmen,

Erste Ausgangs-Position anfah-

Verfahr-Richtung anwählen, z. B. X-t.

Taster in positiver X-Richtung verfah


GRUNDDREHUNG
ren.

Nach Berührung der Seitenfläche wird der Taster


im Eilgang auf die erste Ausgangs-Position
zurückgezogen.

GRUNDDREHUNG
wo )( y Zweite Ausgangs-Position anfahren

X (Antastpunkt) Y (Antastpunkt)

2 (Antastpunkt) C (Antastpunkt)

617
Taster
Grunddrehung

GRUNDDREHUNG Taster in positiver X-Richtung verfah-


ren.

X (Antastpunkt) Y (Antastpunkt)

2 (Arrtastpunkt) C (Antastpunkt)

Nach Berührung der Seitenfläche wird der Taster


im Eilgang auf die zweite Ausgangs-Position
zurückgezogen.

1 MANUELLER BETRIEB

Die Steuerung schaltet automatisch auf die vor- Die Anzeige des gemessenen Drehwinkels erfolgt
her gewählte Betriebsart ,,Manueller Betrieb” oder nach erneutem Anwählen der Grunddrehung.
,,Elektronisches Handrad”.
Taster
Werkstück-Fläche = Bezugsebene

Beschreibung Bei achsparallel aufgespannten Werkstücken kann


mit der Antast-Funktion ,,Werkstück-Fläche =
Bezugsebene” in jeder Achse die Werkstück-
Oberfläche bzw. Seitenfläche als Bezugsebene
festgelegt werden; Die Steuerung bezieht dann
alle Positions-Sollwerte für die nachfolgende
Bearbeitung auf diese Oberfläche.

c:
Ablauf Der Taster fährt die Fläche des Werkstückes an.
Nach Berührung der Fläche wird der Taster im Z
Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezogen.
Die Steuerung speichert die Koordinate des
Antastpunktes in der Verfahrachse und zeigt den
Wert in der Zeile = BEZUGSPUNKT = an.
Dem Antastpunkt kann über die Eingabe-Tastatur

-”
jeder beliebige Wert zugeordnet werden.

-----4 X

Al4
Taster
Werkstück-Fläche = Bezugsebene

Eingabe Betriebsart q
Dialog-Eröffnung
WJCH
•d

u PROBE
oder

WERKSTUECK-FLAECHE= BEZUGSEBENE ) q Antast-Funktion übernehmen.


I I

WERKSTUECK-FLAECHE= BEZUGSEBENE ) @ @ 8 Ausgangs-Position anfahren.

x+ x- Y+ Y- Z- C+ G
Verfahr-Richtung anwählen, z. B. Z-.

Taster in negativer Z-Richtung ver-


WERKSTUECK-FLAECHE= BEZUGSEBENE ) @
fahren.
F*;g
X+ X- Y+ Y- Z+ &#
a::~‘B”“’ C+ G

Nach Berührung der Fläche wird der Taster im


Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezogen

WERKSWECK-FLAECHE = BEZUGSEBENE

X (Antastpunkt) Y (Antastpunkt)

2 (Antastpunkt) C (Antastpunkt)

ENT Eingabe übernehmen


•l
L
Taster
Ecke = Bezugspunkt

Beschreibung Bei aufgespannten Werkstücken berechnet die


Steuerung mit der Antast-Funktion ,,Ecke =
Bezugspunkt” die Koordinaten eines Eckpunktes.
Der errechnete Wert kann als Bezugspunkt für die
nachfolgende Bearbeitung verwendet werden,
alle Positions-Sollwerte beziehen sich dann auf
diesen Punkt.

Die Funktion
= GRUNDDREHUNG = ist vor
= ECKE = BEZUGSPUNKT = auszuführen.

Vorgehen Der Taster fährt zwei Seitenflächen des Werk-


stücks aus je zwei verschiedenen Ausgangs-Posi-
tionen an. Die Verfahr-Richtungen sind gegeben:
X+, X-, Y+, Y- (Werkzeugachse = Z).
Nach Berührung der Seitenfläche wird der Taster
im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezo-
gen.
Die Steuerung speichert die Koordinaten der
Antastpunkte und errechnet daraus zwei Geraden.
Der Schnittpunkt ist dann der gesuchte Eckpunkt.

In der Bildschirmanzeige stehen die Koordinaten


des Eckpunkts, darunter werden die ermittelten
Geraden durch je einen Punkt auf der Geraden
Y
und den dazugehörigen Winkel PA angezeigt.
Anstelle des errechneten Eckpunktes kann über
die Eingabe-Tastatur ein beliebiger Bezugspunkt
gesetzt werden.
Wurde vor der Antast-Funktion ,,Ecke = Bezugs-
punkt” die ,,Grunddrehung” bestimmt, besteht die
Möglichkeit, die in der ,,Grunddrehung” ermittelte
Gerade für die Antast-Funktion ,,Ecke = Bezugs-
punkt” zu übernehmen.

Al7
Taster
Ecke = Bezugspunkt

Eingabe Betriebsatt ~ k!f oder a

Dialog-Eröffnung

ECKE = BEZIJGSPUNKT Antast-Funktion übernehmen.


-l

Erste Ausgangs-Position anfah-


ECKE = BEZIJGSPUNKT
b@@@ ren.
x+ x- Y+ ‘“‘ni
.Y-
* Verfahr-Richtung wählen, z. B. X-t.
00

Taster in positiver X-Richtung verfah-


ECKE = BEZIJGSPUNKT
ren.

Nach Berührung (der Seitenfläche wird der Taster


im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezo-
gen.

ECKE = BEZIJGSPUNKT ,@ @ N”ac h st e Ausgangs-Position anfahren.

X (Antastpunkt 1) Y (Antastpunkt 1)

2 (Antastpunkt 1) C (Antastpunkt 1)

Taster in positiver X-Richtung verfah.-


ECKE = BEZUGSPUNKT
ren.

.x+

X (Antastpurkt 1) Y (Antastpunkt 1)

Z (Antastpunkt 1) C (Antastpunkt 1)

Nach Berührung der Seitenfläche wird der Taster


im Eilgang auf die Ausgangs-Position zurückgezo-
gen

Die Steuerung zeigt die Ist-Werte des zweiten


Antastpunktes unterhalb der Werte des ersten
Punktes an. Zusätzlich wird die erste Gerade
durch einen beliebigen Punkt auf der Geraden
und durch den Richtungswinkel angezeigt.

Al8
Taster
Ecke = Bezugspunkt

Anschließend muß die zweite Seitenfläche von


zwei verschiedenen Positionen aus angefahren
werden.

Ist dies erfolgt:

ECKE = BEZUGSPUNKT

X (Eckpunkt) Y (Eckpunk)

X (1. Gerade) Y (1. Gerade)

PA (Winkel der 1. Geraden)

X (2. Gerade) Y (2. Gerade)

PA (Winkel der 2. Geraden)

Ggf. beliebige Eckpunkt-Koordinaten


für X und Y eingeben,
v
BEZUGSPUNKT Y (Eckpunkt)

T
v
Eingabe übernehmen.
Taster
Ecke = Bezugspunkt

IEingabe im
0 irekten
Betriebsart q oder q
Anschluß Dialog-Eröffnung
an ,,Grund-
c rehung”
ECKE = BEZUGSPUNKT Antast-Funktion übernehmen.

ECKE = BEZUGSPUNKT

ANTASTPUNVE AUS GRUNDDREHUNG ?

X (1. Gerade) Y (1. Gerade)

PA (Winkel der 1. Geraden)

Sollen die für die Grunddrehung benutzten


ENT Gerade übernehmen.
Antastpunkte übernommen werden: bloi

Sollen die für die Grunddrehung benutzten


EN
Gerade nicht übernehmen.
Antastpunkte nicht übernommen werden: wl

Anschließend die zweite Seitenfläche wie oben


beschrieben antasten.

ECKE = BEZUGSPUNKT b .,
~~
jj
x+ x- y+ “yL$

A21
Taster
Kreis-Mittelpunkt = Bezugspunkt

Beschreibung Bei aufgespannten Werkstücken mit zylindrischen


Flächen (Bohrung, Kreistasche oder Außenzylin- Y
der) können mit der Antast-Funktion ,.Kreis-Mittel-
Punkt = Bezugspunkt” die Koordinaten des Kreis-
Mittelpunktes bestimmt werden.
Der errechnete Kreis-Mittelpunkt kann als Bezugs-
punkt für die nachfolgende Bearbeitung verwen-
det werden. Alle Positions-Sollwerte beziehen
sich dann auf diesen Punkt.

Die Funktion
= GRUNDDREHUNG = ist vor ?
= KREIS-MIT-I-ELPUNKT = BEZUGSPUNKT =
auszuführen.

1 c

Ablauf Der Taster muß sich bei Bohrungen und Kreis-


taschen innerhalb der Bohrung befinden.

Zur Bestimmung des Kreis-Mittelpunktes sind 4


Punkte des Außen-Zylinders bzw. der Bohrung
anzufahren. Die Verfahr-Richtungen sind vorgege-
ben, z.B. X+, X-, Y+, Y- (Werkzeugachse = Z).

Nach jeder Berührung wird der Taster im Eilgang


auf die Ausgangs-Position zurückgezogen. Die
Steuerung speichert die Koordinaten aller ermit-
telten Antastpunkte und errechnet daraus den
Kreis-Mittelpunkt.

In der Bildschirm-Anzeige stehen die Koordinaten


des Kreis-Mittelpunktes mit einer Radiusangabe
PR.

Anstelle der errechneten Kreis-Mittelpunkt-Koordi-


naten können über die Eingabe-Tastatur beliebige
Werte gesetzt werden.

Außenzylinder
Taster
Kreis-Mittelpunkt = Bezugspunkt

Eingabe Betriebsart bl oder m

Dialog-Eröffnung

KF&lB-MTTTUPUNKT= BEZUGBPUNU Antast-Funktion übernehmen.


-----

Erste Ausgangs-Position anfah-


KRElB-M~NKT=
________.
y__---.--- BEZUGSPUNkT
-.-...-.-I ,OW @ren.
x-k x- -.Y+ Verfahr-Richtung wählen, z.B. X-t.

Taster in positiver X-Richtung verfah-


KRElS-MmEU’UNti=BBl9GBPUNKT
_._-._.._
-- --__---- -_-- -.-. ren. -
X- Y+ YT

1 ,

Nach Berührung der zylindrischen Fläche wird


der Taster im Eilgang auf die Ausgangs-Position
zurückgezogen.

Nächste Verfahr-Richtung anwäh-


m=BQlJ&PUNKT b B El len, z. 6. X-.
:,,:$- ’ y+ y-
-.._- ..-.--- .---

.x’(~unkt 1) Y (AntastpunM
-_---mA-- 1)

2 hastpunkt 1) C (Lhtastpunkt~l)
--.-._

Taster in negativer X-Richtung ver-


KRElS-MlTTEWlJNKT= B-PUNKT
- - _..___ ----~~ fahren.
d

X (AntastpunM 1) Y (Antastpuw
-- 1) 4

2 (AnRastpunM i) C Wntadpunkt 1)
1 I

Nach Berührung der zylindrischen Fläche wird


der Taster im Eilgang auf die Ausgangs-Position
zurückgezogen.

Die Steuerung zeigt die Ist-Werte des Antast-


punktes 2 an.

A24
Taster
Kreis-Mittelpunkt = Bezugspunkt

Anschließend müssen zwei weitere Punkte der


zylindrischen Fläche in positiver und negativer Y-
Richtung angefahren werden.

Ist dies erfolgt:

KREISMllTElPUNKT= BEZUGSPUNKT

-...X (Mittelpunkt)
.___._._.. -Y..--
(Miilpunkt)
-__.. . ._.._ . -.-
PR (KreisRadius)

Kl
v
Ggf. beliebige Kreis-Mittelpunkt-Koor-
dinaten für X und Y eingeben.
BEZUGSPUNKT
--..--..- Y (Miilpunkt) ----
174

Eingabe übernehmen.

A25
Taster
Programmierbare Antast-Funktion
,,Werkstück-Fläche als Bezuasebene”
Beschreibung Vor oder während der Bearbeitung von Werkstük-
ken ist es möglich, eine Oberfläche des Werk-
stücks programmgesteuert anzutasten. Damit
Y
kann die Steuerung z. B. bei Gußteilen mit unter- 1
schiedlichen Höhen die Oberfläche vor der Bear-
beitung antasten, damit bei der nachfolgenden
Bearbeitung die richtige Tiefe erreicht wird.
Ebenso können Positionsänderungen infolge
Erwärmung der Maschine und des Werkstücks
erfaßt und kompensiert werden.

Programmierung Die Programmierung erfolgt über die ‘2 -Taste.


Cl
Anschließend fragt die Steuerung nach der Para-
meter-Nummer, unter der das Ergebnis der Mes-
sung abgelegt werden soll. Nach der Eingabe der
Antast-Achse und der Antast-Richtung ist der
Positions-Sollwert für die Durchführung des t------
Antast-Zyklus einzugeben. Der programmierte Koordinaten des Antastpunktes
Antast-Zyklus belegt zwei Programmsätze.

Ablauf Der Taster fährt die im Antast-Zyklus program-


mierte Soll-Position (Antastpunkt) bis zum Vorhal-
te-Abstand im Eilgang an. Der Vorhalte-Abstand
ist vom Maschinen-Hersteller über einen Maschi-
nen-Parameter festgelegt.
Anschließend wird das Werkstück in der Antast- Antast-

Y
Achse und in der Antast-Richtung mit Meßvor- Achse
schub angefahren, bis der Taster die Oberfläche
berührt. Nach der Berührung wird der Taster im
Eilgang zur Ausgangs-Position zurückgezogen.
ß Antast-

Zur Kompensation von Lageänderungen der


Werkstück-Fläche, muß der Nullpunkt über den
Zyklus Nullpunkt-Verschiebung in der Antast-
Achse um den unter Q abgespeicherten Wert
verschoben werden. Ebenso kann der gemessene
Wert z. B. als Längenkorrektur in einer Werkzeug-
Definition übernommen werden.

Meßwert- Die Parameter Q115 bis 0118 enthalten nach Aus-


Ausgabe über führung der programmierten Antast-Funktion die
Q-Parameter folgenden Meßwerte (siehe auch ,,Parameter-Son-
(ab Software- . derfunktionen”):
Version 05)
0115 Meßwert X-Achse

0116 Meßwert Y-Achse

0117 Meßwert Z-Achse

0118 Meßwert 4. Achse

A26
Taster
Programmierbare Antast-Funktion
,,Werkstück-Fläche als Bezugsebene”
Eingabe Betriebsart
TOUCH
Dialog-Eröffnung r-i

---.--___~ --.---_-.-_-- _____.


PARAMEIER-NR. FUER ERGEBNIS Parameter-Nummer eingeben.
-_- . -.. ----- Kl
v
ENT Eingabe übernehmen.
ioi

-.. -- -...-
-ANlAST-ACHSE/ANTAST-RlCl-RUNG ?
--..--..--- .~... .._____. ~.. .__ .._. _ Kl Z Antast-Achse eingeben, z. B. Z.

q+
v
Antast-Richtung eingeben.
;
Eingabe übernehmen.

--PosmoNsso~?
----.._-.
--- mX .---_.--..-.-I_-..--..--.-_--_--
Koordinaten des Antastpunktes
geben: Achse wählen, z.B. X.
ein-

l-.1 Inkremental-Absolut?
v
Zahlenwert eingeben.
Kl
v
Nächste Achse wählen, z. B. Y.
0 Y.

Ist die Eingabe aller Koordinaten erfolgt: Eingabe übernehmen.

Anzeige-Beispiel _--- - ----