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FLUIDUMTHERAPIE

TEIL EINS
Passe, Magnetismus, Fluidumtherapie, Biomagnetismus
Bioenergieübertragung
Geschichtliches

Mineralischer Magnetismus
Der mineralische Magnetismus ist schon von Tales Mileto (624 –584 v.Chr.) und darauf
folgend in der antiken China (Shen Kua, 1050 n.Chr.) als wirksame Beschaffenheit eines
Steines (besonders in der Region der Magnesia) bekannt. Und die Benutzung dieses Minerals
hat schon der Welt eine entscheidende Wende in der Nautik(1100 n.Chr.) mit der Erfindung
des Kompasses, eingeleitet.

Animalische (tierische) Magnetismus


Obwohl der animalische Magnetismus schon mit Paracelsus und Van Helmont erwähnt
worden ist, brachte der deutsche Arzt F. A. Mesmer (1734-1815) 1779 entscheidende
Erkenntnisse zu den Mechanismen des tierischen Magnetismus.
Mesmer arbeitete eine Theorie zu den Prinzipien der Materie und der Bewegung aus, wie
folgt: Er nimmt an, dass das Lebensprinzip ein Teil der Bewegung des universellen Fluidums
ist; und dass eine Krankheit die Störung dieses Fluidums ist. Die Harmonie könnte allerdings
durch Anwendung des tierischen Fluidums wiederhergestellt werden. Diese Anwendung hat,
seiner Meinung nach, sogar die Fähigkeit die erkrankten Zellen zu genesen und somit das
organische Gleichgewicht wiederherzustellen. Das animalische Fluidum befindet sich
reichlich in den Nervenbahnen. Es strahlt Energie, besonders über die Augen und über die
Finger ab. Der Wille verstärkt die Ausstrahlung dieser Energie. Und das ist auch ein
Phänomen, das nicht nur bei Menschen, sondern auch bei allen Lebewesen festzustellen ist.
(z. B.: Schlangen)

LEXIKON
Biomagnetismus: Erzeugung schwacher Magnetfelder durch die Körperorgane. Das
Magnetfeld des Herzens zum Beispiel ist ca. 1 Millionen Mal schwächer als das der Erde. Der
Biomagnetismus wird mit Hilfe eines Magnetokardiogramms (MKG) gemessen, das zur
Diagnose zum Beispiel von Herz- oder Gehirnerkrankungen eingesetzt wird.
Elektroenzephalogramm.

Andere Bewusstseinszustände
Seitdem der bekannte Magnetiseur Freiherr von Puységur 1787 die transzendentalen
Möglichkeiten eines andern Bewusstseinszustandes, der dem Somnambulismus und dem
Hypnotismus entdeckt hat, wuchs das Interesse und die Anerkennung dieser neuen
Entdeckungen und nach Deleuse, Bruno, Freiherr von Potet, Charles Lafontaine, usw. gab der
englische Chirurg James Braid (1841) diese Möglichkeit der magnetischen Auswirkung auf
anderen Personen den Namen Hypnotismus und Hypnose (Neologismus).
Nach Charcot und Breuer(„Katharsis“) begründet schließlich S. Freud die Benutzung des
Magnetismus in der Behandlung psychisch kranker Menschen und leitete somit eine Wende
in der Psychologie ein.

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Der geistige Magnetismus
Mit Allan Kardec erfahren wir schließlich von der Energie und der Fluida anderer
Dimensionen, die bedeutender als die tierischen Fluida sind, mit entscheidender Wirkung auf
unsere physische und insbesondere auf unsere geistige Gesundheit, ist.

Qualitäten der Fluida

Die Gedanken geben oder verändern die Eigenschaften der Fluida. „Aus einem moralischen
Gesichtspunkt, tragen sie die Gefühle des Hasses, des Neides, der Eifersucht... oder der Güte,
der Liebe, der Sanftmut, usw. mit sich. Aus einem physischen Gesichtspunkt können sie u. a.
aufregende, beruhigende, eindringliche, störende, sanfte, betäubende, giftige (toxische) oder
erneuernde Wirkung haben.
Diese Eigenschaften hängen vom Gemütszustand also ab.
Wenn ich mich an die Inhalte der Studien konzentriere und mich dann von den alltäglichen
Problemen fernhalte; wenn ich Ruhe bewahre, Vertrauen habe und bete, bringe ich gute
persönliche (tierische) Fluida mit mir. Dabei muss ich bei der Ausübung der Handauflegung,
vor allem, fest davon Überzeugt sein, dass die magnetische Spende eine Tat der Liebe ist, die
den Schmerzen lindern soll und die Hoffnung wieder gibt. So arbeiten Kopf und Herz bewusst
an der großen Freude dieser Arbeit, anstatt sie nur als eine zu erfüllende Pflicht zu tun.

Der animalische (tierische) und geistige Magnetismus

Im Buch „DIE GENESIS“, Kap. XIV nennt Kardec folgende Unterscheidung in den vielen
Arten der magnetischen Wirkung:

1) menschliche Magnetismus
Geschieht durch das eigene Fluidum des Magnetiseurs. (das tierische, animalische) Hier ist
der Magnetismus im wahrsten Sinne des Wortes, und von der Qualität des Fluidums des
Menschen abhängig. (Mesmer)
2) geistige Magnetismus
Die Fluida der Geister wirken direkt und ohne Vermittlung an den Inkarnierten, sei es zur
Heilung, zur Linderung eines Leidens, um den spontanen somnambulischen Schlaf
herbeizuführen, sei es auf jemanden jeglichen moralischen oder physischen Einfluss zu üben.
Die Eigenschaft des geistigen Magnetismus ist in direkten Zusammenhang mit der
Eigenschaft der Geister zu bringen. (Tugend und Zustand der Erhabenheit)

3) vermengte Magnetismus
Der vermengte(gemischte) Magnetismus besteht aus den Fluida des Menschen und den der
Geister, das daraus die notwendige Eigenschaft bekommt. Die Fluida der Geister durchlaufen
den Magnetiseur, der als „Transportmittel“ für diesen Fluss(Strömung) dient. Der vermengte
Magnetismus ist also semi-geistig oder, menschlich-geistig.

Als Spiritisten behandeln wir nur mit dem geistigen oder vermengten Magnetismus. Denn
diese bieten bessere Ergebnisse, als die magnetisch mineralische oder die rein menschliche
bzw. animalische Wirkung. (Kraft des Gebets, Buch der Medien) Deswegen wird unsere
Aufmerksamkeit besonders auf diese zwei gerichtet sein.

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Wenn die Handauflegung in diesem letzten Sinne von Vermittlung, praktiziert wird, dabei
aber durch Handbewegungen (wie wir später ausführlich erläutern werden) die Fluida auf die
Person übertragen werden, pflegen wir das lateinische Wort „PASSE“ dazu zu verwenden.
(Das bedeutet „Durchgang“, „Übergang“)

Der Passeübende ist allerdings im spiritistischen Sinne ein heilendes Medium. (Buch der
Medien) Wenn die Konzentration oder die mentale Schwingung mit der geistigen Führung
nicht vollständig gewährleistet ist, dient er als einfacher Magnetiseur, seinen eigen Kräften
überlassen, die manchmal nicht ausreichen. Deswegen klagen viele Menschen, die Passe
verabreichen, an Müdigkeit oder Ausschöpfung nach den Behandlungen. Hier wurde
ausschließlich ihr eigenes Lebensfluidum verwendet.
Im Buch der Medien (Ant. 176): „Wenn du magnetisierst, zum Beispiel mit dem Wunsch der
Heilung, und betest für einen guten Geist, der dir und dem Kranken teilnehmend zur Seite
steht, wird er deine Kräfte und deinen Willen stärken und deine Fluida lenken und ihnen die
nötigen Eigenschaften geben.“
Da derjenige, der die Passe ausübt, im Grunde ein heilendes Medium ist, soll er die Leitfäden,
die für die Mediumschaft gelten, folgen. Er soll theoretisch anfangen und besonders sich in
die Thematik der Fluida vertiefen.

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„Da der Wille des Menschen in unterschiedlichen Entwicklungsgraden existierte, hat er in
jedem Zeitalter sowohl der Heilung als auch der Besänftigung gedient...
Der Wille fördert sowohl das animalische als auch das geistige Fluidum, denn, ihr wisst jetzt
schon, es gibt unterschiedliche Arten vom Magnetismus, unter denen sind der animalische
(menschliche) Magnetismus und der geistige Magnetismus, der je nach Bedarf die Hilfe des
ersten verlangen kann...“
„Der Wille war öfters missverstanden. Im Allgemeinen denkt derjenige, der magnetisiert, nur
seine fluidalen Kräfte so zu gebrauchen, dass er sein eigenes Fluidum auf den seiner
Betreuung überlassenen Patienten anwendet. Er denkt nicht nach, ob eine göttliche Vorsehung
mehr oder weniger Interesse an diesem Fall verlangt, als er der Person schenkt.
Wenn er allein handelt, kann er nicht mehr als das, was seine eigene Kraft bewirken kann,
erreichen. Im Gegenzug beginnen die „heilenden Medien“ die Arbeit mit der Erhebung ihrer
Seele zu Gott, und sie begreifen, dass sie einzeln, nichts können...“
„Gott entsendet ihnen mächtige Hilfe, welche der erstere nicht bekommen kann... Diese
gesandte Unterstützung sind die erhabenen Geister, die das Medium mit ihrem wohltuenden
Fluidum überschatten, das dem Kranken weitergegeben wird. Das ist auch der Grund,
weswegen der von den heilenden Medien angewandte Magnetismus so wirkungsvoll ist, und
jene Heilungen, die als Wunder eingestuft werden, bewerkstelligen kann. Diese haben
lediglich dem Ursprung des über das Medium übertragenen Fluidums zu verdanken.
Während der gewöhnliche Magnetiseur öfters erfolglos seine Kräfte bei der Passe erschöpft,
lässt das heilende Medium durch eine einfache Handauflegung erneuende Fluida in den
Patienten einflößen, dank dem Beistand der guten Geister. Dieser Beistand ist dennoch nur
dem ehrlichen Glauben und der reinen Absicht gewährt.“
(Mesmer, durch das Medium Monsieur Albert, Revue Spirite, Januar 1864)

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Der menschliche Körper und die Chakren

Bibliographie:
INFOPEDIA 3.0, 2000; B. A. Brennan, Das große Handbuch der Heilung mit körperlichen
Energiefeldern, Goldmann; Kardec, Das Buch der Medien; Das Buch der Geister, Die
Genesis.

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FLUIDUMTHERAPIE
TEIL ZWEI
- Praktischer Teil -
Passe 1 (bewegende Handauflegung)
„ Nach vielen Passes und geistiger Einwirkung, (...) der Arm wurde an die richtige Stelle
gebracht.“ 2

Wir lesen dass nahezu 99% der Magnetisierung in der geistigen Welt durch die „Bewegung“
statt findet, also durch die Passe.
André Luiz nannte diese Ausübung öfters „großer Fluss“ oder „vertikale Passe“.
Die grundlegende Praxis der Fluidumtherapie geschieht in den meisten Spiritistischen Zentren
unter der Berücksichtigung von zwei Faktoren, die wir erläutern möchten:

1. Die Schwingung und der Gleichklang mit den geistigen Mentoren ist die wichtigste
Voraussetzung, reinere Fluida zu erhalten. Das erreichen wir nur in dem wir mit
Inbrunst und tiefen Glauben im Gebet und mit erhabenen Gedanken sind. Die
moralischen Eigenschaften des Passeübenden sind hier von entscheidender
Wichtigkeit für diesen reinen Gleichklang.
2. Wenn der Magnetisierte oder Patient nicht die richtige geistige Einstellung mitbringt,
kann sein physischpsychischer Organismus die Energie nicht aufnehmen. A. Kardec
erkannte, dass manchmal der Magnetisierte dem Einfluss des Passeübenden sogar
Widerstand leistete und somit keine Verbesserung erfuhren. Der Zustand und der
Wille des Patienten sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung
bzw. der Transmission.
Anmerkung: In der Passe, die spirituellen Ursprungs besitzt, besteht der Übergang der
Energie von drei Punkten. Von der erhabenen Spiritualität für das Medium(Passeübende)
und von dem aus zum Patienten. Jede Interferenz in diesem Stromkreis kann die
Behandlung zum Misserfolg führen.

Die Handauflegung in den Spiritistischen Zentren:

1
pass (lat.)Von einem zum anderen Ort; Durchgang;
2
Allan Kardec berichtet von der Heilung eines stark verstauchten Armes einer Person in der Revue Spirite;

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Die Übung der Bioenergieübertragung
Die Handauflegung

In der eigentlichen Handauflegung entsteht eine Konzentration der Fluida. Diese kann
manchmal zum Unwohl des Patienten führen. Deshalb es empfiehlt sich die Hände nicht zu
lang in einer bestimmten Position zu halten, um Überschuss zu vermeiden. Die Intuition bzw.
die Eingebung durch die geistige Arbeitsgruppe wird uns „sagen“, wie lange wir jeweils in
einer Position halten sollen.