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Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Romanistik


Seminar: Francophonie
Dozentin: Dr. M. Huberty
WiSe 2008

Armenien und Frankreich

Marina Lüdemann, Kirchhofstr. 46, 12055 Berlin


Bachelor of Arts: Russisch / Französisch
Matrikelnummer: 509944, Semesterzahl: 3
Abgabetermin: 15.02.2009
Berlin den 4. Januar 2009
ii INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1

2 Kurze Geschichte Armeniens 2


2.1 Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2.2 Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.3 Demographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.4 Diaspora . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.4.1 Zur Persönlichkeit Charles Aznavours . . . . . . . . . . . . . . . 6

3 Die gemeinsame Geschichte Armeniens und Frankreichs 6


3.1 Erste offizielle Verbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.2 Handel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.3 Einführung des Kaffes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.4 Der letzte armenische König Léon V . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.5 Kurzzusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

4 Franzosen in Armenien 9
4.1 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

5 Genozid 10

6 Politische Beziehungen 11

7 Kulturelle, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit 11


7.1 Französische Universität in Erewan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
7.2 Film . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
7.3 Das Armenienjahr in Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
7.3.1 Französisches Programm in Armenien . . . . . . . . . . . . . . . 13

8 Resümee 13

Literatur 14
1

1 Einleitung

Als Frankophonie wird die Gesamtheit der französisch-sprachigen (frankophonen) Staa-


ten bezeichnet, also der französische Sprachraum. Darin eingeschlossen sind Verhält-
nisse ganz unterschiedlicher Natur: Staaten, in denen Französisch offizielle Spra-
che ist, Staaten in denen Französisch Muttersprache ist und solche Staaten, in de-
nen Französisch Lehrsprache ist. Bereits 1871 wurde der Begriff der Frankopho-

nie“ von Geographen verwendet, erfunden“ wurde das Wort von Onésime Reclus

(1837-1916). Die Gemeinschaft der Französisch sprechenden Menschen umfasst heu-
te 200 Millionen Menschen in den 63 Mitgliedsstaaten der Internationalen Orga-
nisation der Frankophonie (OIF). Armenien gehört zu den assoziierten Mitgliedern
[internationale de la francophonie 2008].

Mit La francophonie“ mit einem kleinen f“ wird häufigst die Gesamtheit derjenigen
” ”
Staaten bezeichnet, die in verschiedenen Stufen die französische Sprache verwenden.
La Francophonie“, mit einem großem F bezeichnet in den meisten Fällen die offizielle

Frankophonie mit der Gesamtheit der Staaten, die in ihren offiziellen Instanzen, ihrer
Arbeit und ihrem Austausch französisch verwenden und so zur Verbreitung der fran-
kophonen Kultur in der Welt beitragen. Der französischsprachige Raum entspricht der
kulturellen, geografischen und sprachlichen Wirklichkeit zugleich: Er umfasst alle die-
jenigen Länder, die sich mit der französischen oder frankophonen Kulturen verbunden
fühlen. Im Artikel Que s´ouvre enfin l´ère dela deuxième francophonie!“ konstatiert

der Autor Claude Hagège eine neue Epoche der Frankophonie und neue Möglichkei-
ten der Kooperation für Länder wie Armenien: Après la francophonie coloniale, c’est

donc une deuxième francophonie qui est es marche, avec le projet de servir non la
France elle-même, mais la langue française et les idèaux qu´elle exprime. La première
francophonie appartient à l’histoire. La deuxième francophonie est, qu’on le veuille ou
non, une des forces du monde d’aujoourd´hui. Le moment est venu de s’en convaincre
assez pour en faire un des ferments du monde de demain.“ [Hagège 8. Nov. 2008] An-
hand der nachfolgenden Arbeit könnte Armenien als stark geschichtlich mit Frankreich
verbunden und als la deuxième francophonie“ gesehen werden.

2 2 KURZE GESCHICHTE ARMENIENS

2 Kurze Geschichte Armeniens

Das heutige Armenien ist eine kleine landumschlossene Republik im südlichen Kauka-
sus. Es grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Süden an Iran
und die aserbaidschanische Exklave von Nachitschewan, im Westen an die Türkei. Ein-
gefasst zum Norden durch die kurze Kaukasusgebirgsstrecke und zum Süden durch die
Gebirgskette, die man die armenische Stierstrecke“ nennt, steigt die armenische Hoch-

ebene in die Senke des Euphrats im Westen und in das kaspische Tiefland im Osten ab.
Dies ist die geographische Lage, in der die armenische Bevölkerung ihre Nation formte
und die Geschichte Armeniens seit dem zweiten bis ersten Jahrtausend v.u.Z. begann.
Die Grenzen des Landes gelten heute als umstritten so stellt zum Beispiel die Repu-
blik Gebietsansprüche an die Exklave Berg-Karabach und hält durch eigene Truppen an
der heutigen Waffenstillstandslinie der nicht-anerkannten Republik Karabach de Facto
16 % des aserbaidschanischen Territoriums besetzt. Sowohl die Vereinten Nationen als
auch der Europarat erkennen die Ansprüche Armeniens auf Berg-Karabach nicht an,
was die Armenier dazu brachte ein Bündnis mit dem Iran anzustreben.
Nach Ansicht des armenischen Historikers Movses Khorenatsi (ca. 410-490) war es
der legendäre Patriarch Hayk, der mit seinem Volksstamm von 300 Mitgliedern von
Babylon in die Region des Ararats auswanderte und dadurch die Voraussetzungen
zur Entstehung der späteren armenischen Nation schuf. Er soll das erste armenische
Königreich gegründet haben. Assyro-Babylonische Keilschriften, deren Datierung auf
das Jahr 2107 v.u.Z. fällt, beschreiben die Existenz eines Landes, das als Haiasa be-
kannt ist, bewohnt durch den Stamm der Haias. Die Haias bevölkerten die armenische
Hochebene. Von ihnen stammen die heutigen Armenier ab, die sich selber Hai“ nen-

nen.

2.1 Entwicklung

Ab 336 v.u.Z. erobert Alexander der Große das Gebiet des Persischen Reiches. Ar-
menien wurde dabei nicht erobert, aber es kam unter hellenistischen Einfluss.
Alexanders Nachfolger (Diadochen) teilten das riesige Reich unter sich auf (Dia-
dochenreiche). Armenien kam so in den Interessenbereich der Seleukiden, die
Armenien zwischenzeitlich (215-190 v.u.Z.) auch beherrschten. Deren Reich um-
fasste Persien, Mesopotamien und Teile Kleinasiens.
2.1 Entwicklung 3

Archäologische Ausgrabungen haben eine hochentwickelte Zivilisation im König-


reich von Urartu (Ararat) entdeckt. Man konnte die Stadt-Burg von Erebuni in
782 v.u.Z. ausgraben. Die Burg stand auf dem heutigen Stadtgebiet der armeni-
schen Hauptstadt Erewan (auch Erewan od. Jerewan).

301 a. D.: Als erstes Land der Welt erhob Armenien im Jahre 301 das Christentum
zur offiziellen Religion. Die Armenische Apostolische Kirche hat im September
2003 ihr 1700-jähriges Bestehen gefeiert. Südlich von Erewan liegt auf einem
in die Araxas-Ebene vorspringendem Hügel das Kloster Chorwirab (dt. tiefe

Grube“). Der Name erinnert an das Gefängnis, in dem der armenische König
Tiridates III. (287 - 330) den in Kappadokien ausgebildeten Missionar Gregor
gefangen hielt. Tiridates III. betrieb Christenverfolgung ganz im Sinne seines
kaiserlichen Schutzherrn Diokletian. Im Jahr 301 jedoch gelingt es Gregor durch
Beharrlichkeit und Treue zu seinen Überzeugungen den König für den christlichen
Glauben zu gewinnen, der mit diesem Schritt zugleich sein ganzes Volk einbezieht.
Gregor wird zum Erleuchter“ des armenischen Volkes. So wird Armenien der

erste christliche Staat der Welt. Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche
ist Etschmiadzin, wo die erste armenische Kirche (heute: Kathedrale) steht und
der ranghöchste Geistliche, der Katholikos“ aller Armenier seinen Sitz hat.

Als zwei Besonderheiten, die Armenien besitzt, ohne die Armenien heute nicht
vorstellbar wäre, sind die Kreuzsteine (Chatschqar) und der heilige Berg Ararat.
Sie sind fest mit der Geschichte des Christentums verbunden.

Kreuzstein (Chatschqar) In Armenien finden sich einige Tausend dieser Stein-


platten, aber keine gleicht der anderen. Jeder Steinmetz legte seine Phantasie
in den Ornamentschmuck und bereicherte ihn durch plastische Elemente.
Die Größe der Steinplatten schwankt zwischen einigen Dutzend Zentime-
tern bis zu einigen Metern. Diese kleinen Gedenkstätten fertigten die besten
Steinmetze des mittelalterlichen Armeniens. Sie sind so genannt wegen des
reliefartig ausgebildeten Kreuzes in der Mitte als Symbol des Lebensbau-
mes. Chatsch“ heißt Kreuz und Qar“ Stein. Diese Steinplatten kommen
” ”
nur in Armenien vor. Die Chatschqaren dienten nicht nur als Grabstellen,
sie wurden auch zum Anlass unterschiedlichster Ereignisse aufgestellt.
4 2 KURZE GESCHICHTE ARMENIENS

Heiliger Berg Ararat Nach dem Alten Testament landete die Arche Noah
nach der Sintflut auf dem Berg Ararat. Der Ararat wurde in moderner Zeit
1829 erstmals bestiegen. Seit 1920 liegt der Berg im Staatsgebiet der Türkei.
Als Heiliger Berg Ararat bleibt er jedoch das Nationale Symbol aller Ar-
menier. Als Symbol hat sich der Ararat vom Gegenstand religiöser Vereh-
rung hin zu einem nationalpolitischen Objekt gewandelt. das (noch heute
gebräuchliche) aus 38 Zeichen bestehende armenische Alphabet.

1828: Der russische Zar Nikolaus I. kann den von Persien besetzten Teil des histo-
rischen Armenien seinem Reich einverleiben. Der Fluss Araks wird zur neuen
russisch-persischen Grenze. Armenische Kirchen und Schulen werden geschlos-
sen. Die armenische Sprache wird verboten.

1915: Den besonderen Platz nimmt in der geschichtlichen Entwicklung Armeniens der
Genozid ein: Es beginnt der Vernichtungsfeldzug der sogenannten Jungtürken“

gegen die in Ostanatolien lebenden Armenier. Dabei werden mindestens 1,5 Mil-
lionen Menschen massakriert. Während die meisten Staaten von einem Genozid
sprechen, leugnet die türkische Regierung bis heute diese Tat.

1922: Die Gebiete der heutigen souveränen Staaten Armenien, Georgien und Aserbai-
dschan werden zur Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepu-

blik“ innerhalb der neugegründeten Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“

(Sowjetunion/UdSSR) zwangsvereinigt.

1990: Die Republik Armenien proklamiert ihre Unabhängigkeit von der UdSSR.

2.2 Sprache

Die armenische Sprache ist ein Teil der größeren indoeuropäischen Sprachfamilie und
das armenische Alphabet wurde am Anfang des 5. Jahrhunderts durch Mesrob Mas-
htots erstellt. Über 25.000 armenische Manuskripte befinden sich aktuell im Mashtots
Matenadaran-Institut, kurz Matenadaran (arm. für Bibliothek), dem Zentralarchiv für
alte armenische Handschriften in Erewan. Armenische Manuskripte werden ebenfalls in
den Bibliotheken und Museen von Jerusalem, Wien, Venedig und London aufbewahrt.
2.3 Demographie 5

2.3 Demographie

Da seid 1989 keine Volkszählung in Armenien durchgeführt worden ist, lassen sich
Aussagen über die Bevölkerungsentwicklung in der heutigen Republik Armenien nur
schwer treffen. Jedoch ist nach der Unabhängigkeit allgemein bekannt, dass der größte
Anteil der Landesbevölkerung sich um und in der Hauptstadt selbst konzentriert. Die
Schätzungen für die Emigration aus dem Land belaufen sich zwischen 600.000 und 1,5
Millionen, so dass die aktuelle Bevölkerung von Erewan auf etwas mehr als 1 Million
Menschen geschätzt wird [ARDANI.NET 2008].

2.4 Diaspora

Die Armenier, ein von jeher durch Zerstörung, widerrechtliche Aneignung und Vernich-
tung ihrer Lebensgrundlagen bedrohtes Volk, erlebten spätestens seit dem 11. Jahr-
hundert den allmählichen Zerfall ihrer politischen Macht und staatlichen Souveränität.
Mit diesem Verlust begann auch die Entwicklung und die Entstehung der traditionel-
len armenischen Diaspora. Obwohl die Verbindung von Identität und Verlust traditio-
nell von zentraler Bedeutung für diearmenische Kultur ist, markierte der Völkermord
von 1915/16 eine historische Zäsur, die die traditionellen Lebensgrundlagen der Ar-
menier grundlegend umwälzte. Armenier, die innerhalb des Ottomanreiches lebten,
wurden weltweit zerstreut, hauptsächlich als ein direktes Resultat des Massackers und
der Vertreibung, das im Genozid von 1,5 Million Armeniern 1915 kulminierte. Seit
der Unabhängigkeit 1991 haben eine beträchtliche Anzahl von Armeniern wegen der
nachteiligen wirtschaftlichen Situation das Land verlassen. Aufgrund von statistischen
Schätzungen leben 7 Millionen Armenier und ihre Nachkommen im Ausland, jedoch
nur ca. 3,2 Millionen in Armenien selbst. Sie haben bedeutende und wahrnehmbare
Rollen in der Entwicklung der Politik, der Volkswirtschaft, der Wissenschaft und der
Kultur in Ländern wie Frankreich, den Vereinigten Staaten, Syriens und Libanons ge-
spielt. Die armenische Diaspora in Frankreich zählt ca. 450.000 Menschen, in Canada
haben 80.000 Armenier ihr neues Zuhause gefunden. Zu den prominentesten arme-
nisch stämmigen Persönlichkeiten zählen André Agassi, Cherylin Sarkissian (Cher),
Gary Kasparov, Charles Aznavour ...
6 3 DIE GEMEINSAME GESCHICHTE ARMENIENS UND FRANKREICHS

2.4.1 Zur Persönlichkeit Charles Aznavours

Der Enkelsohn eines Kochs am Zarenhof, deren Familie von der Oktoberrevolution floh,
wurde als Schahnur Asnavurjan als Sohn armenischer Emigranten im Pariser Quartier
Latin geboren. Sein Vater war Operettensänger, seine Mutter eine Schauspielerin. In
Paris führten sie ein Restaurant und lebten trotz regen Publikumsverkehrs in Armut,
denn nur die wenigsten Gäste - in der Regel armenische Immigranten wie sie selbst -
waren in der Lage zu bezahlen.
Aznavour bleibt für Armenien der Vermittler, der zwei Kulturen miteinanderschmilzt.
In seinem Interview vom 7. Dezember 2008 in Berliner Morgenpost“ sagte er: Ich bin
” ”
ja Franzose. Ich bin mehr Franzose, als Armenier. Obwohl ich sehr armenisch bin, durch
meine Kultur, meine Religion, die Vergangenheit meines Volkes, durch meine Sprache
und meine kulinarische Vorlieben. Seit dem schweren Erdbeben 1988 habe ich durch
meine Arbeit für Armenien viele Freunde. Wir sind alle Kinder von Menschen, die
man vertrieben und massakriert hat...Die Kinder der Immigration sind meine eigenen
Kinder. Wenn ich ihnen helfen kann, tue ich es.“
Oleg Nikoghosyan erinnerte sich an das erste Konzert von Aznavour in Armenien im
Jahre 1961 [Nikoghosyan 2006]. Dieses Konzert hat der inzwischen in Berlin lebender
Autor bis heute nicht vergessen. In der Berliner Morgenpost“vom 27. Dezember 2008

erschien ein kurzer Zeitungsartikel: Der als Sohn armenischen Einwanderer in Paris

geborene Chansonnier Charles Aznavour ist offiziell Bürger Armeniens geworden.“ Der
84-jährige Sänger wurde als Held des armenischen Volkes“ bezeichnet. Vielleicht ist

die symbolische Rückehr des verlorenen Sohnes für Armenien als kleiner Trost für die
Verluste an menschlichem Potential durch Emigration in Armenien zu sehen.

3 Die gemeinsame Geschichte Armeniens und Frank-


reichs

3.1 Erste offizielle Verbindung

Grégoire de Tours (538-594) der Bischof und Vater der Geschichte Frankreichs“ war

einer den Ersten, der von sich behauptete von sich als erster die christlichen Armeni-
en verteidigt zu haben. Er war auch der erste, der im Okzident das Martyrium von
3.2 Handel 7

48 Christen von Sébaste (Sivas, Osttürkei) vom Bischof von Armenien persönlich zur
Kenntnis genommen hat, die unter der Regierung von Licinius verfolgt worden wa-
ren (A.D. 320). 48 römische Soldaten wurden im Jahre 320 unter Kaiser Licinius als
Märtyrer von Sebaste“ bekannt. Diese Christen der Legio XII. Fulminata wurden ob

ihres Glaubens in die eiskalten Fluten des Kizilirmak Flusses getrieben.

3.2 Handel

Der Handel stellte eines der wichtigsten Kapitel in der Entwicklung der Beziehungen
zwischen Frankreich und Armenien dar, von dem beide Seiten profitierten. Der exoti-
sche Orient lockte und fastinierte die Europäer. Das gegenseitigen Kennenlernens ba-
sierte auf dem Handel: Marco Polo (1254-1324) beschrieb die Armenier und ihre Wahre
(Seide, Gewürze und Aromen, Leine und Teppiche, Steingut, Edelsteine) in Französisch
und lobte das Geschick mit dem die Armenier die Waren in den Occident verkauften. Jo-
seph Pitton de Tournefort, dessen guter Ruf als Botaniker sich in Frankreich verbreitet
hatte, erhielt Ende 1699 von König Ludwig XIV. den Auftrag, das Gebiet der Levante
(Levant-Orient, östliche Mittelmeerraum) zu erforschen. Er fuhr nach Erewan, von wo
aus Tournefort im August den Ararat bis zur Schneegrenze bestieg. Seine Einschätzung
der Armenier war folgende: Les Arméniens ne se mêlent que de leur commerce... Non

seulement ils sont les maı̂tres du commerce du Levant, mais ils ont beucoup de part
à celui des plus grandes ville de l’Europe.“ [Bédrossian . Priollaud 1990, S. 41].
Schon im Jahre 1314 reisten die ersten französischen Händler aus Montpellier nach
Armenien. Und schon ab dem XII. Jahrhundert siedelten die ersten Armenien in den
Süden Frankreichs um. Den Beschreibungen zufolge ist von einem edelen Herren Na-
mes Antoine aus Armenien die Rede, der ausgezeichnete Seide nach Marseille einführe
und damit die ganze Stadt revolutioniere. Dank ihm und seinen lukrativen geschäft-
lichen Verbindungen mit dem Consul der Stadt Louis Fréjus erblühte Marseille aufs
Neue. Antoine heiratete eine Marseillaise und blieb in Marseille. Louis XIII im Jahre
1629 erwähnte diesen Antoine in seinem Brief in Bezug auf die guten Beziehungen zwi-
schen dem König von Persien, Armenien und Marseille. In Folge seines Erlasses, der
erst später von Louis XIV im 17. Jahrhundert in die Tat umsetzt wurde, wurde die
nobelste Straße in Marseille als Rue Larmeny genannt. Um 1670 zählte Marseille um
400 armenische Kaufleute, die ihre Geschäfte zwischen Orient und Occident führten.
8 3 DIE GEMEINSAME GESCHICHTE ARMENIENS UND FRANKREICHS

Der Kardinal Duc de Richelieu unterstützte die Armenier mit seinem Projeckt, ein
armenisch-lateinisches Wörterbuch zu erstellen, und der Übersetzung des Katechismus
aus dem Lateinischen ins Armenische.

3.3 Einführung des Kaffes

Im Jahre 1672 eröffnete Pascal von Armenien in Paris den ersten Vertrieb auf der Messe
St-Germain und führte ein neues in die Mode eingehendes Getränk ein: le café“. Für

2,50 sous verkaufte er eine Tasse cafe l’arôme nouveau“ an Schaulustige, Gaffer und

Besucher, die zwischen den Ständen und Tieranimationen herumgingen. Er etablierte
im 16.-17. J. in Paris dieses Getränk und festigte somit die armenische Reputation.
Denis Diderot (1713-1784) beschrieb das Getränk Kaffee in seinem experimentellen
Roman Le Neveu de Rameau ( Rameaus Neffe“): Qu´il fasse beau, qu´il fasse laid...
” ”
Si le temps est froid, ou trop pluviex, je me réfugie au café de la Régence, là je m‘amuse
à voire jouer aux échecs. Paris est l‘endroit du monde, et le café de la Régence est
l‘endroit de Paris où l‘on joue le mieux à ce jeu.“ [Bédrossian . Priollaud 1990,
S. 95], den Goethes Übersetzung (1805) erstmals im deutschen Sprachraum bekannt
machte.

3.4 Der letzte armenische König Léon V

Der Léon V war der letzte König des Armenischen Königreichs von Kilikien. Er war ver-
wandt mit der edlen frazösischen Familie Lusignan und regierte kurzfristig, bis er von
Ägyptern gestürzt und gefangen genommen wurde. Er verbrachte mehr als 6 Jahre in
Gefangenschaft. Pierre d‘Aragon, König von Aragon (1336 - 1387), befreite ihn schließ-
lich per Lösegeldzahlung und ermöglichte seinen Flucht nach Paris wo er bis zu seinem
Tod im Jahre 1393 blieb. Seine Beisetzung fand in der Basilique de Saint-Denis statt. Il

avait décidé d´être porté à la manière arménienne, ses familiers accomplirent, revêtus
de vêtements blancs...“ so der Historiker [Bédrossian . Priollaud 1990, S. 36]. Sein
steinernes Grab befindet sich heute noch in der Kirche.

3.5 Kurzzusammenfassung

Aus diesem Diskurs erschließt sich das gegenseitige gemeinsame Interesse der beiden
Nationen zueinander. Die gemeinsame Geschichte der Jahrhunderte bietet für die heuti-
9

ge Generation der Nachkommen eine stabile Basis für die Entwicklung und der Vortset-
zung der gemeinsamen Tradition. Das Zitat, das die Gefühle der modernen Generation
der lebenden in Frankreich Armenier am besten zum Ausdruck bringt, ist: Quand je

suis à Paris, je suis toujours en Arménie. Quand je suis en Arménie, je ne suis pas à Pa-
ris.“ [Lenoir-Achdjian 2006, S. 222]. Man spricht heute von armenischen Franzosen,
die versuchen Ihre Kultur, Sprache, und Wurzeln nicht zu vergessen und sie aufzube-
wahren. Viele von ihnen waren noch nie in Armenien, beherschen aber Armenisch.

4 Franzosen in Armenien
Andererseits hinterließen viele französische Reisende der damaligen Zeit ihre Notizen
und Eindrücke von Armenien: Jean-Baptiste Tavernier (1605-1689), dessen Vater mit
Landkarten handelte, unternahm 6 Reisen in die Türkei, Persien und Indien und wurde
le grand voyageur“ genannt. Er hinterließ seine Reisebeschreibungen über das Leben,

Bräuche, Lebensstil der Armenier. Ein anderer Namens Lamartine (1790-1869) war ein
französischer Dichter, Schriftsteller und Politiker
schrieb über Armenien folgendes: Mes relations fréquentes avec l‘Orient m‘ont inspiré

un grand respect pour la nation arménienne, et surtout pour la religion, la probité et
la poésie de ces populations plus rapprochées que nous du berceau et des lumières du
monde primitif.“ [Bédrossian . Priollaud 1990, S. 85].

4.1 Literatur

In der französischen Literatur kommen Armenier häufig zur Geltung. Pierre Corneille
baute in seinem Theaterstück Nicomède“ aus dem Jahre 1651 die armenische Königin

Laodice als Handelnde ein. Sie ist die Geliebte eines der Königssohnes, der um den
Thron stritt. Der französische Schriftsteller Paul Scarron (1610-1660) schreibt im Jahre
1653 sein fantastisches Stück Don Japhet d‘Armenie“, das 150 Jahre lang aud den

Bühnen großes gesellschaftliche Interesse findet und im Jahre 1721 sogar dem damaligen
Diplomaten de la Sublime Porte, Méhémet-Ali vorgeführt wird1 . Dank Napoléon I
wurde im Jahre 1810 die L´Académie arménienne de Saint-Lazare eröffnet. Geoge Sand
1
Die Sublime Porte war der Name der offenen Hof des Sultans, angeführt von der Grand Wesir.
Es hat seinen Namen von dem Tor zum Sitz der Grand Wesir in Topkapi Palast in Istanbul, wo der
Sultan im Besitz der Gruß-Zeremonie für ausländische Botschafter [Wikipedia 2008]
10 5 GENOZID

besuchte mit anderen Reisenden im Jahre 1834 diese Einrichtung und beschrieb ihre
Begegbung mit dem armenischen Bruder Hiéronyme, der ihr in der Bibliothek arabische
Manuskripte zeigte, die in 24 Sprachen unter seiner Leitung übersetzt worden waren:
Il parla espagnol avec Beppa, italien avec docteur, allemand et anglais avec l´abbé,

francais avec moi...“ [Bédrossian . Priollaud 1990, S. 112]. Diese Akademie diente
als Grundstein für die Geburt einer neuen Wissenschaft: l´armenologie. In Paris wurde
1846 le collège Samuel-Moorat rue Monsieur mit dem Ziel eröffnet, eine neue Generation
junger Armenier im Geiste der Aufklärung heranzubilden, die zwischen dem Orient und
Occident eine große Rolle spielen sollten.

5 Genozid

Die Vertreibung und Ermordung der Armenier im osmanischen Reich fingen im Jahre
1894-1896 unter der Regierung vom Sultan Abd-ul-Hamid an,bei der ca. 30 000 Men-
schen ihr Leben verloren. Aufgrund dieses Ereignisses erschien seit dem Jahre 1900 in
Paris ein neues Journal Pro Armenia“, für das viele bekannte Autoren und Intellektu-

elle ihre Stimmen und Berichte lieferten. Am 24. April 1914 begannen neue Massaker
und Todesmärsche, bei denen bis 1916 zwei Drittel der Armenier (1,5 Millionen) im
Osmanischen Reich starben.
In Paris wurde auf der Titelseite der Zeitschrift Le Petit Journal- 1916 als Leitartikel

Türken massakrieren Armenier im türkischen Teil Armeniens“ mit einer farbigen Illu-

stration Les massacres d’Arméni“ gedruckt. Zeitungsberichte zum Thema der Verfol-

gung der Armenier gab es bereits zuvor. Das Massaker fand anschliessend indirekt Nie-
derschlag in einem weiteren Titel desselben Pariser Journals mit der Schlagzeile: Dra-

ma im Jardin du Luxembourg: Ein Irrer feuert Schüsse aus einem Revolver auf ein
Mädchen“. Anlaß der Schlagzeile war, daß der Armenier Avenio Toumaeff ein 7 jähriges
französisches Mädchen erschießt, um auf den Völkermord der Türken an den Armeniern
aufmerksam zu machen. Oleg Nikoghosyan, ein in Berlin lebender armenischen Autor
beschreibt im 2006 erschienenen Buch [Nikoghosyan 2006] ähnliche Ereignisse, die
im Jahre 1921 in Berlin stattfanden: In der Hardenbergstr. 17 wurde Talaat Mechmed-
Pascha, ein ehemaliger Wisir und Innenminister der Osmanischen Reich, erschossen.
Der 24-jährige armenische Student Sogomon Tejlerjan, der geschossen hat, wurde vom
Gericht frei gesprochen. Das Thema bleibt bis heute aktuell und klaft wie die offene
11

Wunde bei den Armeniern. Etwa 1 Million Armenier gedachten am 24. April 2005 in
Erewan der Opfer der Ereignisse von 1915 mit einem Gedenkmarsch.

6 Politische Beziehungen
Auf das Vorhaben Frankreichs 1998 initiiert, als bisher zweiter Staat der Europäischen
Union nach Griechenland die Massaker an den Armeniern im einstigen Osmanischen
Reich als Völkermord“ anzuerkennen - die französische Nationalversammlung hat in

Paris bereits einstimmig eine entsprechende Gesetzesvorlage angenommen -, reagiert
die türkische Staatsführung mit Empörung und spricht von einer Verzerrung der Ge-

schichte“. Die Neue Zürcher Zeitung vom 18. August 2001 berichtete: Im zerfallenden

Osmanischen Reich benutzten die herrschenden Jungtürken den Ersten Weltkrieg, um
die Armenier zu vertreiben und zu vernichten, die sie als Haupthindernis für eine er-
folgreiche Nationalstaatsgründung ansahen. Die heutige Türkei bestreitet allerdings
vehement, dass es sich um einen Genozid gehandelt habe.“ [Hofmann 18.08.2001]
Die Beziehungen Frankreichs mit Armenien sind historisch tief verwurzelt. Die Aner-
kennung des Völkermords durch das Gesetz 2001 wurde - vor allem von der Diaspora
- als Zeichen der Solidarität Frankreichs mit dem armenischen Volk empfunden. Ein
Freundschafts- und Zusammenarbeitsvertrag wurde 1993 unterzeichnet. Der armeni-
sche Staatspräsident Robert Kotscharian hielt sich wiederholt fast jährlich in Frank-
reich zu Arbeitsbesuchen auf.

7 Kulturelle, wissenschaftliche und technische Zu-


sammenarbeit
Die kulturelle Zusammenarbeit basiert auf dem Freundschaftsvertrag von 1993 und dem
intergouvernementalen Abkommen über kulturelle, wissenschaftliche und technische
Zusammenarbeit vom 1995.

7.1 Französische Universität in Erewan

Frankreich unterstützt in erster Linie die Französische Universität in Armenien, die ei-
ner Wirtschaftshochschule entspricht. Diese private Hochschule wird durch wirtschaft-
127 KULTURELLE, WISSENSCHAFTLICHE UND TECHNISCHE ZUSAMMENARBEIT

liche und pädagogische Partnerschaften mit der Hochschule der Industrie- und Han-
delskammer in Lyon unterstützt und stellt französische Abschlüsse aus. Durch das
Studium von Marketing und Kommunikation wird den Studierenden die Arbeit in
der Geschäftswelt ermöglicht ihre theoretischen Kenntnisse, die sie an der Französi-
schen Universität erworben haben, durch praktische Arbeit zu ergänzen. Trotz, daß
die Französische Universität noch sehr jung ist, gehört sie zu den besten Hochschulen
in Armenien. Inzwischen wurde ein zwischenstaatliches Abkommen abgeschlossen, daß
den Absolventen der Französischen Universität Doppel-Diplome ausstellt werden, das
Diplom der Universität in Armenien und das der Universität Jean Moulin in Lyon. Das
erleichtert die gemeinsame Arbeit wesentlich und öffnet die Türen zum französischen
Arbeitsmarkt.

7.2 Film

Das gemeinsame Filmprojekt Le voyage en Arménie“ (Armenien/Frankreich, 2006)



ist eine Tragikomödie unter der Regie von Robert Guédiguian, die die Gefühle der
heutigen armenischstämmigen Franzosen wiederspiegelt. Der Regiesseur selbst trägt
einen armenischen Namen und ist mit dem Thema anscheinend festverwurzelt. Sein
Thema trifft den Geist der armenischen Diaspora: Der alternde Vater der französi-
schen Ärztin Anna möchte sich seinen Traum von der Rückkehr in sein Heimatland
Armenien erfüllen. Er reist allein ohne Bescheid zu sagen in seine Heimat. Die Tochter
folgt ihm ohne Armenisch zu sprechen und entdeckt dabei ein Land voller blühen-

den Geheimnisse: Farben, Gerüche und vor allem Menschen, deren Schicksal plötzlich
mit dem ihren verbunden zu sein scheint.“ [Holzer 2006] Ihre Odyssee führt sie über
Gebirgsstraßen und Berggipfel. Sie entdeckt Armenien und ihre armenischen Wurzeln.
In Robert Guédiguians Le voyage en Arménie ist Armenien keinesfalls ein Paradies.
Im Film bingt ein Taxifahrer die wichtigste Botschaft und Vision der Armenier von
ihrer Zukunft zum Ausdruck, dass die Türkei eines Tages den Berg Ararat wieder an

Armenien zurückgeben würde ...“ [Holzer 2006]

7.3 Das Armenienjahr in Frankreich

Das Jahr 2007 wurde in Frankreich zum Armenienjahr“ erklärt, das in beiden Ländern

von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen begleitet wurde. In Frankreich wurde die-
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ses Jahr unter dem Motto Arménie, mon ami“ eröffnet. Die Veranstaltungen zeigten

ein breites Spektrum der armenischen Kultur, Sprache, Mode, modernen Kunst und
wurden mit Musik von A. Khatchatryan bis zu modernen Komponisten begleitet. Der
offizielle Auftakt des Armenien-Jahrs“ erfolgte anlässlich des Besuchs des französi-

schen Staatspräsidenten Jacques Chiracs in Erewan mit einem Konzert von Frankreichs
berühmtestem Armenier, Charles Aznavour.

7.3.1 Französisches Programm in Armenien

Auf dem französischen Programm in Armenien während des armienischen Jahres stan-
den die Lektüre von französischen Texten, die in Zusammenhang mit Armenien stehen
und die von Schauspielern der Comédie-Française in Eriwan und Gumri vorgelesen
wurden: Die Inszenierung Die Launen der Marianne (1833) von Alfred de Musset auf
Armenisch. Das Eintreffen eines der bedeutendsten Werke des Louvre, Bonaparte auf
der Brücke von Arcole (1798) von Antoine Grods stieß auf beiden Seiten auf Interesse.

8 Resümee
Auf der Suche nach dem frankophonen Armenien, stieß ich auf das armenische Frank-
reich. Das Zitat Quand je suis à Paris, je suis toujours en Arménie. Quand je suis

en Arménie, je ne suis pas à Paris.“ [Lenoir-Achdjian 2006, S. 222, l´Histoire de
Jacob] ist für meine Recherchen zu dem Schlüsselbegriff geworden. Die Amenier sind
aufgrund ihrer Geschichte so stark in französische Gesellschaft involviert, daß man
schon über eine Aufbewahrung ihrer armenischen Identität in der französischen Kultur
sprechen muss. Offensichtlich haben sie ihr Armenien mitgenommen. Der große Schatz
der armenischen Kultur und der reichen armenischen Geschichte ist ein Bestandteil der
französischen Kultur geworden. Die zwei Kulturen, die armenische und die französische,
sind binnen der Jahrzehnte und Jahrhunderte zu einer gemeinsamen Tradition fest
miteinander verwoben worden, so dass es schwierig wäre, sie voneinander zu trennen.
Durch die stark in Frankreich vertretene armenische Diaspora wird die Verbreitung
der französischer Kultur und Sprache in Armenien gefördert. Mit den Heimatbesuchen
tragen die Emigrantenkinder“ besonders viel zu kulturellen, wissenschaftlichen und

politischen Beziehungen bei. Die Hoffnung auf Normalität in Armenien lebt weiter,
aber wie lange bleibt sie als Hoffnung? Vielleicht solange, bis der Berg Ararat wieder
14 LITERATUR

an Armenien zurückgegeben wird und das kann dauern.

Literatur
[ARDANI.NET 2008] ARDANI.NET (2008). http://www.haias.net/armenien.html:
Armenia.

[Bédrossian . Priollaud 1990] Bédrossian, Gérard . N. Priollaud (1990).


Arménie, j’écrit ton nom: Histoire de France et d’Arménie. Collection Écrivains
reporters Liana Levi.

[internationale de la francophonie 2008] francophonie, Organisati-


on internationale de la (2008). http://www.francophonie.org/oif/membres.cfm.

[Hagège 8. Nov. 2008] Hagège, Claude (8. Nov. 2008). Que s’ouvre enfin l’ère
dela deuxieme francophonie! . Le Monde, . 18.

[Hofmann 18.08.2001] Hofmann, Tessa (18.08.2001). Völkermord oder tragische



Ereignisse“? Der historische Hintergrund der Massenvernichtung von Armeniern
1915 . Neue Zürcher Zeitung.

[Holzer 2006] Holzer, Catherine (2006). http://www.skip.at/film/8559: Le voya-


ge en Arménie.

[Lenoir-Achdjian 2006] Lenoir-Achdjian, Annick (2006). Appréhender la nati-


on, vivre en diaspora: regards arméniens. Bruyant-Academia S.A. Louvain-la Neuve.

[Nikoghosyan 2006] Nikoghosyan, Oleg (2006). Tretij etag. Literaturnij alma-


nach, Berlin.

[Wikipedia 2008] Wikipedia (2008). http://de.wikipedia.org/wiki/FrankophonieEuropa:


Frankophonie.
LITERATUR 15

Erklärung
Ich versichere, diese Arbeit selbständig angefertigt und keine anderen als die angege-
benen Hilfsmittel verwendet zu haben.

Berlin, 4. Januar 2009 Marina Lüdemann